nen 4 0 1 6 1 . K. 1 g rath theilte heute Coustans das Gesammtergeb— 102 Republikaner wurden neu gewählt. Conservativen gewannen 29 Sitze. mation an das französische Volk, welches er als 2 5 1 1889. Donnerstag den 8. August. berhessischer Anzeige * Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Personen, bezüglich deren Aufenthalts Auskunft begehrt wird: Geßler, Wilhelm, von Heuchelheim bei Gießen, zuletzt Knecht bei Pachter Neubardt in Beien⸗ heim; Assauer, Hermine, herumziehende Strohdecken- und Friedberg am 5 August 1889. Kitzelmacherin von Vilbel. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Dr. Fischer. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Major z. D. Otto, zuletzt Bez.⸗Komm. des Landw.-Bez. Darmstadt II, wurde die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Philippsordens verliehen. — Postpersonalnachrichten. Versetzt ist der Telegraphen-Assistent Appenheimer von Cöln! nach Mainz. In den Ruhestand tritt: der! Ober-Telegraphenassistent Wigand in Mainz. Gestorben sind: der Post-Director Reiß in Darmstadt und der Postsekretär Lindner in Bad Nauheim. Berlin, 5. Aug. Der preußische Gesandte am Vatikan Schlözer begab sich heute nach Varzin. — Laut einem von der Westküste Afrika's eingegangen Telegramm ist Lieutenant Tappenbeck in Kamerun am Fieber gestorben. Lieutenant Tappenbeck hat mit Hauptmann Kund zahlreiche Reisen, besonders im Hinterlande von Kamerun, gemacht. Beide waren zuletzt im Auftrage des Auswärtigen Amtes wieder nach Westafrika ge— gangen. Vor etwa Jahresfrist weilte Tappen— beck noch mehrere Monate in Deutschland, er suchte damals Genesung von einer schweren Ver— wundung, welche er bei einem räuberischen Ueber— fall durch die Eingeborenen davon getragen hatte. Stuttgart. Ein ärztliches Gutachten über das Befinden des Königs besagt: Der gegen— wärtige Zustand ist befriedigend, die Verände— rungen in der Lunge und am Herzen dauern zwar noch fort, aber sie sind jetzt nicht störend. Immerhin ist ferner die Vermeidung größerer Anstrengungen und klimatischer Schädlichkeiten nothwendig. Karlsruhe, 6. August. Das schwedische Kronprinzenpaar ist heute Nachmittag auf der Insel Mainau eingetroffen und von den Groß. herzoglichen Herrschaften begrüßt worden; das Befinden der Kronprinzessin ist nicht das beßte. Der Großherzog kehrt am Freitag nach Karls— ruhe zurück, um am Samstag in Baden-Baden den Schah von Persien zu empfangen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Prag. Der Lan— descommandirende, Feldzeugmeister Frhr. Phi lippovitsch, ist in der verwichenen Nacht an einem Schlaganfall gestorben. Belgien. Brüssel. Die Regierung bestellte 62 Cockerill-Kanonen für die Maasbefestigung. Frankreich. Paris, 6. Aug. Im Minister— niß der Generalraths-Wahlen mit. Von den 1438 gewählten Generalräthen sind 949 Repu— blikaner, 489 Conservative. Von den gewählten Republikanern sind 689 gemäßigt, 158 radical. Die — Boulanger erließ eine sehr lange Prokla⸗ seinen einzigen Richter anerkennt. In dem Mani⸗ fest bespricht er die Anklagen gegen ihn, die in den kürzlich publicirten Actenstücken enthalten sind und die er in sehr heftiger Sprache als infame Verleumdungen bezeichnet. Ein in Bou⸗ langer's Schrift genannter Spion Namens Mon⸗ dion ist derselbe, welcher den belgischen Akten— diebstahl für Rechnung der berüchtigten Frau Adam beging. — 6. Aug. Das Schwurgericht verurtheilte heute einen gewissen Bonnirgre, welcher ange— klagt ist, dem dänischen Botschaftsrathe Haussen diplomatische Actenstücke entwendet und letztere an Deutschland verkauft zu haben, zu 12 Jahren Zwangsarbeit. Ferner wurde ihm der Aufent— halt in Frankreich für 10 Jahre untersagt. Portugal. Lissabon. In den Blättern verlautet von einem Unwohlbefinden des Königs Es heißt, die Aerzte hätten dem Könige eine Reise nach dem Auslande angerathen. Großbritannien. London, 5. Aug. Im Unterhaus erklärte Ferguson, den letzten Berichten aus Brüssel zufolge könne die Conferenz betreffs des Sklavenhandels vor Mitte oder Ende October nicht zusammentreten. Das Haus nahm nach einstündiger Debatte in dritter Lesung die Apa⸗ nagebill mit 136 gegen 41 Stimmen an. — 6. Aug. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Apanagenbill an. Cowes, 4. Aug. Kaiser Wilhelm machte gestern, nachdem die Witterung sich günstiger gestaltet hatte, in der Interimsuniform eines britischen Admirals dem Prinzen und der Prin— zessin von Wales einen Besuch in der Vacht „Osborne“. Nach dem Thee kehrte der Kaiser nach Osbornehouse zurück, wo eine Abendtafel zu 44 Gedecken stattfand. Im Laufe des gestrigen Tages hatten Graf Herbert Bismarck und der Botschafter Graf Hatzfeldt mit Lord Salisbury eine längere Unterredung. Heute wohnte der Kaiser mit der Königin und allen Mitgliedern der königlichen Familie dem Gottesdienste in der Schloßkapelle von Osborne bei. Nachher empfing der Kaiser eine Abordnung der Deutschen Londons, die von dem deutschen Botschafter vorgestellt wurde. Der Kaiser nahm die prachtvoll ausge— stattete Ergebenheitsadresse an und dankte herzlich für die kundgegebenen loyalen Gesinnungen. Nach dem Lunch begab sich der Kaiser mit dem Prinzen Christian von Schleswig und dem Admiral Schröder an Bord der„Alberta“, wo auch der Prinz von Wales und dessen Sohn Albert Victor erschienen, und besuchte sodann die britischen Kriegsschiffe„Howe“,„Immortality“,„Hero“, „Medea“,„Serpent“ und„Sharpsshooter“, welche verschiedene Typen zeigen und besichtigte genau die charakteristischen Eigenschaften der Schiffe, wobei die Ehrenwachen salutirten. Am Abend fand Familientafel in Osborne statt. Portsmouth, 6. August. Als die Königin sich von dem Kaiser vor dessen Abfahrt zur Flottenschau verabschiedete, trug dieselbe auf der Schulter eine Schleife mit den Farben ihres preußischen Dragonerregiments und auf der Brust den Hohenzollernschen Hausorden. Der Kaiser trug die volle Uniform eines britischen Admirals und wurde darin auf die Bitte der Königin pho— tograpbirt. Der Kaiser fuhr mit dem Prinzen von Wales, dem Prinzen Heinrich, dem Prinzen Christian, dem Prinzen Heinrich von Battenberg, dem Marquis of Lorne, dem Herzog von Cam⸗ bridge in vierspännigen Wagen nach dem Quai, in anderen Wagen folgten Graf Herbert Bis— marck, Graf Haßtzfeldt und der Marquis von Sa⸗ lisbury. Der Kaiser und die anderen Herr— schaften schifften sich auf der„Alberta“ ein und begaben sich von da an Bord der Pacht„Victoria und Albert“, welche sofort zur Revue abdampfte. Um 3½ Uhr meldeten die Salven des Ge— schwaders die Annäherung des Kaisers. Die englische Flotte nahm das Salut mit betäuben⸗ dem Kanonendonner auf. Als die„Victoria und Albert“ die Reihe der deutschen Kriegsschiffe passirte, brachen die Mannschaften in brausende Hurrahrufe aus, welche sich weiter fortpflanzten und sich immer wiederholten, als die Pacht die langen Reihen der britischen Flotte durchfuhr. Während der eine ganze Stunde dauernden Fahrt verließ der Kaiser keinen Augenblick das obere Verdeck. Die Pacht ankerte schließlich neben dem Flaggschiff„Howe“, wo die durch ein Signal zusammenberufenen commandirenden Officiere be— reits versammelt waren. Nach beendeter Vor— stellung gratulirte der Kaiser dem Prinzen von Wales und dem Admiral Commerell wegen des brillanten Aussehens der inspieirten Flotte. Um 5½ Uhr machte auch die Königin an Bord der „Alberta“ eine Rundfahrt um die Flotte. Nach seiner Rückkehr dinirte der Kaiser bei der Königin in Osborne. Der Kaiser empfing sodann eine Deputation der Bürgerschaft von Cowes, welche eine Begrüßungsadresse überreichte. Nach Em⸗ pfang der Deputation begaben sich der Kaiser und der Prinz von Wales nach der Sandown— bay, wo die hohen Herren an Bord der„Victoria und Albert“ die Abfahrt der britischen Flotte zu den großen Manövern beobachteten. Sämmtliche Schiffe gaben Salutschüsse ab. Der Kaiser und der Prinz von Wales wohnten sodann der Re— gatta bei Queencoup bei. Rumänien. Bukarest. Die Meldung der Blätter von einer bevorstehenden Umgestaltung des Cabinets ist unbegründet. Griechenland. Athen. Nach einer Mel⸗ dung des Reuter'schen Bureaus ist Riza Pascha in Kreta eingetroffen. Derselbe wies die türki— schen Truppen an, sich in die Forts zurückzu— ziehen, um jeden Zusammenstoß mit den Be— wohnern zu vermeiden. Bulgarien. Sofia. Der Metropolit Clement, welcher sich geweigert hat, vor Gericht zu erscheinen, um sich wegen einer während des Gottesdienstes gegen den Fürsten Ferdinand be— gangenen Beleidigung zu verantworten, ist, wie dem„Temps“ aus Sofia telegraphirt wird, verhaftet und unter Eskorte nach Sistowo abge— führt worden. Die Behörde verlangte 20,000 Fr. Caution, um Clement auf freien Fuß zu setzen, welche Summe sofort durch die Bevölkerung der Stadt zusammengebracht wurde. Rußland. Petersburg, 6. Aug. Das Gesetz, wonach die Gymnasien mit deutscher Un⸗ terrichtssprache in Birkenruhe und Fellin(Gou— vernement Livland) binnen drei Jahren zu schließen sind, wurde heute veröffentlicht. Die staatliche Dotation des Gymnasiums zu Birkenruhe wurde bereits mit dem 1. Juli 1889 eingestellt. Egypten. Kairo. Nachrichten aus Massauah zufolge brach General Baldissera in der Nacht vom 2. zum 3. August mit vier Bataillonen und zwei Gebirgsbatterien von Ghinda nach Asmara .