4 1893. Samstag den 19. August. n 97. Oberhessischer A uzeiger. berg f 5 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch; 3;; Erscheint drei böchentli Di eri 6 7 scheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, i. a0 und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samsiag. Möehel IU Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus- aus„Zur 0 wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. hen empf——— 55 f elle pit 9 Amtlicher Theil. rucht 5 Bun. ö Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Beienheim. J Nachdem der Gemeinderath von Beienheim die Einleitung des Verfahrens der Feldbereinigun einessig Baumstücken der Gemarkung Beienheim beantragt, solches von der Großherzoglichen oberen landwirths Wilh. den und der Unterzeichnete zum Commissär zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, 8 Wan betheiligten Grundeigenthümer auf Montag den 4. September d. Is., Vormittags 8 Uhr, in das Gemeindehaus zi orten Diejenigen betheiligten Grundbesitzer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persönl zel nächtigte abstimmen, werden als für das Verfahren stimmend angesehen. 5 1 N N Gleichzeitig fordere ich hiermit die außerhalb des Bereinigungsbezirks wohnenden Ausmärker auf, zur Wa 25 inen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu bestellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Lauf Ster Sch, nehr erfolgt. I Friedberg den 17. August 1893. Der C Slo 2333 . 0 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. — ä Aumwoll. äkelgarne am. Georg Geier von Reichelsheim wurde als burde als Nachtwächter für dies Steckbriefe. 1. Gegen den Karl Franz Müller, geboren am 5. Mai 1858 in Gro bl, vorm.& ugs erlassen worden, um dessen Vollstreckung und Nachricht vo —„September 1873 in Heufeld, ist vom Großh. St f or Zuführung gebeten wird.(N. 430,93). l 10 Erledigungen. Leonhard Fleckenstein von Eschersheim, durch W Wilh. denk urch Gendarm Seng in Butzbach; Gotthilf Eggert von Jäglack; Jakob H 5 g Krimmitschau; Feldschütze für dies e Gemeinde ernannt und verpflichtet. ß⸗Rohrheim, r Zuführung gebeten wird.(V. 702,3). Amtsgericht Bad⸗Nauheim Haftbefehl wegen Körpe Hilberg von Albach, durch Gendarm B bendarm Bach in Friedberg; Karl Eduard Göbner von Heinrich Konrad Jung von Wohnbach, beg, Rüffer in Hungen, Scheer in Ober⸗Erlenbach. 1 Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. bsönig, geboren am 14. Mai 1874 zu Reilingen.(V. 689/93). Ausschreiben. Anfangs August 1893 wurde zu Ober⸗Eschbach dem Ch der Bestohlene hat auf die Herbeischaffung des Pfluges eine Belohnung von 10 Meder⸗Erlenbach seine Taschenuhr, mit der Numm Julduinstein. Um Fahndung, Durchsuchung, Be Friedberg den 17. August 1893. Mark ausgesetzt. er 16597 auf der Innenseite des Deckels, gestohlen. schlagnahme und Verhaftung wird gebeten. so wird hiermit Tagfahrt ist vom Großh. 2. Gegen den Schlosser rverletzung er achtmeister Schwarz und Gendarm Steinbach in ristian Weigand von Homburg v. d. H. ein (B. 758/93 Verdächtig ist g und die Anlage von Wegen in den chaftlichen Behörde als zulässig erachtet zur Abstimmung der M Beienheim bestimmt. ich noch durch gehörig Bevoll— hrung ihrer Interessen e des Verfahrens nicht ommissär zur Leitung der Abstimmung: Dr. Göttelmann. e Gemeinde ernannt und verpflichtet. Peter Lenhard von Rodheim Amtsgericht Vilbel Haftbefehl wegen Be— Heinrich Bauer, geboren am um dessen Vollstreckung und Nachricht Friedber ach in Friedberg; durch die Gendarr lassen worden, g; Karl Hartmann von Grünberg, Marie Rube von Villingen, durch nen Steinbach und Bach in Fried⸗ Friedrich Krastel, geboren am 14. Mai. 1861 in Offenbach.