1889. Donnerstag den 22. August. 99. Oberhessischer Anzei er. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mitt j ö a and Frelteg Abend ansgegrbe. Kreisblatt für den Areis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. b Hieronintg ere,* Bestehen Jabre 180 f 0 F. 3 22/0 2.50; Mitglieh ereinen geniesz g 3060 elne este aller bekannig hachen zu lassen. g Motz Wal, Friedberg den 20. August 1889. user in Friedbex Eine, ndauer tinen Dienst eingewiesen. Amtlicher Theil. Wetterauer Obstbauverein. ö Der Obstbautechniker E. Metz wird in der Zeit vom 23. bis 26. August folgende Orte besuchen und an den mit!? bezeichneten Orten Abends ½9 Uhr eine Versammlung abhalten und über seine bisherige Thätigkeit sprechen. Freitag den 23. August: Fauerbach— Ossenheim— Nieder Florstadt“; Samstag den 24. August: Ober-Florstadt— Stammheim“; Sonntag den 25. August: Staden— Reichelsheim“; i a Montag den 26. August: Weckesheim— Beienhetm— Bauernheim“. 1 In Reichelsheim findet die Versammlung Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, statt. Die Herren Bürgermeister werden gebeten, das Eintreffen des Technikers und das Versammlungslocal in ihren resp. Gemeinden bekannt Der Präsident des Obstbauvereins. Dr. Braden. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Weißbindermeister Friedrich Faulstich zu Assenheim wurde zum Rechner der evangelischen Kirche Assenheim ernannt, verpflichtet und in Deutsches Reich. Darmstadt. Der Kreisbauaufseher Rhei— Anger in Friedberg wurde auf Nachsuchen und n der Pos. nuffigter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhe— ö and versetzt, und dem Oberwachtmeister Meister EE In Großh. Gendarmerie-Corps die Krone zum „Lsagasse, Silbernen Kreuz des Philipps-Ordens verliehen. —— Berlin. Die Königin von England hat l 1 em Reichskanzler Fürsten Bismarck als Zeichen Ihrer besonderen Gnade und Werthschätzung ihr „ Hhorträt in Lebensgröße verehrt. Vagner. 1— Der„Post“ zufolge werden der Kaiser „ Holggescösch ar und die Kaiserin gegen den 20. Sept. von Genua 25 M. f. fg, aus die Reise nach Griechenland antreten und ..) Offenen pon dort erst Ende October zurückkehren. 10 9 8% L 20. August. Der Reichskanzler Fürst 1 op Sr Nemarck ist heute mit dem Geh. Regierungs— iti Argebil n nith Rottenburg nach Friedrichs ruh zurückgereist. en, erben,.— Der aus Südwestafrika kürzlich hierher reher un zurückgekehrte Reichskommissar Dr. Göring wurde 0 vorigen Sonntag vom Reichskanzler em— hangen und erstattete demselben eingehenden bericht über Verhaͤltnisse und Vorgange im dor⸗ Algen Schutzgebiete. i N Karlsruhe, 19. August. Der Kaiser und l Kaiserin wohnten mit dem Prinzregenten Amitpold der gestrigen Aufführung des„Parsifal“ I ö 1 uswärts h 9 bar d a data 1 Bayreuth bei, welche glänzend verlief. Nach 2 her Vorstellung fand großartige Illumination Male selbst statt. Heute früh erfolgte die Fahrt des 655 kalserpaares hierher, nachdem um 7 Uhr, eine harade auf dem Marktplatz in Bayreuth stattge— 5 nden hatte, nach der 10 Jungfrauen in altdeut— ber Tracht der Kaiserin und dem Prinzregenten d ritbberg. einen Strauß überreichten. Das Kaiserpaar e ef kurz nach 4 Uhr Nachmittags hier ein und N purde von dem großherzoglichen Paare und den Pinzen Karl und Max am Bahnhofe, wo eine N, Ihrencompagnie aufgestellt war, auf das herzlichste mpfangen. Auf der Fahrt nach dem Schlosse deten die Vereine und die Feuerwehr Spalier ud eine zahllose Menschenmenge begrüßte die Najestäten mit endlosen Hochrufen. Abends fand 115 in Prunkmahl statt.— 20. Aug. Der Kaiser legab sich heute früb 6 Uhr zur Jagd und fuhr In 9 Uhr mit dem Großherzog mittelst Sonder⸗ 5 iges nach Joöhlingen zur Gefechtsübung der bur N. Division. Um 1 Uhr fand Frühstück statt. U fesch 00 Die Kaiserin besuchte Vormittags mit der Groß— in„ed J, erzogin den hiesigen Wohlthätigkeitsverein. Bei er um 3 Uhr erfolgten Abreise des Kaiserpaares 0 * nz: agel. be. nach Straßburg wurden demselben überall stür— mische Ovationen dargebracht, Straßburg, 20. August. Um 5 Uhr heute Abend traf das Kaiserpaar unter Glocken— geläute hier ein. Die Majestäten wurden am Bahnhofe vom Statthalter Fürsten von Hohen— lohe, dem Staatssecretär v. Puttkamer-Plauth, dem Bezirkspräsidenten und dem Bürgermeister empfangen. Der Kaiser schritt die aufgestellte Ehrencompagnie ab und fuhr dann mit Ulanen— Eskorte durch die Spalier bildenden Vereine, von ungeheueren Volksmassen mit begeisterten Zurufen begrüßt, nach dem Kaiserpalast. Nahe demselben nahm der Kaiser die