A 90. Dienstag den 3. Juni. M 64. 18 Oberhessischer Anzeiger. Bd hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch a und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von werden stets durch die Post nachgenommen. „ ee 8 el Amtlicher Theil. . fend: Das Ober-Ersatz-Geschäft pro 1890. Friedberg den 23. Mai 1890. uugi d f fo Das diesjährige Ober-Ersatz Geschäft für den Kreis Friedberg findet Stühle, 0 dem untenstehenden Reiseplan am 9., 10., 11. und 12. Juni l. J., han ba in dem Rathhaussaale zu Friedberg statt. Hierbei haben zu erscheinen: Die von den Truppen-(Marine) Theilen abgewiesenen Einjährig⸗ Freiwilligen; sämmtliche, in diesem Jahre von Großherzoglicher Ersatz⸗Com⸗ mission Friedberg oder von fremden Ersatz Commissionen gemusterten, inzwischen in den Kreis Friedberg verzogenen Militärpflichtigen, . daferne dieselben nicht auf ein Jahr zurückgestellt worden sind. Gemüthskranke, Blödsinnige sowie augenscheinlich zum Militär Untaugliche, welche sich hier zum Ersatz⸗Geschäfte gestellt haben, haben nicht zu erscheinen. Die Ihnen unter Couvert zugehenden Ladungen wollen Sie den f Der Civil-Vorsitzende der Großherzoglichen Ersatz⸗Commission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und das Großherzogliche Polizei-Commissariat Wickstadt. Anzeige erstatten. Bei Zugängen ist der Loosungsschein des Betreffen— den der Anzeige beizulegen. Unter Hinweis auf die nachstehend abgedruckten Bestimmungen der Wehrordnung wollen Sie die betreffenden Militärpflichtigen bedeuten, daß sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie wegen unterlassenen oder nicht rechtzeitigen Erscheinens in eine der in diesen Bestimmungen bemerkten Strafen genommen werden, sowie dieselben weiter darauf aufmerksam machen, daß diejenigen unter ihnen, welche der Beorderung zum Ober Ersatzgeschäft keine Folge leisten, sich sofortige zwangsweise Vorführung zu gewärtigen haben. Sie selbst haben sich an den ge⸗ nannten Tagen, sofern an denselben Militärpflichtige aus Ihren Ge— meinden zu erscheinen haben, pünktlich einzufinden. Die der Großherzoglichen Ober-Ersatzcommission vorzulegenden Reklamationen werden unmittelbar nach der ärztlichen Untersuchung der Reklamirten in der Reihenfolge der betreffenden Liste verhandelt. Eltern manu i ärpflichtigen sofort zustellen lassen und dafür sorgen, das die⸗oder Geschwister von Militärpflichtigen, welche bei Beurtheilung der en reinlich und sämmtlich präcis zu der in der Ladung auge⸗ Reklamationen irgendwie in Frage kommen, wollen sie auf den Tag, an * gelenen Stunde erscheinen. welchem der betreffende Militärpflichtige zur Vorstellung kommt, Vor⸗ Sollten Militärpflichtige, welche der Großherzoglichen Ober-Ersatz-J mittags präcis zu der Stunde, auf welche der Militärpflichtige geladen Fonmission vorzustellen sind, bis dahin in einen anderen Aushebungs— ist, auf das Rathhaus dahier vorladen und dieselben zugleich auf die n en k verziehen, oder solche, in anderen Aushebungsbezirken Gemusterten[Nachtheile, welche ihr Nichterscheinen im Gefolge hat, hinweisen. „ zhre resp. Gemeinden einziehen, so wollen Sie hiervon sofort anber Dr. Braden. 30 Un Deutsche Wehrordnung. 1§ 26. 7. Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Ersatzbehörden J(§. 26, 7). R. M. G. 6. 33. b. Stehen solchen Militärpflichtigen gesetzliche An⸗ 1 ut puͤnktlich erscheinen, sind, sofern sie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe J sprüche auf Zurückstellung oder Befreiung von der Aushebung zur Seite, so können den!»„wurkt haben, mit Geldstrafe bis zu 30 M. oder Haft bis zu 3 Tagen zu bestrafen.] sie von den verstärkten Ober⸗Ersatzeommissionen dieser Vergünstigungen nur dann als betabeft moerdem können ihnen von den Ersatzbehörden die Vorthelle der Loosung(8. 66)] verlustig erklärt werden, wenn ihre Versäumniß in böslicher Absicht oder wiederholt r bu! snogen werden. Ist diese Versäumniß in böslicher Absicht oder wiederholt erfolgt,[erfolgt ist. R. M. G. 58 30, 4b und 33.„ Unter gleicher Voraussetzung können bebien on liegen die Vorausetzungen des§ 150 D. Str. G. vor, so sind sie unbeschadet der] solche Militärpflichtige von den Ersatzbehörden als unsichere Dienstpflichtige sofort en ihnen verwirkten Strafe als unsichere Dienstpflichtige(8. 66, e c) zu behandeln.] zur Einstellung gebracht und durch die Bezirkscommandeure einem Infantertetruppen- E 8 ist die Versäumniß der Gestellungspflicht durch Umstände herbeigeführt, deren[ü theil bezw. der nächsten Arbeiterabtheilung(§. 30, 4) oder dem nächsten in Betracht l, Beltigung nicht in dem Willen der Gestellungspflichtigen lag, so treten die vorer-[kommenden Marinetheil(Matrosendivistonen:§. 