3 1890. Dienstag den 25. März. N 36. SOberhessischer Anzeiger. n Hal en Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch 3 73 32. Erscheint dreimal wöchentli d F Dienst und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. sch ere 4* ienstag, 11 Eu, Ha 1 2„ Unten Mnoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von t Herr auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. gen, Na- N 2 den, Tricg Amtlicher Theil. treffend: Maßregeln gegen das Bettler und Landstreicherwesen bezw. die Ausführung 83 3 5. . des§ 361 St. G. B. und des§ 3 Absat 2 des Frenügigteitsgesezes. Friedberg den 22. März 1890. reihe 2 0 1 5 2 5 8. 7 4 2 1 5 Ueller as Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. —. Indem wir unsre früheren Ausschreiben in Erinnerung bringen, weisen wir Sie an, daß in allen Fällen, wo auf Grund des§ 361 Stiefel St. G. B. Strafanzeigen erhoben werden, diese Anzeigen doppelt, in 2 gleichlautenden Exemplaren zu erstatten sind, von denen das eine unmittel— ker dem Gericht zu übergeben, das andre, ausdrücklich als„Duplikat“ zu bezeichnende, uns vorzulegen ist. Sie wollen dies zur genauen Nach⸗ Dr. Braden. Leuis Watt ahtung nehmen und das Ihnen unterstellte Polizeipersonal entsprechend instruiren. chen 3 Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der I. Perlode 1890/91. Friedberg den 22. Marz 1890. Wr Das Großberzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 3 1 bein 3 5 K g 5 Wir beauftragen Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise bekannt 11 achen zu lassen, daß die Berichtigung der in Monat Februar 1890 gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen des zonats April 1890 und zwar mit Ausschluß des 12ten, 13ten und 14ten an die betreffenden Distriktseinnehmereien stattzufinden hat und daß sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleuet wird. ach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die saͤumigen Schuldner das für Dr. Braden. Set ubel. ach, 5 Bekanntmachung. f Nach Mittheilung des Großherzoglichen Kreisamts Büdingen ist in Büdingen bei 1 Stück Rindvieh die Maul- und Klauenseuche aus⸗ febrochen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. dcuhün, Friedberg den 21. März 1890. 1 uu detreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Dorheim. Flur IX— XV. Bekanntmachung. icrstädin Ju der Zeit vom 25. März bis 8. April. Is. liegen die Arbeiten des III. Abschnittes rubre. Gemarkung, nämlich: Hesenttn: 1. die Gütergeschosse, 15 4 2. die Karten, 1 3. das Zutheilungsverzeichniß, 1431 727 1 4. das Verzeichniß der Obstbäume, 9 5. das Protokollbuch cunbenlr, dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Dorbeim zur Einsicht der Betbeiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Ein⸗ e e wendungen gegen diese Arbeiten findet statt: Donnerstag den 10. April l. Is., Vormittags von 10 bis 11 Uhr, wozu ich die Betheiligten en ane biter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Der Vollzugs Commissär. * Friedberg den 21. März 1890 W ut. Wege. Friedberg den 21. März. Dr. Wallau. . Feldbereinigung in der Gemarkung Bauernheim. Flur II. Bekanntmachung. In der Zeit vom 25. März bis 8. April l. Is. liegen die Arbeiten des III. Abschnittes rubre. Gemarkung, nämlich: Ane 1. Die Gütergeschosse, Aus 2. das Zutheilungsverzeichniß, 1430 1. 3. die Karte, label. 4. das Zutheilungsprotokoll hulhof. uf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Bauernheim zur Einsicht der Betheiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Finwendungen gegen diese Arbeiten findet statt: Freitag den 11. April l. Is., Vormittags von 10 bis 11 Uhr, wozu ich die Betheiligten bitter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Der Vollzugs⸗Commissär. offen. 9 Friedberg den 21. März 1890. 12 2 3 Dr. Wallau. * 1 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. euleriel, i 2 5 N 8 5 3 den Ernannt und verpflichtet wurden H. Reif und K. Huber IV. von Steinfurth als Wiesenvorstandsmitglieder. 2% cl, Steckbrief. Gegen den Johann Debert ans Seligenstadt, früher Dienstknecht bei Oekonom Schaar in Petterweil, ist von Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel term 17. März l. J., wegen der Anschuldigung, am 19. Januar l. J. von dem Wagen des Buchhalters Klefer auf der Eisenbahnstatton Groß Karben eine Peitsche im 11 von 2 bis 3 Mark in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben, Haftbefehl erlassen worden. Es wird ersucht den ze. Debert zu verhaften, ts; toßherzoglichem Amtsgericht Vilbel vorführen und sofort Nachricht anher gelangen zu lassen. 