9 1889. 7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt j J; . 1 18950 Freitag 6 ittwoch] Freisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. de Bespre 15 Iimnoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen vor ö 1 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. U 1——— genschirm, Laderaum Amtlicher Theil. betreffend: Die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen. Friedberg am 15. Juli 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Seitens der Großherzoglichen Steuercommissariate ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß die von den größeren Grundbesitzern in eis ausverkaul.hemäßheit des Formulars 4 zu der Verordnung vom 11. Juli 1888(Regierungsblatt Seite 94) eingereichten schriftlichen Anträge in einzelnen fällen nicht genügen, um die hiernach den Betriebsunternehmern in den Umlagekatastern 1. Abtheilung(Formular B zu der vorerwähnten Ver— U Kassas urdnung Spalte 5, Regierungsblatt Seite 98) anzusetzenden Steuerkapitalien bestimmen zu können. che, Sync Es ist dies regelmäßig dann der Fall, wenn größere Gütercomplexe, welche in Loosen verpachtet sind, nur je eine Grundbuchskennziffer 1 lan gaben, aber verschiedener Bonität sind, und dieses letztere Verhältniß lediglich durch Bruchtheile angegeben ist. en ni en und Wieder 17 d wie die Steuerkapitalsansätze für diese Loose zu bilden sind. 1 ref um, LSagas Steuerkapitalien ermitteln zu können. —— In Fällen dieser Art fehlt dem Steuercommissariat jeder Anhaltspunkt dafür, welcher Bonitätsklasse die verschiedenen Loose angehören Es erscheint daher nothwendig, daß in solchen Fällen die schriftlichen Anträge der betreffenden Grundbesitzer auch Angaben über Pachterträgnisse der einzelnen Loose enthalten, um nach dem Verhältniß der ersteren unter sich die der Bonität entsprechenden 1 Wir beauftragen Sie, insoweit in ihrer Gemeinde derartige Verhältnisse vorkommen, die betreffenden Grundbesitzer, beziehungsweise Ver— valtungen auf das angegebene Erforderniß mit dem Anfügen hinzuweisen, daß sie den deßfallsigen Anforderungen aus freien Stücken, jeden⸗ falls aber auf Ersuchen der Steuercommissariate zu entsprechen haben. 2 Unlerhosg N Dieser Anforderung wird am Einfachsten dadurch genügt, daß in den schriftlichen Anträgen außer den in Spalte 4 anzugebenden Flächen— mn, neben der Ja, de Pachterträgnisse der Loose beigefügt werden. ehalten der einzelnen Loose, in Spalte 8 unter Bemerken unmittelbar hinter Spalte 7 eine Geldspalte mit M. und Pf. gezogen wird, in welcher Dr. Braden. gerung Vormittags um 10 Loh holz öffentlich w Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1889 stattfindenden rubricirten Prüfung zu unterziehen, werden hier— durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Mei— dung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1889 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der An— beingung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. sebensjahr erfolgen. — 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. i ung 5. 1 0 es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse ange— 9 ben wird. mühe unte ö 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts— — N zugniß; b. Einwilligungs⸗Attest des Vaters oder Vormundes, mit der Strobel ürklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen wahrend einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten cheitholz, uc, Bürgermesseg, bak, het Qualität ene J A Wich . sstmaͤdcheh, niethen gesubt. Bekanntmachung. , biesigen Gemen etreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst im Herbst 1889. 1 1 für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizeiobrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein—⸗ gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten— heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungsordnung(Anlage 2 zur Wehrordnung vom 22. November 1888— Regierungsblatt Nr. 5 von 1889) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt den 6. Juli 1889. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Dr. Zeller. 89. geln 4 f 3 . e Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. gn Ernannt und verpflichtet wurden Adolf Triebert und Peter Michael Weitz von Dorn-Assenheim als Nachtwächter. 