räcss 7h 8 Voran F erein gend. w- age. L. e 1 n Fertsch. westen, „ Sollen Keim, vorm. l. d. Po. 55 Wagner, 3* Wüllen, . Sloll, „Schulhof. uu b 25 elltsche, ö Speck- 1889. Samstag den 19. Januar. Oberhessisc Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 9. Inzeiger. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. U Annoncen: die einspaltige e Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. An die Bewohner Friedbergs und der Umgegend. Zur Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers wird Sonntag den 27. ds. Mts., Nachmittags 2½ Uhr, ein Festessen im Hötel Trapp dahier stattsinden, zu welchem die Bewohner der Stadt Friedberg und der Umgegend hierdurch freundlichst eingeladen werden. Auswärtige, sowie sonstige hiesige Einwohner, welchen die in Umlauf gesetzte Liste etwa aus Versehen nicht zukommen sollte, werden gebeten, bis zum 25. ds. Mts. ihre Anmeldung im Hötel Trapp zu bethätigen. Die Bewohner der Stadt Friedberg werden ersucht, durch Schmücken ihrer Häuser zur Feier des Tages mitzuwirken. Friedberg den 17. Januar 1889. Im Auftrag des Comités: Winter, Major z. D., Kommandeur des Landwehrbezirks Friedberg. 4 Einladung. Zu Ehren des Allerhöchsten Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm des Zweiten findet Sonntag den 27. Januar l. J., Nachmittags 4 Uhr, im neuen Kurhause dahier ein Festessen statt, zu welchem die Unterzeichneten ergebenst einladen. Der Preis des trockenen Couverts ist auf 2 M. 50 Pf. festgesetzt. Anmeldungen nehmen Herr Restaurateur Tielemann und Schuldiener Gries dahier entgegen. ö Bad⸗Nauheim den 15. Januar 1889. Dr. Bode JI. Dr. Bode II. Freiherr von Rotsmann, Walz. 243 Amtlicher Theil. Bekanntmachung, die Zurückstellung der Reserve, Ersatz-Reserve und Landwehr-Mannschaften betreffend. Nachstehende Bestimmungen über die Zurückstellung der Reserve, Ersatz-Reserve und Landwehr-Mannschaften rüͤcksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse werden hiermit für die Betheiligten zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Bis zu Ende nächsten Monats haben die Großh. Buͤrgermeistereien die bei ihnen vorgebracht werdenden Gesuche anher einzusenden. Friedberg den 17. Januar 1889. Der Civilvorsitzende der Sad een Ersatzcommission Friedberg. Dr. Braden. und darüber eine an den Civllvorsitzenden der Ersatzeommission einzureichende Nach⸗ weisung aufstellt, aus der nicht nur die militärischen, bürgerlichen und Vermögens⸗ Verhältulsse der Bittsteller, sondern auch die obwaltenden besonderen Umstände er⸗ sichtlich sind, durch welche eine zeitweise Zurückstellung bedingt werden kann. 2) Die eingereichten Gesuche unterliegen der Entscheidung der verstärkten Ersatzeonmission, welche im Anschluß an das Musterungsgeschäft in öffentlich bekannt zu machenden Terminen jährlich einmal Sitzung hält. 3) Das Verfahren der verstärkten Ersatz⸗ commtission beim Classifieattonsgeschäft regelt sich nach§. 30,2 des Reichsmilitär⸗ gesetzes. 4) Die Entscheldungen sind entgültig, insofern nicht der Milttärvorsitzende auf Grund des§. 30,7 des Reichsmilitärgesetzes Einspruch erhebt. 5) Die vorge⸗ dachten Entscheidungen behalten ihre Gültigkeit nur bis zum nächsten Classifications⸗ II. Zurückstellungen im Sinne der vorbezeichneten Festsetzungen dürfen aus termin. Im Falle des Bedürfnisses sind Anträge auf weitere Zurückstellung alsdann folgenden Gründen(Classificationsgründe) eintreten: a. wenn ein Mann als der zu erneuern. 6) Wenn Mannschaften aus einem Aus hebungsbezirk in einen anderen einzige Ernährer seines arbeitsunfähigen Vaters oder seiner Mutter, beztehungsweise verzlehen, so erlischt die gewährte Zurückstellung. seines Großvaters oder seiner Großmutter, mit denen er dieselbe Feuerstelle bewohnt, IV. Die vor erfüllter getlver Dienstpflicht auf Reelamatson entlassenen Mann⸗ zu betrachten ist, und ein Knecht oder Geselle nicht gehalten werden kann, auch durch schaften bleiben bis zu dem ihrer Entlassung zunächst folgenden Classifieationstermin die der Familie bei der Einberufung gesetzlich zustehende Unterstützung der dauernde hinter die letzte Jahresklasse der Reserve zurückgestellt und haben demnächst etwalge Ruin des elterlichen Hausstandes nicht abgewendet werden könnte; b. wenn die Anträge auf weitere Zurückstellung, wie alle übrigen Mannschaften zu stellen. Wenn Einberufung eines Mannes, der das dreißigste Lebensjahr vollendet hat und Grund- nach dem allgemeinen Entlassungstermin der Reserven dringende Verhältnisse die so⸗ besitzer, Pächter, oder Gewerbtreibender, oder Ernährer einer zahlreichen Familie ist, fortige Zurückstellung einzelner der entlassenen Mannschaften gerechtfertigt erscheinen den gänzlichen Verfall des Hausstandes zur Folge haben und die Angehörigen selbst lassen, so kann die vorläufige Zurückstellung solcher Mannschaften bis zum nächsten bei dem Genusse der gesetzlichen Unterstützung dem Elende preisgegeben würden; Classifications Termin hinter die letzte Jahresklasse der Reserve durch schriftliches e. wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückstellung eines Mannes, dessen Ueberkinkommen der ständigen Mitglieder der Ersatzeommission verfügt werden. In geeignete Vertretung auf keine Weise zu ermöglichen ist, im Interesse der allgemeinen andern als den unter II. vorbezeichneten Fällen sind außerterminliche Zurückstel⸗ Landeskultur und der Volkswirthschaft für unabweislich nothwendig erachtet wird. lungen unstatthaft. Insbesondere sind Gesuche um Zurückstellung im Augenblick Mannschaften, welche in Gemäßheit des§. 67 und§. 69 des Reichsmllitär-Gesetzes der Einberufung unzulässig. Eine Wiederentlossung einzelner einberufener Mann⸗ wegen Controlentziehung nachdienen müssen, haben jedoch auch in den vorgenannten schaften kann nur ausnahmsweise auf dem im§. 83,3 und§. 99,3 der Ersatzordnung Fällen keinerlei Anspruch auf Zurückstellung. vorgeschriebenen Wege herbeigeführt werden. Derartige Gesuche können nur dadurch III. In Bezug auf das Verfahren bei derartigen Zurückstellungen bestehen begründet werden, daß seit dem letzten Classificationstermin für den Eingestellten folgende Vorschriften: 1) die Mannschaften der Reserve, Landwehr, Seewehr und durch unabwendbare, nicht durch ihn selbst herbeigeführte Ereignisse, als Branbschaden, Ersatzreserve erster Classe, welche auf Zurückstellung Anspruch machen, haben ihre Ueberschwemmung, Tod eines nahen Anverwandten u. s. w. ein wirklicher Nothstand Gesuche bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes anzubringen, welche dieselbe prüft eingetreten ist. Foucar. Wörner. Bauer. Jäger. I. Bei nothwendigen Verstärkungen oder Mobilmachungen werden die Wann schaften des Beurlaubtenstandes, soweit die militärischen Interessen es gestatten, nach den Jahresklassen, mit den Jüngsten beginnend, einberufen. Hlerbel können dringende häusliche und gewerbliche Verhältnisse derartige Berücksichtigung finden, daß Reser— visten hinter die letzte Jahresklasse der Reserve ihrer Waffe oder Dienstkategorie, Landwehrmannschaften aber, sowie in besonders dringenden Fällen auch einzelne Reservisten, hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr ihrer Waffe oder Dienst⸗ kategorie zeitweise zurückgestellt werden. Jedoch darf in keinem Aushebungsbezirke die Zahl der hinter der letzten Jahresklasse der Reserve zurückgestellten Mannschaften zwei Prozent der Reserve und Landwehr übersteigen. Auf die Dauer der Gesammt-⸗ dienstzeit(Dienstpflicht) hat die Zurückstellung keinen Einfluß. 