f g g g 0g, Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Jeschente, 6 Absagen empfshe chmidt, e vis-a. vis de Schott. 4 fegen, udschuhe u. Sb großer Auswahl ö , vorm. J. Kein, ollen, linge, Abückiage, inen, Häriuge, Wilh. Bernbeck. irren „ Wagner, ren⸗Fabrik⸗ Lager. hüte, & Cravatte fiehlt HKalbflelseh, liau, „ 2 99 Fertsh locks, ⸗ Mille“ und Knaben, 3 opy eh ich eupfehlt „Schulhoß . 1 Ab 0 Indellhe Carl Dung„ 5 Cal b 1 ö 1893. Samstag den 2. Dezember. N 142. Oberhessischer Anzeiger. und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. oncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letzere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. 7 genständen zu verwenden sind. 1 Friedberg den 29. November 1893. —————— Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Der Ortsvorstand zu Friedberg beabsichtigt mit dem am 6. Februar kommenden Jahres zu Friedberg stattfindenden Frühjahrs Ferdemarkt eine Verloosung von Pferden, Fohlen und sonstigen Gegenständen zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hit die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 12,000 Loose zu Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 65% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinn— Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthum gestattet. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. ö Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Entschließung vom 16. l. Mts. zu Nr. M. J. 32123 die Genehmigung zur Prnahme einer, mit dem am 19. März k. J. stattfindenden Frühjahrsfaselmarkte in Butzbach zu verbindenden Verloosung von Faseln, Rindern, 1 5 1 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jakob Weil I. von Nieder⸗Mörlen wurde als Fleischbeschauer der Gemeinde Nieder-Mörlen in Pflichten genommen. Ehweinen, Geflügel und landwirthschaftlichen Geräthen unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 13,000 Loose à 1 M. ausgegeben erden dürfen und(abzüglich eines Betrags von 350 M. für Prämiirung) mindestens 70% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zm Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet. Friedberg den 29. November 1893. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 1 Heinrich Kling von Dorheim wurde als Stellvertreter des Fleischbeschauers daselbst verpflichtet. Georg Grieb II. von Griedel wurde als Feldschütze für die Gemeinde Griedel in Pflichten genommen. i Nachdem der Großh. Bürgermeister Schmidt von Massenheim sein Amt freiwillig niedergelegt hat, ist der Großh. Beigeordnete Puth daselbst mit einstweiliger Versehung der Bürgermeistereigeschäfte kreisamtlich beauftragt worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsschreiber Kapp in Rein⸗ hn wurde auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Jenste, in den Ruhestand versetzt, dem Amtmann * rnicke zu Fischbach der Charakter als„Oberamtmann“ liehen, der Ober-Rechnungs⸗Sekretär Hiemenz zu Urmstadt zum Rentamtmann in Lindenfels, die Steuer- Aseherasp. Rhein aus Heppenheim und Schweitzer aus msweiler zu Steueraufsehern in Mainz und Lauter 10, der Gefangenwärter Nürnberger in Mainz zum Ufangenaufseher ernannt. Berlin, 30. Nov. Der Kaiser und die Miserin sind heute nach Hannover abgereist. Berlin, 29. Nov. Im Reichstag fand die Fort— ung der Generaldebatte über den Etat statt. Vor Ehtritt in die Tagesordnung erklärte Präsident von Mvetzow:„Das Haus war gestern tief entrüstet r die Nachricht vom Versuch eines Attentats gegen Reichskanzler, heute ist noch die Kunde hinzuge⸗ men, daß ein ähnlicher verbrecherischer Versuch auf Kaiser unternommen worden. Ich glaube in aller Amen zu sprechen, wenn ich erkläre, daß das Haus den Versuch nicht nur schmerzlich bedauert, sondern 0 das höchste entrüstet ist und Gott dankt, daß dieser 9 9 1 0 29 de 1 