en detrtffend il eines aus unser Wit fe t Aer ert „ pe lelsch. it, r 9 2 —— 7 —— 7 5 22. August. 1888. Donnerstag den 26. April. N 49. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern( Annoncen: die einspaltige 1 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Friedberg den 21. April 1888. Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886. 11. August. 717. Das am 1. bezw. 2. Osterfeiertag 1886 in Auerbach und Umgegend als Flugblatt ver breitete, mit den Worten:„Weißt Du wie viel Sternlein stehen“ beginnende Lied für Alt und Jung. . August. 718. Das von A. Vogel und Comp. in Braunschweig verlegte und gedruckte Flugblatt mit der Ueberschrift:„An die Reichstagswähler im Herzogthum Lauenburg.“) 719. Das im Verlage von W. Blos und im Druck von Georg Basler zu Stuttgart er— schienene Flugblatt mit der Ueberschrift: I. Braun⸗ schweigischer Reichstags-Wahlkreis; An meine Wähler!“ und mit der Unterschrift:„Stuttgart im August 1886; Wilhelm Blos.“ „ August. 720. Die Druckschriften, beginnend mit den Worten: 1) Aufruf! An die Maurer Königs— Bezeichnung der Druckschrift. — D 1 — bergs! Schon seit geraumer Zeit u. s. w.; 2) Aufruf! An die Metallarbeiter aller Bran— 1) Das Verbot wurde unterm 29. October 1886 wieder aufgehoben. mäßig erkannt und der Unterzeichnete zum Commiss Amtlicher Theil. Dortelwell. Bekanntmachung. Verzeichniß XI. (Fortsetzung aus Nr. 47.) Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886. chen Königsbergs! Schon seit geraumer Zeit ꝛc. 3) Aufruf! An die Schneider Königsbergs! Schon seit geraumer Zeit ze. 4) Aufruf! An die Zimmerer Königsberg! Schon seit geraumer Zeit ꝛc. Verantwortlich G. Slomke, Hinter-Roß garten 61 B. Köuigsberg i. Pr. Gleichzeitig wurde die von dem Polizei-Präsidium in Königsberg vorge— nommene Beschlagnahme der bereits gedruckten Exemplare obiger Flugblätter, sowie des Manu skripts zu einem gleichen Aufruf an die Tapezirer, Schuhmacher und Tischler Königsbergs aufrecht erhalten. eptember. 721. Das in polnischer Sprache ge druckte Flugblatt, welches mit der Ueberschrift: „Robotniey“(Arbeiter) und der Unterschrift: „Komitet robotnicy“(Arbeiter-Comité) versehen ist, und auf welchem weder der Ort, noch der Drucker und Verleger angegeben ist. 7. September. 729. Das Flugblatt mit der Ueber⸗ schrift: Arbelter! Bürger! und den Anfangs worten:„Nun schon 8 Jahre versucht eine Bezeichnung der Druckschrift. 0 8 G7 Druck von H. Suter Nachfolger Nachdem von dem Ortsvorstand zu Dortelweil am 7. l. Mts. einstimmig die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baum— stücken der Gemarkung Dortelweil beantragt und das Verfahren von der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung als sehr zweck— är zur Leitung der Abstimmung ernannt worden ist, so wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung der betheiligten Grund-Eigenthümer auf Mittwoch den 16. Mai l. J., Vormittags von 10 bis 12 Uhr im Rathhause zu Dortelweil anberaumt. Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten Abstimmungstagfahrt weder persöulich noch durch gehörig Bevoll— mächtigte abstimmen, werden als für die Bereinigung stimmend angesehen. Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Soeialdemokratie vom 21. Oktober 1878 sind ferner verboten worden: Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886. wüthende Reaktion u. s. w.“, und den Schluß⸗ worten:„Hoch die Sozialdemokratie!“ angeblich gedruckt in der Vereinsdruckerei Hottingen-Zürich. 23. September. 723. Die Druckschrift:„Anarchismus, Sozialdemokratie und revolutionäre Taktik.“ Ein Wort an Freund und Feind. Schweiz. Genossen⸗ schaftsdruckerei Hottingen-Zürich. 25. September. 724. Die Druckschrift:„Arma parada fero! Ein soziales Gedicht von John Henry Mackey. Zürich 1887. Verlag-Magazin(J. Schabelitz).“ 16. Oktober. 725. Die Druckschrift: Sozialdemokratische Bibliothek XI. Der wirthschaftliche Materialismus nach den Anschauungen von Karl Marx,— von Paul Lafargue— Hottingen-Zürich, Verlag der Volksbuchhandlung 1886. 19. Oktober. 726. Die in deutscher Sprache abgefaßte Druckschrift:„Sozialrevolutionäre Lichtstreifen über Ehe und Familie von Friedrich Stackelberg Nice, 1883.