1889. Donnerstag den 21. November. Oberhessischer Anzeiger. und Freitag Abend ausgegeben. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. belebten nnoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von rischen 10 een Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. un Bücher 1 ö 5———ę—„————* Ell frengstens zu überwachen. nannten Polizeiverordnung zu warnen. ber, Abends Sl erszung lieder des Mahi ö detreffend: Die Beleuchtung der Fuhrwerke und Fahrzeuge zur Nachtzeit. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und die Gr. Gendarmeriestationen des Kreises. Wir beauftragen Sie, die genaue Befolgung unserer Polizeiverordnung vom Die Großherzoglichen Bürgermeistereien Amtlicher Theil. Diese Polizetverordnung tritt 14 Tage nach ihrer Verkündigung im Kreisblatte in Kraft. 'obember Im Heimwege begriffen sind, sind von den Vorschriften des§.! befreit. vorerst die Mriun!§. 3. Zuwiderhandlungen gegen dtese Bestimmungen unterliegen der Bestraf Ubr und die ng aft bis zu 14 Tagen. zußerordentlichen Ola§. 4. en. 1 Friedberg am 1. Juli 1887. es von 18g an, Friedberg am 18. November 1889. 1. Juli 1887, die wir nachstehend nochmals veröffentlichen, werden beauftragt, durch ortsübliche Bekanntmachung vor Uebertretung der Dr. Braden. Polizei⸗Verordnung für den Kreis Friedberg. betreffend: Die Beleuchtung der Fuhrwerke und Fahrzeuge zur Nachtze Auf Grund des Artikel 78 des Gesetzes vom 12. Jun 1874, bes§. 366 pos. e „ 0 10 des Reichstrafgesetzbuchs, des Artikel 279 des Polizeistrafgesetzbuchs wird unter Hi. hustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen 1 11 8 Ministeriums des Innern und der Justtz vom 28. Junt 1887, zu Nr. M. J. Alle auf den öffentlichen Straßen innerhalb des Kreises Friedberg verkehrenden, mit Zugthieren bespannten Fuhrwerke und Fahrzeuge müssen nach Ein⸗ itt der Dunkelheit mit einer, an gut sichtbarer Stelle angebrachten, brennenden Laterne versehen sein. enannten Zeit verkehren, müssen durch zwet hellbrennende Laternen gelche auch in der Landwirthschaft verwendet werden(Letterwagen), genügt eine an gut sichtbarer Stelle(am §. 2. Landwirthschaftliche Fuhrwerke und Fahrzeuge, 15318, bestimmt: Personenfuhrwerke, welche auf den erwähnten Straßen während der „welche zu beiden Seiten des Kutschersitzes anzubringen sind, beleuchtet sein Für Personenfuhrwerke, Vordergestell unter der Deichsel) anzubringende brennende Laterne. welche unmittelbar von der Feldarbeit in ihrer Ortsgemarkung oder der angrenzenden Gemarkung auf ung nach§. 366 pos. 10 des Reichsstrafgesetzbuchs(Geldstrafe bis zu 60 Mark oder Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. ten Hausetz füt da 1 ermeister am Erschinn ö. Darm st adt. tten, sich durch fig zerbinderung durch ch Deutsches Reich. Der Besuch des Kaisers am hesigen Hofe ist nach der D. Z. zu Anfang Dezember mit Bestimmtheit zu erwarten. u lassen.— Der praktische Arzt Dr. Balser aus Gießen 6 wahle; gurde zum Kreisassistenzarzte in Gießen ernannt, a Guth. er Kreisveterinärarzt Dr. Schäfer von Darmstadt nuch Schotten, der Kreisveterinärarzt Dr. Weins: heimer von Schotten nach Darmstadt versetzt. Worms, 18. Nov. Mittelst Extrazugs af der Großherzog mit Gefolge heute Morgen 4 er ein. Nach kurzem Aufenthalt begab sich lle 5 hohe Herr zur Wittgenstein'schen Jagd nach Windeck sthofen. Die Jagdgäste, worunter auch der A. Winden Etatthalter von Elsaß⸗Lothringen, kehrten am arultte Damen. N kbend hierher zurück. f 5 üte bel Berlin, 18. Nov. Der Reichstag setzte die zwelte atsberathung beim Etat des Reichsamts des Innern iet. Richter regt an, die Verbindung der Samoainseln is gänzlich unrentabel aufzugeben und die Reichssub— Jbitton an die Lloyd ⸗Gesellschaft entsprechend zu ver⸗ ndern. Brömel schlteßt sich Richter an. Staatsseeretär rauerei tür, n. Bötticher weist auf die erhebliche Vermehrung des Westen Hrkehrs nach China, Japan und Australien hin. Die U 10 Üaarenausfuhr dorthin sei von 6 Millionen im Jahre 115 nerhaser Bout uf 20 Millionen im Jahre 1888 gestiegen. Die völlige b gabe der Zweiglinte Samoa, obgleich handelspolitisch iehl ae erheblich, wäre offenbar ein polittscher Rüchichritt. enn Ichter beantragt, den Reichskanzler zu ersuchen, behufs Auf⸗ roße sehung der Dampferverbindung Sidney Samon mit dem 2 iddeutschen Lleyd zu verhandeln und die n e 44 al.