nisse Europas durch die Militärvorlage nicht vermindert worden sei. Unangebracht sei es daher, wenn deutsche Blätter Italien gegenüber drohen, weil dort die Stim⸗ mung zu Gunsten einer Verminderung der Heeresaus⸗ gaben wachse. Leider konnten wir, als Frankreich der italienischen Rente den Krieg erklärte, Italien nicht helfen, wegen unserer eigenen wirthschaftlichen Lage und der Militärvorlage, deren Einbringung also ein politischer Fehler war. Redner wendet sich gegen die Kolonialpolitik, worin wiederum eine Wandlung der Regierung bemerkbar sei. Ist der Kaiser mit der Hal— tung der reichsländischen Bevölkerung zufrieden, warum beschränkt man ihre politischen Rechte? Weiter tadelt Haußmann das neuliche Auftreten des Kriegsministers und wendet sich dann gegen die Reichsfinanzreform und die neuen Steuern und verlangt Beseitigung der Steuer— privilegien. Genüge das nicht zur Deckung der Kosten der Militärvorlage, so möge man die Matrikularbei⸗ träge heranziehen. General Spitz rechtfertigt die Hal— tung des Kriegsministers. Nach Erwiederungen Posa⸗ dowsky's und Miquels nimmt Kardorff das Wort, der der Handelsvertragspolitik die Schuld an den finanziellen Verlegenheiten beimißt, und die offiziösen Angriffe gegen den Bund der Landwirthe zurückweist. Er vertheidigt die Liebesgabe und die Finanzreform. Rickert kritisirt abfällig die ganze Finanzreform mit⸗ sammt den Steuerplänen und tadelt die Regierung, daß sie keine runde Absage an den Bund der Landwirthe richtet.— 30. Nov. Zimmermann(Antis.) schildert die traurige Lage des Mittelstandes, den die Antisemiten vertreten wollen und erklärt sich gegen die Handelsver— träge, gegen die Konsum- und Offiziersvereine, die hohen Gerichtskosten und das Alters- und Invalidi⸗ täts⸗Gesetz. Die neuen Steuerprojekte würden haupt⸗ sächlich die Mittelstände treffen, seien daher zu ver⸗ Die Börsensteuer müßte der Zusage des Reichs für den Schutz ü habe die Reichs⸗ Kurs“ treibe eine und Oesterreich Der„neue Steuervorlagen diesen knecht: a bewegung, noch in anderen K n zu e Antisemitismus könne weder den Mittelstand noch das könne nur der Sozialismus. der Bauernstand ver⸗ es keine jüdischen vor der französischen Re⸗ saugen die Kleinbauern auf. Die Erfahrungen des hannover'schen Prozesses, an denen auch ältere Offiziere betheitgt maren deuten auf ein weit verbreitetes Uebel. Dagegen nützen Erlasse so wenig, wie gegen Mißhand⸗ lungen; die gemeinsame Quelle sei der militärische Geist. Redner kritisirt das neuliche Vorgehen des Kriegs- ministers, der dem Reichstag die Kritik an der Armee verbieten wolle, wo doch die Armee vom Reichstag ab— hängig sei, und der sich verächtlich über den Reichstag geäußert habe.(Ordnungsruf des Präsidenten Buol.) Abg. Frege hat neulich angedeutet, wir möchten die Attentatsversuche auf den Kaiser und den Kanzler von uns abschütteln. Wir haben das nicht nöthig, wir be— trachten dergleichen Attentate als Verbrechen Wahn— sinniger. Die Förderung derselben unsererseits würde nur eine Reaktion herbeiführen. Die anarchistischen Attentate sind dort am häufigsten, wo der Sozialismus am wenigsten entwickelt ist(Zuruf: Niederwald, Ravachol!), aber die Bourgeoisie bedient sich des An— archismus gegen die Sozialdemokratie; erklärte doch einst Minister v. Puttkamer, ihm sei ein Anarchist lieber als ein Sozialist. Redner schildert das verderbliche An⸗ wachsen des Militarismus, der durch! die Miliz zu er⸗ setzen sei und schließt mit einer Verherrlichung des So— zialismus, dem die Zukunft gehöre. Caprivi macht die Sozialdemokratie für den Anarchismus verantwort⸗ lich, kennzeichnet den Antisemitismus als Vorfrucht der Sozialdemokratie und konstatirt, daß der„neue Kurs“ nur Bismarck's Beispiel folge, wenn er sich in die inneren Verhältnisse anderer Länder nicht einmische. — Die Antisemiten haben ihren Antrag auf Haftent⸗ lassung Ahlwardt's zurückgezogen und durch einen neuen Antrag ersetzt, daß die Vollstreckung einer Freiheits⸗ strafe gegen Abgeordnete durch den Beginn der Session unterbrochen werden soll. — 29. Nov. Nach einem der Polizei eingereichten Gutachten des Hofbüchsenmachers Förster war der Explosivstoff des Zündhütchens dem der alten Zündnadelpatrone ähnlich. Der Das gemischt. Die Gesammtladung hätte genügt, den Oeffnenden zu zerreißen und weiteren Schaden anzurichten. Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyäne“, Komm. Kap.⸗Lieut. Reincke, ist am 25. Nov. in Kamerun eingetroffen und beabsichtigt am 27. d. Mts. nach Gaboon in See zu gehen.— S. M. Kadettenschulschiff„Stein“, Komm. Kap. z. S. v. Wietersheim, beabsichtigt am 1. Dez. von Barbados nach La Guayra in Venezuela in See zu gehen. 8—— erer r r Ausland. Belgien. Brüssel, 30. Nov. Nach kurzer Generaldebatte fing heute im Abgeordnetenhaus die Spezialdebatte über das Wahlgesetz an. Das Alter für senatoriale Wahlen wurde auf 30 Jahre festgestellt. — Die belgische Antisklaverei⸗-Gesellschaft empfing Nachrichten von der Expedition des Kapitäns Decamps, welcher in einem Schreiben vom 2 Sept. mittheilt, daß er auf seiner Reise von Muenzu nach Karongo mit Wißmann zu— sammentraf, welcher mit vier Begleitern von Tanganjika kam und mit ihm bis Karongo reiste. Wißmann befand sich vollkommen wohl. Frankreich. Marseille, 29. Nov. Die Polizei hat ein anarchistisches Laboratorium in einem 20 Meter langen unterirdischen Gang hier entdeckt und 3 Verhaftungen vorgenommen, darunter die einer Frau. Großbritannien. London, 30. Nov. Das Oberhaus nahm nach zweieinhalbstündiger Debatte die zweite Lesung der Haftpflichtbill an. Spanien. Madrid, 30. Nov. Meldungen aus Melilla zufolge lehnte es Martinez Campos ab, den vom Bruder des Sultans erbetenen Waffenstillstand abzuschließen. a Bulgarien. Sofia, 29. Nov. Fürst Ferdinand hat angeordnet, daß das erste Infanterie-Regiment für immerwährende Zeiten den Namen Alexander J. führe. Franz Josef von Battenberg ist zum Obersten und Heinrich von Battenberg zum General à la suite dieses Regiments ernannt. Der Rußland. Warschau, 30. Nov. „N. Fr. Pr.“ wird gemeldet: Die katholische Kirche in Krosche, 50 Werst von der preußischen Grenze, sollte auf Befehl der Regierung ge— schlossen werden. Die Gläubigen waren davon unterrichtet und weilten Tag und Nacht in der Kirche. Nachts um 2 Uhr umzingelten Truppen unter der Anführung des Gouverneurs Klingenberg die Kirche und hieben sodann mit blanker Waffe auf die Gläubigen ein, wobei 20 Personen getödtet und 100 verletzt worden sein sollen. Eine Anzahl Menschen ertrank bei der Verfolgung durch die Kosaken im nahen Flusse. Eine Unmenge Personen ist ver— haftet worden und werden dieselben wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vors Kriegsgericht gestellt werden. Amerika. Buenos-Aires, 28. Nov. Drei spanische Anarchisten sind hier verhaftet und sozialistische Versammlungen untersagt worden. Aus Stadt und Land. M. Friedberg. Im Monat Oktober hatten wir in der Herberge zur Heimath 175 Verpflegungs⸗ und 226 Herbergsgäste. An Arbeitsverdienst wurden 7.12 M. und im Betrieb der Wirthschaft 345.48 M. eingenommen. Wir haben einen Fehlbetrag von 121.19 M. Friedbberg. Die Arbeiten auf der Nebenbahn— strecke Hungen-Berstadt-Beienheim-Friedberg schreiten rüstig voran Nachsten Montag sollen die Vermessungs⸗ arbeiten auf der Strecke Beienheim Friedberg beginnen, welche etwa 10 bis 11 Kilometer lang ist. Wenn die Witterung günstig bleibt, hoffen die Ingenieure bald fertig zu werden. Die Zuversicht, daß im Vorfrühjahre mit dem Baue der Bahn begonnen werden wird, erhöht sich wesentlich. ö Gießen, 30. Nov. Die Einweihung der Johannes— kirche ging heute programmgemäß von Statten. Wie zu erwarten, vollzog sich diese Feier unter Theilnahme der ganzen Einwohnerschaft Gießens. Die Stadt war aufs Prächtigste geschmückt, besonders die Straßen, die S. K. H. der Großherzog nach seinem um 10 Uhr er folgten Eintreffen passirte. Der Zuzug Auswartiger war ein ganz bedeutender, so daß die Stadt ein über aus lebhaftes Gepräge trug. b. Darmstadt. Der Redakteur der„N. H. V.