Fern 5* halten, ieee rhüten Köchl, eee eee 9 Samstag den 24. November. M 139. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige. Pf., lokale An auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jah zeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von resconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Deutsches Reich. Berlin, 21. Nov. Der Großfürst⸗Thron— folger von Rußland traf heute Abend hier ein und wurde vom Kaiser und dem Prinzen Heinrich empfangen. Die Herrschaften begaben sich, von einer Eskadron Gardes du Corps escortirt, nach g der russischen Botschaft, überall mit Jubel begrüßt. — 22. Nov. Der Reichstag wurde heute im Weißen Saale des koöͤnigl. Schlosses mit großem Glanze eröffnet. Der Kaiser verlas per— sönlich die Thronrede, welche bei den Stellen betreffend die friedliche Lage, den wirthschaft— lichen Aufschwung und die soclale Gesetzgebung mit lautem Beifall aufgenommen wurde. Minister v. Bötticher erklärte nach der Verlesung den Reichstag für eroffnet. Die Thronrede gedenkt zu— nächst des Eindrucks der schweren Schickungen bei dem Antritt der Regierung.„Der Schmerz über diese Ver⸗ luste wird bei dem lebenden Geschlechte nie ganz ver⸗ löschen; das darf Mich aber nicht hindern, den Anfor⸗ derungen und Pflichten nach dem Vorbilde der Vorgänger mannbaft und treu gerecht zu werden. Von diesem Pflicht⸗ gefühl getragen und das Gleiche bet Ihnen voraussetzend, entbiete Ich Ihnen Gruß und Willkommen. Auf den Reisen in verschiedene Reichstheile traten Mir überall Bewetise entgegen, daß die Fürsten und Völker Deutschlands dem Reiche mit rückhaltlosem Vertrauen anhängen; solche Kundgebungen gewähren die Ueberzeugung, daß die im Reiche verkörperte Einheit tiefe, feste Wurzeln im ge⸗ gesammten Volke geschlagen hat und es ist Mir Bedürfnlß, dankbare Befriedigung darüber auszudrücken.“ Die Thron⸗ rede erwähnt sodann den Zollanschluß Hamburgs und Bremens, die mit der Schweiz getroffene Zusatzuͤberein— kunft zum Handelsvertrag. Die Voranschläge des Reichs⸗ haushalts ergeben die befriedigende Lage der Reichs⸗ finanzen, gestatten neue Mittel zu unabwelslichen Aus- gaben und erhöhte Ueberweisungen an die Bundesstaaten. Die Thronrede begrüßt freudig die Anzeichen des Auf— schwungs auf den verschiedenen wirthschaftlichen Gebieten; der auf der Landwirthschaft bestandene Druck sei zwar noch nicht gehoben, die höhere Verwerthung der Erzeug⸗ I nisse lasse aber auch hier eine Besserung erwarten. —ͤ—ũ— 2 —— Die Thronrede kündigt Vorlagen an über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften, eine Novelle zur Kranken⸗ versicherung, eine Vorlage über Alters- und Invallditäts— versicherung der Arbeiter. Hierbei heißt es:„Als theures Vermächtniß meines Großvaters übernehme Ich die Auf- gabe die socialpolitische Gesetzgebung fortzuführen; Ich gebe Mich zwar nicht der Hoffnung hin durch gesetz— geberische Maßnahmen das menschliche Elend aus der Welt zu schaffen, halte es aber für die Aufgabe der Staatsgewalt, auf dessen Linderung hinzuwirken, durch organische Einrichtungen die Bethätigung der Nächsten— liebe als Pflicht der staatlichen Gesammtheit zur Aner⸗ kennung zu bringen.“ Die Thronrede erwähnt sodann der afrikanischen Ansiedelungen und der Verständigung mit England betreffs Bekämpfung des Sklavenhandels, und kündigt weitere darauf bezügliche Vorlagen an.„Die Beziehungen zu allen fremden Regierungen sind fried liche, Meine Bestrebungen unausgesetzt dahin gerichtet, den Frieden zu befestigen. Unser Bündniß mit Oesterreich und Italten hat keinen neueren Zweck. Dle Leiden eines Krieges, selbst eines siegreichen Krieges ohne Noth über Deutschland zu verhängen, würde Ich mit Meinem christ⸗ lichen Glauben, mit Meinen Pflichten gegenüber dem deuschen Volke nicht verträglich finden. Ich habe als Aufgabe angesehen die Bundesgenossen im Reich und die Hefreundeten Monarchen zu begrüßen, mit denselben eine Verständigung zu suchen, hinsichtlich der Aufgabe den Völkern den Frseden zu sichern. Das Mir und Meiner Politik dabel entgegengebrachte Vertrauen berechtigt zu der Hoffnung, es werde gelingen Europa den Frieden zu erhalten.“ Der Reichstag wurde sodann von dem Bicepräsidenten Buhl eröffnet. Das Haus berief unächst die Schriftführer. Unter den einge— gangenen Vorlagen sind hervorzuheben: der Etat mit dem Anleihegesetz und das Gesetz über die Invaliditäts⸗Versicherung. Der Namensaufruf irgab 268 Anwesende, so daß das Haus be— schlußfähig war. Die nächste Sitzung, in velcher die Präsidentenwahl erfolgen soll, findet norgen statt. — In der Denkschrift zur Vorlage betref— fend die Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. wird bemerkt, daß als Platz für die Aufstellung nur der große Straßenzug vom königlichen Schlosse unter den Linden nach dem Thiergarten in Betracht kommen könne. Die Frist für Einreichung von Entwürfen ist auf neun Monate festgesetzt. Es sind neun Preise im Betrage von 100000 Mark ausgesetzt. — Die Reorganisation der höheren Stäbe der Feldartillerie und des Großen Generalstabes ergibt sich, nach dem Fr. J, aus den Etats folgender— maßen: Die Feldartillerie soll, unter Beseitigung ihrer der Fußartillerie und dem Ingenieurcorps