1893. Donnerstag den 83. Juni. M 66. 7 Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. . — — — — 1 — 225 S 2 2 2 — * Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. nnoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus— wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. an! getreffend: Reichstagswahl. aki, per Pfund. Windel. 8 ite, . 2 2 2 —8— — 2 „5‚¶„Kẽ2ꝛͥböütü bsleisch — —— Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Friedberg den 7. Juni 1893. F Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 5 Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Verfügung vom 23. Mai l. J.— Bericht über die stattgefundene orts— übliche Bekanntmachung des Orts und der Zeit der Wahl— noch im Rückstande sind, erinnern wir bei Meidung der unverzüglichen Ab— endung eines Wartboten an die Einsendung des Berichts, sodaß derselbe spätestens am 8. l. Mts., Mittags 1 Uhr, in unseren Händen ist. Dr. Braden. Wir bringen hierdurch wiederholt zur öffentlichen Kenntniß, daß die Wahlen zum Reichstag im ganzen Reiche auf Donnerstag den 15. Juni 1393 in estgesetzt sind und daß die Abstimmung um 10 Uhr Morgens beginnen und um 6 Uhr Abends geschlossen wird. Friedberg den 6. Juni 1893. kann in Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. r verden. ernage!l Deutsches Reich. rich hat sich heute von Schloß Friedrichshof“ Spanien. Pampelona, 6. Juni. Gestern sen ö Darmstadt, 5. Juni. S. K. H. der nach Griechenland begeben. Anfang Juli wird fand eine Kundgebung von etwa 10000 Per— „ Hroßherzog begab sich gestern Nachmittag nach sie zurückkehren und im Schlosse dahier längeren sonen gegen die Reformen der Regierung statt. 1 a Heppenheim a. d. B. zu der 20jährigen Stif— Aufenthalt nehmen. f. Die Aufständischen ziehen sich in das Gebirge 5 Künmit ungsfeier des Kriegervereins Heppenheim, ver“ Offenburg, 5. Juni. Auf dem gestern zurück, wo die Verfolgung' schwer ist. Die unden mit einer Delegirtensitzung des Krieger— stattgehabten Verbandstag des badischen Mili⸗ öffentliche Meinung verurtheilt die Auf— erbandes Hassia. tärvereinsverbandes hielt der Großherzog von ständischen. ger dal Jr. Waguns, N c, Sitz und U. sen g und Mog L Dem Präsidenten des Mozart-Vereins, Kauf⸗ kann Pfeil dahier, wurde das Ritterkreuz 2. Kl. des Ghilippsordens verliehen. Berlin, 6. Juni. Prinz Viktor von Italien, Graf von Turin, begab sich heute Mittag nach dem Neuen Palais, um Einladung des Kaiserpaares zur Frühstücks— afel zu entsprechen. Nachmittags begleitete der Zrinz den Kaiser auf dem kaiserlichen Dampfer bon — der Matrosenstation aus nach Spandau. — Wie das„Berliner Tageblatt“ meldet, pill der technische Ausschuß des Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes den Reichs— ganzler ersuchen, von einer Preisvertheilung in die deutschen Aussteller in Chicago abzu— auratan dn ehen und dafür Sachverständige zur Bericht— ü rxstattung über die von deutschen Ausstellern — eertretenen Gewerbezweige zu ernennen. Oi— 5. Juni. Die unabhängigen Sozialisten atten gestern in Rixdorf eine Versammlung „lezten 00 inberufen, welche von ca. 400 Personen, zwei er Sella, 5 3 erka u An Dritttheile Fraktionelle und ein Drittel Unab— nl Aan längige, besucht war und einen sehr stürmischen —— Hgerlauf nahm. Der Anarchist Bisenthal nannte zicken ie Redakteure des„Vorwärts“ und die Führer 85 beer Tun 1 7 15 mut, gem hierauf entstandenen Tumulte wurde die 1.̃ 5 Zersammlung polizeilich aufgelöst. rel Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyäne“, 45. Tomm. Korv.⸗Kap. Walter, ist am 4. Juni t gehen n Kapstadt eingetroffen. S. M. Kreuzer f nn Schwalbe“ erhielt Befehl von Sansibar nach uh. den abzugehen, wo am 21. d. die Ablösung furt a. M. 1 bn urch den Kreuzer„Seeadler“ erfolgt. Die „ Schwalbe“ tritt alsdann die Heimreise an. fa Das Schulschiff„Stosch“ ging heute nach fen, Schweden ab. a Schwerin, 4. Juni. Der Großherzog gh. st heute nach kürzerem Aufenthalt und früher e, ils beabsichtigt war, mit dem Erbgroßherzog 1 hierher zurückgekehrt. 5 Köln, 5. Juni. Die Centrums-Partei froklamirte in einer heute stattgehabten Ver— ammlung offiziell ihren bisherigen Abgeord⸗ veten als Candidaten für die demnächstige Wahl, vachdem er versichert, daß er wiederum gegen einer Baden eine hochpolitische Rede, welche unter anderem besagt:„Gehen Sie den geraden Weg der Ehre und wählen Sie nur Männer, welche die Kraft und die Macht des deutschen Reiches höher stellen als den Parteigeist, und welche in der Militärvorlage den Weg erkennen, auf dem Deutschland vor jeder Demüthigung zu bewahren ist.