1390. Donnerstag den 11. Dezember. 146. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 1 85 80 Wers nt Annoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., N auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns 0 ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von aben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. Amtlicher Tbeil. — — Betreffend: Die Volkszählung im Jahre 1890. Friedberg den 8. Dezember 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeisteteien des Kreises und das Großh. Polizeicommissariat Wickstadt. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß mit den Papieren über die stattgehabte Volkszaͤhlung auch die übrig gebliebenen Zählformulare einzusenden sind. Dr. Braden. Betreffend: Die Zuchtstierhaltung im Kreise Friedberg. Friedberg den 9. Dezember 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach Anhörung Großherzoglichen Kreisveterinäramtes Friedberg und mit Zustimmung des Ausschusses des landw. Bezirks-Vereins Friedberg ist ein neuer Vertrag bezuglich der Zuchtstierhaltung im Kreise Friedberg entworfen worden, welcher von jetzt ab zur Benutzung zu kommen hat. Derselbe ist in vorkommenden Fallen in dreifacher Ausfertigung uns zur Genehmigung vorzulegen. Das Formular zu diesen Verträgen ist in der Buchdruckerei von Car! Bindernagel dahter vorräthig und im Bedarfsfalle von dieser zu beziehen. Dr. Braden. Bekanntmachung. Mit Allerhöchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde dem unter dem Ehrenpräsidium Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Württemberg stehenden Comite für eine im März und April k. J. in Stuttgart abzuhaltende internationale Kunstausstellung die Erlaubniß ertheilt, die Loose einer mit der Ausstellung verbundenen Lotterie im Großherzogthum zu vertreiben. Die Ge— winne bestehen in Kunstgegenständen und Geldprämien, es sollen 60,000 Loose zu 1 M. ausgegeben werden und 29,000 M. zum Ankauf von Kunstgegenständen, 7000 M. zu Geldpreisen Verwendung finden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 6. Dezember 1890. Dr. Braden. Bekanntmachung. Nach Mittheilung des Großherzoglichen Kreisamts Gießen ist zu Obbornhofen in 3 Gehöften die Maul- nnd Klauenseuche ausge— brochen und Gemarkungssperre angeordnet worden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 9. Dezember 1890. Dr. Braden. 178 7 — Bekanntmachung. ch Nach Mittheilung des Königlichen Landrathamts Hanau ist die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Nieder- und Ober— todenbach und in Elchen erloschen und die Orts- und Gemarkungssperre aufgehoben. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Friedberg den 8. Dezember 1890. Dr. Braden. eus. 2 ö Bekanntmachung. 0 Landwirthschaftlicher Bezirksverein Friedberg. Sonntag den 14. Dezember, Nachmittags 2½ Uhr, findet im Saale des Gastwirths Hensel in Dortelweil eine Versammlung der Sektion Vilbel des landw. Bezirksvereins statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Landwirthschaftslehrers Dr. von Peter über Stalldünger, seine Behandlung und Conservirung; N 2. Besprechung über Consumvereine, eingeleitet durch Dr. von Peter. Zu recht zahlreichem Besuch wird freundlichst eingeladen. Der Vorstand der Sektion Vilbel. Stahl. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Obige Bekanntmachung wollen Sie in den betr. Gemeinden auf ortsübliche Weise zur Kenntniß bringen. Dr. Braden. I etreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Fauerbach b. Friedberg. Drainage. f Nächsten Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Fauerbach die Lieferung von 35270 Stück Drain⸗ whren von 37 bis 150 mm L. Wi., die Ausführung von 10035 lfd. m Draingräben, Transport von 1240 Ctr. Drainröhren von Bahnstation Friedberg zur Baustelle, sowie die Lieferung der Absteckpfähle öffentlich vergeben werden. f 1 Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf 155 Bureau des n en zur Einsicht offen. 4779 roberöhren verschiedener Kaliber sind bei der Versteigerung vorzulegen. 