Huldigung der Bürgermeister des Elsasses, wie auch von 460 Landmädchen in Landestracht entgegen. Im Palast fand die Vorstellung der Spitzen der Militär— und Civilbehörden statt. Der Staatsrath, Lan— desausschuß, Bezirkstag und Gemeinderath wur— den Abends bei der Kaiserin zum Thee geladen. Abends war großer Zapfenstreich. Dortmund, 19. August. Der gestern in Dorstfeld abgehaltene Allgemeine Bergarbeiter— Delegirtentag beschloß, wie die„Rheinisch-West⸗ fälische Zeitung“ meldet, eine Eingabe an den Reichstag zu richten behufs Berathung eines Gesetzes über die Bildung von Arbeitsämtern, Schiedsgerichten und alljährlich zusammenzube— Trufenden Lohnregulirungs Commissionen. Einer Anregung, an den Kaiser während seiner An— wesenheit in Münster eine Abordnung zu senden, um demselben über Maßregelungen der Arbeiter und die Lage der Bergarbeiter im Allgemeinen Bericht zu erstatten, wurde schließlich keine Folge gegeben. Königstein, 19. Aug. Viel bemerkt werden die häufigen Besuche des Herzogspaares von Nassau bei der Kaiserin Friedrich in Homburg und umgekehrt. Es wird für sehr wahrscheinlich gehalten, daß der Erbprinz von Nassau, der zu⸗ künftige Thronerbe des Großherzogthums Luxem— burg, sich mit der Prinzessin Margarethe von Preußen, der jüngsten Tochter der Kaiserin Fried— rich(geb. 22. April 1872), verloben wird. Gestern Nachmittag stattete der Prinz von Wales in Begleitung der Kaiserin Friedrich und deren drei Töchtern dem Herzog und der Herzogin von Nassau ohne jedes Gefolge einen intimen Familienbesuch ab. Heute trat das herzogliche Paar die wiederholt aufgeschobene Reise nach Freiburg an. und der Feldprobst Aßmann. Fulda, 19. August. Zu der morgen statt— findenden Bischofsconferenz sagten persönliche Theilnahme zu: die Erzbischöfe von Köln, Posen und Freiburg, der Fürstbischof von Breslau, die Bischöfe von Trier, Limburg, Fulda, Hildes— heim, Osnabrück, Ermland, Culm und Mainz Münster ist ver⸗ treten durch den Capitularvicar Giese, Pader— born durch den Domcrapitular Schulte. Die Sitzungen beginnen morgen früh 8 Uhr nach kurzer Andacht an der Bonifaciusgruft. Vor— sitzender ist der Erzbischof von Cölu. Stuttgart. Der König ist am letzten Sonntag nach Friedrichshafen abgereist. — 19. August. Der Schah von Persien besichtigte gestern die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Abends fand im Schlosse beim Prinzen Wilhelm Prunktafel statt. Später besuchte der Schah das von der Stadt Cannstadt gegebene Gartenfest. Heute Vormittag machte er einen Ausflug in die Umgebung und trat dann die Weiterreise nach München an, wo er Abends 7 Uhr eintraf und von dem Prinz-Regenten sowie den hohen und höchsten Wuͤrdentraägern empfangen wurde. Ausland. Schweiz. Bern, 19. Aug. Gestern wurde ein in den rohesten Ausdrücken abgefaßtes, gegen den Bundesrath wegen Ausweisung von Anar— chisten, gegen die politische Polizei und den Bundes anwalt gerichtetes Manifest der Schweizer Anarchisten an die Arbeiter vertheilt. Die Polizei confiscirte die Exemplare, die erreichbar waren. Großbritannien. London, 19. August. Gegen 2000 Schiffsstauer und Dockarbeiter legten heute die Arbeit nieder und schlossen sich den andern Streikenden an. Italien. Neapel, 19. Aug. Der König, der Kronprinz und Crispi haben sich heute Abend an Bord der„Savoia“, von einer Ehrenescadre gefolgt, direct nach Tarent begeben. Türkei. Konstantinopel. Der bisherige Botschafter in Rom, Photiades Pascha, wurde definitiv abberufen und ersetzt durch den ehe⸗ maligen Gesandten in Washington, Tewfik Pascha. — Ein Avisodampfer der Admiralität ist mit Truppen, Kanonen und Munition nach Kreta abgegangen. Im ganzen werden auf Kreta 30,000 Mann conzentrirt Serbien. Belgrad. Ein Vertreter der Re⸗ gentschaft reiste nach Nalta zur Königin Natalie, —— 5 —— um dieselbe zum Besuch in Belgrad einzuladen. Es verlautet, die Königin wolle hier einen dauern— den Aufenthalt nehmen. Nußland. Petersburg. Der„Nationalztg.