“ Rudolf Ramspeck, bekanntlich ein geborener Friedberger, Dez. l. J. sein 25jahriges Jubiläum als feiert am 3. Dez. Redakteur des genannten Blattes. Allerlei. Siegen, 28. Nov. Als muthmaßlicher Mörder des Haltestellenvorstehers Hubertz in Meggen ist ein Knecht aus der Nachbarschast Namens Schmidt verhaftet worden. Schmidt ist als roher, gewaltthätiger Mensch allgemein berüchtigt. Mit dem Ermordeten lebte er nachweislich auf feindlichem Fuße und hat wiederholt! heftige Drohungen gegen denselben ausgestoßen. Auch und der Schlafwagen. Berlin, 29. Nov. An der 13jährigen Tochter des Kapitäns Franke in Spandau ist ein Raubmord verübt worden. Das Mädchen wurde auf einer Wiese erdrosselt aufgefunden. Der Thäter ist bis jetzt un⸗ entdeckt. Christiania, 26. Nov. Das zur Ausstellung nach Chicago geschickte Wikingerschiff ist auf der Rück⸗ fahrt hieher bei einem Sturme im Golf von Biscaya untergegangen. Madrid, 29. Nov. Gestern fanden in Teneriffa 60 Erkrankungen und 10 Todesfälle an Cholera statt. Cagliari, 30. Nov. Ein heftiger Orkan führte eine Ueberschwemmung mehrerer Gemeinden herbei, die großen Schaden verursachte. Vier Menschen wurden bei einem Brückeneinsturz getödtet, zahlreiches Vieh ist umgekommen, der Eisenbahnverkehr unterbrochen. Mailand, 29. Nov. Der gestern Nacht hier ab⸗ gelassene Schnellzug nach Venedig-Pontebba⸗Wien stieß auf der Station Limoto, 15 Kilometer von Mailand, auf einen Güterzug. Die Maschine wurde zertrümmert, der einzige Wagen dritter Klasse gerieth in Brand, ebenso der nachfolgende Wagen erster und zweiter Klasse Vierzig Personen wurden ver⸗ brannt und getödtet und viele verwundet; die Getödteten sind meistentheils Reisende der 3. Klasse, New-Nork, 28. Nov. Verschiedene Erdstöße sind gestern in den höher gelegenen Gebieten der Staaten New-York und Vermout verspürt worden. An einzelnen Orten schwankten die Häuser, stürzten Schornsteine ein und wurden Gefäße zu Boden geworfen. Die Irrthümer der Menschheit. Unter den einzelnen Menschen ist der Irr— thum weiter verbreitet als die Wahrheit und die Thorheit viel häufiger als die Weisheit; aber die Menschheit als Ganzes gelangt trotz— dem allmählig zu größerer Wahrheit und Weis— heit. Es treten von Zeit und Zeit in der Ent— wickelung der Menschheit zwar bedenkliche Rück— schritte und Störungen, Stürme und Verdunkel— ungen ein, aber der Fortschritt zum Besseren ist unaufhaltsam. Der Grund liegt darin, daß die Gegenwart sich die Lebenserfahrungen der Vergangenheit zu Nutze machen kann. Die Literatur der Gegenwart bietet uns viele un— reife, jugendlich stürmische, realistisch sinnliche Erzeugnisse, welche begierig verschlungen, aber auch rasch wieder vergessen werden; nebenher gehen jedoch bleibende, ausgereifte Werke ernster Denker und wahrer Menschenfreunde. Zu letzteren zählen wir das Buch„Aus den Lebens— erfahrungen eines Siebzigers“, Gotha 1891 bei Fr. Andreas Perthes. Wir greifen aus dem Schatze treffender Bemerkungen, die sich in allen Abschnitten dieser„Lebenserfahrungen“ vorfinden, hier einige wenige heraus, die sich auf das Wissen der Menschen und die Ritter vom Geiste beziehen, die zu allen Zeiten doch auch zuweilen recht bedenklich in der Irre ge— gangen sind. Sokrates, der Weiseste der Weisen des Alterthums, sah den Grund der Schlechtig— keit der Menschen in der Unwissenheit, nicht im Willen, ein Wahn, der zu allen Zeiten bis auf heute