N ö N Dienstag den 13. November. M136. Obberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die — 0 Annoncen von Post nachgenommen. Betreffend: Polizeireglement über Reinigung der Straßen und Ortsdurchfahrten. Wir sind veranlaßt, Vorschriften in Erinnerung zu bringen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden A. Allgemeine Vorschriften für sämmtliche Gemeinden des Kreises. 1§ 1. In der Regel müssen in jeder Woche einmal Samstags und außerdem so oft es die Polizeiverwaltungsbehörde besonders anordnet, sämmtliche Ortsstraßen gereinigt und der zusammengekehrte Koth von der Straße weggebracht werden. Das Reinigen muß vor Einbruch der Nacht vollzogen sein. Fällt auf den Reinigungstag ein christlicher Feiertag, so geschieht die Reinigung an dem nächstvorbergehenden Werktage. Sollte Schnee gefallen sein, so fallt die vorerwähnte Verbindlichkeit zur Straßenreinigung bis zu eingetretenem Thauwetter weg. Statt dessen muß aber g der Schnee von den Banquets zunächst der Häuserreihe in einer Breite von 4 bis 5 Fuß in der Weise entfernt und weggekehrt werden, daß dadurch keine Anhäufung des Schnees in der Fahrbahn veranlaßt wird. Bei entstehendem Glattetse müssen die Fußpfade zunächst der Häuserreihe von denen, die zur Reinigung der Straße verpflichtet sind, mit Sand, Sägemehl und dergleichen bestreut werden. In gleicher Weise haben dieselben auf Aufforderung der Poltzeibehörde sofort das Eis auf den Straßen aufzuhauen, und, wo es nicht auf Gemeindekosten geschteht, wegzuschaffen. § 2. Die Reinigung der Straßen liegt denjenigen, die mit Gebäuden, Höfen, Gärten und Plätzen an denselben angrenzen, dergestalt ob, daß sie diese Reinigung längs deren Ausdehnung an der Straße hin und bis in die Mitte derselben d. i. die Mitte der Fahrbahn besorgen lassen müͤssen. Durchkreuzen sich zwei Straßen, so hat jeder der anstoßenden Nachbarn auch noch den Theil der Kreuzstraße reinigen zu lassen, welcher nach seiner Hofraithe liegt. In der Regel ist nur der betreffende Elgenthümer dafür, daß die Reinigung ordnungsmäßig geschieht, verantwortlich und es kann, wenngleich ihm fret steht, mit Miethsleuten oder anderen Personen wegen der Straßensäuberung eine Privatübereinkunft zu treffen, eine solche doch nur privat— rechtliche Wirkungen äußern, den Eigenthümer aber vor der Unterlassungsstrafe nicht schützen § 3. Nur in folgenden Fällen geht die Verantwortlichkeit des Hauseigen⸗ s auf Andere über, nämlich: 1) wenn eine Hofralthe sich im Nießbrauche von Amtlicher Theil. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Ihnen die strenge Handhabung der auf die Reinhaltung und Wegsamkeit — Friedberg den 15. November 1890. und die Großh. Gendarmeriestationen des Kreises. der öffentlichen Straßen bezüglichen Wir weisen Sie demgemäß an, die genaue Befolgung der Vorschriften unseres Polizeireglements vom 19. Juli 1887 unausgesetzt zu überwachen und in allen Ueberkretungsfällen Strafanzeigen vorzulegen. beauftragt, das nachstehend nochmals auszugsweise üblicher Weise bekannt zu machen und vor Uebertretungen desselben eindringlich zu warnen. veröffentlichte Reglement in orts⸗ Dr. Braden. 1 Jemand befindet, auf den Nieß braucher, 2) wenn sie als Besoldungswohnung hinge⸗ geben ist, auf den Besoldungsinhaber, und 3) wenn sie der Eigenthümer, ohne selbst darin wohnen zu bleiben, im Ganzen an eine Familie vermiethet, und daß dies ge— schehen, der Polizeibehörde angezeigt hat, auf den Miether. § 4. Die Sorge für die Reinigung vor öffentlichen Gebäuden, insoweit die Bestimmungen des vorstehenden Paragraphen nicht darauf Anwendung finden liegt den betreffenden Verwaltungsvorständen ob. g § 5. Ist eine Straße nicht über 212 Klafter breit, und auf der einen Seite kein Besitzthum vorhanden, dessen Eigenthümer oder Inhaber nach den vorstehenden Bestimmungen zur Reinigung verpflichtet wäre, so ist der Eigenthümer oder Inhaber (ogl.