1888. Donnerstag den 24. Mai. J 60. Oberhessischer Anzeiger. 1 dten en nut noch bet eisler. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. ö Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. nn Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von Amtlicher Theil. Betreffend: Bestimmungen über den freiwilligen Eintritt in die Unteroffizier Vorschulen und Unteroffizierschulen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Bezugnehmend auf nachfolgende Bekanntmachung Großherzoglichen Landwehr-Bezirks-Commando's Friedberg laden wir Sie ein, für möglichste Verbreitung derselben an die Betheiligten in Ihren resp. Gemeinden Sorge zu tragen. Friedberg den 9. Mai 1888. Dr. Braden. Bekanntmachung. Nachstehend werden die Bestimmungen über den freiwilligen Eintritt in die Unteroffizier-Vorschulen und Unteroffizierschulen erneut zur Kenntniß etwa Betheiligter gebracht. Es wird ausdrücklich hervorgehoben, daß in Folge Neuerrichtung der Unteroffizier Vorschule zu Neubreisach im Elsaß bis zum October d. J. ausnahmsweise auch junge Leute, die das 16. Lebensjahr bereits überschritten haben, daselbst eingestellt werden können. Nähere Auskunft kann auf dem Bureau des Bezirks-Commando's und bei den Bezirksfeldwebeln jederzeit eingezogen werden. Bezirks⸗-Commando Friedberg. A. Nachrichten für diejenigen jungen Leute, welche in die Unteroffizier-Vorschulen zu Weilburg, Annaburg und Neubreisach einzutreten wünschen. 1. Die Unteroffizter⸗Vorschulen haben die Bestimmung, geeignete junge Leute zu ihrem Alter kräftig gebaut sowie fret von körperlichen Gebrechen und wahrnehm⸗ von ausgesprochener Neigung für den Unteroffizterstand in der Zett zwischen dem Verlassen der Schule nach beendeter Schulpflicht und dem Eintritt in das wehr— pflichtige Alter derart fortzubilden, daß sie für ihren künftigen Beruf tüchtig werden. Bei militärischer Erziehung sollen sie dort Gelegenhett finden, ihre Schulkenntnisse soweit zu ergänzen, wie dies nicht nur im Hinblick auf den militärischen Beruf, sondern auch für ihre spätere Verwendbarkeit im Militär Verwaltungs- bezw. Civil⸗ dienst wünschenswerth ist.— Daneben wird der körperlichen Entwickelung und Aus bildung, unter vorzugsweiser Berücksichtigung der Anforderungen des Militärdienstes, besondere Aufmerksamkeit zugewendet. 2. Die Ausbildung in den Unteroffizter-Vorschulen dauert in der Regel ein bis zwei Jahre. 3. Die Zöglinge der Unteroffizier⸗Vorschulen gehören nicht zu den Militär Personen des Reichs Heeres. Denselben stehen daher bei vorkommenden Dienst⸗ Beschädigungen keine Ansprüche auf Invaliden Wohlthaten zu. Die Aufnahme be— gründet aber die Verpflichtung, aus der Vorschule, unter Uebernahme der für die Aus bildung in einer Unteroffizier-Schule festgesetzten besonderen Dienstverpflichtung, unmittelbar in die hierfür bestimmte Unteroffizterschule überzutreten und für jeden vollen oder auch nur begonnenen Monat des Aufenthaltes in der Unteroffizier— Vorschule zwei Monate über die gesetzliche Dienstpflicht hinaus im aktiven Heere zu dienen; für den Fall aber, daß ein Zoͤgling dieser Verpflichtung überhaupt nicht oder nicht in vollem Umfange nachkommen sollte, die auf ihn gewendeten Kosten, 465 M. für jedes auf der Unteroffizier Vorschule zugebrachte Jahr, sofort zu erstatten. Im letzteren Falle sind die nicht ein volles Jahr bezw. einen vollen Monat ausmachenden Fristen tageweise zu berechnen. Wird ein Zögling als zum Unteroffizier ungeeignet aus der Unteroffizter⸗Vorschule entlassen, so ist er zur Erstattung der Kosten nicht verpflichtet. Auch übernimmt der Zögling für einen etwaigen, über zwei Jahre hinaus erforderlich werdenden Aufenthalt in der Unteroffizier-Vorschule keine be— sondere Verpflichtung. 4. Bei dem Uebertritt in die Unteroffizier-Schule hat der Freiwillige den Fahneneld zu leisten und steht dann wie jeder andere Soldat des Heeres unter den militätischen Gesetzen. 5. Nach der in der Regel zwei Jahre dauernden Ausbildung in der Unter⸗ offizierschule werden die in den Unteroffizter-Vorschulen vorgebildeten Füstliere an Infanterie und Artillerie- Truppentheile überwiesen, und zwar diejenigen Füsiliere, welche die Befähigung hierzu erworben haben, als Unteroffiziere. 6. Die Aufnahme in eine Unteroffizier Vorschule ist von folgenden Bedingungen abhängig: Die Aufzunehmenden dürfen in der Regel nicht unter 15 und nicht über 16 Jahre alt sein. Dieselben sollen eine Körpergröße von mindestens 151 am und einen Brust⸗ Umfang von 7076 em, bei einem Alter von 16 Jahren eine Körpergröße von mindestens 153 em und einen Brustumfang von 73-79 em haben. Sie muͤssen sich untadelhaft geführt haben, vollkommen gesund, im Verhältniß baren Anlagen zu chronischen Krankheiten sein, ein scharfes Auge, gutes Gehör und fehlerfreie(nicht stotternde) Sprache haben. Sie müssen leserlich und im Allgemeinen richtig schreiben, Gedrucktes(in deutscher und lateinischer Druckschrift) ohne Anstoß lesen und die vier Grundrech⸗ nungsarten rechnen konnen. Bettnässer, Bruchleidende und mit Fußschwelß behaftete junge Leute dürfen nicht aufgenommen werden. 