7 1 1 * 1890. Dienstag den 13. Mai. * 56. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 noncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. In Gemaͤßheit der Instruction vom 30 acht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Friedberg den 5. Mai 1890. Jahren aus dem Großherzogthum Hessen aus Konrad Eichenauer von Rödges(Kreis Erledigt. er⸗Exlen bach. Unerledigte frühere Ausschreiben. Rein Friedberg den 6. Mat 1890. Die Ausschreiben gegen Bernhard Amtlicher Theil. Bekanntmachung. August 1887 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Kenutniß gebracht, 190 sich mit einem Ausschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Haf gewiesen. Gießen) tn in den Gemeinden des Kreises Friedberg untersagt. Hußlein von hard Schäfer von Alsfeld. daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat April er M. 9.25, Heu M. 3.40, Stroh M. 3.95. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Jakob Winkel aus Metenbach, Kreis Dielenbach, wurde auf Grund des§ 3 Absatz 2 des Freizügigkeits⸗Gesetzes auf die Dauer von wurde auf die Dauer von 3 Jahren unter Polizeiaufsicht gestellt und ihm der Aufent⸗ Landshut, durch Gendarm Freund in Mainz; Paul Seickel von Harbach, durch Gendarm Scheer in Der Großherzogliche Amtsanwalt. Krämer. Deutsches Reich Friedberg, 10. Mal. Heute Nachmittag Uhr kam S. K. H. der Großherzog und J. Gr. H. H. die Prinzessinnen Victoria und x, nebst den Kindern der ersteren, Prinzessinnen Liz und Victoria von Battenberg, mit Extrazug her an, an der Bahn empfangen von Kreisrath Ir. Braden, Major Winter, Amtmann Wallau ud Bürgermeister Steinhäußer. Zum Empfang n Großh. Schlosse hatten sich die Spitzen der dehörden eingefunden, im Schloßhofe hatte sich dir Kriegerverein aufgestellt. Im Gefolge der Werhöchsten Herrschaften befanden sich Freiin n Grancy, Frl. von Fabrice, Oberhofmar— call von Westerweller, Oberstallmeister Freih. Jordeck zur Rabenau und Flügeladjudant Hauptm. zreih. Röder von Diersburg. Die Allerhöchsten an wurden allenthalben mit lebhaften sochrufen begrüßt, die Stadt hatte überreich eflaggt. Ueberall gab sich die lebhafte Freude erkennen, den geliebten Landesherrn auf lngere Zeit in unseren Mauern zu wissen. 1. Mai. S. K. H. der Großherzog und hrinzessin Victoria fuhren heute 9 Uhr zur bahn, um J. J. K. H. H. den Prinzen und die Jrinzessin Heinrich von Preußen abzuholen, die zit dem Kasseler Schnellzuge von Berlin ein⸗ unfen. Um 1 Uhr kam Ihre Majestät die daiserin Friedrich nebst den Prinzessinnen Toͤchtern „n Homburg zum Besuch. Um 2 Uhr fand iafel statt, zu der Kreis rath Dr. Braden, Major Einter und Bürgermeister Steinhaußer geladen zaren, und bei welcher die Musik des 116. Regts. „n Gießen concertirte. Um 5 Uhr fuhr Ihre Wajestät die Kaiserin Friedrich nebst Prinzes⸗ sunen Töchtern wieder nach Homburg zurück. 2. K. H. der Großherzog machte mit gesammter Lerhöchsten Familie eine Spazierfahrt nach ad⸗Nauheim.— 12. Mai. Heute früh 8 Uhr ihr S. K. H. der Großherzog nach Bad⸗Nau⸗ m, um im Badehaus daselbst einige Anord⸗ ungen zu treffen; um 10 Uhr machten die ilerhöchsten Herrschaften eine Spazierfahrt; um % Uhr begab sich S. K. H. Prinz Heinrich st Gemahlin zum Besuche Ihrer Mafestaͤt der kiserin Friedrich nach Homburg. Am 6. Mat kam im Preußischen 10 5 5 die„Petition des Bürgermeisters teinhäußer zu Friedberg und Genossen, gertreter Großherzoglich hessischer Gemeinden, che bitten, von der für den Bau einer ihn von Hanau nach Friedberg vom greußischen Staate geforderten Entschaͤdigung — Privatunternehmern das Gelände zu verschaffen. Abstand zu nehmen“ zur Sprache. Der Bericht: erstatter Martins beantragt, über diese Petition zur Tagesordnung überzugehen“. Hierauf er- greift Ur. Miquel das Wort und führte aus: „Meine Herren, wenn man den Satz ausspricht: Quid- quid delirant reges plectuntur achivi, so empfindet man unwillkürlich ein gewisses Mitleid mit den achivi, und ich rufe dies Mitgefühl, dies Billigkeitsgefühl des Herrenhauses an, indem ich mich gegen den Antrag der Commission und für die Petitton, wenigstens für den Sinn derselben ausspreche. Der vorliegende Fall ist ein extraordinärer. Preußen führte 1866 Krieg mit