23, za, d und 8, Werftdivision: „ ee Finten Folgen nicht ein. R. M. G. 8. 33.§. 23, 20 und d) überwiesen werden(F. 68, 83). d. Ist die Versäumniß durch Um⸗ ra§. 66, 8. a. Vorweg Einzustellende sind solche Militärpflichtige, welche in einem stände herbeigeführt, deren Beseitigung nicht in dem Willen des betreffenden Militär⸗ en den Ersatzbehörden abzuhaltenden Termin nicht pünktlich erschienen und denen pflichtigen lag, so treten die unter a bis e erwähnten Folgen nicht ein. R. M. G.§ 33. 5 dltalb von den Ersatzkommissionen die Vortheile der Loosung entzogen worden sind 1 5 2 1 1 5 9 Reiseplan für das Aushebungs-Geschäft der 49. Infanterie⸗Brigade für 1890. Fendt—————————— Datum. Wochentag Ort 3011 1 ö ambutg, a 8 a Reisetour und Angabe der täglichen Dienstverrichtungen. eee, eee ee und Beginn des Geschasts. des Geschl. 0 2 stverrichtung l lionat.] Tag. 5 8 Reise nach Friedberg, Liste B, C, D, Beilage 1 bis 3, e gun 9. Montag, 9½ Uhr Morgens, Friedberg. Feld⸗Dienstunfähige, Invaliden. Revision der alphab. und Restantenlisten u 2 1 1 10. Dienstag, 8 Uhr Morgens,„ Liste E. 1—————--— 1 4. 4%* 11.] Mittwoch, 8 ½ Uhr Morgens, 2 A me„ 12.] Donnerstag, 8½ Uhr Morgens, 3 2 Liste E. 2 n Reise nach Lich. rl 15. ae. ac. Friedberg am 31. Mai 1890. beo. Die Wahlen zum XXVII. Landtag. die Großherzoglich„ Faue 0 en Bürgermeistereien Friedberg, Butzbach — Fh Göns, Münster, Hausen, Münzenberg, Trais⸗Münzenberg, Nach den Bestimmungen der Art. 47 und 48 des Gesetzes vom 8. November 1872, gende und die Wahlen der Abgeordneten betreffend, haben demnaͤchst i ien Zwecks Ersatzes der austretenden Abgeordneten durch Neuwahlen daß die Gemeinden Ho Indem wir andurch bestimmen, Trals-Münzen u Oes, sowie die Gemeinden Münzenberg und r Wahlmännerwahl dem Bürgermeister der am meisten be Junzenberg zusteht, und daß in jeder der vorgenannten verein Iuwohnern zu der zu bildenden Wahlcommisston zu wählen hat. Mit naͤchster Post werden wir Ihnen die Wahlformu N ckten Art. 6, 7 und 8 des Gesetzes vom 8. November 1872, Die Pro larien zu ch⸗Weisel, berg behufs des Wahlgeschaͤfts vereinigt werden, völkerten Gemeinde, igten Gemeinden der Gemeinderath eine U wie solche durch Gesetz vom Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg rbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hoch⸗Weisel, Maibach, Bodenrod, Langenhain, Nieder-Moͤrlen, Nieder-Weisel, Ober-Mörlen, Oppershofen, Ostheim, Pohl-Göns und Rockenberg. die Zusammensetzung der beiden Kammern der n der Kreisstadt Friedberg, sowie im III. Wahlbezirk der Provinz Ober— ue Wahlmännerwahlen stattzufinden. Maibach und Bodenrod, weiter die Gemeinden Münster und Hausen bemerken wir, daß die Leitung sohin den Büurgermeistern von Hoch Weisel, Münster und rkundsperson aus den stimmberechtigten tokolle hierüber sind demnächst dem Wahlprotokoll als Anlage B beizufügen. enden und beauftragen Sie mit Bezugnahme auf die nachstehend abge— J. Juni 1885 geandert wurden, mit der Bildung ne Die Aufstellung der Listen der Urwähler hat in alphabetischer Ordnung zu erfolgen, und erwarten wir über die vollzogene Aufstellg und Absendung der Listen an das betr. Großherzogliche Steuercommissariat bis längstens 15. Juni d. J. berichtliche Bezüglich der weiteren Vorbereitungen zum Wahlgeschaͤft, namentlich wegen Offenlegung maͤnner, werden Ihnen demnächst noch besondere weitere Verfüg Art. 6. Art. 7. welchem sie wohnen. Wobnort. Art. 8. Die Stimmberechtigung kann werden, welche Betreffend: Die Ablieferung der Vacanzüberschüsse erledigter Schulstellen an den Provinzialschulfonds, hier aus 188990. Das Großherzo liche Kreisamt Friedberg Wir bringen für diejenigen von Ihnen, bescheinigten Berechnungen des Einkommens und der Ueberschüsse Bel den Wahlen der Wahlmänner und der Abgeordneten sind nur Staatsbürger, welche das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, stimmberechtigt. Stimmberechtigt(Urwähler) bei der Wahl der Wahlmänner sind diejenigen Staatsbürger, welche selt Anfang des Rechnungs jahres, in welchen die Wahl vorgenommen wird, zu einer directen Staatssteuer herangezogen oder, wenn dies nicht der Fall ist, communalsteuerpflichtig sind, und zwar an dem Orte, an Wer in verschledenen Orten Wohnungen besitzt, kann nur an einem dieser Orte, und zwar nach seiner Wahl, die Stimmberechtigung ausüben. Für Militärpersonen, welche sich bel der Fahne befinden, gilt der Standort als Diejenigen gettven Militärpersonen und diejenigen Invaliden, welche gesetzlich Staats- oder Communalsteuern nicht zu entrichten haben, werden in Bezug auf ihre Stimmberechtigung so betrachtet, als