Donnerstag den 5. Dezember. M 144. berhessischer Anzeiger. ing. 1 or Weihnachten en verbunden, dattet. f r 1889, ber orztul beg. it. Theater, 5 Rahsin⸗ itralische zallung ale des Hötel Ir 10 Frohsins, eitig an uns ah. echen, haben 1 passive M zorstand entgegen r Vorstand? t. Carl Damm U- Aduben, m Glos verabrach steht jeder 90 — el en,(prämie 0 9 N Ausstellung 1 ahl empfehl 1 0 0 1 l 1— 2. Dec. Wird hier und in Vad⸗Nauheim Montag, Mitt und Freitag Abend Ausgegeben. 9 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Muoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzei ördli f 7 2 2.„ bot zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von 1222 auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. e Fgetreffend: Den Landkalender für das Großherzogthum Hessen für 1891. ashes Amtlicher Theil. Friedberg den 3. Dezember 1889. Das Großherzogliche Kreisamt Friedber 5 5 1 0 9 n die Großherzoglichen Bürgermeistereien Butzbach, Friedberg, Griedel, Heldenbergen, Hoch-Weisel, Klein-Karben, Münzenberg, Ober-Rosbach, Okarben, Reichelsheim, Rodheim und Vilbel. Dr. Braden. Bekanntmachung. letreffend: e in den Fluren I, II, VII und IX in der Gemarkung Trais-Münzenberg. Die Zusammenstellung und Vertheilung der durch rubre. Drainage entstandenen Kosten liegen in der Zeit vom 10. bis 17. Dezember l. J., Wat 1, n uf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Buͤrgermeisterei Trais-Münzenberg zur Einsicht der Betheiligten offen und sind Einwendungen bier— Werd 7 un. gen innerhalb dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Trais-Münzenberg vorzubringen. Friedberg den 3. Dezember 1889. rsammlung statt. * 1 isetzt werden?“— Beantwortung von Anfragen. Bekanntmachung. Sie wollen umgehend berichten, an welchen Tagen im Jahre 1891 die Märkte in Ihren resp. Gemeinden abgehalten werden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Landwirthschaftlicher Bezirksverein Friedberg. Sonntag den 8. Dezember, Nachmittags 3 Uhr, findet in Rodheim v. d. H. im Saale zum deutschen Hause eine landw. Wander— Tagesordnung: Vortrag des Landwirthschaftslehrers Dr. v. Peter:„Wie können die Nährstoffe des Bodens am billigsten Zur zahlreichen Betheiligung wird eingeladen. Der Vorsitzende der Section Vilbel: Stahl. Obstbauverein für die Wetterau. Wegen der nahen Weihnachtszeit soll für dieses Mal die Sitzung des Obstbauvereins mit der des landwirthschaftlichen Vereins vereinigt terden. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Nach Erledigung der Tagesordnung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Beginn der Sitzung des Obstbauvereins. esprechung über die vorhandenen Obstsorten und deren Exträgnisse.— Beantwortung von Fragen. Tagesordnung: Der Vorsitzende der Section Vilbel: Graf Oriola. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Die vorstehenden Bekanntmachungen wollen Sie in Ihren Gemeinden ortsüblich zur Kenntniß bringen. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Heinrich Haßler, Friedberg den 30. November 1889. Dr. Braden. umherziehender Korbmacher von der Kröge bei Battenberg. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Krämer. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Amtsgerichtsdiener Nees Zwingenberg wurde auf Nachsuchen, unter gerkennung seiner Dienste in den Ruhestand Ursetzt. Berlin. Dem Bundesrath und dem Reichs— ig ist ein neues Weißbuch über den Aufstand Ostafrika zugegangen, welches acht Actenstücke ö ö athält und die Zeit vom 16. October bis zum . November d. J. umfaßt. 