* ö ul, m detba m Janelle Nm ** du den 9 dt, Laa, 7 ge, in Hosen Fertsch. — 11 1888. Donnerstag den 25. Yctaber. 126. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. auswärtigen Einsendern( 1 Annoncen: die einspaltige 350 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Friedberg den 23. Oktober 1888. Düngung, Tief- und Drillkultur halten wird. Friedberg, 20. Oetober 1888. terher abzuliefern. Mainz den 22. Oktober 1888. Amtlicher Theil. Ef tn ach u eng b Auf Kosten der Kreiskasse soll ein 50 jähriger Mann bei einer Familie in Pflege gegeben werden. ei unterzeichneter Behörde vorbringen, woselbst auch nähere Auskunft ertheilt wird. Bekanntmachung. Reflectanten wollen ihre Offerten Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. 1 Sonntag den 28. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, findet bei Frau Gastwirth Philippi in Melbach eine Versammlung der Sektion Friedberg des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg statt, in welcher Landwirthschaftslehrer Dr. Tobisch einen Vortrag über künstliche Zu dieser Versammlung werden nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern auch alle soustigen Freunde der Landwirthschaft ergebenst eingeladen. Steckbrief. Derselbe hat sich der Fahnenflucht dringend verdächtig gemacht. Der Sektions-Vorsitzende: Reitz. Personen, bezüglich deren Aufenthaltsort Auskunft begehrt wird: 1) Weber, August, von Diedenbergen.(F. 629/88.); 2) Farrenkopf, Gottlieb, von Gettingen— euern(V. 16/88.); 3) Etfert, Heinrich, von Nieder-Moos(B. 475/88.); 4) Schreiner, Valentin, von Maar(B. 284/88.) Der Großherzogliche Amtsanwalt Hill. Der Musketier Peter Brambier, der 6. Compagnie 1. Nassausschen Infanterie Regiments Nr. 87, hat sich in der Nacht vom 15. zum 16. Oktober d. J. ohne erlaub von seiner Compagnie entfernt und ist bis jetzt nicht wieder zurückgekehrt. twilbehörden werden dienstergebenst ersucht auf den ꝛc. Brambier zu viglliren, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und an die nächste Militärbehörde zum Weitertransport Alle Militär- und 2. Bataillon Infanterie-Regiments Nr. 87. Signalement: Vor- und Zunamen Peter Brambler, Alter 22 Jahre, Größe 1m U 75 em, Geburtsort Rommelshausen, Kreis Büdingen, Großherzogthum Hessen, Jörperbau stark, Haare blond, Stirn gewöhnlich, Augenbrauen blond, Augen blaugrau, Bart ohne, Nase spitz, Mund gewöhnlich, Gesichtsbildung länglich, Gestalt gesetzt, Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen: Auf dem linken Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger einen eingeäzten Anker, Fehlen des oberen rechten Schneidezahnes. bekleidet war derselbe mit einem Waffenrock, einer Tuchhose, eine Feldmütze, einer Halsbinde und einem Hemd. Darmstadt, 22. Oetbr. Der Großherzog legab sich heute nach Baden Baden, um der Bei— tzung der Leiche der Herzogin von Hamilton leizuwohnen und kehrte Abends hierher zurück. — 24. Okt. Prinz Heinrich von Preußen taf heute Nachmittag von Wien hier ein. — Das Befinden des Prinzen Alexander ton Hessen, welcher bekanntlich an einem chro— ischen Unterleibsleiden erkrankt ist, gibt nach pie vor zu Bedenken Veranlassung. In den tzten Tagen sind wiederholt auswärtige