* 1890. Samstag den 9. August. ½ 93. ,GOberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo: 73 5 a N i i öchentli Di und Freitag Abend ausgegeben. 0 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. eit eren un Se Dienstag, — 8 — oncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. An auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets 2 9 Po dh 55 Amtlicher Theil. treffend: Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags im Jahr 1890. Friedberg den 7. August 1890. as Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großh. Polizei-Commissariat Wickstadt. Wie in den vorderen Jahren hat auch in diesem Jahre eine Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags suttzufinden. Unter Bezugnahme auf unsere gedruckte Verfügung vom 30. Mai 1883, sowie unser Ausschreiben vom gleichen Datum(Kreisblatt r. 65) beauftragen wir Sie, genau nach Maßgabe der daselbst ertheilten Justruction zu verfahren und die erforderlichen Aufnahmen unter Niwirkung von zu bildenden Commissionen und etwaiger Zuziehung weiterer orts— und sachkundiger Personen vorzunehmen. — *. 1— 5 — Zugleich machen wir Sie darauf aufmerksam, zur Vermeidung unvollständiger Angaben in Bezug auf die geernteten Futtermengen, wie st namentlich bei den Aufstellungen für das verflossene Jahr vorgekommen sind, daß der Ertrag der Wiesen und der mit Klee angebauten Flächen 1. cht nur die als Heu geernteten, sondern auch die grün verfütterten Futtermengen— letztere in Heu angeschlagen— zu umfassen hat. Mi diesen Ermittelungen ist zufolge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 25. April v. J., zu . M. J. 10614 und vom 15. Mai v. J., zu Nr. M. J. 13099, eine Echebung über den Umfang der Hagelwetter und die durch 3 agelschlag hervorgerufenen Ernteschäden von Anfang des laufenden Jahres an verbunden. Zu diesem Zwecke ist dem Formular für die 3 tmittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und des Ernteertrags als Anlage ein weiteres Formular beigegeben, auf welchem bei ein— zetendem Hagelwetter die erforderlichen Angaben jedesmal zu vermerken sind. dal td · dun Hierzu bemerken wir erläuternd das Folgende: Für die seit Anfang dieses Jahres verflossene Zeit sind die Angaben noch nachträglich eien in machen. Es sind alle Hagelwetter, also auch solche zu notiren, die einen nachweisbaren Ernteschaden nicht verursacht haben; im letzteren Falle Cenmisu ind jedoch in die Spalten 7—12 des Formulars Querstriche(—) zu setzen. In Spalte 10 ist derjenige Werthbetrag aufzunehmen, um welchen em 6. d. 1 der Ertrag durch den Eintritt des Hagelschlags thatsächlich gemindert ist. Es ist also hierbei der Ausfall nicht gegenüber einer Normalernte in Gong der gegenüber dem etwa versicherten Ertrage, sondern gegenüber dem bei dem vorhandenen Fruchtbestande zu erwartenden Ertrage zu schätzen Wan und ist bei den nicht totalen Schäden die spätere Entwickelung der verhagelten Fläche stets mit zu berücksichtigen. det Disne Das zur Ermittelung der landwirthschaftlichen Bodenbenutzung und der Ernteerträge sowie das zu Angaben vorgekommener Hagelschläge othwendige Formular wird Ihnen in je 2 Exemplaren durch die Post zugehen. Das eine Exemplar dient als Concept und ist bei Ihren Akten aufzubewahren, das andere aber nach ordnungsmäßiger Ausfüllung bis längstens 1. November l. J. an uns einzusenden. 6 Cu U. W J. V.: Dr. Wallau. 5 I.