Donnerstag den 1. Mai. M 51. Oberhessischer Anzeiger. und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Pird hier 1 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Nu In oncen: Die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale a ld, auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., welchen der Betrag nicht beigefügt ist, . 0 Annoncen von werden stets durch die Post nachgenommen. Reclamen 30 Pf., ein Beleg kostet 9 Pf. N im Oberhessischen Anzeiger Nr. 50 erfolgte Bekanntmachung deßhalb g rer Bekanntmachung vom 24. l. Mts. zum Abdruck. an Friedberg den 29. April 1890. 8 U aß i dann etz Gti erungen zur offentlichen Kenntniß. Dieselben treten sofort in Kraft. Friedberg den 24. April 1890. § 7. Personen, welche auf Grund§ 4 der Kasse beizutreten wünschen, baben Verlangen des Vorsitzenden ein unmittelbar vorher ausgestelltes ärztliches Ge · heitszeugniß beizubringen und dürfen das 60. Lebensjahr nicht überschritten haben. § lla. Mitglieder, welche die Kasse wiederholt durch Betrug geschaͤdigt haben, durch den Vorstand aus der Kasse auszuschließen. Die Mitgliedschaft erlischt dem Tage, an welchem dem Mitgliede die Ausschließung mitgetheilt wird. 1.§ Ia. Ist eine Krankheit Folge eines Unfalls, wegen dessen dem Mitglied ruch auf Entschädigung aus der Unfallversicherung zusteht, sowie bei Geistes⸗ akhelten beschränken sich die Leistungen der Kasse auf die Dauer von 13 Wochen. 16a. Ist ein Mitglied ohne schriftliche Einweisung Seitens des Kassenvor— ades in ein Krankenhaus gelangt und bat der Vorstand nicht nachträglich sich zur A sernabme der Pflegekosten schriftlich bereit erklärt, so hat das Kassenmitglied, oder i an Stelle des selben tretende Armenverband statt der in§ 15 unter a und b be; febneten Leistungen den anderthalbfachen Betrog der unter§ 1b festgestellten Sätze I den Arbeitstag zu beanspruchen. Gleiches gilt, wenn Kassenmitglieder außerhalb e Kassenbezirks erkranken. ö g Im Kassenbezirk wohnbafte Mitglieder, wozu alle zu rechnen sind, die nicht welmäß eg außerhalb übernachten, dürfen sich nur mit Genehmigung des Vorstandes, chem ein Krankenschein des diesseitigen Kassenarztes vorzulegen ist, zur Kur nach erhalb begeben. Ist diese Genehmigung nicht ertheilt, so wird Krankenunterstütz⸗ ing nicht gewährt. Zusatz zu§ 20. Jedes Mitglied hat bei Vermeldung einer Ordnungsstrafe 5 zu 5 Mark längstens binnen 6 Tagen nach Beginn der Mitgliedschaft oder der iter bewirkten anderweitigen Krankenversicherung dem Vorstand Anzeige von seiner U uderweiten Versicherung gegen Kronkheit zu machen und alle Fragen des Vorstandes mer diese anderweite Versicherung gewissenhaft zu beantworten. rn! 5 Achtzehnte Sitzung des N(Fortsetzung und Schluß aus Nr. 50 des Oberbess. Anz.) Bürgermesster Gnauth: Die Straßenverwaltung durch die Provinz werde wech die von dem Herrn Vorsitzenden angedeutete Organtsation nicht theurer, sie verde vielmehr billiger. Die durch Beschaffung eines guten technischen Personals Eistehenden Mehrkossen würden mehr als aufgewogen durch die Verhütung von 4 kchäden, welche durch unsachgemäße Behandlung von Straßen in Folge mangelhafter 1 Lefähigung der Techniker entstehen, wie er aus eigner Erfahrung wisse und wie man v eder in den Erläuterungen zu dem vorliegenden Voranschlag theils ditreet, theils dzwischen den Zeilen lesen könne. Er könne nur wünschen, daß die gesammte Straßen- inwaltung auf die Provinz, und nicht auf den Staat übergehe, da er zu dem Land— 1e nicht das Vertrauen habe, daß er Straßenbauten sachgemäß behandeln werde, me sich dies bet einer Kammerverhandlung über den Bau einer Staatsstraße in zbeinhessen erwiesen habe. g „ Justizrath Dr. Geyger: Es müsse allerdings zugegeben werden, daß es im Lease Friedberg an tüchtigen Technikern mangele und daß der Kreis hierunter leide. zuf der anderen Seite sei der Verkehr in der Wetterau sehr stark und hierdurch die Straßen vielen Beschädigungen ausgesetzt. Nachdem die Diseussion hiermit beendigt nur, wird auf die Frage des Vorsitzenden die Rechnung von keiner Seite beanstandet. 5) Feststellung des Voranschlags der Provinzialkasse für 1890,91. Der Entwurf des Voranschlags war den Mitgliedern des Provinzlaltags brelts mit der Einladung zur heutigen Sitzung mitgetheilt worden. Derselbe wird fit rikenweise, mit der Ausgabe beginnend, durchgangen. Der Vorsttzende bittet, tvalge Anträge bei den einzelnen Rubriken zu stellen— Zu Rubrik 18„Unterhaltung von Kressstraßen“ stellt Graf Ortola die frage, warum die Uebernahme der Straße Dortelwell bis Staatsstraße nach edberg als Kreisstraße abgelehnt worden set Der Vorsißende beantwortet diese Frage dahin, daß die beantragte Ueber me gesetzlich nicht möglich sei, da die fragliche Straße als eine Fortsetzung der etsstraße zu betrachten und vom Ortsende an gemessen kürzer als ein Kilometer Anders verhalte es sich mit dem Weg von der Staatsstraße Assenheim-Reichels; m nach der Eisenbahnstation Assenheim. Die Uebernahme dieses Weges als Kreis iße seil zwar s. Zt. auch