Spe— alitäten, u. a. Professor Kußmaul aus Straßburg, ir ärztlichen Consultation herangezogen worden. Deutsches Reich. N 1 * K N f . U f 7 1 1 — Der Kreisassistenzarzt Dr. Drescher zu hrünberg wurde zum Kreisarzt in Schotten er— int, das Ehrenzeichen für Mitglieder frei— illiger Feuerwehren wurde den Mitgliedern er freiwilligen Feuerwehr zu Offenbach Ahrens ud Schiemer ertheilt. Berlin. Von bestunterrichteter Seite wird ter„Börsenzeitung“ geschrieben, daß die Nach— icht von der nahe bevorstehenden Hochzeit der Prinzessin Viktoria mit dem Fuͤrsten Alexander bon Battenberg nicht mehr in dem Maße auf Widerspruch stoße, wie früher. — Der„Kreuzztg.“ wird aus Petersburg gemeldet, daß der Besuch des Kaisers Alexander Berlin für Mitte November als ziemlich scher in Aussicht zu nehmen sei. Der Kaiser hünsche dem am 15. November zu feiernden jährigen Regierungsjubiläum des Königs von Dänemark beizuwohnen und werde die Reise lich Kopenhagen zu dieser Jahreszeit schwerlich soch zur See angetreten werden können. — Die umlaufenden Gerüchte über eine be— gorstehende gemeinsame englisch-deutsche Opera— gon an der ostafrikanischen Küste können, wie das„Fr. J.“ aus bester Quelle vernimmt, in Ir Hauptsache als zutreffend bezeichnet werden. edenfalls ist aber dabei zu bemerken, daß die erhandlungen, welche in dieser Sache das g ropäische Interesse einer Wiederherstellung ge— dneter Verwaltungszustände in den Vorder— grund zu bringen bezweckten, bereits eingeleitet waren, ehe auch die englische Position an jener Küste ins Wanken gerathen war. Man darf demnach erwarten, daß jetzt auf englischer Seite die Geneigtheit, diese Verhandlungen ernsthaft zu führen und zu raschem Abschluß zu bringen, um so mehr vorhanden sein wird. Die in Aus— sicht genommene Parallelaction durfte also nicht allzulange auf sich warten lassen. — Nach neueren Nachrichten aus Ostafrika befindet sich die ganze, zum Sultanat Sansibar gehörige Küste in Aufruhr. Speciell in der Um gegend von Bagamoyo herrschen Mord und Plünderung, während dieser Ort selbst infolge der Anwesenheit eines deutschen Kriegsschiffes“ ruhig geblieben ist. Der Handel mit dem Innern ist völlig unterbrochen, wodurch sowohl die deutschen Kaufleute in Sansibar als besonders die indischen Händler, welche in den Küstenhäfen! des Festlandes angesessen sind, großen Schaden erleiden. Die Sachlage ist eine derartige, daß weder der Sultan noch die deutschsrostafrikanuische Gesellschaft im Stande sind, die Bestimmungen des im Frühjahr 1888 abgeschlossenen Vertrages auszuführen, nach welchem die Verwaltung und die Zollerhebung in dem südlichen Theile der festlaͤndischen Besitzungen des Sultans auf die Gesellschaft übergehen sollten. Die beiden Deut— schen Meyer und Baumann sind glücklich von Pangani in Sansibar angelangt. Sie wurden von den Aufständischen in Ketten gelegt, ge peitscht und wie Sklaven behandelt. Leben und Freiheit sollen sie nach den englischen Berichten lediglich den Bemühungen einiger britischen In⸗ dier verdanken, welche Lösegeld für sie zahlten. — In einem Erlasse hat der Minister des Innern den Regierungspräsidenten die Förde— rung des Handfertigkeits Unterrichtes empfohlen, da die auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen den Beweis geliefert haben, daß der Handfertig— keits-Unterricht durch die Anleitung zur praktischen Arbeit ein wirksames Hilfsmittel der Erziehung, insbesondere in öffentlichen Erziehungs- und Besserungsanstalten werden kann. Hamburg. Dem„Hamb Korresp.