viel Unheil gestiftet hat. Alle Philo— sophen und Staatsmänner Griechenlands und Roms waren von der Vernünftigkeit der Skla— verei so fest überzeugt, daß sie sich gar keine andere Gestaltung der bürgerlichen Gesellschaft denken konnten. Das klassische Alterthum ur— theilte geringschätzig über den Handels- und Gewerbestand. Viele Arten der Arbeit, auch rein mechanische, sind aber erst jetzt im Begriff, sich zur Geltung durchzuringen. Galilei wollte nichts von Kepler wissen; Fulton, 1 der Erfinder der Dampfschiffe, wurde von den vierzig Unsterblichen der französischen Aka- demie für„halb wahnsinnig“ erklärt. Dieselbe Körperschaft verwarf und verlachte die Mög— lichkeit der Meteorsteine, nachdem schon die alten Griechen an sie geglaubt hatten. Auf's verächtlichste urtheilten Colbert über Maschinen, Napoleon J. über Dampfschiffe, Thiers über Eisenbahnen; auch Arago, der Physiker, meinte, nimmermehr würden die Eisen- bahnen Lasten befördern können. Die franzö— sische Akademie der Wissenschaften erklärte den Techniker, der an den Eisenbahnbau gehen wollte, für reif zur Zwangsjacke. Bei Eröffnung der Nürnberg-Fürther Eisenbahn beschloß das bayerische Obermedieinalkolleg, der Fahrbetrieb hat man ihn am Mordtage um das Gebäude schleichend mit Dampfwagen sei im Interesse der öffent⸗ gesehen. lichen Gesundheit zu verbieten; die schnelle Be— wegung erzeuge unfehlbar Gehirnkrankheiten, ja schon der bloße Anblick eines rasch dahin fahrenden Dampfwagens könne dasselbe be— wirken. Friedrich der Große schrieb in seiner Schrift„La Littérature allemande“ 1780, also nachdem Lessing und Göthe bereits aufgetreten waren, die Deutschen hätten bislang nichts ge— konnt, als essen, trinken und dreinschlagen; er verwirft die ganze deutsche Literatur, nur Ayrenhoff läßt ker gelten, Shakespeare findet er abscheulich, barbarisch, den erbärmlichsten Charakterzeichner. über Alexander v. Humboldt, Winkelmann über Lessing, York über Stein und Gneisenau. Byron überschätzte Pope maßlos und stellte dessen Uebersetzung des Virgil über das Original. Ueber Schillers„Glocke“ schreibt Karoline Schlegel:„Wir wären vor Lachen fast vom Stuhle gefallen.“ Schliemanns Funde wurden von Ernst Curtius spöttisch behandelt. Ein— seitige Urtheile Großer oder Notabler über andere Große und Notable, deren Schöpfung Abfällig urtheilte Schiller mackvolle. kicneten 1 u der 9 gears professors such die gelt, so ist es Drucke und Gedanken, sind ferner die von Händel über am en Gluck, Beethoven über Mozarts„Don Juan“, Cherubini über Beethoven, Weber über Beet— hovens heroische, Spohr über dessen C-moll— und neunte Sinfonie, Franz Schubert über Webers„Euryanthe“, Mendelssohn über Auber und Meyerbeer. Schiller fand Haydns „Schöpfung“ kindisch. Winkelmann nennt die Hochalpen abscheulich. Göthes und Rückerts Urtheil über Uhland, Platens über Heine und umgekehrt waren wohl kaum gerecht. Der Ver— fasser der Schrift„Aus den Lebenserfahrungen eines Siebzigers“ erinnert an die im Vorstehen— den angeführten Vorurtheile und Irrthümer großer und größter Männer,„nicht um diese zu verkleinern, auch nicht um daraus Trost zu schöpfen für unsere eigenen Thorheiten und Schwächen, nur weil doch auch wir Kleinen uns gar leicht in persönliche oder in Meinungen unserer Zeit versteifen, uns überheben. vor solchen Anwandlungen ist wohl kein Erden— pilger.“ Verloosungen. Kanton Freiburg 15 Fr.⸗Loose vom Jahre 1861. Prämienziehung am 15. Nov. 1893. e lung am 15. Febr. 1894. Hauptpreise: Serie 4581 Nr. 12 à 35,000 Fr., S. 2820 N. 5 à 4000 Fr., S. 3826 N. 2 à 1000 Fr., S. 1153 N. 47, S. 2517 R. 6, S. 2517 N. 22, S. 4307 N. 31, S. 6660 N. 29 und 30 je 250 Fr., S. 425 N. 12, 20, 32, S. 773 N. 13, S. 868 N. 34, S. 1673 N. 42, S. 2093 N. 6, S. 2820 N. 27, S. 3895 N. 25, S. 4045 N. 6, 8 4370 N. 32, S. 5542 N. 8, S. 6278 N. 14, 40, 8. 