M ada IL 90,93 0 100 Adler, Leop. u Ar, Gunderloh,, us Kögler. F. W. Ales, 9 Flerstadt!“ t. Assenhel lehenbriüel elt G. Hel ödhelmi 9“ Hessenberger l L Obe HI l. König Sunn Cassel. Neude! Doerhelm Welsel:% ler- WöIlA oss- Karben Grünebaum.“ ieh ilch Euren 4 Bu „ Ent Betreffend: Ausästungen der Baumpflanzungen an Telegraphenleitungen. 1393. M 131. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Dienstag den 7. November. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. N Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Friedberg den 1. November 1893. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Entsprechend einem Ersuchen der Oberpostdirektion Darmstadt beauftragen wir Sie, bezugnehmend auf unsere Verfügung vom 23. Dezember 1890, Kreisblatt Nr. 152 von 1890, gelegentlich der bevorstehenden Winter- und Frühjahrs-Ausästungen der an Communal⸗ straßen, sowie in den Ortschaften bestehenden Baumpflanzungen dafür Sorge zu tragen, daß die längs dieser Straßen geführten Telegraphen— leitungen vom Baumwuchs soweit freigelegt werden, daß Berührungen mit den Aesten auch für den Sommer bezw. beim fernerem Wachsen der Bäume ausgeschlossen bleiben. Der Wuchs der Anpflanzungen ist so zu reguliren, daß nach allen Richtungen mindestens zwei Fuß um die Leitungsdräthe ganz freier Raum bleibt, weil andernfalls Störungen der Telegraphenlinien im Laufe des Sommers eintreten. Dr. Braden. Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberschüsse erledigter Lehrerstellen an die Provinzialschulfonds. Friedberg den 4. November 1893. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und Schulvorstände des Kreises. Das im obigen Betreff erlassene hohe Ausschreiben Nr. 6 von 1893 bringen wir nachstehend im Abdruck zu Ihrer Kenntniß und empfehlen Ihnen hiernach die Gemeinderechner zu bedeuten, und bei Aufstellung der Voranschläge für jede ständig offenzulassende Vicariats— stelle den Betrag von 842 M. jährlich in Aussicht zu nehmen. Ur. Braden. 70 a. vor bestandener Schlußprüfung einen Gehalt von jedenfalls 700 Mark und Zu Nr. M. J. 29589. Darmstadt am 16. Oktober 1893. Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberschüsse erledigter Lehrerstellen an die Provinzialschulfonds. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, an die Großh. Kreisämter. Nachdem mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz bestimmt worden ist, daß die Schulverwalter und Schulgehülfen bezw. die Schulverwalterinnen und Schulgehülfinnen mit Wirkung vom 1. April 1892 an b. nach bestandener Schlußprüfung einen Gehalt von mindestens 800 Mark 1 zu beziehen haben, sind Zweifel darüber entstanden, welcher Gehalt der Berechnung des Ueberschusses einer solchen Lehrerstelle vom 1. April 1892 an zu Grund zu legen ist, die nach Maßgabe des Art. 10 des Gesetzes vom 9. März 1878, die Gehalte der Volksschullehrer betr., ständig offenzuhalten, oder bei welcher auf Grund des Art. 17 dieses Gesetzes der betreffenden Gemeinde gestattet worden ist, nur den Gehalt eines Schulverwalters nebst Wittwenkassebeitrag aufzubringen. 