ster Sein aller ligen Prei 7 Schir N -& Hull — ne Ken 1 1 1 1 1 1 16 . — 0 — 2 5—. 2= . 8 ——— — eee. 1 1 ö bu Heidelberg wurde zum ordentl. Professor der Landes— ührte der Kaiser das Regiment in die ge— Der Kaiser trifft am 10. September Abends bon Großwardein hat den Blättern eine Er— sesetzten Behörden verantworten. ö hbollen gegenüber Großwardein bleibe unver— ndert bestehen. Aumsammlungen antirumänischer Tendenz statt. „Pilitär und Polizei unterdrückten jedoch sofort Ide Demonstration. dir in Paris kandidirt, begab sich Nachmittags Individuum und sagte:„Ich habe ein Wort t Ihnen zu sprechen!“ Er vertrat Lockroy und de um Weg, zog einen Revolver hervor und gab Porkshire vorhanden. zit den Worten:„Dies ist für Sie Sthüsse auf Lockroy ab. 9 5 N 96. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Krei wärtigen Einsendern(f oweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag se 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ nicht peigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. — Die Jagd auf Feldhühner(nicht auch auf Wachteln reits mit dem 14. lfd. Mts.) eröffnet. Friedberg den 14. August 1893. Nach Mittheilun und Gehöftsperre angeordnet worden. Friedberg den 15. August 1893. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. Derbort, geboren am 22. April 1865 in Petersburg(V. 660/93); Ausschreiben. Dringend verdächtig ist Schuhma Friedberg den 12. August 189 gestohlen. g Großh. Kreisamts Gießen ist in einem Gehöfte zu Hungen und Langd die Maul- und Klauens Am 7. August 1893 wurden in Ober-Wollstadt eine Falzzange, ein Schusterhammer, 925 Hermann Konrad von Breslau. Es wird um Fahndung, Durchsuchur 2 1 Amtlicher Theil. Bekanntmachung. ) ist im ganzen Großherzogthum mit dem 21. lfd. Mts.(in Rheinhessen be— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 1 n Or. Braden. Bekanntmachung. euche ausgebrochen Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Friedrich Steinhäuser, geboren 1861 in Veitsch(Steiermark)(V. 706/93); Maurus Franz Esser, geboren am 20. Juli 1850 in Holzweiler(V. 27,93). ein Stück Leder und eine neue graue Schirmmütze ig, Beschlagnahme, Verhaftung gebeten(F. 1039/93). Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Privatdozent Or. Heimburger Universität berufen. Berlin, 14. Aug. Zum Einzug des J. Garde-Regiments begab sich der Kaiser heute lach dem großen Stern im Thiergarten und ührte das Regiment von dort durch das Brandenburger Thor, wo der Oberbürgermeister ine Ansprache hielt. An der Spitze des Zugs ritten Generaloberst Pape und 200 Offiziere uls Deputation aller Garderegimenter. Nach— dem die Fahnen zum Schloß gebracht waren, chmückte Kaserne. Karlsruhe. Offiziell wird mitgetheilt: hier ein und hält am 11. die Parade ab. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Hier ver⸗ Zutet, die großen ungarischen Herbstmanöver, u welchen Kaiser Wilhelm und der König von Sachsen angesagt waren, sollen wegen der ge— eigerten Choleragefahr wenn nicht ganz fallen— alassen, zumindest verschoben werden. Budapest, 13. Aug. Der Bischof Pavel härung zugehen lassen, in welcher er gegen die nklage des Vaterlands-Verraths energisch wotestirt. Er lasse sich auf keine Zeitungs— plemik ein, sondern werde sich vor seinen vor— Sein Wohl⸗ — 14. Aug. Auch in Arad fanden gestern Frankreich. Paris, 13. Aug. Gegen dockroy wurd heute ein Attentat verübt. Lockroy, seinem Wahlcomités in der Rue Charonne. Behringsmeerfrage