1 1390. Donnerstag den 17. Juli.. 83. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Domerfiag und Ein — noncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. g Amtlicher Theil. treffend: Die allgemeine Bauordnung für das Großherzogthum Hessen II. Theil bearbeltet vo„ 8 a 1 5. Pfaff Rechtsanwalt in Darmstadt. eff 5 0 Friedberg den 15. Juli 1890. N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß in dem Verlage von J. Diemer in Mainz ein 2. Theil des Werkes die allgemeine Bauordnung das Großherzogthum Hessen bearbeitet von F. Pfaff in Darmstadt erschienen ist. Dieser Theil enthält die Gesetzes- und Verordnungs— Mvellen, Ministerialausschreiben, die hauptsächlichsten neueren Lokal-Baustatuten und Polizeireglements nebst einer tabellarischen Uebersicht und ehem ausführlichen Sachregister. Laut Mittheilung der Verlagsbuchhandlung beträgt der Preis pro Exemplar bis zu 1. Januar 1891: 3,50 M., 1 da an 4 Mark. 0 Dr. Braden. g reffend: Die Bezirks bauaufseherstelle zu Vilbel; bier die Uebernahme derselben durch den„; 8. pr. Bezirksbauaufseher Jungmann. Friedberg den 15. Juli 1890. . berg. 105 9. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 1 0 Wir bringen hiermit zur offentlichen Kenntniß, daß an Stelle des erkrankten Bezirksbauaufsehers Brod zu Vilbel der bisherige Kreis⸗ 5 b. Sate amts⸗Aspirant Jakob Jungmann zu Vilbel mit der vorläufigen Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Bezirkes Vilbel beauftragt worden ist. ene. Dr. Braden. ein gert Mreffend: Definitorialprüfung der Schulamtsaspiranten ze. im Herbste 1890. Friedberg den 15. Juli 1890. Die Großherzogliche Kreisschulkommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. a ö Die betreffende Prüfung soll Montag den 13. Oktober l. J., Vormittags 8 Uhr zu Darmstadt beginnen. Inge 1 Sie wollen darum diejenigen Schulamtsaspiranten bezw. Schulamtsaspirantinnen, welche sich als Verwalter und Gehülfen bezw. Ver⸗ 5 alterinnen an Ihren Schulen befinden und sich dieser Prüfung unterziehen können bezw. wollen, auf die in der Darmstädter Zeitung(ek. Nr. 191 Winde, im 12. Juli 1890, zweites Blatt) erschienene Bekanntmachung hierüber, insbesondere aber darauf aufmerksam machen, daß sie die fraglichen g 2 f Ke nebst vorgeschriebenen Anlagen bis spätestens 13. September l. J. bei uns einreichen müßten. Dr. Braden. 3 Lilbelm Peter Gottfried Schütze von Schönebeck bei Magdeburg wurde auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großherzogthum Hessen ausgewiesen. n 1 Deutsches Reich. regenten von Braunschweig sind vollständig unbe- haftete nennt sich Jacob, ist Chemiker und N Darmstadt. Sicherem Vernehmen nach gründet. Der Prinzregent befindet sich durch- beschaftigungslos; derselbe erklaͤrte bei seiner — ht es nunmehr fest, daß S. K. H. der Groß-⸗[aus wohl.— 15. Juli. Der Prinzregent von Vernehmung, er sei der Urheber zahlreicher Er— 8„nog das Doppelfest der Einweihung der neuen Braunschweig begibt sich morgen zur Kur nach findungen, womit er keine Erfolge erzielte, und f iiten und der Enthüllung des Liebig-Monu⸗ Baden bei Wien. 8 wolle mit dem Schuß nur die Aufmerksamkeit memntes, welches am 28. Jali stattfindet, mit Wiesbaden, 13. Juli. Heute reiste der der Polizei auf sich lenken. Jacob wies that⸗ Erbprinz von Meiningen von hier ab und begab sächlich nach, daß der Revolver nur mit Pulver sich direkt über Frankfurt nach Berlin. Zahl- ohne Kugeln geladen war. reiche officielle Persönlichkeiten hatten sich am Großbritannien. London, 12. Juli. n ren. saner Gegenwart verherrlichen wird. auff— Der Steuerrath Kritzlet in Michelstadt „ Ua 5 1 rurde nach Darmstadt versetzt und dem Mini⸗ ferialprotokollisten Schönberger der Charakter ass Ministerialregistrator verliehen. Berlin. Der Correspondent des„Berl. dagebl.