. Anof rrisen 5 ul. Usagaßt schaun 9 dortüthig u Un neren N Dal. 1 0 „ Due do, Windccker. 1 3 1690. Donnerstag den 31. Juli. 89. er e — Oberhessischer Anzeiger. und Freitag Abend ausgegeben. ird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Kreisblatt für den Kreis Friedberg Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns noncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und 2 babe. aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von Ghöfte des Konrad Wagner zu Kirchgons ist erloschen. f Friedberg den 29. Juli 1890.. f Amtlicher Theil. i Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche unter der Gemeindeschafherde zu Oastadt, im Gehöfte des Wilhelm Kötter zu Nieder⸗Erlenbach und im Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. In den Tagen vom 18. bis 21. September l. I., findet in ung statt. lhiligung erwünscht. Anfragen zu erhalten sind. 1 Laubach den 17. Juli 1890. Bekanntmachung. Mainz eine vom landw. Verein von Rheinhessen veranstaltete landw. Aus— Zur Betheiligung sind alle Landwirthe Oberhessens, Maschinen— Programme und Anmeldungsbogen sind den Directoren der landw. Bezirksvereine übersendet worden, von denen dieselben und Geräthefabrikanten u. s. w. zugelassen und eine lebhafte Be— Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen: Friedrich Graf zu Solms-Laubach. l Bekanntmachung. treffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, rden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu achtenden Vorschriften mit dem Aufügen aufmerksam gemacht, daß rnach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission dann einzureichen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum ssen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht r vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar s Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein— shrigen Dienst ist bei Verlust des Aurechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ic hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Luch erscheint es zweckdienlich, wenn dle nähere Adresse angegeben wird. 1 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— z ugniß; b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes mit ber Erklärung über Bereitwilligkeit den Freiwilligen während einer ein— für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen; die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realgymnasien, Ober-Real⸗ schulen, Progymnasien, Realschulen, Realprogymnasien, höheren Bürger— schulen und den sonstigen militärberechtigten Lehranstalten) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehoͤrde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs Attest die Unterschrift des Vaters oder Vormunds, be— glaubigt sein muß; Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeuguisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien, Real— gymnasien und Ober-Realschulen, sämmtlich nach dem Schema n 18 zur Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von 1889— ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§§. 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Wehrordnung verwiesen. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. rigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten g Deutsches Reich. ledigt. Friedberg den 29. Juli 1890. 1 erson, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Friedrich Schack, von Weitramsdorf bel Koburg. Der Steckbrief gegen Ludwig Viumeter Ehefrau von Huckelheim, durch Gendarm Rückel in Ober⸗Erlenbach. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer. Darmstadt. Der Kreisbauassessor Klingel— ffer wurde zum Vorstand des bautechnischen Dureaus im Ministerium mit dem Amtstitel Streitfragen wurden von einem Gesichtspunkte aus behandelt, um durch gegenseitige Concessionen bei der Verschiedenheit des Werthes der einzelnen in Frage kommenden Gebietstheile eine Ver— ständigung zu erreichen. — Zu dem angeblichen Eintritt des Dr. Peters in den Reichsdienst bemerkt die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“, daß Verhandlungen mit Peters in gedachter Richtung nicht stattgefunden Wagen geschleudert. Der ebenfalls herausge— stürzte Adjutant wurde leicht verletzt. Der Prinzregent, welcher eine unbedeutende Hautab⸗ schürfung an der rechten Hand sich zugezogen hat, ordnete die Straflosigkeit des betheiligten Hofkutschers und des Trambahnführers an. Straßburg. In der Handhabung des Paßwesens für Elsaß-Lothringen ist insofern eine Erleichterung eingetreten, als Personen franzö⸗ sischer Nationalität, welche einem Familienfeste 1„Kreisbaumeister“ ernannt, den Fabrikarbeitern 0 Gelbe. Haffer, Weygandt und Irle zu Darmstadt wurde 5 eas Allgemeine Ehrenzeichen mit der Juschrift„Für 9 Jerdienste“, dem Oberbaurath von Weltzien die n Krone zum Ritterkreuz I. Kl. des Philippsordens, dutbazat. um Rektor der Landesuniversität Dr. Philippi das Aiterkreuz I. Kl. des Philippsordens, dem Pro⸗ üssor an der Landes-Universität Dr. Riegel der Harakter als„Geh. Medizinalrath“ und dem kürgermeister Gnauth in Gießen der Charakter is„Oberbürgermeister“ verliehen. Berlin. Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge begleiten Prinz Heinrich und Prinz Albert von 1 Lachsen⸗Altenburg den Kaiser nach Petersburg. inges„Der Kaiser wird während der schlesischen Manöver eiu Grafen Mollke besuchen. Es sind bereits in 60 Fbmpfangs vorbereitungen eingeleitet. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht heute die Denkschrift des Reichskanzlers v. Caprivi wer die Beweggründe zu dem jüngsten deutsch— inglischen Abkommen. Nach den Ausführungen der Denkschrift bezweckt das Abkommen in erster Ente die Beseitigung der vorhandenen Differenz— punkte im Interesse der Unterstützung und Er— — hultung des europälschen Friedens. Die gesammten —— Auen n; 1 haben. Wilhelmshaven, 28. Juli. Der Kaiser ist heute um 12 Uhr Mittags wohlbehalten hier eingetroffen. Die Torpedobootflottille ist Nach— mittags eingelaufen. Hirschberg, 29. Juli. Der Erbprinz von Meiningen ist gestern auf Schloß Erdmannsdorf angekommen. Friedrichs ruh, 29. Juli. Fürst Bis⸗ marck ist heute mit dem Grafen Herbert zunächst nach Schönhausen abgereist und wird sich sodann nach Kissingen begeben. Am Bahnhofe brachte das zahlreiche Publikum dem Fürsten lebhafte Ovallonen dar. Die Fuürstin ist gestern nach Homburg abgereist. München, 28. Juli. Die Equipage des Prinzregenten stieß gestern Abend in der Münchener Vorstadt Neuhausen mit der zwischen München und Nymphenburg verkehrenden Dampftrambahn zusammen. Der Prinzregent wurde aus dem diesseits der Grenzen beizuwohnen wünschen, Aufenthaltsscheine(ohne Paß) fur einen oder mehrere Tage bewilligt werden. Ausland. Frankreich. Paris. Bei Coni ist ein französischer Alpenjäger, bei dem acht Lebelpa⸗ tronen vorgefunden wurden, die man sofort nach Rom sandte, auf italienisches Gebiet übergetreten. Großbritannien. London, 28. Juli. Das Unterhaus nahm in dritter Lesung die Helgolandbill ohne Abstimmung an. — Die Maschinisten und Heizer der englisch— französischen Postdampfer streiken, weil Franzosen engagiit wurden. Es entsteht dadurch einige Verzögerung im Verkehrsdienst. Italien. Rom. Dem„Diritto“ zufolge reichte der Unterstaatssekretär des Aeußern Da⸗ miani seine Demisston ein. — 3 Girgenti, 29. Juli. Die Kaiserin Friedrich nahm an Bord des„Surprise“ eine Revue des britischen Geschwaders ab und besuchte mit ihren Töchtern die hiesigen Sehenswürdigkeiten. Abends wurde der Hafen prachtvoll elektrisch erleuchtet und zu Ehren der Kaiserin ein Feuerwerk und eine Serenade veranstaltet. Türkei. Constantinopel, 28. Juli. Einige Armenier demonstrirten gestern in der Kathedrale gegen den Patriarchen und später in der Woh— nung desselben. Zur Wiederherstellung der Ord— nung schritten Truppen ein. Griechenland. Athen. Der Zustand der Kronprinzessin Sophie von Griechenland war am vorigen Donnerstag noch ein recht bedenk— licher. Das Fieber, an dem die Wöchnerin er— krankt ist, hatte mit theilweisen Unterbrechungen von Sonntag Abend bis Donnerstag früh ange— halten und erreichte mehrmals eine Höhe von nahezu 40 Grad. Der Kronprinz war in großer Sorge und der leitende Arzt war ununterbrochen an der Seite der hohen Wöchnerin. Rußland. Petersburg. Aus der Anwesen— heit eines großen Gefolges und sämmtlicher Be— amten der Reichskanzlei beim Besuche des deut— schen Kaisers folgern die hiesigen Blätter die politische Bedeutung der Entrevue. Amerika. New-Vork, 28. Juli. Nach richten aus Buenos-Ayres zufolge bemächtigten sich die Aufständischen unter den Generalen Campos und Arredontio des Arsenals, der Kasernen und des Platzes Lavalle. Die Auf ständischen bestehen aus 5 Bataillonen Truppen, 2 Bataillonen Bürgerwehr und einem Corps Cadetten; die Regierung hat über 7 Bataillone zu verfügen. Bei dem gestrigen Zusammenstoße wurden viele Gebäude zerstört. Die Marine verhält sich neutral. Der Vicepräsident Pelle— grino übernimmt die Präsidentschaft.