“ zufolge sagten ihre Theilnahme an der Zollauschlußfeier am 29. Oktober folgende von der Stadt einge— ladenen Personen zu: Fürst Bismarck, Graf Moltke und die Minister v. Bötticher, v. Goßler, v. Scholz, Bronsart v. Schellendorf, Graf Bis— marck, Herrfurth, Admiral Graf Monts. Alle Bundesstaaten senden Vertreter. Die Liste der officiellen Theilnehmer umfaßt bisher außer dem Kaiser und dessen Gefolge 194 Personen. Stuttgart. Dem„Berl. Tagbl.“ wird aus Paris berichtet, daß der König von Würt— temberg bei seiner Ankunft in Nizza mit Pfeifen und dem Rufe:„Nieder mit Preußen“ empfangen worden sei. Straßburg, 23. Okt. Der Statthalter Fürst Hohenlohe ist heute wieder hier eingetroffen. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 23. Okt. Prinz Heinrich von Preußen ist gestern Vor— mittag hier eingetroffen. Der Kaiser und der Kronprinz empfingen ihn auf dem Bahnhofe und begrüßten ihn auf das herzlichste. Prinz Hein— rich trug die Uniform eines österreichischen Cor— vettencapitäuns. Später wurde der Prinz vom Kaiser empfangen und dankte er demselben für seine Ernennung zum Corvettencapitän. Dem Dejeuner wohnte auch der deutsche Botschafter Prinz Reuß bei. Prinz Heinrich wohnte gestern Nachmittag dem Diner beim Erzherzog Albrecht bei, an welchem auch der Kaiser, der Kronprinz, die übrigen Herzöge und der deutsche Botschafter Prinz Reuß theilnahmen. Nach herzlicher Verabschiedung reiste Prinz Heinrich Abends nach Darustadt. Frankreich. Paris, 22. Okt. Den Mel— dungen aus Havre zufolge wurde das abgerissene und beschädigte Schild des deutschen Consulats auf Veranlassung des Unterpräfekten wieder her— gestellt. Dasselbe wird nunmehr durch einen Centralcommissär des Unterpräfekten ins Con— sultatsgebäude geschafft und in Gegenwart der beiden Beamten an der Fagade des Consultats— gebäudes wieder befestigt werden. Spanien. Madrid, 21. Okt. Der Mi⸗ nisterrath einigte sich in der gestrigen Sitzung über die Frage, die militärischen Reformen be— treffend, so daß die Ministerkrisis als beseitigt gilt. Die Cortes werden Mitte December ein— berufen, um über militärische Reformen zu be— rathen. Bulgarien. Sofia. Der„Pester Naplo“ bringt bezüglich Bulgariens Aeußerungen eines hervorragenden Diplomaten, wonach dem Prinzen Ferdinand die Gefahr der Vertreibung drohe, so lange er von den Mächten nicht anerkannt worden sei und im bulgarischen Volke keinen Anhang besitze. Zwischen dem Fuͤrsten und Stambulow herrscht kein Einklang. Thatsäch lich hätten zwischen Beiden vor einiger Zeit Mißhelligkeiten geherrscht und Stambulow neige heute sichtlich mehr zu Rußland. Rußland. Petersburg. Nach einer Mel— dung des„Grashdanin“ aus Baku versprach das Kaiserpaar den Merw-Turkmenen seinen Besuch. Aus Stadt und Land. H. Friedberg, 22. Oet. Trotzdem der heutige Herbst⸗ Pferdemarkt schwach besucht war, fanden doch zahlreiche Verkäufe von Pferden und Fohlen statt. Die