“ Nach dieser Rede folgte stürmisches Bravo der Anwesenden. Auf An— trag des Großherzogs wurde ein Huldigungs— telegramm an den Kaiser abgesandt. Ausland. Dänemark. Kopenhagen. Nach einer Meldung des„Standard“ ist hierselbst nichts bekannt über eine hier beabsichtigte Zusammen— kunft Kaiser Wilhelms und des Czaren. Frankreich. Paris. Der„Gaulois“ schreibt, die Regierung werde trotz der Wich— tigkeit des Cadresgesetzes sich enthalten, dessen Berathung bereits jetzt zu verlangen, aus Furcht, gewisse Vorwände zu Gunsten der deutschen Militärvorlage zu liefern. Der Kriegs— minister hätte sich mit dem Ministerpräsidenten darüber verständigt, die Wahl des neuen deutschen Reichstages abzuwarten, bevor an die Lösung dieser ernsten Frage geschritten werde. Die Zeitungen melden, daß demnächst die Bildung des zwanzigsten Armeekorps erfolgen werde und daß General Benin von der Marine-In⸗ fanterie zum Commandeur dieses Armeekorps ernannt werden soll. — Die französische Regierung macht in Konstantinopel große Bemühungen, um die Pforte zu möglichst weitgehenden Konzessionen bei der Grenzabsteckung zwischen Tunis und Tri⸗ polis zu bestimmen. Namentlich ist es ihr darum zu thun, daß die wichtige Stadt Ghadames in das tunesische Gebiet einbezogen wird. Bisher zeigt man sich jedoch auf der Pforte und im Palais nicht geneigt, die Forderungen Frank⸗ reichs zu erfüllen i Großbritannien. London, 6. Juni. Im Unterhaus erklärte der Abgeordnete Saundres, er weigere sich, an den Berathungen über Homerule theilzunehmen. Die Bill müsse zurückgezogen und durch eine neue, von einem be— sie Militärvorlage stimmen werde. Homburg, 5. Juni. Die Kaiserin Fried— sonderen Ausschuß ausgearbeitete, ersetzt werden. Italien. Rom, 5. Juni. 50 Gesell— schaften zogen gestern nach dem Capitol, wo an der Statue Garibaldi's Kränze niederge— legt wurden. Mehrere irredentistische Reden wurden gehalten. Amerika. Washington. Nach einer Drath— meldung äußerte gestern Cleveland gegenüber einem Berichterstatter, er werde eine außer— ordentliche Congreßsession zwischen dem 1. und 5. September einberufen. Die Hauptaufgabe des Congresses sei, eine geordnete Finanzlage zu schaffen. Man brauche sich nicht unnöthiger Beunruhigung hinzugeben und dürfe in die großen Hilfsquellen des Landes Vertrauen setzen. Aus Stadt und Land. W. Friedberg, 4. Juni. In dem großen Saale des hiesigen Saalbaues fand heute eine von dem Wahl— ausschuß der nationalliberalen Partei einberufene, all— gemeine Wählerversammlung statt, in welcher der von dieser Partei und dem Bund der Landwirthe aufgestellte Candidat, Graf Oriola sein Programm entwickelte. Die Versammlung war überaus zahlreich besucht, wohl über 600 Personen waren anwesend, und mußte ein größerer Theil der Erschienenen in den Nebenräumen und den Gängen Platz finden, da der Zudrang ein zu starker war. Nachdem Rechtsanwalt Jöckel die Ver— sammlung eröffnet und dem Candidaten das Wort ge— geben hatte, legte dieser in einstündiger, meisterhafter Rede dar, um welche Fragen es sich jetzt bei den Neu— wahlen drehe. Er betonte, daß heute in erster Linie nicht Parteiprinzipien in Betracht kämen, sondern daß es eine Frage des Vaterlandes sei, um welche gekämpft würde. Es sei eine Pflicht der Selbsterhaltung ge— wesen, die Zahl der jährlich auszuhebenden Truppen— kontingente zu vermehren, da das an Seelenzahl 12 Millionen schwächere Frankreich alljährlich ca. 34,000 Mann mehr wie Deutschland einstelle und sonach eine ganz gewaltige Uebermacht Frankreichs geschaffen würde, die sich von Jahr zu Jahr vermehre. Die Nothwendig— keit einer Heeresvermehrung hätten auch Männer aller Parteien eingesehen; ja gerade aus der freisinnigen Partei und der Centrumspartei hätten sachverständige Abgeordnete wie Major a. D. Hinze und Frh. von Huene sich die größte Mühe gegeben eine Vermehrung der Heeresstärke durchzusetzen. Um so weniger sei für die Minderbegüterten eine Veranlassung vorhanden gegen die Militärvorlage aufzutreten, da die Kosten der Heeres— vorlage von den stärkeren Schultern der besitzenden Klassen getragen werden sollten. Einer Erhöhung der Bier⸗ und Branntweinsteuer werde er nie zustimmen, dagegen sei es sehr wohl möglich, von einer Mehrbe⸗ lastung der unteren Klassen und des Mittelstandes ab⸗ zusehen, da durch Erhöhung der Börsensteuer, Einführ— ung einer Besteuerung des Schaumweins, stärkeren Heranziehung der Einkommensteuerklasse über 10,000 