J. N ungen i 1 Handelsgürn, asserwerk. 1 lieh äglic ö erhefe. 3 8 meines Hauss wegzugshalhe anderweit zu, ner, Hofmeßgy, W 7 HMH 95 U. 100 f. ler, Leop. Arft Gunderloch, Kögler. Fauen B. Alles, g. orstadt!“ Assenhelm nenbrüclen 1 G. Hat, 6.. helm: J.% enberger l. EE her-Mörl, ng J. Stam el. Ren orheim:!“ sel: Ph. „ Wöllsta s-Karben! rünebaum I.“ Nola 1 1 10 N 9 1 EM„ 0 Qualit ole en bei Kumi , mieth⸗ marcksraße! terre, Dienstag den 25. Juli. 36. Ob berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ Betreffend: Die Ausführung der Landesfeuerlöschordnung vom 29. März 1890; hier die Ausbildung der Pflichtfeuerwehren und Hilfsmannschaften. Friedberg den 20. Juli 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, sowie die Befehlshaber der freiwilligen und Pflichtfeuerwehren des Kreises. Nach Art. 13 des obigen Gesetzes wird mit Geldstrafe bis zu M. 60 oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft der Angehörige einer Pflichtfeuerwehr(bezw.— wo eine freiwillige Feuerwehr besteht— der Hülfsmannschaft[§. 16 Ausf. V.], welcher bei einem Brandfall, bei dem er zur Hülfeleistung verpflichtet ist, oder bei einer Uebung, zu der er ordnungsmäßig berufen wurde, ohne ausreichende Entschul— digung nicht oder nicht ordnungsmäßig erscheint, oder welcher den dienstlichen Anordnungen des Befehlshabers oder der Führer nicht Folge leistet. Nach§. 16 der Ausführung-⸗Verordnung sind mit Ausnahme der behufs Prüfung der Allarmbereitschaft einer Feuerwehr von uns angeordneten außerordentlichen Uebungen sämmtliche Uebungen nach vorhergehender Anzeige beim Bürgermeister mindestens vier Tage vor der Abhaltung derselben in der durch die Kreisfeuerlöschordnung be— stimmten Form zur Kenntniß der theilnahmepflichtigen Mitglieder der Feuerwehr zu bringen. Die Kreisfeuerlöschordnung bestimmt in dieser Hinsicht in§ 10, daß der Bürgermeister mindestens vier Tage vor der von dem Be— fehlshaber anberaumten Uebung eine entsprechende Bekanntmachung zweimal ausschellen, oder, sofern es sich nur um eine Abtheilungs— übung handelt, nach seinem Ermessen den Uebungstermin den Ver— pflichteten mindestens 4 Tage zuvor ansagen läßt und, daß zugleich ein entsprechender Anschlag am Spritzenhaus zu erfolgen hat. Betreffend: Lehrer⸗Fortbildungskurse für Organisten und Kantoren der evangelischen Kirche im Großherzogthum Hessen und für Einführung erziehlichen Knabenhandarbeits⸗Unterrichts in Volksschulen. Der Befehlshaber hat ein Dienstbuch zu führen, in welches die abgehaltenen Gesammt⸗ und Einzelübungen sowie die Versäumnisse und sonstigen Verfehlungen bei Uebungen und Brandfällen und die vorgebrachten Entschuldigungsgründe einzutragen sind. Um eine gleichmäßige Behandlung zu erzielen, bestimmen wir hiermit, daß bis auf weiteres sämmtliche bei Bränden oder Uebungen Ausgebliebene oder sonstiger Verfehlungen Schuldige unter Angabe der vorgebrachten Eutschuldigungen und mit dem Vermerk, ob ein wiederholtes Ausbleiben oder Verfehlen vorliegt, durch Vermittelung der Großh. Bürgermeistereien, welche sich zu den Entschuldigungen gutächtlich äußern wird, uns jeweils binnen acht Tagen zur weiteren Veranlassung angezeigt werden. Es hat mithin weder der Befehls— haber noch der Bürgermeister zu entscheiden, ob ein