app er u. Tanz. 1 Auland. . 4589 pp'schen Saale J ö Weshnachtz, tnalngehörge r Vorstand. . ng. r, findet eine 9 1 Wühaght, cba ö aftlichts Ju. e Vorssand. 552 —— fe gegend. gs um 2 Uhr, dammlung der oß Karben und t. nung für 1889, 89. Vorstand, u, wol- sesten, I. Retscher. 3 Mehl indecker. ische, Ferlach. 2 hel lieseranten f. bach 9 beck. . ————ę—⅛ — „ * leidigung angeklagten 1889. Samstag den 21. Dezember. M 151. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwo und Freitag Abend 8 5 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung der Tuberkulose des Rindviehs. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Antrag Großherzoglichen Kreisveterinäramts Friedberg beauftragen wir Sie, aus den Tagebüchern der Fleischbeschauer und deren Stellvertreter für die Zeit vom 1. Januar bis Ende September l. J. einen Auszug nach dem in unserem Ausschreiben vom 18. Februar l. J. — Oberhessischer Anzeiger Nr. 21— angegebenen Schema zu fertigen, die Richtigkeit desselben zu beglaubigen und ihn unfehlbar bis 27. l. Mts. an uns einzusenden. Betreffend: Die Ertheilung von Beschelnigungen gemäß§ 54 des Bahnpolizeireglements vom 17. Dezember 1885. Friedberg den 18. Dezember 1889. Dr. Braden. Friedberg den 18 Dezember 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach§ 54 des Bahnpolizeireglements müssen sich Polizeibeamte, welche in Ausübung ihres Berufs die Bahnanlagen betreten wollen, sofern sie nicht durch ihre Uniform als solche kenntlich sind, durch eine Bescheinigung ihrer vorgesetzten Dienstbehörde ausweisen. Zur Beseitigung von in dieser Beziehung hervorgetretenen Zweifeln hat Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz bestimmt, daß in Ansehung der Feldschützen die Großherzoglichen Kreisämter die fragliche Bescheinigung auszustellen haben. Steckbrief. Dr. Braden. Gegen den Karl Stein, Installateur, angeblich von Offenbach, ist von Großherzoglichem Amtsgericht Bad-Nauheim unter dem 14. Dezember l. J. wegen der Anschuldigung, in der Nacht vom 11. auf 12. Dezember d. J. zu Bad Nauheim dem Johann Bretz aus Gensingen, Spenglergeselle bei Jakob Kniertem in Bad— Nauheim, ein Portemonnaie mit 18 Mark Inhalt, ein Paar Strümpfe(Werth 1 Mark) und einen grünmelirten Sackrock(Werth 5 Mark) entwendet zu haben, Haftbefehl erlassen worden. Es wird ersucht, den ꝛc. Stein zu verhaften, mit den etwa vorgefundenen Gegenständen Großherzoglichem Amtsgericht Bad-Nauheim vorzuführen und sofort Nachricht anher gelangen zu lassen. Gegen den Taglöhner Theodor Kempf von Ober-Erlenbach, geboren am 14. August 1860, ledig, ist von Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel unterm 13. De zem⸗ ber l. J. wegen der Anschuldigung, am 28. Jult l. J. zu Ober⸗Erxlenbach eine fremde bewegliche, ihm anvertraute Sache, nämlich drei Mark, welche derselbe von Elsengleßer Friedrich Hartmann von Ober⸗Erlenbach mit dem Auftrage eingehändigt bekam, diesen Geldbetrag an Handelsgärtner Philtpp Knapp zu Homburg v. d. H. für einen von diesem an ꝛc. Hartmann verkauften Kranz abzuliefern, sich rechtswidrig zugeeignet zu haben, Haftbefehl erlassen worden. Großherzoglichem Amtsgericht Vilbel vorzuführen und sofort Nachricht anhergelangen zu lassen. Es wird ersucht, den ꝛc. Kempf zu verhaften Erledigt: Das Ausschreiben gegen Heinrich von Zultee, oder Zulten von Nordeck, und Christian Wilhelm Groß von Beerfelden; das Ausschreiben gegen Kaspa in Groß Karben. Friedberg den 18. Dezember 1889. Raab von Buchenau, durch Gendarm Steinbach in Friedberg; sowie die Ausschreiben gegen Valentin Schreiner von Maar, durch die Gendarmen Hofmann und Weingärtner Der Großherzogliche