Dienstag den 19. November. M137. 128 Oberhessischer Anzeiger. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag. Donnerstag und Samstag. br bewunsh Nloncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von i hresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Wei 0 80 Dird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch berurs U und Freitag Abend ausgegeben. ige gu Tae men auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Ja ehstz—— dene er mme 8 8K und 10 1 1 0 Deutsches Reich. Darmstadt. Dem bisherigen Präsidenten ne landwirthschaftlichen Vereins der Provinz U Herhessen, Freih. von Nordeck zur Rabenau in 10. Pedelhausen, wurde die goldene Medaille für 0 Val; ssenschaft, Kunst, Industrie und Landwirth— e 140 left verliehen. 8 5 ledes arben Berlin, 15. Nov. Das Kaiserpaar ist um erlage bei Ahr Abends auf der Wildparkstation einge— Amm. fen und wurde von der Prinzessin Friedrich , Grwetbesag un. pold erwartet. Die allerhöchsten Herrschaften fer. An Phaben sich sofort ins Neue Palais. 15. Nov. Der Reichstag setzte heute die zweite Be— swah Fung ves Etats des Reichsamts des Innern fort. n Amidt Elberfeld und Frohme traten für den Antrag i 0 Hambach, betr. die Beschränkung der Kinder- und Frauen— nderhüten, geit, 5 Minister v. Bötticher erklärt wiederholt, eine 1 lage über obligatorische gewerbliche Schiedsgerichte 0 Holler. de dem Reichstage demnächst zugehen. Die Kinder- sterricht eit erfolge jedoch meist auf dringende Bitten der — . ehe ern, entgegen den eigenen Wünschen der Unternehmer. Srbthorst wünscht unverzügliche Veröffentlichung der er d. J. ab wieder h. Ebeik⸗Enquete. Der Kaiser selbst habe den Arbeitern Schülern bei C. Heß, I. Wort verpfändet. Struckmann wünscht gesetzgebe— nz. abgegeben werd, Ie Maßnahme, um solche Arbeiter, welche böswillig Hochachtungsvoll ie Trunksuchts halber ihre Pflichten gegen ihre Familte L. Müller. Ie erfüllen, zwangsweise dazu anzuhalten; ebenso eine eßvorlage, welche die Kaufmannslehrlinge zum Besuche Minister von Bötttcher 255„ ahl* Fortbildungsschule zwinge. it in beiderlei Beztehung Gesetzvorlagen in Aussicht. e UAcialistengesetz beschloß, ihrer Vorberathung Naualhen n du bestehende Gesetz zu Grunde zu legen und n und Perlen zu sch em 10. e ster Fehloss. mit gegen Stimmen unverändert an. e 189 beantragte Fritzen den zweiten, vom I Jebote von Versammlungen handelnden Absatz i den e nach für Versammlungen anläßlich der Wahlen hlt zu n e In Reichstag, Landtag und zur Gemeindever— f thalten sollen. Minister v. Herrfurth sprach u gegen beide Auträge aus; Absatz 2 gehöre etzendon 5 5 0 s. Beide Anträge wurden gegen 9 Stimmen n und§ 9 unverändert mit 16 gegen 10 ichen iiden mit unwesentlichen, von Kulemann 1 geschlagenen Aenderungen, angenommen.— 1 0 Hosenträgern, fia— 14. Nov. Die Commission für das e hm fast ohne Debatte die Paragraphen 2 bis ren streichen. Träger beantragte eine Einschaltung, 5 ung die Landesgesetze unveränderte Geltung lie! 10 15 den nothwendigsten Waffen des ganzen Ge⸗ J Stimmen angenommen. Die§§ 10—25 Nov. In der Socalistengesetzcommission —— leilärte Minister Herrfurth den Antrag Kulemann Mae 0 Schaffung eines Reichsverwaltungsgerichts 19wocb, les oberste Beschwerdeinstanz für durchaus sym⸗ egenschne J Ibttisch, den auch der Bundesrath ins Auge 4 ißt habe. Bei der a be 125 N ch Regierungsvorschlag, betreffend die Bu eben der obersten Commission, unter hehnung des Antrages Kulemann mit 21 Stim⸗ h angenommen. Die Commission nahm ferner . 1 1 Antrag auf Oeffentlichkeit der Verhandlungen dale Bent er Beschwerde⸗Commission an, nachdem Herrfurth g seslärt hatte, wesentliche Bedenken dagegen seien at vorhanden. Desgleichen wurde der Antrag dieselbe bei 15,10 Knoten Geschwindigkeit den jetzigen schnelleren Schiffen nicht zu folgen ver— möge. Vom Centrum stimmten v. Franckenstein, v. Huene, und v. Hoensbrock dafür. — 15. Nov. Die Bankgesetz- Commission nahm unter Ablehnung des Antrags Mirbach den Artikel 1 der Vorlage au. Straßburg. Der Gemeinderath wählte den Beigeordneten Hochapfel zum Vertreter Straßburgs in den Landesausschuß. Hochapfel ist Altdeutscher und vor 1870 hierher einge— wandert. Nunmehr sitzen schon drei Altdeutsche im Landesausschusse. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pola, 16. Nov. Prinz Heinrich von Preußen besichtigte gestern das Seear— senal, das Kriegsschiff„Kronprinzessin Stephanie“ und das Artillerieschiff„Novara“, wo Exercitien der Mannschaften stattfanden. Abends war Prunk— tafel im Marinecasino. Prinz Heinrich und Erz— herzog Karl Stephan mit den anwesenden Gästen unternahmen heute Morgen einen Jagdausflug auf die Inseln in der Umgebung von Pola. Abends fand im Marine-Casino ein großes Concert mit Tanzunterhaltung statt, an welchem die Erzherzogin Maria Theresia, Prinz Heinrich, die Erzherzoge Leopold und Karl Stephan, alle Admirale und Stabs⸗Oberofficiere theilnahmen. Frankreich. Paris, 16. Nov. In der Deputirtenkammer wurde bei der Wahl des definitiyen Bureaus Floquet mit 383 von 400 Stimmen zum Präsidenten gewählt. Großbritannien. London. Dem„Newyork Herald“ zufolge wird von der Britisch-Ostafrika— nischen Gesellschaft eine Expedition ausgerüstet, um Stanley und Emin Pascha zu Hilfe zu kommen. Holland. Haag, 16. Nov. Gestern ist hier ein Abkommen mit Deutschland zum Schutz junger Mädchen gegen Verkuppelung unterzeichnet worden. Rumänien. Bukarest. Die„Agence Roumain“ meldet: Der König nahm die Demis— sion Catargiu's an und beauftragte den General Mano mit der Neubildung des Cabinets, welch letzterem dies auch gelang. Serbien. Belgrad, 15. Nov König Ale— xander besuchte gestern seine Mutter, womit deren Abreise widerlegt ist. König Milan verläßt in der kommenden Nacht mit dem Orient-Expreßzug Belgrad. Griechenland. Athen, 15. Nov. Die Kammer erledigte heute eine Interpellation bezüg— lich Kreta's und nahm mit 72 gegen 54 Stimmen ein Vertrauensvotum für die Regierung an. Amerika. Rio de Janeiro, 16. Nov. Hier ist eine revolutionäre Bewegung ausge— brochen, welche die Herstellung der Republik bezweckt und von der Armee unterstützt wird. Das Ministerium demissionirte. Marineminister Ladaris wurde von an der Empörung theil- nehmenden Soldaten schwer verwundet. Ein provisorisches Ministerium ist eingesetzt. Die Kammer wird aufgelöst und der Staatsrath abgeschafft. Die Bevölkerung hat bis jetzt an der Bewegung keinen Autheil genommen. Die Geschäftslokale und die Banken sind geschlossen. Der Kaiser wird in seinem Palais gefangen 5 7* 79„ af Gestattung eines Vertheidigers vor der Giimission angenommen. a 1— ale gebe 15. Nov. Budget⸗Commission. Bei 5 175 1 utung des Marine⸗Etats wurde bei dem Kabite b N affsbauten von zwei geforderten Avisos 1 I. z tel 20) abgelehnt; die übrigen ee n n Gi 1„ nilligt. Die Forderungen für die nere nne , aal 1(Tit. 21) wurde mit 21 gegen 7 Sti 875 Ten f 0 illigt, nachdem der Marineem eset rag %„ an fral Heusner ausgeführt hatte, ein i die„Hohenzollern“ sei unumgänglich, da 505 gehalten, und hat auf die Anzeige, daß er des! Thrones entsetzt sei, aber eine Dotation erhalten werde, erwiedert, er werde nur der Gewalt weichen. Aus Stadt und Land. W. Friedberg. Pfarrer Rasch von Dorheim, dem wir schon manchen genußreichen Abend im Volksbildungs— verein verdanken, hielt am Donnerstag der vorigen Woche einen Vortrag über„Paris und seine diesjährige Aus— stellung.“ Der Vortragende gab ein so lichtvolles, vor— urtheilsloses, von feiner Beobachtungsgabe zeugendes Bild von der großen Stadt, dem Leben und Treiben auf ihren Straßen, von merkwürdigen Gebäuden und Denk— mälern, insbesondere von den Kunstschätzen und der Aus— stellung, daß die Befriedigung der Hörer ebenso groß war wie der Wunsch, noch mehr und immer mehr zu hören. Reicher Beifall gab dies zu erkennen. s Friedberg. Anläßlich des Umstandes, daß bei den letzten Gemetderathswahlen im Kretise mehrfach Freibier ꝛc. gesetzt wurde, dürfte es nicht uninteressant sein, zu wissen, wie in Baden in diesem Falle entschieden wurde: „Freibier an die Wähler ist eine ungesetzliche, die Ungil— tigkeitserklärung der Wahl bewirkende Wahlbeeinflussung“ so hat das badische Verwaltungsgericht unter scharfer Mitzbilligung der dort häufig vorkommenden„Unsitte, aus Anlaß von Bürgermetster- oder Gemeinderaths-Wahlen unentgeltlich Getränke zu spenden“, in zwei Fällen bet Anfechtung einer Gemeinderathswahl und einer Bürger— meisterwahl erkannt. In den Erkenntnißgründen heißt es unter Anderem:„Der Gerichtshof muß betonen, daß, wenn das Gesetz den Gemeindebürgern das wichtige Recht der Selbsterwählung des Gemeindevorstandes ohne Vor— behalt einer späteren staatlichen Genehmigung eintäumt, es damit auch unterstellt und voraussetzen muß, daß das Wahlergebniß auf der freien ungefälschten Willensmeinung der mit sich hierüber ernst zu Rathe gegangenen Gemeinde⸗ bürgerschaft beruhe und nicht das Werk eines mit uner⸗ laubten Mitteln betriebenen Parteiwesens sei.