1 a 5 Wir sehen uns daher veranlaßt, mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz weiter zu bestimmen, daß dieser Berechnung stets derjenige Gehalt zu Grund zu legen ist, welchen ein Schulverwalter zu beziehen hat, der die Bedingungen zur definitiven Anstellung erfüllt, somit die Schlußprüfung bestanden hat, zur Zeit also ein Gehalt von 800 Mark. i 5 15 8 In denjenigen Fällen, in welchen dem betreffenden Schulverwalter nicht der vorzusehende höchste Gehalt überwiesen ist, kann in Ge⸗ mäßheit des Art. 3 des Gesetzes vom 28. Oktober 1874, die Wittwen- und Waisenkasse der Volksschullehrer betr., der Beitrag zur Schul⸗ lehrer⸗Wittwenkasse aus dem Gehaltsüberschuß entnommen werden, andernfalls ist der Beitrag neben dem Gehalt noch besonders aufzubringen. v. Knorr. Achenbach. Bekanntmachung. Bet d: Die Erricht einer Sammelwasenmeisterei im Kreise Friedberg. 2 b n Der Kreis Friedberg beabsichtigt in der Gemarkung Fauerbach b. Fr. auf Flur IV am sogenannten Warthweg eine Sammelwasen⸗ meisterei für den Kreis Friedberg zu errichten. Pläne und Beschreibungen liegen 14 Tage lang, vom Tage des Erscheinens gegenwärtiger Bekanntmachung in der„Darmstädter Zeitung“ gerechnet, auf der Registratur der unterfertigten Behörde zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Anlage sind innerhalb dieser Zeit bei Meidung des Ausschlusses daselbst vorzubringen. Friedberg den 1. November 1893. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Instruktion vom 30. August 1877 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Oktober 1893 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Hafer M. 9.80, Heu M. 7.35, Stroh M. 4.20. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 4. November 1893. Dr. Braden. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß nach Mittheilung des Königlichen Landrathsamtes zu Homburg v. d. H. unter der Schafherde der Gemeinde Oberstedten die Räude ausgebrochen ist. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 4. November 1893. Dr. Braden. Pers i f ts Auskunft begehrt wird. Jakob Hilberg von Albach(R 210/93); Georg Steiner, geboren am 16. Okt. 1876 in r e 5 Alpe Baff Mustker von Offenbach a. M. R. 217/93) Konrad Hesselbach von Geroda(R. 219,93). 4 223 Steckbrief. Gegen Johs. 5 geboren am 1. Juni 152, in 35 0 Dienstknecht, zuletzt in Büdesheim ist von Großh. Schöffengericht Vilbel Haftbefehl 787 aßf 5 ssen Vollzug gebeten wird(V. 786/93). 5 enen F 5 Af neten 5 Gendarm Bach in Friedberg; Christian Zentner von Rinklingen durch Gendarm Steinbach in Friedberg; e f ulmbach durch Gendarm Scheer in Ober⸗Erlenbach; Friedrich Gorr von Ober-Rosbach durch Gendarm Steinbach Grobb von Unter⸗Uffhausen durch Kreisbote Herget in Vilbel; Christian Dochtermann von Schozach. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Zimmermann. Bartolo Soravia von Worms; Leonhard Ochse von Ku ch di in Friedberg; Ernst Wangemann von Stockhausen; Joseph Georg Friedberg den 2. November 1893. — r Deutsches Reich. Berlin, 4. Nov. Der dem Bundesrath zugegangene Gesetzentwurf betreffend die ander⸗ weitige Ordnung des Finanzwesens des Reiches besagt, die Matrikularbeiträge ausschließlich der von einzelnen Ländern zu zahlenden be⸗ sonderen Ausgleichsbeträge sind für jedes Etats⸗ jahr nur in der Höhe einzustellen welche mindestens 40 Millionen hinter dem Gesammt⸗ betrage der Ueberweisungen aus Zöllen, der Tabaksteuer, den Reichsstempelabgaben und den Branntweinverbrauchsabgaben zurückbleibt. Er⸗ gibt sich für ein Etatsjahr eine höhere