0, M. 10h 1.90, sowseg fens⸗Kaffe kenbag“ sanzen Wel hes sste Tollet äftigung deb die so liz Flasche N. A. Windach — — — — vieder eingeht au. Kümut schäftsverüll thoison eihole Ihe Ell 2 Preis. m-& hilt — richsdon ö ll l if 1 0 ofesol 4 5 4 1 1 5 1 1093. Donnerstag den 19. Oktober. A 123. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., 4 Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ——— pro 1891/92 und 18990 Betreffend: Verwendung der Polizeistrafdritttheile zun Remuneration des Aufsichtspersonals Friedberg den 3. Oktober 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Bezugnehmend auf die in rubricirtem Betreff von Ihnen erstatteten Berichte benachrichtigen wir Sie, daß wir von dem uns zur Be— lohnung des Polizeipersonals zur Verfügung gestellten Betrage die nachstehend näher bezeichneten Remunerationen bewilligt haben. Sie wollen die Interessenten hiervon in Kenntniß setzen und denselben bemerken, daß die Beträge Dienstags bei dem Rechner der Kreiskasse nach Vorlegung einer auf einem halben Bogen auszustellenden von Ihnen zu beglaubigenden Quittung in Empfang zu nehmen sind. J. V.: Süf fert Nachstehenden von dem Gemeinderathe der lichem Ministerium des Innern und der Justiz mit Verfügung vom 10. Oktober 1893 zu Verzeichniß der Remuneration für die Polizeidiener und Nachtwächter. e N f N 73 a Namen 77 Namen 2 Name Namen 8 Gemeinden. der Polizeidiener 8 Gemeinden. der Polizeidiener 8 Gemeinden. der Polizeidiener Gemeinden. der Polizeidiener 3 8 f bezw. Nachtwächter. 5 bezw. Nachtwächter. 85 bezw. Nachtwächter. 8 bezw. Nachtwächter.— 5 MN. M. M. M. Assenheim Christian Schmidt 5 Friedberg Johannes Römig 40 Maibach J. Ruppel 5 Ossenheim Friedrich Stölting 5 Bad⸗Nauheim CChristian Fisch(1. 30 Franz Fourier 40 Massenheim Konrad Grimm 20 Ostheim Konrad Klötz 11.15 7 Joh. Salzmann 5 Gambach Heinrich Hammer 25 Melbach Georg Weckmann 5 Pohl⸗Göns Johs. Zörb 11. 5 Mart. Steuernagelf 5 Griedel Peter Göbel 25 Münzenberg K. Jung IV. 10 Reichelsheim Ludwig Fritz 5 Bauernheim Ernst Weimann 5 Groß⸗Karben Jakob Stelz 35 Nieder-Erlenbach Gg. Ph. Kreutz 5 Rendel Daniel Schrimpf 10 Beienheim Johannes Bopp 15 Harheim Menges 5 Nieder⸗Eschbach Chr. Bender 5 Rodheim Heinrich Bach 10 Bönstadt Philipp Heß 5 Heldenbergen Konrad Weisbecker 15 Nieder-Florstadt Georg Hofmann 20 Schwalheim Ph. Ludwig Rack 10 Bruchenbrücken Heinrich Kleiß 15 A. Zwier 5 Nieder⸗Mörlen Heinr. Zimmer II.] 25 Södel Peter Fourier 25 1 Büdesheim Daniel Schüßler 20 a J. Neff 5 Nieder⸗Rosbach Anton Seibel 10 Staden Kaspar Weith 10 Brurg⸗Gräfenrode Konrad Vetter 5 Hoch-Weisel Konrad Dörr 10 Nieder⸗Weisel Jakob Haub II. 10 Steinfurth Ludwig Alban 10 N Butzbach Ferdinand Schmidt 20 Holzhausen Johannes Burk 10 Nieder⸗Wöllstadt Adam Bechtold 161. 10 Tr.-Münzenberg Heinrich Hofmann 10 155 Dorheim Johannes Schenk 10 Ilbenstadt Johannes Klein 10 Ober-Erlenbach J. Kunz 5 Vilbel Ph. Müller 30 Heinrich Kling 5 Kirch⸗Göns W. Zöller 111. 5 Ober⸗Eschbach Wilhelm Schäfer 15 Joh. Winter 10 Dorn⸗Assenheim Heinrich Walter 5 Klein⸗Karben Johannes Jörg 20 Ober-Mörlen Peter Heil 111. 