analogen besonderen Organisation, wie die Fuß— Truppen und die Kavallerie, den General-Com— mandos unterstellt werden. Dadurch wird der Fortfall der Generalinspection der Feldartillerie und der vier Feldartillerie-Inspectionen nebst allem Zubehör bedingt, wogegen den General— commandos je ein weiterer Adjutant zuzutheilen ist. Daneben bleibt, zur Leitung und Beaufsich— tigung in der artilleristisch⸗technischen Ausbildung der Feldartillerie eine besondere Inspection der Feld⸗ Artillerie auch weiter erforderlich. Was ferner den großen Generalstab anlangt, so sollen die einzelnen Abtheilungen desselben, welche bis— her dem Chef des General-Stabes unmittelbar unterstellt waren, zu größeren Verbänden unter Leitung von Generalen vereintgt werden; letztere werden dadurch zugleich Gelegenheit erhalten, sich in der Stellung als Ober-Quartiermeister mit den ihnen im Kriege zufallenden wichtigen Aufgaben schon im Frieden vertraut zu machen. Dagegen kommt die Stelle des Generalquartier— meisters in Wegfall. — Wie die„Berl. Pol. Nachr.“ hören, ist die Einrichtung zweier weiteren Militär-Brief— taubenstationen in Aussicht genommen, durch welche das geplante Brieftaubennetz an den Grenzen zum Abschluß gelangen würde. Die hierzu noth— wendige Summe soll bereits im Etat pro 1889/90 in Ansatz gebracht sein. Kiel. Das Schulgeschwader, bestehend aus S. M. Kreuzerfregatten„Stosch“(Flaggschiff), „Charlotte“,„Gneisenau“ und„Moltke“, Ge— schwaderchef Contre-Admiral Hollmann, ist am 19. November cr. in Fiume eingetroffen und be— absichtigt am 23. ds. Mts. wieder in See zu gehen. — Das deutsche Blokadegeschwader an der ostafrikanischen Küste unter dem Commando des Contre-Admirals Deinhardt, wird demnächst aus folgenden Schiffen bestehen: Fregatte„Leipzig“, 12 Geschütze, 434 Mann; Corvette„Carola“, 12 Geschütze, 267 Mann; Corvette„Sophie“, 12 Geschütze, 267 Mann; Kreuzer„Möwe“, 5 Geschütze, 128 Mann; Kreuzer„Schwalbe“, 8 Geschütze, 114 Mann; Aviso„Pfeil“ 5 Ge—⸗ schütze, 127 Mann. Zusammen 6 Schiffe mit 54 Geschützen und 1337 Mann Besatzung. München, 19. Novbr. Der Kaiser von Oesterreich, der zur Beisetzung des Herzogs Max hier anwesend war, ist heute Abend nach ie rückgereist. 1 7 05 Der„Landeszeitung“ zufolge reducirt sich der von frauzösischen Blättern be— richtete Zwischenfall in Avricourt darauf, daß ein französischer Bahnhofsbediensteter am 18. ds. in Deutsch Avricourt wegen Diebstahls verhaftet und am 20. d. wieder freigelassen worden ist. Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 21. Nov. Das Oberhaus nahm die Convertirungs-Vor⸗ lage ohne Debatte an. Dänemark. Kopenhagen, 19. Nov. Die Festlichkeiten aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Königs fanden heute Abend mit einem Fest— ball ihren Abschluß. Belgien. Hiesigen Blättern zufolge be— stellte die belgische Regierung neuerdings bei Krupp 60 Kanonen. Frankreich. Paris, 21. Nov. Heute Morgen erschien hier die von Gilly verfaßte Broschüre mit starken Angriffen gegen mehrere Deputirte. Gerville-Reache und Salis erklärten, Gilly und den Verleger Salvine wegen Verleumdung ge— richtlich belangen zu wollen. — Boulangistischen Blättern zufolge fand gestern Abend, als Boulanger das Renaissance— theater verließ, eine boulangistische Kundgebung statt, wobei mehrere Personen verhaftet wurden. Großbritannien. London, 21. Novbr. Bei Beginn der Sitzung der Commission in der Parnell'schen Angelegenheit richtete der Staats— anwalt die Aufmerksamkeit des Gerichtshofes auf einen Artikel Kerry's im„Sentinel“, dessen Eigenthümer Edmond Harrington, einer der An⸗ geklagten ist. Der Artikel beschuldigt den Ge— richtshof der Parteilichkeit und bezeichnet ihn als ein gefügiges Werkzeug der Regierung und als Mitverschwörer der„Times“. Auf Ersuchen des Advocaten Harrington's vertagt der Gerichts— hof die Berathung auf morgen. — Das Unterhaus verwarf mit 330 gegen 246 Stimmen Gladstones Amendement betref— fend die irischen Pachtzinsenrückstände und nahm in erster Lesung die irische Pachtankaufsbill an. Italien. Rom, 20. Nov. Der König und die Königin sind heute aus Monza hier ein— getroffen. — Die„Germania“ läßt sich von hier tele— graphiren: Nach längerer Ueberlegung im Vatican wurde die Abreise des Papstes von Rom im Falle eines Krieges beschlossen. Diese Meldung wird jedoch von Seiten der römischen Prälaten bestritten; die Sache sei niemals in Erwägung gezogen worden. — 21. Nov. Die Kammer nahm mit 164 gegen 58 Stimmen die Regierungsvorlage be— treffend die Reform des Gesetzes über die öffent— liche Sicherheit an.— Im Senate erklärte Crispi bei Berathung des Gesetzentwurfs über die Communal- und Provinzial-Reform, er werde nach Beendigung der Debatte über den vorlie— genden Gesetzentwurf die Interpellation Corte's über die italienische Politik im Rothen Meere beantworten. Türkei. Constantinopel. Die Mitwirkung der Pforte bei dem deutsch-englischen Vorgehen an der ostafrikanischen Küste gilt für gesichert. Egypten. Kairo, 19. Nov. Aus Abu Ahmed sind Couriere angekommen, welche melden, daß die Derwische beschlossen haben, auf Jebel Sel— sileh, welches 30 Meilen nördlich von Assuan gelegen ist, vorzurücken. Aus Stadt und Land. OC. T. Friedberg. Gemeinderaths-Sitzung vom 19. Nov. Bei Berathung des Voranschlags 89 90 des Gaswerks wurde beschlossen, ungebrochene Coaks zu 95 Pf., gebrochene zu M. 1.05 den Ctr. zu verkaufen. — In die Commission für das Ersatzgeschäft wurden die Gemeinderäthe Pfeffer und Waas als Mitglieder, Hirsch und Koob als Ersatzmitglieder auf 3 Jahre gewählt.