6 N. .. Dienstag den 15. Juli. 2 82. 8 1390. Oberhessischer Anzeiger. Honte Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch a 733 1; Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Diensta 1* 9 und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag— 18 N neen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von mittel auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. cher Pil—————.——————— m— n num Amtlicher Theil. reffend: Die Wahl der Einschätzungs Commissionen für die Veranlagung der Gewerbesteuer. Friedberg den 11. Juli 1890. un Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 9 Nach Art. 27 des Gesetzes vom 8. Juli 1884 hat die Regulirung der Gewerbesteuer durch eine Commission zu geschehen, welche aus J det edern besteht. m Großherzoglichen Steuercommissär als Vorsitzender und drei von dem Gemeinderath einer jeden Gemeinde auf drei Jahre gewählten Mit— Feruer sollen in jeder Gemeinde zwei Ersatzmänner gewählt werden. Indem wir Sie beauftragen diese Wahl durch den Gemeinderath binnen fünf Tagen vornehmen zu lassen und uns Abschrift des emeinderathsprotokolls umgehend vorzulegen, bemerken wir, daß zu Mitgliedern dieser Commissionen nur solche Personen gewählt werden ene kunen, welche zur Zeit der Wahl 30 Jahre alt sind und welche die passive Wahlfähigkeit als Gemeinderathsmitglied besitzen. r Zur Geschäftsförderung und Ersparung von Kosten für die Gemeinden erscheint es zweckmaͤßig, die Mitglieder der Einschätzungs— Ne ommission für die Veranlagung der Einkommen- und Kapitalrentensteuer auch als Mitglieder für rubricirte Commission zu bestimmen. treffend: Den Termin zur Einsendung der Kirchen- und Stiftungsrechnungen. 9 0 9 Dr. Braden. Friedberg den 14. Juli 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchen- und Stiftungsvorstände des Kreises. . Einem Ersuchen Großherzoglicher Ober-Rechnungskammer entsprechend, verweisen wir Sie auf unser Ausschreiben vom 20. Juni 1885, 1 5 die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, abgedruckt in Nr. 72 des Oberhessischen Anzeigers von 1890 und machen Sie hierbei auf „ Mint ser Ausschreiben vom 31. August 1881, in Nr. 105 des Oberhessischen Anzeigers von 1881 aufmecksam, wonach die Rechnungen Ende August Bekanntmachung. 75 die betr. Vorstände abzugeben und zu Ende September an die Justificatur Großherzoglicher Ober Rechnungskammer einzusenden sind. Wir erwarten, daß diese Termine pünktlich eingehalten werden. Dr. Braden. Die Maul- und Klauenseuche im Gehöfte des Großherzoglichen Bürgermeisters Häuser zu Hausen, und im Gehöfte des Balthaser Keßler Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Rritriu — 1* Langenhain ist erloschen. Friedberg den 12. Juli 1890. D555 Deutsches Reich 1 Möbel.) Darmstadt. Der Werkführer Stieler zurde zum Vorsteher der Centralwerkstätte der Wain⸗Neckarbahn, L. Leonhard zu Friedberg zum Steuerkommissariatsgehilfen eruannt. Berlin. Ein Bruder des verstorbenen Majors Barttelot, des Führers der Nachhut des Stanley'schen Zuges, Walter G. Barttelot, hat hint, K bn. 9— Glaser m die„Daily News“ ein Schreiben gerichtet, i welchem er sagt:„Stanley gibt vor, in seinem Iain uche„Im dunkelsten Theile Afrikas“ einen . 3 Kkahrheitsgetreuen Bericht über die Lage der 1 Ein Jachhut und die Maßnahmen der Officiere der⸗ ben zu geben. Sobald aber die Tagebücher d Briesschaften Major Barttelot's und Mr. imeson's veröffentlicht sind, wird man sehen, b Stanley's Vertheidigung wegen seines Be— er 11 ö mens der Nachhut gegenüber unzureichend ist. 16 Ant. üßerdem ist sie ungenau, irreführend und un⸗ —— e!“— Kapitän Casati, der Begleiter Emin 18, schas, ist in Neapel angekommen und hat sich 2 ein bet über Stanley mit außerordentlicher Schärfe Grieb, Asgesprochen. Nicht Emin verdanke Stanley die Rettung, sondern das Umgekehrte sei der Feu. Emin und Casati hätten Stanley in gerade— furchtbarer Lage gefunden, nur Dank der fe Emins konnte Stanley den Rückmarsch clsführen. Casatt beabsichtigt, über seine Erleb— 1 1. ue ein Buch herauszugeben und dann nach * A ika zurückzukehren. Kiel. Der„Reichsanzeiger“ macht bekannt: Jin Heinrich ist mit der„Irene“ aus dienst— ler Veranlassung am 8. Juli in Kiel einge— tiffen. Das Schiff geht am 12. Juli wieder u See, um zur Mansöverflotte zu stoßen. Die Zand, unlaufenden Nachrichten, welche das Eintreffen 7 d Prinzen mit der Erkrankung der Prinzessin 6 weknüpfen, beruhen auf Erfindung. c. 15 Schlangenbad. Die Exkönigin Isabella ö nl Spanien wird am 20. Juli zu einer 6wöchigen Laue* dahier eintreffen. Narlsbad, 11. Juli. Herzog Ernst von zurg-Gotha ist gestern zum Besuch des Prinzen Ferdinand von Bulgarien hier angekommen. Prinz Ferdinand war dem Herzog bis Eger in einem Separatzug entgegengefahren. Der Herzog ist zwecks Erörterung wichtiger Familienangelegen— heiten mehrere Tage hier anwesend. Straßburg, 12. Juli. Fürst Hohenlohe ist gestern von Paris hierher zurückgekehrt. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Die Kaiserin Elisabeth tritt Mitte August eine mehr— monatliche Reise nach Amerika und Afrika an. — Der serbische Gesandte verlangte die Zurücknahme des Schweineeinfuhrverbots. Pest. Der„Pester Lloyd“ hält die Nach— richt über die Zusammenkunft Caprivis, Kal— nokys und Crispis für nicht unwahrscheinlich. Salisbury wird aber bei aller Intimität Eng— lands mit den verbündeten Mächten nicht daran theinehmen. Für die Festigkeit des Bundesver— hältuisses spreche es, daß nach dem Kanzler— wechsel im April ein schriftlicher Meinungsaus— tausch genügte, um eine unveränderte Beibehal— tung der Bündnißgrundlagen festzuhalten. Heute sei daher die Zusammenkunft nur als normale, jedes Aufsehens entbehrende Erscheinung anzusehen. Schweden. Vossewangen, 12. Juli. Kaiser Wilhelm hat gestern früh die Fahrt von Eide nach Vossewangen im Kariol bei gutem Wetter zurückgelegt. Um 11 Uhr erfolgte die Ankunft in Vossewangen. Nach eingenommen Frühstück fand die Weiterfahrt nach Stahlheim statt. Das Wetter war etwas regnerisch geworden. Abends fand zu Ehren des Monarchen ein Feuerwerk statt. Heute, am 12., setzte der Kaiser die Reise zu Fuß und zu Wagen nach Gudwangen fort, wo ihn die Vacht„Hohenzollern“ erwartet hatte. Gegen 7 Uhr Abends erfolgte die Abfahrt nach Faleide. Großbritannien. London. Der erste Lord des Schatzes, Smith, läßt erklären, er beabsichtige nicht, zu demissioniren oder die Pairs würde anzunehmen. Die Gerüchte über eine bevorstehende Umbildung des Cabinets seien unbegründet. — 11. Juli. Das Oberhaus erledigte ohne Debatte die Einzelberathung der Helgoland-Bill. — 11. Juli. Der General-Postmeister empfing heute eine Deputation der Briefträger. Es ist wahrscheinlich, daß infolge des günstigen Eindruckes, den die Deligirten beim Empfange erhielten, der allgemeine Streik der Briefträger nicht ausbricht. Die Krisis ist beseitigt. Italien. Rom. Der Correspondent des „Berl. Tageblattes“ hatte ein Interview mit dem italienischen Finanzminister. Derselbe erklärte auf eine Anfrage hin, die italienischen Finanzen seien im Stande, einen Krieg eventuell auszu— halten. Ein Krieg sei jedoch wenig wahrschein— lich. Italien halte treu an dem Dreibunde fest. Der Finanzminister glaubt nicht an eine Gefähr— dung des Friedens durch den Orient, auch nicht, daß eine französisch⸗russische Allianz abgeschlossen worden sei. Der Minister meint weiter, daß das Cabinet Crispi mit großer Mehrheit aus den Wahlen hervorgehen werde. — Wie die„Opinione“ erfährt, hätte Eng⸗ land dem italienischen Cabinet die Versicherung gegeben, daß es auf seine Rechte auf Tunis gegenüber Frankreich nicht verzichte. Serbien. Belgrad. Es verlautet auf das Bestimmteste, daß die Königin Natalie Belgrad nächstens ebenfalls verlassen wird. Rumänien. Bukarest. Die rumänischen Blätter eifern sehr gegen die russischen Umtriebe und bringen sentationelle Enthüllungen. Aus Bulgarien meldet eine russische Depesche die Unzufriedenheit des Militärs wegen rückständigen Soldes. Bulgarien. Sofia. Aus Odessa wird der„Daily News“ gemeldet:„Einem hier aus Sofia eingegangenen Privat-Chiffretelegramm zufolge drückte Fürst Ferdinand vor einigen Tagen Stambuloff gegenüber seinen halbgefaßten Ent— schluß aus, unverzüglich nach Bulgarien zurück— zukehren und förmlich abzudanken. Von diesem Vorhaben wurde er nur durch die sehr nachdrück— lichen Vorstellungen des Ministers abgebracht, welcher an die Ehre und den moralischen Muth des Fuͤrsten gegen ein solches Vorhaben appel— lirte, welches, wie er bemerkte, infolge der jüngsten Ereignisse im Fürstenthum falsch gedeutet werden und sich als nachtheilig für seinen fürstlichen Ruf erweisen dürfte.“— Der„Soleil“, das Organ der Familie Orleans, fordert in einem Artikel des Chefredakteurs Herve die Abdankung Ferdi— nands von Bulgarien, andererseits sei ein euro— pätscher Krieg zu befürchten.