1 g Bekanntmachung, * die Zurückstellung der zum einjährig- freiwilligen Dienst berechtigten Militärpflichtigen betreffend. Diejenigen im Jahre 1869 geborenen Militärpflichtigen, welche im Kreise Friedberg ihren dauernden Aufenthalt haben und Berechtigungsschein zum einjährig⸗freiwilligen Dienst besitzen, werden, insofern sie ihre Zurückstellung vom Militärdienst bis jetzt noch nicht beantragt haben, dies zu chun aber beabsichtigen, hierdurch aufgefordert, ihre Berechtigungsscheine alsbald und längstens bis zum 15. k. Mts. dahier vorzulegen. Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommission Friedberg. Friedberg den 17. Januar 1889. Dr. Braden. Bekanntmachung.„ e e iches Ministerium des Innern und der Justiz hat die Genehmigung zur Vornahme einer mit dem? am 28. März d. 0 i in 17 05 zu rb Verloesung von Faseln, Rindern, Schweinen und landwirthschaftlichen Geräthen unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als N für Prämiirung) mindestens 70% des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Loose zum Ankauf Der Vertrieb der Loose im Großberzogthum ist gestattet. Friedberg den 17. Januar 1889. 10,000 Loose à 1 M. ausgegeben werden dürfen und(abzüglich eines Betrags von 3004 M. s von Gewinngegenständen zu verwenden sind. 82 Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 1280 h„„„„CF—ꝙtꝗr˖4. ͤ ᷑³½— rr r — Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Dorheim. Nachdem sich in dem Abstimmungstermin am 9 November v. J. mehr als ¼ der betheiligten Grundbesitzer mit mehr als der Hälfte des Gesammiflächengehaltes für Vornahme der Feldbereinigung rubri⸗ cirter Gemarkung erklärt haben, und nachdem Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechts beständigkeit des Ergebnisses nicht erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere landwirthschaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten verordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugscommissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleich— zeitig sämmtliche betheiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikel 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 Mittwoch den 6. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehause zu Dorheim stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungs⸗ werth der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner ob die Beiträge nach Bedürfniß l Bekanntmachung. 9 K 1 erhoben, oder ob die Kosten durch Kapital⸗Aufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugs⸗Commission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. In dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grund⸗ eigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1. die Vollzugscommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. die Landescommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 10. Januar 1888. Der Vollzugscommissär für Feldbereinigung. Dr. Wallau. Bekanntmachung. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Fauerbach b. Fr. Nachdem sich in dem Abstimmungstermin am 8. November v. J. mehr als ½ der betheiligten Grundbesitzer mit mehr als der Hälfte des Gesammtflächengehaltes für Vornahme der Feldbereinigung in Flur II, VIII, IX, X und XI rubricirter Gemarkung erklärt haben, und nachdem Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständig— keit des Ergebnisses nicht erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere landw. Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten ver— ordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugscommissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleich— zeitig sämmtliche betheiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikel 16 des Gesetzes vom 28. September 1887 Samstag den 2. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehause zu Fauerbach b. Fr. stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungs— werth der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapital-Aufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugs⸗Commission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. In dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grund⸗ eigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1. die Vollzugscommission die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. die Landescommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 10. Januar 1888. Der Vollzugscommissär für Feldbereinigung. Dr. Wallau. Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in Flur II. der Gemarkung Bauernheim. Nachdem sich in dem Abstimmungstermin am 10. November v. J. mehr als ¼ der betheiligten Grundbesitzer mit mehr als der Hälfte des Gesammiflächengehaltes für Vornahme der Feldbereinigung in Flur II. rubrieirter Gemarkung erklärt haben, und nachdem Einwen— dungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit des Ergebnisses nicht erhoben worden sind, hat die Großherzogliche Obere landwirth— schaftliche Behörde den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten verordnet und den Unterzeichneten zum Vollzugscommissär ernannt. 8 Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich gleich— zeitig sämmtliche betheiligten Grundbesitzer zu der in Gemäßheit des Artikel 16 des Gesstzes vom 28. September 1887 Montag den 4. Februar l. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehause zu Bauernheim stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächengehalt, oder den Abschätzungs— werth der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfniß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapital-Aufnahme aufgebracht g werden sollen; 2. die zur Vollzugs-Commission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wunsche und Anträge seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden. In dieser Versammlung hat jeder anwesende betheiligte Grund⸗ eigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritttheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch fur die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich. Kommen gültige Beschlüsse nicht zu Stande, so hat zu 1. die Vollzugscommisston die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. die Landescommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg den 10. Januar 1888. Der Vollzugscommissär für Feldbereinigung. Dr. Wallau. Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährtg freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch auf die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden Vorschriften mit dem Anfügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1) Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2) Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum ein⸗ jährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3) Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat(nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4) Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— zeugniß; b. ein Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormunds mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten. und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, fur alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ordnung, sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz⸗ ordnung(I. ö Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der§§. 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Erfatzordnung verwiesen. Großherzoglich Hessische Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige zu Darmstadt. Dr. Zeller. ——— H— Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875— aufzebracht digen el un erichtz und duhellgten de Ound⸗ ö Gülligkeit uler dieser elbindlich. u fasen ur dbdichter 1 nigung. aufgebracht andigen und gerichts und Betheiligten ligte Grund- er Gültigkeit d unter dieser derbindlich. zu fassen und ledsrichter zu nigung. e aufgebracht ständigen und s8gerichts und Betheiligten ligte Grund⸗ er Gültigkeit d unter dieser verbindlich. u fissen und hiedsrichter zu einigung 4 * durch Wa 5 Friedberg den 14. Januar 1889. 1 1 Erledigungen. 1. Das Ausschreiben gegen Johannes Fuchs in Vilbel durch Wachtmeister Will in Vilbel, 2. der Steckbrief gegen Valentin Schreiner von Maar chtmeister Lepper und Gendarm Steinbach in Friedberg, 3. der Steckbrief gegen Ludwig May von Walldorf durch Gendarm Steinbach in Friedberg. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer. Bekanntmachung. Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nachlaß des Baruch Kaufmann Stern von Friedberg sind inner halb 8 Tagen dabier anzumelden, wenn sie bei der Erb; vertheilung berücksicht werden sollen. Friedberg den 16. Januar 1889. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 267 Herzberger. . 121 5 Holzversteigerung. Dienstag den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen mehrere abgängige Obstbäume und einige Haufen Aus⸗ putzholz öffentlich meistbletend verstelgert werden. Die Zusammenkunft ist am Seegraben. Friedberg den 18. Januar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Steinhäußer. 273 Versteigerung von Straßen- Arbeiten. Das Zerschlagen des zur Unterhaltung der Staats— straßen im Baubezirk Friedberg erforderlichen Deck— materials soll für die Rechnungs jahre 1889/90 und 1890/91 an nachstehenden Terminen im Rathhaussaale zu Friedberg in Accord gegeben werden: J. Freitag den 25. Januar l. J., Vormittags 9 Uhr, für die Straßen: 1. Gießen— Frankfurt, Abth. 76 bis 222,33 2. Nieder-Mörlen— Usingen,„ 10„ 188,88 3. Friedberg- Homburg 68,82 4. Berstadt— Friedberg 5 5. Vilbel— Offenbach E II. Samstag den 26. Januar l. J., Vormittags 9 Uhr, für die Straßen: 1. Bonames— Homburg, Abth. 0 bis 16,7, 2. Höchst- Homburg, 7 0„ 10/45 3. Nieder Wöllstadt Hanau,„ 161„ 206,48 4. Ilbenstadt— Bingenheim,„ 167,68„ 219 5. Ilbenstadt—Büches, nee, 203 6. Schwalheimerhof— Nonnen⸗ stümpfen,„ 162„ 183,54 7. Ranstadt— Staden, 208 214,54 8. Friedberg—Staden, 5 0 50 Es wird bemerkt, daß die Accordanten des Stein— schlagens, sowie deren Hülfsarbeiter einer Krankenkasse angehören müͤssen. Friedberg den 16. Januar 1889. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 240 Kranz. Holz⸗Versteigerung. Montag den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Langenhainer Gemeindewald, Distrikt Eichkopf (an der Chaussee) folgendes Holz zur Versteigerung kommen: 127 Stück Nadel Stämme, .„ Derbstangen, 35 Raummeter Nadel-Scheiter und Knüppel, 14 Stöcke, 1 1150 Nadel-Wellen, 260 Gebund Ginstern; sodann soll Dienstag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in den Distrikten Filzhard und Bernhard am Matbacher Weg nachstehendes Holz zur Versteigerung kommen: 28 Stück Nadel⸗Stämme, 58 Raummeter Nadel-Scheiter und Knüppel; 8 5 Stöcke, 1230 Eichen⸗Wellen, 5950 Nadel-⸗Wellen, 850 Gebund Ginstern. Zusammenkunft am Dienstag am Eingang der Filz⸗ hard von Ziegenberg aus. Ziegenberg am 15. Januar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterel Langenhain. Rumpf. 7 7 239 Holzversteigerung. Dienstag den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindewald nachstehende Holzsortimente versteigert werden: 10 Kiefern- u. Fichten Stämme, 7,67 Festm. Inhalt, 44 Raummeter Buchen ⸗Knüppel, 48 15 Kiefern⸗„ 104 5 Buchen⸗Stöcke, 600 Stuck Buchen und Eichen⸗Wellen, 2650„ Kiefern- und Weichholz Wellen. Zusammenkunft auf der Heide. Nieder Florstadt den 17. Januar 1889. Großherzogliche eee Nieder⸗Florstadt. 3. 5000 Mark 2⁴ können außerhalb Friedberg à 47½0% gegen erste Hypo- nach Nord-Amerika ertheilt. Friedberg den 12. Januar 1889. 252 Bekanntmachung. Dem Nicolaus Spiegelberger zu Butzbach wurde heute die Concession als Unteragent des Hauptagenten Friedrich Vogt in Bingen zur Beförderung von Auswanderern durch die Schiffsbefrachter J. H. P. Schröder& Cie. in Bremen über den erwähnten Hafen Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 23. d. Mts., Mittags 2 Uhr, sollen an Ort und Stelle die Erdarbeiten bei Verschleifung der alten Frankfurter Straße in der Gemarkung Mel bach, veranschlagt zu 1200 M., öffentlich unter den daselbst bekannt gemacht werdenden Bedingungen abthellungsweise versteigert werden. In demselben Termine findet auch die Vergebung der Anlieferung von 115 obm Basaltsteinen zur Chausstrung der Abfahrten statt. Friedberg den 18. Januar 1889. Der Feldbereintigungsgeometer. Müller. Holzversteigerung. In den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen werden versteigert: 1) Samstag den 19. Januar in den Distrikten Am Forst⸗ garten und Rabennest: 160 Raummeter Buchen Scheiter, 277 247 10„ Knüppel, 50 7 Eichen⸗ 15 150 5 Buchen⸗Eichen⸗Stöcke, 6000 Stück Buchen⸗Wellen, 1 SEichen⸗ 2) Montag den 21. Januar in den Distrikten Am Forst⸗ garten und Rabennest: 211 Eichen-Stämme von 18— 50 om Durchmesser, 4—15 m Länge mit 114 ebm, 81 Buchen-Stämme von 15— 41 em Durchmesser, 4—12 m Länge mit 40 cbm. 3) Dienstag den 22. Januar in den Distrikten Klapper⸗ tannen und Bornwäldchen: 88 Raummeter Kiefern⸗Scheiter, 229„ Knüppel, 36 5 Birken⸗Knüppel von 4 m Länge, 7500 Stück Birken⸗Eichen Wellen, 4750 Erlen Wellen, 5000„ Nadel⸗„ 4) Mittwoch den 23. Januar im Distrikt Kleppertannen: 314 Kiefern⸗Stämme von 12— 49 em Durchmesser, 4—17 m Länge mit 144 ebm. Zusammenkunft am 19. und 21. Januar im Forst⸗ garten, am 22. und 23. Januar auf dem Hartbäumches⸗ weg im Distrikt Klappertanne, jedesmal Vormittags 9 Uhr. Ockstadt den 10. Januar 1889. Der Freihl. von Franckenstein'sche Oberförster umpf. 170 R * 2 ö Holz-Versteigerung. Im hliesigen Gemeindewalde, Distrikt Hässel, kommt nachbezeichnetes Holz zur Versteigerung: Montag den 21. Januar l. J.: 4 Raummeter Birken Scheitholz, 77 88 1 Nadel⸗ 5 70 1 Nadel⸗Knüppelholz, 34 5 Birken Knüppel, 2 5 As pen⸗ 3 450 Stück Buchen Wellen, 12100 Birken⸗Eichen⸗Wellen, 8300 Nadel Wellen, 1300 Weichholz Wellen, 325„ Dorn ⸗Wellen. Dienstag den 22. Januar l. J.: 91 Kiefern⸗Stämme= 41,64 ebm, 83 Fichten⸗Stämme= 30,11 ebm, 36 Fichten ⸗Derbstangen. Aus den Kiefern- und Fichten⸗Stämmen können Borden geschnitten werden. Der Anfang beginnt jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Zahlungstermin: 1. August 1889. Ober Mörlen am 14. Januar 1889. Großherzogliche„ Ober-Mörlen. e 219 eckel. Faselochs⸗Versteigerung. Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Gemeindehaus dahler ein der Gemeinde ge⸗ höriger, zur Nachzucht tauglicher Zjähriger Faselochs meistbietend versteigert werden. Oppershofen am 16. Januar 1889. Zahlungs⸗Aufforderung. Die Zahlung der Pachtgelder für Grundstücke der vereinigten Armenfonds, des Pfarrbesoldungsfonds und der milden Stiftungen dahier für 1888 wird hiermit in Erinnerung gebracht mit Frist von 10 Tagen bei Ver⸗ meidung gerichtlicher Mahnung. Friedberg den 18. Januar 1889. Der Stiftsrechner 78 Heidt. Holzversteigerung. Montag den 21. und Dienstag den 22. d. Mts. soll im Echzeller Gemeindewald nachverzeichnetes Holz zur Versteigerung kommen: 190 Etchenstämme von 15—38 Centimeter Durchmesser und 8—17 Meter Länge, 6 Lindenstämme von 24—50 Centimeter Durchmesser und 8— 12 Meter Länge, 26 Nadelstämme von 12—34 Centimeter Durchmesser und 14— 23 Meter Länge, 1 Buchenstamm von 27 Centimeter Durchmesser und 10 Meter Länge, 19 Fichten⸗Derbstangen, 38 Raummeter Buchen⸗Scheiter, 2 5 65 Linden⸗ 15 42 10 Buchen-Knüppel, 22 Eichen⸗ 1 228 5 Reisig, 56 65 Stöcke. Das Stammholz kommt am ersten Tage zum Aus⸗ gebot. Der Anfang ist jedesmal Morgens 9 Uhr am Ein⸗ gang des Waldes. Echzell den 16. Januar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. Habicht. 8 Schafweide-Verpachtung. Die der Gemeinde Vilbel zustehende Schafwelde⸗ Berechtigung soll Dienstag den 22. Januar 1889, Vormittags 11 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 6 Jahre anderweit verpachtet werden. Vilbel den 15. Januar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterel Vilbel. Hinkel. Holzversteigerung. Dienstag den 22. d. Mts. werden im Nieder⸗Weiseler Gemeindewald, Distriet Buch und Suterwald folgende Holzsortimente meistbietend versteigert: 44 Stämme Buchen, Eichen und Kiefern, 29 km, 5 Erlen⸗Stämme, 3,20 fw, 800 Stück Derb⸗ und Reisstangen, 6 km, 33 rm Elchen- und Erlen⸗Scheiter, 49 Knüppel, 245 230 „* 0 60„ 5 Stockholz, 6700 Buchen-, Eichen-, Erlen- und Nadel⸗Wellen. Der Anfang und die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr in der Struth bei Nr. 55. Nieder ⸗Weisel den 16. Januar 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder-Weisel. Krausgrill. „ 236 almkuchen, Niederlage des Vereins deutscher Oelfabriken in Mann⸗ heim, dessen Produkt auf der landwirthschaftlichen Aus⸗ stellung in Frankfurt a. M., außer Bewerbung, als hoch⸗ fein allgemein anerkannt wurde. Laut Attest der landwirthschaftlichen Versuchsstatlon in Darmstadt am 9. Januar 1889 17,30% Protein, haarfreie Qualltät. 5 Niederlage bei Wilhelm Fertsch. ⏑ 1 NI o Ein Lehrling, welcher die nöthigen Vorkenntnisse besitzt und aus guter Familie ist, kann alsbald unter günstigen Bedingungen 162 Großherzogliche Bürgermeisterei Oppershofen. Schmidt. Wo? sagt die Exp. d. Anz. 213 thek geliehen werden. 242 bei mir eintreten. l 214 A. Buch in Hungen. * — Geschäftsverlegung und Empfehlung. Meinen werthen Kunden sowie einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum mache hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich meine Wohnung und mein Geschaͤft in das von mir gekaufte früher L. Leopold'sche Haus, Kaiserstraße 56, gegenüber dem Amts⸗ gericht, verlegt habe. Indem ich für das seither mir bewiesene Vertrauen danke, bitte ich zugleich mir dasselbe auch in meiner neuen Wohnung erhalten zu wollen. Neben meiner in un— veränderter Weise fortbetriebenen Schuhmacherei werde ich wie mein Vorgänger nun auch ein großes Lager in Schuhwaaren aller Art unterhalten, und es wird mein durch längjährige Erfahrung und gründliche Geschäftskenntniß unterstütztes Bestreben sein, das alte Renommse meines Geschäftes, nur beste Waare zu billigstem Preise zu liefern, mir auch fernerhin zu erhalten. Anfertigungen nach Maaß und Reparaturen werden nach wie vor auf's Beste und Billigste ausgeführt. Fritz Weckerling, Sqhubmachermeister. 231 Kaiserstraße 56 Casino. General⸗Versammlung Samstag den 19. Januar, Abends 8 Uhr. Tages⸗ Ordnung: . Genehmigung der Rechnung pro 1888. . Rechenschaftsbericht des Präsidenten. . Jahresübersicht des Wein-Commissärs. „Feststellung des Voranschlags für 1889. Neuwahl des Präsidenten und dreler Vorstands⸗ mitglieder. Der Präsident 2 8 Damen- Caf mit Theatet Donnerstag den 24. Januar, Abends 77 Uhr. Sehr wichtig für jeden Landwirth. 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M. beauftrage ich Sie, den Bundesregierungen und dem„Reichs⸗Anzeiger“ die amtlichen Mitthei— lungen zu machen, welche erforderlich sind, um den Regierungen und den Reichs-Angehörigen ein eigenes Urtheil über das Verhalten der Reichsjustizverwaltung in der Untersuchungssache wider den Professor Geffcken zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke bestimme Ich, daß die An— klageschrift gegen den Dr. Geffcken im„Reichs— Anzeiger“ veröffentlicht und nebst den Anlagen derselben dem Bundesrath bebufs Verwerthung im Sinne Ihres Berichtes mitgetheilt werde. Berlin den 13. Januar 1889. Wilhelm 1. R. von Bismarck.— An den Reichskanzler.“ In dem hier angezogenen Berichte weist der Kanzler nach dem„Fr. J.“ auf die Entstellungen hin, welche ein Theil der Presse des In- und Aus⸗ landes in der Geffcken'schen Sache begangen, wodurch das Bedürfniß entstanden sei, die Mög— lichkeit eines eigenen, durch die reichsfeindliche Presse nicht gefälschten Urtheils beim Volke zu schaffen. Aus der umfangreichen Anklageschrift geht hervor, daß Kaiser Friedrich, sowohl v. Stosch wie Gustav Freytag gegenüber, ausdrücklich er— klärt hat, daß das Tagebuch nicht vor einer langen Reihe von Jahren veröffentlicht werden könne, weil zu viel Politisches darin sei, daß Geffcken sich zur deutschconservativen Partei zählte, aber, wie aus seiner Correspondenz mit v. Roggen— bach hervorgeht, dem Reichskanzler auf allen Ge— bieten und persönlich auf das feindlichste gegen— übersteht. Die Briefe Roggenbach's an Geffcken vom 24. August und 6. September v. J. er⸗ geben, daß der Erstere Geffcken zu einer Denk— schrift für Kaiser Wilhelm II. angeregt hat. Roggenbach hat später Bedenken gehabt, als ihm der Entwurf vorlag; er hat denselben nach der Verhaftung Geffckens dem Vertheidiger desselben übergeben. Die Concepte zu dem Erlaß Kaiser Friedrichs an den Reichskanzler bei der Thron⸗ besteigung