8 2 Iucmnc 5 Steckbrief. Gegen den Peter Frimmersdorf von Frixbeim bei Duͤsseldorf, zuletzt Dienstknecht bei Pachter Lenhardt in Okarben, ist von Großherzoglichem Amts- Pricht Vilbel unter 14. März l. J., wegen der Anschuldigung, am 1. März 1890 zu Okarben eine fremde, bewegliche Sache, die ihm anvertraut war, sich rechtswidrig zuge⸗ Aub iggnet zu haben, indem er sich mit einer seinem Weitknechte Anton Schäfer zu Okarben gehörigen, von diesem ihm leihweise überlassenen Kappe, einen Werth repräsenttrend Es wird ersucht den ꝛc. Frimmersdorf zu verhaften, Groß— *. N Ira ca. 1,0 M., entfernte, ohne dieselbe dem Elgenthümer zurückgegeben zu haben, Haftbefehl erlassen worden. Fuller 0 herzoglichem Amtsgericht Vilbel vorführen und sofort Nachricht anher gelangen zu lassen. 0 Steckbrief. Gegen den Bernhard Hußlein, ledig, Sohn des Bernhard Hußlein, 18 Jahre alt, von Landshut, zuletzt Fahrbursche in Frankfurt a. M., ist von 1 7.1 J F. Kelle. Croßherzoglichem Amtsgericht Vilbel unterm 18. März l. J., wegen der Anschuldigung, daß er am 18. August D. 0 Nieder-Erlenbach fremde bewegliche Sachen, naͤm⸗ Ich den Betrag von 2,25 M., welche Summe ihm von dem Flaschenbierhaͤndler Ph. Karl Abbach daselbst zum Ankauf von Pfropfen eingehändigt war, sich rechtswidrig geeignet habe, Haftbefehl erlassen worden. Es wird ersucht den zꝛc. Hußlein zu verhaften, Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel vorführen und sofort Nachricht anher n langen zu lassen. a Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Thulskon Elle von Buttstadt, zuletzt Dienstknecht in Wisselsheim. Erledigt: Die Ausschreiben vom 7. Dezember 1889 gegen Justine Josephine Elm von Römershag; Heinrich Linker von Breungeshain durch Poltzeidtener Roͤhmig Ober Rosbach, sowie der Steckbrief gegen Babette Gebhardt von Kulmbach, durch Gendarm Weber IV. zu Blebrich. Der Großherzogliche Amtsanwalt. 2 0 Frlebberg den 10. März 1890 g 3 Krämer Wir sind berechtigt, zu glauben, daß Versuche] daß Fürst Bismarck zur Ausführung eines kaiser— 1 Berlin, 21. Marz. Die„Nordd. Allg. in dieser Richtung überhaupt nicht gemacht worden lichen Befehls, die Ordre von 1852 aus der — tg.“ schreibt:„In den Blättern wird an der sind.“ Weiter meldet das Blatt, äußerlich ver-] Welt zu schaffen, die Hand nicht hat bieten a6, band der gestern publicirten allerhoͤchsten Erlasse laute, daß der Reichstag am 14. April zusammen: wollen und diese Ablehnung dem Fürsten uber n% n den bisherigen Reichskanzler Fürsten Bismarck treten werde. Wie die„Post“ hoͤrt, ware die die unabweisliche Nothwendigkeit seines Ruͤck— 1 ie Ansicht geäußert, daß Versuche gemacht worden Ernennung Caprivi's auf den Vorschlag Bismarck's]tritts die volle Klarheit gegeben hat. Weiter c 110 ien, den Reichskanzler im Dienste zu halten. erfolgt. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bestaͤtigt ferner, theilt das Kanzlerblatt mit, daß der Verkehr des Deutsches Reich. Kanzlers mit Windthorst in der Krisis insofern eine Rolle gespielt hat, als der Kanzler sich weigerte,„seinen Verkehr mit Abgeordneten einer Controle zu unterwerfen.“ Nach der„Nat.-Ztg.“ hat Fuͤrst Bismarck dem Kaiser zum letzten Male am Samstag den 15. Vortrag gehalten und ihn seit diesem Tage überhaupt nicht mehr gesehen. Auch hat der Kaiser nach dieser Quelle am Montag auf dem Reichskanzleramte durch den Cabinetsrath v. Lukanus mündlich anfragen lassen, ob jener Bericht des Fürsten Bismarck an ihn bereits abgegangen sei. Die hiesigen Blätter verzeichnen das mit Bestimmtheit auftretende Ge— rücht, Fürst Bismarck habe den Kaiser gebeten, auf den Titel eines Herzogs von Lauenburg verzichten zu dürfen. Auf das eingehend begrün dete Entlassungsgesuch des Ministers Grafen Herbert Bismarck ist ein Bescheid noch nicht erfolgt. Nach dem„Berliner Tageblatt“ wird als Nachfolger Maybach's, dessen Rücktritt baldigst zu erwarten sei, der Chef des Ingenieurcorps, Generallieutenant v. d. Golz, bezeichnet. — Unter den Mitgliedern der internationalen Arbeiterschutz-Conferenz zeigt sich große Ueber; einstimmung, das Institut der Fabrikinspectoren in gleichmäßiger Weise zu gestalten und auszu— dehnen.— Den„Berl. Pol. Nachr.