Amtsanwalt. Krämer. Deutsches Reich. Darmstadt. Die Zweite Kammer wird in der zweiten Hälfte des kommenden Monats wieder zusammentreten. Zur Berathung kommt u. a. die Berichterstattung über die landwirthschaftliche Enquete, das Gesetz betr. die Volksschullehrer— gehalte. Die Vorlage über die Nebenbahnen dürfte dagegen erst spaͤter zur Erledigung gelangen. — Dem seitherigen Konsul, nunmehrigen General-Konsul der Argentinischen Republik Köster in Frankfurt, zu dessen Amtsbezirk das Großh. Hessen gehört, ist das Exequatur ertheilt wurden. — Militärdienstnachrichten. Prinz Heinrich von Preußen, Kap. zur See, Oberst à la s. des 1. Garde⸗Regts. zu Fuß und des Garde⸗Füs.⸗Landw.⸗Regts, wurde als Oberst auch à la s. des Großh. Hess. Feld⸗Art.⸗Regts. Nr. 25 gestellt. Willich gen. v. Pöllnitz Rittm. vom 1. Garde⸗ Drag.⸗Regt., komm. als Adj. bei dem Generalkomm, des XI. Armeecorps, der Char. als Major verliehen Berlin, 19. Dec. Der Kaiser ist nicht wie beabsichtigt nach Altenburg zur Jagd gereist, er hat sich stark erkältet. Schwerin, 18. Dec. Der Landtag nahm mit 112 gegen 96 Stimmen die neue Regierungs— vorlage in Betreff der Verstaatlichung der meck— lenburgischen Eisenbahnen an. Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyaͤne“, Comm- Cap.⸗Lieut. von Sohlern, ist am 17. December in Principe eingetroffen und beabsichtigte am 19. wieder in See zu gehen. S. M. Kanonenboot Iltis“, Comm. Cap.⸗Lieut. Ascher, ist am 17. December in Ningpo eingetroffen und beab⸗ sichtigt am 20. nach Amoy in See zu gehen. Breslau, 19. Dec. Auf der Grube „Centrum“ in Karsten sind heute and if liche Schlepper angefahren; der Au damit beendet. Saarbrücken. Die wegen Beamtenbe— Bergleute Wacken, Bach⸗ Becker wurden für schuldig be— 0 drei d d Wacken zu sechs, Bachmann zu g Malle 1 einem Monat Gefänguiß, Becker zu einer Woche Haft verurtheilt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 17. Dec. Auf die Interpellation Plener's über die Stellung— nahme der Regierung gegenüber den in den Be— schlüssen des bömischen Landtages vom 9. Nov. enthaltenen staats rechtlichen Ansprüchen antwortete Graf Taafe: Die Regierung müsse offen erklären, daß das Staatsinteresse gegenwärtig vor allem eine auf Grundlage der geltenden Verfassung fortschreitende, ruhige Entwickelung erheische und daher der gegenwärtige Zeitpunkt zur Verhand— lung von Verfassungsfragen ungeeignet sei. Somit beabsichtige die Regierung nicht, dem Kaiser principielle Aenderungen der Verfassung und die damit in Zusammenhang gebrachte Königskrönung vorzuschlagen. Schweiz. Bern, 18. Dec. Beide eidge— nössischen Räthe bewilligten einstimmig 17½ Mill. Francs für Anschaffung von kleinkalibrigen Ge— wehren und 3,038,000 Fr. für die Gotthardbe— festigung. Belgien. Brüssel, 18. Dec. Der König führte heute zum erstenmal in dem neuen Staats— rathe des Kongostaates den Vorsitz und hielt eine Ansprache über die Bedeutung dieser Ein— richtung. Nachdem sich der König verabschiedet, übernahm Staatsminister Pirmenz den Vorsitz. Der Staatsrath ernannte zwei Vicepräsidenten und zwei Secretäre und theilte sich in zwei Commissionen, um für den Kongostaat ein bürger— liches Gesetzbuch und eine Prozeßordnung vor— zubereiten. Frankreich. Paris. Wie verlautet, erwartet die Regierung noch einige ergänzende Mittheilungen, um die Anerkennung Hippolyte's als Präsident von Haiti zu vollziehen. Frankreich handelt hierin im Einvernehmen mit England. 