— 28. Juli. Nachdem der Waffenstillstand nochmals verlängert war, wurde durch eine Conferenz der Regierung und der fremden Gesandten behufs friedlichen Ausgleichs ein Einvernehmen erreicht. Die Bil— dung eines Versöhnungs-Cabinets ist wahrschein— lich.— Officiell wird gemeldet: Die In— surrection ist vollständig unterdrückt. Der Präsi dent und das Cabinet sind in dem Regierungs— palais, von wo sie die Gewalt ausüben. Der Finanzminister befindet sich in Freiheit. — Den letzten Meldungen aus Guatemala zufolge, war die dortige Revolution unter General Czeta zunächst gegen die Regierung Barillas ge— richtet. Eine Anzahl Soldaten weigerten sich weiter Dienst zu thun, weil sie keinen Sold empfingen. Man befürchtet, die Truppen würden gemeinsame Sache mit den Aufständischen machen. Barillas hat über die ganze Republik den Belagerungszu— stand verhängt. Mehrere Anstifter des Aufstandes sind verhaftet worden. Die Truppen von San Salvador sollen im Anmarsch auf die Haupt stadt begriffen sein. Die Truppen von Guate— mala haben in der Schlacht bei Choingo 600 Mann verloren. Von den Truppen von Sal vador sind 2 Officiere und 87 Mann todt oder verwundet.— 29. Juli. Einer Depesche des „Newyork Herald“ aus La Libertad zufolge hieb ein Indianer mit dem Messer auf den Präsi— denten Barillas ein. Der Präsident wich zurück und blieb unverletzt. Der verhaftete Attentäter gestand, von den Conservativen gedungen zu sein. Aus Stadt und Land. k. Friedberg. Wie wir aus guter Quelle erfahren, beabsichtigen die Söhne der früheren Freireichs bürger unserer Stadt und die Söhne der Burgmannen zu Ehren des zuletzt geborenen Freireichsstädters, Kaufmann Ph. Dan. Kümmich, an dessen 90. Geburtstag ein Festessen im Hötel Trapp zu veranstalten, zu dem nicht nur die Söhne der früheren Reichsbürger, sondern alle Fried⸗ berger Bürger eingeladen werden sollen. Zu diesem Zwecke wird frühzeitig eine Liste in Umlauf gesetzt und sind wir im Voraus versichert, daß die Bürger unserer Stadt alle an diesem Tage zugegen sein werden. Hoffen wir, daß dieses Fest in würdiger und fröhlicher Weise verlauft. Holzbausen v. d. H. Beinahe zwei Wochen sind verflossen, seitdem der hiesige Kriegerverein„Ger— mania“ sein Fahnenweihfest begangen hat. Wenn auch dieser Festbericht etwas verspätet kommt, so dürfte es doch angezeigt erscheinen, jetzt noch der Tage Erwähnung zu thun, die einen so schönen Verlauf genommen haben. Am 12. Juli Abends bewegte sich unter den Klängen einer tüchtigen Kapelle ein gutarrangirter Fackelzug durch die Straßen des Ortes; am Krliegerstein machte man Halt. Von da aus sprach in begeisterten Worten Lehrer Reinhardt von hier zu der versammelten Volksmenge. Ein Hoch auf Kaiser und Großherzog bildete den Schluß seiner Rede. Herrlich prangte am folgenden Festtage der Ort bei schönstem Wetter im Festschmucke. Nachdem gegen Mittag hin die Festgäste und die geladenen auswärtigen Vereine in Empfang genommen waren, stellte sich alsbald der Festzug auf. Nach den Festreitern kamen zuerst ca. 60 Schulkinder; nach der Musikkapelle und den Ver⸗ tretern verschiedener Corporationen kamen die Festjung⸗ frauen und von diesen eingeschlossen etwa 12 weißgekleidete kleine Mädchen, die die neue noch verhüllte Fahne in blauen Bändern trugen. Hierauf folgten, der Reihe nach, die hiesigen und fremden Vereine mit ihren Fahnen und Emblemen. An dem Krlegerstein wurde zunächst zum An; denken an die gefallenen Krieger ein Ehrenkranz unter dem Geläute der Glocken niedergelegt. Auf dem großen Festplatz, der Festwiese angelangt, nahm die eigentliche Feier den programmmäßigen Verlauf. Nach den Be— grüßungsworten des Präsidenten, nach der Festrede und dem Danke des Bürgermeisters an die Festgäste, nahm der Ehrenpräsident des Vereins, Graf Ortola, das Wort, um so begeisternd wie großartig die Bedeutung des