hat heute sein Urtheil ge-zwischen den Strikenden und der Polizei mehrere fällt. Dasselb cbesagt 1. Rußland h l Zuf stöße statt. ällt. Dasselbe besagt: 1. Rußland hat nie-Zusammenstöße statt. mals bis zu diesem Augenblick Alaska oder Italien. Rom. König Humbert wird das ausschließliche Recht der ese e am 16. Aug. in Spezia einschiffen und in in dem Behringsmeere jenseits der gewöhn⸗ Genua dem Prinzen Heinrich begegnen, um lichen 1 9 0 des 8 an die Ver⸗ 7 1 zusammen den Flottenmanövern einigten Staaten von Amerika abgetreten. 2. beizuwohnen. Großbritannien hat Rußland gegenüber das Serbien. Belgrad, 15. August. Die Recht einer ausschließlichen Gerichtsbarkeit über Skupschtina nahm heute in zweiter Lesung das 10uh bia 1.. e. e, 80 noch bewilligt. 3. Das Behringsmeer ist ein— Briechenland. hen, 14. Aug. Die bezogen in den Begriff„Großer Ozean“, welcher Kaiserin Friedrich ist heute von hier abgereist. in dem Vertrage vom Jahre 1825 zwischen— 15. Aug. Auf der Insel Samos sind Großbritannien und Rußland näher bestimmt blutige Zusammenstöße zwischen der Bevölkerung wurde, 1 607 e e 1 dem e e Mehrere weder das ausschließliche Recht der Jurisdik⸗ Dörfer wurden vollständig zerstört. tion im Behringsmeer, noch das ausschließliche Amerika. Washington. Nach einer Mel— Recht der Robbenfischerei außerhalb der ge- dung der„Daily News“ ist im Senate eine wöhnlichen Grenzen des Küstengebietes ausgeübt kleine Majorität für die Abschaffung der oder besessen. 4. Alle Rechte Rußlands in Sherman-Akte vorhanden. N dem Theile des Behringsmeeres östlich der in Buenos Aires, 15. Aug. Auf dem Bahn⸗ dem Vertrage zwischen den Vereinigten Staaten hofe in La Plata kam es zwischen den National⸗ und Rußland vom März 1867 festgestellten truppen und den Radikalen zu einem hart⸗ Seegrenze sind vollständig an die Vereinigten näckigen Kampfe. Alle öffentlichen Gebäude Seen eh dee 97 8 Vereinigten 15 770 700 0 1 von en Nadin d taaten steht kein Recht des Schutzes oder des Die Mitglieder der von den Radikalen aselbs 1 zu 1 0 1 Robben, die sich e e e 5 0 9 au en den Vereinigten Staate ehöri ihre Posten. Der Bundescongreß berä eute Inseln im Nahe n ene gushalten Nen de e Proklamirung des Belagerungszu⸗ Robben sich außerhalb der gewöhnlichen Grenze standes und weitere strenge Maßregeln. von drei Meilen befinden. Das Schiedsgericht! Afrika. Sansibar, 13. Aug. Wegen setzt sodann in mehreren Artikeln ein Regle- der feindlichen e ehemaligen ment fest zum Schutze und zur Erhaltung der Sultans von Witu, landete eine Streitmacht Robben im Behringsmeer außerhalb der Grenzen der britischen Kriegsschiffe„Blanche,„Swallow“ der Jurisdiktion der respektiven Regierungen. und Sparrow“, und erstürmte nach zwei⸗ Aix les Bains, 12. Aug. Der König von stünvigem E 9 die Stadt Witu, Griechenland ist heute hier eingetroffen. welche darauf verbrannt wurde. Groß buttünn ren 1 15. Aug. Asien. Bombay, 14. Aug. Der Aufruhr Im Unterhaus erklärte Gladstone, der Vertrag dehnt sich in den Vorstädten immer mehr aus. 2 2 5. 