8 Intag neinem 8. „ Oudle usiß Geli ö eiu fen tuerbach vn. und Wong 8 8 Neier der b einladet ug. Wieh, n einem Thill 1 5 Kaier Ae 10 ung. r Unten 5stem) eilt. Anmel, . Oktober,* „in der Me en. b e r e 22 besähh ten Gale Tücher, zen, fulle, vümyfe, Soc len, er ligen Preiseh F. Ale Vine Stiel Woare einges ichl, Hf Arat schen Caf, che an, punk 1 lt K Gros vorx bre fare 1 eiten tück due f 1593. 911 0 5 3 4 1 3 4 33 7 kite 1 abgehalten werden. Samstag den 21. Oktober. 124. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ä— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Erlaubnißscheine zum Tanz und Musikhalten an öffentlichen Orten. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg — Friedberg den 14. Oktober 1893. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, das Polizei-Commissariat Wickstadt und die Gendarmerie des Kreises. Unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 2 von 1878 benachrichtigen wir Sie zu Ihrem Bemessen, daß nach neuerer Ministerial— Entschließung auch bei bezahlter Musik in denjenigen Fällen von Erhebung einer Tanzstempelabgabe abgesehen werden soll, in welchen es sich nicht um eigentliche Tanzmusik, d. h. um eigens zur Abhaltung von Tänzen veranstaltete Belustigungen, sondern nur um einzelne Tänze handelt, die, gelegentlich anderweiter Veranstaltungen, z. B. gesanglicher, musikalischer oder theatralischer Aufführungen in Waldungen oder überhaupt im Freien außerhalb der zu Wirthschafts⸗ und ähnlichen Lokalen gehörigen Gärten und ohne vorgängige Her⸗ richtung eines Tanzbodens an Nachmittagen nicht über die Dauer von zwei Stunden vorgenommen werden. Bekanntmachung. * Betreffend: Den Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg pro 1893. Der diesjährige Herbstfaselmarkt des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg soll Mittwoch den 25. l. Mts. zu Friedberg Alle Fasel, welche an der Prämiirung theilnehmen sollen, müssen längstens Vormittags 9 Uhr auf dem Platze sein. Die Anmeldung kann diesmal mit Zugrundelegung unten abgedruckten Anmeldeformulars am Platze selbst vollzogen werden. Die Großh. Bürgermeistereien wollen die ihnen unterstehenden Polizeibediensteten entsprechend instruiren. Dr. Braden. Der Eintritt mit Faseln in den abgesperrten Ring ist nur gegen Abgabe eigenhändig dieser im Voraus angefertigten und unterschriebenen An— meldescheine gestattet. Nicht genügend gefesselte Thiere werden zurückgewiesen. Nach einem Beschluß des landwirthschaftlichen Provinzial— vereins und Mittheilung des Präsidiums sollen nur Simmenthaler Reinzuchten prämiirt werden; Kreuzungsprodukte mit anderen Rassen sind daher ausgeschlossen. mindestens/ Jahr im Besitze des Ausstellers sein. Von Ausstellern selbst gezüchtete Thiere werden höher prämiirt als angekaufte. Viehhändler als solche sind von der Bewerbung um Preise ausgeschlossen. Angekaufte Thiere müssen Zur Be⸗ werbung um die Vereinspreise sind nur die Bezirksangehörigen zuzulassen; sonstige Beiträge z. B. die Prämienzuschüsse der Stadt Friedberg können zur Prämiirung von Vieh aus anderen Kreisen oder nicht selbst gezogenem Vieh verwendet werden. Thiere, welche bei einer Preis⸗ vertheilung im laufenden Jahre prämiirt worden sind, können diesmal nicht concurriren. Thiere ein und desselben Besitzers nur ein Geldpreis gegeben werden. Ferner kann in derselben Kategorie für mehrere Jeder Aussteller hat die Ausstellungszeit bei Meidung des Verlustes der ihm zuerkannten Prämie einzuhalten. Unrichtige Angaben des Ausstellers in Bezug auf die programmmäßigen