1893. Samstag den 6. Mai. M 53. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreis Friedberg. angelegense 112 5 1 das 6 heiten Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 92 A. 1 5 14 wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag ni beigefügt ist, n Nene e 8 —.— 1 50 Amtlicher Theil. duda betreffend 8 uuf Weit 15 8 Bekanntmachung. „ber⸗Mölg. Bis auf Weiteres untersagen wir hiermit auf Grund des Art. 78 der Kreis⸗ inzial⸗Ort 5 R i ch 7 1 teres 9 auf Grund des Art. 9 der Kreis- und Provinzial-Ordnung das Rauchen von Cigarren B 1 6 ind ungedeckelten Pfeifen in den Waldungen des Kreises Friedberg außerhalb der chaussirten Wege. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe . is zu 90 Mark bestraft. N Großherzogliches Kreisamt Friedberg. erein 5 Friedberg den 1. Mai 1893. Dr. Braden. 5 n 1„ 9 2 2 1 8 0* 92 1 1, Abends Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. den dunn 5 Indem wir Sie auf die heute erlassene polizeiliche Anordnung rubr. Betreffs aufmerksam machen, beauftragen wir Sie, alle zu Ihrer 0 f fbenntniß gelangenden Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. br. Braden. N abla„—„ 1 4* 8 3 1— 9 8 7 desards nal. 14— Die Großberzogliche Kreis⸗Schulkommission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. An Une. Mit Rücksicht auf die in Folge der außerordentlichen Trockenheit sich häufenden Waldbrände wollen Sie die Schulkinder zu besonderer ü 1 gorsicht ermahnen und namentlich vor dem Anzünden von Feuer in der Nähe von Waldungen verwarnen. egeln, 1 V r. Braden. 30. April ab ß betreffend: Den Bund der Landwirthe. Bekanntmachung. statt. Es kon he von 300 bis Die Kugeln knn Sonntag gem, hmittags von 9 ee, Heinrich Biß Zufolge Ersuchens des He m 22. März I. J. abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung Resolution nachstehend zur Kenntniß der Interessenten gebracht. Friedberg den 4. Mai 1893. nfrage. schlüssen, welche die Vereinigung deutscher Landwirthe in Berlin am mae gekdleg„18. Februar d. J. gefaßt hat, insoweit dieselben nicht mit den land⸗ wirthschaftlichen Verhältnissen der Provinz im Widerspruch stehen, und urch Submissioß e vergeben woll dere Arbeiten edeutend nh auch an den Weiß rl ing kann in Mi nen werden. indernagel E chel packung ische, Kall. Wilhelm deuls dchellssh nig ne 3 5 Küm ul 0 fördern. Obstbaukurse an den pomologischen Gärten der 1) Der laufende Obstbaukursus für Baum- und Straßenwärter in der Dauer von 10 Wochen, an dem 28 Schüler im Alter von 1642 Jahren theilnehmen, wird im August zu noch näher zu be— stimmender Zeit fortgesetzt. 2) Vom 15. bis 20. Mai d. Baum- und Straßenwärter statt, Straßenwärter betheiligen können, vermögen oder bereits früher einen Nach Beendigung desselben erhalten prüfung bestehen und mindestens ein Alter von 20 Jahren besitzen, durch den Präsidenten des Oberhessischen Obstbauvereins ein hübsch Ausgestattetes Dipl m mit dem Titel„Vereinsbaumwart des Ober⸗ hessischen Obstbauvereins“. Bei diesem Kursus werden nur praktische Uebungen mit Belehrung in Frage und Antwort am Baum abgehalten und erstrecken sich dieselben auf Obstbaumpflege(Hochstamm- und Zwergobstkultur). Der Kursus ist honorarfrei. 3) Am 10. Mai beginnt ein Obstbaukursus für Obstbaues, zu welchem bereits 20 Candidaten des J. findet ein Repetitionskursus für an welchem sich solche Baum- und welche längere Praxis nachzuweisen Obstbaukursus besucht haben. diejenigen, welche die Schluß— * hiesigen Predige Dienstnachri rrn Präsidenten des landwirthschaftlichen Verein Freunde des r: Jakob Kester zu Nieder-Eschbach wurde als Rechner der evange ins für die Provinz Oberhessen wird die in der zu Gießen des landw. Vereins von Oberhessen mit großer Majorität angenommene Der Direktor des landw. Bezirks-Vereins Friedberg. Dr. Braden. pricht aber weiter die Ansicht aus, daß sgemäß beschränkten Aufgaben des land— re die weiter einzuleitenden e zu berufenden „Die Versammlung s „mit Rücksicht auf die satzung „wirthschaftlichen Provinzialvereins der letzte „Schritte einer aus eigener Initiative der Landwirth „constituirenden Versammlung überlassen muß. „Es wird allen Landwirthen auf's wärmste anempfohlen, sich „der Bewegung des Bundes anzuschließen,— insonderheit werden die „Vorsitzenden der Bezirksvereine gebeten, thatkräftig im Bezirk ihres „Vereins dahin zu wirken.