77. Dienstag den 2. Zuli. Oberhessischer Anzeiger. e N Neu! h Preise 1 seht zu dat f Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Ladth. le 2 g 1 ö V. Bernbeck fftperonn zermsttelungsbuun Mun 4 2 1 funden. fsämmtlichen Musikcorps und Spielleuten den Herr— 3 7 Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Ausschreiben. Am 18. Juni l. Is. wurde d Erinnerung. Eschbach. Friedberg den 25. Juni 1889. Ausschreiben. Um Mittheilung über den dermaligen Aufenthaltsort des Heinrich Friedberg den 30. Juni 1889. Nr. 4209 und Stahlkette, letztere zweimal mit Kordel verbunden, gestohlen. die kritische Zeit in der Wirthschaft eingekehrt war und sich ein Glas Branntwein bestellte. farbe bräunlich; Haar schwarz; Anzug schwarzer Sackrock, schwarze hohe Müze,(sogenannte Metzgermütze). des Verdächtigen, Beschlagnahme des gestohlenen Objekts und sofortige Nachricht wird ergebenst ersucht. 5 Meln unter dem 29. April d. Js. gegen Pbilipp von der Wege von Marburg erlassenes Person, bezüglich deren Aufenthaltsort Auskunft begehrt wird: Herold, Ferdinand, von Hünfeld, zuletzt Schuhmachergeselle bei Wilhelm Kester IV. zu Nieder- Amtlicher Theil. em Wirthe Konrad Klaum III. Verdächtig, den Diebstahl verübt zu Signalement: Größe 1 zu Pohl-Göns aus dessen Wirthsstube eine silberne Remontoiruhr mit Goldrand haben, ist ein unbekannter Handwerksbursche, welcher um Meter 73 75 Centimeter; Alter 2728 Jahre; Gesichts⸗ Um Anordnung geeigneter Recherchen, eventueller Festnahme Ausschreiben bringe ich in Erinnerung. Der Großherzogliche Amtsanwalt: Krämer. Anton Spielmann von Meises im Kreise Schotten wird hiermit ersucht. Der Stellvertreter der Staatsanwaltschaft: Schnittspahn, Forstmelster. Deutsches Reich. Mainz, 28. Juni. Heute Vormittag traf Prinz Heinrich von Preußen nebst Gemahlin auf dem hiesigen Bahnhof ein. Von den Festungs— wällen dröhnten Salutschüsse. Auf dem Bahn⸗ steig hatten sich der Großherzog mit Gefolge und die Spitzen der staatlichen, städtischen und militärischen Behörden zur Begrüßung einge— Heute Abend bringt die Garnison mit schaften im Schloß eine Fackelserenade.— 29. Juni. Der Großherzog unternahm gestern Nachmittag mit dem Prinzen Heinrich von Preußen und Ge⸗ folge eine Rheinfahrt auf dem Dampfboot„Mig— non“. Abends fand großer Zapfenstreich vor dem iedberz, be dor Palais statt. Heute Nachmittag traf die Kaiserin U fault U gehalt und von aur ellung und Er. weissen Teint mersprosse. Jo Georgi. 2 zer. auerei Butzbab. ee fabrik a Fr. 6 lern Al vll 0 0 1 Fettfedel als Netz, g 0 922 J 1 or U. 1 11 10 Al 0 ab⸗ atbänden, l roch wiebe al eino Ziumer“ 5 215 1 N , Friedrich mit den Prinzessinnen Margarethe und 111 Sophie, der König und der Kronprinz von Griechen— land nebst Gefolge zur Tafel hier ein.— 30. Juni. Prinz Heinrich von Preußen ist heute Morgen wieder nach Kiel abgereist. — Auf Grund des Socialistengesetzes wurde eine Versammlung, welche am 30. Juni wegen Beschickung des Arbeitercongresses zu Paris statt— finden sollte, polizeilich verboten. Potsdam, 28. Juni. Der Kaiser kehrte heute Nachmittag ins neue Palais(seither Schloß Friedrichskron) zurück. Der„Post“ zufolge ge— denkt der Kaiser von seinem Ausflug nach Nor⸗ wegen am 21. oder 22. Juli wieder in Berlin zurück zu sein. Etwa am 28. Juli reist der Monarch nach Wilhelmshafen ab und schifft sich am 30. nach England ein. Am 2. August er⸗ folgt die Ankunft in Cowes an der Nordküste der Insel Wight. Die Rückkunft nach Berlin würde dann voraussichtlich am 8. August statt⸗ finden. Alsdann sieht man dem Besuche des Kaisers von Oesterreich entgegen, an welchen sich die großen Manöver anschließen dürften. Berlin, 28. Juni. Der russische Groß⸗ fürst⸗Thronfolger traf auf seiner Rückfahrt nach Petersburg auf dem Schlesischen Bahnhof hier ein, wo er von der russischen Botschaft empfangen wurde. Nach Einnahme des Frühstücks setzte der Geoßfürst seine Reise fort. Bad Kissingen, 29. Juni. Die vier kai⸗ serlichen Prinzen sind heute hier eingetroffen und wurden von der Kaiserin, welche gestern Abend von Sigmaringen hier eintraf, am Bahnhof ab⸗ geholt. Das zahlreich versammelte Publikum begrüßte die