(VB. 689/93). Peter Hinterpflug(Schaufelpflug) gestohlen. gust 1893 wurde dem Karl Schuder von Adam Maue, geboren am 3. März 1852 in Am 5. Au Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht. Deutsches Reich. Darmstadt. 17. Aug. 11 55 1 S. K. H. der die Formirung einer Kolonialtruppe chi W broßherzog pflegt jetzt einen Theil des Tages Werbung von Freiwilligen betrifft, wurde „ e e Nen A uf einem Ruhebett in Wolfsgarten zuzubringen. giltig angenommen. er Erguß im Kniegelenk hat sich unter An— Die Kammer genehmigte nsen veränderte. Der§ 1, der den Kongostaat und Die durch„Savoia“, end⸗ verließ. Städten, welch tatorische Umtriebe Herrschaften bestiegen sodann die Jacht welche um Mitternacht den Hafen Spanien. Madrid, 17. Aug. Aus den e durch die Umgestaltung der rmee-Divisionen betroffen sind, werden agi⸗ gemeldet. Die General— auch den neuen Parapraphen 36, welcher die undung eines Druckverbandes fortwährend Wiederwahl der Minister abschafft. Bei dem A kerne hemindert. Paragraphen, der den Freifahrtpaß auf den Georg“— Die Reichsschul⸗Kommission, die Anfang. Eisenbahnen betrifft, änderte die Kammer die . eEgptember hier zusammentritt, wird sich mit vom Senat vorgenommene Redaktion dahin zu begeben. hüte ie Prüfung der Jahresberichte sämmtlicher ab, daß die freie Fahrt nur giltig ist vom Ustalten, auf denen die Berechtigung zum dährig⸗freiwilligen Dienst erworben werden & Cui fiehlt , kin, sowie mit der Entscheidung über Neu— i elleihungen jenes Vorrechts an andere Schul— Küng galten beschäftigen. 0. gel Kas 5 ssr. U, Ausland. n Oesterreich⸗-Ungarn. Budapest, 17. Aug. A Blätter publiziren heute ein Rundschreiben i Bischofs Pavel an seine Dibcese vom Wember 1892, worin er die Geistlichen auf— 1 nien Apwerte, auch in ganz ungarischen Gemeinden 1 Minde n rumänisch zu predigen. s — Holland. Haag, 16. Aug. Die zweite furter imer überwies alle Amendements zum Aeahl⸗Gesetz den Abtheilungen, welche . September zusammentreten. Amsterdam, 17. Aug. Die Theilnehmer * Sozialisten⸗Versammlung sammelten sich e dem Haus eines Deputirten in drohender bung. Die Polizei schritt ein, die Menge durf dieselbe mit Steinen, worauf die Polizei ai zog. Ein Wachtmeister und mehrere hauifestanten wurden verwundet. Zelgien. Brüssel, 17. Aug. Das Abge⸗ am Wohnort des Abgeordneten bis nach Brüssel. Dieser Paragraph wird dem Senat nochmals unterbreitet werden müssen. Frankreich. Paris, 17. Aug. Aus Aigues⸗Mortes, Arrondissement Nimes, werden Zusammenstöße zwischen französischen und ita— lienischen Arbeitern gemeldet, wobei 10 ge⸗ tödtet, 26 verwundet wurden. Großbritannien. London, 16. Aug. Unterhaus. Bei der heutigen Debatte über die Homerule-Bill wurde auf Antrag Morley's ein Zusatz zu dem§ 3 angenommen, welcher das Tragen oder den Gebrauch von Waffen für militärische Zwecke, sowie die Bildung von Vereinen zum Einüben Gebrauchs von Waffen für militärische Zwecke untersagt. 16. Aug. Die Grubenarbeiter von Northumberland haben sich gegen einen Streik ausgesprochen. Leeds, 17. Aug. In Folge der Vertheuerun der Kohlen zeigt die Great Northern Railway die Einstellung von dreißig Passagierzügen und mehreren Güterzügen von und nach Leeds an. Italien. Genua, 17. August. Prinz 92 8 g , Unrtenhaus eröffnete heute die Debatte über 0 di. Verfassungsbestimmungen, die der Senat 9 Heinrich von Preußen ist gestern Nacht hier eingetroffen; er wurde vom König und dem Kronprinzen in herzlichster Weise empfangen. Kapitäne erhielten Befehl, sich auf ihre Posten In Moron