0 N bun gha 2 ng., enflicher f bei det Buh 0 Veber und Heimbrecht in Büdingen erledigt zurück. Steckbrief bringe ich hiermit in Erinnerung. Orünberg, zuletzt Dienstknecht bet Landwirth Gatzert in Ostheim. Friedberg den 12. Juli 1889. Erledigung. Meinen unterm 5. April l. J. gegen Georg Hamburger von Bellings erlassenen Steckbrief nehme ich als durch Wachtmeister Böcher und die Gendarmen Meinen unterm 16. Mai l. J. gegen Heinrich Wenzel, Sohn des Bernhard Wenzel und der Margarethe, geb. Arnold, von Maibach bei Groß Umstadt, erlassenen 4 Person, bezüglich deren Aufenthaltsort Auskunft begehrt wird: Heinz, Johannes, Dienstknecht, geboren zu Ebersgöns, verheirathet nach Atzenhain bei Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer. f Darmstadt, 15. Juli. Die Prinzessin 689., Fu dudwig von Battenberg, ist am 13. Juli von N lg ea, eier Tochter auf Schloß Heiligenberg entbunden 0 erte gestern Christianssund und traf Abends zwei Salutschüsse löste.. im 19 75 5 um 10 Uhr in Trondhjem ein.— 15. Juli. Wohlsein auf Deck, dankte für das Hurrah' zeitung stehe. Um 9½ Uhr heute Vormittag hielt der Kaiser rufen. Heute Morgen de 8 N eine Munz der Schiffsmannschaft ab und spiegelglatter See und unvergleichlich schönem dition unter der Leitung des Geheimrathes Hensen ur 10 Uhr persönlich den Gottesdienst. Abends Wetter(14¼“ R.) der Polarkreis passirt. Die! verließ heute an Bord des Dampfers„National“ Deutsches Reich. um 7 Uhr begab sich der Kaiser ans Land; der-] Ankunft in Brodoe erfolgte um 3 Uhr Nach⸗ 0 7 selbe wurde 99 8 Bevölkerung sympathisch be- mittags und nach einstündigem Aufenthalte die grüßt. Der Kaiser besichtigte eingehend den Dom Weiterfahrt nach Tromsoe. und nahm sodann den Thee beim Consul Jensens g korden. Die Kaiserin Friedrich war gestern mit ein. Heute erfolgte nach Abfertigung eines Cou⸗ zufolge erklärt haben, er lege Werth auf das om Prinzessinnen und dem Kronprinzen von riers die Weiterfahrt nach Brodoe. 16. Juli. Bekanntwerden der Thatsache, daß er die Be⸗ Criechenland von Homburg nach dem Fürsten⸗[Gestern Mittag erfolgte die Abfahrt Kaiser rathschlagung mit dem Kaiser über Krieg oder (cger zum Besuch gekommen und kehrte im Laufe Wilhelms von Trondhjem. Nachts um 11 ¼ Uhr Frieden als ausschließliche Aufgabe des Fürsten dis Nachmittags nach Homburg zurück. fand bei Tageshelle eine Begegnung mit einem Bismarck betrachte und daß er in keinerlei Ver⸗ Berlin, 14. Juli. Kaiser Wilhelm pas- vom Nordcap kommenden Dampfer statt, der bindung mit der Kriegstreiberei der„Kreuzzei⸗ — Graf Waldersee soll dem„Hamb. Corr.“ Der Kaiser, im besten tung“, überhaupt in keiner Beziehung zur„Kreuz— 10 Uhr wurde bei Kiel, 15. Juli. Die deutsche Tiefsee-Expe⸗ unter lauten Hurrahs der akademischen Jugend und der zahlreichen Volksmenge den Hafen An Bord des Schiffes befanden sich der Cultus minister v. Goßler, der Oberpäsident von Schles⸗ wig⸗Holstein, der Viceadmiral Knorr, Professor Esmarch und Frau, der Curator der Universität und andere Professoren, sowie der Bürgermeister, welche alle bis Bülk mitfuhren. Auch der Dampfer „Frieda“ mit zahlreichen Passagieren begleitete den„National“ aus dem Hafen. Essen, 15. Juli. Bei der gestern in Bochum stattgehabten Versammlung von Bergarbeitern, welche Delegirte aus den Bezirken Dortmund, Essen, Bochum und Gelsenkirchen besuchten, wurde einstimmig beschlossen, die in der Delegirten— Versammlung vom 19. Mai festgesetzte zwei⸗ monatliche Frist zur Regelung der Wünsche und Forderungen der Bergleute auf unbestimmte Zeit zu verlängern. — 16. Juli. Nachdem auf der Zeche„Dahl⸗ busch“ in Rotthausen bei Gelsenkirchen der Dele⸗ girte Kampmann, welcher wiederholt sich un⸗ gebührlich gegen den Betriebsführer benommen, heute entlassen wurde, sind mehrere Belegschaften zur Nachtschicht nicht angefahren. Karlsruhe, 15. Juli. Der Erbgroßherzog ist an einer katarrhalischen Erkältung mit ent— zündlicher Reizung der Luftröhre erkrankt. Der Großherzog und die Großherzogin haben deßhalb ihre Abreise nach der Mainau verschoben. 