1893. Samstag den 9. Dezember. 145. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt 3 3 4 f chez; 5. 5 0 2 47 700. woch Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus- wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ——— ͤ————— Amtlicher Theil. Betreffend: Den Schutz der in fremde Pflege gegebenen Kinder unter 6 Jahren. Friedberg den 8. Dezember 1893. Das Großberzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 1 Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 27. v. Mts. erinnern wir die Rückständigen von Ihnen an die Einsendung der darin 6 bezeichneten Ueberwachungsbogen bezw. Negatio-Berichten innerhalb 3 Tagen. Dr. Braden. lh. 9* ee a eng 1 1893; hier Liquidation der Vergütung für Lieferungen und Friedberg den 6. Dezember 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. . Wir benachrichtigen Sie andurch, daß die für das II. Quartal 1893 liquidirten Vergütungen für Fourage, Servis und Vorspann nit den unten verzeichneten Beträgen auf die Zahlungsstelle 11. Armeecorps angewiesen worden siud und beauftragen die Großherzoglichen Hürgermeistereien der betr. Gemeinden, den Gemeinde-⸗Einnehmern entsprechende Einnahme-Anweisung zu ertheilen und für Controlirung der ungewiesenen Beträge besorgt zu sein.— Die Auszahlung erfolgt durch Vermittelung Großherzoglicher Staaatskasse. Dr. Braden. A. Vergütung für Fourage. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. ssenheim 152 35 Fauerbach b. Fr. 81 24 Ilbenstadt 92 50 Nieder⸗Rosbach 51 52 Ockstadt 48 38 Rodheim v. d. H. 136 01 ad⸗Nauheim 12 29 Gamba 92 37 Kaichen 93 89 Nieder-Wöllstadt 68 92 Petterweil 61 82 Tr.⸗Münzenberg 83 23 ruchenbrücken 68 88 Holzhausen 70 49 Kirch⸗Göns 68 85 Ober-⸗Rosbach 67 28 Pohl-Göns 68 93 Vilbel 12 29 „Dezember, A ortelweil 66 87 1 B. Servis⸗Vergütung. gungen 6 M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. M. Pf. Jarl LAussenheim 29 44 Friedberg— 32 Kirch⸗Göns 13 04 Nieder⸗Weisel 10 06 Okarben 17 26 Rendel 11 39 g 5 Bad⸗Nauheim 21 93] Gambach 17 49 Klein-Karben 1189 Nieder-Wöllstadt 12 45 Petterweil 7 65 Rodheim 17 31 Astift Vit Pruchenbrücken 13 04 Holzhausen 10 25 Nieder-Erlenbach 6 99 Ober-Rosbach 16 70 Pohl⸗Gons 12 91 Tr.⸗ Münzenberg 11 80 * Dortelweil 8 48 Ilbenstadt 17 49 Nieder-Mörlen 10 46 Ockstadt 11 70 Reichelsheim 11 39 Vilbel 19 49 t Fauerbach b. Fr. 17 46 Kaichen 13 98 Nieder-Rosbach 11 74 ö ntmachung. a 1 ihltage am 20. C. Vergütung für Borspann. , sind aufgehoben, M. Pf. M. Pf. M. 80. a M. Pf. einen Kenntnis gebt Nieder⸗Erlenbach 14— Reichelsheim 9— Rendel 4 50 Vilbel 14— Dezember 1893, Matgldensifts d. Polizei Verordnung, C. Guth. N. die Eisbahn des Eislaufvereins zu Friedberg betreffend. ich Auf Grund des Art. 78 des Gesetzes, betreffend die innere Verwaltung und die Vertretung der Kreise vom 12. Juni 1874 wird nach ⸗Reisch lernehmung der Lokalpolizeibehörde und der Gemeinde-Vertretung der Stadt Friedberg, mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des d Fel innern und der Justiz vom 17. Januar 1891 zu Nr. M. J. 1737 bezüglich der Eisbahn des Eislaufvereins zu Friedberg hiermit bestimmt: hen 5 1 14§ 1. Das Betreten der Eisbahn des Eislaufvereins ist, so lange§ 3. Es ist verboten Steine, Reiser, Papier, Stroh, Cigarren— a fd. 90 l. a Ir Vorstand desselben es nicht gestattet, verboten. stummel oder sonstige Gegenstände auf das Eis zu werfen. 