len 189. Samstag den 24. Augus. M 100. berhessischer Anzeiger. get Wird hier und in Bad⸗Nauheim M i j a; e ee e Kreisblatt für den Kreis Friedberg. er Hundert 10 dünn Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. mal zun 1 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 05——————— Sone g 5 ringe, Amtlicher Theil. 0 Betreffend: Die Krankenversicherung der Arbeiter, hier insbesondere der Familienangehörigen. Friedberg den 21. August 1889. len, 0 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. K Indem wir unser Ausschreiben vom 23. Juli 1889(Oberhessischer Anzeiger Nr. 87) nachstehend nochmals zum Abdruck bringen, rwarten wir mit Bestimmtheit, daß die Vorschriften desselben bis 1. September l. J. in allen Gemeinden des Kreises zur Durchführung ebracht sind. Wir beauftragen Sie daher, den wesentlichen Juhalt unseres vorerwähnten Ausschreibens in ortsüblicher Weise bekannt machen . lassen mit dem Anfügen, daß nach Ablauf dieses Monats Strafanzeige gegen die Anmeldepflichtigen, welche der ergangenen Aufforderung zur 1 Unmeldung nicht nachgekommen sind, erhoben werden müssen. Dr. Braden. geben der Posl. betreffend: Die Krankenversicherung der Arbeiter, hier ins besondere der n a Friedberg den 23. Juli 1889. 9 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg ner⸗ n die Gr. Bürgermeistereien des Kreises, die Vorstände der Ortskrankenkassen und der noch bestehenden Gemeinde-Krankenversicherungen. Af. an, enpfesl Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 13. April l. J.(Oberhessischer Anzeiger Nr. 46) benachrichtigen wir Sie, daß das ul. Uf roßherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz nunmehr die fur die Versicherungspflicht der Familienangehörigen maßgebenden Gesichts— II. Uscgass unkte in der nachstehenden, auszugsweise mitgetheilten Verfügung näher festgestellt hat. Wenn nach dieser Verfügung von der Heranziehung oker hinderjähriger Hauskinder zu der Krankenversicherung in der Regel abzusehen ist, so ist desto mehr darauf zu achten, daß alle Familienange— 9 örigen(Söhne, Töchter, Enkel, Brüder, Schwestern ꝛc.), welche gegen Kost, Wohnung, Kleidung u. dergl. im gewerblichen oder landwirth— jeilgymnasli aftlichen Betriebe ihres Vaters, Großvaters, Bruders ꝛc. beschäftigt sind, vom zurückgelegten 21. Lebensjahre an der Krankenver— cherung unterworfen werden. Versuche sich der Versicherung durch sog. Reverse zu entziehen, wollen Sie regelmäßig zurückweisen, keinesfalls Madhen aber Reverse zulassen, ohne unsere Entscheidung einzuholen. Dr. Braden. 3-1 Uhr. 1 Aus zug 315 4 1 J. Ein versicherungspflichtiges Arbeitsperhältniß besteht regelmäßig nicht, wenn und soweit der Haussohn ꝛc. noch keinen selbsiständigen chtlichen Willen hat. Dies ist aber der Foll, so lange derselbe minderjährig und der väterlichen Gewalt unterworfen ist; das Verhältniß, weichem er dann zum Familienhaupte steht, ist kein kontractliches, er gehorcht dem Gebote, dem Willen des Vaters, und die Leistungen, welche dagegen von dem letzteren erhält, sind nicht ein Lohn im rechtlichen Sinne, sondern die Erfüllung von auf dem Familienverhältnisse beruhenden erpflichtungen. In Betreff minderjähriger Haussöhne ꝛc. wird man hiernach mit gutem Grunde für die Regel und insolange nicht eine gegen— eilige Intention klar erwiesen ist, von der Annahme einer bestehenden Verpflichtung zur Krankenversicherung abzusehen haben. 2995 160 n sulige. dresse. II. Je mehr die unter I. empfohlene Einschränkung der allgemeinen Versicherungspflicht den vielfach kund gewordenen Anschauungen En el nd bestehenden Wünschen der Bevölkerung entgegenkommt, desto strenger wird man— um den Versuchen zur Umgehung des Gesetzes entgegen 1 1 wirken— gegenüber den in Gemäßheit des§ 3 Abs. 2 K.-V.⸗G. bezw.§ 136 landw. Unf.-Vers.⸗Ges. gestellt werdenden Anträgen auf per Stüc hefreiung volljähriger im Betrieb ihrer Eltern ꝛc. beschäftigter Söhne ꝛc. von der Versicherungspflicht zu verfahren haben, und es wird daher ichen Anträgen nur unter der Voraussetzung stattgegeben werden dürfen, wenn die Söhne ic. entweder nach Sitte und Herkommen der ee kbtreffenden Gegend oder zufolge ausdrücklichen nicht zum Scheine abgeschlossenen Vertrags, einen zweifellosen Rechtsanspruch gegen ihren lade.* Vater, bei dem sie beschäftigt sind, auf eine den Bestimmungen des§ 6 des K.-V.⸗G. entsprechende oder gleichwerthige Unterstützung während 8 Wochen nach der Erkrankung haben. Selbstverständliche Voraussetzung für die Befreiung von der Versicherungspflicht hat außerdem in allen Wagner. gesen Fällen die zweifellose Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers zu bilden. und mae 0 etreffend: Die Feler des zweiten Septembers in den öffentlichen Schulen des Großherzogthums. Friedberg am 22. August 1889. 2 Mae, Die Großherzogliche Kreis-Schulcommission Friedberg an sämmtliche Schulvorstände des Kreises. seiftaß. 0 Unter Rückverweisung auf unsere Ausschreiben in früheren Jahren empfehlen wir Ihnen hiermit, auch in diesem Jahre wieder, gemäß fal I in Bestimmungen des Ausschreibens der früheren Großherzoglichen Ober- Studiendirection vom 26. August 1872 die, betreffende Feier für leder Fün ban re Schulen durch die Lehrer stattfinden zu lassen. Bei ungünstiger Witterung werden Sie statt einer solchen im Freien mit Rede, Spiel, be d. esang u. s. w. dieselbe in einem Saale, unter Aussetzung des Schulunterrichts, durch geschichtliche Erzaͤhlungen, Vorträge vaterläudischer Lieder hordnen; wir überlassen jedoch Näheres hierüber Ihrer gemeinsamen Berathung. Dr. Braden. . fulasch Bekanntmachung. bloe b 05 fta Letreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. enk lac Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse[während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten 4 (x. a. 118! 