entrichteten sie diese Steuern. von Denjenigen nicht ausgeübt im Uebrigen auf unsere früheren Ausschreiben insbesondere auf dasjenige vom 30. Maͤrz 1889, Bekanntmachung. Betreffend: Unterhaltung der Kreisstraßen, hler die Besetzung einer Krelsstraßenwärterstelle Die Stelle eines Kreisstraßenwärters für die Kreisstraße III, Straßenstrecke Bruchenbrücken— diese Stelle wollen sich bis zum 6 Junt bei Bezirksbauaufseher Friedberg den 29. Mai 1890. Erledigt. ö Unerledigte frühere Ausschreiben. Friedberg den 30. Mat 18990. Das Ausschresben gegen Georg Müller von Groß ⸗Robrheim, Zörb II. zu Friedberg vorstellen und ihr Gesuch durch Gendarm Hofmann in ungen zugehen und hat daher die Offenlegung der Listen vorerst nicht stattzufid 1. in der Ausübung des Staats bürgerrechts dadurch gehindert sind, ste a. unter Vormundschaft oder Curatel steben, b. Concurs erkannt oder Fallitzustand gerichtlich eröffnet worden ist, der Dauer dieses Coneurs, oder Fallitverfahrens; 2. in Folge strafrechtlicher gegen sie ergangener rechtskräftiger Verurthellung 1 von der Stimmberechtigung oder der Wählbarkelt in öffentlichen Angelegenheit ausgeschlossen sind, für die Dauer der Entziehung; 9 3. zur Zett der Wahl zu ihrem Lebensunterhalte eine nicht blos vorül gehende Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln beziehen oder in den 10 der Wahl vorhergegangenen zwölf Monaten bezogen haben; 4. mit der Entrichtung ihrer schuldigen directen Staatssteuer oder, falls 1 zu elner solchen nicht herangezogen sind, ihrer Communalsteuer zur Zeit der W. länger als zwei Monate sich im Rückstande befinden. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Schulvorstände des Kreises. welche noch damit rückständig sind, die Einsendung der von den Schulvorständen geprüften un! der in 1889/90 erledigten Schulstellen andurch in Erinnerung und verweise Ilbenstadt— Burg-Gräfenrode ist neu zu besetzen. 9 Anzeige. der Listen und der Vornahme der Wahl der Wa Dr. Braden. und zwar währ 0 Friedberg den 30. Mai 1890.. Oberhessischer Anzeiger Nr. 40, f Dr. Braden.: mit Leumundszeugniß dort abgeben Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. rkhardsfelden und Anton Tröfte von Schwanheim bel Höchst, bells Groß Karben. Mein Ausschreiben vom 29. April l. I,, gegen Wilhelm Geißler von Heuchelheim, bringe ich in Erinnerung. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Krämer. Deutsches Reich Friedberg, 1. Juni. Ihre Majfestät die Kalserin Friedeich nebst Prinzessinnen Töch— tern, Victoria und Margarethe, KK. HH., trafen heute Vormittag um 10 Uhr von Homburg zu Wagen auf dem Babnbofe hier ein. S. K. H. der Großherzog mit dem Erb— großherzoge, Königl. Hoh., und JJ. Gr. Gr. HH. die Peinzessinnen Victoria, Prinzessin Ludwig von Battenberg, und Alix, empfingen Ihre Majestät und fuhren alsbald mit dem bereit— stehenden Sonderzug über Gießen nach Station Zell Romrod, woselbst der Großherzogliche Kreis— ratb von Grolmaun die Allerhöchsten Herrschaften empfing. Sodann fuhren die Kaiserlichen, König— lichen und Großherzoglichen Hoheiten nach Rom— rod, woselbst sie im Schlosse abstiegen; später besuchten dieselben unter Führung des Decan Müller aus Alsfeld und des Pfarrer Schneider in Rom od die dortige Kirche. Nach dem Mittagessen im großen Saale des Schlosses fuhren die Allerhöchsten Herrschaften nach Alsfeld und von dort mit Sonderzug über Gießen hierher zurück. S. K. H. der Erbgroßherzog sind gestern Abend, begleitet von Amtmann Rönmheld, wieder nach der Unsersität Leipzig zurückgereist. Darmstadt, 30. Mal. Die zweite Kammer nahm das Gesetz betr. die Brandversicherungsanstalt für Gebäude im We sentlichen im Sinn der Regtierungs vorlage an, erledigte einige kleinere spruchreife Gegenstände und ver— tagte sich bis zum 17. Junt. Der vierte Ausschuß zweiter Kummer hat über den Antrag Hsann und Genossen auf Verstaatlichung der Hess Ludwigsbahn Berlcht erstattet und ist nach der bekannten Ecklärung des Staatsministers Finger gelegentlich der Verhandlungen über dle Neben— bahnen, der Ansicht, daß es zunächst nicht angezeigt sel, in eine ausführliche sachliche Erörterung des Antrags einzutreten. Die erste Kammer wird voraussichtlich vom 16. bis 18. Juni tagen und wird deßhalb auch die zwelte Kammer vom 17. bis 19. Juni zusammentreten. Wahr⸗ scheinlich wird Seine Königl. Hoheit der Großherzog den Landtag am 19. Junt persönlich schlleßen. Berlin, 31. Mai. Der„Reichs anzeiger“ meldet: Der Kalser ist gestern aufgestanden und konnte heute die Fußbekleidung wieder anlegen, sowie auch Gehversuche im Zimmer machen. — 31. Mai. Zu dem heutigen Gedenktage der 150 jährigen