4 ahlen vor, auge, pübah den ber 888% 1889. Dienstag den 19. Februar. M22. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige 1 8 5 15 Pf., die f 5 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. ng drop ertreter. lenke, Hard; 1 Chr. Shift, ö 1 tur. mas. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Benutzung von Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken auf der Landesuniversität. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, in deren Gemeinden Todesfälle solcher Personen vorgekommen sind, deren Leichen nach unserm Amtsblatt, Nr. 11 vom 3. Juli 1877 an die Anatomie zu Gießen abzuliefern sind(vgl. auch Küchler's Handbuch, Band II., Seite 591), wollen inner⸗ halb 3 Tagen berichten, ob die Ablieferung geschehen bezw. aus welchen Gründen sie unterblieben ist. Ersternfalls ist Name, Stand, Alter, Geschlecht, Wohnort, Zeit und Ort des Todes bezw. der Auffindung, sowie Zeit der Ablieferung an die Anatomie anzugeben. Friedberg am 15. Februar 1889. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: Franz Adolph Stütz von Stammheim als Wasenmeister. Deutsches Reich. Berlin, 16. Febr. Der Kaiser hat heute J. IId nonndon N — — Th. Kranz, heim: Carl In helden; S. Orten⸗ in Mieder⸗ ger J. aher. all. verkaufen b n um sänl ikaufzpuise, 2trauß Anbei Abe . 2.50, 1 . marke: Iregi die marokkanische Gesandtschaft in feierlicher Ab— schiedsaudienz empfangen. Der„Reichs-Anzeiger“ publicirt das Uebereinkommen, betreffend die gegenseitige Anerkennung der von den Gymnasien, Realgym— nasien und Realschulen erster Ordnung ausge— stellten Reifezeugnisse, welches nunmehr die Zu— stimmung der sämmtlichen deutschen Bundes— erungen gefunden hat. — Hauptmann Wißmann ist gestern nach Ostafrika abgereist. Ausland. ——— J ö terhaus fand die Berathung der Wehrvorlage statt. Der Antrag Szederkenyi's, die Vorlage von der Tagesordnung abzusetzen, bis die Regierung für die Aufhebung der militärischen und polizeilichen Maß— nahmen Garantien geboten habe werde, wurde abgelehnt. In der Speciaberathung wurde die Vorlage unter Ablehnung aller Amendements bis§ 8 angenommen. Am Abend sammelte sich wieder eine Menge von etwa 400 Personen an, worunter jedoch heute nur wenige Studirende, bog nach dem Club der Unabhängigkeitspartei umd leistete der berittenen Polizei, die zum Aus— einandergehen aufforderte, Widerstand. Letztere Hieb mit Stöcken ein und zerstreute die Tumul⸗ tuanten. Zahlreiche Verhaftungen wurden vor⸗ Oesterreich-Ungarn. Pest, 14. Febr. Im Un⸗ Kundgebung, da die Veranstalter und mehrere Reichstagsabgeordnete sich solidarisch für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung ver— bürgten. Der Umzug dauert von 4 bis 6 Uhr. Nach Ablauf dieser Frist werden die Veranstal— ter selbst das Volk zum Auseinandergehen auf— fordern. Frankreich. Paris, 14. Febr. In der Deputirtenkammer beantragte Mackau(Rechte) die Vertagung der Berathung der Revisions— vorlage, damit die Regierung eine Vorlage wegen Auflösung der Kammer vorbereiten könne. Floquet spricht sich gegen die Vertagung aus und erklärt, die Regierung denke durchaus nicht fan eine-Auflösung der Kammer. Die Vertagung wird darauf mit 375 gegen 173 Stimmen ver⸗ worfen. Boulanger wohnte der Sitzung bei; der Prinz von Wales befand sich in der Diplo— matenloge. Nach Ablehnung des Antrages der Rechten auf Vertagung der Revision, wurde ein erneuter Antrag des Abg. Douville auf Ver tagung mit 307 gegen 218 Stimmen ange⸗ nommen. Floquet gab in Folge des Beschlusses seine Entlassung. Italien. Rom. Der Papst soll, dem „Berl. Tagebl.“ zufolge, wiederholt den sehn— lichsten Wunsch ausgesprochen haben, den Jesuiten— orden und dessen Erziehungsanstalten in Deutsch— land wiederhergestellt zu sehen. Aus Berlin soll indessen im Vatikan eine direkt abweisende Ant— ist die Lage daselbst unverändert. Seit den letzten Berichten hat kein neuer Kampf stattge— funden. Tamasese und Mataafa hielten sich in den von ihnen befestigten Orten auf. Der eng— lische Consul wies die englischen Unterthanen an, den Eingeborenen keine Waffen zu liefern und stricte Neutralität zu beobachten. Das eng— lische Kriegsschiff„Caliope“ löste den„Royalist“ ab. Die deutschen und die amerikanischen Schiffe befinden sich noch in den Gewässern von Samoa. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg, 17. Februar. Da in Folge der heu⸗ tigen kirchlichen Ankündigung, bei dereg Abfassung wahr⸗ scheinlich nicht an die für denselben Abend und zu der⸗ selben Stunde angesetzte Monatsversammlung des Evang. Vereins“ gedacht worden ist, eine Collision dieser Sitzung mit der Zusammenkunft in der Burgkirche, behufs Ein⸗ übung der neuen Choral Melodien, entstehen würde, so hat der Vorstand des„Evang. Vereins“ die bereits ab⸗ geschickte Annonce zurückgezogen und bittet die verehr⸗ lichen Vereinsmitglieder, die genannte Zusammenkunft in der Burgkirche als Ersatz für den ausfallenden Vereins- abend anzusehen. k. Friedberg. Die Mitglieder der evangellschen Gemeinde werden auf den unter den kirchlichen Nachrichten angezeigten Vortrag aufmerksam gemacht, welcher dazu bestimmt ist, die Gemeinde über die Melodien des neuen Choralbuchs der hessischen Landeskirche zu unterrichten, welche entweder ganz neu eingeführt worden oder in ver⸗ änderter Form dargeboten sind Den Vortrag hat Prof. Dr. Köstlin übernommen, die Leitung der vorkommenden Gemeindegesänge Seminarlehrer Schmidt mit dem Sänger⸗ chor des Großh. Schullehrer-Seminars, welcher außerdem eine Reihe von vierstimmigen Gesängen aus dem Mittel⸗ vecht zu erhalten.— 15. Febr. wort eingelaufen sein. Serbien. Belgrad, 14. Febr. Die Ver⸗ handlungen des Königs mit den Radikalen über die Cabinetsbildung sollen eingestellt sein. genommen. Gegen 9 Uhr wurden Miltärab⸗ theilungen herbeigerufen, um die Ordnung auf— Im Unterhaus werden mehrere dringende Interpellationen wegen 8 gestrigen Vorgehens der Polizei, wegen der 1 Rumänien. Bukarest, 15. Febr. Der An⸗ Straßendemonstrationen und der bezüglichen Ver⸗ ordnung des Oberstadthauptmanns angemeldet. Der Präsident legt den Bericht über die Ver⸗ fügungen anläßlich der Demonstrationen im vorigen Monat vor, der am Schluß die Zu— versicht ausdrückte, die politische Reife der Nation werde das Parlament vor unangenehmen Scenen bewahren, die in der Geschichte Ungarns bisher unbekannt seien. Nach kurzer polemischer Debatte wischen der Opposition und Tisza erklärte der J Präsident, der Bericht werde seinerzeit auf die Tagesordnung kommen. Lukacz beantragt Ver⸗ 5 90 der Sitzung mit Hinweis auf die durch 1 Brutalität der Polizei hervorgerufene Stim— rtgesetzt. e Der Gerichtshof verurtheilte wegen Dieb— stahls und Gewaltthätigkeit anläßlich der Straßen— krawalle am 29. Januar 20 Individuen zu zwei⸗ tu monatlichem bis anderthalbjährigem Kerker. Die Polizei gestattete die Abhaltung einer morgigen ung. Der Antrag wird nach erregter Dis⸗ ssion mit 204 gegen 97 Stimmen abgelehnt. ie Verhandlung des Wehrgesetzes wird hierauf N trag Blaremberg, das frühere Ministerium Bra⸗ tiano in Anklagezustand zu versetzen, gelangte heute in der Kammer zur Abstimmung. Der Präsident erklärte, daß der Antrag mit 80 gegen 79 Stimmen abgelehnt sei, die Kammer gehe nunmehr zur Tagesordnung über. Gegen die Giltigkeit des Abstimmungsresultates wurden von zahlreichen Mitgliedern Einwendungen erhoben; die Schriftführer unterzeichneten das Protokoll der heutigen Sitzung nicht. — 16. Febr. Die Kammer bestätigte nach kurzer Debatte die gestrige Abstimmung, welche den Antrag Blaremberg, das frühere Kabinet Rußland. Petersburg. Der„Köln. Ztg. wird von hier gemeldet, eingeweihte Kreise er— klärten die Verlobung des Thronfolgers mit der Prinzessin Alix für unbegründet, jedenfalls für verfrüht, weil der Thronfolger erst noch eine größere Ausbildung erhalten solle. Australien. Auckland. Nach den bis zum 5. Februar reichenden Nachrichten aus Samoa Bratiano in der Anklagestand zu versetzen, mit; 80 gegen 79 Stimmen ablehnte. 1 alter vorführen wird, sowie, was die Orgel betrifft, unsere beiden Organisten, Oberlehrer Dörr und Taub— stummenlehrer Schneider. Der erste Vortrag soll zunächst über das neue Choralbuch überhaupt Aufschluß geben, lodenn ein gedrängtes Bild von dem Gemeindegesang im Jahrhundert der Reformation entwerfen und diefentgen Melodieen kurz erläutern, welche zum Vortrag kommen. Da auf die Theilnahme der Gemeinde am Gesang ge⸗ rechnet wird und der Abend hauptsächlich dazu helfen soll, die Melodieen im Gemeindegesange einzubürgern, so werden die Besucher gebeten, das Gesangbuch mitzunehmen. Der Kirchenvorstand glaubt mit der Einrichtung dieser Vorträge einem in letzter Zeit vielfach aus gesprochenen Wunsche der Gemeinde entgegenzukommen, da im Gottesdienst nichts störender wirkt, als wenn die von der Orgel erklingende Liedmelodte von derjenigen abweicht, welche die Gemeinde gewöhnt ist, und es deßhalb wünschenswerth erscheint, daß die Gemeinde möglichst bald mit dem Neuen bekannt werde, wie mit den Gründen, die zu der Einführung von Neuem genöthigt haben. Allerlei. Aschaffenburg. Der hlesige Staatsanwalt hat hinter einem etwa 29 Jahre alten Burschen, welcher in Gemeinschaft mit Complicen im November v. J. Nachts dahler in dem Postgebäude einen Einbruchs diebstahl ver⸗ übte, einen Steckbrief erlassen und es hat einer der Be⸗ stohlenen auf die Festnahme des