6770 N. 2, 45 je 125 Fr., S. 425 N. 30, 39, S. 581 N. 32, S. 2267 N. 48, S. 2340 N. 15, S. 2499 N. 48, S. 2517 N. 35, 44, S. 2570 N. 15, S. 3021 N. 27, S. 3444 N. 7, 9, S. 3895 N. 4, 18, S. 3895 N. 36, R. 4307 N. 22 und 40, S. 4370 N. 21, S. 4896 N. 30, S. 5137 N. 32, S. 5542 N. 50, S. 5990 46, S. 6170 N. 40, 41, S. 6476 N. 13, 43, 49, 8 6770 N. 28, S. 7800 N. 39, 48 je 75 Fr., S. 4 N. 13, 35, S. 581 N. 42, S. 728 N. 23, S. 773 1, S. 1525 N. 27, S. 2146 N. 22, S. 2340 N. 29, S. 2513 N. 4, 32, S. 2517 N. 11, 26, S. 2570 N. 12, 16, 23, S. 2681 N. 30, 46, S. 3414 N. 2 50, S. 3895 N. 29, S. 4041 N. 36, S. 4044 N. 16, S. 4045 N. 18, S. 4343 N. 29, S. 4370 N. 19, S. 4590 N. 27, S. 5065 N. 11, 12, S. 5137 N. 45, S. 5157 N. 3, S. 5553 N. 37, 38, S. 5843 N 31, 41, S. 5990 N. 28, S. 6170 N. 25, S. 6476 N. 20, 46, S. 6660 N. 14, S. 7025 N. 5, 16, S. 7800 N. 43 je 50 Fr. Alle übrigen in den gezogenen Serien enthaltenen Nummern je 22 Fr. Oldenburg, 1. Nov. Gewinnziehung der 0 Thaler⸗-Loose. 300,000 M. gewann Nr. 78872, 1500 M. gewann Nr. 49721, 600 M. gewannen N. 10737, 19325 und 22599, 300 M. gewannen Nr. 8069, 24360, 31625, 34465, 107140, 180 M. gewannen Nr. 11375, 17308, 56968, 56388, 59534, 68900, 69685, 83291, Bitte. Damit auch dieses Jahr eine Christbe⸗ scheerung für die hiesige Kleinkinderschule stattfinden kann, wird um gütige Beisteuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Emp⸗ fange erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit. Bertha Becker. Johannette Klippstein. Adele Braden. Hilda Dieffenbach. Elise Steinhäußer. 5 Sicher ebiete bett leser Richt kräfte in de Zum vie p, Kösel und bekann owenanthei dlügen Ink eber, Pfar ahl belehre hchten,eini, ber Heilkt⸗ sittiges K dye Skizze sordenes eipps un en dem viel kunge, den Fiarrherrn bin ic Solide Prima 7 Halbwe Farbige Reinwo Weiße Tüllvor Irima Flanell Handtü Tcchtl Aachen Zuxkint duxkin we dligste 4755 g Auth. asch datt Literarisches. schri be Nach Originalzeichnungen von Professor Halm, 2 in fein Text von W. Velke und F. Soldan. 1084. W der ereit 780, al, führige Verleger, J. Diemer in Mainz, leitet diese f 8 0 gildgeschmückte Geschichte der Regenten von Hessen⸗ lang 1 Darmstadt mit einem Vorworte ein, worin er sich bün⸗ 150 drei„lig über sein hübsches und zeitgemäßes Unternehmen usspricht. In der bekannten, von ihm unlängst heraus⸗ gegebenen Regententafel hat er die Bildnisse der Land⸗ fsrafen und Großherzoge von Hessen in künstlerischer mrahmung übersichtlich vereinigt. Dieser Geschichts⸗ fel entspricht das vorliegende Werk, das mit Recht ill els Haus- und Familienbuch be eichnet werden darf Vinkelmg übe r Pflege vaterländischer Geschichte Der mäßige Um! und Gneise r ng des Druckwerkes, sein handliches Format, die blos un iu 1 in Austheilung des Textes auf die einzelnen Regen⸗ ber das Ori telt n— Aae e ee Bildnisse sind Vorzüge des chr 10 gina. Verkes, welche ihm den Eingang in die verschiedensten elbt rolig kreise sichern. Wenn der Verleger die künstlerische, ge⸗ Lachen sast 15 shmackvolle Ausstattung des Ganzen durch die schönge⸗ 18 Funde Vom ichneten Porträts mit ihren stilvollen Umrahmungen behand wurden bon der Hand unseres verdienstvollen Landsmannes, g delt. Ein, Professors P. Halm, sowie die gediegene Drucklegung Notabler über durch die Hofkunstdruckerei Wallau besonders hervor⸗ hebt, so ist dies gewiß berechtigt: die ganze Erscheinung bes Druckwerkes bekundet eine musterhafte Leistung, und s kann nur als ein erfreulicher Fortschritt auf diesem Hebiete betrachtet werden, wenn sich ein Verleger in deser Richtung verpflichtet fühlt und sich so gediegener Kräfte in der Durchführung zu versichern weiß. Zum vierten Male erscheint soeben im Verlage der Jos. Kösel'schen Buchhandlung in Kempten der beliebte