Kaiserin und die Prinzen mit be— geisterten Hochrufen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 28. Juni. Der Kaiser ist heute Abend nach Ischl abgereist. — 28. Juni. Im Heeresausschuß der Unga⸗ rischen Delegation begründet bei dem Posten „Vermehrung der Artillerie um 14 schwere Batte⸗ rien“ der Kriegsminister dieselbe eingehend; der— selbe erklärt, in diesem Posten sei die Beschaf⸗ fung der Kanonen noch nicht enthalten. Die Forderung wird hierauf bewilligt. Belgien. Brüssel, 26. Juni. Der Schah von Persien traf heute Nachmittag in Bad Spaa ein, wo er mit allen Ehren empfangen wurde. Der König Leopold reiste nach Seraing, um den Schah persönlich durch die Cockerillwerke zu ge— leiten. Wie verlautet, bestellte der Schah 60000 Gewehre in den Lütticher Gewehrfabriken. Frankreich. Paris, 28. Juni. Die Kammer nahm mit 388 gegen 58 Stimmen den Gesetzentwurf an, welcher die Panama Gesell⸗ schaft ermächtigt, für 34 Million Francs Obli⸗ gationen behufs Fortführung der begonnenen Arbeiten auszugeben. — 29. Juni. Kammer. Pichon interpellirte die Regierung wegen der von dem Journalisten Woestyne an den Bankier Jacques Mayer ge— richteten Briefe, da dieselben eine treulose Hand— lungsweise gegen die Republik bekundeten. Thé⸗ venet erklärte, die Briefe Meyer's lieferten den Beweis hiefür. Cassagnac behauptete, die Briefe seien von der Polizei fabricirt. Die Kammer verhing darauf über Cassagnac die Censur und zeitweilige Ausschließung von den Sitzungen. Cassagnac verließ den Saal, gefolgt von mehreren Milgliedern der Rechten. Der Justizminister las daun die betreffenden Briefe vor. Schließ— lich wurde von 363 Abgeordneten die von Pichon beantragte Tagesordnung einstimmig angenommen, worin die Regierung aufgefordert wird, Repressiv⸗ Maßregeln gegen die verächtlichen Umtriebe ge— wisser Gegner der Republik zu ergreifen. Großbritannien. London.„Murray's Magazin, meldet die Verlobung des Prinzen Albert Victor, ältesten Sohnes des Prinzen von Wales, also künftigen Königs von England, mit seiner Cousine, der Prinzessin Victoria von Preußen. — 29. Juni. Die hiesige Delagoabai-Eisen— bahngesellschaft erhielt ein Telegramm mit der Meldung, die Portugiesen hätten die Schienen aufgerissen, und der Polizeichef auf einen eng— lischen Locomotivführer geschossen. Der Stations⸗ chef und der Dollmetscher des Generaldirectors wurden verhaftet. Der Director erbittet den Beistand des englischen auswärtigen Amtes. Portugal. Assabon. Die englische und amerikanische Regierung protestirten gegen die Beschlagnahme der Delagoa-Bahn durch Portugal. Türkei. Konstantinopel. Die„Pol. Corr.“ erfährt aus autoritativer türkischer Quelle, daß nach Telegrammen der türkischen Behörde in Novibazar an die Pforte in der gesammten Pro⸗ vinz nirgends Ruhestörungen vorgekommen seien. Serbien. Belgrad, 28. Juni. Gestern feierte die orthodoze Bevölkerung in Serajewo sehr ruhig und würdig den Gedenktag der Schlacht auf dem Amselfelde.— In Kruschewatz wurde die feierliche Grundsteinlegung des Denkmals für die Kossowohelden in Gegenwart des Königs, der Regenten und der Minister durch den Met— ropoliten Michael vollzogen. Egypten. Kairo. Das erste Bataillon der egyptischen Armee geht am 29. ds. mit einer Batterie nach Wadyhalfa ab. In der nächsten Woche folgt unter dem Major Rudle ein Deꝛa⸗ chement Artillerie und eine Schwadron Kavallerie. Amerika. Washington. Die Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamerika unter⸗ handelt mit der japanischen Regierung auf Grund⸗ lage des Abkommens zwischen Japan und Mexiko, behufs Zulassung des amertkanischen Handels im Innern Japans. Aus Stadt und Land. 2 Friedberg. Die angekündigte Vorlesung des Hutten Sickingen'schen Festsptels durch cand. theol. Hof⸗ mann fand am vorigen Mittwoch unter äußerst starkem Besuch, besonders auch durch Frauen und Jungfrauen, statt. Nachdem Professor Welffenbach in einer kurzen ein⸗ leitenden Ansprache an seinen vorjährigen Hutten Vortrag zu Ehren des 400 jährigen Geburtstages vieses Mannes erinnert und darauf der kürzlich stattgehabten großartigen und für jeden wahrhaft deutsch und evangelisch Empfin⸗ denden