13093. Donnerstag den 3. August. 90. bh hren. 8 0 W f N. 40 e n f ö Oberhessischer Anzeiger. mi 5 b, Kaen Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. net, garren⸗Fabrike, Sole billigst bei Neuhof, Schullaz er Sthuhwaung Frankfurt a. N. rden prompt und 1 am Lager. Diehl, l ruhige Leut zu u, Carl aug Handels⸗Gär, * 2 . „Taba ener feiner Sol 72 Pfg. bei Georg 0 — scheinigt ist, daß die Thiere sich seit mindestens 7 Tagen in seuche— freiem Zustande an dem Ort der Untersuchung befunden haben. länger als ein Monat gänzlich seuchefrei sind, von den Großherzog⸗ lichen Bürgermeistern(Beigeordneten) ausgestellt werden, dann, wenn nicht innerhalb des Ortes ein zur Ausstellung der Scheine ermächtigter Thierarzt wohnt. wohnen, an welchem ein zur Ausstellung der Gesundheitsscheine er— mächtigter Thierarzt seinen Sitz hat, mit von letzterem ausgestellten Scheinen versehen sein. können nur von einem dazu ermächtigten Thierarzte ausgestellt werden. 0 Ausstellung, Namen des Besitzers der zu transportirenden Thiere, usen Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ———— Amtlicher Theil. Polizei⸗ Verordnung, betreffend das Führen und Für die Stadt Bad⸗Nauheim wird auf Grund des Art. 78 der Kreis⸗ und Provinzial-Ordnung, nach Anhörung der Lokalpolizei⸗ behörde und der Gemeindevertretung und mit Genehmigung Groß— herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 30. Juni 1893 zu Nr. M. J. 18663 verordnet. §. 1. Das Führen und Treiben von Vieh auf den Fußsteigen der Ortsstraßen zu Bad⸗Nauheim und aller innerhalb der Gemarkung der Stadt gelegenen Wege, sowie in den sämmtlichen fiskalischen Park— anlagen daselbst, ist verboten. Treiben von Vieh auf den Fußsteigen der in der Gemarkung Bad⸗Nauheim gelegenen Wege. 8 Erlaubt bleibt das Führen und Treiben von Vieh über den Fußsteig unmittelbar vor dem Grundstück, aus welchem bezw. in welches das Vieh verbracht werden soll. §. 3. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen des§. 1 werden nach§. 366, Ziffer 10 des Reichsstrafgesetzbuchs bezw. Art. 104, Absatz 1, Ziffer 3 und Absatz 2 des Polizeistrafgesetzes bestraft. Friedberg den 29. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Göttelmann. Bekanntmachung, den Sommermarkt zu Schotten betreffend. Zur Durchführung der veterinärpolizeilichen Ueberwachung des am 7. und 8. August l. J. dahier stattfindenden Viehmarktes kommen die nachstehenden Bestimmungen zur Anwendung, und werden dieselben hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht. J. Der Markt beginnt um ½4 Uhr früh. Vor dieser Zeit dürfen keine Thiere auf der Straße aufgestellt werden. Zuwider— handlungen werden mit Geldbuße bis zu 60 Mark bestraft. II. Viehhändler, welche Thiere zu dem Markte bringen oder bringen lassen, müssen mit Zeugnissen versehen sein, in welchen be— Diese Zeugnisse(Gesundheitsscheine) können in Gemeinden, welche Sonach müssen Händler, welche an einem Orte Die Gesundheitsscheine für Schafe und Schweine in Treibheerden Die Gesundheitsscheine müssen enthalten: Ort und Datum der edes mitzuführende Stück Rindvieh nach Geschlecht, Alter, Farbe und Abzeichen, die Zahl der mitzuführenden Schweine und Ziegen. Die Scheine sind 5 Tage gültig. Die über das angetriebene Vieh beigebrachten Gesundheitsscheine werden revidirt, jedoch den Besitzern alsbald wieder zugestellt werden. Der Schein muß nur dann erneuert werden, wenn die betreffen⸗ den Thiere in anderen Besitz übergehen, oder wenn die Gültigkeits— dauer des Scheins an dem Markttage erlischt. III. Landwirthe und Metzger bedürfen, sofern sie nicht ebenfalls mit Vieh Handel treiben, der Gesundheitsscheine im Allgemeinen nicht. Es ist indessen dringend zu empfehlen, daß sich jeder mit solchen Scheinen versieht, weil nur dann bei dem Verkauf des zu Markt gebrachten Thieres an den Händler der bei dem Abtrieb des Thieres vom Markt erforderliche Schein von dem den Markt überwachenden Großherzoglichen Kreisveterinärarzte alsbald ausgestellt wird, wenn die Seuchefreiheit des Ortes der Herkunft des Thieres festgestellt ist. IV. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien empfehlen wir, sowohl die vorstehenden Bestimmungen in entsprechender Weise zur Kenntniß der Betheiligten zu bringen, als auch für die Ausstellung ordnungsmäßiger Gesundheitsscheine, soweit solche ihre Zuständigkeit berührt, besorgt zu sein. Der Unterschrift ist das Siegel beizufügen. Auch verweisen wir noch auf die Bekanntmachung vom 5. Juli 1891, Kreisblatt Nr. 44. Schotten den 25. Juli 1893. Großherzogliches Kreisamt Schotten. Schönfeld. Satin und I 1 bei 1 Erledigung. Heinrich Haßler von Oberhörgern. a 22 Geter Gronen, geboren am 18. Sept. 1833 in Münchrath(B. 309/9 dag und gr Ausschreiben. ac 0 und Butzbach. Um Fahndung, Durchsuchung, Beschlagnahme, Verhaftung wird gebeten(B. 412/93). Flu ö eestrickter Personen, bezüglich deren i Auskunft 9 wird: Heinrich Bauer, geboren am 8. September 1873 in Heufeld, Schlossergeselle(N. 430/93); 9 3. Maria Limbach, zuletzt bei Carroussellbesitzer Karl Oskar Schmidt von Ober⸗Florstadt(F. 689/93). Am 25. Juli 1893 wurde auf Hofgut Griedel ein Paar Schaftenstiefel(Faltenstiefel) mit verschlissenen Doppelsohlen, die Schäfte roth ge⸗ üttert, einer der tuchenen Struppen halb durchgerissen, gestohlen. Dringend verdächtig ist Karl August oder August Karl Allhenn von Gemünden, früher in Bendorf Am 17. nit schwarzen und weißen Borsten und weißem Handleder, ein blau- und weißgestreifter Kittel, ein rundes Spiegelchen, ein weißer Hornkamm, ein neuer kaffeebrauner, Wamms, eine alte, gezwirnte, schwarz⸗ und weißgestreifte Arbeitshose und 1 M. 50 Pf. baares Geld gestohlen. Juli 1893 wurden in Nieder⸗Erlenbach eine Kartätsche Dringend verdächtig ist Joseph Stark, geboren Um Fahndung, Durchsuchung, Beschlagnahme, Verhaftung wird gebeten(V. 680,93). am 1. März 1864 in Ganden oder Gonten, Kanton Appenzell, Dienstknecht u. Schweizer. ö 8 Wilhelm deut Fri edberg den 1. August 1893. Der she e eee a sebrecht. „ 1 leider“. 4 Deutsches Reich. sionär Alfred J. Swann, welcher seit zehn g Ausland. ⸗Tabch Darmstadt. Aus Jagdschloß Wolfs- Jahren am Tanganpyikasee stationirt ist, schreibt Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Nach dem ber dn arten wird unterm 30. Juli gemeldet: S. Dan. gin K. H. der Großherzog hat die Nächte gut an 5 „ ahlafend zugebracht und ist nahezu ausnahms⸗ 1 ütt, zos schmerzfrei; auch die Schmerzhaftigkeit der Anschwellung bei der Berührung hat sich ver— 1 Ctubs mindert. fehlt b— Der Gefangenwärter Hengst in Offenbach wurde „enge um Oefangenauffeher, der Hülssgeriges reiben Rühl ed aa e e Grünberg zum Hilfsgerichtsschreiber in Friedberg, aun n gt er Hilfsgerichtsschreiber Formhals in Friedberg zum dllsgerichtsschreiber in Grünberg ernannt, der Distrikts⸗ sel“ innehmer Fresenius in Romrod wurde nach Bad⸗ AZauheim, der Distrikts⸗Einnehmer Emrich in Wörrstaot duch Alzey und der Distrikts⸗Einnehmer Göbel in Michelstadt nach Hirschhorn versetzt, der Hauptsteuer⸗ amtsassistent Zimmermann in Darmstadt zum Distrikts⸗ Adinnehmer in Reichelsheim ernannt. Berlin, 28. Juli. Der englische Mis⸗ 0 von der Station Karongo unterm 26. April, er habe gehört, daß Emin Pascha im Oktober vorigen Jahres in der Nähe von Kilonga Longa von Seid bin Abad, dem Sohne des alten Tanganyika, getödtet und aufgegessen worden sei. Die Nachricht habe er von ver— schiedenen zuverlässigen und unabhängigen Arabern; Swann soll demnächst in England eintreffen. Das„Deutsche Kolonialblatt“ ent⸗ nimmt einem Privatbriefe des Majors Wiß⸗ mann, daß aus Njidgi kommende Leute er— zählen, Emin Pascha sei westlich vom Nyanza auf den Araber Said bin Abad getroffen und der Araber habe, weil Emin am Victoriasee angeblich drei Araber hinrichten ließ, ihn mit der ganzen Karawane niedermachen lassen. „Grazer Volksblatt“ wird Graf Taaffe im Herbst, falls er für das neue Landwehrgesetz keine Majorität erreicht, den Reichsrath auflösen. Belgien. Brüssel, 31. Juli. Nach einer Meldung der„Times“ aus Sansibar haben die Belgier in Verbindung mit Sklaven aus Manyema die Araber Tippu Tipps angegriffen und 60 derselben getödtet. Frankreich. Paris. Das„B. Reuter“ meldet aus Bangkok vom 30. Juli: Die Insel Kohsichang wurde formell von den Franzosen besetzt und die siamesischen Bewohner, darunter die Zollbeamten, daraus vertrieben. Mehrere Transportschiffe englischer Kaufleute wurden aufgefangen. Auf der Küstentele⸗ graphenstation, auf dem Palaste des Königs 2 und auf den Zollhäusern wurde die dreifarbige Flagge Frankreichs gehißt, auf Einsprache der Siamesen aber wieder entfernt. 