Keseder N a be ut 180 ter . 8 1 . dult z m . und die gz ache und 90 0 bt. zur Mia legerllic de 0 3 6 anstag Wem. er Feuern Hieroni f Toni diane b Aten 18. August z, . 500 1 gen— Wilhelnete m“ Uhr 58 Mh Jubiltd ö ulschulc. ag den 10. d. A. „ Rathhaussallk Sitzung erlaube nzuladen rmeist. Ur. Well Realschuldirektn g den 13. Jul; 1393. Ober N NF 2 1 5 Samstag den 12. August. MN 94. hessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. kunoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., 1 wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben, 5 f., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. — Amtlicher Theil. Bekanntmachung. irektion Darmstadt bringen wir andurch zur allgemeinen Kenntniß. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Dorheim, Melbach, Södel, Wölfersheim, Berstadt, Hungen und Villingen auf die Telegraphenanstalt Bellersheim ausgedehnt worden. Die Einwohner jeder der beiden Ortsgruppen können fortan zu Nachstehende Mittheilung der Kaiserlichen Ober⸗Postd Friedberg den 8. August 1893. Das Großherzogliche Kreisamt benachrichtige ich ergebenst, daß bi den Telegraphen⸗Anstalten in Dorn⸗Assenheim, Reichelsheim (Betterau) und Bellersheim Unfallmeldestellen eingeri ind. b 0 Areteim mafallerepesteltem eäfgeftedter worden sind. jeder Tages⸗ und Nachtzeit sich gegenseitig durch Vermittelung der zer bereits zwischen den Telegraphenanstalten Echzell, Gettenau und ö 1 rale;; 4 b b i Nen, Tele anstalt te in Nothfäll U 1 Lüngenheim bestehende Unfallmeldedienst ist auf die in derselben Tele⸗ bee Na 1 d been 55 Juli 11 dur Haülfekeskung Jerbzikaen gaphenleitung eingeschalteten Anstalten Reichelsheim, Dorn⸗Assenheim Der Kaiserliche Ober-Postdirektor: Clavel. bei Kaichen uf chst einladet I. Faulstid sach⸗Est dhäuser ku, Uutwein ar. Wann chen empfehle; einsprit 98, Frucht⸗ Brin 6 45% 0 a⸗Weinessh weinessi i ei e Baumwoll r Hälelgarne“ toll, vorm. J.“ Ace N fiehlt 105 b. Lan. Kü, ipüdun, 700 0 E feige „ e lc 2 * Friedberg(Hessen), ferner der gleiche Dienst zwischen Friedberg, 8 Aumstadt; der Schullehrer Kraft zu Fürfeld. 6 Ausschreiben. Ein 60 Jahre alter Taglöhner, der noch zu leichteren landwirthschaftlichen Arbeiten fähig ist, soll auf Kosten des Kreises in if geben werden. Reflektanten wollen sich binnen 8 Tagen bei unterzeichneter Behörde, unter schriftlicher Angabe ihrer Forderungen me Friedberg den 9. August 1893. 8 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 8 8 Dr. Braden. Bekanntmachung. ege den. Wtreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Harheim. In der Zeit vom 12. bis 26. August d. J.(incl.) liegen die lebeiten des III. Abschnittes vom II. Felde rubr. Gemarkung nämlich; Band Gütergeschosse, nebst der Zusammenstellung der Geschosse, ö Zutheilungskarten, I Band Besitzstandsverzeichniß, Verzeichniß über den Geldausgleich, Verzeichniß über die Abschätzung und den Stand der Obstbäume im alten und neuen Besitz uf dem Sitzungszimmer der Vollzugs⸗Commission, Untermühle zu Harheim, zur Einsicht der Betheiligten offen. Tagfahrt zur Entgegen⸗ nahme von Einwendungen gegen diese Arbeiten findet statt: f Montag den 28. August l. J., Bormittags von 11—12 Uhr, in dem oben genannten Lokale, wozu ich die Betheiligten und dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen aus⸗ geschlossen sind. Friedberg den 10. August 1893. Der Vollzugs⸗Commissär: Dr. Göttelmann. 