stärke U 6 ross. — Ihle. un und men) erstraßt. N. an. en N. 80 en te 1 ungen Alettet, emeistet. 2 igt, ben fil von nd 1888. Bienstag den 24. April. 48. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstag und Samstag. 15 lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Entwässerung in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach. Nachdem der von den Herren Freiherr von Buchenröder und H. Reitz zu Butzbach gestellte Antrag auf Bildung einer Genossenschaft behufs Entwässerung der Grundstücke in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach von der fachlichen Centralbehörde als zweckmäßig und zulassig erkannt und die Einleitung des Verfahrens angeordnet worden ist, so wird hiermit bekanntgegeben, daß die Drainagepläne, Verzeichniß der betheiligten Grundstücke, Nachweis über die Drainröhren und die Kostenanschläge in der Zeit von Donnerstag den 3. bis Donnerstag den Annoncen: die einspaltige 2 15 15 Pf., auswärtigen Einsendern Friedberg den 17. April 1888 brücken offen liegen. geltend zu machen. Friedberg den 20. April 1888. r Friedberg den 21. April 1888. ————ů— 17. Mai l. J. auf dem Gemeindehause zu Butzbach zur Einsicht der Betheiligten offen liegen. Besitzer zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl der Vertreter für das weitere in der Zeit vom Samstag den 28. April bis Samstag den 5. Mai J. J. auf dem Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständi Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, mittelst s Freitag den 18. Mai, Vormittags 11 Uhr, in das Rathaus zu Butzbach unter dem Anfügen eingeladen, daß die Nichterscheinenden, sowie die Nichtabstimmenden al nehmen beistimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden angesehen und nicht mehr gehört werden. Weiter werden die bei dem Unternehmen nicht direkt gegen das Unternehmen in dieser Tagfahrt geltend zu machen, widrigenf Bekanntmachung. Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Bruchenbrücken. Nachdem die am 12. l. Mts. abgehaltene Abstimmung über rubricirtes Pro Grundbesitzer, welche mehr als die Halfte der in Betr gestimmt haben, so wird dieses Resultat unter dem Hinweis bekannt gemacht, daß das Ab acht kommenden Fläche besitzen, für die Feldbereinigun Gleichzeitig werden hiermit die betheiligten Grund— Verfahren auf Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V: Dr. Wallau. jekt ergeben hat, daß mehr wie ein Fünftheil der betheiligten g in der Gemarkung Bruchenbrücken stimmungsprotokoll nebst Zusammenstellung des Resultates Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Bruchen— gkeit des Ergebnisses sind binnen 14 Tagen, von dem Tage des chriftlicher Beschwerde bei der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Betreffend: Die Feldbereinigung in der Gemarkung Dortelweil. Bekanntma ch ung. Nachdem von dem Ortsvorstand zu Dortelweil am 7. eitung der Abstimmung ernannt worden ist, f Dr. Wallau. J. Mts. einstimmig die Feldbereinigung und die Anlage von Wegen in den Baum— stücken der Gemarkung Dortelweil beantragt und das Verfahren von der Großherzoglichen Landescommission für Feldbereinigung mäßig erkannt und der Unterzeichnete zum Commissär zur L der betheiligten Grund-Eigenthümer auf Mittwoch den 16. Mai l. J., Vormittags von 10 bis Diejenigen betheiligten Grundeigenthümer, welche in der anberaumten Abstimmun mächtigte abstimmen, werden als für die Bereinigung stimmend angesehen. Dr. Wallau. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurde: Johannes Wilhelm Schultheis von Ober-Florstadt als Wiesenvorstands-Mitglied und Obstbaumwärter Georg Ruths von Friedberg als Feld-Schütze. Deutsches Reich. Darmstadt. Dem Schullehrer Buchinger zu Wies⸗Oppenheim wurde das Allgemeine Ehren— zeichen„Für langjährige treue Dienste“ verliehen. Berlin, 20. April. Trotz seines Zustandes erledigt der Kaiser seine Geschäfte, soweit es geht. Er empfing gestern Nachmittag und heute Vormittag den General v. Winterfeldt zu Vor— trägen. Gestern Nachmittag empfing der Kaiser auch den Flügeladjutanten Corvettencapitän von Seckendorff. Wahrhaft ergreifend ist die dul— dende Ergebung unseres Kaisers in das unver— meidliche Schicksal. Von den nächsten Zeugen, welche fast täglich am Krankenbette weilen, er— fährt man rührende Einzeluheiten, die um so bewundernswürdiger sind, als dem Kaiser der ———ů—-—- unbekannt ist. Die Aerzte waren gestern bis gegen ½10 Uhr um den Kaiser versammelt. Die Kalserin ließ sich von dem Resultat Bericht erstatten, der stronprinz wurde brieflich verständigt. Nach starker Eiterentleerung mit Blut vermengt wurde gegen Abend die Athmung leichter und die Puls— frequenz geringer. Wie das