“ (Fortsetzung folgt.) Bezeichnung der Druckschrift. ben * in 2 den 160⁰⁰ tunmit. Inzug des f 1610 chen, itig war 1— 1175 1 1 sonen gestorben, von j als das Mittel der vorhergehenden 5 Jahrgänge(= 1212), wird aber von dem Jahre 1886, welches eine Gesammtsterbeziffer von 1282 aufweist, erheblich übertroffen Während des Jahres 1887 sind im Kreise Friedberg im Ganzen 1253 Per 1000 Personen 20,1. Diese Sterbeziffer ist etwas größer Nach Altersklassen gehören von diesen 1253 Verstorbenen 173 dem ersten Lebens jahre an, 217 dem jugendlichen Alter vom 2. bis 15. Jahre, 849 dem Erwachsenen— stande. Die im ersten Lebensjahre Befindlichen sind verhältnißmäßig wenig heimge sucht worden(Mittel der 5 Vorjahre 212); etwas stärker die im 2. bis 15. Lebens— jahr Stehenden, deren Todesfälle die jährige Mittelsumme von 188 um 29 über⸗ schritten haben; etwa in gleichem Verhältniß sind mehr Erwachsene gestorben(849 — gegen 813). Die Reihenfolge der Monate nach der stärksten Betheiligung derselben an der Sterbezahl ist nicht ganz die gewöhnliche: Januar 143, November 114, März 111, Mai 110, Februar 103, April 103, Juni 99, Oetober 99, Dezember 99, Juli 93, August 90, September 89; es erscheinen der Monat November be— sonders stark und die Monate Februar bis April verhältnißmäßig wenig bedacht. Nach größeren Zeitabschnitten zusammengestellt ist am meisten belastet das 1. Jahresviertel(357), ihm folgte 2. und 4. Quartal mit der gleichen Zahl(312), am wenigsten Todesfälle brachte das 3. Quartal(272); von den beiden Jahres— hälften übertrifft die erste(669) die zweite(584) um 85 Todesfälle Das starke Hervortreten des Monats Januar mit 143 Todesfällen ist um so bedeutsamer als diese Ziffer auch eine sehr hohe Sterblichkeit der ganz jungen Kinder umfaßt(24), deren Spitze gewöhnlich in die Herbstmonate fällt, und als der vor hergegangene Monat Dezember des Vorjahres 1886 durchaus ein ähnliches Verhalten gezeigt hatte(125 Todesfälle wovon 24 Kinder im 1. Lebensfahr), 1 eit 1 J 1 N 9 5 Tudtt⸗ Attag nicht endigten, sondern in das Jahr 1888 hinüber sich fortsetzte. gebracht in folgenden Gemeinden: Assenheim(3), Bad-Nauhelm(2), Butzbach(1), Dorheim(6), Dortelweil(1), Fauerbach b. Fr.(1), Friedberg(9), Grtevel(4), Harheim(1), Heldenbergen(2), Hoch-Weisel(1), Holzhausen(10), Melbach(3), Die Betheiligung der einzelnen Krankheiten und Krankheitsgruppen an der Verursachung, die Jahressterblichkeit anlangend, so brachten die ansteckenden Krank heiten(Masern, Scharlach, Diphtherie, Keuchhusten, Typhus, Wochenbettfieber und Elterfieber) 147 Todesfälle. Diese Zahl ist verhältnißmäßig sehr groß, übersteigt das Mittel der vorherigen fünf Jahre um volle 51. Unter den einzelnen ansteckenden Krankheiten tritt besonders die Diphtherie als Tod bringend hervor; sie fordert die große Zahl von 81 Opfern, weitaus die größte Zahl von Diphtherlesterbefällen im Kreise seit überhaupt Zählung statt— findet. Die Mittelzahl der Diphthertesterbefälle der letzten 5 Jahre betrug nur 3, und selbst in den früheren als schlimme Diphtheritisjahre bekannten Jahrgängen war die Zahl von 60 nur eben überschritten worden(61 in 1880), obwohl die Krankheit hat kaum an einem einzigen Orte(J. unten) gefehlt. Länger dauernde Epidemien von Diphtherte bestanden zu Steinfurth, Dorheim, Harheim, Holzhausen, Nleder⸗Erlenbach und Nieder⸗Wöllstadt, welche fast sämmtlich mit dem Berichtsjahre Todesfälle hat sie Die Gesundheits⸗ und Sterblichkeitsverhältnisse des Kreises Friedberg im Jahre 1887. Münzenberg(1), Nieder Erlenbach(6), Nieder⸗Eschbach(1) Nieder- Mörlen(4), Nieder-Wöllstadt(5), Ober-Eschbach(1), Ober-Mörlen(3), Okarben(1), Oppers⸗ hofen(2), Reichelsheim(1), Rendel(1), Rockenberg(1), Schwalheim(1) Sodel(1), Steinfurth(10). Von den einzelnen Monaten brachte der November 20 Diphtheritis- Todesfälle, ihm folgten der Dezember mit 13, der Oetober 8, September 7, Januar 5, Februar, März, Mal, Juni und Juli je 4, April 8. Die größere Sterb— lichkeit der Wintermonate, die sich auch nur in einzelen Orten zeigte, ist durch zufällige Verhältnisse bedingt. Scharlach trat vereinzelt an sehr vielen Orten auf; eigentliche Epidemien bildete er nur in Weckesheim und Rockenberg. Die des letzteren Ortes war sehr stark. Todesfälle traten ein im Februar(Nieder- Florstadt 1), im Juni(Rocken⸗ berg 1), im Juli(Beienheim 1, Ober-Rosbach 1), im August(Rockenberg 6, Söoͤdel 1, Weckesheim 3), im September(Butzbach 1, Friedberg 1, Harbeim 1, Weckesheim 1), im October(Heldenbergen 1), Gesammtzahl der Scharlach Todesfälle 19. Masern bildeten in einigen Orten(Rendel, Klein-Karben, Okarben, Petter⸗ weil, Dortelweil und Kaichen) zlemlich starke Epidemien; einzelne Erkrankungen an verschiedenen Orten. Todesfälle nur 2(Harheim, October und Kaichen, November). Keuchhusten herrschte ziemlich allgemein; leider ist amtlich die Spur dieser Krankheit noch immer erst durch die bekannt werdenden Todesfälle zu erkennen, da die wenigsten Fälle zur ärztlichen Kenntniß und Behandlung kommen. Es starben daran 14 Kinder. Noch immer wird die Gefahr, welche Kindern(besonders kleinen) durch Keuchhusten droht, unterschätzt. Unterlelbstyphus, die hierzuland fast ausschließlich vorkommende Typhus: art, ist, soweit die uns zugegangenen Nachrichten reichen, vorgekommen in Vilbel, Bruchenbrücken(einzeln stehendes Bahnwärterhaus), Burg Gräfenrode, Friedberg, Kirch-Göns, Klein-Karben, Nieder Florstadt, Rendel und Budes heim l Am letzteren Orte begann am Ende des Jahres eine Epidemie, deren eigentliche Entfaltung jedoch dem Jahre 1888 angehört. Eigentliche Typhus