Ausbleiben ꝛc. ꝛc. genügend entschuldigt und die Anzeige zu unterlassen ist. Die Ent— scheidung hierüber steht zunächst nur uns zu. Die Großh. Bürgermeistereien beauftragen wir, die Befehlshaber der Freiwilligen- und Pflichtfeuerwehren von Vorstehendem mit dem Anfügen noch besonders in Kenntniß zu setzen, daß wir uns gelegent— lich von der ordnungsmäßigen Führung der Dienstbücher überzeugen werden. N J. V.: Dr. Göttelmann. Friedberg den 18. Juli 1893. Die Großherzogliche Kreis-Schulkommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. Die oberste Schulbehörde hat uns durch Ausschreiben zu Nr. M. J. 14153 vom 15. Mai l. J. benachrichtigt, daß Gr. Oberkonsistorium für die Zeit vom 25. Sept. bis 14. Okt. d. J. wieder einen Kursus zu dem zuerst angegebenen Zweck in Aussicht genommen hat und uns dabei zugleich empfohlen, den Lehrern, welche dazu einberufen werden, die Theilnahme an demselben thunlichst zu erleichtern. Wir bemerken dabei, daß die Anmeldung hierzu seitens der Lehrer bei den kirchlichen Behörden, welche auch die Kosten hierfür er⸗ statten, zu erfolgen hat. Sie wollen uns jedoch die vorgeschriebene Anzeige machen und darauf bedacht sein, daß Ihre Herbstferien gerade in die Zeit dieses Kursus gelegt werden. Zugleich hat der Vorstand des Vereins für Verbreitung von Volksbildung in Darmstadt unterm 5. d. Mts. uns mitgetheilt, daß er beabsichtige, im kommenden Herbste(Oktober) einen etwa eine Ferienwoche dauernden Lehrkursus im sog. Handfertigkeits-Unterrichte wieder zzu veranstalten, wenn eine genügende Anzahl von Anmeldungen bei dem Vorstande des genannten Vereins(Vorsitzender Herr Rechtsanwalt 0 werden uns auch bemühen, aus irgend einer Kasse Unterstützungen zu erwirken. Betreffend: Definitorialprüfung der Schulamts-Aspiranten und-Aspirantinnen im Herbst 1893. . Stellvertreter Herr Professor Friedrich) oder bei dem den Kursus unentgeltlich leitenden Herrn Professor Kumpa erfolgt. Die osten hierfür(30 M. für 1 Lehrer) haben, wenn nicht andere Kassen z. B. Gemeindekassen, Mathildenstifte, Credit- und Vorschußvereine ꝛc. dieselben ganz oder theilweise übernehmen, die Theilnehmer allein zu tragen. Sie wollen uns diese Anmeldungen bald zugehen lassen und wir J. V.: Dr. Göttelmann. Friedberg den 20. Juli 1893. Die Großherzogliche Kreis-Schulkommission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. Durch Ausschreiben der obersten Schulbehörde zu Nr. M. J. 19871 vom 10. d. Mts. sind wir auf die Bekanntmachung in der Darmstädter Zeitung(Nr. 333, Vormittagsblatt, vom 19 d. Mts.) noch besonders aufmerksam gemacht worden, nach welcher die betr. Prüfung Montag den 9. Oktober l. J. zu Darmstadt beginnen soll. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Schwalheim. Nachdem sich mehr wie ein Fünftheil der betheiligten Grund⸗ Eigenthümer, welche mehr als die Hälfte der betheiligten Fläche be— sitzen, für die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baumstücken der Gemarkung Schwalheim erklärt haben und nachdem ferner keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständig⸗ keit des Ergebnisses erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere landwirthschaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungs⸗ arbeiten verordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugscommissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleichzeitig sämmtliche betheiligte Grundeigenthümer zu der in Gemäßheit des Art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 Donnerstag den 10. August d. Is., Vormittags 9 Uhr, in dem Rathhaussaal zu Schwalheim stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Ab— schätzungswerth der Grundstücke, oder durch Bildung und Ver⸗ kauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bekanntma chung. Wir empfehlen Ihnen, die zu dieser Prüfung berechtigten Schul— amts⸗Aspiranten in Ihrer Gemeinde hierauf hinzuweisen, damit sie ihre mit Stempelmarken(1,10 M.) versehenen Gesuche mit den vorge— schriebenen Anlagen spätestens bis zum 9. September l. J. bei uns einreichen. 85 V.: Dr. Göttelmann. Bedürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugs⸗Commission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. In dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grundeigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1. die Vollzugs⸗Commission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. die Großherzogliche Obere landwirthschaftliche Behörde ie Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 21. Juli 1893. f Der Vollzugs⸗Commissär: 3038 Dr. Göttelmann. ——— Beginn des Unterrichtes am 30. Oktober d. J., Vormittags 8 ¼ U Die Schule umfaßt fünf Abtheilungen: Landesbaugewerkschule 1 Darmstadt. drei für Bauhandwerker(Maurer, Steinmetze r, Schluß Mitte März. „Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Glaser, Töpfer, Weißbinder, Zimmermaler, Stukkateure, Pflästerer ꝛc.), zwei für Metallarbeiter Schlosser, Gürtler, Mechaniker, Maschinenbauer ꝛc.). Das Schulgeld beträgt 40 Mark. Nähere Programme und Anmeldeformulare sind zu erhalten durch die Direktion der Landesbau⸗ gewerkschule, Darmstadt, Neckarstraße 3. Schluß der Anmeldefrist am 1. September. Die Direktion der Landesbaugewerkschule. Deutsches Reich. Darmstadt. Wie verschiedene Blätter zu melden wissen, wird die Verlobung S. K. H. des Großherzogs mit der Prinzessin Victoria Melitta, der zweiten Tochter des Herzogs von Edinburgh, in Hofkreisen jetzt lebhaft besprochenz sie soll jedoch erst später offiziell bekanntgegeben werden, da die Prinzessin erst im November 17 Jahre alt wird. — Der prov. Lehrer May an dem Gymnasium zu Bensheim wurde zum Lehrer, der Fußgendarm Wie gand zu Alzey zum Amtsgerichtsdiener in Offenbach, der ord. Professor Ur. Pasch zum Rektor der Landes⸗ universität vom 1. Oktober 18931894, der Professor Dr. Lepsius zum Direktor der Technischen Hochschule vom 1. September 1893-1894 ernannt, dem Kreisamtmann Dr. Frh. v. Gemmingen-Hornberg in Darmstadt der Chaxakter als Regierungsrath ertheilt. Berlin. Die„Nord. Allg. Ztg.