8 Der Reichstag setzte die zweite erathung des Bankgesetzes fort. An der Dis⸗ Assion betheiligten sich zunächst Bankpräsident Dechend, Director des Reichsschatzamts Aschen⸗ Urn und die Abgeordneten Mooren, Gamp, amberger und v. Kardorff.— 3. Dec. Schmidt berfeld) begründet seinen Autrag auf Besei— ung des obligatorischen Arbeitsbuches der Berg 1 Kasernenbauten in M 0 ite, das gemißbraucht werde und auch bei den ugsten Streiks eine Rolle gespielt habe, über elche Schmidt in langer Rede sich verbreitet. Huschner weist die Angriffe Schmidt's auf die sstfälischen Grubenbesitzer und das Oberbergamt 'ortmund als einseitig und unbegründet zurück, id spricht sich gegen den Antrag Barth als sberflüssig und lediglich agitatorische Ziele ver— ol 5 4 122 ed Die Budgetcommission schloß l Vorberathung des Militäretats für Preußen, Eachsen und Württemberg ab. Beim Extra⸗ dinarium wurden auf Antrag der Subcom— ußston für die Kaserne in 5 ub 0 mit 10,000 M. bewilligt. Be e N örchingen und dem läzareth in Pfalzburg wurden erhebliche Ab— iche vorgenommen. Essen. Es droht ein neuer Streik. Er ist wohl in erster Linie auf die Maßregel zurück⸗ zuführen, wonach der Bergarbeiter, der auf einer Zeche seine Abkehr erhalten oder genommen hat, auf keiner anderen wieder beschäftigt wird. Anderseits ist es Thatsache, daß zur Zeit des letzten Ausstandes mauche Versprechungen gegeben wurden, die später nicht eingelöst worden sind. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 3. Dec. Abgeordnetenhaus. Der Finanzminister legte das Budget pro 1890 vor. Das Gesammterforderniß beläuft sich auf 545,475,660 Gulden, die Be— deckung auf 546,418,477 Gulden. Unter den Ausgaben befinden sich 14,757,022 Gulden ex— ceptionelle, darunter die Erfordernisse für Eisen⸗ bahnbauten und den Triester Hafenbau, sowie die auf die diesseitige Hälfte entfallende Quote für die Anschaffung neuer Gewehre mit 9,181,904 Gulden und die Erfordernisse für die Neube— waffnung der Landwehr mit 1,041,460 Gulden. Dieser Betrag ist somit bei Ermittelung des Resultats der laufenden Gebahrung nicht in An— schlag zu bringen. ussch. ergibt sich pro 1890 ein Ueberschuß von 15,519,839 Gulden. Der Finanzminister stellt eine mäßig progressive Personaleinkommensteuer in Aus icht. Der Handelsetat beansprucht ein Mehrerforder— niß von 7,767,150 Gulden in Folge des Cre— dits von 2,300,000 Gulden für den Bau der Eisenbahn Jaslo-Rzeszow und eines Erforder-“ nisses für die in Staatsbeirieb übergegangenen Bahnen. Plener brachte eine Interpellation ein: welche Stellung die Regierung gegenüber den staats rechtlichen Ansprüchen einnähme, wie sie in Nach Ausscheidung desselben zu können. die Majorität von einer Ministerkrisis absolut den Beschlüssen des böhmischen Landtags vom 9. November niedergelegt sind, namentlich ob sie sich nicht für verpflichtet halte, diesen, die Grundlagen des Staates bedrohenden Bestre— bungen nachdrücklichst entgegenzutreten, und ob sie noch immer ein ablehnendes Verhalten gegen— über den Deutschen in Böhmen für zulässig halte. Plener interpellirte ferner wegen der Untersagung von Kundgebungen der deutschen Bevölkerung Böhmens gegen die Beschlüsse des böhmischen Landtages. — Dem„Wiener Tageblatt“ zufolge richtete das Ministerium des Junern einen scharfen Erlaß gegen das Treiben der Auswanderungsagenten. Pest, 2. Dec. Abgeordnetenhaus. Bei Be— rathung des Etats für das Ministerpräsidium wies Tisza die Angriffe der Opposition zurück und bekämpfte den Schlußantrag der äußersten Linken auf Vorlegung eines Gesetzentwurfs über die Inartikulirung der Eidesformel für die Minister. Tisza bezeichnete es als unpatriotisch, daß die äußerste Linke seine Erklärungen hinsichtlich der Pariser Ausstellung absichtlich falsch interpretirte, und