§ 3 und 4) der gegenüberliegenden Hofratthe verbunden, die Straße nicht blos bis zur Mitte, sondern vollständig auf beiden Seiten reinigen zu lassen. § 6. Die Reinigung derjenigen Straßenstrecken, wozu nach vorstehenden Vor— schriften für einen Anderen keine Verbindlichkeit besteht, ferner die Reinigung der öffentlichen Plätze und der Plätze um die öffentlichen Brunnen, soll auf Kosten der Gemeinden geschehen. § 7. Es ist verboten bei der Straßenreinigung dem Nachbar den Unrath zuzuführen. Dagegen müssen die aufstoßenden Nachbarn die Stelle, wo sie angren⸗ zen, insbesondere die aufstoßenden Rinnen und Gossen dergestelt säubern, daß kein Koth oder Unrath dazwischen liegen bleibt. B. Besondere Vorschriften und zwar: Für die Gemeinden Friedberg und Butzbach und die Wöllstadt, Ober Wöllstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder Weisel, Ober-Mörlen, Assenheim, Bönstadt, Fauerbach II, Ossenheim, Florstadt(Ober⸗ und Nieder-), Staden, Melbach, Södel, Wölfersheim, Ober- und Niederrosbach. Gemeinden Nieder⸗ Kirchgöns, Pohlgöns, § 8. Jeden Mittwoch und Samstag müssen sämmtliche Straßen gehörig ge⸗ reinigt werden. a N 1 1 1 Betreffend: Die Sühneverhandlung im Strafverfahren. . ö f 1 Die Maul- und Klauenseuche bei August Reinschütz in Ilbenstadt ist erlos 5 Friedberg den 13. November 1890. Formulars mit dem Anfügen, daß solches aus der Buchdruckerei von Carl Binde Bekanntmachung. In den Gehöften des Heinrich Weickert, der Jeremias Christian Reichhold Wittwe, Heinrich Pfeffer III., des Georg Grünewald, des Christian Salzmann VII. und des seuche ausgebrochen und Geböftsperre angeordnet worden. N Friedberg den 14. November 1890. Bekanntmachung. Das Großherzogliche Amtsgericht Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des 1 Nachdem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz durch derhandlungen im Strafverfahren das von ihm entworfene Formular in Anwendung gebracht werde, 1— Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Heinrich Fleischhauer von Bernsfeld(F. F. 875 90.), Jobannes Strauch von Eschenrod(F. 575/90.) Erledigt. Beit Nord von Bönstadt, Heinrich Kraus von Osterode, Heinrich Wilhelm Kraus von Osterode. rnagel dahier zu beziehen ist. des Georg Nagel III. zu Stammheim; des Bernhard Bingel zu Bad-Nauheim ist die Maul- und Klauen— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. chen und die Gehöftsperre aufgehoben worden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. Friedberg den 11. November 1890. Amtsgerichtsbezirks Friedberg. Amtsblatt vom 27. Oktober 1890 angeordnet hat, daß zu den Sühne⸗ empfehlen wir Ihnen die Benutzung dieses Sellheim. 767/90.), Georg Kühn von Wetterfeld N Darmstadt. Der Steuerkontrolleur Schäfer in Püdingen wurde zum Rentamtmann in Lampertheim, die Statlonsgehülfen Kumpf aus Schwaben rod, Möller aus Ingersbach und Nau aus Ilsdorf zu Stattonsassistenten el den Oberhess. Eisenbahnen ernannt. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ demen⸗ rt die Meldung des„Moniteur de Rome“, daß der Plan einer Verlobung des italienischen Aronprinzen mit der Prinzessin Margaretha von Preußen zwischen Caprivi und Crispi erwogen gorden sei J 14. Nov. Die Arbeiterschutzcommission ahm den§ 134e, betreffend das Aushängen der Arbeitsordnung, mit folgendem Zusatzautrag in: Die Arbeitsorduung ist in Gewerbebetrie— . n mit mindestens 30 Arbeitern jedem Arbei— . bei seinem Eintritt in die Beschäftigung zu graphen 134f, welcher den behöcdlicherseits an— zuordnenden Ersatz für mangelhafte Arbeitsord— nungen vorsieht, lehnte dagegen den§ 1348 (Einreichung der bestehenden Arbeitsordnungen an die untere Verwaltungsbehörde) ab. Die Commission nahm endlich den§ 134h aus den Unterauträgen Bebel und Hirsch au, womit die obligatorische Einführung ständiger Arbeitsaus— schusse abgelehnt ist. — Der Colontalrath tritt wahrscheiulich diese Woche zusammen. Die Verhandlungen be— ziehen sich auf Vorschläge fuͤr den Reichsetat betreffs des colonialen Programms der Regie— rung Die Zahl der Mitglieder wurde auf 30 bis 40 bestimmt. München, 15. Nov. Der Generalarzt 1 Friedberg den 15. November 1890. Der Großherzogliche Amtsanwalt: 1 5 Lebrecht. 1 1 Deutsches Reich. behändigen. Ferner genehmigte sie den Para-] der bayrischen Armee, Lotzbeck, ist heute nach Berlin abgereist zum Studium des Schwind— suchtsmittels. Koch's Heilmittel ist der„Mün— chener Allg. Ztg.