Epidemien hatten wir(abgesehen von Büdesheim) nur zwei, zu Vilbel und zu Kirch-Höns. Die erste derselben, zu Vilbel in den ersten 3 Monaten des Jahres, war eine außerordentlich bedeutende; es waren 175 Personen erkrankt, gestorben sind glücklicherwelse nur 12. Die Ursache derselben war Infeetion eines das Trinkwasser des ganzen Ortes liefernden Mineralbrunnens durch Belmischung ausgelaufenen Abtrittsinhaltes. Die Kirch Goönser Epidemie war sehr wahrscheinlich Ausläufer einer in einem preußischen Nachbarorte stattgehabten Epidemie; Abtritt und Miststätte eines Würthshauses waren durch Typhusstühle durchreisender Kranker inflelrt, von da scheint das Typhusgift in den Hausbrunnen und in einen sumpfigen Graben der an dieser Stelle nicht gepflasterten Ortsstraße gelangt zu sein. In dem zunächst befallenen Wirthshause erkrankten 5 Personen (1 starb) und in 2 Nachbarhäusern je 1 Person. 8 2 Sicher bekannt ist nur die Zahl der durch Typhus bewirkten Todesfälle; der Erkrankungen an Typhus waren es wahrscheinlich mehr als amtlich bekannt geworden sind. Einschlleßlich der Vilbeler Falle, welche allerdings als das Ergebniß eines ganz besonderen Unglücks betrachtet werden muͤssen, kann man daher die Zahl der im Kreise Friedberg im Jahre 1887 eingetretenen Typhusfälle reichlich auf 220 schätzen. Von diesen find 19 gestorben, nahezu 200 genesen. Wer aber weiß, welche ungeheuren Opfer auch ein in Genesung ausgehender Typhus dem Kranken und seiner Umgebung auferlegt, der wird ohne Weiteres zugeben, daß der von der Bevölkerung aufgewendete Eifer für Verhütung und Vermeidung dieser schweren Krankheit noch außerordentlich welt hinter dem Wünschenswerthen und auch hinter dem jetzt Mög⸗ lichen zurückbleibt. Ansteckungen von Person zu Person sollten jetzt immer ver⸗ hütet werden, und sie würden es auch, wenn gleich in den ersten Tagen des ersten in einer Behausung auftretenden Falles den Anordnungen der Aerzte genau und voll⸗ ständig entsprochen wurde. Ansteckungen von Wärterpersonal in den Hospitälern sind jetzt äußerst selten, obwohl dasselbe durch Nähe und Pflegearbeit mit dem Kranken weit mehr gefährdet und geplagt ist als die Angehörigen von im Haus gepflegten Kranken. In Kirch Göns erkrankten nacheinander in einem und demselben Hause 4 Kranke, bis Anzeige erfolgte und Maßregeln getroffen und gesichert werden konnten. Die übrigen ansteckenden Krankheiten zeigten sich nicht in einem Verhältnisse, welches zu einer besondern Bemerkung auffordern könnte. Blattern kamen gar nicht vor; Wochen bettfleber und Rose wurden Amal tödtlich. Zum Vorkommen von Diphtheritis, welches oben wesentlich im Gesichts— punkte seiner Mitwirkung zur Sterblichkett des Jahres 1887 besprochen wurde, muß eine weitere Bemerkung gemacht werden. Mindestens im gleichen Verhältniß wle dte Diphtheritis Sterblichkeit hat auch das Erkrankungsverhältniß an Diphtherie die bezüglichen Zahlen der Vorjahre übertroffen. So sind beispielsweise innerhalb der letzten drei Monate von 1887 allein für die Gemeinden Harheim, Nieder-Erlenbach, Nleder⸗Wöllstadt und Holzhausen 201 Diphtherktis-Erkrankungsfälle verzeichnet; in einigen andern Gemeinden war es womöglich noch schlimmer, und es kann im Ganzen das Vorkommen von Diphtherie Erkrankungen im Kreise auf gegen 1000 Fälle ge— schätzt werden Die Aerzte sind weit davon entfernt sich ein Hehl daraus zu machen, daß ihre Kunst gegenüber den schweren Fällen von Diphtherie nur wenig vermag und daß daher um so größer die Verpflichtung besteht, weitere Ansteckungen und Uebertragungen zu verhüten. Geradezu musterhaft war in dieser Hinsicht die Haltung aller Aerzte des Kreises, aber erfolglos und mit Undank gelohnt waren meistens ihre Bemühungen. Die den Gemeinden angesonnene Herstellung von Räumen für Auf⸗ nahme von Kranken aus überfüllten oder schlechtbeschaffenen Wohnungen wurden in mehreren(nicht allen) Fallen einfach abgewlesen. Ztemlich allgemein entstand elne einigermaßen richtige Schätzung und Uebung der zur Verhütung weiterer Ver⸗ breitung angeordneten Maßregeln erst dann, wenn eine Reihe von Todesfällen die Gleichgültigkelt in Schrecken verwandelt hatte. Wie bel ansteckenden Krankheiten überhaupt, so machte sich bel Diphtherle in besonderem Grade die verhängnißvolle Lücke in unsern Veranstaltungen zur Verhütung von Ansteckungen fühlbar, welche durch das Fehlen eines Desinfeetlons-Apparates mit strömendem Wasserdampfe be⸗ dingt ist. So lange dieser nicht für den Kreis beschafft sein wird, bleiben die ge⸗ fährlichsten Schlupfwinkel des Krankheitsgiftes(Betten, Möbel, Kleider) fast unbe⸗ rührt und die Gefahr einer früher oder später wieder eintretenden Wirkung des⸗ selben unbehoben. 