abgelehnt worden, der Provinztalausschuß habe aber en Recurs der Gemeinde Assenheim gegen diesen ablehnenden Bescheid dahin ent— eden, daß der fragliche Zufuhrweg als Krelsstraße zu übernehmen sei, da keiner Fälle vorllege, in welchen nach Art. 7 des Gesetzes vom 27. April 1881 Kunst⸗ Haißen von der Uebernahme als erelsstraßen ausgeschlossen sind und an dem Cha- Fter des fraglichen Zufuhrwegs als einer Verkehrsstraße für eine ganze, Reihe von Irtschaften nach der Elsenbahnstatlon nicht gezwelfelt werden könne. Sollten weitere träge auf Bethetligung der Provinz bel der Unterhaltung von Straßen einlaufen, en Uebernahme s. It. abgelehnt worden sel, so werde der Provinzlal-Ausschuß se Anträge wohlwollend prüfen. Freiherr von Rabenau warnt A stehenden Gonsequenzen. Zu Rubrik 19„Neubau von Krelsstraßen“ vor allzu milder Beurtheilung wegen der bemerken: Provinzialtags der Provinz Amtlicher Theil. Berichtigung. effend: Beschluͤsse— Generalversammlung der Ortskrankenkasse Butzbach vom 20. April 1890. In Folge Irrthums ist in Nr. 50 des Oberhessischen Anzeigers ein unrichtiger Abdruck der Statutenänderungen erfolgt. Indem wir bringen wir nachstehend den richtigen Wortlaut Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. für ungültig erklären, b Bekanntmachung. seffend: Beschlüsse der Generalversammlung der Ortskrankenkasse Butzbach vom 20. April 1890. Nachstehend bringen wir die don uns genehmigten, von der Generalversammlung der Ortskrankenkasse Butzbach beschlossenen Statuten— Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. § 29b. Eintrittsgeld. Diejenigen, welche Mitglied der Kasse werden, haben ein mit dem ersten Monatsbeitrag fälliges Eintrittsgeld in Höhe ihres einmonatlichen Beitrags zu zahlen. Befreit hiervon sind solche Personen, welche nachweisen, daß sie innerhalb der letzten 13 Wochen vor ihrem Eintritt in die Kasse Beiträge in eine andere gesetzliche Krankenkasse gezahlt oder einer solchen angehört haben. § 30. Fur diejenigen Kassenmitglieder, welche der Kasse auf Grund des§ 2 angehören, haben deren Arbeitgeber die Beiträge— Eintrittsgeld und Wochenbeiträge — einzuzablen und zwar ein drittel derselben aus eigenen Mitteln, zwei drittel vor⸗ schußwelse für die von ihnen beschäftigten Kassenmitglieder. Sie haben diese Beiträge für jedes von ihnen angemeldete Mitglied so lange zu zahlen, bis die vorschriftsmäßige Abmeldung erfolgt ist. Zu§ 52. pos. 3 lautet ferner: Abnahme der Jahresrechnung und Ernennung eines Revisors. Zusatz zu§ 27. glieder dürfen: a. ihre Wohnung nur mit Erlaubniß des behandelnden Kassenarztes zu der von demselben angegebenen Ausgehzeit verlassen; b. alkoholartige Getränke nur auf Anordnung des Kassenarztes genießen; o. kein Wirthslokal besuchen; d. keine auf Erwerb gerichtete oder sonst ihre Genesung bindernde Handlung vornehmen; e. vor ihrer Gesundmeldung beim Arzt und von demselben stattgehabten Ausstellung des Krankenscheines über die beendete Arbeitsunfähigkeit die Arbeit nicht auf⸗ nehmen. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden nach Bestimmung des Vorstandes entweder mit Ordnungsstrafen bis zu 10 Mark bestraft oder wird das entfallene Krankengeld entsprechend gekürzt, bezw. ganz entzogen. In den Fällen d und e kommen außerdem die Bestimmungen des§ 11a zur Anwendung, sofern die Voraussetzungen dieses Paragraphen zutreffen. Erkrankte und in Folge dessen erwerbsunfähige Kassenmit⸗ Oberhessen. Bürgermeister Gnauth: Bel dem Straßenneubau Busenborn-Breungesbain set eine Heranziehung der letzteren Gemeinde zu ½ der Baukosten innerhalb ihrer Gemarkung nicht vorgesehen, sondern bemerkt, daß der Ort Breungeshain von der geplanten Straße nicht berührt werde. Er halte die vorliegende Kostenvertheilung nicht für richtig. Die Freigsbe der Gemeinde Breungeshain verstoße gegen den Wortlaut des Gesetzes und die bisherige Praxis. Nur solche Gemeinden seien nicht beitragspflichtig, deren Orte von dem Straßenbau überhaupt nicht berührt, oder deren Gemarkung an einem äußeren Ende geschnitten werden. Beides träfe aber im vorliegenden Falle nicht zu. Die fragliche Straße bezwecke in erster Linie die Nachbarschaftsverbindung zwischen den Orten Busenborn und Breungeshain, beide Gemeinden hätten gleiches Interesse an der Straße. Die Gemeinde Breunges hain sei unzweifelhaft beitragspflichtig, wenn auch die Straße einige 100 Meter vor dem Orte in die Kretsstraße Breungeshain-Michelbach einmünde. Die Heranziehung der Gemeinde Breungeshain entspräche auch der bisherigen Praxis, wie er an einer Reihe von Straßen Neubauten nachweisen könne. Er beantrage hiernach Aenderung ver vorliegenden Kostenverthetlung und Uebertragung des frei werdenden Betrags auf den Reservefonds. Bürgermeister Fendt: Die fragliche Straße werde nicht blos eine Nachbar schaftsverbindung zwischen Busenborn und Breungeshain, sie bezweckt auch den Durchgangsverkehr der unterhalb Busenborn gelegenen Orte Eschenrod, Eichelsachsen, Wingershausen mit Breungeshain, Sichenbausen, Herchenbaln u. s. w. Der