— Der„Figaro“ meldet, der Familienrath des Hauses Coburg sei einstimmig für die Abdankung des Prinzen Ferdinand.— Der Karlsbader Correspondent des„N. W. Tgbl.“ ist von competentester Seite ermächtigt, die Nachricht von der Abdankung des Prinzen Ferdinand zu dementiren. Herzog Ernst von Coburg⸗Gotha ist heute Morgen von Karls— bad abgereist. Amerika. Newyork. Einer Meldung aus Vokohama zufolge hat der König von Korea die Hilfe des amerikanischen Geschwaders angerufen. Die Seesoldaten und Matrosen desselben besetzten darauf das königliche Palais. Die Amerikaner nahmen von Korea Besitz. Die Regierung erklart, sie sei über diesen Vorfall ohne amtliche Nach- richten. Washington, 12. Juli. Das Repräsentanten— haus hat die Silber-Vorlage in der Fassung der Conferenz⸗Commission mit 120 gegen 90 Stimmen angenommen. Mexiko. Die Zustände in San Salvador sind anarchistischer Natur. General Czeta hält die Hauptstadt mit einer Truppe von Bewaffneten besetzt. Banden von Anhängern der verschiedenen Prätendenten durchziehen das Land. Es haben bereits mehrere kleine Gefechte stattgefunden. Buenos-Aires. Depeschen von hier melden den Ausbruch einer Revolution in Argentinien. Aus Stadt und Land. f. Friedberg. Wir müssen mit einigen wenigen Worten auf die„a. Friedberg, 7. Juli“⸗Besprechung des Kirchen Coneertes in Nr. 80 d. Anz. zurückkommen. In derselben wird allen Mitwirkenden, einen ausgenommen, uneingeschränktes Lob gespendet und wir wollen nichts gegen das selbe einwenden. Nur dem Orgelspieler, Dr. Stoll— brock, wird die Sympathie versagt und kein Wort der Anerkennung gezollt. Damit nicht der Schein entstehe, als ob der Kritiker im Sinne Aller oder vielleicht auch nur der Mehrzahl der Hörer rede, erklärten wir aus— drücklich— wir wissen, daß viele ebenso denken— daß uns und unseren Freunden das Spiel des Dr. Stollbrock einen tiefen und bedeutenden Eindruck hinterlassen hat, und daß besonders das Andante con moto von Herzog und Töpfers Concertstück uns gepackt, auch Rheinberger's schwierige Sonate in Fis-dur unsere Bewunderung erregt haben. Möge immerhin der verehrte Gast— wir rechnen uns nicht zu den Musikverständigen im engeren Sinn— sich in der Wahl der Stücke vergriffen haben, so dient hier seine ungenügende Kenntniß der akustischen und der Orgel⸗Verhältnisse in der Stadtkirche zu seiner Entschul digung. Jedenfalls aber können solche lokalen Mängel und auch etwaige Mißgriffe des Spielers selbst in der Wahl seiner Stücke nicht das reichlich verdkente Lob, daß wir in Dr. Stollbrock einen hervorragend tüchtigen und geschulten Orgelspieler vor uns haben, schmälern. Auch soll einem Herrn, der in so liebenswürdiger Bereltwillig— keit eine schöne und gute Sache unterstuͤtzt hat, der herz liche Dank vieler seiner Hörer hier ausgesprochen werden. Friedberg. Der landwirthschaftliche Provinzial— verein zählte Ende 1889 sechs Bezirksvereine mit insge— sammt 1412 Mitgliedern gegen 1380 Mitglieder zu Be— ginn des Vereinsjahres 1889. Im Laufe des Jahres fanden 2 Hauptversammlungen und 6 Ausschußsitzungen statt. ½ der Vereins beiträge wurden mit insgesammt 1989 Mk. 87 Pfg. auf die Bezirksvereine verwendet. Die Aachen⸗Münchener Feuerversicherungsgesellschaft leis— tete 1230 Mk., die theils(720 Mk.) dem Provinzial— verein, theils(480 Mk.) den Bezirksvereinen zuflossen. bd. Bad Nauheim. In der letzten Woche sind 549 Fremde angekommen, im Ganzen jetzt 4652. D. Rodheim v. d. H. Am vergangenen Sonntag fand das angekündigte Stiftungsfest unserer freiwilligen Feuerwehr statt und nahm dasselbe einen glänzenden Verlauf. Früh Morgens ertönte der Weckruf und als— bald rüstete sich Jedermann, um die von auswärts ein— treffenden Gäfte zu empfangen. Zuerst traf eine Abtheilung der Frledberger Feuerwehr in der Stärke von ca. 80 Mann mit Musik ein und zog mit klingendem Splel durch die Straßen des Orts nach dem Absteigequartter. Alsbald erschienen auch die Wehren von Rockenberg, Assenheim, Ober⸗Rosbach, Kirtorf und Nieder-Eschbach in stattlicher Zahl und fand nach deren Begrüßung die Uebung der Rodheimer Feuerwehr statt. Nach einem mllitärksch aus— geführten Fußexereleren und einer Fahrübung zog sich die Feuerwehr zurück um durch Alarmsignal zum Sturm- angriff gerufen zu werden. Die gestellte Aufgabe wurde exaet gelöst und zeigte es sich hierbei, daß