Fr. J. erfährt, hat die Entleerung von Eiter, wenn auch in maͤßigem Grade, während der Nacht angedauert und fand ben Zeit zu Zeit in größeren Zwischenräumen, offenbar aus der Umgebung des künstlichen Athmungsweges, statt. Die dadurch eingetretene Erleichterung ist unverkennbar, wenngleich in der 1 0 1 ö . — gefahrdrohende Zustand seines Leidens nicht mehr Beurtheilung des Zustandes noch Vorsicht ge— boten ist, da ein völliges Nachlassen des Fiebers noch nicht konstatirt werden kann. Indessen scheint doch ein Ergriffensein der Lungen ausge— schlossen zu sein. Weitere krankhafte Erschei— nungen, wie besonders das mehrfach gemeldete Anschwellen der Füße, sind nicht vorhanden. Heute Nacht ist an Stelle der silbernen eine an Gewicht wesentlich leichtere Aluminiumcanüle ohne Schwierigkeit eingelegt worden.— 21. April. Ueber das Befinden des Kaisers ist heute minder Günstiges zu berichten. Das Fieber hat nicht in erwartetem Grade abgenommen, auch der Appetit ist nicht so rege, so daß die Kräfte weniger gehoben erscheinen, als gestern. Die Thatsache, daß die Temperatur nicht so herunter— gegangen ist, wie es wünschenswerth gewesen, beunruhigt die Aerzte. Bei der Permanenz des starken Fiebers sehen dieselben den nächsten Nächten mit Bangigkeit entgegen, zumal Schüttel— frost, der sich gestern Abend nebst dem Fieber eingestellt hatte, mit den letzteren zusammen die ersten und Hauptanzeichen der Pyaemie bilden. Nach Berichten, welche um 3 Uhr hier eingingen, soll man denn auch im Charlottenburger Schlosse auf das Schlimmste gefaßt sein; die Beamten des Hofmarschallamtes, wie die des Auswärtigen Amtes sollen die Ordre erhalten haben, die Bureaus nicht zu verlassen. Hiermit würde in Ueberein— nach welcher Professor von Bergmann bei der heutigen Berathung der Aerzte sehr ungünstige Aeußerungen über die Prognose abgegeben haben soll. Der Name Professor v. Bergmanns fehlte unter den Unterschriften des heutigen Morgen— Bulletins. Die Stimmung bei der Umgebung des Kaisers und den Aerzten ist heute eine recht sernste, auch Prof. Leyden und Prof. Senator standen bei der Rückfahrt von Charlottenburg nach Berlin dem Publikum nicht Rede, sondern verwiesen auf das Bulletin.— 22. April. Das Befinden des Kaisers war bis gestern Mittag ziemlich unverändert. Die Kaiserin Augusta, die badischen und die meiningen'schen Herrschaften weilten seit 12½ Uhr im Schlosse. Die„N. Allg. Zeitung“ meldet vom Kaiser: Das Fieber dauert an, ebenso die Eiterentleerung, die aber etwas vermindert ist. Der Appetit ist nicht be— deutend, doch genießt der Kaiser genügende Quantitäten entsprechend zubereiteter Speisen. Die geistige Klarheit und Arbeitslust sind un— geschwächt. Das Blatt hebt die seltene Stand— haftigkeit des Kaisers hervor und theilt die er— schütternden Worte mit, welche der Kaiser kürz— lich dem Kronprinzen auf ein Papier-Blatt ge— schrieben hat:„Lerne leiden ohne zu klagen; das ist das Einzige, was ich Dich lehren kann“. Der Kaiser ist bei vollständig klarem Bewußtsein, er hat gestern und selbst heute noch Unter— stimmung stehen eine Nachricht der„Voss. Ztg.“, schriften vollzogen und trägt sein schweres s dem beantragten Unter— mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später betheiligten Grundeigenthümer aufgefordert etwaige Einsprachen alls Einsprachen nach Ablauf der Frist Berücksichtigung nicht mehr finden. als sehr zweck⸗ o wird hiermit Tagfahrt zur Abstimmung 12 Uhr im Rathhause zu Dortelweil anberaumt. gstagfahrt weder persösulich noch durch gehörig Bevoll— Der Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: .— — ———— Geschick ohne Klagen wie ein Held. Die Aerzte sahen gestern Abend der Nacht ohne Besorgniß entgegen. Das Bulletin von 8½ Uhr gestern Abend lautete: Bei dem Kaiser hat sich heute das Fieber etwas ermäßigt, das Allgemeinbefin⸗ den ist etwas besser. Das heute, 22. April, Vormittag 9 Uhr ausgegebene Bulletin lautet: Der Kaiser hatte eine ruhigere Nacht; das Fieber ist wieder ermäßigt, das Allgemeinbefin— den besser. Der Kronprinz und die Kronprin— zessin, Prinz Heinrich, der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen mit Tochter Feo— dora besuchten Mittags das Kaiserpaar in Char— lottenburg. — 20. April. Der Kronprinz hatte einen Theil der Regierungsgeschäfte bereits übernommen und empfing gestern den Commandanten des mecklen— burgischen Dragoner-Regiments Nr. 17, Heinrich Prinz Reuß, nahm den Vortrag des General— majors v. Wittich entgegen und arbeitete später mit dem Geh. Rath v. Wilmowski. An dem Diner nahmen unter anderen Prinz Heinrich, der Erbgroßherzog von Hessen und der Botschafter in Paris, Graf Münster, theil. Fürst Bismarck machte heute dem Kronprinzen einen Besuch und verweilte eine Stunde bei ihm. Der Kronprinz hat nun eine umfangreichere Stellvertretung des Kaisers übernommen. Heute um 2½ Uhr findet eine vertrauliche Besprechung des Staats-Mi— nisteriums beim Reichskanzler statt. — 21. April. Die Königin von England, deren Ankunft für Dienstag zu erwarten steht, wird bis Mittwoch Abend am hiesigen Hofe verweilen. — 21. April. Das Abgeordnetenhaus ge— nehmigte nach einer wenig erheblichen Debatte die Nothstandsvorlage nach den Beschlüssen der zweiten und dritten Lesung. Bei der dritten Le— sung des Volks-Schullastengesetzes wurde nach längerer Debatte und namentlicher Abstimmung über den§. 