fügte hinzu, er bedauere, der Opposition nicht so bald seine Demission in Aussicht stellen Horvath(Rechte) constatirte, daß keine Keunntniß gehabt habe. Der Wunsch der Opposition sei es lediglich, die Aufregung in Permanenz zu erhalten und für die Reformarbeit jedes unbefangene Urtheil unmöglich zu machen. Italien. Rom, 2. Dec. Der Kriegs⸗ minister legte der Kammer einen Gesetzentwurf vor, in welchem er einen außerordentlichen Credit von 1½ Million Lire zur Fabrikation des neuen Gewehrpulvers in der Pulverfabrik zu 2 B—n—n— ä— Terni, ferner einen außerordentlichen Credit von 10,600,000 Lire auf Grund des Gesetzes vom 2. Juli 1885 über die Landesvertheidigung fordert. Der Marineminister legte einen Gesetzentwurf vor, wodurch er ermächtigt wird, das Ausgabe— budget pro 1889/90 um 3½ Million Lire zum Ankauf von Steinkohlen und um 1½ Mill. Lire zur Beschaffung von Munition neuen Musters zu überschreiten. Die Gesetzentwürfe wurden der Budget⸗Commission überwiesen. — Einem Telegramm aus Massauah zufolge griffen Ras Alula und Ras Mangascha am 26. November Adua an. Ras Alula wollte seinen Bruder rächen, welchen Segum an der Spitze der Garnison in Adua zurückgelassen hatte und der bei der Vertheidigung der Stadt gegen die Italiener fiel. Die Garnison flüchtete nach einem neunstündigen Widerstand. Die Truppen Ras Alula's plünderten die Stadt und machten selbst bie Verwundeten des Feindes nieder. Segum, welcher mit 2000 Mann Verstärkungen von Makale kam, erfuhr die Niederlage unterwegs. Palermo, 2. Dec. Kaiserin Friedrich ist mit ihren Töchtern heute hier eingetroffen. Amerika. Washington, 3. Dec. Der Con— greß wurde heute eröffnet. Der Marinesecretär empfiehlt in seinem Jahresbericht den Bau von zwei Flotten-Kriegsschiffen und zwanzig Panzer— schiffen für die Küstenvertheidigung, ferner den Bau von drei Kanonenbooten erster Klasse. Von den Kriegsschiffen sollen acht für den Stillen, zwölf für den Atlantischen Ocean bestimmt wer— den. Für die Bedürfnisse der Marine im Finanz jahr 1890 sind 25,599,253 Doll. ausgeworfen. Afrika. Sansibar. Nach einer Depesche von hier sollen Stanley und Emin Pascha am 5. Dec. an der ostafrikanischen Küste eintreffen. Neuere hier eingegangene Meldungen machen den Tod Peters' wieder glaublicher. Ruß ist krank in Lamu zurückgeblieben. Aus Stadt und Land. Friedberg, 2. Dezember. Das gestrige Conzert des hlesigen Musikvereins nahm, wie wir mit Freuden constatiren dürfen, einen glänzenden Verlauf. Ist es in einer Großstadt schon ein musikalisches Ereigniß, wenn ein Oratorlum wie„Paulus“ von Mendelssohn zur Auf— führung kommt, so darf sich unsere Stadt um so mehr freuen, dies Werk mit meist einhelmischen Kräften aufge— führt zu sehen. Die Solisten allerdings mußten von auswärts gewonnen werden; für die Sopranpartie war dies Frl. E. Wilkens vom Stadttheater in Frankfurt. Dieselbe bat eine vorzügliche musikalische Ausbildung genossen, wie besonders ihre klare Textaussprache bewies, wenn schon ihre Stimme in den tieferen Lagen nament- lich weniger ausgiebig erschten. Sehr sympathisch berührte uns die Stimme von Frl. Weiffenbach aus Gießen, welche besonders bel der Wiedergabe des Artoso„Doch der Herr vergißt der Seinen nicht“ zur Geltung kam. Die Tenorpartie war H. Hormann nach Kräften durchzu— führen bemüht; doch litt derselbe sichtlich an einer Indis— position, die ihn wohl auch nöthigte die schöne Cavatine „Sei getreu bis in den Tod“ auszulassen. A. Müller von Frankfurt, ein lieber und gern gesehener Freund, sang mit gewohnter Meisterschaft die Partie des Paulus, für die er wie geschaffen schten. Sein sonores Organ kam namentlich