1888. Donnerstag den 26. Zuli. 87. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 4 0 D Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Areisblatt für den Kreis Friedberg. üte, 7 Betreffend: Die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen von der III. Periode 1888/89. 1 5 Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 4 9 7 e en Sie, alsbald und jedenfalls noch vor Ende dieses Monats in Ihren Gemeinden in ortsüblicher Weise 8 5 zu lassen, daß die Berichtigung der im Monat Juni 18888 gerichtlich erkannten Forst- und Feldstrafen in den ersten 25 Tagen N. V ugust 4888 und zwar mit Ausschluß des 12ten, 13ten und Iten an die betreffenden Districtseinnehmereien stattzufinden hat und Daß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist gegen die säumigen Schuldner das für sie mit Kosten verbundene Beitreibungsverfahren eingeleitet wird. Annoncen: die einspaltige 2 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern( oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. 4. M. Pf. M. Pf. M 8 N Bönstadt— 78 Ober-Mörlen 4 1 Stahl. Stammheim— 56 Bad Nauheim— 1 9 Wölfersheim— 56 Butzbach 119 Aunetz Söͤdel 105 Aullkkellt. ter Aus- 18 raus 1 7 1 6 f 1 ob Schütz Allkine* richtung, tr f 5 17 1b L ect lige 1261 47 un 85 um am 31. Juli hierher zurückkehren; er wird süettes Nisbernagel 1 und-. Post. 10 8. 368 Geldstrafe bis zu 900 M. bestraft werden. Friedberg den 28. Juli 1888. Friedberg den 23. Juli 1888. Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen von der VI. Perkode 1887/88. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. 18 Nachstehend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden von der VI. Periode 1887/88 zukommenden Forststrafen resp. ntheile an Holzwerth und Schadenersatz unter dem Auftrage mit, Einnahmedecretur zu ertheilen und für ordnungsmäßige Controlirung zu sorgen. Friedberg den 21. Juli 1888. Dr. Braden. Friedberg den 24. Juli 1888. Dr. Braden. 8 M. Pf. M. Pf. M. Pf M. Pf. Mark Griedel— 42 Hausen 110 Nieder⸗Florstadt 2 60 Groß-Karben 275 Gambach— 09 Ober ⸗Rosbach 2 14 Rodheim v. d. H. 3 06 Klein-Karben 3 24 Pohl-Göns— 46 Burg⸗Gräfenrode— 98 Büdesheim— 63 Vilbel 5 35 Bekanntmachung. Ausschreiben. Um Auskunft über den Aufenthalt des Christlan Maienschein von Wächtersbach wird ersucht. Die Schießübungen des Bezirks-Kommandos mit scharfer Munition beginnen in diesem Jahre Ende d. Mts. auf dem Scheibenstande auf der Seewiese und zwar bei günstiger Witterung an 21 8 l e f 1 5 3 Stunde vor Beginn des Schießens bis zur Beendigung wird eine roth-weiße Flagge auf der Schießmauer aufgezogen und wird ausdrücklich vor dem Betreten des in und neben der Geschoßbahn liegenden Geländes während dieser Zeit gewarnt. Nachdem die Geschoßfänge und Erdaufwürfe für das Schießen neu hergerichtet worden sind, wird das Betreten derselben auf Grund des 5 pos. 9 des Allgemeinen Straf⸗Gesetz⸗Buches mit Geldstrase bis 60 M. oder mit Haft bis zu 14 Tagen und die widerrechtliche Zueignung on Bleikugeln aus den Geschoßfängen auf Grund des§. 291 des Allgemeinen Straf-Gesetz-Buches mit Gefängniß bis zu einem Jahr oder mit Bezirks-Kommando. Der Großherzogliche Amtsanwalt Hill. Deutsches Reich. Berlin. Der Reichskanzler Fürst Bismarck vird Mitte August in Begleitung seines Schwieger— ohnes, des Grafen Rantzau, zu dreiwöchiger Tur in Kissingen eintreffen. Seine Wohnung m Schlosse an der Saline wird bereits in den Stand gesetzt und die Sendung von Equipagen und Dienerschaft aus dem königlichen Marstall un München ist bereits angekündigt. 12— 23. Juli. Nach hier einlaufenden Nach— lichten hält die Petersburger Presse daran fest, Faiser Wilhelm werde— wie der„Swjet“ sogar meint, gegen die Absichten des Fürsten Bismarck Rußlands Ansprüche auf der Balkanhalbinsel unterstützen. Die„Moskauer Zeitung“ prophezeit einen Umschwung der deut— hen Politik. Der Besuch des Kaisers in Friedrichsruh gilt als sicher bevorstehend. Graf berbert Bismarck wird den Kaiser auch nach Stockholm und Kopenhagen begleiten und mit alsdann sofort seinen jetzt mehrfach aufgeschobenen Urlaub antreten, dessen ersten Theil er wie all— ührlich in Königstein am Taunus zubringen wird. Dresden. Die Einladung des Kaisers von Desterreich an den König Albert zu den Gems— jagden in Steiermark ist bereits erfolgt und der göntg wird derselben wie in den Vorfahren