br Gehn eh heut 11 kli Nd„ ber, Bo, nde — 1 1 1 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzba e Schelffsche Wilhelm 10 gezeichneten und an, eiten auf Leinen, 9. de. in großer Ausz reisen. ister Schloß franz. Cogna n und fester all Georg Gross, 1393. 1 Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., 12 Samstag den 16. Dezember. 2 143. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der? Betreffend: Die Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1895. f Amtlicher Theil. 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Reichelsheim, Rodheim, Vilbel. Friedberg den 12. Dezember 1893. ch, Friedberg, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1895 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. Bekanntmachung. r. Braden. In Steinfurth ist in einem Gehöft die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. Friedberg den 15. Dezember 1893 Bekanntmachung. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. br. Braden. Nachstehendes Ausschreiben Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Forst- und Cameralverwaltung, bringen wir unter Be— zugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 23. Juni 1893(Kreisblatt Nr. 74) zur allgemeinen Kenntniß. Zu Nr. F. M. D. 37183. Friedberg den 14. Dezember 1893. Betreffend: Die Gestattung der Weidenutzung in den Großh. Domanialwaldungen. Das Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Forst- und Cameralverwaltung, an die Großherzoglichen Forstämter und Oberförstereien. Nachdem Frost eingetreten ist, nehmen wir die in unserem, in rubricirtem Betreff erlassenen Ausschreiben vom 19. Juni d. J. zu Nr. F. M. D. 22911 ertheilte Erlaubniß zur unentgeltlichen Ausübung der Weidenutzung in den Domanialwaldungen hiermit zurück, wonach das Forstschutzpersonal zu instruiren ist. übung der Weidenutzung gestattet war, ist in gleicher Weise zu verfahren. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Darmstadt am 4. Dezember 1893. In denjenigen Gemeindewaldungen, in welchen im Einverständniß mit den betr. Bürgermeistereien ebenfalls die unentgeltliche Aus— Für die Ausfertigung: Moser. Deutsches Reich. Darmstadt. Die Thronrede hat folgen— den Wortlaut: Meine Herren Stände! Ich heiße Sie zum 29. Landtag freundlichst will— kommen. Die schwere Lage, in welche zu Be— ginn des Sommers die Landwirthschaft ge— kathen war, und welche Ende Juni dieses ahres die Berufung der Stände zu dem kurzen 8. Landtage nothwendig machte, ist glücklicher eise zu Meiner großen Befriedigung einer esserung der Verhältnisse gewichen. Ver— anken wir auch diese günstige Wendung vor Allem und hauptsächlich der bald nach jenem Zeitpunkte eingetretenen äußerst günstigen Witte— fung, so hat doch auch einen wesentlichen An— heil an derselben die anerkennenswerthe Reg— amkeit der ländlichen Bevölkerung, welcher Meine Regierung durch geeignete Verwendung der ihr von den Ständen bereitwillgst zur Ver— fügung gestellten Mittel, sowie durch reichliche Zuwendungen aus den Domanialwaldungen in pirksamster Weise unter die Arme zu greifen hermochte. Die verhältnißmäßig reichen Herbst— erträge dürften ernste Befürchtungen für den Vinter und selbst für das kommende Früh— uhr ausschließen; jedenfalls reichen die noch ur Verfügung gebliebenen Mittel aus, um uwaigen Schwierigkeiten zu begegnen. Ihre lächste und hauptsächlichste Aufgabe wird die berathung und Feststellung des Hauptvoran— schlags der Staatseinnahmen und-Ausgaben fr die kommende Finanzperiode sein.