Differenz zwischen den Matrikularbeiträgen und den Ueberweisungen, so verbleibt der Mehrbetrag dem Reiche und sind die Ueberweisungen aus den Zöllen der Tabaksteuer ꝛc. entsprechend zu kürzen. Bei einem Minderbetrag bleibt ein entsprechender Betrag der Matrikularbeiträge unerhoben. Nach der Rechnung sich ergebende Ueberschüsse des Reichshaushalts sind zu be— sonderen Fonds anzusammeln, welche zur Aus⸗ gleichung der Fehlbeträge der folgenden Jahre zu verwenden sind. Erreicht dieser Ausgleichungs— fonds 40 Millionen, so sind weitere ihm zu⸗ fließende Beträge zur Tilgung der Reichsan— leihen zu verwenden. Die Verwaltung des Ausgleichungsfonds führt der Reichskanzler. Dem Bundesrath und dem Reichstag ist bei ihrem regelmäßigen jährlichen Zu sammentritt über Bestand und Veränderung des Fonds Mittheilung zu machen. Zur Deckung eines im Reichshaushaltsetat bei fortdauernden oder einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats sich ergebenden Fehlbetrags können, soweit nicht der Ausgleichungsfonds in Frage kommt, Zu— schläge auf Verbrauchsabgaben gelegt werden. Die Bestimmung darüber, auf welche Ver⸗ brauchsabgaben, in welcher Höhe und welcher Dauer die Zuschläge gelegt werden sollen, er— folgt durch besonderes Gesetz. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Budapest. Der König hat endlich der Einreichung des Gesetz— entwurfs betr. die obligatorische Civilehe zu— gestimmt und das Cabinet wird aller Wahr— scheinlichkeit nach den Entwurf bereits 8 gleichzeitig mit dem Entwurf betr. Einführung von Verwaltungsgerichtshöfen, dem Parlament vorlegen. — 4. Nov. Fürst Windischgrätz wurde in der heutigen zweiten Audienz von dem Kaiser formell mit der Bildung eines neuen Kabinets betraut. Frankreich. Paris, 3. Nov. Wie der „Matin“ meldet, sind vor einigen Tagen die französischen Vertreter in Marokko zum Sultan gereist, um demselben ähnliche Beschwerden, wie sie Spanien erhebt, bezüglich der algerischen Grenze vorzulegen. Die Antwort des Sultans könne in Paris erst nach 10 Tagen bekannt werden. Ajaccio, 3. Nov. Das russische Geschwader ist heute früh in See gegangen. Die auf dem Quai anwesende Menge rief den abdampfen- den Schiffe zu:„Es lebe Rußland! Auf Wiedersehen!“ Die russischen Seeleute antwor— teten mit dem Rufe:„Es lebe Frankreich!“ Großbritannien. London, 3. Novbr. Dem„Globe“ zufolge ist Mittwoch Abend auf dem mittelsten Bogen der Westminsterbrücke ein Dynamitbombe im Gewichte von sieben Pfund gesunden worden. Wie die bisherige Untersuchung ergeben hat, steht außer Zweifel, daß das Attentat gegen den an die West⸗ minster-Brücke grenzenden Parlaments-Palast gerichtet war. Außer der Bombe wurden auf anderen Brückentheilen mehrere mit Schießpulver und Kugeln gefüllte Patronen vorgefunden. Die Bombe hatte einen kupfernen Zünder und wog 10 Pfund, sie sah wie ein Militärgeschoß aus. Einige Stunden vor der Auffindung der Bombe fand man ein nahebei umgestürztes ab— getriebenes Boot im Flusse. Spanien. Madrid, 3. Nov. Wie ver⸗ lautet, hat bei Melilla ein neues, für die Spanier günstiges Gefecht stattgefunden. Eine amtliche Bestätigung liegt jedoch noch nicht vor. Rußland. Petersburg, 31. Okt. Der Czar und die Czarin werden sich demnächst nach dem Kaukasus begeben, um daselbst ihren zweiten Sohn, den Großfürsten Georg zu besuchen, über dessen Gesundheitszustand ungünstige Be⸗ richte in Petersburg einlaufen. Afrika. Kamerun. Ueber die Ueberfälle von zwei Wagenzügen durch Hendrik Widbooy liegt im„Dtsch. Kolbl.