erhebenden Hutten Sickingen Feier auf der Ebern⸗ burg zu Füßen des neuerrichteten Standbildes beider Männer gedacht hatte, sprach er die Hoffnung aus, es werde wie am Vorabend der genannten Festfeter die Auf⸗ führung so heute die Vorlesung des Bungert'schen Dicht⸗ werkes begeisternd und in deutschnationaler wie evan- gelischer Treue bestärkend auf alle Anwesenden wirken. Hierauf erfolgte die, durch die vortreffliche musikalische Begleitung des Seminarlehrers Gatzert noch wesentlich ge⸗ hobene meisterhafte Vorlesung des mehrgenannten Stückes. Beiden Männern lohnte der reiche Beifall der Anwesenden. In Anknüpfung hieran sprach Schulrath Schmidt in bewegten Worten den Vortragenden für ihre treffliche Leistung und den Anwesenden für ihr zahlreiches Er⸗ scheinen herzlichen Dank aus und gab der Hoffnung und dem Wunsche öfterer gemeinsamen Tagungen des„Ev. Vereins“ und des„Ev. Bundes“ Ausdruck. Gießen. Das Reichsgericht verwarf das Revisions⸗ gesuch des Commerzienrathes Noll, welcher bekanntlich von der hiesigen Strafkammer wegen Safranfälschung zu 6000 Mark Strafe verurtheilt worden war. Eberstadt. Dieser Tage wurde hier von ein em Unbekannten bei verschiedenen Leuten der Versuch gemacht, fasche Markstücke unterzubringen. Der Verdacht lenkte sich auf einen Darmstädter Wirth, der alsbald verhaftet und den Betreffenden gegenüber gestellt wurde, die ihn auch sofort als den Thäter bezeichneten. Allerlei. s. Homburg. Ueber einige neue Schöpfungen des bekannten Gartendirektors Stesmayer lesen wir: Der Rosengarten, welcher vor zwei Jahren an der Molken⸗ und Milchkuranstalt durch S. neu geschaffen wurde, erregt gegenwärtig durch tausende blühender und duftender Rosen aller bekannten Sorten die Bewunderung der Kurgäste. Durch diese Neuanlage hat die Milchkuranstalt nebenbei noch sehr gewonnen, denn mit Vorliebe sucht man dieses Eden auf., Im Kurpark mit seinen prächtigen Promenaden sind durch mannigfaltige geschickte Lichtungen von Baum⸗ —.... 1 und Strauchgruppen und Anpflenzung von besseren und streitung der Wohnungsmiethe hinreichen würde, neueren Solltärtäumen weltere Durchblicke und entzückende Land schafts Bilder erzielt worden. Auch der Schmuck platz, über den wir schon in einem früheren Artikel be— richteten, sowie der Elisabethenbrunen sind in Bezug auf Form und Farbe der dortselbst angelegten Beete meister⸗ andere Theorie, erlernt und geübt sein. lernen sie nicht im Leben, denn da gibt es Püffe und Stöße, Enttäuschungen und Kümmernisse haft ausgeführt. Das Publikum ist entzückt von diesen reizenden Zusammenstellungen. Es kann wohl nicht be⸗ stritten werden, daß auch der obere Kurgarten durch Ent⸗ den ganzen Haushalt, die Erziehung der Kinder, 9 Bekleidung u. s. w. bestreiten, wohl gar eine Reise machen. Die Spar⸗Theorie will, wie jede Wir fernung unkorrekt geführter Weglinten und größere Neu- aller Art, wenn wir nicht von Hause aus den pflanzungen, namentlich von Coniferen, sehr gewonnen hat und wirkt b⸗sonders günstig die große mittlete Rasen⸗ fläche Das Blumenarrangement vor dem Kurhause leuchtet dieses Jahr in noch viel lebhafteren Farben als zuvor und ist eine würdige Zierde für das stattliche Kurhaus gebäude. Wiesbaden, 29. Juni. In dem Giftmordversuchs: prozeß gegen den Reporter Müller lautet das Urtheil wegen versuchten Mordes auf zehn Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrenberlust und Tragung der Kosten. Gutem 2 9 des Besitzes einer geordneten Lebensführung zu Vernehmen nach bat Frau Fowler beschworen, daß sie ehebrecherischen Umgang mit Müller, dessen sie dieser bezichligte, nicht gepflogen habe, womit die ganze Ver⸗ theidigunz des Angeklagten in sich zusammenfiel. Speyer, 26. Junl. Beim Brückenschlagen der Pioniere kippte heute ein Ponton mit 16 Mann um Es wurden die verzweifeltsten Anstrengungen gemacht, die Unglücklichen zu reiten. Trotzdem mußten zwei brave Soldaten der 2. Compagnie ertrinken. Das benüßte Fahrzeug ist noch nicht gehoben. München, 28. Junt. Bei der heutlgen Uebung des Eisenbahnbatalllons in der Nähe von Oberföhring er— tranken infolge Umkippen eines Kahnes ein Unteroffizter und zwel Soldaten. Rettung