“ zufolge gestern hier einge⸗ troffen. Die Heilversuche haben begonnen. Ausland. OesterreichUngarn. Wien. Der Ober— sanitätsrath befaßte sich in einer außerordent— lichen Sitzung mit dem Koch'schen Heilverfahren und beschloß die Entsendung zweier Mitglieder nach Berlin. Auch stimmte er den Maßnahmen der Regierung wegen Beschaffung des Impf— stoffes eventuell wegen seinerzeitiger Herstellung desselben und baldiger Inangriffe des Heilver— fahrens in den Wiener Spitälern zu. 85 ——————— . Pest. Der Abgeordnete Haas interpellirte unter Anerkennung der Verdienste des Dr. Koch wegen unverzüglicher Entsendung von Aerzten nach Berlin und fragt an, ob die Regierung ent— sprechende Einrichtungen zur Heilung der Tu— berkulose selbst in Angriff nehmen wolle. Dänemark. Kopenhagen. Der Finanz— minister brachte im Landsthing eine Zollvorlage ein. Die Einnahme daraus wird auf 5 Mil— lion Kronen geschätzt. Im Falle der Annahme der Biersteuer sollen Reis und Sago Zollfrei— heit genießen, ferner der Zoll auf Oel, Petro— leum, Reismehl, Sagomehl und Zucker berab— gesetzt und die Schiffsabgabe aufgehoben werden. Schweiz. Bern. Die Tessiner Ausgleichs- conferenz führte zu keinem Resultat. Jetzt wird die Bundesversammlung die Sache in die Hand nehmen müssen. Holland. Haag, 14. Nov. Die Ge— setzvorlage, betreffend die Ernennung der Köni⸗ gin zur Regentin ist in der heutigen Plenar— sitzung der Generalstaaten einstimmig angenom— men worden. Frankreich. Paris, 14. Nov. Die Kam⸗ mer beendete die Generaldebatte über das Ma— rinebudget und nahm mit 308 gegen 175 Stim- men den Vorschlag der Regierung an, wonach eine Commission von 36 Mitgliedern zur Prüfung der Marinevorlage ernannt werden soll. — Die mit der Prüfung der Viehzölle be— traute Subcommission der Deputirtenkammer setzte in theilweiser Abänderung früberer Be schlüsse den Zoll für Hammel und Kälber auf 15, für Schweine auf 8 Fres. per Stück, für geschlachtetes Hammelfleisch auf 32, für Schweine- fleisch auf 12 und für Rindfleisch auf 25 Fres. per 100 Kilo fest. Portugal. Lissabon. Studirende der Universität Coimbra haben ein mit 121 Unter- schriften versehenes republikanisches Manifest veröffentlicht. Italien. Rom, 14. Nov. Die königliche Familie ist von Monza, Crispi von Palermo zurückgekehrt. — Der Voranschlag des Budgets pro 1891/92 weist schon jetzt in Rücksicht auf die in den Etats des Kriegs- wie des Marine-Mi— nisteriums durchzuführenden Ersparnisse ein ziem liches Gleichgewicht der Einnahmen und Ausga- ben auf. Rußland. Petersburg. Die Bank von England unterhandelt, der„Börsenzeitung“ zu- folge, mit der russischen Staatsbank wegen eines Darlehens von 1½ Million Pfund Ster— ling. e Washington. Präsident Harri— son ordnete, wie verlautet, die Einsetzung eines Ausschusses behufs Milderung des Mac Kinley— Gesetzes im Verwaltungswege an. New⸗Vork, 12. Nov. Vor einigen tausend Socialisten, welche sich in Coopers Halle zu einer Gedenkfeier der Hinrichtung der Chicagoer Anarchisten versammelt hatten, hielt Most in deutscher Sprache eine blutdürstige Rede. Die Polizei ließ die zu Mord auffordernden Placate gewaltsam aus dem Saal entfernen. — 15. Nov. Ein Telegramm aus Tegucigalpa meldet, die Truppen Bogran's härten Teguci⸗ galpa nach heftigem Kampfe wieder genommen. Der Anführer der Aufständischen, Sanchez, ist mit mehreren seiner Officiere auf dem Haupt- platze, ohne daß eine Verhandlung vor dem Kriegsgerichte vorausgegangen ist, erschossen wor⸗ den. Der Aufstand kann damit als beendigt angesehen werden. Aus Stadt und Land. M. Friedberg. In der hiesigen Herberge zur Helmath übernachteten im Monat October 315 Wanderer, von welchen 157 Verpflegung auf Kosten der Kreiskasse erhalten haben. An Arbeits verdtenst wurden 5 M. 20 Pf. eingenommen. Die Einnahme vom Betrieb beltef sich in demselben Monat auf 345 M. 54 Pf., die Ausgabe da— gegen auf 346 M. 57 Pf. Es wurden demnach 1 M. 9 Pf. mehr ausgegeben, als eingenommen. Lauterbach. Die Influenza scheint sich auch hier wieder bemerkbar zu machen und zwar bei solchen Per⸗ Objekt jeder staatlichen Thätigkeit, und darum bildet Allerlei. Kirchheimbolanden. In nächster Nähe sind mächtige und ausgedehnte Quecksilber, und Kupferlager aufgedeckt worden. Die Reichhaltigkeit der Kupfererze soll denen der Malachitgrube Wissokaja Gora im Ural nicht nachstehen. Haltfax, 8. Nov. Das Gefängniß und 20 ansto⸗ ßende Geschͤäftshäuser sind in Pleton, Neu- Schottland, durch eine Feuers brunst zerstört worden. Das Feuer war von einem Sträfling, einem norwegischen Matro— 95 gelegt worden, welcher selbst in den Flammen um— am. London, 13. Nov. In der Wellingtonkaserne brach gestern Abend um 6 Uhr Feuer aus. Im Nu befand sich der ganze Stock, in welchem die verhetratheten Sol daten mit ihren Familien leben, in Flammen. Nur mit Mühe gelang es den heldmüthigen Anstrengungen der Soldaten Frauen und Kinder zu retten. New⸗Pork, 13. Nov. Auf der Oregon- und Cali fornta-Eisenbahn stürzte heute unweit Salem, gerade als ein Zug darüber fuhr, eine Brücke ein. Die Locomo tive und die Wagen fielen in die Tiefe hinab und wur den zertrümmert. 