1255 1 5 7. Dezember 1890. In Auftrag des Vollzugs Commissärs: Ulcer. Bauer, Culturtechniker. „ 1 a terrichts nicht zu empfehlen sei. Der lateinische Ausland. a 6 Deutsches Reich. g Aufsatz und 6 griechische Versetzungs-Extem- Holland. Haag, 8. Dez. Die Köͤnigin⸗ Berlin, 9. Dez. Reichstag. Die Helgo— porale für Prima seien jedoch zu entbehren. In Wittwe leistete heute in einer Sitzung der ver— kundvorlage wurde in dritter Berathung ange— Hessen sind dieselben schon seit Jahren abge- einigten beiden Kammern die Eide als Regentin reise temmen mit dem Zusatz, wonach das Gesetz schafft. und als Vormünderin der minderjährigen Königin. nit der Verkündigung in Kraft tritt. Es folgt 1 i 150 Schweiz. Bern, 9. Dez. Der National- Je Etats ⸗Berathung. Schatz Secretär von 9. Dez. Der eee Hille assen rath nahm Artikel 10 des Auslieferungsgesetzes, Jaltzahn beziffert die nächstjährigen an die Deutschlands beschloß in der heutigen Sitzung, betreffend vorwiegend politische oder vorwiegend vowel, N udesstaaten zu vertheilenden Ueberschüsse auf daß die Abänderung des Hilfskassengesetzes un— 25 8227 5 f emeine Verbrechen, an. bis 68 Millionen, den Ueberschuß der Reichs- bedingt erforderlich sei und ersucht den Bundes— 9 Türkei. 1 g i i a enderun a N g 8 88 Asse auf 10 Millionen. rath und Reichstag, die erwähnte Aen 9 Ausschreitungen gulechischer Staatsangehoͤriger 1 5 Dez. Im Abgeordnetenhaus stand in entsprechender anm 1 N e n a sind ed beute die Novelle betreffend die Verwendung i eee fache Ausweisungen beschlossen worden. % 10 Millionen aus der lex Huene zu Volks- lastung der Hilfskassen, namentlich bezüglich der shulbauten zur Berathung. Die Vorlage ging Meldepflicht, aus. Aus Stadt und Land. en die Schulcommission. Luxemburg, 9. Dez. Die großherzogliche 15 55 e eee 4 Wee ä Fran gang af V gv eine — In den bis jetzt gehaltenen Sitzungen Familie ist gestern Nachmittag„von Frankfurt ab Nee Se ee ee— ö Schulenquete war man allgemein der Ansicht, kommend, hier eingetroffen. Heute fand die 2 i Hochgebirge gemacht hatte. Zunächst ging die Reise von N eine Beschraͤnkung des altsprachlichen Un- feierliche Eldesleistung statt. Bregenz mit der Arlbergbahn bis Statlon Oetzthal und Konstantinopel, 9. Dez. Wegen * 200 * führte sodann durch's Oetzthal aufwärts bis Gurgl, ein Weg, auf dem der allmäliche Wechsel des Charak⸗ ters der Landschaft so recht zu Tage trat Ueber Ra- moljoch wanderte hierauf der Reisende weiter ins Nie derthal und über den Niederfochgletscher, bis er schließlich über das Nlederjoch ins Schnalser- und Etschthal nach Meran gelangte. Der Redner fand reichen Belfall und wir müussen sagen, keinen unverdienten, denn es war frische Alpenluft, mit dem gewürzigen Hauch des Kräut⸗ leins Humor gemischt, die aus dem klaren und anschau⸗ lichen Vortrag den Hörern entgegenströmte und ihnen eine genußreiche Abendstunde verschaffte. Friedberg. Das definitive Ergebniß der Volks⸗ zäblung für unsere Stadt ergibt 5327 ortsanwesende Personen und zwar 2631 männliche und 2696 weibliche. Vorübergehend abwesend waren 61 Personen, 34 männ⸗ liche, 2t weibliche. Dtieselben leben in 1014 Haushal⸗ tungen von 2 und mehr Personen, nur 116 einzeln lebende Personen führen einen eignen Haushalt. Bewohnte Wobnhäuser sind 565 vorhanden, unbewohnte 6. Nleder⸗Mockstadt, 5. Dez. Nachdem ein hiesiger Greis von 79 Jahren dret Tage lang gefehlt, hat man denselben, nach dem G. A., in der Nidda todt aufge⸗ funden. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat derselbe den Tod gesucht. In dem benachbarten Dauernheim ist ein junger Mann, erst diesen Herbst von dem Militär ent— lassen, von einem Pferde dermaßen an den Kopf geschlagen worden, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Allerlei. Breslau. Der Poltzet ist es gelungen, auf dem Oberschlesischen Bahnhof hier den berüchtigten Warschauer Mädchenhändler Kantor auf der Durchreise nach Hamburg zu verhaften. Mehrere Mädchen, welche er nach Buenos Aires verhandeln wollte, wurden befreit. Wien. Dem„Hamburgischen Correspondent“ zufolge ist Joh. Orth's Schiff„Margareth“ von der Hamburger Bark„Maria Mercedes“ zuletzt am 31. Juni mit sechs anderen Schiffen vor den Ausläufern des Gebirges Cap Horn während eines furchtbaren Orkans bei 15 Kälte graden gesehen worden. Die Königin der Blumen und ihre Sagen. Von A. Bütow. Das Heimathland der Rose ist das ferne Persien. Dort um Teheran und besonders bei Schiras wachsen noch jetzt ihre Schwestern in einer Ueppigkeit und Fülle, die jeder Bischrei— bung