1893. Donnerstag den 2. Februar. 14. Oberhessischer Anzeiger. — — — — 2 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, ö Donnerstag und Samstag. u mieth, i „% ar, Abens 8 U dunterhalm tt füt Nachit 0 1 Du Vorsand ftliches 0. haltung 188 im ü b u. Cotillan ot Der Vorstand. —— che, Kab „ K ieler ücklinge, Lachsforel Uralcavigf ——ů— Peleffend 1 Ersatzmän ————ßv—,rt—— a. für den Steuer⸗Commissariats⸗ Bezirk Friedberg zu Mitgliedern: 1. Heinrich Weith IV. zu Nieder-Wöllstadt, 2. Georg Steinhäußer zu Friedberg, 3. Johannes Jacobi VIII. zu Rodheim v. d. H., 4. Carl Guth zu Vilbel, 5. Bürgermeister Wörner zu Bad⸗Nauheim, 6. Bürgermeister Schmid zu Reichelsheim, zu Ersatz⸗ Mitgliedern: 1. Wilhelm Buff zu Nieder⸗Wöllstadt, 2. Bürgermeister Steinhäußer zu Friedberg, Friedberg den 31. Januar 1893. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 10 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aus⸗ wärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. —j————— — Amtlicher Theil. Bekanntmachung. 3. Bürgermeister Alles zu Nieder-Florstadt; b. für den Steuer⸗-Commissariats⸗ Bezirk Butzbach zu Mitgliedern: Apotheker Vogt sen. zu Butzbach, Georg Geck zu Melbach, Bierbrauer Melchior zu Butzbach, Pachter Reif zu Steinfurth, Bürgermeister a. D. Jeckel zu Ober⸗Mörlen, zu Ersatz⸗Mitgliedern: 1. Louis Christ zu Griedel, 2. Johannes Braun III. zu Kirch⸗Göns; 3 Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird. Anna Schlereth, geboren am Friedberg den 31. Januar 1893. Scheld oder Scheldt von Langenstein(V. 16/93); Philipp Böff von Offenbach(F. 37/92). — Wahl der Einschätzungs Commissionen für die Veranlagung der Einkommensteuer und Kapitalrentensteuer. b a 1 Es wird hiermit zur Kenntniß der Kreisangehörigen gebracht, daß von dem Kreistag des Kreises Friedberg zu Mitgliedern und nern der oben genannten Kommission für den Kreis Friedberg gewählt worden sind: c. für den Steuer⸗Commissariats⸗ Bezirk Büdingen a als Mitglied: Martin Hammel zu Staden, als Ersatzmitglied: Bürgermeister Braun zu Staden; d. für den Steuer⸗Commissariats⸗ Bezirk Hungen f als Mitglied: Gemeindeeinehmer Scherrer zu Wölfersheim, als Ersatzmitglied: Gemeindeeinnehmer Klein zu Wohnbach. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 23. Januar 1866 in Waldfenster(V. 870/92); Johannes Der Großherzogliche Amtsanwalt: Lebrecht. Fertseh. en entner au. Kümmic ten rten georg Groß. meladt illiges en cht. Nähere 1 leider, en, G. Schulhol, Deutsches Reich. Darmstadt, 31. Jan. 2. Kammer. Heute trat dle 2. Kammer zu mehrwöchigen Verhandlungen wiever zusammen. mathungen über die Vorlage wegen Erbauung der Wormser Brücke gediehen seten. daß die Reglerung in dieser Frage thue, was in ihren Kräften stehe. Vereinbarung mit der hessischen Ludwigsbahn erforderlich, er glaube jedoch, daß in der gestrigen Verhandlung eine prinzipielle Einigung über eine Eisenbahnbrücke zu Stande gekommen set, daß neben dieser eine besondere Straßen brücke zu erbauen sein werde, davon werde sich das Haus wohl überzeugen. der Zustimmung zur Verausgabung von 123,000 Mark zur Herstellung einer elektrischen Beleuchtungsanlage in Dad⸗Nauheim zu Lasten des Kurfonds wird genehmigt, nachdem Finanzminister Weber erklärt, daß es sich hler um eine definitive Anlage handle und Weith dieselbe befürwortet hatte. Reinhart fragt an, wie weit die Be⸗ Finanzminister Weber versichert, Die besonderen Umstände machten eine Die Vorlage wegen Ertheilung Gegen die Aufnahme von Ausnahme estimmungen in die der Hessischen Ludwigsbahn zu er— 10 7 Konzession zum Bau und Betrieb einer Neben ahn Flonheim Wendelsheim wird kein Widerspruch er hoben, jedoch beantragt Michel, daß die Ludwigsbahn gagehalten werden solle, die Zufuhrstraße zur Statton Vendelsheim als Kreisstraße zu erbauen. Der Gegen— tand wird nochmals in die Kommission zurück verwiesen. Line Forderung von 21,000 Mk. zur Herstellung einer Schliffsladestelle bei Nackenheim wird ohne Debatte ge — S — — — uhmigt. Den Verhandlungen vom 29/30. September 1686 über den Umbau des Bahnhofs in Kostel wird die verfassungsmäßige Genehmigung ertheilt. Eine nach Rgkägliche Forderung von 70,0 M. wird für Verbesse Hübner, ung und Umbau der von der Bahnlinie Hungen Laubach nach W. H der Friedrichshütte abzweigenden Strecke gestellt und nach einigen Bemerkungen von Sturmfels, Schön pelt berger und des Finanzministers Weber genehmitt. I Salatöl der Antrag Erk auf Einrichtung einer Güter⸗Einlade iböl, Sa kürrichtung in der Station Ober⸗Widdersheim der ober⸗ deln hifsischen Elsenbahnen wird nach einer Bemerkung des 1 Winde Oberbauraths Mayer keine Folge gegeben. Die Kammer hüt seiner Zeit beschlossen, den Antrag Westernacher 7 uht uf Weiterführung der projektirten Bahn Rinderbügen: 5 bädingen über Düdelsheim nach Lindheim der Regie— geblt biligf, ung zur demnächstigen Erwägung zu überweisen. Die 5 