“ wird die Theilnahme des russischen Thronfolgers an den deutschen Kaisermanövern bestätigt. Die Vorbereitungen für seine Gegenwart bei den Manövern seien bereits getroffen. Aus Stadt und Land. 2. Friedberg. Wir machen unsere Leser hiermit auf die im Inseratentheile angekündigte, nächsten Sonntag den 25. d. Mts. in hiesiger Stadtkirche stattfindende Gesangsaufführung aufmerksam. Wie wir aus dem uns vorliegenden Programm ersehen, sind den aus Chorälen und Motetten bestehenden, historisch geordneten Haupt— nummern desselben noch Einzelvorträge in Orgel, Violon— cell und Gesang(Bariton und Baß) beigefügt. Diese Aufführung wird in allen ihren Theilen ausschließlich von Mitgliedern des hiesigen Predigerseminars unter der bewährten Leitung des Seminarlehrers Schmidt veran— staltet. Da außerdem der Erlös dem Stadtkirchenbau— verein zu Gute kommen soll, so wüanschen wir, daß die Betheiligung Seitens unserer Mitbürger eine rege sei. ? Vilbel. Das in weiten Kreisen bekannte und ebenso in jeder Beziehung renommirte erste und älteste Gasthaus„Zur Stadt Cassel“ dahler ist vorige Woche von Metzgermeister Lenhardt in Frankfurt a. M. für 50,000 Mark käuflich erstanden worden. Der Käufer, welcher neben der Gastwirthschaft noch eine feinere Metz geret betreiben will, will in kleinem Maßstabe eine Restau— ration ähnlich der bekannten„Stadt Caub“ auf der ver— längerten Zeil in Frankfurt anfangen, was für Ein— heimische und Fremde von großem Werthe ist. Darmstadt, 19. August. Der Oberstabsauditeur Eigenbrodt, längjähriger Präsident der Landes Synode und des hessischen Hauptvereins der Gustav-Adolf-Stif— tung, ist gestorben. Allerlei. Homburg, 18. August. Die Fürstin Bismarck trifft morgen zum Kurgebrauch hier ein und wird im Hotel Riechelmann Wohnung nehmen. Naney, 20. August. Der Orientexpreßzug ist nahe bei Frouard infolge Zusammenstoßes mit einem Güterzug entgleist. Es wurde Niemand verletzt. Madrid, 18. August. Ein Orkan, der Granada heimsuchte, beschädigte die Alhambra, verwüstete die Gärten derselben und zerstörte den Cireus der Sttergefechte und zahlreiche Gebäude. Rom, 19. August. Gestern Abend wurde während einer Musikaufführung auf dem Colonnaplatz eine Bombe geworfen. Eine Frau, ein Kind und ein Gendarm wur den verwundet. Es brach eine Panik aus, jedoch kehrte die Ruhe bald zurück. Die Musikaufführung nahm ihren Fortgang. Die werthvollsten Bibliotheken der Gegenwart. Von Professor Joh. Flach. Die ältesten literarischen Sammlungen, von denen wir Kunde haben, sind von Priestern aus— gegangen, welche zu jenen alten Zeiten auch allein schreibkundig waren. Sie schrieben die Verzeichnisse der Tempelgeräthe, die Chronik und die heiligen Hymnen auf und verwahrten diese Urkunden in einem besonderen Raum ihres Tempels. Waren mit dem Gottesdienst in einem Tempel in bestimmter periodischer Wiederkehr gewisse größere Festlichkeiten oder Wettspiele verbunden, so bildete das von den Priestern angelegte Verzeichniß der Sieger, Schiedsrichter und des amtirenden Oberpriesters allmählich die Grundlage zu einer Chronik, welche Jahrhunderte hindurch geführt und für die späteren Geschichts— schreiber die werthvollste Quelle zur Festsetzung der Chronologie wurde, ähnlich wie in Rom die Verzeichnisse der Konsuln. Mit der Ausbreitung der Schriftsprache trat auch bald das Verlangen auf, die überall zerstreuten Denkmäler der welt— lichen Literatur durch Gründung einer Bibliothek allgemein zugänglich zu machen. Und dies Be dürfniß lag um so naher, als infolge des Vor— handenseins nur vereinzelter Abschriften eines Gedichts oder einer prosaischen Schrift die Be— fürchtung vorhanden sein mußte, daß bei unge— nügender Sorgfalt ein Werk ganz verloren gehen konnte. Es ist bekannt, daß selbst die homerischen Gedichte vor ihrer Sammlung dieser Gefahr ausgesetzt waren. Die erste öffentliche Bibliothek wird im Alterthum von einigen Schriftstellern auf Pisistratus, den Tyrannen von Athen, zurück— geführt, doch neigen sich heute die besten Ge— lehrten der Ansicht zu, daß diese Nachricht un— verbürgt ist und entweder auf einem Mißver— ständniß oder auf einer tendenziösen Erfindung beruht. Desto genauer sind wir über die beiden großen öffentlichen Bibliotheken in Alexandria unterrichtet, welche die vortrefflichen Fürsten Ptolemäus Soter und sein Sohn Philadelphos, die Freunde und Gönner der Wissenschaft, im königlichen Palast und im Serapistempel auf— gestellt hatten, indem sie gleichzeitig für die stete Vergrößerung derselben Sorge trugen. Während die kleinere Bibliothek von den Doubletten der Hauptbibliothek gespeist wurde, umfaßt diese sehr bald 40,000 Bände, oder wie man richtiger sagen muß, Rollen, da im Anfang der alexandri— nischen Zeit die literarischen Denkmäler nur in Papyrusrollen niedergelegt waren und erst später Pergamentbände hinzutraten. Die Oberbiblio— thekare der großen Bibliothek haben Namen von unvergänglicher Bedeutung, wie Zenodot, Kallimachus, Eratosthenes. Die Erbschaft von Alexandria übernahm Rom, was den Sammel— fleiß anbetrifft, so daß das Ende der Republik dort