Donnerstag den 4. Dezember. * 4 143. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. nnoncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconko bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets durch die Post nachgenommen. ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von zimt Saalbau. uf für . att, infehlbar bis zum 20. J. Mts. entgegen. Friedberg den 1. Dezember 1890. Frledberg den 28. November 1890. hald auszufüllen und die Verzeichnisse an uns zurückgehen zu lassen. Amtlicher Theil. betreffend: Jahresberichte der Fabrik Inspektoren für 1890. 1 ö Letreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. N Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf unser Ausschreiben vom 25. Juli 1889— Kreisblatt Nr. 88— sehen wir der Vorlage der halbjährigen Tabellen Bekanntmachung. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Betreffend: Erbauung einer Kreisstraße von Nieder-Ros bach nach Rodheim. f Die Lieferung der noch nöthigen Chaussir-, Wandsteine und des Kieses zur Erbauung rubre. Straßenstrecke soll Montag den 8. Dezember l. J., Vormittags um I Uhr, auf dem Rathhause zu Nileder⸗ Rosbach einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Friedberg den 2. Dezember 1890. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Mit nächster Post werden den meisten von Ihnen Verzeichnisse der in Ihren Gemeinden befindlichen, der Aufsicht des Großh. Fabrik⸗ Inspektors unterliegenden Fabriken und diesen gleichgestellten Anlagen zugehen und beauftragen wir Sie, die sechs letzten Spalten derselben als— Was die Ausfüllung betrifft, so werden Sie in der Lage sein, die vier letzten Spalten des Verzeichnisses auf Grund des Formulars C, welches Sie auf Grund der Anweisung für die Ortspolizeibehötden vom 10. Dezember 1878, betreffend die Ausführung der Vorschriften der Gewerbeordnung über die Arbeitsbücher und die Beschaftigung der Arbeiter— nen und jugendlichen Arbeiter in Fabriken anzulegen haben, eventuell auf Grund des nach§ 138 der Gewerbeordnung in den Fabrikräumen aus gehängten Verzeichnisses der jugendlichen Arbeiter, leicht und rasch auszufüllen. Auch die Zahl der erwachsenen Arbeiter über 16 Jahren, welche in den zwei vorhergehenden Spalten des Verzeichnisses vorzutragen ind, werden Sie durch Umfrage ohne große Mühe ermitteln können. Wir bemerken ferner behufs richtiger Ausfüllung des Verzeichnisses das Nachstehende: 1. In dem Verzeichniß sind vielfach Gewerbe vertreten, welche nur zu gewissen Zeiten des Jahres betrieben werden und zur Zeit der Erhebung der Arbeiterzahlen für den Jahresbericht nur wenig oder gar keine Arbeiter beschäftigen, wie z. B. die Ziegeleien. Hier sind die für die Zeit des Betriebs solcher Anlagen im Jahr 1890 giltigen Arbeiterzahlen in das Verzeichniß einzutragen. 2. Es erscheint zweckmäßig, daß die im Jahr 1890 neu entstandenen Fabriken ꝛc., d. h. gewerbliche Betriebe mit mehr als 10 Arbeitern und solche mit regelmäßiger Benutzung von Dampfkraft, sowie Hüttenwerke, Bauhöfe und Werften, welche etwa noch nicht in das Verzeichniß aufgenommen sind, zugesetzt werden und bei den Betrieben, welche im Jahr 1890 aufgehört haben, eine bezügliche Bemerkung im Verzeichniß gemacht wird, damit die Angaben des Jahresberichts, auch in dieser Beziehung möglichst zuverlässig und vollständig werden 8 Schließlich empfehlen wir Ihnen, aus der Erhebung der Arbeiterzahlen Veranlassung zu nehmen, gleichzeichtig eine Revision bezüglich der