25 Weckesheim Konrad Fey 20 Fauerbach b. Fr. Heinrich Karl Zeun 15 Kloppenheim Anton Schmidt 15 Ober⸗Wöllstadt Peter Anton Diehls 15 Wisselsheim Heinrich Berg 5 1 d. H. K. Wolfheimer I.] 10 Langenhain mit Ockstadt Martin Schumann 25 Wölfersheim Hch. Christ. Ulrich, 5 . Ziegenberg Karl Rumpf 5 Skarben Kaspar Hofmann 20 Wohnbach Kaspar Berg 10 Betreffend: Errichtung einer Brückenwaage zu Heldenbergen. Bekanntmachung. Gemeinde Heldenbergen unterm 21. September 1893 beschlossenen und von Großherzog— Nr. M. J. 28680 genehmigten Gebührentarif für Benutzung der Gemeindebrückenwaage zu Heldenbergen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 13. Oktober 1893. An Wiegegebühren sollen erhoben werden: 1. Für das Wiegen einer Fracht bis zu 2 Centner 10 Pf. 2. 2 7 7 7„ über 2 bis 10 Ctr. 15 55 3 2 7 7. 2 75 von über 10 Ctr. pro Ctr. 50 7 .„ eines Stücks Großvie h 20„ „ 5„ Schweines oder Kalbes i Haushaltungs Schule Die Haushaltungsschule zu Langen eröffnet am 1 DTienstag den 2. Januar 1894 einen neuen fünfmonatlichen Kursus. 3 f Aufgenommen werden Mädchen aus dem Bürger⸗ und Bauernstand, welche mindestens 15 Jahre alt, körperlich und geistig zu einer erfolgversprechenden Theil⸗ nahme am Unterrichte und den praktischen Uebungen befähigt, sowie im Besitze eines guten Leumundes sind. 5 a f 2 i Der Zweck und die Aufgabe der Anstalt besteht in der Heranbildung von Mädchen aus dem Bürger- und Bauernstande zu künftigen tüchtigen Hausfrauen durch Unterrichtung der Schülerinnen in der Führung eines einfachen bürgerlichen Haushalts, insbesondere durch praktische Arbeiten im Kochen, Backen, Waschen, Bügeln, Putzen, im Weißzeugnähen, Flicken, Stricken, in. der Anfertigung von Kleidungsstücken, in der Zubereitung von Butter und Käse, in der Aufbewahrung, im Einmachen und Dörren von Früchten und anderen Lebensmitteln ꝛc., im Obst⸗ und Gartenbau, sowie in der Geflügelhaltung. i 1 2 Damit verbunden ist behufs Befestigung und Erweiterung der Schulkenntnisse für das praktische Leben ein Unterricht in der deutschen Sprache, namentlich im Aufsatz, im Rechnen, in der Buchführung, sowie eine Unterweisung in der Gesund⸗ heits⸗ und Krankenpflege. 85.„. Die Haushaltungsschülerinnen bilden mit der Hausmutter und der Industrie⸗ lehrerin einen gemeiyschaftlichen Haushalt und werden durch angemessene Beauf⸗ sichtigung an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung gewöhnt. Durch 5 richt und gemeinsame Lehrstunden während der Abendarbeit wird eine gemüthliche Anregung zu geben gesucht. Die Kost ist einfach Unterrichtszweck der Schule, Schülerinnen Rücksicht. Personen, bezüglich deren Aufenthalts um Auskun Diehl von Löhnberg(N. 972793); Karl Fischer von Homberg a. d. O. Erledigungen: Heinrich Steller von Burg⸗Gemünden, dur! Tais dr durch Wachtmeister Schwarz und Gendarm Bach in Friedberg; karl Damson von Plüderhausen; August Werth von Möllenbeck; J Friedberg den 16. Oktober 1893. Gebühren⸗Tarif. und kräftig, die Hausordnung nimmt ebenso auf den wie auf das körperliche und geistige Gedeihen der Großherzogliches Kreisamt Friedberg. fert. 6. für das Wiegen von zwei Stück Kleinvieh. 15 Pf. e e W„ Ni„ 4 e 8 1„ mehr als vier Stück Kleinvieh 30 „„„ I bis 10 Stück Gänse N 1. „ n 0 18 zu Langen. In Krankheitsfällen erfolgt die ärztliche Behandlung unentgeltlich. Die evangelischen Schülerinnen besuchen den sonntäglichen Gottesdienst in der Stadtkirche und die katholischen denjenigen in der Kapelle zu Langen. Der Kursus dauert ohne Unterbrechung fünf Monate. Für Wohnung und Mobiliarbenutzung zahlen: a) Mädchen aus dem Kreis Offenbach„„ 30 Mk. 5) Mädchen aus anderen Kreisen der Provinz Starkenburg 4 