16. Juli. Das Befinden des Erbgroßherzogs hat sich ge bessert. Das Fieber ist im Abnehmen begriffen und die Eßlust ungestört. Die Erkrankung ist auf Erkältung bei einer militärischen Uebung zurückzuführen. Stuttgart, 15. Juli. Bei dem Gewitter, welches sich am Samstag Nachmittag über Fried— richshafen entlud, schlug der Blitz dicht neben dem König, welcher sich auf der Veranda vor seinem Arbeitszimmer befand, ein. Der König blieb unversehrt. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Gastein, 15. Juli. Kaiserin Elisabeth ist heute im besten Wohlsein hier angekommen.— 16. Juli. Der Kaiser traf heute ebenfalls in Gastein ein. Schweiz. Bern. Der Bundesrath richtete au diejenigen Staaten, welche zur Arbeiterschutz— conferenz eingeladen wurden, den Vorschlag, die Conferenz bis zum Frühling zu vertagen, damit man das Programm vor Zusammentritt der Conferenz sämmtlichen Theilnehmern unterbreiten könne. f Holland. Amsterdam. Königin Emma und Kronprinzessin Wilhelmine, welche Bad Kreuznach besuchen sollten, haben jede Badereise aufgegeben, da der Zustand des Koͤnigs wieder schwankend geworden ist. Frankreich. Paris, 15. Juli. Der Senat nahm die Amnestievorlage mit einer Aenderung an und genehmigte das Budget in der zuletzt von der Kammer beschlossenen Fassung. Die Kammer genehmigte hierauf ebenfalls die Am— nestievorlage mit den Aenderungen des Senats. Der Präsident verlas darauf in der Kammer das die Session schließende Dekret. — 16. Juli. Der Senat nahm die Sitzung gestern Abend wieder auf. Der Präsident Hum bert erklärte, daß in der Kammer ein Decret über den Schluß der Session verlesen worden, ohne daß der Senat unterrichtet worden sei. Der Senat könne deshalb nicht weiterberathen. Ministerpräsident Tirard protestirte hiergegen Der Praͤsident Humbert beruft sich auf den Text der Verfassung und weigert sich, den angemel— deten Rednern das Wort zu ertheilen; er er— klärte, er werde die Verfassung aufrechterhalten. Hierauf verlas der Ackerbauminister das Decret uber den Schluß der Session, worauf unter leb— hafter Bewegung die Sitzung aufgehoben wird. — 15. Juli. An dem heute eröffneten Socialistencongreß nahmen 81 Pariser Dele— girte, 108 aus den Departements und 189 aus⸗ ländische theil. Unter den ausländischen Dele— girten befinden sich 82 deutsche, darunter die dem sagte: Die Arbeiterschaft Deutschlands und Frank⸗ reichs vereinigt sich in dem Congreß, der nicht ein Congreß der Ideologen, vielmehr ein Alianz⸗ pakt ist, den wir abschließen und der Wirkung haben wird in der ganzen Welt. — Der Kriegsminister Freycinet verhängte über den Obersten Vincent eine Arreststrafe von 30 Tagen wegen Verbreitung von Nachrichten in Zeitungen ohne Autorisation des Kriegsministers. — Dem„Temps“ zufolge lautet die An— klage gegen Boulanger auf Attentat, Complot und Veruntreuung. Chiffrirte Depeschen, wozu der Schlüssel kürzlich gefunden worden, hätten den Beweis des beabsichtigten Attentats gegen das Elysée erbracht, welchem mehrere höhere Officiere ihre Beihilfe zugesagt. Die Anklage wegen Veruntreuungen stütze sich auf Vorgänge bei Liefecungen für den Staat, namentlich bei Lieferungen von Kaffee und Militärbetten. Der „Temps“ erwähnt ferner die Unterschlagung von Geldern des Kriegsministeriums, welche Bou— langer für sich verwendet habe. Türkel. Konstantinopel. Der Ministerrath beantragte die Absetzung des Gouverneurs von Erzerum. Djellaleddin, von Kreta zurückgekehrt und vom Sultan in längerer Audienz empfangen, soll unverzüglich nach Armenien geschickt werden, um über die dortige Verwaltung eine Enquete einzuleiten und der Pforte wirksamere Mittel behufs guter Verwaltung der Provinz vorzu— schlagen. Serbien. Belgrad. Die Räuber sind durchweg mit Magazingewehren für 16 Patronen bewaffnet. Sie bekommen täglich Zuzüge; 27 Sträflinge aus der hiesigen Festung sind zu den Räubern geflüchtet. Aus den nächsten Ortschaften werden schreckliche Gräuelthaten gemeldet. — König Milan trifft am Freit ig in Bel grad ein, die Königin Natalie demnächst in Jassy, von wo sie sich sodann nach Bukarest begibt. Der Regent Ristitsch ist nebst Familie in das Schwefelbad bei Vranja abgereist. Egypten. Kairo, 15. Juli. Die Der⸗ wische befinden sich bei Abu-Simbel noch in der— selben Stellung wie am Freitag. Die englischen Truppen bestanden gestern mehrere kleine Gefechte, wobei der Gegner etwa 90 Todte verlor. General Grenfell ist in Assuan eingetroffen; derselbe be— absichtigt sofort nach Abu-Simbel abzugehen. 