war bei der Strömung nicht möglich. Lüneburg, 28. Juni. Ein ganzer Stadttheil Lüne— burgs steht in Flammen. Bisher sind 36 Häuser ein geäschert. Das Feuer ist gestern Abend gegen 11 Uhr in der Retchenbach'schen Faßfabrik entstanden. Ratibor; 27. Juni. Seit gestern brennt der fürst⸗ lich Pleß'sche Wald in Wessola, Kreis Pleß. Hundert Morgen sind bereits abgebrannt und der Brand greift noch immer weiter um sich. Görlitz 27. Juni. Auf der Falvahütte des Grafen Donnersmark bei Gleiwitz flog ein mit Eisenerzen ge— füllter Hochofen in die Luft. Fünf Personen blieben todt. London Bei den Schleßübungen der Artillerie Freiwilligen von Kent platzte gestern in Sheerneß eine 40 Pfünder Kanone etwa 30 Zoll vor der Mündung. Drei tononiere wurden verwundet, einer lebensgefährlich. Das Geschütz stammt aus dem Jahre 1862. f Sparen ohne zu entbehren. (Gutgemeinte Worte und Winke für das Haus.) Die nur zu oft gebörte Klage, daß mit dem kärglich bemessenen Einkommen nicht auszukom— men sei, daß man ungeachtet der Entbehrungen mannigfaltigster Art es nicht zu einem Spar— groschen bringen könne, daß der Blick in die Zukunft ein trostloser sei, da, weil in den meisten Fällen weder Pension, noch Vermögen, noch Er— sparnisse vorhanden, das Gespenst der Sorge immer unheimlicher durchs Fenster grinse— be— rechtigen uns, diesem fast landläufig gewordenen Elend einmal eruster ins Auge zu schauen. Es ist nicht nur in den Hütten der Armuth heimisch, nicht allein in dem einfachen Hause des kleinen Beamten und Handwerkers, wir haben es oft in jüngster Zeit erlebt, daß Finanzbarone, die jährlich Hunderttausende auszugeben hatten, mit diesen Summen nicht reichten, Schulden auf Schulden haͤuften und— unter Kuratel gestellt werden mußten. Die Begriffe„sparen, ausreichen, entbehren“ sind eben sehr relative. Es gibt Spargenies, die mit einem Einkommen, das an— dern gesellschaftlich Gleichgestellten kaum zur Be— rechten Sinn fürs Sparen und Eintheilen mit— bringen, die Spar-Theorie muß eine anerzogene, eine durch gute Beispiele von Kindheit an ge— nährte, zu Fleisch und Blut gewordene sein. Wer das Glück hat, unter der Leitung einer spar— samen, pflichtgetreuen Mutter, eines in geregelten Verhältnissen lebenden Vaters aufzuwachsen, im Verkehr mit charakterfesten Menschen den Werth erkennen, und dieselbe zu üben, der ist— reich zu nennen. Das viel gefürchtete Wort„Schulden“, das sich zahllosen Menschen wie die Furien an die Fersen heftet, sie auf Schritt und Tritt ver— folgt, ihnen jede Lebensfreude vergällt, ist jenen ein unbekannter Begriff. Ihr mäßiges Ein— kommen reicht nicht nur zur Bestreitung allet wichtigen Bedürfnisse, da sie gut einzutheilen, das absolut Nöthige vom Unnöthigen zu sondern wissen, sie haben zu ihrer nicht geringen Be— ruhigung Geld genug, um sich in eine Kranken kasse, eine Lebensversicherung einzukaufen, noth— leidenden Freunden und Verwandten beizustehen für die Zukunft ihrer Kinder zu sorgen und schließlich zu jedem humanen Werk, das der Unterstützung aller Gutgesinnten würdig, ihr Scherflein beizutragen. Vom national ökonomi— schen Standpunkt aus ist dem Sparen ein noch viel zu geringer Werth beigelegt worden. Männer von Fach haben wohl nachgewiesen, daß die 10 Pfennig, die jede Hausfrau täglich sparen könnte, ohne etwas zu entbehren, im Laufe der Jahre ein Kapital ausmachten, das in die Millionen wächst, und dem Familien- sowie dem Volkswohl zu gut käme; leider will nur die größere Zahl der Bevölkerung von all diesen statistisch fest— stehenden Thatsachen nichts wissen; gedankenlos lebt man in den Tag hinein, jammert über die schlechten Zeiten, den mangelnden Erwerb, die ge— drückten Arbeitspreise, die stetig sich steigernden Ausprüche, theuren Lebensmittel, kommt zu keinem frohen Lebensgenuß, zu keinem Ausruhen, keiner geistigen Sammlung, zu keiner sittlichen Vertiefung. (Sluß folgt.) dem Riesengebirge. Literarisches. Daheim Nr. 39 enthällt: Die weiße Dame von Blumeck(Forts.)— Herr Omnia Eine Geschichte aus Von H. Seidel.— Gut getroffen. Mit Bild.— In Spanien. VII. Retsebriefe von W. Thiele.— Das Seewesen auf der„Deu'schen allgemeinen Ausstellung für Unfallverhütung zu Berlin.