und der Aufruf„An mein Volk“ haben sich bei Geffcken gefunden, welcher sich als den Verfasser beider Actenstücke bezeichnet. Auf Veranlassung des damaligen Kronprinzen hat v. Stosch im Jahre 1885, als Kaiser Wil— helm in Ems schwer erkrankte, diese Kundge— bungen vorbereiten wollen und ist zu diesem Zwecke mit Geffcken auf seinem Gute in Oest— rich a. Rh. zusammengetroffen, wo die Procla— mation besprochen wurde. Geffcken hat dieselbe verfaßt und v. Stosch dieselbe im August 1885 dem Kronprinzen auf der Mainau überreicht. Der in der Geffcken-Roggenbach'schen Corre— spondenz wiederholt genannte beiderseitige Be⸗ kannte und Vertraute Morier ist früher der englischen Botschaft in Berlin attachirt gewesen, war dann Gesandter in Darmstadt und ist jetzt Botschafter in Petersburg. — 17. Jan. Reichstag. Bei dem Etat der Eisenbahnverwaltung weist der Abg. Petri auf die Uebelstände hin, welche sich in Folge des Paßzwanges ergeben haben, und ersucht den Reichstag, auf die Aufhebung dieser Maßregel hinwirken zu wollen. Staatsminister v. Böt— ticher erwiedert darauf, zur Zeit sei diese Maß— regel im Interesse des Friedens und der Wohl fahrt des Reiches nothwendig. Beim Postetat klagt der Abg. Singer über die Postverwaltung, die den Socialisten gegenüber ihre sonstige Fin— digkeit vermissen lasse, auch unberechtigterweise Kreuzband-Sendungen an Socialisten öffne— Staatssekretär Stephan weist diese Beschwerden als in keiner Weise begründet zurück. Die Vor— enthaltung von Briefen und Drucksachen erfolge einzig und allein auf Verfügung des Staatsan- walts oder des Richters. — 16. Jan. Das Abgeordnetenhaus wählte das bisherige Präsidium wieder. Der Finanz— minister brachte den Staatshaushalts-Etat ein und gab gleichzeitig ein Finanz-Exposé. Für das neue Etatsjahr wurde sich hiernach die Finanz— lage des Staates, so weit sich übersehen läßt, um 62 Millionen verbessern. Dasselbe balancirt mit 1,513,894,875 M. in Ausgaben und Ein— nahmen. Der aus vorigem Etatsjahre her— rührende Verwaltungsüberschuß von ca. 36 Mill. soll zur außerordentlichen Schuldentilgung ver— wendet werden. — Wie die„Köln. Ztg.“ vernimmt, reichte Justizminister v. Friedberg wegen Alters und Kränklichkeit sein Abschiedsgesuch ein und wurde dasselbe vom Kaiser unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers angenommen. — Einer amtlichen Meldung aus Apia vom 8. d. M. zufolge ist der am 18. Dec. verwun— dete Lieutenant Spengler am 31. Dec. gestorben. Das Befinden der übrigen Verwundeten ist gut Bückeburg, 16. Jan. Der Kaiser, der Fürst und der Erbprinz begaben sich heute Vor— mittag zur Jagd nach dem Forstrevier Baum, wo ein für die drei Fürstlichkeiten eingestelltes Jagen auf Hirsche veranstaltet wurde. Der Kaiser fuhr mit dem Fürsten im offenen Wagen. Auf dem Schloßhofe bildeten 600 berittene Bauern in Nationaltracht, langen weißen Röcken, niedrigen schwarzen Hüten auf mit Blumen ge— schmückten Pferden, in den Straßen Vereine, Schulen und die Knappschaft mit ihren Fahnen Spalier. Nachmittags wurde eine Jagd auf Hirsche veranstaltet, an welcher auch das Ge— folge und die Gäste theilnahmen.— 17. Jan. Der Kaiser kehrte heute Nachmittag von der Jagd zurück, auf welcher er 31 Hirsche, darun— ter fünf Vierzehnender, acht Zwölfender, sowie drei Thiere erlegte. Um 5 Uhr fand ein Diner im Schlosse statt, nach welchem der Kaiser mit dem Fürsten und den fürstlichen Damen die im Schloßhofe bereitete Strecke besichtigte, wo ihn eine zahlreiche Menge mit enthusiastischen Hoch— rufen begrüßte. Der Kaiser reiste sodann wie— der nach Berlin ab. Kiel. Am 23. Januar geht von hier ein Ersatzctommando von 30 Mann unter Führung des Unterlieutenant Funke von Bremerhaven nach Apia ab. Die Ankunft dort soll am 1. April erfolgen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 14. Jan. Viel bemerkt wird, daß Kaiser Franz Joseph die heute auf der Durchreise nach Petersburg hier weilenden zwei Töchter des Fürsten von Monteregro im Hotel besuchte, was bisher nie— mals geschehen ist, ferner, daß der Kaiser den montenegrinischen Senatspräsidenten Petrowitsch, den Begleiter der beiden Prinzessinnen, in Au⸗ dienz empfing. Graf Kalnoky besuchte ebenfalls die Prinzessinnen und Petrowitsch und erhielt später den Gegenbesuch des Letzteren. i — Das„Fremdenblatt“ bezeichnet auf Grund authentischer Informationen die Nachricht eines Wiener Correspondenten der„Nowoje Wremja“, Oesterreich-Ungarn schicke sich an, das ganze Sandschak Novibazar zu occupiren, sowie alle an diese Behauptung geknüpften Mittheilungen für vollständig erfunden. Schweden. Stockholm, 17. Jan. Die Thronrede bei der Reichstagseröffnung spricht die Freude über den Besuch des deutschen Kai— sers aus. Unter den Gesetzvorlagen sind Maß— regeln betreffend die Arbeiterversicherung ange— kündigt. Der Budgetüberschuß beträgt ungefähr 10 Million Kronen und ist hauptsächlich durch Zolleinnahmen herbeigeführt. Belgien. Brüssel, 16. Jan. Wie die „N. fr. Pr.“ in Wien von hier erfährt, sollte der hier wohnende deutsche Photograph Ehrlich gestern auf Antrag der deutschen Regierung ver— haftet werden. Derselbe wird bezichtigt, an Frankreich Festungspläne, u. A. von Straßburg, gegen eine große Geldsumme ausgeliefert zu haben. Es gelang Ehrlich jedoch, zu flüchten. Frankreich. Paris. In der Abgeordneten— kammer erklärte Andrieux, er wolle die Regie— rung über die Lage in Hinter-Indien interpelliren; er glaube, daß die Lage in Tongking sich ver— schlimmert habe und dringende Maßregeln er— heische. Die Kammer vertagte die Interpella— tion auf einen Monat. Amerika. Washington, 16. Jan. Präsi⸗ dent Cleveland übermittelte dem Congresse eine Botschaft über die Samoafrage, worin es heißt, Deutschland erkläre zwar: weder wünsche noch beabsichtige es, die eingeborene samoanische Re— gierung zu stürzen oder die vertragsmäßigen Rechte der Unionsstaaten zu ignoriren; viel— mehr lade es die Unionsregierung fortgesetzt ein, gemeinschaftlich den Frieden und die Ruhe der Inseln herzustellen; immerhin schienen die be— treffenden Vorschläge Deutschlauds dazu ange— than, zu einem Uebergewicht der deutschen Macht in Samoa zu führen, wie solches die Unions— staaten niemals beabsichtigt hätten. Solches sei mit den früheren Vereinbarungen und Verstän— digungen unvereinbar. Die jüngsten Ereignisse in Samoa machten den Argwohn rege, Deutsch— land begnüge sich nicht mit einer neutralen Stellung. Der Präsident fügt hinzu, seine Ansichten be— treffs der in der Samoa-Frage einzuschlagenden Politik seien in dem Schriftwechsel und den Documenten ausgedrückt, welche dem Congresse mitgetheilt worden seien. Die behufs eingehen— der Eröterung seitens der Legislatur erwähnten Documente seien bis jetzt noch nicht veröffentlicht. Egypten. Kairo. In London ist von hier die Nachricht eingetroffen, daß eine Armee Der⸗ wische den Marsch von Dongola nach Wady— halfa angetreten hat. Afrika. Sansibar. Die katholische Mis— sionsstation bei Pubu wurde am 13. ds. von den Rebellen