55 Aus Stadt und Land. C. T. Friedberg. Gemeinderathssitzung vom 8. Juli Auf Grund der eingelegten Gebote erfolgte die Vergebung der Arbeiten in der Real- und Stadtschule und für den Ausbau des Westflügels der Pferdeställe. Der Voran schlag der Realschule für 1889/.0 gab keinen Anlaß zu Bemerkungen. Es folgte die Mittheilung einer Verfügung Großh. Ministertums bezüglich der Sätze der auf Ge⸗ tränke einzuführenden städtischen Abgabe und die Ver⸗ lesung eines Gesuchs der Johann Müller Wittwe wegen Rückvergütung der Getränksteuer bei Apfelwein. Wie bei Wein wird bei Apfelwein der Minimalgehalt der Fässer, auf welche bei Ausgang aus der Stadt Vergütung er folgt, auf 20 Liter festgesetzt; von allem Obstwein soll M. 1. pr. 100 Liter erhoben werden, von Wein M. 1. 21. Das am Platze gebraute Bier soll einer Abgabe von 65 Pf. pr. Heetoliter unterliegen; die Mehrheit des Gemeinde raths stimmte diesem Satze zu.— Sitzung vom 15. Juli. Nachdem das von Stadtbaumeister Zörb in einer früheren Sitzung vorgelegte Ortsbaustatut von den Mitgliedern der Baucommission geprüft worden war, wurde es heute paragraphenweise durchberathen und genehmigt. Ueber das Bepflanzen, die Pflege ze. von Gräbern auf dem Friedhofe faßte der Gemeinderath folgenden Beschluß: das Bepflanzen von Gräbern auf dem städtischen Fried— hofe soll, wenn es nicht durch Familienongebörige, oder deren Bedienstete, oder durch solche, welche die Anpflan zung gewerbsmäßig betreiben, geschieht, nur durch die Todtengräber, so lange sie diese Stelle bekleiden, ausge führt werden. Andere Personen bedürfen zur Zulassung der Genehmigung der Friedhofs Commission. Der Vor sitzende gab Kenntniß von dem abschlägigen Bescheid, welchen das preuß. Ministerium für öffentliche Arbeiten auf die Einpabe hessischer Gemeinden wegen deren Heran⸗ ziehung zu den Kosten des Landerwerbs der Friedberg⸗ Hanauer Eisenbahn ertheilt hat. Es beißt darin u. A.: Sofern deßhalb auf Grund des durch Vermittlung der dortigen Landesregierung diesseits gemachten Vergleichs vorschlags eine Verständigung nicht erzielt werden kann, wird nur die Erledigung des Streitfalls durch Anrufung der zuständigen Gerichte erübrigen. Die Rechnung der Realschule(Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1888/89) geht zur Prüfung an die Finanz Commission. b. Friedberg, 16. Juli. Heute fand bei schöͤnem 3 hiesigen Badeanstalt statt; die Anstalt war v Zeit von 3—5 Uhr Nachmittags für Herren und geschlossen. Zu dem Wettschwimmen hatte sich wähltes Damenpublikum eingefunden, als Preisrichter fungirte die erste und beßte Schülerin unseres Schwimm lehrers Walter, die jetzige Frau D. Es war eine Lust, die Mädchen, denn leider betheiligten sich nur solche b der Action, schwimmen zu sehen. Sie sprangen vom hohen Brett und tummelten sich im Wasser, in welchem doch faß keine Grund hatte, herum, als seien sie am Lande und spielten, sie tauchten trotz den Fischottern ze. ꝛc. Dafür wurden die gewandtesten denn auch am Schluß m Blumensträußen bedacht. Hoffen wir, daß dle Schau stellung dazu beiträgt, unserem verehrten Schwimmleh rg als solchem immer mehr Anerkennung zu verschaffen; möge die Badanstalt immer mehr seitens unserer Mädchen und Frauen benutzt werden. Eine ganz stattliche Anzahl der letzteren hat in den letzten Jahren Schwimmunterricht genommen und es sind bereits sehr schöne Erfolge erzielt worden. Die sanitäre Seite des Badens und Schwimmenz wollen wir als bekannt gar nicht weiter berühren. Friedberg. Ueber die atmosphärischen Störungen am 12. 13. und 14. Juli lesen wir weiter: Binge, 12. Juli. Heute gingen über unsere Gegend, das Nahe thal und den Hundsrück zwischen 7 und 8 Uhr Abend aufs neue schwere Gewitter nieder. Zwischen Kreuznat und Bretzenheim tobte ein orkanartiger Wirbelsturm, ven, bunden mit massenbaftem Regen. Bei Bretzenheim wurd eine große Anzahl Bäume entwurzelt, ein Fuhrwerk auf der Landstraße umgeworfen und der Fuhrmann unte Dach abgehoben. Die Wassermassen drangen in di Wohnungen, zerrissen die Felder und Weinberge und flößten die Ackerkrume fort. Das Unwetter, welches auch ein Haus durch Blitzstrahl entzündete, tobte voll 20 Minuten.