spottet. Von dort aus hat sie sich aus— gebreitet über die ganze Welt, selbst in Grön— laud blüht eine weiße Rose und auf Island sindet man die Zimmtrose. Im ganzen zählt man 6000 Arten von Rosen. Unter den Türken findet sich die Sage, daß die Rose aus einem Schweißtropfen Muhammeds bei dessen nächt— licher Himmelfahrt entstanden sei. Die persische Sage betrachtet sie als ein Geschenk Allahs. Zu diesem kamen einst die Blumen und baten um einen neuen Herrscher, da die schläfrige Lotosblume so wenig ihren Pflichten nachkomme. Allah nahm den Wunsch gnädig auf, schuf die weiße Rose und weihte sie zur Königin der Blumen; er umgab sie zu ihrem eigenen Schutze mit Stacheln. Als die Sängerkönigin, die Nach tigall, die jungfräuliche Rose erblickte, entbrannte sie in Liebe zu ihr und verletzte ihre liederreiche Brust an den Stacheln, daß das hervorquellende Blut die zarten Blätter der Blumenkönigin röthete.— Durch die Reuethränen der Magda— lena, die auf eine rothe Rose fielen, wurde diese in eine weise verwandelt.— Die nieder— wärts gebogenen Stacheln der bekannten Hage— butte stammen vom Teufel. Nach seinem Fall ließ er die wilde Rose bis an den Himmel wachsen und machte sich daran, auf ihren Dornen himmelan zu steigen, der Herr aber bog die Zweige nieder und der darüber erzürnte Teufel krümmte nun auch die Stacheln.— Der Engel, der die Blumen verpflegte und in stiller Nacht den Tau darauf träufelte, schlummerte an einem Frühlingstage im Schatten eines Rosenstrauchs. Als er erwachte, sprach er mit freundlichem Autlitz:„LNeblichstes meiner Kinder, ich danke dir für deinen erquickenden Wohlgeruch und für deinen kühlenden Schatten. Könntest du dir noch etwas erbitten, wie gerne würde ich es dir gewähren.“„So schmücke mich mit einem neuen Reiz,“ flehte darauf der Geist des Rosen— strauchs. Und der Blumenengel schmückte die Königin der Blumen mit einfachem Moose. Lieblich stand sie da in bescheidenem Schmucke, die Moosrose, die schönste ihres Geschlechts.“ (Klrummacher.)— Auch Volksglaube, Sage und Poesie der Deutschen haben sich viel mit der Rose beschäftigt. Sie war der germanischen Göttin Freya geweiht, weßhalb sich auch der Name„Frickdore“ von ihr im Volksmunde vor— findet. Die christliche Sage läßt die Hecken— rose, Hundsrose oder den Hagebuttenstrauch da— durch entstehen, daß Maria die Windeln des Heilands auf einem Dornbusch trocknete. Die heiligen Haine der alten Deutschen waren mit dichten Hecken von Wildrosen umgeben. Bekannt ist ja auch das sinnige Märchen Dornröschen. Im Bergischen Lande in Westfalen hat mau eine ähnliche Sage, wie die der Genovefa, nur daß dort die unschuldig verstoßene Gräfin Berg durch eine Rosenhecke Schutz vor den wilden Thieren gefunden hat. Die Hecke ließ die Mutter Maria aufwachsen. Der Graf nahm hernach die Rose in sein Wappenschild auf, wie überhaupt die Rosen im Wappen vielfach sagen— hafte Bedeutung haben.— Von den Hepen wird behauptet, daß sie keine Rosen brechen noch anrühren können. Der Währwolf der Sage verliert seinen Zottelpelz und bekommt seine wahre Gestalt, wenn er einen Rosenstrauch streift. Odin soll schon die einschläfernde Wirkung der Rosen gekannt und sie unter das Haupt der Brunhildts gelegt haben, um dieselbe schlafend zu erhalten.— Schon von alters her gilt die Rose als ein Bild des verzehrenden Feuers und im Rheinlande schmückt man symbolisch Jungfrauenleichen mit Kränzen von Hagedorn. Der Ausdruck Rosenhag hängt mit Tod und Gericht zusammen und in der bekannten Nibe— lungensage führt der Mörder des Siegfried nicht ohne Absicht den Namen Hagen; es war dies die Bezeichnung für den Todesgott, dem der wilde Rosenbusch geweiht war. Von diesem Namen leitet der moderne„Freund Hain“ seinen Ursprung her.— Der Talmud setzte fest, daß israelitische Bräute Kränze von Rosen und Myrthen tragen sollten und gar sinnig ist die hebräische Sage, daß aus dem Blute Abels die rothe Rose entsprungen sei, die als Zeichen des ersten Brudermordes auf Erden zeuge.— Die griechische Sage berichtet, daß die weiße Rose aus dem Meeresschaum entstanden sei, der von den Gliedern Aphroditens abfiel, als sie dem Meere entstieg. Ihr unvergleichlicher Duft aber rührt her von dem Nektar, den die Götter ihr einträufelten.