der Komman— dant, Schreinermetster Holl, selne Mannschaft so zu schulen wußte, daß sie auch in geringer Zahl bei richtiger Ver— thellung der Kräfte recht tüchtiges zu leisten im Stande war. Dle Buüͤrgerschaft Rodhelms darf auf die Leistung ihrer Feuerwehr stolz sein. Nach dem Festessen bewegte sich der stattliche Feuerwehrzug durch die mit Kränzen, Gutrlanden und Fahnen reich geschmückten Straßen des Orts nach dem Festplatze. Dort eingetroffen entwickelte sich alsbald ein fröhliches Treiben. Ansprachen wechselten mit den Musikvorträgen der Festmusik und denen der Friedberger Feuerwehrkapelle, welch letztere wesentlich zum Gelingen des Festes beitrug und nur zu rasch kam die Stunde in der die auswärtigen Kameraden wleder scheiden mußten. Sollte unser Fest die Anregung dazu gewesen sein, daß auch die der Feuerwehrsache noch fernstehenden Einwohner unseres Orts und der Nachbarorte sich für diese humane Angelegenheit mehr interessiren, dann würde uns der schöne Verlauf unseres Stiftungsfestes doppelte Befriedigung gewähren. Hungen, 10. Jult. Allgemeines Aufsehen erregte in hiesiger Stadt die plötzliche Verhaftung des Gasthaus— besitzers K. Derselbe, ein schon älterer Mann, wurde wegen Vergehens im Sinne des Paragraphen 176,3 gestern nach langer Vernehmung verhaftet und heute Morgen in das Untersuchungsgefängniß nach Gießen verbracht. Gießen, 11. Juli. Bei der gestrigen Untiversitäts— stiftungsfeier wurden, wie alljährlich, die Urtheile der einzelnen Fakultäten über eingereichte Preisarbeiten be— kannt gegeben. Die von der theologischen Fakultät ge— stellte Preisaufgabe fand keinen Bearbeiter. Preise er— hlelten die Arbeiten von stud. jur. R. Heß aus Gießen, stud. jur. C. Pusch aus Darmstadt, stud hist. C. Ebel aus Gießen, cand. med. H Hahn aus Gießen und stud. math. H. Schnell aus Mommenheim. Mainz. Das hiesige Kreisamt warnt vor der als Gehelmmittel vielfach angepriesenen sogenannten Warner's Safe Cure Dies Geheimmittel bestehe nach der amtlichen Analyse aus einem mit Wintergrünöl aromatisirten Auf— guß der Blätter des Leberblümchens, in welchem Salpeter, Glycerin und Alkohol in ganz geringer Concentration und verhältnißmäßig sehr kleiner Menge enthalten seien. Da nun Warner's Safe Cure gegen alle Leiden der Nieren-, Leber- und Harnorgane empfohlen werde, so sei das Mittel gegen die genannten Leiden als gänzlich wirkungslos und, weil die Zuziehung des Arztes verzögernd, als ein die Heilung im höchsten Grad gefährdendes Geheimmittel zu bezeichnen. Allerlei. Düsseldorf, 7. Juli. Heute wurde die Leiche eines zwölfjährigen Mädchens aus dem Nachbardorfe Flehe mit durchschnittenem Halse und aufgeschlitztem Unterleibe in einem Kornfeld bei Düsseldorf aufgefunden, nach welcher Stadt die Ermordete nach der Apotheke geschickt worden war. Es ist ein Lustmord festgestellt worden. Ludwigs lust, 7. Juli. Der Pferdehändler Bäthke von hier wurde heute im hiesigen Kanal ermordet aufge— funden. Jedenfalls hat man es mit einem Raubmord zu thun, da die Baarschaft im Betrage von 240 Mark, welche der Ermordete nachgewiesenermaßen bei sich trug, bei der Leiche nicht vorgefunden wurde. Rom. In der Provinz Palermo wurde der Bürger— meister von Cacama verhaftet, weil er verdächtig ist, Mitglied einer Räuberbande zu sein. Bozen, 13. Juli. Infolge eines zweitägigen hef— tigen Regens ist die Etsch mit ihren Nebenflüssen bedeutend gestiegen Bet Branzoll hat ein Dammbruch stattgefunden; das Wasser fließt gegen Auer; die Eisenbahnverbindung ist unterbrochen. Bel Atzwang ist die Brücke fortgerissen. Konstantinopel, 12. Juli. Heute brach in einem Bauholzdepot in Stambul ein großes Feuer aus, welches andere Depots und 900 Häuser der Umgebung in Flammen setzte. Bei Abgang der Depesche war das Feuer infolge des heftigen Windes noch nicht bewältigt. Belgrad, 9. Jult. Aus dem Innern des Landes werden zahlreiche Brandstiftungen gemeldet. Gestern brannte das Maschinenhaus am Bahnhofe zu Nisch nieder. Die ärarischen Magazine in Pirot, Poscharewatz und Nisch sind ebenfalls angezündet worden Newyork, 9. Juli. Bet Norris Basing in Wyoming sprudelte gestern ein Geyser aus der Erde hervor. Wasser, Dampf und Steine wurden 125 Fuß hoch geschleudert. In der Gegend wurden zu gleicher Zeit unbedeutende Erderschütterungen verspürt. Newyork, 13 Juli. In Dartmouth(Neuschottland) stürzte eine Landungsbrücke ein, auf welcher Tausende einen neuen Dampfer erwarteten. 