Vorsitzende hält die betreffenden Gesetzesbestimmungen für zweifelhaft, glaubt aber mit Rücksicht auf die bestehende Praxis sich für die Aenderung der Kostenverthetlung aussprechen zu sollen. Rechtsanwalt Dr. Gutfletsch stimmt den Ausführungen des Herrn Bürger— meister Gnauth bei. Bei der nunmehr folgenden Abstimmung wird der Antrag Gnauth gegen 5 Stimmen angenommen, demgemäß der Beitrag der Provinz aus eigenen Mitteln von 1722 M. 33 Pf. auf 1500 M. berabgesetzt und die hierdurch Bürgermeister Schmalbach disponibel werdenden 222 M. 33 Pf. auf den Reservefonds übertragen. motivirt seine Abstimmung gegen den Antrag den vor 2 Jahren genehmigten Straßenbau Völzberg Staats- bei welchem die Verhältnisse ähnlich gewesen, ohne daß die Gemeinde Hartmannshain zu einem Beitrag herangezogen worden set.. Der Vorsitzende theilt sodann mit, daß nach Berathung des Voranschlags im Provinzial Ausschuß eine Verfügung Großh— Ministeriums des Innern und der Justtz eingetroffen set, lt. welcher der Verband der Naturalverpflegungsstattonen die Zahlung eines Beitrags zu den allgemeinen Unkosten des Statlonsverbandes in Höhe von 10 M. für jede Station erstrebe, deren Uebernahme auf die Provinztal⸗ kasse wohl am geeignetsten erscheine. Der Provinzial Ausschuß habe in seiner heutigen, dem Provinzialtag vorausgegangenen Sitzung beschlossen, dem Provinzialtag die Uebernahme dieses Betrags, welcher sich für die Provinz auf 110 M. berechne, auf die Provinzilalkasse zu empfehlen, diesen Betrag unter der neu zu bildenden Rubrik 22„Beitrag zu den Unkosten des Verbands der Naturalverpflegungsstationen in dem Voranschlag pro 1890/91 nachträglich vorzusehen und den Reservefonds ent⸗ mit dem Hinweis auf straße- Hartmannshaln, — .—————— sprechend zu kürzen.— Dem Antrag des Provinzial Ausschusses entsprechend wird der fragliche Betrag ohne Debatte bewilligt, jedoch unter der Voraussetzung, daß auch in den preußischen Regierungsbezirken Cassel und Wiesbaden die entsprechenden Beiträge Seitens der Communalverbände geleistet werden. Nachdem der Voranschlag bis zum Schlusse durchgegangen war und weitere Bemerkungen nicht erhoben wurden, wurde der Reservefonds durch die bei den Rubriken 19 und 22 eingetretenen Aen⸗ derungen auf 716 M. 65 Pf. fesigesetzt und der Gesammt Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 278,841 M. 97 Pf. genehmigt 6) Die Erbauung einer Kreisstraße von Orleshausen nach Büches und einer solchen von Schwickartshansen bis zur Kreisstraße Fauerbach⸗Unter⸗Lais⸗ Der Vorsitzende theilt mit, daß der Kreisausschuß des Kreises Büdingen unterm 17. d. Mis beschlossen babe, die Zustimmung des Provinzlaltags zu der Erbauung einer Kreisstraße von Orleshausen nach Büches und einer solchen von Schwickartshausen bis zur Kreisstraße Fauerbach Unter-Lals unter dem Anfügen nachzusuchen, daß mit Rücksicht auf die anderweitigen Anforderungen an die Pro⸗ vinzialkasse für Kreisstraßen Neubauten dem Ermessen des Provinztaltags die Be stimmung des Beginns und der Größe der jährlichen Ratenzahlungen der von dem Staat und der Provinz zu leistenden Zuschüsse zu den Baukosten überlassen bleiben solle Der Provinzlal-Ausschuß babe in seiner heutigen Sitzung beschlossen, dem Provinztaltag die Ablehnung dieses Antrags zu empfehlen, weil einerseits der 8 12 des Weggeseßes vom 27. April 1881 vorschreibt, daß diejenigen von den Kreistagen unter Zustimmung des Provinzialtags beschlossenen Neubauten, für welche die der Provinz für ein Jahr zur Verfügung stehende Summe nicht aus reicht, Viertheil der Baukosten zu decken, zu unterbleiben haben und well andererseits d. Budget der Provinzialkasse bet Berücksichtigung ähnlscher Wünsche der übrigen Krelse auf Jahre hinaus gewissermaßen festgelegt und die vom Provinzlaltag bisher nach ver Dringlichkeit vorgenommene Auswahl unter den einzelnen Bauprofecten nach, theilig eingeschränkt werden würde. Der Antrag des Provinzial Ausschusses wir, zum Beschluß erhoben. 7) Antrag auf Erhöhung des Staatsbeitrags zu den Kreisstraßenbauten. Auf Grund der bereits bet der Diseusston über den Verwaltungsbericht den Provinzlal-Ausschusses geäußerten Klagen über die für Weg bauten verfügbarg kläglichen Summen und die durch den Mangel an Mitteln verursachten ö fterg——4 Zurückstellungen dringender Straßenprojeete stellt Rechtsanwalt Ur. Gutfletischy — nachdem ein weitergehender Antrag des Freiherrn von Rabenau zurückgezogen worden war— den Antrag: der Provinzialtag wolle beschlleßen: edle Regierung 0 zu ersuchen, den staatlichen Zuschuß zu den Kreisstraßen Neubauten angemesse n mindestens aber auf das Doppelte der seitherigen Beträge zu erhöhen.“ Dleseß 1 Antrag wird einstimmig zum Beschluß erhoben. Hlermit wurde die Sitzung geschlosse 0 b berstä Gießen den 29. März 1890. 9 Der Vorsitzende: Die Urkundspersonen: g N v. Gagern. Fr. Keil. C. Jaeger. iledbe Kosten der Erbauung vol. Der Protokollführer: Allendorf. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Fauerbach, hler Freitag den 2. Mai, von 3 Uhr Nachmittags, und Stelle statt. Bemerkt wird, daß die Versteigerung nur einmal stattfind der Vollzugskommission sofort erfolgt. Die Zusammenkunft zur Versteigerung Friedberg den 29. April 1890. 1909 Nachdem die im hiesigen Schlacht- und Viebhofe festgestellte Maul⸗— Bekanntmachung vom 25. v. Mts. erlassenen Beschrankungen bezüglich des Bekanntmachung. Verkauf der Massegrundstücke. ist Nachmittags 3 Uhr an der neuen Usabrücke der Kreisstraße Bekanntmachung. Frankfurt a. M. den 23. April 1890. Johannes Blum aus Hutten, Landratbsamt Schlüchtern, wurde auf Grund des 8 3 Absatz 2 des Freizügigkeits⸗Gesetzes auf die Dauer von 3 Jahren aus dem Großberzogthum Hessen ausgewiesen. findet der Verkauf der bei der Feldbereinigung ausgewiesenen Massegrundstücke an On et und daß bei Erreichung des Abschaͤtzungswerthes die Genehmigung seiteng Deutsches Reich. Darmstadt, 27. April. Die Königin Victoria, der Kaiser und die Kaiserin unternahmen gestern Nachmittag im offenen Viererzug eine Spazierfahrt über Ober⸗ und Nieder-Ramstadt In einem zweiten Wagen fuhren der Großherzog, die Prinzessin Beatrice und die Prinzessin Alix. Um halb 9 Uhr Abends fand im Neuen Palais Familientafel statt. Nach derselben fand die Aufführung von Wichert's Lustspiel„Post festum“ statt, welches von Mitgliedern des Großherzog lichen Hoftheaters im neuen Palais gegeben wurde. Die Abreise der Kaiserin Augusta Victoria er— folgte gestern Abend ¼ö 11 Uhr. Heute Vor— mittag 10 Uhr wohnten der Kaiser mit dem Großherzog und den Großberzoglichen Prinzen dem Gottesdienst in der Schloßkirche bei, die Königin Victoria und die Prinzessinnen im Neuen Palais dem englischen Gottesdienst Um 1 Uhr fand im Neuen Palais Familientafel, im Palais am Louiseuplatz Marschalltafel statt.— 28. April. Der Kaiser ist heute Vo mittag um 8 Uhr ab gereist.— 29. April. Heute Nachmittag unter— nahmen die Königin Victoria, der Großherzog und die Prinzessin Alix eine Spazierfahrt nach See— heim. Nach der Abendtafel fand um 10 Uhr im Neuen Palais eine Hofkonzert statt. Die Kaisermn Friedrich war gestern abermals zum Besuch hier und besuchte auch das Mousoleum auf der Rosenhöhe. Die Königin Victoria reist heute Abend nach England zurück. Der Kammerherr Freih. Schenck zu Schweinsberg-Waeldershausen wurde zum Ober— Kammerherrn, der ordentl. Professor Dr. Bennecke in Gießen wurde auf Nichsuchen entlassen, der Piwatdozent Dr. Frank zu Marburg zum ordentl. Professor der juristischen Fakultät der Landes— universität ernannt. — 29. April. Zweite Kammer. Nach Verkündigung neuer Einläufe wird die Berathung über den Gesetzentwurf, die Herstellung von Nebenbahnen betr., fortgesetzt. Der Antrag des Abg. Wolfskehl auf Führung einer Bahnlinie von Friedberg westlich von Berstabt nach Hungen(Trais— Horloff) mit Abzweigung nach Ober-Widdersheim(Nidda) wird einstimmig, der Antrag des Abg. Jöckel, ztelend auf Berücksichtigung der Orte Melbach, Södel und Wölfers— heim, gegen 13 Stimmen angenommen. Die übrigen Anträge sind hiermit gefallen. Das Haus tritt sodann in die Berathung über die von der Regierung vorge— schlagenen Bahnlinle Offenbach Reinheim ein. Die Abge ordneten Ulrich und Jöst beantragen, bel der Traeclrung der Linte auch für Bieber eine Haltestelle zu errichten. Die Regierungsvorlage wird einstimmig, der Antrag Ulrich Jöst gegen 5 Stimmen angenommen. Berlin. Für den Kaiser und die Prinzen sind in Saßnitz auf Ruͤgen drei Villen gemiethet. Der Aufenthalt daselbst wird vermuthlich vom 15. Juni bis zum 1. August dauern. — Das Flottenmansver in den Gewässern zwischen Alsen und Flensburg wird sich zu einem großartigen Schauspiele gestalten. Augenblicklich werden in Altona Besprechungen zwischen dem kommandierenden Admiral v. d. Goltz und dem kommandierenden General v. Leszezynski in Be— treff der gemeinsamen Manöver der Marine und des Landheeres gepflogen. Es werden alle Mächte durch Schlachtschiffe vertreten sein. — Das„Tageblatt“ meldet aus Petersburg, der Proceß gegen den Marinekapitän Schmidt sei niedergeschlagen worden. Schmidt befinde sich zur Zeit wieder außer Haft. Eisenach, 28. April. Der Kaiser ist heute um 12 Uhr Mittag bier eingetroffen und auf dem Bahnhof vom Großherzog und dem Erb— großherzog empfangen worden. Der Kaiser fuhr, ohne sich in der Stadt weiter aufzuhalten, vom Großherzog und Erbgroßherzog begleitet, sogleich zur Wartburg. Beim Eintreffen daselbst wurde er von der Herzogin Johann Albrecht von Mecklen— burg und dem Commandanten der Wartburg begrüßt. Wiesbaden. Die Abreise der Kaiserin von Oesterreich von hier ist auf den 30. April festgesetzt. Die Kaiserin wird von hier mittelst Extrazuges direct nach Budapest zurückreisen. Braunschweig. Der Verein deutscher Industriellen beschloß, die Fabriken am 1. Mai in vollem Umfang im Betrieb zu erhalten. Lübeck. Eine Versammlung der hiesigen Großindustriellen und Eisenbahndirectoren hat beschlossen, alle am 1. Mai feiernden Arbeiter sofort abzulohnen und innerhalb der nächsten vierzehn Tage nicht wieder anzustellen. Zwickau. Drei