“ b. Gießen. Mittwoch den 20. November, Nach— mittags 2 Uhr, wird im Kafe Balser zu Gießen eine Ver—⸗ sammlung von oberhessischen Genossenschaften abgehalten werden. Es soll eine Besprechung über das neue am 1. October in Kraft getretene Genossenschaftsgesetz und die den Genossenschaften durch dessen Bestimmungen er— wachsenden Aufgaben, sowie über Beitritt der Genossen— schaften zu den bestehenden Verbänden stattfinden. Volks— bank Direktor Bernhardt von Darmstadt, derzeit Direktor des Verbands der Erwerbs- und Wirthschaftsgenossen— schaften der Provinzen Starkenburg und Oberhessen, wird der Versammlung beiwohnen. Jedenfalls wird dite— selbe recht zahlreich durch Abgeordnete oberhessischer Ge— nossenschaften besucht werden. Mainz, 14. Nov. Der„M. Anz.“ berichtet: In dem Hause„Zum Stein“ wurde gestern Nachmittag die Latrinengrube entleert. Die Oeffnung zu dieser Grube befindet sich hinter der Hausthüre. Die Leute der Reinig— ungsanstalt hatten bereits mehrere Fässer aus der Grube entnommen und warteten auf das Ankommen weiterer Fässer, ließen aber den Schlauch in der Oeffnung zur Latrine hängen, welche nicht verschlossen war. Anstatt aber, wie sich dies gehört, eine Wache zu der Oeffnung zu stellen, blieb diese unbewacht. Unglücklicherweise sptelten die Kinder in dem Hause gerade Verstecken. Das Mädchen des Maurermeisters Koch lief hinter die Thüre und stürzte in die Grube und kam darin um. Allerlei. Wiesbaden, 15 Nov. Die Eisenbahn Wies baden— Schwalbach wurde heute eröffnet. Kronstadt(Siebenbürgen), 15. Nov. Der Kirch- tburm des Dorfes Olah Ujfaln ist eingestürzt. Sechs Personen sind getödtet, 4 schwer verletzt. Im Genossenschaftswesen treten, wie die D. Z. schreibt, in jüngster Zeit Erscheinungen zu Tage, welche zu Bedenken Anlaß geben. Die von Jahr zu Jahr steigende Zahl der den Bedürfnissen der Landbevölkecung dienenden Genossenschaften beweist, daß in immer weiteren Kreisen sich die Erkenntniß Bahn bricht, wie die wirthschaftliche Kraft der Einzelnen durch genossenschaftlichen Zusammenschluß gehoben wer— den kann. Das am 1. Oktober d. J. in Kraft getretene Reichsgesetz über die Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften unterstützt die ge— nossenschaftlichen Bestrebungen, indem es Vereinen, welche als Vorschuß- und Kreditvereine, als Roh⸗ stoffvereine, Absatzgenossenschaften, Kousumvereine u. drgl. die Förderung des Erwerbs, oder der Wirthschaft ihrer Mitglieder mittelst gemein— schaftlichen Geschäftsbetriebs bezwecken, eine ge— sicherte, die Theilnehmer wie die Gläubiger der Genossenschaft vor Verlusten möglichst schützende Rechtsstellung schafft. Die Voraussetzungen, von welchen das Gesetz die Erlangung dieser Rechts- stellung abhängig macht, können von allen auf gesunder Grundlage beruhenden und lebensfähigen Genossenschaften unschwer erfüllt werden. Gleich— wohl gehen manche Genossenschaften darauf aus, sich den Anforderungen des neuen Reichsgesetzes dadurch zu entziehen, daß sie sich in Aktienge sellschaften umwandeln oder nach erfolgter Auf⸗ lösung als uneingetragene Genossenschaften wieder— zuerstehen gedenken. Vor solchem Vorgehen kann nicht genug gewarnt werden. Will eine Genossen— schaft die Solidarhaft ausschließen oder be— schränken, so bietet sich ihr dafür der von dem neuen Reichsgesetz vorgezeichnete Weg der Um— wandlung in eine eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht oder mit unbeschränkter Nachschußpflicht. Die Form der Aktiengesellschaft ist hiefür nicht erforderlich und jedenfalls für ländliche Genossenschaften ungeeignet; denn die Beschaffung eines den Bestand des Unternehmens ausreichend sichernden Grundkapitals, sowie die Auswahl der zur Leitung einer Aktiengesellschaft geeigneten Personen bieten Schwierigkeiten, welche meist nur auf Kosten der Solidität des Unter— nehmens überwunden werden können. Unter allen Umständen haben die Gerichte um ihrer eigenen Verantwortlichkeit willen allen Grund, solchen Aktiengesellschaften gegenüber mit ganz besonderer Sorgfalt die Erfüllung der nicht gerade einfachen Erfordernisse, welche das Aktien— gesetz vom 18. Juli 1884 bei Gründung und Anmeldung der Gesellschaft aufstellt, zu über— wachen. Aber auch diejenigen, welche solche Aktiengesellschaften zu gründen oder bei denselben als Mitglieder des Vorstandes oder des Auf— sichtsraths thätig zu werden geneigt sind, sollten bedenken, ob sie gesetzes- und geschäftskundig genug sind, um den Anforderungen eutsprechen zu können, deren Verletzungen zu Bestrafungen und Schadenersatzverbindlichkeiten führen kann. Nicht zu übersehen ist außerdem, daß Aktienge— sellschaften mit bankmäßigem