5 — Nach einem Telegramm des„Standard“ aus Shanghai ist die französische Mission in Meinyang, 140 Km. südöstlich von Hankan, während eines Volksaufstandes zerstört worden. — 1. Aug., Der„Figaro“ meldet: Develle erklärte in der gestrigen Unterredung dem Lord Dufferin, daß Frankreich, auf die loyale Aus⸗ führung des Ültimatums durch Siam ver⸗ trauend, die Aufhebung der Blokade angeordnet habe. Hierauf verhandelten Develle und Duf⸗ ferin über den„Pufferstaat“ zwischen Birma und Tonkin. — 1. Aug., Eine officielle Depesche in⸗ formirt die französische Regierung, Siam be⸗ willige die geforderten Garantien. Die sia— mesischen Posten haben die Mekongufer geräumt. Auf dem rechten Ufer werden die siamesischen Truppen sich 25 Kilomtr. von den gegenwärtig besetzten Posten zurückziehen; demgemäß können die französischen Truppen sofort die Gebiete am Mekongufer besetzen. Siam stimmt endlich der provisorischen Besetzung der Uferstadt Chan— tabonn durch Frankreich zu. Großbritannien. London, 1. August. Heute sind in Nottinghamshire 20,000 Berg⸗ leute in den Streik eingetreten. Cowes, 31. Juli. Der Kaiser begab sich gestern, Sonntag, nicht an Land und wohnte am Vormittag dem Gottesdienste auf der „Hohenzollern“ bei. Am Frühstück nahmen Theil der Herzog und die Herzogin von Con⸗ naught, Prinz Christian und Prinzessin Viktoria von Schleswig⸗Holstein. Am Nachmittag wurde auf dem„Meteor“ eine Rundfahrt um die Insel Wight gemacht und das Essen wurde an Bord der„Osborne“ beim Prinzen von Wales eingenommen. Spanien. Madrid, 1. August. Der Senat genehmigte das Budget mit den dazu gehörigen Finanzvorlagen, und nahm ferner die Handelsverträge mit der Schweiz, Holland, Schweden und Norwegen an. Italien, Rom. Der Kriegsminister hat die Verschiebung der auf den 1. August anbe— raumten Waffenübung der Teritorialarmee an der Westgrenze angeordnet, damit jede Be— rührung mit den von der Cholera infizirten Ortschaften jenseits der Alpen vermieden werde. Dagegen wird die Einberufung zu den großen Manövern in Piemont aufrecht erhalten. Griechenland. Athen, 1. August. Die Kronprinzessin Sofie wurde heute glücklich von einem gesunden Prinzen entbunden. Das Be— finden der Kronprinzessin ist ein gutes. Bulgarien. Sofia, 31. Juli. Nach dem jetzt annähernd festgestellten Ergebniß der Wahlen für die Sobranje gehören von 161 Abgeordneten nur neun der Opposition an. Unter letzteren befindet sich jedoch kein Führer der Opposition und kein ehemaliger Minister. Rumänien. Bukarest, 30. Juli. Der König ist incognito nach Neuwied abgereist. Rußland. Petersburg, 30. Juli. Durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen Ukas wird der Finanzminister ermächtigt, im Ein— vernehmen mit dem Minister des Auswärtigen spezielle Zollzuschläge zu den Sätzen des Maxi— maltarifs einzuführen, welche auf die Pro⸗ venienzen aller Länder angewendet werden sollen, in denen von den russischen Waaren höhere Zölle, als die des Generaltarifs, erhoben werden. Nach einem Telegramm der„N. Fr. Presse“ werden auch die finländischen Eingangszölle gegen Deutschland um 50 pCt. über den Maxi- maltarif erhöht werden. Amerika. New-York, 30. Juli. Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus Buenos-Aires von heute gemeldet: In der Provinz Buenos— Aires und in der Stadt Rosario, Provinz Santa Fe, ist eine von den Radikalen organisirte Revolution ausgebrochen. In zwanzig Städten der Provinz ist es zum Kampfe gekommen. Seit heute früh haben die Aufständischen die Zucker sind. Oberhand. In Rosario finden seit 6 Uhr früh erbitterte Kämpfe statt. Der Aufstand ver⸗ breitet sich über das ganze Land. Aegypten. Alexandrien, 30. Juli. Der Khedive ist heute wieder hier eingetroffen; zu seiner Begrüßung waren zahlreiche Eingeborene aus dem Innern des Landes nach der Stadt gekommen, die Stadt ist prächtig geschmückt. Aus Stadt und Land. b. Friedberg. Die General⸗Versammlung der „Allg. Sterbekasse Friedberg“ fand am 31. Juli statt. Unter zahlreichem Besuch der Mitglieder wurden einige wichtige Beschlüsse gefaßt, welche zur Hebung des Vereins beitragen werden. Die Beiträge sind äußerst gering. Je größer der Verein, desto größer die Summe, welche dei einem Sterbefalle ausgezahlt werden kann. Der Bestand der Kasse ist gegenwärtig 321 M., die Zahl der Mitglieder 171; etwa 10—12 neue Anmeldungen fanden statt. Friedberg, 1. Aug. Heute wurde ein Nau⸗ heimer Kurgast, ein