Anforderungen an die concurrirenden Thiere haben zur Folge, daß etwa zuerkannte Prämien wieder zurückbezahlt werden müssen. Aussteller künftighin von der Zulassung zur Prämiirung ausgeschlossen. Protokollführer zur Kenntniß bringen. Friedberg den 16. Oktober 1893. Nr. der Anmeldung: Gattung des Thieres:. Rasse(Reinzucht oder K N Selbst gezogen: Bereits prämiirt(wo u Für jedes Thier ist ein besonderer nd wann): Auch ist in solchem Falle der Die zum Abschluß gebrachten Verkäufe wolle man dem anwesenden Zur recht zahlreichem Besuche des Marktes wird hiermit eingeladen. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. Ur. Braden. Anmeldeschein für die Ausstellung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins zu reuzung):. C 8 Geschlecht: Gekauft(seit wann im Besitz): den 1 189 f „Friedberg“ (Name des Ausstellers.) Anmeldeschein auszufüllen. Die Angaben gelten als auf Ehrenwort gemacht. Wer nachweislich unrichtige Angaben macht, wird zu späteren Ausstellungen nicht mehr zugelassen. Deutsches Reich. f Darmstadt, 18. Okt. Der Prinz und die Prinzessin Christian, sowie die Prinzessin Viktoria zu Schleswig-Holstein reisten heute nach England ab. Der Prinz und die Prin⸗ essin Heinrich von Preußen nebst Prinz Walde— mar treffen morgen zu längerem Besuche hier ein. — Dem Gg. Knapp aus Fürth wurde das Patent Ils Geometer erster Klasse für den Kreis Heppenheim, em Gottf. Schatto aus Wöllstein das Patent als Heometer 2. Kl. für den Kr. Mainz ertheilt; dem Schulamtsasp. Listmann aus Dorn⸗Dürkheim eine Lehrer⸗ telle zu Flomborn, dem Schulamtsasp. Becker aus Gonsenheim eine Lehrerstelle zu Weinsheim, dem Schul⸗ lehrer Traub zu Bermersheim eine Lehrerstelle zu deppenheim a. W., dem Schullehrer Thomas zu Jugen⸗ leim eine Lehrerstelle zu Offstein, dem Schulamtsasp. Sahn aus Wöllstein die Lehrerstelle an der israel. Schule n Grebenau, dem Schullehrer Rauch zu Klein⸗Umstadt ine Lehrerstelle zu Zotzenbach, dem Schullehrer Schäfer A Zotzenbach eine Lehrerstelle zu Klein-Umstadt, dem minar zu Alzey Matthes zum Lehrer ernannt; 0 Schullehrer Gompf zu Merlau die Lehrerstelle zu Hopf⸗ arten übertragen; der prov. Lehrer am ee le auf eine Lehrerinnenstelle zu Offenbach präs. Schulver⸗ walterin Hetzel daselbst, die auf Lehrerstellen zu Offenbach präs. Schulverwalter Stier und Wetzel daselbst bestätigt; dem Schulamtsasp. Finkernagel aus Stumpertenrod eine Lehrerstelle zu Storndorf übertragen; dem A. Nock aus Biblis das Patent als Geometer 2. Kl. für den Kr. Darmstadt ertheilt; dem Schulamtsasp. Schenkelberg aus Pfaffen⸗Schwabenheim eine Lehrerstelle zu Wolfs⸗ heim, dem Schulverwalter Eckstein zu Sellnrod eine Lehrerstelle daselbst, dem Schullehrer Höchst zu Fleschen⸗ bach eine Lehrerstelle zu Maar, dem Schullehrer Göckel zu Landenhausen eine Lehrerstelle zu Angersbach über— tragen; dem Forstassessor Fuchs und dem Geometer— gehilfen Schmidt, beide zu Darmstadt⸗ das Patent als Geometer 1. Kl. für den Kr. Darmstadt ertheilt, der Kanzleidienergehilfe Föbel zum Ministerialkanzleidiener ernannt, der vortrag. Rath Oberforstrath Wilbrand zum ständigen Mitgliede des Landesversicherungsamts, der Kreisamtmann Dr. Kayser zu Darmstadt zum stell⸗— vertretenden ständigen Mitgliede des Landesversiche⸗ rungsamts, die Landrichter Fabricius und Neundörfer zu Mainz zu Landgerichtsräthen ernannt, der Ober⸗ förster Ebel von Jägersburg nach Lorsch versetzt, dem Ortseinnehmer Haas zu Babenhausen das Allg. Ehren zeichen für treue Dienste verliehen, der Steuerkom⸗ missariatsgehilfe Fabry bach auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt, der Diener an der Landes— zu Off Universitüät Hofmann zu Gießen auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das silberne Kreuz des Philipps— ordens verliehen, dem zweiten Diener an der Landes⸗ Universität Wedel die Stelle des ersten Dieners über— tragen, der Regierungsrath br. Frh. von Gemmingen— Hornberg zu Darmstadt zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts für die Sektion 2 der Hessen-Nassauischen Baugewerks-Berufsgenossenschaft, zu dessen Stellvertreter der Kreisamtmann Or. Kayser daselbst, der Großh. Kreisamtmann Neff zu Darmstadt zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts für die Invaliditäts- und Alters⸗ versicherung für den Bereich der Versicherungsanstalt „Großh. Hessen“, der Ministerialsekretär Schliephake zu Darmstadt zum Stellvertreter des Vorsitzenden des Schiedsgerichts der land- und forstwirthschaflichen Be⸗ rufsgenossenschaft für das Großherzogthum Hessen er— nannt, dem Fußgendarmen Wagner die Stelle des Pedellen an dem Realgymnasium zu Darmstadt über— tragen. Berlin. Der„Reichsanzeiger“ meldet: General v. Kaltenborn wurde vom Amte des Kriegsministers entbunden und General Bronsart v. Schellendorf zum Kriegsminister ernannt. Bremen, 18. Okt. Der Kaiser traf um eee —— 3 1 10 Uhr 52 Min. auf dem Bahnhofe hier ein. Er wurde von den Bürgermeistern, dem Grafen Waldersee und anderen hohen Persönlichkeiten empfangen und trat sofort die Rundfahrt durch die festlich geschmückte Stadt nach dem Fest⸗ platze an. Vor der Enthüllung des Denkmals des Kaisers Wilhelm J. hielt der Bürgermeister Pauli eine Ansprache, in der er hervorhob, das Denkmal solle uns und unsere Enkel ge— mahnen an den Gründer des Reiches, den er— habenen Kriegs- und Friedensfürsten, der in fernen Zeiten als einer der Lieblinge des Volkes in der Sage fortleben werde gleich einem Karl und einem Barbarossa. Der Bürgermeister begrüßte darauf den Kaiser als Erhalter und Fortführer des Werkes und schloß mit einem Hoch auf diesen. Darauf fiel die Hülle. So— dann fand ein Festmahl statt. Der Kaiser be— gab sich um 4½' Uhr von seinem Absteige— quartier, wo er die Admiralitäts-Uniform an— gelegt hatte, nach dem Rathskeller. Von da fuhr der Monarch um 6 Uhr Abends durch die reich illuminirte Stadt zum Bahnhof und reiste mittels Extrazuges nach Berlin ab. An allen Orten, wo der Kaiser sich in Bremen zeigte, wurden ihm von der Kopf an Kopf gedrängten Bevölkerung stürmische Ovationen dargebracht. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 19. Okt. Die parlamentarische Krise ist latent. Der Präsident des österreichischen Abgeordneten— hauses, Baron Chlumecky, begab sich an das kaiserliche Hoflager nach Budapest. Die Ma— jorität ist einig in der Ablehnung der Wahl— reform. Der Kaiser ließ sich über die Stim— mung im österreichischen Parlamente berichten. Sodann wurden Graf Kalnoky und später Taaffe in längeren Privataudienzen empfangen. Taaffe kehrt morgen Mittag zurück und dürfte wichtige Entscheidungen mitbringen. Wie ver— lautet, hat Zaleski am Sonntag seine Demission eingereicht. Frankreich. Paris, 18. Oktbr. Die russischen Offiziere setzten heute ihre offiziellen Visiten fort; sie waren beim Militärgouverneur, beim Seinepräfekten, beim Präsidenten des Ge— meinderaths und beim Polizeipräfekten. Mit— tags war Frühstück in der russischen Botschaft, abends Essen und Ball im Marineministerium; es wurden nur die konventionellen Toaste aus— gebracht. 