“ Winterschule zu Friedberg. angekündigt haben. Derselbe dauert den ganzen Sommer hindurch, so daß die Theilnehmer Gelegenheit finden, die vollständige Behandlung und Pflege des Obstbaumes kennen zu lernen. Außer den praktischen Uebungen, welche an zwei Wochentagen stattfinden, werden auch wöchentlich zwei Vorträge aus dem Gebiete der Pflanzenphysiologie und des Obstbaues gehalten. Das Honorar beträgt für Hessen 10 M. für Nichthessen 15 M. 4) Wird in diesem Sommer auf mehrfache Auregung von Herren Pfarrern im Laufe dieses Sommers ein einwöchentilcher Kursus für solche abgehalten. Wegen Feststellung der Zeit beliebe man sich an Herrn Pfarrer Bernbeck in Nieder-Wöllstadt zu wenden, der die Vermittelung gütigst übernommen hat. Anmeldungen sind zu richten an den von Peter. Friedberg den 30. April 1893. Der Aufsichtsrath der Schule. Br. Braden. 0 ö ö ö 8 landwirthschaftlichen seminars ihre Theilnahme Vorsteher der Schule Herrn . D chten aus dem Kreise Friedberg. lischen Kirche daselbst ernannt. aufenthalt nimmt. nach der Deutsches Reich. Darmstadt, 4. Mai. Die Kammer be⸗— harrte mit allen gegen 7 Stimmen bei ihrem früheren Beschluß über die Einführung der fakultativen Feuerbestattung. Darmstadt. Dem Pfarrverwalter Ulrich zu Beedenkirchen wurde die Pfarrstelle daselbst übertragen, der auf die Pfarrstelle zu Rothenberg präs. Pfarrver⸗ walter Betzler daselbst bestätigt. Berlin, 3. Mai. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute Vormittag 10 Uhr, von dem Großherzog, der Großherzogin und dem Erbgroßherzog nach dem Bahnhof begleitet, nach herzlichster Verabschledung von Karlsruhe ab⸗ Der en gereist und heute Abend im Neuen Palais in von tand 13,800 Mas Potsdam wieder eingetroffen, wo die Kaiserliche ferner findet durch Familie von nun ab wieder ihren Sommer- Geme Berlin, 3. Mai. zweiten Lesung der Milit über die Commission ablehende Haltun Ausland werde das wenn es gilt, für die Opfer zu bringen. schiede der Par es nicht besser sei, möglichst zu schonen. Der Antrag Huene die de Ankunft mit Sonderzug nach Berlin, verweilte längere Zeit beim 5 kehrte alsdann in das Neue Palai sbeschlüsse und erkl g der Mehr deutsche Vertheidigung des Vaterlande (Allseiti teien besteher (Beifall links und im Cen bede nn e die Nichteinstel inen für Unteroffizier— entsprechende Herabminderung statt, welche in 5 Jahren nach und nach verschwindet. Jahre durch Entlassung der in bisherigem Umfange eine Jahre eine frühestens * Endlich wird im ersten Ne 5 2 2 7 2 242 1 Reichskanzler und Dispositions⸗ Urlauber Der Kaiser fuhr sofort s zurück. Minderpräsenz von 5000 Mann erfolgen, also im ersten 7 2 8 3 re ei Fes 1 ind n 29,800 Mann Der Reichs i Jahre eine Gesammtherabminderung von 29,800 5 5 er Reichstag beginnt mit der dauernd Rekruten weniger 6500 Mann, vorübergehend röber berichtet . ä 11,000 Mann, zusammen Minderkosten betragen dauernd 9 Millionen, außerdem für das erste Jahr 4 Millionen, welche in den folgen⸗ den Jahren entsprechend herabgemindert werden; end⸗ lich nicht unerhebliche Ersparnisse in den einmaligen Reichskanzler Graf von Caprivi: Die 3 ankommt, ist vielfach in den Hinter⸗ Den breitesten Raum nahm die Frage Ich danke Namens 1 also 17,500 Mann. Die heit der Commission, das Bolk stets geeinigt finden, 8 ger Beifall.) Die Unter⸗ 1 nur über die Frage, ob Ausgaben. R. Volkes im Frieden Frage, worauf e trum.) grund getreten. utet gegenüber der Regierungs⸗ der zweijährigen Dienstzeit ein. 5 Herabminderung der Präsenz der verbündeten Regierungen den Konservativen, daß inschließlich 1095 Unteroffiziere; sie auf Seiten der Regierungen gestanden und die lung von rund 11,000 Einzelinteressen dem Dienste des Vaterlandes unterge⸗ ts für die ee ordnet haben.(Lebhafter Beifall rechts.) Wir haben Kraft des Manquemen die Ueberzeugung gewonnen, daß die jetzige Wehrkraft nicht ausreicht. Man sucht uns durch Zahlen zu wider⸗ legen, diese Methode kann uns nicht überzeugen. Wir müssen beanspruchen, daß Männern, die nicht allein im 3 Fragen zu erörtern haben, sondern auch im kriege mit ihrer Ehre für die ihnen zufallenden Aufgaben eintreten müssen, ein höheres Gewicht beigelegt wird als Anderen.