zolge leisten. Wie das„Leipziger Tageblatt“ erfährt, wird auch Kaiser Wilhelm, der ebenfalls schon wiederholt Jagdgast Kaiser Joseph's war, an den Jagden theilnehmen. Ausland. Belgien. Brüssel. Ein in Kairo einge— troffener Bote aus Omdurman meldet: Der kchalif Abdullah erhielt Nachrichten über die Ankunft des Weißen Paschas in Bahr-el-Gazelle und beabsichtigte dorthin vorzugehen. Der Bote fügt hinzu, der„Weiße Pascha“ sei Emin-Pascha. Großbritannien. London. Es herrscht hier große Aufregung über die Meldung, wonach bei den Manövern an der irischen Küste eine ganze Anzahl von Schiffen sich als reparatur— beduͤrftig bezw. seeuntauglich erwiesen habe. Italien. Rom. Wie der„Magdeb. Ztg.“ telegraphirt wird, verlautet aus Botschaftskreisen, daß die plötzliche Rückkehr des italienischen Hofes von Monza durch ein Unwohlsein des Königs veranlaßt worden sei. Koͤnig Humbert hatte einen schwindelartigen Anfall, der seine Um— gebung in lebhafte Besorgnisse versetzte und die sofortige Rückreise nach Rom gerathen erscheinen ließ. Neueren Berichten zufolge geht es dem Könige entschieden besser; die von seinen Ange— hörigen gehegten Besorgnisse scheinen glücklicher Weise übertrieben gewesen zu sein. — 24. Juli. Die Abendblätter veröffent— lichen ein Telegramm, wonach am 10. Juli einige in Clavieres liegende Alpenjäger im Glauben, sich noch auf italienischem Gebiete zu befinden, die Grenze überschritten, auf den Irr— thum aufmerksam gemacht, jedoch sofort zurück— kehrten. Zwei Sergeanten, welche einige Mi— nuten auf französischem Geblete blieben, wurden rasch von 50 französischen Soldaten umzingelt, verhaftet und nach Briangon gebracht. Eine Depesche von gestern meldet, daß der Comman— dant von Briangon den Irrthum aber bald er⸗ kannte und die italienischen Sergeanten freiließ. Der betreffende italienische Compagnie-Comman— dant wird für seine Nachlässigkeit die verdiente Strafe erhalten. 8 Bukarest, 23. Juli. Das Rumänien. f Königspaar verläßt Sinaja am Mittwoch. Der berg(Oesterreichisch— König begibt sich nach Grafen Schlesien) zum Kurgebrauch, die Königin nach Sylt. In Ruthenenkreisen, welche Fuͤhlung mit Panslavisten unterhalten, verlautet, daß russische Wühlereien in Serbien und Rumänien dort schon demnächst Unruhen herbeiführen würden. Bul— garische Emigranten, die zur Jubiläumsfeier nach Kiew kommen, erhielten dort zu Agitationszwecken reiche Geldmittel. Montenegro. Cettinje. Der Fürst reist nicht nach Petersburg; er kehrt mit dem Thron— folger nächste Woche zurück. Griechenland. Athen, 22 Juli. Der König reist heute über Wien, Warschau nach Petersburg und kehrt Anfangs October nach Griechenland zurück. Wahrend seiner Abwesen⸗ heit wird Trikupis die Regentschaft führen. Rußland. Petersburg, 22. Juli. Kaiser Wilhelm unternahm mit dem Prinzen Heinrich heute nach dem Frühstück, von dem Großfürsten und der Großfürstin Wladimir begleitet, eine Spazierfahrt durch Peterhof. Nach 6 Uhr be⸗ gann das Galadiner, an dem 12 Personen von dem Gefolge Kaiser Wilhelm's, 17 Personen vom deutschen Geschwader, der Commandeur der hier ankernden amerikanischen Corvette, 7 Personen von der deutschen Botschaft, sowie sämmtliche Minister und diplomattschen Ver⸗ treter theilnahmen. An der kaiserlichen Tafel (sechzig Gedecke), an der auch Graf Bismarck saß, wurde goldenes Service, an den übrigen Tafeln silbernes benutzt. Kaiser Wilhelm saß rechts von der Kaiserin. Bei Tafel toasteten beide Monarchen sich gegenseitig zu. Um neun Uhr war das Diner beendet. Kaiser Wilhelm geleitete die Kaiserin zum Wagen. Der ganze untere Garten war glaͤnzend illuminirt. Der Thee wurde in Monplaisir eingenommen; dem Schlosse gegenüber auf dem Meere wurde ein .— glänzendes Feuerwerk abgebrannt. Nach Schluß der Festlichkeiten reisten die Majestäten und Prinz Heinrich mit Gefolge nach Krasnoje Selo ab, wo morgen großes Kavallerie-Ma— növer mit Reiterspielen stattfindet.