Donnerstag den 25. Juli. Mt. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den freis Friedberg. Erscheint ee ne Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen vor f auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Für die Monate August und September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden. Amtlicher Theil. er Familienangehörigen. Friedberg den 23. Juli 1889. f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, die Vorstände der Ortskrankenkassen und der noch bestehenden Gemeinde— Krankenversicherungen. Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 13. April l. J.(Oberhess. Anzeiger Nr. 46) benachrichtigen wir Sie, daß das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz nunmehr die für die Versicherungspflicht der Familienangehörigen maßgebenden Gesichtspunkte in der nachstehenden, auszugsweise mitgetheilten Verfügung näher festgestellt hat. Wenn nach dieser Verfügung von der Heranziehung minderjähriger Hauskinder zu der Krankenversicherung in der Regel abzusehen ist, so ist desto mehr darauf zu achten, daß alle Familienangehörigen(Söhne, Töchter, Enkel, Brüder, Schwestern ꝛc.), welche gegen Kost, Wohnung, Kleidung u. dgl. im gewerblichen oder landwirthschaftlichen Betriebe ihres Vaters, Großvaters, Bruders 20. beschäftigt sind, vom zurückgelegten 21. Lebensjahre an der Krankenversicherung unterworfen werden. Ver— suche sich der Versicherung durch sog. Reverse zu entziehen, wollen Sie regelmäßig zurückweisen, keinesfalls aber Reverse zulassen, ohne unsere N 8* Betreffend: Die Krankenversicherung der Arbeiter, hier insbesondere d fi N ledrich ö n det . Perle ö Velbet, Moire, gig mpfiehlt in schönn u elm, neben der d. N. 1.40, 1115 . Wagner. N I. Ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältniß besteht regelmäßig nicht, wenn und soweit der Haus⸗ sohn ꝛc. noch keinen selbstständigen rechtlichen Willen hat. Dies ist aber der Fall, so lange derselbe minderjährig 2 * „Die Entscheidung einzuholen. Dr. Braden. und der väterlichen Gewalt unterworfen ist; das Verhältniß, in welchem er dann zum Familienhaupte steht, ist kein kontractliches, ir gehorcht dem Gebote, dem Willen des Vaters, und die Leistungen, welche er dagegen von dem letzteren erhält, sind nicht ein Lohn im recht⸗ ichen Sinne, sondern die Erfüllung von auf dem Familienverhältnisse beruhenden Verpflichtungen. . schwarze und zung 5 In Betreff minderjähriger Haussöhne ꝛc. wird man hiernach mit gutem Grunde für die Regel und insolange nicht eine gegentheilige 1 drogen u Dunn, Intention klar erwiesen ist, von der Annahme einer bestehenden Verpflichtung zur Krankenversicherung abzusehen haben. b. 1. 1 II. Je mehr die unter I. empfohlene Einschränkung der allgemeinen Versicherungspflicht den vielfach kund gewordenen Preise Anschauungen und bestehenden Wunschen der Bevölkerung entgegenkommt, desto strenger wird man— um den Versuchen zur Umgehung des . esetzes entgegen zu wirken— gegenüber den in Gemäßheit des§ 3 Abs. 2 K.⸗V.⸗G. bezw.§ 136 landw. Unf.⸗Vers. Gesetzes gestellt werdenden - Nerein. Anträgen auf Befreiung volljähriger im Betrieb ihrer Eltern dc. beschäftigter Söhne c. von der Versicherungspflicht zu verfahren haben, und es bird daher solchen Anträgen nur unter der Voraussetzung stattgegeben werden dürfen, wenn die Söhne ꝛc. entweder nach Sitte und Herkommen iothek, der betreffenden Gegend oder zufolge ausdrücklichen nicht zum Scheine abgeschlossenen Vertrags, einen zweifellosen Rechtsanspruch gegen belebrende Schl hren ꝛc. Vater, bei dem sie beschäftigt sind, auf eine den Bestimmungen des§ 6 des K. V.⸗G. entsprechende oder gleichwerthige Unterstützung wischen u. 26 pährend 13 Wochen nach der Erkrankung haben. Selbstverständliche Voraussetzung für die Befreiung von der Versicherungspflicht hat außerdem ann Pücher une!“ in allen diesen Fallen die zweifellose Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers zu bilden. befindet sich im Lr 906 Bekanntmachung. ascen fu bönd, Am 29., 30. und 31. d. Mts. finden seitens der Garnison Butzbach Gefechtsschießen mit scharfer Munition auf dem dortigen großen igt bei J. Kein Ererzierplatze statt. Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, laden wir die Großherzoglichen Bürgermeistereien der zunächst . 0 0 gelegenen Orte ein, in Ihren Gemeinden noch besondere Bekanntmachung zu erlassen. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. tuh ih Friedberg den 20. Juli 1889. Dr. Braden. 6. M. eus g 1 Bekanntmachung. ü 5 115 Seitens der Aachener und Münchener Feverversicherungs-Gesellschaft sind dem landwirthschaftlichen Bezirksverein Friedberg zu Zwecken Ie b 4 bes Vereins für das Jahr 1888 M. 124.20 überwiesen worden, was ich hiermit zur Kenntniß der verehrlichen Mitglieder des landwirthschaft— Stück an chen Bezirksvereins Friedberg bringe. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg. 50 11 Friedberg den 23. Juli 1889. Dr. Braden. Obstbau⸗Verein in der Wetterau. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, die ihnen zugehenden Monatsblätter des Obstbauvereins nach Maßgabe der Mitgliederlisten der J dorläufig vertheilen zu lassen und die gewählten Obmänner mitzutheilen. 3 5 1 g lich, neben der Der Bote hat für Besorgung ein beiliegendes Freiexzemplar zu beanspruchen. Für die Einkassirung der Mitgliederbeiträge in Höhe von chhandlung 1 Mark und der Zeitungsgebühr von 50 Pf., bei welcher die Mitgliedskarte als Quittung auszuhändigen ist, werden 5 Pf. pro Karte dem Boten Buch J Uwilligt. Die gesammelten Betrage bitten wir an den Kreisamtsgehülfen Herrn Decher, als Kassier des Obstbauvereins, entweder durch die phost oder gelegentlich bis Mitte August zu übersenden. N 5 ö* N l 3 0 Diejenigen Unterzeichner der bisherigen Listen, welche sich nicht binnen 8 Tagen beim Präsidenten schriftlich abmelden, werden nach um Beschluß der Generalversammlung vom 21. Juli d. J. als wirkliche Mitglieder betrachtet. 3 a 1 Friedberg den 23. Juli 1889. Der Präsident des Obstbauvereins. 0 1 pe Bindernagel 5 Pf. an das 80 n 85 5 1 mpfch den feinen end 1 1 f Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 1 Der seitherige Großherzogliche Beigeordnete Karl Schmidt J. von Reichelsheim ist zum Bürgermeister dieser Gemeinde gewählt und 0 verpflichtet worden. 1 1 1 züglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: 1. Berges, Heinrich Ernst Friedrich Christian, geb. zu Eldagsen, Provinz Hannover, Maurer- uchbarke⸗ 6 alf e 2 8 Joseph, aus Regensburg, zuletzt bei David Strauß in Vilbel. 5 1 U A*. e unterm 27. April bezw. 12. Juni gegen Maar, Johannes, von Homberg a. d. Ohm, sowie unterm 1. Juni l. J. gegen von Hulten, oder Zulten, Heinrich, bestim ion Nordeck, Kreis Marburg, und Groß, Christian Wilhelm, von Beerfelden, Kreis Erbach, erlassenen Ausschreiben bringe ich hiermit in Erinnerung. dor Nor 8 Meinen unterm 10. Juli l. J. gegen Adolf Müller von Kassel erlassenen Steckbrief nehme ich, als durch Gendarm Scheer in Ober Erlenbach und er Bach in Rodheim erledigt, zurück. andolt eee eber ge den lech e 45 1 Jelizeidien 7 9 Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gerichtsschreiber Braun in Lorsch wurde zum Gerichtsschreiber in Höchst, der Gerichtsfchreiber Paul in Groß Umstadt zum Gerichtsschreiber in Lorsch, der Realqym nastallehrer Dr. Keller zu Mainz zum Direktor der höheren Mädchenschule zu Mainz und der Kanzleigehülfe bei der Hauptstaatskasse Breunig zu Darmstadt zum Ministerialkanzlisten ernannt. Berlin, 22. Juli. Nach 24stündigem, durch Kohleneinnahme veranlaßten Aufenthalte in Trom— soe setzte Kaiser Wilhelm die Reise bis zu der unterm 69. Breitegrad gelegenen Insel Heloe, dann um die Nordspitze von Andoe nach den Lofoten fort. Die Mitternachtssonne gewährte ein ungemein prächtiges und farbenreiches Bild, welches der Kaiser vom Deck aus betrachtete. Die Hohenzollern“ erreichte Mittags Diggermulen. Nachmittags bestieg der Kaiser die Anhöhe daselbst und kehrte Abends 7 Uhr im 9 5 Wohlsein an Bord zurück.