4 Personen büßten auf der Stelle ihr Leben ein. Unter ihnen befanden sich der Locomo— tioführer und der Heizer. Der Zug hatte ungefähr 100 Fahrgäste; fast alle wurden mehr oder minder ver— letzt. Halifax. In Goldriver, Grafschaft Lunenburg (Neuschottland), ist ein Lager besonders goldhaltiger Gesteine enteckt worden. Die aufgefundene Goldquarz— ader dürfte sich als die reichste auf dem amertikanischen Festlande erweisen. In Neuschottland ist bas Goldfieber ausgebrocheu. Salonicht, 16. Nov. Vorgestern Nacht ist ein Speeial Mtlitärzug auf der Fahrt von Uesküb nach Salonicht bei Topsin in Folge von Ueberschwemmung entgleist. 8 Waggons wurden zertrümmert, 40 Perso nen wurden getödtet und eben so viele verwundet. Der Verkehr ist gänzlich unterbrochen. Die Bedeutung der Volkszählung. Man kann es als eine erfreuliche Thatsache aner— kennen, daß die pertodisch wiederkehrenden Volkszählungen allmählich populärer geworden sind, wenigstens in einer Beziehung. Das ganz ungerechtfertigte, gleichwohl in den breiten Volksschichten weit verbreitete Mißtrauen, als handle es sich hierbei um eine Steuerspionage oder um eine Nachforschung nach mllitärdienstpflichtigen Per sonen, beginnt zu schwinden. Aber auf der anderen Seite ist leider von einem gesteigerten Interesse für die ebenso wichtige wie schwlerige Aufgabe einer Volkszäh lung wenig oder nichts zu spüren. Und doch rechnet die statistische Technik hierbei auf die Mitwirkung eines großen Theiles, ja man kann sagen, der gesammten Be— völkerung. Der Erfolg der Zählung ist undenkbar ohne eine verständnißvolle Mitwirkung des Publikums. Ob die auf dem Wege der Volkszählung ermittelten That sachen für sich genommen viel oder wenig bedeuten, diese Frage mag zunächst unberührt bleiben; entscheidend ist, daß sie ein unentbehrliches Glied in der ganzen Kette bevölkerungsstatistischer Untersuchungen bilden. Auf letztere kann aber die Wissenschaft ebensowenig verzichten wie die Praxis des modernen Staates. Neben dem Grund und Boden bildet die Bevölkerung unzweifelhaft das Fundament des Staates, sie ist zugleich Subjekt und das Studium ihres jeweiligen Standes und ihrer Be— wegung die unentbehrliche Grundlage fast aller Unter— suchungen über soctale und wirthschaftliche Fragen. Diesen engen Zusammenhang der Bevölkerungsstatistik mit der Staatswissenschaft und Staatspraxis bestätigt auch ein Blick auf die geschichtliche Entwickelung beider, zumal in den letzten zwei Jahrhunderten. Mit der Ausdebnung und vor allen Dingen der Vertlefung staatlicher Thätig— keit mußte auch das Bedürfniß nach genauen und um— fassenden Ermittelungen wachsen Wenn man früher auf mehr oder minder zuverlässige Schätzungen ange wiesen war, höchstens für gewisse Einzelfragen an amt lichen Regtstern einen Anhalt fand, so konnte dies höchst mangelhafte Verfahren den Anforderungen einer werden— den und auf wenige näherltegende Zwecke sich beschränkenden Staatsgewalt um so eher genügen, als die größere Sta bilität aller Verhältnisse die Aufgabe wesentlich erleichterte Auch in dieser Hinsicht ist ein vollkommener Wechsel ein getreten; die Bevölkerung bietet heutzutage ein außer— ordentlich bewegtes Bild, lebhafte Wanderungen, die schnelle Anhäufung in Städten und Industriecentren geben der Gegenwart ihr charakteristisches Gepräge. Darum sind denn auch seit etwa einem Jahrhundert in allen Kulturstaaten perkodische Zählungen eingeführt, welche zusammen mit einem ausgedehnten und verwickelten System von fortlaufenden amtlichen Aufzeichnungen der Standesämter, Pollzeiorgane und andere mehr das Material liefern, um sowohl den Stand wie den Gang der Bevölkerung mit ausreichender Sicherheit zu beur— theilen. Seit der Gründung des Deutschen Reiches wurden zuerst 1871 und dann von 1875 ab regelmäßtg alle fünf Jahre allgemeine Volkszählungen veranstaltet, und wenngleich eine gesetzliche Pflicht zur Innehaltung dieser Fristen nicht besteht, so scheint doch damit das richtige Maß getroffen zu sein, indem die Schwierigkeit und der Umfang des Unternehmens eine Verkürzung, anderer— seits die Bedeutsamkeit desselben eine Verlängerung der Zählungspertloden verbietet. Die verwickelte Konstruetlon der Finanzverwaltung im Reiche und den Einzelstaaten, wie sie durch die Lage der Verhältnisse und der Gesetz— sonen, die voriges Jahr stark davon befallen waren. gebung bedingt ist, erfordert die genaue Kenntniß der Kopfzabl in verschledener Hinsicht. Die Unterverthellung des gesammten