— 23. Juli. Heute Vormittag wohnten Kaiser Wilhelm und Kaiser Alexander den Uebungen des Wiborger Infanterie-⸗Regiments und der Garde-Kavallerie in Krasnoje⸗Selo bei. Nach Beendigung der Uebungen führte Kaiser Wilhelm sein Wiborger Regiment beim Parademarsch dem russischen Kaiser vor. Die Uebungen der Garde-Kavallerie wur— den vom Großfürsten Nikolaus geleitet und von 52 Escadrons ausgeführt. Nach Schluß der Uebungen defilirte die gesammte Kavallerie vor den beiden Kaisern. Kaiser Wilhelm sprach dem Großfürsten Nikolaus seine höchste Anerkennung für die glänzende Ausführung der Uebungen aus. Das Dejeuner wurde beim Großfürsten Wladi— mir eingenommen. Hierauf besuchten beide Kaiser im Lager das Lazareth des Wiborger Regiments; Kaiser Wilhelm richtete an die Kranken im Laza⸗ reth theilnehmende Worte. Der russische Kaiser verlieh dem Grafen Herbert Bismarck die Dia— manten zum Alexander Newsky-Orden; Kaiser Wilhelm dem Minister von Giers die Diamanten zum Schwarzen Adlerorden und Vlangali den Rothen Adlerorden erster Klasse.— 24. Juli. Kaiser Wilhelm folgte gestern Abend einer Ein— ladung zu einem Familiendiner bei dem Groß— fürstenpaar Michael Nikolajewitsch. Kaiser Alexan— der und die Kaiserin nahmen heute an dem De— jeuner an Bord der„Hohenzollern“ Theil. Hier— auf erfolgte die Abreise des Kaisers Wilhelm, nach herzlicher Verabschiedung von der Kaiserin, mit dem Kaiser Alexander heute Vormittag zehn Uhr nach Kronstadt. Aus Stadt und Land. th. Bad⸗Nauheim, 23. Juli. Der von früherer Gelegenheit in Bad⸗Nauheim bereits rühmlichst bekannte Mainzer Liederkranz veranstaltete unter Leitung des genialen Kapellmeisters H. Rupp in Gemeinschaft mit der Kurkapelle gestern Nachmittag ein großes Concert auf der Kurhausterrasse, welches so außergewöhnlich be— sucht war, daß Hunderte auf der Terrasse keinen Platz mehr fanden. In dem sehr gut gewählten Programm war hauptsächlich das Volkslied vertreten und wurden, wie unter der tüchtigen Direktion nicht anders zu er— warten, sämmtliche Lieder mit Meisterschaft vorgetragen. Verschiedene Compositionen, besonders„Was wohl d' Liab is?“,„Der Jäger“ und„Das Spielmannslied“, letzteres eomponirt von dem Vereinsdirigenten, wurden wegen ihrer ausgezeichneten Wiedergabe so lebhaft applau— dirt, daß unsere liebenswürdigen Gäste sich veranlaßt sahen, einige herrlich vorgetragene Chorlieder zuzugeben. Unsere Kurkapelle erledigte sich ihrer Aufgabe in gewohnter Virtuosität und wurde als Novität ein von Kapellmeister Machts dem Badearzte Dr. Schott hier gewidmeter Marsch „Dr. Schott⸗Marsch“ vorgetragen, der großen Beifall fand. Wir hoffen, daß es der Kur⸗Direktion gelingen möge, den „Mainzer Liederkranz“ recht bald wieder zu einem Coneerte zu veranlassen und rufen demselben, sowle seinem geschätzten Kapellmeister Rupp ein„Auf baldiges Wledersehen“ zu. Hoffentlich wird dann unseren Gästen auch insoferne mehr Rechnung getragen, daß denselben Plätze reservirt werden und dieselben nicht, wie gelegentlich des gestrigen Concerts, genöthigt sind, trotz ihres mühevollen, selbst— losen Wirkens und der den Kurgästen gewidmeten genuß⸗ reichen Stunden, den instrumentalen Theil des Doppel⸗ Concerts im Stehen anhören müssen. Allerlei. Frankfurt a. M., 21. Jult. Ein am hiesigen Post— amte III. kürzlich aufgegebenes und an eine nicht exi⸗ stirende Adresse in Mainz befördertes Packet kam heute als unbestellbar zurück. Da der Absender ebenfalls unbekannt und der Inhalt nach Verwesung roch, so wurde das Packet geöffnet und nachdem constatlrt wurde, daß sich darin die Leiche eines neugeborenen Kindes be— fand, an die Poltzei abgeliefert. New⸗PVork, 20. Juli. Bei einem furchtbaren Wolkenbruch, welcher sich über die Stadt Wheeling in West⸗Virginien entlud, kamen 20 Menschen um's Leben. Der angerichtete Schaden ist groß. Viele Brücken wurden von der Gewalt der Fluthen weggerissen. Handel und Verkehr. Friedberg, 24. Juli. Fruchtpr. Waizen M. 18.00— 00.00., Korn M. 14.50— 14.75, Gerste M. 14.00- 15.00, Hafer M. 14.00—00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 25. Juli. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85— 1.00. Eier 1 St. 6, 2 St. 11 Pf. Grünberg, 21. Juli. Fruchtpreise. Weizen M. 17.40, Korn M. 15.40, Gerste 14 60, Hafer M. 15.00, Erbsen M. 16.40, Samen M. 20.60, Kartoffeln M. 4.20. Gießen, 24. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.75 0.90, Eier 2 St. 9—11 Pf., Käse per Stück 4—7 Pf., Tauben per Paar M. 0.60 bis 0.70, Hühner per Stück M. 0.90— 1.10, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.00, Enten per Stück M. 1.30—1.70., Ochsen⸗Fleisch per Pfund 60-68 Pf., Kuh- und Rind⸗ Fleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel⸗ Fleisch 54—64 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50— 8.00, Zwiebeln per Centner M. 8.50- 10.00. Frankfurt, 24. Juli. Fruchtbericht. Hies. Welzen⸗ mehl Nr. 0 M. 32—34, Nr. 1 M. 30.50—3 1.50, Nr. 2 M. 27— 28, Nr. 3 M. 23— 25, Nr. 4 M. 20— 21, Nr. 5 M. 17.50— 18.50, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 53— 56, norddeutsche und westfälische Weizenmehle Nr. 00 M. 26—26.