Tages zu erörtern und an den patrlotischen Sinn der Festtheilnehmer zu appelliren. Nach geschehener Ent— hüllung der Fahne, eines wahren Kunstwerks aus der Fahnenstickerei von Rupp in Frankfurt, entwickelte sich ein Volksfest im wahren Sinne des Wortes mit Tanz, Spiel und Belustigung aller Art. Alles ging wohl von statten, das Fest machte Holzhausen alle Ehre. Der Tag dleser Fahnenweihe wird noch lange in Aller Erinnerung bleiben. Gebe Gott, daß diese Fahne, die ein Gedenkzeichen an einen großen Krieg ist, nte mehr einen neuen Krteg sehe, sondern nur Friede und Eintracht schaue in allen Zeiten und in allen Ländern. Gießen, 23. Juli. Unter großen Festlichkeiten und zahlreicher Betheiligung der Bevölkerung fand heute die Einweihung der neuen Kliniken und zugleich die Ent— hüllung des Liebig-Denkmals statt. Im Laufe des Vor mittags trafen S. K. H. der Großherzog, Prinz Heinrich von Hessen, Staatsminister Finger, Oberbürgermeister Ohly von Darmstadt hier ein. Vom Bahnhofe, wo eine Ehrencompagnie mit der Regimentsmusik aufgestellt war, fuhr der Großherzog mit seiner Begleitung zu den Kliniken, wo die studentischen Corporationen den Landesherrn mit brausenden Hochs empfingen. An der Treppe begrüßte der Letter der medieinischen Klinik, Professor Dr. Riegel und der Rector der Universität, Prof. Dr. Philtppi, den Großherzog und geleiteten ihn in das reichgeschmückte Auditorium, wo nach dreimaligem Hoch auf den Landes herrn Staatsminister Finger die Uebergabe der Kliniken vollzog. Prof. Dr. Rlegel hielt sodann die Festrede. Nach Einnahme eines Imbisses fuhr der Großherzog nach dem alten Rathhaus, wo er vom Stadtoorstand feterlich empfangen wurde, und begab sich alsdann nach der Ostanlage zur Enthüllung des Liebig Denkmals, wo sich inzwischen die Vertreter der Studentenschaft und die übrigen geladenen Gäste versammelt hatten. Die Feier wurde eingeleitet mit dem Beethoven'schen Hymnus„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“. Während der Schluß strophe des Gesanges siel die Hulle des Denkmals. Dasselbe, aus weißem Marmor von der Meisterhand Fritz Schapers gefertigt, machte auf die Anwesenden einen erhebenden Eindruck. Geheimrath Prof v. Hofmann hielt als Vorsitzender des Denkmal-Comtité's die Festrede, in welcher er das Wirken und die Verdienste Llebtg's ge— bührend hervorhob. Darauf übernahm namens der Stadt Gießen Bürgermeister Gnauth das Denkmal mit einer kurzen Dankrede. Mendelssohn's Festgesang„An die Künstler“ schloß die Feier. Allerlei. Wiesbaden, 28. Juli. Regierungspräsident v. Wurmb ist vergangene Nacht gestorben. Speyer, N. Juli. Heute früh sind auf dem hlesigen Bahnhof 17 Wagen eines Güterzuges entgleist. Einige Wagen wurden vollständig zerschmettert. Menschen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Düsseldorf, 26. Jult. Der in Haft befindliche Franz Koblbecher hat bei dem gestern Abend stattgefun— denen Verhör den an der zwölfjährigen Katharina Lethen am 5. Juli d. J verübten Mord elngestanden. Brüssel. Der Provinzialrath von Brabant be— willigte für das Projeet, aus Brüssel einen Seehafen zu machen, 4 Million Franes. Da bereits der Staat 4 Millonen zugestand, scheint das Project gesichert. Die unternehmende Gesellschaft hat danach nur noch 8 Millionen aufzubringen, Bern, 28. Juli. Die Ortschaft Broe im Kanton Freiburg wurde durch eine Feuersbrunst eingeäschert. 10 Häuser sind verbrannt, vier Menschen kamen ums eben. Arth(Schweiz) 28. Juli. Gestern Abend beim An— legen des letzten Dampfbootes stürzte ein Theil der Dampf⸗ schiffsbrücke ein. Cürea 30 Personen fielen in den See, wurden aber sämmtlich geretttet. London, 28. Juli. Heute früh fand ein Zusammen⸗ stoß zweier Eisenbahnzüge statt, welche Arbeiter nach den Werkstätten am Schifffahrtskanal in Manchester führten. Die Lokomottvpführer beider Züge und zwei Arbeiter sind getödtet, eine große Anzahl Arbeiter ist schwer verwundet worden. Sofia. Die Verwaltung von Sofia hat beschlossen, in Kürze abgeschlossen. Die Kosten werden auf 7000 Franes veranschlagt. 