Betrages der Makrikularbeiträge erfolgt nach Artikel 70 der Verfassung gemäß der Bevölkerungs⸗ zahl, ebenso die Ueberweisungen des Reiches an die ein⸗ zelnen Bundesstagten. In gleicher Welse ist die Volks⸗ ziffer für die Zollabrechnungen und die Höhe der von einigen Bundesstaaten als Ausgleich für Reservatrechte Die Vertheilung den Rekruten erfolgt im Verhältniß der Milltär Ecsatzbevöl⸗ zu zahlenden Beträge maßgebend. kerung d. i. der bundes angehörigen Bevölkerung der einzelnen Staaten mit Ausschluß der aktiven Militär- personen. Endlich sei noch erwähnt, daß auch innerhalb eines und desselben Bundesstaates die Bemessung der Rechte und Lasten mit der Kopfzahl im ganzen oder der Volkszahl in der Provinz, dem Kreise, der Gemeinde u. s. w. zusammenhängt. Mit diesen in die Augen springenden, aber zum großen Theil aus eigenthümlichen in Verhältnissen in Deutschland fließenden, mehr äußer⸗ lichen Zielen ist die Bedeutung einer Volkszählung bei weitem nicht erschöpft. Deutschland verfolgt hierbei, wie jeder moderne Staat eine ganze Reihe bedeutsamer und weitreichender Zwecke, welche nur deßhalb von dem großen Publikum nicht genügend gewürdigt werden, weil sie nicht ausreichend bekannt sind. Dem Staate ist nicht minder als dem Individuum Selbsterkenntniß nöthig, ein geordnetes Staatswesen ist undenkbar ohne Kenntniß aller für das Staats wohl in Betracht kommenden Faktoren. Die Bevölkerung ist aber, wie schon hervorgehoben, ge⸗ radezu das Fundament, und zur Kenntniß desselben nach den verschiedenen Seiten hin soll die Volkszählung wesentlich mit beitragen. Sie gibt uns zunächst die Zahl, die Summe aller Individuen, sowohl für das ganze Land, als auch für u die einzelnen Wohnplätze, die sogenannte absolute Bevölkerung. Die Millionenziffer entscheidet zwar nicht allein, aber sie ist ein Faktor ersten Ranges zur Beurthetlung der politischen und militärischen Macht, der Steuerkraft und wirthschaftlichen Selbst⸗ ständigkeit der Staaten, wenigstens da, wo Länder von gleicher oder nahezu gleicher Kulturstufe mit einander rivalistren. Kleinstaaten wie die griechischen konnten im Alterthum, die Städterepubliken Italtens konnten im Mittelalter zu großen Machtfülle gelangen; in der Gegen; wart besitzen nur die Großmächte, welche ihre Einwohner nach Zehnmilltonen zählen, volle polttische und wirth⸗ schaftuche Unabhängigkeit. Es steht zu erwarten, daß die Bevölkerung Deutschlands in den letzten fünf Jahren von nabezu 47 auf volle 49 Millionen, d. h. jährlich um 0,9 pCt. gestiegen ist. Von großer Wichtigkeit ist ferner die Kenntniß der Bevölkerungsdichtigkeit, der Dichtheit des Zusammenwohnens. Hier gilt es weniger, die Zahl zu kennen, welche im Durchschnitt des ganzen Landes auf die Flächeneinheit kommt, als vielmehr die Dichtig⸗ keit in den einzeinen enger begrenzten Gebieten zu er⸗ mitteln. Zwar erscheint es verfehlt, aus der größeren Anhäufung von Menschen ohne weiteres ganz allgemein auf eine höhere Civilisationsstufe zu schließen; allein es liegt auf der Hand, daß eine vorsichtige, von umfassender Sachkenntniß geleitete Vergleichung, unter Berücksichtigung der geographischen, ökonomischen politischen und socialen Lebensbedingungen in den verschledenen Gebieten, werth⸗ volle Aufschlüsse über den Gesundheitszustand eines Staats⸗ kötpers oder seiner Glieder geben kann. Um nur eins an⸗ zuführen, so ist die Vertheilung der Bevölkerung auf Stadt und Land von außerordentlicher Bedeutung zumal wenn sich daran eine Berücksichtigung der Wohnstätten knüpft. Tiefer noch greift die Volkszählung, mit ihren Er⸗ mittelungen über Alter, Civilstand, Theilung nach Ge⸗— schlecht, Nationalität, Geburtsort, Beruf und Religton. Eine große Zahl zum Theil hochwichtiger Gruppirungen lassen sich auf Grund dleser Angaben auffinden. Die Altersgliederung der Gesellschaft ist von großer politti⸗ scher und wirtbschaftlicher Bedeutung, und hier geben uns die perlodischen Zählungen nicht nur den jeweiligen Stand, sondern sie gestatten auch den Verfolg und Ver⸗ gleich im Laufe der Zeit. Die Schwierigkeiten dieses Vergleiches sind groß und man wird sich stets mit An⸗ näherungen begnügen müssen. Allein es kann keinen Augenblick zweifelhaft sein, daß eine Vertheilung der Bevölkerung in 12 Altersklassen, wie sie auf Grund des Volkszählungsmaterials von 1885 in Deutschland vorgenommen wurde, zugleich mit der Unterscheldung nach Geschlecht und Landestheilen einen ausreichend ge— nauen Einblick in den wichtigsten Faktor der Volkserhal⸗ tung gewährt, nämlich in die Größe der im Volke lie⸗ genden Arbeitskraft.