9 5 f. mit Deutschland verhindere angesichts des Bisher sind 1200 Verhaftungen vorgenommen Strikes die Einführung eines Ausfuhrzolles worden. Fünfzig Personen sollen getödtet sein, auf Kohlen. doch ist es schwer den wirklichen Verlust an⸗ — 15. Aug. Es ist die beste Aussicht auf zugeben. Die Straßen und Hospitäler sind Us er das Haus betrat, näherte sich ihm ein 17¹ “ zwei Die erste Kugel traf i Mauer, die zweite verwundete Lockroy an er linken Brustseite. i f — 15. Aug. Das Schiedsgericht in der eine Verständigung zwischen den Grubenarbeitern voll von Verwundeten. Selbst die Leichenzüge und den Grubenbesitzern in Lancashire und werden von den Muselmanen wüthend ange— Dagegen verschlimmert griffen und müssen deshalb von Truppenab⸗ sich die Lage in Wales. theilungen geleitet werden. Weitere Ver⸗ Cardiff, 15. August. In Folge der stärkungen an Kavallerie und Infanterie werden drohenden Haltung der Steiger in Ebbro aus Poonah herbeigezogen. Die Truppen Vale gingen 200 Soldaten dorthin ab; auch bivouakiren in den Straßen. Der Gouverneur die Polizei wurde verstärkt. Abends fanden wird morgen erwartet. 3 8 en 15. Aug Ruhe, doch dauern die Verhaftungen der An⸗ stifter der Ruhestörungen fort. N etwa 1500 Personen verhaftet worden. Die Führer der Mohamedaner und Hindus halten heute eine Besprechung ab, wovon der beste Erfolg erwartet wird. Aus Stadt und Land. u. Friedberg, 15. Aug. Als heute Morgen ein Dachdeckergeselle sein Arbeitsgerüst an einem Hause in der Brauergasse betrat, stürzte dasselbe mit ihm herunter, obgleich es gestern noch in genügender Weise befestigt war. Wie man hört, hat er einen Arm und zwei Rippen gebrochen. rr. Friedberg. f Tour des Taunusclubs Wetterau, welche am vorigen Es herrscht vollständige heute b 5 i 5 geh die Flüsse Swica, San und S Bisher sind haben zahlreiche Ortschaften überschwemmt. Folge des Regens sind Lemberg, 13. Aug. Stryi ausgetreten und In London, 12. Aug. Heute Nachmittag kollidirte ein Passagierzug zwischen Pontypridd und Cardiff bei An der 5. programmmäßigen Sonntag stattfand, betheiligten sich 3 Damen und 8 en ant der, Jud 738 Uhr wurde nach Vilbel Choleraen 1'odes f Herren. Mit dem Zug 7,58 Uhr wurde nach Vilbel Zulina 43 resp. 17, in Cernawoda 9 resp. 3 und in N.— zergen Galatz 3 Erkrankungen und 1 Todesfall vor. marschirt, wo man leider von der„Schönen Aussicht“ 9. 9 gefahren und von da nach dem schön gelegenen Bergen den sonst so schönen Blick in die Maingegend wegen dichten Nebels nicht hatte; doch machte der berühmte Zwetschenkuchen und der Berger„Weiße“ den Theil⸗ Der Weitermarsch nehmern den Aufenthalt angenehm. erfolgte theils über herrlichen Wiesengrund, theils durch schöne Laub⸗ und Nadelwaldungen nach Bischoffsheim⸗ Hochstadt⸗Wilhelmsbad. Hier wurde Mittagstisch ge halten und dann längere Zeit in den schönen Parkan⸗ lagen verweilt, worauf der Weitermarsch nach Hanau erfolgte. Nach kurzem Rundgang und Aufenthalt da⸗ selbst fuhr die fröhliche Gesellschaft über Frankfurt wieder nach Hause. Die nächste Tour findet am 10. September nach Braunfels statt. M. Friedberg. Im Monat Juni übernachteten 167 Verpflegungsgäste und 175 Herbergsgäste in der Herberge zur Heimath dahier. Außerdem hatten drei Personen in der Anstalt längere Zeit Logis genommen. An Arbeitsverdienst der Verpflegungsgäste wurden 3,60 M. und in der Wirthschaft 349,76 M. einge⸗ nommen; verausgabt wurden 301,08 M. und also ein Ueberschuß von 48,68 M. erzielt. Bad⸗Nauheim, 13. Aug. Als gestern der Fuhr⸗ knecht eines hiesigen Oekonomen Frucht vom Felde nach Hause fuhr, rannten die scheu gewordenen Pferde in wilder Hast davon. Der Knecht wurde von seinem Sitze geschleudert und die Räder des Wagens gingen ihm über beide Beine. Der Schwerverletzte wurde nach Gießen in die Klinik verbracht. Engelrod, 11. Aug. Ein entsetzlicher Unglücks— fall