Henere* eneral⸗Jerz Juli l. J. 00 „n 1 fich f Samstag den 15. Juli. 1 62. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch; Fan;. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, u dog ad aug hee Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 1 8. en stag Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ———.——.— 1 odnun 0 ng. Amtlicher Theil. mungen Betreffend: Die Verwaltung des Großh. Holzs. i emst ier Ersatz für zaaugen. 5. samen⸗Magazins zu Darmstadt, hier Ersatz für ö; 5 u en WW Holzsamen⸗Lieferung pro 1852705 8 0 250 Friedberg den 12. Juli 1893. wurf getz 4 g Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 1 14 f an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und Markvorstände. Der Nrü i Mit Bezug auf das nachstehend abgedruckte Verzeichniß ꝛc. beauftragen wir Sie, die zur Auszahlung der Kostenantheile Ihrer Ge— j i. neinden dc. erforderliche Ausgabedecretur auf die Gemeindekasse ꝛc. zu ertheilen. fert. . 4 2 8 Mett., He Berzeichniß 99 herjenigen Beiträge, welche die nachstehenden Communalwaldbesitzer für den aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazin bezogenen Holzsamen 6. Juli don 4 an das betreffende Großherzogliche Rentamt zu vergüten haben. N zoglich 5 9 Manch 1———— 8——— 2 daarsclänge Ordn.⸗ Namen Geldbetra i 5 9 Ordn.⸗ Namen Geldbetrag Ordn.⸗ Namen Geldbetrag 115 diken J Nr. der Gemeinden ꝛc. M. Pf. Rentamt. Nr. der Gemeinden ꝛc. M. pf. Rentamt. Nr. der Gemeinden c. M. Pf. Rentamt. 1(Assenheim—— Friedberg. 14[Weckesheim 16 80 riedberg. 27[Hausen 22 6 72 riedberg. 9 2 Bönstadt 64 27 5 15 Butzbach 13 45 7 28[Harheim 16 14 1 Kranz 00 3[Büdesheim 126 47 75 16][GGriedeler Mark 13 45 7 29[Massenheim 2 69 5 1 4 Burg⸗Gräfenrode 5 38 5 17[Kirch⸗Göns 41 45 5 30[Nieder ⸗Eschbach 53 80 5 l. Mts. Jaun 5[Groß⸗Karben 56 67 5 18[Wölfersheim 107 60 5 31[Ober⸗Eschbach et 5 Hausberg, 6 eldenbergen 6675 5 19[Bodenrod 28 75 32[Petterweil 24 65 15 rgens. 7 lein⸗Karben 25 08 1 20[Fauerbach v. d. H. 16 36 11 33 Rodheim v. d. H. 62 60 1 le man bis zup, 8 Nieder-⸗Florstadt 122 51 5 21[Hoch⸗-Weisel 174 82 5 34[Klein⸗Karben 10 40 15 i Herrn Wil, 9[Ober ⸗-⸗Florstadt 61 15 1 22 Langenhain 378 7 35[Trais⸗Münzenberg 5 machen. 10[Stammheim 100 85 5 23 Maibach 1 27 298 1 Mark 25 Der Von 11 Beienheim 5 38 75 24[Münster 166 51 1 36[Wohnbach 26 90 Nidda. e 19 Reichelsheim 39 62 5 25 Nieder⸗Weisel 156 73 5 Summe[1940 97 cteranen-. 1 Rodheim v. d. H. 33 60 95 5 26 Ostheim 3 55 5 1 berg. Bekanntmachung. d. NB, Das nachstehende Ausschreiben Großh. Ministeriums der Finanzen, Abtheilung für Forst⸗ und Cameralverwaltung, bringen wir hier⸗ Bersammum. jurch zur öffentlichen Kenntniß. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ronung: 4 Friedberg den 13. Juli 1893. J. V.: Dr. Göttelmann. 8 der A—. niuges dere“ zu Nr. F. M. D. 25769. Darmstadt am 7. Juli 1893. ing. g tt V. zu Dal este ein dreist es am Sch d auf dem Muß r Salu cellfsh R 40 ö m Fell Wilhelm J e, l 140 150,100 , 17 15 aupfehlt r Posten . Hüte 0 0 0 Betreffend: Den landwirthschaftlichen Nothstand. 8 ä Das Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Forst⸗ und Cameral-Verwaltung, an die Großh. Forstämter, Rentämter und Oberförstereien. Unter Bezugnahme auf den vierten Absatz des Landtagsabschieds 4. Für diejenige aufgearbeitete Waldstreu, die seit dem 12. v. Mts. vom 28. v. Mts. verfügen wir mit Genehmigung Großh. Ministeriums versteigert wurde, ist nur der halbe Tarifpreis nebst 1 Mark der Finanzen das Nachstehende: Erntekosten pro Haufen à 5 ebm zu zahlen. 5. Es wird empfohlen, mit den Waldarbeiten im Herbste d. J. Un) möglichst frühzeitig zu beginnen, um der Bevölkerung Gelegen— 4 Waldstreu wird der 1. Dezember 1894 bestimmt. r 4 2. Die Abgabe von Futterlaub und Rupfgras aus den Domanial— Mit Rücksi 1177 3761 1;; 4 f b 5 8 it Rücksicht auf Ziffer 4 gegenwärtiger Verfügung sind die 1 waldungen soll mit e 1. d. Mis. an für das Protokolle derjenigen Versteigerungen aufgearbeiteter Waldstreu aus laufende Jahr vorerst unentgeltlich geschehen. den Domanialwaldungen, die seit dem 12. v. Mts. einschl. abgehalten 1 1 3. Bei den Handabgaben von Waldstreu ist Privatbürgschaft wurden, alsbald mit Bericht anher vorzulegen. Wir werden dann, in gleicher Weise zuzulassen, wie dies bezüglich der versteigerten wegen eventueller Herabsetzung der betreffenden Schuldigkeiten das Er— Waldprodukte angeordnet if.