“ Von H. Bohrdt. Mit 10 Illustr.— Altägyptisches Kunstgewerbe. — Freundes nähe. Gedicht von A. v. Reichenau.— Fried⸗ rich der Große und Pastor Gründel.— 3 Beilagen. Handel und Verkehr. Friedberg, 26. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.90— 1.10, Eter 1 Stück 6 Pf. Buß bach, 29. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.05—1.10., Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 6 Pf. Gießen, 29. Juni. Auf dem heutigen Woche kostete: Butter per Pfund M. 1.06 bis 1.12, Eier 18 6 Pf., Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben per Pag, der J M. 0.50—0.70, Hühner per St. M. 0.85— 1.10, Hahne ver St. M. 0.80— 1.40, Enten per St. M. 1.80— 2.20, Ochsenfleisch per Pfd. 60— 70 Pf., Kuh- und Rlindfleisch 5 gather 48—56 Pf., Schweinefleisch 56 64 Pf., Hammelfleisch 50—66 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 5.50—6.00, Zwiebeln per Ctr. M. 09— 11., Kirschen per Pfd. 15— 18 Pf. f Homburg, 28. Juni. Marktpreise. Kartoffeln per Malter M. 5.00— 5.50, per Gescheid 12 Pf. Eier per Stück 6 7 Pf., Butter per Pfund 1. Qualität M. 1.10, 2. Qualität M1. 1 Frankfurt, 28. Juni. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo neues M. 5.00— 6.00, Stroh pro 100 Kilo M. 6.20 bis 6.80, Butter pro 50 Kilo M. 100 105, Eier das Hundert M. 5—6, Erbsen 100 Kilo M. 18— 8, do. geschälte M. 20— 30, Linsen M. 34— 52, weiße Bohnen M. 23.—25.50, Blumenkohl 100 St. M. 30 bis 60, Carotten per Pack 10—12 Pf., Sellerieköpfe 100 St. M. 5— 10, Romainsalat 10— 20 Pf., Kartoffeln per 100 Bekanntmachung. a. Die Firma Otto Wagner, vormals C. W. Altmanns- 9 7 perger in Reichelsheim ist in Folge Aufgabe des Ge schäfts erloschen. d. Karl Erler von Wagnet). Jeder Gesellschafter zeichnen. Friedberg am 28. Juni 1889. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Der untere Stock kann die Firma 2500 in meinem neuerbauten Hause, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Keller und allem Zubehoͤr, ist zu vermiethen und bis zum 1. Oetoder beztebbor. 2507 Gg. Ph. Zimmermann, Weißbindermeister. Fruchtresse, Sensen, Sicheln mpfiehlt billigst Ph. Dan. Kümmich. Freitag den 5. Juli l. J., Vormittags 10 Uhr, Reschelsheim und Hermann Meier von Hobensolms betreiben in Reichelsheim eine Cigarren— fabrik unter der Firma Erler& Meier(vormals Otto selbstständig 2516 werden in dem Freiberrlich v. Ritter'schen Walde bei Hof Haselheck an Eichen Schälbolz versteigert: Raummeter Eichen Knüppel, 2 75„Stöcke, 2425 Wellen Eichen Schäl reisig. Die Zusammenkunft ist an der Weinstraße, nächst des Hofes Haselheck. Friedberg den 26 Juni 1889. In Auftrag der Freiberrlich von Ritter'schen Guts⸗ verwaltung zu Rüdesheim: 2463 Heidt. Logis zu vermiethen. 2 2 Eine große, hölzerne Holz⸗Versteigerung. 3 Zimmer(Wasserleitungs einrichtung), beziebbar bis 1. October. Ludwig Deweil, 2525 Burg Badewanne steht im Pfarrhaus zu Nieder⸗Rosbach zu verkaufen. Kilo M. 6.50—8, neue Malteser Kartoffeln per Eik. kleb! M. 14., Erbsen per Pfund 40—50 Pf., neue Gurem per Stück 15—30 Pf., Zuckerschoten der Centner M. 18 is bis 20., Kirschen das Pfund 8 Pf. Ja Frankfurt, 29. Juni. Wochenmarkt. Erbsen gange per Pfd. 12—18 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Mafen 18—28 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., Kartoffeln per. Gescheld 10—12 Pf., Butter per Pfd. M. 1.290, 4 Eier das Stück 5—6 Pf., Radieschen 2 Pf. das Päckchen, Blumenkohl 4080 Pf., Kopfsalat das Stück 5—6 Pf, All Sellerteköpfe 5— 20 Pf., Romainsalat per Stück 20 bis 25 Pf., Zuckerschoten per Pfund 20—25 Pf., Zwlebeln Am 3. per Gescheid 25 Pf., per Centner M. 8.