Arbeiterführer, darunter der Reichstagsabgeordnete Seilert, erließen einen Aufruf, worin alle für den achtstündigen Ar— beitstag sympathisirenden Arbeiter in Zwickau und Umgegend aufgefordert werden, am 1. Mai ruhig wie an jedem anderen Werktage an die Arbeit zu gehen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Am 1. Mai wird Miluär die Banken und öffentlichen Ge— bäude besetzen. Eine Arbeiterfestschrift zum 1. Mai ist bereits eischienen. Aus Galizien werdet Bauernunruhen gegen die polnischen Gutsbesitzee gemeldet. bedrohten Orte gesandt. Prag. die Ausgleichspunktationen zu beschließen haben, Frankreich. Paris. In den Pariseg Municipalrath wurden 8 Conservative, 12 publikaner und 1 Boulangist gewählt; bei den stattfindenden 59 Stichwahlen haben 42 Repu⸗ blikaner, 4 Conservative und 13 Boulangiste, die meiste Aussicht, gewählt zu werden.— J Lyon wurden acht Anarchisten, darunter zwel Ausländer, verhaftet. Auch zwei Frauen sind dabei. Dieselben sollen eingestanden haben, daß sie anläßlich des 1. Mai ein Attentat mit Explo⸗ sivostoffen auszuführen beabsichtigten. Auch in Roanne wurden mehrere Personen aus gleichem Fauerbach— Dorheim.* Der Vollzugs⸗Commissär 11 Dr. Wallau. 1 und Klauenseuche als erloschen zu betrachten, werden die durch meim Abtriebes aus hiesigem Schlacht- und Viehhofe wieder aufgehoben un⸗ Der Polizei⸗Präsident. 1 sdiler I usch AI wit 1 n; e ee Gendarmerie und Militär ist an die Der böhmische Landtag wird aufges löst und erst der neugewählte Landtag wird über“ Anlasse verhaftet. — Das Cabinet beschloß, Verstärkungen nach Dahomey zu senden. Der König von Dahomen. richtete ein Schreiben an Carnot, worin er sich beschwert, daß Frankreich ihn ohne Kriegserklärung angegriffen, er behalte die gefangenen Europäer, die nicht mißhandelt würden, bis zum Abschluß des Krieges als Geiseln. f — 29. April. Von 32 gegen Anarchisten erlassenen Verhaftungsbefehlen wurden gestern 15 ausgeführt, Marquis de Mores, antisemitischer Candidat bei den Municipalwahlen, ferner gegen Anarchisten vertheilten auch in Paris und der Vorstadt Saint⸗Gemain unter den Soldaten auf rührerische Aufrufe. 1 Italien. Rom. Die„Voss. Ztg.“ meldel von hier, der Papst habe die deutschen Bischößt zu kräftiger Unterstützung der deutschen Social politik aufgefordert. Türkei. Constantinopel. Bei Novibazar soll ein blutiger Zusammenstoß zwischen Monte negrinern und Muhamedanern stattgefunden haben“ — Nach einer Reutermeldung ist der Bei Diel lagerungszustand auf Kreta aufgehoben. Kriegsgerichte wurden abgeschafft. Es herrsch innerhalb der christlichen Bevölkerung hierüber eine befriedigte Stimmung. Bulgarien. Sofia. Der jüngsten Mel dung über e ne Invasion von Russen lag guten darunter diejenigen gegen den Prevost, Sekretär der Arbeiterbörse und Cuisse, Delegin⸗ ter des Egecutivcomités der Arbeiterbörse. 901 1 15 9 Alen zufolge, wie das Fr. J. mittheilt, die i ihtsache zu Grunde, daß kleine bewaffnete ben ch den, geführt von früheren bulgarischen Offi— 4 80 n, ins Innere Bulgariens eindrangen, um 8 en Gebirgsgegenden eine Art Guerilla Krieg N rganisiren. Die bulgarische Regierung wurde vor einiger Zeit informirt, daß panslawisti— 0 Agenten eine Insurrektion vorbereiteten. elbe solle gleichzeitig an der bulgarisch ser— en und bulgarisch rumänischen Grenze aus— then. Die Garnison von Sofia wurde ver⸗ At durch zwei Infanterieregimenter und 3 Es n onen Cavallerie. Ebenso wurden die Gar— inen in allen bulgarischen Staͤdten am Donau „ verstärkt. Aus Stadt und Land. rledberg, 29. April. Soeben erhalten wir folgende e unseres Landtagsabgeordneten, die eine Bestätigung bereits im politischen Theile mitgetheilten Kammer“ sandlungen enthält:„Es wurde heute mit allen gegen Ummen beschlossen: eine Nebenbahn zu bauen von dberg westlich von Berstadt nach Hungen(Trais Hor mit Abzweigung nach Ober Widders heim(Nidda); ter wurde auf meinen Antrag hin mit allen gegen Stimmen beschlossen, den Satz anzufügen: sowie chen Friedberg und Reichelsheim unter Berücksichtigung Orte Melbach, Södel und Wölfersbeim durch Anlage er Station an der sog hoben Straße. Jockel.“ „ I. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 28 April. Anlaß eines Schreibens des Gemeinderatbsmitglieds 1 Trapp bezügl Erwerbung der Seewiese durch die dt wird beschlossen, den hierauf zielenden Wunsch der tierung neuerdings zu erkennen zu geben. Ein Gesuch Maurermeister Mich Hottes betrifft die Errichtung Laterne am Ecke der Haingrabenstraße. Demselben stattgegeben werden, unter der Voraus setzung, daß chsteller seine Häuser an den Kanal der Hailngraben aße anschließt. Die Rechnung 890 der Gasanstalt zunächst unter den Mitgliedern der Gascommission Frultren; der Vorsitzende theilt mit, daß sich deren Ab⸗ etwas günstiger als der des Vorfahrs stellt.