— Oppenheim, 14. Juli. Ein schwerek Gewitter, begleitet von furchtbarem Hagelschlag, wie g seit langer Zeit nicht vorkam, suchte heute Vormittag die hiesigen und angrenzenden Gemarkungen auf das empfinde lichste heim. Was der wolkenbruchartige Regen verschontt, das vernichtete der Hagel.— Groß-Gerau, 15. Jul. Leider ist der gestrige Sonntag nicht vorübergegangen, obne ein schweres Unwetter zu bringen. Seine größt Heftigkeit entfaltete dasselbe in unserem Kreise, dee bekannt, in dem Strich Bauschheim Schönauer Hof Konig städten, der auch letztes Jahr an einem Sonntag durch Unwetter hart betroffen war. Der Schaden, der dung Hagelschlag dort angerichtet wurde, ist leider ein seht bedeutender. Von den noch ausstehenden Feldfrüchte haben namentlich Gerste und Hafer stark gelitten.— Groß-Umstadt, 16. Jult. Samstag Mittag gege⸗z 2 Uhr trieb der Gewittersturm aus südwestlicher Richtung die unablässig niederströmenden Wassermassen mit eing Gewalt gegen die nach Westen liegenden Häuser, daß dal Wasser durch die geschlossenen Fenster durchgepelscht wurd und bald die Zimmer überschwemmte Ebenso war g in den benachbarten Orten. Der Pferdebach war Nu zum reißenden Strom geworden, die nächstgelegeng Keller völlig unter Wasser gesetzt und Blitz und Donn Juli. Eine Reihe heftiger Gewitter entlud sich scho Freitag Nacht über den Nordabhang der schwäbischg Jura mit mehr oder weniger Hagel, bis gestern Nach mittag mit rasender Geschwindigkeit von Nordwesten ha ein Unwetter zog, das für die Ortschaften Hemmendors, Hirrlingen, Ofterdingen, Nehringen, Mössingen ze. ves den bedenklichsten Folgen sein sollte. Unter furchtbaren Sturm fielen Eisstuͤcke aus den Wolken, die theilweise bis zu 7 Cmtr Durchmesser batten.— Gotha, 12. Juli Glücklich gingen heute mehrere schwere Gewitter über Ko⸗ burg, Meiningen, Etsenach und Gotha ohne erheblich Schaden dahin, ganz anders und zum Theil schrecklich wur den die nächsten Umgebungen von Weimar, Jena, Rod: und anderen Städten und sogar diese selbst durch wolken bruchartige Regenniederschläge und fürchterlichen Hagel schlag und Wirbelsturm heimgesucht. Aus dem Alten burgischen Städtchen Roda allein werden 22 Orte num haft gemacht, welchen die Ernte vernichtet oder mindesten arg geschädigt ist. dem Felde wurden durch Hagelschlag getödtet; stark Bäume wurden entwurzelt, Mauern eingestürzt, Fenin Laasdorf, Gröben, Schiebelau, Lentra, Lobeda, Burdan; bis nach Rothenstein, Oelknitz aufwärts und bis Jen abwärts. An eine Ernte ist nicht zu denken. Nach des! Wetter waren ganze Strecken ordentlich in eine Gisdech! gebüllt, auch die menschlichen Wohnungen haben erheblich! Beschädigungen erlitten. setzte. Vielfach drang dasselbe in die Keller, so doß mehreren Stellen die Herbeirufung die Feuerwehr erforder lich wurde.— Aus Glarus wird berichtet, daß aut Samstag Nachmittag zwischen Schwanden und Wulst in Folge eines Wolkenbruches ein Wildbach vom Glär. nisch stürzte. Die ganze Gegend ist meterhoch mit Steinen und Schutt überdeckt. Die Häuser stehen unter Wosseri mehrere Personen wurden getödtet. Gießen, 16. Juli. Gestern wurde im hiesigen Schlachthause durch den Fleischbschauer das leben trichinsse Schwein gefunden. Das selbe wurde durch einen Bauersmann aus Wißmar an einen hlesigen Wehen tobten, daß Jung und Alt erbebte.— Hechingen, 141 Viele Vögel und andere Thiert auß zerschlagen, Gärten und Felder verwüstet. Das Unwelte hauste im ganzen Rodathal, in Rutha, Sulza, Solln. — Aachen Am Freitag Nac“ mittag gegen 5 Ubr brach über Aachen während en Gewitters ein wolkenbruchartiger Regen los, der n! balbe Stunde andauerte und viele Straßen unter Wassa! 8 die Pferde geschleudert, an Häusern und Viebställen das. im sein Fecoratle eise im Bopkolse Die sohlen) Buchen verkauft. Darmstadt, 15. Juli. Heute verstarb dahler nal langjährigem schweren Leiden der seit geraumer Zelt in d Reichstag angehörigen Socialisten. Liebknecht Wetter das angekündigte Damenwettschwimmen in der Ruhestand getretene Oberconsistortalrath Dr. Karl süt das mission Offerte einzurt Fr 8094 1 Di Ilteten gegen Daͤnen daͤrtnet Oärtn⸗ 160% 3 mit d und l. f als M de dent der Fuhrmann* rn und Vlehslͤlg! jassen drangen g r und Weinen a8 Unwetter, dhe entzündete, kohg f. Jul. ein, em Hagelschlag,, chte heute Vorn, kungen auf dat tt hartige Regen vue oß⸗OGerau, h. nicht vorübeiggu bringen. Seine ge unserem Kresse, l. n, Schönauer ⸗ Hof l, n einem Sonntig 1 der Schaden, der! rde, ist lelder 10 isstehenden Feldfttk Hafer stark gelt.