“ ein Bericht des Premier⸗ lieutenants v. Francois, aus Windhoek vom 11. Sept. vor. Dieser bestätigt alle bereits nach Kapstädter und Privat-Nachrichten ge⸗ meldeten Einzelheiten, ist aber durch spätere Vorfälle bereits überholt. Die Zustände im südwest⸗afrikanischen Schutzgebiet sind durch die Räubereien des Hottentottenhäuptlings geradezu anarchische. Sansibar, 1. Nov. Der Kapitän und die Mannschaft der französischen Dhau, welche mit 67 meist im Kindesalter stehenden Sklaven an Bord im Hafen von Sansibar von dem eng⸗ lischen Kriegsschiff„Philomela“ im April ge— kapert wurde, ist von dem Gerichtshofe in Réunion, vor welchen die Sache durch den französischen Consul in Sansibar verwiesen wurde, freigesprochen worden. Diese Thatsache hat der„Times“ zufolge Sensation hervor— gerufen, da hierdurch der Sklavenfang unter französischer Flagge für straflos erklärt wird. Kapstadt, 4. Nov. Der„Daily News“ wird aus Fort Victoria in Maschonaland ent⸗ gegen früheren Meldungen berichtet, daß die südliche Colonne, unter dem Obersten Gould, Adams noch nicht in Buluwayo angetroffen; der größere Theil des Matabele-Heeres, zu welchem wahrscheinlich auch Lobengula nach seiner Niederlage gestoßen sei, habe sich gegen Adams aufgestellt. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Am letzten Dienstag als am Ge— denktage der gottgesegneten Reformation wurden in einer gut besuchten Versammlung der„Ev. Vereinigung“ Luther's 95 Thesen gegen den Ablaß im Zusammen⸗ hang vorgelesen und dann, unter freudiger Antheil— nahme der Erschienenen, eingehend besprochen. An diese denkbar beste Vorbereitung dazu soll sich auch in diesem Jahre wieder der für unsere ev. Gemeinde zu einer allbeliebten festen Einrichtung gewordene Luther⸗ Abend am Freitag den 10. November, im hiesigen Saalbau, anreihen. Den Mittelpunkt desselben wird ein Vortrag des als tüchtiger Theologe und Redner be— kannten Consistorialraths r. Ehlers von Frankfurt a. M. über Luther's Schrift„Von Freiheit eines Christen⸗ menschen“ bilden. Die Mitwirkung des durch seine trefflichen Leistungen von früheren Luther-Abenden her in bestem Andenken stehenden Seminaristen-Chors ist von competenter Seite gütigst gestattet, und der sich wie gewöhnlich anschließende gesellig⸗musikalische Theil des Abends wird hoffentlich abermals durch Gesang und Instrumental-Musik eine schöne Ausgestaltung finden. Annonce folgt in nächster Nummer des Anzeigers. L. Friedberg. Am letzten Samstag feierte der im vorigen Jahr gegründete hiesige Zitherklub sein erstes Stiftungsfest mit Concert und Tanz. Die Feier bestand in Zither- und Xylophonvorträgen, sowie in der Darstellung lebender Bilder. Sowohl die Gesammt⸗— als auch die Einzelstücke wurden sehr gut vorgetragen und ernteten die Spielenden reichen Beifall. Nicht minder fanden die lebenden Bilder eine überraschend gute Aufnahme. Den Mitwirkenden insgesammt, be— sonders aber dem Leiter des Klubs, G. Heimburg, ge— bührt volles Lob, daß er in solch' kurzer Zeit den Verein soweit gebracht hat, mit derartig wirklich schonen Leistungen vor die Oeffentlichkeit treten zu können. Nach