„Die Thatsache, daß, abweichend von dem bisher ar Regel gewordenen Verhältnisse, die an das eich zu leistenden Matrikularbeiträge i dem laufenden Budgetjahre den Betrag raten namhaft überschreiten und die Besorg⸗ uß, daß ohne die angestrebte Verständigung der verbündeten Regierungen mit dem Reichs— ige über neue oder erhöhte Einnahmequellen ite schwere Ueberlastung der Einzelstaaten schon Abschlusse gelangen will. Ich hoffe ir N der daß doch bei einem Theile jener Linien die leberweisungen des Reichs an die Bundes- Gel 1 Verwendung von 13 eintreten müßte, haben die Aufstellung eines machte Versuch einer allgemeinen Revision der Voranschlags, welcher das Gleichgewicht zwischen einer Ergebnisse geführt hat, wird Meine Regierung Einnahme und Ausgabe wahrt, zu schwierigen Aufgabe gemacht und die größte Vorsicht in Ausgaben nothwendig erscheinen lassen. Die Lösung jener Aufgabe würde trotz der einstweiligen Zurückstellung mancher sehr gerechtfertigter Anforderungen nicht möglich ge— wesen sein, wenn nicht die aus früheren Budget— perioden vorhandenen Ueberschüsse der Haupt— staatskasse gestattet hätten, zur Deckung einer Anzahl von Ausgabeposten, welche streng ge— nommen in das ordentliche und nicht in das außerordentliche Budget gehören, einen Theil jener Ueberschüsse heranzuziehen. Für Handel, Industrie und Gewerbe sind leider die Ver— hältnisse immer noch nicht viel günstiger ge— worden, wenn sich auch hier und da ein An— fang zur Besserung zeigt. Zu Meiner be— sonderen Genugthuung war es übrigens mög— lich, zur Förderung dieser Berufszweige nicht blos die seitherigen, sondern selbst etwas er— höhte Beträge in den Hauptvoranschlag einzu— stellen. Das Gleiche konnte auch in Betreff der Landwirthschaft geschehen, welcher Meine Regierung fortdauernd ihre ganze Aufmerk- samkeit schenken wird. Die Vorarbeiten für die zu erbauenden Nebenbahnen sind derart gefördert, daß die Entwürfe für die Hälfte dieser Linien fertiggestellt sind. Leider ist aber mit Ausnahme einer einzigen Linie die Inan⸗ griffnahme des Baues noch nicht möglich ge⸗ wesen, weil die gesetzlich vorgeschriebene Ge— ländestellung Seitens der Betheiligten nicht zum offe indessen, ändestellung in nächster Zeit gesichert wird, daß sich dann eine lebhafte Bauthätigkeit In dieser Erwartung ist die Million Mark zu Neben— bahnbauten in dem Hauptvoranschlage vorge⸗ sehen. Nachdem der auf dem 27. Landtag ge⸗ so entwickeln kann. Gesetze über die innere Verwaltung zu keinem sich nunmehr die Aufgabe stellen, nach einzelnen Richtungen hin Verbesserungen in Anregung zu bringen, und wird Ihnen zu dem Ende baldthunlichst eine und die andere Vorlage zu— gehen. Außerdem wird Ihnen, und zwar als— bald, der schon früher zur Verhandlung ge— standene Gesetzentwurf, betreffend die Organi— sation des Forstschutzes, sowie ein Gesetzent— wurf, betreffend die Versorgung der Waisen der Volksschullehrer, zur Berathung und Be— schlußfassung vorgelegt werden. Ich gebe Mich der angenehmen Hoffnung hin, daß Ihre Thätigkeit während des bevorstehenden Land— tags Meinem geliebten Land und Volk zum Wohle gereichen und dazu beitragen wird, Frieden und Eintracht im Lande zu mehren, Zwietracht und Unzufriedenheit zu mindern. Das gebe Gott! a — 14. Dez. Die Kaiserin Friedrich traf heute Vormittag 11 Uhr hier ein, begab sich mit den allerhöchsten Herrschaften nach dem Mausoleum auf der Rosenhöhe, von dort nach dem Neuen Palais und reiste um 12 Uhr wieder von hier ab. S. K. H. der Großherzog reiste heute Nachmittag zum Besuch des Herzogs von Sachsen-Koburg und Gotha nach Koburg. L 14. Dez. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer legt Finanzminister Weber das Finanzgesetz und den Hauptvoranschlag für die Periode 1894—97 dem Hause vor und gibt eine gedrängte Inhaltsübersicht. Die ordentlichen Ausgaben betragen 27,080,000 Mark. Die ordentlichen Einnahmen seien auf 27,174,000 Mark veranschlagt. Die außerordentllchen Einnahmen beliefen sich auf 22,180,000 Mark und dienten theilweise zur Deckung der außerordentlichen Ausgaben mit 12,160,000 Mark, Der gesammte Voranschlag schließe mit 9,850,000 Mark Ueberschuß ab. Er weist darauf hin, daß die an Hessen vom Reich überwiesenen Beträge hinter den von Hessen zu leistenden Matrikularbeiträgen pro 189394 um 300,000 Mark zurückgeblieben seien. Für die Periode 1894—95 würde sich diese Summe sogar auf 1,078,000 Mark erhöhen. Die Großh. Regierung habe D — ͤ— . 