Arbeitsbücher, Arbeitskarten, Anmeldung der jugendlichen Arbeiter, Arbeitszeit, Plakate und Listen der jugendlichen Arbeiter auszuführen. Die ausgefüllten Verzeichnisse müssen spatestens Freitag den 12. l. Mts. unfehlbar in unseren Händen sein. Dr. Braden. Friedberg den 2. Dezember 1890. Dr. Braden. f Im Gehöfte des Georg Peter Blecher zu Ober-Rosbach; des Balthaser Berges II. zu Petterweil; des Johann Peter Bell i Ilbenstadt; des Wilhelm Nagel und des Christian Luther zu Stammheim; des Friedrich Schmidt, des Johannes Böckner und des 1 Heorg Jakob Runkel zu Assenheim ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und Gehöftsperre angeordnet worden. S Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Die Maul- und Klauenseuche in den Gehöften des Friedrich Haydorn und des Friedrich Fuchs in Assenheim ist erloschen und die angeordnete Sperre über die Gehöfte aufgehoben worden. Friedberg den 29. November 1890. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Punt 1 Deutsches Reich. Darmstadt, 2. Dez. S. K. H. der Groß⸗ herzog wird heute Abend mittelst Sonderzuges von Rosengarten hierher zurückkehren. Donnerstag Abend begibt sich der Großherzog nach Char— lottenburg, um, einer Einladung des Kaisers folgend, an den Hofjagden in der Göhrde theil— zunehmen. — Die Steueraufseheraspiranten Dietz aus Schaaf— In helm und Dölcher aus Trösel wurden zu Steueraufsehern emannt, der Landgestütsdiener Metz I. in den Ruhestand birsetzt, dem Pfarrverwalter Dittmar zu Walldorf die 12 er, Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrer Walz zu Grüningen g die ev. Pfarrstelle zu Lang⸗Göns, dem Pfarrer Volp zu i Rohrbach die ev. Pfarrstelle zu Allendorf a. d. Lumda, „ ub dem Pfarrer Werner zu Lindheim die zwette ev. 7 Pfarrstelle zu Nidda übertragen. — Militärdienstnachrichten. Prinz, Vizefeldw. vom dedw.⸗Bezirk II. Berlin, wurde zum Sek. Lt. der Res. e J. Or. Inf. Regts. Nr. 115 befördert; Münch, Weiß 5 eg, Wledem ann I., Wiedemann II., Sek. Lts. der Ref. dis Magd. Train-Bats. Nr. 4, als Res.⸗ Off. zum Gr. 5 Bat. Nr. 25 versetzt; Schneider, Bömper, Vizefeldw. un Landw.⸗Bezirk Mainz, zu Sek. Lis. der Res. des Ir, Inf. Regts. Nr. 117, Paul, Vizefeldw. von dems. en ebw. Bezirk, zum Sek.⸗Lt. der Res. des 6. Thür. Inf. Nets. Nr. 95, Breldenbach, Sek ⸗Lt. der Res. des Gr. Ii Art. Regts. Nr. 25, Finger, Sek. Lt. der Feld Art. ö Uufg. des Landw. Bez. Mainz, Pfaff, Sek. Lt. der 1 Feld Art. 2. Aufg. des Landw.⸗Bez. Worms, zu Pr.⸗Lts., Joseph, Pr.⸗Lt. der Feld Art. 1. Aufg. des Landw⸗Bez. II. Darmstadt, Link, Pr.⸗Lt. der Feld-Art. 1. Aufg. des Landw.⸗Bez. Erbach t. O., zu Hauptleuten, Lohe, Vize— wachtm vom Landw. Bez. Mainz, zum Sek. Lt. der Res. des Feld Art. Regts. Nr. 3, Schulze, Strebel, Vizewachtm. von dems. Landw. Bez., zu Sek.-Lts. der Res. des Nass. Feld Art.-Regts. Nr. 27 befördert; Braun, Merck, Becker, Sauer, Sek.⸗Lts, der Res. des Train-Bts. Nr. 11, als Res. Off. zum Gr. Train-Bat. Nr. 25 versetzt; Neeb, Vizefeldw. vom Landw. Bez. Mainz, zum Sek.