schon eine Bibliothek kannte, die Kaiserzeit mehrere, welche für die öffentliche Benutzung freigegeben waren. Die wirkliche Erbschaft aber der Büͤcherschätze von Alexandria, soweit diese nicht durch den alexandrintschen Brand unter Cäsar und im siebenten Jahrhundert durch die Plünderung der Araber vernichtet worden waren, trat Konstantinopel an, die Hauptstadt des ost— römischen Reiches, in welcher durch verschiedene Kaiser und Kaiserinnen der Sinn für Literatur rege gemacht worden war. Was an alten und werthvollen Schriften in Konstantinopel noch am Ende des 15. Jahrhunderts vorhanden war, ist zweifellos bei der Einnahme dieser Stadt durch die Türken zum Opfer gefallen. Vieles ist aber vorher durch gebildete Griechen gerettet worden. Indessen hatte das Christenthum dafür gesorgt, daß nicht alles dem Untergang verfiel. In den besonders seit dem 8. und 9 Jahrhundert zahl— reich entstehenden Klösteru brachten die Mönche ihre Mußestunden teils mit Abschreiben der klas— sischen Werke, teils mit Aufzeichnung der zeitge— mäßen Geschichte zu, und so dauerte es nicht lange, daß einzelne Klosterbibliotheken einen ge— wissen Ruf wegen der in ihnen enthaltenen Kost— barkeiten bekamen. Drei Gruppen vermögen wir in dieser Ab— schreibungs- und Sammlungsgeschichte der Klöster zu unterscheiden. Die eine befand sich auf dem macedonischen Berg Athos, auf dem noch heute 22 Klöster mit Klosterbibliotheken stehen— da— runter die berühmtesten Laura Jviron—, welche fast alle in der Geschichte der Textüberlieferung eine hervorragende Rolle spielen. Es genügt, daran zu erinnern, daß die verlorenen Fabeln des Babrios hier gefunden worden sind. Die zweite umfaßt Italien und die meist berühmt gewordenen Klosterbibliotheken befanden sich in Bobbio, Monte Casino, La Cava, Grottaferrata, während die fleißigsten Mönche dem Benedik— tinerorden angehörten. Endlich weisen auch die Schweiz und Deutschland zahlreiche Klosterbib— liotheken auf, unter denen wir Hersfeld, Bene— diktbeuren und das noch heute durch seine überaus werthvolle und durch kunstvolle Initialen ausge— zeichnete Sammlung besonders deutscher mittel— alterlicher Dokumente hochberühmte und sehens— werthe St. Gallen erwähnen. Die erste moderne öffentliche Bibliothek wurde von der päpstlichen Regierung im Vatikan auf— gestellt. Es folgten dann Florenz, welches alles den gebildeten Fürsten des Hauses Medici zu verdanken hat, und einzelne deutsche Universitäts— bibliotheken, unter denen damals die Heidelberger sehr bald wegen ihrer werthvollen Handschriften das größte Ansehen erhielt. Gleichzeitig wurde aber die große Gefahr, daß noch einige der er— haltenen Handschriften zerstreut oder verloren gehen könnten, durch die Erfindung der Buch— druckerkunst vermieden, in welcher sich sofort zwei große Offizinen um die klassische Literatur ein außerordentliches Verdienst erwarben, die des Aldus Manutius in Venedig und die des Opo— rinus in Basel. Die vatikanische Bibliothek im vatikanischen Palast, welche der päpstlichen Re— gierung unterstellt ist, ist noch heute die be— rühmteste der Welt, obwohl seit dem Anfang dieses Jahrbunderts durch das überall eing führte Centralisirungssystem, ganz besonders aber durch die Aufhebung der Kloster- und kleineren 2 Stadtbibliotbeken, zahlreiche Rivalen entstan⸗ den sind. Ihr Ansehen wird die Bibliothek des Vatikans steis erhalten durch die große Menge der werthvollen griechischen Handschriften (ca. 30,000) und der berühmten lateinischeg Palimpseste, von denen ein großer Theil auß dem Kloster Bobbio stammt. Die früher sehr beschränkte Benutzung derselben ist in Folg; von Vorstellungen der europäischen Regierungen durch den jetzigen Papst in eine freiere Bahg gelenkt worden, womit dieser sich den Dank aller Gelehrten erworben hat. In Betreff dez Werthes folgen heute die Nationalbibliothek 65 1 Paris, welche im Palais Richelieu Aufstellung— 5 gefunden und durch einen ungeheueren, amphit grantf theatralisch aufgebauten Lesesaal in der liberalsteß pak war Weise der öffentlichen Benutzung Vorschub ge an u. R. leistet hat, die Hof- und Staatsbibliothek i 1 05 München, welche besonders durch die Vereinigung Gal M mit der Augsburger Stadtbibliothek(libri Augus- 4-46, tani) und mit zahlreichen bayerischen Kloster, II Dal. J bibliotheken unter ihren langjährigen Ober Etagen 9 5— f 15 bibliothekar, Prof. Dr. Halm, zu einer Samm—. lung ersten Ranges gemacht worden ist, der Frankf aber das werthvolle Handschriftenmaterial der Tae m. ö 0, vorher genannten