— Die Rose ist, weil sie ihr Juneres durch Blätter verbirgt, ein Sinnbild der Verschwiegenheit. In dem alten Rom wurde sie bei den Gastmählern an die Decke des Zimmers befestigt, damit der Gast auch im Rausche nichts ausplaudere. „Was wir kosen Bleib' unter Rosen,“ heißt es in einem deutschen Spruche und „Jemandem etwas unter dem Siegel der Ver— schwiegenheit mittheilen,“ oder„sub rosa“(unter der Rose) anzuvertrauen, ist auch noch heute eine allgemein bekannte Redensart. Ein Papst ließ die Rosen als Sinnbilder der Verschwiegen— heit an Beichtstühlen anbringen. Auch als Symbol der Liebe und Schönheit wird die Blume ge deutet. Luther trug ihr Bild in seinem Wappen, das folgende Umschrift zeigte:„Ein Cbristenherz auf Rosen geht, wenn's mitten unterm Kreuze steht.“ Sehr häufig zeigen die Thürme und Thürmchen unserer Kirchen eine steinerne Kreuz blume in Form einer Rose, um hinzuweisen, daß sich unser besseres Sein erst im Inseits entfalten wird. Aber: „Das ist im Leben häßlich eingerichtet, Daß bel den Rosen gleich die Dornen steh'n.“ So ist auch sie, die Schönste der Blumen, ein Bild der Zeit und des Lebens, wo Freud und Leid wechseln. „Ewig trägt im Mutterschoße Süße Königin der Flur, Dich und mich die stille, große Allbelebende Natur. Röschen! unser Schmuck veraltet, Sturm entblättert dich und mich; Doch der ew'ge Kelm entfaltet Bald zur neuen Blüthe sich.“ Handel und Verkehr. Friedberg, 9. Dez. Fruchtpr. Weizen M. 19.00 bis 00.00, Korn M. 17.75— 00.00, Gerste M. 17.00 bis 00.00, Hafer M. 14.00 00.00. All, Preise verstehen) sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 10. Dez. Buttermarkt. Butter kostett ver Pfd. M. 105— 1.20, Eier 1 St. 8 Pf., 2 St. 16 Pf. Gießen, 9. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt, kostete: Butter per Pfd. M. 1. 101.15, Eier 1 St. 79 2 St. 00 Pfg., Käse per St. 5—8 Pfg., Tauben per Paar M. 0.30 0.60, Hühner per St. M. 0.80— 1.00, Hahnen per Stück M. 0 90— 1.20, Enten per Stüc M. 1.50 1.70, Ochsenfleisch per Pfund 70—74 Pf., feuh- und Rindfleisch 60—64 Pf., Schweinefleisch 64 bis 70 Pf., Hammelfleisch 62—68 Pf. Kalbfleisch 60 64 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00 0.00, Weißkraut per St. 3— 7 Pf., Zwiebeln per Ctr. M. 5.00— 0.00, Gänse per Pfd. 4658 Pf. Frankfurt, 9. Dez. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo W. 4.60620, Stroh pro M. 4 40— 4.60, Haferstroh M. 3.40, Butter 50 Kilo M. 90-95, Eler 100 Stück M. 8— 10, Kartoffeln per Malter M. 450 bis 6.60, Zwiebeln per Centner M 4.00- 6.00. Ernste Hals- und Brustleiden sind die Folgen der Vernachlässigung jedes Husten, denn je stärker derselbe auftritt, je mehr erschüttert und attaqulrt er die Athmungsorgane. Wer den Husten energisch beben will, bediene sich der Fay's Sodener Mineral-Pastillen. 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Dollars in Golde. 4. 19 4. 16 Ducaten 5 9. 70 9. 65 l cen 9. 70 9. 65 Englische Sovereigns. 20. 30 20. 25 s Vieh⸗Waagen für Groß und Kleinvieh mit oder ohne Gitter. Sicherstes Mittel zur Ermittlung der Mastresultate und des Ver⸗ kaufswerthes, liefert geaicht unter Garantie von M. 97 an Moritz Weil jun., Frankfurt a. M. G. E. Lehr Söhne, Neue Kräme 28, Frankfurt am Main, bringen fortwährend alle im Engros-Geschäft entstehenden Restpartblen und Einzelstücke von 5 Damen ⸗Kleiderstoffen in ibrem Detail- Geschäft welt unter Preis zum Aus⸗ verkauf. Die Verkaufspreise beginnen für das Meter bei dop— peltbrelten halbwollenen Kleiderstoffen mit 60 Pf., reinwollenen 90 Ein braver Junge kann das Ba bier und Friseurgeschäft erlernen. Eintritt kann sofort erfolgen. Vilbel. ** Peter Jäger. 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Fuͤr die überaus großen Beweise herzlicher Theilnahme zeuge, Druckzeuge, Vorhangstoffe u. s. w. kauft man und reiche Blumenspende bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters, Schwiegervaters, Groß— vaters und Schwagers des Großherzoglichen Kreisveterinärarztes J. Gg. Gebb, und Kammgarnstoffe, um wieder schnell abzusetzen, zu] sagen ihren herzlichsten Dank Friedberg den 8. Dezember 1890. 