Händler hatten gute Fohlen verschiedenen Alters in den Ställen untergebracht, der Marktplatz war mit Fohlen und Pferden verschtedener Gattung zum Verkauf bestellt und verursachten besonders hier die Zigeuner mit ihren zum Verkauf feilgebotenen„edlen Rossen“ ein bewegtes Treiben. Jedenfalls ist das Zurücksein mit den Feld— arbeiten der Oekonomen, gleichwie an andern Orten, der Hauptgrund des diesmaligen schwachen Besuches ge wesen. Es sind uns zwischen 70 und 80 Verkäufe be— kannt geworden und bewegte sich das Geschäft haupt sächlich in Arbeitspferden, es haben hierin sogar einige Pferdehändler ausverkauft. Es wurden Verkäufe bis zu M. 1200. das Stück abgeschlossen. Für 21 jährige Fohlen stellten sich die Preise bis zu M. 1100. das Paar. Diesem entsprechend bewegten sich auch die Pretse in 1½j jährigen und Saugfohlen. Die Prämitrung von Fohlen seitens des Staates, des Landes Pferdezucht— vereins und des Pferdemarkt Comité's fand am Montag Vormittag durch Landstallmeister von Willich in Ge— meinschaft mit der Prämtirungs-Commission statt. Es wurden prämiirt für 2½“ und 11½j̃ährige Fohlen fol gende Besitzer: 1) Konrad Haub XVII. in Nieder-Weisel 50 M.; 2) Heinrich Ruppel in Kloppenheim 50 M.; 3) Bürgermetster Bopp in Bellersheim 40 M.; 4) Hau— mann in Rockenberg 40 M.; 5) Wilhelm Küchel in Butz 30 M.; 6) Georg Landvogt in Rockenberg 30 M.; 7) Philipp Best II. in Bruchenbrücken 30 M.; 8) Karl Wilhelm Schaubach in Nieder Florstadt 20 M.; 9) Karl Heil in Butzbach 20 M.; 10) Konrad Seib in Trais Münzenberg 20 M.; 11) Wilhelm Kuͤchel in Butzbach 20 M.; 12) Heinrich Oblemetz in Gambach 20 M.; für Saugfohlen: 13) Hermann Straßheim in Griedel 15 M.; 14) Georg Jehner II. in Schwalheim 15 M. Am Dienstag ging's ziemlich ruhig her. Die Commission beschäftigte sich mit dem Ankauf von Fohlen zur Verloosung, der leider sehr erschwert wurde durch die von einigen Pferde— händlern verlangten erböhten Preise. d. Friedberg. Die allgemein günstige Aufnahme, welche das im Frühjahr d. J. im Hötel Trapp veran stalt'te Militär Concert gefunden hatte, hat den Besitzer desselben zu dem Vorhaben veranlaßt, für die kommende Wintersaison einen Cyklus von Künstler- und Militär Coneerten zu veranstalten, welche am nächsten Sonntag ihren Anfang nehmen werden. An dlesem Tage wird die Kapelle des Hessischen Jäger- Bataillons aus Marburg unter Leitung ihres Kapellmeisters H ntze ein auserwähltes Programm zum Vortrag bringen und wollen wir nicht verfehlen, die Einwohnerschaft Friedbergs und der Um gegend hierauf aufmerksam zu machen, da eine belfällige Aufnahme des gewiß allseitig bewillkommneten Unter; nehmens die Ausführung des Profektes sichern würde. s. Friedberg Die erste Probe-Vorstellung der Gießener Theatergesellschaft bot ein Schausplel, wie es in der„kunstliebenden“ Stadt Friedberg wohl noch nicht gesehen worden ist— vostreffliches Spiel vor leeren Stuͤhlen! Der Grund ist einfach: Die Annonee sprach von„Casinotheater“, ohne Angabe des Preises der Billete und der Verkaufs-Stellen, wodurch von vornherein der Irrthum erregt wurde, es handle sich um eine Theater— Vorstellung innerhalb der Castnogesellschaft. Allerdings sollten die Theaterzettel hierüber