700 Personen, meist Frauen und Kinder, fielen ins Wasser. Bombay, 10. Juli. Die Stadt Muscat wurde von einem Wirbelsturm heimgesucht, welcher große Ueber⸗ schwemmungen veranlaßte. Stebenhundert Personen sind ertrunken, viele Häuser eingestürzt. Algter. Aus Oran war gemeldet worden, daß seit einigen Tagen die Heuschrecken sich der Wüste zuwendeten. In Wirklichkeit ist die dortige Lage eine überaus trostlose. Die Heuschrecken treten zur Zeit in größerer Zahl als jemals früher auf und verheeren das ganze Land. Truppen sind erbeten worden, um den Ansiedlern bei der Rettung dessen, was noch von der Getreide- und Weinernte übrig geblieben ist, zu helfen. Handel und Verkehr. Friedberg, 12. Juli. Buttermarkt. Butter kostet ver Pfd. M. 0.85 0.95, Eier 1 St. 7 Pf., 2 St. gr. 13 Pf. Butzbach, 12. Julti. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90— 0.00, Käse per Pfund 45— 46 Pf., Eier 1 Stück 6 Pfg. kostete: Butter per Pfd. M. 0.85— 0.90, Eier 1 St. bis 6 Pfg., Käse per St. 5— 7 Pfg., Hühner per St. M. 0.90— 1.30, Hahnen per Stück M. 0.70— 1.20, Ochsenfleisch per Pfund 68—72 Pf., Kuh- und Rindfleisch 60—62 Pf., Schweinefleisch 60- 70 Pf., Hammelfleisch 50 bis 68 Pf., Kalbfleisch 5260 Pf. Gießen. Auf dem am 8. und 9. d. M. dahler ab⸗ gehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben 1 Pferd und 843 Stück Rindvileh. Bei lebhaftem Handel fand der Markt für Käufer und Verkäufer einen befriedigenden Abschluß. Nächster Markt Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. d. M., am letzteren Tage auch Krämermarkt. Frankfurt, 11. Juni. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 4.30 6.80, Stroh pro 100 Kilo M. 5 00 bis 6.60, Haferstroh M. 4.80, Butter 50 Kilo M. 80 bis 82, Eter 100 Stück M. 4—8, Erbsen 100 Kilo M. 16— 23, do. geschälte M. 20— 30, Linsen M. 18—4ʃ, Grünekern M. 22— 28, Kartoffeln das Malter M. 4.20 bis 5.00, neue Kartoffeln per 50 Kilo M. 5 00— 6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 14— 15, Heidelbeeren per Liter 10—12 Pf., Rüböl(raff) 50 Kilo M. 30, Frankfurt, 12. Juli. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 14— 16 Pf., do. geschälte 1617 Pf., fritschz Erbsen per Pfund 12— 15 Pf., Linsen 15— 25 Pf., weiße Bohnen 1620 Pf., Butter per Pfd. M. 0 90— 1.45, Eier das Stück 4—8 Pf., Blumenkohl hiesiger 40—80 Pf., do. kleiner franz. 00— 00 Pf., franz. Romainsalat 6— 20 Pf., neue grüne Zwiebeln das Päckchen 3 Pf., neue gelbe Zwiebeln per Pfund 14— 16 Pf., Zwiebeln das Gescheid 35— 40 Pf., per Ctr. M. 11—12., Carotten das Päckchen 10— 15 Pf., Rettig schwarze das Stück 4—5 Pf., do. weiße 8— 10 Pf., hiesiger Kopfsalat 3 bis 4 Pf., französischer Sellerie 40— 50 Pf., Gurken per Stück 10— 20 Pf., Kohlrabi per Stück 3— 4 Pf., neue Malteser Kartoffeln per Pfund 14— 16 Pf., neue ital. Kartoffeln per Pfund 12 Pf., frische Bohnen per Pfund 30—50 Pf., frische Erbsen(Kernerbsen) 10— 12 Pf., Wirsing 12— 20 Pf., neues Weißkraut 20— 30 Pf., neues Rothkraut 30— 50 Pf., Heidelbeeren per Liter 10 bis 12 Pf. Verloosungen. Kurhessische 40 Thaler-Loose von 1845. Gewinn-Ztehung vom 1. Juli 1890.— Heimzahlung am 2. Januar 1891. Nr. 47460 à 96,000 M., Nr. 121854 à 24,000 M., Nr. 37770 à 12,000 M., Nr. 166414 a 6000 M., Nr. 29427 89323 à 4500 M., Nr. 37760 113888 141702 à 3000 M., Nr. 3536 63646 74104 156511 160044 à 1200 M., Nr. 27567 32086 35948 38947 72453 98506 112964 119280 142985 160911 a 600 M., Nr. 2131 6582 18550 33592 34551 41888 42510 53648 54628 65529 79512 96514 104912 112578 112599 120437 131382 135604 163683 163923 à 420 M., Nr. 4956 4970 6597 10721 16275 17865 20546 22239 26737 27571 29446 30917 31301 31302 32040 32909 32924 34561 35712 35717 35725 36199 37004 37027 37036 38028 40942 41009 42513 46955 47459 49555 50271 41865 91155 59361 59370 65339 65537 68238 6949 71724 73027 74101 81708 81717 82686 82700 83964 88440 89122 90442 93333 103808 104660 106265 106272 109055 109069 109071 109075 111035 112013 112066 114988 115268 115269 115701 116826 117064 118576 118584 118593 119379 119397 119398 119907 120427 121342 121860 121872 122271 125556 129070 129330 129803 129814 133231 136535 137087 137156 139704 140116 140/20 141234 141714 142776 142780 151624 152511 158889 160535 160542 162641 164269 164884 à 300 M. Auf alle übrigen in den am 1. Dez. 1889 und 1. Juni 1890 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 255 M. Ansbach Gunzenhausener 7 fl. Loose von 1857. Gewinn ⸗Zilehung am 16. Juni 1890.