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 23— 23.50, Nr. 0/1 M. 22.0023, Nr. 1 M. 18.50 bis 19.50, Nr. 2 M. 15.50— 16.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 18.00— 18.25, frei Bahn hier M. 18.25 bis 18.50, fremder nach Qualität M. 1819, Roggen hiesiger M. 13.80— 15.00, russischer M. 14.1000, Gerste, Brauerwaare M. 15— 16.00, do. zu Mahlzwecken M. 11.50, Hafer, prima M. 14.00-14.50, mittel M. 18.50— 14.00, Raps, M. 23— 24.50, Mais 00— 00.00, Erbsen M. 14 bis 19, Linsen M. 00.00, Wicken M. 00- 00, Roggen⸗ kleie M. 4.50— 4.75, Welzenkleie M. 4.25 4.50, Malzkeime M. 4.50, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzspreu M. 1.25, Reismehl M. 4— 4.50, Chilisalpeter per Februar⸗ März 1889 M. 9.10 ab Harburg. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 00. Frankfurt, 23. Juli. Viehmarkt. Befahren war der Markt mit 476 Ochsen, 39 Bullen, 566 Kühen, Stieren und Rindern, 219 Kälbern, 61 Hämmeln, 159 Schweinen. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 57—59, 2. Qual. M. 35—36, Bullen 1. Oual. M. 36—38, 2. Qual., M. 30—38, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50 bis 53, 2. Qual. M. 40-46, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlachtgewicht 50—52 Pf., 2. Qual. 40 46 Pf., Hämmel 1. Qual. 50—60 Pf., 2. Qual. 4850 Pf., Schweine 1. Qual. 45—50 Pf., 2. Qual. 47— 48 Pf. Frankfurt, 24. Juli. Engrosmarkt. Heu- u. Stroh⸗ markt. Heu pro 100 Kilo M. 8.00— 11.60, Stroh pro 100 Kilo M. 4.80 6.60, Butter pro 50 Kilo M. 75 bis 80, Eier das Hundert M. 4.40— 4.50, Erbsen hundert Kilo M. 18— 21.50, do. geschälte M. 20—30, Linsen M. 28—45, weiße Bohnen M. 23— 25.50, Mohrrüben 50 Kilo M. 6—8, Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6— 7.50, Aprikosen 50 Pf., neue hiesige Kartoffeln 100 Kilo M. 5 bis 8, Blumenkohl 100 Stück M. 25—50, Kopfsalat M. 3—5, Erbsen per Centner M. 12— 15, Bohnen per Pfund 15— 20 Pf., Kirschen per Centner 10-20 M., Erdbeeren per Pfund 50 Pf., neue Nuͤsse per Centner M. 10—15, Johannssbeeren per Pfund im Centner 10 bis 15 Pf., Pfirsiche per Pfund 60 Pf., Zwetschen per Pfund 40 Pf., Himbeeren 25—35 Pf., neue Aepfel per Pfund 30 Pf., neue Birnen per Pfd. 20— 25 Pf., Apri⸗ kosen per Pfund 50 Pf., Melonen per Stück M. 0.603, Citronen 100 Stück M. 7, Heidelbeeren 7—8 Pf. Wie man das Sparen lernt. Der freundliche Leser, welcher sich von der Nothwendigkeit größerer Ersparnisse überzeugt hat, wenn er unter den gegenwärtigen Verhält— nissen sein Auskommen finden will, hat sich nun schon öfters die Frage überlegt, wie sich diese in seinem Haushalte und in seiner Wirthschaft aus— führen lassen. Es ist ihm dabei der Gedanke gekommen, daß es nicht nur darauf ankommt, sich in seinen Lebensgewohnheiten allerlei Ein— schränkungen aufzuerlegen, die Kampf und Ueber— windung kosten, sondern daß auch noch andere Tugenden dazu gehören, denn es gibt viele Leute, welche trotzdem, daß sie sehr sparsam leben, große Verschwender sind, weil es ihrem Haushalte an der rechten Ordnung, Pünktlichkeit, Eintheilung, Ausnützung der Zeit fehlt. Wir haben schon so manchen Versuch be— obachtet, der mit festem Willen begonnen wurde, aber nur zu geringen Ergebnissen führte und bald wieder aufgegeben wurde, weil es an den eben angeführten Tugenden fehlte. Wir haben zu unserem Bedauern schon oft mit ansehen müssen, daß Arbeiterfamilien, welche ihr Brot sauer verdienen, von diesen Tugenden der Wirth— schaftlichkeit am wenigsten besitzen, und daß sie deßhalb nie vorwärts kommen und in Zeiten der Noth ins Elend gerathen. Wir haben aber auch schon Gelegenheit gehabt, zu beobachten, daß kleine Leute mit bescheidenem Einkommen, trotzdem sie stets gut genährt und gekleidet waren, nach ihrem Tode ein ansehnliches Vermögen hinter— ließen und das verdankten sie nur ihrem Geschick, den Pfennig zu retten und anzusammeln. Wer erst einmal ein offenes Auge für den Pfennig hat, wird bald hundert Gelegenheiten entdecken, wo derselbe gerettet werden kann, damit er nicht durch Unordnung verloren geht. Da ist ein brennt