5 Von den nichtansteckenden Krankheiten, zu denen wir entsprechend unserer Auf- fassung in früheren Jahresberichten auch die Schwindsucht rechnen wollen, kann im Allgemeinen gesagt werden, daß sie dem für unsern Kreis als Mittelverhältniß Er⸗ kannten im Ganzen entsprechen. Die Lungenschwindsucht forderte 189 Opfer(Mittel der letzten 5 Jah re 200); die meisten(25, 24, 23) erlagen in den Monaten März, Juni und Mai; be⸗ sondere Betheiligung einzelner Orte tritt diesmal nicht hervor. Die akuten entzündlichen Erkrankungen der Athmungsorgane, welche zeitweise besonders als Lungenentzündung und als Lungenkatarrhe einen hohen Kranken⸗ stand bedingten, brachten 135 Todesfälle(5jähriges Mittel= 138). Durch Schlaganfall starben 56 Personen(5jähriges Mittel 8 39). Be⸗ sonderen Anlaß für diese verhältnißmäßig große Häufigkeit ist nicht ersichtlich. Die größte Zahl(10) brachte der Jult. Sehr gering war die Zahl der durch akute Entzündungen des Magens und Darmes, besonders bel kleinen Kindern, bedingten Todesfälle(17 gegen 28 des 5jährigen Mittels). An anderen bisher noch nicht besonders erwähnten und statistisch nicht geson— dert verzeichneten Krankheitsformen starben 482 Personen. Durch Verunglückung(14), Selbstmord(13), Mord(2) und tödt⸗ liche Verletzung(1) starben zusammen 30 Personen. Die Zahl der in ihrer letzten Krankheit nicht ärztlich behandelten Personen betrug 184. Großherzogliches Kreis-Gesundheitsamt Friedbertz. Dr. Lorenz. 0 Deutsches Reich. Darmstadt. Botschaft, Mittags 12 Uhr Fürst Bismarck zur Der Amtmann Nebel zu Königin Victoria befohlen. England. London. Nachrichten aus Palma Mittwoch Nachmit-(canarische Inseln) zufolge griffen die Einge⸗ Friedberg wurde zum Amtmann in Gießen, die Revisionsgehilfen Kornmann von Ober-Ofleiden und Zörkel von Eichelsdorf wurden zu Ober— Rechnungsprobatoren 2. Klasse ernannt. Berlin, 23. April. Ein Bulletin von gestern Abend 9 Uhr meldet: Der Kaiser hatte heute einen ziemlich guten Tag. Das Fieber war während des Tages geringer als in den früheren Tagen, jedoch ist Abends wieder eine Steigerung eingetreten. Das Bulletin von heute Morgen lautet: Der Kaiser hatte eine durch Husten unterbrochene, aber sonst leidliche Nacht. Das Fieber ist niedrig. Letzteres zeigt die Nei— gung zu sinken; allem Anschein nach ist ein ge— wisser Stillstand in der Erkrankung des Kaisers eingetreten, der auf Tage hinaus die Besorgniß vor einer plötzlichen Wendung zum Schlimmsten mehr zurückgedrängt hat. Der Kaiser empfing Nachmittags um vier Uhr den Reichskanzler. Mackenzie hat der„Kreuzzeitung“ bezüglich der bekannten Vorgänge bei der Einsetzung der Ca— nüle am 12. d. Mts. eine Mittheilung zuge— sandt, welche das genannte Blatt jedoch nicht als überzeugend erklärt. Das Bulletin von heute Abend 9 Uhr besagt: Der Zustand des Kaisers hat sich heute im Laufe des Tages nicht geändert. Der Kaiser war kurze Zeit außer Bett.— 24. April. Bulletin von Vormittags 9 Uhr: Der Kaiser hatte eine recht gute Nacht. Das Fieber war heute Morgen ganz gering. Das Allgemeinbefinden ist etwas besser. Die Königin Victoria von England mit der Prinzessin Beatrice und dem Prinzen Heinrich von Battenberg sind heute früh in Charlottenburg eingetroffen. Die Herrschaften wurden im Bahnhof von der Kaiserin Victoria, dem Kronprinzen und der Kronprin— zessin, dem Prinzen Heinrich, dem Erbprinzen— paar von Meiningen und den drei Prinzessinnen— töchtern noch im Salonwagen herzlichst begrüßt, und fuhren darauf in offenem vierspännigen Wagen, — an der Seite der Königin Victoria die Kaiserin, auf dem Rücksitz der Kronprinz Wilhelm und die Prinzessin Beatrice,— nach Schloß Charlotten— burg. Auf dem ganzen Wege bewegte sich eine dichtgedraͤngte Menschenmenge, welche die Herr— schaften mit lebhaften Hochrufen begrüßte. Der Kaiser ist später aufgestanden, um die Königin von England zu empfangen. Er zog sich nach einer herzlichen Begrüßung jedoch bald zurück. Die Königin trifft mit der Kaiserin Victoria wahrscheinlich zwischen 3 und 4 Uhr heute Nach— mittag zum Besuche der Kaiserin-Wittwe Augusta in Berlin ein. Sie wird bei der Kaiserin-Mutter den Thee nehmen und sich von dort nach dem Palais begeben, welches die Majestäten als kron— prinzliche Herrschaften bewohnten. Morgen elf und ein halb Uhr Vormittags ist die englische tag besucht die Königin die britische Botschaft und wohnt später dem Gottesdienst in der eng— borenen die englische Factorei auf Cabo Luby an der afrikanischen Küste an und tödteten einige lischen Kapelle bei. Beamte. Unter den Getödteten befindet sich auch — 23. April. Heute Mittag fand eine der Director der Factorei, More. Staatsministerialsitzung beim Fuͤrsten Reichs⸗ Rumänien. Bukarest. Die rumänische Re⸗ kanzler statt. Man nimmt an, daß in derselben gierung hat die Ausführung der meisten Befestig⸗ eine Berathung über die Erweiterung der Stell- ungsneubauten, welche den ursprünglichen Be— vertretungsbefugnisse des Kronprinzen stattge- schlüssen nach bereits in diesem Jahre erfolgen funden hat, welche der Kaiser mit Rücksicht auf, seinen jetzigen leidenden Zustand angeordnet hat. Nach der Sitzung fuhr sofort der Reichskanzler nach Charlottenburg, wo er vom Kaiser zu längerem Vortrage empfangen wurde. — 23 April. Das Abgeordnetenhaus nahm nach längerer Berathung eine zum Volksschul- lastengesetz von Lubrecht und Brüel beantragte Resolution an, wonach den Lehrern nach zehn-, resp. zwanzig- und dreißigjähriger Dienst-Zeit, durch angemessene Alters-Zulagen ein gewisses Minimalgehalt zu garantireu ist. — Dem Grafen Herbert Bismarck ist nach sollte, auf das nächste Jahr vertagt. Serbien. Belgrad, 23. April. Die Skup⸗ schtina nahm die Vorlage der Regierung betr. der Militärorganisation an. Dagegen stimmten die liberale Opposition und ca. 20 Radicale.