e) Mädchen von außerhalb der Provinz 50 Der Preis für die Verpflegung wird nach den Selbstkosten bezw. den Preisen der Lebensmittel berechnet. Im Handarbeitsunterricht, auf welchen ebenmäßig besonders Gewicht gelegt wird, verarbeiten die Mädchen ihr eigenes Material, welches sie mitbringen oder im Schulorte kaufen können. Weitere Kosten entstehen nicht und ist insbesondere der Unterricht unentgeltlich. Unter der Oberleitung des unterzeichneten Großh. Kreisraths sind an der Anstalt thätig: 2 2 irigent: Großh. Landwirthschaftslehrer Weitzel; Als Haushaltungsvorsteherin: Fräulein Charlotte Melsheimer; Als Industrielehrerin: Fräulein Maria Wenck, sowie die erforderliche Anzahl Hülfslehrer. Alle Anmeldungen, welche baldigst erbeten werden, sowie Anfragen sind an den Dirigenten, Landwirthschaftslehrer Weitzel in Langen zu richten, welcher zu jeder Auskunft gerne bereit ist. 5 Offenbach den 2. Oktober 1893. ö Der Großherzogliche Kreisrath des Kreises Offenbach. Haas. ft gebeten wird: Philipp Velte, geb. am 16. Juni 1873 in Nieder⸗Wöllstadt(R. 200/93); Heinrich (N. 981/93); Konrad durch Gendarm Hofmann in Grof Oswald Menzel von Liegn 5ohann Franzmann von Sobernheim n Paul Wagner von Herpersdorf(N. 900/93). 3⸗Karben; Johann Hönig von Weickartshain; Adolf Amend von durch die Gendarmen Scheer und Rückel in Ober⸗Erlenbach; Eduard Humburg von Köln. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht. Hasselbach von Geroda(N. 899/93); 1 18, 2— * 50 0 1 1 Bekanntmachung, die Erweiterung der Befugnisse des Steueramts Friedberg hiufichtlich des Zollverkehrs betr. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen vom 14. und 16. Juli 1888(Regierungsblatt Nr. 20 und 21) und vom 3. Juli 1891 (Regierungsblatt Nr. 21) wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß mit Wirkung vom 1. Oktober d. J. an dem Steueramte Friedberg im Hauptsteueramtsbezirk Gießen das Niederlagerecht verliehen und zugleich die Befugniß zur unbeschränkten Ausfertigung und Erledigung von Begleitscheinen J über zollpflichtige Waaren, sowie über inländisches Salz ertheilt worden ist. Darmstadt den 18. September 1893. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. gez. Weber. Welcker. Deutsches Reich. Darmstadt, 15. Okt. Heute Vormittag trafen, von Balmoral kommend, der Groß— fürst und die Großfürstin Sergius und Groß— fürst Paul von Rußland zum Besuch am Groß— herzoglichen Hofe hier ein. Berlin, 16. Oktbr. Der Reichskanzler Caprivi ist heute, nach günstiger Vollendung seiner Kur, von Karlsbad hier wieder einge— troffen. Ausland. Dänemark. Kopenhagen, 17. Okt. Die Meldung auswärtiger Blätter von einer Ver— lobung des Thronfolgers von Rußland mit einer Tochter des Prinzen von Wales wird von gut unterrichteter Seite als jeder thatsächlichen Grund— lage entbehrend bezeichnet. Die Kaiserfamilie von Rußland, und die Prinzessin von Wales mit Töchtern sind heute wieder von hier abgereist. Frankreich. Paris, 17. Okt. Mae Mahon ist gestorben zseine Beerdigung findet auf Staats— kosten statt. — 17. Okt. Um 9 Uhr kam der Zug mit den Offizieren von Toulon hier an. Avellan traf eine Viertelstunde später ein. Am Bahnhof waren die Vertreter mehrerer Minister und des Präsi— denten der Republik, der Präsident des Pariser Gemeinderaths, die Deputirten und Gemeinde— räthe des Arrondissements und zahlreiche andere offizielle Persönlichkeiten