überfallen. Zwei Bruder und eine Schwester wurden ermordet; drei Brüder und eine Schwester gefangen genommen. Einem Bruder ist es gelungen, sich durch die Flucht zu retten. Aus Stadt und Land. J. Friedberg, 16. Jan. Heute wurde ein Arbeiter auf einer hiesigen Russensteinfabrik durch herunterfallende Erdmassen verschütttet. Er war wiederholt gewarnt wor⸗ den, an der fraglichen Stelle ohne Sprießen weiter zu arbeiten, kümmerte sich aber nichts um diese Warnungen. Als er zu der gewohnten Mahlzeit nicht erschien, sah man nach ihm, fand ihn verschüttet und konnte ihn nach einstündiger Arbeit nur als Leiche ausgraben. s. Friedberg. Nach einem vom Mainthal-Sänger⸗ Bund am 12. August v. J. in Offenbach gefaßten Be⸗ schlusse soll der diesjährige Sängertag in hiesiger Stadt abgehalten werden. In wohlwollendster Weise hat das Hofmarschallamt den Schloßplatz als Festplatz genehmigt; auch sind die wirthschaftlichen Angelegenheiten geordnet. Zur Bestreitung der Kosten wird der„Liederkranz“, der einzige hiesige Verein, der dem Mainthal-Sänger-Bund angehört, eine Liste eirkuliren lassen, um einen Garantie fonds zu beschaffen, von dem nur dann Gebrauch ge— macht wird, wenn die Einnahmen bei dem Coneert nicht hinreichen sollten. Hoffen wir, daß die Zeichnungen ge— nügend ausfallen werden. r. Bad⸗ Nauheim. Sonntag den 27. Januar, Nachmittags 4 Uhr, findet im neuen Kurhause dahier zu Ehren des Geburtstags des Kaisers Wilhelm II. ein „ Festessen statt, auf das wir auch an dieser Stelle auf merksam machen r. Butzbach, 13. Jan. Heute hielt Landwirtschafts lehrer Dr. v. Peter von Friedberg hier einen Vortrag über Obstbau, gelegentlich einer Versammlung der Mit⸗ glieder des Obstausstellungscomités, welcher zur Grün⸗ dung eines Obstbau Vereins führte. Die Gründung dieses Vereins wurde von allen Anwesenden freudig be— grüßt. Um Jedermann den Erwerb der Mitgliedschaft zu erleichtern, wurde der Jahresbeitrag auf nur 1 Mark festgesetzt. Die provisorische Leitung des Vereins liegt in den bewährten Händen des Forstinspeetors Reuß hier, bis in elner demnächst einzuberufenden General Versamm⸗ lung der Vorstand gewählt und die Vereinssatzungen, mit deren Entwurf Lehrer Metz in Steinfurth, der be kannte Herausgeber der Rosenzeitung, betraut wurde, berathen und angenommen werden. Möge es gelingen, daß dieser Verein durch zahlreichen Beitritt wachse und gedeihe zum Segen des welten Bezirks der Wetterau, die ja mit nur wenig Ausnahmen vortreffliches Obst erzeugt; und wenn erst durch die Anregung des Vereins die Obsibäume selbst besser gepflegt werden, die besten und einträglichsten Sorten für hiesige Gegend, festgestellt und bekannt, mehr angebaut werden, auch für die Ver⸗ werthung des Obstes besser gesorgt wird, so kann und wird es nicht fehlen, daß die Nachwelt dankbar der Stunde gedenkt, in welcher dieser Verein ins Leben trat. Der Obsifreunde gibt es ja viel in der Wetterau, mögen sie nicht säumen, ihren Beitritt zu erklären. Darmstadt. Der verstorbene Prinz Alexander von Hessen vermachte testamentarisch dem Museum seine reich— hallige He sische Münzsammlung Allerlei. Berlin. Kalser Wilhelm legt, wie die Allgemeine 5 Fleischer Zeitung zu melden weiß, Werth darauf, daß für den Hof nur Produkte deutscher Arbeit verwendet werden. Der Monarch hat demgemäß jetzt auch im Küchenwesen mit dem französischen System gebrochen und gelegentlich der vorgenommenen Vergrößerung der Hof— küche die bisherigen französischen Küchenchefs abgeschafft. Bayreuth. Als der Gesang Verein zu Kirchleus bei Bay euth am 16. September v. J einen Ball abhlelt, fungirte der Oekonom Ruppert als Tanzordner. Die Würde seines Amtes documentirte eine Kuhglocke, mit welcher er das Zeichen zum Aussetzen gab. Als nun einmal ein Tänzer diesem Signal nicht gehorchte, schlug ihm der schneidige Balleommissär die Kuhglocke derart an den Kopf, daß sofort Blut aus einer klaffenden Wunde spritzte. Für diese energische Wahrung der Tanz⸗ ordnung erhielt Ruppert dieser Tage vom Schöffengericht 21 Tage Gefängniß. Palermo, 16. Jan. Hler stürzte heute während des Begräbnisses des Marquis Torrearsa eine Tribüne ein. 36 Personen wurden mehr oder wentger verletzt. Pars. Dem„Petit Journal“ in Paris ist eine Depesche aus Tunis mit der Meldung zugegangen, daß daselbst neben anderen Verbrechern auch„Jack der Auf⸗ schlitzer“ dingfest gemacht worden sei. London, 16. Januar. Zwischen Cap Adrian und Finisterre ist am Samstag der englische Post Dampfer „Priam“ gescheltert. Es ist ein großer Verlust an Men— schenleben zu beklagen London, 15. Januar. Die Regierung erhielt ein Telegramm des britischen Consuls in Tunis, welcher mel— det, daß dort ein Mann wegen Ermordung elner Frau verhaftet worden ist; derselbe gesteht ein, in Whitechapel gelebt zu haben Handel und Verkehr. Butzbach, 16. Januar. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0 85—0.00., Käse per Pfund 45- 46 Pf., Eier 1 Stück 7 Pf. Homburg, 17. Januar. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 4.50— 5.00, per Gescheld 12 Pf. Eier per Stück 8 9 Pf. Butter per Pfund 1. Qualität M. 1.10, das Pfd. M. 2.00 Stück 1416 Pf., Sellerie 40 bis Päckchen 30— 40 Pf., frische Spargeln bis 3.00, französischer Kopfsalat das Sellerteköpfe 5 bis 15 Pf., französischer 50 Pf., franz. Romainsalat per St. 5060 Pf., Wirsing per Stück 10—15 Pf., Zwiebeln per Pfd. 7—9 Pf., Kohl⸗ raben per Stück 46 Pf., Weißkraut per St. 10— 20 Pf., Aepfel per Pfd. 15— 20 Pf., Birnen per Pfd. 5—10 Pf., Nüsse per Pfund 20- 28 Pf., Mauskartoffeln per Ge⸗ scheid 20 bis 25 Pf, Spinat 70100 Pf., Rosenkohl 40—60 Pf., Schwarzwurzel 40— 60 Pf., gelbe Rüben die Portion 15—20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., rothe Rüben per Portion 20—30 Pf., Teltower Rübchen 30 Pf., neue französische Bohnen per Pfund 70—80 Pf., Grünkohl 30—40 Pf., Kastanien das Pfund 14-15 Pf. Frankfurt, 17. Jan. Fruchtbericht. Roggenmehl Nr. 0/1 ab Berlin von M. 22.00— 22.60, hochfeines Weizenmehl, bayerisches Fabrikat, M. 32.00 loco hier bezahlt und übrig. Hiesiges Weizenmehl Nr. O0 M. 31.50 bis 33.50, Nr. 1 M. 29.25— 31.25, Nr. 2 M. 26.50 bis 27.50, Nr. 3 M. 26.00— 27.00, Nr. 4 M. 21.— 22. Nr. 5 M. 18.00 19.00, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 55.00— 59.00, nordd. und westfälische Weizen meble Nr. 00 M. 28.00— 00.00, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 25.5026 00, Nr. 0/1 M. 23.50— 24.00, Nr. 1 M. 21.50—22.00, Nr. 2 M. 18.00- 19.00, Roggenkleie M. 10.00 00.00, Weizenkleie M. 9.