in der Provinz Sevilla gab es anläßlich der Besteuerung Unruhen, die noch fortdauern; 24 Frauen wurden verhaftet. In Vicalvaro bei Madrid fanden Ausschreitungen statt wegen des Verbots eines Stiergefechts. Serbien. Belgrad, 16. Aug. Zur heutigen Verhandlung und Beschlußfassung über den Bericht des Untersuchungsausschusses sind die angeklagten liberalen Minister nicht erschienen. In ihrem Namen war der frühere Handels— minister Kundovie anwesend, der die Erklärung abgab, daß sie ihre Gegenwart in der Skupsch⸗ tina, in der ein parteiischer Geist herrsche, für nutzlos erachten und sich darauf beschränken werden, vor dem Staatsgerichtshofe den Be— weis zu erbringen, daß sie während ihrer Regie⸗ rung vom reinsten Patriotismus beseelt gewesen wären und gemäß der Verfassung regiert hätten. Die Wahl des Gerichtshofs erfolgt morgen, Samstag ist Schluß der Skupschtina. Amerika. Buenos-⸗Aires, 16. Aug. Der Bundeskongreß beschloß, den Belagerungszu⸗ stand über die ganze argentinische Republik zu verhängen, sowie eine Intervention des Bundes in den Provinzen Santa Fe und San Luis eintreten zu lassen. Afrika. Kapstadt, 15. Aug. Lobengula richtete einen drohenden Brief an die Chartered— Company, in welchem er Erklärungen über einen Angriff der Company auf seine Leute fordert, die Anerkennung einer jeden Grenze ablehnt und seine Absicht kundgibt, eine neue Streitmacht auszusenden, um sein Vieh aus Mashonaland zu holen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Die gelegentlich des Kreisfeuerwehr⸗ tags abgehaltene Uebung unserer freiwilligen Feuer⸗ wehr vollzog sich, wie wir sind, außerordentlich exact und rasch; die Genauigkeit, mit der sämmtliche Funktionen verdient das höchste Lob. Eine zahllose Menschenmenge hatte sich zu dem Schauspiele eingefunden. Die Stadt hatte ihr Festgewand angelegt. . Friedberg. Das in Nr. 95 des Anzeigers angekündigte Damen⸗ Schwimmen verlief, wie wir dies erwarten durften, auf's Glänzendste. Sämmtliche Uebungen wurden seitens der betheiligten Schwimme⸗ rinnen schön und präcise ausgeführt und ernteten den ungetheilten Beifall der zahlreich erschienenen Zuschaue⸗ rinnen. Besondere f Anerkennung fand und verdient auch wohl in hohem Maaß das von den jungen Damen ausgeführte Dauerschwimmen, bei welchem recht schöne Resultate erzielt wurden. Es schwammen von Schüle⸗ rinnen im Alter von 11 17 Jahren bei normal fließen⸗ dem Wasser Frl. Elsa Bindernagel 1360 Meter in 49 Minuten, Frl. Kalbfleisch 1040 Meter in 45 Minuten, vom 6. bis 12. August 96 resp. 22; im Ssamara vom Frl. Aug. Seyd 960 Meter in 42 Min., Frl. Meline Nieß aus Worms 780 Meter in 38 Min., Frl. Minna vom 10. bis 12. August 317 Erkrankungen und 157 Kreuter 720 Meter in 36 Minuten. Kathinka u. Dora Burck und Marie Lüdtke je 560 Meter in 31 Min. Genannte Strecken wurden ohne Pause und ohne auf den Rücken zu wenden geschwommen und bieten somit konstatirt worden. eine ganz respektable Leistung der jungen Damen, von denen Frl. Bindernagel sicher eine noch größere Strecke geschwommen wäre, wenn nicht noch andere Programm- nummern zur Ausführung hätten kommen müssen. Sehr bübsch und interessant war auch das von den Damen Burck, Lüdtke u. Kreuter ausgeführte Schwimmen im vollständigen Promenadeanzug und Abspringen in demselben von dem drei Meter hohen Sprungbrett, was sich überaus komisch ausnahm und die Lachmuskeln aller Anwesenden in Bewegung setzte. seien hier auch die Tauchübungen von Marie Lüdtke und Dora Burck, welche eine Strecke von ca. 12 Meter unter Wasser zurücklegten. Das Schwimmen, welches von Badeanstaltsbesitzer