erschienen. Der Präsi— dent des Gemeinderaths sprach zu Avellan ein kurzes Begrüßungswort. Hierauf wurde in zwanzig Wagen, von Pelotons der Garde republicaine eskortirt, in die Stadt gezogen. Die Fahrt vom Bahnhof bis zum Opernplatz dauerte eine Stunde. Die Menge stand vor dem Cercle militaire und zwang Avellan durch ununterbrochenes Rufen dreimal auf dem Balkon zu erscheinen. Im Innern des Cercles bot der Präsident, General Chanoine, Avellan Salz und Brot auf einer silbernen Schüssel an, die er Avellan zum Geschenk machte. General Chanoine brachte einen Toast auf den Czaren in russischer Sprache aus. Um vier Uhr erfolgte die Abfahrt zum Elysce durch die menschengefüllten Straßen. Der russische Bot— schafter, dem im Elysée militärische Ehren erwiesen wurden, stellte Carnot die Offiziere vor. Die Boulevards und die innere Stadt sind außergewöhnlich belebt, wie an hohen Festtagen. Alle russischen Offiziere wurden zu Rittern der Ehrenlegion ernannt, Avellan zum Großoffizier. Lens, 16. Okt. Die letzte Nacht ist ziem⸗ lich unruhig verlaufen. Die Ausständischen zertrümmerten zahlreiche Fensterscheiben an den Häusern solcher Arbeiter, die die Arbeit fort— setzen. In Lievin warfen die Ausständischen Steine auf die Kürassiere. Diese gaben Feuer, verfolgten die Ausständischen querfeldein und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor.— 17. Okt. Die Kavallerie mußte neuerdings gegen die Streikenden einschreiten, die die Arbeiter an der Arbeit verhindern wollten. Es werden ernste Zwischenfälle befürchtet. Spanien. Madrid, 16. Okt. 5 Schiffe sind in Algeciras eingetroffen, ein Kreuzer und ein Aviso sind in Melilla zurückgeblieben. — 17. Okt. Die Generale Sanchez und Castro sind in Melilla eingetroffen. Die Re— gierung entsendet 15,000 Mann. Spanien wird vom Sultan Genugthuung und Bezahlung der Expeditionskosten verlangen. a Italien. Rom, 16. Okt. Die„P. C.“ meldet: Das französische Panzerschiff„Hiron— delle“ und ein Torpedoschiff kreuzten 8 Tage an der sieilischen Küste und informirten sich über die Ankerplätze und Wasserquellen. In der Nacht vom 6. auf den 7. bemerkte die Zollwache, daß das Torpedoschiff in das Marsch⸗ land der Geriff eingedrungen war und bei elektrischer Scheinwerfer-Beleuchtung der Orte Sparrcaforno und Rosolini Situationspläne der wichtigsten Punkte aufnahm. Die italienische Presse ist darüber umsomehr erregt, als dies schon ein zweiter Fall ist. 216. Okt. Heute begann die Beförderung der acht Bataillone, welche die Regierung zur Unterdrückung des Räuberunwesens nach Sizilien entsendet. Das Amtsblatt veröffentlicht einen Erlaß des Ministeriums, wonach in Sizilien zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und zur Unterdrückung des Räuberunwesens Militärbezirke und Unterbezirke errichtet werden. San Martino, 15. Okt. Das Königspaar, der Prinz von Neapel, der Herzog von Aosta, der Ministerpräsident und die Minister des Kriegs und der Marine sind heute Vormittag von Der Enthüllungsfeier wohnten außerdem zahl— reiche Generale, Präfekten, Sindacos, die Mili— tärattach's von Oesterreich und Frankreich, die Bureaux des Parlaments und 147 Vereine, darunter 113 Kriegervereine bei. ein Frühstück statt, an dem die königliche Familie, alle Behörden und die Militärattachées Oesterreich-Ungarns und Frankreich nahmen. Nach dem Frühstück hielt das Königs— paar Zirkel. Um 4 Uhr kehrte