und flackert. An einem Wagenrad geht ein Stift oder eine Schraube verloren, ein Eggen⸗ zahn oder ein Pflugschäufelchen kommen durch Gleichgültigkeit abhanden. Dies sind nicht nut Pfennige, welche erspart werden könnten, sondern solche kleine Vernachlässigungen ziehen oft große Verluste nach sich, wie denn eines fehlenden Nagels wegen das Hufeisen und infolge dessen das ganze Pferd verloren ging, als der Feind kam. Bei gleichgültiger Fütterung wirft das Vieh den Häcksel in den Mist, und die Stoffrestchen gerathen ins Kehrsel, da sie doch bei der Ausbesserung der Kleider große Dienste thun köunten. Wie viele tausende von Pfennigen können nur durch die sorgfältige Unterhaltung und Schonung des Vorhandenen erspart werden, Der Bauer, welcher seine Wagen und Pflügt sorgfältig im Schuppen verwahrt, wenn sie aus, gebraucht sind, wird voraussichtlich viel länger daran haben, als der, welcher sie in Wind und Wetter umherstehen läßt und dann mag er sich nicht wundern, wenn die Holztheile zerspringen oder faulen und die Eisentheile los werden und verloren gehen. Die Pferde-Kummete, welche außerhalb des Stalles aufbewahrt und von Zeit zu Zeit eingeschmiert werden, halten ebenfalls viel länger, als diejenigen, welche im Stalle hängen und im Dunste ersticken. Wie viel wird nur durch fleißige Aus- besserung kleiner Schäden zur langen Er⸗ haltung der Gegenstände beigetragen. Ein mangel— haftes Kettenglied hat oft den Verlust der ganzen Kette zur Folge und manches Wagenrad geht entzwei, weil man vergaß, rechtzeitig einen Keil einzutreiben, oder einen Reif festzunageln. Da— durch, daß man die Geräthe mit einem Anstrich versieht und denselben rechtzeitig erneuert, kann man deren Dauer um Jahrzehnte verlängern. Fehlen auf Deinem Dache ein paar Ziegel, so faulen die Latten und schließlich die Sparren ab und die Decken werden durchnäßt und fallen herab. Dasselbe gilt von der erhaltenden Thätigkeit der Frau. So rechnet uns ein bekannter Volks⸗ wirth vor, was unsere Frauen durch sorgfältiges Flicken nur jährlich an Hemden ersparen können. Er sagt, daß wenn die 9 Million Familien des deutschen Reiches nur 34 Million Hemden tragen, was einen Werth von 80 Million Mark dar⸗ stellt, durch Nadel und Faden in den Händen deutscher Hausfrauen jährlich 8 Million Mark allein für Hemden erspart werden, wenn sich das Hemd durch fleißiges Ausbessern nur um den zehnten Theil seiner Dauer erhalten lasse. Auf wie viele andere Gegenstände diese Spar⸗ samkeit noch ausgedehnt werden kann, überlassen wir dem Nachdenken unserer Hausfrauen. Wie gesagt, einem Auge, welches darnach forscht, werden sich in einem Tage eine ganze Anzahl solcher Gelegenheiten darbieten, wo ein Pfennig erspart werden kann. Das erfordert allerdings einen kleinen Aufwand von Muͤhe, der aber gar nicht in Betracht kommt gegenüber den Zinsen, welche er trägt. Allerdings wird diese Mühe dem Hausvater und seiner Familie in erster Linie aufgeladen, denn sie werden wohl diese kleinen Verrichtungen selbst besorgen müͤssen, da Dienstboten gewöhnlich keinen Sinn dafür haben und sich erst allmählich daran gewöhnen, wenn sie beständig dazu angetrieben werden. Sie mögen sich deßhalb nicht lange darüber ärgern, wenn da und dort etwas zu Grunde geht oder verkommt, sondern darin eine Strafe für die eigene Versäumniß erblicken und in Zu— kunft mehr auf ihr Eigenthum achten, denn auf dieser Thaͤtigkeit des beständigen Nachgehens und Nachsehens beruht hauptsächlich der Erfolg in der Landwirthschaft und im Haushalt. Ordnung und Pünktlichkeit gehören zu den wesentlichen Erfordernissen der Sparsamkeit. Da wo jedes Ding nach dem Gebrauche nicht sofort an seinen Platz zurückgebracht wird, geht nicht nur sehr viele Zeit mit Suchen verloren, sondern die Unlust wächst beim Suchen und es entsteht so mancher Streit und Mißmuth. So Strohwisch oder ein Maul voll Futter, das in viele Dinge werden durch Unordnung verschleudert, den Mist kommt, dort ein Licht, das unnöthig 3 ele. 0 t 1 O che 4 abel, r un 5 lassung und tut wie 6 hätten wohnlb heit v fühtt größt 4 ber 3 rifle Habe, nichts ehen! stände ft 8 lichkeit lust U ihret! und 2 nüß! von baker so da und herstel ab wir küche, ihren und nährr hafte hand Hand durch pünkt mache velda fähig Beha spart Klage 9 muß einzut der zu durch nuͤtzun zeit h. verlor bestte Einer 1 t K ein 1 * ee Duet zune s ** 1 