Verbrechers und im Falle der Beischoffung der gestohlenen Gegenstände eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Der Verfolgte, welcher unter den verschiedensten Namen bald in Deutsch⸗ land, namentlich der Rheinprovinz und Baden, bald in Holland, Belgien und Luxemburg auftaucht, soll Anarchist, einer der gefährlichsten Einbrecher und noch weiterer Eln⸗ bruchsdiebstähle dringend verdächtig sein. Brüssel, 14. Febr. Dem„Journal du peuple“ zufolge löste sich von einem heute von Chalons nach Namur abgelassenen Güterzuge bei Aye ein Theil der Waggons ab und lief zurück nach Aye, wo ein von Namur kommender Zug in die Wagen hineinfuhr. Der Bahnhuhofsvorsteher wurde verletzt und die Wagen des von Namur kommenden Zuges sowte die Frachtgüter stark beschädigt. Brüssel, 15. Februar. Nach einer Meldung der „Neforme“ stürzte im Kohlenbergwerk Maurage in Folge eines Sellbruchs der Fahrstuhl des Einfahrtsschachtes auf den Boden, wobei dreizehu Personen verwundet und eine getödtet wurden. Chartres, 15. Februar. In dem hiesigen Post⸗ Centralbureau fand eine heftige Explosion von im Briefkasten befindlich gewesenen Dynamitpatronen statt. Drei Personen wurden schwer verwundet. Fleischbrühe, Fleischbrühsuppen, rohes Fleisch, gekochtes Fleisch, Braten. Ueber diese unsere häufigsten Nahrungsmittel schreibt Sanitätsrath Dr. Kunze in Halle folgendes: Fleischbrühe wird bekanntlich durch Auslaugen des Fleisches mit siedendem Wasser hergestellt und enthält sie mehr von ihren Bestandtheilen, wenn das Fleisch einige Stunden vor dem Kochen in kaltes, am besten schwachsalziges Wasser gelegt und dann kalt aufgesetzt, langsam zum Kochen ge— bracht war, als wenn es sofort in kochendes Wasser gethan wurde. Im letzteren Falle gerinnen die Ei— weißstoffe in der Peripherie des Fleischstücks und verhindert die geronnene Eiweißschicht das Aus— laugen der tieferen Fleischschichten; man erhält so zwar ein saftigeres Fleisch, doch schlechte Fleisch— brühe, während beim Kaltaufsetzen des Fleisches die Bouillon besser und das Fleisch geschmackloser ist. Die Bestandtheile der Fleischbrühe sind nach Munk und Uffelmann: Eiweißstoffe 0,30 0,40 pCt. , Salze(Salze des Fleisches u. Kochsalz) 1,25— 1,80„ Extrativstoffe. J Leim. 7 0,30 0,70„ Bei dieser Zusammensetzung kann von einer erheblichen Nahrhaftigkeit der Fleischbrühe, wie man im Publikum allgemein annimmt, nicht die Rede sein, enthält sie doch nur Spuren von Ei— weiß und Fett. Gleichwohl ist sie als Nahrungs— mittel nicht ohne Bedeutung. Da sie neben ge— ringen Mengen Eiweiß und Fett besonders viel Salze(Chlor-Kalium, phosphorsaures Kalium, schwefelsaures Kalium, besonders aber Kreatin und Kreatinin zu 2 bis 3 pCt. im Extrakte) enthält, welche eine das Nervensystem anregende Wirkung besitzen, so paßt die Fleischbrühe, abgesehen davon, daß sie warm genossen gut schmeckt und ein treff liches Genußmittel bildet, in allen den Fällen sehr gut, in welchen nach erschöpfenden Krankheiten die Nervenkraft sehr darniederliegt, nur sehr leichte Kost vertragen wird und der Körper angeregt werden muß, kräftigere, nahrhaftere Speisen zu verdauen. In solchen Fallen ist eine Erregung des gesammten Nervensystems und der Magen— nerven nöthig, um wenigstens geringe Mengen Eiweiß und Fette zur Aufnahme in die allge— meine Säftemasse zu bringen. Und hierzu paßt eine mäßig kräftige Fleischbrühe vortrefflich. Wir sagen mäßig kräftige, denn ganz anders verhält sichs mit sehr kräftigen, viel Kreatin- und Kreatininhaltigen Fleischbrühen. Dieselben haben nämlich eine Temperatursteigerung und Puls— vermehrung(Herzerregung) durch ihren reichen Gehalt namentlich an den letztgenannten Salzen zur Folge(nach Kemmerich, Bernatzik und Vogl), eine Thatsache, die ein jeder an sich selbst leicht wahrnehmen kann, wenn er kräftige Bouillon genossen hat. Auf die Wärme der Fleischbrühe ist diese Wirkung nicht zu schieben, da auch laue Fleischbrühe dieselbe zeigt. Dieser Wirkung ent— sprechend ist namentlich zu beachten, in hoch— fieberhaften Krankheiten keine starke Fleischbrühe zu geben. Nur in dem Falle darf kurze Zeit starke Fleischbrühe genossen werden, wenn plötz— liche allgemeine Schwäche und Herzlähmung den Tod befürchten lassen. In allen anderen Fällen würde man durch starke Fleischbrühe den Consum des Körpers durch Steigerung des Fiebers be— fördern. Bei anhaltend stark fieberhaften Zu— ständen ist zu empfehlen, entweder durch dünne, an Salzen(Kreatin und Kreatinin) arme Fleisch— brühen mit Zusatz von Eidotter oder durch Mehl⸗ suppen mit frischer Butter und Eidotter dem drohenden Kräfteverfalle durchs Fieber entgegen zu steuern, und hat die Wissenschaft nachgewiesen, daß durch