—* 2*—. a l* —— s— ff!ff7—ß—ß—ßßßxßßßßßßßßßßßppßßßßßß ⏑—⏑—6f6ᷓꝗK e —— n ä————— ——*— —-. ͤͤK000 2 ² h auf und besetzte am 4. Asmara ohne Wider— stand. Trotz des Regenwetters wurden die Be— festigungen sosort begonnen. — 6. Aug. Das„Reuter'sche Bureau“ meldet: Ein egyptisches Bataillon hat Wadyhalfa besetzt. General Grenfell kehrt am 10. August nach Kairo zurück. Der Feldzug scheint beendet. Die englischen Truppen marschieren unmittelbar nach Kairo zurück. Afrika. Sansibar, 5. Aug. Der Afrika— reisende Dr. Mayer ist am Samstag hier ein— getroffen. — 6. Aug. Das hiesige englische Prisen— gericht entschied heute, daß der Dampfer„Neära“ den Eigenthümern zurückzugeben sei. Aus Stadt und Land. D. Friedberg. Die Vorbereitungen zu dem Stif— tungsfest der freiwilligen Feuerwehr sind soweit beendet und ist auch das auf der Freiheit erbaute Uebungshaus beinahe fertig gestellt. Die Feuerwehr hat die Kosten nicht gescheut und den Platz für die abzuhaltende Uebung so gewählt, daß sowohl den von auswärts in größerer Zahl eintreffenden Feuerwehrleuten, als auch jedem, der sich für die Sache interessirt, Gelegenheit gegeben ist, sich alles bequem ansehen zu können. Vielleicht gibt gerade die Vorführung solch größerer Uebungen hie und da die Anregung zur Gründung einer Feuerwehr an Orten, wo seither dem organtsirten Löschwesen wenig Beachtung geschenkt wurde. Leider ist es gerade Ober— hessen, das in der Zahl der bestehenden freiwilligen Feuer wehren hinter den beiden anderen Provinzen unseres Landes zurückgeblieben ist. Rheinhessen hat 36 und Starkenburg 62 freiwillige Feuerwehren, während das bei weitem größere Oberhessen deren nur 28 aufweisen kann. Die Zweckmäßigkeit einer organisirten Löschmann schaft wird doch nicht mehr bestritten werden können und mit den Kosten, die von den Gemeinden sonst zu Lösch— zwecken verwendet werden, ließe sich an jedem größeren Orte eine Feuerwehr gründen, wenn nur erst der ernst liche Wille hlerzu vorhanden wäre. g. Friedberg. Vor einigen Tagen fand dahter im Casinosaale eine Abschtedsfeler zu Ehren des als Ober— amtsrichter nach Wimpfen versetzten Amtsrichters Süffert dahier statt. Die überaus starke Betheiligung aus allen Kreisen der hiesigen Bevölkerung, sowte die große Zahl der anwesenden Bürgermeister aus denjenigen Orten, welche zum Amtsgerichtsbezirk Friedberg gehören, legten Zeugniß davon ab, wie beliebt Süffert dahier war und allseitig konnte man hören, wie lebhaft sein Scheiden von hier bedauert wird. Die Reihe der Trinksprüche, welche zum guten Mahle die Würze gaben, eröffnete Kreisrath Dr. Braden, indem er ausführte, daß bei einer Vereinigung deutscher Männer zur Feier eines deutschen Patrioten das erste Hoch dem Kalser und seinem treuen Verbündeten, unserem Großherzoge zu gelten habe. Darauf feierte Amtsrichter Herzberger seinen scheidenden Kollegen. Er wies dabei nach, daß gerade durch Süfferts Pflichttreue und Geschäftsgewandtheit, sowie durch sein stetes Bestreben, seine Kräfte auch außerdienstlich, sei es bei kirchlichen, sei es bei privaten Einrichtungen, zu verwerthen, die allgemeine Anerkennung bedingt wurde. Später gedachte Kreisrath Dr. Braden nach der treuen Hausgenossin des Scheidenden. Erst in später Stunde trennten sich die Festgäste mit dem Wunsche, daß es Oberamtsrichter Süffert vergönnt sein möge, sich in seinem neuen Wirk ungskreise dieselbe Anerkennung zu erwerben, die ihm hier allseitig zu theil wurde. t. Friedberg. Am letzten Freitag Abend traf Bischof Dr. Haffner von Mainz, in Oppershofen vom hiesigen Kirchenvorstand abgeholt, hier ein und nahm im Pfarrhaus Wohnung Zu der am Sonntag stattgehabten Firmung hatten sich 80 Firmlinge von hier und 70 von Dornassenheim eingefunden. Zugleich