19. Okt. Heute Abend war Bankett für die Russen im Hotel de Ville. Nach dem Bankett fand ein Fackelzug mit allen Regiments musiken der Pariser Garnison statt. Nach dem Fackelzug gab es ein Concert im Hotel de Ville, dem ein glänzendes Publikum bei wohnte. Avellan besuchte heute den Erzbischof von Paris, der gestern die Absicht geäußert hatte, ihm eine Priester-Delegation zu senden. 19. Okt. Die Expedition gegen Be— hanzin hat begonnen. Die Kolonne Dodd's ist nach fünftägiger Fahrt auf dem Uemefluß in Agony eingetroffen. Gesundheit und Ver— fassung der Truppen sind vorzüglich. Monteresson, 19. Okt. Die vorläufige Bei setzung der Leiche Mae Mahons findet Samstag statt. In dem Sterbezimmer, das in eine Kapelle umgewandelt ist, defilirt fortwährend eine große Menschenmenge. Italien Tarent, 18. Okt. An dem Essen an Bord der, Italia nahmen, außer dem Admiral Seymour und den Kommandanten der eng lischen Kriegsschiffe, die Spitzen der Behörden von Tarent etheil. Admiral Seymour, Admiral Corsi und 60 englische und italienische Marine— offiziere hatten sich Vormittags nach Policoro zur Jagd begeben. 19. Okt. Dem gestrigen, von Admiral Seymour an Bord des englischen Panzer— schiffes“ Sans Pareil“ veranstalteten Essen wohn ten die Admirale Corsi und Turi, der Unter präfekt, die Bürgermeister von Tarent, die Kommandanten der italienischen und englischen Kriegsschiffe und der englische Vicekonsul bei. Heute Vormittag begaben sich die Deputationen der Arbeitervereine an Bord der„Sans Pareil“ und überreichten dem Admiral Seymour das Diplom als Ehrenmitglied. Auf der Besitzung des Deputirten Dayala wurden sodann Aus— grabungen vorgenommen, denen Seymour, die Kommandanten der englischen Schiffe, die Admirale Corsi und Turi, der Unterpräfekt, der Maire, der Deputirte Dayala, mehrere Damen und Vertreter der Presse beiwohnten. Amerika. Rio de Janeiro, 18. Oktbr. Die Kanonade zwischen den Forts und dem aufständischen Geschwader nimmt an Heftig— keit zu. Allerlei. Schlüchtern. Vor Kurzem fanden die Söhne von zwei Bahnwärtern an der Böschung der Frankfurt— Bebraer Eisenbahn zwölf große eiserne Kugeln, die mit einer Gummiumhüllung versehen waren und das Aus— sehen von dicken Gummibällen hatten. Die Untersuchung hat festgestellt, daß die Kugeln innen hohl und mit Sprengmaterial gefüllt sind. Es werden eifrige Nach— forschungen angestellt, um zu ermitteln, auf welche Art und Weise und zu welchem Zweck die Kugeln dahin gekommen sind. Landau Sccondelieutenant Hofmeister vom 18. bayerischen Infanterie-Regiment, der vor wenigen Tagen vom Militär- Bezirksgericht Würzburg von der Anklage sozialistischer Umtriebe freigesprochen wurde, ist im hiesigen Garnisonslazareth untergebracht, wo er bis zu seiner vollständigen Genesung verbleiben soll. Rappoltsweiler, 18. Okt. Die Rappoltsweiler Trambahn befördert auch Reichseisenbahnwagen auf sogenannten Schlitten. Als heute Nachmittag ein solcher Reichseisenbahnwagen vom Stadtbahnhofe abgelöst wurde, lief der Waggon gegen den herangekommenen Straßen— bahnwagen und zertrümmerte ihn. Sämmtliche Passagiere und das Personal, im Ganzen etwa zwölf Personen, wurden nach der„St. P.