(ek. Seite 515 des Handbuchs forderliche anordnen. Für die Ausfertigung: für die Forst⸗ und Cameralverwaltung). Dölp. Betreffend: Den Bezug von Futtermitteln ꝛc. durch die staatliche Nothstands-Kommission. Friedberg den 13. Juli 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach§ 7 des von der Nothstandskommission unterm 11. d. Mts. an sämmtliche Ortsvermittlungsstellen erlassenen Ausschreibens lat für die Rückzahlung des Preises der in die einzelnen Gemeinden(auf Bestellung) durch die Nothstandskommission bewirkten Lieferungen ton Sämereien, Futtermitteln, Düngemitteln und Streuersatzmitteln in allen Fällen der Gemeinderath Namens der Gemeinde die Bürgschaft u übernehmen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, dafür besorgt zu sein, daß den an die Ortsvermittlungsstellen einzusendenden Bestellscheinen 6 6 des Ausschreibens) die bezüglichen Erklärungen des Ortsvorstands beigefügt werden und daß für diejenigen Bestellungen, die bereits bpeitergegeben worden sind ohne Bürgschaftserklärung des Gemeinderaths, die letztere nachträglich beigebracht werde. J. V.: Dr. Göttelmann. Bekanntmachung. Letreffend: Die Zulassung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertriebe im Großherzogthum. 5 25 5 b 2 Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat dem Verband der oberbadischen Zuchtgenossenschaften die Erlaubniß ertheilt, die Loose einer anläßlich des am 15. September l. J. zu Radolfzell stattfindenden Centralviehmarktes zu veranstaltenden Verloosung von Jauchtvieh innerhalb des Großherzogthums zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verloosungsplan dürfen 30,000 Loose 2 1 Mark ausgegeben werden und müssen 22,400 Mark zum Ankauf von Gewinnsten verwendet werden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 11. Juli 1893. J. V.: Dr. Göttelmann. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Heinrich Lind, Heinrich Petersohn und Heinrich Jung, sämmtlich von Wölfersheim, wurden als Feldgeschworene für die Gemeinde Wölfersheim eidlich verpflichtet. FF a Konrad Müller IV. von Wölfersheim wurde als Feldschütze für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. 1 1 12 N 5 f 1 1 0 . * 4 b* 4 10 * 0 0 g 1 * Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Okarben, II. Sache. 1 f Mittwoch den 19. Juli d. Is., Vormittags von 10—11 Uhr, in dem Rathhause zu Okarben findet die Entgegennahme de Bekanntmachung. Wünsche bezüglich der Zutheilung der neuen Grundstücke vom Reste der Gemarkung statt. Die Wünsche sind schriftlich einzureichen, müssen Flur und Nummer der zusammenzulegenden Parzellen enthalten und vom Eigen⸗ thümer unterschrieben sein. Ausdrücklich hervorgehoben wird, daß diejenigen Wünsche in erster Linie Berücksichtigung finden können, welche auch ein thatsächliches Zusammenlegen der Grundstücke eines Besitzers bezwecken. Gießen den 13. Juli 1893. Steckbrief. Gegen den Adam Reichert, geboren am 2. August 1875 in Hainchen, ist von Großh. Unterschlagung erlassen worden, um dessen Vollzug und Nachricht vor Zuführung gebeten wird(B. 270,93). Ausschreiben. ist der angebliche Karl Schmidt, geboren am 17. Februar 1847 zu Biedenkopf. Am 4. Juli l. J. wurde dem Johannes Haus von Ilbenstadt zu Assenheim ein blau- und schwarzkarrirtes Hemd gestohlen. Verd Um Fahndung, Durchsuchung, Beschlagnahme und Verhaftung wird gebeten(F. 862/93). Der Vollzugs-Commissär: Dr. Wallau. 2935 Amtsgericht Butzbach Haftbefehl wegen Diebstahls und Verdächtig Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Gottfried Eggert, geboren am 18. Juni 1872 zu Jäglack(B. 321/93); Heinrich Rhein von Barchfeld(F. 832/93). Erledigungen. Hartmannshain, durch Gendarm Steinbach in Friedberg. Friedberg den 13. Juli 1893. Alex Buschick von Oldesloe; Anna Elisabetha Hofmann von Bosserode; Anton Spengler von Markneukirch und Heinrich Hainbuch von Der Soße 2 Amtsanwalt: Lebrecht. Deutsches Reich. Berlin. Der„Reichsanzeiger“ meldet: Der Kaiser ernannte den Regierungspräsidenten Rothe zum Direktor im Reichsamt des Innern. — 13. Juli. Im Reichstag wird heute der Nachtragsetat sowie das Anleihegesetz auf den Antrag v. Kardoff's debattelos der Budget— kommission überwiesen. Der Nachtragsetat enthält die Kosten für die durch die Kom— misions⸗ Militärvorlage hinlänglich bekannten neuen Formationen, Vermehrungen der Stäbe, Unter— offiziers⸗, Offiziersstellen ie. Im Extraordi— narium sind Erweiterungen und Neubauten von Magazin-Anlagen, unter andern auch in Köln, Trier, Kassel, Darmstadt, Mainz, Rastatt, in Aussicht genommen, ferner ein neues Kadettenhaus in Naumburg a. d. Saale, eine neue Unteroffizierschule in Bartenstein, Pionier— übungsplätze in Straßburg und Metz. Die Konservativen werden in dritter Lesung, wenn 8 icks er Militärvorlage 5 nden 5 ebe 25 den, 7 g davon das Schicksal der Militärvorlage ab zur Durchführung der in letzterer Hinsicht getroffenen in den allerletzten Tagen ist mit der Leichenbestattung hängt, für den Antrag Carolath stimmen. — 12. Juli. Gestern fand hier zur Er— innerung an die Hinrichtung Ravachols eine anarchistische Volks-Versammlung von etwa 1000 Personen statt. Mehrere Redner feierten Ravachol als das Opfer eines Justizmordes. Als die Wabnitz über die Armee sprach, wurde die Versammlung aufgelöst. Man ging unter großem Tumult, Hochrufen auf Ravachol und die Anarchie auseinander. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest. Der Wiener Korrespondent des„Pesti Naplo“ interviewte den Nuntius Agliardi über die Haltung der Kurie Ungarns gegenüber. Der Nuntius sprach in schärfster Weise; jedes Ent— gegenkommen Roms in Sachen der Civilehe sei schlechthin undenkbar; Kardinal Vaszary habe nach dieser Richtung in Rom gemessene Weisungen empfangen. Der Klerus werde den Kampf nunmehr noch energischer aufnehmen. Schweiz. Bern, 12. Juli. Die bernische Regierung beschloß mehrere Deutsche auszu— weisen. Das Dekret wird dem Bundesrath überwiesen, damit die Ausweisung auf das ganze Schweizer Territorium ausgedehnt werde. Frankreich. Paris, 12. Juli. Die Kammer nahm das Budget im Ganzen mit 396 gegen 28 Stimmen an. 12. Juli. Der Nationalkongreß der 35 Arbeitsbörsen wurde heute hier eröffnet. Sämmtliche Arbeitsbörsen sind vertreten. 12. Juli. Dupuy erklärte gegenüber Faure, der Justizminister sei bereit, den während der letzten Unruhen verurtheilten Studenten und Arbeitern Begnadigung zu bewilligen. Lepine trat heute sein Amt als Polizeipräfekt an Stelle Loze's an. Großbritannien. Derby, 13. Juli 25,000 Bergarbeiter erhielten die Benachrichti— gung von einer fünfundzwanzigprozentigen Lohn— herabsetzung. Amerika. New⸗Nork, 12. Juli. D „N.⸗Y. Herald“ meldet aus Managna: D Bürgerkrieg in Nicaragua ist wieder ausge— und Plenarverhandlungen über die brochen. Die Einwohner der Stadt Leon haben sich gegen die neue Regierung erhoben und halten den Präsidenten Machado gefangen. Es sind Regierungstruppen nach Leon beordert. g Afrika. Sansibar. Die„Times“ meldet: Der Sultan kündigte durch Proklamation an, daß die Verwaltung der Häfen des Gebietes von Elbenadir provisorisch auf drei Jahre Italien überlassen sei. Aus Stadt und Land. Friedberg. Wir machen auf die Anzeige der General-Versammlung der Oberhess. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde im Inseratentheil dieser Nummer aufmerksam. Hoffentlich wird die Betheiligung aus unserer Stadt recht zahlreich. Die Vorträge, theils von Gießener, theils von Friedberger Herren, sind verschie— denen Gebieten der Naturwissenschaft entnommen. 6. Friedberg. Wiederholt wahrgenommene Un— regelmäßigkeiten und Betrügereien im Verkehr mit Rück⸗ fahrkarten haben die Nothwendigkeit ergeben, die Be⸗ handlung der Rückfahrkarten in verschärfter Weise über— wachen zu lassen. Es dürfte im eigenen Interesse des reisenden Publikums liegen, die Eisenbahn-Verwaltung Maßregeln nach Möglichkeit zu unterstützen und nament— lich darauf zu achten, daß die den Fahrbeamten zur Prüfung übergebenen Rückfahrkarten, welche bekannt⸗ lich nicht übertragbar sind und daher nur von ein und derselben Person zur Hin- und Rückfahrt benutzt werden dürfen, sogleich beim ersten Vorzeigen durchlocht werden und undurchlocht den Reisenden nicht abgenommen wer— den dürfen. Namentlich ist diese alsbaldige, im Beisein des Reisenden bei Antritt der Fahrt vom Schaffner vorzunehmende Durchlochung in dem Falle erforderlich, wenn die Fahrkarte bei der Rückfahrt, als auf die nächste Station lautend, dem Reisenden nicht zurück— gegeben wird, sondern in den Händen des Fahrbeamten verbleibt. Goddelau, 13. Juli. Gestern Abend gegen 7 Uhr entlud fich über unsere Gemarkung ein heftiges Ge— witter, wobei die Tochter des Landwirths J. Schaffner l., als sie gerade das Thor öffnete, vom Blitz getroffen wurde. Scheuer und Stallungen standen alsbald in Flammen. Das Mädchen ist noch bewußtlos und mit Brandwunden bedeckt. ö Worms, 12. Juli. In eine gefährliche Lage gerieth laut„Worms. Ztg.