— * egg Eta bei vier Sterbfällen keine Sterbfallgelder erhoben wurden; es hat nämlich jedes Mitglied bei jedem Sterbfall 20 Pf beizutragen. Es wurden somit in dem abgelaufenen Jahre von jedem Mitglied 80 Pf weniger zur Kasse eingezahlt, trozdem hat sich das Kopttalvermögen im erwähnten Jahre um 38 M. und das Gesammtvermögen welches M. 2555,39 beträgt, um M. 35,42 erhöht. Bet vier Sterbfällen wurden 240 M. bezahlt, 8 Mitglieder traten dem Verein bet, dagegen sind durch Todesfall zwet Mit glieder ausgefallen. Die Zahl der Mitglieder betrug am Jahresschluß 84. Wir begrüßen mit Freuden das Wirken dieses im stillen aber mit Segen wirkenden Vereins, und sprechen den Wunsch aus, daß alle jungen Ehegatten demselben beitreten möchten; insbesondere möchten wir die wohlhabenderen Ehegatten zum Beitritt anspornen, damit diese beitragen helfen, auch den gecing Bemittelten ein würdiges Leichenbegängniß zu ermöglichen. Wir wünschen, daß diese wenigen Zeilen von Erfolg gekrönt sein möchten und führen nur noch an, daß die Vorstands— mitglieder Jacob Faatz, Heinrich Waas, Joh. Koob und Franz Stamm gerne bereit sein werden, jede weitere Auskunft zu geben. Allerlei. Frankfurt. Der diesjährige Feldbergturntag wird nächsten Sonntag dahier zusammentreten Bei dieser Ge legenheit wird die Wahl des Pretsgerichts, des Obmanns und des Oderturnwarts für das diesjährige Feldberg— fest erfolgen. Als Tag der Abhaltung des Feldberg— Festes ist der 15. Junt in Aussicht genommen. Lissabon, 28. April. Hier wurde heute Morgen ein Erdstoß verspürt. Handel und Verkehr. Friedberg, 29. April. Fruchtpr. Walzen M. 21.00 bis 20.50, Korn M. 18.75— 19.00, Gerste M. 20.00 bis O0. 00, Hafer M. 15.50—00 00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 30. April. Buttermarkt. Butter kostet per Pfund M. 0 95 1.00 Eter 1 St. 5 Pf. 2 St. 11 Pf. Frankfurt, 28. April. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.50-34.00, Nr. 1 M. 31.25 bis 32.75, Nr. 2 M. 27.50 28.50, Nr. 3 M. 25.75 bis 27.25, Nr. 4 M. 22.50— 3.50, Nr. 5 M. 18.00—19., Milchbrod und Brodmehl im Verband M.58.00—61, Nord— deutsche und westfälische Wetzenmehle Nr. 00 M. 28.00 bis 29.00, Roggenmehl loco hier Nr. 0 M. 28.00 bis 29.00, Nr. 0/1 M. 26-27, Nr. 1 M. 24 50— 25 50, Weizen ab unserer Umgegend M. 21.00- 21.25, frei hier M. 21.40 bis 2 60, kurhessischer u. norddeutscher M. 21.00— 21.25, russische Sorten N. 21.50 22.50 Roggen hiesiger M. 18.00 bis 00., russische Sorten M 17.30 17.40, Gerste, Franken (Ochsenfurter Gau) Ried und Wetterauer M. 20.00- 22.00, Mahlgerste M. 14.25, Hafer prima M. 17 25— 18.25, mittel M. 7 25— 17.50, Mais(mixed) p April M 11.30— 11 40, Roggenklele M. 9—9.25., Weizenklele M. 8—8.25., Spelz⸗ spreu M 0.00, Malzkeime M. 8.00 0.00, Cbilisalpeter per Frübfahr 1890 M. 00.00, Parität Frankfurt a. M. Rartoffeln M. 2.25— 2.75, Rüböl im Detatl M. 76., Obige Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Statfonen. Brodpreise vom 1. bis 15. Mai. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗Nauheim und Butzbach unverändert. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1. bis 15. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg. Per ½ Kilo Pf. Per 12 Kilo Pf. 80 Ochsenfleisch— Bratwurst Rind fleisch— Schwartenmagen 80 Kalbfleisch— Geräucherter Speck 88 Schweinefleisch 60 Doörffleisch 80 Kell und Karre 683 Schinken 88 Leber und Blutwurst 64 Schmalz, ausgelassen 890 Fleischwurst 80 Schmalz, unausgelassen 80 Ausnahmspreise: Bei Wilhelm Wind, Philipp Windecker, Philipp Zimmermann Keil und Karre 64 Pf., Ernst Eygel, Wilhelm Kreuter III., Wilhelm Wind Dörr⸗ floisch 84 Pf., Christ. Blum, August Walther, Joh. Heinrich Tobtlas Walz, Phtlipp Windecker Schinken 86 Pf., Wilbelm Kreuter III., With. Wind Schinken 90 Pf., Philipp Zimmermann, Louis Geiß Schmalz, ausgelassen 88 Pf. Für Bad Nauheim. 1/2 Kilo Pf./ Kilo Pf. Ochsenfleisch Leber- und Blutwurst 66 Kuhfleisch 60 Schwartenmagen 90 Hammeffleisch— Fleischwurst 90 Kalbfleisch 60 Bratwurst 90 Schweinefleisch 60 Speck— Keil und Karre 75 Schinken 100 Kammstück 66 Schmalz, ausgelassen 90 Cervelatwurst 140 Schmalz, unausgelassen 80 Für Butzbach unverändert. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 3. Mai 1890. Beginn: Freitag Abend 6 Uhr 55 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Ubr. Sabbathausgang 8 Uhr 10 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 4. Mai an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 10 Min Doanerstag den 8 Mat: Lag B'Omer. 1 Guttbez D Einfriedigung des Saalbau's, worüber Zeichnung tir en Wag, wird gutgeheißen. N u Friedberg. Verbunden mit der alljährig statt— denden General Versammlung, feierte am 20. April „ end, t diesige Schuhmacherleichenkasse-Gesellschaft ihren 109. dee wirt n SEftungstag Die Rechnung von 1889 90 wurde abge ie bie Ut und in allen ihren Theilen genehmigt. Die Rechnung ee ke tre ein sehr gutes Resultat und ist besonders hervor den Bart geben, daß in Folge Beschlusses vom(. April 1889 Bekanntmachung. Uuf freiwilliges Anstehen der Friedrich Schäfer Söhne in Dß-Karben läßt das unterzeichnete Großherzogliche Orts nacht eine Dampfdreschmaschine, welche bereits zehn Ichre in Thätigkeit stand, nebst sämmtlichem Zubehör Fitag den 2. Mal d J., Nachmittags 2 Uhr, in der bwausung des Karl Schäfer Groß⸗Karben unter den bet „ Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen hentlich meistbietend verstelgern. Groß⸗Karben den 24. April 1890. Großherzogliches Ortsgericht Groß Karben. 