(Beifall.) Wenn Moltke und Roon noch hier stünden, würden sie unsere Forderungen noch besser vertreten als wir es vermögen. Ich habe keinen Gene— ral gesehen, der meinte, unsere Streitkräfte seien so stark, daß wir auch nur mit annähernder Sicherheit wie im Jahre 1870 in den Krieg gehen könnten. Wir brauchen die Verstärkung, um den Frieden zu erhalten. Auch mein Amtsvorgänger hat die Heeresverstärkung für nöthig gehalten, und wird doch jeder ihn für ein diplomatisches Genie halten, wie es in Jahrhunderten nur einmal vorkommt.(Beifall.) Man kann doch aber nicht erwarten, daß derartige diplomatische Phae— nomene immer an unserer Spitze stehen werden.(Bei— fall.) Wir wollen also den Frieden erhalten; wenn uns das aber nicht gelingt, so wollen wir siegen.(Bei- fall.) Die gestellten Forderungen sind auf das mini— malste Maß zusammengedrängt, wo ist da der„Mili— tarismus?“ Wir konnen nicht warten, bis das Ver⸗ langen nach einer solchen Vorlage aus den Wahlkreisen kommt(Heiterkeit.), oder bis der Feind im Lande ist. Die Ablehnung der Vorlage müßte den Eindruck der Schwäche und mangelnden Opferwilligkeit machen. I. Lieber hat in einer Versammlung gesagt, es komme darauf an, daß das Centrum als Partei feststehe. Ich vermag den politischen Kern einer solchen Rede nicht du erkennen. Zum Antrag v. Huene kann ich mich im Namen der Regierung noch nicht äußern, aber wir er- kennen an, daß er den Zweck, den wir verfolgen, nicht annulirt. Wir kommen immerhin erheblich weiter. Für Preußen und das Reich bin ich zu der Erklärung be— rechtigt, daß sie im Antrag v. Huene eine annehmbare Lösung der Militärvorlage finden. Wir würden nicht einen Schritt weitergehen können, auch in späteren Jahren das, worin wir jetzt nachgeben, neuf fordern.(Lachen links.) Helfen Sie uns durchsetzen, was für die Erhaltung des europäischen Friedens und die Sicherheit, Ehre und Zukunft Deutschlands erforder- lich ist. Kriegsminister v. Kaltenborn-Stachau: Niemand hat vermocht, nachzuweisen, daß die Vorlage nicht nothwendig sei; nur nehme man an, daß die Ein— führung der zweijährigen Diensizeit der Zweck der Vorlage wäre. Die Regierungen dagegen haben die zweijährige Dienstzeit als Mittel angesehen. Ich glaube also und hoffe, daß das Haus doch noch den Entschluß finden wird, dem Gesetzesvorschlag, der nur das Noth— wendigste fordert, zuzustimmen.(Beifall.) Frhr. von Manteuffel beantragt mit Rücksicht darauf, daß der Antrag Huene erst heute eingegangen ist, aber durch die Erklarung des Reichskanzlers eine erhöhte Be— deutung erhalte, die Sitzung abzubrechen. Richter stimmt nach einigen persönlichen Bemerkungen von Gröber und v. Huene zu. Die Sitzung wurde geschlossen; die Fort— setzung erfolgt morgen. Dem Seniorenkonvent wurde von der Regierung mitgetheilt, daß im Falle der Ab⸗ lehnung der Militarvorlage der Reichstag sofort auf— gelöst würde, auf Erledigung der noch ausstehenden Gesetzentwürfe werde verzichtek.— 4. Mai. Reichstag. Der Saal und die Tribünen sind dicht besetzt. Richter freis.) führt aus, er wolle sich lediglich auf den Antrag Huene beschränken, der allein praktisch in Frage komme. Er bespricht die Unterschiede des freisinnigen Antrags egenüber dem Antrage Huene. Der Hauptunterschied eider Anträge liege in der Höhe der Präsenzstärke. v. Huene bewilligt sieben Achtel der Regierungsvorlage. So eingehend, wie in der Commission, seien militärische Angelegenheiten noch nicht besprochen worden, daraus erkläre sich die lange Dauer der Verhandlungen. Die Art, wie der Reichskanzler die Autorität der Generale in den Vordergrund stelle, ist die Negation des Parla— mentarismus.(Zustimmung links.) Die Kriegsbereit— schaft Frankreichs ist geringer als unsere, duͤrch den Antrag Huene wurden wir Frankreich nicht nur gleich sondern stärker. In Rußland beträgt die Militärlast nur die Hälfte auf den Kopf der Bevölkerung. Der Antrag Huene verlange 55 Millionen Mehrausgaben, mit den Kasernenbauten mindestens 106 Millionen. Wenn die Vorlage Gesetz wird, so treiben wir gerade wegs in die Monopolwirthschaft hinein. Reichskanzler Graf Caprivi; Die Regierung kann von Huene nur Dauk dafür wissen, daß er so mannhaft in der eigenen Fraktion für die Vorlage eingetreten ist.