— Die„Budapester Correspondenz“ signalisirt eine in Belgrad bevorstehende Minister- und Partei⸗ Krisis. Vuic habe die Erhöhung der Verzeh— rungssteuer in Aussicht genommen, welche einer Verletzung des Handelsvertrags mit Oesterreich gleichkommen soll. — Als bevorstehend wird eine Ministerkrisis und eine Parteikrisis gemeldet. Die Skupschtina einer Mittheilung der„Börsen-Zeitung“ gestern bewilligte das Gemeindegesetz in einer Fassung, vom Kaiser der Charakter als Staats-Minister rungspartei übertrat dadurch die Verpflichtungen, verliehen worden. welche die königlichen Rechte streift. Die Regie— Baden-Baden, 23. April. Die Kaiserin welche sie dem Könige gegenüber einging. Ferner von Oesterreich ist gestern zur Begrüßung der plant der Finanzminister eine Erhöhung der Königin Victoria von England nach Muͤnchen Verzehrungssteuer in einer Form, welche den abgereist; die Erzherzogin Valerie weilt noch hier. Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn verletzt. Ausland. Schweiz. Bern, 23. April. Gestern haben hier und in Zürich größere Demonstrationen seiteus der Arbeiter gegen die jüngst vom Bun— desrathe beschlossenen Ausweisungen stattgefunden, die als Verletzung des Asylrechts erklärt wurden. Frankreich. Paris, 23. April. Auf dem Boulevard Saint Michel kam es gestern Abend anläßlich der von Seiten der Studenten aber— mals veranstalteten antiboulangistischen Kundge— bungen zu einem erusteren Zusammenstoß zwischen den Studenten und den Boulangisten. Es wur— den zwanzig Verhaftungen vorgenommmen. — Die Generalversammlung der Delegirten der Patriotenliga hat gestern mit 21 gegen 18 Stimmen beschlossen, die von dem Direktions⸗ Comité mit einer Stimme Majorität beliebte Wiedereinsetzung Deroulsde's als Ehrenpräsident der Gesellschaft für ungiltig zu erklären. Darauf hat die Minortität der Delegirten ihren Austritt Man glaubt, der König werde abermals die Fortschrittler zur Cabinetsbildung berufen. Bulgarien. Sofia, 23. April. Prinz Ferdinand begibt sich am Donnerstag in Be— gleitung von Stambuloff und Natschewitsch nach Tirnova, wo er während des Osterfestes zu verbleiben gedenkt. Die Abwesenheit des Co— burgers von Sofia wird etwa vierzehn Tage dauern. Amerika. Washington, 24. April. In der Repräsentantenkammer brachte der Republikaner Marrow einen Antrag ein, die Unionsregierung solle die Samoaner unterstützen und eine unab— hängige, aus Eingeborenen bestehende Regierung einsetzen. Der Antrag fordert den Präsidenten Cleveland auf, seine guten Dienste zur Geltung zu bringen und die gegenwärtigen Schwierig— keiten in Samoa zu beseitigen. Aus Stadt und Land. ? Friedberg. Am letzten Sonntag, den 22. April, Nachmittags 3 Uhr fand dahier im„Hotel Trapp“ eine aus der Gesellschaft erklart und sich dann sofort mit Derouldde an der Spitze als neue Patrio— tenliga constituirt. l — 24. April. Die antiboulangistischen Stu— denten beschlossen, von den gegenwärtigen öffent— lichen Manifestationen abzustehen, jedoch energisch Stellung zu nehmen, falls die Provokationen er— neuert werden. Versammlung des„Evangelischen Bundes“, an der auch verschtedene Damen theilnahmen, statt. Nach einer ein⸗ leitenden Ansprache des Schulraths Schmidt, worin er u. A. warme Worte unserem vielgellebten leldenden Kaiser Friedrich widmete, zu dessen Ehre sich die Anwesenden erhoben, und nach Vorlesung der Mitglieder-Liste— da⸗ mals 91, jetzt bereits 111— u. A. Geschäftlichem hielt Prof. Dr. Welffenbach den angekündigten Vortrag über Ulrich von Hutten. In der Einleitung seines 1½ stün⸗ digen Vortrags wies Redner eine niedrige Verunglimpf⸗ f ef. Conslitul Soldaten helm den hause da Diejenige den Aa 0 och Fer! 1 Lau Der pat tung ein 2 Hon wurde brechern Emilie“, über mi Fre hler det stehen 0 ö Bedeuku allgemel der Sch lehre ur richt; 5) emein Ber sellen hi und der meinen verhelt Mehrfe ——————— ů———ů ů gelegene hier vo herrlich 1 zuverle 13. Se vorhan! etwalge bezw. 6 — dahler. dieser 8 1 es Fi Wege st Fri 12 . 5 2 — 2 2 pelche einer Oesterteich Ninisterktisis Skupschtina get Fassung, Die Regie' pflichtungen, arn verlegt. 