“ heute früh ganz plötzlich das Damen-Bad im Rheine. Der kleine Schrauben⸗ dampfer„v. Caprivi“, welcher 2 Schiffe in den Hafen geschleppt hatte, drohte das ganze Damenbad, mit dem er kollidirte, zusammenzureißen. Großer Schrecken be— mächtigte sich der gerade Badenden, die im Badekostüm ans Land flüchteten. Der festgefahrene Dampfer wurde nach einiger Zeit wieder flott gemacht. Allerlei. Bruchsal, 11. Juli. In einer wahren Schreckens nacht schlug der Blitz während eines furchtbaren Ge witters in das Magazin der Reichsmilitärverwaltung. Das aus Holz erbaute, mit neuem Heu gefüllte Magazin brannte nieder; ein daneben befindliches steinernes Magazin konnte gerettet werden. Berlin, 11. Juli. Eine Familietragödie ist durch die Dazwischenkunft eines Wächters verhütet worden. Eine Mutter hat ihre 5 Kinder um das Leben zu bringen versucht. Posen, 12. Juli. bei dem 2. L aufgetreten. In der hiesigen Garnison sind Leibhusaren-Regiment Massenerkrankungen 75 Husaren sind plötzlich erkrankt, von denen 24 ins Posener Militär-Lazareth eingeliefert wurden. Die Krankheitsursache konnte noch nicht fest⸗ gestellt werden. Ratibor, 13. Juli. Der wegen Ermordung seiner Frau und seines Sohnes zum Tode verurtheilte ehe malige Gutsbesitzer Wanjek wurde heute Morgen durch den Scharfrichter Reindel enthauptet. Landeck, 11. Juli. Der beliebte Unterinnthaler [Sommerfrischeort Brixlegg, das benachbarte Mehren mit einem vielbesuchten Badhause und die weiter thal einwärts am Alpbach gelegenen Ansiedel wurden letzte Nacht von einer unheilvollen Wasser-Katastrophe heimgesucht. Ein schweres Gewitter, welches vom Ober innthal herkommend das Unterland durchzog, entlud sich Abends gegen 8 Uhr im Alpbachthal mit einem Wolken⸗ bruch. Die zu Thal stürzenden wilden Bergwasser schwellten den Bach, Gerölle, Felsblöcke, Waldbäume, Sägehölzer wurden mitgerissen, und mit immer mehr wachsender Gewalt wälzte sich die ganze schlammige Wassermasse, donnernd und krachend, daß man es weit— hin vernahm, thalauswärts, ihren Weg durch Verheer— ungen bezeichnend. Marseille, 13. Juli. Die hier auf der Durch⸗ reise sich befindliche Prinzessin W. wurde heute Nacht von 4 Kindern, 3 Knaben und einem Mädchen ent— bunden. Sowohl die Mutter wie die Neugeborenen sind wohl. Moskau, 12. Juli. Der„Standard“ meldet von hier von heute: Seit dem letzten Juni ist die Cholera hier wieder aufgetreten; man zählt bereits 32 Krank⸗ heits⸗- und 11 Todesfälle. Der erste Ausbruch fand statt in einem Gefängniß der nach Sibirien Verbannten. Kairo. Aus Mekka kommen grausige Berichte über die dortigen Verhältnisse. Die Todesfälle an Cholera waren zweimal so hoch, wie offiziel angegeben war. Im Mana-Thal wurde es unmöglich, alle Todten zu begraben, der Weg von Mana nach Mekka war ganz mit Leichen besät. In Mekka blieben die Opfer der Epidemie da liegen, wo sie starben, und erst 8 worden. An die landwirthschaftlichen Genossen⸗ schaften und Ortsausschüsse! Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung Groß herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. v. Mts. Regierungsblatt Nr. 20, sowie das Ausschreiben desselben Ministeriums an die Großher— zoglichen Kreisämter vom gleichen Tage, die Leistung von Beihilfen seitens des Staates zur Linderung des landwirthschaftlichen Nothstandes betreffend, werden von der unterzeichneten Nothstandscommission die nachstehen den Ausführungsanordnungen getroffen. Beschaffung von Bedarfsgegenständen für den landwirthschaflichen Betrieb. § 1. Die zunächst in Aussicht zu nehmende Bei hilfe des Staates soll in einem gemeinschaftlichen An⸗ kaufe von Sämereien für die Stoppelsaat, Futtermitteln, Düngemitteln und Streuersatzmitteln bestehen. Anzukaufende Gegenstände. § 2. Zum Ankaufe sind die nachfolgenden Bedarfs gegenstände vorgesehen. 1. Sämereien für die Stoppel⸗ saat. 4. Für Herbstfutter: 1. Weißrüben, 2. Weißer Senf, 3. Wicken, 4. Erbsen, 5. Buchweizen, 6. Lupinen, 7. Spörgel. B. Für Frühjahrsfutter: 8. Winterwicken, Sandwicken und zottige, 9. Sandluzerne, 10.— liche Luzere, 11. Johannisroggen, 12. Incarnattlee. 11. Futtermittel. 1. Futtermais, 2. Palmkernmehl, 3. Erdnußkuchenmehl, 4. Baumwollsaatmehl. NB. Die Beschaffung von Heu ist vorbehalten, kann aber der augenblicklichen Schwierigkeit und Unzuverlässigkeit des Geschäftes wegen vorerst noch nicht stattfinden. Neues Heu ist erst noch erfolgter Fermentation zum Versandt geeignet. 111. Düngemittel. 1. Chilisalpeter, abge⸗ siebt und in Centnersäcken abgesackt. 2. Superphosphat mit 16 bis 20% wagner-löslicher Phosphorsäure. 3. Kainit. IV. Torfstreu. Betheiligung. zuge sind ohne Ausnahme alle Landwirthe des Groß herzogthums maßgeblich der untenfolgenden Bestimm⸗ ungen zugelassen. Sammlung der Bestellungen. § 4. Die Bestellungen haben bei der örtlichen Ver⸗ mittlungsstelle zu erfolgen. Als solche fungiren:„ In Gemeinden, in denen landwirthschaftliche Genossenschaf⸗ ten bestehen, der Vorstand derselben und zwar für alle Landwirthschaft treibenden Gemeindeangehörigen; wo Genossenschaften verschiedener Art vorhanden sind, über⸗ nimmt der landwirthschaftliche Consumverein die Ge⸗ schäfte; in Ermangelung eines solchen tritt die Spar- und Darlehenskasse an dessen Stelle. Die mit dem Geschäfte betraute landwirthschaftliche Genossenschaft wird auf ortsübliche Weise bekannt gegeben. b. In allen anderen Gemeinden der vom Gemeinderath be⸗ stellte Ortsausschuß.