Geldverkehr einer nicht unbeträchtlichen Gewerbesteuer und daneben der Einkommensteuer unterliegen, während einer auf den Geschäftsverkehr mit ihren Mitgliedern beschränkten eingetragenen Genossenschaft derartige Ausgaben erspart bleiben. Die gesetzlichen Be— stimmungen über den Mindestbetrag der Aktien müssen mit dazu beitragen, daß die Zahl der Aktionäre einer zur Kreditgewährung auf dem Lande errichteten Aktiengesellschaft erheblich ge— ringer ist, als die Zahl der Kreditbedürftigen. Die unausbleibliche Folge hiervon wird sein, daß die Gesellschaft im Interesse der Aktionäre zur Erzielung möglichst hoher Dividenden ver— waltet und hierdurch eine Erhöhung des Zins— fußes herbeigeführt wird, welche den Zwecken genossenschaftlicher Kreditgewährung durchaus widerspricht. Die Umwandlung in eine Aktien— gesellschaft oder die Lossagung von der Form der eingetragenen Genossenschaft kann auch nicht durch die Absicht gerechtfertigt werden, den Ge— schäftsbetrieb der Kreditgenossenschaften auf Nicht— mitglieder auszudehnen. Schon unter der Herr⸗ schaft des früheren Genossenschaftsgesetzes hatten die meisten Kreditgenossenschaften Darlehnsge— währung an Nichtmitglieder durch ihr Statut ausgeschlossen, von der zutreffenden Erwägung geleitet, daß nicht die Erzielung hoher Dwidenden, sondern ein leicht übersehbarer, völlige Sicher— heit bietender Geschäftsbetrieb und die sich hier— durch ermöglichende Beschaffung billigen Kredits für die Genossen anzustreben seien, was alles dann am sichersten erreicht werde, wenn die schrift erhebt, was seither schon Grundsatz gerade der solidesten Genossenschaft war, trägt es nur dem Wesen der genossenschaftlichen Selbsthilfe [Rechnung, welches in der Förderung des Erwerbs und der Wirthschaft der Genossen, nicht in der Erzielung von Geldgewinn besteht. Uebrigens muß bei der Auslegung der die Darlehensge— währung an Nichtmitglieder verbietenden Gesetzes— bestimmung beachtet werden, daß damit nur die Einfügung der gewerbmäßigen Gewährung von Darlehen im eigentlichen Sinne an Nichtmit— glieder in die Zwecke des genossenschaftlichen Unternehmens untersagt sein soll; deshalb wird z. B. der Ankauf von Güterkaufschillingen nicht unter das Verbot fallen; auch sind Dahrlehns gewährungen, welche nur die Anlegung von Geldbeständen bezwecken, nach ausdrücklicher Vor— schrift des Gesetzes gestattet. Ohne Zweifel stehen die Vortheile, welche eine Genossenschaft von der Nichtunterordnung unter das Genossenschaftsgesetz erwarten mag, in keinem Verhältniß zu den Gefahren, welche den Mitgliedern wie den Gläubigern einer nicht eingetragenen Genossenschaft drohen. Denn die Stellung solcher nicht eingetragener, von Manchen „wilde Genossenschaften“ genannter Genossen— schaften bleibt nach Innen wie nach Außen trotz des sorgfältigsten Statuts, an dem es ihnen aber überdies oft genug auch fehlt, eine rechtlich zweifelhafte und unsichere. Während für die eingetragene Genossenschaft der Grundsatz gilt: „Die eingetragene Genossenschaft als solche hat selbststaͤndig ihre Rechte und Pflichten; sie kann Eigenthum und andere dingliche Rechte an Grund— stücken erwerben, vor Gericht klagen und ver— klagt werden“ schwebt eine nicht eingetragene Genossenschaft stets in der Gefahr, ihre Rechts— und Prozeßfähigkeit bestritten und die Haftbarkeit ihrer Mitglieder für die Gesellschaftsschulden entweder zum Nachtheil der Genossen zu streng oder zum Nachtheil der Gesellschaftsgläubiger und zum Verderb des Credits der Genossen— schaft zu wenig streng beurtheilt zu sehen. Endlich sollte sich eine eingetragene Genossenschaft, welche auf dem Wege der Auflösung den Anforderungen des neuen Gesetzes zu entgehen strebt, darüber nicht täuschen, daß auch bei diesem Vorgang die Vorschriften des neuen Gesetzes genau befolgt werden müssen, daß insbesondere die öffentliche Aufforderung der Gläubiger, sich bei der Ge— nossenschaft zu melden, nicht unterbleiben darf und daß die Gerichte die Pflicht haben, die für das Liquidationsverfahren erforderlichen An— meldungen nöthigenfalls durch Ordnungsstrafen herbeizuführen. Ueber Geduld. Geduld ist besser als Weisheit; eine Unze Geduld gilt so viel als ein Pfund Verstand. Alle Menschen loben die Geduld, aber sehr wenige üben sie aus; es ist eine Medizin, welche für alle Krankheiten gut ist, deshalb lobt sie jedes alte Weib, aber nicht in jedem Garten wachsen die Kräuter, aus denen sie bereitet wird. Wenn Fleisch und Gebein voller Achs und Wehs sind, so ist es ebenso natürlich für uns, zu murren und zu