ereignete sich vorgestern auf der Straße zwischen hier und Lauterbach. Von dem mit Mais beladenen Fuhrwerk des hiesigen Bürgermeisters sprang während der Fahrt ein hiesiger Mann ab, um das Hemmwerk zuzuschrauben. Hierbei glitt derselbe aus, kam unter die Räder und diese zermalmten ihm den Kopf. Der Tod trat auf der Stelle ein. Worms, 12. Aug. Einer Einladung Fürst Bis marck's Folge leistend, welcher bekanntlich Ehrenbürger unserer Stadt und Pathe des Söhnchens des Ober⸗ bürgermeisters Küchler ist, durfte Letzterer am letzten Mittwoch in Kissingen das Pathenkind vorstellen und wurde zur fürstlichen Tafel geladen. Allerlei. Wiesbaden, 13. Aug. Abermals hat hier in der Nähe des Waldes ein frecher Ueberfall stattge funden. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kamen einige hiesige und auswärtige Studenten von den Schießstanden„Unter den Eichen“ herab, als fast an der Walkmühlstraße von Seiten eines ihnen folgenden Indivi duums ohne jede Veranlassung auf sie geschossen wurde, so daß die Kugeln an ihren Ohren vorbeisausten. Bayreuth, 13. Aug. In Creußen waren bis Mitternacht bei einer gestern ausgebrochenen Feuers brunst 56 Wohnhäuser abgebrannt, darunter die Stadt Post. Das Feuer entstand durch Kinder eines Post boten, darunter ein dreijähriges, die mit Zündhölzern ge spielt haben. Mehrere hundert Personen sind obdachlos. Spandau, 13. Aug. Auf die Polizeiwache am Markte brachte heute ein Schlosser ein Packet, das er von einem aus Kiel gekommenen Arbeiter zugeschickt er— halten hatte. Das Packet enthielt eine Höllenmaschine, die auf der Polizeiwache explodirte, ohne Schaden an— zurichten. Absender, der aus Rache gehandelt hatte, wurde verhaftet. Berlin, 15. Aug. Dem„Reichsanzeiger“ zufolge wurden bei drei polnischen Arbeitern in Berlin Cholera Erkrankungen bakteriologisch festgestellt; die Seuche wurde vermuthlich aus Russisch-Polen eingeschleppt. Von Seiten der Behörden sind die umfassendsten Maßregeln er griffen worden, so daß die Erwartung berechtigt er cheint, daß der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Seuche vorgebeugt ist Traunstein, 10. Aug. Auf einer Alm in der Nähe von Marquartstein wurde nach bayerischen Blättern der Schweizer ermordet und seiner Werthsachen beraubt. Eine Gerichtscommission begab sich nach dem Thatorte. Budapest, 13. Aug. Im Saroser und Bereger Komitat sind furchtbare lkenbrüche niedergegangen. Die ganze Landschaft ist überschwemmt. Viele Häuser sind niedergerissen, mehrere Eisenbahndämme durch— brochen. Von einem Kaschauer Personenzug stürzten die Lokomotive und der Tender in die Fluth. Die Passagiere mußten in den Waggons übernachten. Bis jetzt sind 40 Todesfälle durch Ertrinken gemeldet. Der Der do 1 1 Llantrissaint. Vier Wagen rollten den hohen Eisen⸗ bahndamm herab und wurden vollständig zertrümmert. 20 Personen sind getödtet, einige vierzig meist schwer verletzt. London, 14. Aug. Eine Postkutsche mit sieben⸗ zehn Touristen stürzte am Freitag zwischen Ilfracome und Lynton in Folge Durchgehens der vier Pferde einen hundert Fuß tiefen Abhang hinunter. Die Pferde blieben todt und acht Passagiere wurden furchtbar ver⸗ letzt. Der Kutscher ist vor Schreck wahnsinnig geworden. Rom. Auf der Insel Stromboli fand ebenfalls ein heftiges Erdbeben und darauf ein Ausbruch des Vul⸗ kans statt. Bukarest. Vom 12. bis 14. August kamen in Braila 27 Choleraerkrankungen und 15 Todesfälle, in Das Wesen der Sternschuuppen. Des