“ al die australische Postdampferlinte herabzusetzen. der G. Bal litrag wird der Budgeteommission überwiesen und so⸗ a dan die Titel Postdampferverbindungen sowle Auswander⸗ a f ü— Der 2 stag setzte ugswesen bewilligt. 19. Nov. Der Reichstag gelte die gestern W bebroch e Berathung fort. Minister „Bötticher beruft sich auf seine gestrigen Ausführungen en den Antrag Barth(Aufhebung des Schweine uhrverbotes an der dänischen Grenze); mit dem rag Websky(möglichst ausgedehnte Erlaubniß zur führung lebender. 9 1 di ewünschte Siche 1 1 05 knn 107 Antrag Barth n l 3 die Seuche fortbesteht. Dr. v. Luclu haheißen, als die Seuche f e ee e je möglich gewehrt. In Ungarn seten — 1 verseucht, so daß selbst us Steinbruch verboten habe. ie getroffenen Maßregeln so numgänglich nothwendig Abendsitzung der So wurde über die Aus— Minister Herrfurth it nicht erreicht. ünlistengesetz-Commission bessungsbefugniß berathen. 1 chung g 1155 5 Nothwendigkeit der Austen daruß, gegen welche Fritzen, Reichensperger Ahl, Prinz Carolath, Singer und Oechelhäuser rachen. Dafür war nur v. Helldorf. nach deutschen Schlacht- — 19. Nov. Bei der Berathung des Reichs— militärgesetzes(Organisirung zweier neuen Armee— corps) in der Budget Commission des Reichstags begründete der Kriegsminister die Vorlage und erklärte, dieselbe sei aus dem inneren Beduͤrfnisse der Armee erwachsen und stehe in keinerlei Verbindung mit dem neuen französischen Wehr— geseze. Die vorgeschlagene Organisation sei als eine Art Abschluß anzusehen. Nach empfehlen— den Aeußerungen v. Huene's und Graf Balle— strem's wurde das Gesetz einstimmig angenommen. — Die Vorlage über die Dampfersubvention für Ostafrika wird für diesmal nicht mehr an den Reichstag gelangen. Elberfeld, 18. Nov. Der Geheimbund— prozeß hat heute begonnen. 91 Personen, darunter die Abgeordneten Bebel, Grillenberger, Schumacher und Harm, sind angeklagt. Kiel. S. M. Kanonenboot„Hyäne“, Comm. Kap.⸗Lieut. v. Sohlerm, ist am 17. Nov. in Gabun eingetroffen und beabsichtigt am 23. wieder in See zu gehen. S. M. Kanonenboot „Wolf“, Comm. Kap.⸗Lieut. Credner, ist am 17. November in Nagasaki eingetroffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 18. Nov. Der niederösterreichische Landtag nahm den An— trag des Ausschusses an, die Regierung zu ersuchen, den Bau des von Wien direct aus— gehenden Donau-Oder-Kanals möglichst zu för— dern, eventuell ein Privatunternehmen materiell zu unterstützen. Das Land habe sich eventuell auch mit einem hoheren Betrage als 5pCt. zu betheiligen; der Haupthafen sei in Wien anzu⸗ legen. Der Landtag beschloß ferner ohne Debatte, auf den Antrag Fürkranz wegen einer Zollver⸗ der Prinz auf das Wohl der verbündeten Herr— scher Deutschlands und Oesterreichs. Nachmittags erfolgte die Rückreise nach Pola. Pola, 19. Nov. Prinz Heinrich von Preußen ist heute Morgen mit der„Irene“ nach Korfu abgereist. Pest, 18. Nov. Im Abgeordnetenhause begann heute die Budget-Debatte. Die äußerste Linke beantragte Ablehnung des Budgets. Schweiz. Bern. Zwischen der Schweiz und dem Congostaate wurde am 16. ds. Mts. ein Handels- und Niederlassungsvertrag unter— zeichnet. Belgien. Brüssel, 18. Nov. Heute wurde in dem großen Conferenzsaale des Auswärtigen Amtes der Antisklaverei Congreß eröffnet, welcher über die Mittel und Wege zur Unterdrückung des Sklavenhandels in Afrika berathen soll. Auf die Anregung Englands hin hat der König von Belgien die Einladung zu dem Congreß ergehen lassen, und zwar zunächst an diejenigen 14 Staaten, welche an der Berliner Congo— Conferenz von 1884/85 theilgenommen haben. Frankreich. Paris, 19. Nov. Die Finanz— commission des Senats genehmigte ohne Debatte unverändert den für die Marine geforderten Credit von 58 Millionen. — 19. Nov. In der Kammer wurde heute von Tirard eine Erklärung des Ministeriums verlesen, welche u. A. besagt: Frankreich hat durch die letzten Wahlen den Entschluß bekundet, in eine definitive Aera zur Beruhigung und Arbeit einzutreten. Es wird die Hauptsorge der Regierung sein, diese Wünsche zu befriedigen. Die Erklärung kündigt die Reform der Justiz— verwaltung an, um dieselbe weniger kostspielig zu machen, verheißt, daß das Budget 1891 ein einigung Oesterreich-Ungarns mit Deutschland wirkliches, thatsächliches Gleichgewicht in den nicht einzugehen. Finanzen darbieten werde, verspricht die Reform