— 1 3 g Zetreffend: Die Ausführung des Reichsgeseßes vom 3. Jult 1883 wegen Abwehr und 1 9 455 e Unterdrückung 5 Reblauskrankheit. Friedberg den 7. August 1890. erticht, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und die Lokalcommissionen. f terte l Es ist wiederholt vorgekommen, daß trotz der entgegenstehenden Vorschrift des§ 4 Absatz 2 des rubricirten Gesetzes bewurzelte Reben betet d b Weinbaubezirk des Großherzogthums eingeführt worden sind. Eine Bestrafung der Schuldigen war nus einem fremden Weinbaubezirk in einen N ein vielen Fällen nicht mehr möglich, da die Zuwiderhandlungen vielfach erst nach Ablauf der gesetzlichen Verjährungsfrist für die Strafverfolgung „aur Anzeige gelangten. 5 9 5 Wir weisen Sie deshalb wiederholt daher auf die Bestimmungen des Ausschreibens des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und „ ver Justiz vom 19. April 1886 zu N N J 8789 Ministerial-Amtsblatt Nr. 3— hig und beauftragen Sie, bei Fällen von Zuwider— „pbaandlungen gegen die vorerwähnte Gesetzesbestimmung alsbaldige Anzeige zu erstatten, damit die Schuldigen zur Bestrafung gezogen werden können. rr Nach Maßgabe des Ausschreibens vom 9. November 1883, zu Nr. M. J. 25315— Ministerial-Amtsblatt Nr. 17— und vom 21. April 1884 zu Nr. 8812 und 9333— Ministerial-Amtsblatt Nr. 7— bilden die sämmtlichen Gemarkungen der Provinz Rheinhessen— Kastel und Kostheim einen Weinbaubezirk für sich, ebenso alle Gemarkungen der Provinz Starkenburg unter sich mit Ausnahme der Gemarkungen 0 n 10 und alle Gemarkungen der Provinz Oberhessen unter sich; es ist deshalb selbstverständlich auch die Einführung bewurzelter Reben aus einem e ieser Bezirke in den anderen unzulässig und strafbar. J. V.: Dr. Wallau. eller. Betreffend: Die Ferien in den Volksschulen. Friedberg den 6. August 1890. Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an die Schulvorstände des Kreises. J für alle Schulen begonnen; trotzdem fehlt noch aus einer ziemlichen Anzahl von 00 Die Sommer-(Ernte-) Ferien haben jetzt sicherlich Orten die vorgeschriebene Anzeige hierüber. cl N Die 5 8 Jhnen wollen dieselbe ohne Verzug erstatten und Sie alle wollen die nächsten Herbstferien, unter Angabe der Dauer, rechtzeitig anzeigen. Bei Festsetzung derselben durch die Gesammtschulvorstände ist zu beachten, daß Ihnen, ausschließlich der für die Feiertage 1. s w. bestimmt len, noch 42 Tage im ganzen zur Vertheilung bleiben, welche wir nicht überschreiten lassen dürfen. s w. bestimmten Ferien, noch 9 J. V.: Dr. Wallau. Etörtctu 1 zal Bekanntmachung. f In Gemäßheit der Instruction vom 30. August 1887 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Acne Macht im Frieden wird hiermit zur öffentlichen Kennkniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für den Monat Juli 6 1 1 5 acel 890 sich mit einem Aufschlage von fünf vom Hundert für den Centner berechnen wie folgt: Hafer M. 9.55, Heu M. 3.40, Stroh M. 3.95. sich sscheag Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 1 riedberg den 7. August 1890. 7 lage. 8 5 5 J. Vi Dr. Wallau. 0 0 4————————m————— de Bekanntmachung. In neuerer Zeit ist eine interessirte Firma bestrebt dem Saccharin Verwendung bei der Brauerei zu verschaffen. Der Zusatz dieses eren Beschaffenheit zu geben, andererseits bei ver— Stoffes zum Bier soll den Zweck haben, einerseits minderwerthigem Bier den Schein einer bess dorbenem, insbesondere bei sauer gewordenem Biere die eingetretene mangelhafte Beschaffenheit zu verdecken.. Da eine solche Art der Verwendung des Saecharins unter die Bestimmungen des 5. 10 des Nahrungsmittelgesetzes vom 14. Mai 1879 fällt, o verwarnen wir hiermit alle Bierbrauer und Gastwirthe des Kreises vor Verwendung des Saccharins zu dem angegebenen Zwecke und eröffnen deuselben gleichzeitig, daß wir bei uns zur Kenntniß kommenden Uebertretungsfällen unnachsichtlich die Bestrafung der Betreffenden veranlassen werden. Friedberg den 7. August 1890. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. cher hof. durch Gendarm Schreck in Homberg; Friedrich Schack von Weitramsdorf, durch ttel, Erledigt. Die Ausschrelben gegen Karl Friedrich Göring von Goldlauter, f Bu vile Gendarmen Bach und Steinbach in Frtedberg, und Nikolaus Braun von Klein⸗Steinhelm, durch Gendarm Steinbach in Friedberg. 5 15— Frtebberg den 6. August 1890. Der Großherzogliche Amts anwalt! 2 f 0 Krämer. * 7 ee. 4 25 1 1 4 8 * — Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche ist in den Gemarkungen des Kreises Schotten erloschen. Friedberg den 7. August 1890. Bekanntmachung. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Vieh, welches zum Schlachten bestimmt ist und ohne we scheinigungen des Inhalts auszustellen, daß der Ort und das Gehöft, K auch kein Seuchenausbruch in den 100 Dieser Scheine bedarf der Viehhändler; Ueberhaupt bedarf nur der Viehhändler, der Landwirth, der selbstgezogenes Zustande am Orte der Untersuchung befunden habe. Diese Scheine müssen enthalten: Ort, Dat transportirenden Thiere, jedes mitzuführende Stück Rindvieh nach Geschlecht, Schweine und Ziegen. Führt der Händler das Vieh von einem nichthessisch Bescheinigung noch weiter bescheinigt sein, daß die Gemarkung, en Orte ein, sehen sein. Schotten den 2. Auaust 1890. Nachbarorten im Umkreise von 3 Stunden bekannt geworden ist. welcher Vieh verbringt(also auch zu oder von einem Markte, des Gesundheitsscheines eines hierzu ermächtigten Thierarztes, durch welchen bescheinigt wird, daß das fragliche Vieh sich mindestens seit 7 Tagen in seuchefreien aus welcher das Vieh eingeführt wird, vollständig seuchenfrei ist. Alle hier einschlägigen Zeugnisse sind 5 Tage gültig, müssen datirt, unterzeichnet und mit dem Dienstsiegel der zuständigen Großh. Kreisamt Friedberg. J. V.: Dr. Wallau. Vieh ausführt, und der Metzger dagegen nichl, um der Ausstellung, Namen des Besitzers der zu Alter, Farbe, Abzeichen, die Zahl der mitzuführenden Schafe so muß in der von dem Thierarzte ausgestellkaff Behörde ver 11 Großherzogliches Kreisamt Schotten. fe 6 Schönfeld. Deutsches Reich. Helgoland, 6. Aug. Der Geh. Regie⸗ Darmstadt. Die Lehrer an dem Ludwig⸗ rungsrath im Reichsamt des Innern Wermuth Georgs⸗Gymnasium zu Darmstadt Dr. Balser, und Corvettencapitän Geißler trafen gestern Dr. Forbach, Fritz, Dr. Goldmann, Dr. Hahn, Abend hier ein und wurden von dem Gouverne— Lenz und Dr. Nehmeyer wurden zu Lehrern an mentssekretär empfangen. Am 9. August findet dem Neuen Gymnasium zu Darmstadt ernannt, die Uebergabe der Insel statt. Der„Nordd. dem Ortseinnehmer Jochim zu Birkenau wurde Allg. Ztg.“ zufolge trifft Kaiser Wilhelm am das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: 10. August hier ein. Die durch Maueranschlag „Für fünfzigjährige treue Dienste“, dem Lehrer verbreitete Bekanntmachung des Gouverneurs an der ersten Knabenschule zu Schotten Kleberger gibt das Ceremoniell der am Samstag erfolgenden der Charakter als Mitprediger verliehen, der Kreisbauaufseher Schwarz von Dieburg nach Darmstadt, der Kirchenrath Ewald in Darmstadt, unter Anerkennung seiner Dienste und Verleihung des Charakters als Geh. Kirchenrath in den Ruhestand versetzt, dem ev. Pfarrer Waas von Lampertheim die erste Pfarrstelle zu Darmstadt, dem ev. Pfarrverwalter Loos zu Flonheim die Pfarrstelle zu Flonheim, dem ev. Pfarrer Wissig, zu Rodheim die Pfarrstelle zu Lampertheim über- tragen. Berlin. Der Minister für Handel und Gewerbe hat die Ober-Bergämter beauftragt, Ermittellungen über den vorhandenen Kohlen- reichthum zu pflegen und die Resultate je nach Teufen von unter 700, zwischen 700 und 1000 und über 1000 