bet den Arien„Vertilge sie, Herr Zebaoth“ und„Ich danke dir Herr mein Gott“ zur Geltung. Das höchste Lob verdienen jedoch die Leistungen des Chores; schwere Anforderungen stellt das Oratorium an denselben, aber alle Chöre, vom ersten„Herr der du bist der Gott“ bis zu der Schlußfuge„Lobe den Herrn meine Seele“ wurden mit bewundernswerther Präzision durchgeführt. Sollten wir einiges besonders hervorheben, so wäre es die feine Wiedergabe des„Wir preisen selig, die erduldet“ und der kräftige Schluß des ersten Theiles„O welch' eine Tiefe“ in welchem unstreitig der Chor den Höhepunkt seiner Leistungsfählgkeit erreichte. Von geradezu ergreifen der Wirkung waren die Choräle. Unterstützt wurde die Aufführung durch ein noch in letzter Stunde aus hiesigen und auswärtigen Kräften gebildetes Streichorchester. Sehr wirksam erwies sich auch die Verwendung eines Harmo niums. Zum Schluß sprechen wir noch unsere höchste Anerkennung dem bewährten Dirigenten des Musikvereins, Seminarlehrer Schmidt aus, für seinen unermüdlichen Fleiß bei der Einstudirung und seine tbatkräftige Leitung bei der Aufführung des Oratoriums. Ihm vor allem, wie auch allen Mitwirkenden der herzlichste Dank für den uns gebotenen Genuß Erwähnen wollen wir noch, daß auch nach dem Concert noch die Damen Weiffenbach und Wilkens, sowie Cellist Renk von Frankfurt die An wesenden durch Lieder und Vorträge erfreuten. Gießen. Die Zahl der immatrikulirten Studirenden im Wintersemester 18890 beträgt 566, gegen 616 im letzten Sommer, hierzu kommen noch 27 nicht einge— schriebene Hörer. Es studtren: Theologie 104, Rechts wissenschaft 88, Medizin 105, Thierheilkunde 28, Zahn— heilkunde 8, Kameralwissenschaft 45, Forstwissenschaft 31, Mathematik 16, klassischen Philologie 40, neuere Phllo⸗ logte 18, Naturwissenschaft 19, Geschichte 5, Pharmazie 17, Chemie 42. Es sind: 438 Hessen, 96 Preußen, 7 Bayern, 6 Braunschweiger, 4 Sachsen, 4 Badenser, 2 Weimaraner, 1 Württemberger, 1 Oldenburger,! Elsaß Lothringer, Anhalter, 1 Sondershausner, 1 Hamburger, 1 Schweizer, 1 Engländer, 1 Australier. R. Darmstadt. Am 30. October hielt der Verein zur Unterstützung und Besserung der aus den Straf— anstalten Entlassenen seine 25. Generalversammlung. Es wurde zunächst der Rechenschaftsbericht für die Periode 1886/87 vorgelegt und entnehmen wir demselben: Die Zahl der Mitglieder ist von 1563 auf 1786 gestiegen, darunter befinden sich 338 Gemeinden. Die Einnahmen betrugen 1886/87 rund 14,000 M., die Ausgaben 10,600 M Aus den Strafanstalten des Großherzogthums entlassen wurden während der beiden Jahre 1334 Perfonen, von welchen 336 in die Vereinspflege aufgenommen werden konnten und zwar aus Starkenburg 168, Oberhessen 120, Rheinhessen 48; darunter sind 305 männliche, 28 weib liche ehemalige Sträflinge. Von diesen sind 16 unter 20 Jahren, 96 zwischen 20—30, 81 zwischen 3040, 82 zwischen 4050, 44 zwischen 50-60, 17 über 60 Jahre. An Unterstützungen wurden in Oberhessen be— willigt an 10 Pfleglinge im Bezirk Alsfeld 220 M., 8 Büdingen 181 M., 7 Friedberg 197 M., 8 Gießen 305 M., 8 Lauterbach 202 M., 5 Schotten 94 Mark. Die Unterstützungen wurden verwendet zur Ermöglichung des Betriebs eines Handwerks oder sonstiger Handarbeiten, durch Beschaffung von Arbeitskleidern, Werkzeug, Roh— material, Entrichtung von Lehrgeld u. s. w.; zur Er möglichung des Betriebs eines Kleinhandels; zur An⸗ schaffung von Hausgeräthe, Bettwerk; zur Einlösung verpfändeter Gegenstände; zur Bestreitung von Erztehungs kosten; zur Bestreitung von Auswanderungskosten; zum Unterhalte der Familien von Strafgefangenen, während der Stafverbüßung. Verwendet wurden die in