“ bestätigt offiziös, daß der Schatzsekretär von Maltzahn die Absicht des Rücktritts zuerst in einem Schreiben an den Reichskanzler am 8 d. M. kundgegeben und einige Tage später das Ab⸗ schiedsgesuch beim Kaiser eingereicht habe. Begründet ist es damit, daß er die Deckung der Kosten der Militärvorlage ohne Heranzieh— ung des Bieres nicht für gerechtfertigt hält. Bis zur Entscheidung des Entlassungsgesuchs führt er die Geschäfte fort. Gegen 9 Reservisten eines hiesigen Regi— ments, die in einer Schenkwirthschaft sozialistische Lieder sangen, ist auf Anzeige eines Gens— darmen die militärgerichtliche Untersuchung ein— geleitet worden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 22. Juli. Der Kriegsminister Bauer ist heute gestorben. Belgien. Brüssel. Die„Independance Belge“ veröffentlicht Einzelheiten über den Kampf am 15. Mai an den Stanley-Fällen. Die Hauptleute Tobback und Chaltin tödteten 200 Araber und nahmen 1500 gefangen. Norwegen. Christiania, 21. Juli. Das Storthing beschloß mit 61 gegen 51 Stimmen die bisher den Staatsministern in Stockholm und Christiania bewilligten Tafelgelder in Höhe von 25,000 Kronen zu streichen. 22. Juli. Das Storthing nahm das Budget an, worauf die Session geschlossen wurde. Saßnitz, 22. Juli. Das Kaiserpaar traf an Bord der„Hohenzollern“ Nachmittags hier ein. Frankreich. Paris, 21. Juli. Das Budget ging aus den Berathungen der Kammer mit einem Defizit von 560,000 Frs. hervor. Der Finanzminister erklärte, keine Deckung vor schlagen zu können. Die Budgetkommission, die sofort zusammentrat, beantragt die Deckung des Defizits durch eventuellen Verkauf eines Domanialterrains. 21. Juli. Der„Temps“ meldet aus Saigun, der siamesische Mandarin, der in der Gegend von Khone das Kommando führt, habe einen Parlamentär an den französischen Kapitän mit der Bitte gesandt, das Feuer ein— zustellen. Dieser habe sich hierzu unter der Bedingung bereit erklärt, daß die Siamesen die Forts überlieferten. Die Antwort der Siamesen steht noch aus. Inzwischen seien von Saigun 350 Mann Verstärkungstruppen abgesandt. 22. Juli. Die siamesische Regierung ersuchte Frankreich um Verlängerung der Frist zur Beantwortung des Ultimatums, Frankreich verweigerte dies jedoch. Der„Temps“ meldet aus Saigun: Kapitän Villiers, Kommandant 8—„der der Insel Khone, hat das Feuer gegen die Sorg Siamesen wieder eröffnet, nahm ihnen 3 Forts weg und drängte sie in das Fort Donso zurück. g ö g 5 9 8 f im heutigen Inseratentheil macht Einsender nochmals schlossen wird. rischen Kreisen dahin gedeutet, daß die Regie— Letzteres Fort wurde gestern genommen Die Verluste der Siamesen betragen 300 Todte und 200 Verwundete. Die Gruppe der Khone⸗ Inseln ist also völlig besetzt, übrig bleibt nur noch die Einnahme der Stadt Khong. ö — 23. Juli. Gestern Abend nahm die Ensemble des Budgets an. Dupuy verlas so⸗ dann ein Dekret, durch welches die Session ge- Der Senat nahm das Budget ebenfalls an. Großbritannien. London, 21. Juli. Der Beschluß des gestrigen Kabinetsraths, Lord Dufferin sofort auf seinen Posten nach Paris zurückkehren zu lassen, wird in parlamenta— rung keineswegs von den Erklärungen der französischen Regierung in Betreff des Ultima⸗ tums befriedigt ist. Man neigt zu der An⸗ nahme, daß die Lage ernster werde. Nach Lord Dufferins Bericht wird eine neue Erklärung der Regierung im Parlament am Montag er— wartet. — 22. Juli. Der„Times“ wird aus Bangkok gemeldet, daß das von Frankreich ge⸗ forderte Territorium 95,000 englische(Meilen 2 275,000 qkm umfaßt, einschließlich der Pro— vinz, die früher von Birma an Siam abge— treten ist und einer ausgedehnten Strecke im nordöstlichen Siam, in welches Gebiet die Franzosen niemals