Linz, 18. Nov. Der Landtag nahm die Re- der Grund- und Getränkesteuer; der Ausbau solution Straudt an, worin die Regierung ersucht wird, der Volksschule den confessionellen Charakter wiederzugeben. Adelsberg, 18. Nov. Prinz Heinrich und zwölf Offiziere des deutschen Geschwaders, sowie der deutsche Militärattaché trafen heute früh von der Häfen, Canäle und Eisenbahnen soll geför— dert werden. Bezüglich der Handelsverträge bemerkt die Erklärung, das 1892 ablaufende wirthschaftliche Regime Frankreichs werde mit Nothwendigkeit einen beträchtlichen Theil der Arbeiten der beginnenden Legislaturperiode bilden. Pola mit dem Schnellzug hier ein, wurden Die Erklärung schließt mit den Worten: Nach von dem Bezirkshauptmann auf dem Bahnhofe empfangen und nach der festlich beleuchteten Grotte der Ausstellung 1889 hat Niemand in der Welt ein Recht, die friedlichen Gesinnungen unseres geleitet. Bei dem Mittagessen im Hotel trank Landes zu verdächtigen, und indem wir daran 1 1 1 0 1 . 1 5 1 1 1 1 1 ö f. 14 1 3 1 1 4 1 J 1 9 1 7 1 — 1 1 1 4 1 4 4 1 1 14 1 * 1 arbeiten, unsere militärische Organisation zu ver— vollständigen, können wir laut erklären, daß die französische Republik einen stolzen und würdigen Frieden haben will, wie er einer großen Nation zukommt, die ihrer Kraft und ihres Rechtes sicher ist. Mergan(radical) beantragte sodann Ver⸗ fassungsrevision und verlangt die Dringlichkeit dafür. Dieselbe wird mit 345 gegen 123 Stimmen abgelehnt. Großbritannien. London, 17. Nov. Die von den Bäckermeistern bewilligten Forde— rungen der Arbeiter hatten zur Folge, daß der gestrige Streik nur einen geringen Umfang an— nahm. Bis jetzt ist die Zahl der Streikenden noch nicht übersehbar. Der unter den Kutschern und Conducteuren der Omnibusgesellschaft„Road Car“ bevorstehende Streikausbruch wurde da Ver— handlungen eingeleitet sind, auf acht Tage vertagt. Italien. Rom. Die„Agenzia Stefani“ veröffentlicht folgende Note: Die italienische Re— gierung theilte den Signatarmächten der General— acte der Berliner Conferenz mit, daß sie am 15. Nov. 1889 das Protectorat über Theile an der Ostküste Afrikas übernommen, welche zwischen den 1886 als dem Sultan von Sansibar gehörig anerkannten Ortschaften liegen. Die Nordgrenze des neuen Protectorats fällt mit der Südgrenze des Sultanats Opia zusammen, welches schon nach der am 16. Mai 1888 den Mächten zuge— gangenen Kundgebung dem italienischen Protec— torat unterstellt ist. Portugal. Lissabon, 18. Nov. Die portu— giesische Corvette„Bartolomes Diaz“ erhielt den Befehl, nach Brasilien zu gehen.„L'Indepen— dance belge“ will von einem drohenden Militär— aufstand in Madrid und Lissabon wissen. Rußland. Petersburg. Wie der Peters— burger Correspondent der„Daily News“ aus Odessa erfährt, sind der Großfürst Michael, Onkel des Zaren und Präsident des Reichsrathes, sowie der Großfürst Sergius mit genannter Noth einer erusten Gefahr entronnen. Die Großfürsten waren per Eisenbahn auf der Ruckreise nach Petersburg begriffen, als zwischen Sebastopol und Lozovo der Zug plötzlich Halt machte, da ent— deckt wurde, daß die Schienen gelockert waren. Es wurde eine Untersuchung über den Zwischenfall ein— geleitet, der, wie man glaubt, ein vorsätzliches Com— plott gegen das Leben der beiden Großfürsten war. Afrika. Sansibar, 18. Nov. Der Reichs— commissär Wißmann vollendete nach seiner Rück— kehr aus dem Innern die Pacificirung der Land— schaft Usagara. Von vielen Seiten sind Gesuche um Abschluß des Friedens eingelaufen. Amerika. Rio de Janeiro, 18. Nov. Die Revolution ist ausschließlich von der Armee aus— gegangen. General da Foncesa, der im Vereine mit Benjamin Constant an die Spitze einer provi— sorischen Regierung trat und bereits zum Präsi— denten der Republik ernannt ist, war bisher General und Commandant einiger Truppen— bataillone, die von dem früheren conservativen Cabinet wegen der in diesem Heereskötper zu Tage getretenen meuterischen Gelüste in eine entlegene Grenzprovinz Brasiliens verlegt, von dem gegenwärtigen liberalen Cabinet aber, das seit Juni dieses Jahres an der Spitze der Ge— schaͤfte steht, nach Rio de Janeiro zurückberufen wurden. Der Aufstand ist von den Befehls— habern dieser Truppen ins Werk gesetzt worden. Constant ist seinem Berufe nach Gelehrter und als unruhiger Kopf und antidynastischer Wühler seit Langem bekannt. Einigen Aufschluß über die Vorgänge, welche den Ausbruch der Revo— lution beschleunigt haben, gibt eine eingehende Darstellung der„K. Z.