Schluß des Concerts wurde noch flott getanzt und herrschte den ganzen Abend eine animirte Stimmung. Friedberg. Im Vogelsberge ist in der Nacht zum 2. November der erste Schnee gefallen; der ganze obere Vogelsberg hatte einen weißen Wintermantel an- gezogen. Worms, 3. Nov. Von dem um 10 Uhr 40 Min. von Mainz hier eintreffenden Personenzug ließ sich ein Metzger von Oggersheim überfahren; der ganze Zug ging dem Selbstmörder, der auf der Stelle todt war, über den Kopf. Allerlei. München, 3. Nov. Das„M. Thgbl.“ meldet aus Tegernsee: Gestern Nacht wurde eine Dynamitpatrone in das Försterhaus von Egern geschleudert. Sie ex⸗ plodirte und richtete im Zimmer großen Schaden an. Verletzt wurde Niemand. D Erefeld, 2. Nov. Der 10jährige Knabe Herm. Schüten aus dem benachbarten Dorfe Bockum ist seit Bei Schönebeck fand heute Vor⸗ Zusammenstoß zweier Eilgüterzüge statt. Ein Bremser und ein Viehknecht blieben todt; außer⸗ dem wurden 5 Personen schwer, 5 leicht verwundet. Hannover, 2. Nov. Gestern Abend wurde das Urtheil im Spieler⸗ und Wucherprozeß verkündigt. Es erhielt v. Meyerinck 4 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, Fährle gleichfalls 4 Jahre Gefängniß und 5 Jahre Ehrverlust, Samuel Seemann 2 8 Ge⸗ fängniß und 5 Jahre Ehrverlust, Abter 4 Jahre Ge⸗ fängniß und 5 Jahre Ehrverlust. Mar Rosenberg wurde freigesprochen; Heß wurde zu 2 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Ehrverlust, Süßmann zu 1000 M. Geldstrafe und Julius Rosenberg zu 750 M. Geldstrafe verurtheilt. Außerdem wurden noch Abter, Meyerinck, Fährle und Samuel Seemann zu einer Geldstrafe von je 1000 M. verurtheilt. Berlin. Marineamt an, daß an der Südküste von Langeland die Leiche eines deutschen Seelieutenants angetrieben ist, zweifellos die des Anfang August an Bord des Panzerschiffes„Baden“ verunglückten Lieutenants zur See L. Oelsner. Schneidemühl, 4. Nov. An der Ausbruchsstelle fließt heute viel Schlammwasser aus, das große Thon⸗ stücke mitführt. Gleichzeitig entströmt auch dem Aus⸗ flußrohr viel Wasser. Der Brunnen-Techniker Beyer nimmt an, daß mehrere Wasserschichten im Thonlager vorhanden sind; er will an der Ausbruchsstelle ein sechs⸗ ölliges Rohr in die Tiefe führen, um alle Wasser⸗ schichten abzufangen. Die Lage ist bedenklicher geworden. Kopenhagen. Das älteste existirende, noch fahrende Handelsschiff, der hiesige Schoner„Svanen“, erbaut 1777 in Eckernförde, ist bei Island untergegangen. Wien, 2. Nov. In der Strafanstalt Garsten bei Steyr weigerten sich vorgestern 40 Sträflinge zur ge⸗ wohnten Arbeit zu gehen. Das aus Steyr herange- zogene Militär machte dem Strike bald ein Ende und die Führer der Bewegung wurden in Eisen gelegt. Einige Gefangene verspotteten von den Fenstern aus die Militärposten und als einer der Spötter die Mah⸗ nung zur Ruhe unbeachtet ließ, schoß der Posten zum vergitterten Fenster hinauf, worauf der Gefangene schwer verletzt vom Fenster zurückstürzte. Ein zweiter Gefangener, der nach diesem Vorfall das Beschimpfen des Militärs fortsetzte, wurde ebenfalls von dem Posten angeschossen und erhielt eine leichte Verwundung. Belgrad. Das Correspondenzbureau erklärt auf Grund authentischer Belgrader Nachrichten, die Mel⸗ dung von der Ermordung des ehemaligen Justizministers Velimirovic sei unwahr. Santander, 3. Nov. Ein