7. Wer in eine Unteroffizier-Vorschule aufgenommen zu werden wünscht, hat sich, nachdem er mindestens 14½ Jahre alt geworden ist, begleitet von seinem Vater oder Vormund, persönlich dem Bezirkskommandeur seines Aufenthaltsortes vorzu⸗ stellen und hierbei folgende Paptere vorzulegen: 8 a) ein Geburtszeugniß, b) den Konfirmattons bezw. Einsegnungs⸗Schein, c) ein Unbescholtenheitszeugniß der Poltzei- Obrigkeit, d) etwa vorhandene Schulzeugnisse. Der Bezirkskommandeur veranlaßt die ärztliche Untersuchung, die schulwissen⸗ schaftliche Prüfung und die Aufnahme einer schriftlichen Verhandlung über die unter 3 erwähnte Verpflichtung, welche vom Vater oder Vormund mit zu unterzeichnen ist. 8. Insowelt Stellen frei sind, erfolgt die Einberufung gach vollendetem 15. Lebensjahre in die Unteroffizier-Vorschulen Weilburg und Annaburg im Oktober, in die Unteroffizier Vorschule Neubreisach im April jedes Jahres durch Vermittelung der Bezirkskommandeure. Diejenigen jungen Leute, welche 16¼ Jahre alt geworden sind, ohne einbe⸗ rufen worden zu sein, sind von der Aufnahme ausgeschlossen und erhalten daher die eingesandten Papiere zurück. 9. Die Einberufenen haben sich zunächst in das Stabsquartier des Bezirks- kommandos zu begeben. Hier werden sie nochmals ärztlich untersucht und erhalten im Fall der Brauchbarkeit einen Vorschuß in Höbe der für den zurückgelegten Marsch und den Weitermarsch nach der betreffenden Vorschule zuständigen Gebührnisse. Diese bestehen in Fahr- und Zehrgeldern. Erstere richten sich bel Landwegen nächste Poststraße— nach den tarlfmäßigen Postfahrpreisen, ohne Rücksicht auf das wirklich benutzte Beförderungsmittel, während bei Eisenbahnverbindung ein Militärfahrschein auszustellen ist. Das Zehrgeld beträgt: a) bei Reisen auf der Eisenbahn für jedes km 0,5 Pf. b) bei Reisen auf dem Landweg für jedes km 1,5 Pf. in beiden Fällen aber mindestens 1 Mark. 10. Bei der Gestellung zum Eintritt in eine Unteroffizter-Vorschule müssen die Einberufenen mit einem Paar guter Stiefeln und zwei neuen Hemden sowie mit 6 Mark zur Beschaffung des erforderlichen Putzzeuges versehen sein. In den Unteroffizier-Vorschulen wird das zum Lebens Unterhalt Noth⸗ wendige, einschlleßlich der Kleidung und der Lehrmittel, unentgeltlich gewährt. B. Nachrichten für diejenigen Freiwilligen, welche in die Unteroffizierschulen zu Potsdam, Biebrich, Ettlingen und Marienwerder eingestellt zu werden wünschen. 1. Die Unteroffizierschulen haben die Bestimmung, junge Leute, welche sich dem Militärstande widmen wollen, zu Unteroffizteren heranzubilden. 2. Der Aufenthalt in der Unteroffizierschule dauert in der Regel drei, bei besonderer Brauchbarkeit nur zwei Jahre, in welcher Zeit die jungen Leute gründ— liche militärische Ausbildung und solchen Unterricht erhalten, welcher sie befähigt, bel sonstiger Tüchtigkeit auch die bevorzugteren Stellen des Unteroffizterstandes(Feld webel ꝛc.), des Milttär-Verwaltungs dienstes(Zahlmeister ꝛc.) und des Civildienstes zu erlangen Der Unterricht umfaßt: Lesen, Schreiben und Rechnen, deutsche Sprache, Anfertigung aller Arten von Dienstschreiben, milltärische Rechnungsführung, Geschichte, Geographie, Planzeichnen und Gesang,. Die gymnastischen Uebungen bestehen in Turnen, Bajonettfechten und Schwimmen. 3. Der Aufenthalt in der Unteroffizterschule giebt den jungen Leuten keinen Anspruch auf die Beförderung zum Unteroffizier. Solche hängt lediglich von der guten Führung und der erlangten Dienstkenntniß des Einzelnen ab. Die vorzüg⸗ lichsten Freiwilligen werden bereits auf den Unteroffizierschulen zu überzähligen Unteroffizteren befördert und treten bet ihrem Aus schelren in das Heer sogleich in etatsmäßige Unteroffizterstellen. 4. Ueberwelsungen von Unterofsizierschülern erfolgen nur an Infanterte- und Artillerle-Truppenthelle. Für die Vertheilung an diese Truppenthelle ist in erster Linte das dienstliche Bedürfniß maßgebend, indessen sollen die Wünsche der Einzelnen um Zutheilung an bestimmte Truppentheile nach Möglichkest berücksichtigt werden. 5. Die Füsiltere der Unteroffizterschulen stehen wie jeder andere Soldat des aktiven Heeres unter den milttärtschen Gesetzen und haben beim Eintritt den Fahnen— eld zu leisten. 