211 bermals die il. In der dcpublikaner anstegittung nt uuab⸗ . Nezierung Präsidenten dur Geltung Schwierig 21 t 1 1 hitlt m ber * N Aan t 6 ung dieses Mannes durch elnen Artikel des„Starken— burger Boten“ energisch zurück und betonte dem gegen: uber, daß Ulrich von Hutten, trotz mancher unleugbaren Schattenselten und trotz einer schweren Jugendverkrrung, für jeden ächt deutsch und tlef evangelisch empfindenden Mann ein Gegenstand hoher Bewunderung und Vereh- rung bleibe. Dies belegte der Vortragende durch eine mit zahlreichen Stellen aus Huttens Schriften durch; flochtene Aufrollung seines so tragisch abschließenden Lebens bildes, dem er zuletzt eine kurz zusammenfassende Würdigung des Mannes folgen ließ. Möge auch dieser Vortrag eln bescheidenes Scherflein dazu bettragen, daß unter den Evangelischen unserer Stadt und Umgegend die anhängliche Lebe zu ihrer evangelischen Kirche und das Verständniß für die Bestrebungen des„Evangelischen Bundes“ zur Wahrung der deutsch⸗protestanttschen Inte— ressen wachse. B. Bad Nauheim. Wie aus unserem Inseraten— theil ersichtlich, wird die Versammlung wegen definittver Constituirung eines Zweighülfsvereins für nothleidende Soldaten im Felde fur den Amtsgerichtsbezirk Bad-Nau— heim den nächsten Freitag, Mittags 4 Uhr, im neuen Kur— hause dahler abgehalten. Zur Theilnahme sind nicht blos Diejenigen eingeladen, welche sich in die sesther elreultren den Listen eingezeichnet haben, sondern auch die dem Verein noch Fernstehenden. Beitritts erklärungen werden während des Laufes der Versammlunz gerne entgegengenommen. Der patriotische Zweck des Vereins berechtigt zur Erwar— tung einer zahlreichen Theilnahme. Allerlei. Homburg. In der Nacht vom 21. auf den 22. April wurde hier ein Sllberdiebstahl von sehr gewandten Eln— brechern verübt. Der Diebstabl geschah in der„Villa Emilie“, deren Besitzer, Capitän Mitford, den Winter über mit seiner Familie in Frankfurt wohnt. Frankfurt. Vom 21. bis 23. Mal d. J. findet hier der Deutsche Lehrertag statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1) der deutsche Lehrertag in seiner Bedeutung für die Einigung aller deutschen Lehrer; 2) die allgemeine Volksschule? 3) die ärztliche Beaufsichtigung der Schulen; 4) die Einführung der Volkswirthschafts lehre und der Gesetzeskunde in den öffentlichen Unter— richt; 5) die Nothwendigkeit einer entschtedenen und all gemein gültigen Vereinfachung unserer Rechtschreibung. Berlin, 23. April. Etwa 3000 Schuhmacherge— sellen hier beschlossen heute die Arbeit sofort einzustellen und den Meistern einen neuen Lohntarif mit im Allge— meinen 33½ pCt. Aufschlag zu überreichen. Jeder Un— verhetrathete soll Berlin sofort verlassen, wenn seine Mehrforderung nicht bewilligt wird. Jeder, welchem der Mehrverdlenst zugestanden wird, muß von dem Mehrver— dienst mindestens zwel Mark wöchentlich zur Unterstützung der Anderen an die Strikekasse abltefern. London. in der Zeche St. Helen bel Workington am 19. d. Mts. wurden 20 Arbeiter getödtet und 10 verletzt. Handel und Verkehr. Friedberg, 24. April. Fruchtpr. Walzen M. 18.75— 19., Korn M. 14.— 14.50, Gerste M. 14.50 15.50, Hafer M. 13.50— 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Klo 200 Zollpfund. Friedberg, 25. April. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.00. Eter 2 Stück 9 Pf. Grünberg, 21. April. Fruchtpr. Wetzen M. 17.90, Korn M. 14.20, Gerste M. 14.50, Hafer M. 14.40, Erbsen M. 16.60, Linsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 5.30, Wicken M. 15.0.0 OGleßen, 24 April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.90 0.95, Eter 1 St. 4, 2 St. 9 Pf., Käse per Stück 4—7 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.80, Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 1.40— 2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.30., Ochsen-Fleisch per Pfund 58—60 Pf., Kuh- und Rind— Fleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 54-60 Pf., Hammel: Fleisch 54-64 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 13.00— 14.00. Frankfurt, 24. April. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 8—9.20., Stroh pro 100 Kilo M. 4.80—5.40., Butter pro 50 Kilo M. 80—83., Eier das Hundert M. 4.30—5., Erbsen 100 Kilo M. 17 50 bis 21.50., do. geschälte M. 20—30., Linsen M. 28 bis 45., weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6—7., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 10— 12., Endivien 100 Stück M. 20—25., Eskarol M. 15— 20., Kopfsalat M. 25 bis 50., franz. Radieschen per Pack M. 1.50., frische Aepfel 50 Kilo M. 30., franz. Erbsen per Ctr. M. 50 bis 60., franz. Bohnen per Pfd. M. 1.50. Frankfurt, 23. April. Fruchtber. Hlesiges Weizen mehl Nr. 0 M. 30.00- 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.00, Nr. 2 M. 24.00— 26.00, Nr 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00— 19.00, Nr. 5 M. 14.50— 15.50, Milchbred— und Brodmehl im Verband M. 52.00— 54.00, nord— deutsches und westfälisches Weizenmehl Nr. 00 M. 24.00 bis 24.50, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 21.25— 22.75, Nr. 0/1 M. 19.50— 20.50, Nr. 1 M. 17.00- 18.00, Nr. 2 M. 13.50— 14.