“ zufolge ist das Fortschreiten der Arbeiten der Arbeiter— schutzeonferenz derartig, daß am 29. Marz der Schluß erwartet wird. Alle drei Commissionen gelangten bereits zu bedeutungsvollen Beschlüssen: Nur über 14 Jahre alte Leute sollen Arbeit in Bergwerken verrichten, Frauenarbeit ist in Berg— werken unter Tag allgemein unzulässig; Fabrik arbeit der Kinder ist von der gesetzlich beendeten Schulzeit abhängig, Nachtarbeit der Kinder unter 14 Jahren verboten. Dieselben dürfen über— haupt nicht länger als 6 Stunden täglich mit Pausen von mindestens ½ Stunde beschaͤfligt werden. In ungesunden und gefährlichen Be trieben ist Kinderarbeit ausgeschlossen. Die Sonntagsruhe ist von allen Seiten zugestanden mit Ausnahme von bestimmten Fällen, wobei es sich um Continuität der Production oder um Betriebe handelt, in welchen nur in bestimmten Zeiten des Jahres gearbeitet werden kann. Jedoch soll der Arbeiter mindestens jeden zweiten Sonn tag frei haben. — 21. März. Das Herren-Haus geneh— migte die Uebertragung der Bergabtheilung an das Handelsministerium und erledigte Berichte in Eisenbahnsachen. — 21. März. In Köpenick wurde nach dem Fr. J. eine am Montag einberufene socialdemo— kratische Versammlung verboten, weil der kleine Belagerungszustand herrscht. Die Socialdemo— kraten widersetzten sich dem Verbot und rotteten sich vor dem Versammlungslokale zusammen, sodaß die Polizei und Gendarmen einschreiten mußten. Am Dienstag und am Mittwoch wieder— holten sich die Zusammenrottungen und nahmen gestern einen bedrohlichen Charakter an. Der gestrige Aufruhr in Köpenick war sehr ernster Natur. Während bei den Unruhen der vorher gehenden Tagen planlos gejohlt und den Be— amten Widerstand geleistet wurde, war gestern eine gewisse Organisation zu bemerken. Der „Voss. Ztg.“ wird sogar geschrieben, daß die Ruhestörungen von Berlin aus ganz planmäßig angefacht worden seien. Aus der Menge wurde mit Revolveru auf die Gendarmen, welche blinde Schüsse abgegeben hatten, geschossen. Es gelang den Gendarmen, die Aufrührer zum Theil in die Müuggelheimer Straße(Socialdemokraten— revier) zu treiben. Als hier der Gendarm Müller einem Ruhestörer in einen Hausflur nachdrang, erhielt er von diesem einen Schuß durch die Brust und einen zweiten in den Kopf. Müller war nach wenigen Minuten eine Leiche. Der Thäter, Tischler Biene, wurde verhaftet. Auch ein anderer Polizist wurde verletzt. Die Rädels— führer waren Erwachsene, nicht halbwüchsige Bursche. Nach Köpenick wurde Militär gelegt. Halle a. S., 21. März. Die„Saale⸗ zettung“ meldet, auf Requisition des Reichsge⸗ richtes seien mehrere Ausländer wegen bewiesenen Hochverraths verhaftet worden. Braunschweig, 21. März. Dem„Tage⸗ blatt“ zufolge ist der Streik auf der Grube Prinz Wilhelm und den Nordschacht-Gruben nach Aufbesserung des Lohnes und Entlassung einer Anzahl fremder Arbeiter beseitigt. Auf allen Braunkohlengruben herrscht Ruhe und unge— störter Betrieb. f München, 21. März. Abgeordnetenhaus. Das Centrum erklärt sich bereit, die gestrichenen Forderungen des Cultusetats infolge der erfolgten Ausschließung der Altkatholiken nochmals durch zuberathen. Ausland. Dänemark. Kopenhagen, 22. März. Der Kriegsminister theilte im Folkething die Zurück nahme der Vorlage betreffend die Befestigung Kopenhagens von der Seeseite mit. Der Fuhre der Linken nahm wieder die Vorlage auf, damit, der Minister die Zurücknahme motivire. An— statt der zurückgezogenen Vorlage brachte der Kliegsminister darauf zur dritten Lesung der Budgetvorlage im Folkething eine Creditforde— rung zu demselben Zwecke ein. Großbritannien. London. Nach dem Blaubuch empfiehlt die königliche Commission für die Untersuchung der Marine- und der Kriegs verwaltung die Einsetzung eines Marine- und Armeerathes. Derselbe soll die Ausgabenbudgets der Marine- und Heeresverwaltungen berathen, bevor das Ministerium dieselben feststellt, ferner alle Fragen erledigen, welche dem Seewesen und dem Laudheer gemeinsam sind. Portugal. Lissabon. Die portugiesische Expedition, bestehend aus 2 Officieren und 300 Negern, ist in der Nähe des Nyassasees niedergemetzelt worden. Serbien. Belgrad, 22. Marz. Die Skup—⸗ schtina nahm die provisorische Handelsconvention mit England an. Die Regierung erklärte, ein definuwer Vertrag sei deshalb nicht abgeschlossen, um Eude 1892 nach Ablauf der Verträge neue handelspoluische Vereinbarungen eingehen zu können. Eine Commission sei mit den Vorarbeiten betraut. Bulgarien. Sofia. Der„Agence Bal— canique“ zufolge leistete die hiesige Bank bereits ungefähr eine Million Abschlagszahlung, auf die russischen Occupationskosten.— Es heißt, zwei Offiziere seien als muschuldig in der Panitza affaire verhaftet worden. Aus Stadt und Land. ? Friedberg. Die Schlußfeier der hiesigen Real- schule und des Progymnasiums hat einen böchst würdigen und erhebenden Verlauf genommen. Verfasser dieses liebt sein Friedberg, interessirt sich nicht am wenigsten auch für seine Schulanstalten und muß mit einem Gefühl in— niger Befriedigung bekennen, daß er seit längeren Jahren keiner so schönen Feter in der Realschule beigewohnt hat. Der festlich geschmückte Casinosaal, den die Gesellschaft in dankenswerther Weise unentgeltlich überlassen hatte, erwies sich als sehr geeignet. Er war allerdings bis auf den letzten Platz besetzt, aber eine treffliche Venttlation ließ keine drückende Luft aufkommen. Uebrigens würde man auch gerne etwas Hitze