8, dk Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen,[und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge erden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu[von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und e eachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle ürnach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte %% 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs⸗Commission[ Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird 9 Arche Lit r dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest Inte bchissen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den dab; 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht[Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, . 1, un vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme zu.de Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten 1 1 9 Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein- Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und 1 6% ö rigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April Realschulen I. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz⸗ in zu 1 10 f, selben Jahres zu erbringen. 8 ordnung(I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— hug, 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und[Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. 10 20 A aeg hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§F. 88, 89, 90, 93 nit Hubche ch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. und 94 der angeführten Erfatzordnung verwiesen. 2 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— Großherzoglich Hessische Prüfungs⸗Commission nagel gniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormunds mit für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. ie f Erklärung über Bereitwilligkeit und Fahigkeit, den Freiwilligen Dr. Zeller. derade e zander 60 — Deutsches Reich. Darmstadt, 21. August. Prinz Christian von Schleswig-Holstein ist gestern zum Besuche hier eingetroffen. — Der Kammerjunker Dr. Freih. v. Wede— kind wurde zum Kammerherrn ernannt. — Militärdienstnachrichten. Bauer, Prem. Lieut vom 3. Gr. Inf. Regt. Nr 117 wurde à la suite des Regts. gestellt; v. Wilke, Sek. Lieut. der Res. des 1. Gr. Drag. Regts. Nr. 23, zum Prem Lieut., Kempff, Vicef. vom Landw.⸗Bezirk Weimar, zum Sek. Lieut. der Res. des 2. Gr. Inf⸗Regts Nr. 116, Müller, Sek.⸗Lieut. der Kav. 1. Aufgs. des Landw. Bezirks Gießen, Römheld III., Sek Lieut. der Inf. 1. Aufgs des Landw-Bezirks Mainz, zu Prem. Lleuts. befördert; Münch, Sek.⸗Lieut, der Feldart. 2. Aufgs., des Landw. ⸗Bezirks Erbach, der Abschied bewilligt. Straßburg, 21. August. Der gestern Abend stattgehabte Zapfenstreich sowie der Lam— pionzug sind aufs glänzendste verlaufen. Bis in die späten Abendstunden wogte eine zahllose Menschenmenge vor dem Kaiserpalast und in den benachbarten Straßen und brachte den Majestäten, die sich wiederholt auf dem Balkon zeigten, durch begeisterte Zurufe und das Absingen der„Wacht am Rhein“ stürmische Huldigungen dar. Heute gegen 9 Uhr früh fuhr der Kaiser mit dem Großherzog von Baden zur Parade, 10 Minuten später folgte die Kaiserin in einem vierspännigen Wagen. Die Majestäten wurden auf der Fahrt von dem dichtgedrängten Publikum mit nicht endenwollenden Hochrufen begrüßt. Die Parade ist auf das glänzendste verlaufen; die Krieger— vereine und eine zahllose Menschenmenge wohnten ihr bei. Der Kaiser ritt in Gardes-du Corps— Uniform mit glänzendem Gefolge an der Spftze der Fahnencompagnie nach der Stadt zurück. In den Straßen wurde er von der Bevölkerung, besonders auch der eingeborenen, überall begeistert begrüßt. Die Kaiserin besuchte heute Nachmittag die Universität und die Orangerie. Abends um 6 Uhr begaben sich der Kasser und die Kaiserin zum Mahl beim Statthalter. Das Mahl ver— lief höchst glänzend. Der Kaiser trug Garde— husaren⸗Uniform, links von ihm hatte die Kaiserin, rechts die Statthalterin, links von der Kaiserin der Großherzog von Baden Platz genommen. Gegenüber dem Kaiser saß der Statthalter Fürst Hohenlohe. Zu dem Mahle waren 65 Einlad— ungen ergangen. Die Stadt wurde sodann prachtvoll illuminirt, besonders der Broglieplatz und das Stadthaus, wo um 9 Uhr das von der Stadt gegebene Fest begann. Beim Eintritt in das Stadthaus wurde der Kaiser und die Kaiserin vom Statthalter, dem Bürgermeister und dessen Frau ꝛc. empfangen. Die Tochter des Bürgermeisters überreichte einen Blumenstrauß Sodann erfolgte die Begrüßung durch den Ge— meinderath, die Vorstellung der Landbürger— meister, der Geistlichen, der Lehrerschaft, der städtischen und Staatsbeamten. Auch der Groß— herzog von Baden, der Kriegsmigister und Graf Waldersee waren anwesend.