“ über die Verhältnisse in Brasilten. Danach hat die Aufhebung der Sklaverei mittelst des Dekretes vom 13. Mai 1888 der republikanischen Bewegung durch das unver— mittelte Eintreten der Folgen dieser Maßregel einen mächtigen Anstoß gegeben. Ein großer Theil der ehemaligen Sklavereibesitzer trat zu den Republikanern uͤber. Dazu ist die Prinzessin Throufolgerin unbeliebt. Der Kaiser reiste gestern nach Europa ab. Derselbe erhält 2½ Million Dollars Entschädigung sowie 450,000 Dollars Pension.— 19. Nov. Die von der provisori⸗ schen Regierung ernannten Gouverneure sind säͤämmtlich Militärpersonen. Die ersten fünf Punkte der Proclamation, welche die neue Ordnung der Dinge verkündet, besagen: 1) Die Republik ist proclamirt; 2) die Provinzen Brasiliens bilden die durch Förderation vereinigten Staaten Bra— siliens; 3) jeder einzelne Staat bildet eine eigene Localverwaltung; 4) jeder Staat entsendet zu dem demnächst zu berufenden Congreß, dessen endgiltigen Beschluß die provisorische Regierung erwartet, während inzwischen die Gouverneure die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ord— nung und zum Schutze der bürgerlichen Rechte treffen, einen Vertreter; 5) einstweilen vertritt die provisorische Regierung die inneren und die auswärtigen Beziehungen.— Der Graf von Eu, der Schwiegersohn des Kaisers, befindet sich nicht an Bord des Dampfers„Richtalo“ welcher Dom Petro nach Europa bringt. Der Graf ist aus Rlo verschwunden. Aus Stadt und Land. h. Schwal heim, 16. Nobo. Die Dampfdreschma— schine des K. Bender von Griedel arbeitete bei Oekonom Johs. Fritzel dahler seit einigen Tagen, die Arbeit sollte heute zu Ende gehen, als der Besitzer des Werks verun— glückte. Die Arbeiter hörten auf einmal einen starken Schlag und gleich stand das im Gang befindliche Werk stille. dessen linker, bloß noch durch die Kleidung mit dem Körper zusammenhängender Arm durch den Treibriemen an der Trommelwelle befestigt war. Gießen. Als Geschworene für das IV. Quartal 1889 wurden ausgelost: 1. Fr. Wagner in Bönstadt, 2 J. Bach in Gießen, 3. L. Moll in Grünberg, 4. A Busch in Gießen, 5. H. Waldeck II. in Alsfeld, 6. K. Roth in Muschenheim, 7. K. Berk in Alsfeld, 8. B. Häuser J. in Steinberg, 9. L. Wenzel in Nieder-Erlenbach, 10. J. Karl in Grünberg, 11. K. Junker in Otterbach, 12. G. E. Lang in Alsfeld, 13. H. Schrimpf in Schlechtenwegen, 14. H. Schadeck III. in Lollar, 15. L. Hanner in Büdingen; 16. J. Planz in Alsfeld, 17. W. Mosler in Gießen, 18. J. H. Münch in Altenstadt, 19. Dr. A. Dietz in Gleßen, 20. Dr. H. Schudt in Fauerbach, 21. G. H. Schirmer in Gießen, 22. J Schäfer II. in Mainzlar, 23. O. Rullmann in Stammheim, 24. R. Ritter in Lau⸗ bach, 25. J. Demme in Hungen, 26. H. K. Eckhard in Laubach, 27. K. M. Schudt in Dorheim, 28. H. Sehrt II. in Bernsfeld, 29. W. Faulstich in Weitershaln, 30. Pro⸗ fessor Dr. P. Dettweller in Gießen. Die Sitzungen be— ginnen am 9. Dezember. Allerlei. st. Frankfurt. Samstag den 23. beginnt im Opern⸗ hause ein interessantes Gastspiel, welches sich nur auf einige Vorstellungen beschränken wird. Die bekannte Sängerin Fräulein Rafaela Passini von der Königlichen Oper zu Berlin, wird Samstag den 23. d. M. zunächst als Marie in der„Regimentstuchter,“ eine ihrer bewährtesten Par— tieen, vor das Publikum treten. Ein zweites Gastspiel des Fräulein Passint, soll dann am Dienstag den 28. stattfinden. Solingen, 15. Nov. Die hiesige und die Gräf— rather Polizei hat dieser Tage mehrere Falschmünzer ver— haftet, die in dringendem Verdachte stehen, schon seit Jahren falsche 10. und 1 Markstücke angefertigt und vertrieben zu haben. Bei den in Gräfrath Verhafteten fand man zahlreiche Formen, Nickel, Stempel u. s w. Den ersten Verhaftungen dürften noch mehrere folgen, da sich die kopfreiche Falschmünzerbande über die ganze Gegend erstrecken soll. Bremerhaven, 19. Nov. Im neuen Hafen ist der Baumwolle löschende englische Dampfer„Ocean King“ um 6 Uhr Morgens in Brand geraten. Der Vorder— raum wurde unter Wasser gesetzt und die Löscharbelten werden fortgesetzt. Der Schaden ist noch unbekannt. Hamburg, 16. Nov. Heute Nachmittag ist der Dampfkessel in der Fabrik der Uktiengesellschaft für