mit in den Kauf genommen haben, um die Deklamattonen der Schüler, die zum Theil wahre Musterleistungen waren, um die stimmungsvoll da— zwischen verwebten Gesänge und Musikstücke, die sämmt lich vortrefflich ausgeführt wurden, anzuhören. Alles gipfelte aber in der Ansprache des Direktors. Derselbe sprach in bewegten Worten von den Schicksalsschlägen, die die Schule in den letzten Jahren erlitten, und konnte die erfreuliche Mitthetlung machen, daß das letzte Jahr glücklicherweise ein im ganzen ruhiges und zu gedeihlschem Arbeiten geeignetes gewesen sel, sodaß über 900 0 der Schüler das Ziel ihrer Klasse erreicht hätten. Auch uns⸗ rer Stadtverwaltung, die sich um das Aeußere der Schule verdient gemacht, wurde mit anerkennenden Worten des Dankes gedacht. Alsdann wandte sich der Direktor an die 28 Abiturienten, indem er ihnen zum Abschied ein dringliche Lehren und herzliche Segenswünsche mit auf den Lebensweg gab. Der Tag der Feier, der 22. März, führte schließlich den Redner dahin, an den Geburtstag des unvergeßlichen Kassers Wilhelm zu erinnern, und er schloß mit einem Hoch auf den Enkel des großen Friedens fürsten und seinen treu zu ihm stehenden Verbündeten, unsern Großherzog. Hterauf ertönten noch die Klänge des„Heil dir im Ssegerkranz“, und als Nachklang hallte wohl in allen Herzen ein freudiges„Glückauf“ für die Anstalt, die ein so schönes Fest geboten. 1 Friedberg, 23. März. Soweit es der beschränkte Raum des Anzeigers gestattet, moͤge ein Wort über gestrige Concert des Musikvereins vergönnt sein. D Kritik hat diesmal eine leichte und dankbare Aufgabe Die beiden Chorwerke,„Prinzessin Ilse“ von Schulz und Mendelssohn's„Erste Walpurgssnacht“, beide geeignet sich durch hren Wohlklang und Melodien reschthum Freundz zu erwerben, wurden krotz der hohen Anforderungen welche besonders der Mtttelsatz des Mendelssohn'sch Werkes an die Kraft und die Ausdauer der Sänger stellt mit wohlthuender Frische und Begeisterung, sicher und präels zum Vortrag gebracht. Die Soltsten, welche sich mit dankenswerther Liebenswürdigkelt dem Musikverein 1 für den gestrigen Abend zur Verfügung gestellt hatten dene sind uns ja thellweise liebe Bekannte. Neu war ung ache galt H. Hormann, derselbe verfügt über einen sympathischensshen 51 Tenor, den er vorzugsweise zur Darstellung von Liedern abe agen an perbältn, 179515 Stoß heiteren und freundlichen Gepräges gut zu verwenden weiß. Einen ernsteren, ja thetlweise düsteren Charakter trugen die Gesangsvorträge der anmuthigen und stimm begabten Altistin, Frl. Haas, einer Schülerin Stockhausens bekundete diese schon durch die Auswahl ihres Programms, doß Effeethaschen nicht ihre Sache ist, so zeigte sie be sonders durch den Vortrag der reizenden Artetta von Bononeint(t um 1750), daß sie den starren streng⸗ klassischen Formen die ihnen innewohnende Seele zu en locken weiß. Dem Verlangen nach einer Zugabe ent; sprach die Künstlerin auf das bereitwilligste durch den Vortrag eines der polnischen Lieder von Chopin:„Mäd⸗ chens Wunsch.“ Ueber J. Geissell brauchen wir wohl kein weiteres Wort zu verlieren; sein warmempfundene Vortrag ist ja hier bekannt. Wer das Glück hatte, nach dem Concert den von den Künstlern in ungezwungener Abwechselung in ltebenswürdiger Welse zugegebenen Liedern lauschen zu dürfen, wird an seinem Vortrag der Löwe'schen Ballade„Prinz Eugen“ seine Freude gehabt haben. Auf richtige Anerkennung zollen wir dem Klavierspiele des Seminarlebrers Gatzert, der außer der Begleitung sämmt— 1 licher Vocalvorträge, welche in seinen Händen ruhte, uns Doane noch durch die ausgezeichnete Wiedergabe der Rubin Abr b stein'schein Klaviersonate erfreute, deren einziger Fehler I hals des ist, daß ihr Finale etwas zu lang ist und desbalb ers] end ee müdend wirkte. Schließlich können wir uns ein von olf Herzen kommendes Wort des Dankes und lobender An- ite, erkennung für den wackeren Dirigenten, Seminarlehren Schmidt, nicht versagen 9 W. Friedberg. Wir sind in der angenebmen Lage, der biesigen Bevölkerung eine große Freudenbotschaft mit— zutheilen. Dem Vorsitzenden des hlesigen Stadtkirchen⸗ bauvereins, Professor Weiffenbach, ist nämlich von Groß⸗ berzoglichem Ministertum, auf eine im August vorigen 2 Be Mittwoc 1 auf boufen bet se ö bt we 7 aher zoz 40 Hob t Jabres gemachte Eingabe hin, die Genehmigung zur Ver— 115 anstaltung einer Geldlotterte für Herstellung unserer Stadt— cculbof kirche zugegangen. Möge durch diese hocherfreuliche That⸗ Inu: sache, mit welcher ein neuer wesentlicher Schritt in unserer Naur Vereinssache gethan ist, die trotzdem noch fort und fort U Scde dringend nöthige Privatwobltbätigkeit nicht lahm gelegt, Ve sondern zu neuem kräftigen Effer angespornt werden. d Assenberm. Unsere