9 14 1 1 * 1 7 e daher die Leistung außerordentlicher Beträge als Zuschuß zu den Matrikularbeiträgen in Aussicht genommen. Zur Deckung dieser Beträge seien neue dauernde Ein⸗ nahmen erforderlich. Man habe sich bei dieser Sachlage bei Aufstellung des Voranschlags auf das unbedingt Nothwendige beschränkt. Die Regierung behalte sich vor, ein Nachtragsbudget der Kammer vorzulegen. Sodann folgt die Wahl der Ausschüsse. Nach Ver⸗ lesung einer Reihe Anträge und Berichterstattung mit darauffolgender Beschlußfassung über den Voranschlag der Ausgaben der 2. Kammer vertagt sich dieselbe auf unbestimmte Zeit. Darmestadt. Der Assistent Dofflein zu Darm⸗ stadt wurde zum Regierungsbaumeister ernannt, der Kammerdiener Dauch, auf Nachsuchen, unter Anerkenn— ung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt, den Schulamtsasp. Bender aus Gernsheim, Cloos aus Ober⸗ Erlenbach, Dirigo aus Ober⸗ Flörsheim, Jann aus Lörzweiler, Sans aus Nackenheim, Schrod aus Als⸗ heim und Senz aus Weiher Lehrerstellen zu Mainz übertragen, der prov. Dirigent Jost an der höheren Bürgerschule zu Gernsheim zum Dirigenten ernannt, dem prov. Universitätsgärtner Rehnelt diese Stelle, dem Schul⸗ lehrer Franz zu Hainhausen eine Lehrerstelle zu Bürgel, dem Kaplan Wetzel in Mainz die kath. Pfarrstelle zu Astheim übertragen, der Flügeladjutant Frh. Röder v. Diersburg zum Kammerherrn ernannt. — Postperso nal-Nachrichten. Dem Ober⸗ Postsekretär Bernius aus Darmstadt ist die Vorsteher— stelle des Postamts Friedberg, dem Ober⸗Postsekretär Seelgen aus Darmstadt die Vorsteherstelle des Postamts 2 in Darmstadt, dem Postsekretär Wippermann aus Frankfurt die Vorsteherstelle des Postamts in Oppen⸗ heim und dem Postassistenten Fitzty aus Mainz die Vorsteherstelle des Postamts Schotten übertragen wor— den; versetzt sind der Postmeister Schmitz von Oppen⸗ heim nach Heppenheim, der Postverwalter Feuerstein von Schotten nach Nierstein, die Postassistenten Schäfer von Schlettstadt nach Bensheim und Enenkel von Mainz nach Worms, sowie der Telegraphenassistent Krauß von Offenbach nach Darmstadt; Langen ist zum Postverwalter ernannt worden; der Postsekretär Adam in Mainz ist gestorben. Berlin, 14. Dez. Der Bundesrath über⸗ wies den Reichstagsbeschluß betreffend die Eisen⸗ bahnfreikarten an die Ausschüsse. Der Ver⸗ trag betreffend die Unterdrückung des Brannt- weinhandels in der Nordsee wurde zur Ratifi⸗ kation und Vollziehung überwiesen. Das Ab⸗ kommen mit der britischen Regierung über die Abgrenzung der beiterseitigen Interessensphären im Hinterland von Kamerum wurde zur Kenntniß genommen. Dem Antrag der Aus— schüsse, betreffend die Anwendung der Sätze des allgemeinen Zolltarifs auf aus Rußland der Postassistent Bock in 1 kommende Waaren, wurde zugestimmt, des gleichen dem Entwurfe der über erleichternde Vorschriften zwischen den Eisenbahnen Deutschlands, der Niederlande, Oesterreich-Ungarn und der Schweiz. Berlin, 13. Dez. Reichstag. Zunächst wird der Vereinbarungen Antrag Buol, die Zahl der Mitglieder der Kommission, für die Arbeiterstatistik auf sieben zu erhöhen, ange— nommen, nachdem Staatssekretär v. Bötticher die Befürwortung im Bundesrath zugesagt hat. Sodann folgt die Fortsetzung der 2.Lesung des rumän. Handels- vertrages, der zu Ende berathen wird. Die Annahme des Art. Herfolgte mit 189 gegen 165 Stimmen. gleichen werden die übrigen Artikel des Vertrages ange— nommen.