“ verletzt, darunter einige sehr schwer. Budapest, 18. Okt. Hauptstadt zu. Sansibar. Dem britischen Schiffe„Raleigh“ ist es neuerdings nach einer sehr aufregenden Verfolgung gelungen, eine Sklavendhau in den Gewässern von Sansibar zu ergreifen. Dieselbe war mit Arabern be— mannt und führte die französische Flagge. Die Araber widersetzten sich dem Versuche seitens der britischen Mannschaft, das Schiff zu untersuchen. Fünf Sklaven, zwei Knaben und drei Mädchen, wurden in demselben gefunden. Der Kapitän der Dhau und ein Mann sprangen über Bord, obgleich die See von Halffischen wimmelte, und versuchten ans Land zu schwimmen. Man hat von ihnen nichts weiter gehört. Die Sklaven wurden dem französischen Konsul übergeben. Die Cholera nimmt in der Festbericht über die 350jährige Jubelfeier der Großh. Realschule und des Progym⸗ nasiums zu Friedberg. Friedberg, 17. Okt. Auch der heutige Hauptfesttag verlief in der schönsten Weise. Um 10 Uhr begab sich die Realschule und das Progymnasium unter Vorantritt der Kapelle des Inf. Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 und mit der Tags zuvor von Damen überreichten Fahne zum Aufstellungs— platz. In den Festzug reihten sich ein die ehemaligen Schüler der Anstalt nach Jahrgängen geordnet, eine sehr stattliche Zahl, darunter hochbetagte Männer im Schneeweiß des Alters, denen die Erinnerung an die frohe Jugend— und Schulzeit jugendliche Festesfreude auf die alternden Wangen gezaubert. Gar manche rührende Wiederer— kennungsseene spielte sich da zwischen früheren Schul— lameraden ab, die sich seit Dezennien nicht mehr ge— sehen. Im Zuge waren ferner vertreten die Lehrer— collegien Friedbergs und Deputationen vieler aus wärtiger höheren Lehranstalten, die Behörden, das Fest— komité ze. Der Zug bewegte sich durch die Kaiserstraße an dem Eingang des ehemaligen Barfüßerklosters vor uber durch die Usagasse und die großartig geschmückte Augustinerschulgasse an dem jetzigen Realschulgebäude und der Stadtkirche vorüber zum Saalbau. Hier fand in Gegenwart der inzwischen eingetroffenen Herren Staatsminister Finger, Exc., Geh. Staatsrath Knorr v. Rosenroth, Geh. Oberschulrath Soldan Prälat Ur. Habicht und einer zahlreichen Zuhörermenge um 11 Uhr der Festaktus der Schule statt. Nach einem von Reallehrer Wiesehahn gedichteten sinnigen Prolog kamen durch Schüler der Anstalt eine Anzahl Gedichte zum Vortrag, die sämmtlich auf die Zeit der Gründung der Schule Bezug hatten und durch die frische Art, mit der sie von den jugendlichen Deklamanten zu Gehör ge⸗ bracht wurden, allgemeinen Beifall fanden. Nicht min- der exakt waren die eingeschalteten Gesänge des Schüler⸗ chors und die ebenfalls von Schülern der Anstalt aus geführten Instrumentalvorträge. Den Glanzpunkt der Feier bildete die gehaltreiche und formvollendete Fest— rede des Direktor Ur. Windhaus, auf deren Inhalt einzugehen uns leider der Raum nicht gestattet. Nach Schluß der Festrede, die mehrmals von lebhaftem Bei fall unterbrochen wurde, überreichte ihm Staatsminister Finger, Exc., unter Worten warmer Anerkennung für die Verdienste des Direktors um die seiner Leitung unterstellte Anstalt und der auf fleißigsten Quellen⸗ studium beruhenden Festschrift„Geschichke der Latein⸗ schule zu Friedberg“, das Ritterkreuz 1. Kl. des Philipps — 5 2 folgten die Glückwünsche der verschiede⸗ nen höheren Lehranstalten des Landes, von denen ein⸗ zelne auch prachtvoll ausgestattete Glückwunsch⸗Adressen überreichen ließen, so die Realschule zu Michelstadt. das Realgymnasium und die Realschule zu Gießen und das Gymnasium zu Gießen und Andere. Realschul⸗ direktor Dr. Gerhardt von Michelstadt brachte im Namen aller dieser Lehranstalten, Geh. Kirchenrath Or. Diegel im Namen aller Friedberger Lehranstalten die Glück, wünsche dar. Zahlreiche eingelaufene Glückwunschschreiben, Telegramme und eine Anzahl werthvoller Geschenke be⸗ kundeten das rege Interesse, das die früheren Schüler und namentlich auch die Friedberger