Thronbesteigung Friedrichs des Großen waren auf Allerhöchsten Befehl besonders feierliche Anordnungen getroffen worden. — Seitens der Staatsregierung finden Er— wägungen statt, ob es angezeigt sei, zwischen den Bundesstaaten eine Verständigung über die wichtigsten Punkte des öffentlichen Wasserrechtes anzubahnen. — Die Minister des Innern und für Handel und Gewerbe haben, nach dem F. J., die Regie— rungspräsidenten durch Erlaß vom 13. d. M. veranlaßt, die Gemeinden darauf hinzuweisen, daß es wuͤnschenswerth ist, daß für Unternehm— ungen, deren Entwickelung in ihrem Interesse liegt, soweit dieselben nicht aus den Mitteln der Gemeinde selbst und für deren Rechnung ins Werk gesetzt werden, deutsches und nicht aus⸗ ländisches Kapital herangezogen werde und daß die Gemeinden diesen Gesichtspunkt bei Ertheilung etwa erforderlicher Konzessionen und bei dem Abschluß von Verträgen mit Unternehmern sich gegenwärtig halten. Kiel, 30. Mai. Gestern traf hier zur Be— sichtigung der hiesigen Marineanlagen und der Bauten am Nordostsee⸗Kanal Prinz Ruprecht von Bayern ein. Sein Aufenthalt soll bis morgen dauern. Hamburg. Der Nordwestdeutsche Verein für Gefängnißwesen lehnte in seiner(15.) Jahres⸗ versammlung auf Antrag von Kirchenheim die Einführung der„bedingten Verurtheilung“ in die deutsche Strafgesetzgebung mit allen gegen drei Stimmen ab. Köln. Laut der„Kölnischen Volkszeitung“ wurde die Abhaltung der diesjährigen General— versammlung deutscher Katholiken in Coblenz statt in München beschlossen. Carlsruhe. Den„Berl. Pol. Nach.“ zufolge wurde Prof. Fürbringer behufs Consul— tation zum Erbgroßherzog nach Baden berufen. der Gerüchte von Verschlechterung des könen lichen Befindens des Erbgroßherzogs. München. Eine officielle Meldung besagt: Kultusminister Freiherr v. Lutz hat aus Gesund— heits rücksichten um seine Entlassung gebeten Der Polizeipräsidenten Dr. v. Müller zum Kultus; minister und den Minister des Aeußern Fehr, von Crailsheim zum Vorsitzenden des Minister⸗ rathes, welche Würde künftig stets dem jeweiligen Minister des Aeußern obliegt; der Prinzregent erhob ferner den Finanzminister Riedel in den erheblichen Freiherrustand und genehmigte dat Entlassungsgesuch des Ministers von Lutz in einem aäußerst huldvollen Handschreiben mit Ueber; sendung seiner(des Prinzregenten) Marmorbüste und ernannte Lutz zum Staats rath. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Gerüchte von einer Ministerkrisis und einer Ersetzung des Grafen Taaffe durch Bacquehem werden als unbegründet betrachtet. Pest, 31. Mai. Gestern fand die Abstimm— ung des Abgeordnetenhauses über den Antrag der äußersten Linken, das Heimathgesetz zu mod ficiren, um Kossuth das ungarische Bürgerrecht wiederzugeben statt und wurde der Antrag ml mehr als Zweidrittelmehrheit, 219 gegen 1 Stimmen, abgelehnt. Schweiz. Bern, 30. Mai. brechern, gegenüber dem Ausland festgestellt, Artikel 10 des Entwurfes lautet: Wegen pole tischer Verbrechen und Vergehen wird die Au“ lieferung nicht bewilligt. indessen bewilligt, wenngleich der Thaͤter einen politischen Beweggrund oder Zweck vorschüßt, sobald die lieferung verlangt wird, vorwiegend den Charakter eines gemeinen Verbrechens oder Vergehens hal, Die Untersuchung ergab die vollste Widerlegung über die Natur der strafbaren Handlung an oder daß über ihr Vermög Der Bundes/ rath hat heute den Entwurf zu dem Bundes gesetz, betreffend die Auslieferung von Ver“ Die Auslieferung wird Handlung, um derenwillen die Aus? Das Bundesgericht entscheidet im einzelnen Falle Prinzregent genehmigte dieselbe, ernannte den“ ö ö 1 Bewerber un en de en aft Men pege ö word 5 0 und des Thatbestandes. Wenn die Ausliefe— kung bewilligt wird, so stellt der Bundesrath den darum ersuchenden Staate die Bedingung, eder Auszuliefernde wegen seines polltischen Bweggrundes oder Zweckes nicht strenger be— endelt werden dürfe. 31. Mai. Heute I erzeichneten der deutsche Gesandte v. Bülow Sail bu d Bundesrath Droz als Bevollmächtigte den en zen deutsch⸗schweizerischen Niederlassungsver— ider brig. 10 Holland. Haag, 31. Mai. Officiell. Der n Cneralgouverneur von Niederländisch-Indien ee eegraphirt, die Lage in Edi(Atchin) sei eine gr stere geworden, da die Zahl der Feinde zuge— mmen habe. Der Radja, seinen Unterthanen Strauend, wäre in die Befestigung der Holländer Müchtet. Von Java werden Truppenverstärk— Agen abgesandt. Frankreich. Paris. Außer den bereits gmeldeten Personen verhaftete die Pariser Polizei uach zwei weitere Nihilisten namens Reinstein und Berditschewski, bei denen Abhandlungen ber die Fabrikation von Sprengstoffen gefunden duden. Es ist fast sicher, daß die Nihilisten . Complot gegen den Zaren geplant hatten. zer russische Gesandte von Mohrenheim beglück— 25 waschte Minister Constans zu den getroffenen l Laßregeln.