Oberförster aus Norddeutschland, während der Mittagstafel im Hotel Trapp dahier vom Schlage gerührt und war sofort todt. 2 Friedberg. Die Mitglieder, auch die weib⸗ lichen, der hiesigen„Evang. Vereinigung“ werden noch⸗ mals auf den jedenfalls sehr interessant werdenden Vortrag des bekannten und sehr geschätzten Frankfurter Vereinsgeistlichen Naumann über„Aufgaben und Ziele einer christlichen Volksbewegung, dieses wichtigste Stück der„sozialen Frage“, andurch aufmerksam gemacht und zu recht zahlreichem Besuche herzlich eingeladen. Auch der„Evang. Vereinigung“ nicht angehörende Evange⸗ lische sind als Gäste bei dem Vortrag willkommen. Siehe auch den Inseratentheil. Mainz, 31. Juli. Nachdem der heutige Tag ab⸗ wechselnd bei Sonnenschein und Regen eine kühle Tem⸗ peratur aufzuweisen hatte, brach gegen /6 Uhr abends ein Unwetter los, wie es seit Jahren nicht mehr der Fall war. Bei Ausbruch des Gewitters erhob sich ein solcher Sturm, daß viele Ziegel von den Dächern herab⸗ flogen, Putz von den Häusern absprang, und Wäsche, die nicht rechtzeitig unter Dach und Fach gebracht wurde, über die Häuser geweht wurde. Herabstürzende Schiefer von den Dächern und Theile von Fenster-Läden machten die Passage durch die Straßen geradezu lebensgefährlich. Von dem Kirchturm der Emmeranskirche flogen Holz— stücke und Gesteine ab, die eine Anzahl Fensterscheiben und Gaslaternen zertrümmerten. Mainz, 31. Juli. Ein Jubiläum, wie es wohl wenige Väter zu begehen in der Lage sind, kann M. Geier, Besitzer der Brauerei„zum Birnbaum“ dahier, feiern, indem ihm am Samstag das 25. Kind geboren wurde. Allerlei. Wiesbaden, 29. Juli. Ein frecher Ueberfall ist dem„Tgbl.“ zufolge gestern Vormittag gegen 12 Uhr im Walde in der Nähe der Leichtweishöhle auf einen hiesigen Privatmann und dessen Frau verübt worden. Dieselben befanden sich auf einem Spaziergang, als plötzlich ein Mensch vor sie hintrat und kurz erklärte, er befinde sich in Noth, der Mann solle ihm sein Geld geben. Als dieser eine ausweicheude Antwort gab, zog der Kerl einen Revolver aus der Tasche und hielt ihn dem Ueberfallenen mit der Drohung entgegen, er werde ihn erschießen, wenn er ihm sein Geld nicht gebe. Der so ernstlich Bedrohte gab darauf dem frechen Räuber sein Portemonnaie mit angeblich 13 M. Inhalt, worauf dieser den Revolver der Frau auf die Brust setzte und auch von dieser Geld verlangte. Auf die Erklärung der Frau, sie habe kein Geld, verschwand der Räuber wieder seitwärts im Walde. München, 31. Juli. Auf dem Rangierbahnhof entgleiste heute Vormittag ein Zug. Führer und Heizer wurden lebensgefährlich verletzt. Die Schuld trifft den Wechselwärter. Gleiwitz, 31. Juli. Ein Kohlenzug ist in der Nähe der Station entgleist. 14 beladene Wagen wur⸗ den zertrümmert, der Lokomotivführer und der Heizer erheblich verletzt. Lübeck, 31. Juli. Die Nordpol-Expedition des Dampfers„Admiral“ wurde bei prachtvollem Wetter und unter Betheiligung von 80 Mitreisenden heute Nach⸗ mittag angetreten. Der„Admiral“ ankerte auf der Außenrhede. Belgrad, 31. Juli. Gestern Abend Bototschina ein starkes Erdbeben verspürt. Satonichi, 28. Juli. Nach telegraphischen Nach⸗ richten aus Smyrna ist dort vorgestern das Auftreten [der Cholera amtlich festgestellt worden. Man zählt wurde in insgesammt bis heute 35 Fälle, von denen etwa 20 tödtlich verliefen. Distelfütterung an Pferde. Im Frühjahre pflegt man vielerorts den Pferden eine Abwechslung im Futter zu bieten, welche denselben ungemein zuträglich ist. Sie erhalten nämlich die auf Aeckern ausgestochenen jungen Disteln, welche sie trotz ihrer Stacheln mit der größten Begierde zu sich nehmen, da dieselben, namentlich die Wurzeln, reich an Es ist gewissermaßen eine Art von Frühlingskur, welche man die Pferde durchmachen läßt, indem das Distelfutter ge. linde abführt, jedoch nur, wenn es in genügen⸗ der Menge verabreicht wird. Es wird aber nicht bloß auf dem Lande von den Landwirthen, sondern auch in den Städten, für Reit⸗ und Kutschenpferde, nicht minder für die Kavallerie⸗ pferde verwendet, so daß die Disteln einen Preis erlangen, der die Mühe des Ausstechens hinlänglich bezahlt. Daraus ergibt sich der Vortheil, daß die Aecker von dem lästigen Un— kraute ohne Kosten gereinigt werden, was nicht hoch genug anzuschlagen ist. Wer daher die Distelfütterung für Pferde