seit Beginn d. J gegründete an Freiwillige Feuerwehr hielt am verflossenen Sonntag ihre 100 un erste größere Uebung ab, zu der auf ergangene Einladung led eine Abordnung der Friedberger Freiwilligen Feuerwehr 0 erschienen war. Die vorgefuͤhrten Fuß und Geräthe⸗ gina Exereitien zeigten, daß die Mannschaft für die kurze 5 9 Zeit ihres Bestehens recht tüchtiges geleistet und den guten Willen hat, sich immer mehr zu vervollkommnen, so daß 1390 sie ihren Mitbürgern in der Stunde der Gefahr eine 0 zuverlässige Hülfe sein wird. 1 Gießen, 20. März Schwurgerichtsverhandlung. Angeklagt war heute Wilhelm Breiter J. von Vilbel wegen Meinelds. Das Urtheil lautete auf eine Zuchtbausstrafe 18 von 1 Jahr 6 Monaten, 5 Jahre Ehrverlust und dauerndem 95 Verlust der Fäbigkelt, als Zeuge oder Sachverständiger 1 0 vernommen werden zu können.— 21. März. Die heutige. bie Verhandlung geht gegen Johann Georg Häuser von 9 Bobenhausen und Johannes Kretschmar von da, wegen 1 8 Mords, begangen am eigenen Vater resp. Stiefvater. 100 Die Vernehmung der beiden Angeklagten nahm heute den* ganzen Vormittag in Anspruch, für die ganze Verhand⸗ lung, zu welcher etwa 40 Zeugen erschienen, sind zweit 5 Tage vorgesehen.— 22. März. Die Verhandlung wurde beute fortgesetzt und Joh. Häuser von Bobenbausen zum I Tod verurtheilt und Kretschmar zu 12 Jabren Gefängniß. Iden Darmstadt, 22. März. Gestern starb hier der fen großh. Oberstkammerberr und General-Lieutnant a la s. 1 0 v. Grolmann im 78. Lebensjahre. Mit ihm ist der letzte I 88 ehemalige hessische Kriegsminister aus dem Leben geschleden. Allerlei. Bern, 20. März. In Ober-Wallis ist infolge großen ö Schneefalls der Verkehr unterbrochen. Die Stmplonpost mußte umkehren. Es besteht große Lawinengefahr; das Dorf Saasgrund ist schwer bedroht. Im Berner Ober— land ist ebenfalls tiefer Schnee gefallen. Rom, 20. März. Der Tiber gleicht einem großen See. Das Pantheon und die anliegenden Straßen sind N überschwemmt. Von Umbrien, aus den Abruzzen und aus Toskana wird weiteres Anschwellen der Nebenflüsse 90 Sam des Tibers gemeldet. Wenn der 30 Mm. übersteigende ern Sturmregen andauert, so ist zu befürchten, daß die Noth Menz noch größer werden könnte als im Jahre 1870. Der Wee Wasserstand beträgt jetzt schon 14 Mtr., nur 3 Mtr. weniger, als im genannten Jahre. Der Schaden in der Campagne ist groß. Der plötzlich angeschwollene Strom hat viele Hütten zerstört, Thiere mit fortgerissen und Saaten vernichtet. An alle bedrohten Punkte sind Truppen hinbeordert. In Sardinien ist die Noth groß, besonders in der Provinz Cagliari. S. b FPurkin, reine Wolle, nadelfertig, . Jeet J Jede en 9 vollständige Betten, Schränke, Waschtische, Nacht Holz Versteigerung. 2 eu 140 em breit à M. 1. 95 Pf. per Meter Isenden direkt jedes beltebige Quantum Buxkin; ert Depot Oettinger& Co., Frankfurt iin Main. wuftei-Auswabl umgebend franco. 552 8 Defentliche Gläubigeraufforderung. Forderungen und Ansprüche feder Art an den sehr eringfügigen Nachlaß der am 17. November 1888 ver: bien Witwe des Maurer Georg Minder, Katharina aberbältnisse berücksichtigt werden sollen. Bar⸗Nauherm den 2 März 1899. Großherzogliches Amtsgericht Bad Nauheim. 8 Bauer. 2 ö r Bekanntmachung. Imutwoch den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, en auf der Grube Ludwigsboffnung bei Melbach Houfen abgängiges Grubenbolz und Zimmerspähne sweise öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung ver— ert werden. [Dad⸗Naubelm am 22. März 1890. oßberzogliches Salinen und Bergamt Bad Nauheim. 7 Jäger. Nobilien⸗Versteigerung in Bad- Nauheim. Donnerstag den 27. März d I., von Vormittags Ubr ab, läßt Frau Georg Witzell Wwe dahier im ale des Herrn Richard Langsdorf öffentlich meist⸗ tend versteigern: eischchen, Sopbas u. Stüble, Tische, Spiegel, 1 Wasch⸗ monge, Vilder und sonstiges mehr Bad Nauheim den 22. März 1890. Großberzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Wörner. Submission. Die zur Errichtung einer Garten Einfriedigungsmauer ind Anfertigung eines eisernen Hofthores an der neuen Ebulbofraithe zu Nieder Eschbach erforderlichen Arbeiten lich: 7 Maurerarbeit, veranschlagt zu M. 205 Schlosserarbeit 1 102 Weißbinderarbeit 1 en auf dem Submissionswege vergeben werden. Interes ten haben ihre Angebote in Prozenten portofret bis un 27. d. Mts. bei Großherzoglicher Bürgermeisterel eder Eschbach einzureichen. Einsicht vom Plan zc. zc. kann auf dem Bc eau gaannter Bürgermeisteret genommen werden. Nieder Eschbach den 20 März 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Eschbach. Fa ust Mittwoch den 26 d. M. werden in den Domantal⸗ nalddistrikten Mittler-Vorderer Köppel und Thierberg 2 Fichtenstämme= 7, 7 ebm, sowie 9800 Buchen⸗Durch⸗ sixstungs wellen versteigert. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Bodenrod. Buß bach den 19. März 1890 Großherzogliche Oberförsterei Hoch Weisel. 1 69 Weigand. Holz⸗Versteigerung. Mittwoch den 26 d. Mts., Vormstraags 9 Uhr, sollen in im Freiberrlich v. Rothschild'schen Walde Altenberg Fentlich meistbietend veisteigert werden: 100 Stück Birken Knüppel und Reißholz Wellen, 6780 Eichen kurze Wellen, „ Eichen- longe Wellen, letztere eignen sich besonders zu Bobnenstangen, 10 Stück Eichen Stämmchen, von 15-30 Centim. Durchmesser und 5 7 Meter Länge. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung ist an r Chaussee. Otarben den 20. März 1890. Fresherrliche Forstverwaltung. 91 Kranz. Bekanntmachung. Samstag den 29. d. Mt., Nachmittags 2 Uhr, soll e der Gemeinde Weckes heim gehörende alte Feuerspritze iffentlich verstelgert werden. Weckeshelm den 23. Marz 1890. Großherzogliche Bürgermeisterel Weckes helm. Hilger. Kleesamen, tppelt auf Seide gereinigt, empfiehlt in den besten Dualitäten zu den bllligsten Prelsen 1432 9 gehaltene Holzverstelgerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf den 26. März bestimmt worden. biesigem Faselstall ein fetter Faselochs, 11 bis 12 Centner schwer, auf dem Gemeindehause meistbietend versteigert werden. Bekanntmachung. Die am 17. März im Münsterer Gemeindewald ab Münster den 22 März 1890. Großherzogliche Bürgermeisteret Münster. Retneck. W Faselochs⸗Versteigerung. Freitag den 28. März, Nachmittags 3 Uhr, soll aus 14⁴⁰ Rodheim v. d. H. den 23. März 1890. Großherzogliche Bürgermessteret Rodheim v. d. H. 1448 Jacobi — 8; Fasel⸗Eber⸗Versteigerung. Ein schön gebauter 21½läbriger eng! Eber, zur Zucht tauglich, wird Freitag den 28. d. Mis, Vormittags 11 Ubr, auf dem hiesigem Rathhaus öffentlich meist⸗ bietend versteigert. Reichelsheim den 23. März 189. Großherzogliche Bürgermeisteret Reichelsheim. Schmid. + 8 7407 Faselochs⸗Versteigerung. Nächsten Donnerstag den 2. d. Mets, Vormittags 10 Uhr, wird ein der Gemeinde zustehender, prima fetter, schwerer Faselochs versteigert. 3 Wohnbach am 23. März 1890. Großherzogliche Bürgermeisteret Wohnbach. 1441 Fatum. Eine zuverlässige, chrliche Person wird zum Waschen gesucht. Meldungen Villa Britania, Bad Naubeim 1195 2 gute, starke Arbeitspferde sind wegen Aufgabe der Oekonomte zu verkaufen bet 1233 J. Diener in Ockstadt Vorbereitungsschule f. Postgehülfen Gelesene, 175. C. Kabenstein, deen. Kinderwagen in größter Auswahl, Fahrräder in jeder Art zu Fabtikpreisen empfiehlt 1879 Adam Söllner II. Tür meine Material-, Farb- und Colonialwaaren 1443 5 handlung suche ich einen mit den nötbt en, Vor lenntnissen versebenen jungen Mann unter günstigen Bedingungen in du Lehre. 1365 Emil Fischbach Giessen, (H. 62024). Seltersweg Nr. 21 Eine Wohnung per 1. Juni zu vermiethen be Carl Söllner, Metzger. * in Ji 10 1 1 1 Berolina-Säemaschine. deutsches Reichspatent, neueste und beste aller bekannten Säemaschinen. Nur zu beziehen von Moritz Weil jun. in Frankfurt a. M. A 0 Stück in einer Saison fabrtirt. ———. 8 8 Gymnasiasten und Realschüler finden in nächster Nähe des Gymnasiums und der Real schule aute Pension in der Familte einer Pfarrerswittwe zu Gießen. Beaufsichtigung der Schularbeiten. Wo? sagt die Exped. d. Anz 1161 * günstigen Bedingungen ist für einen befähigten Knaben eine Lehrlingsstelle in meinem Colontal und Matertalwaaren Geschäft offen Homburg ev d. H. Bruchste Ferdinand Datz. 0 ine, beste Qualität, sind fortwäbrend zu haben bei 1312 Wilh. Gehen Vilbel. Zu bevorstehenden Coufirmationen 107 118 empfehle mein reichhaltiges Lager in Herreu⸗ und Damen Alhren in Gold, Silber, Nickel, Gold ⸗, Silber⸗, Corall-⸗ und Granatwaaren, als: Kreuze, Keiten, Ringe, Medatllons, Ohrringe, Broschen, Anhänger, Armbänder, Kämme, Cravakten— nadeln, Manschettenknoͤpfe. Vilbel. Otto Ilohenadel, Ph. Dan. Kümmich. 6 1436 1410 0 Ritterstraße 5. 7 Eine Wohnung mit 4 oder 6 Zimmein, nebst zubehör in sofort zu vermtethen. 1445 J. A. Windecker. e——— Entlaufen, welßer Spitz am Donnerstag in Bad Nauheim. Rück gabe gegen Belohnung bei Franz Stamm 1444 Ein kräftiger Fahrbursche wird auf 1. April gesucht. Nägeres bei K. Dietrich, Gastwirthschaft zur Rose. 1434 Zimmer mit Cabinet ohne Möbel zu vermiethen. Wo? sagt die Expeditlon des Anzeigers 1435 Kleesamen, Grobkörnige Pfälzer Rothsaat, Prima Provencer, Luzerne, doppelt auf Seide gereinigt, in bekannten hochfeinsten Qualitäten bei 1270 Wilhelm Fertsch. 