Usagast Este Kammer ist diesem Ersuchen nicht beigetreten, das hl, 5 Ius beschließt, auf seinem früheren Beschluß zu be⸗ 5 it harren. Dem Gesuch der Steuerkommissariatsgehülfen den uin Regulirung ibrer Gehalts-, und Anstellungsverhält⸗ S — — — — — — N fie, sowie den Anträgen von Hech ler auf Gehaltszu⸗ gapen für 9 Finanzaspiranten und widerrufliche Anstel⸗ lung der Steuerkommtissartatsgehülfen beantragt der Aus⸗ scuß stattzugeben. Finanzminister Weber erklärt, die kiglerung habe von jeher diese Gehülfen mit Wohl: pillen behandelt. Eine Anrechnung der Vordienstzeit 8 widerspreche den Bestimmungen des Pensionsgesetzes. Es müsse den Gehülfen eine genügende Wohlthat sein, daß sie als Privatgehülfen vom Staat übernommen worden seten. Schröder widerspricht, daß die Anrech⸗ nung der Vordienstzeit den Besttemmungen des Pensions gesetzes widerspreche und empfiehlt die Ausschußanträge, deren Annahme erfolgt. Berlin, 30. Jan. Der König und die Königin von Sachsen sind von hier nach Dresden zurückgekehrt. Der König von Württemberg verließ gestern Berlin wieder, um nach Stutt— gart zurückzukehren. Der Großfürst-Thronfolger von Rußland reiste gestern Abend von Central— bahnhofe ab. — Eine Aufsehen erregende Aeußerung des Kaisers wird von der„Freis. Ztg.“ in die Oeffentlichkeit gebracht. Dem genannten Blatt zufolge hat der Kaiser dem früheren Justiz— minister v. Friedberg zu seinem achtzigjährigen Geburtstag sein Bildniß verehrt mit der Unter— schrift: Nemo me impune lacessat— Niemand reizt mich ungestraft. Friedberg ist am 27. Jan. 1813 geboren, begeht also seinen Geburtstag mit dem Kaiser zusammen. — Zwischen dem Kaiser und dem Groß— fürsten⸗Thronfolger von Rußland soll während des Aufenthaltes des Letzteren am Berliner Hofe eines Abends eine mehrstündige Unterre— dung ohne Zeugen stattgefuuden haben. Falls dem in der That so gewesen ist, so könnte der Vorgang die politische Bedeutung des Besuches des Czarewitsch nur noch erhöhen. — 30. Jan. Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Plenarsitzung der Verlängerung des provisorischen Zollabkommens mit Rumänien zugestimmt. — 31. Jan. Reichstag. Der Etat des Reichsamts des Innern wurde im Reichstage heute berathen. Bei dem Gehalt des Staatssekretärs bemerkt Seipio(natl.), er könne aus eigener Erfahrung bestätigen, daß kein solcher Nothstand vorhanden, daß ein Eingreifen des Staates nothwendig erscheine. Schmidt Sachsen(Soe.) betont, die Nothlage sei in vielen Industrlebezirken sehr groß, in manchen Distrikten von Sachsen herrsche ein unsagbares Elend. Ins besondere in der Texttlindustrie seien in Folge der maschinellen Verbesserungen zahlreiche Arbeiter brod— los geworden. Der sächsische Bundes bevollmächtigte Graf Hohenthal hebt hervor, die Ausführung des Staats- D sekretärs, daß die schlimmste Zett der Arbeitslosigkeit überwunden sei, treffe vollkommen zu. In jedem Winter mache sich eine gewisse Arbeitslosigkeit geltend, trotzdem aber und trotz der Cholera und anderer ungünstiger Um⸗ stände könne von einem allgemeinen Nothstand keine Rede sein Alle offiztellen Berichte bestätigten, daß die Ver⸗ hältnisse sich gebessert haben, auch der soeben eingegangene Bericht für das Jahr 1892 bestätige das. Auch die Arbeiter seien, wie aus Briefen derselben hervorgehe, dieser Ansicht. Die Lebensmtittelpreise seien ebenfalls außerordentlich gefallen. Freilich muͤsse sich bet den Ar— beiltern mehr und mehr dle Ueberzeugung befestigen, daß ihre Interessen von den Interessen der Unternehmer nicht zu trennen sind. Wenn die Arbeiter unmotivirten Haß säen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie Haß ernten. Bebel weist auf die große Zahl der Bankerotte, Mora⸗ torten und Vergleiche hin, welche bewiesen, daß ein wirth— schaftlicher Riedergang vorhanden sei. Buhl(nat. lib.) bestreitet gegenüber dem Vorredner, daß es irgendwo Unternehmer gebe, die mehr als es der Konjunktur entspreche, die Löhne herabdrückten. Bebel betont, er habe nicht gesagt, daß alle Arbeiter nothleidend selen, sondern nur, daß im Allgemeinen ein Nothstand bestehe. Staatssekretär von Bötticher hebt wiederholt her— vor, daß er das Vorhandensein eines Nothstandes nicht geleugnet, sondern nur ausfuͤhrt habe, der Noth— stand sei nicht ein solcher, daß der Staat eingreifen müßte. Das Vorhandensein eines solchen Nothstandes hätten auch die Soztaldemokraten nicht nachgewiesen. Die Regierungen wollten den Dingen ehrlich auf den Grund gehen; es sei im Interesse des Vaterlands und der Arbeiter wirklich Etwas zu schaffen, während die Sozialdemokraten nur Unzufriedenheit säen wollten. (Beifall.) Bachem(Centr.) führt aus, die Sozialdemo⸗ kraten hätten auch heute kein einziges Mittel angegeben, wie den von ihnen vorgebrachten Nothständen abzu— helfen sei. Bei der Abstimmung über den Vertagungs— antrag stimmen 68 dafür, 79 dagegen. Das Haus ist also nicht beschlußfähig.