den z nicht 2 5 1 — 25 2 1 danten 5 0* 5* g er 8 lt len pri * 4 1 27 2 1 1 ec — —— — —* 2 3 2 8 ———— 23* A N* deren Ersatz Geld kostet und der auf dem Lande oft nur mit schweren Zeitopfern verbunden ist. gaben, aller Guthaben und Schulden, worüber wir uns noch eingehender unterhalten wollen. phbätten. Die Unpünktlichkeit, ist haufig eine Ge— l wohnheit junger Leute, welche wir mit Entschieden— heit und Ausdauer bekämpfen müssen, denn sie führt zur Fahrlässigkeit und Gleichgültigkeit, den % Habe, denn sie verschleudert nichts und läßt nichts unter Staub und Schmutz zu Grunde lichkeit auf unser Behagen und auf unsere Schaffens— 2 Durch kluge Eintheilung ihrer Vorräthe und Aus— zeit herzustellen wissen, die für eine gleichgültige Finer solchen Frau beschließt es(gibt es aus), Mitteln zu bestreiten. — Zur Ordnung gehört namentlich auch die pünkt— liche Aufzeichnung aller Einnahmen und Aus— Die Unpünktlichkeit ist häufig die Veran— lassung, daß wir eine Arbeit zweimal thun müssen und trotz der doppelten Muͤhe nicht das erreichen, wie wenn wir es aufs erstemal recht gethan größten Feinden alles wirthschaftlichen Gedeihens. Durch die Reinlichkeit arbeiten wir stets der Zerstörung der Gegenstände durch die Natur— kräfte entgegen, sie wirkt erhaltend auf unsere gehen und erhöht dadurch die Dauer der Gegen— stände bedeutend. Welchen großen Einfluß Ordnung und Rein— lust ausüben, haben wir schon erwähnt und mit ihrer Hilfe koͤnnen gar viele Ausgaben für Doktor und Apotheker erspart werden. Durch die richtige Eintheilung und Aus— nützung lassen sich jährlich ebenfalls tausende won Pfeunigen ersparen. Denkt dabei der Haus— water an die richtige Vewendung seines Futters, so daß er das geringere mit dem guten mischt und dadurch eine stets gleichmäßige Fütterung herstellt, die dem Vieh gut bekommt und Nutzen abwirft, so denkt die Frau nicht weniger an ihre Rüche, wo die gleichen Grundsätze gelten müssen. Schreiben ihr nun auch die Verhältnisse vor, ihren Küchenzettel moͤglichst einfach zu machen und Speisen zu wählen, in welchen die für die Er— nährung erforderlichen Stoffe in weniger schmack— hafter und den Gaumen reizender Form vor— Handen sind, so liegt es doch vielfach in ihrer wand, dieselben durch eine gute Zubereitung und Jurch kleine Zuthaten schmackhafter und durch pünktliches Kochen weich und mundgerecht zu nachen. Ist eine solche Kost schmackhaft und Derdaulich, so werden sich die Kostgänger leistungs— ähig und gesund bei derselben fühlen und das Behagen ist ein größeres, als da, wo man nicht part und in Folge mangelnden Fleißes stets klagen über schlechte Kost hat. Neben der Darstellung schmackhafter Speisen nuß eine sparsame Köchin dieselben auch richtig einzutheilen wissen; sie wird das richtige Maß der zu verwendenden Nahrungsmittel kennen und zützung aller Reste gar manche schmackhafte Mahl— verloren sind, so daß man glauben möchte, sie Hesitze das Oelkrüglein der Wittwe von Sarepta. sagt man im Volksmunde, sie besitzt ein beson— deres Geheimnis, um ihren Haushalt mit wenigen Dasselbe ist es mit der Kleidung, denn in gar vielen Fällen wird man durch das zweck— mäßige Auftragen alter Kleider die neuen er— sparen und schonen und kann so mit geringeren Mitteln stets sauber und anständig gekleidet sein. Eine weitere Bedingung der Sparsamkeit ist die Voraussicht. Wir sollten stets Vor— räthe an Leder, Seife, Lichtern haben, da diese Dinge an Brauchbarkeit gewinnen, wenn sie aus— getrocknet sind. Ebenso muß man sich mit Butter, Eiern, Most ꝛc. versehen, wenn dieselben billig sind, da man sie sonst kaufen muß, wenn sie nur in kleinen Mengen auf den Markt kommen und theuer sind. Eine verkehrte Sparsamkeit ist es auch, alle Bedürfnisse des Haushaltes in möglichst kleinen Mengen zu kaufen, weil die— selben bei größerem Bedarfe meist billiger und besser zu haben sind, jedoch muß man bei größeren Vorräthen auch um so mehr der Ver— suchung zu größerem Gebrauche widerstehen können, da diese leicht hiezu reizen. (Schluß folgt.) Das Vorkommen von Viehseuchen im Großher⸗ zogthum Hessen während des Monats Mai 1888. Milzbrand wurde festgestellt in Altenburg, im Kreise Alsfeld am 14. Mai bet einer geschlachteten Kuh, in Hirzenhain, im Kreise Büdingen, am 18. Mat bet einem krepirten Rinde und in Echzell, in demselben Kreise, am 21. Mai bei einem kreptrten Pferde, ferner