19. Dec. Der Senat bewilligte die geheimen Fonds mit 209 gegen 25 Stimmen. Großbritannien. London, 16. Dec. Die Eingeborenen der Salomoninseln tödteten und fraßen den Engländer Nelson und seine drei Diener. Der Kreuzer„Royalist“ schoß darauf zur Strafe die Dörfer der Menschen—⸗ fresser nieder. Italien. Rom, 19. Dec. Die Kammer bewilligte die Reorganisirung der öffentlichen Wohlthätigkeitsinstitute mit 196 gegen 98 Stim— men und die Verlängerung des gesetzlichen Kurses der Banknoten mit 208 gegen 84 Stimmen. — 17. Dec. Heute begann der Proceß gegen den Anarchisten Frattini, welcher am 19. Aug. unter das Publikum auf der Piazza Colonna eine Bombe schleuderte und mehrere Personen schwer verletzte. Griechenland. Athen, 18. Dec. Die Regierung lehnte die Antwort auf die Inter— pellation Delyannis wegen Kretas ab. Rußland. Petersburg. Der Kriegsminister erhielt einen Extra Credit von 80 Millionen für kleinkalibrige Gewehre. Die Finanzminister be— schafft das Geld ohne Anleihe. Egypten. Kairo, 17. Dec. Die National⸗ versammlung nahm die Regierungsvorlage über die Aufhebung der Frohnarbeit und die Erhe— bung eines Zuschlags zur Grundsteuer bis zu 4½ Piaster per Acker an. Amerika. Rio de Janeiro. Der in New— Vork am 16. d. Mts. angelangte Dampfer „Horrax“, der Rio de Janeiro am 23. Nov. verließ, überbrachte die Nachricht, daß hier acht dem Kaiser treu gebliebene Officiere innerhalb der Gefängnißmauern erschossen worden sind. Dem äußeren Anschein nach sei Alles ruhig; insgeheim herrsche jedoch große Unzufriedenheit. Die Lage sei nichts weniger als beruhigend. Washington, 19. Dec. Der Congreß beschloß entsprechend dem Vorschlage Harrison's die Ver— längerung des internationalen Seeuferstaaten— Congresses bis zum 1. März 1890. New⸗Pork. In Centralamerika sind Unruhen ausgebrochen. Guatemala, verbündet mit Hon— duras, soll gegen San Salvador den Krieg erklären wollen. Afrika. Sansibar, 19. Dec. Emin Pascha befindet sich außer Gefahr, leidet aber an einem geringen Ausfluß aus dem Ohre. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Die Christbescheerung des„Feier⸗ abend für Lehrlinge“, die schon in der vorigen Nr. des Anz. angekündigt worden ist, findet nächsten Sonntag Abend um 6 Uhr und zwar diesmal in dem von Bürger⸗ meister Steinhäußer gütigst zur Verfügung gestellten groß en Rathhaussaal statt. Alle Freunde und Freundinnen des „Felerabends“ sind herzlich zu dieser Feier eingeladen. 2 Friedberg. Nachdem dem Stadtkirchenbauverein schon im Sommer l. J. von Fräulein Julie Baumgärtner in Ludwigsburg 50 M. und der Rein Ertrag des Candi⸗ daten-Kirchenconeertes von über 100 M. an beträchtlichen Gaben zugeflossen sind, hat derselbe kurz vor Jahres- schluß noch von Bürgermeister Steinhäußer und Frau als„Dankopfer für die Wtedergenesung ihres einzigen Sohnes“ die ansehnliche Gabe von 50 M. erhalten, wofür den gütigen Gebern auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Moͤge diese schöne Zuwendung, dte auch als erste Gabe zum Zweck künstlerischer Herstellung zweier Chor— Fenster besonders bemerkenswerth ist, bei den vielen Reichen und Wohlhabenden unserer Stadt eifrige Nach— folge finden. Allerlei. Lüttich, 16. Dee. Am Samstag Abend gegen sechs Uhr flog der Pulverschuppen der Kohlengrube Abhooz bei Herstal in die Luft. Die Trümmer des in Ziegel— steinen aufgeführten Gebäudes wurden über 100 Meter weit geschleudert und die Erschütterung war eine so ge— waltige, daß an allen Gebäuden in weiter Umgebung die Fenster zersprangen; ein Aufseher verunglückte. Cuxhaven, 19. Dee. Der holländische Dampfer „Leerdam,“ welcher von Amsterdam nach Buenos Ayres bestimmt war, collidirte in der Sonntag Nacht mit einem englischen Dampfer, der von Japan nach Hamburg fuhr, bei Nordhindes. Beide sanken. Der französische Dampfer „Emma“ brachte heute sämmtliche 400 Passagiere und je 25 