Hessen. Es kommt ein Friedensvertrag; in diesen Frie⸗ densvertrag wird aufgenommen, daß Hessen sich ver⸗ pflichtet, einen Bahnbau zu gestatten, der den hessischen Interessen nicht entsprach, vielmehr den hessischen Bahnen wohl erheblichen Abbruch that, einen Bahnbau zwtschen Friedberg und Hanau, um dadurch eine große direkte Verbindung zwischen Ost- und Westdeutschland, nament⸗ lich mit Bayern herzustellen. Hessen hatte damals ein Gesetz, welches es selbst später als unbrauchbar und un— billig wieder aufhob, in welchem, wie zu Gunsten von Privatunternehmern, die Bestimmung aufgenommen war, daß bei Konzessionen eines Eisenbahnbaues an Private die Gemeinden verpflichtet sein sollen, zu einem bestimmten Preis, erheblich unter dem wirklichen Werth, dtesen In diesem Staatsvertrag, dem Friedensvertrag zwischen Preußen und Hessen, wird nun die Anwendbarkeit dieses Gesetzes auf die Bahn Friedberg Hanau ausgesprochen, welches nach der ursprünglichen Intentlon desselben sonst wohl keine Anwendung gefunden hätte. Die Bahn wird gebaut, und zwar bereits vor länger als 12 Jahren; es wird aber nicht verfahren nach Maßgabe der Be— stimmungen des fraglichen hessischen Gesetzes bei der g Expropriatton. Die hessischen Gemeinden protesttren sogar gegenüber den preußischen Beamten, welche die Bahn bauten, gegen die Anwendung des fraglichen Ge— setzes und die preußtschen Beamten— so berichten mir sämmtliche Bürgermeister— sagen: das Gesetz wird ja doch nicht angewandt, das sind wir in Preußen nicht gewohnt; sorgt nur dafür, daß wir das Texraln billig bekommen. In Folge dessen strengen sich die Gemeinden aufs äußerste an— und solche Gemeindevertretungen haben ja darauf einen sehr bedeutenden Einfluß— und die Besitzer geben ihr Terrain, wie die Gemeinden be haupten, außerordentlich billig her. So ist alle Welt zufrieden. Jetzt auf einmal, nach den langen Jahren, nachdem kaum Jemand mehr an das alte hessische Gesetz denkt, kommt auf einmal die preußische Staatsregierung und sagt: In dem Staatsvertrag ist die Anwendbarkeit dieses Gesetzes vorgesehen, wir haben mehr bezahlt, als wir nach dem Gesetz hätten zu bezahlen brauchen, wir fordern nunmehr diese Differenz. Das ist doch wirklich ein auffallendes Vorgehen. Nimmt man dies zusammen mit den Gerüchten, die ich ja nicht kontroltren kann und will, daß erhebliche Meinungsverschtedenheiten zwischen dem Preußischen Staat und dem Großherzogthum Hessen wegen Elsenbahnfragen gegenwartig bestehen, so komme ich unwillkürlich auf den lateinischen Satz, den ich von Anfang an ausgesprochen habe. Diese Gemeinden von Oberhessen, die Welteraugemeinden, sind überhaupt auf den Preußlschen Staat lhüsofern sehr angewlesen wegen aller ihrer Verkehrs verhältnisse, well Oberhessen fast sind, ganz von Preußen umschlossen ist. Ich selbst in meiner Eigenschaft als Frankfurter habe an dem Wohlergehen dieser Wetterau von Oberhessen das größte Interesse. Ich wünsche im Interesse derselben, daß die Verkehrs⸗ verbindungen von diesem Bezirk nicht durch eine ein⸗ seitige Politik um Frankfurt herum geleitet werden, ich wünsche dringend, daß der Friedensvertrag auch auf dem Eisenbahngebiet geschlossen und in dieser Beziehung von der anderen Seite Entgegenkommen gezeigt wird. Ich will nach der Richtung hin unserer Staatsregierung in keiner Weise entgegentreten; aber ich meine, wir, die wir doch nicht direkt an diesen Verhandlungen interessirt wir könnten doch die Billigkeit, aequitas unter den geschilderten Verhältnissen in höherem Grade walten lassen, als das vielleicht die Staatsregierung inmitten dieser jetzt schwebenden Verhandlungen aus formellen Gründen zu thun in der Lage war. Daß hier die Rechtsfrage vielleicht zum Vortheil Preußens entschieden werden würde, halte ich auch für sehr möglich. Aber sicher bin ich doch noch nicht, und ich kenne sehr tüchtige Rechtsanwälte, die der Meinung sind, daß nach der Geschichte, die ich vorhin erzählt habe, die Frage, ob Preußen in diesem Prozeß siegreich sein würde, doch noch sehr zweifelhaft ist. Um so weniger hätten wir vielleicht Veranlassung, auf dem äußeren Schein, wie die Gemeinden sich ausdrücken, zu bestehen, und sollten eine nochmalige Erwägung der