— Die infolge des Ruths'schen Vermächtnisses zu entrlch— tende Erbschaftssteuer soll von dem Augustiner-Schul— fonds bezahlt werden.— Das Ersuchen der Bewohner der Haingrabenstraße um eine Straßenlaterne, führt zu dem Beschlusse, die Bismarckstraße besser beleuchten zu lassen.— Ber Beschluß des Provinzial Ausschusses, betr. die Wirthschafts-Coneession H. W. Soins dahier, wurde bekannt gegeben; der Vorsitzende wird ersucht, Großh. Kreisamte über das in dem Urthelle vorgebrachte Unrichtige Bericht zu erstatten. b. Friedberg. Am vorigen Sonntag hielt der „Liederkranz“ seine erste Abendunterhaltung. Orchester— vorträge wechselten neben den Maͤnnerchören des Vereins mit Gesangs⸗ und Instrumentalsolovorträgen geschätzter hiesiger und auswärtiger Dilettanten. Warmer Beffall des gespannt lauschenden Publikums belohnte sämmtliche Mitwirkenden für ihre Leistungen und den Vereins dirigenten für die Sorgfalt, die er auf Einstudirung der zum Vortrag gelangenden Piècen verwandt hatte. Be⸗ sonders in den ersten drei Chören leistete der Verein Vorzügliches. Die Intonation war präeise und rein, die Modulation ließ nichts zu wuͤnschen übrig. Wechsel— voller gestaltete sich der Abend durch die vorzüglichen gesanglichen und instrumentalen Solovorträge, auf die näher einzugehen, der zur Verfügung gestellte Raum uns leider nicht gestattet. 2 Friedberg. Der„Feierabend für Lehrlinge“ hat in diesem Winter bisher zwei Mal, am 11. und am 18. No vember, unter entsprechender Betheiligung stattgefunden. Das eine Mal waren 58, das andere Mal 67 Lehrlinge erschtenen. Wir wollen hoffen, daß der Besuch ein recht regelmäßiger und gleichmäßiger und bis zuletzt andauern— der sein werde. Viel dazu beitragen können besonders die Eltern und Lehrherrn der jungen Leute, deren Inte— resse die Einrichtung des Feierabends ja ganz besonders entgegenkommt. Spiele, Bücher oder kleine Geldgaben wer— den von den Vorstands mitgliedern Dr. Diegel, Dr. Becker, Dr. Weiffenbach, Taubstummenlehrer Schneider und Kauf— mann Schwarz mit Dank entgegengenommen. kg. Nieder⸗Weisel, 21. Novbr. Heute Nacht zwischen 10 und 11 Uhr bewegte sich, nachdem einige Blitze voraufgegangen, ein Cyklon vom Hausberg her in der Breite von etwa 50 Metern mitten durch das Ort, eine furchtbare Verwüstung hinterlassend. Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Schornsteine herun- tergeschleudert u. A. m. Menschenleben sind glücklicher- weise nicht zu beklagen. Zwingenberg. Wohl die älteste Frau des Groß- herzogthums, Frau Landrichter Habicht Wittwe, die S Mutter des Prälaten Dr. Habicht, ist im hohen Alter von 98 Jahren nach einem Krankenlager von nur we- S. nigen Tagen am 17. Nov. dahtier gestorben. Bensheim, 19. Nov. Schon wieder ist hier ein Einbruchdiebstahl und zwar in kurzer Zeit der vierte, verübt worden. Gestern Morgen während der Kirche wurde bei einem Bäcker und Wirth eingebrochen und einiges Geld, das in der Kasse war, mitgenommen. Allerlei. Frankfurt, 22. Nov. Gestern Abend 10½½ʒ Uhr fand zwischen der Station Louisa und der Staatseisen— bahn-Brücke, 100 Meter von letzterer entfernt, das Auf— einanderfahren zweier Eisenbahnzüge statt. Der von Darmstadt kommende Schnellzug Nr. 6 fuhr auf den vor der Brücke haltenden Personenzug Nr. 44, der eben— falls im Begriffe war, nach Frankfurt zu fahren, auf. Von letzterem wurden zwei Ellgutwagen zertrümmert und ein Personenwagen III. Klasse auf die Seite geworfen. Die Lokomotive des Zuges Nr. 6 wurde aus dem Ge- leise geschleudert und der ihr anhängende Packwagen auf dieselbe geworfen. Nur bet einigen Passagieren sind unerhebliche Verletzungen vorgekommen. Eine Betrtebs— störung fand nur kurze Zeit statt da die nachkommenden Züge über Sachsenhausen dirigirt wurden. m. Frankfurt. Die 200. Medaille bekam dieser Tage die bekannte Firma Ph. Mayfarth& Co. dahier. Seit ihrer Etabllrung im Jahre 1872 bis jetzt ward sie mit 200 Medaillen aus fast allen Ländern der Welt preisgekrönt und hat auf den in diesem Jahre beschickten Ausstellungen wiederum die ersten Preise, darunter die goldene Medallle auf der Welt-⸗Ausstellung zu Barcelona, die goldene Medaslle auf der Internattonalen Ausstellung zu Triest, die goldene Medaille der Schweizertschen Land— wirthschafts⸗Gesellschaft zu Bern, ferner die silbernen und broncenen Medaillen auf den Ausstellungen zu Königsberg, Kassel, Köln und München davongetragen. Han au, 19. Nov. Gestern Abend, nachdem die Messe ihr Ende genommen, fand auf dem Meßplatze ein Brand statt. Gegen 10 Uhr des Nachts ertönten die Sturmglocken, eine Schießbude war in Brand gerathen, doch Dank der thatkräftigen Hilfe der benachbarten Buden— besitzer, sowie dem sofortigen Einschretten unserer frei— willigen Feuerwehr gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Fulda. Heute Nacht herrschte in der Rhön fünf Stunden