die königliche Familie nach Monza zurück. Genua, 15. Okt. Heute fand unter großer Betheiligung der Bevölkerung die Enthüllung des Garibaldi-Denkmals statt, welcher Crispi beiwohnte. Maro die Gedächtnißfeier der„Abfahrt der Tausend“ unter Garibaldi nach Sizilien. Crispi hielt dabei eine Rede worin er ausführte: mals. Ich glaube an das Vaterland, welches Nationen geliebt und geachtet wird. Diejenigen täuschen sich, welche glauben, ich wolle den Krieg. Ich bin ein Apostel des Friedens, nicht des Krieges. Ich kann den Krieg nur gegen die Unterdrücker der Völker wollen, nicht gegen die Völker selbst. Garibaldi und Mazzini wollten die Freiheit und Unabhängigkeit aller Nationen. Mich an ihrem Vorbilde begeisternd, werde ich in demselben Sinne zu wirken suchen. Diejenigen fälschen meine Handlungen, welche mir vorwerfen, daß ich das Recht anderer Na— tionen hätte verletzen wollen, als ich das Recht Italiens vertheidigen mußte. Krieg können nur unvernünftige, gewaltthätige Leute wollen, nicht Diejenigen, die sich für Italien geschlagen haben. Ich wünsche, daß die Vorbereitungen für einen möglichen Angriff getroffen werden, um das Vaterland zu vertheidigen. Der Plan Mazzini's und Garibaldi's, der auch der unse— rige ist, war: eine Föderation der Völker. Bereiten wir uns auf dieses für die Mensch— heit so nothwendige Werk vor!“ Tarent, 16. Okt. Das englische Geschwader unter dem Kommando des Admirals Seymour ist gegen Mittag hier eingetroffen. Das eng⸗ lische Admiralsschiff gab beim Herannahen an die Stadt eine Salve ab, die von den Forts erwiedert wurde. Durchfahrt des Ge— schwaders durch den Kanal nach dem Mare Piccolo, wo Anker geworfen wurde, gelang vorzüglich. Auf dem Quai waren Abtheilungen von Infanterie und Marine-Infanterie, sowie sämmtliche Arbeitervereine aufgestellt, die das Die Monza eingetroffen, um der Enthüllung des Denkmals für Victor Emanuel beizuwohnen. Hierauf fand theil⸗ Hierauf folgte beim Quarto al „Heute haben wir denselben Glauben wie da- seine Geschicke selbst lenkt und von anderen Geschwader mit lebhaften Ovationen begrüßten. Admiral Seymour und eine Anzahl Offiziere des englischen Geschwaders gingen Abends ans Land und begaben sich, von der zahlreich herbei⸗ geströmten Volksmenge lebhaft begrüßt, nach dem Klubhause Principessa Isabella. — 17. Okt. Seymour empfing heute, nachdem er den Besuch des Bürgermeisters und des Unterpräfekten erwiedert hatte, Depu— tationen der Arbeitervereine, die ein reichaus⸗ gestattetes Album mit Ansichten von Tarent überreichten. Der Direktor der Tarenter Zeitung überreichte eine Adresse Namens der Presse. Darauf besichtigte Seymour unter der Führung Turis das Arsenal. Dem Bürgermeister sprach Seymour seinen Dank für den herzlichen enthu— siastischen Empfang aus. Die englischen Offiziere wurden überall mit Sympathiebezeugungen empfangen. Abends fand auf der„Italia“ ein Essen statt, im„kleinen Meere“ Serenade bei Fackelbeleuchtung. Amerika. New⸗York. Nach einem Tele⸗ gramm der„Daily News“ vom 16. Oktober sind die Chancen für ein Uebereinkommen in der Silberfrage geringer, als jemals. Cleve⸗ land und seine Anhänger im Senat erklärten, daß sie entschlossen seien, nur die Aufhebung der Shermanakte zu acceptiren; sie würden den Kampf nicht aufgeben, selbst wenn er ein Jahr dauern sollte. Australien. Apia, 16. Okt. Die deutschen Kriegsschiffe legten in Gemeinschaft mit einem britischen Kriegsschiff auf Tuhula die herrschen— den Unruhen ohne Blutvergießen bei durch Ge— fangennahme der Rädelsführer. Auf sämmt⸗ lichen Inseln der Samoagruppe ist nunmehr Ordnung, Ruhe und Frieden völlig hergestellt. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die 350jährige Jubiläumsfeier der hiesigen Realschule und des Progymnasiums verlief die beiden ersten Tage, unter Betheiligung vieler früheren Lehrer und Schüler und der gesammten Bevolkerung Friedbergs, in einer der Bedeutung des Festes ent⸗ sprechenden, durchaus feierlichen und würdigen Weise. Wir verweisen des Näheren auf den in heutiger und der nächsten Nummer enthaltenen offiziellen Festbericht. Friedberg. Der 78;ährige Hofschornsteinfeger Johs. Frick wurde anläßlich der Feier seines 57jährigen Jubiläums zum Ehrenmitgliede der hessischen Schorn steinfegerinnung und des Centralinnungsverbandes der Schornsteinfegermeister des deutschen Reiches ernannt. Ss. Heldenbergen. Johannes Grix in Detroit, ein geb. Heldenberger stiftete für ein in hiesiger Kirche abzuhaltendes Seelenopfer zum Heil seiner Familie ein Kirchenkapital von 200 Mk. und ein Armenkapital von 800 Mk., wovon die Zinsen an die hiesigen Ortsarmen e dem Opfer persönlich beiwohnen, als Almosen ver⸗ theilt werden sollen. Ebenso stiftete Geistl. Rath Bren tano dahier, unser langjähriger, unermüdlich thätiger Seelsorger, zu der Errichtung einer Kleinkinderbewahr⸗ Anstalt für alle Confessionen ohne Ausnahme, unter der Leitung und Beaufsichtigung der„Schwestern von der göttlichen Vorsehung“ als weiteren Beitrag 3000 Mark. Wir constatiren mit Genugthuung und freu⸗ digem Dank diese Menschenfreundlichkeit beider großen Wohlthäter der Gemeinde, deren Andenken hier immer in Segen bleiben wird. Bingen, 15. Okt. In der gestrigen Nacht wurde die katholische Kirche in Sauer-Schwabenheim ihrer goldenen und silbernen Kirchengeräthe, die einen Werth von circa 1000 Mk. repräsentiren, beraubt. Allerlei. Bautzen, 17. Okt. In vergangener Nacht fanden bei einem großen Brande 3 Kinder von 4—12 Jahren den Tod durch Erstickung. 1 Trefeld, 15. Oktbr. Durch einen Zusammenstoß zweier Züge in der Nähe von Crefeld sind 6 Zugbe⸗ amte und ein Reisender anscheinend leicht verletzt wor⸗ den. Zwei Lokomotiven und 5 Waggons wurden stark beschädigt. 1 Greifswald, 17. Okt. Auf das gräflich Blücher'sche Ehepaar in Wietzow wurde durch den herrschaftlichen Gärtner ein Attentat verübt. Der Graf ist todt, die Gräfin schwer verwundet. Der Mörder entleibte sich selbst. 0 bern Jew⸗ e bahnt u Oper un von hatis, „ Verkstät 106. Seth patbrann pom 6 Nals sta 2% Geb steckte efindl interge dod, z en nur Jil wurden zwei weitere Cholera⸗Todesfälle konstatirt, heute l UN bis Vormittags zehn Uhr fünf Erkrankungen und zwei Seu Todesfälle. 8 rtigun 1 Breslau, 16. Okt. In der Güttler'schen Pulver⸗ 9 fabrik zu Reichenstein bei Glatz entstand gestern eine 1 ö pt e wurden zerstört. 