Menschen strebender Geist dringt tiefer und immer tiefer in die geheime Werkstatt der Schöpfung ein, und ein Räthsel nach dem anderen wird von ihm gelöst. Ein solches wahrhaft menschenwürdiges Streben dient aber nicht der Irreligiosität, sondern erfüllt uns nur tiefer mit den Schauern der Ehrfurcht vor der Weis— heit des Allmächtigen. Auch über die aus unendlicher Ferne herniederfahrenden, vielfach durch Poesie verklärten Sternschnuppen ist man ziemlich ins Klare gekommen. Sternschnuppen sind, ebenso wie Feuerkugeln, nichts Anderes als Meteorsteine, welche sich im leuchtenden Zustande befinden, Feuerkugeln sind nur Stern— schnuppen, welche in größerer Nähe an uns vorüberziehen, uns dann größer erscheinen, und die hin und wieder aus der Luft herabfallenden Steine, welche unter dem Namen der Meteor— steine bekannt sind, gleichsam Brocken von Sternschnuppen oder Feuerkugeln. Letztere ziehen nämlich entweder unangefochten durch den Luft⸗ kreis, um in dem unermeßlichen Weltraume weiter zu wandern, oder sie explodiren und zerspingen, ehe sie die Grenze des Luftkreises wieder erreicht haben, in kleinere Stücke und fallen dann auf die Erde herab! Die dabei stattfindende Explosion ist häufig mit einem weithin hörbaren Getöse verbunden; die herab— gefallenen Stücke zeigen sich an der Oberfläche angeschmolzen und sind, frisch untersucht, noch heiß, nie aber mehr glühend. Sie haben ferner eine mehr oder weniger gleichartige Beschaffen— heit, und sind namentlich reich an Eisen. Ueber die Natur der Sternschnuppen oder Meteorsteine herrschen unter den Gelehrten verschiedene An— sichten, die wir in drei Klassen zusammenfassen können. Die einen sagen, sie seien atmo— sphärischen Ursprunges, d. h. sie verdankten ihr Entstehen den metallischen Dünsten, die aus Vulkanen, Hochöfen u. s. w. aufstiegen und sich in den höchsten Luftschichten wieder ver⸗ dichteten und zusammenballten, um als schwere Steine niederzufallen. Diese Erklärung erscheint jedoch sehr gesucht, sehr kühn. Ebensowenig dürfte die zweite Ansicht befriedigen, nach welcher die Meteore von Mondvulkanen ausgeworfene Stücke seien, welche so hoch emporgeschleudert würden, daß sie aus dem Anziehungskreise des Mondes in den der Erde dringen, da bekannt— lich jeder größere Weltkörper auf geringere, je nach der Entfernung, eine bedeutendere oder schwächere Anziehungskraft äußert. Dagegen ist jetzt die dritte Ansicht fast allgemein ange— nommen, nach welcher die Meteorsteine kosmisch, d. h. Körper seien, die eine ebenso unabhängige Existenz im Weltraume haben, wie Erde und Mond und sich ebenso wie diese Planeten und nach demselben in der Natur waltenden Gesetze in geschlossenen Bahnen um die Sonne bewegen. Für diese Ansicht dürfte unter anderem die merkwürdige Thatsache sprechen, daß alljährlich an bestimmten Tagen(namentlich am 20. April, 10. August und zwischen dem 11. und 30. No⸗ vember) die Sternschnuppen regelmäßig in ganz außerordentlicher Menge erscheinen. Man er— klärt sich dies durch die Annahme, daß sich große, dichte Schwärme von Meteoren in langen einen Ring um die Sonne bildeten,— um die Sonne bewegen, und daß diese Züge gerade durch diejenigen Punkte des Weltraumes gingen, durch welche die Erde in den obengenannten Tagen hindurchpassirt. An sich sind die Meteor⸗ steine dunkel und fangen nur beim Eintritt in unsern Luftkreis zu leuchten an, um, sobald sie diesen durchschritten haben, wieder zu