ihren Fuß gesetzt hätten. Thatsächlich verlange Frankreich die Zerstücke— lung und den Ruin Siams. Frankreichs An— griff auf Siam sei in Wirklichkeit nur gegen England gerichtet, welchem gegenüber Siam sich bisher freundlich und loyal verhalten habe. Auf Englands Rath werde daher das größte Gewicht gelegt. Türkei. Konstantinopel, 22. Juli. Der Sultan hat heute den deutschen Botschafter, Fürst Radolin, der sich vor seiner am Mon⸗ tag den 24. ds. erfolgenden Abreise verab— schiedete, empfangen. Nach der Privataudienz wurde auch die Gemahlin, die Tochter und Schwägerin des Fürsten vom Sultan empfangen. Die Audienz trug einen außergewöhnlich wohl— wollenden und herzlichen Charakter. Bulgarien. Sofia, 21. Juli. Vor dem Tirnowaer Gerichte begann heute der Prozeß gegen den Metropoliten Clement wegen Auf⸗ wiegelung gegen den Fürsten und die Re— gierung. Rußland. Petersburg. Dem Vernehmen nach nahm die deutsche Regierung den russischen Vorschlag an, die Handels-Vertrags-Verhand— lungen in Berlin kommissarisch fortzusetzen, unter dem Vorbehalt näherer Verabredung über den Zeitpunkt. Sie erklärte dabei, wenn sie auch zu einzelnen Modifikationen bereit sei, so müsse sie doch im Wesentlichen an den im März auf⸗ gestellten Forderungen festhalten. 21. Juli. Das Kaiserpaar ist mit dem 5 5 die musikalischen und gef Kammer mit 377 gegen 38 Stimmen das Thronfolger, dem Großfürsten Michael und der Großfürstin Xenia gestern von den finn— ländischen Scheeren wieder nach Peterhof zurück— gekehrt. Aus Stadt und Land. X. Friedberg. Bei einem der hiesigen evang. Geistlichen sind kürzlich seitens eines Gemeinde-Gliedes bittere Klagen darüber eingelaufen, daß vom wohl gepflegten Grabe seines Kindes wiederholt Blumen u. dergl. weggenommen oder dieselben vollständig ab geschnitten waren. Es darf an die ver. Friedhofs Commission vom Einsender gewiß die Bitte gerichtet werden, durch erneute Einschärfung der Aufsichtspflicht Todtengräber und andere Vorsichtsmaßregeln dafür ge zu kragen, daß die Ruhe des Kirchhofs durch solchen Frevel hinfort nicht gestort werde. 2 Friedberg. Unter Verweisung auf die Annonce auf den ein sehr wichtiges und interessantes Thema behan⸗ delnden Vortrag von Direktor Dr. Diegel aufmerksam und spricht die Hoffnung auf einen recht zahlreichen Besuch desselben aus. Auch die Vereinsdamen sind bei demselben herzlich willkommen. Dem gesellig⸗ musikalischen Theil, um dessen schöne Ausgestaltung sich sangbegabten jungen Herren und Damen hoffentlich abermals verdient machen werden, soll auf Wunsch des Redners eine möglichst allseitige Discussion über den dazu ja auch ganz besonders ge— eigneten Vortrag vorangehen. r. Bad Nauheim. In der vorigen Woche sind 761 Kurfremde, im Ganzen 6768 Personen hier ange— kommen. Darmstadt, 21. Juli. Die Prinzessin Alix fuhr gestern, das Gespann selbst lenkend, in den Erzhäuser Wald. Dort begegnete dieselbe einer armen Frau, welche im Begriff war, ihre Mutter nach Hause zu tragen, welche im Wald durch das Sammeln von Holz erschöpft, schließlich in Folge eines Magenkrampfes ohn⸗ mächtig geworden war. Die Prinzessin befahl die Frau vorsichtig in den Wagen zu bringen, und fuhr dieselbe nebst ihrer Tochter selbst nach Erzhausen. Allerlei. Eberbach. Ein