noch nicht versucht hat, der mache damit die Probe und lasse sich dadurch nicht abhalten, daß etwa seine Thiere lebenslang nur Trockenfutter erhalten haben; er wird mit Vergnügen wahrnehmen, mit welchem Appetit sie das unbekannte Futter verzehren und welche wohlthätigen Wirkungen es auf ihr Wohlbefinden hat. Vorsicht bei der Bienenzucht. Daß man bei der Bienenzucht nicht vor⸗— sichtig genug sein kann, zeigt wieder ein neuer dings vorgekommener Fall. Ein Landwirth entnahm einem seiner Stöcke Honig und legte das Stück einer vollen Wabe bei Seite, um es für seine gerade nicht anwesende Frau auf— zuheben. Als diese Abends nach Hause kam, führte sie die Wabe zum Munde, um, wie sie schon öfters gethan, den Honig aus der Wabe zu saugen. Plötzlich verspürte sie einen stechen. den, heftigen Schmerz im Schlunde; eine noch in der Zelle verborgene Biene war von ihr mit dem Honig verschluckt worden und hatte sie gestochen. Trotzdem sofort ärztliche Hilfe zur Stelle war, konnte die arme Frau nicht mehr gerettet werden. Die Halstheile schwollen in kürzester Zeit so sehr an, daß die Frau erstickte. Hüte aufzufrischen. Um einen weich gewordenen Hut wie neu herzustellen, bestreicht man ihn auf einer Sei mit dünn aufgelöster Gelatine, läßt ihn etwas übertrocknen und glättet ihn dann mit einem nicht zu heißen Eisen. Es gelang uns auf diese Weise, einen schwarzen Hut in Roßhaar⸗ geflecht aufzufrischen. Beim Plätten legte ich ein Tuch zwischen Hut und Eisen, weil Roß⸗ haar leicht sengt. Der Hut wurde wie neu und noch widerstandsfähiger als vorher. Zum Aufputz benützte ich einen graugelblichen Sei— denschleier, den ich feucht plättete, um ihn steifer zu machen, und eine Rosarose, deren ein wenig verblaßter Farbe ich durch etwas stark verdünnte, rothe Tinte nachhalf. Alle Rosablumen lassen sich mit ein paar Tropfen rother Tinte sehr gut auffrischen; mit Anilin⸗ farbe, in jeder Droguenhandlung zu haben, kann man sogar eine schöne, dunkelrothe Farbe erzielen. Handel und Berkehr. Friedberg, 2. Aug. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.10 1.30, Eier 1 Stück 6 Pf, 2 Stück große 13 Pf. Friedberg, 1. Aug. Fruchtpr. Weizen M. 17.0 bis 00.00, Korn M. 15.00—00.00, Gerste M. 15.00 bis 00.00, Hafer M. 18.00— 00.00. Alle Preise ver⸗ stehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. 0 Gießen, 1. Aug. Auf dem heutigen Wochen; markt kostete: Butter pr. Pf. Mk. 1,10—1,25, Eier per Stück 6 Pf., 2 St. 11 Pf., Käse pr. St. 5—8 Pf, Tauben pr. Paar Mk. 0,60— 0,80, Hühner pr. Stüc Mk. 0,90—1,50, Hahnen pr. Stück Mk. 0,0100 Enten Mk. 1.80—2.00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 56—64 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch per Pfund 30 bis 40 Pf. Schweinefleisch pr. Pfund 60—70 Pf., Kalbfleisch pr Pfund 40—50 Pf., Hammelfleisch per Pfund 40 bis N lenzucht. zucht nicht vo wieder ein neue Ein Landwj Honig und le bei Seite,. esende Frau ay nach Hause kr ide, um, wie 14 9 aus der Wa sie einen steche lunde; eine u. ie war von. orden und hab t ärztliche gh arme Frau ni lstheile schwol. „ daß die gn en. N en Hut wie; auf einer S. „läßt ihn eig dann mit eil gelang uns. Hut in Roß Plätten legl“ Eisen, weil. wurde wie! ls vorher. J. augelblichen llätete, un“ Rosarose, M. 0 U Roggenmehl, 21.00— 21.50 1 0000 M., bis 26.50 M., Nr. 3 22.00— 22.50 M., feinere Marken 22.50— 23.25 M., Nr. 4 18.00—18.50 M., feinere Marken 19.00— 20.00 M., hiesiges Nr. 5 13.50-14.50 997805 Nr. 0 24.00— 24.50 M., Nr. 1 „Nr. 2 15.50—16.— M. Alles per 00 Kilo inkl. Sack loco hier. Weizenschalen 5.50 bis 3— M., Weizenkleie 5.35—5.60 M., Roggenkleie 6.— bis 6.25 M., Futtermehl 7.00—0.00 M., Bierträber getrocknet 6.25 M. Alles per 50 Kilo netto effektiv oco hier. Frankfurt, 31. Juli. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 413 Ochsen, 52 Bullen, 1233 Kühen, Stieren chen„Rindern, 350 Kälbern, 249 Hämmeln, 518 Schweinen fahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 64 bis 66, 2. Qual. M. 56—60, Bullen 1. Qual. M. 40 bis 2 2. Qual. M. 36—38, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50—55, 2. Qual. M. 33—43. Alle per 0 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 6065 Pfg., „Qual. 50—55 Pfg., Hämmel 1. Qual. 54—56 Pfg., Qual. 48—52 Pfg., Schweine 1. Qual. 59—60 Gfg., 2. Qual. 57—58 Pfg. Alles per Pfund. Eingesandt. N. Und wärest du auch der trübseligste Hypochonder, eber Leser, ich wette, du lachst aus Herzensgrund, Chaussee bequemen willst.