— 23. Juli. Die kaiserliche Pacht verließ gestern Abend 10 Uhr Diggermulen, kam heute früh 4 Uhr in Bodoe an und fuhr Nach— mittags in den Holandfjord. Der Kaiser begab sich an Land, um den bis fast an das Meeres— niveau hinuntergehenden Gletscher der Svartisen— kette zu besuchen. Das Wetter war unvergleich— lich schön. Die Tagestemperatur war 150 Re— aumur. Der Kaiser setzte die Fahrt um 8 Uhr Abends bei spiegelglatter See nach Bergen fort. Essen. Der Landrath von Gelsenkirchen löste zwei Versammlungen von Bergarbeitern der Zechen Rhein-Elbe, Alma und Hibernia auf— Kiel. In Marinekreisen verlautet, daß die Torpedobootflotille, welche demnächst aus Swine— münde hier eintrifft, um Kohlen, Proviant ꝛc einzunehmen und Ende dieses Monats nach Wilhelmshaven geht, das Kaisergeschwader bis zum Canal begleiten solle. Es heißt ferner, daß der Aviso„Grille“ in den Geschwaderverband treten werde, um die Englandsreise mitzumachen. Demnach würde sich eine Londoner Mittheilung, daß der Kaiser mit der„Hohenzollern“ und zwölf Kriegsschiffen(„Kaiser“,„Deutschland“, „Preußen“,„Faiedrich der Große“,„Baden“, „Sachsen“,„Oldenburg“,„Irene“,„Zieten“, „Wacht“,„Greif“ und„Grille“) der englischen Flottenrevue beiwohnen werde, bestätigen. Hamburg, 22. Juli. Die Harburger Po— lizei löste gestern Morgen eine geheime sozia listische Versammlung auf und nahm mehrere Verhaftungen vor. Karlsruhe, 22. Juli. Nach einer officiellen Darstellung des Verlaufs der Krankheit des Erb— großherzogs wurde gestern Abend die Mit— erkrankung eines thalergroßen Theiles des Lungen— gewebes nachgewiesen. Außer dem behandelnden Geh. Hofrath Bäumler sind die Geheimeräthe Tenner und Kußmaul anwesend, dieselben stimmen in der Beurtheilung der Krankheit überein.— Juli. Das Befinden des Erbgroßherzogs war im Laufe der verflossenen, durch Husten etwas mehr gestörten Nacht im wesentlichen das gleiche wie gestern. Der Kräftezustand ist heute recht gut, das Fieber mäßig. Die örtlichen Er— scheinungen in den hinteren und unteren Theilen der Lunge sind localisirt, die Erscheinungen auf der linken Seite im Rückgang begriffen. Ausland. Schweiz. Bern. Die deutsche Regierung hat den Niederlassungsvertrag mit der Schweiz gekündigt; derselbe trut am 20. Juli 1890 außer Kraft. Belgien. Brüssel, 23. Juli. Die Kammer nahm mit 88 von 94 Stimmen den Gesetzent wurf an, welcher die Regierung ermächtigt, sich mit zehn Millionen an dem Bau der Kongo— Eisenbahn zu betheiligen. Frankreich. Paris, 22. Juli. Der König von Griechenland ist hier eingetroffen und im Hötel Bristol abgestiegen. Juli. Dem„Temps“ zufolge entließ der Minister des Innern heute 40 Subaltern— beamte des Ministeriums des Innern, der Seine— präfectur und der Polizeipräfectur, weil dieselben in der Boulangisten- Angelegenheit comporomit⸗ tirt sind. — Gutem Vernehmen nach ist die Meldung, daß gegen Boulanger und Genossen eine Ver— lustordonnanz der bürgerlichen Rechte am nächsten Samstag von der Commission des Staatsge— richtshofes erlassen werden solle, unrichtig. Die Ordonnanz setzt lediglich eine weitere zehntägige Frist fest. Großbritannien. London. Nach dem Bericht der Unterhauscommission in der Dota— tionsfrage verzichtet die Königin auf das Recht, für andere Enkelkinder als diejenigen des Prinzen von Wales eine Dotation vom Parlamente zu verlangen. — 23. Juli. Das Oberhaus nahm in dritter Lesung die Bill betreffend die Errichtung eines Ackerbauministeriums an. Italien. Rom. Der„Osservat. Rom.“ bemerkt gegenüber der„Riforma“, wenn der Papst abreise, so geschehe dies nur, wenn ein Verbleiben durch das Vorgehen der Regierung unmöglich gemacht werde und die provisorische Entfernung durch zwingende religiöse Gründe geboten sei. Der Papst werde niemals der Anstifter eines Krieges werden, sondern immer der souveräne Träger der Ordnung und des Friedens bleiben. Türkei. Konstantinopel, 23. Juli. König Milan ist gestern nach Belgrad abgereist. Scheker— Ahmed Pascha begleitete den König bis Mustafa Pascha. Der Sultan empfing König Milan am Sonntag in Abschiedsaudienz, worauf König Milan an dem ihm zu Ehren im Palais ver— anstalteten Galadiner theilnahm. Kreta, 22. Juli. Einer Reutermeldung aus Syra zufolge haben kretensische Insurgenten die Behörden in Vamos und Cidonia vertrieben. Die Aufrührer verbrannten die Archive. Die Bauern flüchteten vor den Insurgenten. Serbien. Belgrad. Zwischen