Metzgerbursche, welcher ein Stück Vieh von Zwingenberg nach Eberbach treiben wollte, wurde von 2 Zwingenberger Burschen aus geringfügiger Veranlassung verfolgt, auf offener Straße überfallen und mit Prügeln erschlagen. Die Thäter sind verhaftet und geständig. Der Erschlagene war ein braver, fleißiger und ruhiger Bursche. Würzburg, 19. Juli. Eine Frau die es ver⸗ säumt hatte, aus dem Postzug 141 in Veitshöchheim aus, zusteigen, zog heute zwischen Veitshöchheim und Thüngers⸗ heim resolut die Rothleine, stieg aus und— lief so schnell davon, daß sie das Zugspersonal nicht mehr ein⸗ ee konnte. Berlin, 22. Juli. Zu großem Tumult und schließ lich zu Thätlichkeiten kam es gestern in einer von 2000 Personen besuchten Versammlung, wo Stöcker sprach, zwischen dessen und Ahlwardts Anhängern. Stöcker warf den Antisemiten in Neu-Stettin Lüge und Auf⸗ hetzung der unteren gegen die oberen Stände und Kom munismus schlimmster Art vor; er kündigte ihnen einen Krieg bis auf's Messer an. Mehrere Redner nahmen Ahlwardt in Schutz. Sie verlasen einen Brief Försters, worin es heißt, Stöcker müsse sich seiner Agitation in Neu-⸗Stettin schüämen. Schließlich prügelte man sich auf der Tribüne. Unter Hochs auf Ahlwardt und Stöcker, unter Gebrüll und dem„Deutschland über Alles“ ging die Versammlung auseinander. Lissabon, 21. Juli. Als der König am Donners, tag aus dem Theater nach dem Palais Cintra zurück kehrte, sah er, wie ein Individuum einen Mann über⸗ fiel und lebensgefährlich verwundete. Der König und sein Ordonanzoffizier nahmen den Verbrecher fest. Athen. Dem„Standard“ wird von hier berichtet Dorpfeld, Direktor des deutschen archbologischen Insu⸗ tuts in Athen, entdeckte in Hissarlik Ueberreste des eigentlichen Trojas Homers und legte mehrere Gebäude, sowie einen Theil der Stadtmauern blos, die nahezu 0 Fuß dick sind. Die Ausgrabungen werden auf Kosten der deutschen Regierung fortgesetzt. — Handel und Verkehr. Friedberg, 22. Juli. Buttermarkt. Buttet kostete per Pfund M. 1.10— 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf. 2 Stück große 13 Pf. Gießen, 22. Juli. Auf dem heutigen Wochen. markt kostete: Butter pr. Pf. Mk. 1,20—1,30, Eier per Stück 6 Pf., 2 St. 11— Pf., Käse pr. St. 5—8 Pi. Tauben pr. Paar Mk. 0,60— 0,80, Hühner pr. Stud. Mk. 0,90 1,50, Hahnen pr. Stück Mk. 0,60—1% Enten Mk. 1.80—2.00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 56—5 Pf., Kuh- und Rindfleisch per Pfund 30 bis 40 Pf. Schweinefleisch pr. Pfund 60—70 Pf., Kalbfleisch Pe. Pfund 35—40 Pf., Hammelfleisch per Pfund 40 68 Pf., Zwiebel Mk. 9,00— 10,00. — Geld- Cours. Frankfurt am 22. Juli 1893. Geber. Nehmer, M. Pf. M. f 20, Frankenstücke„„ 10 1e 5 in 7 1 17 Dollars in Gold 4. 10 e, 70 9. al martrdod. 65 Englische Sovereiinhnhhsggsgs 20. 38 20. 34 Ruff. Imperil!!l 70 16. 60 . ae zunnerst Tab Eucohbin Kult 0 d auf 2 37 22 1 Repertoir-Entwurf Herr Johann Maria Farina Zur gefl. Beachtung. reiner der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. 25 255 g 5 8 einer, lage 8 50 8 gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser— hinen b, Opernhaus. 8 der auer u Dienstag den 25: hat uns den Debit des theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur Nundetbul Mittwoch den 26. dann beantworten, wenn denselben eine Frei— Donnerstag den 27.: Freitag den 28.: Samstag den 29.: Flick und Flock(Amor).