Elek— trizitätswerke geplatzt. Zwei Arbeiter sind todt, einer furchtbar verbrüht. Meiningen. Der Erbprinz hat ein zweites Stück der griechischen Klassiker in Musik gesetzt, nämlich„Die Baechantinnen“ des Euripides. Eine Aufführung des Stückes soll im Beisein des Erbprinzen im Februar in Athen stattfinden. München. Das Landgericht verurtheilte wegen des Eisenbahnunglücks bei Röhrmoos am 7. Juli d. J. den Wechselwärter Seidl zu einem Jahr, den Stationstag— löhner Müller zu 15 Monaten und den Bahnadjunkt Tiefenbacher zu 6 Monaten Gefängniß. Venedig. Wie von hier gemeldet wird, macht das italtenische Kriegsministerkum Versuche mit einem neuer— fundenen Gewehr mit einer eletrischen Patrone. Die militärischen Kreise seien von den Versuchen überaus be— friedigt; das Gewehr soll eine Tragkraft von 4750 Meter baben und absolut rauch und knallfrei sein. Was wird wohl noch alle erfunden werden? Barcelona, 18. Nov. Im spantischen Theater brach nach der Vorstellung beute Feuer aus und ergriff das ganze Gebäude. Menschen sind nicht verunglückt. Athen. In Piräus brach wieder das daggeische Fieber aus. Belm Nachsehen entdeckte man die Leiche Benders, Petersburg. niedergebrannt. Die Stadt Krewo, Gouvernemm Wilna, ist durch ein angelegtes Feuer zu drei Viene Erläuterungen zu dem Rechenschaftsbericht dug Bürgermeisters, insbesondere der von dem Vor⸗ anschlag abweichenden Rubriken. Nach dem Voranschlag ist der Kassenvorrath gegen 34,660 M. 86 Pf. von 1886/87 auf 27,294 mit din Vorlagen und den liquidirten Ausständen zurückgegangen nach dem Revisionsabschluß für 1887/88. Der Abschliß für 1888/89 zeigt trotz der außerordentlichen Obsterntt einen abermaligen Rückgang und beziffert sich der Kasse vorrath mit den Vorlagen nunmehr auf 22,221 M. 96 Pie beste Beweis, daß zur Herstellung des Gleichten werden mußte, welche ohne Schädigung der allgemeinen Interessen n leicht zu tragender und nicht belästigender Weise gefunden der wichts neue Einnahmequellen gesucht wurden. Rubr. 2. 444 M., welche hauptsächlich durch Erlös von Versteigz rungen im Rathbaus erzielt wurde, stattgefunden. Rubr. 3. kleine Erhöhung eingetreten durch die Verpachtung de unbenutzten Friedhofs und einzelne bisher alljährig der pachtete Grundstücke. Die Rubr. 4 aus Gras und anderen Naturalien be eine Mehreinnahme von 4,219 M. 59 Pf., welche zu Deckung des Defizits in anderen Rubriken verwendit wurde. Rubr. 8. Von Schäfereien ist eine Mehreinnahne von 238 M. 80 Pf. erzielt, welche wohl von nicht in Anxet⸗ nung gebrachten Weiden und Steuern verschlungen werdet, da aber die vorgesehenen Ausgaben mit 1090 M. n mit 809 M. 76 Pf. figurtren, so dürften doch imme noch ein kleiner Gewinn für die Gemeinde von 280 M. bleiben. Rubr. 22. Schulgeld und sonstige Beiträge. Dir Voranschlag wurde zwar erreicht, sogar noch etwas beg, schritten; es muß jedoch erwähnt werden, daß die Haut haltungskosten der Kleinkinderschule um 100 M. zur gegangen sind, was seinen Grund in dem billigeren Pflege satz hat und ist immer noch nicht die Bethetligung dem Maße gestiegen, als man es sich erwarten dursth, Die Musterschule welche mit einem Durchschnitt von 732 N, abschließt, brachte zwar die vorgesehenen Einnahmen, alle i die vermehrte Kinderzahl, welche die erhöhten Aus gabeg verursachte, steht in keinem Verhältniß. Die 118 Kinde welche kein Schulgeld bezahlen konnten, lassen schon dur blicken, in welchen Klassen die vermehrte Einwohnerze l zu suchen ist. Durch die Ueberfüllung der Klassen wer die Theilung nothwendig geworden, und dadurch, daß die Vermehrung der Lehrerstellen schon seit 1883 unaus gesetzt fortdauerte, hatte nach Art. 14 d. G. vom 9 Mi 1878 eine Erhöhung der Lehrergehalte stattzufinden. Diet Erhöhung von 3100 M. wurde noch durch Anschaffung von neuen Schulbänken und Oefen ze. gesteigert, so daß die Rubrik 75, Kosten der Schulhäuser und Schulen, de 12,883 auf 13.934 M. gestiegen ist, also um 1051 M. die Ausgaben stiegen. Hierzu kommt nun noch die Vet minderung des Zuschusses aus dem Augustiner- Schul fonds, welche durch nothwendige bauliche Herstellunget und Anschaffungen in der Realschule bezw. der Direktols, wohnung verursacht wurden, und die Summe von 3113 M. mehr als vorgesehen in Anspruch nahm. Wenn nun auch diese erhöhten Ausgaben nicht ganz im Betrage de; 7300 M. als fortdauernd anzusehen find, so dürfte