— 14. Dez. Das Gesetz betreffend die Unter⸗ stützung der Invaliden aus den Kriegen vor 1870 wird in dritter Lesung unverändert angenommen. Es folgt die zweite Lesung des spanischen Handelsvertrages, der mit großer Mehrheit angenommen wird. Es folgt die zweite Lesung des serbischen Vertrages, der ebenfalls angenommen wird. Leipzig. Ueber die Persönlichkeit der beiden Franzosen, gegen die am 14. Dez. die Des⸗ Oeffentlichkeit ausgeschlossen wird. Beide Ange⸗ klagten erklärten, da infolge der großen Ent⸗ wickelung der deutschen Marine in den letzten 3 bis 4 Jahren in französischen Marinekreisen große Besorgniß entstanden und sie die Ueber⸗ zeugung erlangten, daß die Kenntniß der deut— schen Küstenbefestigungen lückenhaft und mangel⸗ haft sei, so seien sie zu dem Plane gekommen, gemeinschaftlich und auf eigene Hand durch direkte Beobachtung diese Kenntniß zu verbessern. Sie mietheten hierzu die englische Vergnügungs— yacht. Sie hielten ihre Handlungsweise nicht für strafbar. Ueber ihre Beziehungen zum französischen Marineministerium wollten die Angeklagten sich nur auslassen, wenn die Oeffent⸗ lichkeit ausgeschlossen würde. Der Oberreichs— anwalt widersprach diesem Verlangen. Stuttgart. Der„Beobachter“ bringt die Nachricht, in Folge der energischen Ein⸗ sprache der Presse gegen die Aenderung der Militärkonvention sei der Plan bis auf günstigere Zeiten zurückgelegt worden. Dagegen sei das Abkommen getroffen, daß der König von Würt— temberg, an Stelle v. Blumenthals, General- inspektor der IV. Armeeinspektion werden soll; als Adlatus, Chef des Stabes, soll ihm der Generaladjutant des Königs, Generallieutenant v. Falkenstein, der dadurch zugleich als Nach⸗ folger Wölckerns im Corpscommando beseitigt würde, beigegeben werden. Zugleich wird mit— getheilt, daß die Stabsoffiziere des württem— bergischen Corps künftig mit den preußischen rouliren sollen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Dez. Nach Meldungen aus Algier ist der österreichische Aviso„Greif“ heute von da in See gegangen, um sich nach Gibraltar zu begeben. An Bord des Aviso befindet sich die Kaiserin von Oester— reich, die unter dem Namen einer Gräfin Hohenems reist. — 14. Dez. Das Abgeordnetenhaus nahm die Ausnahmeverfügungen für Prag mit 185 gegen 73 Stimmen und die zweite Verordnung über die Suspension der Geschworenengerichte mit 186 gegen 75 Stimmen an. Dagegen stimmten die Jungczechen, die mährischen Czechen, die Croaten, Slovenen, Ruthenen und Anti⸗ semiten, serner Kronawetter und Pernerstorfer. Die deutsche Nationalpartei(Steinwender), welche im Ausschusse gegen die Verordnungen stimmte, hat sich in Folge der aufreizenden Rede Gregrs der Abstimmung enthalten. Auch die italienischen Südtiroler enthielten sich der Abstimmung. Belgien. de Bruxelles“ Brüssel, 13. Dez. Der„Gazette zufolge hätten die Verhandlungen zwischen dem Kongostaat und Frankreich betreffs der streitigen Territorien eine ungünstige Wen— Verhandlungen wegen Landesverraths begannen, scheint bis jetzt noch keine Klarheit zu herrschen. Auf dem am schwarzen Brett des Reichsgerichts angeheften Aushange werden sie folgendermaßen bezeichnet: 1. Mathieu Degouy Raoul Dubois; 2. Jacques Marie Joseph Delguey-Malaves alias * 1** 22 Maurice Jean Daguet. Auch der Heimaths— Alias ort der beiden Fremden ist nicht bekannt. 14. Dezbr. Im Spionenprozeß gab heute bei der Vernehmung der Angeklagte Degouy an, er sei Marinelieutenant erster Klasse und dem Generalstab der Marine beigegeben. lavas sei Schiffslieutenant zweiter Klasse. Beide haben schon im Jahre 1890 Reisen nach Deutsch⸗ aus land gemacht. Polizeisergeant Matzen Kiel theilt seine Beobachtungen während des Kieler Aufenthaltes der Franzosen mit. Um 12 Uhr tritt eine Pause ein, dann beginnt die Vernehmung der Sachverständigen, wobei die dung genommen, da der Kongostaat gewisse von Frankreich aufrechterhaltene Forderungen als durchaus unannehmbar betrachte. Man erwarte den vollständigen Abbruch der Ver— handlungen. Dem Bureau Reuter wird aus Mozambique gemeldet, daß daselbst Major Wißmann und*. Bumiller mit 200 Askaris vom Nyassa über Quelimane angekommen sind. Frankreich. Paris, 13. Dez. Bei einer heute bei dem