3 1 Windel§ 4. Das Betreten der Dämme, jedes Hantieren an der Schleuße „* 1 f ist Unbefugten untersagt. Uuschun § 5. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen zer Auswahl, § 2. Nur Denjenigen, welche in der Vereinsliste eingetragen lid, und den Inhabern von Tageskarten, welche sichtbar getragen wer— un müssen, ist das Betreten des Eises gestattet. werden mit einer Strafe bis zu 30 Mark bestraft. nständer, Friedberg den 7. Dezember 1893. n Friedberg. au 1 155. tslicter,— 7. Dez. Im Reichstag fand die Fortset d ach 14 Deutsches Reich. 1. Dez. Im Reichstag fan ie Fortsetzung der Ausland. erhalter. Darmstadt. Der Gemeinde-Hebamme Klein zu ersten Lesung des Fee beg ee statt. Oester reich- U. ungarn. Wien 7. Dez. 50. Dan Kim 15 f ede die Si Medaille des f„;ͤͤͤ—T10 9 r ehe 1 Pfarrer Köhler ga 5 1 fit an 5 95 Das Abgeordnetenhaus nahm den Gesetzent— Leidhecken, auf Nachfuchen, unter Anerkennung seiner Tap. 3. O. b. W 7. 1 zor. wurf an, betreffend die Ausdehnung der Un⸗ ere, der Reallehrer I. Hager zu Alsfeld, auf in La Guayra eingetroffen und beabsichtigt am fallversicherung auf diejenigen Betriebe, die Ighucen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den 10. Dez. nach Haiti in See zu gehen. S. M. bisher der Unfallversicherung nicht unterstellt Wilheln Ful chestand, die e et Ur. An Kanonenboot„Wolff“, Komm. Kap. Lieut. waren. mnasium zu Mainz, Klassert an Krets»adsichti 7. Dezember; 5 5 g 18 J L e, 0 Storito an 8 Realgymnasium zu Gießen, e 8 5 7 0 9 n 6 Schweiz. Bern. Das Eidgenössische Nüsst, f 1 Weimar an der Realschule zu Oppenheim und Nagasaki nach Hiogo in See zu gehen. Finanzdepartement beantragte beim Bundes— 5 4 Greim an dem Realgymnasium zu Darmstadt zu München, 5. Dez. Prinzessin Elisabethsrathe, die künftige Notenmonopolbank als eine Ichrern an diesen Anstalten, der Amtsrichter Seeger r Sbar nisi Büdingen 2 Amtsrichter in Gießen, der Gerichts⸗(bon Bayern, älteste Tochter des Prinzen Leopold, Staats ba ik 5.! 6 sessor Schmidt aus Gießen zum Amtsrichter in Bü⸗ hat sich am 3. Dez. in Genua mit dem Se— Frankreich. Paris, 7. Nov. Kammer. Men ernannt, dem Bürgermeister Euler zu Epperts⸗ kondelieutenant v. Seefried⸗Buttenheim in aller[ Dupuy übernahm die Präsidentschaft mit einer lligst bei 7„ Ir. kiisen das allgemelne Ehrenzeichen e Stille vermählt. Die Prinzessin lernte den[Rede, die allgemeinen Beifall fand. 0 t Messer 11 Seen Serge 75 Baron auf einem Münchener Hofball kennen G roßbritannien. London, 6. Dezbr. 0 ein und lr. Reis zu Darmstadt zu Lehramts⸗ und schenkte ihm ihre Neigung. Der ehe⸗ Nach einem Telegramm der„Times“ aus Kap⸗ 5 asssoren, der Regierungsbaumeister Jordan aus Darm- lichen Verbindung widerstrebte der Prinzregent stadt berichtet Oberst Adams aus Buluwayo, fut zum Ministerialsekretär ernannt, der. Luitpold, doch fand die Prinzessin Elisabeth daß Lobengula in einem Briefe um Zurück— 0 0 enen. ed einen mächtigen Fürsprecher und Förderer ihrer ziehung der Truppen aus Buluwayo ersucht . 0 U m Stroh zu Mainz zu Steuerkommissären in Höchst, Wünsche an Kaiser Franz Josef, ihrem Groß- habe, damit er zurückkehren und die Situation 111 8 in Beerfelden ernannt. vater, der ihr zwar den österreichischen Kaiser⸗ besprechen könne. Nach Berichten der Einge— Berlin, 6. Dezbr. Im Reichstag fand heute die thron durch Heirath zugedacht, ihr aber borenen glaubt indessen Adams, daß Loben— 1 ort rsten Lesung des Stempelsteuergesetzes.