Regierung anheimgeben. Meine Herren, ich bin allerdings der Ansicht, daß es sehr an⸗ gezeigt wäre, daß, wenn den Gemeinden geholfen werden soll, dies nicht allein auf Kosten des Preußischen Staates, sondern doch unter Coneurrenz derjenigen Staatsregierung geschieht, die diesen Staatsvertrag geschlossen und den Gemeinden diese Lasten auferlegt hat, für eine Bahn, die rein durchgehender Natur ist, das Gelände und die kostbaren Gemarkungen in der Wetterau durchschneidet und die nicht im wesentlichen Interesse der Gemeinden selbst liegt und ich würde daher der Meinung sein, es wäre eigentlich das Richtige, wenn wir, statt über die Petition zur Tages-Ordnung überzugehen, beschließen wollten, dieselbe der Königlichen Staatsregierung zur wohlwollenden Erwägung zu überweisen und dieselbe insbesondere aufzufordern, wegen einer Erleichterung der betreffenden Gemeinden mit der Großherzoglich hes— sischen Staatsregterung in Verhandlung zu treten; damit präjudiziren wir ja unserer Staatsregierung noch durch— aus nicht; wir geben aber doch zu erkennen, daß wir als ein großer Staat und als die führende Macht in Deutschland nicht bloß unseren eigenen Unterthanen, sondern auch den übrigen Reichs angehörigen in einem Falle entgegenkommen wollen, wo preußische Interessen allerdings bei Anlegung der Eisenbahn in hervorragender Weise in Betracht gekommen sind, und daß wir wenigstens unsererselts alles thun wollen, um etwaige bittere Er innerungen aus der Zeit des Jahres 1866 zu verwischen.“ Hierauf entgegnete der Regierungscommissär: „Die Königliche Staatsregierung mußte bel der Beur⸗ tbellung des vorliegenden Falles davon ausgehen, daß die rechtliche Verpflichtung der Gemeinden zur Leistung der vollen von ihnen geforderten Beiträge unfraglich feststeht. Das Großherzoglich hessische Gesez vom Jahre 1867, welches nicht etwa lediglich Privatunternebmern besondere Vergünstigungen gewahrt, sondern das darin bezeichnete Vorzugsrecht in erster Linte für den Staat selbst statuirt, ist allerdings später durch das Gesetz von 1874 wieder aufgehoben worden. In dlesem letzteren ist aber die aus— drückliche Bestimmung enthalten, daß das alte Gesetz fort— dauernde Gültigkeit behalten soll für solche Bahnen, auf welche es beretts für anwendbar erklärt ist oder in der Zukunft in Folge bereits eingegangener Verpflichtungen für anwendbar erklärt werden würde. Die Großberzoglich hessische Regierung hat demnächst im Jahre 1878 durch amtliche Bekanntmachung ausdrücklich das Gesetz von 1867 auch auf die Bahn von Hanau nach Friedberg für an⸗ wendbar erklärt. Die Rechtsfrage dürfte hiernach nicht zweifelhaft sein. Noch während des Baues der Bahn ist die hessische Regierung mit dem Ersuchen an die preu— ßische Staatsregterung derangetreten, zu Gunsten der be theiligten Gemeinden aus Billigkeitsrücksichten einen Nach⸗ laß an der ihr nach dem Gesetze von 1867 zustehenden Forderung eintreten zu lassen. Diesem Ersuchen ist nach erfolgter Feststellung der Grunderwerbskosten bereitwilligst entsprochen, indem die Königliche Staatsregierung auf Grund einer zu diesem Behufe erbetenen Allerhoͤchsten Ermächtigung sich bereit erklärte, die fragliche Angelegen— heit nach Maßgabe der von der Großherzoglich hessischen Regierung gemachten Vorschläge im Wege des Vergleiches der Erledigung zuzuführen. Nunmehr erklärten aber die Gemeinden, daß sie eine Verpflichtung überhaupt nicht anerkennten und daher auch nicht auf einen Ver gleich eingeben könnten. Unter diesen Umständen blieb allerdings nichts weiter übrig, als die Sache im Rechts- wege zum Austrage zu bringen. Der Einwand der Ge meinden, daß von den Betheiligten, namentlich auch von Verwaltungsbebörden, stets angenommen sei, das Gesetz von 1857 habe hier nicht zur Anwendung zu kommen, findet in den thatsächlichen Verbältnissen keine Begründung. Im Gegentbeil baben die Behörden, welche den Grund. erwerb zu besorgen hatten, sich mit besonderer Vorsicht die Beachtung der Vorschriften jenes Gesetzes angelegen sein lassen, weil ibnen bekannt geworden war/ daß die Gemeinden sonst später aus der Nichtbeachtung derselben zu ihren Gunsten Einwendungen berzuleiten beabsichtigten. Die Königliche Staatsregierung hat nach Lage der Sache den Rücksichten der Billigkeit in entgegenkommendster Weise Rechnung getragen; sie würde weitere Zugeständnisse kaum machen können, zumal das, was ste geboten hat, dem; jenignen entspricht, was die Großberzoglich bessische Re gierung seinerzeit selbst für angemessen erachtet bat. Die Königliche Staatsregierung ist dagegen noch heute bereit, zu einem vergleichsweisen Austrage der Sache auf der vorhm angedeuteten Grundlage die Hand zu bieten.