§ 5. Die Ortsvermittlungsstelle, § 3. Zur Theilnahme an dem gemeinschaftlichen Be Aken. 2 f später 1 Verla Folgen. Zesch. 5. ne, gut Witeln un Hehaltsge * 20 waffenh Aenosser 10 zusen 2 rtl 814 n die J Abg Lunge Cent 115. 8 Debsalle aß len. Nerd g rdächtz e 5 Heini Rhe 1 lich dainbuc 1 anwalt: an es wel 9 durth Verheer, „Formular Nr. meinde bereit, welche sich an dem gemeinsamen Bezuge 1 betheiligen wollen. ssenschaft, Ortsausschuß, hält gedruckte Bestellzettel, I., für diejenigen Landwirthe der Ge⸗ Zur Erreichung von Bestellungen sofort durch ortsübliche Bekanntmachung aufzu⸗ ordern. Einsendung der Bestellscheine. § 6. Auf Grund der eingelaufenen Einzelbe⸗ sellungen fertigt die Ortsvermittlungsstelle für die in er Gemeinde erforderliche Gesammtmenge sofort Be— ellscheine, Formular 2, aus, welche in Gemäßheit der Ministerialbekanntmachung an die Namens der Noth— tandscommission mit der Ausführung beauftragte e der hessischen landwirthschaftlichen onsumvereine e. G. m. b. H. in Darmstadt, Casernen⸗ kraße 50, einzusenden sind. Bürgschaftsleistung der Gemeinden. 8 7. Für die in die einzelnen Gemeinden auf Be— e bewirkten Lieferungen hat der Gemeinderath lamens der Gemeinde die Bürgschaft zu übernehmen. Bescheinigung über die Nichtbetheiligung von Händlern. 88. Auf dem Bestellscheine hat die bestellende Orts⸗ gelle zu bescheinigen, daß an der Bestellung nur Land— bpirthe und keine Händler betheiligt sind. Beschleunigte Lieferungen. § 9. Die Bestellungen werden so rasch wie möglich usgeführt. Im Falle sehr dringenden Bedürfnisses önnen Theillieferungen beschleunigt werden, da Ankäufe ereits bewerkstelligt sind. Bedarfszeit. § 10. Zunächst sollen sich die Bestellungen auf 1 1 starben, und en Leichenbestatuun n Genosen⸗ schüsse! ntmachung Groß; und der Ju 20, sowie de an die Groß ige, die Lei ir Linderung fend, werden on die nachsteh⸗ en. enständen fn Vetrieb. u nehmende 9“ anschuftihnn“ at, Futtermitt nsprüche auf Entschädigung wegen Mindergehalt und ie Bedarfszeit von jetzt bis Anfangs Oktober er— 1 05 Die Einforderung weiterer Bestellungen für ie späteren Quartale ist vorbehalten. Doch können uf Verlangen Vormerkungen für diese Zeit jetzt schon tefolgen. Beschaffenheit der Bedarfsgegenstände. 8 11. Zum Ankauf und zur Lieferung gelangt nur seine, gute und gesunde Waare. Bei künstlichen Dünge— nitteln und bei den Kraftfuttermitteln werden bestimmte sehaltsgarantien, welche den Bestellscheinen vorgedruckt jnd, ausbedungen. Bei Sämereien wird eine bestimmte susreichende Keimfähigkeit verabredet. Probeerhebung und Untersuchung. § 12. Die Ortsvermittelungsstelle, Genossenschaft, rtausschuß, ist verpflichtet, von jeder Waarensendung, hit Ausnahme von Futtermais und Torfstreu, nach Lorschrift Proben zu erheben und sofort an die land— wirthschaftliche Lersuchsslation in Darmstadt mit An⸗ bag, Formular 3, einzusenden. Im Gegenfalle können hangelnder Keimfähigkeit ꝛc. nicht erhoben werden. bine Belehrung über die Probeehebung geht den Orts— ellen sofort zu. Die landwirthschaftliche Versuchs⸗ ation gibt der Ortsstelle sowohl wie der Centralan⸗ kufsstelle von dem Ergebniß der Untersuchung einer den Probe Nachricht. Beanstandung der Sendungen. § 13. Beanstandungen, welche sich auf die Be— shaffenheit der Waare beziehen, sind sofort der Central— genossenschaft telegraphisch zu melden. Muster der ein⸗ betroffenen Waare sind in diesem Falle alsbald dahin einzusenden. Bertheilung der gelieferten Gegenstände. § 14. Die Vertheilung der gelieferten Gegenstände an die Besteller ist Sache der Ortsvermittelungsstelle. die Abgabe hat gegen Empfangsbescheinigung, Form. estehen. 5 tände. N olgenden Bedarf für die S rüben, 2. Weiß deizen, 6. Sunn: 8. Winterwich rue, 10. Gen 12. Incarnatl Palnkernnehl, mehl. B. 5 kann aber 3 wuverlasigken 1 attfinden. 0 e file e 2. Superp b hosphorsäute flucht s G1 ———ͤ— un gen der bit 5 dir demnächstige effektive Preis von dem in Lieferung zu geschehen. Die Empfangsbescheinigungen sind an e Centraleinkaufsstelle einzusenden. Preisberechnung. S8 15. Vorherige feste Preisangaben hinsichtlich der enzelnen Gegenstände sind zur Zeit nicht möglich, da 1 vergebenden Gesammtquantum, sowie den Geschäfts⸗ fnjunkturen abhängt, und außerdem innerhalb eines wissen Zeitraums den Empfängern ein möglichst ein⸗ 15 Preis berechnet werden soll.