Aufklärung geben, allein die Vertheilung derselben fand viel zu spät statt, wenn hier überhaupt von einer Vertheilung die Rede sein kann. Denn soweit aus der Thatsache, daß in keine von einer ganzen Reihe sich für das Theater interessirender und darüber befragter Familten Theaterzettel gelangten, ein Schluß auf die unbefragte Menge zuverlässig ist, muß der betreffende Zettelträger sich seines ausdrücklichen Auf— trages, von Haus zu Haus zu gehen, in merkwürdiger Weise entledigt haben. Hoffentlich wird die Direetkon in ihrem eigenen Interesse bet den hoffentlich nicht auf— gegebenen weiteren Vorstellungen für bessere Publikatlon sorgen, was am sichersten durch detaillirte Anzeigen in unserem Anzeiger bewirkt werden dürfte, auch mit Rücksicht auf die Theaterfreunde der Umgegend, insbe— sondere von Bad Nauheim. r. Bad Nauheim. Die Anzahl der Volapük-Kun⸗ digen und Erlernenden der ganzen Welt wird bereits auf zwei Milltonen geschätzt Gießen. Der Reinertrag vom Lutherfestspiel be— ziffert sich nach nunmehriger Feststellung auf 4200 und einige Mark; die Kosten betrugen 6800 Mack. Allerlei. Paris, 21. Okt. In einer gestern in Lyon abge— haltenen Conferenz erklärte Lesseps, der Panamacanal würde Juli 1890 eröffnet werden. Rom Die Zahl der Verunglückten beim Erdrutsch bei Potenza ist bedeutend größer, als anfangs gemeldet wurde. Die Rettungsarbetten werden andauernd durch starken Schneefall gestört. Die Telegraphen Leitung ist zerstört. Die Zahl der Passagiere, welche sich in dem verunglückten Zuge befanden, wird auf 350 bis 380 ge— schätzt. Die Zahl der Geretteten ist schwer festzustellen, weil viele derselben die Unglücksstätte eiligst verließen. Handel und Berkehr. Friedberg, 23. Oet. Fruchtpr. Watzen M. 19.50 bis M. 00.00, Korn M. 16.20- 00.00, Gerste M. 15.50 bis 16.00, Hafer M. 13.00— 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 24. Oetbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75—0.90. Eter 2 St. 13 Pf. Grünberg, 20. Okt. Fruchtpreise. Weizen M. 19.50, Korn M. 16 20, Gerste M. 14 00, Hafer M. 13.20, Kartoffeln M. 3.50. Gießen, 23. Oetbr. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80- 0.85, Eter 1 St. 6—7 Pf., 2 St. 00 Pf., Käse per St. 4—8 Pf. Tauben per Paar M. 0.40— 0.60, Hühner per Stück M. 0.90— 1.00, Hahnen per Stück M. 0.90— 1.10, Enten per Stück M. 1.30— 1.70., Ochsen-Fleisch per Pfund 60—68 Pf., Kuh- und Rind- Fleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 54—64 Pf., Kalbfleisch 4046 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 4.00—5.00., Weißkraut per Stück 8 Pf. Frankfurt, 22. Oetbr. Fruchtbericht. Hies. Weizen— mehl Nr. 0 M. 32—34, Nr. 1 M. 29.00—31.00, Nr. 2 M. 27— 28, Nr. 3 M. 25.50 26.50, Nr. 4 M. 21— 22, Nr. 5 M 18.00-19.00, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 55.50— 58.50, norddeutsche und westfälische Weizen mehle Nr. 00 M. 27.50— 28.50, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M 26 27, Nr. 0/1 M. 24— 25, Nr. 1 M. 22 bis 23, Nr. 2 M. 18.50— 19.