1 3269 Bekanntmachung. Wir sind veranlaßt bekannt zu machen, daß dermalen Niemand beauftragt ist, für das Großherzogliche Museum kunstgewerbliche nde oder Antiquitäten anzukaufen. Ein hierzu Beauftragter würde eine Legitimation vorzeigen können. Darmstadt den 5. August 1893. Großherzogliche Museums Direktion. v. Marquard. Ggenstä Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Wilhelm Kreutz von Nieder-Erlenbach wurde als Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet. Erledigungen. Heinrich Klee von Schwalheim, durch Gendarm Schäfer in Friedberg. Friedrich Finger von Bessungen, durch Gendarm Heimbrecht in eim. a eee bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Heinrich Konrad Jung, geboren am 11. Juli 1859 in Wohnbach, zuletzt in Villingen(F. 1026/93). teckbriefe. 1. Ludwig Kaiser, geboren am 6. März 1864 in Hohenroth, ist auf Grund Haftbefehls Großh. Amtsgerichts Vilbel wegen Körperverletzung gerhaften. Um Nachricht vor Aufi tung wird gebeten(R. 119,93). 2. Joseph Stark, geboren am 1. März 1864 in Gonten oder Ganden, Kanton Appenzell, ist Grund Haftbefehls Großh. Amtsgerichts Vilbel wegen Diebstahls zu verhaften. Um Nachricht vor Zuführung wird gebeten(V. 680,93). Friedberg den 10. August 1893. Der e ebrecht. Np⸗Nau zu erörtern und soweit zu erledigen, daß eine vorläufige und grundsätzliche Einigung, wie es heißt, in allen Punkten erzielt wurde. Es bleibt, nachdem man zu diesem Abschlusse ge⸗ kommen ist, noch übrig, die verschiedenen Steuer⸗ projekte, hinsichtlich deren natürlich noch ein⸗ zelne Meinungsverschiedenheiten bestehen, in eingehenden Verhandlungen durch eine besondere Kommission berathen zu lassen. Die Kommis— sion soll in Berlin zusammentreten und aus den Vertretern der Regierungen und den Kom— missären der Reichsverwaltung bestehen; eine beschleunigte Behandlung der Einzelfragen ist vorgesehen und es sollen die Entwürfe dem Reichstag bei seinem nächsten Zusammentreten zugehen. Deutsches Reich. Darmstadt, 9. Aug. Die Forstaspiranten Adam Friedberg und Meyer aus Breungeshain wurden Forstwarten in Claraberg und Feldkrücken ernannt; Zuf die Lehrerstelle zu Ossenheim präs. Schulamtsasp. gutt aus Bad⸗Nauheim bestätigt; der Schullehrer Wer zu Udenheim auf Nachsuchen, unter Anerkennung er Dienste, in den Ruhestand versetzt; der Gerichts⸗ shäeher Hammer in Bingen wurde zum Gerichtsvoll⸗ ler in Mainz der Gerichtsvollzieherasp. Schmidt aus sbach zum Gerichtsvollzieher in Gernsheim, der müchtsvollzieherasp. Stöppler aus Ober⸗Rosbach zum Rächtspollzieher in Bingen und der Gerichtsvollzieherasp. aun aus Darmstadt zum Gerichtsvollzieher in Michel⸗ d ernannt. Gestorben sind: der Schullehrer Albrecht Geiß⸗Nidda; der Distrikts⸗Einnehmer Fischer zu e dersheim; der Revisions⸗Geometer Schreiner zu zu der im nächsten Monat nach Berlin zu be— rufenden Conferenz über die in Sachen der gewerblichen Sonntagsruhe zu erlassenden Aus— führungsbestimmungen sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber eingeladen werden. Kiel, 10. Aug. Der Kaiser ist auf der „Hohenzollern“ unter dem Salut der Kriegs⸗ schiffe heute Nachmittag 3 Uhr 40 Min. hier eingetroffen. Der Kreuzer„Schwalbe“, nach vierjähriger Abwesenheit von Afrika heim⸗ kehrend, ist heute Vormittag eingetroffen. Die Manöverflotte war heute früh in See gegangen, der„Hohenzollern“ entgegen. Frankfurt, 9. Aug. Die heutige Konfe⸗ renzsitzung der Finanzminister, die von 12 Uhr bis gegen halb 6 dauerte, war hauptsächlich der Frage der Tabakfabrikatsteuer gewidmet. — 10. August. Die Berathungen der deutschen Finanzminister haben heute ihr Ende erreicht. In der von 10 bis nach 4 Uhr dauernden Sitzung ist es gelungen, sämmtliche Fragen 1 ostpersonal nachrichten. Versetzt sind: der 155 or Frotscher von Frankfurt nach Darmstadt, Postinspektor Demoll von Darmstadt nach Offen⸗ n. der Postsekretär Tannen von Mainz nach Call. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest, 10. Aug. Der rumänische Bischof Pavel in Großwardein, welchem heute Nacht bei einer blutigen Demon⸗ in Postanwärter Krack in Mainz wurde als Post⸗ isißent angestellt; der Postmeister Volk in Büdingen gestorben. Berlin. Wie die„Post“ erfährt, sollen ö . stration die Fenster eingeworfen wurden, hat sich durch die Maßregelung des ungarfreund⸗ lichen Pfarrers Vituk und Nichtbestrafung zur Anzeige gebrachter rumänischer Hetzer bei den Ungarn verhaßt gemacht. Die Demonstrationen werden hier um so mehr beklagt, als noch nicht feststeht, ob Pituk lediglich wegen seiner ungarischen Gesinnung gemaßregelt worden ist. Vor dem Palais des Bischofs fanden morgens abermals Ansammlungen statt. Die Menge wich nur zögernd vor dem Militär zurück. Es wurden zwei Feuerwerkskörper geschleudert, wodurch Husarenpferde scheuten und mehrere Personen niedergeritten wurden. Zwei Kinder wurden dabei schwer verletzt. Es erfolgten mehrere Verhaftungen. Abends 10 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt. Schweiz. Zürich, 8. Aug. Die Debatten im Sozialisten⸗Congreß während des heutigen Vormittags führten noch nicht zum Beginn der eigentlichen Verhandlungen. Das Präsidium hat ein französischer Delegirter für heute über— nommen. Zunächst gelangte ein Protest der gestern vom Congreß Ausgeschlossenen zur Verlesung, in welchem dieselben erklären, daß sie vergewaltigt worden seien. Der Congreß habe nicht das Recht, sich internationaler Ar— beiter⸗Congreß zu nennen. Ein Antrag des holländischen Delegirten und des belgischen, betr. die nochmalige Erwägung des gestrigen Beschlusses bezüglich der Fernhaltung der An— archisten vom Congreß, wurde abgelehnt.— 9. Aug. Ohne lange Debatte wurde heute der von den Schweizern vorgeschlagene Antrag be— treffend die Durchführung des Achtstundentages mit einem Zusatz der Engländer, die dazu er— forderlichen Maßnahmen auf einer von den Regierungen einzuberufenden Conferenz zu be— rathen, mit 12 gegen 6 Stimmen angenommen. — 10. Aug. In der Fortsetzung der Debatte über die Stellungnahme der Sozialdemokraten bei einem Kriegsfalle waren die meisten Redner für den deutschen Antrag, die Franzosen da— gegen für den holländischen. Als nach Schluß der Debatte der Russe Plechanow das Schluß— referat hielt, wurde die Sitzung wieder hoch— dramatisch. Referent hielt eine vernichtende Ab— rechnung mit den Franzosen. Er sprach von dem monströsen Zweibund, der die Franzosen auf den Knieen rutschen lasse vor dem Czaren, dessen Regiment er wahrheitsgetreu und kräftig schilderte. Dann zeigte Plechanow die Un— motivirtheit der Befürchtung einer