„ e 1 9 5. 5 Kwan e ae den rünmdischen Hundelg⸗ bereits in diesem Sommer in Ischl die Unter- gula keineswegs zurückzukommen beabsichtige. 1 10% chic vrsrag mit 12 gegen 8 und dann, da die Konservativen stützung ihrer Wünsche zugesagt hatte. Es Spanien. Madrid, 6. Dez. Martinez uf einen weiteren Widerstand verzichteten, den serbischen verlautet, Baron Seefried werde in die öster- Campos setzt energisch die Untersuchung über 15 gegen 7 Stimmen an.— Die„Post⸗ e reichische Armee eintreten und dort einen höheren die Kriegscontrebande fort. Die Militärbe⸗ eredonlagen F zuslinmen. Rang erhalten. hörden von Melilla und der Vorgänger von f l — N Martinez Campos sollen schwer kompromittirt sein. Der Infant Antonio verließ Melilla und kehrt nach Spanien zurück. 4 Italien. Rom, 7. Dezbr. Zanardelli lehnte den Auftrag zur Kabinetsbildung ab, nachdem in einer Versammlung der neuen Minister Baratieri erklärt hatte, das Porte⸗ feuille des Aeußern ablehnen zu müssen, und auch Racchia, San Marzano und Vacchelli sich eine große Anzahl Concertbesucher in den unteren Räumen des Hotel Trapp, um im gemüthlichen Zu⸗ sammensein, bei der vorzüglichen Bewirthung des Hauses Theobald, noch einige Stunden zu verbringen. Die Künstler hatten die Liebenswürdigkeit noch mehrere herrliche Gaben zu spenden, so daß man sich erst in später Nachtstunde trennte. Friedberg. In der gestrigen Vorstandssitzung der Allg. Sterbekasse ist das Sterbegeld auf 90 Mark erhöht worden, gewiß ein günstiges Resultat für das kurze Bestehen des Vereins. Durch den Zutritt neuer Mitglieder wird dies Resultat ermoglicht. Moge der eine gleiche Erklärung abgegeben. Darauf Verein sich immer mehr verallgemeinern, daß er auch im theilte Zanardelli schriftlich dem Könige wi daß er auf die Kabinetsbildung verzichte. Serbien. Belgrad, 6. Dez. Nachdem es dem Könige gelungen ist, den Finanzminister Dr. Vuic zum Verbleiben im Kabinet zu be- Stande ist, größeren Anforderungen, z. B. bei Epi⸗ demien, gerecht werden und so immer segensreicher wirken zu konnen. Friedberg. Wir machen unsere Leser darauf auf⸗ merksam, daß in nächster Zeit eine Revision der Quit⸗ tungskarten der unständigen Arbeiter in den Wohnungen wegen, konnte der König die von Gruie vor- der Arbeiter, bezw. der Arbeitgeber, durch einen Be— gelegte Ministerliste genehmigen. Sofi ier si in 2 g 5 f Bulgarien. Sofia. Hier sind in der zu vergewissern, ob die Quittungskarten in Ordnung amten der Versicherungsanstalt stattfinden wird. Wir empfehlen Arbeitgebern wie Arbeitern, sich ungesäumt letzten Zeit fast ein halbes Hundert Verhaf⸗ sind und etwa Versäumtes sofort nachzuholen. Die tungen von Studenten und jungen Kaufleuten, Arbeitgeber sind für das Einkleben und die Kassirung die einem sozialistischen Geheimbund angehörten, der Versicherungsmarken verantwortlich und haben für vorgenommen worden. Versäumnisse Strafe zu erwarten. Gießen. Schwurgericht vom 5. Dez. Zur Ver⸗ Amerika. Washington, 6. Dezbr. Im handlung kam heute die Strafsache gegen den früheren „Senat fanden heute lebhafte Debatten statt. Gemeinderechner Friedr. Lott J. von Mittel⸗Gründau, Die Republikaner tadelten die Haltung Cleve-⸗ wegen Verbrechens im Amt. Die Geschworenen bejahten lands und es wurde beschlossen, die Vorlegung der auf Hawaii bezüglichen Korrespondenz zu verlangen. NewYork, 4. Dez. Der Kongreß ist heute in seine reguläre