Bibliotheken theilweise fehlt, Ika pro: An Anzahl der aufgestellten Bände werden aber 5 alle diese Bibliotheken übertroffen durch das 800, britische Museum in London, dessen Bibliothek I Pack 8. ischon vor mehreren Jahren etwa zwei Millionen Ie St“ Bände umfaßte, während der dazu gehörende er Id. b. 2 NN pffeln pet! Verbalkatalog in über 100 Foliobanden nieder Sit M. 0 gelegt war. Die englische Bibliothek zeichnete IArnosen sich auch zuerst durch eine vollendete Einfachheit I. 3530 der Einrichtung aus, welche heute verschiedenen 1 großen Bibliotheken des Kontinents zum Muster I zrank Dbedient hat. Sie ist die einzige Bibliothek, Ieehnnehl welche schon seit mehreren Jahrzehuten durch Ao, einen unbeschränkten Dispositionsfonds jedes neu e. Were 8 uchbrod⸗ u erschienene Buch zu erwerben vermag, und was hat und das beißen will beweist die eine Zahl, daß schon gh. im Jahre 1879 in Deutschlaund allein 13,000 J. 875,; Bücher neu erschienen. In demselben Stil wird In unf seit der Regierung des jetzigen Königs von Italien n die große Nationalbibliothek in Rom eingerichtet, 190 0—0 bei welcher jedoch alles handschriftliche Matertal Nen, neu ausgeschlossen bleiben soll. Zu den Bibliotheken e dran zweiten Ranges gehören heute die besonders durch EI. griechische Hindschriften ausgezeichnete Lauren— 0 tiana in Florenz, die Markusbibliothek in Vene- um, dig, die Ambrosiana in Mailand und die Kapital- I deng bibliothek in Verona, in deren jeder sich gleich- enn; wohl Schätze von unberechenbarem Werth bes Tad de finden. Wir erwähnen nur die älteste Ilias 1 handschrift in Venedig, die der griechischen Tragiker 0 in Florenz und des plautinischen Palimpfestes“. in Mailand. Den Grundstock dieser Biblio ⸗ Sr theken bilden die Erwerbungen der Griechen ing um der Renaissancezeit, welche besonders von den emu Medicäern an die italienischen Höfe berufen wurden. Diesen im Rang am nächsten stehen gert 105 dann die Staatsbibliotheken in St. Petersburg, J dauer Stuttgart und Wien, die Synodalbibliothek in 54h Moskau, sowie die Universitätsbibliotheken in; 75 Heidelberg und Oxford, von denen besonders run Oxford durch die im Anfang dieses Jahrhun⸗ derts erfolgten Erwerbungen des englischen Rei- senden Clarke sehr werthvolle griechische Hand⸗ 15 50 J schriften erhalten hat, von denen wir nur an cdbaus den ältesten Codex des Plato erinnern wollen, der von der Insel Patmos stammt. Fast alle 15 großen europäischen Bibliotheken stehen heute im Austauschverhältniß, und die meisten senden Hand— schriften und Bücher nach erfolgter diplomatischer weg Vermittelung und gewöhnlich nach Werthversiche⸗ 0 rung des Objektes dem ausländischen Gelehrten, Wen gewöhnlich auf eine bestimmte Zeit, zu. Nur zwei Bibliotheken sind davon ausgeschlossen: die vatikauische Bibliothek und das britische Museum versenden nichts, und wer mit ihren Schätzen arbeiten will, kann dies nur in den Räumen der Bibliothek selbst thun. Vor der Regierung n des jetzigen Papstes war sogar das Arbeiten im 4 * 2 f übern 1 boden Vatikan einer überaus strengen Kontrole unter— be und fle worfen und Zuwiderhandelnde wurden von dem oute 00 Besuch der Bibliothek ausgeschlossen. ie Bib uc 0 Handel und Verkehr. en Hand Friedverg, 13. August. Fruchtpr. Watzen M. 18.75 is 19.00, Korn M. 15.50 00. 0, Gerste M. 16.50 bis 7.00, Hafer M. 14.00— 00.00. Alle Preise verstehen ch auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. die fl Friedberg, 14. August. Buttermarkt. Butter kostete 5 he er Pfund M. 1.10— 1.20, Eter 1 Stück 6 Pf., 2 St. 13 Pf. ist Gießen, 20. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt hen Regierun ostete: Butter per Pfund M. 1.03— 1.10, Eier 1 St. 6, se freiere a e St. 11 Pf., Käse per Stück 1 8 Pf., Tauben per Paar sich MN. 0.50—0.70, Hühner per St. M. 0.90 1.20, Hahnen ler St. M. 0.50— 1.00. Enten per St. M. 1.50— 2.00, u Betreff 6 Ochsenfleisch per Pfb. 60—72 Pf, Kuh- und Riadfleisch 060 Pf., Schweinefleisch 60 70 Pf., Hammelfleisch 0- 66 Pf., Kalbfleisch 50— 56 Pf., Kartoffeln pro euer 00 Kilo M. 4.20 6.0), Zwiebeln per Ctr. M. 5.50 dürren, anpff Its 7.00. Frankfurt, 19. August. Viehmarkt. Der heutige arkt war mit 439 Ochsen, 52 Bullen, 486 Kühen, tieren u. Rindern, 278 Kälbern 151 Hämmeln 274 Schwei en befahren. J. Qual. pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 68 71, „Qual. M. 64— 66, Bullen 1. Oual. M. 48— 50, 2. Qual. ge. 44— 46, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 64—66, Qual. M. 