verlöschen. Jene Ringe(von Meteoren) hat man sich weit breiter als die Erde mit ihrem Luftkreise zu denken, so daß, wenn die Erde den Ring passirt, ein großer Theil des Meteorschwarmes ungesehen vorbeizieht; ein anderer Theil, welcher den Luftkreis durchschneidet, erscheint uns dann als Sternschnuppen oder Feuerkugeln, ein dritter Theil dringt in unseren Luftkreis und kommt der Erde so nahe, daß er von dieser herabge— zogen wird, und indem er dabei durch Hitze oder Widerstand der Luft in Bruchstücke zer⸗ springt(ebenso wie eine aus großer Höhe herab— gegossene Wassermasse in Tropfen zerstiebt), die bekannten Steinregen erzeugt. Fragen wir nun nach den Ursachen des Leuchtens der Meteore, so erinnern wir zuvörderst an das früher im Gebrauch gewesene Kompressions— feuerzeug, in welchem einfach durch schnelle Zusammenpressung der Luft, indem man einen Stab schnell in einen Cylinder hineintrieb, Feuerschwamm zum Zünden gebracht wurde, Nun, hier haben wir es auch mit einem solchen Kompressionsfeuerzeuge im Großen zu thun. Der schnell fallende Meteorstein nämlich schieht die Luft, welche ihm Widerstand leistet, schnell vor sich her; dadurch entsteht eine Erhitzung der zusammengepreßten Luft bis zur leuchtenden Flamme, die wiederum den Meteorstein selbst ins Glühen versetzt. Die durch die Luftpressung erzeugte Hitze läßt sich bemessen, und man hat berechnet, daß sie groß genug ist, um die stärksten Verbrennungen zu erklären. Die Hitze beim Eindringen der Meteore in den Luftkreis ist deswegen so bedeutend, weil dieselben eine Geschwindigkeit von mehreren Meilen in der Sekunde haben, und folglich die Luft so rasch vor sich herschieben, daß die dahinter befindliche Luft nicht so schnell ausweichen kann und eine enorme Verdichtung erfährt. Daß die herab- gefallenen Steinbrocken nur an ihrer Oberfläche angeschmolzen erscheinen, kommt daher, daß die wenigen Sekunden Aufenthalt in der Luft nicht hinreichen, die Steine durch und durch zum Glühen und Schmelzen kommen zu lassen; sie verliren deswegen auch sehr bald ihre ober⸗ flächliche Glühhitze, sobald sie als kleinere Stücke in die tiefere, dichte Luft kommen, in welcher sich ihr Fall verlangsamt und die Hitzeerregung somit geringer wird. Etwas vom Seegras. Unter dem eigentlichen Seegras versteht man das Gras der gemeinen Wasserrieme (Zostera maritima), einer Pflanzengattung der Najaden, welches in der Nord- und Ostsee ge— wonnen wird. Weitaus aber hat das meiste bei uns in Verwendung kommende Seegras kein Seewasser gekostet, sondern es wird viel⸗ mehr fern von den salzigen Fluthen in einigen Waldbezirken unseres deutschen Vaterlandes geerntet. Dieses fälschlich„Seegras“ genannte Waldgras, Carex brizoides, gehört zur Gattung der Cypecaccen. Dasselbe wächst, ohne daß es angesät wird, und gedeiht ohne besondere Pflege auf dem ihm zusagenden feuchten Kies⸗ boden und erreicht hier eine erstaunliche Länge. In günstigen Lagen mißt das Gras zur Zeit der Ernte(Juli und August) einen Meter und darüber. Die Waldungen des Rheinthals, namentlich im Großherzogthum Baden, sind als seine eigentliche Heimat zu betrachten In der Gegend von Freiburg im Breisgau bis Kehl findet es sich außerordentlich massenhaft und liefert die reichlichsten Erträge. Am üppigsten wächst es auf Waldblößen und in neuen Anpflanzungen, wo es also nicht durch die beschattenden Zweige der Schonungen unter⸗ Zügen— in Zügen, welche gewissermaßen l I ae gates J gehört