⸗Lt. der Res. des Fuß Art. ⸗Regts. Nr. 3 befördert. Berlin, 1. Dec. Die heutige militärische Feier anläßlich der Thronbesteigung des Großen Kurfürsten nahm einen glänzenden Verlauf. — Das Fr. J. schreibt von hier: Es darf heute schon als feststehend betrachtet werden, daß im kommenden Frühjahr und zwar in einer Stadt Süddeutschlands ein nationalliberaler Par— teitag stattfinden wird behufs Neufassung des Parteiprogramms. — Die„Colonialzeitung“ veröffentlicht ein Schreiben Emin Pascha's, welches als die nächste und wichtigste Aufgabe, um die deutsche Macht in Afrika zu befestigen und den Kultur— aufgaben dort gerecht zu werden, die Schaffung eines festen Stützpunktes für die deutsche Macht im Innern bezeichnet. Tabora sei der geeig— netste Punkt hierfür. Die vollständige Unter— drückung der Sklaverei im Innern sei jetzt noch unmöglich und die Beschränkung auf die rück— sichtslose Unterdrückung des Sklavenhandels, die Verhinderung von Raubzügen zur Erlangung von Sklaven und auf die Aufhebung von Skla— venkarawanen sei angezeigt. Dazu sei aber eine militärische Machtentfaltung neben der Förderung der Missionsanstalten nothwendig. Neben Ta— bora als Centrum seien drei bis vier größere Stationen und weitere Stationen zweiten Ranges anzulegen. Die erste Bedingung für eine ge— deihliche Entwickelung des deutschen Besitzes in Ostafrika sei die definitive Besetzung des Seen— gebietes. — 1. Dec. Die Arbeiterschutz-Commission begann heute die zweite Berathung auf Grund der Vorberathung durch die Subcommisston. Die Socialdemokraten stehen gegenüber den Compro— mißanträgen der übrigen Parteien von eigenen Anträgen ab, welche für das Plenum vorbehal— ten werden. Zunächst wird der neue Paragraph 40a angenommen, wonach in solchen offenen Verkaufsstellen, deren Bedienstete an Sonn- und esttagen nicht zu beschaͤftigen sind, auch Gee Zollbefreiung für eine Anzahl Einfuhrartikel, Sasel nicht stattfinden darf, ferner§l namentlich für Zinn, Weißblech, Werkzeuge zum 55a, wonach an Sonn- und Festtagen der Ge— werbebetrieb im Umherziehen mit Ausnahme von künstlerischen Leistungen verboten ist. Sodann wird bei§ 105a der Compromißzusatz ange—⸗ nommen, wonach die Gewerbetreibenden Arbeiter zum Arbeiten an Sonn- und Festtagen nicht ver— pflichten können.— 2. Dec. Die Arbeiterschutz Commission nahm die weiteren Bestimmungen über die Sonntagsruhe nach den Beschlüssen der ersten Lesung an und änderte die Bestimmungen betreffend die Lohnzahlungen durch verschiedene Compromiß— anträge ab. Ebenso wurden die Bestimmungen über die Arbeitsbücher und den Besuch der Fortbildungsschulen angenommen, wobei Mi⸗ nister v. Berlepsch warm für dieselben sowie für ihren obligatorischen Besuch eintrat. — Der„Reichsanzeiger“ meldet, die Con— ferenz über das höhere Schulwesen werde am 4. d. M. im Cultusministerium zusammentreten. — 1. Dec. Das Abgeordnetenhaus verwies die Landgemeindeordnungsvorlage an eine 28glie— derige Commission. — 2. Dec. Reichstag. Bei Einbringung der Helgolandvorlage kündigte Minister v. Böt ticher an, daß die Einverleibung der Insel in den preußischen Staat am 1. April 1891 er— folgen werde. Die Frage der Einrichtung eines Kriegshafens sei noch nicht entschieden. Ein An— trag auf Commissionsberathung wird abgelehnt. Die zweite Lesung im Plenum findet morgen statt.— Es geht die Nachricht durch die Blätter, daß die Reichsregierung einen militärischen Nach— tragsetat in der Höhe von 50 Millionen ein bringen werde. Straßburg i. Els. Durch eine Verfügung des Unterstaatssecretärs ist mit Genehmigung des Reichskanzlers die Einfuhr italienischen Rind viehs in die Schlachthäuser der größeren Städte des Reichslandes gestattet. Ausland. Großbritanien. Dublin, 1. Dec. Eine heute stattgehabte Versammlung von der natio— nalistischen Partei angehörenden Mitgliedern der Municipalität beschloß mit 29 gegen 12 Stim men eine Resolution, in welcher erklärt wird, daß Parnell Chef