“ erfährt, nach dem Fr. I., von kompe⸗ iter Seite, daß die Haltung des Papstes gegen⸗ er dem Dreibund seit dem Rücktritt des Fürsten kismarck eine kühlere sei. Die Vorstellungen Is Vatikans über Crispi's schärfere Handhabung s opere pie-Gesetzes sind von dem Berliner d Wiener Kabinet mit höflichem Bedauern rückgewiesen worden. Die Herstellung eines dus vivendi zu Italien werde nach dem nächsten Ponclave absolut eintreten. l f — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ erklärt, die eee verschiedener Blätter, daß der Kaiser ine Nordlandreise abgekürzt habe, weil er vom ichskanzler, unter Hinweis auf polttische Vor⸗ iage, um die Rückkehr gebeten worden sei, sei krchaus unbegründet. Das Reiseprogramm sei ganz unwesentlich geändert worden, und Rar wegen des im Anfang der Reise durch das ingünstige Wetter verursachten Zeitverlustes, nicht us politischen Gründen. — Der Afrikareisende Oskar Borchers steht einer Zuschrift an die„Nattonalztg.“ auf dem Standpunkte Wißmann's betreffs der Thätigkeit jeg Missionen in Afrika. Borchers sagt, daß ii kath. Mission durch die Art und Weise der Abeit die größten Erfolge habe. Die evange— sche Mission sollte davon lernen. Auszunehmen allein die„Neukirchner evangelische Mission“ 0 Wapokomoland, welche eine autorattve Stel— ig besitzt. Camenz(Schlesien), 14. Juli. Die wieder- lacten Gerüchte von einer Erkrankung des Prinz⸗ Bahnhofe eingefunden. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die vom Kriegsminister angemeldete Vermehrung der Friedenspräsenzstärke wird bis Herbst durch Ein— stellung von 20 Mann in jede Compagnie und jede Eskadron vollendet. Das Mehr beträgt dadurch 30,000 Mann. — Der österreichische Studentenverein hierselbst ist wegen Uebergriffe in politisches Gebiet auf— elöst. b Norwegen. Eide(Nordfiord), 14. Juli. Nach einer siebzehnstündigen Fahrt, welche zum Sognefiord hinaus, dann ein Stück an der Küste entlang, durch die Scheeren und in den Nord⸗ fiord hineinführte, traf Kaiser Wilhelm auf der „Hohenzollern“ gestern Mittag bei schönstem Wetter in Olden ein. 15. Juli. Kaiser Wilhelm wurde gestern durch das Regenwetter verhindert, einen Ausflug zu unternehmen und verblieb an Bord der„Hohenzollern.“ Heute geht abermals ein starker Regen nieder. Holland. Haag, 15. Juli. Die erste Kammer genehmigte gestern das Uebereinkommen mit Frankreich, daß der Zar Schiedsrichter in der Surinamgrenzfrage sein solle. Frankreich. Paris, 14. Juli. Die große Truppenparade anläßlich des Nationalfestes ist glaͤnzend verlaufen. Präsident Carnot wurde von dem zahlreich erschienenen Publikum lebhaft und sympathisch begrüßt. Als Carnot auf der Rückfahrt sich bis auf wenige Minuten dem Elysce genähert, schoß ein Individuum am Wege einen Revolver in die Luft ab. Der alsbald Ver— Prinz und Prinzessin Heinrich von Battenberg haben sich nach Deutschland begeben. — 15. Juli. Gladstone ist an einem Magen— leiden schwer erkrankt. 15. Juli. Das Oberhaus dritter Lesung die Helgolandbill an. Spanien. Barcelona, 15. Juli. In Mom— resa bei Barcelona ist nach dem Fr. J. ein Streik ausgebrochen. 10000 Arbeiter feiern. Die Ausdehnung des Streiks auf die Umgegend wird befürchtet. Es fand ein blutiger Zusammen— stoß zwischen Arbeitern und Militär statt. Serbien. Belgrad. Es circuliren Ge— rüchte von neuen Differenzen zwischen der Königin Natalie und den Regenten. Danach soll die Königin-Mutter von den letzteren verlangt haben, daß dieselben die Ungesetzlichkeit und Nichtigkeit der Scheidung ihrer Ehe mit dem Exkönig Milan in einer offictellen Erklärung öffentlich verkündigen. Bulgarien. Sofia. Der bulgarische Ge— sandte Dimitroff erklaͤrte in Belgrad amtlich, die Geruͤchte über eine Abdankung Ferdinand's seien grundlos. Der Prinz besitze ein so stark ausgeprägtes Ehrgefühl, daß auch nicht ein Schatten Wahrheit den Gerüchten zuzuerkennen sei. Wohl suche man den Prinzen dem Lande zu entziehen, aber der Prinz habe ihm, Dimitroff, erklärt, er werde Land und Thron so lange er lebe nicht verlassen, wenn auch drei Armeecorps in Bulgarien einrückten! Rußland. Petersburg. großen Manoͤver, zu welchen der deutsche Kaiser erwartet wird, werden zwischen Gatschina, Kraszuoje Selo, der Kuste des finischen Meerbusens und Narwa stattfinden und vom 19. bis 25. August dauern. 