deutschen Invasion in Frankreich und sagte: Wenn nur die französischen Sozialisten so ihre Pflicht thäten, wie die deutschen, wäre eine solche ganz unmöglich. Diese Worte erregten einen Sturm der Entrüstung bei den Franzosen. Da der Tumult mit jeder Minute zunahm, mußte Plechanow sein Referat abbrechen. Schließlich wurde der deutsche Antrag, das Kriegsbudget überall abzulehnen und für die Entwaffnung einzutreten, mit 14 Stimmen gegen 5 Enthal— tungen angenommen. Großbritannien. London, 10. Aug. Im Rhondda⸗Distrikt in Südwales, wo die Maschinisten bereits zur Erlangung einer 20prozentigen Lohnerhöhung striken, haben nun auch die Bergleute definitiv beschlossen, für dieselbe Erhöhung einen Ausstand zu beginnen. Damit befindet sich mindestens ein Drittel der Gruben von Wales im Stillstand und in den übrigen Theilen ist die Strikebewegung im Wachsen. 1 Spanien. Madrid, 9. Aug. Der deutsch— spanische Handelsvertrag wurde heute unter— zeichnet. - 10. Aug. Zeitungsmeldungen über eine Unpäßlichkeit des Königs werden dementirt: die Gesundheit des Königs sei durchaus be— friedigend. — Es geht das Gerücht, daß eine Minister— krise bevorstehe. Der Kriegsminister beabsichtige nämlich zu demissioniren. Serbien. Belgrad, 10. Aug. Die Skupsch⸗ tina nahm das Gesetz betr. Aufnahme einer Anleihe von 22¼ Millionen und das 9 0 Provisorium mit Belgien in zweiter Lesung an. Rußland. Petersburg, 10. Aug. Ein kaiserlicher Erlaß verfügt, daß von morgen ab in Finland der Einfuhrzoll auf alle deutschen Waaren, einschließlich Tabak, um 50 Prozent erhöht wird. Griechenland. Athen, 8. Aug. Der König und Prinz Georg schiffen sich morgen nach Brindisi ein, um sich nach Aix⸗les⸗Bains zu begeben. Amerika. Rio de Janeiro, 9. August. Nach einer Reutermeldung aus Buenos-Aires sind die Anhänger der Partei Mitre's mit Tagesanbruch in La Plata eingerückt. Die Radikalen blieben außerhalb der Stadt. Der Kriegsminister entwaffnete die Rebellen und die Provinzialtruppen. Aus Stadt und Land. Friedberg. Nach den bereits eingetroffenen Anmeldungen steht für nächsten Sonntag ein zahlreicher Besuch auswärtiger freiwilliger und Pflichtfeuerwehren zu erwarten. Das Commando unserer Feuerwehr hat deß⸗ halb beschlossen, die Uebung auf dem geräumigsten Platz unserer Stadt, der Freiheit, abzuhalten, so daß Jedermann Gelegenheit gegeben ist, zusehen zu können. Damit beim Sturmangriff an Gebäuden nichts beschädigt werden kann, wird mit denjenigen Geräthen, bei welchen solches zu befürchten wäre, an einem eigens hiezu am Ausgange der Judengasse erbauten Holzgerüst aufge⸗ stiegen. Unserer Feuerwehr erwachsen hierdurch größere Unkosten, doch hofft man dieselben durch eine günstige Einnahme bei dem am Nachmittag und Abend im Garten des„Pfälzer Hofes,“ stattfindenden Concert der Feuerwehr-Kapelle decken zu können. Der in dem Annoncentheil ausgesprochenen Bitte um Aushängen der Fahnen werden gewiß alle Häuserbesitzer unserer Stadt bereitwilligst nachkommen. w. Friedberg. Für Jäger wichtig, indeß noch keineswegs überall bekannt, ist die Thatsache, daß die Jagdherren oder deren verantwortliche Beamte ver— pflichtet sind, die als Treiber dienenden Personen in der Alters- und Invaliditäts-Versicherung zu versichern und daß die Unterlassung dieser Verpflichtung nach§ 143 des Gesetzes Geldstrafe bis zu dreihundert Mark zur Folge haben kann. Darmstadt, 8. Aug. Ein von hier aus wegen Straßenraubs verfolgter Metzger wurde in München verhaftet; er hat, den„N. N.