klagen, als für ein Pferd, den Kopf zu schütteln, wenn es von den Fliegen geplagt wird. Die Junger eines geduldigen Heilands sollten auch selber geduldig sein. Beiße auf die Lippen und ertrage es, ist der altmodische Rath; aber öffne die Lippen zum Dank und ertrage es, ist noch viel besser. Ungeduldige Menschen begießen ihr Elend mit Fleiß und hacken ihren Trost ab; Leiden sind Gäste, die ungeladen kommen, aber klagende Gemüther lassen sie sich mit einem Fracht— wagen vors Haus fahren. Viele Leute werden weinend geboren, leben klagend und sterben ge— täuscht; sie halten jedes andern Menschen Bürde für leicht und ihre eignen Federn für so schwer wie Blei; sie werden immer schlecht behandelt nach ihrer Meinung; der Schnee fällt am dich— — testen vor ihrer Thür und der Hagel schlägt am Kreditnehmer als Mitglieder der Genossenschaft lautesten an ihre Fenster; und doch, wenn die an deren Gedeihen unmittelbar betheiligt seien. Indem das neue Gesetz zur gesetzlichen Vor— Wahrheit an den Tag käme, so würde es sich zeigen, daß es ihnen mehr in ihrer Einbildung als 1 4 1 15 14 in Wirklichkeit so traurig geht. Ein klei 10 f, Stück von dem Kräutlein Zufriedenheit in. been n dünnste Suppe gethan— und sie schmeckt 11 04 ö herrlich wie die Schildkrötensuppe auf des Möngßz l, Tafel. Arm sein ist nicht immer angenehm, ag wol 0 es gibt noch Schlimmeres in der Welt als de 0 075 Enge Schuhe drücken leicht, aber nicht, wag Wa man einen kleinen Fuß hat; wenn wir nur 70 12 ringe Mittel haben, so ist es sehr vorheilhesß 1 0 907 wenn wir auch nur geringe Ansprüche mache. Armuth ist keine Schande, aber eine Schande f 0 If. es, mit derselben unzufrieden zu sein. Bei einig Dingen sind die Armen besser daran wie die Reich Finn! denn wenn ein Armer sich Speise für seinen Hung 0 zu suchen hat, so ist es wahrscheinlicher, daß erz e seinem Ziele gelangen wird, als der Reiche, 50 2303 sich Hunger sucht für seine Speise. Schmz 26 8640 Arbeit bringt Gesundheit, und eine Unze 5 400 sundheit ist so viel werth wie ein Sack un 25 50 Diamanten. Nicht wieviel wir haben, sondeg 7 1 9 wieviel wir genießen, ist es, worin unser Gi 50 27499 besteht. Ein Gericht Kraut mit Liebe ist bit 26 ble als ein gemästeter Ochse mit Haß. Ein wei en 110 Holz genügt, meinem kleinen Ofen zu heit 2 00 warum soll ich denn darüber murren, daß e n 086 nicht alle Wälder besitze? Wenn Leiden kommt ue, Ser so nützt es nichts, Gott Trotz zu bieten duß f 8 harte Gedanken über seine Vorsehung. 9 85 Bäume biegen sich im Winde, und so mie 1 al ft wir's auch machen. Jedesmal, wenn das Sag blökt, verliert es einen Mund voll Futter, c jedesmals, wenn wir klagen, entgeht uns Segen. Murren ist ein schlechtes Geschaͤft aa bringt nichts ein, aber die Geduld hat eine a dene Hand. „Wenn der Wind auch noch so heftig we, Er schließlich wieder niedergeht.“ Wird eine Thür zugeschlossen, so wird Ga eine andere dafür aufthun; gerathen die Erh nicht, so können dafür die Bohnen gerathen; alt Dinge haben eine Lichtseite so gut wie Schattenseite, und der treue Gott ist auf allm Seiten. Freunde, laßt uns unsere Zuflaß nehmen zu Geduld und Wassersuppe, wie Alten sagten, und nicht statt dessen ins Klage fieber verfallen und auch andere mit derselllg Krankheit anstecken, indem wir Gottes Wege! gottloser Weise meistern. Das beste Heilmin im Leiden besteht in der Ergebung in Gol Willen. Das Muß ist eine harte Nuß, aber hat einen süßen Kern.„Denen, die Gott 7 müssen alle Dinge zum besten dienen.“ N. Natur können uns Leiden ebensowenig gefallch wie sich eine Maus in eine Katze verlieben 7 durch Gnade kam aber Paulus dahin, sich auß der Trübsal zu rühmen. Wir müssen nun aß mal auf der Kreuz- und Thränenstraße zur Hen lichkeit eingehen, und da uns nicht verhesf worden ist, daß wir in einem Daunenbest Himmel gefahren werden sollen, so müssen 14 uns nicht wundern, wenn wir den Weg i finden, wie ihn unsere Väter vor uns gefunn haben. Ende gut, alles gut! Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Nov. Buttermarkt. Butter kei per Pfund M. 0 901.10 Eier 1 St. 9 Pf., 2 St.