“ Samstag Msttag is südwesllcher Nut, Wassermassen mite, genden Häͤuser, daß, ier burchgepesscht n. umte. Ebensd we et Pferdebach uu zen, die nächsgel und Buß und d te.- Hechingen, wittet entlud sch! bhang der schulhe hagel, bie geslern 0 kelt von Nordnet Orischaften Henna 10 ucht. J g werden 22. vernichtet oder 1 und andert 917 lschlag getödie, 25 0 gelünt perwüͤstel. 0 Rutha/ Sulza. c, 1 Zaben in Empfang zu nehmen, dieselben öffentlich zu jutittiren und nach Bingen zu befördern. u ben 5— * 0 Allerlei. ur Aufführung gelangenden Ausstattungsstück„Der Courier bes Czaaren“ vorkommenden neuen Decorationen sind ind so Gelegenheit hatte die russischen Verhältnisse, Land ntworfen und gemalt. törung des Telegraphen-Amtes in Kolivon; Tataren— ager; das große Fest des Khan; Wandeldecoration Reise durch die Luft); Wandeldecoration(Fluß-Reise in Ballon in der Abenddämmerung aufsteigt, durch die Mondschein geführt wird, endlich bei Morgendämmerung un sein Ziel gelangt. Ebenso interessant ist die Wandel— peeoration im 11. Bilde(Petroleumfluß) in welcher eine Reise im Spätherbst, d. i. arkt. Winter, auf dem Floß vom Hafer M. 14.00— 14.50. 00 Kilo gleich 200 Zollpfund. — — Bad Nauheim den 6. Juli 1889. N ö F Bingen. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Allmann und Pfarrer Engelhardt dahier hat sich zur Wiederherstellung der Rochuskapelle bereits ein Comité zebildet. Dasselbe betrachtet als seine Hauptaufgabe zu⸗ (ächst die Beschaffung der Mittel. Mit dem Aufräumen der Brandstätte und dem Abbrechen der beschädigten Giebel— nauern wurde bereits begonnen. Ebenso wurde das Metall der geschmolzenen Glocken, so gut es ging, aus⸗ zelesen. Die Sammlung von Beiträgen für den Wieder⸗ zufbau nimmt noch in dieser Woche ihren Anfang. Die stedaktion des Oberhessischen Anzeigers ist gern bereit st. Frankfurt. Die in dem hier zum ersten Male don W. Knoll, welcher lange Jahre in Rußland gelebt und Städte genau zu studiren, in überraschender Treue Die neuen Decorationen sind: zn Markt von Nischuy-Nowgorod; Uralgebirge; Zer; dom Baykalsee bis Irkutsk); Apotheose(Am Hochaltar). Besonderes Interesse dürfte die Wandeldeecoration im 9. Bilde„Die Retse durch die Luft“ erregen in welcher berschiedenen Luftregtonen, durch Nacht, Gewitter und Baykalsee die durch von den Tataren eingeleitete Petro— leumquellen brennende Angara hinunter bis Irkutsk, ver— unschaulscht wird. Diese Wandeldecoration ist nahezu 00 Meter lang und 12 Meter hoch. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. Jult. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.15— 1.20, Eier 1 Stück 6 Pf. Friedberg, 16. Juli. Fruchtpr. Watzen M. 17.50 dis 17.75, Korn M. 14.50—15., Gerste M. 13. bis 14., Alle Preise verstehen sich auf Gießen, 9. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt * 8 I kostete: Butter per Pfund M. 1.15, Eier 1 Stück 5 bis] M. 20-30, Linsen M. 3452,* ie 6 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar vis 25.50, Blumenkohl 100 St.. bis 60 M. 0.50 0.60, Hühner per St. M. 0.90 1.00, Hahnen per Pack 8—12 Pf., Grüneke⸗ M. 22— 28, Sell per St. M. 0.60— 0.90. Enten per St. M. 1.80— 2.20, das Stück 4— 10 Pf., Romainsatat 5 86 Uf Ochsenfleisch per Pfd. 60— 70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 48-56 Pf., Schweinefleisch 60— 70 Pf., Hammelfleisch 50—66 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 5.00— 7.00, Zwiebeln per Ctr. M. 7—8. Grünberg, 13. Juli. Fruchtpreise. Weizen M. 17.50, Korn M. 13 90, Gerste M. 12.00, Hafer M. 14.00, Erbsen M. 00.00, Samen M. 29.80, Wicken M. 00.00, Kartoffeln M. 4.20, Linsen M. 00.00. Frankfurt, 15. Juni. Viehmarkt. Angetrieben waren 495 Ochsen, 49 Bullen, 511 Kühe, Stiere und Rinder, 246 Kälber, 66 Hämmel, 168 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität M. 6567, 2. Qual. M. 58—62, Bullen 1. Oual. M. 45— 47, 2. Qual. M. 42— 44, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 56—60, 2. Qual. M. 52— 54, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlachtgewicht 65—67 Pf., 2. Qual. 50—55 Pf., Hämmel 1. Qual. 58— 60 Pf., 2. Qual. 40— 45 Pf., Schweine 1. Qual. 62-64 Pf., 2. Qual. 60-61 Pf. Frankfurt, 15. Juli. Fruchtbericht. Hies. Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 31.00 32.00, Nr. 1 M. 29.00-30.00, Nr. 2 M. 24.50— 25.50, Nr. 3 M. 23.50— 24.50, Nr. 4 M. 19 bis 20.00, Nr. 5 M. 17.00-00.00, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 53.00-56.00, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 25.00— 25.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 24.50— 25.00, Nr. 0% M. 22.50— 23, Nr. 1 M. 21— 21.50, Nr. 2 M. 17.00 bis 18.00, Weizen ab unserer Umgegend M. 17.75— 18.25, frei Bahn hier M. 18.25— 18.40, fremder nach Qualität M. 18.00- 20.50, Roggen hies. M. 14.50— 00.00, russischer M. 15.50— 16.00, Gerste, Ried und Wetterauer M. 14.25 bis 15.00, Saal und ungartsche M. 00.00 bis 00.00, Hafer prima M. 15.00— 16.00, mittel M. 14.50— 15.00, Mais(mixed) M. 11.75, Roggenkleie M. 9.— 9.25, Weizenkleie M. 8.00, Speizspreu M. 2.40, Malzkeime M. 9.— 9.50, Chlilisalpeter per Februar-März 1890 M. 8.95 ab Harburg. Raps per August-September M. 31. bis 32. Torfstreu M. 1.32. Rüböl im Detail M 68. bis 69. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen. Frankfurt, 16. Juli. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 4607.00, Stroh pro 100 Kilo M. 4.80 bis 6.60, Butter pro 50 Kilo M. 105-110, Eter das Hundert M. 6—7, Erbsen 100 Kilo M. 1823.00, do. geschälte toffeln per 100 Kilo M. 6.50 bi; ser Kartoffeln per Ctr. M. 14., Erbsen per Pfund 40— Gurken ver Stück 4 bis 15 Pf., Aprikosen n 5 0 Birnen der Ctr. M. 25— 30, Melonen! Stü Berloosung. Salzburger 20 fl. Lose von 1872. 5. Juli 1889.— Heimzahlung am 5. J Nr. 22923 à 40000 fl. Nr. 20097 à 1000 7600 a 500 fl., Nr. 4555 17860 24283 3 à 100 fl., Nr. 167 429 4286 10520 667 747 12053 313 601 13352 735 14165 223 16 9 19175 521 20126 21401 22564 25448 702 31580 33813 34056 3986 41474 984 42342 4 968 978 45639 46321 48595 50070 50571 51050 53338 667 55664 5709 19 59286 398 606 61579 962 63303 6 018 074 176 236 376 880 66199 67 02 508 849 69357 661 7089 988 725 73017 74162 390 666 75134 76072 78032 343 80025 296 458 706 82398 84314 85580 à 30 fl. Literarisches. Der Deutsche Reichsbote, Kalender für Stadt und Land für 1890, Verlag von Velhagen und Klasing, Preis 40 Pf, ist erschtienen. Dieser vorzügliche Volks— kalender bietet in bunter Abwechslung interessante Erzäh— lungen und lehrreiche Aufsätze, für Jung und Alt. Neben den vielen Abbildungen im Text bringt der Reichs bote diesmal als Gratisbetlage ein hübsches Gruppenbild „Das deutsche Katserpaar mit Kronprinz Wilhelm“ in Farbendruck. Daß der Reichsbote auch für das Prak— tische sorgt und in allem, was man in einem guten Ka— lender zu sinden gewohnt ist, nicht in Stich läßt, versteht sich von senbst. Jsraelitischer Gotteedienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 20. Juli 1889. Beginn: Freitag Abend 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 55 Min. Wochengottesdtenst von Sonntag den 21. Juli an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Ubr 30 Min. Bekanntmachung. Die Lieferung von 200 Centner Steinkohlen(Knabbel⸗ fohlen), 6 Raummeter Tannen-Prügelholz, 6 Raummeter Buchen Scheitholz, 2000 Stück Braunkohlen(Preßklötze) ür das hiesige Haftlokal soll auf dem Wege der Sub— salsston vergeben werden und es sind die deßfallsigen Offerten spätestens bis zum 15. August l. J. dahier nzureichen. Friedberg am 16. Juli 1889. Der Vorsteher des Haftlokals: Sellheim, 694 Großh. Oberamtsrichter. Oeffentliche Zustellung. Die Firma Gebrüder Schultheis zu Steinfurth, ver— kreten durch Rechtsanwalt Grünewald in Gießen, klagt — —— Dänemark aus Bürgschaft für den Kunst- und Handels— fzärtner Emil Deis in Wandsbeck wegen diesem gelieferter Härtneretwaaren auf Zahlung von 1688,85 M. nebst 90% Zinsen seit dem 15. Juni 1887 und 14,23 M. Kosten mit dem Antrage auf öffentliche Zustellung der Klage und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogliche Amtsgericht u Bad Nauheim auf den 5. Oetober 1889, Vormittags 5 Uhr. 1 Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. 