den Verein aufgenommenen als Handwerker, Meister, Gesellen, Lehr— linge, Fabrikarbeiter u. s. w., Taglöhner, Knechte, Mägde, Hirten u. s. w., Krämer, Händler, Makler, Strickerinnen, Näherinnen oder in sonstigen weiblichen Arbeiten, Soldaten. Anmeldungen zum Beitritte als zahlende oder doch als Vertrauenspersonen mitwirkende Mitglieder können bei den Großherzoglichen Bürgermeistern, zur Beförderung an die Bezirksvereins-Commissionen, jederzeit abgegeben werden. Alzey, 1. Dee. Der Güterzug, welcher in der ver⸗ flossenen Nacht von Worms kommend, hier eintreffen sollte, ist gestern Abend bei Gundesheim theilweise entgleist, wobei vier Wagen stark beschädigt worden sind, von dem Personal wurde Niemand verletzt. Die Räumungsarbeiten dauerten die ganze Nacht. Allerlei. Landau, 30. Nov. Von 7 Maurern, die in einem ca. 10 M. tiefen Schachtbau beschäftigt waren, wurden gestern 3 von dem einstürzenden Schacht getödtet, die 4 anderen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. München, 2. Dec. Aus allen Theilen Bayerns kommen Meldungen über starken Schneefall und drohende Verkehrstörungen. An manchen Orten liegt der Schnee mehrere Fuß hoch. Der Winter hat auch bereits ein Opfer gefordert, ein Mann ist erfroren. Weimar, 2. Dee. In dem Prozesse gegen den Rechtsanwalt Dr. Harmening wegen Beleidigung des Herzogs von Coburg Gotha durch die Druckschrift„Wer da?“ wurde Dr. Harmening zu einer sechs monatlichen Festungshaft und die Kosten verurtheilt, auch die Ver— nichtung der Druckschrift ausgesprochen. Berlin, 2. Dee. Heute fand die Eröffnung des Museums für Naturkunde in Gegenwart des Kaisers und der Katserin, des Erbprinzen von Meiningen nebst Ge— mahlin, der Prinzessin Friedrich Karl, der Prinzen des Königshauses, sämmtlicher Minister, des Generalfeld— marschalls v. Blumenthal, des Grafen Waldersee und zahlreicher wissenschaftlicher Notabilitäten statt. Berlin, 2. Dee. Im Hause Grünauerstraße 5 im Südosten Berlins ist gestern Abend oder Nacht an der Wittwe eines Eisenbahnbeamten Stehl ein Raubmord verübt worden. Der Thaäter ist noch nicht entdeckt. Hirschberg, 3. Dee. Die Bahnstrecke Dittersbach— Glatz ist wegen Schneeverwehungen gesperrt. Wien, 2. Dee. Infolge eines seit gestern früh ein⸗ getretenen, bisher ununterbrochen fortdauernden beispiellos heftigen Schneesturms sind sowohl die Local-Communi— cationen, als auch der Eisenbahnverkehr theilweise empfind⸗ lich gestört. Beil Moedling blieb auf der Localstrecke der Südbahn ein Lastzug stecken, so daß ein Hauptgeleise unfahrbar wurde. Auf den Locallinien der Südbahn ist der Verkehr eingestellt. Viele Eisenbahnzüge mit wichtigen Posten sind ausgeblieben.— 3. Dee. Nach sechsund— fünfzigstündiger Dauer hörte Nachmittags der Schneesturm auf. Durch die Unmöglichkeit der Lebens mittelzufuhren vom Lande und die beisptellosen Verkehrshindernisse zwischen der inneren Stadt und den Vorstädten entstanden große Calamitäten. Der Verkehr war vollständig lahmgelegt, selbst Omnibusse konnten nur vierspännig auf Schlitten auf den einzelnen Strecken verkehren. Die angehäuften Schneemassen waren in der Stadt mehrere Meter hoch. Belgrad, 2. Dee. Gestern Nachmittag fanden in Kragujewatz, Jagodina und Kuprta heftige Erdstöße, von starkem Getöse begleitet, statt. Die Richtung war von Osten nach Westen, theils von Norden nach Osten. In mehreren Ortschaften fielen zahlreiche Meteorsteine mit starken Detonationen nieder. Petersburg, 2. Dee Der Schluß der Schifffahrt ist unmittelbar bevorstehend, da das Eis aus dem Lado gasee in die Newa treibt NewYork. Aus Clayton, 8. Nov. wird geschrieben Selt einer Woche wüthet im Territorium ein