“ Große Preise. allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen dasselbe marke für die Rückantwort beigelegt ist. Uebe— Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen auf d Sonntag den 30.: per Glas zu M. 1.75, sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts⸗ sender Amon 5„e Dutzend„„ 9.50, ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit les Then echte engl. Cheviots und Kammgarne, e N keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen diegel dufner n Buxkin und Melton, Cheviot, Die Exped. des Oberh. Anzeigers. getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. „lech zahlre 4 M. 1.75 bis M. 9.75 per Meter versenden jede Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. edeinsdane. einzelne Meterzahl direkt an Private. Buxkin⸗ L f 0 St Stellensuchende jeden Berufs Dem Fabrik⸗Depot Oettinger& Co., Frankfurt a. M., 2 5 5. 5 Ausges gef 9 ster f in 5521 eee ee 8 placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Ostra⸗ a 90 0 reren. 2 tietwoch den 26. Juli, Abende 7½ñ Uhr: Ges. Zuskft. 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Bekanntmachung. Vom 1. August d. Is. ab verkehrt der g 111 von Frankfurt a. M. und allen wischenstationen bis Nauheim um durch⸗ beg 20 Minuten später wie jetzt, also ab srankfurt 650, in Nauheim 808 Abends. Hannover den 18. Juli 1893. Königliche Eisenbahn⸗Direktion. Vergebung. Die Lieferung von 18000 Kilogramm Frühkartoffeln soll vergeben werden. Ver⸗ c lossene Angebote, versehen mit der Zufschrift:„Kartoffeln⸗Angebot“ werden stenfrei bis zum Dienstag den 1. August 13, Vormittags 11 Uhr, erbeten. Die Bedingungen liegen in der Zeit vim 24. bis 29. J. Mts. von 11—12 Uhr Vormittags und von 3—4 Uhr Nachmittags be unterzeichneter Behörde zur Einsicht ofen. Angebote von Theillieferungen, deren klogramm⸗Zahl durch 1000 theilbar ist, ind zulässig. „Marienschloß am 19. Juli 1893. Geoßh. Direktion des Landeszuchthauses. 9020 Bornemann. 3040 B. Harnischmacher Esslingen a. N. Bayer G Leibfried. Patente im In- und 2IEI „ Der Vertreter: August Frank, Tischlermeister, Friedberg. Faselochs⸗Ankauf. 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Hoddes Aaben Dene, an ae, Ji dt in Bad⸗Nauheim, Parkstraße 391. Erute⸗Tücher Danksagung 1 Sprechstunden: Täglich von 8—12 und 3—5 Uhr. Sonntag, Dienstag in allen Größen von 7 Mark an* er g 3007 G. Schulhof. und Freitag nur Vormittags. 3026 Der geehrten Nachbarschaft, der sech' acht willigen Feuerwehr und allen Denen, N! Groß 6 0 1* I 5 uns bei dem am 18. Juli uns betroffens! 1 mb — 0 D Brandunglück so hülfreich zur Seite standene n nge 50 L 1 Von J. erg Corsetten sagen wir unseren innigsten Dank. Won empfiehlt stets das Neueste am Lager. 30173032 Familie Bepperling. Droguen- und mediein. Präparate. Kindermehl von Nestle, Kufecker, Heinr. Diehl, Usagasse. Bestellungen auf N 10 Rademann Hafermehle von Knorr und Weibezahn. Hartmanns 0 K 1 5 10 b 0 N. 3 0 18 N 12. 6 Leguminose. Löfflund⸗Malzpräparate. Fleischextrakte von Liebig igarre** bitte alsbald a 1 n 1 t Me, . g 0 a u ma urg und Buschenthal. 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