0 Kein Mensch wurde verletzt. Welz Thorn, 16. Okt. Der wegen Ermordung des f Baron Golß⸗Dlugimost zu lebenslänglicher Zuchthaus⸗ . g se verurtheilte Verbrecher Kogiestecki und zwei andere n bearsz straf 9 und z Nüßt Verbrecher sind Nachts aus dem Kriminalgefängniß il Ser* gefängniß N Offer nusgebrochen. n 5 bend 1 Mecheln, 12. Okt. Seit vorigem Sonntag wurde iich! i das zehnjährige Töchterchen eines Pächters aus der grü lib. nahen Gemeinde Wawre-Sainte-Catherine vermißt. Nach 0 üßt, fach langem Suchen fand man gestern das Kind in einem 5 Ghebüsch als Leiche. Es liegt ein Mord vor. pfin N Posen. Der Arbeiter Kokocinsky, welcher wegen une Tödtung seiner ersten Frau mit 4 Jahren Zuchthaus att An vorbestraft ist, erwürgte heute seine zweite Ehefrau. halte, Denn Paris, 17. Okt. Der Tondichter Gounod ist ge⸗ in reich, storben. Gounod, geb. am 17. Juni 1818 zu Paris, war ae ede 1851 in Parte aufefüg 50 Hi Sein berühmtestes Werk ist„Faust und ether; er Wo pätere Opern sind„Philemon und Baucis“,„Die der Führun stönigin von Saba“ und„Romeo und Julie.“ geister pn Paris, 16. Okt. Nachts brach ein Feuer aus in Denis. ind verbrannt. New⸗ Pork, 14. Okt. inem gestern erfolgten Zusammenstoß — — 2 . — = S — — — 2 2 — ———8 00. “ Serin etwa 20 verwundet worden. New⸗ Mork, 15. Okt. einem J Abend vom Golf von Mexiko bis Maine wüthete, war 16. Okt Hesonders stark in Baltimore, wo die Lichtdrähte brachen ei umd die Gebäude der Brush Electrical Company in kommen Brand steckten. Das Feuer dehnte sich auf das in der als. C; Nähe befindliche Gefängniß aus, in welchem 544 Sträf⸗ at erklänt inge untergebracht waren. Aufhelln onnten nur mit Mühe gerettet werden. Stettin, 17. Okt. Im Laufe des gestrigen Tages den Werkstätten der Schlafwagengesellschaft in Saint Sechzig Schlafwagen und Restaurationswagen Nach Meldungen sind bei znügungszüge bei Jackson 12 Personen getödtet und Der Sturm, der am Freiag Einer derselben fand dabei zen Tod, zwanzig wurden verwundet, die Uebrigen führt zum Ziel.“ Ziel zu erreichen. zweier Ver⸗ führen. Ausbildung erlangt. Festbericht über die 350jährige Jubelfeier der Großh. Realschule und des Progym⸗ nasiums zu Friedberg. Von einem milden Herbstwetter begünstigt, trafen im Laufe des heutigen Tages die Festgäste aus Nah und Fern in unserer festlich geschmückten Stadt ein. Um 4 Uhr fand die feierliche Uebergabe der von Damen Friedbergs und der Umgegend gestifteten Fahne im Zeichensaale der Gewerbeschule statt. durch einen Gesang eingeleitet, übergab Frau Gwinner im Auftrage der Damen das hübsche und sinnige Ge⸗ schenk mit einer kurzen Ansprache. haus stattete den Dank der Anstalt in einer kernigen Ansprache ab, in der er betonte, daß er die Fahne als Zeichen der inneren Verbindung zwischen Elternhaus und Schule in Empfang nehme, ohne die ja eine ge— deihliche Erziehung nicht möglich sei; und gab der Hoff— nung Ausdruck, daß dieses gute Einvernehmen zwischen Elternhaus und Schule auch fernerhin bestehen möge. Sich zu den Schülern der Anstalt wendend, legte er denselben die Bedeutung, die ein solches Geschenk für sie haben solle, warm ans Herz. Diese Inschrift der Fahne rufe ihnen zu, daß nicht die Sorgfalt der Eltern, nicht die Tüchtig⸗ keit der Lehrer allein sie ihrem Ziele näher bringen könne, vielmehr sei es ihre eigene Arbeit, ihr eigener Fleiß, den sie einsetzen müßten, um das ihnen gesteckte 8 Aber auch dem Schwachen diene dieses Wort zugleich als eine Ermunterung, daß es auch ihm noch gelingen werde, hier sein Ziel zu er— reichen, da ja nicht die Begabung allein, sondern ganz besonders Arbeit und Fleiß es seien, die zum Ziele Das auf der Fahne angebrachte Wappen der Stadt Friedberg möge die hiesigen Schüler daran er— innern, daß Friedberg ihre Vaterstadt, ihre Heimath sei, und den Auswärtigen möge es stets ins