Meter getrennt zusammenzustellen. Es sollen hierbei nicht blos die zur Zeit betriebenen Gruben berücksichtigt werden, sondern auch die Kohlenfelder derjenigen Zechen, welche jetzt nicht in Betrieb sind. Die Anordnung kann nur den Zweck haben, eine ungefähre Schätzung der Kohlenmenge vorzunehmen, welche nach den bis jetzt gemachten Aufschlüssen als vorhanden ange- sehen werden darf. Eine genauere Berechnung ist selbstverständlich ganz ausgeschlossen, immer— hin wird durch planmäßige, auf das vorhandene reichhaltige amtliche Kartenmaterial begründete Ermittelungen eine befriedigendere Beantwortung der Frage, wie lange der nach den bisherigen Auf— schlüssen vorhandene Kohlen reichthum Preußens noch vorhalten kann, ertheilt werden, als es bisher möglich war. Dr. Peters erklärte dem Correspon— denten des„Newyork Herald“ in Kairo, er werde nicht an die afrikanischen Seen zurück— kehren, sondern wolle das noch unbekannte So— maliland durchforschen. Er kenne Emin Pascha's Absichten, dürfe dieselben jedoch nicht verrathen. — Die auf Befehl des Kaisers angestellte Untersuchung der Verhältnisse der Weber im Eulengebirg hat ergeben, daß der durchschnitt— liche Wochenlohn eines Webers vier bis sieben Mark beträgt. Kiel. Wie verlautet, kommt der Kaiser am 14. August hier an und tritt, begleitet vom Prinzen Albert von Sachsen Altenburg und dem Reichskanzler v. Caprivi von hier aus Abends 10 Uhr auf der Kaiser-Vacht„Hohenzollern“ die Reise nach Rußland an. Carlsruhe, 7. Aug. Der Kronprinz von Dänemark ist gestern von dem Großherzog von Baden in Konstanz empfangen und nach Schloß Mainau geleitet worden. Der Kronprinz gedenkt bis zum Freitag auf Schloß Mainau zu bleiben. gabe. Uebergabe der Insel kund. Der deutsche Re— präsentant wird mit 17 Salutschüssen der Kriegs— schiffe und vom Gouverneur in Begleitung der Beamten und Einwohner empfangen. Bei der formellen Uebergabe den Artikel des Abkommens betreffend die Ueber— der englischen gehißt und von den britischen und deutschen Kriegsschiffen mit 21 Schüssen salutirt. Beide Flaggen werden dann bei Sonnenunter— gang gleichzeitig eingeholt. Am folgenden Morgen wird die deutsche Flagge allein gehißt. Der britische Gouverneur verabschiedet sich nach dem Salute der Flagge und begibt sich an Bord des englischen Kriegsschiffes„Enchantreß.“ Von dem deutschen Gouverneur wird er bis zum Landungsplatz begleitet und mit 17 Schüssen begrüßt. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Ischl. Der König von Rumänien trifft am 15. August hier ein, um den Kaiser von Oesterreich zu besuchen. Frankreich. Paris, 6. Aug. Der Senat nahm den Gesetzentwurf über die directen Steuern mit einigen Abänderungen mit 264 gegen 9 Stimmen an. — 6. Aug. Das englisch-französische Ab— kommen wurde gestern unterzeichnet. In den zu London ausgetauschten Erklärungen willigt die französische Regierung ein, die Abmachung von 1862 dahin abzuändern, daß sie die Errichtung des englischen Protectorates in Sansibar und Mascat gestattet und England in Anerkennung des französischen Protectorates auf Madagascar die englischen Consuln dem Exequatur der fran— zösischen Regierung unterwirft. Außerdem erkennt England die Grenze der Interessensphäre Frank— reichs in Ostafrika in der Verlängerung der französischen Besitzungen in Algier, am Senegal und Nigger an. Diese Erklärungen werden dem— nächst veröffentlicht werden. Wie die„Liberté“ vernimmt, betrage die von England in dem englisch-französischen Uebereinkommen anerkannte Grenzlinie der Einflußsphäre Frankreichs unge— fähr 1000 Kilometer in der Gegend des Nigers und des Tschadsees. Großbritannien. Cowes, 6. Aug. Kaiser Wilhelm ist