wurde bei dieser Gelegenheit die Conseeration der Kirche vorgenommen. Nachmittags begab sich der Bischof nach Bad- Nauheim, wo er in der Reinhardskirche eine Ansprache an die Ge— meinde bielt. Am Mittwoch begibt er sich nach Ockstadt und am Donnerstag nach Oberwöllstadt. In den meisten Orten des Deeanats Friedberg ist seit 15 Jahren kein Bischof gewesen und es herrscht bei den Gläubigen eine große Freude den Bischof in der Gemeinde begrüßen zu können; es werden deswegen demselben überall große Em— pfangsfeierlichkeiten bereitet. Da aber der hohe Herr allenthalben selbst predigt und die Schulen besucht, so ist diese Reise mit großen Anstrengungen für ihn verbunden. Allerlei. st. Frankfurt. Im Opernhaus wird Freitag den 9. u. Sonntag den 11. Richard Wagner's„Götterdäm merung“ in neuer Einstudtrung gegeben. Diesen Auffüh rungen schließt sich unmittelbar eine Gesammt-Aufführung des„Nibelungen Ringes“ an, und zwar wird Montag den 12. August„Rheingold,“ Mittwoch den 14.„Wal küre,“ Samstag den 17.„Stegfried“ und Montag den 19. „Götterdämmerung“ gegeben. Plätze sowohl für die einzelnen Abende als auch für die vier Abende des„Nibe— lungen Ringes“ können schon jetzt an der Kasse des Opernhauses bestellt werden. Muͤnchen, 6. August. Gestern Nacht stießen bei Seubersdorf infolge falscher Weichenstellung ein Postzug und ein Güterzug zusammen, wobet vier Personen ver— wundet wurden. Geheimschriften. (Schluß des Artikels in Nr. 92.) Diese Methode läßt eine große Menge Varia— tionen zu und ist daher sehr beliebt. Es werden dazu eigene Gitter oder Netze von starkem Papier oder Pergament verfertigt, in welches durch Aus— schnitte nach bestimmten Regeln größere und kleinere Löcher gemacht sind. Die beim Schreiben durch das Netz auf diese Art entstehenden Text— lücken werden dann nach Entfernung des Netzes auf dem Papier der Depeschen mit bedeutungs— losen Worten ausgefüllt und der Schlüssel des Geheimnisses ist das Netz oder Gitter, von dem nur Absender oder Empfänger je ein Exemplar besizen und das der Empfänger nur genau in der verabredeten Weise auf das Schriftstück zu legen braucht, um durch die Löcher die richtigen Worte und dadurch den Sinn der Mittheilung zu erkennen. Das berühmte geheime Alphabet des Kardinals Richelieu, von welchem in der Geschichte Ludwigs XIII. so viel die Rede ist, bestand ebenfalls in nichts anderem, als in einer Geheimschrift, die er sich selbst componirt hatte. So viel man heute weiß, beruhte das Geheim— niß nur in einer Versetzung der einzelnen Buch— staben nach einer verabredeten Reihenfolge. Diese Operation ist eine sehr mühsame und zeitrau— bende, aber sie gehört zu denen, die am wenigsten eine Entzifferung von Uneingeweihten zu be— fürchten haben. Ebenfalls schwer zu entdecken und dabei wenig umständlich ist die Geheim— schrift, die sich auf ein bestimmtes, je in den Händen beider Korrespondirenden befindliches Buch stützt, kurzweg unter dem Namen Buch schrift oder Buchchiffre bekannt. Dabei wird alles mit Ziffern geschrieben und zwar derge— stalt, daß immer vier derselben neben oder unter einander zu stehen kommen: die erste bezeichnet die Seite des gewählten Buches, die zweite die Zeile dieser Seite, die dritte das Wort in dieser, die vierte die Silbe des letzteren, und wo nöthig, kann eine fünfte Ziffer dem Buchstaben der Silbe gelten. Hauptsache dabei ist, daß das Buch selbst, welches als Schlüssel dient, Geheimniß bleibt; am besten eignen sich dazu Wörterbücher, die auf der einen Seite möglichst viele Wörter stehen haben und so das Suchen erleichtern. Neuerdings ist das System der mehrstelligen Zahl vielfach in Anwendung. Es ist dies das System der wechselnden Verschiebung der Buch— staben. Wenn z. B. 4682 die Schlüsselzahl ist, so bedeutet dies, der erste Buchstabe des Wortes wird um vier, der zweite um sechs, der dritte um acht, der vierte um zwei, der fünfte wieder um vier Stellen in der Reihe des Alphabets verschoben, so daß man z. B. für„Liebe“ das Wort„Pomdi“ schreibt. In ähnlicher Weise kann auch ein Ziffernsystem mit mehrsilbigem Schlüsselwort aufgestellt werden, so daß die gleiche Ziffer niemals den gleichen Buchstaben bedeutet. Es würde kaum die Arbeit eines ganzen Lebens genügen, um solch' einer mehrstelligen Schlüsselzahl oder solch' einem Schlüsselwort auf dem Wege des Versuchs