“ Vicepräsident von Rochow stellte nunmehr den Antrag Miquel zur Abstimmung:„Das Herren— haus wolle beschließen: die Petition Nr. 5 der Königlichen Staats regierung zur wohlwollenden Erwägung zu überweisen und insbesondere wegen einer Er leichterung der betreffenden Gemeinden mit der Großberzoglich hessischen Staatsregierung in Verhandlung zu treten.“ Dieser Antrag wird hierauf angenommen und der Antrag der Commission abgelehnt. Darmstadt. Den pratischen Aerzten Dr. Groͤdel und Dr. Abée in Bad⸗Nauheim wurde der Charakter als„Medicinalrath“ verliehen, der Kreisbau aufseher⸗Aspirant Hilpert aus Darmstadt zum Straßenmeister ernannt, der Gerichtsvollzieher Kaiser zu Mainz auf Nachsuchen in den Ruhe— stand versetzt, den Rechtsanwälten Baist und Dr. Reatz in Gießen, sowie dem Rechtsanwalt Dr. Weber in Offenbach der Charakter als „Justizrath“ verliehen. Berlin. Der Kaiser wird am 14. Mai in Königsberg eintreffen und daselbst am(5. und 16. verweilen. Das für den Kaiser von der Stadt in Aussicht genommene Festmahl ist auf den 16. angesetzt. Im Laufe desselben Nach mittags wird der Kaiser sich nach Schlobitten zur Rebpüßsche begeben. Von dort aus soll die Rückreise am 22 Mai erfolgen. Die Kaiserin geht erst nach Ems und dann nach Rügen. Der Kronprinz von Italien wird am 7. oder 8. Juni hier erwartet. 2 9. Mat. Reichstag. Zum Präsidenten des Reichs⸗ tags wurde wieder von Lewetzow gewählt. Der Antrag Auer auf; Einstellung des schwebenden Strafverfahrens gegen die Abgg. Kunert und Schippel wird angenommen; ebenso wird in erster und zweiter Lesung die Ergänzungs⸗ vorlage für eine Gebührenordnung für Zeugen und Sach— verständige angenommen. Bei Berathung der Vorlage, betreffend die Gewerbegerichte, erklärt Bachem das Einverständniß des Centrums mit den Grundsätzen der Vorlage Tutzauer spricht gegen die Vorlage Mayer wünscht einen juristisch gebildeten Vorsitzenden, sowie Erweiterung des Wahlrechts, die Ausdehnung desselben auf Frauen, endlich Beseitigung der Anwälte. Miquel befürwortet den Ausschluß der Anwälte, Versagung der Berufung bis zu einer hohen Werthgrenze des Streit— objekts. Staatssecretär v. Bötticher tritt für die Vor; lage ein, welche die Arbeiterbewegung in ruhiges Fahr- wasser bringen, die Ruhe der Bevölkerung und die Wohl- fahrt des Reiches fördern werde. Die Gefahren, welche man in der Bestätigung des Vorsitzenden erblicke, würden überschätzt. Schließlich wird die Vorlage einer Com- mission von 21 Mitgliedern überwiesen. — 9. Mai. Beim Empfang des Reichs— tagspräsidiums unterhielt sich der Kaiser mit den rungen schränkt seien. Lehranstalten, scher Schüler. welchen Schulanstalten zu versagen. drängt, auf dem Mitgliedern desselben und wies dabei auf die Wichtigkeit der Militärvorlage hin, deren Forde⸗ lediglich auf dringende Bedürfnisse be— — 9. Mai. Herrenhaus. Graf Pfeil motivirt bei der Berathung des Cultusetats seinen Antrag auf Beseitigung der Uebelstände an den höheren entstehend aus der Ueberzahl jüdi— Er erblickt darin eine sociale Der Cultusminister bezeichnet es als den Juden den Zutritt zu irgend Die Nation würde dadurch in eine Entwickelung hineinge— die zum Auseinanderfallen, nicht zum Zusammenschluß führte. Man möge die Frage unterrichtstechnischen Gebiete belassen, nicht allgemeine politische Forderungen stellen. Das Haus nahm den Pfeil'schen Antrag, welcher Gefahr. unmöglich, von Oberbürgermeister Dr. Miquel bekämpft, von Kleist-Retzow und Schulenburg befürwortet wurde, an. — Ein neues Weißbuch über Ostafrika führt den Titel„Aufstand in Ostafrika“ und enthält 14 Actenstücke. Es sind 12 Berichte des Majors Wißmann, welche am 27. Dez. 1889 beginnen (Gefangennahme und Hinrichtung Buschiris) und sich bis zum 7. Kilwa) erstrecken. — 10. Mai. Die Sperrgeldervorlage ist nach dem Fr. J. in der gestrigen Commissions— sitzung des Abgeordnetenhauses gescheitert, da die Nationalliberalen, weil sich das Centrum ablehnend verhält, gleichfalls dagegen stimmten. Friedrichs ruhe. Fürst Bismatck ist, dem „Hamb. Korr.