3 ä —. F 5 8 e— 5 5 8 — à-—w—————ĩ—ĩ——¼ 2 8 1 — Mark, Schaffung von Luxussteuern, reichliche Mittel ge⸗ funden werden könnten, die Kosten der Heeresvorlage zu bestreiten. Die Militärvorlage entspreche aber auch den Forderungen der Gerechtigkeit und den langjährigen Wünschen des Volks; durch Annahme der Vorlage sei die allgemeine Wehrpflicht nahezu verwirklicht und die ies laß Dienstzeit gesichert. Würde die Wehrvor⸗ age abgelehnt, so würde die Ungerechtigkeit weiter be⸗ stehen, daß viele Tausende wehrhafte Männer in Folge ohen Looses zu Hause blieben. Endlich entlaste die ilitärvorlage auch die Landwehr, da unverheirathete und jüngere Männer zuerst berufen seien die Grenzen des Vaterlandes zu schützen, während die verheiratheten Landwehrmänner erst in zweiter Linie in's Treffen kämen. Unser Candidat verbreitete sich hierauf über die weiteren Aufgaben, die im demnächstigen Reichs⸗ tage zu verwirklichen seien. Er erklärte, daß alle Kraft daran zu setzen sei, den Mittelstand und Bauernstand zu erhalten. Ohne daß Landwirthschaft und Handwerk blühe, sei auch ein Blühen von Handel und Industrie nicht denkbar. Unser Mährstand, die Landwirthschaft, welcher 42 pCt. der Bevölkerung ausmache, müsse be⸗ wahrt und geschützt bleiben von weiterer Herabsetzung der Zölle, da sie sonst in ihrer Existenz bedroht sei. Mit dem Rufe, daß es gelte den Wahlkampf für Kaiser und Reich zu führen, schloß der Redner, der mit jubeln⸗ dem Beifall belohnt wurde. Hierauf bat ein Führer der Frankfurter Sozialdemokraten, Westphal, um das Wort und wurde diesem auch solches ertheilt. Derselbe wendete sich gegen die Nothwendigkeit der Wehrvorlage und führte unter anderem aus, daß ein äußerer Feind ja gar nicht vorhanden sei. Mit schlagenden Worten wurde der Redner durch den in Bad⸗Nauheim zur Kur befindlichen Oberstlieutenant von Schmid aus Stutt⸗ gart, der die Feldzüge 1866 und 1870 mitgemacht, widerlegt, der ausführte, daß die Geschichte doch klar beweise, wie Frankreich stets seit Jahrhunderten der Erbfeind Deutschlands sei, das jetzt nur noch nicht den . Augenblick der Revanche gekommen sehe. Fine Vermehrung der Armee sei unabweisbar, da heute mehr wie je die Ueberlegenheit an Truppenzahl den Ausschlag gebe und bei Weißenburg, Spichern und Wörth unsere tapferen Truppen in Folge ihrer Ueber— macht über das französische Heer den Sieg so rasch er⸗ rungen hätten. Nachdem auch Graf Oriola noch einige s. w. schlagen“ in jungen Mannes. verheerenden und vernichtenden Folgen des 30jährigen Krieges zu verdanken, daß dieses edle Kampfspiel unter⸗ Wie lange Zeit bedurfte es doch, um in Deutsch⸗ ging. land überhaupt wieder den Uebungen zu beleben. nicht wieder unseres Volkes verharren in dem lethargischen und un⸗ gesunden Zustand von Bewegungslosigkeit. r. Bad⸗ capelle erfreuen sich auch in diesem Jahre eines zahl⸗ reichen Besuches der K urfremden. läßt es sich nur Gutes, sondern auch manches Neue zu bieten; also brachte er unter anderm am letzten Montag Nachmit⸗ tag auch den von dem hiesigen Lehrer Auffarth im 74. Lebensjahre Ausführung Wort warmen Lobes für die prächtige Excutirung dieses Tanzes aussprechen. Nidda, 2½ Uhr in sonenzug entgleiste vor dem hiesigen Bahnhof die Maschine rungslosigkeit hat die und ein Packwagen. „die Kunst, den Ballen mit der Raggeten zu]Laden stehe. Wir können unserm Orchester nur ein ihnen der Meister gab, alle ihre Angehörigen, 0 f Das läßt doch darauf schließen, das Repertorium eines wohlerzogenen daß Leute, die sonst kauften, hungrig blieben. Wir haben es einzig und allem den— Einer von unseren Brüdern berichtet, noch nie, wie im letzten Winter habe er weinende es doch, utsch⸗Männer gesehen, weinend über ihre Brot- und u. ee e Arcbelslosaleite Dare, fe ee gewonnen: gerade die gebildeteren Schichten begegnet mit neun, mit zwölf Kindern, die Monate lang ohne jeden Unterhalt waren. In dem einen Hause erhielten zwei kleine Knaben nothdürftig ihre Eltern Wochen lang, Muͤsikdirektor Machts indem sie bei bitterer Kälte ohne Ueberzieher, f recht angelegen sein, dem Publikum nicht mit zerrissenen Stiefeln, fast auf Strümpfen früh und spät umherliefen, um Zeitungen aus⸗ zutragen. In einer anderen Familie waren es drei Lehrlinge, die mit dem Bischen, was Nauheim. Die Coneerte unserer Kur⸗ komponirten Terrassen⸗Polka⸗Mazurka zur 14 Köpfe, ernähren mußten. Es war in der That ein furchtbarer Jammer, der über Tau⸗ senden lag. Fast noch schlimmer als die Nah, große Kälte auf die Leute gedrückt. In einer