der nationalistischen Partei bleiben solle. Dillon und O'Brien erließen da— gegen von Chicago aus ein Manifest, worin sie erklären, es sei unmöglich, daß Parnell ferner hin Parteichef bleibe; auch tadeln sie den feind lichen Ton des Parnell'schen Manifestes gegen Gladstone, Morley und das englische Volk. Italien. Rom. Nach einer Meldung der „Agenzia Stefani“ hat der König ein Amnestie dekret unterzeichnet, durch welches Personen be gnadigt werden, welche wegen Preßvergehens und einiger anderen Vergehen und Uebertre— tungen, einschließlich politischer Demonstratio nen, verurtheilt waren. Das Dekret begnadigt ferner Gestellungspflichtige, die vor dem 1. Ja⸗ nuar 1851 geboren sind. — Eine königliche Verordnung gestattet die Einfuhr gesalzener, geräucherter oder auf irgend— welche andere Weise conservirter deutscher Fleisch— waaren nach Italien, sofern dieselben mit einem . deutscher Behörden versehen ind. Amerika. Washington, 1. Dec. In einer Botschaft an den Congreß erklärte Präsident Harrison, die Silberacte habe bisher einen wohl thätigen Einfluß auf die Geschäfte ausgeübt. Der beträchtliche Goldvorrath der Union werde den Abschluß einer internationalen Convention über den uneingeschränkten Gebrauch geprägten und ungeprägten Silbers fördern. Eine Ab änderung der Mac Kinley-Bill sei gegenwärtig unzweckmäßig, man müsse die weitere Wirkung derselben abwarten. Es sei unbewiesen, daß der Tarif Handel und Industrie der Union ungün— stig beeinflusse, eher das Gegentheil.(12) — 2. Dec. Im Repräsentantenhause wurden mehrere Vorlagen eingebracht, um den Schatz secretär zur unbeschränkten Ausprägung von Silber zu ermächtigen. Mehrere andere Bills bezwecken Ackerbau, Wolle und gewisse Rohstoffe, sowie Aufhebung der durch die Mac Kinley Bill ein— geführten Zollerhöhung. Afrika. Sansibar, 1. Dec. Reichscom— missaͤr v. Wißmann ist heute hier eingetroffen. Das britische Protektorat über Witu wurde pro klamirt. Aus Stadt und Land. st. Friedberg. Eine vorläufige Feststellung des Ergebnisses der Volkszählung für hiesige Stadt ergibt eine Einwohnerzahl von 5364, mithin eine Zunahme der Bevölkerung gegen das Resultat der Volkszählung vom 1. Deebr. 1885 um 366 Seelen. 2 Friedberg. Die Vorbereitungen zur Wohlthä tigkeits Aufführung des hiesigen Gustav Adolf-Frauen Vereins am Sonntag den 7. December nehmen ihren ungestörten Fortgang und versprechen einen genußreichen Abend. Die Herren-, Damen- und Kinder Rollen des von Pfarrer Wagner in Darmstadt verfaßten Weihnachts spiels:„Angelikas Weihnachten, ein Kinderfestspiel in 7 Aufzügen“, werden unter der kunstverständigen und rühmlich bewährten Leitung eines Candidaten des Pre diger Seminars fleißig und gründlich geübt. Mit gleicher Unverdrossenhett und Tüchtigkeit werden von zwei hiesigen Herren die projektirten„lebenden Bilder“ vorbe reitet und auch die übrigen erforderlichen Veranstal tungen getroffen. Wenn keine störende Zwischenfälle ein treten, so dürfen wir voraussichtlich einer recht gelun genen und erfreulichen Aufführung entgegensehen. Das ausführliche Programm folgeeim Annoneentheil der nächsten Nummer des Oberh. Anz. Karten sind für Sperrsitze, Saal und Galerteplätze von Donnerstag ab bei Jean Rausch, sowie in den beiden hiesigen Buchhandlungen zu haben. Friedberg, 2. Deebr. Gestern Abend ½8 Uhr flog ein hellglänzendes Meteor ziemlich rasch von Nord west nach Südost. Es leuchtete unter zischendem Ge räusch wechselnd in verschiedenen Farben und erhellte