Mann von der Besatzung beider gesunkenen Dampfer hierher. Rathschläge für die Arbeiter bezüglich des Altersversorgungsgesetzes. Bekanntlich soll das Gesetz, schreibt die Off. Ztg., über die Alters- und Invaliditätsversicherung der Arbeiter, wenn möglich, am 1. Januar 1891 in Kraft treten und mit allem Eifer wird jetzt bereits daran gearbeitet, dieses Ziel zu erreichen. Immer und immer wleder ist es aber im Interesse der Arbeiter nöthig, daran zu erinnern, daß diejenigen Bestimmungen des genannten Gesetzes, welche sich auf die Herstellung des zur Durchführung der Versicherungen erforderlichen Einrichtungen beziehen, bereits in Wirksamkeit getreten sind und daß ihre Nicht— kenntniß oder ihr Außerachtlassen gewissen Kategorien von Arbeitern einen Schaden zufügen würde, der sich später(nach Ablauf einer gewissen Frtst) nicht wieder gut machen läßt. Hierauf immer wieder nachdrücklich hinzuweisen und die Arbeiter mit dem Inhalt jener Be stimmungen bekannt zu machen, ist daher dringende Pflicht der Presse, wie aller Derer, denen das Wohl der Arbeiter am Herzen liegt, in erster Linie auch der Arbeitgeber. Das Gesetz will dem invaliden Arbeiter eine Rente gewähren, die ihn vor der ärgsten Noth schützen soll, in die er sonst vielfach verfallen würde. Es will ferner dem alten(wenn auch noch nicht ganz erwerbsunfähigen) Arbeiter eine Rente bieten, die ihm gestattet, in seinen alten Tagen sich mindere Anstrengungen zum Erwerbe des täglichen Brodes aufzuerlegen, als sonst nöthig sein würden. Diese beiden Wohlthaten sollen sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes(also wahrscheinlich von 1891 an) gewährt werden, obwohl es sich zu jener Frist um Personen handelt, die nur ganz geringe Beiträge zur Beschaffung der Geldmittel geleistet haben, welche zur Rentengewährung erforderlich sind. Wohlgemerkt aber hangt es von der Erfüllung ge— wisser Bedingungen ab, ob die betreffenden Personen die Renten erhalten werden. Diese Bedingungen müssen vor allen Dingen in Arbeiterkreisen ausreichend bekannt werden. Diese Bedingungen enthält das große Gesetz, und es müssen dieselben schon vor dem allgemeinen In— krofttreten desselben erfüllt werden von Denjenigen, welche 1891 zum Rentenbezug berechtigt sein wollen. Die Reichstagsabgeordneten H. Gebhard u. P. Geibel, welche an dem Zustandekommen des Gesetzes regsten An— thell genommen haben, haben jetzt einer früheren, den Inhalt des gesammten Gesetzes erläuternden Schrift ein zweites(kleineres) Büchlein folgen lassen, welches in klarer, überaus faßlicher Darstellung gerade jene Be stimmungen des Gesetzes herausbebt und erklärt, welche jetzt zu kennen und zu befolgen für die Arbeiter Noth thut. Die Schrift will verhüten helfen, daß Arbeiter durch ihre eigene Schuld der ihnen zugedachten Vortheile verlustig gegen, weil sie in der vor Inkrafttreten des Ge— sezes vorzunehmenden Erfüllung gewisser Vorschriften desselben säumig gewesen sind. Das Büchlein betitelt sich:„Die Arbeiterfamtlie und die gesetzliche Invaliditäts und Altersversicherung. Darstellung der Rechte und Pflichten, die sich aus dem Gesetze vom 22. Mai 1889 ergeben. Von H Gebhard und P. Geibel(Preis 35 Pf.)“ Allen Arbeitgebern sel m die kleine treffliche Schrift bestens empfohlen. Wir geben zum Schluß hier die 13 Rath⸗ schläge wieder, in denen die Verfasser den Inhalt kurz zusammenfassen, und von denen sich die ersten fünf auf die Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes, die übrigen auch auf die Folgezeit bezieben. Diese Rath schläge, die jeder Arbeiter, der seine Zukunft bedenkt, beherzigen sollte, lauten: 1) Der Arbeiter sorge, daß er bis zum In⸗ krafttreten des Gesetzes ununterbrochen Beschäf⸗ tigung gegen Lohn oder Gehalt habe! Wenn dieselbe ihrer Natur nach von Zeit zu Zeit Unter⸗ brechungen erfährt, so sorge er, daß er zu einem bestimmten Arbeitgeber in einem dauernden Ar— beits- oder Dienstverhältnisse stehe! 