1 der Antrag Althaus angenom—⸗ men, wonach anstatt 300 Mark Staatszuschuß für die ordentlichen Lehrer nur 200, sowie für eine ordentliche Lehrerin statt 200 Mark nur 150 Mark gewährt werden sollen. Darauf wurden der§ 1 im Ganzen und die§§. 2 und 3 ohne Debatte angenommen; ebenss der Rest des Gesetzes und das Gesetz im Ganzen nach den Beschlüssen der zweiten Lesung. — Die Abschaffung der Epaulettes wird jetzt im„Armeeverordnungs- Blatt“ amtlich be— kannt gegeben. Die betreffende kaiserliche Ver— ordnung, welche vom 12. April datirt ist, lautet wie folgt:„Im Verfolge der von Mir unter dem 17. März 1888 getroffenen Bestimmungen befehle ich, daß auch, nachdem die Armee die für des verewigten Kaisers und Königs Wilhelm von mir befohlene Trauer abgelegt haben wird, Epaulettes bis auf Weiteres nicht angelegt werden.“ — 20 April. Der amerikanische Gesandte in Berlin, Pendleton ist auf einer Reise nach Frank— furt a. M. unterwegs vom Schlage getroffen worden und liegt in Wiesbaden im Krankenhause. Köln. Die„K. Zig“ bringt eine auf Grund des Preßgesetzes verlangte Berichtigung Dr. Howell's, in welcher der Letztere erklärt, die Angst des Krankenwärters des Kaisers(der bekanntlich in der Nacht vom vorigen Freitag aus Besorgniß für den Zustand des Kaisers Dr. Howell und später auch die deutschen Aerzte des Monarchen weckte) sei in jener Nacht überflüssig gewesen, weil wohl beschleunigter Athem, aber keine Athem— noth vorgelegen habe. Nicht durch seine, sondern durch Professor Bergmann's vergebliche Mani— pulation mit der Canüle sei die alte Wunde ver⸗ letzt worden und ein stundenlang dauernder reich— licher Blut-Ausfluß entstanden. Die„Kölner Ztg.“ behält sich ihre Entgegnung für später Zeit vor. Ausland. Oestereich-⸗Ungarn. Wien, 21. April. Im Abgeordnetenhause griff Sturm die Regie— rung an, weil hiesige Journale, welche die das österreichische Regierungssystem verurtheilenden ungarischen Journalstimmen abdruckten, confiscirt wurden. Ministerpräsident Graf Taaffe erwie— derte in leidenschaftlich erregtem Tone, Oester— reich sei selbstständiger Staat, das Ausland, sei es nun jenseits der Leitha oder noch weiter, habe sich nicht darum zu kümmern, was Oester— reich für gut halte.(Die Linke zischte.) Ruß protestirte gegen die Bezeichnung Ungarns als Ausland und geißelte Taaffe's Methode, über das Ausland verächtlich den Stab zu brechen; dies reize zur Empörung auf. Graf Taaffe er— klärt, daß er nicht sagte, Ungarn sei Ausland, sondern weder das Ausland noch Ungarn dürfte sich in die Verhältnisse Oesterreichs einmischen. (Stürmische Rufe: Das ist unwahr!) Hierauf verlas Ruß ein officielles Stenogramm, woraus erhellt, daß Graf Taaffe sagte, das Ausland jenseits der Leitha. Taaffe springt in großer Aufregung auf und schreit:„Ich habe es nicht so gemeint.“ a Frankreich. Paris, 19. April. Bou⸗ langer, Laguerre, Leherisse und Deroulede ver— ließen im offenen Wagen um 2 Uhr das Louvre— hötel und betraten um 3 Uhr die Kammer, unter— wegs mit Rufen:„Es lebe Boulanger“ begrüßt. Die Kammersitzung war bereits eröffnet. Flo— quet erklärte, bevor die Tagesordnung festgestellt werde, seien einige Erörterungen zwischen der Kammer und der Regierung nothwendig. Die Lage sei nicht so gefahrvoll wie man sage, im— merhin aber ziemlich ernst. Die Regierung wolle wissen, ob in der Kammer eine Majorität vorhanden sei, die bereit sei, dem Cabinet ein Vertrauensvotum zu geben. Das Cabinet wolle das Vertrauen der Kammer haben und die repu— blikanischen Institutionen gegen Diejenigen ver— theidigen, welche sich mit der monarchischen Fahne decken, oder der Nation plebiscitarische Räthsel aufgeben. Die Kammer nahm hierauf mit 379 gegen 177 Stimmen die Tages-Ordnung an. Jumel(Linke) sprach sich dahin aus, die Kam— mer hege das Vertrauen zur Regierung, dieselbe werde es verstehen, den republikanischen Insti— tutionen energisch Achtung zu verschaffen und die vom Lande verlangte Politik des Fortschritts, der Reformen und der