— Die Militärkommission be— schäftigte sich heute mit der finanziellen Tragweite der Militärvorlage und deren Einfluß auf die Gestaltung der Reichssinanzen in den nächsten 5 Jahren. Zur Prüfung der Frage wurde eine Subkommission von 7 Mttgliedern eingesetzt. Nächste Sitzung unbestimmt. — 30. Jan. Der„Börsenzeitung“ zufolge verlautet, die Stellung des Kriegs-Ministers v. Kaltenborn⸗Stachau sei erschüttert, weil an höchster Stelle ein energischeres Eintreten für die Militärvorlage von ihm erwartet worden sei. Derselben Zeitung geht von Fulda die unbe— stätigte Meldung zu, es bestünde ein ge— heimer Erlaß des Papstes an das Centrum betr. die Militärvorlage. * — Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Polnischen Blättern zufolge jährigen russischen Manöver Grenze statt.. Budapest, 30. Jan. In der ungarischen Waffenfabrik streiken seit heute früh sämmt⸗ liche 1500 Arbeiter. Die Arbeitseinstellung erfolgte, weil die Direktion den Wünschen der Arbeiter, betr. eine Lohnerhöhung und Reduk⸗ tion der Arbeitsdauer, nicht entsprach. Die Fabrik wird von der Polizei bewacht. Lemberg. Die Polizei nahm bei hiesigen Studenten eine Haussuchung vor wegen einer Wien 30. Jan. finden die dies⸗ nächst der preuß. geplanten nationalen Trauerfeier am Jahres⸗ tag der zweiten Theilung Polens. l Frankreich. Paris, 30. Jan. Gestern fand ein Meeting von Revolutionären statt, wobei es zu einer blutigen Schlägerei zwischen den Sozialisten und den Anarchisten kam. Nachdem die Polizei den Saal geräumt hatte, wurde der Kampf auf der Straße fortgesetzt. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Großbritannien. London, 31. Jan. Die Thronrede, womit morgen das Parlament eröffnet werden wird, betont, daß die Beziehungen zwischen Großbritannien und allen auswärtigen Mächten friedlich seien. Als erste Vorlage wird die Homerule-Bill angekündigt. Ueber Egypten erklärt die Thronrede, daß die Verstärkung der Truppen in Egypten keinerlei Aenderung der Politik bedeute. — Das Wiener und das römische Kabinet haben sich dahingehend in Kairo erklärt, daß sie die jüngste gegen England gerichtete Action des Khedive mißbilligen. Spanien. Madrid, 31. Jan. Gestern fand hier wiederum eine große Protestversamm⸗ lung gegen das Vorgehen des Ministeriums Sagasta in der Angelegenheit der protestantischen Kirche statt; 7000 Bürger von Madrid nahmen daran theil. Es wurde eine Resolution ange⸗ nommen, in den bevorstehenden Wahlen für keinen Kandidaten der Regierung zu stimmen, falls die protestantische Kirchenfrage nicht vor⸗ her im liberalen Sinne gelöst worden sei. Rußland. Warschau. Generalgouverneur Gurko wurde zum Zaren berufen, was mit den Truppenverlegungen und dem Bau strategischer Bahnen in Congreßpolen in Verbindung gebracht wird. Bulgarien. Sofia. In Monastir ver⸗ trieben die Bulgaren den griechischen Bischof aus der Kirche. Amerika. Newyork. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist über die Frage, ob betreffs der Hawai⸗Inseln ein Protektorat oder die Annexion auszuüben sei, getheilter Ansicht, hat indessen einstimmig beschlossen, jede Kon⸗ trole durch eine fremde Nation auszuschließen. Aus Stadt und Land. Friedberg, 1. Febr. Große Ueberschwemmung trat in Folge Austretens der Usa heute Nacht ein. Das Eis stand von dem Walter'schen Haus abwärts noch fest, so daß antreibende Schollen sich stauten, hierzu kam ein tüchtiger Regen, der ein rasches Schmelzen des Schnees verursachte; o war denn Hochwasser unvermeidlich, zumal vie noch hart gefrorene Erde das Wasser nicht aufnimmt. 7 Friedberg. Am 24. Januar fand die ange kündigte Monats Versammlung der Evang. Vereinigung in Schmitt's Felsenkeller statt, die sehr gut besucht war. In derselben verlas oand. theol. Zinn eine wohldurch— dachte und gründliche Arbelt, die sich als eine evan. Ant, Wort auf eine soztalistische Weihnachts betrachtung des „Vorwärts“ derstellte und den lebhaften, aber auch ge bührend widerlegten Widerspruch des anwesenden Fried⸗ berger Soziallstenführers hervorrief. k. Ilbenstadt. Dem Gräfl Alt Leiningen⸗Wester⸗ burgischen Pachter des Hofgutes Nonnenhof bei Ilben stadt, Brückmann, ist der Charakter als Oberamtmann ver⸗ liehen worden. i. Reichelsheim, 29. Jan. Heute fand dahier die Eröffnung der ersten Molkerei im Kreise Friedberg statt, nachdem vor einer großen Anzahl Genossen und geladener Gäste dieselbe im Betriebe gezeigt worden war. Bel der folgenden Festversammlung, die im Saale der „Post“ stattfand, hielt Rektor Kramer von hier die Er— oͤffnungsrede, indem er die Entstehungsgeschichte der Molkerei mittheilte und sämmtlichen Herren, welche sich Verdienste um die Begründung und Errichtung erworben haben, herzlichst dankte, namentlich dem Großh. Land! wirthschaftslehrer Dr. von Peter und Rentner Gwinner von Friedberg, dem Bauleiter Bezirks bauaufseher Zörb II. und dem Maschinenlieferanten