in den Orten des Kreises Friedberg, Griedel am 27., und Ober- Mörlen am 30. Mat bei je einem krepirten Rinde. Rotz wurde festgestellt in Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg, bet einem am 3. und zwei am 4. Mat auf polizeiliche Anordnung getödteten Pferden eines Besitzers; ferner in Dudenhofen, im Kreise Offenbach, bei einem am 24. Mat auf Veranlassung des Besitzers getödteten Pferde. Bei letzterem Pferdebesitzer steht noch ein Pferd wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Be— obachtung. Mit den rotzkranken Pferden in Groß Umstadt haben vorübergehend zusammengestanden und wurden daher unter polizeiliche Beobachtung gestellt, im Kreise Dieburg, in Ober⸗Roden 5 Pferde, von denen je zwei bei zwei Be— sitzern und eines bei einem der weiteren Besitzer stehen, in Heubach bet zwei Besitzern je ein Pferd und in Lang⸗ stadt ein Pferd; ferner in Sandbach, im Kreise Erbach, 5 Pferde eines Besitzers. In Darmstadt wurde die über ein Pferd wegen Ver— dachts der Ansteckung verhängte polizeiliche Beobachtung wieder aufgehoben, weil dasselbe innerhalb 6 Monaten keine verdächtigen Erscheinungen gezeigt hat. Der Bläschenausschlag in Beerfelden, im Kreise Erbach, ist erloschen. Die Seuche herrscht fort in Anne— rod, im Kreise Gießen, in Ober-Kainsbach, im Kreise Erbach, in Lanzenhain und Maar, im Kreise Lauterbach, und in Bieben, im Kreise Alsfeld. Festgestellt wurde die Seuche in Gumpen und Lindenfels, im Kreise Erbach, am 6. Mai, in den Orten des Krelses Gleßen Belters— hain am 4. und Lumda am 8. Mai, in den Orten des Kreises Alzey Neu- Bamberg am 5. und Heppenheim i. L. am 9. Mai, in Nieder⸗Ohmen, im Kreise Alsfeld, am 17., in Bauernheim, im Kreise Friedberg, am 20. und in Harpertshausen, im Kreise Dieburg, am 23. Mat. In Gumpen, Lindenfels, Neu-Bamberg und Heppen— heim 1. L. ist die Seuche bereits wieder erloschen. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Renzendorf Brauerschwend und Fischbach; in den Orten des Krelses Büdingen: Wallernhausen, Blofeld, Leidhecken und Berg— heim, und in den Orten des Kreises Schotten: Boben— hausen, Ober⸗Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Ober— Seemen, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen und Steinberg. Während des Monats Juni 1888. Milzbrand wurde fsestgestellt in Nordheim, im Kreise Bensheim, am 13. Junt bei zwei krepirten Rin⸗ dern, in Gießen bei einem in das dortige Thierspital aus Ruttershausen, im Königreich Preußen, verbrachten und am 22. Juni krepirten Pferde, und in Mühlheim, im Kreise Offenbach, bei einem krepirten Pferde am 23. Junt. Rotz wurde in Offenbach bei einem am 7. Junk auf polizeiliche Anordnung getödteten, und bei einem am 17. Juni von einem Pferdeschlächter geschlachteten Pferde eines anderen Besitzers festgestellt. Bei dem Besitzer des am 7. Junk zu Offenbach ge⸗ tödteten Pferdes befinden sich noch dret der Ansteckung verdächtige Pferde unter poltzeilicher Beobachtung. Der⸗ selben Maßnahme unterstehen noch 5 Pferde in Ober— Roden, zwei in Heubach und eines in Langstadt, im Kreise Dieburg. Die über 5 Pferde in Sandbach, im Kreise Erbach, angeordnete polszeiliche Beobachtung wurde aufgehoben, well sich bei denselben innerhalb 6 Monaten, nachdem sie der Ansteckung ausgesetzt waren, keine verdächtigen Er— scheinungen gezeigt hatten. In Ober Ingelheim, im Kreise Bingen, haben vom 6. bis 24. Juni vier der Ansteckung verdächtige Pferde aus Kreuznach, im Königreich Preußen, gestanden, welche der Besitzer während der erwähnten Zeit dort hatte un— terbringen lassen. Der Bläschenausschlag in Ober-Kains bach, im Kreise Erbach, in Annerod, Beltershain und Lumda, im Kreise Gießen, in Nieder- Ohmen, im Kreise Alsfeld, in Bauernheim, im Kreise Friedberg, und in Lanzenhain, im Kreise Lauterbach, ist erloschen. Die Seuche herrscht fort in Bieben, im Kreise Alsfeld, und in Maar, im Kreise Lauterbach. Festgestellt wurde sie am 14. Juni in Ilsdorf und am 25. Juni in Rainrod, im Kreise Alsfeld. In Ilsdorf ist sie bereits wieder erloschen. Die Räude gilt als vorhanden unter den Schafen in den Orten des Kreises Alsfeld: Altenburg, Renzen⸗ dorf, Brauerschwend und Fischbach; in den Orten des Kreises Büdingen: Wallernhausen, Blofeld, Leidhecken und Bergheim, und in den Orten des Kreises Schotten: Ober⸗Seibertenrod, Unter-Seibertenrod, Bobenhausen, Ober-Seemen, Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Stein— berg und Gedern. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. Juli 1888. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 55 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. 1 Sabbathausgang 8 Uhr 40 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 29. Jult an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 25 Win. Versicherungssache. Als ein Zeichen des bedeutenden Verkehrs unserer Versicherungs-Institute mag folgende Mitthellung di-nen: Bei der im Jahre 1854 in Wirksamkeit getretenen Lebens-Versicherungs⸗ und Ersparnißbank in Stuttgart wurden bis Ende, Juni d. J. 96,365 Versicherungsanträge mit eirea 463 Million Mark eingereicht und 73,852 Pesonen mit 380 Million Mark fanden Aufnahme. An Prämien wurden ea 111 Millionen und an Zinsen ea. 28 Milltonen, zusammen 139 Millionen vereinnahmt, dagegen allein auf angefallene Polieen 41,400, 00 M. ausgezahlt und als Dividende ca. 21 Millionen an die Versicherten zu⸗ rückvergütet, während weitere 11,617,000 M. zur Ruͤck— vergütung und außerdem noch extra 1,400,000 M. in Reserve liegen. Der Bankfonds erreicht derzeit eirea 70 Million Mark. Die Versicherungsbedingungen dieser Bank sind nicht nur sehr günstig, sondern auch äußerst liberal und hat sich solche demzufolge eines stetigen guten Zugangs zu erfreuen. 2712 Schälholz-Versteigerung. Es werden versteigert: Montag, 30. Jul, im Domanialwald Burgwald, Schläge XXII und XXIII, Zusammenkunft Morgens 9) Uhr, am Forsthaus Winterstein: 370 Baumstützen, 30 Rm. Knüppel, 19700 Wellen und 23,4 Rm. Spähne. Dienstag, 31. Jult, in den bei Ober-Rosbach gelegenen Domanialwaldungen, Zusammenkunft Morgens 9 Uhr un der dicken Eiche, Westerfeld'scher Wald, Schlag VIII: 300 Baumstützen; Kaßenstirn, Schlag XX: 316 Baum- Hützen, 19 Rm. Knüppel, 7400 Wellen und 3,1 Rm. Spähne. N Rosbach, 25. Juli 1888. Großherzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach. 2717 Strack. Versteigerung. Freitag den 27. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, sollen n ber Behausung der verstorbenen Georg Hensel II. Sheleute dahler öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden: 1 Schweln, 3 Zlegen, 3 Gänse und 4 Huͤhner. Rödgen am 24. Juli 1888. in Bad⸗Nauheim. In hiesigem Stadtwalde, Distrikt Raud, werden nächsten Montag den 30. Juli I. J., von Vormittags 8 Uhr ab, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert, nämlich: 120 Raummeter Schäleichen-Knüppel und 17000 Schäleichen⸗Reisholzwellen. Die Zusammenkunft findet an der Waldwirthschaft statt. Bad⸗Nauheim den 24. Juli 1888. Großherzogliche Bürgermeisterel Bad-Nauheim. 2707 Wörner. Porträts werden nach kleinen Photographien sprechend ähnlich in Oel gemalt. Näheres bel 8 eee Mayer, Kaiserstraße gegenüber dem tel Trapp, wo⸗ selbst einige Bilder ausgestellt sind. 2557 Ein braves jüngeres Dienstmädchen . 704 Luft, Ortsgerichtsvorsteher. um baldigen Eintritt gesucht bel 2715 5 Emmerich Hanstein. Faselochs-Versteigerung. Freitag den 27. Jult, Nachmittags 1 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei Bureau ein schwerer Faselochs öffentlich meistblend versteigert werden. Grtedel den 24. Juli 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel. Wetz. 2708 5 5 R 0** 4 Holz-Versteigerung. Dienstag den 31. d. Mts., des Vormittags 9 Uhr, kommt in dem Cleeberger Gemeindewald, Distrikt Gauls— kopf, nachstehendes Holz zur Versteigerung: 526 Stück Eichen-Derbholzstangen, 12465 Eichen-Lohwellen, 9705„ gemischte Wellen. Die Zusammenkunft ist im neugebauten Wege. Cleeberg den 21. Juli 1888. Der Buͤrgermeister 2703 Keil. Neue Grünekerne 2714 empfiehlt J. A. Windecker. 5 8 e E Sonntag den 29. Juli, Nachmittags von 4— 6 und Abends von 8½—8 Uhr auf der Terrasse Militär- Concert, ausgeführt von der Capelle des 4. Großh. Hess. Inf.-Regts. Ur. 115 aus Mainz, unter Leitung des Capellmeisters Herrn Kern. Eintrittspreis 50 Pf. des Kurhauses: Nur die Besitzer von Kurkarten, sowie die Kurhaus-Abonnenten haben gegen Vorzeigung ihrer Karten freien Zutritt. 2718 —— Natürlich kohlensaures Mineralwasser SELZER- Brunnen Grosskarben(Hessen) Laurenze& Co. Hoflieferanten. Das natürliche Selzer ist in Güte, sanitärem Werth, Lieblichkeit bei Mischung mit Wein etc. unübertroffen. 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