5 in nahm Die 5 1 5 14 1 1 0 19 1 . . 6 0 N — r——— Amerika. Washington. Der Senat ge— nehmigte den Gesetzentwurf über die staatliche Beihilfe zur amerikanischen Schifffahrt. Newyork, 15. Juli. Einer Depesche aus San Salvador zufolge ordnete die Regierung den Belagerungszustand über die Stadt an.— Aus Chile kommen fortgesetzt Berichte über blutige Unruhen im Salpeterdistrikte. Egypten. Kairo, 14. Juli. Im Sudan ist ein großer Aufstand gegen den Mahdi aus— gebrochen. Die Hilfe des Khedive von Egypten wurde durch Abgesandte erbeten. — Nach einer Meldung aus Kairo ver— nichtete der Scheik El-Senussi die Streitkräfte des Mahdi nach einem heißen Kampfe und be— setzte El Obeid. Nach Ankunft von Lebens— mitteln will der Scheik durch die Wuͤste nach Omdurman marschieren, um die Macht des Mahdi gänzlich zu vernichten. Aus Stadt und Land. C. T. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 14. Juli. Es ging derselben eine Sitzung der Einquartierungs- und Finanzeommission voraus, in welcher folgende Sätze als ergütung für Quartierleistung vereinnahmt wurden: M. 1.50 für einen Mann mit Verpflegung, M. 1. do. mit Magazinverpflegung, 50 Pf. do. ohne Verpflegung; für einen Stabsoffizier M. 1.50, für einen Offizier M. 1., für 1 Pferd(Lieferung der Urstreu einbegriffen) 20 Pf. Der Gemeinderath beschloß diese Sätze versuchsweise ein— zuführen.— Von einigen Bewohnern der Hanauer Straße wird deren Kanaltsirung in dem laufenden Wirthschafts jahr gewünscht. Hiervon sieht der Gemeinderath ab. Die Errichtung einer Gaslaterne am May'schen Hause wird beschlossen.— Auf ein Gesuch mehrerer verheiratheter Lehrer unserer Stadtschule, betreffend Erhöhung der Ent— schädigung für Wohnungsgmiethe, entscheidet sich der Ge— meinderath für Prüfung von Fall zu Fall, da eine ge setzliche Regulirung in Aussicht steht; in 3 Fällen soll die Entschädigung auf M. 300. erhöht werden.— Wegen Ueberführung der Staatsstraße vor dem Mainzer Thore in das Eigenthum der Stadt soll bei der Staatsbehörde Antrag gestellt werden; die zu übernehmende Strecke soll bis an Flur(ehemalige Stadtmauer) gehen.— Die Vorlesung der Namen von Communalsteuer Restanten aus dem 1. und 2. Vierteljahr 1889/90 gibt Anlaß, diejenigen zu bezeichnen, bei welchen Eintreibung des Steuerruͤck— stands nochmals versucht werden soll.— Auf Anfragen des Vorstands des Musikvereins wird demselben gestattet, die Vereins Singstunden bis auf Weiteres in dem über den Pferdeställen neuerbauten Saale abzuhalten. Die Bedürfnißfrage wird mit Bezug auf das Wirthschafts— Coneessionsgesuch des Bierbrauers Thomas Schmidt(vor— mals Kürschner) bejaht. Friedberg, 15. Juli. Von einem Transporte junger Schweine, die von Hannover kamen, gingen in Folge von Ueberfüllung des Wagens 18 Stück kaput, welche heute hier ausgeladen und verscharrt wurden. D. Frledberg. Wie aus dem Inseratentheil des heutigen Anzeigers zu ersehen ist, findet nächsten Sonntag ein Familienausflug des„Taunusklubs Wetterau“ statt und werden die Mitglieder und Freunde des Vereins um recht zahlreiche Betheiligung gebeten. Um 2 Uhr Nach mittags soll von dem„Dicken Thurm“ abmarschirt werden, am Ockstädter Wald schließt sich die Section Bad-Nau— heim an und von da geht es