und bekannte Kneipp⸗Kalender, Preis 50 Pfg. Den wenantheil an dem ebenso interessanten wie reich— haltigen Inhalte hat wie in den Vorjahren der Heraus⸗ geber, Pfarrer Kneipp, selbst übernommen. Eine An— sühl belehrender und Aufsehen erregender Krankenge⸗ shichten,einige hygienische Abhandlungen, drei Aufsätze über Heilkräuter, ein besonders für unsere Hausfrauen nichtiges Kapitel über unsere Nahrungsmittel, dazu e Skizze über sein aus edelster Menschenliebe ent⸗ ndenes Kinderasyl stammen allein aus der Feder neipps und legen neuerdings glänzendes Zeugniß ab dn dem vielseitigen Wissen, dem unermüdlichen Schaffens⸗ hrange, dem hochherzigen Wohlthätigkeitssinne des greisen Jfarrherrn. Amann nennt di 8 und Rückert über Heine un erecht. Der Ver ebenserfahrungm ie im Vorstehen, und Irrthümer „nicht um dies daraus Trost zu Thorheiten um Die Landgrafen und Großherzoge von Hesseu-Darm⸗ e von Georg Fuchs. schen Literaturepoche. Soeben erschien: Niebergall's Dramatische Werke. 8. 342 S. brosch. k. 2.20, geb. Mk. 3.—. Es sind die Werke eines genialen Humoristen, welche wir zum ersten Male in sorfältig bearbeiteter, eleganter Ausgabe dem deutschen Publikum vorlegen. Diese Lustspiele sind schon seit vielen Jahrzehnten ein Hausschatz in der Heimath des Dichters und werden überall da Entzücken und Fröhlichkeit ver⸗ breiten, wo echter, unerschöpflicher Humor gesucht wird, zumal in Folge zahlreicher Fußnoten die Lektüre dieser in Darmstädter Mundart verfaßten Komödien außer— ordentlich bequem ist. Beide Stücke gehoren zweifellos zu den besten dramatischen Erzeugnissen der nachgoethe'⸗ „Der tolle Hund oder des Bur⸗ schen Heimkehr“ ist ein Meisterwerk aus dem an Komik so überreichen Kleinbürgermilieu der„guten, alten Zeit“, der„Datterich“„eine Tragikomödie von so genfalem Humor, so tiefer, sicherer Schöpferkraft und Erfassung der menschlichen Seele, von so intensiver Stimmungsge— walt des Milieu's und so starker Realistik, daß es aus dem poetischen Kreise seiner Zeit wie ein Wunder her— vortritt.“ Ferner bietet diese Ausgabe zum ersten Male eine kultur⸗ und literarhistorisch hochinteressante Bio— graphie des Dichters, die, bei dem seltsamen Schicksal Niebergall's, fast einem Romane gleicht. Der Anhang ist ein kleines Kuriositätenkabinet: voller Schnurren und Anekdoten, ohne dabei die Fülle kulturhistorischen und sprachlichen Materials, welches in den Werken Nieber— gall's zu finden ist, zu vernachlässigen; im Gegentheil, für den Dialektforscher ist diese Ausgabe hochbedeutsam. Das Buch ist genug dazu angethan, nicht nur in den Kreisen literarischer Feinschmecker, sondern in jeder gebildeten Familie als stets erfreuender Liebling Ein— gang zu finden. Pittsburgh, Pa. af Lenz, 58 Jahre alt, aus Merzhausen, Hessen⸗ Cassel. f Brodpreise vom 1. bis 16. Nov. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad-Nauheim u. Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 16. Nov. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad-Nauheim u. Butzbach unverändert. Briefkasten. F. in Nieder-Wöllstadt. Die drei ersten Verse sind gut, nachher aber verlieren Sie den eigentlichen Faden: Die wahren Prophezeihungen gegenüber den Falb'schen. Führen Sie einmal den ersten Gedanken weiter aus, das Zeug dazu haben Sie ja. Fr. Gruß! Die Redaktion. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Samstag, 2. Dez. Burgkirche, Nachmittags 2 Uhr: Vorbereitungspredigt und Beichte 1. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Velte. Es wird eine Collekte für die hiesige Herberge zur Heimath erhoben. Gottesdienst in der Stadtlirche. Ju Amerika verstorbene Hessen und Hessen⸗ Nassauer. New⸗Nork City. Catharine Kloos, geb. Pfeiffer, 50 Jahre alt, aus Cappel, Hessen⸗Nassau; Henry Riehm, 40 Jahre alt, aus Hessen⸗Cassel. Dayton, O. Philipp Stockert aus Hessen-Darmstadt. Hoboken, N. J. Rev. John W. Freund, 61 Jahre alt, aus Darmstadt. Indianapolis, Ind. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Weber. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 92 Uhr: Herr Pfarrer r. Diegel. Abendmahl. Abends 5½½ Uhr: Herr Pfarrer Velte. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr Beicht; um 7 Uhr wird die heil. Communion ausgetheilt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. uch wir Kleine der in Meinungen erheben. Siches wohl kein Erden, verkaufen und empfehle Solide waschächte Bettzeuge Prima Bettbarchent 1„ . hose vom Jahr b. 1893. 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Todes⸗ Anzeige. 5 Freunden und Bekannten hier- durch die schmerzliche Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen ge⸗ fallen hat, unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Marie Anna Boll, geb. Balmuth, nach achttägigem schweren Leiden 7 heute Nacht um 4 Uhr zu sich zu rufen. Um stille Theilnahme bittet 1 Friedberg den 1. Dez. 1893. N die trauernde Familie Boll. Die Beerdigung findet Sonntag! Nachmittag 3 Uhr statt. 4769 Besondere Einladung erfolgt nicht. F FCC Todes⸗Anzeige. 1 Heute starb im 82. Lebensjahre unsere liebe treue Mutter Frau Magdalena Thurn, g geb. Diederichsen, 5 Wittwe des Professor Karl Thurn. Wiesbaden, Metz den 5 29. November 1893. Dr Wilhelm Thurn, 7 Anna Conrad, geb. Thurn. Die Beerdigung findet in Fried⸗ berg, Samstag den 2. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, vom Mainzer Thor aus statt. 4742 Cc —— Landwirthschaftliches Casin Samstag den 2. Dezember 1893, Abends 7 Uhr, Trapp zu Friedberg: Erster großer Herren⸗ Abend mit gemeinschaftlichem Abend⸗Essen. Preis per Couvert ohne Wein M. 1.50. Von 8 Uhr bei Hackerbier im Glas musikalisch-humoristische Abend- Unterhaltung unter Mitwirkung der Kapelle Hertelinsky, des Gharukker⸗ ⸗Komikers Gummi⸗Maulino und der Gesangs-Abtheilung des Vereins. Anmeldungen für das Abend-Essen bittet man längstens bis zum Freitag den 1. Dezember 1893, Abends 6 Uhr, im Hotel Trapp zu im Hotel machen. Die erfolgten Einladungen haben auch für diesen Abend Gültigkeit. 4694 a Der Vorstand. Alien-Zuckerfabrik Wetterau. daß der Preis für Kaufschnitzel Reflektanten zur gefl. Nachricht, Abgabe erfolgt auf 25 Pfennig per Centner ab Fabrik ermäßigt ist. so weit Vorrath reicht. Fauerbach b. Fr. den 30. November 1893. 4754 Vorschuß und Credit Verein zu Friedberg, 4720 eingetragene Genosseuschaft mit nubeschräukter Haftpflicht. Coupons per 1. Januar 1894 werden schon von heute ab an unserer Kasse umgewechselt; dagegen können wir uns des Jahres— abschlusses wegen vom 21. bis 31. Dezember hiermit nicht mehr befasse befassen. Bekanntmachung. Bezirkskrankenkasse für Assenheim und Umgegend. Die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Bezirks— krankenkasse für Assenheim und Umgegend findet nächsten Dienstag den 5. Dezember a. e., Nachmittags 3 Uhr, auf hiesigem Rathhaussaale statt, wozu wir die Vertreter der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer, ganz besonders die Herren Bürgermeister des Kassenbezirks einladen. Tagesordnung: Die zu wählende Commission zur Prüfung der Rechnung pro 1893. Assenheim den 29. November 1893. 4740 Der Vorsitzende: Kunkel. Versteigerungs⸗ Anzeige. Dienstag den 5. Dezember 1893, Vormittags 9½ Uhr anfangend, werden dahier folgende in Abgang gebrachte Inventargegen— stände ꝛc. ꝛc. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: ungesähr 60 wollene Bettteppiche, 60 eiserne Eßtraggestelle, 50 Stein⸗ guttöpfe, 6 2thürige Kasernenspinde, 2 3 Wa schkessel, 9 noch brauchbare Hobelbänke nebst Hobeln ꝛc., 1 Nähmaschine, altes Eisen, Lumpen, Papier c. Mar tenschloß den 28. 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