dem Metro— politen Michael und der Regierung ist wegen der Opposition der letzteren in Kirchensachen ein Conflict ausgebrochen. — 23. Juli. Der„Malenornia“ zufolge ist Ristitsch infolge eines Schlaganfalles in Vranskabonja bedenklich erkrankt. Bulgarien. Sofia, 22. Juli. An der serbisch-bulgarischen Grenze, unweit Widdin, tauchte eine zwanzig Mann starke bewaffnete Bande auf; die bulgarischen Behörden leiteten sofort eine Verfolgung ein. Gleichzeitig wurden zwei die Donau aufwärts fahrende Schiffe einer russischen Dampfschiffgesellschaft gemeldet. Rußland. Petersburg, 22. Juli. Das Kaiserpaar besuchte gestern den Großfürsten Con— stantin Nikolajewitsch, dessen Gesundheitszustand besorgnißerregend ist. Er erhielt bereits am Samstag das heilige Abendmahl. — Ein Telegramm des„Standard“ aus Erzerum berichtet, daß die russischen Truppen an der türkischen Grenze während der letzten Wochen Bewegungen vornahmen, die zu dieser Jahreszeit ganz ungewöhnlich sind. Die Zahl der zwischen der türkischen Grenze und der Linie Kultais-Tiflis-Alexandropol-Eriwan con— centrirten Truppen aller Waffengattungen be— laͤuft sich auf etwa 80000 Mann, und es ver— lautet, daß noch mehr Ae sind. Afrika. Sansibar, 22. Juli. In Folge von Drohungen der irregulären Truppen des Sultans, die persische Leibwache niederzumetzeln, veranlaßte der englische Geschäftsträger Portal den Sultan, die persischen Soldaten theils an Bord des englischen Kriegsschiffes„Agamemnon“, theils nach dem Fort zu senden Aus Stadt und Land. M. Friedberg. in Steinbäußer's Gartensaal tagenden General Versamm lung des Wetterauer Obstbau- Vereins hatten sich gegen 130 Mitglieder eingefunden. Eröffnet wurde diese Ver sammlung vom prod. Präsidenten Kreisrath Dr. Braden mit der Begrüßung der Erschienenen und wurde mitge theilt, daß der Verein jetzt nahe an 600 Mitglieder hat. Auf die Anfrage des Präsidenten, ob sich der Verein nun fest constituiren wolle, wurde dies einstimmig bejaht und in die Tagesordnung eingetreten. Dr. von Peter 8 S Zu der am vergangenen Sonntag verlas nun den Entwurf der Vereinssatzungen und wur⸗ den diese ohne wesentliche Aenderung angenommen. Dem⸗ nächst werden dieselben gedruckt und im Vereinsorgan den Mitgliedern bekannt gegeben. Die Bestimmung der Satzungen, daß der Jahresbeitrag auf 1 Mark festgesetzt bleiben und vorläufig 50 Pfennig für das Zeitungs- Abonnement entrichtet werden soll bis 1000 Mitglieder erreicht sind, wurde damit begründet, daß von Anfang an nicht vorgesehen war, ein eigenes Organ herauszu- geben, daß dies jedoch nachträglich im Interesse des Verkehrs mit und unter den Mitgliedern als nothwendig erkannt worden sei. Ferner wurde beschlossen, daß in Anbetracht der durch die Organisation höheren Kosten und der Thatsache, daß bereits seit Anfang dieses Jahres die Vereinsthätigkeit begonnen babe, der jetzt zu er⸗ hebende Beitrag für das Vereinsjahr 1889 gelten solle. Der Voranschlag über Einnahme und Ausgabe, für die Zeit bis Ende Dezember d. J. in der Hohe von 1850 M., zum größten Theil aus öffentlichen Mitteln stammend, wurde mitgetheilt und genehmigt. Dieser Betrag findet Verwendung fur laufende Aus gaben, Porti, Druck und Herausgabe der Zeitung, für Reisekosten des Seereiches und des Technikers und Besoldung des Letzteren, dessen Rath jedes Mitglied unentgeltlich beanspruchen kann. Die nun vorgenommenen Wahlen für das laufende Vexeins⸗ jahr ergaben: als Präsident wurde Kreisrath Dr. Braden in Friedberg, als Vicepräsident Landtagsabgeordneter Graf Ortola in Büdesheim von der General-Versamm⸗ lung gewählt. Die Mitglieder der einzelnen Seettonen traten nun zusammen und wählten als ibre Vorsitzenden; für Butzbach Forstinspeetor Reuß— Butzbach, für Fried- berg Buͤrgermeister Reitz— Södel und für Vilbel Graf Oriola— Büdesheim, sowie als Beiräthe: für Seetion Butzbach Bürgermeister Schneider— Ostheim, Bürger⸗ meister Jäger— Münzenberg, Reallehrer Wamser— Buß⸗ bach und Bürgermeister Krausgrill— Nieder-Weisel; für Friedberg: Bürgermeister Steinhäußer— Friedberg, Oeed⸗ nom Pfeil— Wisselsheim, Bürgermeister Dienst—Ockstadt und Rendant