(Bei⸗ fall rechts.) Wenn Richter abfällig über die Offensive urtheilt, so mochte ich doch daran erinnern, was der Krieg im eigenen Lande bedeute; auch die eigenen Truppen würden sich sehr unliebsam bemerkbar machen. Das Wohl des Staates erfordert dann rüchsichtsloses Vorgehen, die Truppen müßten requiriren und Werthe ohne Schonung zerstoren. Die Behauptungen Richters mit Bezug auf Frankreich und England dürften erst zu erweisen sein. Der Reichskanzler weist ziffernmäßig nach, daß Deutschland verhältnißmäßig besser daran sei, wie irgend ein anderes Land. v. Stumm(R.⸗P.) bestreitet, daß die Rechnungen der Regierung über die Deckungsmittel nicht richtig seien. Die Kosten der Mili— tärausgaben auf den Kopf der Bevölkerung seien bei uns geringer als bei anderen Großmächten. Das Land werde die Mehrlasten gern übernehmen als eine Ver— sicherungsprämie für Erhaltung des Friedens. Seine Partei werde für den Antrag Huene stimmen, wenn sie auch bedauere, daß dann die Kavallerie nicht so vermehrt Ausdruck bringen. wird, wie dies durch die Regierungsvorlage geschehen! sollte. Bebel erinnert daran, wie gerade seine Partei stets die Aussöhnung mit Frankreich erstrebt habe, aber als Sozialdemokraten hätten sie das größte Interesse an der Integrität Deutschlands. Wenn dieses im Kriege unterläage, so würde die Erreichung der sozialistischen Ziele auf lange Zeit unmöglich werden. Die breiten Volksmassen seien jedoch nicht gewillt, weitere Lasten auf ihre Schultern zu nehmen. Wenn die Neuwahlen kein der Regierung genehmes Resultat ergeben würden, dann werde die Frage der Abschaffung des allgemeinen Stimmrechts kommen Er vertheidigt sodann das Milizsystem, welches weniger aus militärischen als aus politischen Gründen von den Gegnern desselben ver⸗ worfen worden sei. Seine Partei sei gegen jedes Pri— vileg und wolle, daß jeder Waffenfähige auch wirklich die Waffen trage. Er schließt, der gegenwärtige Mili— tarismus widerspreche vollständig der kulturellen Ent— wicklung; er sei überzeugt, bei den Neuwahlen würden die deutschen Volksmassen die Anschauung ebenfalls zum Die Sitzung wird auf morgen vertagt. — 3. Mai. Graf Ballestrem hat den Vorsitz der Centrumsfraktion niedergelegt. Kiel. S. M. Kanonenboot„Iltis“, Kom⸗ mandant Korvettenkapitän Graf v. Baudissin, 5 ist am 3. Mai in Hiogo eingetroffen und be— absichtigt am 14. nach Shanghai in See zu gehen. S. M. Kreuzerkorvette„Marie“, Kom⸗ mandant Korvetten-Kapitän von Lynker, ist am 2. Mai in Coquimbo angekommen und beabsichtigt am 29. d. die Reise fortzusetzen. Cronberg, 2. Mai. Die Kaiserin Friedrich traf heute zu sechswöchentlichem Aufenthalte auf Schloß Friedrichshof ein. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 2. Mai. Kaiser Franz Josef ist heute nach Pest abge— reist. Die vor dem Bahnhofe versammelte Menge begrüßte den Monarchen auf das wärmste. — Prag, 4. Mai. Heute Nacht wurden abermals gegen die Fenster des deutschen Kasinos von unbekannten Personen Steine geschleudert. Die Polizei nahm einige Verhaftungen vor. Schweiz. Bern, 30. April. Mik großer Mehrheit hat das Volk des Kantons Schaff- hausen die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen. Bekanntlich hatte die Schweizer Bundesverfassung von 1874 die Abschaffung der Todesstrafe für das ganze Bundesgebiet proklamirt, dann aber dieselbe bedingungsweise wieder zugelassen. Belgien. Brüssel. Nach zuverlässigen Meldungen beabsichtigt der Ministerpräsident Beerngert, dem Könige die Entlassung des ge- sammten Ministeriums und die Berufung eines außerparlamentarischen Ministeriums zur Fort⸗ setzung des Revisionswerkes zu empfehlen. Diese Absicht wird auf Intriguen der äußersten Rechten gegen die Regierung zurückgeführt. — Der internationale Sozialisten-Kongreß tagt vom 22. bis 26. Mai im Volkshause. Deutschland wird durch Bebel, Singer und Liebknecht vertreten sein. 3. Mai. Der Senat beschloß, den Antrag Deconinck, welcher bezweckt, die Strafen gegen das Duell zu verschärfen, in Erwägung zu ziehen. Frankreich. Paris, 3. Mai. Minister⸗ Präsident Dupuy theilte mit, daß laut den aus den Departements eingetroffenen Nachrichten am 1. Mai die Ruhe nirgends erheblich gestört worden sei. 4. Mai. Die Regierung beschloß, den Dampfer„Thibet“, der den General Dodds zurückbringt, nicht in Marseille, sondern in Toulon landen zu lassen, weil bei dem Empfang von Dodds in Marseille Unruhen befürchtet werden. Spanien. N n. Der Mi⸗ nisterrath beschäftigte sich mit den Eingaben Madrid, 4. Mai. der französischen und englischen Regierung, welche drohen, die an Spanien gemachten Ver— günstigungen zurückzuziehen, wenn letzteres sie nicht als meistbegünstigte Nationen behandle. Rußland. Petersburg, 4. Mai.