5—56, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 68—70 Pf., 2. Qualität 5860 Pf, ämmel 1. Qual. 58— 60 Pf., 2. Qual. 45—50 Pf., chweine 1. Qual. 68 70 Pf., 2. Qual. 66 67 Pf. Frankfurt, 20. August. Engros-Markt. Heu pro 100 ilo M. 5006,20, Stroh pro 100 Kilo M. 4 60—5.20, butter pro 50 Kilo M. 105 bis 110, Eter das Hundert K. 6—7, Erbsen 100 Kilo M. 16 22.00, do geschälte N. 25— 30, Linsen M. 24— 52, weiße Bohnen M. 2,50 s 23 00, Blumenkohl 100 St. M. 30 bis 60, Carotten er Pack 8—12 Pf., Grünekern M. 22— 28, Sellerie as Stück 4— 10 Pf., Romainsalat 8—15 Pf., Aepfel er Pfd. 6—10 Pf, Birnen per Pfd. 5—15 Pf., Kar ffeln per 50 Kilo M. 200 2.50, Einmachgurken 100 Stück M. 0.80— 1.00, Salatgurken per Stück 3—4 Pf., Jprikosen der Centner M. 50 60, Birnen der Centner 25—30, Mirabellen der Ctr. M. 20 25, Pfirsiche das fd. M. 0.80, Pflaumen der Ctr. M. 14, Melonen das fund 35, Pf. Perlzwiebeln der Centner M. 810. Frankfurt, 20. August. Fruchtbericht. Hlesiges Peizenmehl Nr. 0 M. 33.50 34.00, Nr. 1 M. 300) 6 31,00, Nr. 2 M. 25.50 26.50, Nr. 3 M. 24 50 fonds sedes neu Js 25.50, Nr. 4 M. 2100—22., Nr. 5 M. 17.00 18. ö J llchbrod⸗ und Brotmehl im Verband M. 54—56 Nord— mag, und was“ Futsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 26.00 göhl, daß schon Js 2700. Berliner Roggenmehl Nr. 0 ab Magdeburg allen 18, 000% N. 23.75, Nr. 0/1 M. 22.75, Nr. 1 M. 21.75, frei hen Sill wind fer Frankfurt a. M., Mainz, Mannheim ca. M. 1.25 elben Stil wund geurer lexq uisite Marken ea. M. 0 75 höher). Weizen, nigs von Jalies khuer ab unserer Umgegend M. 19 00- 19.25, frei hier tom eingerichteh. 19.00- 00 00, fremder nach Qualttät M. 19—21.50, euischen loft jährigen Obg u einer Sam vorden ist, de kenmaterial gz lheilweise fehl. de werden abg ffen durch daß dessen Biblioth zwei Milliong dazu gehö rente sobänden nieder liothek zeichne dete Einfachhel. ite verschiedenen nts zum Muster ige Bibliothel srzehuten dutch iftliche Material!“ Joggen, neuer hiesiger M. 16 00— 00.00, russ M. 16.30, ae fin erste, Franken(Ochsenfurter Gau), Ried und Wetter- den Bibliothek der M. 7 00 19.00, Hafer prima alter M. 16 16 50, besonders dunh Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen N mittel M. 15— 15.75, Mais(mixed) M. 12.25— 12.50, Roggenkleie M. 9.00, Weizenkleie M. 8.00, Spelzspreu M 2.40, Malzkeime M. 9— 9.50, Cbilisalpeter per Februar-März 1890 M. 9.25, Parität Frankfurt o. M. Raps per August⸗September M. 33.00 33.50, Rüböl im Detail M. 72— 74, Torfstreu M. 1.20. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen. Berloosungen. Augsburger 7 fi.⸗Loose von 1864. vom 1. August 1889. Nr. 191 236 266 366 391 893 463 1043 1081 1228 1351 1453 1491. Die Gewinn⸗ Ziehung findet am 2. September 1889 statt. Bukarester 20 Fr.⸗Loose von 1869. und Gewinn Ziehung vom 1. August 1889. Heimzah— lung am 5. September i889. Ser. 4013 Nr. 32 à 40,000 Fr., Ser. 6355 Nr. 70 à 5000 Fr., S. 1517 Nr. 37, S. 3808 Nr. 57, S. 5846 Nr. 80, S. 6620 Nr. 71, S. 7262 Nr. 97 à 1000 Fr., S. 169 Nr. 31, S. 177 Nr. 7, S. 279 Nr. 17, 1784 Nr. 36, S. 2161 Nr. 21, S. 2392 Nr. 1, 5746 Nr. 57, S. 5824 Nr. 70, S. 6741 Nr. 81, S. 7321 Nr. 87 à 500 Fr., S. 182 Nr. 66, Nr. 407 Nr. 18, S. 1693 1784 Nr. 45, S. 190 Nr. 8186, S. 2936 S. 2953 Nr. 33 41, S. 3242 Nr. 53, S. 3775 4178 Nr. 22, S. 4320 Nr. 72, S. 5029 S. 5574 Nr. 93, S. 6355 Nr. 90, S. 6449, 16, S. 6813 Nr. 21, S. 6862 Nr. 93, S. 6887 2 ige Fr, S. 169 Nr. 72, S. 177 Nr 92, S. 182 Nr. 15 91, S. 279 Nr. 88, S. 518 Nr. 85 90, S. 681 Nr. 86, S. 823 Nr. 4 69, S. 889 Nr. 32, S. 1432 Nr. 41 80, S. 1469 Nr. 95, S. 1470 Nr. 7 21, S. 1561 Nr. 65, S. 1569 Nr. 2 86, S. 1684 Nr. 54 70, S. 1693 Nr. 55 59, S. 1900 Nr. 41, S. 2111 Nr. 36, S. 2238 Nr. 49, S. 2303 Nr. 37 63 87, S. 2307 Nr. 25 52 84, S. 2392 Nr. 6 58, S. 2483 Nr. 12 26 91, S. 2513 Nr. 55 68, S. 2565 Nr. 83, S. 2950 Nr. 95, S. 2967 Nr. 87, S. 3210 Nr. 87, S. 3360 Nr. 15 39, S. 3593 Nr. 73, S. 3775 Nr. 30 37, S. 3838 Nr. 2 33 85, S. 3935 Nr. 100, S. 3968 Nr. 23, S. 4023 Nr. 14, S. 4178 Nr. 12, S. 4223 Nr. 88, S. 4320 Nr. 30, S. 4845 Nr. 63, S. 4951 7 5. 