Session getreten. Präsident Cleveland berührte in seiner Botschaft ausführ— lich die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit. Die Beziehungen zu den fremden Mächten seien gut. Der Gesandte Willis in Hawaii habe den Aufrag, die politischen Zustände vor der Enthro— nung der Königin als Gebot der Gerechtigkeit wiederherzustellen. Der Präsident empfiehlt dringend die Annahme der Tarifvorlage. Das Deficit am Ende des Fiskaljahres werde 28 Mill. betragen. Der Kongreß solle den Präsidenten autorisiren, die fremden Nationen nach Gut— achten zu einer Münz-Konferenz einzuladen. Die Statuten betreffs der Ausgabe von Bonds sollten amendirt werden. Aus Stadt und Land. . Friedberg. Am 4. Dez. veranstalteten mehrere Mitglieder des Hoftheaters in Darmstadt ein großes Vokal⸗ und Instrumentalconcert dahier im Saale des Hotel Trapp. Dasselbe erfreute sich eines äußerst zahl⸗ reichen Besuches, was nicht anders zu erwarten war, da schon bald nach der ersten Ankündigung zahlreiche Plätze bestellt wurden. Die hochgespannten Erwartungen der Concertbesucher wurden voll und ganz erfüllt, ob— gleich einer der angekündigten Künstler, Hofsanger Weber, durch die nichts schonende Influenza in Darmstadt fest— ehalten wurde. Die erste dramatische Sängerin Darm— tadts, Frl. Roth, verblüffte geradezu viele Zuhörer durch die Macht und Fülle ihrer herrlichen Stimme, die sich gleich bei der Eröffnungsnummer, dem Duett aus Wagners„Tannhäuser“, in vollem Glanze zeigen konnte. Auch bei den übrigen Vorträgen: Arie aus „Figaro“ und mehreren Liedern bewahrheitete sie ihren Ruf als große Künstlerin. Kammersanger Bär, der Partner in dem Duett, war ebenfalls sehr gut bei Stimme und sang vorzüglich, er erwies sich auch im Concertsaal als ausgezeichneter Wagnersänger und es wurde viel— fach der Wunsch geäußert, den Künstler gerade auf diesem Gebiete bald wieder und in ausgedehnterer Weise hier hören zu können. Als vorzüglicher Lieder- und Balladensänger zeigte sich Hofsanger Riechmann mit seiner vollen und weichen Baßstimme. Auch die für einen Bassisten recht hoch liegende Anrede des Wolfram aus„Tannhäuser“, die er in dankenswerther Weise für den erkrankten Hofsänger Weber sang, brachte er zur vollsten Geltung, ebenso seinen Part in dem Terzett aus„Joseph“. Hofsäanger Thate erntete großen Bei— fall durch den Vortrag zweier Lieder und durch seine Mitwirkung bei dem Terzett, und können wir nur be— dauern, diesen Künstler nicht öfter gehört zu haben. Ein großes Stück kunstlerischer Arbeit vollführte Musik— direktor Döbler. Er führte die Begleitung sämmtlicher Gesänge in ächt künstlerischer Weise aus und zeigte sich auch in 4 Solostücken als ein hervorragender Klavier- spieler, der seine ganz bedeutende Technik nur im In⸗ teresse der wahren Kunst verwendet. Eine sehr will— kommene Abwechselung brachte Hofschauspieler Edward in das Programm. Dieser Künstler versteht es sein die Hauptfrage mit einer Modifikation, sowie die Neben— frage nach mildernden Umstanden. Der Gerichtshof sprach sodann gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von einem Jahre nebst Kosten aus.— 6. Dez. Zur Verhandlung kam heute die Strafsache gegen Georg Dietrich von Freiensteinau, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit. Nachdem die Geschworenen das Schuldig unter Verneinung von mildernden Umstanden ausge— sprochen, sprach der Gerichtshof eine Zuchthausstrafe von einem Jahre gegen den Angekagten aus. Ilsdorf im Kr. Alsfeld, 5. Dezbr. Das seltene Fest der„diamantenen Hochzeit“ feierte heute der hiesige Bürgermeister Bast mit seiner Ehegattin in ungewöhn⸗ licher Rüstigkeit des Körpers und Frische des Geistes. 