“ zufolge, die That ein⸗ gestanden. Allerlei. Frankfurt. Das weibliche Gigerl ist da!— so schreibt das„Fr. J.“ Mit eigenen Augen haben wir es gestern Nachmittag 4 Uhr auf der Straße gesehen. Das Herrenhütchen coquet auf dem nicht übel geformten Kopf, gestärktes Herrenhemd, natürlich farbig, Herren⸗ gürtel neuester Mode, natürlich gleichfalls farbig. Steh— kragen, selbstgeschlungene Herrencravatte, bis zu den Knieen reichendes schwarzes Herrenjaquet, selbstverständ— lich ohne jegliche Spur von Taille, dafür aber mit fingerbreiten Nähten, ferner eine faustgroße weise Rose im Knopfloch des linken Rockaufschlages, Schnabelschuhe und die Krone des Ganzen— in der weißbehandschuhten Rechten einen zierlichen Spazierprügel—, so stieg das weibliche Gigerl mit langen Schritten und im vollen Bewußtsein seines imposanten unwiderstehlichen Ein⸗ drucks, die Zeil entlang und bog am Café Bauer in die Schiller-Straße ein. Mehr erschreckt als erstaunt blickten die Passanten dem Prachtexemplar nach. Am Weg aber standen zwei männliche Collegen, die vor Neid erblaßten. Burghausen in Oberbayern, 8. August. Heute früh 6 Uhr ist der Pulverstampf auf dem Marienberg explodirt. Ein Arbeiter ist todt, einer schwer verletzt. Seit Jahresfrist ist dies die dritte Explosion. Im November wurde der frühere Besitzer getödtet. Karlsruhe. Der Badischen Correspondenz zufolge wird sich vom 1. Oktober an die Gültigkeit der Rück⸗ fahrtkarten auf den badischen Staatsbahnen auf zehn Tage erstrecken. Breslau, 9. Aug. In Lublinitz sind die schwarzen Blattern ausgebrochen. Dieselben wurden wahrscheinlich aus Rußland eingeschleppt. Es wurde bereits ein Todes— fall konstatirt. Breslau, 8. Aug. Auf dem Kamm des Riesen⸗ gebirges wurde abermals ein Raubanfall auf einen Touristen gemacht, der durch hinzukommende Personen vereitelt wurde. Stettin, 9. Aug. Bei einer Gefechtsübung der Mannschaften des Ulanenregiments in Lyck auf dem dortigen Garnison-Exerzierplatz stieß ein Ulan seinem Gegner, dem Ulan Thamson in voller Carriere seine Klapplanze in den Oberkörper, so daß der Getroffene sofort vom Pferd sank und gleich darauf verschied. Danzig, 9. August. Gestern Abend ging zwischen Langfuhr und Oliva nach einem starken Gewitter ein heftiger Wolkenbruch nieder, untermischt mit starkem Hagelschlag. Das Getreide wurde in Folge dessen zer⸗ schlagen und die Eisenbahngeleise unterwaschen. Budapest, 10. Aug. Die Ortschaft Erzsebetfaldg kaum eine Meile von Budapest entfernt, wurde vor einer 8 ausgeplündert. Ein Kaufman: wurde lebensgefährlich verletzt. Rom, 10. Aug. Auf der Strecke Treviso⸗Bellun; entgleiste heute ein Eisenbahnzug. Die Maschine stürzt in den Piavefluß; der Lokomotivführer wurde getödtet der Heizer tödtlich verletzt. . 9. Aug. In Warschau ist ein biz jetzt vereinzelt gebliebener choleraverdächtiger Fall vor gekommen. Vom 11. bis 24. Juli sind im Gouverne⸗ ment und in der Stadt Nishny⸗Nowgorod einschließlic der dortigen Messe an der Cholera und choleraver⸗ dächtigen Krankheiten 258 Personen erkrankt, von dener 102 gestorben sind. Aus Charkow werden 4 cholera, artige Erkrankungen gemeldet. Pekin g. Pulverfabrik zu Sam Puen Lee in der Nähe von Kantor sind 5000 Menschen getödtet und über 1000 Häuser zerstört worden. Ein Zeichen der Zeit ist die Gründung einer Ehescheidungszeitung in London. Sie hat solchen Beifall gefunden, daß sie nach wenigen Nummern auf 16 Seiten erweiten werden soll. Das Blatt dient der kritischen, wissen⸗ schaftlichen u.