4967 Nr. 75, S. 5008 Nr. 68, S. 5029, Nr. 29, S. 5045 Nr. 77, S. 5301 Nr. 15 61 99, S. 5370 Nr. 86, S. 5371 Nr. 4 33 53, S. 5437 Nr. 15, S. 5746 Nr. 30 36 88, S. 5846 Nr. 43, S. 5907 Nr. 35 43, S. 6011 Nr. 3 17 82, S. 6355 Nr. 7 25, S. 6449 Nr. 4 44, S. 6620 Nr. 82, S. 6680 Nr. 23 30 77, S. 6741 Nr. 78, S. 6813 Nr. 30, S. 6887 Nr. 65, S. 7116 Nr. 36 38, S. 7203 Nr. 26, S. 7218 Nr. 91., S. 7247 Nr. 7 90, S. 7262 Nr. 38, S. 7321 Nr. 25, S. 7340 Nr. 53 à 50 Fr. Auf alle übrigen in vorstehenden Serien enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 20 Fr. Finnländische 10 Thaler⸗Loose von 1868. Serien Ziehung vom 1. August. Loose: Nr. 26 93 108 143 183 316 344 361 530 563 653 731 801 917 1006 1015 1104 1176 1195 1235 1260 1397 1436 1446 1474 1528 1543 1621 2021 2192 2264 2290 2353 2382 2503 2522 2549 2683 2690 2708 2749 2832 3027 3089 3119 3267 3308 3459 3471 3476 3746 3773 3985 4113 4147 Serien-Ziehung Serien⸗ S S. S. S 4240 4760 5325 6006 6734 7252 4273 4794 5485 6278 6901 7337 4305 4336 4383 4801 4916 4956 5639 5699 5799 6282 6355 6400 4388 4454 4513 4639 4665 5014 5045 5088 5089 9215 5805 5819 5845 5847 5983 6441 6488 6503 6529 6710 6990 7029 7069 70717140 7150 7177 7233 7400 7425 7454 7711 7800 7874 7912 7913 7957 7983 8049 8062 8096 8116 8203 8352 8512 8594 8697 8703 8801 8806 8817 8878 9013 9159 9248 9272 9304 9451 9760 9766 9777 9826 9902 9939 10003 10043 10312 10329 10341 10440 10540 10603 10630 10667 10762 10764 10842 11034 11147 11167 11195 11236 11248 11303 11401 11551 11564 11572 1169 11637 11738 11772 11809 11824 11906 11971. Die Gewinn— Ziehung findet am 1. November 1889 statt. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. August 1889. Nehmer. M. Pf. 16. 16. 20. 16. 9. 9. 65 3 4. Zum 2. September! Wie in den vorderen Jahren, kommen wir auch in diesem Jahre zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. Sep— tember, mit der Bitte um Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Krieges 1870/71. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorflände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober- Consistorium er— theilten Erlaubniß, bei den betr. Festgottesdiensten Colleeten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigbereine er— suchen wir, wie selther möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzu⸗ stellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unsern Schatzmeister, Herrn Brandversicherungs Rath Hechler dahter einzusenden. Darmstadt, den 1. August 1889. Der Vorstand des Hülfsvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten: A. Buchner. M. 16. 16. 20. 16. 9. 9. 20⸗Frankenstücke do. N Englische Sovereigns Russische Imperiales. Ducaten. 88 „ al marco. Dollars in Golde. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 24. August 1889. Freitag Abend 6 Uhr 25 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 25. August an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr. Dienstag den 27. und Mittwoch den 28. August: Neumond Ellul. Beginn: eichnete Lauren dal n Brummetgras⸗Versteigerung. ö a 6 1 Freitag den 23. August, Vormittags 11 Uhr, soll und face e bee von 920 städtischen Wiesen an der jeder s Grummetgras-Versteigerung. Freitag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde zustehende Grummetgras von elrea 200 Morgen Wiesen in der Dauernheim'schen Wirth— schaft meistbletend versteigert werden. 3057 Nieder⸗Florstadt den 17. August 1889. ürgermei i Fri 5 Groß iche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt. T alim. 7 7 e W Grummetgras⸗Versteigerung.Grummetgras⸗Versteigerung. der Griechen! Freitag den 28. August, Nachmittags 2 Uhr, wird sligert werden. Fauerbach b. Fr. den 19. August 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. 1 Schmidt. — das hiesige Gemeinde-Grummetgras öffentlich versteigert. Rödgen am 20. August 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Luft. das der hiesigen Gemeinde gehörige Grummetgras auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbietend versteigert werden. Bauernheim am 20. August 1889 Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. 2068 Väth. Ein Lehrling Carl Bindernagel. Nleines Wohnhaus Anerb. 3028 Ein junger Hausbursche mit Obst⸗ und Gemüsegarten zu kaufen gesucht. mit Preisang. unter O. N. an die Exo. d. Anz. oda 7 7 55 blocken 0 Grummetgras-Versteigerung. denen I Freitag den 23. d. Mi., Nachmsttags 1 Uhr, dleses 1 ol das der hiesigen Gemeinde gehörige Grummetgras, gli 0 cha 50 Morgen, in einzelnen Abtheilungen auf hiesigem 0 he 00 Keutbbaus versteigert werden. guiechseh l Okarben den 19. August 1889. nen wit 1 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben. eri 1 3035 Fauerbach. 70 5 a e Grummetgras⸗Versteigerung. 1 ste 1 1 Freitag den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll sten f s der Gemelnde zustehende Grummetgras von eirea tet d 0 Morgen Wiesen auf dem Rathhaus zu Bönstadt 10 Werl nistbietend versteigert werden. en Gelehe Bönstadt den 20 August 1889. 