lang ein derartig heftiger Westorkan mit Regen und Schnee, daß zahlreiche Dächer, Schornsteine, Fenster, Zäune ꝛc. Schaden litten, Alleebäume entwurzelt und in den Wäldern große Windbrüche verursacht wurden. Stolp, 17. Nov. Mit dem Vorhaben, das hlesige Rathhaus in die Luft zu sprengen, machte vorgestern Abend der an der hiesigen Stadthauptkasse beschästigte Receptor Schumann in einem Wasserglas eine Nacht— lampe zurecht, stellte dieselbe brennend in den im Magtst⸗ rats⸗Sitzungssaale befindlichen Ballotagekasten und drehte nunmehr sämmtliche Gashähne auf. Nur dem Umstande, daß der Unhold vergessen hatte, die Ventllatlonsklappen zu schließen, ist die Nichtentzündung des Gases und da⸗ mit die Verhütung großen Unheils zu verdanken, das leicht entstehen konnte, wenn man bedenkt, daß im Rath⸗ hause der Castellan mit seiner Famklie wohnt. Schumann war am Tage nach der That nach Stolpmünde gefahren, wurde aber sofort ergriffen und verhaftet. Was ihn zu der That bewogen, ist noch nicht aufgeklärt; man darf aber wohl annehmen, daß die That in geistiger Umnach⸗ tung ausgeführt wurde, worauf auch schon frühere Hand lungen des Schumann schließen lassen. Nürnberg, 19. Nov. Ueber einen heute stattge⸗ fundenen Elsenbahnzusammenstoß im Bahnhof zu Kitzingen wird mitgetheilt, daß der von Nürnberg angekommene Güterzug 729 bereits Halt gemacht hatte, als der ge— mischte Zug 722, von Wurzburg kommend, in den Bahn— hof einfuhr und in Folge falscher Weichenstellung auf den Zug 729 stleß. Glücklicherweise war die Fahrge— schwindigkeit nur noch eine mäßige, so daß blos die vier Maschinen(jeder der beiden Züge war mit zwei Loko mottven bespannt) beschädigt wurden. London, 21. Nov. Ein Mordversuch ist an einer Frau heute Vormittag in einem Zimmer von Georgestreet (Spitalfields) gemacht worden. Die Frau, welcher in den Hals geschnitten ist, befindet sich noch am Leben. Der Thäter ist entkommen. Florenz. Der Amerikaner Livingstone, ein zehn— facher Millionär, welcher seit zwanzig Jahren hier lebt und durch seine früheren Ausfahrten in einem von zwanzig Pferden gezogenen Wagen eine stadtbekannte Persönlichkeit war, ist spurlos verschwunden. Man be— fürchtet, daß er das Opfer eines Verbrechens geworden. Livingstone's Kutschirkunst erregte bei jeder Ausfahrt un— geheures Aufsehen bei dem leicht erregbaren italienischen Publikum und wenn er auf dem großen Platze vor der Einfahrt in die Kaserne seinen Zwanzigerzug wendete, so gab dies Veranlassung zu Ausbrüchen des stürmtschsten Enthusiasmus. Verloosungen. Finnländische 10 Thaler⸗Loose von 1868. Gewinn Ziehung vom 1. November 1888. Heimzahlung am(. Februar 1889. Gewinne: Serie 6690 Nr. 1 3 10,000 Thlr. S. 7766 Nr. 20 à 1500 Thlr. S. 125 Nr. 14, S. 1695 Nr. 19, S. 2320 Nr. 14, S. 2736 Nr. 11, S. 3130 Nr. 5, S. 3164 Nr. 8, S. 3623 Nr. 8, S. 6429 Nr. 14, S. 6608 Nr. 5, S. 6682 Nr. 13, S. 9355 Nr. 9, S. 9808 Nr. 14, S. 11088 Nr. 19, S. 11206 Nr. 16, S. 11599 Ni. 11, S. 171 Nr. 6 à 200 Thaler. S. 268 Nr. 2, S. 1676 Nr. 4, S. 3105 Nr. 17, S. 3305 Nr. 16, S. 3403 Nr. 19, S. 5734 Nr. 3, S. 7049 Nr. 13, S. 7510 Nr. 11, S. 8193 Nr. 20, S. 9059 Nr. 19, S. 9878 Nr. 3, S. 11381 Nr. 13, S. 11451 Nr. 18, S. 11599 Nr. 16 à 150 Thlr. S. 125 Nr. 4, S. 1676 Nr. 14, S. 1779 Nr. 16, S. 2145 Nr 8, S. 3151 Nr.% S. 3395 Nr. 20, S. 3520 Nr. 6, S. 4221 Nr. 15, S. 5547 Nr. 17, S. 5615 Nr. 15, S. 6700 Nr. 15, S. 7901 Nr. 14, S. 8152 Nr. 14, S. 8503 Nr. 20, S. 8986 Nr. 18, S. 9619 Nr. 18, Serie 11599 Nr. 10 15 àA 100 Thlr. Auf alle übrigen in den am 1. August 1888 gezogenen Serten enthaltenen und hier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von je 12 Thlr. Canton Freiburg 15 Fr.⸗Loose vom Jahre 1861. Ziehung am 15. Nov. 1888. Auszahlung am 15. Februar 1889. Am 15. Oktober gezogene Serien: Nr. 81285 441 538 668 832 1211 1235 1264 1531 1639 1910 1991 2198 2362 2408 2527 2683 2759 2948 2964 3112 3753 3761 4007 4038 4561 4603 4686 4727 4867 4942 5006 5015 5053 5256 5301 5360 5388 5646 5735 5844 5895 6554 6592 6727 7071 7425 7668 7916 7947 7949. Hauptpreise: Serie 2408 Nr. 47 35,000 Fr. S. 6554 Nr. 15 4000 Fr. S. 6562 Nr. 27 1000 Fr. S. 441 Nr. 2, S. 5015 Nr. 11, S. 5053 Nr. 46, S. 5360 Nr. 3, S. 6592 Nr. 48, S. 7071 Nr. 37 250 Fr. Handel und Berkehr. Butzbach, 21. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 0.85—0.90., Käse per Pfund 45—46 Pf., Eier 1 Stück 7 Pf. Frankfurt, 21. Nov. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 12— 18 Pf., do. geschälte 14— 18 Pf., Linsen 1828 Pf., weiße Bohnen 16— 18 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10—12 Pf., krause Endivien 4—10 Pf., Butter per Pfd. M. 1.00— 1.20, Eter das Stück 6 bis „ Pf., Blumenkohl 3080 Pf., frische Suppenspargeln das Päckchen 50 Pf., Sellerieköpfe 5—20 Pf., franz. Sellerie 40 bis 50 Pf., franz. Romainsalat per St. 60— 70 Pf., Wirsing per Stück 8— 12 Pf., Zwiebeln per Pfd. 7—9 Pf., Kohl raben per St. 4—6 Pf., Weißkraut per St. 10— 20 Pf., Rotherüben per Portton 20—30 Pf., Aepfel per Pfund 15—20 Pf., Birnen per Pfd. 5—10 Pf., Zwetschen 8 bis 10 Pf., Nüsse 100 St. 50—60 Pf., Mauskarkoffeln per Gescheid 20—25 Pf., Perlzwiebeln per Liter 50 Pf., Spinat 30—50 Pf., Rosenkohl 40— 50 Pf., franz. Kopf; salat das Stück 14— 16 Pf., Schwarzwurzel 5060 Pf., gelbe Rüben die Portion 15—20 Pf., weiße Rüben das Stück 2 Pf., Teltower Rübchen 25 Pf., neue franz. Bohnen per Pfund 60—70 Pf., Gänse das Pfund 70 Pf., Feldhuhn M. 1.50—2., Hasen M. 3.