„humoristischen“() Behandlung der Ehescheidungsfrage. Die dritte Nummer be⸗ lehrt die Leser, wie man in England strafloz Bigamie treiben kann; z. B. kann ein Wittwer, der in Australien die Schwester seiner ver storbenen Frau heirathet, in England eim andere Frau nehmen, weil hier jene Ehe sih ungesetzlich gilt.(ö) Sprechende Zahlen. Ein Arbeitgeber in einem kleinen Orte zahlt seinen Leuten ihren Lohn aus; er hatte alles Geld auf unmerkliche Weise gezeichnet, um ez wieder zu erkennen. Er zahlte 2800 M.; es war Samstag Abend. Am Montag Morgen ging er zu den Schenkwirthen und bat um Einwechselung aller von ihm bezeichneten Geld, stücke. Als er diese daheim zählte, waren es 1600 M. So viel war für Schnaps, Bier und etwaiges Abendbrod in den Schenken ver⸗ than worden. Für Frau und Kinder, für Essen und Trinken während einer ganzen Woche, für Kleidung, Petroleum und Kohlen waren nur 1200 M. geblieben! Die Zahlen sprechen. Göthe über Erziehung. „Je höher die Jahrhunderte an Bildung steigen,“ sagt Göthe einmal,„desto mehr wind die Bibel zum Theil als Fundament, zum Thel als Werkzeug der Erziehung, freilich nicht don naseweisen, sondern von wahrhaft weisen Men, schen benutzt werden,“ und ein anderes mal sagt er:„Mag der menschliche Geist sich er— weitern, wie er will; über die Hoheit und sitt liche Kultur des Christenthums, wie es in den Evangelien schimmert und leuchtet, wird er nicht hinauskommen.“ Die Wohnungsfrage nimmt unausgesetzt das Interesse weiter Kreise in Anspruch. Vornehmlich beschäftigen sich mit derselben christliche und humane Volks- freunde, um dem armen Mann, dem Ar⸗ beiter vor Allem, in selbstloser Weise billige Wohnungen zu verschaffen. So hat vox: kurzem P. Götz aus Köln bei der Jahres-Versammlung der südwestdeutschen Konferenz für innere Mission einen Vortrag gehalten, in welchem er diese Frage eingehend erörtert. Er empfiehlt vor Allem die Bildung von Baugenossenschaften auf Grund des Ge— setzes vom 1. Mai 1889 in Verbindung mit Arbeiterorganisationen, wie dieselben z. B. in den evangelischen Arbeitervereinen vorhanden sind. Hierbei ist die fiananzielle Unterstützung dieser Arbeiter-Baugenossenschaften von Seiten der Privaten, der Kommunen und des Staats mit allen Mitteln zu erstreben. Da aber ge— rade die staatlichen Mittel z. B. aus der Alters und Invaliditätsversicherung bisher nur hier oder dort bewilligt, an anderer Stelle ver weigert worden sind, so hat dieser Vortrag des Durch eine Explosion in der staatlichen Die iod dachi 1 ein voran Schl Votbe in ein war nicht ier! Hint im K Loloh nen Uuch Woll schni fläch Sti dem 8 Wo Vor! emp 7 r Zeit heidungszeüu fal gene Seiten ermih 5 kritische, i (0 Behandlun itte Nummer England sin kann ein Wit, wester seiner in England hier jene Ehe ihlen. kleinen Orte z us; er hatte a gezeichnet, un ihlte 2800 M. Montag Mn then und bat! bezeichneten g. zählte, waren ir Schnaps, den Schenken! und Kinder, iner ganzen W. ind Kohlen un je Zahlen sprit iehung. iderte an