2) Der Arbeiter sorge, daß er über seine Beschäftigung und zutreffenden Falls sein dauerndes Arbeits- oder Dienstverhältniß in der Zeit vor dem Inkrafttreten des Gesetzes aus— reichende Nachweise besitze. Dieselben sind entweder durch Bescheinigung der unteren Ver⸗ waltungsbehörden, welche für die in Betracht kommenden Beschäftigungsorte zuständig sind, oder durch eine von einer öffentlichen Behörde be— glaubigte Bescheinigung der Arbeitgeber zu führen. Sie müssen gegebenenfalls erbracht werden für die Zeit von etwa 4½ Jahren vor dem Inkraft⸗ treten des Gesetzes! 3) Der Arbeiter sorge, daß er gleiche Be— scheinigungen über die Höhe des von ihm in den letzten drei Jahren vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bezogenen Lohnes oder Gehaltes besitze. 4) Der Arbeiter sorge für die Bescheinig— ungen über Arbeitszeit und Lohnhöhe, so weit sie sich auf die schon vergangene Zeit beziehen, jetzt sofort und, so weit sie die noch bevorstehende Zeit bis zum Inkrafttreten des Gesetzes betreffen, stets unmittelbar bei jedem Wechsel in der Arbeits— oder Dienststelle! 5) Der Arbeiter sorge für die Beglaubigung der von Arbeitgebern ausgestellten Bescheinig— ungen durch eine öffentliche Behörde stets sofort nach ihrer Ausstellung! 6) Der Arbeiter sorge stets(insbesondere auch in der Zeit vor dem Inkrafttreten des Ge— setzes) für die Bescheinigung der Dauer etwaiger Krankheiten. Die Bescheinigung ist zu besorgen durch die Krankenkasse, der er angehört, und wenn die Krankheit über die Dauer der von der betreffenden Kasse zu gewährenden Krankenunter— stützung hinausreicht, sowie für diejenigen Per— sonen, welche einer Krankenkasse nicht angehören, durch die Gemeindebehörde! 7) Der Arbeiter sorge, so weit es von ihm abhängt, für den Eintritt in die Versicherung in thunlichst frühem Lebensalter! 8) Der Arbeiter sorge für Regelmäßigkeit in der Bei— tragsentrichtung! 9) Der Arbeiter sorge, sobald er aus der versicherungs— pflichtigen Beschäftigung ausscheidet, für die Fortsetzung, erforderlichen Falls für die Erneuerung des Versicherungs— verhältnisses! Dasselbe gilt von dem, der vom Rechte der Selbstversicherung Gebrauch gemacht hat, sobald er aus der ihn hierzu berechtigenden Stellung ausscheidet! 10) Weibliche Versicherte dürfen nicht ohne vorher— gehende sorgfältige Prüfung von dem Rechte auf Rück⸗ erstattung eingezahlter Beiträge Gebrauch machen. 11) Der Arbeiter sorge nach Möglichkeit für freiwillige Höherversicherung! 12) Der Arbeiter sorge für den rechtzeitigen Umtausch der Qutittungskarten und prüfe selbst deren genaue und richtige Bezeichnung bei Vornahme des Umtausches! der Qulttungskarte, der erlangten Bescheinigungen(sowohl der auf die Jahre vor dem Inkrafttreten des Gesetzes als der auf die spätere Zeit bezüglichen), des Bescheides über Zuerkennung der Rente und des Berechtigungsaus⸗ weises! Für die Suppenküche gingen weiter folgende Gaben ein, deren Empfang mit herzlichen Dank bescheinigt wird: Ungenannt 50 Mk.; Fräulein Kritter 10 Mk.; Geh. Kirchenrath Dr. Diegel 10 Mk; Dr. Becker 3 Mk. Zum bevorstehenden Jahreswechsel werden auch diesmal Gratulations⸗Enthebungskarten (A 1 Mk.) ausgegeben, deren Extrag zum Besten der Suppenküche verwendet wird. Die Namen derer, die solche Karten lösen, werden vor dem 1. Januar in dem Oberh. Anz. veröffentlicht. Für die Armen Commtission: Velte, Pfarrer. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. 4. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Heinrich Becker. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½j' Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Abends 5 Uhr: Herr Candidat Bernbeck. 13) Der Arbeiter sorge für die sichere Aufbewahrung! Burgkirche, Beichte nach dem Vormittagsgottesdienst des ersten Festtages. 1 Katholische Gemeinde. Samstag Nachmittag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; ¼7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlebre und Andacht. Von den unter königl. ital. Staatscontrole stebenden Weinen der Deutsch⸗Italienischen Wein⸗Import⸗Gesell⸗ schaft(Central Verwaltung Frankfurt a. M.), welche in Folge ihres guten Geschmackes, ihrer absoluten Reinheit und Wohlbekömmlichkeit, bei sehr mäßigen Preisen aller⸗ wärts, namentlich auch bei ersten Autoritäten, so großen Beifall gefunden haben, versendet ausführliche Preis listen gratis unb franco Friedrich Mohr in Frankfurt am Main.(4046 4594 Bekanntmachung. Am Sonntag den 22. Dezember wird der Packetschalter wie an den Wochentagen offen gehalten. Kaiserliches Postamt. 4604 Wü st. Bekanntmachung. Die durch Beschluß Großherzoglichen Amtsgerichts vom 21. Juni 1886 ausgesprochene Entmündigung des Gott: fried Meuser III. in Ockstadt wurde durch Beschluß Großherzoglichen Amtsgerichts vom 27. November l. J. wieder aufgehoben. Friedberg am 12. Dezember 1889. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 4608 Warthorst. Vergebung von Mauerstein⸗ Lieferung. Angebote für die loosweise zu vergebende Lieferung von 800 ebm Bruchsteinen für Grundmauerwerk werden bis zum 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, erbeten. Die Angebote sind schriftlich, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen und portofrei einzusenden. Butzbach den 14. Dezember 1889.„ Großh. Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. 4549 von Riefel. Versteigerungs-Anzeige. Montag den 23. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, werben in einem bei Ober Mörlen gelegenen Fabrtk— gebäude folgende Mobilien: 1 Dampfmaschine mit 12 Pferdekräften, 2 Koltergänge, 1 Ziegelgang mit Formen, 1 Mischmaschine, 1 Cylinder: sieb, 1 Auffuhrpritsche, sowie mehrere Transmisstonen einer zwangsweisen Versteigerung gegen Baarzahlung ausgesetzt. Zusammenkunft auf dem Bureau der Großh. Bürger— meisterei Ober-Mörlen. Bad⸗Nauheim den 18. Dezember 1889. Weitzel, Gerichtsvollzieher. 4574 Fasel⸗Eber⸗Ankauf. Die Gemeinde Burg ⸗Gräfenrode beabsichtigt einen jungen Zucht Eber anzukaufen. Besißer solcher Thiere wollen sich mit Angabe der Race bei unterzeichneter Stelle melden. Burg⸗Gräfenrode am 18 Dezember 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Burg Gräfenode. 4592 Moscherosch. 1 Obligations-Verloosung. Die Partlal-Dbligationen Nr. 107 und 148, je mit 100 fl., aus dem Anlehen der Gemeinde Okarben vom 1. April 1836 sind zur Auszahlung ausgeloost worden. Die Inhaber derselben werden unter den Anfügen ersucht den Betrag gegen Rückgabe der Obligationen und der nicht fälligen Zinseoupons bei dem hiesigen Gemelnde⸗ Einnehmer bis zum 1. April k. J. in Empfang zu nehmen, daß von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Okarben den 9. Dezember 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. 4613 Fauer bach. Zum Weihnachtsgebäck Feinstes Blüthen⸗ Mehl, Feinsten gestoßenen Zucker, Vanille- Zucker, Neue Mandeln, belesen, (ganz und gerieben,) Eitronen, Citronat, Orangeat, Anis, Sandelmebl, Mus⸗ katblütbe, Hirschhornsalz ꝛc. in bester frischester Qualität. 4280 Fr. Hilbrect Wwe. 