—4. Frankfurt, 22. Nov. Fruchtber. Hlesiges Weizenmehl Nr. 0 M. 32.— 34.00, Nr. 1 M. 29.75— 31.75, Nr. 2 M. 27— 28, Nr. 3 M. 26.75— 27.75, Nr. 4 M. 21.50— 22.50, Nr. 5 M. 18.50— 19.50, Milchbrod- und Brodmehl im Ver⸗ band M. 58.00 60.00, nordd. und westfälische Welzen⸗ mehle Nr. 00 M. 28.00— 29.00, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 26.00— 26.50, Nr. 0/1 M. 24.00— 24.50, Nr. 1 M. 22.00— 22.50, Nr. 2 M. 18.50- 19.50, Roggenkleie G G M. 4.75— 5.00, Welzenkleie M. 4.50— 0.00, Moostorf⸗ streu prima M. 0.00, Spelzenspreu M. 2.00 bis 2.50. Malzkeime M. 4.80.(Sämmtliche Artikel bel Abnahme von 200 Centner an). Rüböl im Detail M. 65. Frankfurt, 22. Nov. Vlehmarkt. Heute waren 392 Kälber zugeführt, 1. Qual. wurde mit 55— 58 Pf. pro Pfund Schlachtgewicht bezahlt, 2. Qual. 48—50 Pf. Hämmel und Schafe waren 82 am Platz, 1. Qual 56—58 Pf., 2. Qual. 30—535 Pf., letztere Preise für Schafe. Ochsen waren 47 vorhanden zu den Montagspreisen, ebenso Schmalvieh von welchem nur 35 Stück zugetrieben waren. Schweine waren 255 Stück zugefuͤhrt das Pfund zu 52-55 Pf. Literarisches. Daheim Nr. 7 enthält: Das neue Leipzig. Von G. Schumann. Mit Porträt und sieben Illustr.— Tino Photinos. Forts.— Rudolf Stemering. Von A. Rosenberg. Mit vier Illustr.— Wie Paulltschke gen Harar zog.— Englische Jagdpreise.— Cornelius Gurlitt. — 2 Beilagen. Payne's Familien⸗Kalender für 1889 sst er⸗ schienen und enthält u. A. eine vollständige Eisenbahn⸗ karte von Deutschland. Der„Familien-Kalender“ ist so bekannt, daß derselbe kaum einer Empfehlung bedarf. Seine Auflage, die in den letzten Jahren zwischen 350,000 und 392,000 schwankte, dürfte wohl am deutlichsten dafür sprechen, wie sich dieser Kalender eingebürgert hat. Außer der Karte sind noch beigegeben: 1 Portemonnaie-Kalender, 1 Damen Almanach, 1 Wand-Kalender und 1 Oeldruck⸗ bild. Der Preis ist 50 Pf. Für die Armen ⸗Anstalten sind folgende Gaben eingegangen, deren Empfang wir mit herzlichem Dank bescheintgen. A. Für das Bürger⸗ Hospital: Frau Gregori für Dienstleistungen der Schwester Katharina 6 M., Frau Baumeister Ruths desgleichen 10 M., Ungenannt: Deckbett, Unterbett und Kopfkissen, Frau Groß in Bad Nauheim für Dienstleistungen der Schwester Katharine 10 M., Ungenannt 50 M., Frau Biazel Wittwe für Dienstleistungen der Schwester Katharine 15 M., J. V. Dorn desgleichen 20 M., Frau Major Zimmer zwei Flaschen Wein und eine Torte, eine Kranke aus Dank⸗ barkeit für treue Pflege 10 M., N. N. 24 Flaschen Wein, Ungenannt ein Läufer, 5 M., von Frl. Möller für Dienst⸗ leistungen der Schwester Katharine 20 M., Lederhändler Reis desgleichen 3 M. B. Für Haus arme: Von Post⸗ director Wüst 5 M., desgleichen von D. 100 M., Unge⸗ nannt 5 M. C. Für die Volksküche: Decan Meyer 5 M., Kaufmann Häberle 10 M., Fuhrmann Magnus ein Korb Kartoffeln und ein Korb Gemüse, J. Diehl ein Korb Gemüse, Metzger Friedrich 5 Pfd. Fett, G. E. Hanstein 10 Pfd. Fett, J. Engel ein Korb Gemüse und ein Korb Kartoffeln, Kaufmann Windecker 25 Pfd. Bohnen, Kauf⸗ mann Fertsch 50 Pfd. Rets und 50 Pfd. Gerste, Fr, Reuß 10 Pfd. Mehl, Metzger Blum 3 Pfd. Fett, Ge⸗ schwister Schmidt ein Korb Kartoffeln und ein Korb Ge⸗ muse und 5 Pfund Fett, Metzger Waas 5 Pfund Fett, Metzger Isenburger 10 Pfund Fett. D. Fur das Ver⸗ sorgungshaus: Von Frau Kreis baumeister Reuß 1 Bücher⸗ brett, H. Diehl ein Korb Zwetschen und ein Korb Rüben. Friedberg den 19. November 1888. Für die Armen ⸗Commisston: Meyer. Stadtkirchenbau⸗Verein. Für denselben gingen im Monat Oetober und No⸗ vember 1888 ein und werden mit herzlichem Danke be⸗ scheinigt: 100 M. Legat der verlebten Adam Söllner I. Wittwe von hier, 10 M. Geschenk des Domänenrath Stoltz und 128 M.(Rest) Jahresbeiträge von Mitgliedern des Vereins pro 1888. Um weitere Gaben wird freund⸗ lichst gebeten. Friedberg den 20. November 1888. Dr. Weiffenbach, Vorsitzender. Heidt, Rechner. Geld⸗Cours. Frankfurt am 22. November 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenstücke ee 16. do. In) 16. 1 Englische Sovereigns... 20. 32 20. 27 Russische Imperlale es. 16. 74 16. 69 Ducaten„ 0 9. 70 „ al mgreo 9, Dollars in Gold. 4.19 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 26. Sonntag nach Trinitatis. Todtenfest. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffenbach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Wiegel. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Velte. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Dr. Köstlin. (Liturgischer Gottes dienst.) Am 1. Advent Abendmahl in der Burgkirche. satholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Uhr: Beicht; 3/7 Uhr: Austheilung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. Prise Frisc Hielt Sprob Lral- 4240 bel M' um bal! Besetzen welches tusgefüb liefern, aufgegeb 4209 Weg sammtl damit 3627 In Karl Köhler's Verlag in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von barl Bindernagel in Friedberg zu haben: Jupp, Gem ö— stich. 