— Die verhafteten Nihtlisten werden 100. bes wegen unbefugter Verfertigung von Spreng— 1 pffen angeklagt; die Maximalstrafe hierfür b rägt fünf Jahre Gefängniß; nach Verbüßung d Strafe erfolgt Ausweisung, aber keine Aus— e erung an Rußland, da das französische Gesetz d bloße Vorbereitung von Verschwörungen gen Souveräne nicht bestraft. Der in Gemein— aft mit den anderen Nihilisten verhaftete Dendelsohn ist in Deutschland ebenfalls schon vozgen socialdemokratischer Umtriebe bestraft werden. Er ist der Sohn eines reichen War— auer Bankiers, der Schwager eines in Berlin le enden Schriftstellers von Ruf. — Die hier eingetroffene letzte Post aus Dugkin bezeichnet die Lage dorten als unglücklich. mehreren Provinzen greifen Hungersnoth und Hiuberunwesen um sich; überall werden Handels— seaffe von Piraten angehalten, ausgeraubt oder u nigstens zu Abgaben gezwungen. In einer Jovinz herrscht neben der Hungersnoth auch Jiolera. Man zählt etwa 68 Todesfälle täglich. ie Piraten kommen bis in die großen Städte; werden zahlreiche Ueberfälle und Mordthaten grneldet; sämmtliche disponiblen Truppen sind des gerückt. Großbritannien. London, 29. Mai. em„B. Tabl.“ wird von hier gemeldet: Graf 1 kitzfeldt und Lord Salisbury hatten gestern an U ne lange Konferenz. Es kann als ausgemacht Nume z ten, daß die Verhandlungen über die Abgren— ung der deutschen und englischen Interessensphäre Centralostafrika vorläufig suspendirt sind und all nach Vertagung des Parlaments wieder auf— „ maommen werden sollen. Die Nichtanerkennung .. von Stanley für England abgeschlossenen Cie Aerträge ist jedoch nunmehr offiziell notifizirt. wende deulschland behalt in den Hinterländern seiner f herigen Sphäre bis zum Abschluß eines neuen d. 1 lbereinkommens vollständig freie Hand u den 4 Portugal. Lissabon. Nach einer Meldung K des R. B. von hier kam es am Seegestade bei 8 Vatze boa do Varzim zwischen Fischern und Zoll— dee fseumten, welche die ersteren an der Landung ee jon Contrebande zu hindern suchten, zu einem kanpfe, in dem ein Zollbeamter und sechs Der ben zicher getödtet wurden und zahlreiche Verwund— 7 1 ingen stattfanden. Berittene und unberittene 1 lbeamte sind inzwischen als Verstärkung dort „ e sigetroffen. f nn Serbien. Belgrad. Nach Beendigung der 12 1 Schabatz stattfindenden Festlichkeiten wird Auen! inig Milan eine kleine Reise durch das Innere 5 n e Landes unternehmen; in zahlreichen Ort— een staften wird bereits ein feierlicher Empfang 3„„ser bereitet.— Der Redacteur der fortschritt— 2 e ten„Domovina“ wurde plotzlich ohne Angabe ue, es Grundes verhaftet. 4 Bulgartlen. Sofia, 30. Mal. Im Panitzaproceß lautet das Urtheil gegen Panitza auf Todesstrafe, vorbehaltlich Begnadigung, Kalobkoff neun Jahre, Lieutenant Rizoff und Arnaudoff sechs Jahre, Pateff, Tschawdaroff Moloff und Kessimoff je drei Jahre, Stefanoff fünf Monate Haft. Die Uebrigen wurden frei— gesprochen.— 31. Mai. Panitza ist heute zu zwanzigjährigem Kerker begnadigt worden. Rußland. Warschau. Der Polizetwacht— meister wies 84 Ausländer aus, darunter 30 Preußen und 26 Oesterreicher. Aus Stadt und Land. Frledberg, 30. Mat. Nach einer gestern Abend stattgehabten Vorversammlung fand heute im Hotel Trapp die Hauptversammlung des Hess. Unterverbandes der Deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften statt, in welcher von 24 dem Verbande angehörenden Vereinen 20 durch etwa 60 Delegirte vertreten waren. Dem Ver bande sind die Vereine von Homberg(Reg.-Bez. Cassel), Neukirchen b. Ziegenhain, Ober Mockstadt und Rotenburg a. d. Fulda neu beigetreten. Aus dem Bericht des Ver bandsdirectors Diehls ist hervorzuheben, daß die Mit gltederzahl der Verbandsvereine Ende 1889 bis auf 16,694 gestiegen ist. Der Gesammtumsatz erreichte die Höhe von M. 181,796,000 gegen M. 143,204,500 in 1888. Vor⸗ schüsse wurden gewährt gegen Schuldscheine, Wechsel ein schlteßlich der Discontwechsel und im Conto Correntgeschäft im Gesammtbetrage v. M. 40,640, 0. Das eigene Ver— mögen der Vereine an Reservefonds und Geschäftsgut— haben hat sich gegen das Vorjahr um M. 289,000 ver⸗ mehrt und betrug Ende 1889 M. 5,439,639. Der Bericht erstatter hob rübmend hervor, daß in allen Vereinen das Streben nach Erhöhung des eigenen Vermögens, der Grundlage der Creditwuͤrdigkeit, ersichtlich se.. Sämmt liche Vereine haben die frühere unbeschränkte Haftpflicht beibehalten, bis auf einen kleineren sehr gut situfrteu Verein, der aber nur einen beschränkten