Familie war wenig 6. Juni. Von dem gestern Nachmittag der Richtung nach Schotten gehenden Per⸗ p. Frankfurt. f 9 11. Juni, Nachmittags 3 Uhr, auf der Rennbahn am gewandert; die Leute hatten kein Holz, um zu Forsthaus a santen Verlauf zu nehmen. welche 94 Meldungen gemacht wurden zur Entscheidung. Darunter 2 zum Schluß die Große Frankfurter Subscriptions⸗ Steeple-Chase mit einem Preis von 11,500 Mark; für] Wasser gefroren, diese sind d genannt, so welches bis Kreuzn Ausführungen des ssozialistischen Führers unter dem Beifall der Versammlung auf ihre Unhaltbarkeit zurück— blieben todt, geführt hatte, wurde die Versammlung mit einem Hoch verwundet. auf den Kaiser seitens des Vorsitzenden geschlossen. b. Friedberg. Der überaus ungünstige Stand der meisten Futtergewächse und die daraus sich ergebende Befürchtung einer Futternoth hat Großh. Ministerium veranlaßt, den Kreisämtern zu empfehlen, den bezüg⸗ lichen Zuständen und den durch dieselben der Land— wirthschaft drohenden Gefahren ihre besondere Auf- insoweit merksamkeit zu widmen. Insbesondere soll, erforderlich, nach vorgängigem Benehmen mit kundigen Landwirthen und nach Ermittelungen an Ort nud Stelle Stand der am vorigen Montag früh Berlin verließen, ist als erster heute Nachmittag 4 Uhr 45 Min. der sächsische Schrift⸗ baldigste Vorlage über den dermaligen Futtergewächse und darüber erfolgen, ob begründete Aussicht vorhanden sein dürfte, daß die Viehzucht und setze überhaupt Landwirthschaft treibende Bevölkerung in der traf um 6 Uhr der Ingenieur Elsässer ein. Lage sein wird, aus eigenen Mitteln den Viehstand zu erhalten, oder ob hierzu irgend welche besondere Maß— nahmen und durch wen und in welcher Form erforder— lich erscheinen dürften. K. Friedberg. Die Untersuchungen des Limes sind vor vierzehn Tagen wieder aufgenommen worden. Es wurden zunächst die zwischen der hessischen Grenze bei Wehrheim und der Kapersburg gelegenen Pfahl grabenthürme untersucht, welche zum Theil sehr über- raschende, von der seitherigen Annahme abweichende Resultate ergaben. Die Kapersburg selbst, in welcher vor zehn Jahren durch G. Dieffenbach gegraben wor den war, soll in zwei oder drei Jahren, wann der dasebst befindliche Wald durchforstet werden wird, genau und vollständig untersucht werden. In den letzten Tagen wurde das zwischen Hochweisel und Hausen gelegene, unter dem Namen Hunnenkirchhof bekannte kleine Zwischenkastell in Angriff genommen und große Theile der Mauer derselben freigelegt. An diese Arbeit wird sich die Untersuchung des dicht davor liegenden, vor Kofler gefundenen kleinen Kastells und einer bei dem Exerzierplatz der Butzbacher Garnison gelegenen Schanze anschließen. Ein Besuch des ausgegrabenen Kastells, das bis zu Ende dieser Woche offen liegen wird, ist ge wiß lohnenswerth.. C. T. Friedberg. Ueber das auch in Friedberg in Aufnahme kommende Lawn-Tennis-Spiel entnehmen wir der empfehlenswerthen„Zeitschrift für Turnen und Jugendspiel“ das Folgende: Lawn-Tennis ist ein alter Freund, den wir in neuem Gewand nach ungefähr 200 jähriger Trennung wieder begrüßen. Dies verhält sich folgendermaßen: Lawn Tennis mit seinem Spiel- Princip, dem Schläger, dem Ball, dem Netz, der Art zu zählen u. s. w. ist dem uralten Tennis, in Frank reich jeu de Paume genannt, entnommen. Der einzige in die Augen springende Unterschied ist der, daß der Kampfplatz bei Tennis ein geschlossener Raum, Ball haus, bei Lawn-Tennis dagegen ein durch Linien abge grenzter freier Platz ist. Um die Wende des 16. Jahr hunderts war Tennis in Deutschland weit verbreitet und viel geübt. Die Acten nennen es überhaupt nur „das Ballspiel“, als ob es sonst keins gegeben hätte. Ballhäuser waren an fast allen Universitäten und in größeren deutschen Städten, an den Höfen der Fürsten, und es gehörte gerade wie Tanzen, Reiten, Fechten u. das habe er noch Freibu wurden wegen langjähriger Milchpantschereien zu hohen kommen sie aufs Ungewisse in den Irrgarten Geld- und Gefängnißstrafen verurtheilt. Rottenburg, 5. Juni. deutender Kirchenhistoriker, ist heute gestorben. München. f Influenza und typhösen Erscheinungen zur Zeit 400[auf dem Lande Mann erkrankt. 1 1 Zeugremisen Wien, Pest, 6 stiegen die entgleist. 25 verletzt. 1 Paris, 4. Juni. platzte gestern Nachmittag eine dort gelegte Dynamit⸗ patrone. D sind tödtlich verhaftet. Nimes Nimes Theater nach Schluß der Vorstellung Feuer aus. lust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. 