e Manz Jolsta Zech ang Name Fras bd 1 Lagen D! Jurbe atbeite für zattlet meicher er Höhe halt pfen zerstch ragen g, Leuchtens örderst an h Kompressa, N durch sc, dem man a. er hinein jebracht u t einem silz ßen zu. nämlich st d leistet, sch eine Erhih zur leuchte leteorstein die Luftpriss „ und maß! g ist, un! ren. Due g in den Luft l dieselben an Meilen in d e Luft so inter befinde aß die haz hrer Obetstl nt daher,“ alt in det! urch und N. umen zu li bald iht“ i kleinere⸗ nen, in k. die Hitzenne b. deegras 1 en Wassalt Gläubiger⸗ Aufforderung. kann und ar den Nachlaß der Kaspar Dey J. Ehe⸗ wird. Ende Juni reift der Samen un fällt theils von selbst, theils bei der Ernte aus, wodurch für den Nachwuchs des folgenden Jahres reichlich gesorgt wird. Diese Pflanze gehört zu den Seggen. Die im Sommer schmalen, dabei lebhaft grünen Blätter dieser Plane werden gewöhnlich von dem betreffenden Forstamt im öffentlichen Aufstreich verkauft, auf Rechnung des Käufers gerupft, um sie möglichst lang zu bekommen, und sofort von den Revier— beamten nach Trachten abgegeben. Ein solcher „Grasrupf“ liefert bei günstiger Witterung etwa 1500 Trachten(gleich 75 zweispännigen Wagen) im Werth won durchschnittlich 685 M. Das wenig beregnete Seegras, welche seine Farbe gut erhalten hat, wird zu Matten ver— arbeitet, das durch die Ungunst der Witterung entfärbte aber als„Roßhaarsurrogat“ von den Sattlern und Tapezierern zu Matratzen ꝛc. ver— wendet. Auch Oberschwaben, besonders die Hegend am Federsee liefert diesen wichtigen Handelsartikel. Das meiste hier gewonnene Seegraserzeugniß kommt ins Ausland, be— sonders in die Schweiz, für den Zentner ge— sponnene Waare wird 2 M. 50 Pf. bis 3 M. 20 Pf. bezahlt. Die Erzeugnisse Badens finden n Belgien und am Niederrhein, wo die zahl— teichen Fabrikarbeiter ihre Matratzen damit üllen lassen, und in Thüringen die besten Absatzorte. Der Ertrag ist je nach dem Alter der Waldbestände gar verschieden. Nach einer Berechnung eines badischen Oberförsters in Freiburg liefern 2—5jährige Schläge in dem ogenannten„Mooswald“ bei Freiburg auf Hektar ungefähr 1200 Kilogramm trockenes Seegras, während 6—10jährige Schläge die Hälfte, 11—20jährige Schläge nur ein Viertel v»es genannten Extrages auf gleich großer Fläche bervorbringen. Sehr bedeutend sind die Preis— ih wankungen, denen dieser Handelsartikel unter— worfen ist. d Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10—1.40, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 Stück große 13 Pf. Friedberg, 15. Aug. Fruchtpr. Weizen M. 17. bis 00.00, Korn M. 15.00—00.00, Gerste M. 15. 68, 2. Qual. 40 2. Qual. 00 stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Qual. 46 Gießen, 15. Aug. Auf dem heutigen Wochen⸗ befahren. Die Preise stellten sich 1 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 65 bis Qual. M. 48—52, 2. Qual. M. 30—38. i 0050 Kilo Schlachtgewicht. bis 00.00, Hafer M. 18.00—00.00. Alle Preise ver- 2. Qual. 50— „ 2. Qual. 60—61 Pfg. wie folgt: Ochsen M. 56—60, Bullen 1. Qual. M. 38 bis M. 35—37, Kühe, Stiere und Rinder 1. Alle per Kälber 1. Qual. 63-66 Pfg., 55 Pfg., Hämmel 1. Qual. 54—56 Pfg., Qual. 62—63 Alles per Pfund. —50 Pfg., Schweine 1. markt kostete: Butter pr. Pf. Mk. 0,95 1,15, Eier per Stück 6 Pf., 2 St.