2687 4 Schütz, Geerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Oeffentliche Aufforderung. * Die den nachbenannten Personen zugeschriebenen Im⸗ mobilien: 2 5 4 J. Gemarkung Wohnbach: 1. Georg Klein II. daselbst 1/709, 1/362 2. Georg Klein II. und Frau Katharina, geb. Weck⸗— 4 mann daselbst XV/233; 3. Georg Klein II. Wittwe, Katharina, geb. Weck⸗— mann daselbst XII/181; 9 II. Germarkung Trais-Horloff: 4 Johann Wilhelm Hublitz daselbst 1/247 ollen veräußert werden, es kann jedoch der Eigenthums⸗ rwerb, beziehungsweise die Zahlung des Kaufschillings icht urkundlich nachgewiesen werden. Es werden daher Alle, welche Elgenthums⸗ oder sonstige Ansprüche hieran lilden zu können glauben, aufgefordert, solche binnen Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Beräußerungsverträge bestätigt und die Einträge ins N Mutationsverzeichniß verfügt werden. Hungen den 11. Juli 1889. 5 Amtsgericht Hungen. tt 2673 mann. egen den Heinrich Deis in Swendborg im Königreich 266 Bekanntmachung. Vom 22. Juli d. J. ab verkehrt Zug 428 zwischen Gießen und Friedberg wie folgt: ab Gießen 635, Großen⸗ Linden 647, Langgöns 655, Butzbach 799, Ostheim b. B. 715, Bad⸗Nauheim 72, Friedberg an 784. 2695 Königliche Eisenbahn-Direktlon. 0 Holzversteigerung. Montag den 22. Juli d. J., Vormittags um 10 Uhr anfangend, wird im Distrikt Mark 8, hiesigen Gemeinde— waldes, nachverzeichnetes Eichen-Lohholz öffentlich ver— stelgert: 22 Raummeter Nutz- und Scheitholz, 284 1 Knüppel, 12140 Stück Wellen. Wehrheim den 12. Juli 1889. 6 Manck, Bürgermeister. Submission. Zur Erbauung eines neuen Wohnhauses in Büdingen beabsichtige nachstehende Arbeiten zu vergeben: Maurerarbeit, veranschlagt zu 2544,19 M., Zimmerarbeit 566,.—„ Dachdeckerarbeit 1022,74„ Spenglerarbeit 160,.— Schriftliche Angebote sind bis den 25. Juli l. J. an den Unterzeichneten einzusenden. Plan, Voranschlag und Bedingungen können ein— gesehen werden. Wolf den 26. Juni 1889. 2684 — ebenes Albrand. Zwangs ⸗Versteigerung. Dienstag den 23. d. Mts., Vormittags präeis 10 Uhr, versteigere ich zu Gunsten der Gemeindekasse zu Assen⸗ heim vor dem Rathhaus daselbst nachstehende Pfand⸗ objecte gegen Baar: 1 Pferd, 4 Kühe, 3 Ziegen, 3 Oeconomiewagen, 1 Nähmaschine, 1 kupferner Waschkessel, sowie verschiedene sonstige Hausmobilien. Herget, Kreis bote zu Vilbel. Lehrling gesucht aus guter Familie von einem tüchtigen Schuh⸗ machermeister in Frankfurt a. M. Freie Station und gründliche Ausbildung geboten. Offerten unter Beischluß einer 10 Pfennigmarke sub F. 4 an die Exp. d. Anz. 2702 Ein kräftiger Junge, welcher die Metzgerei erlernen will, kann sofort eintreten bei Metzgermeister Fritz Klein 2690 in Butzbach. Donnerstag den 18. Juli l. Is., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden vor meinem Hause 1 Koffer, 6 Uniformsröcke, 4 Paar Hosen, 1 Mantel, 10 Hemden, eine Parthle Socken, Sacktücher, 1 Paar Stiefel und 1 Paar Pantoffel, sowie ferner 2 Commoden, 4 Oel— bilder und 1 Tisch meistbtetend gegen Baarzahlung ver— stetgert. J. A.: Franz Jos. Nees, 2691 Auettonator. Freitag den 19. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, soll wegzugshalber ein Acker Weizen, sowle das Grummet von einer Wiese in der Nähe des städtischen Wasserwerks an Ort und Stelle öffentlich versteigert werden. In Auftrag: F. Fourier. 1 gesucht zum Herbst, etwa 4 Zimmer. 0 Gefl. Offerten an die Exped. d Anz. 2700 Ausverkauf. Wegen Geschäfts-Aufgabe verkaufen wir sämmtliche Manufactur-Waaren, um schnell damit zu räumen, zu und unter Einkaufspreisen. Gebrüder Strauß. 2514 * d Fliegentod! 5 ist das bestwirkende, in seiner Art Muchéin 0 dastebende Mittel zur Ver⸗ tilgung der lästigen, oft auch Gefahr mit sich bringenden Fliegen. ö Z in ist vollständig gefahrlos und Das Muchéin chemisch untersucht. Es tödtet die Fliegen binnen wenigen Minuten und schließt die Gefahr aus, welche Fliegenpapier und andere Gifte mit sich bringen. 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Juli früh bis Montag den 22. Juli Abends nicht ausgeführt werden, auch muß die Nummer des vom Dienstag den 23. Juli ausfallen. Anzeigers EXtra- Concert 1 ein Abend in Wien von Suppé), nur bedeutende Solo- Unterhosen und Jacken, letztere von 50 Pf. an, empfiehlt 8 . d. Tigest Oemeind Doe Pr. Phi bersität dahin f Theodo igen E — 1 heute vt Ihaven z ihn bis De alsers purde Ahr be aden in Han Abends: em Ne Welter Wurde Anschiff Heise an Vahlbe Morgen eaumi