— 22. Aug. Der Kaiser begab sich heute Morgen um 8 Uhr in Husarenuniform nach dem Polygon. Dort fand ein Gefechtsezerzieren aller Waffen nach den Anordnungen des Kaisers statt. Nach Beendig ung desselben kehrte der Kaiser an der Spitze der Fahnencompagnie in den Palast zurück, überall enthusiastisch begrüßt. Die vor dem Kaiserpalast angesammelte Menge sang die Nationalhymne und die Wacht am Rhein. Die Kaiserin erschien wiederholt auf dem Balkon und dankte. Die Kaiserin besuchte Vormittags das Muͤnster und die Thomaskirche; gestern stattete die Kaiserin bei ihrer Rückkehr von dem Besuche des Recon— valescentenhospitals der Fürstin Hohenlohe einen längeren Besuch ab. Am Münster wurde die Kaiserin heute von Staatssecretär v. Puttkamer, Bischof Stumpf und Dombaumeister Hartel em pfangen. Die Kaiserin besichtigte das Münster und fuhr sodann zur Protestantischen Thomas kirche, die sie unter Leitung des Präsidenten des Direktoriums ebenfalls in Augenschein nahm Hierauf besuchte die Kaiserin das Kloster der Barmberzigen Schwestern, das Diakonissenhaus, das Waisenhaus und das Allerheiligen-Spital Um 12½ Uhr empfing die Kaiserin die Vorstände 2— wohlthätigen der Vereine und Körperschaften. Der Kaiser besichtigte Nachmittags 3½ Uhr die Außenforts, zunächst Hausbergen. Die Kaiserin besuchte die Orangerie. Die Majestäten wurden überall auf das lebhafteste begrüßt. Zu dem hierauf stattgehabten Prunkmahle bei den Maje— stäten waren 190 Einladungen ergangen. Am Abend fand sodann der Huldigungszug der Vereine, woran circa 100 Vereine mit 8000 Personen theilnahmen, statt und verlief glänzend und groß— artig. Der Kaiserpalast war vielfach beleuchtet, 400 Turner bildeten mit Fackeln ein riesenhaftes W. und A. Die Sänger trugen mehrere Lieder vor. Der Bürgermeister brachte ein Hoch auf den Kaiser aus. Die Majestäten dankten und grüßten vielfach vom Balkon des Kaiserpalastes. Kiel. S. M. Kanonenboot„Wolf“, Com— mandant Kapitän-Lieutenant Credner, ist am 11. August in Apia angekommen. Fulda, 22. Aug. Die Berathungen der Bischofsconferenz endigen heute Abend. Nachdem morgen früh in der Bonifaziuskapelle eine Schluß andacht stattgefunden haben wird, reisen die Con— ferenztheilnehmer ab. Kapitularvikar Giese reist bereits heute nach Münster zurück, um daselbst während des Kaiserbesuches gegenwärtig zu sein. Schlangenbad. Die Kaiserin Augusta trifft Freitag den 23. August zu längeren Kur— gebrauch hier ein und wird im Oberen Kurhause Wohnung nehmen. München, 21. Aug. Der Schah reiste heute morgen nach Schloß Chiemsee ab. Am Nachmittag erfolgt die Weiterfahrt in einem königlichen Zug nach Salzburg. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 22. Aug. Die von der„Correspondence del'Est“ ausge— streuten Meldungen über das Auftreten von Banden in der Herzegowina werden vom Tele— graphen-Correspondenzbureau nach authentischer Feststellung als vollkommen auf tendenziöser Er findung beruhend bezeichnet. Salzburg, 22. August. Der Schah von Persien begab sich in Begleitung des Statthal— ters und Landeshauptmanns nach Schloß Hell brünn, nahm hier das Zouper ein und fuhr so— dann mit der Zahnradbahn auf die Spitze des Gaisbergs. Morgen früh erfolgt seine Abreise nach Wien. Lemberg. Der Sohn des russischen Generals Degen, der seit einigen Tagen hier weilte, ist, socialistischer Umtriebe verdächtig, sammt einem Mitarbeiter des„Kurier Lwowski“ verhaftet worden. Schweiz. Bern. Der Regierungsrath des Kantons Bern verbot die Verlesung der päpstlichen Allokution vom 20. Juni d. J. in den Kirchen. Großbritannien. London, 21. August. Das„Reuter'sche Bureau“ meldet aus Victoria Augusta: Der Capitän eines gestern hier einge— troffenen amerikanischen Schooners berichtet, ein amerikanischer Zollkutter habe die englischen Schiffe„Pathfinder“ und„Minnie“ wegen Robbenfangs in der Behringsbai gekapert und eine Anzahl anderer englischer Schiffe durchsucht. Italien. Neapel, 21. Aug. Die Gesandt— schaft des Königs von Schoa ist an Bord des „Christophoro Colombo“ hier eingetroffen. Mit demselben Schiffe kam der Forschungsreisende Antonelli an, der sofort nach Rom weiterreiste. Die Gesandtschaft ging im Laufe des Tages ans Land, wo sie mit militärischen Ehren empfangen und von Vertretern des Ministers des Aus wär— tigen, dem Präfekten, dem Gemeinderath und der Afrikanischen Gesellschaft nach Capodimonte begleitet wurde. Serbien. Belgrad. Die Exkönigin Natalie hat den neuesten Nachrichten zufolge dem Minister präsidenten Gruitsch durch eine Drahtmeldung angezeigt, sie verschiebe wegen Unpäßlichkeit die Reise nach Serbien. Die wahre Ursache der Verschiebung dürfte indessen darin liegen, daß die Königin dem dringenden Anrathen der Regenten und Minister nachgegeben hat, nicht früher nach Serbien zu kommen, bis sie die Bedingungen des Exkönigs angenommen hat, um so jeden öffentlichen Skandal zwischen ihr und Milan zu vermeiden. Australien. Auckland, 21. Aug. Eine Londoner Reutermeldung von hier besagt: Ma— lietoa und andere Häuptlinge sind an Bord des Kanonenbootes„Wolf“ in Samoa angekommen. Die Eingeborenen empfingen Malietoa herzlich und hißten seine alte Standarte; auch Mataafa begrüßte ihn freundlichst. Consul Stübel theilte ihm mit, daß er jetzt vollständig frei sei. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Wir erlauben uns, unsere Leser noch⸗ mals auf die am Samstag den 24. August, Abends 8 Uhr, im Steinhäußer'schen Saale stattfindende Generalversamm; lung des„Eo. Bundes“ nachdrücklichst binzuweisen und hoffen, daß dieselbe recht zahlreich besucht werden möge. „„ Friedberg. Wenn je ein Mann es verdient bat, daß man am Tage seiner 50 jährigen Wirksamkelt seiner öffentlich gedenkt, so ist es der allverehrte Direktor der hiesigen Blindenanstalt, J. P. Schäfer. Am 25. Aug. sind es 50 Jahre, daß Schäfer, der eben das Seminar zu Beuggen im Großherzogthum Baden verlassen hatte, das unter der Leitung des trefflichen Chr. H Zeller stand, als Lehrer an der Taubstummen Anstalt zu Riehen bei Basel eintrat. Hier genoß er durch den Inspektor Arnold, den bekannten Meister der Lautsprachmethode, eine aus: gezeichnete Einführung in die gesammte Taubstummen Bildung. Auf einer Besuchsreise in seiner Heimathstadt Altenstadt, woselbst er am 8. Mai 1813 geboren ist, anwesend, lernte ihn der damalige Direktor der Taub stummenanstalt in Friedberg, Roller, kennen und berkef ihn an diese Anstalt. Sein Amtsantritt hierselbst erfolgte aum 1. April 1842; sein Wirken an der hiesigen Anstalt war ein gesegnetes und er erreichte durch seine anregende Persönlichkeit bei den Schülern bedeutende Erfolge. Von lebendigem Interesse für das sittlich religiöse Volkswohl beseelt, regte er die Errichtung einer Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder an, die 1847 im Kloster Arnsburg ins Leben trat und noch heute im Segen bestebt. Bei der Gründung war Schäfer die Hauptarbeitskraft und betheiligte sich auch lange Jahre hindurch elfrig an der Verwaltung. Dem erfolgreichen Lehrer der Taubstummen drängte sich fast naturgemäß der traurige Zustand einer anderen Klasse von Unglücklichen, der Blinden, auf. Während für jene Viersinnigen alles Noͤthige geschah, sorgte Niemand für diese Letzteren. Da wagte ex es, im Vertrauen auf Gottes Durchhilfe und werkthaͤtiger Menschen Liebe, die Gründung einer Blindenanstalt zu unternehmen, welche in den kleinsten Anfängen mit einem Zögling am 8. April 1850 dahter ins Leben trat. Ein Zögling kam zum andern. Das neue Werk verlangte eine ganze Kraft. Schäfer gab seine Stelle an der Taubstummenanstalt auf und widmete sich nun ganz der Blindenbildung. Ein eigenes Gebäude wurde errichtet. Es waren Zeiten frischen, fröhlichen Schaffens aber auch großer Schwierigkeiten. Die Anfeindungen blieben nicht aus. Gemeinnüßiges und christliches Anstalts- und Ver; einswesen, das heutzutage so mächtig blüht, war noch wenig entwickelt, das Publikum zum Theil dieser Dinge sehr unkundig. Dieser Unkunde bemächtigten sich einige Uebelwollende. Heutzutage, beim Rückblick, kommen einem die kleinlichen Verdächtigungen und Anfeindungen unbe⸗ greiflich vor. Damals waren sie eine schmerzliche Realität. Es gehörte die ganze Energie eines zielbewußten Mannes und ein volles Erfülltsein von seiner hohen Aufgabe dazu, um dem verehrten Jubilar über diese Zeiten hinauszu⸗ helfen und nur seiner, allein seiner Thätigkeit und Aus dauer verdankt es unser Land, daß die Anstalt über⸗ haupt noch besteht und zu dem werden konnte, was sie jetzt ist. Von durchschlagender Bedeutung war es, daß sich die unvergeßliche Landesmutter, die Großherzogin Mathilde für die Anstalt interessiite, wie durch sie der Großherzog Ludwig III. denn auch das Protektorat über nahm. Namentlich der erste Besuch, den die hohe Frau in der Anstalt machte, bezeichnet eine bedeutsame Wendung. Von da an schwiegen die Feinde still, die Unkundigen ge⸗ wannen Vertrauen, welches das nun bereits 39 Jährige Be⸗ stehen der Anstalt glänzend rechtfertigt. Von dem Vertrauen zeugte der Auftrag der Armencommission dahter an Schäfer, das Versorgungshaus hier zu organisiren. Mit Schaffens⸗ freude und bewährtem Geschick unterzog sich Schäfer der großen Arbeit und hatte dann aber auch die Freude, seine Mühe durch das gelungene Werk belohnt zu sehen. Das Haus konnte am 9. Oktober 1856 eingeweiht werden. Namentlich unsere älteren Mitbürger, welche die früheren mit den späteren diesbezüglichen Zuständen zu vergleichen imstande sind, wußten die Bedeutung dieser Anstalt für unsere Stadt zu würdigen. In Anerkennung hierfür, sowie namentlich auch für Gründung der Blinden- Anstalt in unserer Stadt erhielt der Jubilar das Ehrenbürger⸗ recht am 3. November 1856. In der mannigfachsten Weise hat sich Schäfer auch sonst an Bestrebungen zum Wohl der Stadt resp. ihrer Armen bethelligt; so ist er Mit- begründer des Armenvereins resp. Vereins gegen Bettelel in den 40er Jahren gewesen und seit vielen Jahren im Vorstand des Hilfsvereins. Auch dem Vaterland bat er seine Kraft in großer und ernster Zeit zur Verfügung gestellt, so 1870 und 1871 als Leiter der inneren An; gelegenbeiten des Lazareths, wofür ker sowohl vom Groß⸗ berzog Ludwig III. mit dem Milttär⸗Sanitätskreus, als auch vom Kaiser Wilhelm I. mit der Kriegs denkmünze für Nichtkombattanten geehrt wurde. Ebenso wurde et aus gleichem Anlasse zum Ehrenmitgliede des Krieger⸗ S benmsbel güdinger u idilschen Ager Gäst enbe⸗ und alen, den, Wnastalgebä gießen, duc dem G. Fadgraben in abfallen ei 0 veischt LBerschüttet nan ihn n gehalten; , mußte t det lin —— Bamber Mnzug nach eig eine Ku lerletzt. De haftet worden Essen. Senntag Ab. e Blitz in ite Schütz betaubte e wurde n dern, 22 Aurgau, — Ar Alltwoch n auf de Munde Arbe Muben werge Taurerar Steinhau deferung ö aß bach 8 0 nd. 1 Kaser g t Abends Hut ö eneralversang dinzuwesse t werden nz aun es dad ligen Alki ben Dich r. Am 28. N. 8 das Sunn verlassen hal Zeller fan, lt z Neehen 0 Juspektor Ana, ethode, elne gat te Tuubsunng ner Helmathsah 3 geboren 60 rektor der Tull