4792 Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Central-Annoncen-Expedition der deutschen und ausländischen Zeitungen, erwandten, Freunden und Bekannten die Central-Büreau Frankfurt a. M., schmerzliche Nachricht, daß heute Nacht nach langem schweren Lelden unsere innigst⸗ gellebte Schwester und Schwiegertochter Frau Minna Weihl, geb. Fritz, sanft entschlafen it. Friedberg, 10. Dezember 1890. Familien Fritz und Weihl. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 3 Uhr statt. 4812 Besondere Elnladung erfolgt nicht. rr R— 2— 8 5 8 5* 7* 4 5 f 5 1 23 ——— 9——Uä—— 2 2 —— ä—U Musikverein in Friedberg. Concert Sonntag den 14. Dezember 1890, Abends 7/ Uhr, im Trapp'schen Saale, unter gütiger Mitwirkung von Frau Mathilde Mann aus Mainz(Sopran), Fräulein E. Weiffenbach aus Gießen(Alt), Fräulein Johanna Schneider(Declamation) aus Darmstadt, Herr Seminalehrer Friedr. Gatzert(Clavier). Dirigent Herr Seminarlehrer Schmidt. Programm. Erster Theil. 1. Morgengesang, Chor. JJ d 2. a. Liebestreu, Brahms. b. Lang ist's her, Alt 5 VVV Wendel. c. Er ist gekommen, 0 R. Franz. 3. a. O, sanectissima, Canzone, ö Gordigkoni. b. Elsa's Ermahnung an Ortrud aus Lohengrin, Sopran. R. Wagner. c. Arie der Amina aus der Nachtwandlerin, 9 Bellint. Zweiter Theil. Zluto r O. eine Alpensage von R. Baumbach, Composition von Thierfelder. Billets für nummerirten Platz à M. 1. 50, für nichtnummirten Platz à M. 1., Schülerkarten(Gallerie) zu 50 Pf. sind in den beiden Buchhandlungen, sowie Abends an der Kasse zu haben. Für die nichtactiven Mitglieder des Musikvereins stehen nummerirte Plätze bis zum Samstag— Abend bei Herrn Lehrer Heyland zur Verfügung. Text zum Zlatorog an der Kasse à 25 Pfennig. Mein reichhaltig assortirtes Weihnachts⸗-Lager empfehle ich zu Geschenken bestens: Prachtwerke, Classiker, Gebetbücher, Schriften für Knaben und Madchen von jedem Alter zu allen Preisen, Bilderbücher für kleine Kinder mit und obne Tezt. Malkasten, Briefmappen, Schreibalbum, Spiele, Bilder⸗ und Modellirbogen ꝛc. ꝛc., Poesiealbum. Auf Wunsch mache ich jederzeit gern frankirte Einsichtssendungen von Büchern für Kinder und Erwachsene. 4813 Carl Bindernagel in Friedberg. deor in Friedb Georg Groß in Friedberg empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten sein reichhaltiges Lager in Glas-, Porzellan-, Steingut⸗ und Christallwaaren, Majolika⸗, bronc. Thon⸗ und Steinwaaren, Spiegel, Lampen und lak. Blechwaaren, Emaill. Geschirre, Messer, Gabeln und feinere Holzwaaren zu den billigsten aber festen Preisen. Preiscourante und Musterbücher Uhren, Juwelen, Gold., Silber und ver⸗ silberten Waaren versende ich nicht, verpflichte mich jedoch 5 bis 10% billiger zu verkaufen, wie die Preise in der von andern Geschäften ausgegebenen Musterbüchern verzeichnet sind. Zur Ueberzeugung stehen Auswahlsendungen gerne franco zu Diensten. Feste angeschriebene Preise, reelle Bedienung.— Geschäft gegründet 1790. L. Hanau, Hofuhrmacher und Goldarbeiter. 4802 4798 VBelieb sean frische Schellsische und praktisch als Deliebt, sind Kautschuk⸗ 1 815 0 1 5 Wagner. stempel aller Art für Private, Geschäfte, Schuͤler ꝛc. in Form von Medaillons, Federhaltern, Taschenfeuerzeugen und anderen Neuheiten mit Garantieplatten, zu Ori— nalpreisen. 4526 Heinr. Diehl, usagasse. “HBestellungen erbitte möglichst frühzeitig. D Frische Bratschollen, Kabliau, Schell sische, Labberdan bel Wilhelm Fertsch. Frische Schell sische, per Pfund 28 Pf., sind soeben eingetroffen. 4808 J. A. Windecker. Die Gräfl. Gärtnerei zu Assenheim verkauft: ca. 15 Centner Erbsen, Victoria, ca. 50 Centner Erbsen und Wicken, 478⁵ melirt. 4809 Einladung 6. des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg— zu dem Samstag den 13. Dezember,— Abends 7½ Uhr, im Rathhaussaale stattfindenden?“ Vortrage des Herrn Amtmanns Dr. Fuesse von Offenbach über: Das Reiehs gesetz, be- treffend die Invaliditäts- und Alters- versleherung. Der Eintritt ist Jedermann gestattet. Friedberg den 10. Dezember 1890. 4790 Der Vorstand. Dall 1 Te 000 9. bel Casino. Donnerstag den 11. d. Mets, Avends 8 Uhr, findet ein Tanzvergnügen mit Theater. statt. peftiss Gesangverein Concordia u. Cui fung 7„* lter l Eintracht in Friedberg.* Abend-Uuterhatung e im Saalbau Samstag den 13. Dezember 1890. uwe Die Anfang 7½ Uhr. bibe Programm. 