durch verschtedene schöne Wald— wege nach dem Viehtrieb. Am Fuße des Letzeren, ist ein herrlicher von prachtvollen Buchen umgebener Platz zum Lagern ausersehen, woselbst einige vergnügte Stunden verlebt werden sollen. Für Bier und Essen wird gesorgt werden, um jedoch dem liebenswürdigen Wirth einen kleinen Anhaltspunkt zu geben, wie weit er sich zu richten hat, werden die verehrten Mitglieder gebeten, in der in Umlauf gesetzten Liste die Zahl ihrer Betheiligung vor— zumerken. Freunde des Vereins wollen sich bei dem Vor— stande melden. Zum Schluß aber wollen wir mit einem fröhlichen„Frisch auf“ hoffen, daß uns der Himmel gnädig ist und unser Vorhaben wird aufs beste gelingen. k. Bad⸗ Nauheim. Von dem herrlichsten Wetter begünstigt hielt der Gesangverein Frohsinn dahter ver— gangenen Sonntag sein Waldfest ab. Eine zahlreiche Menge Festtheilnehmer hatte sich eingefunden. Nachdem durch den Knaben-Chor ein dreistimmiges Lied von Weber zum Vortrag gelangt war, ergrlff Lehrer Eichelmann, welcher in dankenswerther Weise die Festrede übernommen hatte, das Wort, um in gewählter Form, in markigen Zügen Bedeutung und Zweck des Festes darzulegen. Lebhafter Beifall lohnte den Redner. Die Gesänge der einzelnen Vereine ernteten durchweg das größte Lob. Auch die Kapelle Schellhaas wußte sich ihrer Aufgabe auf's Beste zu entledigen. Erst spät am Abend trennte man sich mit dem Bewußtsein, einen schönen Tag verlebt zu haben. d. Ober⸗Ros bach. Sonntag den 13. Juli, Nach⸗ mittags, feierte der Wetterauer Zweigverein der Gustav⸗ Adolf-Stiftung sein Jahresfest in unserem Orte. Die große, schöngeschmückte Kirche war wohlbesucht. Den Altardienst hielt der Ortsgeistliche, Pfarrverwalter Eß— linger, die kräftige, lebendig und warm die Vereins sache auf Grund von Psalm 12, Vers 6 an das Herz legende Predigt hielt Pfarrer Knab aus Bruchenbrücken. Der Vorsitzende des Wetterauer Zweigvereins, Geh. Kirchen— dankte herzlich Allen, die zum Feste halfen; der Schrift— führer, Professor Dr. Welffenbach, brachte im Rechen— schaftsberschte Interessantes und genaue Mittheilungen aus dem Vereinsleben. Die fast 29 M. betragende Colleete wurde für die böhmische Gemeinde Bohuslawitz, einem alten Pflegliag des Wetterauer Zweigvereins, bestimmt. Später fand noch eine freie Versammlung auf der prächtig gelegenen Anhöhe oberhalb Ober-Rosbachs statt. Ernste Ansprachen von Pfarrverwalter Eßlinger, Dr. Diegel, Viear Vogel und Dr. Weiffenbach, sowie erhebende Ge— sänge des Gesangvereines und der Schulkinder zu Ober⸗ Rosbach, welche letztere auch schon im Gottesdienste schön allein gesungen hatten, wurden mit Aufmerksamkeit ange⸗ hört. Die zum Verkaufe ausgebotenen Schriften fanden sämmtlich Abnehmer. Die ganze Haltung der zahlreich Versammelten, unter denen sich auch wohl viele Aus— wärtige befanden, war eine durchaus angemessene und insbesondere das Entgegenkommen der Ober-Rosbacher, deren Manche ihre Häuser geschmückt hatten, ein recht freundliches, so daß man es bedauerte, als die Abend— kühle zum Aufbruche mahnte. Man hätte gern mehr Zett zu genauerer Bekanntschaft gehabt. Möchte das Fest reichen Segen gebracht haben! b. Heldenbergen. Heldenbergen hatte am 6. und 7. d. Mts. sein schönstes Festkleid angelegt, um das 50jährige Jubiläumsfest des Gesangvereins„Euphrosyne“ zu begehen. An 20 Vereine wurden im Festorte als liebe Gäste mit einem vom Jubilarverein vorgetragenen Liede begrüßt. Von der Empfangsbühne aus, um welche sich die Festgäste gruppirt, hielt der Bundespräsident, Graf Oriola, eine zündende Ansprache an den Jubllar— verein und übergab demselben das vom Nidderthalsänger— bunde gestiftete herrliche Fahnenband mit Widmung und Diplom. Der höchst imposante Festzug bewegte sich durch alle Ortsstraßen auf den