5 Rom. Crisafulli in Catania drangen am 31. Mai am hellen Tage sechs . den Haush und raubten ungefähr 50,000 Lire in Werthgegenstän den und in baarem Gelde. wegen dieser Räuberthat große Aufregung. Athen. wird, hat marmorne Apollostatue freigelegt. der besten lichkeit mit d kund ist mi wohl erhalten. doine, Great Paul, Sandown, Dunkelmann, Pleurui⸗ cheuse, u. a. und wenn je, so wird sich diesmal ein Ausflug nach samen und Frankfurt lohnen. explodirte gestern Abend in Kirn ein durchfahrender Menschen. Pulverwagen setzer am Floridsdorfer Start eingetroffen; als zweiter vielen Orten werden Ueberschwemmungen gemeldet. 3 Pest, 6. Juni. Strecke Kecskemet-Pußta⸗Pakay ein stark besetzter Zug 17.40 M., Korn 16.80 M., Gerste 16.00 M Hafen tillerie-Regiments im Feuer platzte ein Bronzegeschütz Norddeutsche älteren Syfs a 5 0 (wurden getödtet. bis 25.50 M., Nr. 0/1 23.0— 24.00 M., Nr. 1 21 Hausrath; sechs Stühle war alles. Fünf da⸗ 9 Allerlei. von sind im Laufe des Winters in den Ofen Die Hindernißrennen, welche am bgehalten werden, versprechen einen interesc heizen. In einem elenden Stübchen fand der Es kommen 6 Rennen für] Stadtmissionär eine richtige Eisbahn. Das kleine Kind hatte aus Versehen den Eimer um, geworfen. Bei der grausigen Kälte war das ie besten Steeplechase-Pferde Deutschlands a* 5 hatten Funny, Face, Frondeur, Rosabella, Sar⸗ e e 0 Wan 1 Dies ist das größte Hindernißrennen, eigentlich solche Noth der Arbeitslosigkeit in jetzt in Frankfurt und Umgegend stattfand, unserem aufstrebenden Reich, in der betrieb fleißigen Millionenstadt Berlin! Zum großen Theil durch die Thorheit des Es ist, als ob die großen Städte inmitten der Stadt. Zwei Personen eine magnetische Kraft an sich hätten, welch drei Personen sind schwer und zehn leicht, die Leute aus den Provinzen, wo sie es of Gegen 20 Häuser wurde beschädigt.„ 5 rg i. B. Mehrere große Oekonomen so gut haben, unwiderstehlich anzieht. De Flach⸗, 2 Hürden⸗ 1 Jagdrennen und Dem„Tageblatt“ zufolge ach, 4. Juni. curtheilt. i unserer Residenz, und manchmal nach wenigen Bischof Hefele, ein be- Wochen oder Monaten sind sie nicht bloß em täuscht, sondern zu Grunde gerichtet.— Bleib. und nähre dich redlich! Daß Die gesunde Mannschaft bezieht die ist der beste Rath, den man Großstadtluftbe⸗ auf Oberwiesenfeld. gierigen geben kann. 4. Juni. Von den Distanzgehern, welche Handel und Verkehr. Friedberg, 6. Juni. Fruchtpr. Weizen M. 17.20 bis 00.00, Korn M. 15.50 16.00, Gerste M. 15.50 der Ingenieur Elsasser ein. nausse bis 16.00, Hafer M. 18.00 0 able Preise ver⸗ Flüsse enen ee stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. ö 9 seh 1 n Friedberg, 7. Juni. Buttermarkt. Butlez kostete per Pfund M. 1.00—1.20, Eier 1 Stück 6 N. Grünberg, 3. Juni. Fruchtpreise. Weizen Vom Infanterie-Leibregiment sind an Gestern Nachmittag ist auf der Passagiere wurden theils leicht, theils schwerf 19.00 M., Erbsen 18.00 M., Linsen 00.00 M., Wicke 5— 5 16.00 M., Lein 00.00 M., Kartoffeln 5.60 M. S In einem Kaffeehaus in Alais 00.00 M. N15) M., Kartoffeln 5.60 M., Saum Hiesigeg Frankfurt, 5 „3. Juni. Beim Ererzieren des 19. Ar⸗ ee Verband 17.503080 N Zwei Offiziere 23.00—24.00 M. Wee— 9 243 Juni. Fruchtbericht. as Lokal wurde arg verwüstet, 2 Personen verwundet. tems beim sechsten Schuß. „6. Juni. Heute Nacht brach im Scala⸗ bis Ver 22.50 M. Umgesetzt wurde: Weizen neuer 11 unserer Umgegend 17.50 00.00 M., frei Bahn hien 17.50—17.60 M., Redwinter la. Qualität 17.25 bei 1800 M., do. Steamer rade 17.25— 17.50 M., Kaufen 95.18 75 5 375 9 1 Briganten ein, fesselten und mißhandelten hiesiger n 1 See errn, seine Familie und die Dienerschaft M., Hafer 17.00—18.00 M. Raps 60.0000 00 Ml. herrscht Mais beschädigt 12.00 M., Malzkeime 10.00—10.25 K. Roggenkleie 11.— M., Weizenkleie 9.50—1000 N. Wie dem„Standard“ von hier gemeldet 5 7 5 e Pease gere man in Delphi am Dienstag eine tolossale per 100 Kilo ab hier, häufig„ loco auswärtiys 0 t. Die Sculptur gehort] Stationen und bei mindestens 10,000 Kilo. antiken Kunst an. Die Statue zeigt Aehn Frankfurt, 5 Juni Viehmarkt Der heut 3 München befindlichen Apoll von Trura Markt war mit 418 Ochsen 10 Bullen 686 Kühen, Stien⸗ t Ausnahme eines Bruchs der Nase schr. Rindern, 447 Kälbern, 170 Hämmeln, 592 Schwer befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Och n In das Haus des Universitäts-Professors In der Stadt in eine folgendes Berliner fand im besuchen in acht Tagen 17 arbeitslose Familien. Pfg., 2. Qual. 5758 Pfg. — Ein Bäcker erzählte, es seien ihman einem einzigen 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 60 K 63, 2. Qual. M. 52— 56, Bullen 1. Qual. M. 43 10 Wer gern Großstadt ziehen möchte, der lese 15, 2. Qual. M. 40—42, Kühe, Stiere und Rinder“ Qual. M. 50—53, 2. Qual. M. 3842. Alle Bruchstück aus einem Berichte der e f 5 25 5 hte der 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. 