verheerende Schneesturm. Viele tausend Stück Vieh, 5 00 Rinde; und 20 000 Schafe, sind durch ihn zu Grunde gegangen und ihre Kadaver bedecken die alte Landstraße nach Sant Fé. So weit ermittelt, sind fünf Cowboys und zwe mexikanische Schafhirten während des Blizzard erfroren In Texline, neun Meilen südlich von hier, wurden zwe Personenzüge eingeschneit. Die Reisenden sind aus Mange an Lebens bedürfnissen gezwungen, sich in den Schneesturn hinauszuwagen und umherirrendes Vieh zu erlegen. Mar wird von hier aus versuchen, mittelst ines Schneepfluges die beiden Eisenbahnzüge zu erreichen. New⸗ Vork, 2. Dec. In Minneapolis(Minnesota ist Samstag Abend das Gebäude der Zeitung„Tribune“ niedergebrannt. Gegen zwanzig Personen sind umg kommen. Die Maßregeln gegen die Verbreitung der Maul⸗ und Klauenscuche. Nach Bekanntmachung in den Kreisblättern hat Groß, Ministerium des Innern und der Justiz bis auf Weiteres angeordnet, daß allgemein Viehhändler, welche Rindvieh, Schafe, Schweine oder Ziegen aus einer Gemarkung in eine andere verbringen lassen, mit thierärztlichen Zeug nissen versehen sein müssen. Diese Anordnung, so wohl meinend sie auch sein mag, hat eine schwere Schädigung der Landwirthe zur Folge; sie trifft, sehr wenige Fälle ausgenommen, nicht die Viehhändler, sonderg die Viehbesttzer und verfehlt doch ihren Zweck. Ein thterärztliches Zeugniß kostet nach der Medielnaltaze 69 Pf. bis 1 M. 37 Pf., bei auswärtigen Geschäften betragen die Wegvergütungen oder Taggelder der Thierärzte vos 69 Pf. bis 7 M. 71 Pf., Kosten, welche den Vieh haltern zur Last fallen; denn entweder bedingt sich den Käufer aus, daß der Verkäufer ein thlterärztliches Zeugniß beschafft, oder er kauft das Vieh mindestens um den Betrag der Kosten billiger. In unserer Gegend ist der Handel und Verkehr mit Rindvieh, Schafen, Schweinen und Ziegen fast vollständig in den Händen der Händler und diese suchen mitunter aus dieser Anordnung noch Nutzen zu ziehen. So ist angeblich eine Ziege im Werthe von 8 M. um 3 M. billiger verkauft wordenz auf Saugkälber, die zum Schlachten kommen, werden 5 M., auch noch mehr, weniger geboten als vorher, ja für jetzt, die erste Zeit, ist der Handel ganz lahm gelegtz denn der Handel mit Kleinvieh kann die durch die ges troffenen Maßregeln entstehenden Kosten nicht vertragen. Bei der Menge der in den verschiedenen Orten zum Trans port gelangenden Thiere werden auch die Thierärzte kaum im Stande sein, den an sie gestellt werdenden Anforder⸗ ungen rechtzeitig zu genügen. Diese wenigen Andeutungeg werden genügend darthun, welchen bedeutenden Schadeg die Viehbesitzer durch die getroffenen Maßregeln erleidet müssen. Dann erreschen aber auch die in unserem Lande getroffenen Maßregeln ihren Zweck nicht oder doch nuß unvollständig. Die Provinz Oberhessen wird ringsum von Preußen umschlossen; in den benachbarten preuß, Landestheilen bestehen, soviel mir bekannt ist, diese Vor kehrungen nicht; es wird nicht zu verhindern sein, daß Vieh heimlich über die Grenze gebracht wird. Unter Um, ständen kann die getroffene Anordnung noch nachtheillg wirken, weil unser Land mehr der Seuche verdächtig er scheinen kann, als es wirklich ist. Seuchenfreie Ort oder ganze Landestheile mit diesen Maßregeln zu be schweren, halte ich nicht für angemessen. Es wird voll⸗ ständig genügen, wenn das Verlangen der Belbringung eines thlerärztlichen Zeugnisses auf Thiere beschränkt wird, welche aus Gemarkungen stammen, in denen Geböfte vor, kommen, wo die Seuche herrscht oder noch nicht langt erloschen ist. Will man durchaus nicht von einem Be— gleitschein absehen, so könnten die Großh. Bürgermeisterelen, wie