Ingenieur Reclus vorgenommenen Jean Baptiste Charles Robert, Ma- Haussuchung wurde eine umfangreiche Korre— spondenz beschlagnahmt, die beweist, daß Reclus thätiger Anarchist ist, und mit Anarchisten aller Länder ununterbrochene Verbindungen unter— hielt. Die„Liberté“ meldet, der Anarchist Cohen sei nicht ausgewiesen worden, da die Haussuchung ungen ergeben habe, daß eine Spezialuntersuch— ung gegen Cohen eröffnet worden sei. Die Kamerkommission nahm die drei Anarchisten— gesetze, dieselben theilweise noch verschärfend, an. — Wie aus Marseille geschrieben wird, hat die dortige Polizei Briefe aufgefunden, aus welchen hervorgeht, daß Leauthier, der auf den serbischen Gesandten in Paris das Attentat ver— übte, mit den Marseiller Anarchisten in Ver— derart schwerwiegende Enthüll- das dortige Generalsgebäude hat man zwa den Urheber desselben noch nicht ermittelt, da J gegen ist ein gewisser Lemelle verhaftet worden. den 2 Zeugen mit Bestimmtheit für den Atten täter halten. und heißt in Wirklichkeit Riemer. Lemelle ist aus Toulon gebürtig Es ist dies derselbe Riemer, der sich, als Kaiser Wilhelm II. den König Humbert gelegentlich dessen silberner Hochzeit in Italien besuchte, nach Genua begab, um mit den dortigen Anarchisten ein Attentat auf die beiden Herrscher vorzubereiten. Man verhaftete ihn damals und hielt ihn 3 Monate lang gefangen; dann wurde er aus Italien ausgewiesen. Großbritannien. London, 13. Dezbr— Artilleristen, welche Befehl hatten, sich heutz noch nach Gibraltar einzuschiffen. Dieselbeg zerschlugen die Fenster und die Möbel in det Kaserne, durchzogen dann die Straßen det Stadt, zerschmetterten Fenster und brachen it mehrere Wirthshäuser ein. Die Meuterer wurden erst nach einigen Stunden von berittenet Polizei überwältigt. Alle werden in Gibraltar vor ein Kriegsgericht gestellt werden. — 14. Dez. Dem Bureau Reuter wird aus Buluwayo berichtet, daß eine von Majo Forbes vorgeschickte Abtheilung unter dei Hauptmann Wilson den Shanganifluß über, schritten und Fühlung mit Lobengula gewonneß hat. Letzterer zwang die Abtheilung, kämpfen zurückzugehen. Die Abtheilung ist durch dez in der Zwischenzeit angeschwollenen Fluß ab⸗ geschnitten und es ist für Forbes schwierig derselben eine Verstärkung zu senden. Daß Ausbleiben weiterer Nachrichten über Haupt mann Wilsons Abtheilung, ruft allgemein die Be⸗ fürchtung wach, daß die ganze Truppe getödtet ist Spanien. Madrid, 13. Dez. Araaf sicherte Campos zu, die Feindseligkeiten würdet nicht wieder beginnen. Er bleibe in Melilla, bis der Zwist beigelegt sei; er erwarte di Ankunft des Sultans, um alsdann die Re bellen zu züchtigen. Die Kabylen zerstörte auf Befehl Araafs ihre auf spanischem Ge biete angelegten Verschanzungen. Serbien. Belgrad. Der frühere serbischt Ministerpräsident r. Dokic ist, nur wen über 50 Jahre alt, gestorben. Amerika. Washington, 14. Dez. Daz Repräsentantenhaus hat eine Bill angenommen, wonach das Territorium Utah zum Stag erklärt werden soll; zugleich wurde ein Amen, dement, nach welchem die Vielweiberei zu ver, bieten ist, angenommen. Aus Stadt und Land. w. Friedberg. Eine für die Interessen unseng Stadt im höchsten Maße wichtige Frage wird demnätzl vor dem Kreisausschuß zum Austrag gelangen. At. gesehen von den übrigen Abwassern sind während dee letzten 3 Jahre in Bad-Nauheim die Abtrittsstoßß durch Anschluß der Closets und Anlegung von Ueber laufen den Kanälen zugeführt worden. Die Kan! münden in die Usa und sind dadurch besonders i Sommer Zustände veranlaßt worden, die allen sanitärs! Vorschriften Hohn sprechen. Besonders während ie heißen Sommerzeit bildete die Usa zahlreiche Sum stellen, die oft einen geradezu pestilenzialischen Gern verbreiteten und den zahlreichen Spaziergängern 1 bindung stand. Betreffs des Attentats gegen g In Dover meuterten gestern Abend etwa 250 8 2 . [Frien hacken auntag, den aun, Mei andinnen