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Kümmich. 5———— 00 0 1 0 —*—— 2 2 11 2— Jaalbau Friedberg. Geehrtem Publikum von Friedberg und Umgegend die ergebene Mittheilung, daß ich am Sonntag den 15. Dezember die Gastwirthschaft K nestauration, Zum Saalbau“ eröffnet habe. Ich werde stets bestrebt sein meine werthen Gäste mit Speisen und Getränken zufrieden zu stellen. Zur Abhaltung von Bällen, Hochzeiten, Concerten, Theater u. s. w. empfehle ich meinen mit allen Bequemlichkeiten hergerichteten großen Saal mit festgebauter Theaterbühne, sowie ein großes Vereinszimmer für Vereine. Mittagstisch zu 60 Pf. und 1 M. Größere Essen auf vorherige Bestellung werden auf's Beste besorgt. Um geneigten Zuspruch bittet Achtungs voll Heinrich Geibel, Restaurateur. Wirthschafts Empfehlung. Dem geehrten Publikum von Friedberg und Umgegend die ergebenste Mittheilung, daß ich die von Herrn Konrad Heß früher betriebene Wirthschaft zur Windeck übernommen habe; empfehle ein vorzügliches Glas Bier Weihenstephaner Brauart, sowie zwei neu überzogene Billards, einen guten Mittagstisch zu 60 und 80 Pf. und lade zum Besuche freundlichst ein. Friedberg. J. Dorn. Vorschuß⸗ und Creditverein zu Friedberg eingetragene Genossenschast mit unbeschränkter Hastpflicht. General⸗Versammlung. Die ordentliche Generalversammlung des Vorschuß- und Creditvereins e. G. m. u. H. findet Samstag den 28. Dezember I. J., Abends 8 Uhr, in dem Windecker'schen Felsenkeller dahier statt und beehren wir uns hierzu unsere Mitglieder ergebenst einzuladen. 4616 4501 Tages- Ordnung: 1) Mittheilungen über das neue Genossenschaftsgesetz. 2) Abänderung der Statuten. 3) Ergaͤnzungswahl des Ausschusses. Aus dem Ausschuß treten die Herren Albert Bechstein, Rechtsanwalt Jöckel, Bürger— meister Steinhäußer und Carl Trapp und sind dieselben wieder wählbar. Entwürfe des neuen Statuts können auf unserem Büreau in Empfang genommen werden. Friedberg den 17. Dezember 1889. Der Ausschuß des Vorschuß- und Creditvereins eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht: Bürgermeister Steinhäußer, Vorsitzender. Pelzwaaren C. Kalbfleisch, 3 Kürschner. 4361 Zu Weihnachtsge schenken empfehlen: gestickte Pantoffel, Hosenträger, Decken, Schoner, Kopfhüllen, Plüschkragen, seidene und wollene Kissen, Bürsten⸗ und Betttaschen, Haussegen, Tücher, Handschuhe, Corsetten, schwarze und far— gehäkelte Börsen, Cigarrenetuis, Ledertaschen, bige Schürzen, gehäkelte Kinderkleidchen, Herren— Necessaires, Holzschnitzereien und Korbwaaren, westen, Regenschirme, Herrenkragen und Binden in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen bei Geschwister Schloss. AT. ä Hanau, Hof- Uhrmacher& Goldarbeiter. 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Kruse. 8 Saalbau Friedberg. feines Bockbier und Bocwürshen. 4615 H. Geibel. Brauerei Steinhäußer. Sonntag und während der Feiertage Kaiser bräu in bekannter eigener Brauart. 4622 Sänger Ball. Am 2. Weihnachtsfeiertage findet im Saale des Hess. Hofes Ball statt, wozu freundlichst einladet Nieder⸗Wöllstadt. Der Vorstand des Gesangvereins Frohsinn. 4596 Kasseöffnung Abends 7 Ubr. Sänger Ball. Am 2. Weihnachtsfeiertag hält der Gesangverein „Frohsinn“ einen Ball ab, wozu freundlichst einladet Burg⸗Gräfenrode. Der Vorstand. B ̃ all Sänger Ball. Der Gesangverein„Teutonia“ dahier beabsichtigt am 2. Weihnachtsfeiertag im Saale des Gastwirth Iser den diesjährigen Sängerball abzuhalten. Hterzu ladet freundlichst ein Groß Karben, 18. Dezember 1889. 4600 Der Vorstand. Christgärtchen sind zu haben bei 4591 g 1 Johs. Becker Wwe., Kaiserstr. 