dec eine Erhöhung von 6000 M. als unumgänglich not, wendig anzunehmen sein. N Die Rubr. 23, Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehs, lieferte durch Verkauf von 3 Faseln elnt: Ueberschuß von ca. 700 M., der aber wieder durch ven mehrte Ausgaben beinahe ganz daraufging. Rub. 26, Ertrag der Gasanstalt, ist um 1000 M. gegen den Voranschlag zurückgeblieben, in der Einnahm! und in der Ausgabe um 1552 M. überschritten. sind durch die unbedingt nothwendigen Erneuerungen der Gasanstalt selbst im Betrage von 3839 M. entstandgh und sind als außerordentliche Ausgaben in der Speslall rechnung verzeichnet. Diese außerordentlichen Aus gaben, welche in den letzten Jahren durch Anlegen ven Rohrsträngen in neuen Straßen die Rentabilität der Gall anstalt beeinträchtigten, würden sehr gerne von der Stabe getragen werden, wenn auch Seitens der Bewohner einigen maßen den Opfern Rechnung getragen würde und wem es auch nur von denjenigen geschähe, welche auf du Pfennig nicht seben müssen, den die Petroleumlampe billige! kommt. Der Einnahmeausfall kommt hauptsächlich dure den Wegfall der Zuckerfabrik. Es gingen ein für Gas 21,106 M. gegen 24,852 M. Die Abgabe an Privat welche in 1887 noch 13,529 M. brachte, ist abermals auf 12,300 M. zurückgegangen, während die Abgabe 4 Private für Mokore und Kochzwecke von 1105 M. al. 1269 M. gestlegen. Der Erlös aus Coaks hat sich durtl den Umbau der Oefen etwas erhöht, während der aus Theer um 200 M. zurückgegangen ist. Durch den Ueber, gang der ganzen Installationsvorräthe aus dem Wasser werk in das Gaswerk zeigte sich bei den Aufnahmen am 1. April 1889 ein Vorrath von 5,593 M. 92 Pf., welchen bei der Spezialrechnung in Anschlag gebracht, in deu Stadtrechnung aber nur unter den Ausgaben erscheiner kann. Rechnet man hierzu nun noch die außerordentliche Ausgaben von 3,839 M, so würde der Reingewinn na 1 Abzug der Zinsen wegfallen, wenn die Stadt ihre Straßen⸗ beleuchtung anstatt wie dies jetzt geschieht wie anderwätts zum Selbstkostenpreis rechnete Für Hülfsbedürftige war Rubr. 28. mit nur 20 Pf. Von Gebäuden hat eine Mehreinnahme vin ö Von verliehenen Gütern ist ebenfalls elne 1 F n % J. den 140 nutgekom lat etwa faulen, 2 10, sowie 00 M. bel e otdentl muren a Letztere 1 waren sasbuß vor Necnabung N. dem Un etwä enn, so n Ig botgese . bez Nuhr. 66. 193 M. e die undo hekäude, Vr. 72, ak dles ha ottolrwa ur Ausz bes pens. Jubr. 77. a, Es sint M. vern Uhaben in 9 am, Kanal Jubr. 112 fd die haschläge 0 shtlsschen Kir bn Stadt Glaͤ unge e am e bisher immen 0 200 n innahme und 4400 M. in Ausgabe gesetzt 4 Vorans lag. Es sind jedoch nur 1232 M. ein⸗ und 350 M. ausgegangen. Diese Ein⸗ und Ausgänge sind enschaftzh 5 mals gleichmäßig, obgleich dieselben nur Vorlagen sind, e der 5 eri gelche von auswärtigen Armenverbänden bezw. der Kreis- n f an de ersetzt werden oder dem hies. Armenfonds zur Last ubriken Da jedoch schon mehrere Jahre hindurch die . düsen biträge zurückgegangen sind, dürfte ein geringerer Betrag 7 drath e ar Vorsehung genügen. Hier macht sich ganz deutlich dsüänden e wohlthät'ge Wirkung der Krankenkassen auch in Bezug 18878 J uf die Gemeinde- bezw. Kreiskasse bemerkbar und wird gesucht u menten mit 2 Familien abgegangen. Die geförderte gemeinen Bassermenge ist in diesem Jahre etwas zurückgeblieben isigender Es wurden 111,242 obm gegen 8 Es stellt sich daher der Selbstkost enpreis auf 0 715 a 42 Pf. pro ebm, demnach 0,76 Pf. mehr als im Vor item gefunden, In dem Betriebsjahr sind größere Rohrbrüche 0 0 it ebenfals z icht vorgekommen, daher auch das unbezahlte Wasser Ine bis N anderen daturalin 0 9 Pf., walt ten Rubriken Uu ist eine Me deli wohl von 90 0* uern verschlungen uu aben mit 1000 f. so dürften doch ir e Gemeinde von 01 da aber schon % M. dem Erneuerungsfonds zugeschrieben sind und se oben erwähnten Aus gaben dem Anlagekapital zugut Emmen, so wurde davon abgesehben, insbesondere aber uch, weil bei dem Anlehen für das Wasserwerk nach dem smortisatlonsplan die Abtragung erst in 1892 begonnen zerden soll. Rubr. 65 war aus Versehen im Voranschlag zu ring vorgesehen, indem in voriger Rechnung schon „341 M. bezahlt werden mußten. Rubr. 66. Unterhaltung der gemeinheitlichen Gebäude um 793 M. überschritten, die Ueberschrettung kommt ich die unvorhergesebenen Herstellungen im alten Kreis ants