mit den englischen Prinzen um 2 Uhr in Eastney eingetroffen, von dem Commandeur der Truppendivision von Portsmouth glänzend empfangen. Der Erzherzog Stephan und andere Officiere des österreichischen Geschwaders waren gleichfalls anwesend. Nach dem Diner wohute der Kaiser mit den englischen Prinzen einem die verliest der Gouverneur Hierauf wird die deutsche Flagge neben neue Angriffsmethode veranschaulichenden Ma⸗ növer verschiedener Truppentheile bei, wobei 4 wiederholt seine Befriedigung über die Leistungeh derselben kehrte der Kaiser nach Osborne zurück, woselbst Abends Familientafel stattfand. Portsmouth, 7. Aug. Die Landung Kaiser Wilhelms erfolgte heute programmmäßig. Die Matrosen der„Serapis“ und„Victory“ be, wo eine Ehrenwache des Vorkshire-Regiments aufgestellt war. Der Kaiser beendete 2 Uhr die Besichtigung der Dockyards. Er ver⸗ brachte den größten Theil der verfügbaren Zeit in der Fabrik für Torpedomaterial„Vulkan“. Der Kaiser nahm das Frühstück im Admiralitäts⸗ gebäude ein. Bei der Rückkehr des Kaisers mit der Dockeisenbahn nach dem Admiralitätshaus fuhr, als der Kaiser den Eisenbahnwagen ver— ließ, die Equipage des Admirals Commerell zu nahe an den Wagen heran. Der Kaiser sprang behend zur Seite, wodurch jede Collision ver— hütet wurde. Die Mannschaft des in Exeter garnisonirenden Artillerie- Detachements zer schnitt während der letzten Nacht alle Pferde geschirre und hintertrieb damit die angesagte Parade. Bulgarien. Sofia, 6. Aug. Nach officielle Meldung aus Konstantinopel ist die entgültige Bestallungsurkunde der bulgarischen Bischöfe in Macedonien dem bulgarischen Exarchen gestern übergeben worden. Es verlautet, der ökume— nische Patriarch habe sein Amt niedergelegt.— Der König von Rumänien hat seine Abreise in das Ausland um einige Zeit verschoben, und zwar wird, einer öfficiösen Meldung zufolge, König Karl erst nach der Rückkehr des Prinzen Ferdinand von Coburg das Land verlassen. Obgleich dieser Meldung keinerlei weitere Bemerkungen hinzu- gefügt werden, schreibt das Fr. J., so ist sie doch wohl nur dahin zu verstehen, daß man in unseren leitenden Kreisen von der Unmöglichkeit einer Krise im bulgarischen Nachbarstaate doch nicht in der Weise überzeugt ist, um die Abreise die Erhaltung der Ruhe und Ordnung im Nacht angezeigt erscheinen zu lassen. Serbien. Belgrad. Königin Natalie nach Schabatz und in daz Kloster Sveta Petka Demonstrationen befürchten läßt, ersuchte Ministerpräsident Gruitsch, die Königin möge die Reise unterlassen und der Regierung keine Verlegenheiten bereiten.— Zwel türkische Unterthanen wurden bei der Ueber schreitung der serbischen Grenze erschossen, we dieselben angeblich einen Raubanfall beabsichtigt hatten; drei Türken flüchteten verwundet über die Grenze zurück. Es wurden Erhebungen auf diplomatischem Wege eingeleitet. J Amerika. Buenos Ayres, 6. Aug. Die Kam“ mern genehmigten den Ruͤcktritt des Präsidentes Celman. Pellegrini wurde zum Präsidenten ge wählt, was überall günstig aufgenommen wurd der Truppen ausdrückte. Nach dem Vorbeimarsch. ö mannten die Raen, als die„Alberta“ mit dem an Kaiser und den Prinzen am Dockyard anlangte, I J gegen des Königs vor der eine gewisse Bürgschaft für barstaate gewährenden Rückkunft des Coburger,“ Da die Reise 90 110 San Salvador, 6. Aug. Nach einer in New wurde in säbdlicher Richtung der Stadt Cassel eine N N K t 1 nnn 1 0 1. Duppen, General Trungardy, die Stadt Chi- hat viele Fluren total vernichtet. An vier Orten wurden mula in der Nähe von Guatemala genommen durch Blitzschlag Brände verursacht. 