— Pf., Käse pr. St. 5—8 Pf., Tauben pr. Paar Mk. 0,60 0,80, Hühner pr. Stück Mk. 0,85— 1,10, Hahnen pr. Stück Mk. 0,50—0,85, Enten Mk. 1.40— 1.60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 56—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfund 36 bis 46 Pf., Schweinefleisch pr. Pfund 60—70 Pf., Kalbfleisch pr. Pfund 46—50 Pf., Hammelfleisch per Pfund 40 bis Eduard Wm. 68 Pf., Zwiebel pr. Ctr. M. 9,00— 9,50. ö Grünberg, 12. August. Fruchtpreise. Weizen 16.50 M., Korn 15.00 M., Gerste— M., Hafer 18.70 M., Erbsen 00.00 M., Linsen 00.00 M., Wicken 00.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 0.00 M., Samen 24.70 M. Frankfurt, 14. Aug. Fruchtbericht. Weizen hies. und Wetterauer, alter 17.00—00.00 M., neuer 16.50 bis 16.75 M., kurhessischer, alter 17.00 bis 00.00 M., 2. Pfg Kurhessen. Louise Nees, norddeutscher 00.00—00.00 M., russischer 18.50 19.50 Alwin Berge, M., La Plata 17.00—17.10 M., Kansas 17.25 17.50 M., Redwinter 17.30— 17.40 M., Roggen, hiesiger, alter 15.00 15.20 M., neuer 14.50— 14.75 M., Pfälzer 00.00 00.00 M., russischer—— M., Gerste, hiesige 00.00 00.00 M., ungarische 17.50— 20.00 M., Hafer, In Amerika Heinrich Conrad Margaretha Wagner, 79 Jahre alt, aus Schotten. Nikolaus Eiler, 77 Jahre alt, verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New-⸗York City. Schlörb, 72 Jahre alt, aus Schotten. Elizabeth, N. J. Schmidt, 49 Jahre alt, aus Marburg. Gadshill, Canada. Anna Faulhafer, geb. Schäfer, 71 Jahre alt, aus Jersey City, N. geb. Domidion, aus Wöllstein. ö Jersey City Heights, N. J. Georg Welker, 73 Jahre alt, aus Alsfeld. N Newark, N. J 36 Jahre alt, aus Schmalkalden. New Orleans, La. Martin Hattis, 60 Jahre alt, aus Groß-Zimmern. Pittsburgh, Pa. aus Steinau, Hessen— hiesiger 00.00 00.00 M., Württemberger 00.00 bis Nassau. 60.00 M., Mais mixed 12.40—12.60 M., Donaumais Is lit 11.90—12.25 M., La Plata—.— M. Alles per 100 Is raelit. Kilo netto effektiv loco hier. Weizenmehl hiesiges Nr. 0 29.00—30.00 M., feinere Marken 31.00-31.75 M., Nr. 1 26.00— 26.50 M., feinere Marken 27.00—28.00 M., Nr. 2 25.00— 25.50 M., feinere Marken 25.50 bis 26.50 M., Nr. 3 22.00— 22.50 M., feinere Marken 22.50— 23.25 M., Nr. 4 18.00—18.50 M., feinere Marken 18.75 19.25 M., hiesiges Nr. 5 13.50— 14.50 Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 23.50— 24.50 M., Nr. 1 20.50— 21.50 M., Nr. 2 15.50—16.— M. Alles per Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 19. Aug. 1893. Beginn: Vorabend 6 Uhr 55 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 25 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 20. Aug. an Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 6 Uhr 15 Min. 100 Kilo inkl. Sack loco hier. Futterartikel still, nach Qualität: Weizenschalen 5.50—6.— M., Weizenkleie 5.25—5.35 M., Roggenkleie 5.80 bis 6.10 M., Futter⸗ mehl 7.00—0.00 M., Bierträber getrocknet 0.00 M. Alles per 50 Kilo netto effektiv loco hier. Frankfurt, 14. Aug. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 421 Ochsen, 55 Bullen, 1330 Kühen, Stieren u. Rindern, 356 Kälbern, 284 Hämmeln, 894 Schweinen Velour u. nadelfertig, am Main. Haus. Cheviot und Loden à Mk. 1.75 per Meter, zelnen Metern direkt an Jedermann. Erstes deutsches Tuchversandtgeschäft Oettinger& Co. Kammgarn à Mk. 2.35 per Meter. circa 140 em breit, versenden in ein— Frankfurt Muster bereitwilligst franco in's 3107 Oeffentliche Forderungen und Ansprüche jeder Art tate vou Ober-Mörlen sind binnen acht dagen bei unterzeichnetem Gerichte anzu⸗ Morgens 10 Submission. 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