mit Dynamit beladenes Schiff gerieth in Brand und flog mit ungeheurem Krachen in die Luft. Alle Fenster in der Stadt und Umgebung sind gesprungen; brennende Trümmer wurden weit fort⸗ geschleudert. Die Katastrophe hat zahlreiche Opfer ge⸗ fordert. Das Telegraphenbureau ist völlig zerstört. Unter den bei der Katastrophe getödteten, auf dreihundert geschätzten Personen befinden sich der Civilgouverneur der Stadt und andere Autoritäten. Außerdem standen gestern Abend in Folge der Explosion etwa 60 Häuser in Flammen; ein in den Bahnhof einlaufender Per- sonenzug wurde zertrümmert, wobei mehrere Reisende getödet und verwundet wurden. Yokohama, 18. Okt. In Okoayama, Tokashina und anderen Distrikten haben Ueberschwemmungen statt · gefunden und man befürchtet, daß zahlreiche Menschen umgekommen seien. In Kitakata wurden 50 Personen durch Erdmassen verschüttet. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 7.: Carmen. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 8.: 11. Abonnements⸗Concert unter Mit⸗ wirkung der königl. bayer. Kammersängerin Milka Termina. Concert-Preise. Donnerstag den 9.: Don Juan. Gewöhnl. Preise. Freitag den 10.: Flick und Flock. Kleine Preise. Samstag den 11.: Regimentstochter. Hierauf: Ver⸗ sprechen hinterm Herd. Gewöhnl. Preise. Sonntag den 12.: Nachmittags 3½ Uhr: Zum vor⸗ letzten Male: Flick und Flock. Kleine Preise. Aends 7 Uhr: Verkaufte Braut. Große Preise. Montag den 13.: Zum letzten Male: Flick und Flock. Außer Abonn. Kleine Preise. Dienstag den 14.: Zum ersten Male: Die Willis. Oper in 2 Akten von Puzzini. Das Versprechen hinterm Herd. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 7.: Mauerblümchen. Gewöhnl, Preise. Mittwoch den S.: Die Schwestern. Gewoöhnl. Preise. Donnerstag den 9.: Vorfeier zu Schiller's Geburtstag: Maria Stuart. Gewöhnliche Preise. Freitag den 10.: Zu Schiller's Geburtstag: Don Carlos. Gewöhnliche Preise. Samstag den 11.: Orpheus wöhnliche Preise. Sonntag den 12.: Kleine Preise. mittag ein in der Unterwelt. Ge— Nachmittags 3½ Uhr: Die Ehre. Abends 7 Uhr: Zum ersten Male: Charleys Tante. Schwank in 3 Akten von Thomas. Vorher: Millionär a. D. Lustspiel in 1 Akt von Labiche und Légouré. Uebersetzt von Gewöhnliche Preise. 20 vergangener Woche spurlos verschwunden. Der nabe hatte an diesem Tage seinem Vater das Mittag⸗ essen gebracht. Halle, 4. Nov. Die dänische Regierung zeigte dem Reichs- per Meter Private. Oetting Depdk. Mi J. Disgué eit Jahren b. Varke: e Vorzügliche nomatischen „ Westind . Menado . Bourbo . Mocca Durch eig methode: Kräftt Groß Nur ächt il Schutzma Miederlag amm, Ph. i Neichelshe Schimpf n Nieder⸗ N 1 In De Barlett E. F. d“ llehun Sofort natliche e 101. delrag p. Daupttre IMI 100, 100 Mderst. Je bopek Alle 3 Austt Su für Frel W. Wolff. *. D. 1 dus Wü 9. Auszeichnung. sämmtliche Preislisten der Vogel- Großhandlung und 0 9 19 Pn W 19 15 5 0916 Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen Käfigfabrik von Gustav Voß, Hoflieferant iti dn r 51.10, Eier tück 8 Pf., hat der Firma A. Zuntz seel. Wwe. in Bonn den Titel Köln. 3648 8 wn a 1 9 5 15 Hoflieferant verliehen, nachdem die Firma seit Eine Ersparniß von 100 Mart Ja bw hen Derloofung. ängerer Zeit die Großherzogliche Tafel mit ihrem ge⸗ een jährlich und b wn e. ischweiger 20 Thlr. Sbose vom Fahre brannten Kaffee versorgt. 