— 9.25, Malzkeime M. 9.60, Spelzenspreu M. 4.40, Rüböl im Detail M. 66. Obige Preise verstehen sich per 100 Kilo ab hier, häufig auch loeo auswärtiger Stattonen. zu errichten, haben in vielen Orten Beachtung und auch bei uns ist diesbezüglich Vorsorge Vor allen Dingen ist darauf zu achten, daß für die erscheinenden Vogelarten auch das geeignete Futter ausgewählt wird. Zur näheren Orientirung diene die nachfolgende Zusammenstellung: 5 Allesfresser(gekochtes Fleisch, wenn andere na“ mentlich Singvögel, nicht Zutritt haben, auch Kartoffeln und Brod): Staar, Dohle, Rabenkrähe, Nebelkrähe (Saatkrähe), Elster, Eichelhäher, Tannenhäher. Körnerfresser(mehlige und ölige Sämereien ge⸗ mischt): Heckenbraunelle, Haubenlerche, Feldlerche, Heide⸗ lerche, Alpenlerche, Grauammer, Goldammer, Lerchen⸗ sporner, Schneesporner, Schneefink, Buchfink, Bergfink/ Berghänfling, Erlenzeisig, Leinfink, Stieglitz, Hänfling, Gimpel, Hakengtmpel, Rebhuhn. d Insekten⸗ und Körnerfresser(mehlige und ölige grobe Sämereien, Speck, gekochtes Fleisch): Großer, mittlerer und kleiner Buntspecht, Spechtmeise, Sumpf⸗ meise, Tannenmeise, Haubenmeise, Kohlmeise, Schwanz meise, Blaumeise. Insekten- und Beere gekochtes Fleisch, Aepfel⸗ und Zwetschen 0 schwanz, Schwarzamsel, Ringamsel, Ziemer; Schnärr⸗ drossel, Zippdrossel, Weindrossel, Feldlerche, Heidelerche. Insektenfresser(Mehlwürmer, Ameisenpuppen, Fleisch): Eisvogel, Grünspecht, Grauspecht, Schwarz⸗ specht, Baumläufer, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Bach⸗ Vögelein gefunden getroffen. nfresser(geriebene Rüben, stückchen): Seiden⸗ amsel, Wintergoldhäbnchen, Bergstelze(Bachstelze). Schriftlichen Anfragen wegen Auskunft über eine Annonce ist stets das Rückporto beizufügen, wenn auf eine prompte Antwort reflektirt wird. Die Exped. des Oberh. Anzeigers. Kirchliche Anzeigen für Friedberg Verloosungen. Wiener Communal 100 fl.⸗Loose von 1874. Serien- und Gewinn Ziehung vom 2. Januar 1889. Heim- ahlung am 1. April 1889. Serien: Nr. 31 113 144 173 267 369 1449 1508 1710 1927 2051 2228 2266. Gewinne: Serte 1508 Nr. 69 à 200,000 fl. Serie 113 Nr. 42 à 20,000 fl. S. 2051 Nr. 53 à 5000 fl. S. 144 Nr. 2, S. 173 Nr. 4, S. 267 Nr. 41, S. 2051 Nr. 13, S. 2228 Nr. 74 à 1000 fl. S. 31 Nr. 62, S. 113 Nr. 63, S. 173 Nr. 43, S. 267 Nr. 17 27, S. 369 Nr. 9, S. 1449 Nr. 2 42 89, S. 1710 Nr. 66 78, S. 2228 Nr. 76 à 250 fl. Auf alle übrigen in vor stehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 140 fl Oesterreichische Credit-Anstalt 100 Gulden⸗ Loose vom Jahre 1858. Zlehung am 2. Januar. Aus zahlung am 1. Juli d. J. Serien: 585 685 967 1059 1690 1766 2327 2395 2420 3074 3225 32913354 3674 3752 4042 4074 4146. Hauptpreise: Serie 3074 Nr. 81 a 150,000 fl. S. 2327 Nr. 54 à 30,000 fl. S. 2327 Nr. 4 à 15,000 fl. S. 967 Nr. 9, S. 1766 Nr. 61 à 5000 fl. S. 1059 Nr. 66, S. 3074 Nr. 24 à 2000 fl. Ebangelische Gemeinde. 2. Sonntag nach Epiphania. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½½ Uhr: Herr Pfarrer Dr. Diegel. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Renner. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Velte. 0 Katholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. 0 Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 8/7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlebre und Andacht. Nr. 2144 166 265 310 320 446 448 704 714 876 976 1034 190 253 316 425 432 729 755 835 2231 564 576 630 760 843 965 979 3093 139 231 236 511 531 557 562 582 605 697 725 769 996 4054 109 213 264 287 311 348 478 513 517 556 807 898 958 5018 112 139 181 294 310 388 550 688 718 775 895 900 923 999 à 1000 fl. Nr. 123 175 287 292 306 361 456 484 512 549 586 590 612 646 648 719 772 870 1041 051 057 341 367 474 569 640 668 673 692 703 733 771 789 913 936 994 2075 207 216 361 478 558 867 986 3104 216 351 385 429 529 543 568 604 669 690 784 879 4307 563 753 869 898 984 à 100 fl. Literarisches. Daheim Nr. 15 enthält: Der Weg zum Glück.(Forts.) —„Die Quitzows“ von E. v. Wildenbruch.— Dr. Meyer. Von R. Andree. Mit Porträt.— In Spanien. III. Retse⸗ briefe v. W. Thiele.— Die„Urtana“ in Berlin. Von R. Haff.— Zu unsern Bildern: Der Parlamentär und S. 685 Nr. 72, S. 3225 Nr. 20 à 1500 fl.— Donau-⸗Regulirung, proc. Anleihe. Zlehung Heiserkeit, duflen und Verschleimung werden nicht vom 2. Januar 1889.— Helmzahlung am 2. Juli 1889. selten mit geradezu sträflicher Nachlässigkeit unbeachtet gelassen und als ein Uebel betrachtet, das auch ohne Zuthun des Leidenden wieder vergehen muß, wie es ent⸗ slanden ist. Wie schwer aber rächt sich diese Vernach⸗ lässigung, die zuweilen die Ursache zu aufreibender, lang andauernder Krankheit ist, die Lebenskeim und Glück be— droht. Es hätte ein zeitiger Gebrauch der Sodener Mineral Paflillen, die betreffs der Schleimlösung, Hel⸗ lung der katarrhalischen Entzündung und Beruhigung der aufgeregten Halsorgane als unerreicht dastehen, ge⸗ nügt, das Uebel an der Wurzel auszurotten. Möge diese Wahrheit ein Mahnruf für alle Hustende sein! Die Sodener Pastillen können in allen Apotheken, Droguerken und Miner.⸗Wasserhandl. à 85 Pf. per Schachtel be⸗ zogen werden. 248 Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln ö hat uns den Debit des 2. Qualität M. 1.00. Dilettantenquartett.— Der tapfere Pauker.— Das Land 7* Zinn 0 Frankfurt, 16. Jan. Wochenmarkt. Erbsen ganze der Spitzen.— Egyptische Thierbilder.— 3 Beilagen. allein ächten Cölnischen Wassers 1 N. per Ufd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen übertragen und empfehlen wir dasselbe 1 18—28 Pf, weiße Bohnen 16— 18 Pf., hiesige Kartoffeln Die Noth der kleinen Sänger in Wald und Feld per Glas zu M. 1.75, 1 1 per Gescheid 1012 Pf., krause Endivien 25— 35 Pf., ist in der kalten Winterszeit sehr groß und ängstlich„ ½j Dutzend„„900, 1 Butter per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier das Stück 8 bis suchen dieselben nach einem Körnchen Futter. Die wie—„ Dutzend„. 9 Pf., Blumenkohl 30—60 Pf. frische Suppenspargeln das derholten Anregungen, Futterplätze für die hungerndue Die Expedition des Anzeigers. ö Hrabgarten-Verstei frai stei hilti f 1 . gerung. f 0 erf Mobiliar⸗V i 1 Montag 90 21. Januar, 1 11 15 soll Hb rait ever teigerung. 2 b l tar⸗ erste gerung. b een Noppen auf kreiwiülgen Aula 175 Dienstag den 22. Januar, Vormittags 11 Uhr, sollen Dienstag den 29. Januar l. J.(nöthigenfalls den Ludwig Schuch ard von Friedberg nachverzeschneter auf hiesigem Rathhause die zum Nachlaß des B. K. Stern darauf folgenden Tag), Vormittags 9 Uhr anfangend, Grabgarken zum zweiten und letzten Male öffentlich meist gehörenden Immobilien nochmals öffentlich meistbietend sversteigere sch im Auftrag der Erben den Nachlaß des bletend verstelgert werden: versteigert 8 i 1 Wee 0 B. K. Stern in dessen emarkung Friedberg: ebausung(Bahnhofstraße) dahler, bestehend in: 5 1 bor den] Flur II. Nr. 287— 44 am Hofrallhe in der Stadt. ichen, Stüblen, e 5 1 Garnitur, be 9 Wainzerthor. e Nr. 288= 96 am Grabgarten daselbst. stehend in! Sopha und 6 Stühlen, mehreren Spiegeln, Friedberg den 18. Januar 1889. Bemerkt wird, daß die Hofrafthe unmittelbar an dem Sophas, mehreren Commoden mit Glas aufsatz, Bett- i Oroßherzogliches Ortsgericht Friedberg. Babnbof liegt, mit Einfahrt, Hofraum und den nöthigen] stellen, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 2 Regula⸗ N 270 Steinhane Lager⸗Räumen versehen ist, so daß dieselbe zu jedem! toren, 1 Pendules, Kleidungsstücken, Bettwerk, Welß⸗ ö ——. 