nahrhafte, selbst stickstoffreiche Kost eine Steigerung des Fiebers nicht eintritt. Verboten ist Fleischbrühe bei hoher Empfind— lichkeit des Magens- und Magen-Katarrh (Schmerzen im Magen, Erbrechen, Durchfall) und schon die älteren Aerzte verboten bei fieber— haftem Leiden der Art(gastrischem Fieber) die Fleischbrühe so lange, als die Zunge belegt war. Erst nachdem sich letztere gereinigt und die nor— male Beschaffenheit wieder angenommen, erlaub— ten sie wieder Fleischbrühe. Die Brühen der einzelnen Fleischarten besitzen gewisse Besonderheiten. So enthalten die Kalb— fleisch- und die Taubenbrühe weniger Extraktiv— stoffe und Salze und passen daher besonders bei Kindern und Erwachsenen mit empfindlichen Ver— dauungsorganen. Hammelfleischbrühe wirkt bei den meisten Menschen stopfend, desgleichen Hühner— brühe, die der berühmte Sydenham bei Durch— fall und Ruhr empfahl. Rindfleischbrühe ist die kräftigste. Durch Zusatz von Liebig'schem Fleisch— sextrakt kann man dünne Bouillon wohlschmecken— der machen, ohne daß sie dadurch jedoch nahr— hafter wird; durch Zusatz von Eigelb wird Bouillon nahrhafter und enthalten nach Munk und Uffelmann 100 Kbem. gewöhnlicher Fleisch— brühe nach Zusatz eines Eidotters reichlich 3 Gr. Eiweiß und 4 Gr. Fett. Werden den Fleischbrühen Reis, Graupen, Gries, feine Semmelklöschen ꝛc. zugesetzt, so wird durch die Zusätze je nach der Menge und Beschaffenheit derselben die Nahrhaftigkeit der Fleischbrühe mehr oder weniger erhöht. Vielfach wird rohes geschabtes Fleisch nament— lich vom Rinde und Schweine, auch geschabter geräucherter Schinken, wegen seiner Leichtver— daulichkeit und Nahrhaftigkeit genossen. In dem rohen Fleische ist das Eiweiß noch ungeronnen, während durch das Schaben die schwerverdau— lichen bindegewebigen Bestandtheile des Fleisches von der eigentlichen Muskelsubstanz getrennt werden, zwei Umstände, durch welche die Leicht— verdaulichkeit des rohen geschabten Fleisches be— dingt sind. Wie leicht und vollständig das rohe geschabte Fleisch verdaut wird, ergibt sich daraus, daß nach dem Genuß desselben gar keine Theile in den Stuhlgängen wieder aufzufinden sind, daß es im Darme des Menschen vollstäudig„aus— genützt“ wird. Selbst von schwachen Magen wird es gut vertragen, besser wie selbst das ge— bratene Fleisch. Man benutzt es deshalb mit Recht bei schwächlichen Kindern, wenn dieselben bereits den zehnten Lebensmonat überschritten haben, bei Erwachsenen in der Reconvalescenz nach schweren Krankheiten und läßt von ersteren dreimal täglich 1 Eßlöffel voll, mit etwas Salz bestreut, nehmen. Um vor Finnen sicher zu sein, kaufe man das Fleisch niemals gehackt, sondern stets in Stücken, da man in diesen die Finnen leicht erkennt; beim Schweinefleisch denke man auch an Trichinen und verwende nur vorschrifts— mäßig untersuchtes Schweinefleisch.(Schluß f.) Verloosung. Finnländische 10 Thaler⸗Loose vom Jahre 1868. Ziehung am 1. Februar 1889 Gezogene Serien: Nr. 174 178 327 619 874 915 1007 1069 1112 1153 1248 1332 1381 1412 1609 1662 1701 1705 1742 1796 2048 2054 2056 2173 2281 23642377 2289 2434 2487 2646 2662 2682 2701 2809 2815 2840 2856 2974 3124 3189 3193 3198 3312 3327 3360 3397 3452 3469 3546 3567 3710 3797 3856 3912 3946 4035 41214225 4229 4348 4479 4529 4585 4636 4658 4777 4970 5198 5222 5269 5590 5660 5855 5923 6020 6151 6178 6191 6328 6330 6535 6586 6603 6706 6836 6848 6883 6909 6945 7077 7105 7171 7220 7354 7648 7702 7785 7832 7845 7885 8003 8012 8105 8130 8238 8305 8314 8334 8344 8381 8495 8506 8596 8603 8606 8611 8704 8732 8924 8937 8992 9001 9116 9178 9418 9482 9510 9688 9860 9868 9883 9934 10052 10073 10282 10306 10319 10349 10385 10417 10431 10460 10489 10520 106 10 10664 10692 10784 10797 10910 10956 10993 11228 11290 11353 11540 11575 11603 11925.— Die Prämien⸗ Ziehung findet am 1. Mai statt. Handel und Verkehr. Friedberg, 16. Febr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.80—0.90. Eier 1 Stück 6 Pf. Frankfurt, 15. Februar. Engros⸗Markt. Hen b 100 Kilo M. 8.00 10.00, Stroh pro 100 Kilo M. 6 60 bis 7.60, Butter pro 50 Kilo M. 90.00— 95.00, Eier das Hundert M. 6.00—7., Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 23.00, do. geschälte M. 20—30, Linsen M. 34 bis 52, weiße Bohnen M. 23.— 25.50, Blumenkohl 100 Stück M. 60.00— 70.00, Sellerieköpfe 100 Stück M. 8.—10., französischer Sellerie M. 0.50— 00.00, franz. Kopfsalat 100 Stück M. 10.00 12.00, neue französische Bohnen per Pfd. M. 0.80— 1.00, englischer Sellerie 50— 60 Pf., Nüsse per Centner M. 20 bis 25, Haselnüsse per Centner M. 35.—45., Aepfel per Pfund 6— 10 Pf., Birnen per Pfund 5 bis 15 Pf., italienische Kastanlen 14—18 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo 6.50— 7.50, französische Zucker⸗ schoten M. 1.20. Frankfurt, 16. Febr. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12—18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18—28 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10—12 Pf., krause Endivien 20 30 Pf., Butter per Pfd. M. 1.10— 1.20, Eter das Stück 7 bis 8 Pf., Blumenkohl 25—60 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 20—40 Pf., frische Spargeln das Pfd. M. 3.00 bis 3.50, franz. Kopfsalat das Stück 14— 16 Pf., Sellerie⸗ köpfe 15— 20 Pf., franz Sellerte 40— 50 Pf., engl. Sellerie 50-60 Pf., franz. Romainsalat per Stück 60—80 Pf., Wirsing per Stück 10—15 Pf., Zwiebeln per Pfund 7 bis 9 Pf., per Centner M. 7.00—8.00, Weißkraut per St. 10— 25 Pf. neuer Lattigsalat die Port. 50 80 Pf., Aepfel per Pfd. 15— 20 Pf., Birnen per Pfd. 5— 10 Pf., Nüsse per Pfund 20— 28 Pf., Mauskartoffeln per Ge— scheid 20 bis 25 Pf., Spinat 70— 100 Pf., Rosenkohl 50—70 Pf., Schwarzwurzel 40— 70 Pf., gelbe Rüben die Portion 15—20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., rothe Rüben per Portion 20—30 Pf., Teltower Rübchen 30—35 Pf., Grünkohl 40—50 Pf., Kastanien das Pfund 15-16 Pf. Bekanntmachung. Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Unge— wißheit vorgebeugt wird. Dabet sind namentlich fol⸗ gende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung des Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wobnungsangaben stets an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rechts, unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolgen. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung des Empfängers, der Postbezirk (O., N., NO. pp.), in welchem die Wohnung sich be— findet, hinter der Ortsbezeichnung„Berlin“ zu ver⸗ merken. 3. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ühn⸗ lich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen elne zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr als maßgebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem„Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte“, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittelung jeder Reichs-Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs⸗Postgebtet belegene Bestimmungs⸗ ort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenunge⸗ achtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt es sich, die Lage des Orts in der Aufschrift der Sendung noch des Näheren zu be— zeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks(Provinz, Regierungsbezirk ꝛc.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen[(Oder),(Elbe), (Rhein),(Malin) ꝛc.], oder von Gebirgen[[ Harz), (Riesengebirge) ꝛc.J. Nicht minder sind zusätzliche Bezeichnungen, wie[(Thüringen),(Altmark),(Lau⸗ sitz) ꝛc.], für den Zweck geeignet. 5. Auf Postsendungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch die jenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bezw. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiet belegen und zu den weniger be⸗ kannten Orten zu rechnen ist, so ist außer dem Orts namen noch das betreffende Land bezw. der Landes- iheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften dern Sendungen hiernach genau anzufertigen. Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 19.: Margarethe. Gew. Preise. Herr Bandrowsky als Gast. Mittwoch den 20.: Geschlossen. Donnerstag den 21.: Tannhäuser. Bandrowsky als Gast. Gew. Pr. Freitag den 22.: mäßigten Preisen. Reise um die Erde. Außer Abon, Samstag den 23.: Lohengrin. Lohengrin: Herr Ban drowsky als Gast. Gew. Pr. Faust: Sonntag den 24., Nachmittags 3½ Uhr: Der Zigeuner Tannhäuser: Herr Auf Verlangen Vorstellung bei er⸗ g 100 0 dn 00 90 i baron. Kleine, Preise. Abends 7 Uhr: Figaros Hoch- 0 lo 5400, en. Feit. Gew. Pr. en J. N. 18 10 1 Montag den 25.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. kahl 04 6 N. Traum ein Leben, von Grillparzer. Außer Abonn. at 9.0 Ett Schauspielhaus. fran Kudl Dienstag den 19.: Die beiden Leonoren. Gr. Pr. amössch ü Mittwoch den 20.: Egmont. Gr. Pr. lerte 50g Dionnerstag den 21.: Madame Bonivard. Vorher: Der lnüsse per 05 N, dritte Kopf. Außer Abonn. Gr. Pr. ) Pf., N. Freitag den 22.: Don Cesar. Gr. Pr. mien. u Samstag den 23.: Der Erbonkel. Gr Pr. rumzöfsc 8 0 1 Sonntag den 24., Nachmittags 3½ Uhr: Madame Boni⸗ e Zuck* vard. Vorher: Der dritte Kopf. Kl. Pr. Abends kt. 6 0 7 Uhr: Der Hüttenbesitzer. Gr. Pr. 18 ubsen ga 11 16 Ua Geld⸗Cours. lolen 10 ee Frankfurtsam 16. Februar 1889. r daß S 0, W Geber. Nehmer. pech 0 M. Pf. M. Pf. das Pid. M%% 20 ⸗Frankenstücke 16. 21 16. 17 dig, S 4 do. 2 16 13 16.13 f, aal n, Englische Sovereigns 20. 