Ah „desto mehr dament, zun, fteilich nic haft weise ) ein ander liche Get ie Hoheit n leuchte, un b. Götz dadurch eine recht praktische Erweite⸗ rung erfahren, daß die evangelischen Arbeiter— rath beschlossen haben, in welcher diese beiden zesetzgeberischen Faktoren um ein Gesetz ge— beten worden sind, welches jene Ausleihung on Geldern aus dem Kapital der Alters- und Invaliditätsversicherung zu Gunsten des Baus von Arbeiterwohnungen regelt. Gebt dem Bienenkorb einen Vorbau. Diese Mahnung rufen wir bei der Schwarm— seriode allen Imkern recht dringend ins Ge— ächtniß. Der Nutzen, den man hiervon hat, st ein großer. Die Bienen haben gleich etwas, voran sie arbeiten können, und selten, daß ein Schwarm einen Stock verläßt, dem man einen Zorbau gegeben hat; ferner bauen die Bienen einem solchen Korbe äußerst regelmäßig und war genau so, wie man es wünscht, was aber icht der Fall ist, wenn man genannte Arbeit interläßt. 3—4 Wabenstücke leisten in dieser dinsicht schon ganz Vorzügliches. Um diese in Korbe sicher zu befestigen, mache man/ Folophonium und ½ geschmolzenes Wachs in snem Blechkästchen durch Hitze dünnflüssig, nuche die Wabenkante, nachdem dieselbe der Wölbung des Korbhauptes entsprechend be— chnitten ist, in die Masse und drücke die Kleb— äche rasch an die vermerkte Stelle. Das stück sitzt sofort und läßt sich später nur mit am Messer entfernen. Auch geschmolzene Bachsabfälle allein lassen sich hierzu ganz gut erwenden, jedoch haben die Waben keine solche estigkeit als bei erstgenannter Mischung. Wir eben schon seit Jahren allen Körben, welche echwärme aufnehmen sollen, einen solchen Lorbau und können denselben nur bestens empfehlen. Zur Bereitung von Erdbeersyrup lißt man eine beliebige Menge zerquetschter Walderdbeeren in gewöhnlicher Zimmerwärme ansgären. Ein Zusatz von 2 pCt. Zucker ist irdersam. Sobald die Kohlensäureentwickelung aufgehört hat, setzt man auf 10 Kilogramm der Früchte je 1 Liter guten Weißwein hinzu, lußt 24 Stunden stehen, preßt aus und schreitet ur Klärung des gewonnenen Fruchtsaftes. belingt es nicht, durch wiederholtes Filtriren bn Saft klar zu bekommen, so kann man die (ärung mit Milch vornehmen. Auf je ein Liter des Fruchtsaftes setzt man 25 Gramm frische Kuhmilch zu und läßt 12 Stunden vereine in ihrer letzten Generalversammlung stehen, während ine Petition an den Reichstag und Bundes- welcher Zeit man wiederholt umschüttelt, dann wird filtrirt. Das Filtrat ist anfangs trübe und wird so lange auf das Filter zurückgegossen, bis die Flüssigkeit voll— kommen klar abläuft. Hohe Krippen für Fohlen. Nur zu häufig trifft man in Fohlenställen noch hoch angebrachte Krippen, aus welchen die Thiere ihr Rauhfutter fressen müssen. Solche sind durchaus verwerflich, denn durch das Fressen aus hohen Raufen und Krippen entwickelt sich stets ein schwacher Rücken, ja es kommt nur zu leicht zur vollkommenen Aus- bildung eines Senkrückens. Ferner ist die Ge⸗ fahr, daß Staub, Aehren u. 7 w. in die Augen fallen, oder harte Strohhalme, Verletzungen derselben hervorrufen, groß; deshalb fort mit allen hoch angebrachten Raufen und Krippen. Witterung im Juli 1893 in Friedberg, beobachtet von H. Trapp. Monatsmittel, berechnet aus dem täglichen höchsten und niedrigsten Stand + 15,225 0 KR. Höchster Stand(am 4. Juli) + 22,9 0 R. Niedrigster Stand(am 18. Juli) + 7,2 0 R. Meßbarer Niederschlag an 20 Tagen 166,75 mm. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 11. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Es wird eine Cellekte für die innere Mission erhoben. Gottesdienst in der Stadtlirche. Vormittags 91 2 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Ur. Flöring. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 8 Uhr: Herr Candidat Weber. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Katechismuslehre. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 5/7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Montag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Dieustag Fest Mariä⸗ Himmelfahrt Feiertag). Dienstag Morgen 6 Uhr Beicht; um 57 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. (gebotener Zur gefl. Beachtung. Schriftliche Anfragen wegen Auskunftser— theilungen über Inserate ꝛc. können wir nur dann beantworten, wenn denselben eine Frei— marke für die Rückantwort beigelegt ist. Ueber Inserate, bezüglich deren Offerten einzureichen sind, ist die Expedition zu keinerlei Auskunfts- ertheilungen befugt. Offertenbriefe sind, soweit keine bestimmten gegentheiligen Abmachungen getroffen wurden, in der Expedition abzuholen. Die Exped. des Oberhess. Anzeigers. Vedeutende Vetriebsersparnisse werden in jeder maschinellen Anlage der Großindustrie, des Kleingewerbes oder der Landwirthschaft durch Auf⸗ stellung einer Wolf'schen Locomobile als Betriebsmaschine erzielt. Die von der rühmlichst bekannten Maschinen⸗ fabrik von R. Wolf in Magdeburg⸗Buckau seit mehr als 30 Jahren als Specialität gebauten halbstationären und fahrbaren Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln übertreffen an Sparsamkeit des Brenn materialverbrauchs, Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit jegliche Motoren anderen Ursprungs und haben auf allen deutschen Locomobil-Concurrenzen den Sieg davongetragen. 2133 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cülnischen Wassers übertragen und empfehlen dasselbe per Glas zu M. 1.75, %% Dutzend„ 9.50, „ Dutzend i Die Exped. des Oberh. Anzeigers. . 6. L. DAUBE& Co. Central-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, Central- Büreau Frankfurt a. M., sowie in allen übrigen grösseren Städten des In- und Auslandes, balten sich bestens empfohlen zur Vermittelung von Inseraten in alle Zeitungen, Localblätter, Reisebücher, Kalender ete, des In- un d Auslandes, unter Zusicherung promptester, billigster u. gewissenhaftester Bedienung; auch steben dieselben den P. T. Inserenten gerne mit ihren auf langjährigen Erfahrungen sich basirenden Rathschlägen in Insertions angelegenheiten zur Ver- fügung. Bei grösseren Aufträgen wird der hö chst- mögliehste Rabatt bewilligt, Ausführliche Zeit- ungscataloge und Kostenvoranschläge gratis. A- 2 N Die unter 8 königlich italienischer Staatscontrolle stehenden Welne der Deutsch- Italienischen ein-Import-Gesellschaft 8 N Mk. 1.— die Meste, sehr schön, zu ver⸗ zu vermiethen. o Daube, Donner, Kinen& Co. Central-Verwaltung: Frankfurt a. M. deren Consum in Deutschland sich schon jetzt auf 4 MIIIIi1 onen Flasehen beläust, bieten den Consumenten absolute Garantie sür Reinheit und Ursprung. 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