80. Fein geb. in englische L d Der Verkauf von und Aleisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leichtverständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem 9 Anhang vom Einmachen der Früchte.— 19. unveränderte Auflage mit einem Stahl— einwand 2 Mark 50 Pf. 100,000 Exemplaren in kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. Frische geräucherte Flundern, Frisch geräucherter Aal, Lieler Fettbücklinge, Sprotten, Speckbückinge Jral-Caviar in Dosen 249 1 85 23 Nilhelm Fertsch. Man verehrten Kunden bitte ich behufs rechtzeitiger gediegener Lieferung von Pelz-Reparaturen m baldigste Aufgabe derselben. Repariren, Zesetzen und Anfertigen von Mänteln, Jaquets ꝛc., welches von meiner Frau persönlich meistens usgeführt wird, kann nur auf Weihnachten efern, wenn solche längstens 14 Tage vorher en werden. 09 Fritz Schmidt, Ausver lauf. Wegen Geschäfts-Aufgabe verkaufen wir ämmtliche Manufactur-Waaren, um schnell amit zu räumen, zu und unter Einkaufspreisen. Gebrüder Strauß. Ka putzen, Thenille- und pute Kopf- Hüllen, wollene Cücher, Plüsch⸗ tagen in großer Aus wahl zu 3 7 Keim, billigsten Preisen bei 748 vorm. K. Friedrich n. d. Post. Kaiserstraße. REIN SER bbLffar Ml Maslo pßkisk. 8 Kalender für 1889. Conditor Fritz in Bad⸗ Nauheim. Reichsbote M.— 40 Familtenkalender 0 Landkalender 1 0 55 durchschossen 1—.25⁵ Spinnstube 5 0 Daheimkalender 1.50 Lahrer Bote„—.30 Hebel's Hausfreund 1 20 Großer Lahrer Kalender ee Gehörnte Siegfried„ 25 Vorräthig bel Carl Bindernagel. ür da 2 dem die Wirth— 9 16 da Diener, schaft übertragen werden soll, auf den 1. Januar 1889 gesucht. 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Henn,„Zur goldenen Reichskrone“, höflichst eingeladen. Der Präsident. Dezittskrantzerzae für Reichelsheim u. Umgegend. Sonntag den 2. Dezember d. J., Nachmittags ½3 Uhr, findet im Saale des Gasthauses „Zur Lilie“ in Reichelsheim 8 außerordentliche Generalversammlung der Bezirkskranken— kasse statt, wozu alle Mitglieder hiermit eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1. In welches Krankenhaus sollen erkrankte Mitglieder, wenn dieselbe in der Wohnung des Arbeitgebers nicht die gehörige Pflege erhalten können, verbracht werden? 2. Definitive Feststellung der Vergütung für den Kasserechner pro 1889. 3. Feststellung der Vergütung für den Kasseboten und die von demselben zu leistende Caution oder Bürgschaft. e des§. 16 der Statuten. „Verschiedene Besprechungen über Kasseangelegenheiten. 12 Der Vorstand. Actien⸗Zucker⸗Fabrik Wetterau. Den Herren Kaufrübenlieferanten theilen wir hierdurch mit, daß der Preis für Kaufrüben nächster Campagne auf M. 1.00 für die bis inclusive 15. November und auf M. 1.10 für die nach diesem Zeitraume gelieferten Rüben pro Netto-Centner festgesetzt ist. An Schnitzeln werden 40% vom Rübengewichte gratis abgegeben, die näheren Bedingungen sind auf unserem Comptoir zu erfahren. Fauerbach bei Friedberg im November 1888. 4237 Actien⸗Zucker⸗ Fabrik Wetterau. Zur gefaͤlligen Beachtung. Einem werthen 0 Pubtikum, sowie Handelsleuten zur Nachricht, 9 ich meine neu eingerichteten Logirzimmer nebst guten Betten stets bereit halte. Für gute Speisen und Getränke wird bestens Sorge getragen. Achtungsvoll K. Dietrich, Gastwirthschaft zur Rose neben dem Rathhause 4135 in Fr ledberg. Mandeln, teten! Einzig am Platz. Neu! 8 Stücke, Mandeln verge essere, Hlorentiner Sthilfgefiechte, schält gerieben, 1 9 17 reizende Papier- maché- Artikel, als: geschält und Mandeln, gerieben, Häkelbecher, Knäuldosen, Handtuch-Halter, Servirbretter, Theebüchsen, Untersätze, Brod— e und Obstkörbchen ꝛc., geat, Citronen. 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Oberhessischer Anzeiger. 4 139. Glaͤubiger⸗Aufforderung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nach⸗ laß der Johannes Alban V. Wittwe von Steinfurth find binnen 8 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzu⸗ melden, wenn sie bei der Nachlaßregullrung berücksichtigt werden sollen. Bad⸗Nauheim den 17. November 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. 1221 Schuͤtz. Oefenversteigerung. Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen vor dem städtischen Syritzenhause auf dem Haagk 12 Steinkohlen⸗Oefen verschtedener Größe verstelgert werden. Dieselben sind noch in gutem Zustande und nur durch Einführung der Coaksfeuerung in den Schulen über— flüssig geworden. Friedberg, 23. November 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 4243 Steinhäußer. Versteigerung. Dienstag den 27. November, Nachmittags 1 Uhr, ver⸗ steigere ich auf der Hüttenmühle bei Ober-Eschbach 3 Kühe, 3 Rinder, 2 Mutterschweine, 7 andere Springer zwangsweise gegen Baarzahlung. 4239 Born, Gerichtsvollzieher in Vilbel. Vergebung von Drainage-Arbeiten und Materialliefe— rungen zu Betten hausen, Kreis Gießen. Montag den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen un dem Rathhause zu Bettenhausen die bei Draini⸗ rung der Fluren II, III, IV und IX dortiger Gemarkung workommenden Arbeiten und Materiallieferungen, ver— anschlagt: 1. Fertigung von 15334 lfd. m Draingraben jnel. des Röhrenlegens und Wiederzu:- M. Pf. füllens der Gräben. 