Mitgllederkreis hat. Die Mittheilungen der Vertreter jedes einzelnen Vereins in alphabetischer Reihenfolge, ferner die Besprech ungen über die Unterscheidung und die Bedeutung der nach dem neuen Genossenschaftsgesetz zugelassenen Haft⸗ ordnungen, über die Revisionspflicht u. s. w. boten viel des Interessanten und sicherlich hat ein jeder Theilnehmer an der Verhandlung, die einschließlich einer kurzen Ruhe pause 6½ Stunden währte, aufs Neue die Erfahrung gemacht, daß der gegenseitige Aus tausch der gemachten Erfahrungen, die Belehrung und Anregung durch den Leiter des Verbandes sowobl wie der Anwaltschaft und des Vertreters der Deutschen Genossenschaftsbank nur segen— bringend wirken können. Kreisrath Dr. Braden, welcher als Vertreter der Regterung den Verhandlungen mit Auf— merksamkeit und Interesse gefolgt war, hob dieses in einer kurzen Rede ebenfalls hervor. Nach der anstrengenden [Sttzung, in welcher zum Schluß die Vereine von Reichels⸗ heim und Rotenburg durch das Loos zur Beschickung des demnächst in Freiburg i. B. stattfindenden allgemeinen Verbandstags auf Verbandskosten bestimmt waren, ver einigte ein ausgezeichnetes Essen die Genossenschafter für einige Stunden zu fröhlichem Zusammensein Eberstadt, 29. Mai. Ein junges Mädchen, welches seine zum Besuch hier gewesene Schwester eine Strecke nach Darmstadt begleitet hatte, wurde auf dem Rückwege von einem Infanteristen überfallen und zu vergewaltigen versucht. Dem Mädchen, welches, nebenbei bemerkt, über große Körperkräfte verfügt, gelang es, sich zu befreien und ihren Bruder zu benachrichtigen, der mit Hilfe des herbeigeeilten Waldschützen den Thäter festnehmen konnte. Allerlei. Coburg. Der Herzog hat heute den Rechtsanwalt Dr. Harmening in Jena begnadigt. Derselbe hatte von der ihm zuerkannten 6monatlichen Gefängnißstrafe bereits 3 Monat verbüßt. Echternach, 31. Mai. An der bekannten Spring⸗ procession betheiligten sich in dlesem Jahre nach amtlicher Erhebung 63 Geistliche, 4050 Sänger, 7072 Springer und 12 0 sonstige Pilger. Berlin, 1. Junt. Heute Vormittag gerieth das große königliche Fouragemagazin in der Magazinstraße in Brand. Dasselbe gilt für verloren. Bremen. Die Gesellschaft zur Rettung Schiff; brüchiger beging an dem Tage ihrer diesjährigen Jahres— versammlung das Jubiläum tbres 25 jährigen Bestehens. Die Gesellschaft kann auf ihr Wirken in dem abgelaufenen Veerteljahrhundert mit Befriedigung zurückblicken. Sie besteht jetzt aus 58 Bezirksvereinen, darunter 23 Kusten⸗ und 35 binnenländischen Bezirksverelnen und 255 Ver⸗ treterschaften. Im Jahre 1865 hatte die Gesellschaft 3874 ordentliche Mitglieder, welche 14,179 Mark Beiträge zahlten, im Jahre 1889 90 waren 48,979 Mitglieder vor, handen mit 145,288 Mark Jahresbeiträgen. Seit der Gründung der Gesellschaft sind 1772 Personen gerettet, davon entfallen 215 Fälle mit 1481 Geretteten auf Böte, 53 mit 291 Geretteten auf Raketenapparate. Es giebt 111 Rettungsstatlonen, 66 an der Ostsee, 45 an der Nordsee, davon sind 50 Boots, 17 Raketen- und 44 Doppelstatton. Die Gesammtelnnahme des letzten Jahres betrug 252,993 Mk., die Gesammtausgabe 179,776 Mk. Für Begründung neuer und zur Vervollständigung be⸗ stehender Statlonen wurden gegen 70 000 Mk. verausgabt. Posen, 30. Mal. Erzbischof Dinder ist heute ge— storben. Messina, 30. Mal. Depeschen aus Troina(Siet, eines nahe bevorstehenden Ausbruches zeige. In der dor⸗ tigen Bevölkerung herrsche große Panik New⸗ Pork, 30. Mat. Neun Erdstöße wurden gestern in Indianopolis verspürt, wodurch Gebäude zerstört wur⸗ den, aber kein Menschenleben verloren gegangen ist. New Vork Alabama ist mit einem ernsten Rassen⸗ krieg bedroht infolge einer in Siß-Mile eben stattge⸗ habten Ruhestörung, indem einige farbige Damen einige weiße Damen, welche bei ihnen vorbeigingen, vom Trottolr verdrängten. Die Gatten und andere männliche Freunde der beleidigten Frauen gerlethen in solche Wuth, daß sie die Negerinnen verfolgten und in der Straße auspeitschten. Dies empörte natürlich die Neger, welche sich zusammen⸗ schaaren und bewaffnen. Die Weißen bewaffnen sich eben⸗ falls und es wird ernstes Blutvergießen besorgt. San Franelsco, 31. Mat. Ein Eisenbahnzug zwischen Oakland und San Franelsco fuhr in die geöffnete Zugbrücke in Webster Street. Die Locomottve, der Tender und der erste Waggon stürzten ins Wasser. Dreizehn Leichen wurden bereits aufgefunden. Handel und Verkehr. Der Tarif für Drucksachensendungen ist wie folgt abgeändert: Drucksachen müssen frankirt sein. Das Porto beträgt auf alle Entfernungen: bis 50 Gr. einschließlich 3 Pf., über 50 bis 100 Gr. einschließlich 5 Pf, über 100 bis 250 Gr einschließlich 10 Pf., über 250 bis 500 Gr. einschließlich 20 Pf., bei 500 Gr. bis 1 Kg. einschließlich 30 Pfg. Vorstehende Abänderung tritt mit Friedberg, 31. Mar. Buttermarkt. Butter kostet ver Pfd. M. 1.00— 1.10 Eter 1 St. 6 Pf. 2 St gr. 11 Pf. Bußbach, 31. Mai. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.00— 1.10, Käse per Pfund 45— 46 Pf., Eler 1 Stück 5 Pfg. Gießen, 31. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 0.95— 1.00, Eiter 1 St. 0 2 St. 9—11 P., Käse per St. 5—6 Pf., Hübner ver St. M. 1.30- 1.60, Hahnen per Stück M. 1.50180, Ochsenfleisch per Pfund 68—72 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 60—62 Pf., Schweinefleisch 60-70 Pf., Hammelfleisch 56— 68 Pf., Kalbfleisch 52— 60 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 3.30—3.80, Kirschen per. Pfd. 40—50 Pf. dem 1. Juni 1890 in Kraft. Frankfurt, 30. Mat. Engros⸗ Markt. Heu pro 100 Kilo M. 5.20 6.40, Stroh pro 100 Kilo M. 5 60 6.20, Heferstroh M. 500, Butter 50 Kilo M. 1.95, Eier 100 Stück M. 4—8, Erbsen 100 Kilo M. 18— 24, do. ge⸗ schälte M. 20— 30, Linsen M. 19 42, Grünekern M. 22 bis 28, Kartoffeln das Malter M. 4— 4.50, Zwiebeln per Ctr. M. 14— 15, Spargel per Centner M. 30— 40, Rüböl(raff) 50 Kilo M. 30 Frankfurt, 31 Mai. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 14— 18 Pf., do. geschälte 16— 20 Pf., frische Erbsen per Pfund 40— 00 Pf., Linsen 15— 25 P., weiße Bohnen 16—20 Pf, gelbe Kartoffeln per Gescheid 14-16 Pf., rothe Kartoffeln per Gescheid 12—14 Pf., Mäuschenkartoffeln per Gescheid 20— 25 Pf., per 50 Kilo M. 12, Butter per Pfd. M. 125-130, Eiter das Stück 4 bis 8 Pf., Blumenkobl hiesiger 40—80 Pf., do. kleiner franz. per Stück 60— 80 Pf., ital. 50— 60 Pf., franz. Kopfsalat 00 00 Pf., Sellerteköpfe 15— 25 Pf., Romainsalat per Stück 00 bis 00 Pf., franz. Romain⸗ salat 60—80 Pf., Zwiebeln das Gescheld 35— 40 Pf., per Ctr. M. 11—12, Carotten das Päckchen 12— 15 Pf., gelbe Rüben die Portion C0—00 Pf., rothe Rüben 00— 00 Pf., Radieschen 2—0 Pf. das Päckchen, Rettig schwarze das Stück 12— 4 Pf., weiße das Päckchen 10— 12 Pf., biesiger Koofsalat 3— 4 Pf., franz. Sellerie 40—50 Pfg., frische dicke Spargel 40-60 Pf., Lattigsalat 10 Pf., Gurken per St. M. 20— 30 Pf. Kohlrabi per Stück 12— 15 Pf., Zuckerschoten per Pfd. 50— 60 Pf., neue ital. Kartoffeln per Pfund 15 Pf., frische Bohnen per Pfund 70—80 Pf., breite Bohnen 100 Stück M. 1.80 2.00, Wirsing 30—35 Pf. Verloosungen. Ansbach-Gunzenhausener fl. 7: Loose von 1857. Serien Ziehung vom 15. Mai 1890. Nr. 162 170 208 345 413 426 446 456 467 698 1040 1208 1460 1470 1490 1508 1650 1678 1723 1757 2071 2129 2498 2644 2659 2739 2792 2973 3184 3283 3449 3516 3744 3770 3858 3944 4099 4459 4683 4826 4905 5000. Die Gewinn Ziehung findet am 16. Junt 1899 statt. Freiburger 15 Fr.⸗Loose von 1860. Gewinn⸗ Ziehung vom 15. Mai 1890.— Heimzablung am 1. August 1890 Ser. 2902 Nr. 41 à 18,000 Fr., S. 5903 N. 27 à 2000 Fr., S. 7805 N. 17 à 1000 Fr., S. 996 N. 43, S. 3998 N. 25, S. 5644 N. 32, S. 5908 N. 8, S. 6342 N. 41, S. 7619 N. 26 à 250 Fr., S. 497 N. 46, S. 814 N 7, S. 954 N. 13, S. 1088 N. 29, S. 1300 N. 25, S. 1496 N 3, S. 1527 N 38, S. 1659 N. 37, S. 2873 N. 45, S. 9548 N. 45, S. 5226 N. 20, S. 5317 N. 49, S. 5386 N. 48, S. 5903 N. 5, S. 6811 N. 18, S. 7633 N. 30 d 125 Fr., S. 416 N. 34, S. 624 N. 25, S. 943 N. 8 17, S. 1188 N. 24, S. 1191 N. 50, S. 1300 N. 28, S. 1480 N. 30, S. 1659 N. 9, S. 1682 N. 25, S. 2152 N. 46, S. 3548 N. 4, S. 3743 N. 48, S. 4687 N. 21 45, S. 5226 N. 27, S. 5386 N. 21, S. 5398 N. 26, S. 5771 N. 10 28, S. 5903 N. 32, S. 6748 N. 27, S. 6977 N. 13, S. 7579 N. 14 42, S. 7633 N. 19, S. 7681 N. 24, S. 7805 N. 5 37, S. 7992 N. 4 1 75 Fr., S. 184 N. 33, S. 615 N. 27 41 42, S. 779 N. 12 16, S. 936 N. 7 S. 951 N. 31, S. 1527 N. 12 22, S. 1676 N. S. 1738 N. 3 12 20, S. 2878 1 1 N. 1 92, S. 2902 S. 3354 N. 21, S. 3548 lien) melden, daß der Aetna seit heute früh alle Anzeichen 8, N. 35 44, S. 9577 N. 22, S. 3743 N. 49, S. 3886 31, S. 3998 N. 14, 41, S. 4050 N. S. 4687 N. 42, S. 4762 N. 24 35, S. 44, S. 5386 N. 3 10, S. 5498 N. 22 45, S. 5644 N. 19, S. 5903 N. 14, S. 6977 N. 37, S. 7805 N. 30, S. 7992 N. 20 22 à 50 Fr. Auf alle ubrigen in den am 15. April 1890 gezogenen Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 21 Fr. Schwedische 10 Thaler-Loose von 1860. Ziehung vom 1. Mal 1890.