aer eingelo alten, ins ie u. dgl. Feunscht und Mainz. I drei Fe Titteuge ein mit der Plauen der Nähe em Auge ier aus Varkscheine! Ebedungen Marken Hamby Eurugs mi Kölr⸗N aud 29 Vie Triest Ver katholise Auschiffen! Fehltrits i erschied jed Lille, Diebe in die e und sch krank mit! unde 4 Kil London Auberfabrik Fott; 3 9 Chicag ns Bure Aaßverkauf ihn ni dem Nauheimer Promenadeweg diesen verleideten. Ni langem dreijährigen Harren soll dem berechtigten Ven. langen auf Beseitigung dieser gesetzwidrigen und gesun heitsschädlichen Zustände endlich in der Weise entsproch⸗ werden, daß die Stadt Bad-Nauheim eine Klärbechg anlage ausführen will. Unseres Erachtens kann dis Anlage unter keinen Umständen als eine unsere teressen befriedigende Lösung betrachtet werden. ern auch durch das Klaärbecken die Fäkalwasser etud geklärt werden, so bleiben sie immer Abtrittswassen auch kann in der Usa in Folge ihres geringen Waß standes im Sommer die sogenannte Selbstreinigun, wie sie bei Flussen vorkommt, nicht stattfinden. Sor werden nach wie vor ekelerregende Wasser in der 1 verbleiben, welche die Luft verpesten und ihr nächt⸗ Ziel in der Friedberger Badeanstalt finden. Es* darf keiner besonderen Darlegung, daß dies unertrt⸗ lich ist. Unsre Badeanstalt, die als gemeinnützige A* stalt geschaffen wurde und den bezeichnenden Nam Volksbad führte, dient allen Klassen, vor Allem da Minderbemittelten, die sich den Luxus eigner Bades richtungen nicht verschaffen können. Zweifellos erheisl elches die Aufnahme von Abtrittsstoffen verträgt und Alte u gin, 2 ist 4 Fall ist, die Einführung von Fäkalien in die 0 wachsen. ei solcher Sachlage das Allgemeinwohl, daß die, adenden vor zwar etwas geklärten aber immerhin en Wassern bewahrt werden; unsre Bürgerschaft hat u Recht dies zu verlangen. Die Usa ist kein Gewässer, ch eine Klärbeckenanlage kann diesen Mangel nicht seitigen. Unsres Erachtens ist es vielmehr absolut boten, daß Bad-Nauheim, wie dies ja auch hier auäle verbietet, oder die Closetwasser auf Riesel⸗ der abführt. Eine andere Lösung der Frage ist cht möglich, sollen nicht schwere sanitäre Mißstände Unser Stadtvorstand hat seiner Zeit ent— ednen Protest gegen die Verschleppung der Ange— enheit eingelegt; um so mehr erhoffen und er- harten wir von ihm, daß er auch jetzt in gleicher Zeise Stellung nimmt und sich mit dem Beruhigungs Ailtel der Klärbeckenanlage nicht zufrieden gibt, sondern e schweren Bedenken, die vorhanden sind, rechtzeitig el dem Kreisamte geltend macht. Ist die Klärbecken⸗ lage einmal genehmigt, so haben wir Friedberger us Nachsehen.. Hgeihnachtsfeier im Lehrlings-Feierabend am nächsten Feier eingeladen. nden von berittene erden in Gibrall werden. teau Reuter wit ß eine von Mug eilung unter du banganiluß ibn obengula gewonse heilung, kämpfe ung ist durch de wollenen Fluß ak Forbes schwierg zu senden. D ichten über Hau uft allgemein die dz Truppe getödtel 13. Dez. Aug adseligkeiten würde bleibe in Melllg 8 i; er erwarte alsdann die R Kabylen zerstöts uf spanischem ngen. der frühere serbst fic ist, nur walz en. 1 on, 14. Dez. e Bill angenoni Utah zum& h wurde ein 10 Pielweiberei zu S E hlug ihn nieder und entfloh mit 7000 Dollar baar. 2 Friedberg. Es wird noch einmal auf die onntag, den 17. Dezember, aufmerksam gemacht. Die tern, Meister und Lehrherren, die Freunde und freundinnen des Feierabends sind freundlich zu dieser Gaben aus dem Kreise der Ge— anten, insbesondere auch Gebäck, Lebkuchen, Aepfel, küsse u. dgl., sind, wie wiederholt hervorgehoben, sehr wünscht und willkommen. Mainz. Aus Bischofsheim wird mitgetheilt, daß zute drei Falschmünzer verhaftet und die sämmtlichen erkzeuge eingezogen wurden. Die Verhaftungen stehen sohl mit der Inhaftnahme des Mainzer Anarchisten Biesner in Verbindung. Allerlei. Plauen i. Vogtl., 10. Dez. Die Gendarmerie hat der Nähe unserer Stadt einen Mann aus Treuen