Freiheit zur Geltung zu bringen. Der Antrag Wickersheimer, eine Com— mission für Revision der Verfassung am Samstag zu ernennen, wurde mit 340 gegen 215 Stim— men angenommen. Die Kammer vertagte sich hierauf bis zum Samstag. Boulanger kehrte in's Louvrehötel in offenem Wagen zurück, von etwa 5000 bis 6000 Menschen mit Hochrufen begrüßt. — 21. April. Etwa tausend Studirende unter— nahmen gestern Abend eine antiboulangistische Manifestation, trafen dabei aber auf eine zahl— reichere boulangistische Manifestation. Es kam zu Streitigkeiten, wobei gegen 20 Studirende, mehrere ziemlich schwer, verwundet wurden. — 21. April. Vor Beginn der Kammer— sitzung faud in den Wandelgängen ein lebhafter Auftritt statt. Einige republikanische Deputirten tadelten die Haltung der Polizeiagenten, welche, wie sie behaupteten, die antiboulangistisch Demon— strirenden übel hehandelten, während sie die boulangistischen Manifestanten schonten. Der Polizeipräfekt bestritt die Richtigkeit dieser Be— hauptungen und erklärte, die den Polizeiagenten ertheilten Instruktionen erlaubten denselben in keiner Weise, derartige Unterscheidungen zu machen. Aehnliches kam auch in den Senats-Wandel— gängen vor. — 22. April. Die antiboulangistischen Stu— denten begannen gegen 9 Uhr gestern Abend neue Kundgebungen auf dem Boulevard Saint— Michel. Daraus entstanden weitere Zusammen— stöße mit den Boulangisten. Die Polizei be— mühte sich, sämmtliche Manifestanten zu zer— streuen. Es heißt, daß etwa zwölf Personen ziemlich ernstlich verletzt seien. — 22. April. Auf eine Interpellation Freriens im Senat, betreffend die allgemeine Politik des Cabinets erklärte Floquet, zur Vor— nahme der Verfassungsrevision sei eine Verstän— dignng mit dem Senat nothwendig. Man werde sich zu erklären haben, daß man unter der Re— vision eine Vervollkommnung der Verfassung, in welcher sich Mängel gezeigt hätten, verstehe. Wenn Aenderungen der Beziehungen zwischen Kirche und Staat vorgeschlagen werden sollten, werde dies nicht geschehen, um den religiösen Frieden und die Gewissensfreiheit anzutasten. Bezüglich der Ansprüche der Stadt Paris sei die Regierung geneigt, die Machtbefugnisse der Municipalität zu vermehren, aber nicht ihr die hauptstädtische Polizei zu überantworten. In der Frage betreffs des Senats würde das Cabinet, wenn es Abänderungen über die Zusammensetz⸗ ung des Senats beantragen sollte, zunächst den Senat veranlassen, einen solchen Antrag zu be— rathen. Er(Floquet) habe seinen Minister— präsidentenposten übernommen mit dem Ent; schlusse, der Dictatur die Prinzipien des republika— nischen Regimes entgegenzusetzen. Leon Renault erklärte, daß er die Antwort Floquets unbe— stimmt und ungenügend finde. Der Senat nahm die von der Regierung gebilligte einfache Tages— ordnung an. — Laut Erklärung des Boulangistencomités gedenkt Boulanger Deputirter des Norddepar— tements zu bleiben, Gerüchte über seine Candt— datur in Isere und Haut-Savoie seien unbe— gründet; das Comité werde aber jeden repu— blikanischen Candidaten energisch unterstützen, welcher mit dem Programm der Kammerauf— lösung und der Verfassungsrevision candidirt. Italien. Rom, 22. April. Bovio von der extremen Linken kündigte in der Kammer eine Interpellation über die auswärtigen Be— ziehungen Italiens, insbesondere zu den Central— mächten und Frankreichs an. — Einer Nachricht aus Massauah zufolge sind die peramenten italienischen Forts bei Sahati heute eingerichtet worden. General San Mar— zano schiffte sich sodann ein, um Assab und Aden zu besuchen. f Großbritannien. London, 20. April. Herzog Rutland, früher Lord John Mannert, begab sich gestern nach Berlin, um als deenst— thuender Minister der Königin Victoria während der Anwesenheit derselben in Charlottenburg zu fungiren. Die Königin dürfte nach den bis— herigen Dispositionen heute Abend von Florenz abreisen. Spanien. Madrid, 20. April. Die Kam⸗ mer nahm die Handelsverträge mit Italien und Rußland an. Amerika. New-Pork, 18. April. Die Legislatur des Staates New-Vork nahm mit 87 gegen 8 Stimmen eine Vorlage an, welche den Tod durch Elektricität als Hinrichtungsart einführt. Die Annahme der Vorlage seitens des Senats gilt für gewiß. Aus Stadt und Land. s. Bad- Nauheim, 22. April. Heute feierten Pfarrer Huͤffel und Frau das seltene Fest der goldenen Hochzeit; dem Jubelpaare wurden viele Beweise der Achtung und Liebe zu Theil, auch lleßen es sich verschledene hiesige Dilettanten nicht nehmen, dem betagten Ehepaar ein Ständchen zu bringen. Allerlei. Hanau. In den letzten Tagen sind hier mehrfach Personen verhaftet worden, welche dringend verdächtig sind, bei dem Versuche, den Mörder Morlock zu befreien, betheillgt gewesen zu sein. Wie verlautet, hat die gegen Morlock geführte Untersuchung Spuren zu Tage gefördert, welche möglicherweise zur Entdeckung des Mörders des vor längerer Zett bei Steinheim erschossenen Jagdauf⸗ sehers führen. Berlin. Die Geheimen Commerzienräthe Krupp in Essen und Stumm in Neunkirchen sind in den Freiherrn⸗ stand erhoben worden. Georg Heinrich Blickhahn. Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht. Am vorigen Donnerstag haben wir den Reallehrer Blickhahn, wle schon in diesen Blättern mitgethellt, zur letzten Ruhestätte gebracht. Die imposante Reihe der zum Theil weither gekommenen Leidtragenden, die dem Verstorbenen das letzte Geleite gaben; die Ueberfülle von Ehrenkränzen und Blumen, die an seinem Grabe nieder gelegt wurden, zeugten für das hohe Maß von Liebe, Verehrung und Mitleid, das der Verunglückte in weiteren Kreisen gefunden. Möge uns verstattet sein, in kurzen Zügen das Bild des auf tragische Weise aus dem Leben Geschiedenen hier zu entwerfen. Georg Heinrich Blickhahn, geboren am 10. October 1825 zu Altheim bei Dieburg, genoß bis zu seiner Con⸗ firmation nebea dem gewöhnlichen Schulunterricht Privat- dehntes Aus! Bestürzung. tigten fl Ostern besu 1 den. Ruhe belm Wiagar u der Tha lech er den gethan wa Pahrvorstell kommen, werde, bema perthen und inte, ser aber nut auf welse befteit Fragt me Blickhahns, sensiblen Ne Wesen und Freunden un selbst Ersche sonstigen de Denk und jetzt, wo f vollzogen bruch gele lassungen v darüber kal eben well e Ausdruck g Montaß schon einig es Mensch vorberestet Freunden werden. Am Ta Zeugen feß auf wenig! dort an Rei Blickhahn gefahren sel ) Dem Ergel, einen Stelle — Die am der Vülden und date Irmtagg verpachtet! 555 * — unterricht bel dem Gelstlichen des Ortes, später auch solchen in lateinischer und französischer Sprache. Von Ostern 1843 bis Ostern 1845 besuchte er das hlesige Schullehrerseminar und wurde schon vor seiner Entlassung aus demselben als Huͤlfslehrer in der hiesigen Muster⸗ schule verwandt. Nachdem er eine Zeit lang als Hüͤlfs⸗ lehrer am Seminar thätig gewesen, bestand er die Definl— tortalprüfung vor Großh. Oberschulrath und trat dann ganz an die Musterschule über. Bei der Erweiterung der hiesigen Realschule im Jahre 1860 wurde Blickhahn durch Erlaß Großh. Oberstudten— Direktion vom 9. August d. J. zum Lehrer an dleser Anstalt ernannt und wirkte an derselben bis Ostern 1888, also fast ein Menschenalter hindurch. Wir haben nun von seinen letzten Lebenstagen und Schicksalen zu reden. Gesund aussehend und anscheinend wohlgemuth reiste Blickbahn wenige Tage nach der Prüfung, bei der er selbst thätig war und in einer Weise prüfte, daß es, wie auch von anderer Seite versichert wird, eine Lust war, zuzuhören, in seine Heimath Altheim, um daselbst, wie er so oft gethan, bei einer betagten Schwester, die an ihm und an welcher er mit unendlicher Liebe hing, die Ferlen zu verbringen. Doch kehrte er früher, als feinem beim Weggang ausgesprochenen Vorhaben entsprach, schon am Ostermontag hierher zurück und erregte in der Nacht zum Dienstag durch sein weit über Mitternacht ausge— dehntes Ausbleiben bei seinen Hausleuten Aufsehen, sogar Bestürzung. Unverkennbare Spuren geistiger Störung zeigten sich an den folgenden Tagen. Donnerstag nach Ostern besuchte er den Direktor Möller, der kurz vorher in den Ruhestand versetzt worden war und gerirte sich beim Weggang ganz so, als verabschtede er sich für ewig. In der That hat Blickhahn seinen alten Direktor, ob— gleich er demselben mit unbegrenzter Liebe und Verehrung zugethan war, nicht wieder gesehen Angstgefühle und Wahnvorstellungen, daß er seinen Pflichten nicht nach— gekommen, ja daß er ein Verbrecher set und verfolgt werde, bemächtigten sich mehr und mehr des Beklagens— werthen und nur durch die größten Anstrengungen seines Arztes, sowie seiner Freunde und Collegen, konnte er, aber nur auf Stunden, von Aengsten und Noͤthen, theil⸗ weise befreit werden. Fragt man nach den Ursachen der geistigen Erkrankung Blickhahns, so wären dieselben wohl in seiner allzu sensiblen Natur zu suchen. Manche Erscheinungen im Wesen und Tbun desselben, die schon vor Jahren seinen Freunden und Collegen, auch Schülern, auffielen; darunter selbst Erscheinungen, die in gewissem Widerspruch mit seiner sonstigen tausendfältig bewiesenen feinen und humanen wirkte ein auf seinem Zimmer nach seinem Weggang auf⸗ gefundener Zettel, auf dem von Blickhahns Hand ge— schrieben stand:„Ich stehe unter einem furchtbaren Bann. Es ist unerhört. Ich hatte gehofft“. Sofortiges Nach— reisen und Nachforschen zweier Collegen nach dem Ver— bleib des vom Wahnsinn