(Schluß folgt.) Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Nov. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eier 1 St. 9 Pf., 2 St. 17 Pf. Butzbach, 15. Nov. Wochenmarkt. Butter kostetz per Pfd. 1.00—0.00 M. Käse per Pfund 4546 Pf. Eier 2 Stück 15 Pfg. Gießen, 15. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfd. M. 0.85 1.00, Eier 1 St. 7-8, 2 St. 00 Pfg., Käse per St. 4—8 Pfg., Tauben per Paar M. 0.50 0.70, Hühner per St. M. 0.85— 1.00 Hahnen per Stück M. 0.60 1.00, Enten per Stück M. 1.40 1.60, Ochsenfleisch per Pfund 70—74 Pf. Kuh- und Rindfleisch 60—64 Pf., Schweinefleisch 70 bis 80 Pf., Hammelfleisch 62—68 Pf., Kalbfleisch 6064 Pf., Kartoffeln per 100 Kllo M. 3.50 5.50, Weißkraut per St. 3—7 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 5.00 0.00, Gänse per Pfd. 50—60 Pf. Frankfurt, 14. Nov. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 5 206.80, Stroh pro M. 5.10 5.50, Haferstroh M. 3.20, Butter 50 Kilo M. 85 90. Eler 100 Stück M. 6—9, Kartoffeln per Malter M. 4.10 bis 4.30, Zwiebeln per Centner M. 4.00 6.00. Perlen ent ern entfäl Theiß 880. Se 890. Heß 0 543 Kr. 89 à Ve ur Abf Bollmas Hale gen 8 Der M el Grlede klegenen 5 Plaͤne Ang von nsrer Sd Einwen 0 es Aussch Frled . nel Frankfurt, 15. Nov. Wochenmarkt. Erbsen ganze ien e Pfd. 14—16 Pf., gesch 16—17 Pf., Ansen 15 25 Pf., * 88. deiße Bohnen 16—20 Pf., Butter per Pfd. M. 1 00 d dun is 1.10, Eter das Stück 7— 10 Pf., Blumenkohl biesiger ien n 0 bis 70 Pfg., Zwiebeln per Gescheid 35—40 an don Peg, per Centr. M. 5-6, Eskarol 4— 10 Pfg., Endivien⸗ — e flat 5— 10 Pfg., weiße Rüben 10— 20 Pfg., gelbe Rüben daten 6 Pfg., rothe Rüben 12—30 Pfg., Teltower Rübchen 14 e 0.—25 Pig, Wirsing 8—12 Pf., Weißkraut 10— 15 b f., Rothkraut 12— 20 Pf., Rosenkohl M. 0.30—0.60, — Ar. Schwarzwurzel 40 600 Pfg. Obst, korbweise pr Pfd.: — epfel 14 Pfg, Tafeläpfel 12 bis 13 Pfg., Trauben a en 8—25 Pf., Pfirsiche 16—22 Pfg., Kastanlen pro Pfd. de 2— 20 Pf., ital. Kastanien 16—22 Pf., Nüsse 15 10— is 20 Pfg. dünuchen Verloosungen. 1 daßer⸗ Oesterreichische 250 fl. Loose vom 1854. Ge⸗ re bei bpinn⸗Ziehung vom 1. Oktbr. 189). Heimzahlung am dada, Il. Dezember 1890. Per. 35 Nr. 45 à 5000 fl. Ser. 2790 Nr. 1 à 30000 fl., Ser. 413 Nr. 36, S. 957 N. 28, S 1931 N. 35, S. 2509 N. 34, S. 3385 N. 4 den wal 2000 fl., Ser. 1474 Nr. 9, S. 2509 N. 30, S. 2864 et. 14 32, S. 3393 N. 20 4 1000 fl., Ser. 151 Nr. ite, 5, S 290 N. 49, S: 768 N. 7 49, S. 957 N. 41, enn 5 981 N. 19 22, S. 988 N. 10, S. 1123 N. I 18, beltettn.. 1146 N. 5 14 40, S. 1336 N. 37, S. 1474 N. oben, ge, J 45, S. 1911 N. 25, S. 1931 N. 34, S. 2099 N. deen 7 19, S. 2136 N. 16, S. 2234 N. 16 36, S. 2274 kläblung e 20 35, S. 2739 N. 33, S. 2742 N. 43, S. 2790 zicht die. 15 39, S. 2811 N. 43 49, S. 2864 N. 19, S. ür das 986 N. 4 22 24, S. 3009 N. 20, S. 3297 N. 31, läßt, die ß. 3339 N 48, S. 3385 N. 18 22, S. 3393 N. 19 wüffer o, S. 3443 N. 34 47, S. 3526 N. 7 36 42, S. 3695 eren. 12, S. 3873 N. 26, S. 3921 N. 33 à 400 fl. kaürschen Auf alle übrigen in den am 1. Juli 1890 gezogenen Seltst. Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Num zeder den gern entfällt der geringste Gewinn von 30 fl. temandet Theiß Regulierung fl. 100 Loose von unten m 4880. Serten⸗ und Gewinn ⸗Ziehung vom 1. Dale anten in 4890. Heimzabhlung vom 2. Januar 1891 ab. Serien: en Gegen kr 24 28 558 953 965 1001 1134 1170 1182 1218 wohner 81 1939 1943 2056 2302 2463 2605 3023 924 109 3434 3517 3551 3668 3829. Gewinne. Ser. 24 Fr. 89 à 100000 fl, Ser. 28 Nr. 71, S. 965 N 80, n wirth⸗ u, daß S. 2302 N. 84, S. 2605 N. 10, S. 3109 N. 53 à 1000 fl. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien ent haltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 120 fl. Freiburger Zproe 50 Fr. Loose von 1887. Gewinn Ziehung vom 30. Septbr 1890. Heimzahlung am 20. Januar 1891. Nr. 10007 à 7006 Fr., Nr. 47537 à 4006 Fr., Nr. 3023 414 724 978 6810 8108 11978 12526 14788 18613 24254 27807 28617 29408 746 31135 35049 935 99 36236 38712 40714 41711 45427 47856 51094 53057 55857 59129 949 à 206 Fr., Nr. 431 560 1558 36618167 837 9196 295 940 10837 15100 16106 19287 20016 609 21432 22862 985 24716 964 25213 901 28425 29599 31259 325 32218 637 33092 35339 36139 41627 42950 44655 3 46421 47686 950 49398 53581 54051 408 4 Fr. Malländer 10 Fr.