— Was ist das für ein Auf⸗ lauf, welch ein Geschwirr jugendlicher Stimmen? Doch keine Wählerversammlung? Nein, aber eine Kinder⸗ sportversammlung, die Vorbereitung zum Wettrennen oder besser„Wettreifen“. Allmählich lichtet sich der wirre Knäuel, die Reihen ordnen sich, ein Jedes faßt seinen Reif und wartet auf das Commando. Gelt, lieber Leser, der du Vater bist, jetzt weißt du auch, warum dein Söhnchen so energisch auf Anschaffung eines neuen Reifes hingearbeitet hat und dich quängelte bis er„einen“ hatte nach neuester Sportsvorschrift! Und was für Reife kommen hier zum Vorschein! Vom rostigen, schiefen Eisenreif, der einem pensionirten Sauerkrautständer entlehnt ist, bis zum elegantesten „Hochrad“ aus der theuersten Spielwaarenhandlung. Ein kurzröckiges, kleines Dirnchen steht da ohne Reif, es scheint der„Starter“ zu sein. Richtig— auf ihr: „Los!“ setzt sich der Hexentanz in Bewegung. Der unternehmende Bursche da, der seine„Maschine“ über einen Chausseesteinhaufen setzten läßt, scheint der„Steeple⸗ chaser“ des Vereins zu sein, der kleine da vorn mit den krummen Beinchen erhielt großmüthig Vorgabe und fidelt nun wacker drauf los. Doch was ist das dort für ein kleiner Indianer, Haupt, Arme, Brust und Gürtel geschmückt mit gelben Cigarrenschnüren? Es ist der preisgekrönte Sieger der nun wieder mit drei— maligem Hurrah gefeiert und von„der Starterin“ de— korirt wird. Da erschallt ein neues Hurrah; eine zweite Rotte kleiner Sportsgenossen kommt daher, offenbar hat sie das Realschulthor soeben erst ausgespieen und ge⸗ wiß hatten sie keine Zeit erst Kaffee zu trinken. Wie mögen die auf den Schulbänken hin⸗ und hergerutscht sein mit ihren Gedanken an die sie erwartenden Sports⸗ freuden! Glückliche Jugend!— wenn du dich zu einem f. bergang auf die Nauheimer Evangel. Arbeiterverein. Donnerstag den 3. August, Abends 8 Uhr, im Gartensaal des Pfälzer⸗Hofs. Vortrag des Pfarrer Naumann von Frankfurt: Aufgabe und Ziele einer christlichen Volksbewegung. Israelit. Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 5. Aug. 1893. Beginn: Vorabend 7 Uhr 30 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 3 Uhr 30 Min. Schrifterklärung. Um 4 Uhr Minchagebet. Sabbathausgang 8 Uhr 55 Min. Samstag den 12. und Sonntag den 13. August: Neumond Ellul. Wochengottesdienst von Sonntag den 6. Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 7 Uhr. Aug. an Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln hat uns den Debit des allein ächten Cölnischen Wassers übertragen und empfehlen dasselbe per Glas zu M. 1.75, „ dDuzend, 90, „ Dutzend o r.: 22, 174 und 200; Flur IV Nr.: 7 53 Die Exped. des Oberh. Anzeigers. Edictalladung. Eigenthums⸗ und sonstige Ansprüche an b nachstehend verzeichneten, im Grund— uch den einzeln angeführten Personen geschriebenen Liegenschaften, welche theil— wise veräußert, theilweise überschrieben nerden sollen, sind so gewiß binnen zwei Monaten dihier geltend zu machen, als sonst die Mräußerungsverträge bestätigt und die bantragten Ueberschreibungen vollzogen, ach die bestehenden Eigenthumsbeschränk— ligen gelöscht werden: Gemarkung Staden: J. Lauckart, Konrad, zu Staden: Flur! lux Y: Nr. 68 43, 58, 125, 147; Flur II f 75, 120, 130, 185; r VI Nr.: 3, 91. 2. Bierbrauer, Peter, J. zu Staden: Fur IV Nr.: 8. 3. Junghenn, Peter, Wwe. zu Staden: Fur I Nr.: 129. Gemarkung Stammheim: l. Lauckart, Konrad, zu Staden: Flur l! N.: 229; Flur IV Nr.: 101, 269 u. 316. Altenstadt am 28. Juli 1893. Großh. Amtsgericht Altenstadt. Hellwig. Eintrag ins Handels⸗Negister. karl Otto Bender hierselbst, in Firma gel Otto Bender, A. Heß Nachfolger, In seiner Ehefrau Emilie, geb. Schaller, Jpocura ertheilt. u bil Hungen den 31. Juli 1893. duft J Großh. Amtsgericht Hungen. dun Al Ittmann. 11 ferde⸗ 2c. Versteigerung. ke nt%. Dienstag den 8. Angust, Vormit⸗ r 1 St l 8 12 Uhr, 8 70 im geben,, 4 in Hofmarstalle dahier, sieben, zu 120 Mel. 2 deseüts welken nicht mehr geeignete r. 11 5 n bereits seit Ende Juni kastrirte Land⸗ 0 4 p r r* ausrangirte 1 ventarstücke versteigert. albu%, Tarmsta dt den 29. Juli 1803. m 5101475 J coß herzogliche. F. L b von Willich. 1 St., e wüßten u V ö „% Lersteigerung. 