die ganze Gegend. v. Friedberg. Der evangelische Arbeiter- und Handwerkerverein, von dem in einer der letzten Nummern des Anzeigers die Rede war, ist inzwischen ins Leben getreten. Derselbe zählt bereits über 30 Mitglieder und wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Sache, wenn sie einmal genügend bekannt geworden ist, täglich größeren Anklang finden wird. Der Verein sucht seine Mitglieder in allen Ständen ohne Ausnahme, möchte jedoch, wie sein Name andeutet, das Wohl der Arbeiter und Handwerker ganz besonders ins Auge fassen und auf der Grundlage christlicher und patrtottscher Gesinnung eine Vereinigung bilden, die dem Einzelnen nicht blos Schutz und Halt gegenüber irreführenden Zeitströmungen, sondern durch edle Geselligkett und geistige Förderung in mancherlei Weise bietet. Diesem Zwecke sollen vor allem die regelmäßigen Vereins abende dienen, die etwa alle 14 Tage abgehalten werden. Auch sog. Familten abende sind in Aussicht genommen Ein freundliches Vereinslocal in der Herberge zur Heimath stebt jeden Abend offen und bietet unterhaltende und belehrende Leetüre in guten Büchern und Zeitschriften. Um den Anschluß jedermann zu ermöglichen, erhebt der Verein von seinen Mitgliedern nur den geringen Monatsbeitrag von 10 Pfennig Für diejenigen, welche zum Beitritt geneigt sind, sei bemerkt, daß bet Kaufmann H. Binde wald und Uhrmacher Mayer, sowte in dem Vereinslocal Listen zur Einzeichnung offen liegen. W. Bad Nauheim Nach der vorläufigen Zu sammenstellung des Ergebnisses der Volkszählung durch die Zählungs⸗Commission hat die Stadt Bad Nauheim nunmehr 2922 Einwohner, also eine Zunahme von 276 Seelen gegen 1855 aufzuweisen. d. Darmstadt, 1. Dezember. Nachdem seltens des bygienischen Instituts an der Berliner Universität einem Delegirten der Großh. Regierung die Theilnahme an einigen Kursen zur Anwendung des Koch'schen Heilver fahrens zugesichert worden ist, hat sich in diesen Tagen Obermedizinalrath Dr. Neidhart zu diesem Zwecke im Auftrage des Ministeriums noch Berlin begeben Der— selbe ist zugleich beauftragt, wenn thunlich, eine Quanti— tät des neuen Impfstoffes zur eventuellen Verwendung in den öffentlichen Krankenhäusern des Großherzogthums zu erwerben. Mainz. Ein schrecklicher Unglücksfall ereignete sich am letzten Samstag in dem nahen Weisenau. Die Frau eines Fuhrknechts begab sich, um Einkäufe zu mäͤchen, von Hause weg und ließ drei Kinder im Alter von 1, 2 und 4 Jahren allein zu Hause. Bei ihrer Rückkunft fand die Frau die Kinder leblos in dem von Rauch an— gefüllten immer. Der sofort herbetgerufene Arzt konnte nur das jüngste Kind retten, die beiden anderen waren erstickt. Durch schlechten Verschluß der Ofenklappe soll das Unglück verursacht worden sein. Mainz. Die Verlegung des ersten Batalllons des 118. Regiments nebst Stab von hier nach Worms ist gestattet worden. Allerlei. Berlin. Die Blätter bestätigen das Gerücht, daß der Geheime Commerzienrath Bleichröder der Spender der bereits erwähnten Million Mark ist, welche zur Er richtung einer Hetlanstalt nach Koch'schem System für tuberkuloͤse Kranke bestimmt ist. Außer der Million überwies derselbe zu diesem Zweck noch Baugründe. 1 Berlin. Professor Koch lehnte dle Dotation ab, welche ihm reglerungsseltig angeboten wurde. lune Berlin. Der Reichskanzler hat die Einfuhr lebender 0 Schweine aus Rußland in die öffentlichen Schlachtböͤfe 0 von Thorn, Beuthen und Myslowitz unter gewissen Be, f. dingungen versuchsweise gestattet.