53—57 Mf. Stadtmission: Ein Stadtmissionär 2. Qual. 9 95 3 8 56—58 Pf letzten Winter bei seinen Armen⸗ 2. Qual. 48.—92 Pfg., Schweine 1. 59—4 Qual. 5 Alles per Pfund. Frankfurt, 6. Juni. Heu kostete der Centre 7.40—8.00 Stroh der Ctr., Roggenstroh M ane 50 Brote übri I 12 g N 5 Ben 35 Tage 50 Brote übrig geblieben, bis 4.80, Weizenstroh M. 4.20, Haferstroh M. 330 nicht erlebt, solange sein Wirrstroh M. 3.30. Angefahren waren 15 Wagen. hong Ga an fd Am 4 150 ebalg de ec n, M 5 e Foolfes wet überz 5 90 die 90 Vütdig e ahmen f ait de abergun unmen r Stad chen in act al Ide Lebe deen; U zumal det gaben geit sin nung dwarf e tiedber uchmit setage Ausdruc Lasse nann, bens 0 gsegnett — 80 Karl R en Hofra Huhbach, Mane lagen eir delanntn Hureau aur Einf b etwa h Aus Fried oßhe AN dent Kserune Win Mags der über z. bchen fand isbahn. 3 den Eimer g, Kälte kbar! te hatten g. ser zu mat Woher lun beitslosigkel in der bel nstadt Mell Thorheit großen Eil hätten, wih wo sie ei anzieht.! den Irtgun il nach weh nicht bloß! chtet. 5 M h redlich! Großstadthaß — ehr. „ Weizen M. „Gerste M. „Alle Pre Zollpfund. deren de Eier 1 Sul uchtpreise. 0 M n 00.00 M. n 5.60 M,. eizenneble. 0 hier 0 Nr. 4 Berloosung. Hamburg, 1. Juni. Serien⸗Ziehung der Köln⸗ Mindener⸗Loose. 220 2173 2551 2846. Die Gewinn⸗ zehung findet am 1. August 1893 statt. Aufruf. Am 4. und 5. Juli l. J. soll der Stadt ind evangelischen Bewohnerschaft Friedberg sie Freude und Ehre zu Theil werden, daß in hren Mauern das 50 jährige Jubelfest ses hessischen Haupt-Vereins der Gustav⸗ Üdolf⸗Stiftung begangen wird. Wir sind sest überzeugt, daß die evangelische Gemeinde, a die ganze Stadt, dieser Auszeichnung sich würdig erweisen, am Feste eifrigen Antheil gehmen und den altbewährten Ruf ihrer Gast— lichkeit den Festbesuchern gegenüber, durch Be— herbergung und sonstiges freundliches Entgegen— sommen bekunden wird. Die für Schmückung der Stadtkirche, sowie für Correspondenz, An— eigen in den Zeitungen u. a. m. entstehenden nicht allzu beträchtlichen Kosten wird gewiß die Liebe der Glaubensgenossen gern und leicht decken; und es wurde bereits und ist noch allen, zumal den Begüterten, die aus freien Stü cken Gaben für genannten Zweck zu verabfolgen bereit sind, Gelegenheit gegeben, diese ihrer Ge— sinnung zu bethätigen. Wohl kaum der Bitte bedarf es, es möchten die evang. Bewohner Friedbergs durch Herausstecken ihrer Fahnen am Nachmittage des 4. Juli und am ganzen Haupt⸗ festtage ihrer Sympathie für einen Verein Ausdruck geben, dessen herrliche Devise lautet: „Lasset uns Gutes thun an Jeder⸗ mann, allermeist aber an des Glau- bens Genossen!“, und der durch seine reich— deutschen Volkes erobert hat. In der Hoff— nung, daß uns zu den Festtagen durch Gottes Gnade freudige Herzen, willige Hände und schöne, sonnige Witterung bescheert sein möch— Friedberg ein herzliches Glückauf zum 50 jährigen Jubelfeste unseres hessi⸗ schen Gustav-Adolfvereins! vertrauens voll zu. Friedberg im Juni 1893. Das Comité des Gustav-Adolf-⸗Festes. In Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New-Mork City. Lina Fritzel, 15 Jahre alt, Tochter von Wilhelm Fritzel, aus Offenbach. Valtimore, Md. Philipp Wegfarth, 70 Jahre alt, aus Petterweil; Justus Müller, 46 Jahre alt, aus Alten-Buseck. 2 Louisville, Ky. Conrad Schöffel, 79 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. Washington, D. C. J. B. Chas. Klotz, 69 Jahre alt, aus Großen-Linden. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 10. Juni 1893. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 30 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Schrifterklärung. Um 4 Uhr Minchagebet. Sabbathausgang 9 Uhr 30 Min. Mittwoch den 14. u. Donnerstag den 15. Juni 1893: Neumond Tamus. ö Wochengottesdienst von Sonntag den 11. Juni an gesegnete Friedensarbeit sich die Herzen des Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 7 Uhr 30 Min. ten, rufen wir allen evang. Glaubensgenossen 8 und der ganzen Einwohnerschaft der Stadt 5 Am 11. Juni c., Nachmittags 3 Uhr: ———— 6 rohe Hindemih⸗Rrnnen Frankfurt a. M. auf der Reunbahn am Forsthaus. 