0 1 105 1 Aterzeichnete läßt nächsten Dienstag fund ic 1 8. August, Vormittags„ Uhr, öffent⸗ fag, e 159 weft. 5 Pferde, per Af übe, 1 Rind. 3 Wagen, 1 Halbverdeck, 177 Thaisengeschirre, eine Walze, Pflüge, bbericht.“ 5% dgzen, eine Kaute Mist, Pferdegeschirre, nee, i sonstige Geräthe. 0000%„% gpetterweil den 2. August 1893. 1% Wai, Ar Dr. Carl Müller. 8 0 2. „ e 7 ., einen tüchtigen Schmiedgesellen 9 6% 00 chtigen Schmiedges 5 5 * ck stadt. Joh. Hch. Georg. 4 Submission. Die Lieferung von 250 Centnern Stein⸗ kohlen(Knabbelkohlen), 20 Ctrn. zerklei⸗ nertem Tannenholz, 4000 Stück Preßklötzen und 1500 Stück Lohkuchen soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die desfallsigen Offerten sind bis 10. d. Mts. dahier einzureichen. Friedberg den 2. August 1893. Großherzogliche Gerichtsschreiberei. 138 Feick. Versteigerung der chemischen Fabrik in Bad⸗Nauheim. Die hiesige chemische Fabrik, am Bahn⸗ geleise belegen und mit diesem verbunden, in 1876 neu erbaut, mit massiven Ge⸗ bäuden, verschiedenen Dampfmaschinen, Reservoirs und anderen Einrichtungen— zu jedem Fabrikbetriebe geeignet— sowie einem angrenzenden Grundstück, soll frei⸗ willig für Rechnung des Eigenthümers (Mathildenstift Butzbach) zu Bad⸗Nauheim auf dem Rathhaus Samstag den 5. Aug. d. J., Vormittags 10 Uhr, öffentlich ver— steigert werden. Die Grundstücke beschreiben sich: Flur/ Nr. 273= 1830 OMeter Hof⸗ raithe(Fabrik) am Heiligenstock, Flur VI Nr. 277= 1877 Meter Acker daselbst. Sie werden einmal allein und dann zu⸗ sammen ausgeboten. Bei annehmbarem Gebot erfolgt der Zuschlag sofort. Die Besichtigung der Fabrik kann Freitag den 4. August und auf Wunsch auch vor⸗ her erfolgen. Bad⸗Nauheim den 29. Juli 1893. Großh. Ortsgericht Bad⸗Nauheim. 3122 Wörner. 2 1 5 Mobiliar⸗Versteigerung in Bad⸗Nauheim. Die sämmtlichen Mobilien aus dem Nachlaß der verstorbenen Caroline Reiß dahier werden Dienstag den 8. August d. I., von Vormittags 87/ Uhr ab, im Hause, Carlsstraße Nr. 341, öffentlich meistbietend versteigert. 2 Es werden Tische, Stühle, Schränke, Kommoden, Betten, Spiegel, Bilder, Nacht⸗ tische, Weißzeug, Kleider, Porzellan, Glas⸗ waaren u. s. w. verkauft. a Bad⸗Nauheim den 31. Juli 1893. Großh. Ortsgericht Bad-Nauheim. 30 Wörner. Baumwollene Kinder⸗Strümyfe, echt schwarz, empfiehlt zu bekannt billigen Preisen 30⁵¹ 6. F. Aletter. 31 Zwangs ⸗Versteigerung. Samstag den 5. August, Vormittags 10 Uhr, versteigere ich zu Gunsten der Gemeindekasse zu Rodheim und Ober— Erlenbach, vor dem Gemeindehause zu Ober⸗Erlenbach zwangsweise gegen Baar⸗ zahlung: 2 Pferde, 2 Kühe, 1 Schwein, 2 Ziegen, Gänse, Enten, Hühner, Haus⸗ mobilien durch alle Rubriken, sowie ver⸗ schiedene Morgen Korn, Waizen, Gerste und Kartoffeln auf dem Stand. Flurschütz Falkenstein zu Ober⸗Erlenbach wird be⸗ züglich der gepfändeten Krescenz auf Ver⸗ langen Auskunft ertheilen. Herget, 3132 Kreisbote zu Vilbel. Obst⸗Versteigerung. Die diesjährige Obst-Ernte auf den Staatsstraßen soll an Ort und Stelle, wie folgt, versteigert werden: Samstag den 5. August l. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, am Stein 164 zwischen Nieder-Wöllstadt und Ilbenstadt bezw. Assenheim, um 10 Uhr am Stein 176, am sog. Brünnchen bei Ilbenstadt und um 11½ Uhr am Stein 194 zwischen Kaichen und Heldenbergen. Montag den 7. August, Vormittags 8 Uhr, am pomologischen Garten bei Friedberg und um 10 Uhr am Stein 164 zwischen Ober-Rosbach und dem Bain⸗ hardshof. Dienstag den 8. August, Vormittags 8 Uhr, am Ossenheimer Forsthaus. Friedberg den 31. Juli 1893. Großh. Kreisbauamt Friedberg. Schneider. Zu verkaufen ein massiv eichenes Doppelthor, 2,90 m hoch, 1,15 m breit, sowie ein gut er⸗ haltener Röder'scher Herd, und sind dieselben billig feil. 5 3147 Josef Fürth. Neue Kartoffeln, Schwemmsteine, Heu und Stroh liefert billigst in Waggon⸗Ladungen nach allen Stationen. K. a. 28/7 3067 Eberhard Barz, Plaidt. Tüchlige Rnechle, Melker, Kleinknechte ꝛc.(ausgesucht brauch⸗ bare deutschredende Leute vom Lande) vermittelt in Jahreslohn seit 16 Jahren schnell und unter weit günstigeren Beding⸗ ungen als andere Agenten e 8 Vermiethuugs⸗Comptoir, Berlin, Gr. Hamburgerstraße 16. 