— 9, Carotten Bad Nauhe das Päckchen 10— 15 Pf., Kohlraben das Stück 5—6 Pf, da Sohn Mauskartoffeln per Gescheid 20—25 Pf., gelbe Rüben Elsabetha, die Port. 6—8 Pf., rothe Rüben die Port 40—50 Pf., annt) f neue Gurken das Stück 15—30 Pf., Erbsen per Pfund tandes 12—18 Pf., Malteser Kartoffeln ver Pfund 16—00 Pf, Jsbger Ja neue Kartoffeln das Pfund 14 Pf., neuer Rettig das Herhelrathe Stück 4—8 Pf., neues Weißkraut das Stück 20— 30 Pf, dim Name neuer Wirsing das Stück 15—20 Pf., franz. Endivien das pen Klein Stück 20—25 Pf., Kirschen das Pfund 8 Pf. Leute lebte In Bezug auf das Belegen von Plätzen im Et Laue Eisenbahncoupee ist eine Entscheidung beachtenswert, lgbang welche die Eisenbabndirektion Bromberg vor einiger Zelt Bbelicher auf Grund des Eisenbahn-Reglements in einem beson⸗ Land zur deren Falle getroffen bat. Bel dem Antritte der Fahrt lebt. genügt das Belegen mit Gepäckstücken nicht, um dem Johan Reisenden den Platz zu sichern, sondern jeder später Ex“ and von scheinende hat das Recht, diese Gepäckstäcke weiter zu en, Bel schteben und den Platz einzunehmen. Wenn man indessen In J während der Fahrt auf einer Zwischenstatton für kurze] Daschlan Zeit seinen Platz verläßt, dann muß das Anrecht auf sulezt in! denselben, falls man ihn mit Sachen belegt hat, wohl asind. respeetirt werden. Unterläßt man aber die Belegung in Sesn nu einem derartigen Falle, so verliert man sein Anrecht auf 4000 Mar den Platz. feschneten Da w Geld ⸗Cours. Lage, Frankfurt am 29. Juni 1889. uf 1 Geber. Nehmen, Jebann 9 M. Pf. M. Pf. seht hiern 20-Frankenstücke 16. 30 16. 26 den Nachle do. n 1/2 16. 7 160% vo? abw. Englische Sovereigns 20. 40 20. 35 Jehan 9 Russische Imperiales. 16. 73 16. 69 omse an Ducaten. VVV 9. 58 Hiäf und „ l ee 9. 60 Jasonen d Dollars in Gold.([. 20 4. 16 0 —— wald üchte Herren- und Knaben⸗ dun etwa Gatan litt stoffe von 75 Pf. bis M. 1.45 Alden 9 pr. Meter, Leinen und Turutuche in solidesten Quals inter dem täten versenden direkt an Private in einzelnen uf die Er Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Ils nächste Buxkin Fabrik- Depot Oettinger& Co,, shnlassen Frankfurt a. M. Muster unserer reichhaltigen Colle Jugleic onen bereitwilligst franco. 22⁵⁷ Tamm f 2— ä n Wlttwe nas, Bauarbeiten uuarbeiten. ben Die bel der Erneuerung des Oberbaues der Horloff dad brücke bei Gettenau vorkommenden Arbeiten und Liefe⸗ 0 5 rungen, wie: roß Maurerarbeit, veranschlagt zu 174 M. 25 Pf., 1405 Cbaussirarbeit 120„ 59 1 Steinbauerarbeit 185„— Zimmerarbeit 88„„ 0 Weißbinderarbeit 160„ 90 1 Herstellung des eisernen Oberbaues 1941„ 80„ 1 lng sollen auf dem Submissionswege vergeben werden und im! es wird hierzu Termin auf W Dienflag den 9. Juli, Vormittags 10 Uhr, nüfen anberaumt. Mani Schriftliche, postfrele und mit entsprechender Aufschrift 3 versehene Offerten sind bis zu genannter Stunde einzu— c. reichen. Der Voranschlag, die Pläne und Bedingungen 20 liegen werktäglich während der Vormittagsstunden zu““ Einsichtnahme auf unserem Büreau offen. Nidda den 27. Juni 1889. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. A ld 2493 Schneider. Aal d 14 A. neue Gu, er Centner U. markt, Erbsen 0 1. Pf., Kartoffeln to. N. 1.20—- 2 Pf. das Päd das Stück 9—6 05 at per Stück 20 20 Pf., Zwith N. 8.—9, ach das Stück 55 Pf., gelbe Ri le Port 4050 f. Erben per fe Pfund 16—00 neuer Rettig l. 5 Slück 200 f franz. Endivsen l nd 8 Pf. von Plätzen dung beachtenswal erg vor einlger its in einem bite 1 Antritte der Fat ken nicht, um du ern jeder spaͤter d. päckstuͤcke welter Wenn man indessa enstatton für kurz b das Anrecht auf belegt hat, wo er die Belezung! an sein Anrecht al —— ni 1889. Geber. Nehng N. Pf. N. l. 30(6. 5 2 0, 16. 70(h. 9. 63 9.90 9.65 9.0 J. 20 4. 0 — . bn. d m. 10 0.0 1er n galt reichhallizen 67 , ten. al 108 der ge eln 10 5 N 10„ 120„ 185„ 85 0 100„ 1 * In der Privatklagesache der Johann Georg Ewald Ehefrau von Ockstadt, Privatklägerin, gegen ie Katharina Dienst, Tochter des Nikolaus Dienst III. von da, Angeklagte, vegen Beleldigung, hat das Großherzogliche Schöffen— gericht zu Friedberg am 18. Juni 1889 für Recht er— kannt: Die Angeklagte, Katharina Dienst, Tochter des Nikolaus Dlenst III. von Ockstadt, 16 Jahre alt, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von 5 Mark, even- uell in einen Tag Haft, sowie in die Kosten des Ver— fahrens und in die der Privatklägerin erwachsenen noth— vendigen Auslagen verurtheilt. Zugleich wird der Prtvatklägerin die Befugniß zugesprochen, die Verurthei— lung der Angeklagten innerhalb 14 Tagen, von der Rechts— sraft des Urtheils an gerechnet, einmal im Oberhess. Anzeiger öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils be— schelnigt. Friedberg den 26. Juni 1889. Weber, Gerschtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. F de A.: Für Rechtsanwalt v. Brentano: Schwarz, Am 31. August 1887 verstarb Johann Jost Gräf in Bad Nauheim. Derselbe war am 9. März 1824 als jer Sohn des Johannes Gräf und dessen Ehefrau Anna Flisabetha, geb. Vogel, in Alten-Buseck(auch Alt⸗Buseck enannt) in Oberhessen geboren, wanderte 1858 ledigen tandes nach Nord-Amerika aus, kam Anfangs der 860er Jahre nach Alleghany im Staate Pensylvanien und jerheirathete sich daselbst am 8. November 1864 unter sem Namen„Karl Graf“ mit Anna Margaretha Arras jon Klein-Gumpen im hessischen Odenwald. Die Ehe— kute lebten erst in Alleghany, dann in Cleveland, Ohto, St. Louis, Cineinnatt, Dayton und zuletzt wieder in Allegbany, woselbst im Jahre 1872 die Ehefrau in Folge shelicher Zwistigkeiten ihren Ehemann verließ, nach Deutsch— land zurückkehrte und nunmehr in Gernsheim a. Rhein lebt. Johann Jost Gräf soll zweimal verhetrathet gewesen ind von seiner ersten Ehefrau ebenfalls verlassen worden ein. Belde Ehen sollen kinderlos verblieben sein. Im Jahre 1886 kehrte Johann Jost Gräf nach Deutschland zurück, lebte in Alten-Buseck und Gießen, zuletzt in Bad-Nauheim, wo er am 31. August 1887 berstarb. Sein nur in beweglichem Vermögen bestehender, über 4000 Mark betragender Nachlaß wird von dem unter— zeichneten Gericht curatorisch verwaltet. Da weder Ehevertrag, noch letztwillige Verfügung borliegt, so wird der Verstorbene nach dem Gesetze beerbt. Auf Antrag der als Erbin aufgetretenen Wittwe des gohann Jost Gräf, Anna Margaretha, geb. Arras, er— geht hiermit an alle Diejenigen, welche Erbrechte auf den Nachlaß ansprechen, insbesondere an die unbekannt vo? abwesenden beiden Geschwister des Verstorbenen: gohann Philipp Gräf und Elisabetha Margaretha Gräf, sowie an die etwaige erste Ehefrau des Johann Jost Hräf und an die Nachkommen und Rechtsnachfolger dieser Jersonen die öffentliche Aufforderung im Aufgebotstermin Mittwoch den 14. August 1889, Vormittags 9½ Uhr, ihre etwaigen Erbrechte an den fraglichen Nachlaß anzu— melden und zu begründen, sowie die Erbschaft anzutreten unter dem Rechtsnachtheil, daß sonst ihrerseits Verzicht auf die Erbschaft angenommen und der Nachlaß den sich als nächste Erben oder Rechtsnachfolger Legitimirenden überlassen werden würde. 5 f Zugleich wird bemerkt, daß, wenn bis zum obigen Termine keine Einwendungen dagegen vorgebracht werden, der Wittwe des Verstorbenen, Anna Margaretha, geb. Arras, in Gernsheim a. Rh. die eine Hälfte des Nach⸗ laͤsses ohne Sicherheitslelstung ausgeliefert und ihr an der anderen Hälfte die Nutznießung zugestanden werden wird. Bad⸗ Nauheim den 23. Juni 1889. Großherzogliches e Bad⸗Nauheim. auer. N 2495 Schütz. Holzoersteigerung. reitag den 5. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr anfangend, fun im chbestgen Gemeindewald, Dristrikt Brülerberg 5150 Eichenschäl-Wellen meistbletend versteigert werden. N und Zusammenkunft am unteren Ende der Iselwiese. 0 Hoch-Weisel am(l. Juli 1889. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch⸗Weisel. Wörner.. 2 Gesucht an lediger, tüchtiger Arbeiter als Heizer. 7 Gambrinus⸗Brauerei Butzbach. 229 In der Privatklagesache der Ehefrau des Jakob Stadelmann, Margarethe geb Stork, von Friedberg, Privatklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Seyd, gegen die Wittwe des Fritz Müller, Christiane, geb. Blum von da, Angeklagte, wegen Be— leidigung hat das Großberzogliche Schöffengericht zu Friedberg am 18. Juni 1889 für Recht erkannt: die Angeklagte, Fritz Müller Wittwe, Christiane geb. Blum, von Friedberg, 53 Jahre alt, evangelisch, Bleicherin, wird wegen Beleidigung in eine Geldstrafe von zwanzig Mark, event. in eine Haftstrafe von vier Tagen, sowie in die Kosten des Verfahrens und in die der Privat klägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt Zugleich wird der Beleidigten das Recht zuerkannt, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen, von der Rechtskraft des Urtheils an gerechnet, einmal auf Kosten der Ange klagten im Oberhessischen Anzeiger zu veröffentlichen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urthetlsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt Friedberg den 26. Junt 1889. 