6. Der in die Unteroffizierschule Einzustellende muß mindestens 17 Jahre alt sein, darf aber das 20. Jahr noch nicht vollendet haben. Der Einzustellende soll mindestens 157 em groß, vollkommen gesund, frei von körperlichen Gebrechen sowie wahrnehmbaren Anlagen zu chrontschen Krankheiten sein und die Brauchbarkeit für den Frledensdienst der Infanterie besitzen. Das Mindestmaß für den Brustumfang beträgt bei einem Alter von 17 bis 18 Jahren 74— 80 em, von 18— 19 Jahren 76— 82 em, nach zuxrückgelegtem 19. Lebensjahre 78—84 em. 7. Der Elnzustellende muß sich tadellos geführt haben, lateinische und deutsche Schrift mit einiger Sicherheit lesen und schreiben können und die ersten Grundlagen des Rechnens mit unbenannten Zahlen kennen. 8. Der Eintritt in eine Unteroffizierschule kann nur dann erfolgen, wenn sich der Freiwillige zuvor verpflichtet, nach erfolgter Ueberweisung aus der Unteroffizier— schule an einen Truppentheil noch vier Jahre im getlven Heere zu dienen. 9. Der Einberufene muß mit ausreichendem Schubzeug, zwel Hemden und mit 6 M. zur Beschaffung des erforderlichen Putzzeuges versehen sein. Im Uebrigen ist die Ausbildung kostenfrei; die Fuͤsiltere der Unteroffizterschulen werden bekleidet und verpflegt wie jeder Soldat des aktiven Heeres. 10. Wer in eine Unteroffizterschule aufgenommen zu werden wünscht, hat sich bei dem Bezirkskommandeur seines Aufenthaltsorts oder bet einem der Kommandeure der Unteroffizterschulen in Potsdam, Biebrich, Ettlingen und N artenwerder unter Vorzeigung eines von dem Civil Vorsitzenden der Ersatz Kommission seines Aus— hebungsbezürks ausgestellten Meldescheins persöylich zu melden. Da die Unteroffizterschulen in Juͤllch und Weißenfels sich aus Unteroffizier Vor— schuͤlern ergänzen, so findet die Einstellung von Freiwilligen daselbst nicht mehr statt. 11. Ist die Prüfung im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die ärztliche Untersuchung günstig ausgefallen, so wird zunächst die Verpflichtungs⸗Verhandlung über die vorgeschriebene längere aktive Dienstzeit(Ziffer 8) aufgenommen. Dlejenigen Freiwilligen, welche bei einem Bezirkskommandeur den freiwilligen Eintritt nachgesucht haben, erhalten durch dessen Vermittelung den Annahmeschein von der Unteroffizierschule, welcher sie zugetheilt worden sind. Nach Ertheilung des Annahmescheins tritt der Freiwillige in die Klasse der vorläufig in die Heimath beurlaubten Freiwilligen. Die Einberufung erfolgt von derjenigen Unteroffizierschule, welche den Annahmeschein ausgestellt hat, durch Ver— mittelung des betreffenden Bezirkskommandeurs. Eine Lösung der Eintritts verpflichtung kann nur mit Genehmigung der In spektion der Infanterieschulen erfolgen. Kosten dürfen der Militär Verwaltung hier durch nicht entstehen. Wird die Lösung der Verpflichtung nach dem Eintreffen auf einer Unteroffizterschule erbeten, so hat der betreffende Freiwillige, wenn die Ge— nehmigung ausnahmsweise ertheilt wird, die Kosten der Rückreise zu tragen. 12. Die Einstellung von Freiwilligen in die Unterofflzlerschulen findet all; jährlich zweimal statt, und zwar bel den Unteroffizterschulen Potsdam, Blebrich und Marienwerder im Monat Oktober, bei der Unteroffizterschule Ettlingen im Monat April. Wer zu diesen Zeitpunkten nicht einberufen werden kann, darf in freiwerdende Stellen der Unteroffizserschulen zu Potsdam, Biebrich und Marienwerder bis Ende Dezember, der Unteroffizlerschule zu Ettlingen bis Ende Junk eingestellt werden, vorausgesetzt, daß dann noch allen Aufnahmebedingungen genügt wird. 13. Füͤstliere der Unteroffizlerschulen, die sich durch mangelhafte Führung oder durch zu geringe Leistungen als nicht geeignet für den Unteroffizterberuf er⸗ weisen, werden aus den Unteroffizterschulen entlassen. Solchen entlassenen Frei⸗ willigen wird die in den Unteroffizierschulen zugebrachte Dienstzeit bel der Erfüllung ihrer Dienstpflicht im aktlven Heere nicht in Anrechnung gebracht. 14. Während ihrer Dienstzelt in der Unteroffizterschule erhalten bei guter Führung diejenigen Fuͤsiltere, welche in die Heimath beurlaubt werden, eine eln⸗ Die Wuͤnsche der Freiwilligen um Zuthetlung an eine bestimmte Unteroffizier schule sollen, soweit angängig, berücksichtigt werden. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Dortelweil. Bekanntmachung. malige Reise⸗Entschädigung Löhnung bis zu 4 Wochen belassen. Während dieser Beurlaubung wird den Fuͤstlieren die Nachdem die am 16. l. Mts, abgehaltene Abstimmung uber rubricirtes Project ergeben hat, daß sämmtliche betheiligte Grundbesitzer für die Feldbereinigung in der Gemarkung Dortelweil gestimmt haben, so wird dieses Resultat unter dem Hinweise bekannt gemacht, daß das Abstimmungsprotokoll in der Zeit vom 24. bis 31. l. Mts. auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Dortelweil offen liegt und Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbestandigkeit des Ergebnisses binnen 14 Tagen, von dem Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, mittelst schriftlicher Beschwerde bei der Großh. Landescommission für Feldbereinigung geltend zu machen sind. Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Friedberg den 19. Mai 1888. Dr. Wallau. Ausschreiben. Um Auskunft über den dermaligen Aufenthaltsort des Peter Bauer von Blossersbach, Reglerungsbezirk Schlatzendorf, Bezirksamt Wichtach, Nieder- Balern, des Heinrich Enders von Wallenrod, des Peter Trimmersdorf von Frixheim und des Johann Georg von Landenhausen, wird ersucht. Erledigt. Mein unterm 27. März 1888 erfolgtes Ausschreiben gegen Joseph Link von Griesheim nehme ich zurück. Friedberg den 11. Mai 1888. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Kolb. Deutsches Reich. Darmstadt. Nach der Rückkehr von Char— lottenburg und ohne vorher hier Aufenthalt zu nehmen, begeben sich der Großherzog und der Erbgroßherzog, die Prinzessin Alix mit dem Groß— fürsten und der Großfuͤrstin Sergius zu einem längeren Aufenthalte nach Seeheim. — Der Regierungsbaumeister von Weltzien zu Berlin wurde zum vortragenden Rath im Ministerium mit dem Amtstitel„Oberbaurath“, der Ober⸗Amtsrichter Arnold in Darmstadt zum Landgerichtsrath daselbst, der Ober-Amtsrichter Römheld in Lorsch zum Ober-Amtsrichter in Darmstadt, der Staatsanwalt bei dem Landge— richt in Mainz Dr. Best zum Staatsanwalt bei dem Landgericht in Darmstadt, der Amtsrichter Bücking in Mainz zum Staatsanwalt bei dem Landgericht daselbst, der prakt. Arzt Dr. Schwarz zu Erbach zum Kreis Assistenzarzt in Hirschhorn, der Seminar-Lehrer Stromberger zum Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt und der Landrichter Weller zum Landgerichtsrath in Darm— stadt ernannt, und der Kanzleidiener Lefz in Darmstadt auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt. Jugenheim, 19. Mai. Prinz und Prin— zessin Heinrich von Battenberg sind heute wieder nach England zurückgereist. Mainz, 18. Mai. Eine gestern stattge— habte Versammlung von streikenden Maurerge— sellen wurde auf Grund des Socialistengesetzes aufgelöst und die auf heute anberaumte Ver— sammlung unter Strafandrohung verboten. Straßburg, 22. Mai. Fürst Hohenlohe ist auf einige Tage nach Berlin gereist. Die Reise hängt direct mit den Schwierigkeiten zu sammen, welche durch die französischen Hetzereien sich neuestens gehäuft haben. Berlin, 18. Mai. Bulletin von heute Morgen 9 Uhr: Der Kaiser ist in den letzten Tagen ganz fieberfrei gewesen; die Schlingbe— schwerden sind fast ganz geschwunden. Das Allgemeinbefinden ist so befriedigend, daß der Kaiser einen großen Theil des Tages im Freien zubringt. Die Kräfte nehmen sichtlich zu, die Absonderung ist geringer.— 19. Mai. Der Kaiser ließ heute dem vor dem Charlottenburger Schloß harrenden Publikum durch den Kammer— diener sagen, er befinde sich wohl und lasse seinen lieben Berlinern ein frohes Fest wünschen. Der Kaiser kehrte um 6 Uhr 30 Min. von einer Spazierfahrt zurück und wurde bei der Fahrt durch Charlottenburg von einer dichtgedrängten Menschenmenge mit Hurrahrufen und dem Ab— singen der Nationalhymne begrüßt. Der Kaiser, welcher Generalsuniform trug, begab sich nach der Rückkehr in den Park und machte dort eine nochmalige Rundfahrt im Ponywagen. Das Allgemeinbefinden des Kaisers während des ganzen Tages war sehr gut.— 20. Mai. Bei dem Kaiser war der erste Theil der Nacht ein ziem— lich guter, der zweite Theil jedoch haufiger durch Hustenanfälle unterbrochen. Der Kaiser befindet sich seit 8 Uhr außer Bett im Arbeitszimmer und macht auch heute Nachmittag eine Spazier⸗ fahrt. Gegen 11 Uhr erschien der Kaiser zwei— mal am Feaster, von dem massenhaft herbei— geströmten Publikum mit nicht endenwollenden enthusiastischen Kundgebungen begrüßt.— 22. Mai. Der Kaiser hatte eine gute Nacht, stand in heiterer Stimmung auf; seit heute Morgen 10½ Uhr be— findet sich der Kalser im Park, hörte dort den Vortrag Albedyll's und unternahm dann eine Spazierfahrt. Ausland. Schweiz. Bern. Die Anklagekammer des Bundesgerichtes verwies den Commis Schill, den Buchdrucker Muͤller-Schmid und den Buch— händler Festersen-Mieg, alle in Basel, als Ver— fasser und Verbreiter des Fastnacht-Pamphletes „Vive la France“, wegen öffentlicher Beschimpfung der deutschen und elsaß-lothringischen Regierung vor die eidgenössischen Assisen, dagegen wird die strafrechtlichen Verfolgung des Commis Hofer abgelehnt. Belgien. Brüssel, 19. Mai. Die Kammer nahm mit 61 Stimmen gegen 16 Stimmenent— haltungen die Credite für die militärischen Ver⸗ theidigungsmittel einschließlich der Maasbefestig— ungen an. Frankreich. Paris, 18. Mai. Der Senat nahm heute die Berathung des Rekrutirungs— gesetzes wieder auf, berieth zunächst