§ 16. Die reisberechnung erfolgt zu den Selbstkosten. Transportkosten. § 17. Die Bedarfsgegenstände werden franko der jichsten Eisenbahnstation geliefert. Der Transport von her nächsten Bahnstation in den Verbrauchsort ist Sache H er Ortsvermittlungsstelle und fallen die Kosten hier⸗ . den Empfängern direkt, eventuell der Gemeinde zur Hust. Fakturaertheilung. § 18. Sobald die Preisberechnung, betreffenden alles nach Bekanntgabe des Untersuchungsresultats, folgen kann, wird seitens der Centraleinkaufsstelle den Jetsstellen Faktura ertheilt. Die Ortsstellen haben die kirnzelempfänger zu benachrichtigen. Etwaige Einwen⸗ guigen gegen die Fakturabeträge sind sofort bei der Uutraleinkaufsstelle zu erheben. Zahlungsleistung. 8 19. Die Zahlung des von der Staatskasse für A gelieferten Gegenstände vorgelegten Betrags ist auf forderung spätestens 2 Monate nach im Auftrage len Nothstandscommission durch die Centralgenossen⸗ shift ertheilter Faktura an die betr. Gr. Distriktsein⸗ dezmerei zu leisten. ö 8 Stundungen. § 20. Landwirthe, welche in Gemäßheit der ge— lffenen Bestimmungen eine Stundung, bis 1. Dezbr. 804 ohne Zinszahlung, von da ab gegen Verzinsung, ler berechneten Beträge in Anspruch nehmen wollen, kiben bei Ausfertigung des Scheines über den Em⸗ 9 pfang der bestellten Gegenstände den diesbezüglichen Antrag, Formular 5, zu stellen.§ 21. Die Ortsver⸗ mittlungsstellen haben diese Anträge mit einer Begut⸗ achtung über das Bedürfniß der Stundung und die Maß en der Antragsteller, die Art und das Ma stands⸗Commission in Darmstadt, Paradeplatz 4, ein⸗ zusenden. Buchführung. §. 22. Um eine geregelte Geschäftsführung zu er⸗ möglichen, wird den Ortsvermittlungsstellen, Genossen⸗ schaften, Ortsausschüssen, das Material zu einer ein⸗ fachen Buchführung unentgeltlich zugesendet. Unkosten. § 23. Die mit der Verwaltung der Nothstandsan⸗ gelegenheiten verbundenen Unkosten trägt die Staats- kasse; ebenso fallen derselben die Kosten der Probe— untersuchungen auf der landwirthschaftlichen Versuchs⸗ station zur Last.§S 24. Den Ortsvermittlungsstellen werden die baaren Auslagen für die nothwendigen Hilfskräfte, für Botenlohn, Porto, Schreibmaterial ꝛc. ersetzt. Formulare. § 25. Die in vorstehenden Bestimmungen vorge— sehenen Formulare gehen den Ortsvermittlungsstellen alsbald in besonderer Sendung zu. Schlußbestimmungen. § 26. Die Mittheilungen und Sendungen der Noth— stands⸗Commission an die Ortsvermittlungsstellen er⸗ folgen, soweit Genossenschaften in Frage kommen, an diese, in den übrigen Orten an die betr. Buͤrgermeistereien. Die Großh. Bürgermeister werden, sofern sie nicht selbst Vorsitzende der Ortsausschüsse sind, die Zusendungen sofort an den betr. Ortsausschuß abgeben.§ 27. Die Genossenschaften bezw. Großh. Bürgermeistereien wer⸗ den hierdurch veranlaßt, den Inhalt dieses Schreibens sofort in geeigneter Weise zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Die Nothstands⸗Commission Jaup, Vorsitzender. Das Haus der Zukunft bildet einen der hervorragendsten Gegenstände der Chicagoer Ausstellung. Die Aussteller des— selben haben sich bemüht, den Besuchern ein Bild der Bequemlichkeiten und Vortheile vor— zuführen, welche die ausgedehnte Verwendung der Elektrizität hoffentlich schon dem heran— wachsenden Geschlechte gewähren wird. Selbst— verständlich ist das Haus der Zukunft vom Keller bis zum Boden elektrisch beleuchtet, je— doch mit wesentlichen Verbesserungen der jetzigen Beleuchtungsweise gegenüber. Es versteht sich von selbst, daß die Bewohner durch das Auf— machen der Hausthür oder einer Zimmerthür den Flur oder das betreffende Zimmer selbst— thätig beleuchten; neu sind aber folgende Ein— richtungen: Oeffnest du einen Schrank, so ent— zündest du damit zugleich ein Lämpchen, welches das Innere beleuchtet und wieder erlischt, wenn die Thür geschlossen wird. Ferner braucht der Hausherr nur auf einen an seinem Bette an— geordneten Umschalter zu drücken, um sämmt⸗ liche Lampen des Hauses zum Glühen zu bringen. Etwaige Einbrecher halten dieser plötzlichen Lichtfülle gegenüber schwerlich Stand. Selbstverständlich vermittelt ein elektrischer Auf— zug den Verkehr zwischen den Geschossen und treibt der Strom die im Hausstande benöthigten Kraftwerke, wie Nähmaschine, Waschmaschine, Wringmaschine. Auch bethätigt er sich an Fächern, welche Kühlung verbreiten, und er— zeugt täglich zwei Zentner Eis für den Haus— bedarf. Am schönsten ist jedoch die elektrische Heizung, besonders diejenige der Küche. Der Kochherd ist durch eine Marmorplatte ersetzt. Die Köchin hat weiter nichts zu thun, als die Töpfe mit den Gerichten auf die Platte zu setzen und diese mit der Leitung zu verbinden. Das Weitere besorgt der Strom, der auch die Bügeleisen, das Wasch⸗ und