154 Lanz. Dien geehrten Herren Landwlithen von Groß Karben 1 Umgegend diene hiermit zur Nachricht, daß das von n seither betriebene Dampfdrescherei— Geschäft es Jahr, wie auch in früheren Jahren, seinen unge— Anatcte üirten Fortgang nimmt. den gesten Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch reelle l Jrienung in jeder Beziehung das mir erworbene Ver— de, een auch für die Zukunft zu erhalten und erlaube an hlermit, mich für die nächste Campagne bestens zu 1 e Picte ag fehlen. 1 Dag Groß⸗Karben den 24 Avril 1890 tick. Karl Schäfer, aun und vormals Friedrich Schäfer Sohne. 0 1 a Peͤerdezahn⸗Mluis, nate- virgin isch, bel e 2* Wilhelm Fertsch. Aden— inen Schlossergesellen; E Bel 12 0 Carl Knipp, Schlossermeister, in Vad Nauheim. K 1 Ne 2 7 e Die Hälfte einer Scheuer 1797 56 b u bermlelben 1852 Adam Engel Wwe. * 7 1 3 sucht zuverlässige Personen sebr. N 5 Std 1 lch. Leitung n Morat unpartesssche Berichte über wissenswerthe Vor; ige zu liefern Bewerber(auch aus den kleinsten en) wollen ihre Angebote pottofret an die Exped. („Gießener Anzelger“ richten. 1880 . Silber⸗Lotterie für die St. Josephskirche zu Mainz a. Nh. Ziehung am 1. Mai d. J. Hauptgewinn(Silber⸗Barren) 10,000 M., im Ganzen 1070 Gewinne i. W. 22,500 M. Loose à 1 M. sind au boden in Frtedberg bei Ph. Dan. Kümmich, Generalagent. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. 1790 Ene in bestem Betriebe stebende N 2* Brod⸗ und Weiß⸗ Bäckerei in Bockenheim bei Frankfurt a. M. (Gebäude in welchen 5 Wohnungen, welche jedoch von der 1 Bäckerei separaten Eingang haben, vermiethet sind— Utensilien, Inventar ze.) ist krankheitshalber preiswürdig zu verkaufen. Nur solche Bewerber, welche entsprechende Anzahlung zu leisten im Stande sind, wollen sich wegen näherer Auskunft gefälligst schriftlich direkt an mich wenden. Vermittelung verbeten. Jos. Junghenn, Bäckermeister. Bockenheim. 1870 g Kinderwagen und Velocipede 338 bel G. M. Reuß. weil's Vuttermaschine, polirtem Elchenholz, beste aller bekannten Con- von 10 Liter bis zu 200 Liter Inhalt, liefert zum Preise von M. 13 an 153 Moritz Weil jun. in Frankfurt a. M. Ein junger Bäckergeselle und ein Lehrling wird auf sosort gesucht ganz aus strukttonen, Laden mit Wohnung zu vermiethen, event. Haus zu verkaufen. M. Volk. 1814 Eine Familien⸗Wohnung von 4—5 Zimmern mit Zubehör wird per 15. Mai zu mietben gesucht zu dem Preise von 400-450 Mark. Offerten unter Nr. 1000 befördert die Expedition des Anzeigers. 1921 Ein möblirtes Zimmer 19 vermiethen F. ee e e Ein braver Junge, welcher die Schuhmacherei erlernen will, wird gesucht von Ferd. Stoll 1907 in Vilbel. Ein Schmied wünscht bei einem Schlosser unter günstigen Bedingungen die Schlosserei zu erlernen. Näheres in der Exped. d. Anzeigers. 1905 ür die vielen Beweise warmer Theilnahme bei dem Tode meines lieben Bruders, des Premierlieutenants Ludwig Beeker, sage ich im Namen der Hinterbliebenen meinen herz: lichsten Dank mit der Bitte, dem Verstorbenen ein freund— liches Andenken bewahren zu wollen Friedberg den 29. April 1890. Beeker, Major und Batalllons-Commandeur im Grenadier; 1906 Regiment Wilbelm 1.(2 Westpr) Nr 7. Danksagung. Für die vielen Beweise berzlicher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unseres unvergeß— lichen Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Schwagers 1890 Karl Engel, Bäckermelster. Wohnungsgesuch. Freundliche Wohnung, 3 Zimmer, Küche, Keller und Zubehör, auf sofort zu mlethen gesucht. und Onkels Karl Lang, sowie für dle zahlreichen Blumenspenden sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Friedberg den 29. April 1890. 1913 Die trauernden Hinterbliebenen. Offerten mit Preisangabe an die Expeditlon des Anzeigers. 1922 — r —— —.—— BFC Danksagung. Für die vielen Beweise so herzlicher Theilnahme wahrend der kurzen Krankheit meiner theueren unvergeßlichen Frau 1914 U Elise Keller, sowie für die überaus große Betheiligung bei ihrer Bestattung, als auch für die vielen brieflichen Beileidsbezeugungen und schönen Blumenspendesf sagen tiefinnigsten Dank Melbach, 29. April 1890. Ph. Keller IV. und Kinder. f Aachener und Münchener Feuer⸗Versicherungs⸗Gesellschaft. Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus dem nachstehenden Auszug aus dem Rechnungsabschluß für das Jahr 1889: S e. M.„000. Prämien-Einnahme für 1889 c 8,226,138. 70 is Prämien⸗Ueberträge 77S Uebertrag zur Deckung außergewöhnlicher Bedürfnisse einschließlich des gesetzlichen Reservefonds von M. 900,000 5 5,650,122. 30 5 4,900,000. M. 28,394,218. 5 Versicherungen in Kraft am Schlusse des Jahres 188999. 5,3 16,879,807.— Darmstadt den 1. Mai 1890. Carl Groß, Kaufmann, in Friedberg, Jean Wörner jun., Bürgermeister, in Bad⸗Nauheim, Heinrich Heinzerling, Rechner, in Butzbach, E. Camp Söhne in Vilbel, 1915 Agenten der Gesellschaft. 