— Heimzahlung am 1. Aug. 421 37 40, 5226 N. 38 1890. Mit 5000 Thlr. Nr. 148724. Mit 1000 Thlr. Nr. 29748. Mit 500 Thlr. Nr. 91710. Mit 150 Thlr. Nr. 47521 98723 108865 186646 Mit 60 Thaler Nr. 6582 29321 113228 123560 139937 144311 157888 183899 200567 230671. Mit 35 Thaler Nr. 2902 4924 20313 40398 65251 89189 95722 9706 107064 138984 14454 103037 176046 187997 195256 195032 200642 206237 229097 236889. Mit 25 Thaler Nr. 6120 7692 11126 364 17014 37324 44058 45743 65889 70529 770 79637 82668 92044 97990 103819 111772 113013 115908 117136 122321 887 131788 147336 153696 166398 179366 185710 198016 204788 209163 211096 316 214289 218960 225936 230352 231211. Alle anderen hier nicht aufgeführten Nummern können auf unserem Comptoir eingesehen werden. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt Theater in Frankfurt. Opernhaus Dienstag den 3.: Robert der Teufel. Mittwoch den 4.: Geschlossen. Donnerstag den 5.: Carmen. Gew. Preise. Gew. Preise. Freitag den 6.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der arme Jonathan. Außer Abonnement. Samstag den 7.: Die weiße Dame. Georg Brown: Herr Pichler als Antrittspartie. Gew. Preise. Sonntag den 8.: Vorstellung zu Ehren der Versammlung deutscher Kaufmännischer Vereine. Fra Diavolo. Hier⸗ auf: Die Puppenfee. Gew. Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 3.: Cyprienne. Hierauf: der beste. Gew. Preise. Mittwoch den 4.: Zigeunerbaron. Donnerstag den 5.: Zum 25. Male: ment. Gew. Preise. Freitag den 6.: Feenhände. Gew. Preise. Samstag den 7.: Neu einstudirt: Die Neuvermählten von Blörnson. Hierauf: Neu einstudirt: Die Verlobung bei der Laterne. Gew. Preise. Sonntag den 8.: Die Stützen der Gesellschaft. Brodpreise vom 1. bis 15. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 15. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Gew. Ehre. Preise. Außer Abonne— Kirchliche Anzeigen für Friedberg Katholische Gemeinde. Frohnleichnamsfest. (Gebotener Feiertag.) Morgens 6 Uhr: Beicht; 3/7 Uhr: heil. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Segen, darauf Prozession. 2 Uhr: Feierliche Andacht. Sommerstoffe und Halbtuche für 1 und Knaben garantirt solid u. wasch Männer ücht a 62 Pf. pr. Meter bis M. 3.75 versenden direkt jedes bellebige Quantum Buxkin Fabrik Depot Oettinger& Co., Frankfurt Austheilung der a. H. 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Junl, Vormittags 9 Uhr, werden in dem Gräflichen Revier Belnhards, Distrikt Unter wald, verstelgert: l 500 Eichen ⸗Schälstangen, zu Baumstützen geeignet, 4 Raummeter Eichen Knüppel, Sanz 550) b„ Rels, 0 Schälholz Zusammenkunft im Schlag. Wickstadt den 31. Mal 1890. Der Gräfliche Revlerförster Hablch. Berolina-Säemaschine, deutsches Reichspatent, neueste und beste aller bekannten Säemaschinen. Nur zu bezlehen von Moritz Weil jun ersteigerung. Mittwoch den 4. Juni d. J., Mittags Uhr, sollen eder Gemeinde gehörigen Kirschen, bestehend aus gZaäumen, worunter 10 Bäume mit Frühkirschen, öffent- Ihen der Stesn'schen Wirthschaft verstelgert werden. Belenheim am 29. Mat 1890 N Großherzogliche Bürgermeisterei Belenhelm— Ich suche für mein Manufgeturwaaren-Geschäft einen Lehrling mit guten Schulkenntnsssen und aus guter Famllie Butz bach den 17. Mai 1899. A. Kraft. Silber-Lotterie*“ für die St. Josephskirche zu Hainz a. Rh Zichung am f. Juli d. 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M. 1.60, M. 1.80, M. 2, in nur reinschmecken— den Qualltäten, bei 2244 Ir. Wagner. Saalbau Friedberg. Ein möblirtes Zimmer mit Pension zu vermtethe Beste Gußstahlsensen 3 681 heit⸗Loose ganzen noch durch J. Butzbach besorgt. 250 Stein. Schloßfrei In Frankfurt a. M. 200 Stück in einer Salson fabrtzirt. 118 2243 2309 bei Carl Bauer in Assen heim. Sommer⸗Fahrplan der Main-Weser-Bahn vom 1. Juni 1890 ab. Nachts Nachts. N Vorvg F, Dorn. Vo bm. Nachm. d Na m. Nachm. Nachm. Stationen.[4 Cl. 14 C113 Cl. 14 Cl. 1-4 Cl. 12 C l. 27 61 44 El 4 Ci. 13 Cl. 2— 61 9 101. 1 004 o 3014 27 2 7 8 Wiens 8 5 7 3 10 40.—— 5 32 1 8 05 5 1 15 175 5 4 7 6 28 Gene ane: 0% 10%„ 8 CCC„ umu /! 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Juni 1890 ab. 5 2 5. Stationen. Na 1 84701 U Vorne Nabe Pepi Abende. 90 Verne Vorn, N Nachm. Abends. 14 Abds. ch 25 8 5 48114 C1 04 1 4 Cl. 14 en Sieber g 4 33 5 ö Teneins„ 15 2 4 44 595 3 25 5 40 8 13[Hanau(Of).. ab] 5 56 7 4012 37 48 8 55 750 Lee Erbstadt⸗Kaichen.„454 6 16 9 18 220 6 01 3 34 Lruchee N e e ee ee 7 06 7 5 Heldenbergen⸗Windecken.„5 05 626 929 23 12 ruchkö bel.„[ 616 8 00 12 58 439 7 16 8 1 Ostheim 77 8 5 09 631 9 34 35 31 6 12 8 44 1. 5— 55 8 08 1 07 4 48 7 24.* Bruchköbel 85%%%%% 3 85 Hebstadt⸗ Nat„Windecken.„ 6 27 3 13 112 453 7290 3% Hanau(Nord). 5 E 5 27 6 50 9 53 2 55 6 36 5 05 Assenheim 1 6 47 5 35 1 5 0 39 f anau(Oft) an[ 5 36 6 59 2 5. 33 133 8 15 749 3 b Of n 10 02 3 046 45 9 14[Friedberg.. an] 6 55 8 41 1 41 5 23 757 9 ö 3