“ zufolge, fleißig mit der Sichtung seiner jabrelang aufbewahrten Briefschaften be— schäftigt. Es ist dies keine leichte Arbeit, da sich mit der Zeit eine außerordentlich große Menge derartiger Papiere angesammelt hat. Man spricht von 16 großen Kisten, welche mit Briefen gefüllt sein sollen. Der Fürst hat augenblicklich noch nicht die Hälfte dieser Papiere durchgesehen, trotzdem er jeden Tag bei der Arbeit ist. Das nicht für aufbewahrungswerth Befundene wird sofort den Flammen übergeben. Barmen, 9. Mai. Die Besitzer fast saͤmmt— licher Riementische sind infolge der mißlichen Lage des Riemendrehergewerbes zu einer Ver⸗ einigung zusammengetreten und verpflichteten sich bei einer hohen Conventionalstrafe vom 19. Mai ab nicht mehr unter bestimmten Minimallöhnen zu arbeiten. Greiz, 10. Mai. 2000 Teptilarbeiter haben heute die Arbeit niedergelegt. Mai 1890(Einnahme von Ausland. Oesterreich- Ungarn. Wien. Aus Böhmen kommen Nachrichten über blutige Arbeiter— ezcesse in Iserthal. — Die rücksichtslose Entschiedenheit, mit welcher die bulgarische Regierung in der Anklage gegen Major Panitza die Theilnahme russischer Diplomaten und Agenten an den staatsverräthe— rischen Umtrieben hervorhebt, wird hier, wie das Fr. I schreibt, vielfach commentirt. Im Uebrigen werden Zweifel daran laut, daß Panitza im Ernst auf die russischen Vorschläge eingegangen sei. Frankreich. Paris, 9. Mai. Aus Kotonu wird gemeldet, daß der König von Dahomey Geiseln gegen gefangene Dahomeyer auswechselte. Der Kreuzer„Roland“ ist mit einer Abtheilung Senegalschützen vor Kotonu eingetroffen. Großbritannien. London. Am Schlusse seines Vortrages in der geographischen Gesell— schaft am letzten Montag führte Stanley an, daß er Tausende von Quadratmeilen für England erworben habe.„Es ist eine Thatsache,“ schreibt der Londoner Berichterstatter des„Manchester Guardian“,„daß Stanley auf seinem ganzen Zuge vom Albert-See Verträge abgeschlossen hat und diese Verträge sich jetzt im britischen Auswärtigen Amte befinden. Lord Salisbury wird ohne Zweifel Stanley's Vorgehen unter— stützen und so alle Möglichkeit, daß Deutschland nach Norden über die britische Sphäre hinaus vordringt, abschneiden.“ Spanien. Madrid, 9. Mai. Die Streiks ** in Barcelona und Valencia sind beinahe be Die Streikenden nahmen größtentheils die Arb wieder auf, einige Fabriken sind jedoch no geschlossen. Der Streik dauert in Corunna u Aleoy fort und nahm in Antequera ab. — 10. Mai. Im Senat wurde ein könig liches Decret verlesen, nach welchem dem Gener Daban der Rest seiner Festungsstrafe erlassen Belgien. Brüssel, 14. Mai. Der„Ind pendance belge“ zufolge legte in der gestrig Sitzung der Anti⸗Sklaverei Conferenz der belgisch Generalsekretär des bermont, einen Antrag vor, betreffend die d vision der Bestimmungen der Generalacte de Conferenz vom Jahre 1885, durch welche für da Congo-Bassin vollständige Handelsfreiheit festge setzt wurde. Nach dem vorgelegten Antrag soll diejenigen Staaten, welche Ländergebiete im Cong Bassin besitzen, ermächtigt sein, von allen eing führten Waaren Werthzölle zu erheben. 7 Bevollmächtigten Englands unterstützten den trag sehr warm. Die Bevollmächtigten Deutsh lands, Italiens, Frankreichs und Portugals acc tirten den Antrag zwar im Princip, behielt jedoch ihren Regierungen alle und jede Ci scheidung vor. a Großbritanien. London. Zeit in Berlin geführten Verhandlungen zwischen Deutschland und England über die Abgrenzuc der beiderseitigen Juteressensphären in Centre afrika ist augenblicklich eine Pause eingetreten angeblich, weil die Forderungen Deutschlands dig Gegenstand der Berathung des englischen sterraths bilden werden. Amerika. Chicago. zufolge, lebenslänglichem Kerker verurtheilten Mod Cronin's entdeckt. Bei den Gefangenen fand ma und Feilen; der Hauptwärter des Gefängusssl( war bestochen. Die Entdeckung soll durch d Hauskaplan gemacht worden