* Butzbach, 16. Nov. Wochenmarkt. Butter U per Pfund 1.00—1.05 M., Käse per Pfund 45— 46 U Eier 1 St. 7 Pf. Gießen, 16. Nov. Auf dem heutigen Wochenge kostete: Butter per Pfund M. 100— 1.15, Eler 1* bis 8 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben per 1. M. 0.40— 0.55, Hühner per St. M. 0.85— 1.00, Ha 4 per St. M. 0.50— 0.60, Enten per St. M. 1.40—c4 Gänse per Pfd. M. 0.48 0.60, Ochsenfleisch per 1 66— 72 Pf., Kub⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf. 5077 fleisch 60 70 Pf., Hammelfleisch 50— 66 Pf. fleisch 56— 60 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo 1 bis 4.0), Zwiebeln per Etr. M. 7.00 8.00 Welß per. St. 4-8 Pf. Frankfurt, 15. Nov. Engros⸗Markt. Heu 1 Kilo M. 4 60 6.40, Stroh pro 100 Kilo M. 5.00% Butter 50 Kilo M. 100 103, Weißkraut 00 St. 7 2.50. Wirsing 810 Pf. Rothkraut 15—20 Pf. mein 100 Kilo M. 16— 22, do. geschälte M. 25—30,„ M. 24—52, Kartoffeln per Malter M. 2— 2.50, Zwie 1 Ctr. M. 8—9, Endivien 100 Stück M. 68, (raff) 50 Kilo M. 32. 4 Ne 16 Nov. Wochenmarkt. Erbsen 17 per Pfd. 14—18 Pf., do. geschälte 16— 20 Uf 15—25 Pf., weiße Vohnen 16— 20 Pf., gelbe Karaffe — salfällt der — der ber Olenstag de Aliwoch de Otoße! Donnerstag zutag den Samstag d. von der Lebst Vers Frestag kerden in Matlenschlo 00 Stück owe elne bat Zahl Narter 1115 1 Der S däkragene dal duch! 889 das! folgende A J. Der von werbe mittel 2. die v macht eztic hier die 9 nosser Die! nende unter Gintra Bade Groß — d geht.. wenge N — 9 050 Wenn Leden kn f 1 Ju bietg eine Vorschug, J Winde, 1 0 5 mal, wenn dat Mund voll Full, agen, entgeht u schlechtes Gechis ie Geduld hat u h noch so heslg u liedergeht.“ eschlossen, so unde in; gerathen die Bohnen gerache seite so gut u! reue Gott ist all Auf alle übrigen in den am 1. August 1889 gezogenen Serlen enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern Oewinn⸗Ziehung vom 1. November 1889. Heimzahluug Ser. Ser. Ser. Nr. 2, Ser. 4916 Nr. 5, Ser. 7069 Nr. 20, Ser. 7177 Nr. 12, Ser. 9451 Nr. 20, Ser. 11034 Nr. 16, Ser. 11303 Versteigerungs-Anzeige. uns unsere Ba Wassersuppe, statt dessen ius! h andere mit da m wit Gottes B Das beste hae r Ergebung iu eine harte Nuß Denen, die 00 0 4 besten dienen“ en ebensowens 1 ne Katt bell N Paulus dab, f Wit müssn e Thränensttaßt f Marienschloß abgängige Inventarstücke, hierunter ungefähr 65 Stück Bett⸗Teppiche, 22 Stück Gewehre(Vorderlader), 4405 dahin 1895 auf 6 Jahre öffent J) Flur 23 Nr. Gescheid 14— 16 Pf., rothe Kartoffeln per Ge bis 14 Pf., Mäuschenkartoffeln 5 Gesche 0 Butter per Pfd. M. 1.00— 1.0, Eier das Stück 6 bis 7 Pf., Blumenkohl 30—80 Pf., Kopfsalat 6—10 Pf. Sellerieköpfe 5— 15 Pf., Romainsalat per Stück 10 bis 20 Pf., Zwiebeln 25 Pf., per Centner M. 7.—8. Carotten das Päckchen 8— 10 Pf., Kohlraben das Stück 9—5 Pf., gelbe Rüben die Portion 12— 20 Pf., rothe Rüben 15— 20 Pf., Rettig das Stück 4—8 Pf., Weiß⸗ kraut das Stück 8—15 Pf., Rothkraut 12—25 Pf. Wirsing 12—15 Pf., Endivtensalat 5— 10 Pf., Schwark 15 7 1 8 9 5 Kastantlen per Pfund 10 „ italienische 14— 18 Pf., franz. ü 518 50 Pf. f., franz. Sellerie 40 Verloosung. Finnländische 10 Thlr⸗Loose von 1868. am 1. Februar 1890. Ser. 6400 Nr. 4 à 10,0 5 Ser. 3746 Nr. 8 à 1500 Thlr., Ser. 1015 Nes 5 Ser. 2353 Nr. 14, Ser. 3089 Nr. 16, Ser. 585 Nr. 8 Ser. 5845 Nr. 5, Ser. 5847 Nr. 15, Ser. 6282 Nr. 1, Ser. 7069 Nr. 2, Ser. 7337 Nr. 1, Ser 7913 Nr. 7 Ser. 8062 Nr. 19, Ser. 8512 Nr. 10, Ser. 9304 Nr. 14, Ser. 10667 Nr. 10, Ser. 11738 Nr. 15 à 200 Thaler. 801 Nr. 19, Ser. 1104 Nr. 1, Ser. 2192 Nr. 2, 2749 Nr. 6, Ser. 3773 Nr. 13, Ser. 6355 Nr. 7, 6488 Nr. 9, Ser. 6710 Nr. 8, Ser. 7454 Nr. 11, 9243 Nr. 18, Ser. 9451 Nr. 1, Ser. 10603 Nr. 8, 10762 Nr. 19, Ser. 11772 Nr. 9, à 150 Thaler. Ser. 801 Nr. 3, Ser. 1006 Nr. 4, Ser. 1397 Nr. 17, Ser. 1436 Nr. 17, Ser. 2290 Nr. 10 18, Ser. 2708 Nr. 2, Ser. 2832 Nr. 8, Ser. 4336 Nr. 16, Ser. 4639 Ser. Ser. Nr. 11, Ser. 11564 Nr. 3, Ser. 11619 Nr. 20 à 100 Thlr. entfällt der geringste Gewinn von je 12 Thlr. Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 19.: Mignon. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 20.: Die Puppenfee. Vorher: Fledermaus. Große Preise. Außer Abonn. Donnerstag den 21.: Tannhäuser. Gewöhnliche Preise. Freitag den 22.: Geschlossen. Samstag den 23.: Gastspiel des Frl. Rafaela Passini von der Königl. Oper in Berlin. Die Regiments— tochter. Marie: Frl. Passini. Hierauf: Die Puppen— 8 fee. Große Preise. Sonntag den 24.: Robert der Teufel. Schauspielhaus. Dienstag den 19.: Die wilde Jagd. Mittwoch den 21.: Fortuna. Gewöhnliche Preise. Donnerstag den 21. Geschlossen. Freitag den 22.: Neu einstudirt: König Heinrich IV. Gewöhnliche Preise. Große Preise. Gew. Preise. Hierauf: Mamas Augen. Samstag den 23.: Viel Lärm um Nichts. Gew. Preise. Sonntag den 24.: Nachmittags 3½ Uhr. Neu⸗-Frank furt. Kleine Preise. Abends 7 Uhr. Die wilde Jagd. Gewöhnliche Preise. zusendenden Vereinscolpoteure schon vorbereiteten Boden finden, und so