3 J. Abthellung. serlum 1. Ouvertüre Hane für em erf 9 173.. Hermann. eber zur 2, a. So sei gegrüßt, 1 Schumann, I. d b. Heute scheid ich, Jeton 1 Isemann.. de 15 3. O dürfte ich's offen nur el. ben, fen, Solo für Alt 5 Abt. ich steht 4. a. Abendlted, slatiats b. Nimm deine schönsten] Chöre Abt. d Melodten, m. 5. Ihr lieben Sterne, gute Nacht, Solo hnlich für Piston. Dittmann. itte Eis 6. Finale zu Mehuls„Jof ph in Egypten⸗. für Solo und gemsschten Chor, bear⸗ 1 beitet von.. Kipper. did im II. Abtheilung chen. 7. Duett aus der Oper.. 29 für Orchtster.. Donizetti. Prinz vo 8.„Ein Stündchen im Pensionat per zwei Schwank mit Gesang in 1 Akt von Ernst Duby, 2 bes Musik von Richard Thiele. chlesw 9.„Der erste Kuß“, Gavotte für Orchester Großmann. 10.„Für's Theater laß ich mein Leben“, Schwank mit Gesang in 1 Akt von H. Salingré, Sch! Musik von R. Bial. Fl 1181 Nach dem Theater: Tanz. aden. ic Mathildenstift Vilbel. Bekanntmachung. Die Zahltage am 24. und 31. Dezember 1 werd aufgehoben. Muionalis Vilbel den 3. Dezember 1890. Der Direktor des Mathildenstifts: chen lass J. C. Gut 712 uth. 55 De Wollene Tücher, Kaputzen, Mützen, Plüschkragen, Unterhosen, Unter jacken, Handschuhe, Strümpfe, n 6 empfiehlt Keim. An die Grete Bürgerweisßereie Amer 0 es Kreises. woche a a ae Schbrusteinformular 5 se Zusan ist fertiggestellt und bei mir zu haben. ö cer all, Friedberg. Carl Bindernagel. e pl G. F. Aletter, Friedberg, 110 55 2 0 et an — empfiehlt sein assortirtes Lager in deledt wollenen Umhängetüchern, Kopfhüllen, Kaputzen, Hand. te schuhen, eee Plüsch⸗ u. Wollkragen, Hemden, e 1 Jacken, Hosen, Kragen, Manschetten, Binden, Herren 0 wir n. Westen, Schürzen für Damen und Kinder, in wel, welch schwarz und farbig, zu bekannt billigen Preisen. Näucheraal, Aal in Gelbe, geräucherter Seeaal in Stücken, geräucherte Schellfische, Nochen, Häringe in Aspic, Anchovis, Kieler Sprotten, Fettbücklinge, Speckbückinge, Lachsforellen 4810 bet Wilhelm Jertsch. Verantw. Red.: Carl Bindernagel, 40.. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 55 geilage. Oberhessiscer Anzeige. 146. ns de N — e auer Deutsches Reich. Darmstadt, 8. Dez. S. K. H. der Groß herzog ist gestern von der kaiserlichen Hoffagd n der Goͤhrde hierher zurückgekehrt. — 9. Dez. S. K. H. der Großherzog hat ich heute einer Einladung des Majors v. Heyl kolgend, zur Jagd nach Worms begeben und 2 wird nachmittags über Bensheim hierher zurück— e an ehren. beater— Die Gefangenwärterin Weil in Mainz wurde zur 185 Hefangenaufsehrein ernannt. I— Postpersonalnachrichten. Augestellt wurde N Casim der Postassistent Andreß bei dem Postamte in lg. g 2 Offenbach der Postanwärter Mulch als Post— der 1890. 1 berwalter in Neustadt. Der Postverwalter Du eberg in Bürstadt ist auf Antrag in den Ruhe⸗ tand versetzt worden. Gestorben ist der Post— herwalter Heinzerling in Kirtorf. — Die Errichtung einer besonderen Eisen— ahn⸗Abtheilung im großh. hessischen Finanzmi— terium dürfte in Verbindung mit der vor 925 urzem erfolgten Ernennung des Präsidenten ein eber zum Finanzminister als ein Vorläufer Sürmenn. f Naann. r die Verstaatlichungsfrage angesehen werden l önnen, schreibt das Fr. J. Dem Vernehmen ach steht demnächst die Ernennung zweier Se— 11 retariats Assistenten für die neue Abtheilung vor und dürfte die Annahme nicht unwahr— heinlich sein, daß hierbei in erster Linie quali— — mann, feirte Eisenbahnbeamte Berücksichtigung finden. — Berlin. Die Niederkunft der Kalserin per. dird im ersten Drittel des Januar entgegenge— ehen. g— Potsdam. Wie verlautet, hat sich ein Denen. Prinz von Anhalt mit Prinzessin Luise Auguste, ena er zweiten Tochter des Prinzen Christian von AIchleswig⸗Holstein verlobt. eben“, Ausland. Salingié Schweiz. Bern. Das im Tessin stehende Bataillon wird am 20. Dezember entlassen 5 Perden. Künzli kehrt einstweilen nicht nach Tessin urück. bel Großbritanien. London, 8. Dez. Mac Carthy hat die nationalistische Partei für morgen einer Versammlung einberufen und die Ein— al hdung hierzu allen Mitgliedern der früheren 5 atlonalistischen Partei, einschließlich Parnell, zu— ehen lassen. Sämmtliche in Amerika weilende ische Delegirte beabsichtigen, nach kurzem Auf— inthalt in Newyork, nach Europa zurückzukehren. Mützen ildenflifts: Rußland. Petersburg. Die Gerüchte, terjacke onach die Stellung des Finanzministers Wischne— ten adsky ernstlich erschüttert sein soll, treten seit 3 