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 18.50- 18.75, frei Bahn hier M. 19.50 bis 19.75, kurhessischer M. 19.75— 20, norddeutscher M. 19.75, russische Sorten M. 22.25 22.75, Roggne hlesiger M. 16.25— 16.75, russischer M. 16.60—16 70, Gerste, Wetterauer, M. 16.25 16.50, Ried und Franken M. 16.50— 16.75, Saal und ungarische M. 19—2ʃ, Hafer, prima M. 14.75— 15, mittel M. 14 14.25, Ray M. 27.50.— 28.50, Mals Me. 14.25, Erbsen M. 00—00, Roggenkleie M. 4.75— 5.00, Welzenkleie M. 4.25— 4.50, Malzkeime M. 0.00 0.00, Moostorfstreu prima M. 1 35, Spelzspreu M. 1.50 1.60, Kartoffeln per 100 Kilo“ M. 4.50—5 steigend. Chllisalpeter per Februar⸗März 1889 M. 9.70— 9.80 ab Harburg. Sämmtliche Artikel bel Abe nahme von 200 Centner an. Rüböl im Detail M. 62.— 6, Frankfurt, 22. Oet. Viehmarkt. Angetrieben waren 442 Ochsen, 27 Bullen, 602 Kühe, Sttere und Rinder, 248 Kälber, 312 Hämmel, 622 Schafe und 385 Schweine, Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht- Ochsen 1. Qual. M. 61-64, 2. Qual. M. 5258, Bullen 1. Oual. M. 39— 40, 2. Qual., M. 36— 38, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50— 52, 2. Qual, M. 40— 44, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlacht gewicht 60—65 Pf., 2. Qual. 5458 Pf., Hämmel 1. Qual. 58 Pf., 2. Qual. 56 Pf., Schafe 1. Ougl 38 Pf., 2. Qual. 34 Pf., Schweine 1. Qual. 54 bis 55 Pf., 2. Qual. 52— 54 Pf. 1 Frankfurt, 23. Oet. Engros-Markt. Heu pro 100 Kilo M. 8.60 10.80, Stroh pro 100 Kilo M. 700 bis 8.80, Butter pro 50 Kilo M. 80 bis 83, Eier das Hundert M. 6.00—7, Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 23.00, do, geschälte M. 20-30, Linsen M. 34 bis 52, weiße Bohnen M. 23— 25.50, Mohrrüben 50 Kilo M. 4 bis 5., Preißelbeeren per Pfund 20— 25 Pf., Kartoffeln M. 6.00— 7.00, Blumenkohl 100 St. M. 20— 30, Kopfsalat M. 3— 5, Sellerteköpfe 100 Stück M. 8-10, Pfirsiche per Pfd. 70 Pf., Nüsse 100 Stück 40—50 Pf., Zwetschen per Pfd. 5—6 Pf., Aepfel per Pfd. 6 10 Pf., Birnen per Pfd. 5— 15 Pf, Melonen per Stuͤck M. 0.603, Trauben von 15 Pfennig an per Pfund, Einmachgurken 100 Stück M. 1.— 1.20, italienische Kastanien 30 34 Pf., Quitten 20—25 Pf., Haas M. 3.00 4.00. Literarisches. Daheim Nr. z enthält: Tino Photinos. Forts.— Aus der Franzosenzeit im Jahre 1688. Von Th. Schott. — Bernauischer Brei. Forts.— Am Familientisch; Aus den Kaisermanövern. Mit Bild.— Walter Flrle. Mit Porträt.— Im Trauerhause. Mit Bild.— Auch elne Farbenlehre. Von C. Meinhof.— 2 Beilagen. Geld⸗Cours. Frankfurt am 23. Oetober 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20-Frankenstücke e 16. 16 16 do. n 5 16.14 15 10 Englische Sovereigns 20. 38 20. 33 Russische Imperiales.„ 106, e Duecgte n 9.65 „ al ard, 9. 65 Dollars in gold 9 4. 16 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 27. October. Beginn: Freitag Abends 4 Uhr 25 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 15 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 5 Uhr 30 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 28. Ockober an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr 15 Min. 2 Buxkin⸗Stoff, genügend zu einem ganzen Anzuge(8 w 30 em), reine Wolle und nadelf. zu M. 7.75, Kamm⸗ garn⸗Stoff, reine Wolle, nadelf. zu einem ganzen Anzuge zu M. 15.65, schwarzer Tuchstoff, reine Wolle, nadel⸗ fertig zu einem ganzen Anzuge zu M. 9.75 versenden direct an Private portofcei in's Haus Buxkin-Fabrik⸗ Depot Oettinger& Co., Frankfurt a. 