1991 3135 Unterzeichneter empfiehlt sich im Herrenkleidermachen, sowie im Reinigen u. Repariren derselben. Ludwig Schweitzer, 3118 bei M. Appel, Judengasse. Sammetartige Haut erhält man nach dem Gebrauch der Vaselin- Seife von der Leipziger Parfümerie, Leipzig. Dieselbe ist namentlich zum Baden von Kindern sehr zu empfehlen und kostet das Packet mit 3 Stück nur 50 Pf. Zu haben bei 3126 Geschw. Stoll, Kaiserstr. Eine freundliche Wohnung von 3—4 Zimmern, Küche und Zubehör ist zu vermiethen Obere Hauptstraße. Näheres bei 5 Heinrich Steuernagel v., Maurermeister, Bad⸗ Nauheim. 5 Schreinergesellen, welche im Bau- und Möbelfach geübt sind, finden dauernde Beschäftigung bei Moritz Reitz in Groß-Karben. Zu vermiethen in der Bismarckstraße: Parterre, 1. Stock, à 5 Zimmer, Badezimmer, Küche, Speise⸗ kammer nebst Zubehör, sowie eine Mau⸗ sardenwohnung, bestehend aus 3 Zim⸗ mern, Küche ꝛc. und sind per 1. Oktober d. J. beziehbar. Näheres bei Josef Fürth. 3127 3121 3146 J der Unterzeichnete erkläre hiermit, daß Alles, was ich in meiner Auf⸗ regung gegen Ludwig Wagner Wwe., geb. Reß, gesagt habe, auf Unwahrheit beruht und nehme Alles als gelogen zurück. Nieder⸗Wöllstadt den 29. Juli 1893. 3129 Heinrich Oertel. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung unseres am 28. Juli nach kurzem Krankenlager dem Herrn ent⸗ schlafenen geliebten Gatten, Schwagers und Onkels, des früheren Großh. Bürger⸗ meisters Georg Maul II., sprechen wir hierdurch unseren tiefge⸗ fühlten Dank aus. Ossenheim den 1. August 1893. 3134 Die trauernden Hinterbliebenen .———— . 8 2— ——— R———— ..—————— — ———— — — —— ———ů—— — —— 11 Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Theilnahme während der Krank⸗ heit und bei der Beerdigung unseres lieben unvergeßlichen Gatten, Sohnes, Bruders, Großvaters und Schwiegervaters Friedrich Christian Frick, sowie für die reichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank Friedberg, 2. August 1893. die trauernden Hinterbliebenen. 3141 Durch den am 23. Juli erfolgten Tod meines seligen Mannes, des Kaufmanns Eduard Hirsch, langjährigen Inhabers der Firma Mayer J. Hirsch, ist das seit dem Jahre 1828 bestehende Geschäft auf mich übergegangen. Unterstützt von meinen Kindern werde ich es in unveränderter Weise weiterführen. Das dem Verstorbenen in so vollem Maße entgegengebrachte Vertrauen bitte ich auch auf mich und meine Kinder zu übertragen. Das Haus wird nach wie vor bestrebt sein, getreu seinem guten Rufe, seine werthen Kunden zu deren Zufriedenheit zu bedienen. Hochachtend Lina Hirsch, in Firma Mayer J. Hirsch. 3128 Engel-Apotheke non H. Mergard empfiehlt Droguen- und mediein. Präparate. Kindermehl von Nestle, Kufecker, Rademann. Hafermehle von Knorr und Weibezahn. Hartmanns Leguminose. Löfflund⸗Malzpräparate. Fleischextrakte von Liebig und Buschenthal. Fleischpeptone von Kemmerich und Koch. Fleischaolution nach Leube—Rosenthal. Verbandsstoffe. Inhalations⸗ Apparate. Desinfektionsmittel(Chlorkalk, Carbolsäure, Creolin, Lysol ꝛc. dc.) Medicinische Seifen. Zahnpasta. Eau de Cologne eigener Fabrikation und ächt von Joh. Mar. Farina gegen⸗ über dem Marienplatz. Rosbacher-Wasser(vorzüglichstes Erfrischungs— mittel) sowie sämmtliche Mineralwasser in stets frischer Füllung. Pastillen und Quellsalze. In- und ausländische Specialitäten. Cacaos, Chocolade, Thees. Cognac, Arrae und Rum. furter Essigessenz zur Selbstdarstellung von gutem Weinessig. Wein⸗ essig(von vorzüglicher Beschaffenheit, besonders geeignet zum Einmachen). 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Der Vorsitzende Früh ⸗ Aepfel werden angekauft bei 3148 Muölblirte Zimmer Carl Kümmich, 3150 Kaiserstr. 469. 3139 empfiehlt Alle Sorten Schürzen in großer Auswahl bei 2824 Hroße Auswahl in Vorhängen und Rouleaux bei 1912 G. M. Heuss. H. Walt. Cocosfaser⸗Stricke Ochsen⸗Fleisch Wilh. Bernbegt. Geschwister Schloss. A Wo? sagt die Expedition Anzeigers. 31¹⁶ Verloren. Ein lederner Hundeleitriemen* Carabiner wurde am Eisenbahnda Schwalheimer Durchlaß am letzten Mona verloren. Abzugeben gegen Be lahm das Pfund 64 Pfg., Rind⸗Fleisch das Pfund 54 Pfg., 31 Nieren⸗Fett das Pfund 50 Pfg. bei sämmtlichen Ochsen- u. Rindsmetzgen In Eispackung Frische Flußhechtt Kleiner Posten Stroh⸗Hüte noch billig abzugeben. 2882 Schmidt's Schirm⸗& Hutbazar. Schirme, Blousen, Corsetten zu bekannt billigen Preisen empfiehlt G. F. Aletter. 3050 A e eee 7 ä in Heddernheim bei Frankfurt a. M. 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