„Daily Chroniele“ meldet aus Moskau, nach Nach— richten aus der Krim sei ein Wagen, in welchem geändert. sich das russische Kaiserpaar und die Gr fürstin Xenia befanden, umgestürzt. Di Unfall, ebenso wie einen Aufstand der Kosa versuche man geheim zu halten. i Afrika. Sansibar. Die„Times“ meldel von hier, der englische Kreuzer„Philomele“ habe ein von der deutschen Küste herkommendes Schiff, welches nach dem Norden unterwegs war, abgefangen und die darauf befindlichen 0 42 Sklaven in Freiheit gesetzt. 15 Amerika. New⸗York, 3. Mai. 22,000 Arbeiter streiken in Ohio, weil eine prozent. Lohnerhöhung verweigert wurde. 11 Chicago, 1. Mai. Die Weltausstellung 0 heute durch den Präsidenten Cleveland eröffnet worden. 3 Aus Stadt und Land. 25 W. Friedberg. Am Abend des 28. April fand auf Steinhäußer's Felsenkeller auf e von Decan Meyer eine von ca. 40 Herren besuchte Versammlung statt für das Anfang Juli l. J. hier zu feiernde Landes Gustav-Adolffest, zugleich 50jähriges Jubiläum des Hess. Hauptvereins. Einleitungsreferat durch Decan Meyer wurden in ein⸗ gehender Discussion die Hauptpunkte des Festprogramms besprochen und festgestellt: Schmückung der Stadtkirche, und läuten des Festes, Festzug aus der Burg in die Stadt⸗ kirche, Festessen im„Hötel Trapp“, ein Kirchenconcert sowie eine gesellig-musikalische Nachfeier mit Ansprachen auf Steinhäußer's Felsenkeller wurden in Aussicht ge⸗ nommen. bestehend aus den Geistlichen, mehreren Kirchenvor— stehern und dem Zweigvereins-Vorstand, sowie eine Schmückungs-, Wohnungs- und Empfangs- und* 1 1 Commission, die noch cooptiren können, bestellt. nöthigen Geldmittel erhofft man fest vom Rathe der Feststadt. sehr gehobene und begeisterte. Friedberg. einführung des Professors br. Flöring am hiesigen Predigerseminar und des Oberlehrers Baldauf an der hiesigen Musterschule statt. ch. Friedberg. tag, halb 4 Uhr, wird eine Versammlung der Katho⸗ Die Stimmung der Versammlung war eine Nach einem warmen und schönen 7 Bitte um Fahnenschmuck an den Häusern, Ein⸗ Auch wurden ein geschäftsführender Ausschuß, Am 1. Mai fand die feierliche Amts⸗ Am nächsten Sonntag Nachmit⸗ liken Oberhessens im Saalbau dahier abgehalten werden. Von auswärtigen Rednern werden sprechen der Reichs, tagsabgeordnete Professor lor. Schädler aus Landau, Rechtsanwalt or. Schmitt aus Mainz und Pfarrer Schäfer aus Ober-Ingelheim. m. Bad-Nauheim. Das Hsdtel Sprengel ist durch einen Anbau abermals vergrößert worden und hat seine seitherige Firma in Sprengel's Parkhötel um⸗ werden. Allerlei. München, 4. Mai. dungen der Blätter fiel in Böhmen, Ober- und Nieder- Oesterreich Regen. In zahlreichen Landestheilen Un— garns ist ebenfalls Regen eingetreten. Altona, 4. Mai. Heute Mittag wurde die Ehe⸗ frau Hansen in ihrer Wohnung von 3 Männern über⸗ fallen, geknebelt und an einen Bettposten festgebunden. Die Rauber raubten 500 M. und entflohen. Kiel, 4. Mai. Nach der„Kieler Ztg.“ ist ein Ruderboot des Schiffjungenschulschiffes„Moltke“ vom Dampfer„Helene“ angerannt worden. Es verlautet, daß mehrere Schiffsjungen ertrunken sind. Belfort, 4. Mai. Eine große Feuersbrunst äscherte eine große Niederlage von Baumwollabfällen ein. Genua, 4. Mai. Der Millionär Curro, Chef eines Großhandlungshauses, und sein Sohn geriethen gaben Abend mit etzterer stürzte auf den alten Herrn los, der Sohn konnte die Streitenden nur schwer trennen und den Diener hinausschaffen. Dieser kehrte bald zurück und streckte Vater und Sohn mit 5 Revolverschüssen nieder Der Sohn starb auf dem Transport zum Spital, der Vater liegt hoffnungslos darnieder. Der Mörder wurde verhaftet. Catania, 3. Mai. starke Erdstöße gespürt in Randazzo, Bronte, Montal⸗ bane und Pati. Es gab eine Panik, aber keinen Schaden. Die Bewegung der Jugend- und Volksspiele. 