nnen und bel hlerselbs erfolg, t hlesigen Ansah 9 selne anregtnt . ö Freins dahier ernannt. Koße Wendung im Geschicke des Jubilars und der Inden Anstalt ein, denn durch die unausgesetzten Be⸗ zühungen Schäfers wurde die Anstalt zur Staatsanstalt de Erfolge. In igiöse Volkswofl ttungsanstalt fit kloster Arnsbun gen bestebt. Ba tarbeltskraft und uch esfrig an dn der Taubstummen ge Zustand eine Blinden, auf. Nothige geschah, ha wagte er eb, ind werkthaͤtlger lindenanstalt zu ingen mt einem eben trat. Ein Werk verlangte Stelle an der ich nun ganz da wulde errichte haffens aber aut gen blleben nut nslalts⸗ und Va bluͤht, wor not hell dieser Dat sügten sich eu ick, kommen einem fendungen un nerzliche Reallll bewußten Mun en Aufhabe dul Zehen Hane Thötigtelt un e konnte, us 5 B—k'TZ——Z—Z—8—8—2. r——— Am 1. April 1879 trat eine hoben. Schäfer sieht nun auf ein Leben zurück, das in werkthätiger Liebe dem Wohl seiner Mitmenschen widmet hat, ein Leben, dem man das geflügelte Wort useres Kanzlers„Praklisches Christenthum“ als Ueber— hrift geben kann. Als Pädagog hat er seine ganze sraft dem Wohle Viersinniger gewidmet, zuerst dem der zaubstummen, dann der Blinden, also solchen Objeeten Aziehlicher Thätigkeit, welche besonderer Pflege und Liebe dürfen. Auch sonst hat ihn der Zug seines Gemüths brnehmlich in die Bahnen geleitet, in welchen es Un— ücklichen beizustehn und Leid zu lindern galt, in alle— 15 von seiner gleichgesinnten Gattin, einer geborenen lathes aus Lich, unterstützt. Der Jubilar hat bei all ner vielen früheren Noth und Arbeit sich eine benetdens zerthe Frische des Leibes, Geistes und Gemütbs bis in n Alter bewahrt. Möchte er im vollen Besitz dieser iner Kräfte noch recht, recht lange seinem Amt, seiner amllie, unserer Stadt und unserem Lande erhalten bleiben. „, Friedberg, 23. August Ein seltenes Jagd— lück hatte der Besitzer der hiesigen Badeanstalt, C. Walter, stern auf der Hüherjagd im Ober Ros bacher Felde. Er 10 nämlich mit einer Doublette 8 Stück Hühner. aldmannsheill! Büdingen, 21. August. In Gegenwart der Staats— d städtischen Behörden, sowie zahlreicher Aussteller und ladener Gäste wurde heute Vormittag die Oberbessische 1 7 5 75 und Industrie Ausstellung durch den Ehrenprä benten, den Fürsten von Psenburg und Büdingen, im ymnasialgebäude eröffnet. Gleßen, 21. August. Gestern Nachmittag wurde ich dem G. A. ein hiesiger Sandgrubenbesitzer beim kandgraben in seiner Grube am Schlffenbergerweg durch 1 einer größeren Masse Erde und Sand voll ündig verschüttet. Trotz rasch erschienener Hilfe war ur Verschüttete eine Viertelstunde lebendig begraben, und s man ihn endlich zu Tage gefördert, wurde er für dt gehalten; erst nach längerer Zeit kam er wieder zu h, mußte jedoch in Folge der erlittenen Verletzungen uch der Klinik verbracht werden. Allerlei. Bamberg, 20. August. Der gestrige Abendper— haenzug nach Würzburg überfubr beim Hallstadter Uedber— zung eine Kutsche. Drei Personen sind todt, eine schwer Urletzt. Der Bahnwärter hatte geschlafen; er ist ver— heftet worden. Essen. In dem Dorfe Borbeck bei Essen schlug am gonntag Abend während eines furchtbaren Gewitters ur Blitz in das mit vielen Hunderten von Menschen Müllte Schützenzelt, tödtete den Sohn eines Landwirthes Ad betäubte eine größere Anzahl von Personen. Das st wurde natürlich sofort eingestellt. Bern, 22. August. Das einstige große Kloster Muri Aargau, jetzt Pflegeonstalt für„0 arme Kranke, ist in der vergangenen Nacht niedergebrannt. sind gerettet; die Kirche wurde erhalten. London. In der Kohlenzeche Chell in Nord-Staf— fordshire ereignete sich am Samstag Abend in später Stunde eine Explosion schlagender Wetter. Man hatte seit den letzten Tagen schon eine Ansammlung von Gasen in den Stollen bemerkt, weshalb am Samstag ein Gru— beninspektor nebst vier Mann sich in das Bergwerk be— gaben. Kaum waren sie unten, als sich die Gase ent zündeten. Drei Leute wurden getödtet und die übrigen zwei erheblich verletzt. Rom. Der„Riforma“ zufolge wurde ein Indivi— duum ermittelt und verhaftet, das in den letzten Tagen in einer Gießerei eine Bombe bestellte, welche der am letzten Samstag geworfenen völlig ähnlich ist. Cettinje. Nach dreijähriger Mißernte hat Monte— negro heuer ein vollständiges Hungerjahr. Es grassiren endemische Krankheiten. Die Regierung ist bemüht, den Nothstand zu lindern. Bagdad. Wie von hier vom 19. August gemeldet wird, hat die dort seit einiger Zeit aufgetretene Cholera plötzlich sehr stark um sich gegriffen. Handel und Verkehr. Butzbach, 21. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund 1.10000 M., Käse per Pfund 45-46 Pf. Eier 1 Stück 6 Pf. Frankfurt 21. August. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18-28 Pf., weiße Bohnen 16 18 Pf., gelbe Kartoffeln per Gescheid 14 16 Pf., rothe Kartoffeln per Gescheid 12 bis 14 Pf., neue Mäuschenkartoffeln per Gescheid 30 Pf., Butter per Pfd. M. 1.25— 1.30, Eier das Stück 5 bis 6 Pf., Blumenkohl 50—80 Pf., Kopfsalat 5—6 Pf., Sellerteköpfe 10— 25 Pf., Romainsalat per Stück 15 bis 25 Pf., Zwiebeln 25 Pf., per Centner M. 8.