Fabrikant Stieger von Frankfurt, sowie dem Vorstand für seine bisberige Muͤhe⸗ waltung. Fabrikant Stieger brachte ein Hoch auf die Vorstandsmitglieder Schwarz und Bopp, welche so her vortagende Arbeitskraft und Verständniß für die ein⸗ schlägigen Arbeiten an den Tag gelegt hätten. Dr. v. Peter entschuldigte den Direktor des landw. Beziiksvereins, OGroßh. Kreisrath Dr. Braden, der verhindert war zu erscheinen, überbrachte dessen Glückwünsche für das Unter nehmen, das wohl das erste, aber hoffentlich nicht das letzte, in unserem Kreise sein werde und brochte ein Hoch der Genossenschaft und dem genossenschaftlichen Prinzip, das unserer Landwirthschaft im Ringen gegen seine Feinde ein besonders wichtiges Kampfmittel sei. Der Otrektor der Molkerei Schwarz dankte für die Aner kennung der Arbeit des Vorstandes und stellt dem Unter nehmen den besten Erfolg in Aussicht Rektor Kramer ersuchte alsdann im Auftrage vieler Genossen Landwirth⸗ schaftslehrer Dr. von Peter, Auskunft über die zweck mäßigste Fütterung zur Erlangung einer fettreichen Milch zu geben, welcher Aufforderung derselbe bereitwilligst nach kam. Das Aufsichts rathsmitglied Lahm von Bingen⸗ heim dankte alsdann Dr. von Peter für diese lehrreichen Fingerzeige und für die besonderen Verdienste, die der⸗ selbe sich um das Zustandekommen der Molkeret erworben habe, die Schwierigkeiten seien von Anfantz bis jetzt keine geringen gewesen. Dr. von Peter bezeschnete die Molkeren nur als Aufang einer hoffentlich größeren Reihe solch einschneidender wirthschaltlicher Unternehmungen, noch ständen die Zusammenlegung, die Errichtung einer Vieh zuchtgenossenschaft, einer Jungviehweide, eines Fasel⸗ stalls bevor, lauter Unternehmungen, für welche Reichels, heim mit seinem großen Wiesenbestand u. seiner reichen Um: gebung besonders geeignet erscheine. Dem Gelingen auch dieser Unternehmungen und einer gesegneten Zukunft gelte sein Hoch. Alsdann wurden Lieder, darunter das von Rektor Kramer verfaßte„Molkereilled“, gesungen und noch lange hielt gehobene Feststimmund namentlich die Einwohner von Reichelsheim beisammen. Möge diesem anerkennerswerthen Vorgehen von Reichelsheim bald andere Orte folgen. Vilbel. Im Jahre 1892 wurden hier 138 Kinder geboren und 35 Paare getraut. Gestorben sind 90 Personen Lich, 29. Jan. Gestern feierten in voller körpre licher und geistiger Frische die Christtan Merle Eheleute dahter das Fest der goldenen Hochzeit Lauterbach, 27. Jan Gestern Abend 10 Uhr ließ sich bei Großenlüder die aus Hartersbausen stammende geisteskranke Ehefrau des Joh Oben back von dem nach Fulda gehenden Zuge überfahren, wobel ihr der Kopf vom Rumpf getrennt wurde. Mainz, 31. Jan. Das Rbeineis stand gestern troß der wärmeren Witterung bei Worms, Mainz zc. noch immer fest, war aber schon sehr mürbe und brüchig ge worden, durfte indeß bei der anhaltend höheren Tempe ratur schon heute in Bewegung kommen, wie es gestern schon beim Neckareis und Naheeis der Fall war. Letzteres hat bereits für die Naheorte wie für Bingen Ueber schwemmungen berbeigeführt. Allerlei. Frankfurt. Vor mehreren Wochen kam elnem hiesigen Einwohner ein werthvoller Hund abhanden. Dieser Ta ze erhielt er Halsband und Steuermarke mit einem Begleitschreiben zugesandt, in welchem mitgetheilt wird, daß der„fette Vidor“ sehr gut geschmeckt habe 1 Kesselstadt, 30. Jan. Der Einzug des Prinzen Friedrich Karl von Hessen und seiner jungen Frau, der Schwester unseres Kaisers, Prinzessin Margarethe von Preußen, auf Schloß Philtppsruhe fand heute Mittag statt Dortmund, 31. Jan. Gestern wurde der Redakteur der soeialistischen„Arbeiter-Zeitung“, Dr. Dietrich, wegen Preßvergehens verhaftet. Halle a. S., 29. Jan. In der Irrenanstalt Niet leben erfolgten gestern 2 Neuerkrankungen und 3 Todes⸗ fälle an der Cholera. Die Hülfsärzte wurden theil⸗ weise entlassen. Die Stadt ist seuchensrei. Wien. Der Dichter P. K. Rosegger ist von seiner Krankheit wieder hergestellt. Wien, 28. Jan. Heute früh stieß zwischen Wien und der ersten Station Simmering der Pester Personen⸗ zug, der mit 20 Minuten Verspätung eintraf, mit dem Arbetterzug zusammen, der von Wien nach den Simme ringer Werkstätten abgelassen wird. Die wahrscheinliche Ursache des Zusammenstoßes ist falsche Weichenstellung. Verletzt sind 30 Personen, davon 8 schwer. Cbarlerol, 31. Jan. Gestern fand man im Wald nahe bet der Stadt die Leichen eines fünf und eines siebenjährigen Mädchens, welche seit Samstag verschwunden waren. Es liegt Lustmord vor. Die Polizei ist dem Mörder auf der Spur. Palermo Auch die hiesige Universttät wurde ine folge von Unbotmäßigkeiten der Studirenden geschlossen Handel und Verkehr. Friedberg, 31. Jan. Fruchtpr. Weizen M. 16.25 bis 00.00, Korn M. 14 5000.00, Gerste M. 15.50 bis 00 00, Hafer M. 14.00-00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 1. Febr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90- 