—— Schweldnttz. Zur Audlenz beim Kalser ist, dem l Vernehmen der„Schweidn. Tägl. Rundschau“ zufolge, hen, der Stellenbesitzer Rieger in Glogau befohlen. Rieger 5 1 besitzt ein Mittel gegen die Diphterltis 9 55 kessen, Prag. Laut„Narodnt Listy“ wurden bet der Gru⸗ benkatastrophe in Brüz 87 Todte zu Tage gefördert, 68 chene Arbelter wurden gerettet. 10 0 Paris. Nach hier eingangener Meldung beschloß he ein zu dem Ende zusammengetretener Verein hervorra— A gender Persönlichkeiten der Hyerischen Inseln, dem Ge, in, Förd heimerath Dr. Koch in Berlin ein Etablissement für die Aitglledel Aufnahme und Behandlung von Tuberkulosen anzubieten d, ae resp zur Verfügung zu stellen. Tchaft den New Pork, 29. Nov. Während eines Fußball Wett- gehe kampfes in Princetown stürzte die Tribüne mit 1500 Per⸗ Die 5 sonen ein, gegen 10% find meist tödtlich verletzt Arma dis unden. Kehlkopf und Lunge vor Erkran- nannten Kung zu bewahren( in rauher Jahreszeit von Vert Pflicht aller Derer, cte ibre Gesundheit zur Erfüllung ihrer midesens Berufsobliegenheiten bedürfen. Durch Gebrauch der Faxy's oder hel Sodener Mineral-Pastillen, die auch bet schon eingetretenem bel Out! Katarrh heilsom sind, wird dieser Schutz erzielt. Erhält de einge lich in allen Apotheken und Droguerten à 85 Pfennig nung dur pro Schachtel 4686 fund mind Verein tt 9 0 0 1 det! B itte. e ö Damit auch dieses Jahr eine Christ bee enge; scheerung für die hiesige Kleinkinder⸗.. schule stattfinden kann, wird um gütige Bei- nn zu steuer von Geld und sonstigen Gaben gebeten, Aetungen Zum Empfange erklärt sich jede der Unterzeich- Iräbnten veten gern beyeit. 3 Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein. 9 Bertha Becker. Julie Sebastiani. ) Franz Adele Braden. Elise Steinhäußer. 1 9 7 des Auguste Engel. 3) Heini 7 l 8 a 10 8 Zeraelitischer Gottesdienst in Friedberg. J Ja Sabbathfeier vom 6. Dezember. Als! Beginn: Freitag Abend 3 Uhr 45 Min. da bestel Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Die Samstag Nachmittag 3 Uhr 15 Min. Runden Sabbithausgang 4 Uhr 50 Min- licht offe (Beginn des Chanukafestes) Bad Freitag den 12. Dezember: Neumond Thebet. Wochengottesdienst von Sonntag den 7. Dez mber 4699 an orgens 5/7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr(Synagoge), Während des Chanukafestes fällt der Abendgottes— Hel dienst an den Wochentagen im Gemeindezimmer aus. 0 Mit d Bekanntmachun. g.. tragen Der Naube mer Weg muß wegen vorzunehmender( Ulrkunger Aufgrabungen für einige Tage gesperrt werden. lüͤcklichen Friedberg den 3. Dezember 1890. deilenden Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. us der 4694 Steinhäußer. len u. in sich al * Die R Bekanntmachun Der Voranschlag der Gemeinde Massenheim liegt. 2 vom 6. Dezember d. J. an d Tage lang auf Großber— Höpfung zoglicher Bürgermeisterei dabier zu Jedermanns Einsicht 0 Tant offen und können Einwendungen hiergegen in dieser Frist* krster vorgebracht werden 1 Fabi Massenheim den 30. November 1890. en ausg. Großherzogliche Bürgermeisteret Massenheim. uud ihm Schmidt. 