den Artikel betr. Befreiung von der Dienstpflicht, und lehnte mit 195 gegen 87 Stimmen den von Floquet befür⸗ worteten Antrag Campenon's ab, welcher für die Priesterseminaristen, sowie für Diejenigen, welche sich dem wissenschaftlichen Lehr⸗Bberufe widmen, die Befreiung von der Militärdienstpflicht be— seitigen sollte. Der Senat stimmte im Principe der Zulassung von Dispensatlonen von der Mili— tärdienstpflicht zu. Großbritannien. London, 18. Mai Das Unterhaus nahm in zweiter Lesung die Haftpflichtgesetznovelle an und vertagte sich bis zum 31. Mai. — Dem„Daily Telegraph“ zufolge hat sich eine englische ostafrikanische Gesellschaft gebildet, deren Gebiet an das der deutschen ostafrikani⸗ schen Gesellschaft angrenzt. Dublin, 18. Mai. In einer heute stattge⸗ habten Versammlung der parnellitischen und ka— tholischen Deputirten wurde ein Manifest be— schlossen, worin erklärt wird,„die in dem Cir— cular des Heiligen Stuhles an die irischen Bischöfe aufgestellten Thatsachen seien unbe— gründet.“ Indem dem Heiligen Stuhle die geist— liche Gerichtsbarkeit zugestanden wird, halten sich die parnellitischen Deputirten für verpflichtet, formell auszusprechen, daß die irischen Katholiken keinerlei Recht des Heiligen Stuhles anerkennen können, dem irischen Volke gegenüber sich in die Behaudlung der politischen Angelegenheiten ein— zumischen. Italien. Rom, 18. Mai. Die Kammer genehmigte mit 177 gegen 48 Stimmen das Finanzbudget. — Die Untersuchung über deu Unfall im Fort Tiburtin ergab, daß der Oberst Benedicti die Unvorsichtigkeit begangen hatte, in Gegen— wart des Kronprinzen solche Experimente, welche noch nicht approbirt waren, vorzunehmen. Der Kriegsminister unterbreitete dem Köuig ein Deeret, wonach Benedicti zur Disposition zu stellen ist. Der Konig unterzeichnete jedoch das Decret in Anbetracht der langen und ausgezeichneten Dienst— leistung des Obersten nicht. Spanien. Barcelona, 18. Mai. Die Königin empfing heute die Befehlshaber der anläßlich der Ausstellung eingetroffenen fremden Geschwader und sprach ihre hohe Befriedigung über den Besuch des Geschwaders aus, in wel— chem sie ein kostbares Zeichen der Sympathie der Mächte für Spanien und das Königshaus erblicke.— 20. Mai. Die Königin-Regentin hat heute die Ausstellung feierlich eröffnet. Serbien. Belgrad. Bei der jüngsten Zu— sammenkunft des Königs Milau mit der Königin Natalie in Wien ist die dort versuchte Versöh— nung definitiv gescheitert. Der König kehrt heute hierher zurück. Die Königin wird den Sommer über mit dem Kronprinzen in Wiesbaden ver— bleiben. Der Kronprinz soll auch ferner in Deutschland erzogen werden. Bulgarien. Sofia, 18. Mai. Prinz Ferdinand ist gestern hierher zurückgekehrt. Die Minister und die höheren Offiziere waren dem Prinzen eine größere Strecke entgegengereist. Der Bischof, die Geistlichkeit und der Bürger— meister von Sofia bewillkommneten den Prinzen. — Der Cassationshof hat das gegen den Major Popow gefällte Urtheil bestätigt.— Prinz Ferdinand von Coburg wird sich dem— nächst auf einige Tage nach Kasanlik begeben. Montenegro. Cettinje. Der„Polit. Corr.“ in Wien wird aus Cattaro gemeldet, daß am 8. d. aus einem montenegrinischen Gefäng— nisse 21 schwere Verbrecher entkommen sind. Tags zuvor verschwanden 8 herzegowinische Flüchtlinge, die seit Jahren auf Regierungskosten in Montenegro erhalten und beim Straßenbau in Antivari beschäftigt worden waren, darunter der berüchtigte Stojan Kavacevic und der bekannte Bandenführer Milutin Jillic. Man vermuthet, Hohelt, Preußen unserem deutsche — Ol Nach steln in den Oer geltgent hier vor, herrlich zuverlell 13. Sef vorhand etwaige bezw. dahler dieset kundun des fl Wege f Fr 1235 In die Al Bruchen Aigulda haben. reglster Fri 1782 Diem werden schrill unt Di. stube b schrifte 1 ö n baten blerher Na 1908 5 0 . groß, 1768 De bi 1 l daß das fen liegt V dieser 2 sind a1 Badu — tudle die geist td halten verpflichtet den Katholiken b anerkennen — 17 die tuheiten e Die Kammt Stnmen das Unfall in Beneditt Oegen welche 1 Der 4 Dectet ellen ist Dectet in Dienst 1 Lit dad tt der 7 temder Befriedigung wel daß mit beiden Entweichungen der Zweck verfolgt werde, in der Herzegowina Banden zu bilden. Aus Stadt und Land. Friedberg, 28. Mal. Heute Vormittag ½10 Uhr traf der aus 6 Wagen bestehende Hofzug, der die Prin— zessin Irene nach Berlin führt, unter dem Geläute der Glocken und brausenden Hochrufen hier ein. Zum Empfange hatten sich die Spitzen der Behörden, Bürger⸗ meister und Gemeinderath, die Beamten, die Lehrer— kollegten, die Vereine mit fliegenden Fahnen, dle Feuer⸗ wehr, der Bürgermeister von Vad⸗ Nauheim und viele Andere, alle in Gala, eingefunden; als Festdamen waren Frl. Hirsch, Frl. Jockel und Frl. Schäfer