5 Selten hat eine Bewegung einen so raschen und doch zugleich auch innerlich kräftigen Auf— schwang genommen, als diejenige für Ver— breitung der Jugend- und Volksspiele in Deutsch⸗ land. Die Erklärung hierfür liegt vor Allem in unseren culturellen Verhaltnissen, die viel— fach gesundheitswidrig wirken und in natür⸗ licher Reaction uns dringend nach Mitteln und Wegen suchen lassen, um die in der geistigen Gestern Vormittag wurden Der Neubau am Kaiserhof schreitet seiner Vollendung entgegen und wird eine Zierde der Stadt Hier fällt endlich der ersehnte 5 Regen, dasselbe meldet man vom Harz. Nach Mel⸗ N 0 suchen, bi N 15 ab Ar 10 Volls Finlicht sin ges sclähen muß a guter A Aren e e aue le, die dete be un, br. Iunasta Eutwie le in sergil den d Anienb N dieje umpere gale we 010 AEaadien 1 sahe vo raffen 1 42 fich Arbeite einem Diener Orsini in Streit. 1 nd., 0 6 die C 22 5 n D. 0 rbeit, in kleinen und schlecht ventilirten Rä umen, der feosch“ k sitzender Lebensweise, sowie auch durch Hast 7 a der Genußsucht verloren gehende und sich Ames⸗ gufreibende Lebenskraft wieder zu erfrischen; 8„Phil unn aber auch darin, daß das Bewegungsspiel herkom don Alters her verwandte Saiten im deutschen den un gemüthe berührt. Weit zurück lassen sich bei auf beff em Deutschen volksthümliche Spiele verfolgen, on denen schon Tacitus zu berichten weiß. Mai. 1, ko sind Wettlauf, Steinwurf, Weitsprung, 8 eine pro Lehr⸗ und Lanzenwerfen, besonders auch Ringen id Ballspiele wohlbekannte körperliche Uebungen, de, je nach der Gunst der Zeiten, mit wechsel⸗ m Eifer gepflegt wurden. Gutsmuths und Jahn brachten die Spiele im Anfange dieses Jahrhunderts bei Jung und Alt zu neuem 5 ehen, bis sie vor drei oder vier Jahr— uten im Drange der Zeit wieder mehr und 990 hr zurücktraten. Erst seit der Mittte der 0 frre tziger Jahre ist dieser deutsche Charakterzug s Jubild mählich von Neuem erwacht, doch zunächst emen und shon, der Jugend, weit weniger noch im Volks⸗ 500 ˖ en, Um diese, die Volkskraft hebende und g der Sahl Gemüthsleben neu erfrischende Strömung die rechten Bahnen zu leiten, sie zu weiterer bitwickelung zu führen und thunlichst für das gsammte Jugend⸗ wie Volksleben nutzbar zu chen, bildete sich, in enger Verbindung mit deutschen Turnerschaft, im Jahre 1891 ein Untral⸗Ausschuß zur Förderung der Jugend— ud Volksspiele in Deutschland. Derselbe ver— ntlicht gegenwärtig sein zweites Jahrbuch, sen gesammter Inhalt von dem kräftigen Aufblühen dieser segensreichen Volksbewegung Zugniß ablegt.“) Die umfangreiche, zugleich ie fierlche Aut, ih guter Ausstattung erschienene Schrift enthält 155 bon hefe in ihrem ersten Theile eine Reihe von Abhand— Vabauf an pe Ungen aus der Praxis der Jugend- und Volks— spele, die von den ersten Autoritäten auf diesem Ibiete verfaßt sind, so von Prof. Dr. Anger⸗ an sem, Dr. med. Schmidt, Professor Dr. Koch, ter ane gan, Imnasialdirektor bu. Eitner, Schuldirektor 11 ad 5 Mydt, den Turninspektoren Hermann, Bötticher, stand, sowie eile angs⸗ und Mu zen, bestellt. de vom Rathe da mmlung war eh Sonntag Nach mlung der Kaths, bgehalten werden A. m. In diesen 24 Abhandlungen werden tel Sprengel“ diEntwickelung und die Einrichtung der Jugend— bert worden un shkle in einer Anzahl größerer Orte, sowie j dhe fie istergiltige Spielplätze beschrieben, und ebenso Zerbe 15 0 den die Spiele an dem Lehrerseminar zu Lanienburg, die Volksspiele in Magdeburg —— u diejenigen des weitbekannten Akademischen „ Arnvereins zu Berlin Besprechung. Im zweiten adlich A Aeile werden die Ergebnisse der Umfrage über 17 1— a Jugend⸗ und Volksspiel in den deutschen Landestheilen u. Sedten im Jahre 1892 mit einer größeren Mehe von Tabellen und Einzelabhandlungen 1 W heoffentlicht. Dieselben sind mit Genehmigung 3 Männern übel den fegckuls de Ministers des Innern in dem königl. preuß. ten 1 mistischem Amte von Ur. v. Woikowsky⸗Biedau U. gg i ch 3 und geben ein überaus anschauliches s„Moltke“ un id von der gegenwärtigen Ausdehnung und den Betriebe der Spiele in Deutschland, soweit de betreffenden Schulen, Städte und Vereine ubsolln en. di Aufforderung zur Einsendung von Berichten ar Curro, 0h rocen haben. Sie lassen das kräftige u Sohn gerlele L. orchie dieser Bestrebungen deutlich und U n. Es verlault nd decken ien Orsii 1 u größten Theile auch zahlenmäßig erkennen. u los, der ie Statistik soll jährlich erneuert werden, nd a in den weiteren Fortgang der