5 New⸗Nork, 28. Juli. Die Bergindustriestadt Wall in Idaho ist abgebrannt. Fünfzehnhundert Einwoh sind obdachlos. Beliebte Gifte. Von Dr. E. Lindenberg. bis zur allseitigen Befriedigung seiner natürlich Bedürfnisse und Gelüste. Zuvörderst gilt es, 9 Bedürfnisse seiner leiblichen Natur zu befriediges er ist in diesem ersten Grade darauf bedach seinen Hunger zu stillen. Obgleich nun in alle Theilen der Erde die Nahrungsmittel so sehf verschieden sind im Geschmack und äußeren Au sehen, so besteht doch in chemischer Beziehun stimmung, so daß in jedem Lande fast diesels Menge Eiweißstoff, Stärkemehl oder Fett den Körper zugeführt wird. Hunger die Sorgen seines Geistes und läͤstig⸗ Gedanken los zu werden. Dies erstrebt er du den Genuß geistiger Getränke. Und hierbei i es wiederum interessant, daß nicht allein dieses bei allen Völkern eine wunderbare Uebere ii! Im zweiten Steige bal rungsgrade sucht der Mensch nach gestillten 1 Ion Der Mensch durchläuft drei Steigerungsgrg 129 an seiner Seite und beobachtete ihn genau. Nach beendeter Arbeit begleitete er mich zwei Tage die Stadt elektrisch zu beleuchten. Die Verträge werden lang auf einer Reise über die Hochebenen. Ob Streben, dieses Bedürfniß eines Sorgenbrecherz Dibe ein so allgemein verbreitetes, sondern auch, daß der chemische Stoff, welcher dazu verwendet wird Ade überall ein und derselbe ist. Stets ist es der 1 2 Alkohol, der Spiritus, welcher durch Gaͤhrung 15 aus den verschiedenartigsten Pflanzenstoffen er 4 zeugt wird und den berauschenden Bestandthell lun der gegohrenen Getränke abgibt. Es ist ganz 6 gleich, ob zu diesem Zwecke der Saft der Aloe ut oder des Zuckerrohres, der Most der Traube 10 oder des Obstes Verwendung findet. Drittens 5 endlich ist der Mensch darauf bedacht, sein geistiges. 4 und sinnliches Vergnügen noch weiter zu erhöhen, 1 Zu diesem Zwecke greift er dann zu den soge⸗ 1 nannten narkotischen Mitteln. Fast jedes Land 1 und jedes Volk hat sein besonderes Narkotikum. 19 Die Ureinwohner von Mittelamerika rollten, Tabaksblätter zusammen, um beim Rauchen der— 1 selben ihr Leben zu verträumen, und das vielleicht schon Jahrhunderte lang vorher, ehe Kolumbus das Land entdeckte. Der Gebrauch des Hanfes, des Opiums und des Betel-Nußkauens in den asiatischen Ländern verliert sich in die Zeiten un des sagenhaften Alterthums. Während aber alle N gegohrenen Getränke ein und denselben erheitern( den und berauschenden Grundstoff, den Alkohol, 6 enthalten, wirken dagegen die verschiedenen nar⸗ kotischen Mittel jedes in seiner besonderen, eigen— thümlichen Art, und jedes einzelne Narkotikum 30 ist wegen seiner interessanten Wirkungen auf den“— menschlichen Körper des Nachdenkens immer werth, und nehmen daher auch diese Stoffe in der Chemie und Physiologie des täglichen Lebens einen wich- tigen Platz ein. Wenn man von den weniger ae allgemein bekannten narkotischen Mitteln einzelne f herausgreift, so ist das Cocablatt in Betreff seiner Wirkung auf den menschlichen Körper eines 0 der bemerkenswerthesten. Die Cocapflanze ist 0 eine der wichtigsten Kulturpflanzen Süd-Amerikas, besonders in Peru und Bolivia, und hat sich 155 in neuerer Zeit auch einigen Eingang verschafft Sid in Europa. Der Genuß der Coca ist dem armen Peruaner die Quelle des höchsten Vergnügens. 1 Die Coca erweckt ein Gefühl von Fuͤlle und 10 Warme im Munde, stillt den Hunger und steigert gen die körperliche Regsamkeit. Der Eingeborene it 0 im Stande, bei sehr geringer Nahrung durch 1 den Genuß der Coca tagelang schwere Arbeiten 8 auszuführen und sich unempfindlich gegen Hunger, e Kälte und Ermüdung zu machen. Tschudi erzählten ein Beispiel:„Ein Eingeborener wurde von mir 0 mit einer sehr beschwerlichen Erdarbeit beauftragte Während der fünf Tage und Nächte dauernden[ At Arbeit ruͤhrte er keine Nahrung irgend welcher Art an und schlief jede Nacht nur zwei Stunden. 