— Heimzahlung am 15. Dezember 1890. Serie 446 Nr. 44 fl. 12,000, S. 4099 N. 23 fl. 2000, S. 456 N. 21 fl. 500, S. 467 N. 47, S. 1208 N. 36, S. 1757 N. 43, S. 3516 N. 37, S. 3944 N. 30 à fl. 100, S. 170 N. 40, S. 456 N. 19, S. 698 N. 40, S. 1040 N. 38, S. 2071 N. 37, S. 2129 N. 44, S. 2739 N. 6, S. 3770 N. 30, S. 4459 N. 15, S. 4683 N. 50 à fl. 50, S. 162 N. 16, S. 170 N. 1 10 30, S. 467 N. 39, S. 1470 N. 30, S. 1678 N. 9 46, S. 2129 N. 25 42 43, S. 2498 N. 19, S. 2659 N. 12 28, S. 2792 N. 47, S. 2973 N. 4, S. 3184 N. 29, S. 3516 N. 10, S. 3944 N. 18 d fl. 30, S. 170 N. 13, S. 413 N. 36, S. 698 N. 1 47, S. 1040 N. 29, S. 1208 N. 20 21, S. 1470 N. 25, S. 1490 N. 43, S. 1650 N. 6 38, S. 1678 N. 20, S. 1723 N. 33 S. 1757 N. 47, S. 2071 N. 24, S. 2129 N. 24 30 S. 2498 N. 24, S. 2644 N. 22, S. 2739 N. 2, S. 2792 N. 15 27, S. 3449 N. 26 33, S. 3516 N. 28, S. 3770 N. 12 33 50, S. 3858 N. 25, S. 4683 N. 37, S. 4828 N. 31, S. 4905 N. 20 à fl. 20. Auf alle übrigen in den am 16. Mal 1890 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je fl. 10. Hamburger 100 M.⸗Beo⸗Loose vom Jahre 1846. Ziehung am 1. Juli 1890. Gezogene Serien: Nr. 19 21 26 51 134 138 174 248 272 327 331 340 375 464 474 483 509 520 585 594 702 707 750 751 757 788 901 915 948 1010 1036 1047 1126 1139 1240 1251 1275 1287 1293 1331 1338 1400 1429 1481 1533 1555 1556 1656 1675 1684 1697 1765 1775 1777 1830 1887 1901. Die Prämien⸗Ziehung findet am 1. September statt. Stadtkirchenbau⸗Verein. Im Monat Juni bis Juli l. J. gingen für dieselben ein und werden mit herzlichen Danke beschelnigt: 4 M. Loewoch Gießen, 12. Jult. Auf dem heutigen Wochenmarkt 0 Wasog Oeöh ton I Pnnnerse Außkr seltag d Oewöh Nil! Ii Keress. cherten Roß lic off at, im bun; dam nen and Dee au 0 dune im dale! it Un (2 fü — Hllioschen. uche im Monat Mai noch in 2 Gehöften mit 4 Stück * e Amtsgerichtsdiener Dreher, Zeugengebühren von N.; 1 M. von Ungenannt; 27 M. 20 Pf. durch pofessor Dr. Weiffenbach, Erlös für verkaufte Exemplare Rasch'schen Beschretibung der Stadtkirche 1 Rate; 0 M. durch Professor Dr. Koͤstlin von den Angehörigen Nutter und Bruder) des verstorbenen Premierlieutenants cker dahier und 3 M. von Fräulein E. S. Um weitere iben wird freundlichst gebeten. Friedberg den 10. Juli 1890. Der Vorsitzende: .. Weiffenbach. f Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. 1 Opernhaus. semble Gastspiel der Münchener Mitglieder des königl. taters am Gärtnerplatz, unter Leitung des k. bayer. Hofschauspielers Max Hofpauer. enstag den 15.: Die Zwiderwurzen. Außer Abonn. OGewoöͤbnl. Preise. ittwoch den 16.: Der Pfarrer von Kirchfeld. Abonn. Gewöhnl. Preise. 6 onnerstag den 17.: Der Protzenbauer vom Tegernsee. 95 Außer Abonn. Gewöbnl. Preise. geitag den 18.: Pfarrer von Kirchfeld. 9 Gewöhnl. Preise. bamstag den 19.: Vorletzte Vorstellung der Münchener. Zum letzten Male: Hans im Glück. Außer. Abonn. Stwöhnl. Preise. Fonntag den 20.: Abschledsvorstellung der Münchener Der Protzenbauer von Tegernsee. Außer Abonn. Gewöhnl. Preise. Das Vorkommen von Viehseuchen im a Großherzogthum Hessen währenn des Monats Mai 1890. Milzbrand wurde in Dorn-Assenheim und Griedel, Kreise Friedberg, am 2. bezw. 6. Mai bei je einem perten Rinde festgestellt. Rotz: Wegen Verdachts der Ansteckung wurden unter lizetliche Beobachtung gestellt: 3 Pferde eines Besitzers 1 Offenbach und je 3 Pferde bei 2 Besitzern in Seligen— dt, im Kreise Offenbach. Lungenseuche wurde am 12 Mai im Schlachthause Darmstadt bei! geschlachteten Ochsen festgestellt, welcher teinem Transport von 21 Stück Mastochsen aus der legend von Magdeburg gekommen war. Die Maul- und Klauenseuche in Gernsheim, bes Oroß⸗Gerau, in Pfungstadt und Eberstadt, Kreis Diarmstadt, und in Vendersheim, Kreis Oppenhelm, ist In Bischofsheim, Kreis Groß-Gerau, ist die Der Rechner: Heidt. — 2 Außer Außer Abonn. fndvieh und 3 Schweinen und in Stockstadt, in dem ben Kreise, in 1 Gehöfte mit 7 Stück Rindvieh und Schweinen aufgetreten und alsdann in beiden Orten tloschen. In Reinheim, Kreis Dieburg, wurden im mufe des Monats Mai 5 Gehöfte mit 35 Rindviehstücken, Ziegen und 30 Schweinen und in Rohrbach, Kreis Müdingen, 4 Gehöfte mit 22 Rindviebstücken, 2 Ziegen und 12 Schweinen verseucht. Die Seuche wurde fest⸗ gestellt in Bürgel, Kreis Offenbach, am 5. Mal in 1 Ge— hoͤfte mit 7 Stück Rindvieh, am 13. Mat in Wallern⸗ hausen, Kreis Bübingen, in 2 Gehöften mit 12 Stück Rindvieh und 8 Schweinen, am 15. Mah in Unterschmitten, Kreis Büdingen, in 1 Gehöfte mit 3 Rindern und 2 Schweinen, am 16. Mal in Nidda, Kreis Büdingen, in 4 Gehöften mit 9 Rindern, 1 Zlege und 5 Schweinen, am 16. Mal auf einer Mühle bei Eschenrod, Kreis Schotten, in 1 Gehöfte mit 10 Rindoiehstücken und 2 Schweinen und in Götzen, in demselben Kreise, seitdem in 10 Gehoͤften mit 70 Rindviehstücken, 2 Ziegen und 27 Schweinen, ferner seit 17. Mat in Bensheim, in 13 Gehoͤften mit 23 Rindviehstücken, 8 Ziegen und 14 Schweinen, seit 21. Mal in Nieder- Modau, Kreis Dieburg, in 6 Gehoͤften mit 22 Rindviebstücken, 4 Ziegen und 20 Schweinen, seit 23. März in Ulfa, Kreis Schotten, in 4 Gehöften mit 17 Rindern und 10 Schweinen, seits 22 24. Mat in Brandau, in demselben Kreise, in 2 Gehöften mit 6 Stück Rindvieh, 4 Schafen, 2 Ziegen und 8 Schweinen, seit 27. Mai in Holzhausen, Kreis Friedberg, in 3 Gehöften mit 3 Rindern und 5 Schweinen und in Helpershain, Kreis Schotten, in 9 Gehöften mit 51 Rindern, 1 Ziege und 16 Schweinen, am 28. Mat in Ober Erlen⸗ bach, im Kreise Friedberg, in 1 Gehöfte mit 3 Rindern und 3 Schweinen, an demselben Tage in Ober-Beer bach, Kreis Bensheim, in 1 Gehöfte mit 2 Rindern, 2 Ziegen und 2 Schweinen und in Traisa, Kreis Darmstadt, in 1 Gehöfte mit 14 Rindvpiehstücken und 4 Schweinen, am 29. Mal in Roßdorf, Kreis Darmstadt, in 1 Gehöfte mit 9 Rindviehstücken und 5 Schweinen und am 31. Mai in Ulrichstein, Kreis Schotten, in 1 Gehöfte mit 8 Stück Rindvieh. Der W unter dem Rindvieh in Stangenrod, Kreis Gießen, in Bönstadt, Kreis Friedberg, in Laubach, Götzen und Betzenrod, Kreis Schotten, und in Uetzhausen, Kreis Lauterbach, ist erloschen. In Blofeld, Kreis Büdingen, und Steinberg, Kreis Schotten, herrscht die Seuche fort. Festgestellt wurde dieselbe in Kaichen, Kreis Friedberg, am 4., in Arheilgen, Kreis Darmstadt, am 19., in Esselborn und Planig, Kreis Alzey, am 20. bezw. 29., in Bellersheim und Steinheim, Kreis Gießen, am 24. und in Grüningen, in demselben Kreise, am 29. Mai. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kretses Alsfeld: Arnshain, Liederbach, und Niever⸗ Gemünden, und in den Orten des Kreises Büdingen: Gelnhaar, Bergheim und Usenborn. Dem Handarbeiter Johannes Tobias Von der Lehr 1 Sohn. Dem Maurer Otto Metzger 1 Sohn. Dem Maler Wilbelm Frstz Gustav Grasealck 1 Tochter. Dem Zimmermann Heinrich Langsdorf 1 Sohn. Dem Metzger Moses Appel 1 Sohn. Dem Kaufmann Wilhelm Valentin Fertsch 1 Sohn. Dem Spengler Emil Wilhelm Klein 1 Sohn. Dem Kaufmann Leopold Oppenheimer 1 Sohn. Dem Verwalter Friedrich Wilhelm Adolf Künstler 1 Sohn. Dem Fabrikarbeiter Georg Aloys Kuhn 1 Sohn. Dem Maurer Georg Heinrich Johann Wagner 1 Tochter Dem Gerber Michael Kassel 1 Sohn. Dem Seifensieder Franz Joseph Custor 1 Sohn. Dem Schuhmacher Georg Kniß 1 Tochter. Dem Lehrer Heinrich Ehrmann 1 Sohn— Dem Spengler Friedrich Streuber 1 Sohn. Dem Landwirth Johann Wilhelm Staub 1 Sohn. Gestorben: Christine Therese Charlotte Werker, Tochter des Buchhalters Hermann Wilb. Karl Werker, 5 Jahre alt. Sophie Volp, geb. Weiß, 65 Jahre alt. Maria König, Tochter des Großh. Gerichts⸗ vollztehers Karl König, 4 Jahre alt. Elin Söhnchen des Zimmermanns Heinrich Langsdorf, 3 Tage alt. 14. Anna Sophta Maria Grasenick, Tochter des Malers Wilhelm Fritz Gustav Grasenick, 6 Tage alt. 16. Peter Martin, 59 Jabre alt. 22. i Constantin Merkl, 49 Jahre alt. 28. Elisabetha Leißner, geb Erbes, 48 Jahre alt. Lee und Halbtuche für 1 und Knaben garaatirt solid u wasch Männer acht u 62 Pf. pr. Keter bis M. 3.75 versenden direkt jedes beliebige Quantum Buxkin Fabrik Depot Oettinger& Co., Frankfurt a MH. Muster Collekttonen umgebend franed 2086 Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: Der Kaufmann Karl August Reitz zu Skole in Oesterreich mit Anna Margaretha Elisabetha Böhm zu Friedberg. 28. Der Braumeister Michael Lechner zu Fried berg mit Friedericke Anna Fuchs zu 1 2 1. Juni. holzhausen. Geboren: 29. Mal. Dem Schreiner Chrtistian Schmidt 1 Sohn. Geld- Cours. Frankfurt am 12. Juli 1890. Geber M. Pf. 20Frankenstücke„ do. ni Dolls i e,, 4. 20 Dünen 9. 54 , 9. 60 Englische Sovereign.. 20. 