Getriebenen blieben erfolglos. Am Sonntag wmisericordias, wahrscheinlich um die Mittagszeit, suchte und fand der Aermste Erlösung von dem gräßlichen Uebel in den Fluthen der Lahn. In der Stunde, da Oberschulrath Soldan vor hun— derten von Zuhörern in festlich geschmücktem Saale schmerzbewegt des fernweilenden Unglücklichen gedachte, dessen seltene Pflichttreue und glockenreinen Charakter er rühmend hervorhob, in derselben Stunde suchten treue Freunde angstvoll nach dem in der unheimlichen Wasser tiefe geborgenen entseelten Körper des verunglückten Freundes. Was am Grabe der Geistliche, Professor Weiffenbach, was die andern Redner und Sprecher(Reallehrer Opel, Seminarlehrer Dr. Heid, Oberlehrer Dörr, Medkeinal rath Dr. Lorenz, Bürgermelster Stelnhäußer, Kaufmann K. Damm) bei Niederlegung der Ehrengaben am Grabe des Verstorbenen über dessen Verdienste, Charaktereigen— schaften und Tugenden ausgesagt haben, die volle Wahr heilt war es. Blickhahn war ein begabter, kenntnißreicher, strebsamer, wohlgeschickter Lehrer; er war ein allezeit eifriger, gewissenbafter, pflichttreuer Lehrer; er war ein ideal angelegter, für alles Schöne und Schickliche, Gute und Rechte lebhaft eingenommener, er war ein ungewöbn— lich rücksichtsvoller und feinfühlender Mensch; Blickhahn war ein fur Förderung von Volksbildung und Menschen— glück hochbegeisterter Mensch. Darum ist unsere Trauer über den Dahingegangenen eine so große und gerechte. Have pia anima! Handel und Verkehr. Friedberg, 18. April. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.90— 1.00. Eier 2 Stück 9 Pf. Frankfurt, 20. April. Heu⸗ und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 8—9.60., Stroh pro 100 Kilo M 4.80—5.60., Butter pro 5) Kilo M. 85—90., Eier das Hundert M. 4.30—5., Erbsen 100 Kilo M. 17.50 bis 21.50., do. geschälte M. 20—30., Linsen M. 28 bis 45., weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6—7., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6—7., neue Mal— teser Kartoffeln 50 Kilo M. 11—12., Endivten 100 St. M. 20—25., Eskarol M. 15—20., Kopfsalat M. 25 bis 50., franz. Radieschen per Pack M. 1.50., frische Aepfel Denk' und Handlungsweise standen, dürfen wir vielleicht jetzt, wo sich das Unglück in seiner ganzen Furchtbarkeit vollzogen hat, als die Vorläufer der später zum Aus bruch gekommenen Erkrankung ansehen. Ob Veran⸗ lassungen vorlagen, welche dieselbe so rapid beschleunigten, darüber kann man Vermuthungen haben, denen indessen, eben weil es nur Vermuthungen sind, hier nicht weiter Ausdruck gegeben werden soll. Montag den 16. April sollte Blickhahn, nachdem er schon einige Tage vorher in schonendster Weise so, wie es Menschlichkeit und Klugheit gleichmäßig verlangten, vorbereitet worden war, von seinem Arzte und zwei Freunden nach einer Heilanstalt in Marburg verbracht werden. Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ew'ger Bund zu flechten, Und das Unglück schreitet schnell. 1 Am Tage vorher begab sich der Kranke, wie durch 1 Zeugen festgestellt ist, zwischen 6 und 7 Uhr Morgens auf wenig betretenen Wegen nach Bad Nauheim. Ein von Dort an Reallehrer Klein gelangtes Telegramm“), wonach Blickhahn„sehr verstörten Aussehens“ nach Gießen ab— gefahren sel, war besorgnißerregend; stärker erschreckend „) Dem gütigen Uebersender desselben, Kaufmann Engel, der uns mit seiner Menschenfreundlichkeit einen großen Dienst erwiesen hat, sei an dieser Stelle nochmals Dank gesagt. 50 Kilo M. 30., franz. Erbsen per Ctr. M. 50—60., franz. Bohnen per Pfd. M. 1.50. Gießen, 21. April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.92— 0.95, Eier 2 Stück 9 Pf., Käse per Stück 4— 9 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— .So, Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen per Stück M. 1.40— 2.00, Enten per Stück M. 2.00—2.30., Ochsen⸗-Fleisch per Pfund 58— 60 Pf., Kuh und Rind⸗ Fleisch 45— 50 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 54— 61 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 6.