das Badewasser heizt. Wie theuer der Spaß zu stehen kommt, wird leider nicht gesagt. Gegen die Blattläuse. Von den vielen Mitteln, welche gegen die genannten Parasiten angewendet werden, nenne ich diesmal die Preßhefe. Dieselbe wird in Wasser aufgelöst, und alsdann werden die von Blatt— läusen heimgesuchten Pflanzen damit bespritzt. Brennnesseln als Heilmittel. Die Brennnesseln sind nach Mittheilung der S „Kneippblätter“ ein ausgezeichnetes Haarer— der zu gewährenden Erleichterung an die Noth⸗ und haben auf allen deutschen Locomobil-Concurre haltungsmittel. Sie erzeugen sogar da, wo die Haarzwiebeln noch nicht erstorben sind, neuen Haarwuchs. Zur Herstellung dieses Haarmittels verwendet man die Wurzeln. Man nimmt etwa 200 Gramm fein geschnittene Wurzeln, bringt sie mit einem Liter Wasser und einem halben Liter Essig aufs Feuer und läßt sie eine halbe Stunde lang sieden. Mit der abgeschütteten Flüssigkeit wird des Abends vor dem Schlafengehen der Kopf täglich ein— gerieben. Um das Sprödewerden der noch vorhandenen Haare zu verhüten, wird der Kopf wöchentlich einmal mit feinem Salatöl abgerieben. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗Pork, N. P. Ernst Glöckner, 50 Jahre alt, aus Lich; Adolph Bühner, 37 Jahre alt, aus Hungen. Baltimore, Md. Carl Fischer, 59 Jahre alt, aus Lich. Cincinnati, O. Valentin Nau, 72 Jahre alt, aus Homberg. Detroit, Mich. Nikolaus Herber, 67 Jahre alt, aus Klesberg, Kreis Schlüchtern. Friedberger Markt Mittwoch den 19. Juli. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim u. Butzbach unverändert. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 7. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9½¼ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Schuster. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 8 Uhr: Herr Candidat Seriba. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Katechismuslehre. Am 8. Sonntag nach Trin. Abendmahl in der Stadtkirche. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Bedeutende Vetriebsersparnisse werden in jeder maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschaft durch Auf⸗ stellung einer Wolf'schen Locomobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen⸗ fabrik von R. Wolf in Magdeburg ⸗Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brennmaterialverbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs 1733 den Sieg davongetragen. 2133 Tinte. 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Es werden Vorträge aus verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaft gehalten, zu denen die Mitglieder und alle Freunde der Natur wissenschaft hierdurch freundlichst ein— geladen werden. Nachher findet im Hotel Trapp ein gemeinsames einfaches Abendessen statt. 2915 Radfahrer⸗Verein. Wir fühlen uns gedrungen, auch auf diesem Wege Allen, die uns gelegentlich unseres Festes in so bereitwilliger Weise unterstützt haben, herzlich zu danken. Besonders sind wir verbunden, den Damen der eisernen Brigade, den Damen Friedbergs, dem Herrn Grafen Oriola, der eisernen Brigade und den Gastwirthen Friedbergs, welche uns durch Zuweisung von werthvollen Preisen die Ausführung unseres Festes so wesentlich erleichtert haben und hoffen wir auch in Zukunft auf die Sympathie der Bürgerschaft rechnen zu können. A. Der Vorstand. Wurthschafts⸗Erüöffnung „Zum Storchen“ Große Köhlerstraße. Unterz. macht hiermit Freunden u. Bekannten, sowie einer geehrten Nachbarschaft die ergebene l Mittheilung, daß er heute, Samstag den 15. Juli, —. die in seinem Hause neu hergerichtete Wirthschaft „Zum Storchen“ eröffnen wird. 2906 Ausschank ff. Lagerbiers aus der Brauerei G. Steinhäußer II., sowie des berühmten Storchenbräu(Export.) vorm. Chr. Sick in Speyer (Bayern), wozu höflichst einladet Simon Ruppel. llotel du Nord Bad-Naubeim. Nestauration. Feinste Weine. Münchener Bürgerbräu. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Neuer praktischer Universal⸗Briefsteller für das geschäftliche und gesellige Leben. Ein Formular- und Muster-Buch zur Abfassung aller Gattungen von Briefen, Contracten, BVer⸗ trägen, Testamenten, Bollmachten, Quittungen, Wechseln, An⸗ weisungen und andern Geschäfts⸗Aufsätzen. Mit genauen Regeln über Briefstyl überhaupt und jede einzelne Briefgattung insbesondere, einer Anweisung zur Orthographie und Interpunktion und einer moͤglichst vollständigen Zusammenstellung aller üblichen Titulaturen. Uebst einer Auswahl von Stammbuchsaufsätzen und einem *— 22 Fremduörterbuch. Bearbeitet von 5 Dr. L. Kiesewetter. 