1 2 0 1 Mobiliar⸗Versteigerung. Donnerstag den 27. Wärz l J., Vormtttags 9 Uhr anfangend, versteigere ich in der Behausung des Herrn Ober⸗Kommerrath Bierau(Maiagzertbor) dahter wegzugs⸗ halber folgende Gegenstände gegen Baarzahlung als: Betten, 1 Kanapee, Schreibtisch, Kleiderschränke, Weiß⸗ zeug, Kleider, Gartenmöbel, 1 Partbie Weinflaschen, Bücher, Bilder, Tische, Stühle, 4 Stück große Ole⸗ anderbäume, sowie Haus, Küchen- und Gartengeräth— schaften u. dgl. Friedberg den 20. März 1890. In Auftrag: Schwarz Großherzoglicher Hoftaxator. Zur Geuchtung. Unterzeichneter empfiehlt sich im Anlegen und Unter⸗ balten von Gräbern, sowie Familienbegräbnissen biesigen Friedbofts und wird prompte Bedtenung zugesichert. Für Begießen der Blumen wahrend des Sommers wird pünktliche Sorge getragen Jährlicher Preis eines Grabes 1 Mark, Familienbegräbnisse 3 Mark. Achtungs voll Friedrich Jakobi. 1383 342 Wohnungsveränderung und Empfehlung. Einem hiesigen und aue wärtigen verehrl. Publikum die ergebene Mittbeilung, daß ich von beute an in Hause des Herrn Kaufmann Bend heim, nächst dem Bahnhof, Wobnung bezogen babe. Gleichzeitig empfehle ich mich in allen Herren⸗ kleidermacherarbeiten nach neuestem Schnitt bestens. Friedberg, 19. März 1890. Johs. Thomas II., 1344 Schneidermeister. Wohnung zu vermiethen Das von Herin Lehrer Werner bewohnte Logis, bestebend aus 5 Zimmern im unteren Stock, 2 Speicher kammern und Zubebör, wird im Frübjabhr frei und kann vom 1. April an bezogen werden. Näberes bei 12⁰ Professor Klein. Rohrsessel& Blumentische (große Auswahl) bei 305 G. M. Reuss. Pesachwaaren empfieblt Moses Eckstein, wohnbaft Judengasse, neben Geschwister Schloß. 1404 Todes⸗Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten blerdurch die schmerzliche Mittheilung von dem Hinschelden unserer unvergeßlichen Frau, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Annen Jockel, geb. Frick. Friedberg. Die strauernder Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch den 26. d., Nachmittags 3 Ubr statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 1447 79—ç—+ 2 Geschäftsübertragung. Das von meinem seel. Manne betriebene Geschäft, Schlosserei und Ofenhandlung, habe ich heute an den Herrn Wilh. Adam Heß aus Reichelsh unveränderter Weise für seine Rechnung weiterführen wird. eim übertragen, der dasselbe in Indem ich für das meinem ver— storbenen Manne und seither mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich dasselbe auch auf meinen Nachfolger gütigst Friedberg den 11. März 1890. Auf vorstehende Annonce höfl. Bezug nehmend halte ich von Friedberg und Umgegend in allen in das Schlosser-, Pumpen⸗ sowie in selbstgefertigten schmiedeeisernen Kochherden und einschlagenden Arbeiten, übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll Max Ilenkel Wittwe. mich den verehrten Einwohnern und Maschinenfach Wurmbach'schen Füllreguliröfen, von welchen ich für Friedberg den Alleinver⸗ kauf übernommen habe, bestens empfohlen, sichere prompte und billige Bedienung zu und bitte um geneigten Zuspruch. Friedberg den 12. März 1890. 1250 Hochachtend Wilh. Adam less. vormals Max Henkel. Mein Lager in allen Sorten Dielen, Latten, Stollen, Hobelbrettern, hydr. Kalk, Tuffsteinen, Floßholz, Cement, 7 Kaminröhren u. s. w. bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. Nieder-⸗Wöllstadt den 25. März 1890. 1429 G. Brauburger Nachf., Holz und Kohlenbandlung. Donnerstag den 27. März l. J. aus 108 rm Eiche, 68 rm Nadelbolz; Reisig: 324 rm FEEEEECCCC00 C 2 2 0 Holz⸗Versteigerung. Aus den Waldungen des Großherzoglichen Hauses kommen zur Verstesgerung: wartei Kohden: Stämme: 57 Eichen, 24—60 em dick, 3—12 m lang= 39,41 ebm; 181 Kiefern, 18-50 em dick, 518 m lang= 136,27 ebm; Scheiter: 55 rm Eiche, 15 rm Nadelholz; Knüppel: 8 55 den Distrikten Eichelacker und Kaff der Forst— Eiche, 252 rm Nadelholz; Stöcke: 89,5 rw Eiche. S 7 5 8 5 2 N Zusammenkunft Vormittags 91½ Uhr auf der Nidda Ulfaer Kreisstraße an der Parade- E 9 platzschneise. 8 3 Nähere Auskunft ertbeilt der Großh. Forstwart Stier zu Nidda. 5 82 Nidda den 17. März 1890. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. 22 1419 8 N Nel. 2 NN 1 7 1 7 AA Hallwachs. U lb S C. Kalbfleisch, hee e Confirmanden⸗Hüten, Herren⸗ und Knabenhüten, Negen⸗ schirmen, Spazierstöcken, Handschuhen, Hosenträgern, reichste Auswahl in Hals— binden zu außerst billigen Preisen. 1349 Consirmanden⸗Stiefel in großer Aus wahl bei 1362 Louis Waas. Tokayer, Sherry, Malaga. Cognac, Arac, Rum, Ia Medicinal-Leberthran, Cacognia von Moser& van Houten, Eichelcacao, Malzextract, Kindernahrung, Aechte Sodener und Emser Pastillen, Isländisch-Moos-Pasta, Stollwerck's, Moser's& Wucher's Brustbonbons, Hühneraugentinctur, Warzenmittel, Sämmtliche Mineralwasser in stets frischer Füllung. Hofapotheke zum Mohren. W. Georgi. Deutschen und ewigen Kleesamen, auf Seide gereinigt in prima Qualitäten, bei 1337 Georg Groß. I?