Bewegung fest— verschüff eden und die naturgemäß lange noch übrig t zum denden Lücken deutlich erkennen zu lassen. . Der dritte Theil endlich gibt die umfangreichen 100 4 A interessanten Verhandlungen und Vorträge 7 05 en Sitzungen des Central-Ausschusses vom mik, a l und 22. Januar d. J. zu Berlin theils Auszuge wieder. Wir heben daraus hervor: — Ne Stellung des Central-Ausschusses zur zasschen Turnerschaft“, den„Bericht über die Jtigkeit des Central⸗Ausschusses im Jahre inen s dee“ und die„Spielcurse für Lehrer und kräftige g,. khrerinnen im 1893 von dem Vorsitzenden nige f 2 Schenckendorff⸗Görlitz“,„die Stellung der Luschen Turnerschaft zum Central-Ausschuß“ iegt bo. hel ueber Jugend⸗ und Volksspiele, Jahr⸗ issen, 1 i 9 11893, herausgegeben von E. v. Schenckendorff von dem Geschäftsführer derselben, r. med. Götz Leipzig, Lindenau;„inwiefern nützen die Jugend⸗ und Volksspiele der Armee“ von den beiden Berichterstattern, Geheime Sanitätsrath Dr. Graf-Elberfeld und und die stenographisch Debatte, an welcher sich Infanterie und General-Inspekteur des Militär— Erziehungswesens v. Keßler, Generalmajor und Inspekteur des Cadettencorps v. Amann, Geh. Ober⸗Regierungsrath und Director des königl. statistischen Amtes Blenck u. A. betheiligten. In Weiterem folgen, ebenfalls im Wortlaut die Vorträge:„Die Bildung von Vereinen für hierüber aufgenommene schäftsführer Director Raydt⸗Lauenburg a. d. Elbe,„die Sonntagsruhe und die Volksspiele“ von Stadtschulrath Platen und„über die Ein— richtung von Wettspielkämpfen durch den Aus— schuß“ von Professor Hr. Koch-Braunschweig. Wie man sieht, ist dieser reiche Inhalt des Jahrbuchs, das wir den weitesten Kreisen bestens empfehlen, das Spiegelbild für die zunehmende und kräftig anwachsende Bewegung. Die in ihm entwickelten Ideen lassen deutlich Erfreulich ist es auch, aus dem Be— richt zu entnehmen, daß das preußische Cultus— ministerium, sowie die Landesdirectionen von Rheinland, Westfalen, Sachsen und Schleswig— Holstein die Bestrebungen mit namhaften Bei— trägen unterstützt und daß bislang auch 58 deutsche Städte dem Ausschuß auf 5 Jahre Beiträge von 5—300 Mk., je nach der Ein— wohnerzahl, bewilligt haben. Es steht zu erwarten, daß demnächst eine Reihe anderer Städte diesem Vorgange folgen wird. Haus briefkasten. Bei dem außerordentlichen Umfange, den der Brief— verkehr seit Jahren angenommen hat, gestaltet sich die Briefbestellung, durch das Anschwellen der Bevölkerung immer schwieriger. Die Briefträger sind häufig nicht knappen Zeit auszuführen. Kommen sie aber bei dem so wird sofort über die Verzögerung Beschwerde geführt. Die Postverwaltung ist dabei meist nicht in der Lage, Zahl der Briefträger allein ist nicht geholfen. Das einzig wirksame Mittel zur Beschleunigung der Bestellung hat das Publikum selbst in der Hand, und dies besteht in der Anbringung von Hausbriefkasten an den Ein— gängen der Wohnungen. Wenn jeder Besitzer und jeder Beschleunigung der Bestellung zu erzielen ist. nicht nur das Warten des Briefträger auf das Oeffnen es sind auch in den zahlreichen Fällen, wo Niemand der Hausbriefkasten gewährt, sind folgende: es können in denselben auch andere, als solche Correspondenzen, karten, Notizzettel, Zeitungen u. s. w. Der Schlüssel— verschluß des Briefkastens verhindert, daß die Briefe und Postkarten zuvor durch die Hände des Dienstpersonals oder anderer Personen passiren, wodurch manchmal zu Indiscretionen Anlaß gegeben wird. Also auch das Briefgeheimniß und das Geschäftsgeheimniß sind besser gewahrt. Die Hausbriefkasten werden am zweckmäßigsten im Innern der Wohnungen unter Herstellung eines Spaltes in dem Entréabschluß angebracht; sie können aber auch außen, etwa neben dem Klingelzug, angebracht werden. Eine einfache Vorrichtung gestattet, die Brief- kasten⸗Oeffnung zu sperren, z. B. wenn Reisen angetreten werden und Niemand in der Wohnung bleibt. Noch viel besser und für den Bestelldienst vortheilhafter wäre es allerdings, wenn, ohne Rücksicht auf die Lage der Wohnung, Briefkasten zu ebener Erde, im Hausflur angebracht würden. In Frankfurt a. M. befinden sich in mehr als dem vierten Theil aller Wohnhäuser die Briefkasten der Hausbewohner zu ebener Erde, so daß den Briefträgern in diesen Häusern das Ersteigen der Treppen