40 20.35 Stück 080 u Russische Imperiales.—.— 16. 73 deln per Ne Dueaten nn 9. 62 9.57 gbd„ al marco 961% 9.57 15 5 ab eie u 0 4. 1 ee e 7 J nen 0 Literarisches. per oog Daheim Nr. 20 enthält: Der Weg zum Glück. eltbner Rü stanien das Pf 1 —— 0 1 ungen. 14 ig und Bestellug n Empfänger ul „ daß jeder Ung namentlich fh Orten ist in di fängers möglit Wcchtlgkeit, daß dselben Stelle du, unmittelbar ung „erfolgen. u Sendungen i ers, der Postbel Wohnung sich⸗ „Berlin“ zu bn 4 gleich oder übt Ortsnamen el Welche Zusi t als maßzebeh dem„Verzeichis der Postorte“, d germittelung jeh kann. gene Bestimmung⸗ sehen, dessenangk kannt anzunehnn des Orts in u Näheren zu ungen eignkt st rößeren Stall gierungsbezk egen 9 a Oder) bann Lan r sind zusi (Altmark) 10 Bofunfl gs orte noch dit Lau ührun ur gate bi ö 1 0 Stück 2 J 0 dal 1 f Forts.— Graf von Monts T. Von R. Werner. Mit Porträt und Illustr.— Neue Erscheinungen aus der geschichtlichen Literatur. Von G. Egelhaaf.— Wie Ulrich Urban einen Schatz fand. Forts.— Erinnerungen vom See Genezareth. Schluß.— Die Quitzows vor Jung⸗Berlin. Von E. Schubert.— 3 Beilagen. Herberge zur Heimath. Bis zum 1. Januar d. J. gingen ferner ein: von den Kirchenkassen Nieder Florstadt M. 12., Nleder⸗ Nosbach M. 1., Reichelsheim M. 10., Steinfurth M. 5., Langenhain M. 5., Butzbach M. 15., W. Baumann hier 40 Pf., C. F. Schwarz in Echzell M. 3.; gesammelt durch Frau Gräfin v. Solms⸗Rödelheim zu Assenheim M. 47.06; jährlicher Beitrag von Freunden aus Friedberg als Rest von 1888 M. 52.; von der Pia corpora hier M. 50.; Pfarrer Luft in Münster M. 3.; Süd westdeutsche Conferenz M. 50.; Ungenannt hier M. 1.; Lehrer Andin in Büdingen M. 2.; Frl. Dieffenbach hier M. 2.; Kaufmann Häberle hier M. 10.; Prof, Dr. Weiffenbach hier M. 2.; Frl Klippstein hier M. 3.; H. Schudt, Görbelbeimer Mühle M. 3.; Kirchenrath Buch— hold in Ossenheim M. 3.; Pfarrer Müller in Nieder-Ros⸗ bach M. 6.; Oeconom Blecher in Nieder Rosbach 75 Pf.; G. Hieronimus hier M. 45.693 Gemeinde Hoch-Weisel M. 10.; ferner durch Kirchen-Colleeten in Steinfurth M. 5.25, M. 5.02, Reichelsheim M. 3.50, Hoch-Weisel M. 3.00, Nieder-Rosbach M. 3.73, Ostheim M. 2.40, Beienheim M. 2.00, Bad Nauheim M. 22.74, Dorheim M. 7.49, Fauerbach v. d. H. M. 4.53, Maibach M. 1. Bodenrod M. 1.20, Bruchenbrücken M. 4.58, Ober Rosbach M. 1.85. Für die Weihnachts ⸗Bescheerung gingen ein von Frau Gräfin Agnes zu Solms-Rödelheim 3 Paar Strümpfe und 12 Paar Socken; W. Schwarz Reichelsheim 3 Paar Socken, 3 Paar Handschuh und 2 gestreifte Kappen; Ernst Windecker hier 19 Liter Bier. Wir sagen den freundlichen Gebern unseren herzlichsten Dank und bitten auch ferner die gute Sache unterstützen zu wollen. Friedberg den 18. Februar 1889. Der Vorstand. Deecan Meyer, Vorsitzender. G. Schwarz, Rechner. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Evangelische Gemeinde. Burg ⸗Kirche. (Vorträge zur Einführung in das neue Choralbuch der evangelischen Landeskirche, unter Mitwirkung des Sing— Chors des Großh. Schullehrer Seminars.) Mittwoch den 20. Februar, Abends 8 Uhr: Prof. Dr. Köstlin(das kirchliche Volkslied der Refor— matlonszeit). Die Gemeinde wird zu zahlreichem Besuche einge— laden und freundlich gebeten, das Gesangbuch mitzu— bringen und sich an den Gesängen zu betheiligen. Friedberg M. 12.17, Nieder Weisel M. 6., Fauerbach b. Fr. M. 1.50, Ossenheim M. 2., Bauernheim M. 1., Bönstadt Schwalheim M. 5.66, Butzbach M. 6.40, Münster M. 1.31, Cheviot⸗Huxkin für Ueberzieher und ganze Klei⸗ dung(das Neueste und Preiswürdigste der Saison) garantirt reine Wolle, nadelfertig, ea. 140 em breit, A M. 2.95 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin Fabrik-Depot Dettinger und Co., Frankfurt a. M. Muster unserer reichhaltigen Colleetionen bereitwillgst franeo. 672 Betanntmachung. Der Metzger Wilbelm Dietrich Weil zu Bönstadt beabsichtigt in seiner Hofraithe daselbst, Flur I. Abth.& Nr. 2034,10 und 2036/10, eine Schlächteretanlage zu er— richten. Pläne und Beschreibung liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung in dem Oberhessischen Anzeiger an, auf unserer Schreibstube zu Jedermanns Einsicht offen. Einwendungen sind binnen gleicher Frist bei Meidung des Ausschlusses uns vorzubringen. Frledberg den 9. Februar 1889. Großherzogliches Kreis amt-Friedberg. 689 Dr. Braden. 5 Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Verlegung der Miststätte an der Forstwart⸗ wohnung Winterstein erforderlichen Bauarbeiten, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu M. 315.47 1 Steinhauerarbeit 8 . Schreinerarbeit„ 2190 4 Schlosserarbeit 15 9.— Weißbinderarbeit 4.