— N 5 5„ Kaltflüssiges Baumwachs 1321 empfiehlt W. Bernbeck. Die von mir gegen Lina Kraft von Selters, dermalen zu Reichelsheim wohnhaft, am 24. Januar 1890 gemachte Aeußerung nehme ich hiermit als nicht begründet zurück. Reichelsheim den 30. März 1890 1442 Wilhelm Marbach l. Jum billigen Laden. Nur gegen Baarzahlung verkaufe ich: Eine Partie Buckskin zu Herren Anzüge, per Meter 2 M., Eine Partie weiße Damenhemden aus gutem Creton, per 1/2 Dutzend M. 7.50, Eine Partie weiße und farbige Damen-Nachtjacken und Unterhosen aus prima Flockbarchent, per St. M. 1.15, Eine Partie gestrickte wollene Damen-Unterröcke, per Stück M. 125. Fertige Betttücher, per Stück 2 M., Eine Partie Handtücher, per Elle 12 Pf., Eine Partie Druckzeug und Cattun zu Kleidern, per Elle 25 Pf., ferner werden farbige Damenkleiderstoffe, Corsetten und Tricottalllen gänzlich ausverkauft. Gleichzeitig empfehle ich mein großes Lager in fertigen Herren⸗ und Knaben⸗Anzügen zu sehr billigen Preisen. 993 M. Netscher. Schüler und Schülerinnen, die die hiesigen Schulen — besuchen wollen, können bei einer gebildeten Familie fächern ertheilt und ein angenehmes Familienleben ge— boten würde. Näheres in der Eisenhandlung des Herrn Jean Huber. 1426 Spazierstöcke bei 1433 F. Sehmidt. 1 Realschüler e Lehrling mit Realschulbildung sucht Rudolf Ritter in Laubach, Manufactur Waaren⸗ Handlung. Entlaufen ein kleiner schwarzer Dächselhund mit gelben Abzeichen, findet gute Pension und Beauf— sichtigung. Wo? sagt die Exp. 1423 1425 Pension erhalten, wo ihnen auch Nachhuͤlfe in ihren Lehr— 5 Bet unserem Wegzuge von bler nach Erfurt wir auf diesem Wege allen unseren Freunden und kannten ein herzliches„Lebewohl“ zu. 1 Friedberg, 22. März 1890. S. Falk u. Frau, 1424 Johanna, geb. Hanau, Für Billardspieler. Hierdurch theile ich ganz ertzebenst mit, daß ich ag Dlenstag den 8 März d. J. in meinem Restaurattongg lokal ein Billard neuesten Systems mit vorzüglich Patentbanden aufgestellt habe und empfehle dieses zu gefälligen Benutzung. Achtungsvoll H. Geibel, 1329 Saalbau. Höhere Bürgerschule zu Vilbel. Beginn des neuen Schuljahrs Montag den 21. Apr Morgens 8 Uhr. Aufgenommen werden Knaben un Mädchen. Lehrplan der Realschulen. Latelntsche Sprach fakultativ. Eintritt erfolgt am besten mit dem 8. Lebens jahr, welches bis zum 30. September d. J. zurückgeleg sein muß. Anmeldungen werden jederzeit entgegen genommen von dem Curatorlum der böheren Bürgerschule: 140 Stammler. „ Schllidt Schirm K Hütbazar E Confirmandenhüte von 1.50 an. aarfilzhüte(nel mu, deutsch. Fabr.) e 4 6 Filzhüte 3 M., in 10 Sorken hneffend erson Annen, Sonnenschirme und Spazierstöcke, von ½ M. an 1 Als Neuheiten empfehle: Gesundbeitshut, Seathu un Bil deutscher Jaadbut und viele andere Sorten à 3 M. ou 2 Fritz Schmidt, Hutmacher. du, N i en * 5 7 7 5 9 Ei Modellhüte. J. Beim.. . Inu Deutschen und ewigen Kleesamen, sowie alle Gartensämere ten empfieblt in bester 100 f Qualität 1319 Fr. Gunderloch. 18 7( 4 ausge 0 Obstmarmelade, T d ü C tfrüchten bereitet empfieblt perden, 5 J. A. Winden wn Frische Schelifische in Eis, deutsche Brat- geen bückinge, Labberdau, holländische Brat- eh bückinge, Auchovis, Ural aviar, Bismarck- 161 lläringe, russ. Sardinen, Hummer, Salm, 1 amerik. Zungen, Corned beef, Speck bückinge, Kieler Sprotten. Fettbücklinge en 1401 bei Wilhelm Fertsch. Fut, 5 g Duerb Corsellen. — 8 Moestach in vorzüglichen neuen Formen, Geradehalter, 5 Schürzen, Handschube, Taschentücher, Kraußen, Kragen, F n Manschetten, Cravatten, Strümpfe und Socken empfiehlt 8 cer in neuester schönster Auswahl, sehr billig 5 0 1322 Heinr. Diehl. Usagasse. 65 1 1 1 b. N n 8 2 n 1* D. 25 25 1 5 8 2 1550 Confirmanden⸗Anzüge, n à 10, 12, 16, 20, 25 Wark, I gote Stoffe, prima Arbeit. 5 e G. Schulhof. 1 22TTCT0 bb f dugedt e ace Kleesamen a 1320 in seidefreier Prima Waare empfiehlt 1 Apr W. Bernbeck. Kleesamen neuester Ernte!. prima Provencer, Luzerne, 0 u . prima Pfälzer Rothklee, i ale e 12 lt Seide gereinigt, empfiehlt zu billigsten Preisen 0 1 0 Fr. Wagner. n d. ottl auge räfen Fettlaugenmehl Aden empfieblt 1437 Ph. Dan. Kümmich. tmn Ein freundliches Zimmer mit oder ohne Möbel, 0 gegenüber der neuen Post zu vermiethen. Näheres bet 2ů b der Exped. d. Anz. 1406 ur 0 Ein junger Bäückergeselle baseben Namen edler!(Jele) börend. Wide in Arbei a 1 ringer gute Belohnung. 1428 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. an kann in Albeit treten bel eee Aosenschen. 14 Bap Nauheim. Geschwister Grunewald. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. bun d 5 Gefammtuufl'ge unseter beuligen Nummer liegt eine(besonders zu diesem Zwecke auf den vierten Theil verkleinerte) Probenummer der„Deutschen Frauen-Zeitung“ bei, auf die wir hiermit besonders aufmerksam machen. 1421/ Win, 1 g 1