5 Darmstadt. Anläßlich seines 25jährigen Jubi— läums als Redakteur der„N. H. V.“ wurden Rud. Ramspeck zahlreiche ehrende Anerkennungen und Aus— zeichnungen von nah und fern zu theil. Allerlei. Oberursel. Wenn man etwas, was für einem bestimmt ist, nicht bekommt, so ist das unter Umständen sehr ärgerlich, manchmal aber auch nicht, wie letzte Woche ein liebebedürftiger Jüngling hier Gelegenheit hatte zu erfahren. Derselbe war nämlich verliebt in ein noch etwas zu junges Mädchen; das gefiel aber den Gebrüdern desselben durchaus nicht und sie benutzten die nächste Gelegenheit, um es auch handgreiflich zu be— stätigen. Wie es sich aber später herausstellte, hatte ein Unrechter die Liebesgaben erhalten, während„derjenige welcher“ an dem betreffenden Abend fein zu Haus ge— blieben war und sich königlich freute, daß das für ihn Gemünzte an die unrechte Adresse gekommen war. Frankfurt, 6. Dez. Der Schreiner Ferd. Göh⸗ ring, geboren am 17. Juli 1873, erschien gestern Nach— mittag auf dem 9. Polizeirevier und gab an, daß er soeben seine Braut erschossen habe. Er wurde verhaftet. Stuttgart, 6. Dez. Minister von Schmid ist heute gestorben. Magdeburg, 6. Dez. Heute Nachmittag stieß ein Güterzug bei der Einfahrt in den Bahnhof Buckau mit einem in demselben Geleise ihm entgegenkommenden Rangirzug zusammen. Die beiden Maschinen sowie 11 Wagen entgleisten. Der Heizer der Rangirmaschine wurde getödtet, der Zugführer des Güterzuges und der Führer der Rangirmaschine leicht verletzt. Berlin, 7. Dez. Gestern Mittag 1 Uhr fuhr der von Berlin kommende Personenzug in Bitterfeld auf eine im Haupt ⸗Geleis stehende Reserve-Maschine. 10 Reisende und 4 Beamte wurden leicht verletzt. Wien. Wie die„N. Fr. Pr.“ meldet, hat der Kaiser der Prinzessin Elisabeth von Bayern Schloß Petersberg bei Junsbruck als Hochzeitsgeschenk bestimmt. Christiania. Das Wikingerschiff sollte auf der Rückkehr von Chicago im Golf von Biscaya unterge— gangen sein. Diese von einem Telegraphenbüreau über⸗ mittelte Nachricht wird jetzt dementirt. Das Wikinger— schiff, das nach einer übrigens ebenfalls unrichtigen Meldung der„Times“ dem Prasidenten Cleveland zum Geschenk gemacht sein sollte, befindet sich noch immer in Amerika und dürfte wohl kaum je wieder die Rück— reise uber den Atlantic antreten. Kapitän Anderson, der Führer des„Wiking“, ist mit seinem Schiffe zur Zeit auf einer Tournse auf dem Wasserwege durch die Vereinigten Staaten begriffen. Paris. Der wiederhergestellte Thierbändiger Mare und die Serpentinentänzerin Bob Walter machten sich Publikum zum Weinen oder zum Lachen zu bringen, behufs Forderung eines wohlthatigen Zweckes erbötig, ganz wie er es wünscht. In hochkuünstlerischer Weise mit ihrem Löwen„Casar“ in einem Luftballon aufzu⸗ trug er eine Anzahl Dichtungen vor, ernsten und heiteren steigen. Inhalts und erntete damit jedesmal den vollen Beifall des Publikums. Wir sagen den Künstlern Dank für den schönen Abend und rufen ihnen aus vollem Herzen zu: Auf Wiedersehen! Konstantinopel, 5. Dez. In den letzten 48 Stunden sind in Konstantinopel und der Umgebung der Stadt 107 Cholerafalle vorgekommen, von denen 27 Nach dem Coneert vereinigten tödtlich verlaufen sind. r In Amerika verstorbene Hessen und Hessen Nassauer. New⸗Nork City. 1 Eilisabetha Weber, Wittwe von Adam Weber, 81 Jahre alt, aus Bingen.