2. Lieferung der erforderlichen Drainröhren von 37 bis 150 mm Lichtweite mit elrea 52320 Stück 5 1 2 3. Anfuhr der Ziegelröhren mit ca. 1883 Centner„ 937660 4. Lieferung der Mündungssteine nebst Eisen⸗ gitter 8 50— 5. Lieferung der Nivellirpfähle. 16— an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg am 20. November 1888. Greb, 4206 Provinzial Wiesen baumeister. Versteigerungs-Anzeige. Adam Dillenburger zu Weckesheim läßt Donnerstag den 29. November l. I., Vormittags 9 Uhr, wegen Aufgabe seines Oekonomiegeschäftes meistbietend wersteigern: 2 hochträchtige Fahrkühe, 2 Rinder, 1 Wagen, 1 Vorderpflug, 1 Schaufelpflug, 1 Kartoffelstreichpflug, 1 Egge, 1 Dorn Egge, 1 Häckselmaschine, 1 Frucht segemühle, 1 Dickwurzmühle, 1 Schiebkarren, 2 Kuh- geschirre und sonstige Oekonomiegeräthschaften, ferner Weizenstroh, Gerstenstroh, Haferstroh, Grummet, Spreu und Dickwurz. 4226 140 Pfennig das Pfund empfiehlt einen kräftigen, 01 aromattschen Java- Kaffee, Mischung, 42⁴¹. A. Windecker. 8 Gloße Auswahl in Damen⸗ und Kinder-Kaputzen, Tüchern, gestrickten Kinder-Kleidchen, Plüsch— Kragen für Damen und Kinder zu billigen Preisen empfiehlt NI. Holler. Möbelmagazin on J. Pfeffer& Metzendorf in Friedberg nächst dem Bahnhofe, kroße Auswahl aller feineren und gewöhnl. 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Eine verhältnißmäßig kurze Zeit ist seit dem In dieser Zeit hat es sich in mehr als W hundertundfünfzigtausend Exemplaren 2 über alle Länder deutscher Zunge verbreitet.— Es enthält für jede Zeit und jedes Verhältniß, so daß in demselben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses Buches — dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— gerzustellen und ist es ihr gelungen, diesem Andachts buche eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich hauptsächlich auch zu„Fest- und Communtongeschenken für jedes Alter und für alle Stände eignet.— erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kerngebete [Dr. Kochs' Pep „ Ausgezeichnet als Zusatz zu Suppen, Gemüsen, Tunken etc. Zwei Theelöffel voll geben mit Wasser ohne weiteren Zusatz sofort eine Tasse schmackhafte und kräftige Fleischbrühe. 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N 0 Sodener Mineral- Pasfille zu haben à 85 PIg. pru Schachtel in allen Apotheken J 1 7 1 Diese allseitig so beliebt gewordenen Pastillen haben sich auf das Beste bewährt und leisten die vorzügtiehsten Dienste gegen die nachfolgend genannten Krankheitserseheinungen. eher, hof q Iain I ˙ — ferkel 1- Holl. aft, ban b gis, Einfache Verschleimung wie sie täglich von Tausenden oft nur in froher Gesellschaft empfunden wird, wird mit sicherem Erfolge dadurch ver⸗— als Folge Genusses geistiger Getränke hütet oder bekämpft, indem man am Abend selbst und andern Morgen je 3 bis 4 Pastillen in seinem Munde sich auflösen läßt; denn schleimlösend in hohem Grade sind die bekannten Sodener Mineralquellen und desgleichen die aus ihnen gewonnenen Sodener Mineral-⸗Pastillen. Hustenkranke pflegen daher die eifrigsten Besucher Sodens bereitwilligsten Käufer der Sodener Mineral- Pastillen zu sein. indeß sehr zwischen leichten und schweren Hustenanfällen, zwischen rasch vorüber⸗ gehenden und chronischen, langwierigen Katarrhen des Rachens, des Kehlkopfs und der Lungen zu unterscheiden. In erster Linie dürften die Mineral-Pastillen aus dem Sodener Quellenschatz sogar Denen zu empfehlen sein, die sich nur der großen Empfänglichkeit ihrer Athmungsorgane für katarrhallsche Affeetionen bewußt sind und darauf denken, namentlich bei kalter, windiger Witterung Husten und Heiserkeit zu vermeiden, d. h. dem Eintreten dieser Leiden dadurch vorzubeugen, daß sie während des Gehens in rauher Luft eine Sodener 8 250 * 2 O D — — N 4 8 CCC e 0 hauptsächlich gewonnen werden,„sich(wie ein Sachkenner schreibt) ganz vorzüglich für das ganze Gebiet chronisch⸗ entzündlicher Krankheiten der Respirattons- Organe, in specie des Kehlkopfs und der Nasopharyngeal-Schleimhaut eignet.“ * aller Nationen pilgern alljährlich in so Bru stkranke großer Zahl nach 100 schönen Taunusbad, daß man dort die Empfindung hat, es würde die Wirkung, welche die Sodener Brunnen auch für andere, namentlich Unterlelbskrankheiten, bieten, unterschätzt. Brustkranke verlangen auch am meisten nach einer Fortsetzung der Sodener Kur durch Gebrauch der Sodener Mineral-Paflillen, weil sie wissen, daß die⸗ selben aus den besten Quellen Sodens, unter ärztlicher Controle, durch Ab⸗ dampfung gewonnen werden. Ein ärztlicher Schriftsteller räth zum Gebrauch der mineralischen Naturheilmittel Sodens da, wo„Reizzuflände der Respira⸗ tions Organe vorhanden sind, welche den Verdacht der Lungen-Phthise erwecken.