5 8 großeren Geschäftsbetrieb sich eignet zeug, Gold und Silber, Haus- und Küchengeräthen ö Ein ordentliches Dienstmädchen, 5 ebenen hes Datsger 1 2 f N 7 Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. öffentlich meistbletend gegen Baarzahlung.* welches in allen Hausarbeiten erfahren ist, wird gegen 271 Steinhäußer. Friedberg, 18. Januar 1889. hoben Lobn auf Petritag gesucht. 22ͤãͤ ͤ ͤVTVVVb.T0bTTbVbTb0b0V00 1 Schwarz Len wen? Jagt ble Eben d Ann. 750 interhand. chuhe Großh. Hoftazeto. 555 NB. f d a ö a g 5. Bemerkt wird noch, daß sämmtliche Gegenstände 4000 Mark Handschuhe in Rauhleder, Glacé, Seide sich im besten Zustande befinden. 5 25 8 liegen gegen erste hypothekarssche Sicherheit zum Aus⸗ 265 leihen berttt. Wo? sagt die Exped. d. Anz. und Fil d' Ecosse billigst bei 61 J. Kein, vorm. K. Fried uch, neben der Post. eingetroffen. Frische Schell sische Ph. 8 14 4 14 25 Dan. Rümmich. fut, Vergfink, gerlebene Ni cher): 10 lemer, Schnärr⸗ che, Heldtlerche Ameisenpuppen, 1 n unkonig, Bach⸗ achstelze). 9 —ů—ß—ß8—ʒ᷑¹'2 agen ist stets das eine prompte Anzeigers. —— iedberg anta. Meyer. che. . Dlegel. Renner. . Uhr: Austheilung hamt mit Predigt. E ung werden nicht sigkeit unbeachtet „das auch ohn muß, wie es enk ich diese Vernach⸗ auf telbender/ lang eim und Glück be⸗ uch der Sodener chlelmlosung, Hel. und Beruhigung echt dastehen, ge⸗ ten. Möge dies stende sein! Dit beken, e Schachtel be⸗ . — Farina h in Cöln es u Wuserl ir dasselbe 1.75, Die Versicherungsgesellschast Thuringia in Erfurt! mit einem Gesammt⸗ Garantiefonds von 31 Millionen Mark gewährt— außer Feuer- 228 und Transportversicherung—: 1) Kapital⸗Versicherung auf den Todesfall mit und ohne Dividende, 2) Begräbnißgeld-Versicherung, 3) Kapital-Versicherung auf den Alters versorgung, 4) Wittwenpensions⸗ und Renten⸗ Lebensfall, behufs Aussteuer und Versicherung, 5) Versicherung gegen Reise⸗Unfälle und Unfälle aller Art. Zu jeder Auskunft, sowie zur Verabreichung von Prospecten, Antragsbogen ꝛc. ist gern bereit 289 Philipp Vogt in Friedberg. Strassburger Submissions-Anzeiger für das deutsche Reich. Centralblatt öffentlicher Ausschreibungen der Eisenbahn⸗, Bau⸗, Forst⸗, Militär⸗ und Gemeindebehörden. Erscheint jeden Sonntag und Donnerstag. Abonnement: pro Quartal 3 Reichsmark. Expeditions⸗Büreau: Finkmattstaden 2. Insertion: 30 Pf. die A4gespaltene Petitzelle. Der„Straßburger Submissions-Anzeiger für das deutsche Reich“ erscheint in Straßburg i. E. wöchentlich zweimal, ist das geeigneteste Publikations Organ für alle im deutschen Reiche vorkommenden öffentlichen Arbeiten und enthält alle Ausschreibungen über Submissionen, Lieferungen und Verkäufe der Eisenbahn⸗-, Post⸗, Telegraphen-, Bau-, Forst⸗, Militär- und Gemeindebehörden ꝛc. Derselbe berichtet in zuverlässiger Weise über alle Ausschreibungen genau und prompt, enthält Originalberichte über öffentliche Bauten und Arbeiten, Mitthellungen auf dem Gebiete der Industrie, des Verkehrswesens und der Statistik und ver⸗ öffentlicht alle Submissions⸗Ergebnisse, welche für den Leserkreis Interesse bieten, soweit solche erhältlich sind. Die Holz- und Lohrinden-Versteigerungen von allgemeinem Interesse sind im„Submissions-An⸗ zeiger“ enthalten. N Geschäftsempfehlungen finden durch das Blatt eine weitgehende erfolgreiche Verbreitung. Man abonnirt bet feder Postanstalt des deutschen Reichs oder bei der Expeditton in Straßburg im Elsaß, Finkmattstaden Nr. 2.— Insertionsaufträge nimmt an Carl Bindernagel in Friedberg. 3 Versteigerung. Im Köpperner Gemeindewalde, Schläge 7, 8, 9, und in dem Distrikt 1—4, kommen folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: Dienstag den 22. Januar l. J.: 51 Eichen Stämme von 22,165 Festmeter, 143 Fichten⸗„ 757 5 205 Lärchen⸗„ 540,39 5 6 Kiefern⸗„ 30 5 2 8 2 510 Stück Fichten⸗ Stangen 1. bis 3. Klasse, 6 bis 15 Meter lang, 115 Stück Lärchen⸗Stangen 1. bis 3. Klasse. Zusammenkunft im Schlag Nr. 9 an der Rodheim- Köpperner Grenzschneise Vormittags 9½ Uhr. Mittwoch den 23. Januar l. J.: 225 Stück Lärchen-Stangen, 600„ Kiefern-Bohnenstangen, 21 Raummeter Eichen-Prügelholz, 2 15 Buchen⸗ 5 8 7 Birken 7 110 1 Kiefern⸗ 75 875 Stück Eichen-Wellen, 2375„ gemischte Laubholz- Wellen, 3500„ Kiefern-Wellen, 2200„ gemischte Nadelholz⸗ Wellen, 47 Raummeter Eichen Stockholz und 77 15 Nadelholz. Zusammenkunft am Pflanzgarten bei der Hüttenmühle Vormittags 9½ Uhr. NB. Bei Vorlegung von vorschriftsmäßigen Bürg⸗ scheinen wird Zahlungsfrist bis zum 30. September l. J. gewährt. Köppern den 14. Januar 1889. Der Bürgermeister C 3 See. Kal ur 1889 alender für 1889. Reichsbote M.—.40 Familtenkalender„—.50 Landkalender„—.20 —— ducchschossen„—.25 Spinnstube 0 Daheimkalender„ 350 Lahrer Bote„—.30 Hebel's Hausfreund„—.20 Großer Lahrer Kalender 1 Gehörnte Siegfried—.25 Vorräthig bel Carl Bindernagel. Ein tüchtiger Schlossergeselle findet dauernde Beschäftigung bei Carl Rnipp, Schlossermeister, in Bad⸗Nauheim. 204 2 Friedrichsdorfer Zwieback empfiehlt 95 Ph. Dan. skümmich. 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Freunden, Bekannten und Verwandten hier⸗ mit die traurige Mittheilung, daß unsere geliebte Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Maria Leonhard wirrwe heute Mittag nach langem schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Friedberg den 17. Januar 1889. 3 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag den 20. d. M., Nachmittags 3 Uhr, vom Bürgerhospital aus statt. Besondere Einladung erfolgt nicht. 25 Todes- Anzeige. Statt besonderer Anzeige machen wir Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mittheilung daß Gott der Herr unsere liebe Mutter Frau Pfarrer Auguste Ori. geb. Textor, heute nach längerem schweren Leiden zu sich ge— nommen hat. Friedberg, 17. Januar 1889. Julie Orth. Otto Orth, Pfarrverwalter. Die Beerdigung findet Sonntag, 20. Januar, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Fetedhof zu Okarben statt. 274 Todes Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unseren lieben Sohn, Gatten und Vater Heinrich Scherrer nach kurzem Krankenlager heute in ein besseres Leben abzurufen. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag statt. 279 Um stille Theilnahme bittet für die trauernden Hinterbliebenen: G. Scherrer, Gemeinde ⸗Einnehmer. Wölfersheim am 17. Januar 1889. * aa 1 Grünfutter im Winter! Wir beehren uns niötheile, daß Herr R. Westernacher in Lindheim, Bahn⸗ station Stockheim der Oberhessischen Eisenbahn, eine Feime Süßpreßfutter angeschnitten und in Fütterung genommen hat. Herr Wester nacher war so freundlich uns zu gestatten Interessenten einzuladen, sich von dem Gelingen und von der Vorzüglichkeit dieses Jutters an Ort und Stelle, von heute ab bis zum 25. Januar, zu überzeugen. Ph. May farth& Co., 266 Frankfurt a. M. N. Berlin N., Chausseestraße 2 E. Vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg: Neuer praktischer Universal-Briefsteller für das geschäftliche und gesellige Leben. 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