Buschmann— Ober-Rosbach; für Vilbel; Rentel Verwalter Stahl— Kloppenheim, Landwirth G. Seiboldt— Nieder-Eschbach, Rechner Wehrbeim— Rodheim und Bürgermeister Fritzel Ober⸗Eschbach Die Seettons; vorstände traten nun als Ausschuß zusammen und wählten als Seeretär und Geschäftsführer Landwirthschaftslehrer Dr. von Peter— Friedberg, als Rechnungsrevisor den Vorsteher der Ackerbauschule Dr. Tobisch— Friedberg und als Stellvertreter Bürgermeister Steinhäußer— Friedberg. Zum Schluß ergriff Graf Orsola das Wort, hinweisend auf den Werth des Unternehmens, dem das beste Glück zu wünschen, und brachte ein Hoch aus auf diejenigen Männer, die dasselbe von Anfang an mit vollster Hingabe geleitet und gehoben,— insbesondere Kreisroth Dr. Braden und den Seeretär des Vereins Dr, von Peter—, und wünschte, daß' noch in diesem Jahre die Zahl der Mit⸗ glieder das volle Tausend erreichen möge. Allerlei. Neapel. Ueber eine große Eruption des Vulkans auf der Insel Vulkano, welche am 27. vorigen Monats begann und noch immer andauert, veröffentlichen mehrere italienische Blätter ausführliche Berichte. Der Vulkan ist schon seit ungefähr einem Jabre in unaufhörlicher Be⸗ wegung, aber die jeweiligen Eruptionen dieses kleinen feuerspeienden Berges waren bisher sehr geringfügsg. Erst an dem früher erwähnten Tage nahmen sie größere Dimensionen an. Namentlich während der Abendstunden gewährt die Naturerscheinung einen furchtbar herrlichen Anblick. Tausende von Lavablöcken werden aus den beiden größeren Krateröffnungen des Berges ausgeworfen und manche davon fliegen 500 bis 600 Meter hoch in die Luft. Die Steine fallen auf eine den Vulkan umgren⸗ zende schiefe Ebene und rollen auf der glatten Fläche mit unglaublicher Schnelligkeit dem Meere zu. Die Etup⸗ tionen sind von donneräbnlichem Gepolter und dumpfem Getöse begleitet, welche die Fenster und Thüren der be⸗ nachbarten Ortschaften San Vincento und Riseita erzittern machen und selbst bis nach Stromboli gehört werden. Einer der Krater wirft feste, weißglühende Blöcke und Steine verschtedener Größe aus, während der zweite nur Lava massen in flüssigem Zustande abscheidet. Das Aus sehen des Berges hat sich, seit die Eruptionen in größerem Maßstabe begannen, vollständig verändert. Bis dahin lief der Berg in seinem oberen Theile in drei Spißen aus; jetzt sieht man nur einen Kegel, als ob die drei obersten Ausläufer des Berges zu einem einzigen zusammen⸗ geschmolzen wären. Der die Eruptionen begleitende Aschen⸗ regen wird weithin, bis nach Milazzo und Messina gestreut. Was der Tag zer riß, soll derselbe Tag heilen! Eine in meiner unmittelbaren Nähe wohnende Familte, mit Glücksgütern mäßig, mit Kindern reichlich gesegnet, gab den Bewohnern des Stadk⸗ viertels, in denen sie wohnte, oft zu denken. 5 Die ganze Wohnung der Familie war ein Muster von Nettigkeit und jeder zum Haushalte gehoͤrige I war immer und zu jeder Zeit in adellosem Zustande. Die Kinder dieser Familie gingen fortwährend sauber gekleidet, ihre Garde⸗ robe zeigte nie mangelhafte Schaden. Es gab keine zerrissenen Strümpfe bei den Kleinen, keine abgesprungenen Hemdenkuöpfe an der Wäsche des Mannes. Alles, was zum Gebrauche der Familie benutzt wurde, wat fortwährend in der Verfassung, in der es von Rechtswegen sein muß. Dabei 0 Fbaden. baden It Stun er S0 % Tage 1 Bewä 11 Iden Un b u 6 Wie r ier Sch Ut nur r uns a peerade et die Ia Irrt Focige il Apibes W rochen tt Ruß Ir du de bend du Ae lieb dre, be Ie Thal A Tag Icge ge Ich der Wem ld Bitt And Reu Wachte! Dann w mach Wrschulk Ar aus inen h d für Vilbel 01 sräthe: für Sah —Ostheim, Bun hrer Wamser 0 Mieder Wel, f er—Frledberg, Oh ster Dienst—Oasch os bach; für Ni eim, Landwirth g. Wehrheim—Robhhr bach Die Seellont sammen und wäblin andwlrthschaftslchn zechnungsrevsso t bisch Friedberg un inhäußer— Friedbun as Wort, hinwesnd m das beste Olücu if diejenigen Mänm, Ister Hingabe gelalt isroth Dr. Brun von Peter—, in die Zahl der Mi nöge. und Me 0 0 „ für. Jul 11 1 1 NN In. 4 4 Die Nachlaß- und Vormundschaftsaeten bis Ende sina l. 1 is die muntere und gewandte Hausfrau noch nancherlei und wußte über tausend Dinge Bescheid geben. Woher nahm die Frau die Zeit, das alles ne am Schnürchen zu haben? Einst fragte ich si geradezu darnach. Da lachte sie fröhlich. können Sie sich das nicht denken?