8 iche 1 1 Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. 7 0 g 1086 Hofmann. gel 1 2 muse 3, Mädchen ihten terden gesucht durch Wilhelm Uhrig Wittwe, in den. f Stellen⸗Vermittelung Offenbach a. M., T der% l 071 Schloßgrabengasse 12. Neue große Hellerlinsen, „ Grünekerne 2909 empfiehlt Georg Groß. Gute Erdarbeiter und Besestigungsarbeiter werden gegen hohen Taglobn oder Accord angenommen. Fauerbach b. Fr., 17. August 1889. 3074 Müll& Gretzmüller. Fournier ⸗Stuhlsitze 297 bei G. M. Reuss. Geschasts-Verlegung. Unser Geschäftslokal befindet sich jetzt im Hause des Herrn J. L. Rappolt, nächst der Burg, wo wir den Restbestand unseres Waarenlagers, bestehend in Tuchen, Bukskins, Kleiderstoffen, Lamas, Cattunen, Druck⸗ zeugen, schwarzen und farbigen Sammten ꝛc. ꝛc., wegen Aufgabe dieser Artikel, zu jedem annehmbaren Preise abgeben. 7 Gebrüder Strauß. 2826 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Liebe und herz— licher Theilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung meiner unvergeßlichen Frau Maria Kempf, geb. Matthäi, sprechen wir unseren tiefgefühlen Dank aus. Holzhausen am 19. August 1889. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Kempf, Bäckermeister, 3062 Familie Matthäi. nach Bockenheim gesucht. Näheres im„Hessischen Hof“ in Bad⸗Nauheim. 3011 Historisch- Kirchliche Gesaugsaufführung des Candidaten-Stadtkirchenchors zu Friedberg zum Gesten des Stadtkirchenbau- Vereins Sonntag den 25. August 1889, Nachmittags 3½ Uhr. Eintritt unentgeltlich; jedoch werden am Hauptportale Gaben gern in Empfang genommen und nach Abzug der Kosten dem Stadtkirchenban Verein überwiesen. Zutritt nur durch das Hauptportal, wo auch Programme vertheilt werden. Bei Beainn der Aufführung wird die Thüre geschlossen. 8 d ö* a N 9 5 ä Actien⸗Zuckerfabrik Wetterau 5* welche bei uns für die kommende Campagne in Arbeit zu treten d. Mts., Vormittags 9 Uhr, auf unserem Comptoir 3082 Diejenigen Personen, wünschen, wollen sich bis Sonntag den 25. melden. Friedberg den 21. August 1889. Actien-Zuckersabrik 1 Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten der Landesbaugewerkschule, sowie der Hand- werker- und erweiterten Handwerkerschulen der Provinz Oberhessen zu Büdingen. Im Anschlusse an die oberhessische Industrie- und Gewerbe-Ausstellung zu Büdingen wird die diesjährige Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten am 25. August in dem Volks— schulhause auf dem Marktplatz zu Büdingen eröffnet werden. Der Schluß derselben erfolgt am 9. September, dem Tage der Generalversammlung des Landesgewerbvereins; der Zutritt ist während dieser Zeit von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr Jedermann unentgeltlich gestattet. Wir beehren uns hiermit, Gewerbetreibende und Freunde des Gewerbwesens zu recht zahl reichem Besuche dieser Ausstellung ergebenst einzuladen. Darmstadt den 16. August 1889. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den L Sonne. Dr. Hesse. 2 9 2 2 r O. Fritze's Bernstein⸗Oel⸗Lackfarbe inhst-Lackiren von Fussböden in bekaunter vorzüglicher Qualität. Wilh. Bernbeck., Friedberg. Seiden⸗ und Filzhute, Rappen, Negenschirme, Spazierstöcke, Hals⸗ binden, engl. Gummiwäsche und Hosenträger empfiehlt in g 1 2 2557 brik Wetterau. 3 77 andesgewerbverein. 3037 2835 zum Se Niederlage bei Taufkleidehen, Steck kissen, HKinderjächchen, Laatzen in größter Auswahl zu bekannt billigen Preisen empfiehlt 3030 G. F. Aletter. „Dentila“, 1 roßer Auswahl bllligst C Kalbfleisch. Sorgsame Mutter reichen Ktadern von 4- 10 Monaten in der heißen Zeit Zuhmilch nur mit Zusatz von Timpe's Kindernahrung“). Langjährige glänzende Erfolge. Man versuche. Der Rodheimer Zweigverein gedenkt Sonntag den 25. August, Nachmittags 2 Uhr, sein Jahresfest in der Kirche zu Klein⸗Karben abzu⸗ 4 der Gustav-Adolf⸗Stiftung balten und ladet unter dem Anfügen, daß Herr Pfarr⸗ 0 verwalter Ortb von Herbstein die Festpredigt über⸗— nommen hat, freundlichst dazu ein. 1 Burg⸗Gräfenrode den 20. August 1889. Für den Vorstand: 9061 i 1 Kalbhenn, Dekan.— Die so sehr bellebte Aird hier Castiza-Cigarre“ „Las 0 180 f— verkaufe ich von heute ab à M. 4.50 per Hundert Amoncen: Ph. Dan Kümmich. ausn Bei Abnahme von 1000 Stück auf einmal zum Engros.— Preise von M. 40. 307 Neue holl. Vollhäringe, bunesse — 7 0 „ russ. Sardinen, 5**——* 8 Marinirte Haͤringe 12 in pikanter Sauce 0 bracht st 2070 erf Fr. 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