1 1 die Regie Hamburg, 7. Aug. d dadurch Regierung gezwungen haben, folftes, welche wein Eil kernergh en werheste 90 T. i Nä 5— e Anzahl Truppen in der Nahe der Nee versuchte das Schiff in die Luft zu sprengen. Er wurde dt anzusammeln.— Der„Newyork Herald“ jedoch überwältigt und gefesselt. öffentlicht eine Depesche aus San Salvador, Berlin, 6. Aug. In der heutigen Sitzung des uch welcher die Truppen von San Salvador e e e ee Professor Aber . eten im Ganzen 7056 Karten an Mitglieder eil⸗ ger Schlachten in Guatemala gewonnen haben nehmer und Damen ausgegeben worden. Amerika sel Men.— Am 4. August wurden dreitausend durch 623, Rußland durch 421, Großbritannien durch atemalische Aufrührer durch die regulären 353, Frankreich durch 173 Thellnehmer vertreten. Hierauf uppen Guatemalas unter Pedro Barrillas, 1 e a 52 2 7 ators Bace ei, wona er nächste Congre em Bruder des Präsidenten, geschlagen und im Jahre 1893 zu Rom abgehalten werden soll rstreut. 1 a Berlin, 7. Aug. Im Glogauer Pionier-Magazin Chin a. Shanghai, 6. Aug. Eine Meldung brach Feuer aus und verbrannten die säwmtlichen Wagen a 8 t dem Feldtelegraphen des 5. Armeecorps und die r„Times“ von hier besagt, daß eine aus gu 8 90 0 Kriegsgarnstur der Pioniere. Am Tag nach dem Brande 9 oldaten und Bauern bestehende Menge die sollte, wie der„Voss. Ztg.“ gemeldet wird, eine General ö ch Lutai führende Eisenbahn unter dem Vor- revision des Magazins durch den Inspeetor der ersten fande zerstörte, dieselbe habe die verheerenden Plonterinspectten stattfinden. de wemmungen verursacht. Die Behörden. Wien, 6. Aug. Der Personenzug Wlen-Eger entglesse 0 bersch 9 l sach 1 ehoͤrd in der letzten Nacht. Die Maschine und 11 Waggons jeben den Ausschreitungen gegenüber unthätig. stürzten den Damm herunter; dieselben sind stark beschädigt. Aus Stad nd. Von den Reisenden wurden 2 getödtet, 30 verwundet. briedberg 1 en dieser Stelle Ferner wurde der Heizer getödtet, der Lokomotivführer . 5— schwer verwundet. Als Ursache des Unfalls ist die Unter— ö af den zweiten zur Ausstellung nach Bremen von Frank⸗ 8 N 2 g K 10 es 3 e 55 1 3 8. 8 0 des Bahnkörpers infolge 1 3 1 f 23 eines Wolkenbruches anzuseben. i Nette, den be l n n Der.„, de, fee 8. ach Sent Mee eitg,„Ein Besuch in Bad⸗Nauheim“ betitelt, entnehmen e d N d* deulsche. 5 mae zir Folgendes:„So wanderte ich, die köstliche Luft mit nenen an ener ee 5 ebagen einschlürfend durch die weiten in großem Stile ngeäschert, 10 Wenschen Ind 17 00 und 1000 obdachlot. S r 11 eee e e Toulon, 6. Aug. Auf dem Torpedoboote„Coureur“ Leden Szumen an den herrlichen, geschmackboll arran- eplodirte ein Damdfeheunder; duet Heizer wurden ver⸗ erten Baum ru en lnserfort s wollte gar kein Ende es Sanee e. N Ae e* N 10 die Zabl, eee neuerdings auf das schärfste die Mangelhaftigkeit der 5 i endlich 8 5 9 1 Parb Maschinen und die geringe Schulung der Bedienungs— 5„ nat 8 1 N t der Kriegs. umfaßt ca. 350 hessische Morgen,— exmüdet mich nieder- 8 2 8 e Valencia sind ö 1„— gestern 62 Cholera Erkrankungs. und 21 Todesfälle vor⸗ Uichen Ferublick übe ble 8 e Mee gekommen. Es werden energische Schutzmaßregeln ergriffen, chen Fer Über. N um die Cholera von Madrid abzuwehren. In der Provinz 2 EK ek eingegangen Depesche von hier soll der mächtige Wasserhose sichtvar; ob dieselbe nledergegangen, heute Morgen um 7 Uhr mittelst Elektrieität im Ge⸗ fängniß von Auburn im Staate Newyork hingerichtet. Ein heftiges Hagelwetter Die Hinrschtung selbst gewährte ein entsetzliches Schau— Newyork, 6. Aug. Der Mörder Kemmler wurde spiel, da die Stromstärke entweder nicht richtig bewirkt wurde, oder die Berührung der Elektroden mit dem Der Kapitän eines Pulver- Körper des Deliaquenten nur unvollkommen war. Der Tod trat deßhalb nicht augenblicklich ein. Der Strom mußte dreimal erneuert werden. Infolge des gräßlichen Verlaufs der Hinrichtung dringt die Presse einstimmig auf die sofortige Abschaffung der Hinrichtungsmethode durch Elektrieität. Handel und Verkehr. Frankfurt, 7. Aug Fruchtbericht Htes. Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 34.00— 35.00, Nr. 1 M. 32 7533.75, Nr. 2 M. 29.50-30.50, Nr. 3 M. 28.50— 29.50, Nr. 4 M. 24.00 bis 25.50, Nr. 5 M. 19.00— 20.0, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 62.00 64.00, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 30.00-31.00, Roggenmehl loco hier Nr. 0 M. 28.50- 29.50, Nr. 0/1 M. 26.50— 28.50, Nr. M. 24.50— 25.50. Obige Preise versteben sich per 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen (Eingesandt.) Wir begrüßen und mit uns gewiß alle Musik- und Gesangsfreunde unserer Stadt das Wiedererscheinen des Süddeurschen Männer Sextetts mit ibrem Piston-Virtuosen Herrn Erich Beck, welches bei seiner Rückreise von der Con⸗ certtour vom Rhein und Westfalen in Dortmund, Düssel⸗ dorf(Tonhalle), Bonn(Bethovenhalle), wo dasselbe überall mit großem Erfolge gesungen und welches bei Gelegenbeit eines nochmaligen Engagements der Kur— Direktton in Bad-Nauhelim auch bei uns in Friedberg ein nochmaliges Concert im Saalbau heute Freitag den 8. August beabsichtigt. Wir wünschen den wackeren Sängern den besten Erfolg und ein volles Haus. 3153 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Samstag den 9. Aug. Stadtkloche, Nachmittags 2 Uhr: Vorbereitungspredigt und Beichte. 0. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Velte. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10¼-Ubr: Herr Pfarrer Velte. Tnlagen, die eleganten Badehäuser, die prachtvollen Toledo tritt die Epidemie verheerend auf. Saum⸗Alleen; von da ging ses an den großen, romantisch b 3 9 8 1 gelegenen Teich,— derselbe bat eine Wasserfläche von Warschau, 6. e Städte Jedlinsk(Gou⸗ 0 Morgen,— um den uns marche größere Stadt be vernement Raban! und Bozkt(Gouvernement Grodno) uelden dürfte, von da wleder durch die sauberen breiten wur nen durch e fat ganz eingeäschert. Jeg Alleen in die gedeckte Trinktalle, von wo man eine Athen, 5. Aug. Ueber eine furchtbare Katastrophe, mtzückende Aussicht auf die unendlich schönen Anlagen deren Schauplatz der seit mehr als zwei Jahrtausenden bat und bei schlechtem Wetter in aller Ruhe seine Trink- berühmte Berg Athos war, ist zu berichten Der größte kur gebrauchen kann. Der Schöpfer der von aller Welt Theil der prachtvollen uralten Waldungen, welche diesen dewunderten Anlage ist der königl. Gartenbau: Direktor Berg bedeckten, ist in Flammen aufgegangen. Auch zahl⸗ c. Stesmeyer in Bockenheim(Firma: Gebr. Siesmeyer). reiche Menschenleben sind zu beklagen. Nicht weniger 1 8 1 0 2837/5 l als zwanzig Mönche haben in dem brennenden Walde Dtieselbe wurde in den Jahten 1853/54 angelegt und Tod gefunden. Der Widerschein des Brandes fteht seit dieser Zeit unter dessen Oberleitung. Die ihren Tod gefunden. Wlderf r emtnts f 1 N u allt Pi die engt 8 82* Dankbare Stadt erkannte die Verdienste des genialen war von 18 N 2 155 8 1 2 125 Schöpfers ihrer Anlage durch Verleihung des Ehren. Nigtische Meir zu ehen ern e erhebt si Nad eff Fürgerrechts di 95 kur bessische Regierun sprach am Ende einer schmalen Landzunge bis zu einer Höhe . 