6 Rennen mit 94 Meldungen, darunter: Grosses Hürden- Rennen Freis Mark 4000. Große Frankfurter Subseript.⸗Steeple⸗ Chase Mark 11,500. lte Trib. Mk. 6, Damenk. Mark 4, lte Trib. Mk. 1.50, Stehplatz 50 Platz, Wagenkarten M. 5 — 2 Schriftlichen Anfragen wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Rückporto beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort gerechnet wird. Die Exped. des Oberh. Anz. Geld⸗ Cours. Frankfurt am 6. Juni 1893. Geber. Nehmer: M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke„%% 75 in ½„ eee Dollars in Sold 4. 16 Deines 9. 60 ,,, 65 9. 60 Englische Sovereiigggs 20. 45 20. 41 Russ. Imperial 16, 70 Arbeits⸗Vergebung. Bekanntmachung. Karl Rumpf zu Butzbach beabsichtigt in der Hofraithe Flur 1 Nr. 641, Gemarkung Butzbach, einen Dampfkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung dieser Anlage legen eine Woche, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet, auf dem Zureau Großh. Bürgermeisterei Butzbach sur Einsicht offen. Binnen gleicher Frist ind etwaige Einwendungen bei Meidung des Ausschlusses dortselbst vorzubringen. Friedberg den 2. Juni 1893. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 2427 Dr. Braden. Submission. Zur Renovirung des Frauenbades der sraelitischen Religionsgemeinde zu Helden⸗ bergen werden schriftliche Angebote in Prozenten auf nachbenannte Arbeiten und Jieferungen bis Donnerstag den 15.d. Mts., Mittags 12 Uhr, erbeten. Veranschlagt zu M. 240 Maurerarbeit Steinhauerarbeit 1 Zimmerarbeit 0 Dachdeckerarbeit„ 30 Schreinerarbeit„120 Schlosserarbeit g Glaserarbeit 73 flasterarbeit 2 Spenglerarbeit 0 Weißbinderarbeit„ 265 Mauersteine zu liefern 1 Russensteine zu liefern 182 Grubensand zu liefern. Schlackensand zu liefern 3 Anfahren desselben 2 Basaltpstastersteine zu liefern 232 Hydrl. Kalk zu liefern 3 Weißkalk zu liefern 31 Cement zu liefern 1 15 I Steinsetzen und Sandmessen 1 Voranschlag und Bedingungen liegen in der Wohnung des Unterzeichneten zur Ein⸗ sicht offen, woselbst auch die Offerten ein⸗ zureichen sind. Heldenbergen den 5. Juni 1893. 5 S. Schatzmann, 2429 Imperial⸗Orangen, vorzügliche haltbare Qualität, sowie neue egyptische Zwiebeln J. Vorsteher. Dienstag den 13. d. Mts., Nachmittags 212 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Assenheim nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen öffentlich zur Vergebung ge— langen: Weisbinderarbeit, veranschl. zu 360,— M. Pflasterarbeit 180,50„ Liefern von Pflastersteinen 1 0„ Pflastersand 157—„ 1 Schlackensand 99 Anfahren desselben 30,.—„ Steinsetzen und Sandmessen 150 Friedberg den 6. Juni 1893. 2428 Zörb U. Holz⸗Versteigerung. Freitag den 9. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Gemeindewald dahier (Lohrweide) folgendes Holz zur Ver⸗ steigerung: 144 Rm. Eichen⸗Schälknüppel, 2500 Stück Eichen-Schälwellen, 161 Stück Baumstützen. Die Zusammenkunft ist am Aufeldweg. Assenheim den 6. Juni 1893. Großh. Bürgermeisterei Assenheim. e Best. 2435 Schwalheimer Mineral⸗Brunnen. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wegen Reinigung des Brunnens Samstag den 10. d. Mts. an diesem Tage Wasser nicht abgeholt werden kann. f Bad-⸗Nauheim den 5. Juni 1893. Großherzogliches Salinen und Bergamt Versteigerungs⸗ Anzeige. Donnerstag den 8. Juni l. Js., Vor⸗ mittags 9 Ühr anfangend, werden im Schloßhofe zu Friedberg die N Schloßverwalter Dönges Wwe. zugehörigen 1 Sopha, 2 Küchenschränke, eg und kl., 1 runder und halbrunder Tisch, 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, j und 1 Nachttisch, 2 Bettladen, 1 mit Sprungfedermatratze, mehrere Stühle, ein Sessel, 6 große Oleander, Blumentöpfe und sonstige Hausgeräthschaften. . 1 · Franz Joseph Nees, Geschäftsempfehlung. Dem hiesigen und auswärtigen Publi⸗ kum hiermit die Anzeige, daß ich mit dem Heutigen hier eine Küferei errichtet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, alle in dieses Fach einschlagende Arbeiten reel und pünktlich auszuführen. Werkstatt und Wohnung befindet sich im Hause des Herrn Schreinermeister Kreuder. Achtungsvoll 2387 J. Bullmann. Ein Di 7 gutmöblirtes Zimmer ist sofort zu vermiethen an einen soliden Herrn. Kaiserstraße 26. 2374 2305 Einige Stück prima Apfelwein abzugeben in größeren, sowie in kleineren Gebinden bei Ober-Wöllstadt. 3 G. Höbel, Wirth. 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Freunden, Bekannten, sowie einer werthen Nachbarschaft die er⸗ gebene Mittheilung, daß ich heute den D LEssighaus⸗Jelsenkesser übernommen habe. Es gelangt nunmehr das so sehr berühmte Bier der Brauerei Essighaus zum Ausschank. Um geneigten Zuspruch bittet Friedberg den 1. Juni 1893. a Hochachtungsvoll 2 Max Probst. 