großen Festplatz, wo von der Sängerbühne herab das Festlied von den gesammten Ver— einen vorgetragen wurde. Hierauf hielt Lehrer Schar— mann, Dirigent des Jubelvereins, die Festrede und Lehrer Epplé von hier, der allein noch lebende Begründer und früherer Leiter des Vereins, trug die Entstehungs- und Entwickelungsgeschichte desselben vor, was mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Lehrer Epplé wurde von dem Vereine noch dadurch, besonders geehrt, daß man ihm einen Wagen, in welchem außer demselben noch zwei Ehrendamen Platz genommen, für den Zug zur Verfügung stellte. So gestaltete sich trotz des nichts weniger als geeigneten Wetters auf dem Festplatze unter den Klängen der Musik und dem Schalle der von den betheiligten Vereinen vorgetragenen Lieder, bald ein recht munteres, bewegtes Leben, das sich am Abende in den verschiedenen Gasthäusern fortsetzte. Der Montag war ein localer Festtag für die hiesigen Bewohner: Festzug, Festgesang, Tanz und andere Vergnügungen hielten Jung und Alt bis in die späte Nacht hinein auf dem Festplatze. Allerlei. München, 14. Juli. Gestern Morgen 3 Uhr fand auf der Station Zapfendorf bei starkem Nebel ein Zu sammenstoß zweier Güterzüge statt, deren Kreuzung wegen einer Verspätung verlegt worden war. Zwei Beamte sind leicht verletzt, drei Maschinen erheblich be— schädigt und fünf Güterwagen zertrümmert. Gegen Mittag war die Verkehrsstörung berelts wieder beseitigt. Berlin, 14. Juli. Der Dienstknecht Wilhelm Kunusch, welcher am 24. December 1889 den Kutscher Friedrich Lust in Tempelhof ermordet und beraubt bat, wurde heute früh auf dem Hofe des Strafgefängnisses zu Plötzensee hingerichtet, Berlin. Wie es heißt, sollen schon in nächster Zeit auf einem Kriegsschiff unter Leitung von Offieteren der Luftschifferabtbeilung des Eisenbahn-Regiments Ver⸗ suche mit dem Fesselballon angestellt werden. Es wird sich darum handeln, Erfahrungen darüber zu gewinnen, ob der Ballon mit Vortheil zur Rekognoseirung des Terrains auf hoher See wie an der Küste benutzt werden kann, und ob der Gebrauch desselben an Bord eines Kriegsschtffes überhaupt technisch durchführbar ist. Bremen. Die Gründung eines ersten deutschen Handelsmuseums im großen Stile in unserer Stadt ist ihrer Verwirklichung nahe. Der Senat ist der Sache sehr günstig gesinnt und der größte Theil der Bürger⸗ schaft würde der Schenkung einer Baufläche die Zu⸗ stimmung geben. Pest, 14. Juli. Beim eisernen Thor wurden durch schreckliches Unwetter mehrere Häuser weggerafft und elf Menschen durch die Fluth getödtet. Innsbruck, 14. Jull. Ganz Nord-Tirol wurde in der Nacht vom Samstag auf Sonntag von starkem Schneefall heimgesucht, so daß Innsbruck am Sonntag den Anblick eines prächtigen Winterbildes bot. Später ging der Schnee in Regen über, wodurch Hochwasser eintrat, das den Verkehr über den Brenner und durch Arlberg unmöglich machte. Auch aus Gastein und an— deren Alpengebleten wird starker Schneefall gemeldet. Mühlhausen i. E., 14. Juli. Gestern wurde an der belebtesten Stelle des sogenannten„Tannenwaldes“, des beltebtesten Spazierweges Mühlhausens, auf einer Bank die gräßlich verstümmelte Leiche eines Weincommis— stonärs von hler, mit gespaltener Stirn, das Gesicht von Messerstichen zerfetzt, aufgefunden. Metz. Das Schloß Urville bei Kurzel ist nebst den Landgütern Les Menils und Chaussy vom Kaiser an— gekauft worden. Warschau, 14. Juli. In Uclany(Gouv. Kowno) sind infolge Brandstiftung 400 Häuser niedergebrannt. rath Dr. Diegel, begrüßte kurz die Versammlung und London, 12. Juli. künstler Dalton sprang gestern von dem von Dover na Goodwin⸗Sandbänke über Bord und schwamm nach Dover zurück. Er legte die nicht ungefährliche Schwimmfahr auf dem Rücken liegend zurück. Christlania, 14. Juli. Eine