— 9, Carotten das Päckchen 12— 15 Pf., Kohlraben das Stück 4—6 Pf., gelbe Rüben die Portion 6—8 Pf., rothe Rüben 5—6 Pf., Rettig das Stück4—8 Pf., Weißkraut das Stück 15—30 Pf., Rothkraut 20—40 Pf., Wirsing 12 bis 20 Pf., Endiviensalat 6— 10 Pf., Einmachgurken 00 Stück M. 1— 1.20, Salatgurken das Stück 2— 3 Pf., Einmachzwiebel das Gescheid 40 Pf., Perlzwiebel das Pfund 50—60 Pf., Schwarzwurzel 40 80 Pf. Bekanntlich übernimmt es die Reichs Post- und Telegraphenverwaltung für Privat-Personen besondere telegraphische Verbindungen zwischen räumlich getrennten Geschäftsstellen und dergleichen herzustellen und dieselben den Betheiligten zum freien Gebrauche miethsweise zu überlassen. Die neuerdings erfolgte Herabsetzung der Gebühren für die Benutzung solcher Telegraphenverbin— dungen auf etwa die Hälfte der früheren Sätze ist ge— eignet, der Einrichtung eine weitere Verbreitung, nament— lich auf dem platten Lande z sichern. Die von der Reichs Telegraphenverwaltung hergestellten und unter haltenen Neben-Telegraphenanlagen bleiben bei Bestand und erleiden keine Gebührenerhöhung auch in denjenigen Fällen, in welchen die Interessen der öffentlichen Reichs— Alle Kranken Telegraphenanlagen eine Verlegung bezw. eine anderwelte Führung der Privatanlagen erfordern. Jedes Postamt ist in der Lage, über die näheren Bedingungen für die mietbsweise Hergabe der besonderen Telegraphenanlagen Auskunft zu ertheilen und die Herstellung derselben durch Organe der Postverwaltung auf das Schleunigste zu vermitteln. Stadtkirchenbau⸗Verein. Für denselben gingen don Monat Mai bis Ende Juli l. J. ein und werden mit herzlichen Dank bescheinigt: 60 Pf. Zeugengebühren von H, 10 M. von E. N., 20 M. von der evang. Conferenz für das Großh. Hessen, 10 M. von Fräulein Auguste und Anna Bitsch, 9 M. 45 Pf. Geschenk der dies jährigen Confirmanden, 3 M. von Herrn Photograph Schmidt, 0 M. von Herrn Kirchen⸗ rath Buchhold in Ossenheim, 40 Pf. von V. D., 5 M. von Bh. und H., 42 M. 96 Pf. von dem hlesigen Musik⸗ verein als Reinertrag eines am 14. Juli l. J. in der Stadtkirche stattgehabten Kirchenkoneertes, 50 M. von Fräulein Jultane Baumgärtner aus Ludwigsburg. Um weitere Gaben bitten freundlichst: Friedberg den 23. August 1889. Dr. W Weiffenbach, Heidt, Vorsitzender. Rechner. Geld⸗Cours. Frankfurt am 23. August 1889. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke C do./ Englische Sovereigns... 20. 39 20. 34 Russische Aae V Duecgken„ 9. 58 ohe ²˙ ˙ 9. 58 olle r d 0 4. 16 Kirchliche Anzeigen für Kriedberg Evangelische Gemeinde. 10. Sonntag nach Trinitatis. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vormittags 10½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. Nachmittags 1 Uhr: Herr Candidat Weimar. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9 Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Katechismuslehre für die Knaben. Katholische Gemeinde. Samstag von 5 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; der hl. Communion. 10 Uhr: 2 Uhr: Andacht. 3/47 Uhr: Austhetlung Hochamt mit Predigt. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 28. August, Nachmittags um 1 Uhr, len auf dem Rathhaus zu Nieder-Mörlen nach- hende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord geben wergen: Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 37,30 M., Steinhauerarbelt 17,60„ ö Lieferung einer eisernen Pumpe 2 1 eines Eisengitters 12,—„ 8 von Schwarzkalk 14,.—„ 0„ Usakles Ne Mauersteinen„ Buß bach den 23. August 1889. Metzger, 13 Bezirks Bauaufseher. Schürzen . 17 und Kinder urg zu billigen Preisen. M. Holler. Maschinenöle U leichten und schweren Qualitäten, für jede Ut von Maschinen geeignet, empfiehlt billigst 1931. Baumeister. Bekanntmachung. Gleich nach der Versteigerung des Gemeindegrummets ße ich das Grummet von 6 Morgen Wiesen gegen giedit bis Martini l. J. versteigern. 112 H. Jäger in Staden. Feidene u. woll. Besätze für Kleider, Bänder, Spitzen, Knöpfe, pie alle in dieses Fach einschlagende Artikel zu sehr bigen Preisen bei 5 99 Geschwister Schloß. Im Reinigen von Bettfedern kwofiehlt sich Frau Fix, vormals Nees, Seiden- und Filzhute, Kuppen, Negenschirme, Spazierstöcke, Hals⸗ binden, engl. Gummiwäsche und Hosenträger empfiehlt in großer Auswahl billigst 2557 C. Kalbfleisch. 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Müller, nach einem kurzen schweren Leiden heute Mittag 12 Uhr in ihrem 73. Lebensjahre zu sich zu rufen. Gießen, Friedberg, Trais⸗Horloff und Groß Gerau den 22. Aug. 1889. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung sindet Sonntag den 25. d. M., 5 Nachmittags 3 Uhr statt. 3096 Todes Anzeig e. Freunden und Bekannten die ige Mit⸗ theilung, daß unser liebes Töchterchen Marie im zarten Alter von 3 Monaten uns gestern Abend 6⅜ Uhr durch den Tod entrissen wurde. Friedberg, 23. August 1889. Die trauernden Eltern: 3107 W. Künstler und Frau. eee 2 e 1 Die diesjährige General Versammlung des hiesigen Zweigvereins des Ev. Bundes soll Samstag den 24. August, Abends 8 Uhr, im „Steinhäußer'schen Gartensaal“ Zu recht zahlreicher Betheiligung an derselben wird hiermit eingeladen. abgehalten werden. Tagesordnung: 5. Vorläufige Berathung über eine hier zu veranstaltende Aufführung des Herrig' schen Lutherfestspiels. 