4431 mehr ist sicher mancher Familie willkommen, namentlich erkunde 1868. Ziehung am 1. Nov. 1893. Gezogene Se 1 Direk f 50 wenn solche keinerlei Entbehrungen sondern nur An⸗ 1 igt. Rr, 305 487 579 769 1033 1262 1409 1642 1828 D e Herren Direktoren der zoologischen Gärten nehmlichkeiten im Gefolge hat. Eine solche Ersparniß ad b Jihr 1847 1987 2442 2625 3049 318 3223 3380 5434 3185 5 in Berlin, Köln, Antwerpen ze. und sonstige kann durch rationelle Behandlung des Schuhzeuges mit Naa un 3612 4021 4141 4303 4604 4745 5129 0 55 5 Autoritäten der Vogelkunde haben die Voß'schen Vogel-„Schuhfett Marke Büffelhaut“ ohne große Mühe erzielt 4 Jahre 5825 5829 5883 5945 6010 62²6 6792 70²⁵ 755. 85 futter eingehend geprüft und die vorzüglichsten Zeug⸗ werden und hat dieses Lederconservirmittel noch den 0 Jahre e. 7260 7275 7303 7600 7689 7797 7823 7875 8303 13 nisse darüber ausgestellt, Die Gelehrten sind sich also] Vortheil, daß es das tägliche Glanzwichsen der Stiefel un wu 5446 8502 8553 9025 9815 9420 9458 5 1598 9818 i line 1 e ane en nge in keiner Weise hindert. Verkaufs⸗Stellen siehe aguiß C 9458 9 98 9819 und das beste u. billigste ist. eu auftauchende Händler, Inserat. 4433 M. Sea d Die Prämien-Ziehung findet am 31. 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Adler,] Das Konkursverfahren über das Ver⸗ lreiche Opfer ge 5 0 itil: Ei. Wucher; ist wegen der vielen minderwerthigen Ferd. Damm, Wilh. Fertsch, Fr. Hilbrecht mögen des Maurermeisters Jakob Heinrich völlig zerstort. diebe„Weisel; P5 Kraus 8 ill K Nachahmungen wohl zu achten. Wwòe., J. L. Pauly, Ph. Dan. Kümmich, Vollbrecht zu Bad⸗Nauheim wird, nach ieder el: Ph. Krausgrill XI. Bücchsen à 25 und 50 Pfennig sind Frz. Stamm, L. Strauss Wwe., J. A. Win- erfolgter Abhaltung des Schlußtermins, , auf dreihunden 5 5 f sammt Gebrauchsanweisung in folgenden decker, Fr. Wagner; in Assenheim hierdurch aufgehoben. S. Simon; in Bellersheim: Samuel Loeb; Bad⸗Nauheim den 2. Nov. 1893. 7 Civilgouvernen 0 Handlungen zu haben: lußerdem staude 0 1 f i 8 7 5 ö 1 5. g 10 K 5 U i WW. Rernbeek in Echzell: 8. Simon Wwe, und M.„Großh. Amtsgericht Bad⸗Nauheim. a 0 6 II I U 1 1 3 eee eee d 670 5 9 8 78 4455 5 5 1555 a ien In Deutschland staatl. consess. J J. L. Paul rm. K„I pold; in Gross- Rar en: J. Grünebaum l Veröffentlicht mehrere Reife“ J sch f sess„ J aulyz vorm. Kranz. My we.; in Hleldenbergen: 1e. Scheuer; in Krell, e Barletta Fres. 100 Prämien- (ZE. F. à 7450) Loose. 4342 Liehung am 20 November. Sofort volle Gewinnchance, mo- natliche Einzahlung auf 5 1 Orlginalloos M. 4. Betrag per Mandat od. Nachnahme. f Haupttreffer von 2 MIiII. ssenhei rr Hungen: S. Klipetein; in Klein-Karben: Assenheim: Carl Bauer. 8 8. i N 7 58 Med. Wöllstadt; J. u Staudt, P rien ben egiedei, Welte: H. Heme. Fischerei⸗ Verpachtung. Rodheim: Karl Zulauf. 4338, ee eisel:. fene] Freitag den 10. November, Nachmittags „ e eee vo fielchels um 2 Uhr, Jad das der hiesigen Gemeinde 8 F zustehende Fischwasser auf zwölf Jahre 2 Aufforderung. deim: F. B. Schwarz; in Rodheim David anderweitig verpachtet werden. 8 17 s II. und Carl Zulauf;. Alle, welche Zahlungen an Herrn n 83 1100 87550 Schwalheim den 4. November 1893. Großh. 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