Walter geleitet wurde u. bei dem Frau Bindernagel, Frau M. Dörr und Frl. Gauterin die Strecken- und Zeitcontrole in liebenswürdigster Weise übernommen hatten, erreichte gegen 5½ Uhr Nachmit tags sein Ende und zeigte, wie sehr der Schwimmsport 9 seren 9 4575 zin Ansehe 0 5 2 2 5 1 5 bel unseren Damen gepflegt und in Ansehen gehalten daß die eine Partei eine Strecke zurückfuhr und 0 l stattgefundenem Damen-Schwimmen noch in dieser Saison ein größeres wird. Voraussichtlich wird sich dem Herren Schwimmen anreihen. rr. Friedberg. sparkasse in dem Schmitt'schen Gartensaale Jahr 5 stellen verabreichte und daß bei Letzteren am 31. Mai v. J 5929 Stück vorräthig waren. Verkauft wurden in dem Geschäftsjahr marken à 10 Pfg., gleich M. 1190.50. Bei der Haupt sammelstelle liefen 560 voll beklebte Karten mi 11,200 Sparmarken ein, welche den Einzeleinlegern be der Sparkasse des Vorschuß⸗ und Credit Vereins ver zinslich gutgeschrieben wurden. Am 31. Mai, den Ende des Geschäftsjahres, waren noch 1527 Sparmarker auf nicht vollständig beklebten Karten im Umlauf. Der angesammelte Reservefonds des Instituts erreichte die Höhe von M. 593.89. Während der letzten 9 seitdem das Sparmarken System eingeführt ist, wurden 133,976 Sparmarken verkauft, oder M. 13,397.60 er spart und theilt sich der Verkauf in die 5 Sammel olle 1e WM Ber 0 3.428 S. ke 2 f 2 2 stellen wie„felgt: W. Bernbeck 5 428 Sparmarken neben den Häusern wegreißen ließen und also M. 4342.80, H. Flaschenträger 38,286 Sparmarken], ae Ausweiche schaff e = M. 3828.60, Ed. Oppenheimer 38,106 Sparmarken Platz zum 2 uswei gen schafften. Stolz fuhren — M. 3810.60, C. Bindernagel, seit 1. Januar 1888 nun die Herren Gesandten an einander vorbei. Franz Stamm 10,639 Sparmarken= M. 1063.90.— Kaiser Leopold J. schickte einst eine große Freiburger Jean Huber, seit 1. Januar 1891 3517 Sparmarken[Ges 1 35 8 4 1878 Jean Pubs, Jet. 33 968 Sparmarken Gesandtschaft von 354 Personen mit dem 1878 M. 351.70, zus. 133,976 Sparmarken M. 13,397.60. 8 85 Detti 5 der ae Daß eine so ansehnliche Summe, von meistens weni Grafen Oettingen an er Spitze nach der bemittelten Leuten pfennigweise gespart wurde, ist fü das Institut hoch erfreulich und für die Verwaltung de schönste Dank, indem hierdurch deren den Sparsinn zu erwecken u. zu pflegen, ihre Anerkennun gefunden haben. Friedberg. wahrscheinlich durch herumlungernde halbwüchsige Bur schen, aus einem Gartenhäuschen vor dem Mainzerthor einige Pfund Zwetschen und Mirabellen„gestrenzt' Wir wuͤrden der Sache gar keine Erwähnung getha haben, wenn nicht aus obiger Thatsache in auswärtige Blättern ein„Einbruch in eine Villa“ den wäre. r. Bad Nauheim. sigen Villa eingebrochen. Der Dieb entwendete aus der Waschküche eine Anzahl seiner Handtücher und sonstiger Der Friedberger Polizei gelang es am anderen Wäsche. dies ja nicht anders gewohnt kranken sind der Arbeiter Kynal am 5. d. durchgeführt wurden, hat eine Quarantänestation eingerichtet. Lobend erwähnt Am vorigen Dienstag fand die diesjährige Generalversammlung der hiesigen Pfennig— 0 0 statt und entnehmen wir dem Geschäftsberichte, daß die Haupt⸗* sammelstelle, der Vorschuß- und Credit Verein, in diesem 12,000 Stück Sparmarken an die 5 Sammel⸗ oder erspart f 1892/93 11905 Spar⸗ Jahre, 2 Bemühungen, Vor einigen Tagen wurden Abends, gemacht wor Kürzlich wurde in einer hie Allerlei. Nordhausen, 17. Aug⸗ Der„Nordh. Cour.