6. Anträge und Mittheilungen. Für den Vorstand: 3031 Schmid, Schulrath. Historisch- Kirchliche Gesangsauffühtung des Candidaten-Stadtkirchenchors zu Friedberg zum Besten des Stadtkirchenbau-Vereins Sonntag den 25. August 1889, Nachmittags 3 ½ Uhr. Eintritt unentgeltlich; jedoch werden am Hanetne ente Gaben gern in Empfang genommen und nach Abzug der Kosten dem Stadtkirchenban⸗Verein überwiesen. Zutritt nur durch das Hauptportal, wo auch Programme vertheilt werden. Bei Beginn der Aufführung wird die Thüre geschlossen. Sedanfest. Das Sedanfest wird auch in diesem Jahre in üblicher Weise auf der v. Helmolt'schen Wiese am Nordende unserer Stadt gefeiert. Zur Deckung der unvermeidlichen Kosten werden in den nächsten Tagen durch Schüler der Real- und Stadtschule Sammellisten in Circulation gesetzt und erlaubt sich der unterzeichnete Ausschuß des Festcomté's die Bitte auszusprechen, diese Listen mit reichlichen Beiträgen zu versehen, da die Unkosten des diesjährigen Festes in Folge verschiedener Verhältnisse voraussichtlich hoch sein werden. Friedberg den 22. August 1889. Der Finanz-Ausschuss des Sedanfest-Comités. Actien⸗Zuckerfabrik Wetterau. welche bei uns für die kommende Campagne in Arbeit zu treten d. Mts., Vormittags 9 Uhr, auf unserem Comptoir 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Ansprache. 3082 3106 Diejenigen Personen, wünschen, wollen sich bis Sonntag den 25. melden. Friedberg den 21. August 1889. Actien- Zuckerfabrik Wetterau. negenmäntel in schöner Auswahl neu eingetroffen. „%% Mayer J. Hirsch. DO. Fritze's Bernstein⸗Oel-Lackfarbe zum Selhst-Luackiren von Fussböden in bekannter vorzüglicher Qualität. Niederlage bei n: Bernbeck. Friedberg. Plüsch kragen Filzhüte und Kappen in großer Auswahl billigst bei J. Koob, in großer Auswahl zu bekannt billigen Prelsen bei 2406 Kaiserstraße, der Post gegenüber. 3101 G. F. Aletter. 5 Sessel und Blumentische Schuhwaaren 7e empfeblen J. 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Mts. findet bei mir gutbesetzte Tanzmusik statt, wozu ich böflichst einlade. 5095 Kirchweihfest ass zu Schwalheim. Sonntag den 25. und Montag den 26. d. M. findet am Schwalheimer Brunnen Tanzmusik 5 6 freundlichst einladet Sahm. Kirchweihfest zu Schwalheim. Sonntag den 25. und Montag den 26. August findet bei mir Tanzmusik statt, wozu ich freundlichst einlade. A. Steinbach, 3097„Zum Schützenhof“. Bei Gelegenheit der Kirchweihe zu Schwalheim wird auf der Kegelbahn des Gastwirth Hoffmann ein Regulator ausgekegelt, wozu freundlichst eingeladen wird. 3094 Conrad Hoffmann II. Einladung. Sonntag den 25. August l. J. feiert der Turnverein Heldenbergen in den Lokalitäten des Herrn Gastwirth Karl Schneider sein jährliches Stiftungsfest verbunden mit Preis- und Schauturnen, wozu freundlichst einladet 3096 Der Vorstand. Falläpfel kauft von heute an ap Heinrich Waltz. Hemden, 2 aun Jg. e 0 2 N u 2, 3 und 200 Regenschirme wat (seidene etwas theurer) im Ausverkauf bei 3087 Fritz Schmidt, Kaiserstr. 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Etwa Nichtgesallendes wird frankirt bereitwilligst zurückgenommen. Pecher& Co. in Herford 1. Wesisl. 7 20 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. 34 und eine Beilage.) Tenne, N gisen und pon Da Man löse 90 brannte sönfteiel Staunkoh z einen welcher e Zentimete gelle gla ie gut a au solche Nasse au del. Let waschen! Mittel, Der Salpete Steinen ausgespi und in gespalte —— Vert Das WM; ebm öffentlich laͤngstens unserem etschienen tfolgt. Bad: 9092 Gru Frelte beginnend Dorhel zalsschen, heim lieg Obe 9102 Gru . 20. Augus f warnt c Steinbach, 5 Schützenhof, Schwalhelm u mann ein Nr en wird. d Hoffmann ll. ig. ert der Turnvens 's Herrn Gastwsth ungsfest verbundg reundlichst einladn, Der Vorstand, l deunrih Woll. hetten billigst bl ö rm. K. Friedrich, 10 u 2, u 4 NaN b N t, Kaiser. n Huber. ng* 1. Donnerstag den 29. Auguft l. J., bon Vormit⸗ 1 0 tags 9 Uhr au, in dem Gemeinderathsaal zu Auluge. Bingenheim aus den Gemarkungen Bingenheim 0 Blofeld und Leidbecken; Pre. 2. an demselben Tage, von Nachmittags 4 Uhr an Eugel. in der Völbel'schen Gastwirthschaft zu Berstad O Stick aus den Gemarkungen Berstadt und Echzell(„Au Pf. per Sti, der Mark“); 3. Freitag den 30. August l. J., von Vormittags — 9 Uhr an, in der Präfried'schen Gastwirthschaf sten N zu Echzell aus den Gemarkungen Echzell, Ber- he 1 städter, Echzeller und Bingenheimer Mark, Bisses, after Bacre fit N Heuchelheim und Gettenau. g Bingenheim den 20. August 1889. 1 Uagase 14 Großherzogliche Oberförsterei Bingenheim. — 3090 Lang. 1 1** Güter-Versteigerung lordishe 3 Montag den 26. August, Vormittags 11 Uhr, solle . 1 10 900 0 auf hiesigem Rathhause die Güterstücke der Friedr. Wil⸗ 0 u 80 fil. helm Reuß Erben in Friedberger und Fauerbacher Ge— 0 dpa markung nochmals versteigert werden. ug f, 2. Friedberg den 21. August 189. 121 3 0. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 1 5 3085 d Steinhäußer. . 50,(en mr 8 f e Grummetgras ⸗Versteigerung. aleldes 11 Dienstag den 27. l. Mts., Nachmittags 1 Uhr an⸗ e n,„ Wa soll das Gemeinde Grummetgras in der Wirth⸗ eclold senshhaft„Zur Sonne“ meistbietend versteigert werden. 1. 5 Dorheim den 22. August 1889.: ö , 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. muehel 3098 Reuß. dernage ö 1 lage) Beilage. Billige Fußböden aus Kalk, Asche und Sand. und Kalk eine Masse darstellen, welche sich zu Tennen, Fußböden und Ställen, zu Wagenre— Kelle glatt gestrichen wird, 9 öffentlich vergeben llängstens bis zum 4 8 N 9 ahesliger Ar eiger. 