zu Gunsten der Beschleunigung der Bestellungen erspart ist. Davon, daß Briefschaften in die Briefkasten hineingelegt worden sind, werden die betreffenden Em⸗ pfänger jedesmal durch die Klingel in Kenntniß gesetzt. Es würde sich sehr empfehlen, wenn bei jedem Neubau oder Umbau eines Hauses seitens der Architekten die Anbringung von Hausbriefkasten für alle Wohnungen gleich ins Auge gefaßt würde. Um dem Publikum die An⸗ schaffung zweckmäßiger Briefkasten zu erleichtern, ist das iber. med. F. A. Schmidt. Hannover Manz& ge. 2 Mark.. hiesige Kaiserliche Postamt ermächtigt worden, hierbei seine Vermittelung eintreten zu lassen. Nach den Ver⸗ . med. F. A. Schmidt, u. A. der General der Leibesübungen in freier Luft“ von dem Ge⸗ den Weg und die Ziele der Bestrebungen er- kennen. im Stande, die Bestellung in der ihnen zugemessenen Publikum nicht stets pünktlich zur gewohnten Stunde, Abhilfe zu schaffen, denn mit einer Vermehrung der Miether an seiner Wohnung einen solchen Briefkasten anbringen läßt, in dessen Oeffnung der Briefträger die gewöhnlichen frankirten Briefe, Postkarten und Druck⸗ sachen hineinsteckt, so liegt auf der Hand, daß eine große Denn der Thür, das wiederholte Klingeln ꝛc. fällt weg, sondern zu Hause angetroffen wird, fernerhin keine doppelten und dreifachen Gänge zu machen. Weitere Vortheile, die welche der Briefträger überbringt, gelegt werden: Visiten- abredungen des genannten Postamts mit einem Klempner— meister würde sich der Preis für einen solid und dauer— haft gearbeiteten, mit gutem Schlosse versehenen Haus⸗ briefkasten auf 3,60 M. stellen. Der Lieferant würde auch die Anbringung des Kastens gegen eine ange— messene besondere Vergütung übernehmen. Durch An— bringung solcher Kasten würde einem langgefühlten Bedürfniß Rechnung getragen, und es wäre darum zu wünschen, daß auch in unserer Stadt recht viele dem Beispiele Frankfurts folgten und diese Neuerung zur Einführung brächten. Der Anschaffungspreis ist gegen⸗ über dem Vortheil, welcher erzielt wird, ein so geringer, daß sich wohl kein Hauswirth oder Miether scheuen wird, sich in den Besitz eines Hausbriefkastens zu setzen. Also an jede Wohnung bald einen Briefkasten! Verloosungen. Braunschweiger 20 Thlr.-Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 30. April 1893. Auszahlung am 30. Juli 1893. Am 1. März gezogene Serien: Nr. 132 287 404 627 915 1193 1297 1513 1812 1871 2072 2241 2586 2676 3081 3215 3383 3753 4257 4561 4676 4707 4818 5085 5531 6151 6818 7395 7413 7871 7878 8161 8448 8633 9591. Hauptpreise: Ser. 8161 N. 9 à 150,000 M. S. 132 N. 44 à 12,000 M. S. 3753 N. 47 à 6000 M. S. 404 Y. 28, Oesterr. Credit⸗Anstalt 100 fl.⸗Loose vom Jahre 1858. Ziehung am 1. Mai. Auszahlung am 1. November 1893. Hauptpreise: Ser. 3620 N. 80 à 150,000 fl. S. 2363 N. 97 à 30,000 fl. S. 3954 N. 99 à 15,000 fl. S. 1586 N. 57, S. 2072 N. 94, je 5000 fl. S. 1776 N. 71, S. 2601 N. 3 je 2000 fl. S. 549 N. 3, S. 1521 N. 60 je 1500 fl. S. 1517 N. 72, S. 1521 N. 30, S. 1586 N. 77, S. 2072 N. 13 à 1000 fl. Oesterr. 500 fl.-Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 1. Mai. Auszahlung am 1. August 1893. Hauptpreise: Ser. 16736 N. 5 à 300,000 fl. S. 13118 N. 15 à 50,000 fl. S. 5966 N. 2 à 25,000 fl. S. 6890 N. 3, S. 15368 N. 13 je 10,000 fl. Bekanntmachung. In dem Bezirke des hiesigen Kaiserl. Postamts be— stehen folgende amtliche Verkaufsstellen für Postwerth⸗ zeichen: bei Herrn Baßmann, Gastwirth, Okarben, Weber Petterweil, Stahl 1 Kloppenheim, Ortenberger, Kaufmann, Kleinkarben, Adam, Gastwirth, Rendel. Mai 1893. 7 Großkarben, 255 Kaiserliches Postamt Drißler. g. 5 l 1. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Rogate. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 9½, Uhr: Herr Pfarrer„r. Flöring. Antrittspredigt. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat! r. Vaconius. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen nach 6 Uhr Beicht; um ¾7 Uhr Austheilung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Mai-Andacht. ——** 0 Schriftlichen Anfragen wegen Auskunft über eine Annonee ist stets das Rüctporto beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort gerechnet wird. Die Exped. des Oberh. Anz. Tinte. 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