1.00, Eier 1 St. 910 Pf. Grünberg, 28. Jan. Fruchtpreise Welzen M. 16.20, Korn M. 14.00, Gerste M. 1400, Hafer M. 14.00, Erbsen M. 16 00, Linsen M. 00 00, Wicken M. 00.00, Lein M. 00.00, Kartoffeln M. 0.00, Samen M. 00.00, kostete: Butter per Pfd. M. 0 851.00, Eier 1 St. 9 bis 11 Pf., Käse per St. 610 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per St. M. 0.85— 1.20, Hahnen per St. M. 0.90— 1.50, Enten per St. M. 1.50— 1.70, Ochsenfleisch per Pfd 66—72 Pf, Kuh und Nindfleisch 50 56 Pf., Schweinefleisch 60—70 Pf., Kalbfleisch 40 bis 50 Pf., Hammelfleisch 40—70 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 4,00 0,00 M., Weißkraut per Stück 5 bis 12 Pfg., Zwiebeln per Centner 8,00- 8,50 M Flaukfurt, 30. Jan. Fruchtbericht. Weizenmehl, biesiges Nr. 0 M. 28.002 29.00, Nr. 1 M. 25.50— 26.50, M. 22.50— 23. 0, Nr. 2 M. 24 50— 25 50, Nr. 3 12 5013.50, Nr. 4 M. 17.50— 18.50, Nr. 5 M. Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 48 00 50.00, norddeutsche und westfälische Weizenmehle 00 M. 22.25 bis 23.25, Roggenmehl loco hler Nr. O M 23.25-23.00, Nr. 0/1 M. 21.50—22 50, Nr. 1 M. 20 0021.00. Umgesetzt wurde: Weizen ab unserer Umgegend(Som⸗ merwelzen) M. 16 5016.75, frei Bahn hier Mü 16 75. bis 16.90, Red-Winter Ia. Qualtät M. 18.00 bis 18 25, 2. Qual. Steamergrade prompt M. 17.75 18.00, Kansas M. 17.00— 17.25, La Plata M 18.000000.— Roggen hiesiger M. 14 75— 00.00, französischer Mk. 00.00, Gerste Mk. 16 00 17.50, Hafer je nach Qualität Mark 14.25 bis 15.25, Raps Mark 00.00 00.00 Mats, ungarisches M. 00.00— 00.00 Mais, mixed, gesundes M. 12.0000, Malzkeime M 10 000.00, Roggenkleie M. 10- 00.00, Weizenkleie oa. M. 8.25 8.5 Kartoffeln, prima ungarische Mk. 0.00. Spelzspreu(Ersaß für Roggen⸗ stroh) M. 1.50, Heu, prima Qualität Mk. 0. Obige Preise verstehen sich per 100 Kuo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen und bei Partien von mindestens 10,000 Kilo. Frankfurt, 30. Jan. Viehmarkt. Der beutige Markt war mit 398 Ochsen, 26 Bullen, 520 Kühen, Stleren und Rindern, 321 Kälbern, 183 Hämmeln, 796 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 63 65, 2. Qual. M. 5456, Bullen 1. Qual. M. 4850, 2. Qual. M. 45—47, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 53 55, 2. Qual. M. 4246, Kälber 1. Qual pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 6005 Pf., 2. Qual. 50 53 Pf., Hämmel 1. Qual. 51-56 Pf., 2. Qual. 40 46 Pf, Schweine 1. Qual. 62— 64 Pf., 2. Qual. 60-61 Pf. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt ⸗Theater in Frankfurt. 4 Opernhaus a Donnerstag den 2.: Tell(Oper). Gew. Preise. Freitag den 3.: Geschlossen Samstag den 4. Nachm. 3½ Uhr: Sneewittchen. Erm. Preise. Abends 7 Uhr: Des Teufels Antheil. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 5. Nachm. 312 Ubr: Sneewittchen. Erm. Pieise. Abends 7 Uhr. Zum ersten Male: Der Bajazzo(Pagltacio) Oper von R Leencovalla Vorher: Bastten und Bastienne Zam Schluß: Neu einstudtit: Wiener Walzer. Große Preise. Montag den 6.: Vorstellung bel ermäßigten Preisen. Die Hermannsschlacht. Schauspielhaus. Donnerstag den 2. Geschlossen. Freitag den 3.: Die Räuber Gewöhnliche Preise. Samstag den 4. Neu einstudtrt: Tartuffe. Hlerauf: Der Geizige. Gewöhnliche Preise. 8 Sonntag den 5. Nachm 31 2 Uhr: Vellchenfresser. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Raub der Sabinerinnen. Gewöhnliche Preise. Mit herzlichem Danke bescheinigen wir den Empfang folgender Gaben: 1. Für die Suppenküche gingen weiter ein: Von Fräulein Deicke gesammelt N. 7.37; Dr. Becker M. 10; Ungenannt M. 5; beim Ausgleich einer Rechnung M. 3; Reaällehrer Wiesehahn M. 5; C. H M. 5; Dr. Weckeling M. 3; Ungenannt M. 5; Rechtsanwalt Jöckel M. 10; Kaufmann Friedr. Söllner M. 5; Rechtsanwalt Windecker M. 10; Ungenannt 2 Kannen Wutstsuppe; Kaufm. Hilbrecht 48 Pfd. Erbsen, Rels, Linsen und Bohnen; Joh Engel 8 Pfd Fett; Frau Lehrer Blum(2. Gabe) Kartoffeln; Unzenannt 20 Pfd. Erbsen; W. Kreuter 7 Pfd. Schmalz; Ungenonnt Suppen⸗ grünes; Direktor Schäfer 2 Paar St ohschube Wir bitten um weitere Gaben. 2. Für Dienstleistung der Gemeinde⸗Schwester: Von Bürgermeister Stein, bäußer e; Direktor woda ge M. 10. 3. Zuy Weih⸗ Fräulein Wiesehabn Spiele; Frl. Vortänder Strümpfe; Gerichtsschreiber Feick Taschentücher und Unterkleider z. Frau Kreisbaumeister Reuß Büchelchen, Alumintum Griffel; C Damm Puppengestelle; Frau Dr. A. Trapp Kapuzen, Handschuhe, Tücher und Spiele; Frau C. Trapp Feder⸗ kasten, Spiele, Backwerk und Nüsse. Für die Armen Com misston: Bilder und Gemeinnütziges.„Schmiere in der Zeit, so bast du in der Noth gute Stiefel.“ Ein Plakat mit dieser Aufschrift bezeichnet die Depots des sog.„Schuhfett Marke Büffelhaut“, welches die Stiefel weich, dauerbaft und geschmeidig erhält, auch deren tägliches Glanzwichsen Gießen, 31. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt selbst bel Regenwetter ermöglicht. Verkaufsstellen stehe Inserat. 470 nachtsbescheerung des Versorgungshauses; Von Frau Apotheker Göltz Hemden und Taschentücher; Frau Stadtrath Koob Cravatten; Frau Velte, Pfarrer. (12000 in den Ehe Im R Hardt ur Donner 90 Eich mess Fest 9st oggen⸗ 0. Obige bier, bäufg nd bel Pattien Der heutige „ 520 Küͤhen, 183 Hämmeln, ellen sich wie Schlachtgewicht len J. Qual. e, Stiere und M. 42—46, bt 606 Pf., 4-86 Pf., 62-64 Pf., ö Frankfurt. Presse. wittchen. Erm. Antheil. wittchen. Eim. en Male: Der tencovalla m Schluß: Neu telse. ten Pressen, iche Prelse. „ Hterauf: Der enftesser. Kleine 1 Sab nerinnen. Ha dt und Ziegenberg, wergen ver teigert: — or den Empfang senküche dingen melt N. 7.87) beim Ausgleich schahn M 57 6. genannt M. 53 Hrledr. Sölne 0 Ungenannt 80 J Frau lid, n Goamsson; l. „ Pfarte 1 95000 af m dot 2 i 50 aueh fl weg wich lden c Gibsen,Rels, diese! 164 R N 9 Beginn; Freitag Abend 4 Uhr 55 Min Samstag Nachmittag 3 Uhr. Schrifterklärung. Sobbatbausgang 5 Uhr 45 Min Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeler vom 4. Februar 1893. Somsiag Morgen 8 Ubr 30 Min. Um 3 Uhr 30 Min Minchagebet. Morgens 6 Uhr 45 Min., zimmer). N Wochengottssdienst von Sonntag den 5. Februar an Abends 6 Uhr(Gemeinde⸗ vorräthig bei Neue kuangelische Gesangbücher mit größerem Druck Carli Bindernagel Antwort ger Schriftlichen Anfragen wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Rückporto beizufügen, wenn auf eine prompte echnet wird. Die Exped. des Oberh. Anz. bei G. Groß Meßmer's Thee a M. 2. 0 u 3.50 pr. Pfd. in höchsten Kreisen eingeführt, genloßt Weltruf: bellebteste u verbreitetste Thee Es ist der Probep. 80 Pf. u. M. 1 u. Fr. Hilbrecht Wwe. 152 Geschüfts⸗Eröffnung. Einem geehrten Publikum Friedbergs und der Umgebung, sowie einer werthen Nachbarschaft, Freunden und Bekannten, zur gefälligen Nachricht, daß ich am 30. Januar am hiesigen Platze, Haagkstraße 542, sis à vis dem Vorschuß⸗ und Credit-Verein eine Brod⸗ und Fein⸗Bäckerei eröffnet habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, meine werthen Abnehmer durch nur Prima⸗Waare, reelle Preise und freundliche Bedienung zu— frieden zu stellen. Zugleich empfehle ich mein Prima⸗Weizenmehl aus einer der ersten prämiirten Walzenmühlen. Auch verkaufe ich sämmtliche Futter⸗ stoffe im detail. Achtungsvoll 120 Franz Bausewein. 75 8 Die unter i Italienischer le stehenden Weine der utsch- Italienischen Staatscontro pe Wein-Import- Daube, Donner, Kinen& Co. Central-Verwaltung: Frankfurt a. M. deren Consum in Deutschland sich schon jetzt auf 4 MIIIIi1o nen Flaschen beläuft, bieten den Consumenten absolute Garantie für Reinheit und Ursprung. Nachstehende, als vorzüglich anerkannte Tischweine Wie: 2 (1200. Vino da Pasto No. 1 Vino da Pasto„ 3 In Friedberg i. H. bei Wilhelm Weithz; in Gross- arben bei H. Ph. Wiesenbach; in Assenhelm bei Varl Bauer. Marca Italia(roth und weiss) Gesellschaft a 87 2 Mk.—. 85 bei Abnahme von 12 Flaschen ohne Glas 8„ 1.— 1 Holzversteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödel⸗ E heim'schen Waldungen. Im Revier Wickstadt, in den Distrikten Donnerstag den 9. Februar, Vormittags 9½ Uhr: 60 Eichenstämme von 6-46 em Durch messer und 5—16 m Länge, mit 4,0 Festm Inhalt, 8 Eschenstämme von 15— 20 em Durch messer und 8—12 m Länge, mit 1,48 Festm. Inhalt, 150 Nadelstämme von 15—27 em Durch: messer und 7—18 m Länge mit 53,50 Festm. Inhalt, 300 Nadel Derbstangen, zu Sparren, Leiter bäumen, Einfriedigungen, Latten und Baumpfäblen geeignet. Zusammenkunft Distrkt Hardt am Ein gang des Woldes, zunächst Wickstadt. Wickstadt den 31. Januar 1893. Der Gräfliche Repierförster Ho bich Fasclochs⸗Versteigerung. Freu ag den 3 d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sall ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs auf hiesigem Ratbhaus versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 1. Februar 1893. Großh. Bürgermeisterei Nieder- Florstadt. 491 Alles Der Voranschlag für die Gemeinde Nieder Eschbach pro 1893 94 liegt von heute an 8 Tage lang auf unserem Bü eau offen. Nieder⸗Eschbach den 31. Jan. 1893. Großh. Bürgermeisterei Nieder Eschbach 284 Richter. Jagd⸗Verpachtung. Mittwoch den 8 Februar d. J., Nach mittags 2½ Uhr, soll die Feld: und Wald jagd hiesiger Gemeinde auf dem Gemeinde, haus dahler auf weitere 9 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden, Die Feldjagd hat eine Größe von eirea 2713 Normalmorgen und die Waldjagd, im Taunus gelegen, eine solche von 692 Normalmorgen. Bemerkt wird, daß die hiesige Gemarkung nur eine halbe Stunde von der Bahnstatton Glos Karben und der Gemeindewald nur etrea eine Stunde von Bad Homburg ent fernt liegt. Auch wird weiter bemerkt, daß in dem Waldeomplex vorzugsweise auf Hochwild stand gerechnet werden kann Petterwell den 31. Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Petterwell. Berges, Bekanntmachung. Die am 19 Januar d. J. im Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Spttzensteinhecken, abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt Der erste Fahrtag ist auf den 8. Februar bestimmt, was den Steigerern hiermit er— öffnet wird Rodheim v. d. H. den 31. Jan. 1893. Großh. Bürtzermeisteret Rodheim v. d. H. 481 Jacobi 483 Jagd⸗V Jagd⸗ Verpachtung. Donnerstag den 2. Februar d. J, Vor mittags 10 Ubr, wird die Gemeindejagd der Gemeinde Butzbach, umfassend 611 Hektar Feld und 414 Hektar Wald auf unserem Bureau auf 9 Jahre ver— pachtet. Butzbach im Januar 1893. Großh. Bürgermeisterei Butzbach. 471 Jou tz. Ankauf eines Faselochsen. Die hiesige Gemeinde beabsichtigt einen zur Zucht tauglichen Faselochsen, Berner Rasse, anzukaufen. Besitzer socher Thiere wollen dies, nebst Alter und Farbe derselben unterzeichneter Stelle anzeigen Nieder Florstadt den 23. Jan. 1893 Großh. Bürgermeisteret Nieder-Florstadt. 378 Alles Das Schuhfett Marke Büffelhaut hat sich längst als das beste Ledereon⸗ servirmittel bewährt; es macht und erhält das Schuh und Lederzeug wasser dicht, dauerhaft und weich, verhindert das Einschrumpfen des naß gewordenen Leders, paralysirt die schädlichen Wirk ungen säurehaltiger Wichse und ermög⸗ licht tägliches Glanzwichsen der Stlefel selbst bei nasser Witterung. Die kleine Mehrausgabe für dieses Erhaltungs- mittel gegenüber billigeren Präparaten zahlt sich durch Ersparniß am Leder- „Auf die Schutzmarke„Büffelhaut“ 2 3 ist wegen der vielen minderwerthigen Nachahmungen wohl zu achten. Büchsen à 25 und 50 Pfennig sind samt Gebrauchsanweisung in folgenden Handlungen zu baben: Friedberg: W. Bernbeek, 10 Wilh. Fertseh. J. L. Pauly, vorm. Krang, 50 Franz Stamm. ö 7 * Neu! Nordland- Parfüm Neu! von der Riviera Parfumerie, Berlin ist eine Mischung verschiedener Blumenge rüche, weshalb es sowohl als Zimmer Parfüm wie für Taschentuch vorzüglich ge eignet ist. Preis p. Flagon mit Patent⸗ Verschluß 1 Mu 1,50 M zu haben in der Hof⸗Apotheke zum Mohren. 469 Suttler- Geselle findet dauernde Heschält gung bet 185 A. Scheurich, Kloppenbeim Erdnuszüleien& Futterspreu offerire in Wagogonladung billlast. An⸗ tragen unter Nr. 1376 an Rudolf Mosse, Mainz.(Mainz 1376.) 390 Ein tüchtiger Sattlergehülfe findet dauernde B.eschäftt ung ber Altenstadt. Friedrich Krauß, 453 Sattler und T pezier. Schneidermeister erhalten gratts Wusterkarten in billigen Stoffen. Hohe Provision. Franko Zusen⸗ dung. Jedes Maaß Theod. Welter in Nürnberg. Aeltestes Tuchversanstgeschäft. 441 Ein junges williges Mädchen wird zu einem Kinde gesucht Näheres in der Exped des Anz. 454 Kapital v. 3000 M ** gegen gerichtl. Sicherung zum 1. April zu verleben. Näh. in der Exp. d. Anz. 468 Eine Mansardenwohnung hat zu vermiethen August Frank, 472 Ausmorckwraße Kellner⸗Lehrling Wo? sagt die Ex⸗ 478 kann sofort eintreten. pedition des Anzeigers. Die ächten italten Maccaroni find wieder eing troffen, sowie ächte türk. Zwetschen und vorzüglisches Mischobst 316 bei J. L. Pauly, vorm Kranz. Todes⸗Anzeige. Gott dem e 10 ge f fallen unseren innigstgeltebten Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Herrn Heinrich Schmidt beute Abend nach kurzem Leiden zu sich zu nehmen. 474 Friedberg den 31. Jan. 1893. Um stille Tbeilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Frei, tag den 3 Febr, Nachmittags 3 Uhr, Besondere Einladung erfolgt nicht Nutzholzstämme, als Nußbaum, Birnbaum, Kirschbaum, Pappeln, Erlen, auch schweres Astholz, werden stete gekauft auf 74 Bindewald's Möbelfabrik. 10 000 Mark Sicherheit zu 4% Zinsen auszuleihen. Von wem? ist in der Eypeditlon des, Anzeigers zu erfahren. 480 Haus⸗Versteigerung. Deienstag den 7. Februat d. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden die Gebäude nebst Garten der verstorbenen G. J. Schweitzer Eheleute dahier öffentlich versteigert. Kloppenheim den 31. Januar 1893. Stahl, Der Unterzeichnete sucht einen gewandten Väckergesellen. Georg Heil, Petterweill. Bäckermeister. 482 Stroh in Waggonladungen zu kaufen gesucht ganz oder getrennt sind gegen bypothekarische 5 Todes⸗ Anzeige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht von dem heute nach langer Krankheit erfolgten ab leben unserer lieben Mutter, Tochter, F Schwester, Großmutter u. Schwleger⸗ mutter 5 Frau Hannchen Grünebaum, geb. Kabn, zu Ober⸗Rosbach. 8 Um stille Theiln ihme bitten 5 - Ober Rosbach den 31. Jan. 1893. 7 Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Jesaias Hammel. 5 Die Beerdigung findet statt Donners ag den 2. Februar 1893, Nach⸗ mittags ½4 Uhr, von dem Portale des israel. Friedhofs(Leichenhalle) 479 Bevollmächtigter der Erben. FP Carl Hoffmann en Herborn. f zu Friedberg aus 487 N e N 3 22 —.