18 an, die frühere kur hessische Reg! 9 von 1935 Meter über den Meeresspiegel. Seit dem vemselben in ehrenvollster Welse ihre Anerkennung aus; G pi n Der jetzige Landesherr, der Großberzog von 1 de dee ee geh an Slesmeyer den Orden Philipps des Großmüthigen 3 5 5 b 0 7 1 und flawischen Mönchwesens. Noch heute besteben auf 3 n Hofgarten Ingenieur und dem Helen Berge 20 Hider. Zablrelche Klauen, 1 5 ö Ber f a 2ratgl— Alsfeld. Von einer Wiener Aetiengesellschaft wurde e 9 70 1 155 „ Abreise en der Nähe des hiesigen Bahnhofes Gelände angekauft 1g eile, beg vis den e e 3 5 8 zur Errichtung einer größeren Möbelfabrik. Eine vier un„ fer g .— nenden Walde nicht retten konnten. Die Zahl der llerlei. Mönche, welche auf dem Berge Athos wohnen, wird — Nachmittag gegen 5 Uhr mit vier bis sechs Tausend angegeben. Cassel, 6. Aug. fallenen Mönche Eremiten waren, die sich aus dem bren Abendmahl. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Eckstein. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Velte. Katechismus lehre. Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Ubr: Beicht; 3/47 Uhr: Austhetlung der heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Bei einem Besuche Gießens sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, nicht zu versäumen, das Möbel⸗ fabrik Lager von Tb. Brück, Schloßgasse 16, zu be⸗ sichtigen. Selbst für Nichtksufer bietet das ausge⸗ dehnte Lager selbstverfertigter Möbel großes Interesse. Doch besonders zu brücksichtiden ist die Ausstellung von 16 completen Musterzimmern, 1 die versehen mit Teppichen, Vorhängen, Spiegeln und Bildern ꝛc, einen guten Eindruck erzielen und dem Käufer ein klares Bild geben, auf welche Weise er sein Heim schmücken soll. 2484 Sonderzug von Frankfurt a. M. nach Arbeits⸗Vergebung. Bremen über Cassel-Hannover. Montag den 11. d. Wis., Vormittags 10 Ubr, sollen Gleichwie am 5. d. Mts. soll auch am 12. d. Mts. auf hiesigem Rathhaus die zur Erbauung eines neuen ein Sonderzug von Frankfurt a. 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Walz die Rückgabe de 5 9 Vollmachtsurkunden beharrlich verweigert, so sieht meg 8 N f 5 8 7 5 Client der öffentlichen Erklä ich laßt, daß ausgeführt von der auf der Kunstreise nach Hamburg begriffenen Kapelle(30 Mann) des königl. sämmtliche 1 8 940 W 1 Pionier-Bataillons Nr. 15 von Straßburg i. E. ertheilt gewesenen Vollmachten durch Widerruf längst er Direktion Herr Kapellmeister Kühne. 7 77 0 8 daß 1 10 1 50 8 1 0 Pf 8 Familien-Bi 9. erechtigt„ meinen ienten en Herrn Gutsbesitzen Entrée 40 Pf. a ae Familien-Billet: 3 Personen S N J. May III. in Staden, Irgendwie zu verpfc 10 N 9 8 Programm an der Kasse. 3094 überhaupt zu vertreten. 2 10 8 g N. 5„% 7 Friedberg, 24. Juli 1890 1 9 Oss enheimer Wäldchen Der Generalbevollmächtigte des Gutsbesitzers J. May III, U 5 in Staden: 1* 3 10 Na S 0 2 7 er 5 2 L. Seyd, ö 0 15 Nächsten Sonntag den 10. 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Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel. 1* Eber⸗Versteigerung. Donnerstag den 14. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, soll ein der Gemeinde gehöriger Eber auf dem Rath⸗ haus versteigert werden. Nieder⸗Florstadt den 8. August 1890 Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder⸗-Florstadt. Alles. Goldene Medaille, Weltausstellung Paris 1889. 1 0 d 8 . 3127 3161 kgkialer Vofzbellchs rt UAL AMT MASSHEENM PRklsk. Niederlage bei Georg Grofß in Friedberg, bei Con⸗ ditor Fritz in Bad⸗ Nauheim. 180 Kupferne ge 228 Waschkessel 8 halte stets auf Lager Bad⸗Nauheim. Friedrichsdorfer Zwieback empfiehlt 69 Ph. Dan. Kümmich. 0 Heinrich Knieriem II. 3143 Pferde Nennen des Rheinischen Renn⸗Vereins in Frankfurt a. M. am 12. u. 18. August 1890. Nachmittags 3 Uhr. am Forsthaus. 14 Rennen mit Preisen zusammen im Werthe von ca. 49,000 Mark. Eintritts⸗Preise: M. 10. Zweiter Platz jeder Tag 5. Steh-Platz jeder Tag Mark 1.50. 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