— Brooklyn, N. N. Philipp Schuck, 54 Jahre alt, aus Meisenheim. Louisville, Ky. Wilhelm Denhard, 72 Jahre alt, aus Schlüchtern; b Philipp Adam Klein, 57 Jahre alt, aus Ravolzhausen, Kurhessen; f Susanna Dressel, 68 Jahre alt, aus Bensheim. 1 Newark, N. J. 14 Friedrich Gengnagel, 33 Jahre alt, aus Darmstadt. Bitte. 0 Damit auch dieses Jahr eine Christbe-⸗ scheerung für die hiesige Kleinkinderschule stattfinden kann, wird um gütige Beisteuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Emp: fange erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit.. ö 5 R Bertha Becker. Johannette Klippstein.* Adele Braden. Hilda Dieffenbach. Zum Elise Steinhäußer. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 2. Ad vent. fein feinste ———5ð5—— — 2 — — — — Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. N 10 Gottesdienst in der Stadtkirche. 1 5 Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Anthes. endelholz Gottesdienst in der Burgkirche. in gemah Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Velte. len, Mus Abends 5½ Uhr: Herr Missionar Thumm. 1 1 r bester Qu 4038 c r nichhaltig Sitzen, St Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Fugel, Kr —— Fhistbaumf Schriftlichen Anfragen, wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Me. Rudporac beizufügen, wenn auf eine prompte n parassn, Antwort gerechnet wird. J gedreht, Die Exped. des Oberh. Anz. 5 Jos Friedberg. Etne Gelegenheit Weihnachtsgeschenke 0 gut und billig zu kaufen, bietet sich im Weihnachtsaus⸗ 1 verkauf bei G. Schulhof. Besonders machen auf die roße Auswahl in Herren-Ueberzieher, Havellocks und Kaisermäntel Almen fat e 4879 Feu, 2 Friedberg. Bekanntlich hat der deutsche Reichs achläuf tag den Antrag auf Aufhebung des„Jesuiten-Ge— itt⸗Ta setzes“ zur Ueberraschung weiter Kreise angenommen. Uurste i Ohne in eine Kritik dieses Beschlusses hier eintreten zu n. wollen, spricht Einsender— gewiß im Sinne sehr Bieler Hautel d. — die feste Erwartung aus, daß in diesem Falle wie⸗ Noos-C der, wie leider schon manchmal, das politische Wohl 8 und der kirchliche Friede des deutschen Volkes beim Dikelseis Bundesrath in besseren Händen ruhen werden als beim Reichstag. Aber wie die schließliche Entscheidung l auch falle, die keinen wahrhaft nationalen und keinen ct zu wahrhaft evangelischen Mann zu beängstigen braucht 5 — jedenfalls ist es angezeigt, daß der zur Wahrung. e der deutsch-protestantischen Interessen gegründete„Ey. ö Bund“ zu dem merkwürdigen Reichstag-Beschluß Stellung nimmt. Es soll daher— voraussichtlich am Mittwoch 10 den 13. Dezember l. J.— in der Monatsversamm⸗ I lung der hiesigen„Ev. Vereinigung“(im Schmittschen* Saal) das Thema:„Der Reichstags⸗Beschluß bezuglich des Jesuiten-Gesetzes und die evangelische Kirche“ be 6 sprochen werden. Einem zahlreichen Besuche darf man onfe wohl entgegensehen. 4854 Professor ur. Weiffenbach. Die Herren Direktoren der zoologischen Gärten Pit in Berlin, Köln, Antwerpen ꝛc. und sonstige U. Autoritaten der Vogelkunde haben die Voß'schen Vogel 0 futter eingehend geprüft und die vorzüglichsten alf E welch nisse darüber ausgestellt. Die Gelehrten sind sich al e mitfül einig, daß das Voß'sche Vogelfutter nicht zu übertreffen uudschaf und das beste u. billigste ist. 