— 5. sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden und liegen die Voranschläge und Bedingungen bel unter⸗ zeichneter Stelle zur Einsicht offen. Die Angebote sind bis zum 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, versiegelt und mit der entsprechenden Aufschrift versehen, portofrei einzusenden. 1 Friedberg den 16. Februar 1889. 1 Großherzogliches Kreis bauamt Friedberg. 673 Kranz. Fasel-Eber-Versteigerung. Donnerstag den 21. Februar l. J., Nachmittags 1 Uhr, soll ein der Gemeinde Bruchenbrücken zustehender, noch zur Zucht tauglicher Fasel⸗Eber öffentlich meist⸗ bletend auf Großherzoglichem Bürgermeisterei-Büreau versteigert werden. Bruchenbrücken am 16. Februar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Bruchenbrücken. Wagner. 674 Mobiliar⸗Versteigerung Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, kommen in der Behausung des Jakob Zwier wegen Sterbfalls der Toblas Thaler Cheleute folgende Gegenstände zur öffentlichen Versteigerung: 1 runder Tisch, 6 gepolsterte Stühle, 1 Sopha, 2 gepolsterte Sessel, 2 Kleiderschränke, 2 Kommoden, 2 Kommoden mit Aufsatz, 3 Bettstellen, 3 vollständige Betten, verschiedenes Weißzeug, 3 Spiegel, Porzellan, Kleidungsstücke und noch sonstige Haus⸗ und Küchengeräthe. Der Anfang wird mit dem Weißzeug gemacht. Ilbenstadt, 17. Februar 1889. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Ilbenstadt. 688 Veith, Vorsteher. Eein Geselle, welcher selbstständig arbeiten kann, wird gegen guten Lohn und dauernde Beschäftigung gesucht von Jacob Luzius Schuhmachermeister, in Assenheim. 665 Würmsteine& Handwärmer 4 Georg Gross. 580 bei Holz⸗Versteigerung. Dienstag den 26. Februar werden nach Zusammenkunft Vormittags /10 Uhr am Eingang des Waldes von Konradsdorf nach dem Bieberberg— aus den Distrikten Bieberberg, Klosterwald und Groß— Treyersch versteigert: 17 Eichenstämme= 4,33 fm(13 30 em mittenstark), 11 Fichtenstämme 1,97 fm(14-17 em mitten⸗ stark), 13 Eichenderbstangen= 1,03 fm, 217 Fichtenderbstangen= 7 fm und 112 Fichtenreisstangen S 0,82 fm (wobel Wagnerholz, Letterbäume, Lattenstangen, Bohnenstangen u. s. w.); ferner Scheiter: 393 xm Buchen I. Cl., 1 rm Buchen II. Cl; Knüppel: 120 rm Buchen, 52 xm Eichen, 3 rm Kiefern; Reistg: 558 rm Buchen(wobet 140 rm Aushieb von Vorwuchs im Klosterwald in ganzer Länge) 197 xm Eichen und Stöcke: 118 rm Buchen, 49 rm Eichen. 50—54 und 302- 322) nämlich: 17 rm Eichenknüppel, Gr. Forstwart Meyer zu Wippenbach bei Ortenberg. Konradsdorf, 15. Februar 1889. und 23 rm Eichen Stöcke, weshalb Steigliebhaber solches vorher einsehen wollen. Nicht vorgezeigt wird bei der Versteigerung das Holz im vorderen Klosterwald(Nrn. 28— 33, 35—48, die 140 rm Buchen-⸗Aushiebsreisig, 77 xm Eichen-Reisig Weitere Auskunft ertheilt Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Hoffmann. Holz„Versteigerung. Zur Versteigerung kommen: Donnerstag den 21. Februar l. J., von Vormit⸗ tags 9½, Uhr, aus den Domankalwalddistrikten Häuscheswiese, Großer Köppler, Fähnrichsbuche und Etchelberg: 8 Eichen von 17—59 em Durchm., 2,6—12 m Länge 38 fig, 3 Kiefern von 20—27 em Durchm., 12— 20 m Länge = 2,04 fm, 2 Buchen von 78 und 85 em Durchm., 1 und 2 m Länge= 1,53 fw(zu Hackklötzen geeignet), 10 Fichten-Reisstangen mit 0,2 fm, Schetter: 142 rm Buchen, 8 xm Eichen, 18 rm Linden ꝛc., Knüppel: 132 rm Buchen, 30 rm Eichen, 13 rm Linden, Reisig: 389 rm 127 rm 77 rm Side„ o 2. Freitag den 22. Februar l. J., bon Vormittags 10 Uhr ab, aus den Distrikten Isenburgerfeld, Hos⸗ pitalacker und Dauernheimer Hofwald: 10 Fichtenstämme von 12—20 em Durchm., 10 bis 16 m Länge= 2,20 sm, 31 Fichten-Derbstangen mit 2,11 fm, 5 rm Buchen-, 2 rm Eichen-Knüppel, 18 rm Buchen-, 166 rm Eichen-, 122 rm Linden de. Reisig, Arm Buchen- und 1 rm Eichen Stöcke. Zusammenkunft am 1. Tag in Häuscheswiese, am 2. Tag im Isenburgerfeld, jedesmal bei Nr. 1. Die einzelnen Distrikte werden in der oben ange— gebenen Reihenfolge vorgenommen. Nicht vorgezeigt wird das Holz im Eichelberg, Nr. I, 15 1** 50 und 51, worunter 1 Eichen⸗Stamm mit 1,39 fm; darauf Refleettrende wollen dies daher vorher einsehen. Bingenheim den 1. Februar 1889. Großherzogliche Oberförsterei Bingenheim. Ausverkauf. Wegen Geschäfts- Aufgabe verkaufen wir sämmtliche Manufactur-Waaren, um schnell damit zu räumen, zu und unter Cinkaufspreisen. Gebrüder Strauß. 7 1 Fruhjahrsmode in Filzhuten, à 2 M. 50 Pf. und 3 M., bei. 658 Fritz Schmidt. 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Indem wir Verwandten, Freunden und Bekannten diese schmerzliche Mittheilung machen, ö bitten wir um stille Theilnahme. Friedberg, 16. Februar 1889. Die tieftrauernden Eltern: Otto und Louise Gatzert. 