heftige Erderschütterung fand kürzlich in Helsingeland statt. In Bollnäs wackelten die Häuser, daß man glauben sollte, sie würden in sich zusammenstürzen, und in Söderhamn läutete dle Feuer⸗ glocke von selbst, Thüren und Fenster sprangen auf. Noch heftiger war die Erschütterung in Langsör, wo die Mobilien in den Zimmern umhergeworfen wurden. In Linsng glaubten die Einwohner, daß der jüngste Tag gekommen sei. Die Bewegung erstreckte sich über das ganze südliche Helsingeland und das nördliche Gestrikland. Die Stöße gingen von Südost nach Nordwest. Newyork, 14. Juli. Ein furchtbarer Wirbelsturm suchte St. Paul(Minnesota) und die benachbarten Seen heim. Ein Sommerhotel wurde zerstört, dabel wurden mehrere Gäste getödtet, andere schwer verletzt. Opfer gefallen. Handel und Verkehr. Friedberg, 15. Jult. Fruchtpr. Weizen M. 22.50 19.00, Hafer M. 18.00-19.00. sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. per Pfd. M. 0.85—0.95, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. gr. 13 Pf, Grünberg, 12. Juni. Fruchtpr. Weizen M. 21.00, Korn M. 19.10, Gerste M. 00.00, Hafer M. 18.60, Erbsen M. 19.30, Wicken M. 00.00, Lein M. 00.00, Kartoffeln M. 4.70. Frankfurt, 14. Juli. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 455 Ochsen, 19 Bullen, 364 Kühen, Stteren und Rindern, 218 Kälbern, 69 Hämmeln, 280 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 69 bis 72, 2. Qual. M. 63-65, Bullen 1. Oual. M. 54 bis 56, 2. Qual. M. 50-52. Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 64-66, 2. Qual. M. 54— 58, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 63-68 Pf., 2. Qualität 53—58 Pf., Hämmel 1. Qual. 64— 66 Pf, 2. Qual. 46— 48 Pf., Schweine 1. Qual. 6566 Pf. 2. Qual. 62— 64 Pf. Frankfurt, 15. Juni. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo altes M. 6.00 6.80, neues M. 5.20 5.80, Stroh pro 100 Kilo M. 6 00 7.00, Haferstroh M. 5.00, Butter 50 Ktlo M. 80—82, Eier 100 Stück M. 4—8, Erbsen 100 Kilo M. 16—23, do. geschälte M. 2030, Linsen M. 1841, Grünekern M. 22—28, Kartoffeln das neue Kartoffeln per 50 Kilo M. 5.00— 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 14— 15, Heidelbeeren per Liter 10— 12 Pf., Rüböl(raff.) 50 Kilo M. 30. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen befinden sich zur Zett in Friedberg bei Carl Bindernagel, Buchhandlung, „ Kaufmann Gunderloch, Usagasse, „ Heinr. Flaschenträger, „ J. L. Pauly, „ Franz Stamm, „ Friedrich Streckfuß, in Nieder⸗Florstadt bei Abraham Adler, Spezerel⸗ handlung, in Nieder⸗Ros bach bei Heinrich Hellwig, in Ober⸗Rosbach bei Joh. Baider IV., Spezereih., „ Chr. Bingmann, Spezereth., in Staden bei Christian Dauch, Agent. Die Inhaber der Verkaufsstellen sind verpflichtet, die Marken, gestempelte Briefumschläge und Formulare zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Werthes zu verkaufen. ried ber essen), 15. Juli 1890. 8 b Gessen), Kalserliches Postamt. Wüst. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert, Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 19. Juli 1890. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 55 Min. Wochengottesdtenst von Sonntag den 20. Juli an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr. Mitgetheilt durch den Agenten Andreas Bach: Der Ham⸗ burger Doppelschrauben-Schnelldampfer„Columbia“, Capitän Vogelgesang, welcher am 4. Julf von Sout⸗ hampton abgegangen, ist am 11. Juli 6 Uhr Morgens wohlbehalten in New⸗Nork angekommen. Neisedauer Die Stadt Swieree, Gouvernement Minsk, ist größten⸗ theils eingeäschert. von Hamburg bis New⸗Nork 7 Tage 22 Stunden. Oceanfahrt nur 6 Tage 21 Stunden. 