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Anz. 3838 Schreibhefte, nach ver neuen Vorschrift der höheren Behörde auf dunkles, gutes Papier mit schwarzen Linien angefertigt, sind für Händler zum Wiederverkauf vorräthig bei . 8 in Friedberg. Todes. Anzeige. ge. 9 Freunden und Bekannten hierdurch die schmerz. liche Nachricht, daß mein Vater 1 Heinrich Heil II. am 21. d. Mts. nach kurzem Leiden und Lebensjahre sanft dem Herrn ent dahier vollendeten 81. schlafen ist. 2. October 1888 Holzhausen, 22. Georg Heil III., 3829 Gastwirth zum Stern. Todes. Anzeige. Hiermit die traurige Mittheilung, daß Mittag 3/12 Uhr unsere innigstgeliebte, unver geßliche Frau, Mutter, Tochter und Schwägerin Elise Berg, geb. Steuernagel, nach langem, schweren Leiden im Alter 33 Jahren sanft dem Herrn verschieden ist. Friedberg, 22. October 1888 Die trauernden Hinterbliebenen. —— 3 2 N 8 * von Donnerstag Nachmittag Schillerplatze 39836 Die Beerdigung findet 3 Uhr von meiner Wohnung am aus statt. Unterrichts-Anstalten des Local⸗Gewerbvereins Friedberg. Werktagsabendschule. Der Beginn des Unterrichts ist auf Montag den 29. Oktober 1888, Abends 8 Uhr, festgesetzt und findet folgendermaßen statt: Montag, 8 9 Uhr: Naturlehre, 1 9—10„ Buchführung, Dienstag, 8— 9„ Geometrie, 0 9-10„ Rechnen, Mittwoch, 8— 9„ Rechnen, 5 9-10„ Baumaterialienkunde, Donnerstag, 8— 9, Aufsatz. Unterrichtslocal im städtischen Schulhause. Sonntagszeichenschule. Der Unterricht wird wie im Sommer auch für den Winter⸗Cursus sich auf Freihand⸗, Ornament⸗, geometrisches und Fachzeichnen, sowie Lehre in darstellender Geometrie erstrecken. Unterrichtslocal: Die Säle des Local-Gewerbvereins. Erweiterte Handwerkerschule. Der Unterricht wird in ähnlicher Weise wie im Wintersemester 1887/88 ertheilt und beginnt am 30. Oktober 1888 und zwar nach folgendem Lehrplan: Dienstag. Mittwoch. Donnerstag. Freitag. 8-10 Uhr Freihandzeichnen I.] Fachzeichnen J. Rechnen J. Fachzeichnen J. Geometrie II. Darst. Geometrie 1I.] Fachzeichnen II. Rechnen II. 10-2 Uhr Fachzeichnen J. Fachzeichnen J. Bau-Constructions-] Fachzeichnen . Rechnen II. Geom. Zeichnen II.] lehre J. und II. E und 22* 2 8 Fachzeichnen J. 5 Bau⸗-Materialien⸗ f n Darst. Geometrie u.. kunde J. und II. Mee staturlehre ö I und II. Unterrichtslocal: Säle des Local-Gewerbvereins. Das Schulgeld für die Sonntags-Zeichenschule mit der Werktags-Abendschule beträgt 80 Pf. pr. Monat, für Söhne von Mitgliedern 40 Pf. Das Schulgeld für die erweiterte Handwerkerschule beträgt 1 Mark pr. Monat. Für ältere Gewerbetreibende, Gesellen und Handwerksmeister, welche sich die Bibliothek und reichlichen Unterrichtsmittel, Musterzeichnungen u. s. w. des Local-Gewerbvereins nutzbar machen wollen, ist die Einrichtung des offenen Zeichensaales getroffen, in welchem sie Copien von Zeichnungen selbst, oder mit Hülfe des Lehrers anfertigen, sich Rath und Belehrung in technischen und gewerblichen Angelegenheiten holen können; auch können, soweit thunlich, durch Schüler unter Anleitung des Lehrers gegen geringe Vergütung Zeichnungen, Copien und Pausen angefertigt werden. Alle Gewerbetreibende des Kreises, sowie alle Diejenigen, welche ihre Söhne für das Handwerk ausbilden wollen und zur Hebung des Gewerbestandes beizutragen gewillt sind, werden ersucht, Anmeldungen von Schülern bis zum Beginn der Schule an den Vorstand des Local-Gewerbvereins oder an den Hauptlehrer, Herrn Architekt Bronner, gelangen zu lassen, woselbst auch jede weitere Auskunft bereitwilligst ertheilt wird. Friedberg im Oktober 1888. Der Vorstand des Local-Gewerbvereins. Georg Hieronimus, Vorsitzender. 