679 Todes⸗-Anzeige. Unser liebes Söhnchen Georg Friedrich verschied heute plötzlich im zarten Alter von 4 Monaten, wovon wir Freunden und Verwandten tiefbetrübt Mittheilung geben. Um stille Theilnahme bittet Friedberg, 18. Februar 1889. Familie Schulhof. 687 — 62¹ Dem hochverehrten Publikum zur freundli einen Cyclus von 14 Vorstellungen im Saa Theater-Anzeige. chen Nachricht, daß ich mit dem 1. März d. J le des Casino's zu geben beabsichtige. Mit dem aufrichtigen Bestreben dem hochverehrten Publikum neben einigen älteren Werken nur die besten Novitäten der modernen dramatischen Literatur in tadelloser Weise zur Aufführung zu bringen, ein, und zeichne mit vorzüglicher Hochachtung lade ich zu recht zahlreicher Betheiligung am Abonnement Adam Reiners, Direktor der vereinigten Stadttheater Gießen-Marburg. Flanell Betttücher, dauerhaft, warm, praktisch, a 2 Mark. 597 G. Schulhof. 40 Centner Heu, 40 7 Grummet hat zu verkaufen G. Klöckner in Berstadt Mehrfachen Wünschen entgegenkommend, beabsichtige ich in Friedberg einen mehrwöchentlichen Zuschneidekursus zu geben. Gründlicher Unterricht in Maßnahme, Schnittzeichnen und Zuschneiden von Damen⸗ und Kindergarderobe wird garantirt. Näheres durch Cireular. Auf Wunsch mündliche Rücksprache in Fried— berg. Beginn 1. März. Hochachtungsvoll Frau P. Simon, Bad⸗Nauheim, Carlstraße. Moderne Schlitten zu verkaufen. 8 berg. 666 J. Kissel, Wagnermeister, Bismarckstraße. 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Indem wir dieselben zur öffenk⸗ lichen Kenntniß bringen, erlauben wir uns an die Ber wohner der Stadt die Bitte auszusprechen: 1) die Noth⸗ leidenden, welche um Hülfe nachsuchen, an ihre Pfleger zu verwelsen und Privatunterstützungen nur nach Rück⸗ sprache mit denselben eintreten zu lassen; 2) das Betteln einzelner Kinder aus der Stadt nicht durch Gaben vor der Thüre zu befördern. 1. Decan Meyer: Burg. 2. Gemeinderath Philippi: Seeberg, Vorstadt zun Garten, Seemühlgäßchen, Kapellenweg, Städterweg. 3. Gemeinderath Hieronimus: Sämmtliche Neben straßen auf der Westseite der Kaiserstcaße. 4. Pfarrer Prof. Dr. Weiffen bach: Westseite der Kaiserstraße. 5. Pfarrer Prof. Dr. Köstlün: Ostseite der Kaiserstraße, 6. Pfarrer Velte: Halngrabenstraße, Bismarckstraße, Haagk, Fauerbacher Landstraße und Barbaragasse, Färbergasse. 7. Gemeinderath Pfeffer: der Schnurgasse. 8. Gemeinderath Waas: Schirngasse, Engelgasse, Schulstraße, Kirchgasse, Große und Kleine Köhler- gasse, Kleine Klostergasse. 9. Phil. Vogt: Apothekergasse, Schuhmachergasse, Metzgergasse, Große Augustinerschulgasse. 10. Gemeinderath Huber: Judengasse u. Judenplacken. 11. Gemeinderath Koob: Sandgasse, Usagasse, Usa— vorstadt, Mühlweg, Bahnhofstraße, Kleine Augusliner⸗ schulgasse. Friedberg den 16. Februar 1889. Für die Armen-Commission: Meyer. Friedberger Hülfsverein. Die Jahres versammlung des Hülfsvereins, in welcher der Jahresbericht erstattet, die Ergänzungswahl des Vorstandes vollzogen und die Vereins sache besprochen werden soll, wird Donnerstag den 28. Februar, Abends 6 Uhr, im Hötel Trapp stattfinden. Zur Betheiligung an dieser Jahres versammlung, sowie an dem nachfolgenden einfachen Abendessen werden alle Mit— glieder des Vereines hiermit freundlich eingeladen. Diejenigen Mitglieder des Hülfsvereines, welche sen ihre Dienstboten die Gesindeprämie beanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebenswandel während einer mindestens fünfjährigen ununterbrochenen Dienstzeit dem Unterzeichneten bis zum 1. März zu übergeben. Für den Vorstand: 670 Dr. Diegel. Casino Friedberg. Das auf den 3. März festgesetzt gewesene Costümkfest an lebenden Bildern und Musik findet schon am 28 Februar, von 7½ Uhr an, statt. Masken sind erwünscht liche kleine earnevalistische Abzeichen werden am Eingange zum Saale abgegeben. Besondere Aufführungen sind dem Vergnügungs⸗ Commissär anzumelden. 678 Der Vorstand. Windecker's felsenkeller. Donnerstags und Sonntags Frei- Co fei wozu ergebenst einladet Kruse. Corsetten 5 677 389 von 85 pf. an das Stück Rohrsessel von 5 Mark an bei 352* 1 85 G. M. Reuss. Feinste Kernseife, marm. Seife, Harzseife, Schmierseife, Soda, Fettlaugenmehl, Borax, Blau 681 empfiehlt biligst J. A. Windecker. Briefmarken, Couverts, Karten für Sammler in großer Auswahl bet Carl Bindernagel. Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. (Hierzu Praktischer Rathgeber für's Haus Nr. 1 und 2.) Schnurgasse, Wolfengasse, Große Klostergasse mit den Verbindungsgassen nach Für Nichtmasken erfordern“ bis zu den feinsten empfiehlt J. Keim, vorm. K. Friedrich, neben der Post. 7 1 1 1 von nacht! 1 5 2 14 1 hierne Betr. Unter Jogli der? Behb Oi nw prakt gewo besti schul