früher, Viehgesundheitsscheine ausstellen mit der Be scheinigung, daß die Gemarkung, aus welcher die Thien stammen, vollständig seuchenfret ist. Von hier aus it eine Petition um Rücknahme oder Abänderung der ge troffenen Anordnung an Großh. Ministerum des Inner und der Justiz gerichtet worden. Ich bitte die Landwirtht des Kreises, insbesondere meine Herrn Collegen, sich uns anzuschließen und von allen Orten mit zahlreichen Unter schriften versehene Petitionen an Großh. Ministerlum des Innern und der Justtz gelangen zu lassen. Abdruck in anderen Zeitungen ist erwünscht. Salz, 30. Nov. 1889. Muth, Bürgermeister. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 7. Dezember. Beginn: Freitag Abend 3 Uhr 45 Min. Samstag Morgen 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittag 3 Uhr 15 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 50 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 8. Dezember an Morgens 7 Ubr, Nachmittags 3 Uhr 45 Min. Die täuschend ähnliche Verpackung der Nachahmung von Fuy'sfehten Sodener Mineral Pastillen, gewonnen aus den Salzen der zur Kur gebrauchten be— rühmten Gemeinde Quellen Nr. III und XVIII, erfordert doppelte Aufmerksamkeit der Näufer. Aecht sind nur die deren Schachtel dse Schlußmarke mit dem Facfimsle Ph. Herm. Fay trägt. Preis 85 Pf., in allen Apotheken und Droguenhandlungen erhältlich 4360 — 2 ld. 9 Kaub Oroßhe 10 10 b. d. J zeden ange nac Fab Hanau 1 Offenb „Sochse ab Gleßen „Bocken ö ö 1 nn. u dlesen E ea und Ho In und Gi 1 damstadt agkeltsdauer r sihtplanmä dunkfurt . Bel zu Erleicht don 6, b e nwesenheit afgdenden F Meschm Kriege asltogs 4 U anheim ein A simmtlichen hk anhält, n Ahr 20 J J vichem Se aten III. eermäßlgun habe 17 75 du Akunf, ben einzeln. Winden Stat A etwalget Aalnebmer eng folgen dan Lollar LJassel den 1 — In d 15 sadwiche um, vert 2 wird g. 0 Bekanntmachung. In den Vorstand der Spar- und Leibkasse Nieder— Ammonin. awboh 0 Böllstadt, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter vorzüglichstes Waschmittel bei größter Seifenersparniß. Vaigard ea seftpflicht, wurde an Stelle des verstorbenen August Engros-Niederlage bei Wilhelm Fertsch. 4152 bier, wund n cker von Nieder⸗Wöllstadt Adam Stroh von da gewählt.—— 1 ä n find b f. l. Frledberg den 28. November 1889, 4 Kräftige uin Sau Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 0 2 0 fu an. 457 Herzberger. 1 felh* JC Apfelbaum ⸗Hochstämme 0 1 leg B k a— g 5 polig(M E anntmachung. an der Krone nach alter bewährter Metbode veredelt, Zeitun Handelsregister d* mit ertragreichen Sorten, sind abzugeben auf der Domäne 110 Im n reglster es unterzeichneten Amtsgerichts][ Gronauer Hof bei Vilbel.— Preis ab hier, soweit en sind m N rde heute folgender Eintrag vollzogen: Vorrath reicht, 1,20 M. pr. Stück. 4226 * Carl Schmidt zu Bad Nauheim hat das seither unter 5 e Firma seines Namens daselbst betriebene Mehl und eitung dur g(Esezereiwaarengeschäft mit allen Aetiven und Passiven . gl. i Heinrich Kegelmann dahser abgetreten, welcher das— be unter det früheren Firma für alleinige Rechnung weiter kteibt. Bad Nauheim den 27. November 1889. Großherzogliches Amtsgericht Bad- Nauheim. Unentbehrlich für Hausfrauen: .