“ meldet, daß ein hiesiges Ehepaar unter dem Verdacht der Ermordung seiner 4 Kinder und seines Vaters ver⸗ haftet worden sei. Berlin, 17. Aug. Auf einem Holzplatz am Tempel⸗ hofer Ufer brach heute Vormittag eine Feuersbrunst aus, wobei durch eine einstürzende Mauer 3 Feuer⸗ wehrleute und ein Civilist schwer verletzt wurden. Berlin, 16. Aug. Von den drei hiesigen Cholera⸗ 5 Mts., die unverehelichte Mideralska gestern gestorben. Die Charité Gleiwitz, 16. Aug. In Folge Durchbruchs von Grubengasen auf den Königin Luise⸗Grube wurden gegen 50 Bergleute betäubt. Den nachgeschickten Ret⸗ tungsmannschaften gelang es, dieselben herauszuschaffen. Danzig, 17. August. Das hiesige pyrotechnische Laboratorium ist in die Luft geflogen. Der Inhaber wurde schwer verletzt. Memel, 15. Aug. haben viele Unglücksfälle verursacht. ertrunken, 5 werden noch vermißt. Petersburg. In Moskau wurden vom 1. bis 12. August 166 Choleraerkrankungen, 67 Todesfälle gemeldet; in Warschau vom 5. bis 10. August 1 Er⸗ krankung, 1 Todesfall; in den Gouvernements Lomscha am 14. August 1 Erkrankung, 1 Todesfall; Grodno Große Stürme auf der Ostsee 21 Fischer sind 30. Juli bis 5. August 134 resp. 39; im Dongegebiet Todesfälle. Wien. Cine Lokalcorrespondenz berichtet, unter den Mannschaften im Brucker Lager sei ein Cholerafall Budapest, 16. Aug. Der Strickwaarenhändler Mandl wurde in seinem in der inneren Stadt gelegenen Geschäftslokal ermordet und beraubt. Vom Etikettenkram früherer Zeit gibt der erschienene 7. Band der„Bibliothek des Humors“ von E. O. Hopp(Berlin, Pfeil⸗ stücker) mancherlei Proben. Im Jahre 1658 begegneten sich im Haag der französische und der spanische Gesandte in ihren Staatskarossen, die zu jener Zeit bekanntlich von mächtigem Umfange waren, von Gefolge begleitet, auf offener Straße. Da diese eng war, wurde es den Beiden unmöglich, an einander vorbeizu— fahren, und es blieb nichts anderes übrig, als dadurch der anderen Platz machte; aber gegen solche Nachgibigkeit empörte sich auf beiden Seiten der Gesandtenstolz. Man wich nicht, und da es hier wie dort zu lebhaften Erörte⸗ rungen kam und das Gefolge auch nicht müßig blieb, mußte sich ein holländischer Offizier von Beyerwerden mit hundert Mann dorthin be— geben und diese zwischen die Hartnäckigen auf⸗ stellen, um nur die Dienerschaft von Thätlich⸗ keiten abzuhalten. Weiter aber konnte auch er nichts erreichen; die Herren blieben standhaft iin ihrem Stolze und wären wohl niemals mit [den Wagen gewichen trotz Wind und Wetter, isie wären vielleicht gar an Ort und Stelle gestorben, wahrlich seltsame Märtyrer für die Ehre des Staats, wenn nicht die Generalstaaten selbst eingeschritten wären. Sie machten dem Streit dadurch ein Ende, daß 8 Türkei. Zu Salankemen erwarteten ihn die „Türken. Beide Botschafter stiegen in einem Tempo vom Pferde. Graf Oettingen aber blieb— seine Altersschwäche war wohl schuld daran— im Steigbügel hängen. Und nun hielten die Türken auch ihren Gesandten so lange aus dem Sattel in freier Luft, als der deutsche im Steigbügel zappelte.— Pufendorf als der Zar Iwan 1687 einen Ge⸗ sandten nach Berlin s Kurfürst gerade krank und wollte, als ein wahrhaft großer Mann über allen Formenkram 9 N* n erzählt Darauf aber begehrte der Moskowite beim 3. sie die Ein- jetzt ist es zu einem Versuche noch nicht zu spät. fassungen der Straße, die schützenden Geländer Dies gilt auch für die ungern im chickte, war der Große hinwegsehend, den Russen im Bette empfangen. Morgen den Einbrecher abzufassen und ihm sämmtliche Stücke, die noch vollständig durchnäßt waren, abzunehmen. Der Dieb war ein Taubstummer, welcher mit einem in der betr. Villa bediensteten Mädchen eine Liebschaft hat. Empfan Zum G ge„auch in einem Bette zu liegen“ und zwar mit Kopfbedeckung und gestiefelt. lück wurde der Kurfürst wieder gesund und konnte den wunderlichen Gesellen auf dem Stuhle empfangen.