2865 Der amerikanlsche Schwimm, 1 Ostende fahrenden Passagterdampfer auf der Höhe der Zahlreiche Insassen von Vergnügungsbooten sind dem Sturm zum Auf dem Pepinsee schlug ein Dampfer um, wobei gegen 200 Personen umgekommen sein sollen, . bis 00.00, Korn M. 17.50— 18.00, Gerste M. 16.00 bis Alle Preise verstehen Friedberg, 16. Juli. Buttermarkt. Butter kostet 4 . Tuch. it 1„K dueste lter Schrnmben ssteattuellen beer Umänderung alter Schrauben und Keltern empfehlen zu billigen Preisen PH. MATFARTU& Co., Frankfurt a. M. Fabrik: Hanauerlandstrasse 169(am Ostbahnhof). Auftrüge nimmt entgegen Herr Wilh. Häuser in Friedberg. elisser, Hanau, und Leinwand Handlung. Große Auswahl.— Lillige Dreise. 0 In Friedberg: bei: L. an. Kümmich, agner; in Echzell: S. chen zu Heldenbergen gelöscht worden. Friedberg am 11. 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Jult, Nachmittags 2 Stein häußer. 2 211 11 Birnversteigerung. sollen 2 Bäume mit Frühbirnen an Ort und Stelle versteigert nden. Anfang am Neuthor. Friedberg den 16. Juli 1890. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Markt Verlegung. 1 Da der auf den 25. d. Mts., als am Jakobustage — her abzuhaltende Krämermarkt auf einen Freitag fällt, Juli. st derselbe ouf Montag den 28. und Dienstag 1 29. Juli d. IJs., verlegt worden n.„ Homburg v. d. H. den 15. Juli 1890. n, Bürgermeister⸗Amt. gl. Jul. A. Schleuß ner. Weil's sritdbttz dic tigkeit acht Morgen Kartoffel. WER 2 lebend. Ital. Genügel gut u. billig bezlehen will, verlange Preisliste 92 von Hans Maler la Ulm a. 0. Grosser Import Ital. Produkte, Lelun 17 7 4 N empfiehlt — Amer. Neariosselpslanzer. Zin Mann mit einem Gespann pflanzt pro Tag mit Derselbe macht auf nal folgende Arbeiten: Zieht die Furche, legt die kttwoffel ein und strescht die Furche wieder zu. 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Juli 1890. 2868 Adam Koob. n 4 858 5** 5 8 5 Ein Zapfjunge wird gesucht von Thomas Schmidt, 2877 früher Brauerei Vinzel. Verloren eine zweireihige Corallenkette. Dem redlichen Finder eine Belohnung. Abzugeben an die Exp. d. Anz. 2872 N 7 Wohnung zu vermiethen. Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und bis 15. October zu beziehen 2873 Och. Reuß, Maurermeister. n 5 Danksagung. Innigsttiefgefühlten Dank sagen wir Allen für die berzlichste Theilnahme an dem durch einen Unfall nach kurzer, schwerer Krankheit erfolgten Hinschelden unseres lieben, unvergeßlichen Gatten, Vaters, Bruders, Schwagers, Schwiegervaters und Onkels Jacob Arnold Reuling. Zugleich für die reichen Blumenspenden, die große Betheiligung, auch dem Gesang und Kriegervereine, sowie für die trostspende Grabrede des Herrn Pfarrer Hechler bel dem Begraͤbnisse herzlichen Dank. Assenheim den 14. Juli 1890. 2858 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. ——ͤͤ .... ͤ.... ——— r Mindecher's Felsenlteller in Friedberg. An jedem Donnerstag Abend von 8 Uhr an 2 Extra- Frei- Concert der verstärkten Hauskapelle. Im besonderen Vertrauen auf diese Kunstanzeige darf ich gewiß einen größeren Besuch erwarten und ladet ganz besonders dazu ein der Concert- und Gastgeber 2845 C. Kruse. Geschafts⸗Empfehlung. Dem geehrten Publikum von Friedberg und Umgegend erlaube ich mir ergebenst anzuzeigen, daß ich die an der Kaiserstraße gelegene frühere „Binzel sche Brauerei und Wirthschaft „Zum Pfälzer Hof“ Ach tungsvoll Thomas Schmidt. NB. Indem ich mich dem P. T. Publikum in Verabreichung von nur ff. Bier und reinen Weinen, kalten und warmen Speisen bestens empfohlen halte, sichere ich prompte und freund— 28 Wahlaufruf. Wir stehen unmittelbar vor den Wahlen zum 27. Landtag. die Wahlmänner gewählt. Mitbürger, wählt zu Wahlmännern national- und liberalgesinnte, unabhängige, einsichtsvolle Manner, diese werden sich leicht verständigen, die geeigneten Abgeordneten zu wählen. Der hessische Landtag besteht seit längeren Jahren in seiner