sein, der bemerkt, daß die verurtheilten Verbrecher etwas unn dem Wams trugen. Die Gefangenen wu in andere Zellen eingesperrt und sind unge, setzt aufs Strengste bewacht. Afrika. Sansibar. Von hier kommt de Meldung, der König Mwanga von Uganda f durch Araber wieder vertrieben worden. Allerlei. Berlin, 8. Mal. In der seit Montag den 28. Ai währenden Verhandlung vor der dritten Strafkammer 50 Landgerichts 1 gegen die Marinelieferanten Warn ebe aus Bremen und Lax aus Minden und mehrere Beau der Marineverwaltung wegen Bestechung, gegen den erden auch wegen Urkundenfälschung und Betrugs, beantragte beute der Vertreter der Staatsanwaltschaft gegen en Geheimen expedirenden Sekretär Haspelmath drei Ja t Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen den Kaul mann Warnebold vier Jahre Gefängniß und vier Ja Ehrverlust, gegen den Kaufmann Laz sechs Monate, geil den Werftverwaltungssekretär Lübky vier Monate us gegen den Obermeister Grabowski zwei Wochen Gefängas Berlin. Zur Grundstelnlegung der Augusta⸗ Gedi ch nißkirche im Invalidenpark ist dem Vernehmen nach wn Kalser und der Kaiserin der 11. Junt d. J. ausersehe Berlin. Der„Reichsanzeiger“ schreibt: Gegen d Hagelversicherungs⸗Gesellschaft„Germania“ in Berlin will wegen vorgekommener Unregelmäßigkeiten nächstens d Verfahren der Coneesstonsentztehung eingeleitet werd Es erscheint wünschenswerth, daß dies öffentlich bekan werde, da in der Presse fortwährend Ankündigungen scheinen, welche die Landwirthe zum Beitritt zu di Gesellschaft auffordern. 1 Lübeck, 9. Mal. Bei Eutin wurde eine weill, Leiche gefunden. Der„Lübecker Zeitung“ zufolge i Dame die Tochter des Oeconomieraths Petersen in Eu Vermif Die Leiche wurde auf freiem Felde gefunden. lich liegt ein Lustmord vor. Newyork, 9. Mal. Das Armen“ und Irrenhil bel Norwich(Newyork) wurde gestern Abend durch ersbrunst zerstört. Dreizehn Personen, darunter ö Idioten, sind verbrannt. Handel und Verkehr. Friedberg, 10. Mai. Buttermarkt. Butter Kol per Pfund M. 1.05 1.20 Eier 1 St. 5 Pf. 2 St. gr. 115 Frankfurt, 10. Mai. Wochenmarkt. Erbsen ga per Pfd. 14— 18 Pf., do. geschälte 16—20 Pf., fei französische Erbsen per Pfund 50 bis 60 Pf., Ui 15-25 Pf., weiße Bohnen 16 20 Pf., gelbe Kartoffeln Gescheld 14—16 Pf., rothe Kartoffeln per Gescheld bis 14 Pf., Mäuschenkartoffeln per Gescheld 20—25 per 50 Kilo M. 12, Butter per Pfd. M. 1.20—1. Eter das Stück 4—8 Pf., Blumenkohl kleiner u 7 1 N Auswärtigen, Baron Lan In den zu 1 Mi Es wurde, dem Fr. 1 18 hier ein Anschlag zur Befreiung der e en 10 Die Mauer. nöst!! In le namhafte Geldbeträge in Banknoten, Revolrg] un Df spfort Abrig hier 151 a 0 w 9 ft 1 f 20 0 1 auf 1 jede 3* per Stück 60— 80 Pf., ital. 50— 60 Pf., . Kopfsalat 14-18 Pf., Sellerieköpfe 15— 25 Pf., snainsalat per Stück 00 bis 00 Pf., franz. Romain“ 70—80 Pf., Zwiebeln das Gescheld 35—40 Pf., tr. M. 1416, Carotten das Päckchen 20— 25 Pf., e Rüben die Portion 15—20 Pf., rothe Rüben — 20 Pf., Radieschen 2—0 Pf. das Päckchen, Rettig arze das Stück 12— 14 Pf., weiße das Päckchen 15 Pf., biesiger Kopfsalat 3— 10 Pf., Schwarz, zel 50—70 Pf., franz. Sellerte 40—50 Pfg., frische Spargel 40— 60 Pf., Lattigsalat 10— 00 Pf., ken per St. M. 0,50— 0.70, Koblrabi per Stück 20 Nr. 10430 14103 14778 14860 14950“ 1000 M. Nr. 19 à 5000 fl., a 2000 fl., S. 362 Nr. 2 S. 478 N. 16, S. 616 N. 37, 10728 10799 10902 13537 13599 13993 Oesterrelchtsche Kredit fl. 100⸗Loose von 1868. Serien- nnd Gewinn Ziehung vom 1. Mai 1890. Heim⸗ zahlung am 2. November 1890, 478 488 531 616 1068 1392 1417 1656 1778 2258 2764 2846 3298 3595 3853 3874 3914. Nr. 95 à 150 000 fl., Ser. 3874 Nr Serlen z Nr. 362 473 Gewinne. Ser. 3853 30 à 30,000 fl. 362 Nr. 59 à 15,000 fl., S. 478 Nr. 92, S. 3853 S. 478 Nr. 34, 2258 Nr. 77 2, S. 1392 Nr. 38 a 1500 fl, S. 1392 N. 76, S. 3595 SD D. S Mittwoch den 14: Don Carlos. Gewöhnl. Prelse. Donnerstag den 15.: Ehre. Gewöhnl. Preise. Freitag den 16. Kreuzelschreiber. Gewöhnl. Preise. Samstag den 17.: Jonathan. Gewöhnl Preise. Sonntag den 18. Nachmittags 3½ Uhr: Die Ehre. Kleine Preilse. Abends 7 Ubr: Jonathan. Gew. Preise. Montag den 19.: Fedora. Gewöbnl. Preise Kirchliche Anzeigen für Friedberg Katholische