— So ging es überall peinlich genau und förmlich her. Ein kaiser⸗ licher Gesandter, der zufällig nur ein Auge hatte, wurde in Paris von einem General bewillkommt, der gleichfalls einäugig war; und als König Friedrich II. den Obersten Cremus, der nur einen Arm hatte, nach Paris sandte, schickte man ihm einen Gesandten wieder mit nur einem Fuß! Anbau von Spinat. Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Von Jahr zu Jahr füllen sich die deutschen Gebirge mehr und mehr mit Sommergästen aus den Großstädten. So dankbar dieselben fast ausnahmslos für die sich darbietenden Naturschönheiten sind, so vermissen sie doch meist eines, was das materielle Wohl angeht: das Gemüse, dies ganz besonders in den höher gelegenen Luftkurorten und Hotels. Sehr häufig walten hier schon, wie z. B. im Riesen⸗ gebirge, dem Schwarzwalde u. s. w., Höhen⸗ verhältnisse ob, welche den Anbau gewisser Gemüsearten nicht mehr gestatten. Da muß dann der Bedarf oft von meilenweit wohnenden Handelsgärtnereien der Thalstädte herbeige⸗ schafft werden, was ebensowohl Zeit wie große Kosten verursacht. Und doch könnte hier wesent⸗ lich abgeholfen werden, wenn man sich eines ebenso schmackhaften wie dankbaren Gemüses in betreffenden Kreisen erinnern wollte, des Spinats. Derselbe nimmt mit jedem Boden und jedem Klima vorlieb, verlangt weder Sonne noch besonders viel Wärme und kann zu jeder Zeit während des gesammten Frühlings und Sommers gesäet werden. Auch der möglichst dünn und deshalb mit Erde oder Sand per- mischt auszustreuende Same ist außerordentlich wohlfeil und die Pflanzen bedürfen so gut wie keinerlei Wartung; ihre Anspruchslosigkeit geht sogar so weit, daß sie kaum des Unkrautjätens bedürfen; ebenso kommt ein Mißwachs gar nicht vor. Auch kann auf ein und demselben Beet, bei mäßiger jährlicher Düngung mit möglichst verrottetem alten Kuhdünger mehrmals gesät und geerntet werden. Und wo nur eine Erdschicht von wenigen Centimetern vorhanden ist, lohnt der Anbau reichlich. Ueberall wo Gras wächst, gedeiht auch dieses schmackhafte Gemüse. An überflüssigen Stückchen Bodens aber fehlt es ja im Gebirge nahe bei den Häusern nicht. Wir empfehlen den Interessenten, Besitzern kleiner Ackerstückchen im Gebirge, Forstleuten u. s. w. dringendst, einschlägige Versuche zu machen und sind überzeugt, daß sie ihrerseits nicht nur Nutzen daraus ziehen, sondern auch vielfach den Sommergästen den Aufenthalt im Gebirge noch angenehmer ge— stalten werden, denn der Gemüseverzehr nimmt von Jahr zu Jahr an Beliebtheit zu. Auch Taunus und Vogelsgebirge. — Verloosung. gormitta Zotlesdie von 10 Gänse„ Cuten, 1 Ein lich, Hana von! t —* 1 el 1 10 Fre.⸗Loose vom Jahre Ziehung am 14. Aug. 1893. Gezogene Serien. Nr. 70 230 549 673 675 721 824 1028 1032 170 1860 1920 2260 2491 2640 3048 3296 3993 4165 4206 4440 4456 4577 5161 5498 6160 6255 6280 6380 6680 6771 6838 6908 6976 7857 7989 811 8343 8894 8932 9727 10799. Die Prämien-Ziehun! findet am 15. September statt. Briefkasten. F. S. Heldenbergen. Nicht geeignet. N Die Redaction. — In Amerika verstorbene Hessen und Hessen · Nassauer. New⸗ Mork City. Elisabethe Häfelein, geb. Ostertag, 66 Jahre alt, aus Gedern. — Alleghany, Pa. 8 Regina Hiebner. geb. Reeg, 32 Jahre alt, aus Hembagz Buffalo, N. M. Johann Sauer, 66 Jahre alt, aus Offenheim. Philadelphia, Pa. Peter Schimpf, 49 Jahre alt, aus Heubach i. O. 1 11 ura ü 2 0 e über Fhebior 5d. Burfin für einen ganzen Anzug zu N. 5.75 Groyttesdienst in der