2523 Weber, Gerichtschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts. Arbeits-Vergebung. Die bei Chaussirung eines Feldwegs in der Gemar— kung Melbach vorkommende Chaussirarbeit, veranschlagt zu 680 M., Chaussirsteine aufzusetzen, veranschlagt zu 37 M. 50 Pf., sollen Freitag den 5. Jult, Vormittags um 10 Uhr, auf dem Rathhause zu Melbach öffentlich vergeben werden. Friedberg den 1. Juli 1889. Zörb U., Bezirks bauaufseher. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 3. d. Mts., Nach mittags um 4½ Uhr, sollen nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen in dem Gasthaus zur Linde zu Nieder-Wöllstadt öffentlich vergeben werden: Pflasterarbeit, laut Kostenüberschlag 2518 M. 90., Liefern von zugerichteten Basaltpflastersteinen„ 60., Liefern von Pflastersand 1 Liefern von Unterhaltungssteinen„ 0 Anfahren von Unterhaltungssteinen 90. Zerschlagen von Unterhaltungssteinen 103. Aufsetzen der Steine und Sandmessen 3 Friedberg den 1. Juli 1889. Zörb II., 2519 Bezirks bauaufseher. Arbeits-Vergebung. Mittwoch den 3. d. Mts., Nachmittags um 1½ Uhr, werden nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen zu Ober⸗Wöllstadt in dem Gasthaus des Ph. Feuerbach VII. öffentlich vergeben: Maurerarbeit, veranschlagt zu M. 104. 00, Pflasterarbeit„0 00, Spenglerarbeit 19 Glaserarbeit 15. 90 Weiß binderarbeit„8. 9, Lieferung von Nussensteinen„ 00. Lieferung von Cement 22 90, Lieferung von hydraulichem Kak„ 18 90, Lieferung von Sand 70007 Lieferung von Falzziegel„ Lieferung von Pflastersand sd, Brechen von Unterhaltungssteinen„ 00, Unterhaltungssteine anzufahren 0 0 Unterhaltungssteine zu zerschlagen i eee Sand zu messen 5 3. 60. Friedberg den 1. Juli 1889. Zörb II., 2520 Bezirks bauaufseher. Holzversteigerung. Freitag den 5. Juli werden in dem Domanialwald⸗ distrikt Lohwald bei Ober-Erlenbach an Eichenschälholz versteigert: 4 Rm. Scheiter, 64,2 Rm. Knüppel und 26,85 Hundert Wellen Reifig. Zusammenkunft Vormit— tags 9 Uhr im Schlage bei Holznummer 1. Homburg v. d. H. am 29. Juni 1889. Großherzogliche Oberförsterei Nieder-Eschbach. 2521 T 1— 1 2 2 A 0 1 Versteigerungs-Anzeige. Dienstag den 2. Julil J, Vormittags 9 Uhr anfangend, werden nachverzeichnete, dem C. Freund zu Friedberg zugehörige Mobilien in dessen Behausung wegzugs halber gegen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha, 2 Kleiderschränke, 3 Bettladen, 2 Commoden, 1 Küchenschrank, 3 Tische, Stüble, 1 Uhr, 10 Kanarien⸗ vögel, sowie sonstige Haus- und Küchengerätbschaften Franz Jos. Nees, Auetionator. C h bis 2 ineinandergehende Zimmer mit oder ohne Möbel in der Nähe der Bahn zu miethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Anz ver 2480 5 Seidene Umknöpftücher gende Farben billigst bei J. Keim, vormals K. Friedrich. Limburger Käse, etwas überreif, per Pfund 30 Pf., bei *— 2496 Georg Gross. 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Die Beerdigung findet statt zu Rodheim Mittwoch den 3. Juli, Nachmittags 2 Uhr, von der Dickmühle ab. 2524 9 Nächsten Sonntag den 7. Juli findet bei Harmonie⸗ und Tanzmusik das Kirschen⸗ zu Friedberg. 2508 Sonntag den 7. Juli, von 3 Uhr ab, erste Sommer⸗ Ossenheimer Wäldchen. Lumnthhult Lune f. fest statt, wozu freundlichst eingeladen wird. 5 5 unterbaltung auf Windecker's Felsenkeller mit Contert N 5 JJCCCCCCCCCTC 8 2 5. und Tanz. 4 Vorschuß⸗ und Creditperein 4 6. Friedberg. Bei eingetretener Dunkelheit bengalische Beleuchtung — f— und sonstiges Feuerwerk Unsere Kasse ist des halbjährlichen Bücher⸗Abschlusses wegen vom Montag den 1. Juli ab 2504 Der Vorstand.— bis auf Weiteres nur des Vormittags von 9 bis 12 Ubr offen. 2479 N ana ler. 3— 9 Theater im Kastnosaale a0 fn Beschafts⸗Veriegung. Der Bettelstudent. Meinen geschätzten Kunden Friedbergs und der Umgegend er⸗ laube ich mir hierdurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mein Wert g 1 kusikverein. 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