dem schlechten Colportagewesen erfolg- reich begegnet werden kann, es gilt vor allem auch, dem Verein bedeutende Mittel zur Verfügung zu stellen, um den Kampf gegen das Schlechte mit aller Kraft unter⸗ nehmen und siegreich durchführen zu können. Die hiesige Loge Ludwig zu drei Sternen, sowie eine Anzahl biesiger Bürger sind dem Verein bereits beigetreten. Der Jahres- beitrag beträgt für einzelne Personen 3 Mark, für Cor— porattonen 10 Mark. Eine Liste zur Einzeichnung als Mitglied des Vereins ist in der Buchhandlung von Carl Bindernagel aufgelegt. Hoffen wir, daß die Bewohner von Stadt und Umgegend diesem echt patriottschen Unternehmen eine recht rege Theilnahme entgegenbringen. ... d. Friedberg. Es ist eine ebenso bekannte als traurige Thatsache, daß im Laufe der letzten Jahrzehnte der Vertrieb geringwerthigen, ja geradezu schlechten, sittenverderbenden Lesestoffes durch Colporteure in den breiten Schichten des Volkes in dem Maße zugenommen hat, daß ernstliche Gefahr für die geistige Gesundheit unseres Volkes zu befürchten steht. Getragen von diesem Gedanken sind seit einer Reihe von Jahren verschiedene Vereini— gungen—(die Logen, Volksbildungsvereine zꝛc. ꝛc.)— der Frage näher getreten, wie diesem Uebelstande zweck— entsprechend abgeholfen werden könne. Als erstes Ergeb— niß dieser Untersuchungen haben wir eine Vereinigung zu begrüßen, die im Laufe des letzten Jahres in Gotha unter dem Protektorate des Großherzogs von Sachsen⸗ Weimar ins Leben gerufen wurde. Es ist dies der Verein für Massenverbreitung guter Schriften. Nach§ 1 der Statuten ist Zweck des Vereins, dem deutschen Volke, namentlich dessen ärmeren Schichten, guten und wohlfeilen Lesestoff sowohl unterhaltender als be- lehrender Art zuzuführen und dadurch auf die sittliche und geistige Hebung des Volkes hinzuwirken. Der Verein bleibt allen Parteibestrebungen fern. Diesen Zweck sucht der Verein durch Vervielfältigung und Herausgabe geeig— neter Schriften in großen Auflagen, Verbreitung der— selben durch vom Verein angestellte Colpoteure zu äußerst billigem Preise— 5 bis 10 Pf. das Heft— zu erreichen. Vornehmlich sind bis setzt die Schriften von Alexis, Anzen⸗ gruber, Auerbach, Ganghofer, Hauff. Hebel, Holtei, Horn, Pestalozzi, Rosegger, Wildermuth, Zschokke, Seott, Dickens, Bret Harte und geistesverwander Erzähler für das Volk ins Auge gefaßt. Um seinen Zweck zu erreichen, bedarf der Verein der Unterstützung aller derer, die es mit der geistigen Gesundheit unseres Volkes wohlmeinen. Denn es gilt nicht nur dafür zu sorgen, daß die demnächst aus— Säemaschinen Probe. In der Nähe von Groß— Umstadt fanden zwei Versuche mit der neuen Säemaschine „Berolina“ statt, der letztere unter Anwesenheit der landw. Schule. Beim ersten Versuch wurde ein ungebrochener, muldenförmiger Kleeacker gedrillt, welcher in der Mulde ganz naß und voller Kleewurzeln war. Alle Anwesend en waren einig darüber, daß keine andere Säemaschine diese Hindernisse überwunden hätte, denn der Welzen kam sehr schön unter. Der zweite Versuch fand in der Ebene in kloßigem Boden statt, wie er eben am 14. November nur sein kann und befriedigte in gleichem Maße. Ohne Zweifel gehört der„Berolina“ Säemaschine die Zukunft, Velour und Kammgarne für Herren- und Knaben Kleider, reine Wolle und nadelfertig, ca. 140 em breit à Mark 3.45 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin Fabrik-Depot Oettinger und Co., Frankfurt a. M. Muster unserer reichhaltigen Colleetionen bereltwilligst franco. 3612 Geld- Cours. Frankfurt am 16. November 1889. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke 16. 19 do. n/ 16. 1 9 d Dollars in Gold. 4. 19 4. 16 Ducaten. 0—.— 9. 65 „ al marco 9. 68 9. 63 Englische Sovereigns 20. 35 20. 30 Russische Imperiales. Freitag den 22. November l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Großberzoglichen Landeszuchthaus zu sowie eine Parthie altes Eisen und Lumpen gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert. Marienschloß den 11. November 1889. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direetton. Bornemann. Bekanntmachung. Der Spar- und Vorschußverein Bad Nauheim, ein getragene Genossenschaft, mit unbeschränkter Haftpflicht, hat durch Beschluß der Generalversammlung vom 17. Oet. 1889 das bisherige Statut durch ein neues ersetzt, welches folgende Abänderungen enthält: 1. Der Verein bezweckt den gemeinschaftlichen Betrieb von Bankgeschäften behufs werbe und Wirthschaft der mittel mit dem Sitze zu Bad Nauheim; die von der Genossenschaft ausgehenden Bekannt⸗ Beschaffung der im Ge⸗ Mitglieder nöthigen Geld⸗ Fasel⸗Eber-Versteigerung. Ein der Gemeinde gehörender Eber soll Mittwoch den 20. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rath⸗ hause öffentlich versteigert werden. Ockstadt den 18. November 1889. Großherzogliche Bürgermeisterel Ockstadt. 4148 Ewald. Zwelschenlatwerg und Syrup, sogs gehn Landbutter Fr. Wagner. 4112 billigst bei W Winterschuhe& Stiefel empfiehlt in grüßter Auswahl und bekannt guten Quali⸗ täten zu außerordentlich billigen Preisen. 1 4085 Heinrien Diehl, Usagasse. Holzschuhe machungen und Erlass: erfolgen unter deren Firma, gezeichnet von zwei Vorstandsm hier erscheinenden„Wetterauer Anzeiger“; die Willenserklärung und nossenschaft erfolgt durch zwei f Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die nenden zu der Firma der Genossen unterschrift beifügen. Eintrag zum Genossen Bad Nauheim den 15. N Groß herzogliches n Bad⸗Nau Vorstandsmitglieder. Zeich⸗ schaftsregister ist erfolgt. ovember 1889. heim. auer. Schütz. 3 4145 Bekanntmachung. Betreffend: Geländeverpachtung der Stadt Bad Nauheim. Die nachstehend verzelchneten geme ücke werden für die Zeit vom 1. 4 188 f 1 lich mei Januar 1890 bis 3 Ssaal v tet und zwa haussaal verpach dg 1 Uhr, zum 15 Montag den 18. d. Mes., Abe erstenmal, itenmal u. Mittwoch„* 20. 7„**** 22 Samstag„ 23.„„ 6 letztenmal. f Beschreibung der Grundstücke: Meter Acker auf dem 5 ide) in zwei gleichen Theilen, 405 00 0 Acker auf dem — 4 Meter 365 404 UW Siebel. ovember 1889. d⸗ Nauheim. 33 2 7716 Borlen(die B 2) Flur 15 Nr. Bad Nauheim d Großherzogliche en 14. N l Bürgermeisterei Ba Wörner. itgliedern in dem und Filzstiefel in großer Zeichnung für die Ge. schaft ihre Namens- inhettlichen Grund⸗ stbietend im Rath⸗ Auswahl bei 3835 Louis Waas. r Stellensuchende jeden Berufs placirt schnell Reuter's Bureau in Dresden, Max⸗ 0 straße 6. 3571 PAE 4107 Mey's Stoff kragen und Manschetten zu Originalpreisen bet Fritz Schmidt. hure Schreibsekretäre und Spiegelschränke 3749 bei G. M. Reuss. Reise-, Wasch- und Handkörbe 4079 billigst bei Carl Damm, Lsagasse. Berolina-Säemaschine, deutsches Reichspatent, neueste und beste aller bekannten Säemaschinen. Nur zu beziehen von Moritz Weil jun. in Fraukfurt a. M. 200 Stück in einer Saison fabrtzirt. 3036 Pelzwaaren in allen Neuheiten empfiehlt C. Kalbfleisch, 3884 Kürschner. Frischer Kabliau, Schellsische, Labberdan 4150 bei Vilhelm Fertsch. Meine Wohnung im 2. Stock ist für Mitte Februar anderweitig zu vermiethen. 4158 Kaiserstraße 105. J. He. 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J., Vormitta Baumschule gegen Baarzahlung zur Versteigerung: 1. eirea 6000-8000 St 2. 7 Büdingen am 5. November 1889. 1000-2000„ gs 10 Uhr anfangend, kommen in der obengenannten ück Aepfel-⸗Hochstämme, Birnen ⸗ 5 Im Auftrag des bevollmächtigten Obergärtners Herrn Wolter: 4136 Heutzenröder, Gerichtsvollzieher bei Großh. Amtsgericht Büdingen. Ob Obstbäume. Kataloge umsonst. 5 Hochstämme und Zwergbäume, bedeutende Vorräthe. stbaumschulen von Karl Umber in Laubenheim bei Mainz. Tokayer, Sherry, Malaga, Cognac, Arac, Rum, la Medicinal-Leberthran, Cacognia von Moser& van Houten, Eichelcacao, Malzextract, Kindernahrung, Aechte Sodener und Emser Pastillen, Isländisch-Moos-Pasta, ö Stollwerck's, Moser's& Wucher's Brustbonbons, Hühneraugentinctur, Warzenmittel, Summtliche Mineralwässer in stets frischer Füllung. Hosapotheke zum Mohren. W. Georgi. 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Ausserordentliche Generalversammlung. Sämmtliche verehrlichen Mitglieder des Mathilden⸗ stifts werden hiermit auf Samsiag den 23. November auf hiesiges Rathhaus und zwar vorerst die Vertreter der Gemeinden auf Vormittags 9 Uhr und die übrigen Mitglieder auf 10 Uhr zu einer außerordentlichen Gene⸗ ralversammlung ergebenst eingeladen. Auf der Tagesordnung stebt: 1. Die Festsetzung des Zinsfußes von 1890 an, 2. die Erwerbung eines eigenen Hauses für Mathildenstift. Sollte einer der Herren Bürgermeister am Erxscheinen verhindert sein, so wird er gebeten, sich durch seinen Beigeordneten, oder in dessen Verbinderung durch ein Gemeinderaths mitglied vertreten zu lassen. Vilbel am 9. November 1889. Der Director des Mathildenstifts.: 4082 J. C. Guth. 3 Geräucherte Schellsische, Kieler Bücklinge 4159 empfiehlt J. A. Windecker. Garnirte und ungarnirte Damen und stinderhüte bei 3736 J. seeim. Mehrere Hebrau Träher hat abzugeben 4143 Brauerei stürschner. 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