4683 mid lub! 8 8 de Der Voranschlag fag der Gemeinde Weckes heim für 189% liegt vom 8 1. Dezember 1890 ab 8 Tage lang auf unserem Büreau Vat offen 0 Weckesheim den 29 November 1890. ae Großherzogliche Bürgermeisteret Weckesheim. nin V: 0 u. 4692 Hilger, Beigeordneter. Mut. Handschuhe, Kragen, Manschetten, Cravatten, Hosenträger, Jagdwesten, Strümpfe, Socken, Halstücher, Corsetten, Corsetschoner, Unterröcke, Schürzen, Krausen, gehäkelte Kinderkleidchen, Schulterkragen, Gummiwäsche, Stroh, und Filzsohlen ꝛe empfiehlt in reichhaltigster Auswahl und nur guten Qualitäten 4513 C. F. Schleuning. Neue türkische Zwetschen, 9 Neues Mischobst per Pfd. 40 Pf., Neues Tutti Frutti pr. Pfd. 52 Pf. 9 N L. Pauly, 4685 vorm. C. Th. Kranz. u Bekanntmachung. Sch Unter dem 23. März 1890 wurde unter der Firma: „Nieder Mörler Spar und Vorschußverein, ein— getrogene Genossenschaft mit unbeschränkter Haft— er i pflicht“ 1. in mit dem Sitze zu Nieder- Mörlen ein Spar- und Vor— . Ae schußverein gegründet. Gegenstand des Unternehmens sst: leder 1) Die Verhältnisse der Vereins mitglieder in jeder de der Beziehung zu verbessern, die dazu nöthigen Einrichtungen befördert 0 zu treffen, namentlich die zu Darlehen an die Mitglieder erforderlichen Geldmtttel unter gemeinschaftlicher Garantle zu beschaffen, besonders auch müßig liegende Gelder an— zunehmen und zu verzinsen; 2) ein Kapital unter dem Namen„Stiftungsfonds zur Förderung der Wirthschaftsverbältnisse der Vereins e„emitglieder“ anzusammeln. Dieser Stiftungsfonds soll deten iets, also auch nach etwalger Auflösung der Genossen beg e schaft den Mitgliedern des Vereins bezirks in der in§. 35 0 eie festgesetzten Weise erhalten bleiben. Die Zeichnung für den Verein erfolgt, indem der Firma die Unterschriften der Zeichnenden hinzugefügt — werden. Die Zeichnung hat mit Ausnahme der nach— n„J benannten Fälle nur dann verbindliche Kraft, wenn sie vom Vereinsvorsteher oder dessen Stellvertreter und mindestens zwet Beisitzern erfolgt ist. Bei gänzlicher oder thetlweiser Zurückerstattung von Darlehen sowie — 2 33) billigen Coden. Herren- und Knaben-Anzüge, Ueberzteher, Joppen, Kalsermäntel, Hosenträger, Unterhosen, Unterjacken, Hemden in Wolle und Baumwolle, Hemdenstoffe, Kleider stoffe, Lama, Jagdwesten, Pferdedecken, Tischdecken, Bett⸗ decken, Corsetten, Regenschirme, Kaputzen, Unterröcke, fertige Betttücher und Strohsäcke, Handtücher, Tischtücher, Läuferstoffe, Bettvorlagen, Bettzeug, Barchent, Zwilch, Federleinen, weißen und rothen Damast, Cattun, Taschen⸗ tücher, Kragen, blaugefärbtes Leinen, Strickwolle, Futter Für ihnacht zeuge, Druckzeuge, Vorhangstoffe u. s. w. kauft man zurückgesetzte Alles am billigsten und in größter Auswahl bel f M. Netscher. Kleiderstoffe n eber. in Stuttgart einen großen Posten hochfeine Buckskin⸗ und Kammgarnstoffe, um wieder schnell abzusetzen, zu und sehr billigen Preisen. 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Mitglieder des Vorstands sind: Mani. 1) Franz Möbs Achter, zugleich als Vereins vorsteher, lhaußer. 2) Heinrich Möbs Zehnter, zugleich als Stellvertreter des Vereins vorstehers, ) Heinrich Möbs Sechster, ritdd 1) Heinrich Witzel Zweiter, ticdberg) Jacob Weil Erster, alle von Nieder-Mörlen. . Als Rechner wurde Peter Jacob Möbs Dritter von da bestellt. Die Liste der Genossenschafter liegt während der Dienst— funden des unterzeichneten Gerichts Jedermann zur Ein⸗ icht offen. Eintrag in das Genossenschaftsregister ist erfolgt. Bad Nauheim den 21. November 1890. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. 