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Anz, W Weihnachtsgesche m Weihnachtsalk rs machen auf“ er, Havellocks 9 5 erde der deutsche Rü „Jesuiten⸗g reise wre 3 hier eintretel!“ n 55 seht U diesem Falle. as politisch W schen Volles 0 ruhen werden d liche Euch ionalen und ke 97 n brallk 4035 beängüigen bu.— 74 bee e Empfehle Schlittschuhe b 10 50% 2 in großer Auswahl 4858 Bes 5. 10 1 8 5 5— 240 f mee Feiuste U Vorschuß eeiserne Schlitten „ lu She 105 empfiehlt Jean Huber. „Hes fluß bal 22 , Confekt u. Kuchen. Iläcksel. Bech e 1 Prima Lebkuchen prima Qualität, gesund und trocken, billigst r Ul. 13 8 5 zu haben bei e soglschen Git 4 Butter⸗ U. Auis⸗Confckt 4848 Gebrüder Mezger in Friedberg. 0d ligt, welches ich auch in meinem 5 Aechte Harzer Voß'schen 50% agen mitführe, worauf ich meine werthe D ion- G3 wa e 8 5 mache. 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Amtsgericht Friedberg. 4861 Sellheim. D Bekanntmachung. In das Handelsregister wurde heut folgendes eingetragen: J. Aus der unter der Firma„Karp Nohl& Wagner“ zu Reichelsheim i. d. W bestehenden offenen Handelsgesellschaft i am 1. Oktober l. J. der Theilhaber Peteß Joseph Wagner ausgetreten und führes die beiden verbleibenden Theilhaber daß Geschäft unter der Firma„Karpp& Nohl' weiter. 2. Jean Sellin zu Friedberg betreibt daselbst unter der Firma seines Namens eine Agentur für Handelsgeschäfte. Friedberg den 23. Nov. 1893. Großh. Amtsgericht Friedberg. Warthorst. Montag den 11. Dezember 1893. Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich an meiner Wohnung zwangsweise gegen Baarzahlung: 1 Hobelbank. Friedberg den 8. Dezember 1893. Bangel, ö Gerichts vollzieher. Bckanntmachung. Der Voranschlas der Gemeinde Ober Mörlen für 189495 liegt vom 10. Dez lid. Is. an, acht Tage lang, auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Ober-Mörlen am 7. Dez. 1893. Großh. Bürgermeisterei Ober-Mörlen. 4865 Born. 4862 4889 Eber⸗Versteigerung. Mittwoch den 13. Dezember l.* mittags 1 Uhr, soll ein der hiesigen Ge— meinde zustehender, zu schwer gewordener Faseleber, öffentlich meistbietend in der Wirthschaft des J. H. Michel dahier ver— steigert werden. 4868 Bruchenbrücken am 7. Dez. 1893. Großh. Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Wöl— fersheim für das Jahr 1894 95 liegt vom 9. bis einschließlich 17. l. Mts. auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau zu Jedermanns Einsicht offen. 1 4 * d. Is. verstorben ist, steht die Rückgah⸗ geffend:“ N 11 beginne sreffend: Das E U r. 25, so sstzer od Monat ehmigt ersagen reffend: 2 22 Macht u ovembe Stroh J Darm. Aunzig und alberne K wergehilfe Nometer 2 alsbauau enten u Schul gornhei ih die 3. Amann l, dem erstelle Achscheid penheim h eine L. Hocg zu 9 Wilerst J. Pfari Aer Str Kerennun dmann f zu; der schungs Wölfersheim den 8. Dezember 1893. Großh. Bürgermeisterei Wölfersheim. 1851 Heyer. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Melbach für das Jahr 189495 liegt vom 9. bis einschließlich 17. l. Mts. auf hiesigem Bürgermeisterei-Büreau zu Jedermanns Einsicht offen. Melbach den 8. Dezember 1893. Großh. Bürgermeisterei Melbach. 4850 Keil. Ein zweith. und zwei einth. Kleiderschränke, sowie zwei lackirte Bettladen hat billig 358 bei G. M. Reuß. zu verkaufen t 4822 F. Ickler, Möbelschreiner. Amissär