dem Augenblick festgenommen, als er an einen Bäcker⸗ eister aus Reichenbach gut nachgemachte 50 und 100 arkscheine im Betrage von 1800 Mark verkaufte. Der lüsbedungene Preis war 100 Mark gutes Geld für 00 Mark nachgemachtes. Hamburg, 14. Dez. Der Prozeß gegen die wegen betrugs mit Fahrbillets angeklagten Eisenbahnschaffner er Kölr⸗Mindener Bahn begann heute vor der Straf- Emmer des Landgerichts. Angeklagt sind 28 Schaffner d 23 Viehhändler aus den Rheinlanden. Triest, 13. Dez. Ju Fi ge ö In Fiume fiel gestern Abend der katholische Bischof von Banjaluka, der sich nach Zara tuischiffen wollte, am Molo Szapary in Folge eines zehltritts in's Meer. Er wurde zwar sofort gerettet, lerschied jedoch wenige Minuten später. ö Lille, 12. Dez. In Boujan drangen über Nacht diebe in die Wohnung einer Frau Alengry, knebelten gese und schafften einen 150 Kilogramm schweren Geld⸗ hhrank mit 150,000 Fr. Inhalt fort. Der leere Schrank urde 4 Kilometer von dem Orte aufgefunden. London, 13. Dez. Heute Morgen wurde die Fulverfabrik in Waltham Abbey durch eine Explosion rstort; 3 Personen wurden getödtet und 8 verletzt. Chicago, 13. Dez. Ein Unbekannter drang gestern i das Bureau des Kassirers der Abtheilung für den broßverkauf von Briefmarken im Centralpostamte ein, 1 Verloosung. b Kurhessische 40 Thlr.⸗Loose vom Jahre 845. Ziehung am 1. Dez. 1893. Gezogene Herikn: ö b r. 66 98 31 393 102 492 574 649 122 781 496 e rage lustrag 940 3839 3465 6817 4811 4571 16652 4822 4100 rscheint es angezeigt peisen bezüglich der Weihnachtspa er Packete muß fest und dauerh nüssen mit einer dauerhaften, deut igen Aufschrift versehen sein, jseschrieben oder an denselben 71 940 611 453 997 801 300 462 946 837 148 804 89 1355 1172 1867 1341 1357 1951 1838 1002 1849 1291 1516 1098 1408 1537 1244 1117 1223 1475 1086 1417 1136 1332 2260 2821 2828 23% 2515 1914 1476 2665 2067 3736 3889 4118 4338 5545 5362 1556 1848 2372 2139 3990 3428 4997 4409 5438 5079 520 1348 1079 518 1932 2950 00 2237 2535 3894 3494 3401 3919 3415 3623 3101 3785 3229 3953 4958 4410 4697 4159 4773 4544 4239 4206 4142 4840 5159 5299 5526 5702 5203 5336 5173 5481 5409 5785 6011 6196 6029 6578 6395 6317. Die Prämienzieh⸗ 442 3589 3765 609 4044 4733 199 5128 5892 026 6067 6286 6598 6359 88 6138 6035 6167 6695 ing findet am 1. Juli statt. Handel und Verkehr. Beim Herannahen des Weihnachtspacketverkehrs auf verschiedene Punkte hinzu⸗ ckete. Die Verpackung aft sein. Die Packete lichen und vollstän⸗ so daß nöthigenfalls das e bestellt werden kann. Backet auch ohne die Begleitadress werden Die Packetaufschrift muß auf den Packeten selbst nieder⸗ so haltbar befestigt sein, bgerissen oder abgestreift welche bei der Wild⸗ laß sie nicht durch Zufall a derden kann. Sogenannte Fahnen, welch Zersendung von Geflügel, Hasen und sonstigem pret vielfach verwendet werden, müssen aus dauerhaftem ackung darf die Aufschrift nicht auf d Bei Fleischsen⸗ Leinwandver⸗ er Umhüllung Stoff bestehen und gut befestigt sein. ungen und anderen Gegenständen in aufgeklebt sein. Aeltere Aufschriften müssen vollständi beseitigt oder unkenntlich gemacht sein. Ganz W 118 1 5 1 15 Packete möglichst frühzeitig ht etwa in den letzten Te rest e z agen vor dem Feste Herberge zur Heimath. An Gaben gingen ein: Von J. R. 4 M,; E. Th. 3 M.; Frl. Lind hier 2 M.; von Mitgliedern hier 264 M.; Frau Gräfin Solms-Rödelheim in Assenheim 2 mal je 10 M.; Gem. Dorheim pro 1891/92 5 M.; pro 1892 93 5 M.; milde Stiftungen hier 100 M.; Collecte hier 14.24 M.; Gem. Groß⸗Karben 15 M.; ferner an Naturalien von Ph. Vogt hier 1 Korb Gemüse; Pfarrer Müller in Nieder⸗Rosbach 1 Korb Gemüse; Ungenannt 1 Korb Gemüse; durch Frl. Luft in der Gemeinde Ost⸗ heim gesammelt 1 Wagen Kartoffeln, versch. Gemüse und Aepfel. Wir sagen allen freundlichen Gebern unsern wärmsten Dank, insbesondere der Frl. Luft sowie der Gemeinde Ostheim; möchten sich andere Gemeinden hieran ein Beispiel nehmen. Für die Weihnachtsbescheerung für unsere Handwerksburschen nehmen wir sehr gerne Gaben aller Art an, ist es doch ein Tag, den man Jedem gerne zu einem freudigen machen soll. Friedberg den 11. Dezbr. 