38 Russische Imperiales 3 Nehmer. Bekanntmachung. In unserm Firmenregister ist heute die Firma„Jacob geob“ zu Heldenbergen gelöscht worden. Frledberg am 10. Jult 1890. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Bötticher. Bekanntmachung. Kaspar Karl Thomas zu Assenheim betreibt daselbst m ter der Firma Carl Thomas seit dem 1. Januar 1875 ein Geschäft mit Spezerel, und Kurzwaaren. Eintrag 8 Firmenregister ist heute erfolgt. Friedberg am 11. Juli 1890. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Bötticher. Chemische Fabrik, Bad⸗Nauheim. Die nachstebend verzeichneten Grundstücke des Fabri haten Eugen Semler zu Bad Nauheim werden Samstag in 19. Juli l. J., Vormittags um 10 Uhr, in zen Nathhause dahser zwangsweise öffentlich meistbietend 1 nämlich: 8 N Gemarkung Bad⸗Nauheim: ur VI Nr. 273= 1830 qm Hofraithe(Fabrik) am Helligenstock, „ VI„ 278= 1877 qm Acker daselbst. Der Brandkassenwerth der Gebäude beläuft sich auf IE. 50930. Die Grundstücke liegen nahe bei Uder Z atlon und sind mit der Bahn durch ein Gelelse ver⸗ umden. Bad⸗Nauheim den 9. Juli 1890. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Wörner. Ankauf eines Faselochsen. Die Gemeinde Ossenheim beabsichtigt einen 1½ bis ejährigen Bullen(Berner Race) anzukaufen. Refleetirende Besitzer solcher Thlerxe wollen ihre Offerten seldigst portofrei an unterzeichnete Stelle gelangen lassen. Ossenheilm den 12. Juli 1890. Großherzogliche Bürgermeisteret Ossenheim. Kel A7 ler. —* Holzversteigerung. Mittwoch den 16. Juli 1890, Nachmittags 1 Uhr, kommen im Freiherrlich von Löw'schen Walde zu Stein— surth, Distrikt„Sauerbornswald und Södlerberg“: 10225 Eichen Schäl- und Reiserwellen, 295 Eichen⸗Derbstangen zur Versteigerung. Anfang im Sauerbornswald. Steinfurth am 11. Juli 1890. Freiherrlich von Löw'sche Renteiverwaltung. 2833 Huber. Zwangs ⸗Versteigerung. Mittwoch den 16. Juli, Nachmittags 5 Uhr beginnend, versteigere ich im Hofe der Knabenschule zu Vilbel mehrere Pferde, Kuͤhe, 1 Schwein, 1 Feder und 1 Oeko— nomiewagen, sowie Hausmobilien durch alle Rubriken gegen Baarzahlung. Herget, 2846 Kreisbote zu Vilbel. Arbeits⸗Vergebung. Die an hlesiger Kirche und dem Thurm nothwendigen Reparaturarbeiten, nebst Matertallteferungen sollen im Submissionswege vergeben werden. Angebote sind bis zum 25. Juli d. J. einschließlich schriftlich auf hliesiger Bürgermelsteret einzureichen, woselbst auch die Bedingungen und Arbeitsbeschresbungen zur Einsicht offen liegen. Die Arbeiten sind veranschlagt: Schreinerarbeit zu M. 131.40, Spenglerarbeit„„ 21.60, Zimmerarbeit 20. Weißbinderarbelt„„ 113.50, Dachdeckerarbeit„„ 355.—. Ober ⸗Eschbach den 11. Juli 1890. A.: Fritzel, Burgermeister. Eine Wohnung gleicher Erde zu vermlethen und sofort beziehbar. Auch kann eine Werkstätte mit Schuppen und Hofraum dazu gegeben werden. 2851 Christian Hef. 2888 Pf. bei sämmtlichen Ochsenmetzgern in Friedberg und Bad⸗ Ochsenfleisch 72 Nauheim. 2853 Wilhelm Schmidt. Geräumige Wohnung mit allem Zubehör, sowie Stallungen und Lagerräumen per 1. Oclober zu vermiethen. Leopold Arnstein, 2834 Usagasse 365 Tür mein Eisen⸗ und Colonialwaaren Geschäft suche 5 ich einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen jungen Mann als Lehrling zum sofortigen Eintritt Laubach in Oberhessen. 2886 Otto Steller. Ein tüchtiger Waguergeselle kann sofort eintreten beiWagnermeister W. G. 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Juli ab⸗ gestellt werden und zwar von Nachmittags 2 bis 5 Uhr. Friedberg den 14. Juli 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg, 2850 Steinhäußer. Volks- Bildungsverein. Aus der Bibliothek, die sowohl unterhaltende, wie belehrende Schriften umfasst, können Mittwochs zwischen 1 u. 2 Uhr im Lesezimmer von Jedermann Bücher unent- geltlieh entliehen werden. Ein Verzeichniss der Bücher befindet sich im Lese- 152 Zur Nachricht. An dite Kriegervereine im Bezirk Friedberg und Um— gegend: Der jüngere Verein Stammheim führt den Namen Krieger⸗ und Soldaten Verein Stammheim, Dieses um die Adressen nicht zu verwechseln. 2831 Der Vorstand. Schürzen in großer Aus wabl frisch einge⸗ troffen bei J. Keim. 2837 Saalbau Friedberg. Empfehle einen guten Mittagstisch von 60 Pf. an und höher. Restauratlon zu jeder Tageszeit. Vorzüg⸗ 2773 H. Geibel. Neue Grünkerne bel Wilhelm Fertsch. Neue holl. Vollhäringe 2844 empfiehlt J. A. Windecker. 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