—; Hoch's weisse Vaselin-Bleich- Schmierseife. J Die bis heute unübertroffene Seife eignet sich haupt— Panee sächlich zum Einweichen, Kochen und Bleichen der Wäsche, 15 7 Schü ohne der Farbe bei Farbleinen oder Wollstoffen nach— 13 g 8 Schü. theilig zu sein. Die Wäsche wird durch's Kochen mit Am 6. d. Mis werden anläßlich der in Darmstadt derselben blendend weiß(ohne Chlor), wozu man jedes, Jetfindenden Festlichkeiten ab Hanau und ab Gießen auch das bärteste Wasser verwenden kann. Dlese Seife konderzüge nach Darmstadt und zwar ist garantirt rein von allen der Wäsche schädlichen Sub⸗ 1. ab Hanau 6 Ubr 26 Min. Vormittags, stanzen. Jede Hausfrau mache nur einen Versuch und blättern hut gyn a er, welche Made iner Oemarkung hierärgtlächen 0 normnung e 51 schwnt Schälen „seht wenige fi ndler, sondm h ihren Zweck, g a 0 Offenbach 6 55 sie wird sich von der Güte der Seife zur Erhaltung ihrer de 13 Sachendeusen n 5 Wasche überzeugen. Das lässige Einselfen, sowie Beuchen der Main II. ab Gießen 4 Uhr 44 Min. 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Gastwirths Ernst Friedrich Geberinger in 15 dle Th Ieuheim, vertreten durch Rechtsanwalt Windecker in frau Von hier au Friedberg, Privatkläger, a änderung du gegen. ein Mädchen aus guter Familie gesucht. en„„ Angeklagten, Franco Offerten an die Exped. d. Anz 4363 eg ee Beeten, bet das Goßherzolliche Schiene 7050 in, sih n cht zu Bad⸗Nauheim am 21. November 1889* Garantiescheine, b Je l acht erkannt: daß, der e lebte Nr. 24. 52. 56. 60. 115, kommen zur Rückzahlung und bb. Wasa, 1 5 1 in e Geldstrafe von sind die Beträge a M. 5. bei Herrn Friedrich Streckfuß lassen. Abdm l Mork, 7 einen Tag Gefängniß und in die in Empfang zu nehmen. Ss 5 mes. Iten und Auslagen mit Einschluß der dem 9 415 ä Dilettanten. Bereln. 9,—4—— en t digen Auslagen zu verurtheilen sei. 0 5 8 1 alan die Befugniß zugesprochen, Der Unter atz von einem Ofen sritdbell In entscheidenden Theil des Urthetls während der nächsten wurde am Samstag Abend 2 Leledberg. Il ei Tage nach eingetretener! Rechtskraft auf Kosten des Assenheim verloren. Der redlich. Finder wied gebeten, mbkt⸗ Azeklagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. den selben bei Adam Eß, in Dorn Assenheim abzu⸗ cer Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel 3 geben.—— f Alaubigt und die Vollstreckbarkeit des e bescheinigt. Verzinkte, lacirte 8 5 0 0 Bad ⸗Nauhelm 5 25 1889. u n imer 8 9 17 Min 5. tsgerichts. fieblt in großer Auswahl zu den billigsten Preisen 0. 10 Gerichtsschreiber 570 5 Amtsg 15 6 de aeg 1 5 ind W— 7 101 Windecker, 8 5 — 9070 Rechtsanwalt. 3 Neue Kastanien, TT! ˙· 5— 4*—* 21%,[⸗Eber-Ankauf Neue sieil. Haselnüsse, e 0 E 8 N i 5 in bester, frischer Waare, empfiehlt f 7e b„ di i ershofen beabsichtigt einen ein halbes 4324 5 Fr. Hilbrecht Ww. in cen ie Gemeinde Opp a ae 8 , e ettirende Besitzer solcher Thiere w— 5 n 1 U 10 u zuch neter Sed ere N 15 0 S ch 1 1 m 7 R e p a rande n 5 Oppershofen am 30 November 9. 3018 ber ee, eee e. 2— Ser Schmidt. Anker⸗Lebkuchen von F. A. 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Gesangverein rohsinn, Um einem oft und vielseitig an uns er gangenen Wunsche zu entsprechen, haben wir beschlossen, von jetzt ab auch passlve Mit glieder aufzunehmen. Anmeldungen nimmt der Vorstand entgegen Der Vorstand: 4344 llecht. Jogt. Carl Damm. Veteranen- und Militaͤrverein Friedberg. Die Kameraden, welche sich bei den Empfangsfeser, lichkeiten für Sr. Maj. den Kaiser am Freitage in Dam stadt betheiligen wollen und noch nicht gemeldet sind, wolig solches bis zum Donnerstag Abend beim Präsident vr anlassen. Gestellung 530 Freitag Früb am Vahnhof— Hin⸗ und Rückfahrt 2 M 30 Pf. Meldung abgeben. 4376 Der Präsident, Kautschukstempel empfiehlt als praktisches und sehr beliebtes Weihnachth geschenk für alle Geschäfte, Bureaux, Vereine u. Privaßz zu Originalpreisen in größter Auswahl 4382 Heinr. Diehl. Usagasse. Haussegen in großartig schöner Auswahl von 20 Pf. an empfiehlt G. F. Aletter. 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