auf die Spur zu kommen. Einigkeit macht stark. Wir sehen allenthalben an Staaten und in Familien, wie schwer dieselben geschädigt werden, wenn Uneinigkeit in ihnen herrscht. Oft versteht es das Oberhaupt der Familie, die innerlich sich widerstrebenden Glieder wenigstens äußerlich zusammenzuhalten; solange dies geschieht, kann auch ein gedeihliches Wirken stattfinden. Rafft aber der Tod den immer Versöhnung predigen— den Hausherrn hinweg, so stehen die Zurückge— bliebenen erst rathlos, wie vernichtet von dem schweren Schlage, der ihnen allen Halt genommen, um dann, wenn der erste, tiefe Schmerz vorüber ist, sich gegenseitig zu bekriegen, um nun das eigene„Ich“, das der Verstorbene wohlweislich zurückdrängte, schönstens zur Geltung zu bringen. Widrige Erbschaftsstreitigkeiten spielen sich vor unseren Augen ab. Jeder möchte haben, jeder möchte aber auch das Beste sein nennen; und hat es der eine verstanden, den andern zu über— vortheilen, so freut er sich seines Triumphes und ist entzückt von der eigenen Klugheit. Geschwister ist in solcher Familie nicht mehr I stritten, und geht hinaus in die Welt, um sein bischen Hab und Gut entweder zu verbrau— chen oder es zu vermehren. Das letztere hit man meist im Sinn, aber gerade da, wo bei der Theilung des Erbes Uneinigkeit herrschte, haft kein rechter Segen auf der Hinterlassenschat. Das Gold auf welches neidische Augen sehen, schmilzt trotz fieberhafter Anstrengung zusammen, es zerrinnt in den habsüchtigen Händen— am, gedemüthigt, nach Frieden verlangend, sehen sth die Familienglieder, die sich so weit und so gen von einander entfernten, nach Jahren wiede, um sich mit schmerzlicher Klage die Hand zu reichen und sich zu gestehen:„Wie gut stünte es um uns, wenn wir einig geblieben wären!“ Darum achtet auf das Wort des Heilandes: „Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzitz⸗ mal siebenmal sollst du deinem Bruder vergeben.“ Zwei Schwestern. Wir sind zwei Schwestern, Zwillingsschwester! sogar; denn wir sind zu gleicher Zeit ins Dasel; getreten und haben zu gleicher Zeit angefangen thätig zu werden. Wir sind völlig gleich gestaltn sie auszuüben uns bemüht. groß geworden und erscheinen stets gleich ge wohl meiner Schwester anlegt, ohne dabei meine! dieses Vorrecht! Es ist nämlich sonderbar, daß wir manchmal, und zwar immer in den Augen blicken der höchsten Gefühlserregung, gemein Gebet, da suchen wir uns und stuͤtzen uns gegen; seitig. Wenn es aber gilt, zu wirken und zu schaffen, dann muß ich bescheiden zurückweichen ich darf nur dienend die Schwester begleiten und ihrem Thun den Weg ebnen. Ich bin un— beholfen und ungeschickt. Meinche Stimme er— hebt sich zwar hin und wieder zu meinen Gunsten und macht geltend, das sei nur durch die Macht der Gewohnheit so entstanden, nicht vom Hause aus so geordnet gewesen, man führt Beispiele⸗ aun, die zu meinen Gunsten sprechen; aber das sind nur Ansnahmen, die die Regel bestaͤtigen. Ich bin und bleibe die bescheidene Dienerin meiner begabteren Schwester; ich halte ihr das Blatt, auf das sie Gedanken und Empfindungen verzeichnet; den Stoff, in den sie kunstgerecht Blumen und Ornamente fügt; die Farbenmischung, mit der sie Leben auf die Leinwand zaubert. Ich senke mich bescheiden nieder, wenn sie zu heiligem Eide sich aufwärts wendet, oder in feierlichem Gelöbnis den festen Bund der Freundschaft und der Liebe schließt. Aber Eifersucht und Feind— schaft kommt nicht zwischen uns auf, wir legen uns beide segnend auf das Hauptdes Geliebten, wir eilen beide dem Freunde beim„Willkommen“ entgegen, wir ordnen gemeinsam das Haus und schmücken es mit dem Kranz für die Festesfreude!— Du schüttelst ungläubig das Haupt und zweifelst an der Wahrheit meiner Rede? Nun, so lasse ich die Maske fallen, ich bin— die linke Hand! Handel und Verkehr. Friedberg, 6. August. Fruchtpr. Walzen M. 19 00 bis 00.00, Korn M. 15.00— 15.25, Gerste M. 17. bis (0.00, Hafer(alter) M. 15.00— 16.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo gleich 200 Zollpfund. Friedberg, 6. August. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfund M. 105— 1.15, Eier 1 Stück 6 Pf., 2 St. 11 Pf. Grünberg, 3. August. Fruchtpreise. Weizen M. 18.10, Korn M. 1600, Gerste M. 00 00, Hafer M. 15.00, Erbsen M. 1860, Samen M. 34.00, Wicken M. 00.00, Kartoffeln M. 0 00, Linsen M. 00.00. Gießen, 6. August. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter per Pfund M. 1.00 000, Eter 1 St. 5, bis 6 Pf., Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben per Paar M. 0.50—0.65, Hühner per St. M. 0.90 1.00, Hahnen ver St. M. 0.60— 0.90. Enten per St. M. 1.50— 2.00, Ochsenfleisch per Pfd. 60—72 Pf., Kuh- und Rindfleisch denken, jeder nimmt, was er sich hartnäckig a * . An ag Zusammenhalten, an ein Sichineinanderfügen der! und von Aufang an haben wir von einem und demselben Gebieter unsere Befehle erhalten und! Wir sind gleich kleidet; bis auf werthvollen Schmuck, den man zu gedenken, aber ich darf mich darüber nich!“ beklagen und thue dies auch nicht; ihr gebühr! schaftlich wirken: im tiefsten Schmerz, in den höchsten Freude, beim Bitten und Flehen, im Noggenk. spteu M Februar Naps pe N. 1.32 versleben loco aut Fra Nilo M Butter N. 6— M. 20- vis 25 per Pat r— von et Deckste berg f Di fertigte geöote elnzure Fri 894 Näd Ubr, Sbaussi gerschlag Bei N95 Mon sollen di din Gem heim vo chelunge Zusa heim. Frle 2903 Sam sollen di und Lief wirthschr Maur Amm Schlo Weiß! Kefer Zoilinzeshzin, her Zeit int Duin! e Zeit ang, N olg gleich gate vir von eiue efehle erhalte u Wir sup ga en stetz gat 110 Schmuck, den nu „ohne dabel nne mich darüber ne nicht; iht i ich sonderbu, mer in den Mh, erregung, gau Schmerz, u, und Flehen, u. stützen uns gi ⸗ u wirken und; hen zurückweiche““ hwestet beglel, nen. Ich bin l uche Stumme a u meinen Ousa“ r durch die Ne „ nicht vom haute an führt Bal] prichen; abt b e Regel ballen scheiden Daeseri ich halt n d und Enpfdungeh en sie kunnt die Fothanstun wand zaubell, J enn sie zu helge oder in face r Fttundsch ub er 0 dal ersucht uud 95 g alf, vn dn pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 68 70, 2. Qualität M. 43— 45, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 0062, und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 26.00- 27.00, fremder nach Qualität M. 19 21.50, Roggen, hiesiger Kinderwagen und Velocipede 50-60 Pf., Schwelnefleisch 60— 70 Pf., Hammelfleisch 50— 66 Pf., Kalbfleisch 50— 56 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6.00— 7.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6—0. Frankfurt, 5. August. Viehmarkt. Der heutige Markt war mit 440 Ochsen, 37 Bullen, 515 Kühe, Stiere und Rinder, 256 Kälber, 99 Hämmel, 304 Schweine. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualität M. 60 63, Bullen 1. Oual. M. 46 50, 2. Qualität 2. Qual. M. 50—53, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 66—70 Pf., 2. Qualität 55—58 Pf., Hämmel 1. Qual. 58— 60 Pf., 2. Qual. 40-45 Pf., Schweine 1. Qual. 68— 70 Pf., 2. Qual. 66-67 Pf. Frankfurt, 5. August. Fruchtbericht. Hies. Weizen— mehl Nr. 0 M. 33.50— 34.00, Nr. 1 M. 30.00—3 1.00, Nr. 2 M. 25.50— 26.50, Nr. 3 M. 24.50— 25.50, Nr. 4 M. 21 bis 22.00, Nr. 5 M 17.00—18.00, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 54.00 56.00, norddeutsche hiesiges Roggenmehl Nr. 0 M 26.00 27 00, Nr. 0/1 M. 24. 0— 25 00, Nr. 1 M. 23.00— 24, Nr. 2 M. 18.00 bis 18.50, Weizen, vorjähriger, ab unserer Umgegend 19.00— 19.25, do. neuer frei hier M. 19.0— 00 00, M. 16 00-00 00, russ. M. 16.25, Gerste, Ried und Wetterauer M. 00 00— 00, Hafer prima M. 16 16.50, mittel M. 15— 15.75, Mais(mixed) M. 12— 12,25. Roggenkleie M. 9—0 00, Weizenkletie M. 8.00, Spelz— spreu M. 2 40, Malzkeime M. 9— 9.50, Chilisalpeter per Februar⸗März 1890 M. 9.25, Parität Frankfurt a. M. Raps per August⸗September M. 34.00 00.00, Torfstreu M. 1.32, Rüböl im Detail M 72— 74. Die Preise verstehen sich pro 100 Kilo ab hier, häufig jedoch auch loco auswärtiger Stationen. Frankfurt, 6. August. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M 480-6 20, Stroh pro 100 Kilo M. 4.40— 5.00, Butter pro 50 Kilo M. 90 bis 95, Eier das Hundert]! M. 6—7, Erbsen 100 Kilo M. 18— 23.00, do. geschälte M. 20—30, Linsen M. 34— 52, weiße Bohnen M. 23 vis 25 50, Blumenkohl 100 St. M. 30 bis 60, Carotten per Pack 8— 12 Pf., Grünekern M 22-28, Sellerie das Stück 4— 10 Pf., Romainsalat 8— 15 Pf., Kar⸗ toffeln per 100 Kilo M. 5.00 6.00, Erbsen ver Pfund 14—18 Pf., Einmachgurken 100 Stück M. 9.80— 1.00, Salatgurken per Stück 3—4 Pf., Aprikosen der Centner M. 50—60, Birnen der Ctr. M. 25—30, Mirabellen der Ctr. M. 40., Pfirsiche das Pfd. M. 1.50, Pflaumen der Ctr. M. 30— 35, Melonen das Stück M. 1,50—3. Auszug aus dem Civilstands-Register der Stadt Friedberg. Getraut: 11. Juli. Der Kaufmann Sußmann Rothschild zu Dort— mund mit Kathinka Ling Imroth zu Friedberg. Geboren: 28. Juni. Dem Schlosser Christian Lotz 1 Sohn. 4. Juli. Dem Seiler Heinrich Karl Dietrich 1 Sohn. 4 Dem Rechtsanwalt Johann Georg Adolf Windecker J Sohn. N Dem Schlosser Gottfried Heckner 1 Sohn. „ Dem Huülfsweichensteller Johann Tobias Nau— mann 1 Sohn. 5 Dem Buchbinder Alex. v. Brunhoff 1 Sohn. 2 Dem Schreiner Heinrich Keutz 1 Tochter. 