Gemeinde. Mittwoch Nachmittag von 5 Uhr an Beicht Donnerstag Morgen 6 Uhr: Beicht; 5/7 Uhr: Aus⸗ 25 Pf., franz. Zuckerschoten per Pfd. 70 80 Pf., N. 95 à 1000 fl, S. 362 N. 14 27 38 45 52 99, S. 473 thetlung der heil. Communton e ital. Kartoffeln per Pfund 15 Pf. N. 59, S. 478 N. 37, S. 488 N. 93, S. 531 N. 81, 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 3 S. 616 N. 22 44 52 87, S. 1068 N. 16 68, S. 1392] Nachmittag 2 Ubr: Vesper. Berloosungen. N. 2 44, S. 1417 N. 53 93, S. 2764 N. 78, S. 2846 Abend 7 Uhr: Maiandacht mit Segen. Hessische Ludwigs⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft, N. 43, S. 3298 N. 7 12 49 54 86, S. 3595 N. 233—— a torltäts Obligat. Zlebung vom 1. Mat 1890, 46 73 80, S. 3853 N. 45, S. 3914 N. 33 69 81 4 400 fl.] Sommerstoffe und Halbtuche für Heimzahlung der Obligatlonen 4A und B am 1. Juli] Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und dW und Knaben garautirt solid eu wasch— und jene unter C am 1. August 1890. A. Vom hier nicht gufgeführten Nummern entfällt der geringste Männer icht a 62 Pf. pr. Meter bis M. 3.75 7 n von 863 Nr. 104 258 306 353 Gewinn von je 200 fl. versenden direkt jedes beliebige Quantum Buxkin 5 665 671 705 756 927 963 1005 1228 1235 7 Fabrik Depot e Co. f 18 1372 1495 1541 1585 1644 1826 19812123 2339 Repertoir⸗Entwurf 3 r 5 2791 2826 2848 2970 3025 3200 3313 3384 3470 der vereinigten Stadt-Theater in Frankfurt.— 9 3611 3686 3691 3705 3723 3726 3802 8825 4045 Oper nous. Geld- Cours. 7158 4468 4519 4551 4796 4810 4953 5040 5082 Dienstag den 13.: Tannhäuser. Gewöhnl. Preise Frankfurt am 10. Mal 1890 1 539 5338 5462 5475 5713 5773 5804 58515951] Mittwoch den 14.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. g 3 9 Geber Neh 6368 576 6647 68% 6931 69647553 7821 7933 Gasparone. Hlerauf: Die Puppenfee. Außer Abonn. M. Pf 2 Pf. e 8164 8231 8393 8397 8501 8700 8985 à« 600 M.] Donnerstag den 15: Die Jüdin. Gewöbnl. Preise. 20⸗Frankenstücke 16 22 16 18 i be Lem Prioritäts Anleben von 1864.5. Nr. 9012 9052] Freitag den 16.: Gasispiel der Kammersängerin Frau do 15 16. 22 16. 18 ü 338 9388 9358 9519 9551 9640 9823 9843 9994 100531 Minnie Hauck. Neu einstudiert: Die Widerspänstige.“ Dollars in Gold 4. 20 4. 16 1291 10305 10336 10107 10545 0557 10733 11130] Große Preise. 3 9. 54 9. 50 419 11421 11572 11623 11626 11659 11974 12042] Samstag den 17.: Der Masken bal. Gewöhnl. Preise. I W 0 4 55 11 12484 1252(2703 1856 12867 12878 12875] Sonntag den 18.: Mignon. Gewöhnl. Presse. Englische Sovereigns. 20. 33 20. 28 919 13032 13384 13126 13595 13653 13730 13750 Schauspielhaus. Russische Imperiales 0 16. 65 318 13825 14208 à 600 M. C. Vom Prioritäts-An] Dienstag den 13: Die Hochzeits reisenden. Hlerauf: Zum 1 7 0 en von 1881. Lit. A. Nr 231 213 350 1021 1269 ersten Male wiederholt: Compromittirt. Zum Schluß: 1 9 0 7 Zi 132 1735 1898 2439 2637 2851 3899 4714 5587. Zum 1. Male wiederholt: Durch den Kaufmännischen Eine Wo nung von. unmmern 9 0 7533 7649 8296 8591 8880 9778 à 500 M. Lit. B. Verein. Gewöhn! Preise. mit Zabebör zu dermietben. 1718 Prof Klein. 6 5 7 2 70 0* F 2 „Bierbrauereiversteigerung. Preiselbeeren, Aechte Bremer Cigarren, Die in Friedberg, einer verkehrs- und industrie⸗ Sauerkraut, per Stück 5, 6, 7, 8, 9 und 1òu Pf., neben Kreisstadt Oberhessens, belegene Hofraithe des Kürschner, in welcher seither eine gut gehende Bler— Fnuerel nebst flotter Wirtbschaft betrieben wurde, soll gost Brauerei⸗ und Wirthschaftsinventar am Montag b. 19 Mal, Vormittags 11 Uhr, durch die unterzeich— we Bebörde öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zahlung eines Viertheils des Steigpreises hat ort bei Bestätigung der Steigbriefe zu erfolgen. Die inigen Bedingungen sind bei Rechtsanwalt L. Seyd da— ber zu erfahren. Bel annebmbarem Gebote kann sofortiger Zuschlag t olgen. Friedberg(Hessen) den 9. Mai 1890. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 171 l Steinhäußer. Versteigern 8 — ugs-Auzeige. Mittwoch den 14. l. I, Nachmittags 2 Ubr. erden in Kürschner's(früher Binzel's) Gartenlokale gende Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung ursteigert: 1 Pferd, 26 Centner Malz, 1 Büchse Hopfen(247 Pfund), 1 Ballen Hopfen(230 Pfund). Friedberg am 9. Mal 1890. Gerichtsvollzieher. 