Bürger an der Anstalt nehmen. Unter den Geschenken sei namentlich die durch Dr. Nikolay und Gebr. Dr. Lang veranlaßte Spende für Förderung des Zeichenunterrichts im Be⸗ trag von 1000 Mark, an der sich eine große Anzahl früherer Schüler betheiligt hat, erwähnt. Auch die Familien Trapp und Seyd haben der Anstalt passende und recht werthvolle Geschenke überreicht. Nach dem Festaktus übten eine Anzahl älterer Abiturienten einen schönen Akt der Pietät aus, indem sie auf dem Grabe ihres einstigen hochverdienten Lehrers Professor Ur, Dieffenbach einen schönen Kranz niederlegten. Um 2 Uhr Nachmittags begann im festlich geschmückten Saale des„Hotel Trapp“ das von etwa 160 Theilnehmern besuchte Festmahl. Den ersten Toast auf S. K. H. den Großherzog und S. M. den Kaiser brachte Staats. minister Finger, Exc., aus, worauf die Festtheilnehmer stehend unter Musikbegleitung die Hymne saugen. Geh. Staatsrath Ur. von Knorr feierte die Schule, ihr weiteres Blühen und Gedeihen wünschend, Geh. Ober⸗ schulrath Soldan den jetzigen Direktor und das Lehrer⸗ collegium, Direktor Ur. Windhaus brachte einen Toast auf die Großh. Staatsregierung und die oberste Unter richtsbehörde aus, Prälat Dr., Habicht auf die Stadt Friedberg und Beigeordneter Hieronimus auf die er⸗ schienen Gäste. Rentner Buß aus Darmstadt gedachte in launiger Weise der Erlebnisse seiner Schulzeit, wo, bei er ein so schönes Bild von der Persönlichkeit und Wirksamkeit des von allen seinen ehemahligen Schülern so hochverehrten Professors Dieffenbach entwarf, daß Jeder mit Lust den Worten des Redners lauschte. Ebenso fanden die Worte Gebhards aus Luzern der 1821 Schüler der Anstalt war, reichen Beifall Dieser 85jährige Greis hatte die weite Reise aus Luzern nicht gescheut, um an dem Jubiläum der Anstalt Theil!. nehmen. Interessant sind auch dessen Lebensschicksale. Derselbe war Pfarrer zu Ober-Seemen in Oberhessen, wanderte aber in Folge der Ereignisse des Jahres 1848 in die Schweiz aus und gründete eine Buchhand⸗ lung dortselbst. Auch er machte sehr interessante Mit⸗ theilungen aus seiner Schulzeit. Rektor Lang 4 Frankfurt feierte in einem Gedicht die Damen. N des Essens, das dem altbewährten Rufe. des Hot Trapp alle Ehre machte, concertirte die Kapelle und nahm das Festmahl sehr einen animirten Verlauf. Auch die gesellige Vereinigung, die Abends im Saalbau statt' fand, hatte einen prächtigen Verlauf, wozu dis lichen Leistungen der Kapelle Krauße und die zahl; reichen Toaste beitrugen. U. A. toastirten Gymnastal⸗ lehrer Dr. Nieß aus Worms auf die Schule Pain Ur. Habicht auf die Frau des Direktors, woran Windhaus mit einem Toast auf die Damen Friedberg und der Wetterau antwortete. Gymnasiallehrer Baur aus Büdingen und Pfarrer Schwabe aus Selters he dachten der noch lebenden pensionirten Lehrer 55 Schmid, Klein und Lang, sowie des verstorbenen Dit. Möller in anerkennenden Worten. Dekan aun toastirte auf den Dichter des Festspiels, Reallehrer 152 Noch gar manche Rede wurde gehalten und erst— trennten sich die Festtheilnehmer in der gehobenste Stimmung. rnb 18. OU Auch der auf heute Nachmittag angesetzte deme Spaziergang nach Bad-Nauheim, mit geselliger,* einigung in den Räumen des Hotelrestaurants, 8 dorf, nahm den schönsten Verlauf. Nachdem die—. Zahl der Festtheilnehmer in dem Lokal ennie war, begrüßte Bürgermeister Wörner von Bad-— heim die Versammlung in herzlicher Weise und 2 seine Freude darüber aus, daß die Anstalt 315 2 gerichtet, einen Theil ihres Festes nach W zu verlegen und toastete auf die Nachbarstadt Fried— Beigeordneter Hieronimus erwiederte den Toast, 1* er für diesen freundlichen Gruß dankte und auf die gute Ein vernehmen beider Nachbarstädte und Aan 1— Bewohner Bad Nauheims ein Hoch ausbrachte. 