Burglirche. dann beantworten, wenn denselben eine Frei⸗ ei 02 de ee 1 8 5. i den ge ent 71% Nachntags 1 1 7 155 8 Meyer. marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber ur e. je eter em berechnet für den ganzen Anzug e Katechismuslehre. Inserate, bezü lich deren Offert Wen reichen direkt an Jed Erstes deutsches Am 13. Sonnt Punt. Abend ahl in des i e deen ene ee Aug; versenden direkt an Jedermann rstes deutsche Stadtlicche Sonntag nach Trini endmahl in der sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts⸗ Tuchversandtgeschäft Oettimger& Co., Frank 0 2 lei 2 unsts . e ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit furt a. H. Fabrik⸗Depot. Muster franco ins Haus. en bat, I Nichtpassendes wird zurückgenommen. 408 Katholische Gemeinde. keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen e, nach dn 5 r 5 0 5 i Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. dende Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. 1 heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Zur gefl. Beachtung. Evangelische Gemeinde. 12. Sonntag nach Trinitatis. 0 Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Stadtkirche. Neue ebangel. Hesanghücher schreibt i r f 92 5 b u Bormittags 912 Uhr: Herr Pfarrer Velte. 2„„ die deusc Jottesdienst zum Gedächtniß an die Schlachten bei Metz. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser⸗ mit größerem Druck Som aan Lachmittags 1⅛ Uhr: Herr Candidat Weigel. theilungen über Inserate ꝛce. können wir nur! vorräthig bei Carl Bindernagel. kbar digt Stei 7 i 7 ieh Steinerne Junges freundliches 3303 U 5 t 2 ch ge Töpfe& Ständer, Dienstmädchen 4 eee en sie 00 7 0 0 U ö im kaufmännischen Rechnen, Korrespondenz, in bekannter Güte zu äußerst billigen Wohl ang zm Einmachen von Bohnen, Gurken ꝛc., aus solider Familie kann sofort eintreten einfacher u. doppelter Buchführung ertheilt ee 1 hierdurch in freundliche g Hahl, 1* 2 bei 5 5 Ocks a 5 8 3 Er erung in den i, Gelée⸗& Einmachgläser, 1 E. Emus. 3175 E. 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Zur Gedenkfeier des Tages von Gravelotte und zu seinem Stiftungsseste beehrt sich der obige Verein die Bewohner Friedbergs und der Umgegend ganz er⸗ gebenst einzuladen. Die Feier findet nächsten Sonntag den 20. August in folgender Weise statt:. 85 Uhr Vormittags: Aufstellung des Vereins am Vereinslocale und Gang auf den Friedhof, Gedenkfeier daselbst am Grabe der 1870/71 hier beerdigten Krieger, 9 5——„. Kirchgang 25 Jestgotte sdienst in der Stadtkirche, 2½„Nachmittags: Aufstellung des Vereins in der Burg und Fe stzug nach Stein⸗ häußer's Garten dase Abst Ansprachen und Coneert der Kapelle des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 25 aus Darmstadt. Um Fahnen⸗ schmuck der Häuser ersucht der Verein und bittet um zahlreiche Betheiligung. Eintrittspreise: Für 8 und Abends zusammen 50 Pf. N achmittags 30 Pf. 3286„ Abends 20 Pf. Der Vorstand. Saalbau Friedberg. Auf Sonntag den T f 11 z f K f U 3 ch 0 f ganz 5 20. August ladet zum 3309 P. Rudelius. Hoôtel du Nord Bad-Nauheim. 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August, Nachmittags Uhr, soll im hiesigen Faselstall ein Faselochs, Simmenthaler Kreuzung, von 15 Jahren, welcher sowohl zur Zucht tauglich, als auch zum Schlachten geeignet ist, öffentlich versteigert werden. Friedberg den 18. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. 3348 Steinhäußer. Verdingung. erdingung. Gewinnung und Anfuhr von rund 2000 ebm Packlagesteinen aus dem der Eisenbahn-Verwaltung gehörenden Basaltsteinbruche bei Assenheim. Loos 11. Zerschlagen von rund 1500 Cubikm. Basaltbruchsteinen zu Kleinschlag. Zur Vergebung dieser Arbeiten ist öffent Loos 1. liche Verhandlung auf Samstag den 26. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Dienst⸗ stelle anberaumt. Bedingungen neben Kostenanschlags⸗ formularen können von daselbst gegen Ein⸗ sendung von 50 Pf. in Briefmarken für J Loos bezogen werden. Marburg den 15. August 1893. jedes Submission. Das Ausweißen verschiedener Schul⸗ zimmer und Erneuerung von Oelfarben⸗ anstrich in dem Realschulgebäude dahier, veranschlagt zu 245 Mark, soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen liegen auf unserem Bureau offen, woselbst auch Offerten bis zum 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, eingereicht werden können. Friedberg den 17. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. 3350 Steinhäußer. Grummetgras⸗ Versteigerung. Montag den 21. d. Mts. Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhaus das Grummetgras von der städtischen Seewiese und den städtischen Wiesen im Burgfeld in Abtheilungen öffentlich versteigert werden. Friedberg den 17. September 1893. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. 3344 Steinhäußer. Bekanntmachung. Die Gestellung von Vorspann zur Fort⸗ schaffung der Biwaksbedürfnisse für die Truppen der 21. Division während der diesjährigen Herbstübungen in den Kreisen Höchst a. M. und Hanau, sowie in den Kreisämtern Friedberg und Büdingen soll an mindestfordernde Unternehmer ver— dungen werden. Zu diesem Zwecke ist Termin auf den 28. August, Vormittags 10 Uhr, in dem Geschäfkszimmer der unterzeichneten Inten⸗ dantur, Hochstraße Nr. 18, anberaumt. Kautionsfähige Unternehmer, welche ge— nügenden Ausweis der Ortsbehörde über ihre Leistungsfähigkeit vorlegen können, werden ersucht, ihre Angebote versiegelt mit der Aufschrift: Angebote auf Vorspann-Gestellung während der Uebungen der 21. Division versehen, bis zu dem gedachten Termin bei der Intendantur, woselbst auch die Be— dingungen zur Einsicht aufliegen, einzu⸗ reichen. 3340 Frankfurt a. M. den 16. Aug. 1893. Königliche Intendantur der 21. Division. Obligations⸗Verloosung. Bei der heute stattgehabten Obligations- Verloosung wurde die Nr. 36 von den Partial⸗Obligationen der Gemeinde Ober⸗ Erlenbach zur Rückzahlung gezogen. Der Inhaber dieser Obligation wird hiermit aufgefordert, gegen Rückgabe der⸗ selben und der nicht fälligen Zinscoupons, den Betrag bis zum 1. November 1893 bei hiesiger Gemeidekasse in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Ober Erlenbach am 10. Aug. 1893, Großh. Bürgermeisterei Ober-Erlenbach. 3323 Klimm. Grummetgrasversteigerung. Mittwoch den 23. August l. J., Nach- mittags 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Grummetgras, elreg 10 Morgen, in einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhaus meistbietend versteigert werden. Okarben den 17. August 1893. Großh. Bürgermeisterei Okarben. ö Polifka. 33.1 332 Submission. ssion. Zur Renovirung der Synagoge zu Vilbel werden auf nachstehende Arbeiten schriftliche Angebote in Prozenten bis Dienstag den 22. d. Mts., Morgens 10 Uhr, erbeten. Maurerarbeit, veranschl. zu M. 593.— Zimmerarbeit„ 192. Schreinerarbeit„ 268. Spenglerarbeit„ 65. Weißbinderarbeit„ 493.80 Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, wohin die Offerten ver schlossen und kostenfrei einzusenden sind. Vilbel den 14. August 1893. .: Jungmann. 2407 0 Zolldeklarationen 3343 Königl. Eisenbahn⸗Bauinspekion. 1 bel Tarl Bindernagel in Friedberg. * urch d Abendk. uartief ö wohl ist der später gemein — enhein