5 N 8 2 Hotel zum Riesen. Hanau ga. Main. Haus ersten Ranges— Centrale Lage— Omnibus am Ostbahnhof— hält sich dem geehrten reisenden Publikum unter Zusicherung einer vorzüglichen Bewirthung bei mäßigen Preisen aufs Beste empfohlen. Rechnen I. Freihandzeichnen II. 3—4 Uhr. 3747 3539 Der neue Besitzer: Fr. Fey, Pächter des Kurhauses„Wilhelmsbad“. Obstbäume, Hochstämme und Zwergbäume, bedeutende Vorräthe. Obstbaumsch in Laubenheim bei Mainz. Katalog umsonst. N 3684 Für Jäger. Steirische Lodenhüte fich und Müten 2 1 E Jilitärpficht n emp—.. 5 55 5— 5 1 1 für f ü b Frische R. pskuchen 2 0 15 Waare: e Unterwämse, zu Mühlenpreisen bei farbige Hemden, Socken, Strümpfe, Reisetaschen ꝛc. zu äußerst billigen Preisen. 3765 Ag. 3980. hulen von Harl Umber 3378 Lampen, ahl, billigste Preise, bei Georg Gross. größte Au s w 3784 Wasserleitung. Wilsielm Fertsch. 3816 Heinr. Diehl, Usagasse. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Donnerstag den 25. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll zum Zwecke der Reinigung des Hauptreservoirs die Wasserleitung abgestellt werden. Die Consumenten werden ersucht, von 4 Uhr ab ihren Bedarf an Masser zu decken, in⸗ dem um 7 Uhr Abends zum Zwecke der Prüfung einer Maschine nochmals abgestellt werden muß. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 1 3832 Steinhäußer. 5 ö Mir 7— Landwirthschaftl. Casina zu Friedberg. 1— Samstag den 10. Nobember findet zur Eröffnung der Wintervergnügungen in dem eigens hierzu geschmückten Saale des Hötel Trapp Militär Concert mit folgender Tanz Unterhaltung statt. Genaueres später. 3843 Der Vorstand. N urdber 98 f Düngun E 1 1 1 spteunde 1 in Eispackung soeben eingetroffen, per Pfund 28 Pf., 3841 bei J A. Windecker.„ De Frische Schellsische, bag Frischer Kabliau, I hof vn Labberdan 7 e . 1 leitet, Frische Speckbückinge cb 3837 bei Vilhelm Fertsch. Jegliche nac* 8 5 un Di 8 9 I wugeke a 5 5 l stadt g Chenille- und Schlingen-Kopf⸗ ae Hüllen, wollene Tücher, Plüsch⸗ aun 2 0 ßer Aus wahl Kunkel kragen billigsten Preisen bel J. Keim, hm 3748 vorm. K. Friedrich n. d. Post. 70 . r Feuern Schuhwaaren* in großer Auswahl, gut und billig bet burg l., 2883 Louis Waas. wurde d Major v „„ Adj. bei lüschkragen 1. Rhein ö pagnie v für Damen und Mädchen empfiehlt 1 1 3845 G. F. Aletler. g J lautel, N 7 3 0 5 den Ka in tüchtiger Hausbursche wird gesucht. Von wem? sagt dle Epp. d. Anz. 3842 1055 auf das des Ne Veränd. 5 Blanker 6 2 5 Er gel 8 5 haltseta 5 der M. 7. 0 inehrun Blumen ic b. 0 Die eil Marin 5. ö Alegan seit ein Projek mit der 0 it all dlesen b 1 Größte Auswahl in Blech-, Perl-, Moos- sieirt 5 und frischen Kränzen 3828 bssche J Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Mueress N Osaf