“ meinte sie sbalkhaft,—„und sind doch eine so kluge Dame! gehen Sie, diese Kunst ist das Erbtheil von miner Mutter und überhaupt das einzige Erb— eil, das ich meinem Manne zugebracht habe, . es trägt gute Zinsen. Wenn der Abend hreingebrochen ist, und mein Mann ein Glas Her trinkt, meine kleine Bande zu Bett gebracht berde, dann nehme ich jedes am Tage beschädigte Etück aus meiner Wirthschaft vor, und heile den Echaden. Aber gleich am Tage, an dem dieser eEchaden verursacht wurde. Es währt vielleicht ite Stunde, oft nicht einmal so lange, dann der Schaden wieder geheilt. Ließe ich nur bei Tage zusammenkommen, dann würde mir ide Bewältigung meiner Aufgabe schon sauer den und nach Verlauf von drei Tagen könnte i das Ganze nicht mehr übersehen.“ Wie recht hatte die Frau, und wie ist sie in her Schlichtheit und Einfachheit ein Vorbild cht nur für ihr Geschlecht, sondern überhaupt e uns alle.„Mache alles, was du am Tage gerade gemacht hast, am Abend wieder gleich“ ißt die Moral von der kleinen Geschichte. Len Irrthum, dem du am Tage verfallen, be— ühtige ihn noch am Abend! Ein unbedachtes zuhes Wort, das du am Morgen zu den Deinen Isprochen, mache es durch einen herzlichen Gute— cht Kuß wieder gut! Eine Beleidigung, mit i du dem Freunde wehe gethan, mache sie am dend durch eine Bitte um Vergebung vergessen! Ine lieblose Handlung, zu der dich der Tag zzte, bereue sie und lasse ihr schon am Abend le That der Liebe als Sühne folgen! Wenn r Tag dich wohl gar auf böse verderbliche gege geführt, kehre noch am Abend um, damit 1 der Morgen auf rechtem Pfade finde! Wenn du das immer thust, dann werden Groll ind Bitterkeit, Lieblosigkeit und Haß, Schuld und Reue, Gewissensqualen und schlaflos durch— buchte Nächte sich nicht haͤufen in deinem Leben, dean wird es dir nie schwer werden, wieder gut zu machen, was du in thörichter Verblendung wrschuldet. Und der Lohn für dieses Thun wird di aus jedem Auge entgegenlachen, das dem nen begegnet: Liebe! 1 Das Alter der Kühe zu erkennen. Niemand will aus guten Gründen 0 alte Kuh kaufen— das wissen die Vieh- händler genau und bringen deßhalb alle Kunst— griffe in Anwendung, die Thiere jünger er- scheinen zu lassen. Bis zu fünf Jahren kann man sich nicht leicht täuschen, weil da noch der gleichmäßige Wuchs der Stockzähne das jüngere Alter anzeigt, während später einzelne Zähne, des ungleichmäßigen Gebrauches wegen, mehr vorstehen. Bis zu drei Jahren haben die Hörner der Kühe auf ihrer Oberfläche keine Vertiefung, im vierten Jahr aber er— scheint an denselben ein vertiefter Ring, den man durch Gesicht wie Gefühl wahrnehmen kann. Im darauffolgenden Jahr bildet sich dann ein zweiter und so alle Jahre ein Ring mehr, bis zum höchsten Alter. Diese Vertief- ungen lassen sich immer entdecken, selbst wenn man sie nicht sieht, sobald man nur mit der Hand das Horn befühlt. Deshalb auch suchen die Viehhändler diese Ringe so viel als möglich zu vertilgen, indem sie die Hörner mit einem Stück Glas abschaben und dann mit einem Holze poliren. Ein erfahrener Käufer wird sich aber durch diese Praktiken nicht täuschen lassen, denn vollständig sind diese Vertiefungen 1 nicht zu entfernen. Handel und Verkehr. Friedberg, 23. Juli. Fruchtpr. Watzen M. 17.50 bis 17.75, Korn M. 14.50—15., Gerste M. 13. bis 14., Hafer M. 14.00— 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 24. Jult. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.15—1.20, Eter 1 Stück 6 Pf. Gießen, 23. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 1.15— 1.25, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per Stück 4—7 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.60, Hühner per St. M. 0.80— 1.00, Hahnen per St. M. 0.60 0.90. Enten per St. M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfd. 64—70 Pf, Kuh- und Rindfleisch 48—56 Pf., Schweinefleisch 60- 70 Pf., Hammelfleisch 50-66 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kartoffeln pro 100 Ktlo M. 5 00—8.00, Zwiebeln per Ctr. M. 7—8. eine Korn M. 14.50, Hafer M. 14.40, Erbsen M. 19.00, Kartoffeln M. 3.30. Frankfurt, 22. Juli. Fruchtbericht. Hies. Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.00-32.00, Nr. 1 M. 29.00 30.00, Nr. 2 M. 24.50— 25.50, Nr. 3 M. 23.50— 24.50, Nr. 4 M. 19 bis 20.00, Nr. 5 M. 17.00 00.00, Muchbrod- und Brodmehl im Verband M. 53.00-56.00, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 25.00- 25.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 24.50— 25 00, Nr. 0%/ M. 22.50— 23, Nr. 1 M. 21— 21.50, Nr. 2 M. 17.00 bis 18.00, Weizen ab unserer Umgegend M. 17.75 18.25, frei Bahn hier M. 18.25 18.40, fremder nach Qualtität M. 9.40— 9.50, Paxttät Frankfurt a. Grünberg, 20. Juli. Fruchtpreise. Weizen M. 17.20, M. 18.00 21.50, Roggen hies. M. 14.75— 15.00, russischer M. 15.25— 15.40, Gerste, Ried und Wetterauer M. 14.25 bis 15.00, Hafer prima M. 15.50— 16.00, mittel M. 14.50 bis 15.00, Mais(mixed) M. 11.75, Roggenkleie M. 9 bis 9.25, Weizenkletie M. 8.00, Spelzspreu M. 2.40, Malz⸗ keime M. 9.— 9.50, Chilisalpeter per Februar- März 1890 M. Raps per August September M. 32.—33. Torfstreu M. 1.32. Rüböl im Detail M' 68.— 69. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen. Frankfurt, 22. Juli. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 405 Ochsen, 38 Bullen, 355 Kühe, Stiere und Rinder, 246 Kälber, 63 Hämmel, 260 Schweine. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 66 68, 2. Qualität M. 58—60, Bullen 1. Oual. M. 46 48, 2. Qualität M. 42— 44, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 5862, 2. Qual. M. 53—55, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 63—66 Pf., 2. Qualität 50—54 Pf., Hämmel 1. Qual. 58—60 Pf., 2. Qual. 40—45 Pf., Schweine 1. Qual. 66-68 Pf., 2. Qual. 62-64 Pf. Frankfurt, 23. Juli. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo M. 4.80—6 40, Stroh pro 100 Kilo M. 4605.00, Butter pro 50 Kilo M. 110-113, Eiter das Hundert M. 6—7, Erbsen 100 Kilo M. 18— 23.00, do geschälte M. 20-30, Linsen M. 34— 52, weiße Bohnen M. 23 vis 25 50, Blumenkohl 100 St. M. 30 bis 60, Carotten per Pack 8—12 Pf., Grünekern M. 22— 28, Sellerie das Stück 4— 10 Pf., Romainsalat 15— 25 Pf., Kar— toffeln per 100 Kilo M. 6.50—8.00, Erbsen per Pfund 40—50 Pf., Gurken per Stück 4— 15 Pf., Aprikosen der Centner M. 50—60, Birnen der Ctr. M. 25—30, Mira⸗ bellen der Ctr. M. 40. Briefkasteu. 2 in Groß-Karben. Einträge in's Firmenregister können wir nur bringen, wenn die betr Amtsgerichte sie uns zur Insertion zusenden. Wünschen die interessirten Firmen dies, so müssen sie es wiederum bei den Amts— gerichten beantragen. Richtig ist ja, daß die Annoncen im Kreisblatt zur weitesten Kenntniß kommen, allein das Inseriren ist in den Willen der betr. Amts— richter gestellt. Die Redaetion. Geld⸗Cours. Frankfurt am 23. Juli 1889. Geber. M. Pf. 78 28 39 9. K 3 63 „ al mas 8 68 95 eee, 4. 20 4. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 27. Juli 1889. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 10 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 28. Juli an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr 30 Min. Montag den 29. Juli 1889: Neumond Ab. Nehmer. M. Pf. 16. 16. 20. 16. 6 9. 20⸗Frankenstücke do.% Englische Sovereigns Russische Impertales Ducaten. Bekanntmachung. Bei dem unterzeichneten Gerichte sind an Aeten zur nichtung ausgeschieden worden: im Jahre 1887: 1 1 18463 b. im Jahre 1888: 1 1. Strafsachen wegen Verbrechen und Vergehen 1 bis Ende 1867 und resp. 1877, 2. Privatklagesachen bis Ende 1882. 3. Uebertretungen und Forst- und Feldrügesachen 11 nebst den Forst⸗ und Feldrügeregistern bis Ende 11 18823 b. im Jahre 1889:. I.. Die Civilprozeß- und Konkursaeten bis Ende 1858, 1 %% 1 2. die Mahnaeten und Mahntabellen bis 1. October 9 60 sucht Wilh. Wind. 1— Materiallieferung. Die Anlieferung nachstehender Materialien, als: 80 breite Dor peldielen, 100 schmale Dachdielen, 50 breite Schreinerdielen, 100 Latten, 1200 Eichenpfähle, 600 Schalterbäume, 160 Kilo Maschinenöl und 700 Liter Rüböl für die Grube Ludwigshoffnung bei Melbach soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Offerten sind versiegelt und mit der Aufschrift„Matertallieferung betr.