9 Zwangs ⸗Versteigerung. Mittwoch den 14. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, verden zu Gunsten der Gemeindekasse zu Ober- und Lieder⸗Florstadt vor dem Rathhaus zu Nieder ⸗Flor⸗ siadt 4 Kühe, 1 Rind, 1 Mutterschwein, 2 Ziegen, König, % Wagen, sowie sonstige Haus mobilien gegen Baar ver g solgert. i Vilbel den 10. Mat 1890 2795 Herget, Kreisbote. 1 Cementröhren. vieferung von Wangensteinen und Mittwoch den 14 d. Mis, Vormittags 11 Uhr, soll 4 f biesigem Rathhaus die Lieferung von 1 Stück Wangenstelnen, 1,60 lang, Voranschlag 36 M., 4„ Cementröbren, 1,60„ 0,40 l. W., Voran schlag 32 M., 4„ Cementröhren, 1,60„ 6,25 l. W., Voran⸗ schlag 20 M., en den Wenigsinehmenden veraceordirt werden. Nieder Florstadt den 10. Mal 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder-Florstadt. 105 Alles. Zauchtbullen⸗ Verkauf. Eln prachtvolles Thier, Simmenthaler Kreuzung, Gelb- beck, prämsirungsfählg, 2 Jahre alt, mit ga rantirtem Aprung, verkauft wegen Aufgabe des Accords in hiesiger beemeinde, für den Preis von 550 Mark * Bohnen, Gurken in Essig und Salz empfiehlt F. Weihl. F. N* 2092 Für Müller. Ein Wasserrad, 42 Meter boch, 12 Meter breit, oberschlächtig, sowie ein Wellbaum, beides noch gut erhalten, ist sehr billig abzugeben. Näheres bei Holzhausen. Müblenbauer Ph. 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J., Abends 8 Uhr, im hiesigen Rathhaussaale. Tages⸗Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Erhöhung der Kassenbeiträge. 3. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. Der Vorstand. Ich habe mich in Gießen als Rechtsanwalt niedergelassen. Mein Büreau befindet sich Gießen den 9. Mai 1890. Bahnhofstraße 63 l. (H. 63949.) Dr. Jung. Rechtsanwalt. O. Fritze's Bernstein-Oel⸗Lackfarbe zum Selbst-Lackiren von Fussböd Niederlage bei en in bekannter vorzüglicher Qualität. Wilm. Bernbeck, Friedberg. J. A. pelissier, Hanau, Tuch und Leinwand Handlung. 251 Große Auswahl. — Billige Preise. Tricot⸗Guaben⸗Anzüge. G. Schulhof. 1950 Zwei elegante schwarze Gehröcke von bestem Tuche, wie neu, sind billig zu verkaufen, da sie dem Besitzer zu enge geworden. Wo? sagt die Exped. des Anzeigers. Herren⸗ und Knaben ⸗Strohhüte, Filzhüte(federleicht), Sonnen⸗ und Negenschirme, Handschuhe und farbige Gummiwäsche empfiehlt 1908 C. 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Die verehrlichen Mitglieder werden um zahlreich Erscheinen gebeten. Friedberg den 12. Mai 1890. ö 2091 Der Vorstand Taunusclub Wetterau. Ausflug am Himmelfahrttag nach der Caper burg, nach Pfaffenwiesbach und For st han Winterstein. Abmarsch präets 9 Uhr Vormittag vom dicken Thurm. Ankunft auf dem Forsthaus geen 3 Uhr. Die Mitglieder und Freunde unseres Veress werden zu recht zahlreicher Betheiligung böflichst eint laden. 2099 Der Vorstand, Liederkranz. Himmelfabrttag Ausflug auf das Jorsthan Winterstein. Abmarsch präcis 1 Uhr von der Turn halle aus. 2100 Ausflug 9 6 Himmelfahrttag auf den Franckenstein'schen Tempel ausgeführt von der Kapelle Schellhaas. Abmarsch vom Viereichenplatz präeis 2 Uhr ber günstiger Witterung e wozu wir Freunde und Gönner des Vereins höfliche einladen. Für Speisen und Getränke ist bestens gesot Einem geehrten Publikum zeige ich die Eröffnung meiner ewlereff Gartenwirthschaft IDas e am Himmelfahrtstage an Gleichzeitig findet Harmon und Tanzmusik statt, wozu ich ergebenst einlade. Um g mehr eine und größere Gesellschaften werden gebeten, ihre A meldungen rechtzeitig an mich zu senden(Sie 2039 Hochachtungsvoll. 8 Ziegen berg. J. Möekel J Dod Ein Lehrling kann in meine Buchhandlung eintreten. dar. Carl Bindernagel. 12 223 ͤôàÜ————ñ ę 2000 Filz- und Strohhüte, Sonnen⸗ und Regenschirme, durch besonders vortheilhafte Einkäufe empfiehlt zu Fabill][ es, preisen in nur frischer, moderner Waare get Fritz Schmidt, Hutbazar.: Au Im Dutzend Rabatt. Feste Preise. 20. * Pfe Tapeten, 1 . 1 i„bei a bote Auswahl, billigste 20 75 5 Gr Für Confirmanden. 10 emden, Kragen, Manschetten, Halsbinden, Unten 5 Kraußen, Teschentücher, Handschuhe billigst bei 1935 J. 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