4 17 17 Mähler Wersammlun —— 4 Die ausgeschriebene Versammlung von Du. Böckel findet nicht im„Saalbau“, sondern Essighaus⸗Felsenkeller, Freitag Nachmittag 2 Uhr statt. Referent: Dr. Böckel. Bemerkt wird, daß meine Lokalitäten Jeder Partei zur Ver⸗ fügung stehen. 2437 Friedberg. Max Probst. Ueichstagswahl. Sonntag den 11. Juni, Naßmitinge 4 Uhr, findet im Saalbau zu Friedberg eine öffentliche Wähler-Versammlung statt, in welcher der Candidat der freis. Volkspartei Herr Rechtsanwalt Wilhelm Grünewald aus Gießen Alle Wähler sind hierzu eingeladen. Der Wahl-Ausschuss. Farben, trocken und in Oel gerieben, Oel⸗ und Spiritus⸗Lacke, sowie große Auswahl in allen Sorten Pinseln empfiehlt in den besten Qualitäten zu billigsten Preisen 2289 Wilh. Bernbeck. Bauausführung. Für alle in sein Fach einschlagende Arbeiten empfiehlt sich Architekt Rob. Wedel, Friedberg. Vorschuß- und Creditverein zu Friedberg, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. sprechen wird. 2436 2191 Strohhüte, Sonnenschirme, Cravatten, Filz⸗ und Seidenhüte empfiehlt 2237 C. Kalbfleiseh- Fahnen, Flaggen, Zelttücher, Fertige Zelte. aT e eee in Cattun, Batist, Satin und Mousseline in sehr großer Auswahl empfiehlt zu an⸗ erkannt billigen Preisen 2066 G. F. Aletter. Hroße Auswahl in Vorhängen und Rouleaux bei 1912 G. M. Reuss. —— 2 S—— in den beliebten feinen Uualitäten à M. 1.70, 1.80, 1.90, 2.00 das Pfund. In Friedberg zu baben bei; L. Adler, Ferd. Damm, Wilh. Fertsch, Fr. Hilbreebt Wwe., J. L. Pauly, Ph. Dan. Kümmicb, L. Strauss Wwe., J. A. Windecker; in Zellersheim: Samuel Loeb; in Echzell: S. Simon Wwe. u. M. Simon Wwe.; in Gettenau Wolf Leopold; in Gross-Karben J. Grünebaum Wwe.; in Heldenbergen: Is. Scheuer; in Hungen: S. Klipstein; in Klein- Karben: S. Ortenberger; in Bad Nauheim G. Ph. Ludwig; in Nieder-Weisel: H. Heine- mann; in Nieder-Wöllstadt: Tob. David; in Rendel: IIrch. Kircbner; in Reichels- deim: F. B. Schwarz; in Rodheim David Stern I. und Jsaae Strauss II.; in Wohn- dach: David Mayer und Gerson Wallen— stein. 1369 A. Zuntz sel. Wwe., königl. Hoflief., Damptkaffeebrennereien, Bonn, Berlin, Hamburg. Gegründet 1837. Inhoflen's gebrannten 5 0 0 0 Jaya- Kaffee, anerkannt wohlschmeckendster und im Gebrauch billigster Kaffee, zu 90 und 95 Pfg. per ½ Pfund Packet empfiehlt stets frisch 2196 Wilh. Fertsch. — 8 n 2 15 4 Wir bringen hiermit wiederholt zur Kenntniß, daß wir den An— Kalb lei besorgen, und Verkauf von Werthpapieren aller Art billigst Coupons stets 1 Monat vor Verfall provisionsfrei einlösen, aus- ländische Noten umwechseln, verlooste Obligationen gegen Erstattung unserer Porto-Auslagen einziehen und die Erhebung neuer Zinsbogen erwirken. f rz Tratten auf alle größeren europäischen u. ü berseeischen Plätze, namentlich Nord-Amerika, werden von uns direkt aus— geschrieben und können Auszahlungen dahin rasch vermittelt werden. Unsere Verloosungslisten stehen unseren Geschäftsfreunden, behufs Nachschlagung aller Anlagen und Loospapieren zur Ver— fügung. 172 ist stets zu haben bei 2382 W. Waas, Metzgermeister. Für Rettung von Trunksucht! versend. Anweisung nach 17jähriger ap⸗ probirter Methode zur sofortigen radi⸗ kalen Beseitigung, mit, auch ohne Vor A wissen, zu vollziehen, D keine Berufs⸗ störung, unter Garantie. 2 Briefen sind 50 Pf. in Briefmarken beizufügen. Man adressire:„Privat- Anstalt Villa Christina bei Säckingen, Baden.“ 2295 Taunusclub Wetterau. Der Feldberg-Ausflug kann wegen Mangels an Familienwagen erst Sonnta den 18. Juni stattfinden. Anmeldungen haben bis längstens 11. Juni zu er⸗ 9 folgen. 2430 Felsenkeller Essighaus. Ein gutes Kegelspiel, mehrere Kugeln, billigst zu verkaufen. 2441 Friedberg. Max Probst. 75. Fommer-Pantoffel in großer Auswahl und bester Qualitat billigst. 2439 Heinr. Diehl, Usagasse. Frisch eingetroffen 22 Ochsenfleisch ohne Knochen und ohne Fett, gepökel, vorzügliche Qualität, saftig und wohl. schmeckend, per Pfund 60 Pf., empfiehlt 2445 J. A. Windecker. Weiße gestickte Kinderkleid⸗ chen, Kattun- u. Baumwoll⸗ Flanell⸗Kleidchen, alle Sorten Schürzen in großer Aus⸗ wahl zu billigen Preisen bei 24042 5 Geschwister Schloß. Frische Schellfische, 8 abliau in Eispackung bei 2438 Wilhelm Fertsch. Aniversal⸗Dünger; empfiehlt Ph. Dau. Kümmich. 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