1353 Dem Großh. Geometer Friedrich Wilhelm Krämer 1 Tochter. 133 Dem Handarbelter Karl Friedrich Bischoff 1 Tochter. 1 Dem Tapezierer Georg Martin Reuß 1 Sohn. 188 Dem Schreiner Karl Biedenkopf 1 Sohn. 222 Dem Lehrer Heinrich Müller 1 Tochter. 22 Dem Kaufmann Karl Konrad Oberländer 1 Sohn. 283 Dem Viehwärter Johann Heinrich Gutermuth 1 Sobn. 9. Dem Kaufmann Josepb Fürth 1 Sohn. 29. Dem Straßenwärter Heinrich Jakob Köbel 1 Tochter. 30 Dem Küfer Johannes Bullmann 1 Sohn. 31.„ Dem Weißbinder Friedrich Wilhelm Zimmer— mann 1 Sohn. Gestorben: 3. Juli. Wilh. Joseph Bernhard Bädorf, 5 Monate alt. 9 Dora Grödel, Tochter des Kaufmanns Karl Grödel, 3 Monate alt. 15.„ Die Dienstmagd Emma Axt, 42 Jahre alt. 16.„ Die Nätherin Margarethe Friedericke Liebrich, 69 Jahre alt. 17.„ Hermann Sehrt, Sohn des Pfarrers Georg Heinrich Sehrt, 8 Monate alt. 9 Anna Marie König, Wittwe des Heinrich König IX., 67 Jahre alt. * Leineweber Jeremias Ploch, 75 Jahre alt. 28 Friedrich Wilhelm Mathes, Sohn des Hand— arbeiters Karl Mathes, 3 Jahre 8 Monate alt. 4. Aug. Elisabethe Knoll, geb. Reul, 90 Jahre alt. 3 Der Gastwirth Friedrich Wilhelm Gärtner, 30 Jahre alt. 23* Der Kaufm. Wilh. Aug. Müller, 70 Jahre alt. Geld⸗Cours. Frankfurt am 6. August 1889. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke„„„„ do.*%„„„ e Englische Sovereigns.. 20. 39 20. 34 Russische Imperlales. 106. 71 16. 87 Ducaten.„%%% 9. 58 1 lem 9.08 9. 63 Dollazs in Sold 0 4. 16 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 10. August 1889. Sabbath ⸗Nachmu. Beginn: Freitag Abend 6 Uhr 50 Min. Samstag Morgen 8 Uhr. Samstag Nachmittag 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 20 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 11. August an Morgens 6 Uhr, Nachmittags 6 Uhr. Die Lieferung von etwa 35 ebm Sand oder seies zum Einwalzen der Decksteine auf der Staatsstraße am Burgberg bei Fried— berg soll vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau der unter— fertigten Stelle zur Einsicht offen, woselbst auch die An gebote bis Montag den 12. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, einzureichen find. Friedberg den 5. August 1889. Großherzogliches Kreis bauamt Friedberg. 2894 Kranz. Bekanntmachung. Nächsten Samstag den 10. d. Mts., Nachmittags 1 Ubr, sollen bei Bürgermeister Stein 30 Cubikmeter Chaussirsteine zu liefern, anzufahren, aufzusetzen und zu zerschlagen in Accord gegeben werden. Beienheim den 6. August 1889. Großherzogliche Bürgermetsterei Beienheim. Stein. Arbeits-Vergebung. Montag den 12. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, sollen die bel Aufräumung des Ortenberg Grabens in den Gemarkungen Heuchelheim, Reichelsheim und Bingen heim vorkommenden Arbeiten auf Ort und Stelle ab— theilungsweise vergeben werden. 8 Zusammenkunft auf der Kreisstraßenbrücke bei Heuchel⸗ 2895 heim. Friedberg den 6. August 1889. Zörb II., 2903 Bezirks bauaufseher. Arbeits-Vergebung. Samstag den 10. d. Mts., Vormittags um 8 Ubr, sollen die zur Umbauung einer Schleuße nöthigen Arbeiten und Lieferungen zu Nleder⸗Wöllstadt in der Gast wirthschaft„Zur Linde“ öffentlich vergeben werden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 130 M., Zimmerarbeit 8 Schlosserarbeit 100 Weiß vinderarbeit 5 Lieferung von Portland Cement* 5 Mauersteinen(Quarzit) 8 5„ bydr. Kalk 8 5* 3 1 1 i den 6. Augu 89. Friedberg 9 görb u, Bezirks bauaufseher. Ein Lehrling Zwangs-Versteigerung. Freitag den 9. August, Mittags um 12 Uhr, ver? steigere ich vor dem Gemeindehaus zu Holzhausen gegen baar: 4 Kühe, 2 Ziegen, sowie Hausmobilien durch alle Rubriken. Herget, Kreisbote zu Vilbel. Zwangs-Versteigerung. Freitag den 9. August, Nachmittags 4 Uhr, werden vor dem Gemeindehaus zu Rodheim v. d. H. nach stehende, auf rückständige Gemeindegelder gepfändeten Gegenstaͤnde gegen baar versteigert: 2 Kühe, 2 Ziegen, 1 Wagen, sowie Haus mobilien durch alle Rubriken. Herget, 2906 Kreisbote zu Vilbel! Geschͤsts-Verlegung. Unser Geschäftslokal befindet sich jetzt im Hause des Herrn J. L. Rappolt, nächst der Burg, wo wir den Restbestand unseres Waarenlagers, bestehend in Tuchen, Bukskins, Kleiderstoffen, Lamas, Cattunen, Druck⸗ zeugen, schwarzen und farbigen Sammten ꝛc. ꝛc., wegen Aufgabe dieser Artikel, zu jedem annehmbaren Preise abgeben. 