überwiegenden Mehrheit aus nationalliberalgesinnten Männern. Dieselben geben durch ihre Jahre lang erprobte Thätigkeit die Gewähr ruhiger, fortschreitender Entwickelung auf allen Gebieten des bürgerlichen Lebens. Diese gedeihliche Förderung der Verhältnisse in unserem engeren Vaterland weiterzuführen, erscheint gewiß geboten. Dies muß zur möglichsten Fernhaltung extrem⸗politischer und soctaler Richtungen drängen. Noth thun uns ruhige, verständige, arbeitsfreudige Männer, welchen das Wohl des großen und engeren Vaterlandes höher, als Parteigetriebe steht! Der jüngst verabschiedete Landtag hat eine große Reihe wohlthätiger, gesetzgeberischer Arbeiten im Verein mit der Großh. Staatsregierung zu Stande gebracht, er hat eine Menge förderlicher Einrichtungen theils angeregt, theils durch seine Zustimmung ermöglicht. Wir erwähnen nur beispielsweise die Landesfeuerlöschordnung, die Brandversicherungsanstalt für Gebäude, die Ein— führung der Landescreditkasse, die Aufhebung des Gesetzes über die Wahl von Forensen u. A. Mit innerer Genugthuung gedenken wir der vielfachen Thätigkeit des Landtags und ins— besondere auf dem landwirthschaftlichen Gebiete, so namentlich aus Anlaß der landwirthschaftlichen Enquete, bei welcher Gelegenheit gerade unsere Partei auf's Entschiedenste dem Wuchergeschäft entgegengetreten ist, der Erhöhung der Staatsbeiträge zu den Schulhausbauten und der weiteren Eutwickelung der Uebernahme von Schullasten auf den Staat. Die von dem Landtag beantragte Herabsetzung der Stempel und Gebühren auf Immobilien, Inventarien und Hypotheken wird allerwärts mit Freuden begrüßt werden. Die nothwendigen erhöhten Ausgaben für die höheren Lehranstalten haben stets unsere volle Zustimmung gefunden. Die Hebung des Volksschulwesens durch bessere Besoldung der Volksschullehrer und zwar ohne Erhöhung der Beitragspflicht der Gemeinden wird dem Lande sicherlich gute Früchte tragen. Die von unserer Partei beantragte bessere Unterstützung der ländlichen Lokalgewerbvereine und Handwerkerschulen, welche in dem nächsten Staatsvoranschlage zum Ausdruck gebracht werden wird, ist geeignet, dringende Bedüͤrfnisse zu befriedigen und zur Hebung des Handwerker— standes beizutragen. Ganz besonders aber dürfen wir auf die reichen Bewilligungen des Landtags zur Erbauung der wichtigen Nebenbahnen in allen drei Provinzen des Landes mit gerechtem Stolze hinblicken und freuen uns, daß wir ein großes Feld der Segnungen des Landes durch Aufschließung seiner von Eisenbahnen noch unberührten Theile eröffnet und damit zur Befriedigung so vieler gerechten Wünsche und Beschwerden und zu einem großen Werk ausgleichender Gerechtigkeit beigetragen haben. Möge Alles zum Heile des Vaterlandes ausschlagen! An Euch, Mitbürger, geht wiederum unser Ruf, national- und liberalgesinnte, bewährte, 1 dem öffentlichen Wohl sich mit Freude hingebende Männer in den hessischen Landtag zu wählen. Der Ernst der Lage macht sich bedeutsam geltend. Der Gegner haben wir viele. Der hessische Landtag hat für das Wohl und Wehe des engeren Vater— landes seine große Bedeutung! Thue jeder Wähler seine Schuldigkeit. Darmstadt im Juli 1890. Der Landes ausschuß der nationallibtralen Partei im Großherzogthum Hessen: Dr. Osann I., Rechtsanwalt. Hamburger und Bremer Schreibsekretäre Cigarren⸗Fabriklager Fr. Wagner und Spiegelschränke empfiehlt seine Spezialmarken zu Fabrikpreisen. 27421430 bet G. M. Reuss. übernommen habe. Am 23. Juli d. J. werden 2855 Taunusclub Wetterau. 2860 Nächsten Sonntag den 20. d. Mts. findet eln Familien⸗Ausflug noch dem Viehtrieb statt. Ab T Landwirthschaftl. Kasino zu Friedberg. Sonntag den 27. Jult Familien⸗ Ausflug mit Musik nach dem Ossenheimer Wäldchen. 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