47 Wissig von Bad-Nauheim betonte die ethische Seite— Erziehung; sein Hoch galt dem Lehrercollegium* Anstalt in das die Versammlung freudig e Nachdem Reallehrer Opel in humoristischer Weise 5 Schüler gedacht, und der Obersekundaner nee wiedert hatte, verlas Direktor Dr. Windhaus i pesche, die als Antwort auf das an S. K. H. den 122 herzog beim Festmahl abgesandte Telegramm 23 eingelaufen war; der Wortlaut besagt:„.. 2* Großherzog lassen herzlichst danken für den genen der Jubiläumsfeier abgesandten Gruß und wünf 5 daß die Zukunft der Realschule gleich Rios Frhr segensreich sei, wie die Vergangenheit. Major 50h v. Granch.“ Hierauf brachte Lehrer Wagner ein.. auf den Mann aus, der nicht nur in der kurzen 1 1 seiner Wirksamkeit an der Anstalt sich besondere 6 nit d seberblic Fefühl i 2 c. Abu 0 Fe Aung d d fle de aul 0 ehen! and berste Hema Nr * Nr V Nr im Gen u Nr. 16 Nr A XXV zriedb Hroßh. J. Küm hach „ N Her, M alle J. lern. Kullme Kaden rell: R. uuf S. K. H., brachte 80 a Festheluehr, ine sangen. 9% die Schule, end, Geh. J und das Leh ichte einen J. ie oberste hy t auf die 8 nus auf die armstadt geh, r Schulzeit, Persönlichkel“ zahligen Schi ich entwarf, Redners lau aus Luzern, Beifall. aus Luzern Anstalt Thel) n Lebensschichll n in Oberhesg, isse des Juhu eine Buchhalh interessante M tor Lang men. Währe Rufe des e die Kapelle N Verlauf, J. im Saalbau e wozu die dot und die Jah tirten Gyn e Schule, Na tors, woralh amen Fri, nasiallehrer. aus Seller irten Lehrer erstorbenel 900 fel „ Meallche en und er! der gehoben berg, l. a gehe ge e er V gleitung von Lehrern nach Haus, während noch kurze Zeit verblieben und dann theils zu Fuß, theils mit der Bahn den Heimweg antraten. Ueberblicken wir nun das ganze Fest, so überkommt uns ein Gefühl innerer Befriedigung über den schönen Verlauf Wem aber, so fragen wir, verdanken wir Nun, unserem verehrten jetzigen Direktor der Realschule, lor. Windhaus! Zunächst seiner mit eminentem Geschick und unermüdlichem Fleiße aus— Es war keine Kleinigkeit, die desselben. dasselbe eigentlich? geübten Forschung! bdienste um dieselbe erworben habe, sondern dem auch ganz besonders das Gelingen des Festes zu danken sei. f 6s sei dies Direktor Ir. Windhaus, ihm gelte sein Hoch. Auf das von der Versammlung mit Begeisterung aufgenommene Hoch suchte lr. Windhaus in bescheidener Weise das Verdienst von sich abzuweisen, indem er auf die Wirksamkeit des Lehrercollegiums sowohl, als auch der Friedberger Bürger die Aufmerksamkeit lenkte. Ein solches Fest könne selbstverständlich nicht ein Ein⸗ zelner vorbereiten, er habe überall, im Lehrercollegium und bei den Komité mitgliedern freundliches und bereit— williges Entgegenkommen gefunden; er schloß mit einem Hoch auf das Komité. Hierauf marschirte ein Theil der Schüler, deren Eltern nicht anwesend waren, in Be— Arbeit konnte das Resultat hülfe; Plan und Anregung die Familien jugendlichen Kräften, vorher Unsere Realschule aber: in Jahrhunderte altem Staube und Moder theilweise vergrabenen Beweise zu finden, zu sammeln und zu sichten und nur eine zielbewußte, unendlich mühsame Initiative allein verdanken wir aber auch das Fest. Zur Ausführung bedurfte er natürlich weiterer Mit— ihm aus und das ist unseres Erachtens noch von keinem der ihn antoastenden Redner genug gewürdigt worden, für dies Alles gebührt ihm aber öffentlicher Dank! Auch dem Dichter des Festspiels, Reallehrer A. Kost, sowie den beiden Regisseuren, den Reallehrern Dr. Stro— man und Reitz, sei an dieser Stelle gedankt; wenn ein Festspiel glatt geht, so macht sich das für die Zuschauer gleichsam so alles von selbst, Niemand aber weiß es, wieviele Mühe das Einstudiren, noch obendrein mit so zustande bringen. Seiner gingen aber lediglich von Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ʒ Uhr: Herr Candidat Böchner. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Ur. Weiffenbach. Abends 5½ Uhr: Herr Pfarrer Schäfer von Dorheim. Am 22. Sonntag nach Trin. Erntefest und Abend— mahl in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 3,47 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. verursachte. vivat, eresecat, floreat! Evangelische Kirchliche Anzeigen für Friedberg. ö 5 21. Sonntag nach Trinitatis.* Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Velte. ö Friedberger Pferdemarkt Dienstag den 24. und Mittwoch den 25. Oktober. Am 25. auch Faselmarkt. Gemeinde. Allee 35. Stellensuchende jeden Berufs placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Ostra⸗ 152 Güter⸗Versteigerung. Montag den 23. Oktober, Vormittags 1 Uhr, sollen auf Antrag der Erben nach—⸗ olgende auf den Namen der Christian Selpel's Ehefrau aus Gießen, Louise, geb. zeuß, stehenden Güterstücke öffentlich meist⸗ etend versteigert werden: Gemarkung Friedberg: Flur IV Nr. 52 694 qm, Grabgarten in der Kehl, Flur IV Nr. 148= 487 qm, Acker im f Ellern, Flur IV Nr. 180 339 qm, Grabgarten . im äußersten Ohrloch. Gemarkung Ockstadt: Flur X Nr. 89= 750 qm, Grabgarten, 16. Gewann im Ried, Flur X Nr. 90— 550 qm, Grabgarten daselbst, Flur XXVI Nr. 84= 81 qm, Acker, Gewann im Ried. Friedberg den 19. Oktober 1893. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. 235 Steinhäußer. * Pferde⸗ Decken von 1 M. 80 Pfg. an. 14224 G Schul-,. MEA HT FAL or. 2 Pfd. 85, 90, 95 100 Pf. Friedberg: L. Adler, Leop. Arnstein, 5. Flaschenträger, Fr. Gunderloch, Ph. Dan. Kümmich, Julius Kögler. Fauer- bach b. Fr.: W. Alles, F. W. Haas. Nieder- Florstadt: Abr. Adler, Mich. Adler. Assenheim: Sarl Bauer. Bruchenbrüecken: F. Stern. WIIbel: G. Herget, C. O. Kullmann. Rodheim: J. Stern. Staden: Marc. Hessenberger!. Eehh- zell: R. Wagner. be Mörlen: Fac. Rühl J., J. R. König Stamm- neim: David Cassel. Rendel: Oeinrich Kirchner. Dorheim: Mart. 4237 Hammelfleisch stets zu haben bei W. Waas. Aufforderung. Da mein Sohn Leopold Stern am 1. November d. J. bei mir austritt, so ersuche ich diejenigen, welche noch Rech⸗ nungen für Cigarren und Manufaktur⸗ waaren an mich zu entrichten haben, inner⸗ halb acht Tagen zu bezahlen, andernfalls ich solche auf gerichtlichem Weg eintreiben lasse. Rodheim v. d. H. den 20. Okt. 1893. 4239 Jakob Stern We. Spfcialität in Cigarren. Empfehle als vorzügliche Sorten: Solida& Brasil per Stück 5 Pfg., 10 Stück 45 Pfg., Miquel per Stück 6 Pfg., 7 Stück 40 Pfg., Valido per Stück 7 Pfg., 6 Stück 40 Pfg. 3011 J. A. Windecker. 6 Ae Handarbeiten, Pantoffel, Ueberhandtücher, Tischläufer, Büffet⸗Decken, Bett⸗Taschen, Servietten, Bürsten⸗Taschen, Wäsche⸗ beutel ꝛc. ꝛc. Terneauxwolle, Moos ⸗Castorwolle, Stick- u. Häkelseide, Bouillon, Gold⸗ Cordel empfiehlt zu anerkannt billigen Preisen 4035 G. F. Aletter. Der Pfandschein Nr. 7356 wurde verloren. Ansprüche an das auf diese Nr. eingelegte Pfand wolle man innerhalb 8 Tagen erheben. 4206 Schmidt, Pfandhausverwalter. 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