2 100. Haus⸗ und Landwirthschaftliches. Aus Braunkohlenasche kann man mit Sand misen und Hausfluren, selbst zur Darstellung von Dächern auf gewölbten Gebäuden eignet. Man löscht zu diesem Zweck 1½ Raumtheile gebrannten Kalk und mischt damit ½ Theil sehmfreien Sand und 8 Theile gröblich gesiebte Braunkohlenasche. Die Asche wird mit Wasser zu einem ziemlich steifen Brei verarbeitet, welcher etwa 15 Zentimeter(für Dächer 8 Zentimeter) hoch aufgetragen und mit der In Ställen muß die gut ansgetrocknete Masse mit Theer, sowie au solchen Orten, wo der Boden stark der Nässe ausgesetzt ist, mit Oelfarbe gestrichen wer— den. Letztere kann dann mit Seifenwasser abge— waschen werden, ohne daß Feuchtigkeit eindringt. Mittel, den Salpeter in den Mauern zu vertilgen. Der Kalk wird von den Mauern, wo der Salpeter sich ansetzt, los gehauen uud von den Steinen nach Verhältniß 2 bis 3 Centimeter ausgespitzt. Hierauf wird Gips aufgetragen zu stehen kommen. Doch müssen die Kohlen Flasche. Vor dem Gebranch gießt man gleiche so dicht als möglich in den Gips kommen, um Theile der beiden Loͤsungen zusammen und be— keine großen Zwischeuräume zu lassen und streicht damit im Dunkelzimmer einen Bogen alles damit auszufüllen. Alsdann, wenn der Papier. Nachdem derselbe getrocknet, wird die Gips mit der Kohle verbunden und trocken ist, betreffende Zeichnung mit der Bildseite nach wird der Kalk aufgetragen, die Mauer mit oben darauf gelegt und im Copierrahmen dem der Richtscheite gerade gemacht und abgeputzt. Der Salpeter mag in der Mauer so stark sein als er will, so kommt er durch den Gebrauch der Kohle nie wieder zum Vorschein. Glyzerinzusatz für schnelltrocknende Farben. Die„Papier-Zeitung“ theilt mit, daß man Druckfarben auf Papier sehr rasch zum Trock— nen bringen kann, wenn das Papier mit einer wässerigen Lösung von Glyzerin angefeuchtet war. Aufschriften in großen und vollen Lettern sollen bei Anwendung dieser Maßregel in einer Viertelstunde trocknen, während der Trocken— prozeß bei, auf gewöhnliche Weise angefeuch— tetem Papiere, Stunden erfordert. Leichtes und billiges Lichtpausverfahren. In der Dunkelkammer löse man 1 Theil zitronensaures Eisenoxidammoniak in 6 Theilen destillirtem warmem Wasser in einer dunklen und in den Gips Holzkohlen gedrückt, die aber gespalten sein müssen, damit sie nicht zu hoch Tageslichte ausgesetzt. Im direkten Sonnen— lichte ist das Bild in 10 Minuten fertig, weiß auf blauem Grunde. Dasselbe wird alsdann im kalten Wasser gut ausgewaschen. Wer von Ratten geplagt wird, versuche einmal folgendes bewährtes Mittel: Mache aus Limburger Käse mit Phosphor ver— mischt, kleine Kuchen und lege dieselben als Lock— speise. Allem andern werden die Ratten den Käse vorziehen und daran ihr Henkermahl halten. Den nöthigen Phosphor kann man leicht an Streichhölzern abschaben. Eine große Schachtel genügt, um einer Legion Ratten den Garaus zu machen. Elfenbeinstücke lassen sich auf folgende Art zusammenkitten: Man mische starkes Leimwasser mit Eiweiß.— Oder man vermischt 1 Theil Eiweiß mit drei . auf und anderntheils rothes Blutlaugen— salz in denselben Verh Theilen Wasser und rührt so viel gebrannten ältnissen in einer anderen] Gips zu, daß es ein dünner Brei wird. Vergebung von Deckmaterial. Das Anliefern, Aufsetzen und Kleinschlagen von 25 ebm Basaltsteinen, veranschlagt zu 285 Mark, soll werden. Schriftliche Angebote sind 28. l. Mts, Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büxreau einzureichen, woselbst in Gegenwart der erschienenen Submittenten die Eröffnung der Angebote erfolgt. Vad⸗Nauheim den 20. August 1889. Großherzogliche Badedirektion Bad⸗Nauheim. Jäger. 302 Grum Freitag den 30. August d. beginnend, wird in der Mörs Dorheim das diesjährige Gr callschen, in den Gemarkungen heim liegenden Markwiese loosweise versteigert. Ober⸗Ros bach am 22. August 1889. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack. metgras⸗Versteigerung. 3102 Grummetgras⸗V Domanlalwiesen kommt zur Versteigerung: J., Vormittags 10 Uhr chel'schen Wirthschaft zu ummetgras von der fis⸗ Bauernheim und Ossen⸗ ersteigerung. Das diesjährige Grummetgras von eirea 71 ba 2922 Perl⸗Soutache und Seidenkordel-Besätze, Garnituren, Ornamente, Seiden bänder, Besatzknöpfe in Metall, Lava, Perlmutt, Steinnuß, schwarz und farbig, Hüte, Blumen, Federn, Brautkränze, Sämmtliche Besatz und Putz Artikel, Tapisserie⸗Waaren in Leinen und Stramin, Tülldecken und Schoner⸗ Moirée per Meter M. 1.80, Seidensammte u. Plüsche, Kinder⸗Hütchen, Mützen, Négligé⸗Häubchen, Verkauf gegen Baar zu Enarospreisen. . F. Aletter, Kaiserstraße 470, empfiehlt sein neuassortirtes Lager in sämmtlichen Mode- und Gebrauchs-Artikeln zu bekannt billigen Preisen. 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Mts., Vormittags 11 Uhr, soll die hlesige 2 5 0 0 auf weitere 6 Jahre im Rath hause verpachtet werden. Dorheim den 22. August 1889 Großherzogliche Bürgermeisterei Dorheim. 3099 Reuß Holzversteigerung. Donnerstag den 29. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll im hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Hässel, nachverzeichnetes Gehölze versteigert werden: 84 Raummeter Scheitholz(Elchenschälholz), 261,8 3 Knüppel 5 21060 Schäleichen⸗Wellen, 38 Raummeter Schä eichen-Spähne. Zahlungstermin: Weihnachten 1889. Ober Mörlen am 22. August 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Mörlen. 3103 Jeckel. Neue große Hellerlinsen, „ Grünekerne 2909 empfiehlt Georg Groß. Geschästs-Perlegung. Unser s äftslokal befindet sich jetzt im Hause des Herrn J. V. 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