1893. Der Vorstand, für denselben: Der Vorsitzende: Meyer, Dekan. G. Schwarz. Der Rechner: In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New-NYork City. John H. Haar, 45 Jahre alt, aus Butzbach. Cincinnati, O. Johann Aubery, 83 Jahle alt, aus Kassel. Lincoln, Ill.. Henry Donath, 34 Jahre alt, aus der Provinz Hessen— Nassau, Kreis Marienberg. Louisville, Ky. Johann Philipp Ruß, 64 Jahre alt, aus Mensfelden, Hessen-Nassau. a Georg Philipp Resch, 75 Jahre alt, aus Hessen⸗ Darmstadt. Newton Centre, Mass. Clara, Ehefrau von John Haffermehl, 23 Jahre alt, aus Goddelau. Brodpreise vom 16. bis 31. Dez. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch- ꝛc. Preise vom 16. bis 31. Dez. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim u. Butzbach unverändert. Friedberger Markt Mittwoch den 20. Dezember. Die Christbescheerung der Friedberger Kleinkinderschule soll am 3. Advente, Nachmittags ½5 Uhr, im Rathhaus— saale stattfinden. Erwachsene zahlen 20 Pf., Kinder 10 Pf. Eintrittsgeld. Kirchli che Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 3. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer br. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtlirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Diehl. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9¼ Uhr: Herr Pfarrer 15. Weiffenbach Abends 5½ Uhr: Herr Pfarrer Velte. Am 2. Weihnachtsfesttage Abendmahl in der Burg⸗ kirche. Beichte nach dem Vormittags-Gottesdienste des 1. Festtages. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. 5 f Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht: um Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Dezember. Am 13. Dezember ündigte Monatsversammlung der statt, in welcher der der Jesuiten⸗ Eingeleitet wurde Friedberg, 14. l. J. fand die angekünd hiesigen„Ev. Vereinigung“ ˖ jüngste Beschluß des Reichstags in Frage eingehend besprochen wurde. E 3 5 die Besprechung durch eine etwa s sstündige Auseinander⸗ setzung von Professor Dr. W 5 in N dieser ein reiches urkundliches Material zur Beurthei ung des Jesuitismus aus den Grundsätzen und Lehren des Ordens sowie aus einer Reihe sehr instructiver päpstlicher Erlasse und Bullen der Versammlung vorlegte und damit folgende Resolution begründete: „Die Evangelische Vereinigung zu Friedberg in Hessen, ein Zweigverein des„Ev. Bundes“ zur Wahrung der deutsch⸗protestantischen Interessen“, spricht ihr tiefes Bedauern über den jüngsten Beschluß des deutschen Reichstags in der Jesuiten⸗ Frage aus, weil nach ihrer festen Ueberzeugung dieser Beschluß gleich unvereinbar ist mit dem bürgerlichen Wohl wie mit dem kirchlichen Frieden des deutschen Volkes. Die Ev. Vereinigung spricht daher die sichere Erwar— tung aus, der Bundes rath werde diesem Reichstags— Beschlusse, falls er auch ir 3. Lesung aufrecht erhalten werden sollte, unter allen Umständen seine Zu— stimmung versagen.“ Nachdem noch Herr Seminar⸗ lehrer Schüler Beiträge aus der neueren Anti⸗ Jesuiten-Literatur gegeben und dadurch insbesondere den sofort gegen das junge deutsche Reich seitens des Ultramontanismus eröffneten Feldzug in die richtige Beleuchtung gestellt hatte, erfolgte eine sehr eingehende und animirte Discussion, an der sich die Herren: Pfarrer Velte, Real-Lehrer Dr. Dieckmann, Schul⸗Rath Schmidt u. a. sowie der Vorsitzende betheiligten. Schließlich fand die beantragte Resolution, unter Ein⸗ fügung der Worte„den nationalen Interessen“ vor„bürgerlichem Wohl“, einstimmige Annahme. 4987 Ur. Wilh. Weiffenbach, Professor. Fritz Schmidt's neuerbauter Bazar a. d. 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