gebäude, welche sich auf 881 M. 61 Pf belaufen. Rubr. 72, für Mobilten, ist um 302 Mü überschritten ö N d hat dies hauptsächlich seinen Grund in der Anschaffung U Trottotewalze, der Stadtbauplan mit 500 M. ist noch icht zur Auszahlung gelangt, da derselbe in der freten eit des pens. Stadtbaumeisters ausgeführt ist. Rubr. 77. Unterhaltung der Straßen, Brücken und lege. Es sind von dem Voranschlag von 4,328 M. nur 8! M. verwendet, dagegen sind als außerordentliche sonstige Beiträge 5, „sogar noch etwas lh t werden, daß die ha hule um 100 M. gut in dem billigeren Ah icht die Bethelltug es sich erwarten du 1Durchschnitt von Jaan sehenen Einnahmen, ale e die erhöhten Auegih jältniß. Die 118 Kan unten, lassen schon du vermehrte Einwobnn füllung der Klasse z den, und dadurch, schon selt 1883 un t. 14 d. G. vom 9 halte stattzufnden 9 noch durch Anf fen ur, gestelgert, fe zäuser und Schule ist, olso um 00 Annen, Kanalistrung ꝛc. verwendet. Rubr. 112. Uneinbringliche Posten und Nachlässe. Usgaben in Rubr. 122 1,743 M. für Pflasterung von] er sind die Rückzahlungen für verzogene Personen und g ederschläge verrechnet. Das Schulbesoldungskapftal der bis 19.50, Korn M. 16.50— 17.00, Gerste M. 19.00 bis skholischen Kirche mußte elng klagt werden, dadurch daß 19.25, Hafer M. 14.50— 15.00. un der Stadt nicht sofort geklagt worden ist, hat das sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Reichsgericht die Zinsen bis zum Tage der Klagestellung! gestrichen und der Stadt ½0 der Kosten aufgeladen. Rubr. 115. Zurückbezahlte Kapltalten. Um die 3400 M. von den allgemeinen Schulden, sowie den 1200 M. Rest der Parzellenvermessungskosten zurückbezahlen zu können, wurden 800 M. aus einer anderen Rubrtk ver— wendet. Rubr. 116. Ausgeliehene Kapitalien wurden im Mathildenstift als Erneuerungsfonds angelegt. Rubr 127 Errichtung eines Wasserwerks. Der hier angeführte disponible Creditüberschuß von 3,619 M. 53 Pf. mit dem Erlös aus den beiden vorhandenen alten Kesseln dürfte kaum hinreichen, um die gemachten Vorlagen von 5,424 M. 64 Pf. zu decken, wenn wie zu hoffen die Sache ganz günstig ausfällt und die Concursmasse die Forderung von 7,255 M. im Stich läßt. Wir schließen den Bericht mit dem im Anfang desselben geäußerten Ausspruch, daß es hohe Zeit ist, um erhöhte Cinnahme⸗ quellen aufzusuchen, da noch Posten vorhanden sind, welche durch Genehmigung des Kreisamts zwar gestattet worden sind, nachdem der Gemeinderath diese nachgesucht hatte, aber immerhin als eigentlich unzulässig in einem geordneten Gemeindehaushalt bezeichnet werden müssen, was hofentlich für die Folge nicht mehr vorkommen wird. Steinhäußer. Die Ueberhandnahme der Sperlinge. Es ist eine Thatsache, daß diese, besonders der Land— wirthschaft schädlichen Vögel in den letzten Jahren über⸗ handgenommen haben. In Gebirgsgegenden weniger zahlreich, nisten sie hauptsächlich in den Niederungen der fruchtbaren Wetterau, wo sie mehr Nahrung finden, in Menge. Hier fallen sie zur Zeit der Fruchtreife schaaren— weise in die die Dörfer umgebenden Weizen- und Gerste— äcker und später in die gefüllten Scheunen ein und thun außerdem in den Gärten an dem Obste, vornehmlich den Kirschen, großen Schaden. Noch mehr: Kaum haben die insektenvertilgenden Hausschwalben ihr Nest gebaut, so kommt der Räuber, nimmt nach kurzem Kampfe Besitz von der fremden Wohnung, legt Eier, brütet und ver— mehrt sich so auf Kosten dieser nützlichen Vögel. Den Raubvögeln, den Feinden der Sperlinge, wird von den Jägern im Interesse der Jagd eifrig nachgestellt und dadurch der Vermehrung dieser Feinde der Landwirthschaft gleichfalls in die Hände gearbeitet. Allen diesen Nach— theilen wird am wirksamsten von der Verwaltungsbehörde, welche ja überall die Landwirthschaft schützt und fördert, abgeholfen werden können, indem diese durch die Bürger— meister von jedem Ortsbürger einige dieser Vögel liefern, und im Frühjahre die Brut zerstören lassen könnte. Es naht der Winter und jeder Ortsbürger wird gern dieser nützlichen Anordnung Folge leisten. Hierzu anzuregen, sollen diese Zeilen dienen. Ka ichen. Ein Freund der Landwirthschaft. Handel und Verkehr. Friedberg, 19. Nov. Fruchtyr. Waizen M. 19.25 Alle Preise verstehen Friedberg, 20. Nov. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfund M. 0.90— 1.10 Eier 1 St. 9 Pf., 2 St. 17 Pf. Grünberg, 16. Nov. Fruchtpr. Weizen M. 19.10, Korn M. 16.90, Gerste M. 16.80, Hafer M. 14.40, Erbsen M. 18.00, Samen M. 00.00, Wicken M. 00.00, Kartoffeln M. 3.50, Linsen M. 30.00. Gießen, 19. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 1.15— 1.20, Eler 1 St. 7 bis 8 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.40—0.55, Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Hahnen per St. M. 0.50— 0.60, Enten per St. M. 1.40 1.80, Gänse per Pfd. M. 0.52—0.60, Ochsenfleisch per Pfd. 66-72 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Schweine⸗ fleisch 60 70 Pf., Hammelflelsch 50— 68 Pf., Kalb⸗ fleisch 56— 60 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 3.50 bis 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 7.00—8.00 Weißkraut per. St. 4—8 Pf. Frankfurt, 18. November. Fruchtbericht. Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 33.50 34.00, Nr. 1 M. 30.50 bis 31.50, Nr. 2 M. 25.50 26.50, Nr. 3 M. 25.00 bis 26.00, Nr. 4 M. 21.00—22., Nr. 5 M. 17.0018. Milchbrod und Brodmehl im Verband M. 55.00— 58 Nord- deutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 26.00 bis 27.00. Berliner Roggenmehl Nr. O0 ab Magdeburg M. 26.20, Nr. 0/1 M. 24.70, Nr. 1 M. 23.20, frei Ufer Frankfurt a. M., Mainz, Mannheim ea. M. 1.25 theurer(exquisite Marken ca. M. 0.75 höher). Weizen, ab unserer Umgegend M. 19.25— 19.50, frei hier M. 19.75 bis 00.00, fremder nach Qualttät M. 19— 21.50, Roggen biesiger M. 17.25— 00.00, russischer M. 17.25— 17.40, Gerste, Franken(Ochsenfurter Gau) Ried und Wetter- auer M. 18.50 20.50, Hafer prima M. 16.00— 16.50, mittel M. 15.00—15.25, Mats(mixed) M 12.50(0.00 Roggenkleie M. 8.80—9., Weizenkleie M. 7.75—8., Spelz een M. 2.60, Malzkeime M. 9—0.00, Chilisalpeter per Februar⸗März 1890 M. 18.30, Parität Frankfurt a. M. Raps per October M. 33.50-34.50, Rüböl im Detail M. 76— 00, Torfstreu M. 1.20. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch looo auswärtiger Stationen. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeter vom 23. November. Beginn: Freitag Abend 3 Uhr 50 Min Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 15 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 55 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 24. November an Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr. Sonntage den 24. November: Neumond(kisleb. Wer die erprobten und unübertrefflichen Pastillen und keine Nachahmung haben will, muß nachdrücklichst fordern: Fay's fete Sodener Mineral⸗Pastil⸗ len. Diese werden aus den Salzen der zur Kur ge— brauchten berühmten Gemeinde-Quellen Nr. III u. XVIII gewonnen und sind durch alle Apotheken a 85 Pf. zu ommt nun noch ddr l Bekanntmachung. Bei der Firma Gebrüder Löb in Friedberg hat Moritz Wenn run as eb daselbst Proeura erhalten. a 2 im Bettag Friedberg am 16. November 1889 hen sud Je ud Großherzogliches Amtsgericht Frtedberg. unumgänglch! 8 7„ 8 Gläubi zer-Aufforderung. und Une Fiaorderungen und Ansprüche jeder Art an den Nach⸗ uf von 9 da ic der am 10. November 1889 zu Ober Mörlen ver⸗ 1 aber wieder bud“ lrbenen Joseph Wagner Wittwe, Chrtstine, geb. Will, daraufglng⸗ d binnen 8 Tagen bei dem unterfertigten Gericht an⸗ ist un eigen, wenn sie bei der Nachlaßregultrung berücksichtigt vnden sollen. Bad⸗Nauhelm den 14. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. 1181 n 2. 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In Folge meiner Versetzung nach Gießen habe dh meine Praxis dem praktischen Arzte Herrn Dr. med. Strubel% Afntlic fc Derselbe hat meine seitherige Wohnung bes zogen. 3 een 19. November 1889. 416 Dr. Balser. Frische Schell sische in Eispackung sind eingetroffen, per Pfund 30 Pf., 4172„ Windecker. pelzwaaren in allen Neuheiten Afend: Ste empfiehlt Auf 8 Afimmten V C. Kalbfleisch, Ie 3884 Kürschner. I 2 Fri 2 ö Holzschuhe 15 Filzstiefel in 913 Auswahl bei 3835 Loule Waas. S0 5 S ordnun Dae Ob. 1 1 Zum billigen Laden. Eine große Parthie hochfeine Damen— tuche, 135 em breit, in 12 ver⸗ Stel 5—. g ber schiedenen Farben, zu Winterkleidern ide a Aer nebst 8 und Regenmänteln, pr. Meter M. 1.50, 12 nachtswi eine große Parthie gestrickte wollene 10 000 Unterröcke, per Stück M. 1.50. Fe a ger. 3891 M. Netscher. 0 10 N Kieler Sprotten Mesnz 900 4016 empfiehlt W. 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