⸗Loose von 1866. Serien- und Gewinnziehung vom 16. Sept. 1890. Heimzahlung vom 15. Dezember 1890 ab. Serien: Nr. 5 17 46 63 118 171 316 325 359 365 375 707 736 754 782 850 876 976 1107 1209 1324 1342 1359 1381 1383 1458 1452 1520 1565 1606 1760 1764 1843 1959 2008 2028 2076 2206 2218 2223 2273 2290 2399 2480 2589 2634 2618 2689 2800 3034 3069 30913147 3188 3/99 3216 3232 32513274 3317 3313 3425 3454 3559 3635 3691 3746 3824 3835 3857 3874 3957 4065 4093 4113 4134 4203 4244 4283 4420 4428 4129 4478 4661 4699 4757 4790 4799 4852 4862 5026 5044 5099 5168 5419 5536 5558 5692 5915 6029 6074 6123 6288 6323 6328 6366 6478 6489 650! 6600 6623 6631 6702 6751 6772 6824 6979 6997 7017 7031 7105 7115 7153 7217 7248 7307 7357 7410 7423 7444. Gewinne Ser. 6702 Nr. 84 à 50,000 Fr., Ser. 6501 Nr. 87 à 1000 Fr., Ser. 4134 Nr. 23 à 500 Fr., Ser. 5 Nr. 23, S. 850 N. 79, S. 1359 R. 77, S. 3034 N. 97, 4799 N. 38 à 100 Fr, Ser. 2223 Nr. 50, S. 2634, N. 56, S. 3188 N. 98, S. 3199 N. 83, S. 4065 N. 65, 4429 N. 29, Se 4799 N. 79, S. 5536 N. 41, S. 88 N. 92, S. 6824 N. 95 à 50. Fr., Ser. 1107 Nr. 88, S. 1324 N. 76, S. 1520 N. 19, S. 1565 t. 10, S. 2218 N. 31, S. 2290 N. 46, S. 2399 N. 40, S. 2800 N. 74, S. 3147 N. 50, S 3232 N. 91, S. 3957 N. 15, S. 4429 N. 58, S. 4799 N. 84, S. 5026 N. 50, S. 5044 N. 72, S. 5692 N. 84, S. / 00 — 6751 N. 71, S. 7307 N. 16 à 20 Fr. Auf alle übri⸗ gen in vorstebenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 10 Fr. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Tannbäuser. Gewöhnl. Preise. Vorstellung bet ermäßigten Preisen. Außer Abonn. Neu einstudirt: Die Entführung Hierauf: Im Ballsaal. Ge— Dlenstag den 18.: Mittwoch den 19.: Marie Stuart. Donnerstag den 20. aus dem Serall. wöhnl. Preise. Freitag den 21.1: Samstag den 22.: Sonntag den 23.: Geschlossen. Otbello. Gewöhnl. Preise. Eufyanthe. Gr. Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 18.: Das verlorene wöhnl. Preise. Mittwoch den 19.: Fritz. Donnerstag den 20.: Paradies Ge— Zum ersten Male wiederholt: Page Gewöbnl. Preise. Ehre. Außer Abonn Freitag den 21.: Das verlorene Paradtes. Gewöhnl. Pretse. Samstag den 22.: Ipbigente auf Tauris. Gewöhnl. Preise. Sonntag den 23.: Nachmittags 3½ Uhr. Ihr Cor⸗ poral. Kleine Preise. Abends 7 Uhr. Der selige Toupinel. Vorher: Einer muß heirathen. Gewöhnl. Pretse. Montag den 24.: Das verlorene Paradies Kammgarne, reine Wolle, nadel⸗ N: cu. 140 em breit à M. 3 45 per Meter fertig, bis M. 8.75 versenden direkt jedes belie⸗ bige Quantum Buxkin Fabrik Depot Oettinger und Co., Frankfurt a. M. Muster Auswabl umgebende franco 3693 Schmidt's Abreißkalender für 1891 ist angekommen und zu baben bei Carl Bindernagel in Friedberg. 1 Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Frische Schellfische, Kabliau, dan Neuer praktischer Labberdan, „ Ze U 7 2 4486 bei Wilnelm Fertsch. 1 Landes I U b 4. 3 1 U e 0 K f.. Dichtiz⸗. 1 1 u er⸗ gtößtten für das 2 62 ATgtmtin 2* S Die, g e geschäftliche und gesellige Leben. Thatsache, — N Ein dass die ächten(mit Schutzmarke ver- 22 4492 sehenen) H. 46336.) *. Formular- und Muster-Buch JWiebel-Bonbons „Sat, zur Abfassung aller e von Briefen, Contracten, Verträgen, Te stamenten, IN lebel- Bonbons * 4 1 Bollmachten, uittungeu, Wechseln, Anweisungen und andren Geschäfts⸗Aufsätzen. von Oskar Tietze br 5 2 E a N N: f N Ses Aus 8 Se Mit genauen Regeln über Briefstyl überhaupt und jede einzelne Briefgattung insbesondere, 45, Jebrtüun einer Anweisung zur g r 2 Orthographie und Interpunktion I 3 und Verschleimung en. und einer möͤglichst vollständigen Zusammenstellung aller üblichen Titulaturen. sind, wird e en tungen n. Die un polit. get geben zeweiliget ö und Ber. un diesch Uebst einer Auswahl von Stammbuchsaufsätzen und einem Fremduörterbuch. Barbeitet von Dr. L. ftiesewetter. 30. verbesserte und vermehrte Auflage. Preis M. 1.60. 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Eintrag ins Genossenschaftsregister ist heute erfolgt. Friedberg am 15. November 1890. 5 Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Böttcher. Der Voranschlag Gemeinde Harbeum für 1891/92 liegt vom 14. No⸗ Obligatious⸗Verloosung. Heute wurde die Partialobligation Nr. 32 der Ge— meinde Kaschen, über Einhundert Gulden, zur Abtragung auf den 31. Dezember J. J. ausgeloost. Der Inhaber wolle den Kapitalbetrag derselben, zur Verfallzelt an unserer Gemeindekasse erheben, indem von da ab Zinsen nicht mehr vergütet werden. Kaschen den 12. November 1890. Großherzogliche Buͤrgermeisterel Kalchen. 