30. verbesserte und vermehrte Auflage. Jeden Dienstag ist Gelegenheit: Bestellungen, Päckchen, Aufträge u. s. w. nach Butzbach und Umgebung durch den Privatboten Adam Schön von Butzbach besorgen zu lassen. Anmeldungen können in der Buchhandlung von Carl Bindernagel in Friedberg ge— macht werden. 215 2918 2226 Preis M. 1.60. Ludwig Schweitzer Wohnung bei Herrn M. Appel, Metzger Judengasse. 2916 Im Rohrsitzflechten empfiehlt sich in allen Reparaturen von Herrenkleidern und im Reinigen derselben, sowie im Anfertigen von neuen Kleidern. Strohhüte wegen vorgerückter Saison extra billig. 2768 Heinr. Diehl. Himbeer⸗Marmelade, hochfeine Qualität, per Pfund 36 Pf. bei 2924 J. A. Windecker. 2 Frisch geschleuderten Bienenhonig empfiehlt Wilh. Bernbeck. 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Neuwahlen.(Vicepräsident und ein Vorstandsmitglied). er Statutenentwurf geht den Mit⸗ gliedern zu. 9 e 2 Der Präsident: 777 Landwirthschaftliches N* Kasino. Ausflug auf das Ossenheimer Wäldchen Sonntag den 23. Juli. Musik von Nach, mittags 3 Uhr an. 2931 Der Vorstand. Landwirths cha ftliches Kasino. Generalversammlung Sonntag den 30. Jul, Nachmittags 3 Uhr, im Hötel Trapp zu Militar-& Veteranen-Verein Friedberg. Samstag den 15. d. Mts., Abends Sie Uhr, General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Feier des Gedenktages der Schlacht von Gravelotte. 2. Statutenberathung. — Der Vorstand. Radfahrer⸗Verein. Generalversammlung bei Gg. Ulrich. 2917 Der Vorstand. Tannusclub Tdletterau. Sonntag den 16. Juli Tour nat Münzenberg, Kloster Arnsburg, Lich, Schiffenberg, Gießen. Marschlänge 33 Kilo, meter. Abmarsch vom dicken Thurm, präcis 5 Uhr Morgens. 2875 Schwal heimer Brunnen. Sonntag den 16. d. Mts. findet bei mir gutbesetzte 7g N Tanzmusik statt, ausgeführt von der Kapelle Schell⸗ haas, wozu ich freundlichst einlade. Tanzmusik statt, wozu ich freundlichst einlade. 20 Ilbenstadt. Thomas Klein. Hosenträger, Cravatten billigst bei 2907 Fritz Schmidt. verbesserte Bauart, empfiehlt 2911 Neue holl. Vollhüringe J. A. Windecker. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernage Nr. 28 und eine Beilage) 2925 empfiehlt Friedberg. Tagesordnung: Verwaltungsbericht pr 1892/93. Rechnungs-Ablage pro 1892.93. Voranschlag pro 1893 bis 94. Neuwahl d. Vorstandes. Freie Besprechungen. 2932 Der Vorstand. 2904 C. Sahm 5— Sonntag den 16. d. Mts. findet auf meinem Felsenkeller 1 Futter⸗Schueidmaschinen, Jean Huber- Bei — 1 en“! emann euminoh 4 Buse aol nate. al K. ogne el dem 0 10 alen ubs, e 15 Essi 1(von! nselim. Etw Pienauff Auf Bei Et silbe Apfiehl 834 Wlzsait 1 Eisen Astochen 1 af 5 1902 ist eral⸗ 9 .. 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Die zur 1 von 2 Wohnhäusern für die vereinigten Armenfonds zu Fried— berg erforderlichen Arbeiten und Liefe— rungen sollen auf dem Submissionswege vertteben werden Die Arbeiten sind veranschlagt zu: Maurerarbeit 3558,56 M. Steinmetzarbeit 363. 1„ Zimmerarbeit 1064.72 1 Dachdeckerarbeit 4122 Schreinerarbeit 766,60„ Schlosserarbeit 245,60„ Glaserarbeit 438,60„ Spenglerarbeit 188 Weißbinderarbeit 924,90„ Tapetenlieferung 33.—„ Tapesieranbeit 32 20„ Lieferung v. T. Trügenn 1c. 400.„ Kostenvoranschlag u. Bedingungen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen, 5 auch schriftliche Angebote bis zum Mts., Vormittags 11 Uhr, einge gt werden können. Großh. Bürgermeisterei Friedberg. 2914 Steinhäußer. Submission. Die Lieferung von 7 Straßenlaternen für die Gemeinde Schwalheim veranschlagt zu 199.50 M., soll auf dem Submissions— wege vergeben weroen. Kostenüberschlag liegt auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, wo⸗ selbst auch die Angebote nebst Muster— zeichnungen bis zum 18. l. M., Vormit⸗ tags 12 Uhr, eingereicht werden können. Friedberg den 12. Juli 1893. 2920 Zörb!. Gefunden. Am 2. Juli d. J., Nachmittags, ist auf J der Straßenstrecke Ober-Eschbach—Gonzen⸗ heim eine Cylinder-Taschenuhr gefunden worden. Der Eigenthümer kann dieselbe unter Angabe der Nr. und Erstattung der Inseratgebühren bei der unterzeichneten Bürgermeisterei in Empfang nehmen. Holzhausen den 11. Juni 1893. Großh. Bürgermeisterei Holzhausen. 2905 Kunz. Feinste, alte, garantirt reine Süd. Weine: Sud⸗ eine: Portwein, Malaga, Madeira, Sherry, Marsala, Lacrimae Christi 1 Fl. M. 2.50 u. 3.— ½ M. 1.30 u. 1.60 empf. 200% sEngelapotheke, H. Mergard. Jucaruatklee, Weiße⸗Rübsamen, Engl. Futterrübsamen empfiehlt Jacob Herrmann. S2 Nmenh dl ma 288 * 5 Samenh 85 Neue Grünkerne 2848 bei Wilhelm Fertsch. Tapeten⸗Ausverkan zu herabgesetzten Preisen bei 2284 Georg Gross. Sonnen Schirme, Blousen, Corsetten zu bekannt billigen Preisen empfiehlt G. F. Aletter. 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