0 Aber er kaute regelmäßig in Zwischenräumen von] er zwei Stunden etwa ein Lot Coca und hatte bes ln ständig davon im Munde. Ich war fortwährend 165 1 2 8 N 1 kohl er zu Fuß war, hielt er doch mit meinem Naulthier gleichen Schritt und machte nur des oca⸗Kauens halber Ruhepunkte. Als er mich zerließ, erklärte er, daß er sich gern anheischig gache, dieselbe Arbeit noch einmal zu machen, hne Nahrung zu bedürfen, wofern ich ihm nur lie nöthige Quantität Coca geben wolle. Der zu Dorfgeistliche versicherte mir, daß dieser Mann a 2 Jahre alt und seines Wissens niemals krank ewesen sei. Indeß ist es dennoch nicht möglich, eim Coca-Genuß auf längere Zeit ohne wirk 8 bete che Nahrung auszukommen. Man kann der — dun in soca nur soviel zugestehen, daß sie den Körper datt efähigt, einige Zeit lang sozusagen von seinen genen Mitteln zu zehren, ohne daß wie sonst bpungerqualen eintreten. Eine weitere ungewoͤhn— che Eigenschaft der Coca ist die, daß sie ein Forbeugungsmittel gegen Athmungsbeschwerden eder Fett gibt. Tschudi kletterte tagelang an den steilen eiten S bhaͤngen der Cordilleren herum, ohne irgend a0 elche Athmungsbeschwerden zu haben. Die es und le zurcht vor der Coca wurde hauptsächlich durch erstreht er u die übertriebenen Schilderungen hervorgerufen Uad bi ind ist ja auch insofern berechtigt, als über— gäßiges Coca-Kauen vollständiges Siechthum und ann nach wenigen Jahren den Tod bringt. Dabei tritt zuerst Verdauungsstörung ein, dann ach und nach qualvolle gallige Affektionen, Biderwillen gegen alle Speisen. Später stellen ch Wassergeschwülste und Beulen ein, und zu— itzt nimmt der Bedauernswerthe seine Zuflucht um Branntwein, als einem Erleichterungsmittel. zederzeit haben die Peruaner der Coca die außer— irdentlichsten Wirkungen zugeschrieben, ja sie be— achten sie heute noch als etwas Heiliges und HBeheimnißvolles. Die Priester der alten Inkas ebrauchten sie, um Rauch bei den Opfern zu irzeugen, die sie den Göttern brachten. Wahrend es Gottesdienstes kauten die Priester Coca. Noch jetzt geben die Eingeborenen den Verstor— enen Cocablätter in den Mund, womit sie ihnen * zu d Jef jeh w. ret Nan und ehrerbietig einige Cocablätter als frommes Opfer. Nach der Didask. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. Jult. Fruchtyr. Wetzen M. 22.50 bis 00.00, Korn M. 16.50 17.00, Gerste M. 16.00 bis 17.00, Hafer M. 18.00-18.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 30. Juli. Buttermarkt. Butter kostet ver Pfd. M. 1.00— 1.20, Eter 1 St. 7 Pf., 2 St. gr. 13 Pf. Grünberg, 26. Juli. Fruchtpr. Weizen M. 21.50, Korn M. 19.70, Gerste M. 17.80, Hafer M. 19.00, Erbsen M. 20.00, Wicken M. 00.00, Lein M. 00.00, Kartoffeln M. 5.10. Gießen, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. M. 1.05— 1.10, Eter 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pfg., Käse per St. 5—7 Pfg., Tauben per Paar M. 0.90 1.00, Hühner per St. M. 1.00 1.50, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70—74 Pf., Kuh und Rindfleisch 60—64 Pf., Schwelnefleisch 60 bis 70 Pf., Hammelfleisch 58 68 Pf., Kalbfleisch 5660 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50—5 00. Frankfurt, 28. Juli. Fruchtbericht. Hlesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.50-34.00, Nr. 1 M. 31.25 bis 32.75, Nr. 2 M. 27.50 28.50, Nr. 3 M. 25.75 bis 27.25, Nr. 4 M. 22.50— 23.50, Nr. 5 M. 18.00—-19., Milchbrod und Brodmehl im Verband M.6 1.0064, Nord⸗ deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 29 00 bis 30.00, Roggenmehl loco hier Nr. 0 M. 27.00 bis 27.50, Nr. 0/1 M. 25.00- 25.50, Nr. 1 M. 23.50— 24.50, ab Magdeburg Nr. 0 M. 00 0000.00, Nr. 0/1 M. 00.00 bis 00.00, Nr. 1 M. 00.00 00.00, Weizen ab unserer Umgegend M. 22.75—23 00, frei Bahn hier M. 23.00 bis 23.25, fremder nach Qualität M. 21.50— 22.50, kurhessischer und norddeutscher Mk. 00.00— 00.00, Roggen biesiger M. 00 00—00., russischer M. 17.40— 17.60, Mahlgerste M. 13.75 14.25, Hafer prima M. 18.00 bis 19.00, mittel M. 17.50— 18.00, Raps M. 25.60 bis 26.00, Mais(mixed) M. 12.25— 12.50, Roggenkleie M. 9.00— 9.50, Weizenkleie M. 8.00—8.50, Selzspreu M. 2, Rüböl im Detail M. 71—72. Obige Preise ver⸗ stehen sich pro 100 Kilo ab hier, jedoch auch loco aus- wärtiger Stationen. Frankfurt, 28. Juli. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 391 Ochsen, 33 Bullen, 317 Kühen, Stieren und Rindern, 280 Kälbern, 70 Hämmeln, 254 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 69 bis 72, 2. Qual. M. 65-67, Bullen 1. Oual. M. 54 bis 56, 2. Qual. M. 50-53, Kühe, Stiere und Rinder ine gute Aufnahme in der andern Welt sichern vollen, und wenn sie in Peru unterwegs auf ine Mumie stoßen, so präsentiren sie ihr schüchtern eri io 2 Nuuchen d das viellat 1. Qual. M. 65-67, 2. Qual. M. 55—59, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 67—72 Pf., 2. Qualität 5762 Pf., Hämmel 1. Qual. 64-66 Pf., 2. Qual. 46-48 Pf., Schweine 1. Qual. 66-67 Pf., 2. Qual. 63- 65 Pf. Frankfurt, 29. Juli. Engros Markt. Heu pro 100 Kilo altes M. 6.00 7.00, neues M. 4.80 5.60, Stroh pro 100 Kilo M. 5 60- 6.60, Haferstroh M. 4.80, Butter 50 Kilo M. 100—00 Eier 100 Stück M. 4—8, Erbsen 100 Kilo M. 16— 23, do. geschälte M. 20— 80, Linsen M. 18—41, Grünekern M. 22—28, Kartoffeln das Malter M. 4.25— 5.00, neue Kartoffeln per 50 Kilo M. 5.00 6.00, Rüböl çraff) 50 Kilo 30 Mark. Berloosung. Badisches 4proc. Eisenbahn⸗Anlehen von 1875. Ziehung vom 10. Juni 1890.