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 18.75 bis 19.00, frei Bahnhof hier M. 19.00- 00.00, fremder nach Qual. M. 18.25- 20.50, Roggen hiesiger M. 14.00 Bei einer Exploston schlagender Wetter bis 00.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.00-17.50, do, zu Mahlzwecken M. 11.—00., Hafer, prima M. 4.25— 14.75, mittel M. 13.50— 13.75, Raps M. 25.50— 26.00, Mats M. 14., Erbsen M. 14.— 19, Linsen M. 20.—38., Wicken M. 13.50— 00.00, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh M. 2 50, Roggenklele M. 4.75— 5.00, Weizenklele M. 4.50— 4.75, Malzkelime M. 0.00—0.00, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.75—0.00, Retismehl M. 4.00 4.50, Chilisalpeter M. 10.75- 11 loco detatllirt. Sämmtlliche Artikel bel Abnahme von 200 Centner an. Rüböl im Detail M. 52. Frankfurt, 23. April. Vieh-Markt. Angetrieben waren 456 Ochsen, 17 Bullen, 438 Kühe, Stiere und Rinder, 272 Kälber, 116 Hämmel, 202 Schweine, 1 Schaflamm und 1 Zlegenlamm. Die Prelse stellten sich wie folgt: Ochsen pro 100 Pfund Schlachtgewicht: 1. Qual. M. 56 bis 58., 2. Qual. M. 47.—50., Bullen 1. Qual. M. 38 bis 40., 2. Qual. M 35.—37., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50.—52., 2. Qual. M. 40.—46., Kälber pro 1 Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 50— 55 Pf., 2. Qual. 45— 50 Pf., Hämmel 1. Qual. 54—56 Pf., 2. Qual. 44— 46 Pf., Schweine 1. Qual. 48— 49 Pf., 2. Qual. 45—47 Pf. Literarisches. Daheim Nr. 29 enthält: Zum dritten Male. Forts. — An Ulrich von Huttens Geburtsstätte. Von J. Pistor. — Des großen Kurfürsten letzter Rathstag. Von F. von Köppen.— Ein Gastmahl in Rom. Von P. Kaiser. Mit 2 Illustr.— Winke für die Kultur unserer Zimmer⸗ pflanzen. Von J. Simonsen.— Zu unsern Bildern: Verloren, und Ratzenjammer.— Die Stuten des Propheten. Gedicht von Fr. Schanz.— Die üblichen Beilagen. Für die Ueberschwemmten gingen weitere Gaben ein: Von A. Haas in Bönstadt 3 M., W. Weitz Wittwe in Bönstadt 1 M, R. N. 5 M., Pfarrer Th. in Friedberg 3 M., Ludwig Müller, Löwen⸗ hof, 10 M. Um weitere Gaben wird freundlichst gebeten. Die Expedition des Oberheisischen Anzeigers. Jeraelitischer Gotteedienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 28. April 1888. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 35 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittogs 4 Ubr. Sabbathausgang 8 Uhr(Lag, B, Omer) Wochengottesdienst von Sonntag den 29. April an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 55 Min.(O mergebet.) Sonntag den 29. April 1888: Lag, B, Omer. Oeffentliche Aufforderung. Nachdem Georg Arbogast Freiherr von und zu Francken— stein in Ullstadt darum nachgesucht hat, verschiedene in den Gemarkungen Friedberg, Ockstadt und Straßheim gelegene Immobilien, über welche Grundbuchsauszüge da⸗ hier vorgelegt worden sind, dem früher errichteten Frei- herrlich von Franckenstein'schen Familien-Fideieommiß ein. zuverleiben, werden in Gemäßhelt des Gesetzes vom 13. September 1858 alle hlerbet Bethetligten und etwa vorhandene unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, etwaige Einsprüche gegen die Fideleommiß Errichtung, bezw. Ergänzung desselben binnen einer Frist von drei Monaten dahter vorzubringen, als sonst nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist, ohne Rücksicht auf solche Einsprüche, Beur— kundung dahin, daß der Errichtung, bezw. Ergänzung des Fideleommisses in rechtlicher Bezlehung nichts im Wege stehe, ertheilt werden wird. Friedberg den 22. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 1226 0 Sellheim. Bauarbeiten. Nachstehende Arbelten an dem Hauptgebäude auf dem Schwalheimer Mineralbrunnen, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu 19 M. 75 Pf., 182 5 Zimmerarbeit„„ Dachdeckerarbeit N Schlosserarbeit i Trägerlieferung„ Weiß binderarbelt l„ Spenglerarbelt 66 sollen öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Be— dingungen liegen auf unserem Büreau zur Einsicht offen und Angebote sind längstens bis zum 3. Mat d. J. bei uns einreichen. Bad Nauheim den 23. April 1888. Großherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. Jäger. 1616 für zwei Realschüler einen guten bürgerlichen Mittags- tisch, am llebsten bei einem Lehrer. Gefl. Offerten mit Preisangabe sub H. 8. nimmt die Exped. des Anz. entgegen. 1618 Eine Grube Pfuhl ist abzugeben. Auskunft bei der Exp. d. Anz. 1624 Ein braver Junge kann in dle Lehre treten bel Friedberg. Ch. Cordes, Schreiner. Corsetten äußerst billig bei J. Keim, vorm, K. Friedrich, Katserstr. 77, neben der Post. e Englische Tüll-Vorhänge, 100 Centim. breit, in weiß und créème, per Meter von 45 Pfg. an. J. Fürth's Erben. 