“ Ist letztere aber eingetreten, so wirken die Sodener Mineral-Pastillen den die Lungen Phthise begleitenden Katarrhen der Bronchlen entgegen. Nach Lungen- und Rippenfell-Entzündungen ist zur Verhütung oder Milderung der Nachwehen der Gebrauch der Sodener Mineral- Pastillen in hohem Grade indieirt, und bildet eine Vorsichtsmaßregel, die ebenso durch die Sorgfalt der Pflege eines Genesenden geboten, als pekunsär leicht zu beschaffen ist. Der verdienstvolle medizinische Schrlftsteller Dr. Kolb sagt über die Sodener Heilquellen, deren transportatives Produet die Sodener Mineral⸗ Paftillen sind:„Die Heilkraft hat durch die höchst glücklichen Erfolge bei Lungentuberkulose die verdiente Anerkennung gefunden, doch nicht minder glänzend sind die Resultate der Heilwirkungen bei Erkrankung der Athmungs⸗ organe und bei jenen Krankheitsstufen, die mit dem gemeinsamen Namen chronischer Katarrh bezeichnet werden.“ Diyhiheritispilse und, falls sie nicht in's Bad reisen können, die Es ist Die Sodener Mineral-Pastillen bilden unstreitig und mit Recht das bevorzugteste diesbezügliche Heilmittel unserer erregten dieselben bei der jüngst stattgehabten Eröffnung der Internationalen Ausstellung in Brüssel nicht allein die besondere Anerkennung Sr. Maj. des Königs der Belgier, sondern sie fanden auch die vollste Würdigung der hervorragendsten Autoritäten und der fachkundigen Preisrichter. Mineral Pastille im Munde auflösen. Ist die Heiserkeit schon eingetreten, zeigt sich beim Sprechen der Kehlkopf gereizt und bekundet ein häufiger Husten den eingetretenen Lungenkatarrh, dann genügt natürlich eine vereinzelte Pastille nicht; es müssen mehrere Sodener Mineral- Pastillen wiederholt nacheinander genommen werden, um die wohlthätig lösende und mildernde Wirkung auf die affleirten Schleimhäute zu üben. Wer wird einen quälenden Husten in seiner Nähe mit anhören wollen, ohne ein so bewährtes Linderungsmittel anzurathen? 2 und ausgesprochene Tuber⸗ Ernste Lungen-Katarrhe kulose e eldkrn noch sorg⸗ sameren und reichlicheren Gebrauch der Sodener Mineral Pastillen, von welchen dann 2 bis Zmal täglich 5- 10 Stück in ¼ Liter lauwarmem Sodener Wasser Nr. III gelöst und zu einer Zeit genommen werden, in welcher der Magen nicht mit Speise belastet, also nicht in Verdauung anderer Stoffe begriffen ist. 4 Einer besonderen Beweisführung, daß die Sodener Quellen für schronische; Katarrhe der Athmungsorgane äußerst hellwirkend sind, bedarf es nicht. Aerzt⸗ liche Autoritäten von anerkannter Bedeutung haben sich längst, ohne Widerspruch zu finden, dahin geäußert, daß gerade der Gebrauch der Quellen, aus welchen die Mineralftoffe zu den 8 5 5 7 Schließlich sel hier noch erwähnt, 1 daß bei den qualvollen Leiden, denen unsere Kinder 3 unterworfen sind, der Gebrauch der während des Keuchhustens Sodener Mineral Pastillen von erfolgreichster Wirkung ist. Beruhigend, lindernd und lösend in ihrem Effeete, mildern sie die anstrengenden Ausbrüche des krampfhaften Hustens, beschleunigen und erleichtern die Schleimabsonderung, schwächen somit ungemein die nach dem Husten eintretenden Erbrechungen und heben die den Husten begleitende oft an das Ersticken grenzende Athemnoth. Elne Pastillenkur bei Keuchhusten nimmt 7 der gefährlichen Krankheit Schwere und Wucht und hat sich vollkommen bewährt als das vornehmste diesbezügliche Linderungsmittel. Ein wahres Volksarzneimtttel sind die Sodener Mineral⸗ Pastillen bei allen Ständen geworden und zahlreiche Zeugnisse von Aerzten des In- und Auslandes sprechen laut dafür, daß sie die Wirkungen, welche man von ihnen erhofft, auch in Wahrheit üben. Jede Familie, die einen schwer Hustenden, einen Lungenleidenden in ihrer Mitte hat, wird mit Genugthuung das lindernde und zur Genesung hinleitende Wirken der Sodener Mineral⸗ Pastillen wahrnehmen und Jeder, der sich eines so wohlthätigen Mittels ver⸗ sichern will, findet unter den vielen Bezugsstellen diejenige, welche ihm das gewährte Hausmittel ohne Mühe liefert. 8 8 8 8 88 2 Zeit. Auf Grund ihrer Heilkraft Aufmerksamkeit und die lobende Dr. med. Obst, Leipzig, konnte wie folgt über die Anwendung der Sodener Mineral⸗Paflillen berichten:„Ich kann Ihnen mittheilen, daß die angewandten Sodener Mineral⸗Pastillen ganz vorzüglichen Erfolg gehabt. Sofort haben sie außerordentlich günstig auf die Expectoration gewirkt, so daß der Husten, der allen angewandten Mitteln trotzte, sich schnell zum Besseren gewendet hat und wie ganz geschwunden ist.“ in dlen meisten Fällen sich in dem Rachen an- siedeln, wenn derselbe vorher catarrhaliseh 97 1 5 . Es ist auch eine ärztlich 2 5. conslalirte Thatsache, dass die 8 erhranltt ist. Es emypfielilt N S sieh desshalb wärend Diyhtheritis-Eyidemien, dass dalle Mütter ihre Rinder dazu anhalten, auf den notsuvendigen Wegen zur Schule ele. eine Pastille im Munde langsam zergehen zu lassen. JTFTTFTVTTU!!T!T!!ͤĩĩ]ͤĩ2?' fd e Vorschuß und Creditverein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. Wir bringen wiederholt zur Kenntniß, daß und Werthpapieren aller Art billigst besorgen, verlooste Obligationen gegen Erstattung unserer Porto-Auslagen wir den An- und Verkauf von Effeeten Coupons provisionsfrei umwechseln, einziehen und die Erhebung neuer Couponsbogen erwirken. 5 1 5 Ferner können durch uns Auszahlungen auf alle größeren europäischen und über⸗ seeischen Plätze vermittelt werden. zum Selbst färben von Kleidern, Bändern, Leinen, Garnen und Wollen. 30 prachtvoll ausfärbende Nuancen in Päckchen mit Gebrauchsanweisung à 10 und 25 Pf. Für Wiederverkäufer hohen Rabatt. 3854 J. Baumeister. 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