— Heimzahlung am 1. Februar 1891. Lit. A., B., C., D. und E. je 88 Stücke zu 2000, 1000, 500, 300 und 200 Mark Nr. 198 303 372 391 600 850 913 951 1121 1200 1345 1354 1365 1410 1461 1494 1557 17311770 1844 1922 2314 2340 2433 2461 2563 2609 2715 2721 3099 3200 3299 3303 3437 3607 3624 3631 3647 3650) 3656 37013799 3919 3968 4166 4251 4355 4387 4507 5002 5104 5 26 5127 5156 5230 5236 5292 5315468 5522 5591 5592 5623 5628 6014 607 6120 6160 6356 6367 6392 6490 6492 6509 6573 6731 6887 6922 7060 7085 7094 7101 7136 7161 7250 7302 7438 7483. Brodpreise vom 1. bis 15. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 15. August. Nach eigener Angabe der Mezger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg Sabbatbfeier vom 2. August 1890. Sabbath⸗Nachmu. Freitag Abend 7 Uhr 5 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 35 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 3. August an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr. Beginn: Geld- Cours. Frankfurt am 29. Juli 1890. Geber Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 46. 22 16. 18 do. in ½ 16. 22 Dollars in Gold. 4. 20 4. 16 Ducaten f 9. 60 9. 55 „ al marco 9. 60 9. 55 Englische Sovereigns. 20. 39 20. 35 Russische Impertales a 16. 70 16. 65 iht Nolune 8 des Hufe 1 5 Mata br f Bekanntmachung. Der David Rotbschild III. von Heldenbergen, z. Z. nbekannt wo? in Amerika, Inhaber einer hier noch ein— setragenen Firma gleichen Namens, oder dessen Rechts— * tachfolger werden hiermit aufgefordert, einen etwalgen eben ethenm Widerspruch gegen die Löschung dieser Firma binnen „ en Ae, Monaten hier geltend zu machen, widrigenfalls die 10„ Tirma gelöscht würde. ndedenen 4 9 Friedberg am 25. Juli 1890. eee den Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. tler Luattlu Bötticher. en uf ben 5 2 1 634 Bekanntmachung. In unserem Firmenxreglster ist heute die dem Heinrich brich zu Friedberg seitens der Firma Bender& Schwarz laselbst ertheilte Proeura gelöscht worden. Friedberg am 25. Juli 1890. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Bötticher. rt ert, bet Cdem, einen WW 43 In der Privatklagesache der Wittwe des Gastwirths Karl Dillenburger von Södel, Privatklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd, gegen 1) den Kaspar Väth II. und . 2) den Karl Väth J. von Södel, Angeklagte, 8 Bergnügtt bertreten durch Rechtsanwalt Windecker, ien tegen Beleldigung. bat Groß, Schöffengericht zu Fried— ven U,% berg am 15. Juli 1890 für Recht erkannt: 1) Der An— act und steg getlagte Karl Väth J. wird der ihm zur Last gelegten icbetent Peleidigung der Privatklägerin im Sinne des§ 186 2 u St.G.⸗B. für schuldig erklärt und dieserhalb in eine Aibtu Acben Strafe von fünfzig Mark, die im Falle der Uneinbring— tettt Ut Ichkeit mit zehn Tagen Gefängniß zu verbüßen sind, und zegtn Hung ir die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Idudi e Zugleich wird der Prlvatklägerin dle Befugniß zu— — 16 gesprochen, den erkennenden Theil des Urtbells innerhalb einde en ß Wochen nach Rechtskraft desselben in dem Oberhessischen deu beau Fnzelger auf Kosten des Verurthellten zu veröffentlichen. 4 bauen“ 2) Der Angeklagte Kaspar Väth II. wird freige— — ell brochen und die durch Erhebung der Privatklage gegen ren de in erwachsenen Kosten einschließlich der dem Angeklagten n ke wachsenen nothwendigen Auslagen der Privatklägerin hene Jr Last gelegt. 27 allt Die Nichtigkeit der Abschrift der Urthellsformel wird * ib b glaubigt und die Vollstreckbarkelt des Urtheils bescheingt. „ ee, riepberg den 26. Juli 1890. 1. 10 f Weber. 