gein. znuigen Tagen mit größerer Consistenz auf. „Amerika. Chicago, 8. Dez. Wie eine eistereit Depesche aus Pineridge berichtet, haben 31 Haͤupt— age der feindlichen Indianerstämme gestern lar ine Zusammenkunft bei General Brooke gehabt, ll elcher alle Forderungen der Indianer zugestanden haben soll. Diese berathen jetzt die Vorschläge, lelbagt. lonach es den Judianern gestattet sein soll, liber an die Agenturen heranzukommen. r, ö Aus Stadt und Land. 5 Frled berg. Das Thema des Vortrags, zu dem Volks bildungsverein in der heutigen Nummer des eigers einladet, ist von so allgemeinem Interesse, h wir nicht versäumen wollen, diejenigen unserer ser, welche nähere Auskunft über das Alters verstche ungsgesetz wünschen, ganz besonders darauf auf merksam machen. 4 Gleßen. Im Winter Semester 1890/1 beträgt die gihl der Studsrenden, einschlteßlich der nicht immalrt, Tlürten 28 Hörer, 577. Die Zahl der immatrikulirten Förer, welche im vorigen Semester 590 betrug, ist sonach tc ain 41 zurückgegangen. Unter den 549 immatrikulirten ocht l/ Forern befinven sich 123 Nichthessen, unter den letzteren peber 10 Nichtveutsche, elnschließlich 3 Außereuxopäer. is. stupiren Theologte 94, Rechtswissenschaft 94, Medizin ling/ 9, Thlerheilkunde 41, Zahnheilkunde 8, Kameralwissen— Haft 42, Forstwissenschaft 25, Mathematik 14, klassische 54%. Phllologte 22, Naturwissenschaften „ Geschichte 6, Pbarmacte 17, Chemte 29. Gleßen. Die Volkszählung am. Dezember hat unsere Stabt eine Einwohnerzahl von 20,812 Seelen i ergeben. 1885 zählte Gleßen 19,002 Elnwohner, es hat sich sonach um 1810 vermehrt; Darmstadt. Das Ergebnlß der Volkszählung er— gab folgendes Resultat: Am 1. Dezember 1890 56 600 Seelen(inel. 3208 Militär), am 1. Dezember 1885 51302 Seelen. Es ist mithin ein Zuwachs von 5298 Setlen in den letzten 5 Jahren zu verzeichnen. Allerlei. Elberfeld. Der Schaden, welchen die Hochfluth vom 24. Nov. in unserer Stadt und in Barmen verur— sacht hat, beträgt nach vorläufiger Schätzung ungefähr 6 Millson Mark. Auf Barmen entfällt die größere Hälfte. Breslau. Die„Schlesische Zeitung“ meldet: Der erste in Schoppinstz eingetroffene, einer Berliner Firma gehörlge Transport lebender russischer Schweine enthtelt unter 107 Stück 30, welche an der Maul- und Klauen— seuche erkrankt waren. Da russischerseits der Rücktrans— port verweigert wurde, erfolgte die Abschlachtung des ganzen Transportes im Beuthener öffentlichen Schlacht— hause. Helgoland. Die Einwohnerzahl Helgolands, welche im Jahre 1880 2001 betrug, beläuft sich nach den Er gebnissen der jüngsten Volkszählung auf 2086 Personen, und zwar 953 männlichen und 1133 welblichen'Geschlechts. Wien, 5. Dez. In Deva(Siebenbürgen) wurden heute Nachmittag zwet leichtere Erdstöße in der Richtung nach Osten in Begleitung eines dumpfen Getöses verspürt. Brüfsel, 6. Dez. Aus dem Postwagen des Ell— zuges Ostende Brüssel-Amsterdam wurden heute Morgen 750,000 Franes Börsenpaptere gestohlen. Brüssel, 7. Dez. Wie aus Aeltre(Ostflandern) gemeldet wird, kam es dort zwischen Landleuten, welche Vogelfallen gestellt batten, und Gendarmen zu einem Zusammenstoß, bei welchem fünf Gendarmen verwundet wurden. Mehrere der Schuldigen wurden verhaftet. Handel und Verkehr. Grünberg, 6. Dez. Fruchtpr. Weizen M. 19.00, Korn M. 17 30, Gerste M. 15.70, Hafer M. 14.00, Erbsen M. 17.30, Linsen 25.00, Wicken M. 00.00, Lein M.(0.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 0.00. Frankfurt, 8. Deebr. Fruchtbericht. Htesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.00— 34.00, Nr. 1 M. 31.00 bis 32.00, Nr. 2 M. 27.75 28.75, Nr. 3 M. 27.00 bis 28.00, Nr. 4 M. 23 00— 24.00 Nr. 5 M. 18.00—19., Milchbrod⸗ u Brodmehl i. Verband M. 58.50— 60.50, Nord— deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 27.75 bis 28.75. Roggenmehl loco hier Nr. 0 M. 28.50 bis 2950, Nr. 0/ M. 27-28, Nr. 1 M. 23.75— 24.75, Weizen hiesiger ab unserer Umgegend M. 19.25— 19.40, fret Bahn hier M. 19.40— 19.60, alter russi. M. 22.00 22.50. Roggen hiesiger M. 17.75—18, russischer M. 18.10-18.20, Gerste, Brauerwaare M. 18.00- 1900, Hafer M. 14.85 bis 15.75, Raps M. 26.00- 26.50, Mais(mixed) M. 14.50 gefordert, La Plata M. 13.25—50 m. Geruch M. 12.00 25. Roggenkleie M. 9.75 10.00, Weizen- kleie M. 8.75— 9, Spelzspreu ea. M. 2.0), Chilisal- peter per Febr. und März 1891 M. 16.20, Rüböl im Detail M. 68.00 00.00. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, haufig jedoch auch loeo auswär— tiger Statlonen. Frankfurt, 6. Deebr. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 409 Ochsen, 8 Bullen, 490 Kuͤhen, Stieten und Rindern, 284 Kälbern, 433 Haͤmmeln, 430 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qual. pro 100 Pfd. Schlachtgewicht M. 70 bis 72, 2. Qual. M. 60-61, Bullen 1. Oual. M. 55 bis 57, 2. Qual. M. 50 54. Kuͤhe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 55—60, 2. Qual. M. 48—50, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 65—68 Pf., 2. Qualität 55— 58 Pf., Hämmel 1. Qual. 61-63 Pf., 2. Qual. 48—50 Pf., Schweine 1. Qual. 58 60 Pf., 2. Qual. 56-57 Pf. Verloosungen. Köln- Mindener 100 Ty br. Loose von 1870. Serlen⸗Ztehung vom 1. Dezember 1890. Nr. 23 29 56 67 256 399 396 426 430 577 589 796 824 1019 1102 1443 1557 1588 1631 1700 1772 1867 1925 2035 2147 2170 2268 2287 2312 2503 2641 2658 2717 2772 2793 2797 2873 3060 3212 3419 3491 3663 3864. Die Gewinn Ziehung findet am 1. Febr. 1891 statt. Kurhesstsche 40 Thhr.⸗Loose von 1846. Se⸗ rten-Ztehung vom 1. Dezember 1890 Nr. 7 14 56 121 146 223 225 295 377 398 482 509 528 586 606 624 653 664 674 677 678 760 775 776 779 809 971 975 1032 1183 1272 1285 1310 1321 1364 1434 1521 1567 1569 1585 1630 1683 1708 1714 1732 1738 1756 1767 1768 1773 1851 1870 1969 2045 2073 2130 2161 2197 2256 2266 2379 2384 2422 2421 2428 2496 2547 2577 2579 2684 2686 2761 2847 2875 2919 2939 2979 3005 3061 3127 3202 3214 3222 3253 3298 3311 3343 3453 3478 3533 3575 3597 3739 3771 3823 3840 3880 3899 3951 3966 3968 4010 4115 4213 4235 4257 4315 4456 4582 4591 4906 4915 4945 5057 5058 5074 5081 5138 5229 5253 5254 5278 5327 5364 5389 5423 5489 5511 6576 5630 5678 5770 5752 5765 5783 5796 5938 6992 6034 6131 6155 6219 6305 6367 6418 6523 66514 6588 6605 6607 6710. Die Gewinn Ziehung findet am 1. Jult 1891 statt. Bitte. Damit auch dieses Jahr eine Christbe— scheerung für die hiesige Kleinkinder— schule stattfinden kann, wird um gütige Bei⸗ steuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten. Zum Empfange erklärt sich jede der Unterzeich— neten gern bereit. Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein. Bertha Becker. Julie Sebastiani. Adele Braden. Elise Steinhäußer. Auguste Engel. Verpachtung von Grabstücken. Freitag den 12. Dezember, Vormittags 11 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause die der Stadt Friedberg gehörenden Grabstücke am Ringgraben Flur II Nr. 195 = 3352 qm haltend, in Abthetlungen verpachtet werden. Frieoberg den 9. Dezember 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 4791 Stein häußer. Vergebung von Straßenlaternen. Die Lieferung von 8 Stück Straßenlaternen mit Wandarmen und 2 Stück desgl. mit Candelabren für die Gemeinde Reichelsheim, veranschlagt zus. M. 308.00, sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Kosten— überschlag und die Bedingungen liegen Donnerstag den 11. und Samstag den 13. d. Mts., Vormittags auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit Musterzeichnungen bis zum 16. d. M., Vormittags um 12 Uhr, eingereicht werden. Friedberg den 8. Dezember 1890. Zörb II. 4763 Bezirksbauaufseher. Holzversteigerun Holzversteigerung. Montag den 15. Dezember J. J. werden im Ge⸗ meindewald Nieder Rosbach, Districkt Sang folgende Holzsorten meistbietend versteigert: 38 Stück Nadelstämme 5,62 Festm.⸗Inhalt, 16„ Nadel⸗Derbstangen, 36 rm Nadel-⸗Scheiter, 46„ Nadel Knüppel, 967 Stück Eichen Wellen, 1479„ Nadel Wellen, 10 rm Nadel Stöcke. Anfang und Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr in der Sang vor dem Wald. Nieder Rosbach den 9. Dezember 1890. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Ros bach. 61 Steinbruch⸗Versteigerung. Montag den 22. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll der zum Nachlaß des Jobs. Neisel gehörige in hiesiger Gemarkung gelegene Basalt Steinbruch auf hiesiger Bür⸗ germeisteret erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 9. Dezember 1890. Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr. Schmidt. 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