99 9** 5*— Hesser'sche Spielwersie. Mit der Fabrikation der Heller'schen Spielwerke it das Mittel gefunden, die Musik in die ganze Welt uu tragen, auf daß sie überall mit ihren zauberischen wende Virkungen die Freude des Glücklichen erhöht, dem Un 5 glücklichen Trost und Linderung verschafft und allen Fern⸗ deilenden durch ibre Melodsen berzbewegende Grüße eilten,[aus der Heimath bringt. In Hotels, Restauratio⸗ 5 nen u. s w. ersetzen sie ein ganzes Orchester und erwei— sin sich als bestes Zugmittel für das Publikum. N Die Repertoirs, auch der kleinsten Werke, sind mit 0 stinstem Verständniß zusammengestellt und die beliebtesten ten lie Schöpfungen auf dem Gebiete der Opern-, Operetten— „ Greßbe und Tanzmusik, der Lieder und des Choralgesanges sind 558 Cirficht in erster Linie berücksichtigt. 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Ss Auswärtige Correspondenten 1 1630.— W̃᷑ 4125 Unkosten-Conto 7 1806. 24 ohnung, Kassebestand pro 1. Dez. 1890„ 24064. 97 M. 401674. 58 Eingang. Ausgang. ö 1 i us gang. Cristallzucker. M. 8138.67 Wechsel-Conto-Corrent A. M. 73243. 88 7 8 7 505 5 Unterhalte von nun an Fabrtklagersrbesnsscher Raffinerten. „ 4796.63 Wechsel⸗Conto⸗Corrent B.„ 2446.524640 8 e ge Wilhelm Fertsch 87296.99 Wechsel-Bank-Conto„ 37429. 22 85 0 8 bestehend in 3 Zimmern, nebst Zubebör, ziehen bei gleich zu be⸗ C. F. Frick, Spengler. 10783.44 Wechsel-Giro-Conto 22877. 48— 3 0 78.0. 03 Wa ewe rden Gorgesz. 0 100.— Elegante Schlitten 25970. 55 Effeeten Conto 8171.49 zu haben bei G. Schudt J. Fürth's Erben. NN M. 218045, 51 M. 17034. 57 4661 in Friedberg. 8——-y— —ů — 8 — —— *— . 7 . pp— — — 55 7 5 1 1 11 ——— — ———— — ͤ—-— Musik Verein in Friedberg. Concert Sonntag den 14. Dezember 1890, Abends 7½ Uhr, im Trapp'schen Saale. Llatorog. eine Alpensage von R. Baumbach, Composition von A Thierfelder. 4689 zun dich eihnachts-Ausstellung O meiner 15 J. Heim, vormals Friedrich, lade hiermit ergebenst ein. l neben der Post. Damen⸗ckKinderhüte, Regenschirme r a ae Seen, Kragen, Manschetten, Unterröcke, Schürzen, Seidene und wollene Tricottaillen, Halsbinden, Shlips, Schmucksachen, Halstücher, Jäckchen, Röckchen, Hemden für Herren, Merceriewaaren, Schuhchen, Schlaber, Damen und Kinder, Federn, Blumen, Kopftücher, Kinderkragen, Hemdeinsätze, Barben, Bänder, Schleier, Plüschkragen, Hosenträger, Krausen, e Brautkränze, Kopfhüllen, Portemonnaies. Chemisetten, Taschen- Filetdecken, Wollene Herren- und tücher, Corsetten, Kordeldecken, Damenwesten, 4687 . Aletter, Friedberg, empfiehlt zu bekannt billigen Pretsen: llaussegen, G. Stramin- Stickereien, Leinen- Stickereien, Paradehandtücher, Schoner, Einladung des Volksbildungs-Vereins zu Friedberg zu dem Donnerstag den 4. Dezember, Abends 8 Uhr, über: Eine Wanderung in's Hochge- birge. Der Eintritt ist Jedermann gestattet. Friedberg den 1. Dezember 1890. 4690 Der Vorstand. ür Weihnachlsgehäck. 4696 J. A. Windecker. Dan. Kümmich. eingetroffen in Packeten zu 25 Pf, bei Wer Geld sparen will, der benutze meinen Aus- verkouf in: Halstüchern Normalhemden und Jacken, Winter; mützen, Gummikragen, Kinder mützchen, Filzsohlen, Portemonnaies, Cigarren-Etuls, Photographiealbums, Neeessatres, Brieftaschen ꝛc. ꝛc. Durch Vergrößerung meines Pelzwaarengeschäftes, des Werthes, Handeln ist ausgeschlossen. Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Wildlederhandschuhe zu 1 M.— 1 M. 50 Pf., Preis 2 M 50 Pf.— 3 M. 50 Pf. 4697 Rückenkissen, Bouquets, Pantoffel, angef. und e Hosenträger,,„ 5 Garnirte Artikel g 2 mit Zeichnung zu sticken, Tischläufer, Bett-Taschen, Cauevas- Decken Bürstentaschen, Leinen u. Tuch, in jeder Größe. Tischdecken, Tabletdeckchen. Papier ⸗Sachen(speziell für Kinderarbeiten). 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