in Weiß er⸗ schlenen mit einem prachtvollen Bouquet. Im Zug be⸗— fanden sich außer Gefolge und Dienerschaft: Seine König liche Hoheit der Großherzog und Erbgroßherzog, die Prinzessin Braut, die Prinzessin Ludwig von Battenberg und Prinzessin Allg. Nachdem der Zug gehalten und die allerhöchsten Herrschaften ausgestlegen, hielt Kreis, rath Dr. Braden folgende Ansprache: Ew. K. H. wollen Allergnädigst genehmigen, daß ich Namens der Bewohner Ihrer getreuen Stadt und Ihres getreuen Kreises Fried- berg den Gefühlen aufrichtigster Ergebenheit und unver⸗ brüchlichster Treue gegen Ew. K. H., unseren Allergnä⸗ digsten Landesfürsten und Herrn, sowie gegen das ge⸗ sammte Großherzogliche Haus andurch unterthänig Aus- druck gebe. Wir verbinden hiermit den Herzens wunsch und die sichere Hoffnung, daß die bevorstehende Ver⸗ mählung der von dem gesammten Hessenvolke hochge⸗ schätzten Prinzessin Irene, Großh. Hoheit, mit Sr. Koͤnigl. Hoheit, dem Allerdurchlauchtigsten Prinzen Heinrich von Preußen, wodurch die schönen Familien⸗Bande zwischen unserem vlelgeliebten Fuͤrstenhause und dem mächtigen deutschen Kalserbause noch enger geknüpft werden, eine Quelle reichen Segens für die belderseltigen Allerhöchsten Herrscher-Famillen und insbesondere den unversiegbaren Born des reinsten, auf gegenseitige Liebe und Zuneigung felsenfest begründeten ungetrübten häuslichen Glückes für das demnächstige hohe Fürstliche Ehepaar werden möge.“ Ew. Kgl. Hoh. wollen zugleich allergnädigst gestatten, daß wir diesen unseren Gefühlen und Wünschen, in welchen wir uns einig wissen mit der Gesammtbevolkerung des Kreises Frledberg, dadurch unterthänigen Ausdruck geben, daß wir mit Herz und Mund zusammenstimmen in dem ehrerbietigen Gruße und Rufe:„Ew. Köngl Hoheit, unser Allgeliebter Großherzog und Herr, sowie sämmtliche Fa— millenmitglteder unseres Allerdurchlauchtigsten Fürsten hauses, sie mögen leben glücklich, sie leben lange, sie leben hoch!!! Hlerauf sprach Frl. Jöckel bei Ueber— reichung des Straußes folgendes Gedicht: Irene, was an Wünschen wir im Herzen tragen, Die armen Worte sind zu arm, es Dir zu sagen, In Deinem Hochzeitsbunde eint sich wieder Nord und Suden, Heil ist durch ihn dem Deutschen Volk beschleden. Gott möge, holdes Fuͤrstenkind, durch Deines Namens Zeichen Uns geben, daß aus unseren Herzen weichen Die bangen Sorgen für des Vaterlandes Frledensstreben Und unsres heißgeltebten Kalsers theures Leben Glück möge Dich auf Deiner Lebens bahn begleiten, Nach Hessenart steh treu dem sturmerprobten Mann zur Seiten. Nachdem nun noch die Braden'schen Kinder Sträuße überreicht hatten, bestlegen die höchsten Herrschaften wie— der die Wagen, die beiden oberen Mädchenklassen sangen ein Heimathslied und der Zug setzte sich unter fortgesetzten Hochrufen in Bewegung, um noch einmal in Gießen zu halten, wo ein ähnlicher Empfang vorbereitet ist. Allerlei. Stargard(in Pommern), 18. Mal. Das unserer Stadt benachbarte Dorf Zarnikow ist gestern bis auf zwel Gehöfte niedergebrannt. Bern, 17. Mal. In Eschen, Canton St. Gallen, sind 18 Häuser und 17 Ställe bei Föhnwind nieder⸗ gebrannt; dret Kinder sind umgekommen. Handel und Verkehr. Friedberg, 23. Mai. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.20— 1.30. Eier 2 Stück 9 Pf. Friedberg, 23. Mat. Fruchtpr. Walzen M. 19.50— 75., Korn M. 14.— 14.50, Gerste M. 14.00 15.00, Hafer M. 14.00— 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpfund. r Buxkin und Kammgarne für Herren- und Knaben⸗ kleider, garantirt reine Wolle, nadelfertig, circa 140 cm breit 4 Mark 2.35 per Meter, versenden direkt an Private in einzelnen Metern, sowie ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin-Fabrik-⸗Depot Oettinger& Co., Frankfurt a. M. Muster unserer reichhaltigen Collektionen bereitwilligst franco. 523 Jeratlitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 26. Mai 1888. Freitag Abends 7 Uhr 15 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 8 Uhr 50 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 27. Mal an Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr 45 Min. Beginn: Oeffentliche Aufforderung. Nachdem Georg Arbogast Freiherr von und zu Francken⸗ stein in Ullstadt darum nachgesucht hat, verschiedene in den Gemarkungen Friedberg, Ockstadt und Straßheim gelegene Immobilien, über welche Grundbuchsauszüge da⸗ hier vorgelegt worden sind, dem früher errichteten Frei⸗ herrlich von Franckensteln'schen Familien⸗Fideicommiß ein⸗ zuverleiben, werden in Gemäßhelt des Gesetzes vom 13. September 1858 alle hierbei Bethelligten und etwa vorhandene unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, etwaige Einsprüche gegen die Fideicommiß⸗ Errichtung, bezw. Ergänzung des selben binnen einer Frist von drei Ronaten dahler vorzubringen, als sonst nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist, ohne Rücksicht auf solche Einsprüche, Beur⸗ kundung dahin, daß der Errichtung, bezw. Ergänzung des Fideicommisses Wege stehe, ertheilt werden wird. Friedberg den 22. März 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellheim. Bekanntmachung. In der General- Versammlung vom 27. v. Mts. wurde die Auflösung des Vorschuß⸗ und Credit Vereins zu Bruchenbrücken beschlossen. Phillipp Best II. daselbst ist zum Liquidator ernannt, bei welchem die Gläubiger sich zu melden haben. Die Löschung des Eintrags im Genossenschafts⸗ register ist erfolgt. Friedberg den 1. Mai 1888. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. 1782 Süßffert. —— Edicetalladung. Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nach⸗ laß des verlebten Obersöͤders Johannes Horn von bier find binnen 8 Tagen dahier anzumelden, wenn sie bei Regulierung des Nachlasses berücksichtigt werden sollen. Bad⸗Nauheim den 16. Mai 1888. Großherzogliches Amtsgericht Bad⸗Nauheim. Bauer. Schütz. Bekanntmachung. Dienstag den 5. Juni l. J., Vormittags 11 Uhr, werden dahter für das Rechnungsjahr 1888/89 durch schriftliches Angebot vergeben: ungefähr 3000 Ctr. Steinkohlen, melirte, I. Gute, 1 4000 5 Nußkohlen, 7 250 Braunkohlenbriketis, 7 600„ Coaks. Die Lleferungs bedingungen llegen auf der Geschäfts stube der Direetlon zur Einsicht offen, auch können Ab⸗ schriften derselben gegen Einsendung von 50 Pf. be⸗ zogen werden. Angebote, versehen mit der Aufschrlft„Angebot auf Kohlenlieferung“, sind bis zu obigem Zeitpunkt kostenfrei bierher einzureichen. Marlenschloß den 17. Mal 1888. Großherzogliche Landeszuchthaus-Directlon. Bornemann. 1226 1941 1928 Kinderwagen in großer Auswahl billigst bei 1768 Carl Damm, Usagasse. in rechtlicher Beziehung nichts im Arbeits-Vergebung. Die bei Erweiterung des Friedhofs zu Assenheim und Erneuerung von Kanälen in der Kreisstraße Bruchen⸗ brücken— Assenheim nöthig werdenden Arbeiten und Ltefe— rungen sollen Freitag den 25. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Ratbhause zu Assenheim öffent⸗ lich vergeben werden, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt zu 850 Mark, Steinhauerarbeit(Mauerdeckplatten lieferung) 480 5 Brechen von Mauersteinen in den Assenheimer Brüchen 465„ Diese Steine anzufahren r Liefern von Grubensand 62„ 9„ Schlackensand 4 5„ hydr. Kalk 19 1 Cement 22 5 Friedberg den 22. Mai 1888. Zörb II., 1949 Bezirks bauaufseher. Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerifa Ferner fahren Dampfer des Uorddeutschen Lloyd Bremen in 9 Tagen machen. von Ost asien Nasierseife aus Talg und Lauge, ohne Soda gewonnen, schaum⸗ stehend und nicht beißend, per Stück 10 Pf. Alleinverkauf bei 5 J. A. Windecker. Corallen, Colliers, Armbänder, Ohrringe und Ohrenschrauben mit Gold⸗ und Double⸗Schloß von 3 Mark an. L. Hanau, Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. Eine Sack'sche Rübenhackmaschine wird preiswürdig abgegeben. 1950 * 1754 Dorheimer Hof. Wormser Lotterie. Ziehung 30. Mal. Haupttreffer 20,000 Mark und 10,000 Mark in Gold. Loose à 2 Mark sind noch zu haben bei 1952 Ph. Dan Kümmich. Eherstädter Eisengitßerti, Ofenfabrik u. mechanische Werkstätte F. Bens& Cie. in Eberstadt bel Darmstadt empfiehlt sich zur Anfertigung aller Arten Banguß: Verandas, Balkone, Stallein richtungen, Treppen, Ge⸗ länder, Saulen, Brunnen- und Pumpenstöcke, Rohr⸗ leitungen, Kanalplatten ꝛc.; Maschinenguß, roh und bearbeitet; Röste und Roststäbe de. 1730 Medieinal-Tokayer, ehem. untersucht von r Professor Dr. Dietrich, Marburg, vom Weinbergebesitzer Ern. Stein Australien Näheres bel dem General ⸗Agenten Chr. Emil Derschow, Offenbach a. M., oder dessen Agenten Isidor Schulhof, Friedberg, N. Spiegelberger in Butzbach, 359 August Kralt in Butzbach. in 8 Erdö-Bènye 8 dei Tokay, 3 garantirt rein, als vorzügliches 7 Stärkungsmittel bei allen Krank- heiten empfohlen, verkauft zu Engros-Preisen W. Bernbeek. Friedberg. 1437 Das Neuesie in Damen- und Rinder-Schürzen J. Keim, vorm. K. Friedrich. 1720 äußerst billig bei 3 * Braunkohlen⸗Verkauf. Montag den 28. d. Mts. beginnt auf den Fürstlichen Braunkohlengruben Weckeshelm, Dorn⸗Assenheim und Wölfersheim der Verkauf neugeformter Kohlenklötze und holziger Braunkohlen diesjähriger Aufbereltung. Die Preise sind bei Baarzahlung folgende: 15 Kloͤtze von Reihen und Haufen pro Centner= 14 Stück 40 Pf., Klötze aus Schuppen 0 1 e Preßkloͤtze(Weckeshelm) 1 1„„ Holzige Braunkohle 5„(gemessen) 40 Bel Entnahme auf Credit stellt sich der Centner je 2 Pf. höher. 