3038 4 iel 2 GSerichtsschrelber des Großherzoglichen Amtsgericht. Versteigerungs-Anzeige. Montag den 4. August l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in Windecker's Felsenkeller zu Friedberg nach— verzeichnete, gut erhaltene Gegenstände gegen Baarzahlung versteigert: 3 vollständige Betten, 1 rothes Plüschsopha und 6 do. Stühle, 1 Spiegelschrank, 1 Wascheommode mit Marmorplatte, 2 Nachttischchen mit Marmorplatte, 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 Kaffeeserviee für 12 Personen, eine Parthie Wein- und Biergläser, Bierflaschen mit Patentverschluß, Gläseruntersätze, Teller, Schüsseln, Messer, Gabeln, Kleldungsstücke u. dergl. m. Friedberg am 27. Juli 1890. König, Gerichtsvollzieher. Iumobiliar⸗Versteiger Immobiliar⸗Versteigerung. Freitag den 1. August, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die zum Nachlaß der Elise Leißner Wwe. gehörenden Immobilten öffentlich meist— bletend versteigert werden: Gemarkung Friedberg. 34 qm Grabgarten in der Vorstadt zum Garten, 68 qm Hofralthe daselbst, 206 qm Hofraum, Stallung, die ideelle Hälfte. Gemarkung Fauerbach. Flur IV Nr. 170= 362 qm Kappesgärten auf dem Krämer. Frledberg den 29. Juli 1890 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Steinhäußer. 3032 Flur III Nr. 48 III III 51 52 „ ** Faselochs⸗Versteigerung. Nächsten Freitag den 1. August l. J., Vormittags 11 Uhr, soll ein der Gemeinde Leldhecken gebörtger zu schwer gewordener Faselochs auf dem Bürgermeisterel⸗ Büreau meistbletend versteigert werden, Leldhecken den 28. Jult 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Leidhecken. Weil. 3031 N 2* Schälholz⸗Versteigerung in Bad-Naubeim. Nächsten Donnerstag den 31. Juli l. I., von Vor⸗ mittags 8 Uhr, werden in biesigem Stadtwalde folgende Holzsortimente öffentlich meistbtetend versteigert, nämlich: 11 Rmtr. Eichen⸗Knüppel, 27050 Schäleichen Wellen, prima Qualität, 28 Ratr. Hauspähne. Die Zusammenkunft ist am Lichtenberg. Bad Nauheim den 28. Juli 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim, 3029 Wörner. Faselochs⸗Ver⸗ und Ankauf. 5 Donnerstag den 31. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, soll ein der Gemeinde Ostheim gehöriger, ea. 1000 Pfd. (Schlachtgewicht) schwerer Fasel, Prima-Qualität, loco Ostbeim versteigert werden. Ein zur Zucht tauglicher, mindestens zweijähriger Fasel wird für die Gemeinde Ostheim zu kaufen gesucht. Be— sitzer solcher Thiere wollen ihre Offerten per Postkarte bet unterzeichneter Stelle einreichen Ostheim(Kreis Friedberg) den 21. Juli 1890. Großherzogliche Bürgermeisteret Ostheim. 3047 Schneider. 2 2 1 1 1 2 Mildeste VTeilchen-Rosen-Leile. garantirt rein und sehr aromatisch, empfiehlt in Packeten à 3 Stück= 40 Pf. 2520 Apotheker Georgi. Erfolg durch Annoncen stattet sind, ferner die richtige Wahl der geeig- neten Zeitungen getroffen wird. Um dies zu er— reichen, wende man sich an die Annoncen Expedition Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Roßmarkt 20; von die er Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrel u erthellt, sowie Inse— raten Entwürfe zur Ansicht geliefert. 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Heute Mittwoch große brillante Vorstellung. Zum Schluß: c. Joko der brasilianische Affe. Donnerstag große Extra Vorstellung. Zum Schluß! Der magische Koffer, oder Harlekin überal und nirgends. Anfang 8 Uhr. Freitag Vorstellung. Näheres im Anzeiger. Achtungsvollst 3042 Henry Blondin, Director. Selzerbrunnen. Auf vielseltiges Verlangen findet Samstag den 2. Augus Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet 3015 P. Weitzel Wwe. Betreffend: Den Stammbeimer Darlehenskasse⸗Verelg zu Stammheim. Bekanntmachung. Nach Beschluß der Generalversammlung vom 29. Jun 1890 soll die rubrieirte Kasse aufgelöst werden. Di Gläubiger werden daher aufgefordert, sich innerhall 4 Wochen bei dem Vorstand zu melden. Stammheim den 24. Juli 1890. Der Vorstand: Becht. Johs. Christ. Schenk. Friedrich Schenk. Eiserne Bettstellen offerire a M. 8.50 per Stück. 3036 Ph. Dan. Kümmich. Prima holl. Vollhäringe, per Stück 6 Pfennig, bei 30⁴⁵ J. A. Windecker. 3033 waffen. gerechten Waidmanns und Vogelstellers, Preis: 2 M. 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Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Blondin's Arena 1 f sache feltte v. Thüngen, Der Jagdliebhaber in der Schule des du 2 Carl Bindernagel.