11. Jamaica- Rum, Batavia Arrac, „ e ee e ee Französischen Cognac, Ananaspunsch, 8 von Rumpunsch, 9 Selnuer in Düsseldorf — Arracpunsch 45⁵6 17 M VWithelm Fertecli. Unterhosen, Unterjacken, wollene gewebte Hemden 4498 1 J. Reim. 4 Filzschuhe mit Filz⸗ und um rasch zu räumen à 1 Mark das Paar bei 4535 Louis Waas. Unterhasen, Unterjacken, wol⸗ lene Hemden, Zagdwesten, kauft man am billigsten bei 158 Ledersohlen, g N. Netscher. Alle Arten 2 Schulranzen, Reisekoffer, Touristen⸗ und Damentaschen, Mappen empfiehlt zu reellen Preisen Gottfried Mötschardt, 4412 Usagasse, neben Herren Becker& Engel, 0 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Der Wecrhnachtsfetertage wegen erscheint Donnerstag den 26. d. ts. keine Nummer des Anzeigers. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 51 und eine Beilage.) eud n Vorstand lleller. ber: engesang. mensch ter fre. in, gebeizten S 5 aal 05 Abhalten 1 ungen zur frei g reien b auf W u decker ein deer C aruse. berg. cult. ee fuße. Feiertage 8 rau all. n Saale des Hess, ladet Vorstand ereins Frohsinn. Ihr. 4590 all. der Gesangverein ddlichst einladet Der Vorstand. al. er beabsichtigt am Oaswirth Jer ten. Hlerzu ladet 889 er Vorstand. e aiserstt. fl. gut., Kelfafr. ia Arrac, 9gnac, von 2 in Düsscdon Im Ferlool. vjacken, Hemden 3. steim. f Filz und ersollen, ar bel s Wass. fen, weh Beilage. Oberhessischer Anzeiger. 151. 4516 Empfehle mein reichhaltig sortirtes Lager Julius Emanuel, Kritdberg. in allen Wollen⸗, Kurz⸗ und Weißwaaren, als passendes Weihnachtsgeschenk, vorgezeichnete Pantoffel von 95 Pf. an, Kaputzen von 1 M. an, wollene Tücher von 35 Pf. an pr. 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Ludwig; in Nieder⸗Weisel: H. Heinemann; in Nieder⸗Wöllstadt: Tobias Davldz in Rendel: Hch. Kirchnerz in Staden: M. Hessenberger J.; in Reichelsheim: F. B. Schwarz zin Rodheim: D. Stern J., in Wohnbach: Dav. Mayer. A. Zuntz sel. We. Königl. Hoflieferant, Bonn und Berlin. Größtes Stablissement der Sranche in Deutschland, einzige Kaffeebrennerei in 3956 Bonn mit Dampfmaschinenbetrieb. bester Ersatz für Stroh, 1 in jedem Quantum billi auch stei in Hof geliefert e Georg Schick Sohn, neben dem Bahnhof, Homburg v. d. Höhe. 2 Viehsalz, anerkannte beste Qualität, per Centner mit Säckchen 1 M. 70 Pf., hat stets abzugeben 2 Jacob Steru- Simon, nächst der Stadtkirche. 4393 4395 Neue Kastanien, Neue steil. Haselnüsse, in bester, frischer Waare, empfiehlt 4324 Fr. Hilbrecht Ww Maschinen Aer Hand, Hückselmaschine für Dampfbetrieb Nr. 4 von K.& Ch., Original englisch, M. 189, S ig. 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G.). 4601 5 Müller. (H. 66612.) Zusammengesetzt aus den feinsten und kräftigsten Robcaffees und gebrannt nach eigener seit langen Jahren be- Wwährter Methode, bietet justus Hartm. Lindheimer's c. gebr. Java- Caffee sowohl was Kraft als auch Fein- heit des Geschmackes anbetrifft, das Beste und Preiswertheste, was geboten werden kann. Niederlagen duren Plakate kenntlieh. Hamburg- Amerikanische ackeffa! rt. Actien- Jeselhzt cat Ex P N S Pos f dampfsenif fahrt 1 7 mburg-NewNork Southampton anlaufen Oceanfahrt%/ Tage. Ausserdem regelmässige Postdampfer-Verbindung zwischen 9 Hamburg— Westindien. Stettin— Newyork. Hamburg— Havana. Hamburg— Baltimore. Hamburg— Mexico. Nähere Austunft ertheilt General-Agent J. F. Hiilehrand in Mainz, J. Gottlieb in Nidda, Tun Andrea in Bad- Nauheim, Josenb Strauss in Gedern. 2846 Die spanische Weingrosshandlung 6 U Vinador. Hamburg-Wien, hl it aum-Consehl. : Für Kinder Kaufläden: Schinken, Kaffeebohnen, Wuͤrstchen, directer Import, erste Bezugsquelle! 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