8. f Mit dem 1. April hat die neue Credit⸗Perlode begonnen; gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine, welche vom 1. April 1888 bis 31. März 1889 zu lauten haben, wird Credit bis zum 1. April und Zahlungsfrist bis zum 1. Juni 1889 gewährt. i Grude Weckes heim den 22. Mai 1888. Die Fürstliche Bergverwaltung. Vorschuß⸗ und Credit Verein zu Reichelsheim i. d. Wetterau. (Eingetragene Genossenschast.) Bilanz pro 18872. A. Activa. M. Pf. IB. Passiva M. Pf Kassebestand am 31. Dezember 1887.. 30573 33 Passiv-Kapitalien 140389 70 Vorschüsse nen 7676129 Auflaufende Rechnung 13812 80 Auflaufende Rechnung.. 43576 44 Spareinlagen 52692 02 Gütersteiggelder.... 130680 68 Mitgliedervermögen 73447 92 Nicht eingegangene Zinsenn. 9451 55 Peserve fonds. 6018 8õ Mobilien und Utensilintte 389 29 Nicht erhobene Zinsen von Anlehen. 108 38 Bei Banken und Vereinen ,,, 4989 71 291459 38 291459 38 Zahl der Mitglieder Ende 1887: 625. Der Vorstand: 1941 Steten. Schmid. Vogt. Schweizerische Unfall⸗Versicherungs⸗Actien⸗Gesellschaft Aetiencapital: 5 Eingezahltes Capital: 3,000,000 Franken. in Winterthur. 000,000 Franken. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir für das Großherzogthum Hessen eine Generalagentur errichtet und dieselbe dem Herrn Fr. Carl Müller in Mainz Bahnhofstraße Nr. 1 öbertragen haben. Frankfurt a. M. den 1. Mai 1888. a Subdirection für Mitteldeutschland: 1948 Gebrüder Wolff am Salzhaus 3 J. Mit Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich meine Vertretung der genannten Gesellschaft für alle Arten von Unfallversicherung und bin zur Auskunftertheilung über die einzelnen Abschlußarten, sowie zur Vermittlung gefälliger Anträge gerne bereit. Die Schweizerische Unfallversicherungs-Actiengesellschaft zu Winterthur befaßt sich nicht zu— gleich mit andern Versicherungs-Zweigen, sondern ausschließlich mit der Unfallversicherung. Geeignete Bewerber, welche eine Agentur zu übernehmen wünschen, wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Mainz den 1. Mai 1888. Fr. Carl Müller, (M. 5819 2.) Generalagent. See ue ug Pliun Saunas und ohne Gummizüge, in bekannt solider guter Waare Theis de Müller und recht billigen Preisen vei 1958 bei 2 2 kerlug dei. T Nee 0 b J. g gesacht. Neuheiten 5 72 Egypt. Zwiebel Kleider⸗ Schürzen-Kattunen in großartiger Auswahl Strohhüte, Seiden⸗Hüte g 55 ie 1 Pf. und höher. 6 sederleichte Lihhüte, J. Fürth's Erben. Herren- und Damen-Sonnen-Sthirme(f.,(rr, ene enen in größter Auswahl und zu sehr billigen Preisen empfiehlt Ein Kind ermädchen 1863 C. Kalbfleisch. sucht sofort Frau Kissel, Auen ichtigen Geselle nm und Lehrling sucht für 155 f Chilisalpeter Bad⸗Nauheim. Carl Knipp, frisch eingetroffen empfehlen billigst e e den 27. Mai, Nachmittags 3 Uhr, anberaumt. über dieselbe wird später bekannt gegeben. werden zu der Freitag, 25. Mal d. J., Abends 8¼ Uhr, im Windecker'schen Gartensaale stattfindenden General versammlung hiermit ergebenst eingeladen und gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins im Jahre 1887.88. 2. Rechnungsablage über 1887/88. 3. Festsetzung des Voranschlags für 1888/89. 4. Wahl des Vorsitzenden. 1921 Der Vorstand. Land wirthschastl. Casino Volksbildungs- Verein.“ Die Mitglieder des hiesigen Volksbildungs⸗ Vereins zu Friedberg. Die ordentliche Generalversammlung ist, vorbehaltlich der Genehmigung des Gesammtvorstandes, auf Sonntag Genaueres Zahlreiche Vetheiligung ist wünschenswerth. Der erste Familien Ausflug soll Sonntag den 3. Jun stattfinden. Der Vorsitzende: 19⁴⁰ Dr. Tobisch. ber Stück M. 1.50. 1957 M. Netscher. Kuaben-Wasch-Anzüge Complete G. M. Reuss. Kattune in den schönsten neuesten Dessins von! 40 Pf. an per Meter in großer Aus- N wahl bei 1951 360 bei vis-à- vis der Post. r 2 Stachelzaundraht 1945 empfiehlt Assenheim. Schuhwaaren in großer Auswahl gut und billig bei 1883 Louis Waas Strohhüte und Sonnenschirme. starl Bauer. 1 1 3 it Kalser Wilhelm u. Kai [Spazie rstöcke Cegtlebnh, Sf ale 80 und sonstige Neuheiten in hundertfacher Auswahl bei 1865 Fritz Fchmidt, Kaiserstraße. Enmpfehlung. Durch unerwartete Auffindung guter Tonerde bin ich in der Lage Falzziegel und Plattziegel noch viel besser und billiger als Steinheimer Ziegel zu liefern. Ossen heim. 1942 Ernst Laubach. Tapeten in großer Auswahl vorräthig bei Verantw. Red.: Carl Bindernagel. 1923 Schlossermeister. 1900 Gebrüder Rothschild. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Gebr. Strauss, Ele 8 D 1 5 5 5 H dsch aller e bel 0 25 an uhe 5d Frleduch. 1261 Georg Gross. am Sen 0 1 Aar Schloss vorhänge und Rouleaur da Wales 5 kalen des Mit Dieseune lichkeite von de Kaiser im gesch Volfe 10 Mun, dem Gro Hessen tt Vestend⸗ Ingnie d hrencon die Kaise die Prin und Mar, Bahnhofe halle war fangen, Fahnen lende Me in der Zi San 0 lischen 9 0 Jürstenfe lottenbune 0 Guoßher di Prin übrigen eren er Braut