1631 3 Kinder, ernährt mit 459 Timpe's Kindernahrung,“) gedeihen vorzüglich. Tausende von Erfolgen. „A 80 und 50 Pf bel W. Bernbeck. 2 Schneidergesellen für sofort gesucht. J. Kolter, Bad Nauheim, 1634 Friedrichstraße Nr. 246. Die Schuldner der evang. Kirche und Pfarrei Staden werden hiermit in Kenntniß gesetzt, daß sie ihren Verpflichtungen gegen die Kirche und Pfarrel, betreffend Zinsen, Pacht und Holzgelder ꝛe., bis Ende April eines jeden Jahres nachzukommen haben, widrigenfalls unser Rechner die Rückstände auf gerichtlichem Wege sofort eintrelben wird. Staden den 19. April 1888. Für den Klrchenvorstand: 1596 Fertsch, Pfarrverwalter. Einen guten Zughund 1620[hat zu verkaufen 1627 Ch. Welßenbach. Wiener Puddingapulver in verschiedenem Fruchtgeschmack empfiehlt 1630 J A. Windecker. Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen machen. Ferner fahren Dampfer des Uorddeulschen Lloyd O stasien Australien Näheres bel dem General-Agenten Chr. Emil Derschow, Offenbach u. M., 99 oder dessen Agenten Isidor Schulhof, Friedberg, N. Splegelbherger in Butzbach, August Kratt in Butzbach. 1 Geschäfts⸗Verlegung. Meine Metzgerei und Wurstgeschäft befindet sich von heute an Kaiserstraße, im früher W. Hanstein'schen Hause(neben Herrn L. Rappolt). Bitte ferner um ge⸗ neigten Zuspruch. Friedberg den 25. April 1888. 1626 Achtungsvoll August Neuhof, 116 Kaiserstraße 116. Hleesumen, Ia Pfälzer und Luzerner, Grassamen in allen Mischungen, Birginia-Pferdezahn-Mais. 1536 Theis& Müller. . Pilz-, Seiden-& Krohhute. Fonnenschirme“Damen) in den neuesten Dessins bei Fritz Schmidt, Kaiserstraße. Herrenstrohhüte in braun und baige von 1 M. an. Atlas⸗Sonnenschirme in allen Farben v. 2 M. 80 an. Größtes Lager am Platze und 1585 billigste Bedienung. CCC—T—T—T—T—P————— Eine Wohnung mit 4 Zimmern, nebst allem Zubehör hat zu 43 1 5 Andreas Müller, 1619 Haagkstraße 506. Medicinal Toayer, chem. untersucht von Professor Dr. Dietrich, Marburg, vom Weinbergebesitzer Ern. Stein in Erdö-Bénye bei Tokay, garantirt rein, als vorzügliches Stärkungsmittel bei allen Krank- heiten empfohlen, verkauft zu Engros-Preisen W. 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Die eonstttutrende Generalversammlung des Zweig⸗ hülfsverelns für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde(vom rothen Kreuze) für den Amts⸗ gerichtsbezirk Bad-Nauheim wird Freitag den 27. April J. Is., Nachmittags 4 Uhr, im neuen Kurhause dahler abgehalten. Die Statuten sollen berathen, der normale Jahresbeitrag festgesetzt, der Vorstand gewählt und über diverse anderweite Punkte Beschluß gefaßt werden. Um recht zahlreiche Betheiligung wird gebeten; Beltritts⸗ erklärungen werden auch gelegentlich der Versammlung entgegengenommen. Bad⸗Nauheim den 23. April 173 4 Bauer, 1623 Oberamtsrichter. Das Neueste in Sonn-& Regenschirmen empfiehlt zu den billigsten Prelsen J. Keim, n vorm. K. Friedrich neb. d. Post. Tapeten in großer Auswahl vorräthig bei 1261 Georg Gross. Briefbogen mit neuen Ansichten von Friedberg und Bad⸗Nauheim bel Carl Bindernagel in Friedberg. 2 neue Pianino, eines in Nußbaum, das andere in Schwarz, werden zum Fabrikpreis abgegeben. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers. 1505 b Für Confirmanden neu eingetroffen in großer Auswahl N schwarze u. farbige Cachemirs 1403 billigst bei [Gebr. Strauss, vis-à-vis der Post. Für Aerzte. Rechnungen für Gemeinden vorräthig bei Carl Bindernagel. Cementirer finden dauernde Beschäftigung bei(H. 62198.) Chr. Petri III., 1595 e Wa 23. Todes. Anzeige. 1 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Dorothea Laiser nach langem schweren Letden dem Herrn sanft entschlafen ist. Friedberg, 24. April 1888. Die trauernden Hinterbliebenen. 53 Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 uhr statt. 10 Besondere Einladung erfolgt nicht. 1625 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unserer geliebten Gattin, Mutter, Tochter und Schwester Frau Elisabethe Gottmann, geb. Sauer, sagen tiefgefühlten Dank Herren- und Damen-Sannen-Schirme e in größter Auswahl und zu sehr billigen Preisen empfiehlt 1598 C. Kalbfleisch. 1629 Die 1 e Verantw. Red.: Carl e Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Der heutigen Nummer des Anzeigers liegt bei: wir der besonderen Aufmerksamkeit unserer Leser empfehlen. Rechenschaftsbericht der nationalliberalen Partei über die letzte Reichstags Session, den 1617 In billen leic ausdrückll aufs gew zu lassen sicherungs 100 sorg stände ein sowohl be dürfen ve wenn Iht lage des sicherung jollte. U scherungs geeigneten Agenten f ihrer Mo erstatten, W̃ haͤltnissen eine eint nehmen wägung! u hoch Betrefft 2 W Verhältn mehrfach den davo und zur sehen, J. mals zus Ne sicherung⸗ wenigsten wohl die nossenschg oldnet, einen Lol kreten d. vorstand, von Hoch gewerksbe Tiefbaute e ihres J nehmer oder die 8 d Gs sind alle Ma keinen früher 1