Gedächt— niß zurückrufen, daß ihnen diese Stadt mehrere Jahre hindurch eine Heimstätte gewesen, in der sie ihre geistige Das auf der Gegenseite ange— brachte hessische Wappen möge ihnen stets gegenwärtig halten, daß sie Schüler einer hessischen Anstalt seien, daß Hessen ihr engeres Vaterland sei. math, Liebe zu Fürst und Vaterland sind die Tugenden, die Männer eines Staates, wozu sie ja in der Anstalt herangebildet werden sollten, zieren. auch das Ziel riedberg, 16. Okt. 5 0 reichte hierauf Nachdem die Feier E Sn d 5 Wi. Direktor Or. Wind] Willkomm zu. haben. „Arbeit und Fleiß wesentlich zur Abschluß. diesen Tugenden noch Arbeit und Fleiß, dann muß 9 55 erreicht werden.“ Hierauf stimmte der Chor ein Fahnenlied an, gleilchsam als Antwort der Schüler auf die ergreifende Rede ihres Direktors. Real⸗ lehrer Opel, der dienstälteste Lehrer der Anstalt, über⸗ eine von ihm gestiftete Büste S. K. H. des Großherzogs Ernst Ludwig und schloß mit einem Hoch auf denselben, in das die Zuhörer begeistert ein— stimmten, worauf der Chor noch„Heil, Ernst Ludwig, Heil“ anstimmte. Feier im Saalbau. Punkt 7 Uhr Abends begann die Beigeordneter Hieronimus begrüßte erkrankten Bürgermeisters die anwesen— den Gäste aufs Wärmste und rief ihnen einen herzlichen Hierauf sand durch einen musikalischen Vortrag eingeleitet, die Aufführung des von Reallehrer A. Kost gedichteten, und von den Schülern der Anstalt im Kostüm aufgeführten Festspiels statt. Der fast nicht enden wollende Applaus am Schlusse der 1¼ Stunde währenden Vorstellung, sowie der stürmische Hervorruf des Dichters beweisen am besten, daß Anlage und Com— position, sowie die Darstellung durch die Schüller in jeder Hinsicht allen berechtigten Erwartungen entsprochen Hieran reihte sich ein Vortrag von Instrumental⸗ und Vokalmusikstücken, Schülern der Anstalt ausgeführt, unter denen einige geradezu als Kunstleistungen bezeichnet werden können. Auch bei dem sich anschließenden geselligen Zusammen⸗ sein bei einem Glase Bier fehlte die Belebung durch die edle Musika nicht. Abiturient der Anstalt erwiederte den Gruß des Bei— geordneten Hieronimus und Direktor dankte noch den Künstlern, die durch ihre Mitwirkung größtentheils von früheren Dekan Kalbhenn als 50jähriger Dr. Windhaus Verschönerung des Abends beigetragen. So nahm der Vorabend einen schönen und würdigen Israelit. „Liebe zur Hei⸗ Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 21. Oct. 1893. Beginn: Vorabend 4 Uhr 55 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 22. Oet. an Morgens 6 Uhr 45 Min., Abends 6 Uhr Gesellt sich zu(Gemeindezimmer). 30 Min. würden er ein An die deuten 1 sei die deu Faseleber⸗Versteigerung. t mit en Samstag den 21. d. Mts., Nachmittags e herrsch.. I Uhr, soll ein der Gemeinde gehöriger i durch Ge. ber in dem Gemeindehause versteigert uf sämm 5 norden. 1 5 . ö Ober-Rosbach den 17. Okt. 1893. st nunnih Zroßh. Bürgermeisterei Ober-Rosbach. 4.80 Dieffenbach. Faselochs⸗Versteigerung. Freitag den 20. Oktober l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde ghöriger zur Zucht untauglich gewordener hergesel . läums feier ms verlief, hieler früh l Beulen Jähriger Faselochs auf hiesigem Rathhaus a Fee(entlich meistbietend versteigert werden. irbigen 9. Fauerbach b. Fr. den 18. Okt. 1893. heutige beoßh. Bürgermeisterei Fauerbach b. 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