— — Humoristische Vorlesung von Herrn G. A. Strohecker, Mitglied des Frankfurter Stadttheaters, Donnerstag den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im Saalbau. Programm. I. Theil. II. Theil. Unser Sprach. Ad. Stoltze. Dreißig Gulde ö Der Gänsebraten Ad. Stolze. Der Stoppezleher Friedr. Stolze. Der Möbelwage Kampf mit dem Drache Die Kanarienvögel Der Barricktpächter Merr kriebn e Gewitter Paul Qullling. Eintrittskarten(Saalplatz M. 1.—, nummerirter Platz M. 1.50) sind zu haben durch Vereinsdiener Rausch und in den beiden Buch⸗ handlungen.. Für Mitglieder des Musikvereins und deren nächste Ange⸗ hörige(Eltern, Geschwister) sind Saalkarten à 50 Pfg. bis 8. Februar, Mittwoch Abend, bei Herrn C. Heyland zur Verfügung. Der Vorstand des Musikvereins. Friedr. Stoltze. Frledr. Stoltze 442 Metzer Erbsen tres fins/ Dose M. 176 2 77 55 77 2„ 75„ 1 9 7 0 0„„—.70 7 77 2 52 2 7—.40 Prima Stangenspargel/„ 5180 7 2 7 2 2 1.30 Prima Bruchspargel/„„ 1825 7 2 52 7. 2—.75 7 2 a 2 7.—.50 Schnittbohnen 5 Pfund⸗Dosen 5 4800 7 2 7 7—.50 „ 1 55„— 35 Bruchbohnen 2 5„— 65 Carotten 2 1„ 1.— 2 1 2 2—.60 Metzer Aprikosen/ Dose M. 1.70, ½ Dose M.—.90 „ Erdbeeren ½ 5„o, 7 Birnen 7 2 7 1 50, 7 7. 7—.70 „ Mirabellen ¼ 1„ 2 Kirschen 71 77 77 1.40, 72 7 2—. 70 77 Pfirsiche 7.4 2 2 1.70, 7ꝰ 2 7—. 90 —.60 Pflaumen„ I Perlzwiebel, Essiggurken, Champignons, Trüffel, Mixed Picles, Zuckergurken, Capern bei 5 Wilhelm Fertsch. Geschüfts⸗Empfehlung. Den geehrten Einwohnern von Friedberg und Umgegend bringe hiermit zur gefl. Kenntniß, daß ich mich als 8* Kunst- und Handelsgärtner niedergelassen habe. 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Zwischen Bönstadt und Assenheim habe ich heute ein Portemonnaie mit ungefähr 23 Mark Inhalt verloren. Gegen Be lohnung abzugeben an Johannes Groß, 477 Fahrknecht bet Emil Reis, Nachf., hier. Versteigerung von i Wagen und Oekonomiegeräthen. Dienstag den 7 und Mittwoch den 8ten Februar, Vormittags 9¼ Uhr anfangend, läßt Herr Otto Rullmann zu Stammheim, Post Altenstadt, wegzugs halber folgende Gegenstände freiwillig versteigern: 14 Pfedre, etreds 20 Stück Schweine, mehrere träch— tige englische Mutterschweine, 10 Oekonomte⸗— wagen, 10—12 eiserne Pfluͤge, 1 Vieh⸗ waage, 1 Wiesenegge, Zschaarige Pflüge, Bienenhaus mit Völkern, 1 Glaswagen, 1 Halbverdeck, 1 ein- und zwetspänniges Break, große Partte Pferdekummete und Chaisengeschtrre; 800 Ctr. Dickwurz, große Partie Stückfaß und Transportfaß, 1 Vor⸗ maischbütte von Eisenblech mit doppelter Wandung und Flaschenkühlung, 2 eiserne Pumpen und alle sonstigen Maschinen und Geräthschaften, die zur Bewirthschaftung gebraucht werden. Die Hauptgegenstände kommen Dienstag zur Versteigerung. N J. Butzbach, Auettonator. NB. Auf Verlangen wird Credit getzen Bürgschaft gegeben. 467 Casino Friedberg. Samstag den 18. Febr., Abends 7 Uhr: IBB a 1l1 in den Räumen des Hötel Trapp. Der allgemeine Handwerker- Ball findet Sonntag den 5. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des Hörel Trapp statt, wozu alle Freunde und Gönner höflichst einladet Der Vorstand. Antwort. 475 0 0 1 1 In Bezug auf das gewichtige Wort„alles ö andere ist Unwahrhett“ auf gegnerischer Seite sei bemerkt, daß der Handwerker,Verein mit dem Arbeiter-Wahlverein in keinerlei Ver⸗ bindung stebht, keine polttischen Tendenzen verfolgt, vielmehr das Bestreben bat zwischen Meister und Gesellen ein freundschaftliches Verhältniß anzuknüpken, wesbalb wir um⸗ somehr auf ein Wohlwollen seitens der Herren Meister rechnen dürfen; dieses der Wahrheit zur Ehre und zugleich unser letztes Wort 488 Stadtkirchenbau⸗Verein. Generalversammlung am Donnerstag den 2. Februar l. J., Abends 8 Uhr, im Rath⸗ haussaal Tagesordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 476 Der Vorstand. Sonntag den 12. Februar findet im Saalbau der Gesellen⸗& Arbeiter⸗ Ball, verbunden mit Vorträgen, lebenden Bildern ꝛc. ꝛc, statt. (Bier im Glas.) Entré mit Dame 1 M. Das Comité. Andere Mittbetlungen sind unwahr. Kartenverkauf bei Fritz Schmidt, Hutmacher. 368 Einladung. Nächsten Sonntag den 5. Februar hält der hiesige Turn und Gesangverein in dem Saale des Herrn Engel seinen diesjährigen Ball ab, wozu Freunde und Gönner des Vereins freundlichst eingeladen sind. Eintritt 1 M.— Kasse⸗Eröffnung 7 Uhr Abends. Ober Rosbach. 473 Der Vorstand. Authracit⸗Kohlen N Ph. Dan. Kümmich. Frische Eier bei Abnahme von„0 Stück M. 170 489 J. A. Windecker. Frischer Steinbutt, Kab⸗ liau, Schellfische, Labber⸗ dan, Bratbückinge, Sprot⸗ ten, Fettbücklinge, Speck⸗ bückinge, Lachsforellen, Caviar, Anchovis, Hum⸗ mer, Salm, Zungen, Corned beef 486 be! Wilhelm Fertsek. Filzsohlen, Filze (zum Umwickeln der Wosserlettung) empfiehlt 311 Schmidt's Hutbazar. Sohlen für Haustrer zu jedem Preis Hemden, Shlips, Hosen⸗ träger, Manschetten verkaufe zum Einkaufspreis. 365 J. Keim. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Ir! und Verlag von Carl Bindernagel. 0 0 1 I-r w urn 1 Betre daß Min Tag