4476 Weitzel. Der Voranschlag der Gemeinde Fauerbach v. d. Höhe für 1897/92 liegt vom 17. November 1890 an acht Tage lang auf unserem Büreau offen. Fauerbach v. d. Höhe den 15. November 1890. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach v. d. Hohe. 482 Winter. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Schwalhelm fur 189% 2 liegt vom 18. bis 27. November l. J. auf hlesigem Bürgermeisterel-Büreau zur Einsicht der Forensen offen. Schwalhelm am 15. November 1890. Großherzogliche Bürgermelsteret Schwalhelm. 005 mber 1890 an 8 Tage lang auf unserem Bureau offen. 400-4 Harheim den 14. November 1890. * Großherzogliche Bürgermeisterei Harheim. 5 Menges. 4489 l Hensel. A Kieler Sprotten, Fettbücklinge, Speckbückinge, Lachsforellen, Geräucherte Schellfische, Anchovis, Uralcaviar, 4487 bei Wilhelm Fertsch. Für zahlreiche CF. a. 199,10.) osfene Stellen in allen Geschäftszweigen und für jede kaufmännische Berufsthätigkeit erbittet Anmeldungen tüchtiger und gut empfohlener Bewerber der Kaufmännische Verein zu Frankfurt(Main). Gebührener- mässigung für Mitglieder von Kaufmännisch. (Vortrags-Verbands-) Vereinen. 4162 r Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung bet der Beerdigung unseres theueren Vaters, Schwlegervaters und Großvaters Jakob Simon, sowie für die ergreifende Leichenrede des Herrn Lehrer Wunsch, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank. Assenhelm dea 17. November 1890 4499 Familte R. Simon und Geschwister. Hanze Ausstallungen, ben, Zimmereinrichtungen, einzelne 6 Stuttgarter Fabrikat, bei 371 1 1 2 5 e Prima fette C von jetzt ab zu haben bei i 4472 Wickstadt. Heil& Comp. Ein Schneidergeselle Ilse wird gesucht. 4418 Bad Nauheim. J. Kolter. 4125 Wohnung, bestehend in 3 Zimmern, nebst Zubehör, gleich zu be⸗ ziehen bei C. F. Frick, Spengler. Waschbütten in jeder Größe bei 8 W. Weith, Küfer. Prima Lebkuchen zu haben bet 4401 Gg. Windisch, Hofbäcker. Ein guter Kochofen, wenig gebraucht, mit Holz und Steinkohlen heizbar, ist wegen Mangel an Raum billig zu verkaufen bei 5 Georg Krauch, Gastwirch. Rödgen.— Einige Hundert 0 Neiserbesen abzugeben. P. F. Wagner 1 e wehe G. E. Lehr Söhne, Neue Kräme 38, Frankfurt a. M., bringen aus ihrem Engros-Geschäft große Rest Parthten * Damen⸗Kleiderstoffe weit unterm Einkaufspreis zum Ausverkauf. 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Wo? sagt die Expeditton des Anzelgers. 4388 Besser als alle Mineral pastillen, zu⸗ gleich vorzügliches Erfrischungsmittel sind in ihren Wirkungen dle Apotheker Albrecht's Frankfurter Aepfelsäure- Pastillen, bestes Mittel bei Catarrh, Husten, Asthma, Verschlei— mungen zꝛc. empfohlen von vielen medieinischen Autoritäten Schachteln à 80 Pf. zu haben in der Hof-Apotheke zum Mohren in Friedberg 1539 WI. Georgi. Saalbau Friedberg. Empfehle einen guten Mittagstisch von 60 Pf. an und höher. Restauratlon zu jeder Tageszeit. Vorzüg⸗ liche Weine, gutes Bier. 3875 H. Geibel. Ein kleines freundliches Logis zu vermietben 4433 Näberes in der Exped. d. Anz. 1 Winterschuhe& Stiefel in bekannt großer Auswahl jeder Art, in guter Waare zu billigsten Preisen empfiehlt 4106 Heinr. Diehl, Usagasse. Rum, Arac, Cognac, Punsch⸗ Essenzen. Geheg Ge 5 Neuheiten Negenmänteln, Wintermänteln, Winterjaquets, 1 Kindermänteln empfehlen in reichhaltigster Auswahl J. Fürth's Erben. 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Negenschirme, Gamaschen, Handschuhe, Dänisch⸗ leder⸗-Damenhandschuhe, Neueste Loden- und Filzhüte, Größte Auswahl in Halsbinden 4495 empfiehlt C. Kalbfleisch. Harzer Kümmelkäse 4491 bei Wilhelm Fertsch. Regenschirme für Herren, Damen und Kinder in Seide, Glorsa und Zanella zu allen Preisen bei 4494 J. Keim. Meß Apparate für Petroleum und Oel empfiehlt 4497 4498 J. A. Windecker. Regenschirme, größte Auswahl bllligst bei 4483 Fritz Schmidt. Naupenleim, zur Vertilgung des Frostspanners, empfiehlt 4402 W. Bernbeck. Das von Herrn K ist versetungsbalber Förster bewohnte Logis anderweitig zu ver miethen und sogleich zu beziehen. Frau Mondigler Wwe. 4316 in der Vorstadt Westen und Wämse echte Friedrichsdorfer empfiehlt in stets frischer Prima⸗Waare zu sehr billigen Preisen Heinr. Diehl. Usagasse. 3998 Malaga, Cognac, Cacognia von Moser& van Houten, Eichelcacao, Malzextract, Kindernahrung, Hühneraugentinctur, Warzenmittel, Sämmtliche Mineralwässer in stets frischer Füllung. 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