5 Gebrüder Strauß. Jahresstellung. Ein kräftiges Mädchen, das sehr gut wascht und perfekt bügeln kann, wird in hohes Herrschaftshaus gesucht. 8 Zu erfragen in der Exped. d. Anz. 2 Trunksucht. Mittel dagegen sende gegen 3 Mark Apotheker Dr. Werner, Endersbach(Württemb.). Discretion selbstverständlich. Danksagung unter vielen A: Danke berzlich für die Hülfe, die Ihre Arznei meinem Mann gebracht, denn er trinkt jetzt keinen Schnaps mehr und ich möchte nicht aufhören, Gott dafür zu loben. 2904(750.) Frau Hecht. 5 5 25* 3 Eine Wohnung, welche bis 1. October, auf Verlangen auch früher be— zogen werden kann, hat zu vermiethen 2 2893 Erust Hanstein, Haagkstraße. In unserem Fruchtlager an der Eisenbahn haben wir 2905 2914 G. M. Reuß. ere Kellertüumlichkeiten gn. 2908 Gebrüder Loeb. 5 Mark per Stück. Rothe Colter, 2912 2. Schulhof. 3 Ein Schneiderlehrling wird für sofort oder später gesucht. Auskunft ertheilt die Exped. d. Anz. 5 2850 Textbücher zu dem Ausstattungsstück Courier des Czaaren sind à 20 Pf. zu haben bel Catl Bindernagel eee enterjacken und Unterhosen, Dr. Lahmann's Reformhemden, Unterröcke, Strümpfe u. Socken biligst bei J. Keim, 1 5 vorm. K. Friedrich neben der Post. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während des Krankseins unseres innigstgeliebten Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers 5 Herrn Fritz Gaertner, sowie für die überaus relche Blumenspende und große Betheiligung bei dessen Beerdigung und ganz besonders dem Chor der Seminaristen für seine dem Entschlafenen gewidmete Ehrenbezeugung, sagen wir hiermit unseren aufrichtigsten Dank. Friedberg Darmstadt 4 2899 den 7. August 1889. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit, sowie bei der Beerdigung unserer lieben Mutter und Großmutter Frau Elisabethe Knoll, geb. Reul, sagen innigsten Dank Friedberg den 7. August 1889. 2898 die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Denen, die bei dem Hinscheiden des Kaufmann Wilh. Aug. Müller ihre Theilnahme bewlesen, hiermit herzlichen Dank. Die Hinterbliebenen. 8 2913 Carl Müller. —. ——— Freiwillige Feuerwehr Friedberg. Sonntag den 11. August 1889 Feier des Gedenktages der 10jährigen Vereinigung der bor 27 Jahren gegründeten Turnerfeuerwehr u. der vor 20 Jahren gegründeten Bürgerfeuerwehr. Festordnung: 12—1 Uhr Nachmittags: Empfang der von auswärts eintreffenden Feuerwehrleute. „ 5 Uebung der freiwilligen Feuerwehr Friedberg. a. Fußexercieren. b. Geräthe-Uebung. c. Sturm-Angriff. 3½ 11 17 Fe stzug. —7„* Coneert und gesellige Vereinigung auf Windecker's Felsenkeller. 8-11, Abends: Concert und Tanz bei Illumination des Gartens. 8 achmitt Concert 8 Pfenni Eintrittspreise: 8 e n Brauerei J. J. Jung Erben eauulful. 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Zu zahlreichem Erscheinen ladet die verehrlichen Mitglieder freundlichst ein Der Vorstand. Friedberg den 1. August 1889. Freiwillige * Feuerwehr, Abends 8 Uhr, Donnerstag den 8. August, Abends 8 Uhr, ene Ausrücken. und Retter⸗Zug: Ausrücken. Freitag den 9. August, Abends 8 Uhr: Ausrücken. 1 Damen und Kinder Schürzen, Spitzen, Corsets n großer Auswahl zu bekannt billigen Preisen empfiehlt G. F. Alelter. Aaschenbier⸗Verkauf. Simon Nuppel, Große Köhlerstraße, empfiehlt Flaschenbier in 11 und ½ Flaschen von be⸗ kannt guter Qualität aus Kürschner's früher Binzel's Brauerei und bittet um geneigten Zuspruch. 2831 Schuhwaaren in großer Auswahl gut und billig bei 2515 Louis Waas. Neue große Hellerlinsen, „ Grünekerne 2909 empfiehlt Georg Groß. 200 Stuck Strohhuͤte, 105 St. Sonnenschirme, ni 6 Mark (reeller Werth das Drei- und Vlerfache) verkaufe umzugshalber vor dem 15. August aus. 2808 Fritz Schmidt, Kaiserstraße. 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