“ bis zum 3. August d. J., Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büreau abzugeben. Die Eröffnung der— selben findet in Gegenwart der erschienenen Submittenten att a Die Bedingungen können von heute ab bei uns ein— gesehen werden. Bad⸗Nauheim am 22. Juli 1889. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad Nauheim. 2749 Jäger. Mobiliar⸗Versteigerung Dienstag den 30. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr anfangend, sollen in der Wohnung des Lehrers Ramspeck, Hanauerstraße, nächst dem Bahnhof, gut erhaltene Möbel, Bettwerk, Weißzeug, Kleider, Küchengeräthschaften u. s. w. wegzugshalber an den Meisthletenden versteigert werden Friedberg den 24. Juli 1889. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Ausverkauf. Wegen Geschäfts-Aufgabe verkaufen wir sämmtliche Manufactur-Waaren, um schnell damit zu räumen, zu und unter Einkaufspreisen. Holzversteigerung. Montag den 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr an⸗ fangend, sollen im Holzhauser Gemeindewald, Distrikt Spieß, nachstehende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 120 Stück schäleichene Baumstützen, 169 Raummeter schäleschenes Knüppelholz, 6450 Stück schäleichene Wellen Die Zusammenkunft ist auf Chaussee. Holzbausen den 23. Juli 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzhausen, Rled. der Friedrichsdorfer T 3 Muchöin, a„Keine Fliegen in Zimmern, Küche und Stall. Bestes, gefahrloses Mittel. Es tödtet die lästigen Insekten sofort und be— wahrt so Menschen und Vieh vor der häufigen Ueber⸗ tragung von Krankheiten. Gleich schnell tödtet zes Schwaben, Motten, Russen, Wanzen ele. Zu haben in Packeten à 10, 25, 50 Pf. bei 27511 Franz Stamm, Friedberg i. H. 400 Wimpelfahnen, 1,20 breit, 5 m lang, in allen deutschen Landesfarben, einmal gebraucht, billig zu verkaufen oder zu verleihen. Muster franco zur Ansicht.(F. à 159%.) 2738 S. Kaiser, Gutenbergsplatz, Mainz. Anterjacken und Unterhosen Gebrüder Strauß. 2514 2679 verkauft billigst J. Keim, neben der Post. sehr billigen Preisen, zu können und bringe deßhalb mein Lager in seither geführten, sonders aber besten Anthracitkohlen in empfehlende Erinnerung. Gefällige Aufträge, namentlich solche zur lichst frühzeitig machen zu wollen. 2753 Ueue holl. Vollhäringe f 2628 empfiehlt W. Bernbeck. Neuheit. Außer der Concurrenz Weiner's Hausmacher Eier Schnill⸗ Nudeln. Mit Kochrecepten(in ½ und ½ Pfund⸗ Packeten). 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Antrag auf Erhebung eines Verlobungs⸗ und B heiratbungs Oetrois. 2. Anschaffung eines feuerfesten Kassaschrankes zur en und der Vereinskleinodien. Vortrag des Junggesellen& über die Vortheile ug Nachtheile der Bienenzucht. Aufnahme neuer Mitglieder. Besondere Einladung findet nicht statt, willkommen. Bekanntmachung. Der Darlehenskassen Verein Burg-Gräfenrode e.. hat sich durch einstimmigen Beschluß der Mitglieder ven 16. Juni 1889 aufgelöst und werden dessen 1 aufgefordert, ihre Forderungen bei dem Vorstand! genannten Genossenschaft baldigst anzumelden. Burg⸗Gräfenrode den 22. Juli 1889. Der Vorstand: Reß. Frührosa⸗Kartoffeln 705 Kleinen zu verkaufen 2 Das 28 — 3. 4. Gäͤste 12 2746 M. Hotteg. Halsbinden& Shlips N Manschetten, sowie Hosentraͤgern at J kein bei Neue Grünkerne 2645 bei, Nilhelm Fertsecl. Strohhüte- u. Sonnenschirme Filzhüte und Regenschirme, Shlipse, Stöcke und Lederwaare werden umzugs halber zu jedem Preis ausverkauft. A Fritz Schmidt, gaiserst Neue Grünekern bel Fr. 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Abends bis Montag den 29. Juli Abends stattfinden und deßhalb die Nummer des Anzeigers vom 30. Juli ausfallen müssen. — (Hierzu Praktischer Rathgeber für's Haus Nr. 3 und J). Lehter H. Müller und Fran gesellenverein Friedberg. Fe e mit anschließendem Commag bruchssicheren Aufbewahrung des Vereinsvermögen Amoncet a1 — Gemein gesetzt b die rech sachthel Verfügt die erf werden an Si Bette Anthen 80(ö langen! zum g. Heistem es ve