8104 Niederlage bei Wiln. Bernbeck, Friedberg. Norddeutsche Hagel Bersicherungs⸗Gesellschaft Geschäfts⸗-Umfang 1889: 63,292 Policen mit 508,054 Mark Versicherungssumme. Zunabme 1889: 5793 Policen mit 57,872,651 Mark Versicherungssumme. Die Norddeutsche hat während ihres 21jährigen Bestebens 694,685 Polieen mit 5558 Millionen Mark Versicherungssumme abgeschlossen und für Schäden ca. 43,300,000 Mark Entschädigung vergütet. Sie ist schon seit ihrem 9. Jahre die weitaus größte aller bestehenden Hagel Versicherungs-Gesellschaften und bietet sowohl durch die Zahl und Versicherungssumme ibrer Mitglieder, als durch ihre Ausdehnung über ganz Deutschland die größte Sicherheit selbst in den hagelreichsten Jahren, zugleich aber eine Garantie für mäßige Durchschnittsbeiträge. Reserven: 813,296 Mark 48 Pf. Entschädigung von 6% ab, bet Verzicht auf die Schäden unter 12% Ermäßigung der Prämie um 200%, Gewährung eines bis 500% steigenden Rabatts für Schadenfretheit, desgl. von 5% bis ᷑5jähriger Versicherung. Abschätzung der Schäden unter Mitwirkung der von den Mitgliedern in den Bezirks-Versammlungen ge— wählten Taxatoren. Wohlfeile und bequeme Versicherung der kleinen Ackerwirthe durch die Gemeinde Versicherungen. Die große Zunahme der Gesellschaft ist der beste Beweis, daß die Einrichtungen und Erfolge der Nord— deutschen mehr, als die jeder anderen Gesellschaft den Beifall des versichernden Publikums gefunden haben. Zu jeder näheren Auskunft, sowie Uebersendung von Antragsformularen sind jederzeit bereit. Die General- Agenten: Wolf& Thomas in Mainz, sowie die Agenten: L. Müller III., Bellersheim; N. Spiegelberger, Butzbach; Joh. Tob. Bommersheim, Dorn-⸗Assenheim; Fr. J. Nees, Friedberg; Jul. Kornemann, Gießen; Ferd. Weitz, Heuchel⸗ heim; Joh. Gg. Zeiß II., Holzheim; Ludw. Lotz, Hungen; Aug. Jensch, Nidda; Ph. Dillenburger, Södel; Ernst Kullmann, Vilbel.(F. a. 262/4). 1884 2 Sommerpantoffel sind in reicher Auswahl eingetroffen, in Stramin, Plüsch und Lasting, mit und ohne Absätze, in bekannt solider, dauerhafter Waare bei billigsten Preisen. 1473 Heinr. Diehl, Usagasse. Gänzlicher Ausverkauf von Kurzwaaren, Strickwolle und Baumwolle bei Zum biligen Laden! J W zwischen den Apotheken. Herren- und Knaben-Anzüge in Tuch, Buckskin und Kammgarn, sowie Arbeiterkleider, Englischleder— Mädchen hosen, weiße und farbige Hemden, Kragen, Hosen— träger, Taschentücher, schwarze und farbige Damen— mit guten Zeugnissen gegen hohen Lohn gesucht. 5 ö Näheres in der Exped. d. Anz. 1902 klelderstoffe, Unterröcke, Schürzenzeuge, Corsetten, Cattun, Druckzeuge, Bettzeug, Barchent, Zwilch, Betttuch⸗ und Strohsackleinen, fertige Strohsäcke und Betttücher, weiß⸗ und blaugefärbtes Haus: macherleinen, Tischtücher, Handtücher, Bettdecken, Tischdecken, Wachs tuch, Sonnen- und Regenschirme, 5 W Vorhangstoffe, Kinderstrümpfe, Futterzeuge u. s. w. 7 kauft man immer am billigsten bet 5 onnen me M. Netscher. Anzüge und Hemden werden auch nach Maß 5 8 f 5 e ee 7 n Auswahl zu anerkannt billigen Preisen e rr 5 G. F. Aletter. Deutschen und ewigen Kleesamen, Eierkisten, . auf Seide gereinigt in prima Qualitäten, bei das Stück zu 50 Pf., bei 0 — Die Aufnahme chulpflichtiger Kinder neuen Schulbause statt. Geburtsscheine der nicht in Friedberg 617,957. 50 borenen Kinder und Impfscheine müssen 9 N gezeigt werden. Frtedberg den 30. April 1890. Der Schulvorstand: 1916 Stein häußer. Dörr, Musikverein. Singstunde Freitag, 2. Mai 19„, Gesangverein Frohsinn. Sonntag den 4. Mat, Nachmittags 3 Uhr, Aussi nach dem Schwalheimer Brunnen. 1919 Der Vorstand Hotel! Sprengel, Bad⸗Nauheim. Münchener Augustiner, Frankfurter Export im Krug. 1680 Herren⸗ und Knaben⸗Strohhütt, Filzhüte(federleicht), Sonnen- und Negenschirme, Handschuhe und farbige Gummiwäsch empfiehlt 1908. Kalhfleiseh Geräucherte Schellfische, Bismarckhäringe, russ. Sardinen, Rollmöpse 1917 bei Wilhelm Fertsch. Obstmarmelade, aus den feinsten Compotfrüchten, empfiehlt 1920 J. A. Windecker. 5——— 5— Opel Fahrräder werden zu den billigsten Preisen von mir belorgt. 1914 Ph. Dan. Kümmich. AEN 7 in allen feinen Neu. Damensonnenschirme wan w arten unstreitig größter Auswahl zu enorm billigen Preism empfiehlt 1611 Fritz Schmidt. g Garntrte und ungarnirte 1 Damen⸗ und Kinderhüte in großer Auswahl zu billigen Preisen empfiehlt 5 1903 a J. Keim. Tricot⸗Knabenanzüge 000 G. Schulhaf. in allen Größen. Deutschen und ewigen Kleesameh, owie alle Gartensämeresen empfiehlt in besttz Qualität 1597 Fr. Gunderloch. Selbstgebraunten Kaffee, per Pfd. M. 1 30, M. 1.40, M. 1.50, M. 1.60, M. 1.80 1 gebrannt, in nur reinschmeckenden Qualitäteh 187 e — Verantw. Red.: Carl Bindernagel— 1317 Georg Groß. 1910 Trapp& Münch. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Fr. Wagner. F auswar 1— 9,000,000.— findet Montag den 5. Mai, Nachmittags 2 Uhr, 0 i Juf 1 1 mere andnet 5 Lagno 3 e u Aupret Talung Diay el, e daher frag passen icht 1 I 1 bu i Ne ret