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 14.00 15.00. Frankfurt, 21. April. Erbsen ganze per Pfund 12—16 Pf., do. geschälte 14—18 Pf., Linsen 18 bis 28 Pf., weiße Bohnen 18—20 Pf., Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6—7., neue Malteser Kartoffeln per Pfd. 15 bis 16 Pf., Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10., Eier das Stück 5—6 Pf., Radieschen 3— 4 Pf. das Päckchen, Grünkohl per Portion 50—60 Pf., Blumenkohl per St. M. 0.80— 1.20, deutscher Kopfsalat per St. 15— 20 Pf., franz. Zuckerschoten per Pfd. 70—80 Pf., Endivien 18 bis 30 Pf., Eskarol 10—15 Pf, neue Erbsen per Pfd. 70 bis 80 Pf., neue grüne Bohnen per Pfd. M. 1.50., [Spinat 50—80 Pf., Romainsalat M. 0.70—1., dicke frische Spargel per Pfd. M. 2— 3.50., Suppenspargzel per Päckchen 30— 40 Pf., Sellerieköpfe per Stück 15 bis 25 Pf., Zwiebeln per Pfd. 15 Pf., Rothkraut per St. 40- 50 Pf., Schwarzwurzel 50—60 Pf., neue Gurken M. 2— 2.50. Für die Ueber schwemmten. Trüber Lenz, betrübt wle keiner über Deutschlands Fluren kam, Der in finstern Sturmgewöoͤlken unser Llebstes von uns nahm, Unter dessen Eisesschauern man zur Gruft den Kalser trug, Ist's der Wunden, die du schlugest, it's der Thränen nicht genug? Aus den Wolken strömt Verderben, Unheil aus der Erde Schoß, Fluͤsse schwellen, Dämme reißen, Wasser brausen uferlos, Haus und Felder, Vieh und Menschen schlingt hinab die wilde Fluth, Machtlos stehen Millionen vor der Elemente Wuth. Trüber Lenz, der statt des Lebens Noth und Tod ins Land gebracht, Grabgeläut statt Lerchenlieder, Wassersnoth statt Blüthen⸗ pracht, Kündest du dem Deutschen Reiche schon sein erstes Un⸗ glücks jahr, Soll das Jahr in Jammer enden, wie sein Anfang Schrecken war? Nein, im Sturme gräbt die Eiche ihre Wurzeln tiefer nur Nein, in Trübsal zeigt die Liebe ihre göttliche Natur. Ströme können sie nicht löschen, wo ihr heilig Feuer loht Segnend als ein Engel Gottes wandelt sie durch Noth und Tod. Deutsche Herzen, lasset flammen eurer Liebe Opfer⸗ brand; Deutsche Hände, knüpft die Kette hilfreich bis zum Weichselstrand; Deutsche Lande, grünt aufs neue fröhlich auf im Maien⸗ licht Wenn wir selbst uns nicht verlassen, läßt uns auch der Himmel nicht! Karl Gerok. Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 24.: Lohengrin. Elsa: Frl. Better als Gast. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 25.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Der gehörnte Siegfried. Hierauf: Siegfrieds Tod. Außer Abonnement. Donnerstag den 26: Neu einstudirt: Sommernachtstraum. Gewöhnliche Preise. Freitag den 27.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Kriemhilds Rache. Außer Abonnement. Samstag den 28.: Ada. Arda: Frl. Better als Gast. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 29.: Der Troubadour. Gewöhnliche Preise. Montag den 30.: Zum Besten des Chorpensions-Fonds. Der Verschwender. Gewöhnliche Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 24.: Die Welt in der man sich langweilt. Große Preise. Mittwoch den 25.: Dukatenprinz mit Mizekado. Gr. Pr. Donnerstag den 26: Geschlossen. Freitag den 27.: Glocken von Corneville. Große Preise. Samstag den 28.: Ein toller Einfall. Vorher: Mamas Augen. Große Preise. Sonntag den 29.: Dukatenprinz mit Mizekado. Gr. Pr. Zwirn Buxkin u. 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Großherzogliche Schloßverwaltung Friedberg. 1605 Dönges. 13907 Pr. Overlach, Spezialarzt f. Geschlechts⸗ u. 349 Holzversteigerung. Donnerstag den 26. April und nöthigenfalls Freitag den 27. April, Vormittags 9 Uhr, soll im Nleder— Weiseler Gemeindewald, Distrikt Langscheid, Suderwald und Gaulskopf, folgendes Holz meistbietend versteigert werden: 32 Stück Eichenstämme mit 16,14 Fesim. Inhalt, 130 Raummeter Buchen- und Eichen⸗Scheitholz, 84„„„ Tannen⸗Knüppel, 170 0„ 1* Stockholz, 12000 Buchen, Elchen- und Nadel Wellen. Die Zusammenkunft und Anfang ist am Gaulskopf. Nieder-Weisel den 10. April 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder Weisel. Krausgrill. f Ausverkauf. Wegen Aufgabe meines Geschäfts verkaufe ich sämmt liche Schuhwaaren unter dem Einkaufspreis. 40 Jos. Butzbach. i Hausbursche 16 um sofortigen Eintritt gesucht. 1613. Carl Burck. 6 9 * Holz⸗Versteigerung. Im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distrikt Loos holzschlag, Salzberg und hohe Burg, wird Mittwoch den 25. April 1888 folgendes Holz öffentlich meistbietend verstelgert: 7500 Buchen- Wellen, Durchforstung erster Klasse, 4600 Eichen 5 8 8 1100 Eichen-Birken-Wellen, Ausjätung, 1300 Nadel-Wellen, 546 Gebund Ginstern. Die Zusammenkunft ist Vormittags 8½¼ Uhr an der steinernen Brücke, hinter dem Salzberg. Ober⸗Rosbach am 19. April 1888. Großherzogliche Bürgermeisterel Ober-Rosbach. Blecher. 2 neue Pianino, eines in Nußbaum, das andere in Schwarz, werden zum Fabrikpreis abgegeben. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers. Bicycles, Bicyelettes, Tricyeles aller Systeme aus den renom⸗ mirtesten Fabriken zu billigsten Preisen bei 1511 Carl Damm. Usagasse. * 1573 1 J Amtsgerichts-Neubau in Bad-Nauheim. Zur Unterbringung nachbenannter Bauarbeiten auf dem Wege allgemeiner schriftlicher Submission wird Termin auf den 28. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, fest⸗ gesetzt. Die Arbeiten sind veranschlagt: M. Pf. Erd⸗ und Maurerarbeiten zu 5973 05 Materialien inel. Blendsteine 8687 20 Steinhauerarbeit 8889 13 Bildhauerarbeit 150— Zimmerarbeit 5597 381 Dachdeckerarbeit 1630 10 Tischlerarbelt 4944 29 Schlosserarbeit 1182 70 Walzeisenlieferung 273 79 Glaserarbeit n Putz- und Anstreicharbeit 3891 77 Spenglerarbeit 1119 78 Stuckarbeiten 19 20 Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen während der Büreaustunden bei unterfertigter Behörde zur Ein⸗ sicht offen und werden daselbst gegen Erstattung der Abschreibgebühren, Anschlag und Bedingungen verabfolgt. Die Angebote sind in Prozenten der einzelnen Titel— summen auszudrücken, versiegelt und portofrei mit ent— sprechender Aufschrift versehen, rechtzeitig bel uns einzu⸗ reichen. Die Eröffnung derselben erfolgt im Beisein der etwa erschtenenen Bieter zur oben festgesetzten Stunde. In den Offerten muß ausdrücklich angeführt sein, daß von den Bedingungen Kenntniß genommen wurde. Bad-Nauheim den 13. April 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Wörner. Arbeits-Vergebung. Donnerstag den 26. d. M., Nachmittags um 1½ Uhr, 1502 2(Corsetten. 2 Eyaongelischer herein. vorzüglich sitzend, in reicher Auswahl von 80 Pf. an, Mtttwoch den 25. April, Abends 8 Uhr, Versamm⸗ sowle die bellebten Gesundheits⸗Corsetten für Frauen lung im Saale auf Windecker's Felsenkeller. 1602 1008 e Die Geburt eines kräftigen Sohnes beehren sich hler⸗ 10 mit allen Freunden und Bekannten ergebenst anzuzelgen. 5 Seminarlehrer Schüler und Frau. Friedberg den 23. April 1888. 1615 * Das Neueste in 2 Sonn- ck Riegenschirmen empfiehlt zu den billigsten Preisen J. Keim, 1597 vorm. K. Friedrich neb. d. Post. der Rest⸗Waaren⸗Bestand der Firma Elise Hanau hier, Katserstraße, bis auf Weiteres zu Jedem annehmbaren Preise welter verkauft. Eilz, eiden-& Strohhüte.] Sonnenschirme nen“ in den neuesten Dessins bei Uhren Fritz Schmidt, Kaiserstraße. in Gold, Silber und Nickel, gut abgezogen und regullrt, Herrenflrohhüte in braun und baige von 1 M. an. von M. 10.50 an. Atlas⸗Sonnenschirme in allen Farben v. 2 M. 80 an. 5 LL Hanau, Größtes Lager am Platze und 614 e e, 1585 billigste Bedienung. 1 Die Schuldner der evang. Kirche und Pfarrei Staden werden hiermit in Kenntniß gesetzt, daß sie ihren Verpflichtungen gegen die Kirche und Pfarrel, betreffend Zlasen, Pacht und Holzgelder ꝛc., bis Ende April eines jeden Jahres nachzukommen haben, widrigenfalls unser Rechner die Rückstände auf gerschtlichem Wege sofort eintreiben wird. Staden den 19. April 1888. Für den Kirchenvorstand: 1596 Fertsch, Pfarrverwalter. 714995 f HKleesumen, Ia Pfälzer und Luzerner, Grassamen in allen Mischungen, Hirginia-Pferdezahn-Mais. CTCementirer finden dauernde Beschäftigung bei(H. 62198.) Chr. Petri III., sollen in der Wirthschaft von Ph. Feuerbach VII. zu Ober⸗-Wöllstadt nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: Schreinerarbeit, veranschlagt zu M. 318, Theis& Müller 8 1595 Gießen, Bleichstraße 23. Strohhüte, Weißbinderarbeit 3 2 Chaussirsteinbrechen 0 Anfahren 5 0 Zerschlagen 0 Friedberg den 22. April 1888. Zör! Bezirks dauaufseher. Arbeits⸗Vergebung. 1604 Auf dem Gemeindehause zu Nieder⸗Wöllstadt kommen Donnerstag den 26. d. Mts., Nachmittags um 4 Ubr, die nachverzeichneten Arbeiten und Lieferungen zur öffentlichen Vergebung, nämlich: M. Pf. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 81— Chaussirarbeit 85 Pflaster⸗ und Chaussirsteinbrechen 275— Pflaster⸗ und Chaussirsteineanfahren 330— Sandlieferung 62 50 Zerschlagen von Steinen 210— Weißbinderarbeit 145— Friedberg den 22. April 1888. Z3örb, 1603 Bezirks bauaufseher. Für Confirmanden! neu eingetroffen in großer Auswahl schwarze u. farbige Cachemirs 1403 billigst bei Gebr. Strauss, vis-à- vis der Post. Versteigerungs-Anzeige. Wegen Aufgeben der Wirthschaft kommen bei Unter— zeichnetem Freitag den 27. d. Mts., Vormittags 8 Uhr anfangend, zur Versteigerung: eine Parthie Wirthstische und Bänke verschiedener Größe, 1 Stückfaß, 5 Zulast⸗ faß und verschiedene kleinere Fässer, 1 Apfelmühle und 1 Kelter, beide neuester Construktion, 1 Billard mit Zu⸗ behör,) Kegelsptel, 1 Pult für Kegelbahn, 1 kleines Buffet, sowie verschiedene Oekonomiegeräthschaften u. s. w. Nieder⸗Wöllstadt, 20. April 1888. Jacob Becker, Darmstädter Hof. 1608 1811 Sprengpulver ist angekommen. Ph. Dan. Kümmich. süchsische Sted⸗ und Speisezwicbeln 1 7 1531 1 Ne 1 10 Cohsimanden-Aüte, Figaro⸗Jäckchen,. dae Ae 6 5 i 7„ 1 und Yäamen-Sonnen-Schmme Perl fichüs, 5 in größter Auswahl 115 zu sehr billigen Preisen empfiehlt 1598 C. Kalbfleisch. reitzende Neuheiten,. empfehlen in reichhaltigster Auswahl zu billigen Preisen J. Türshs Urben. 8. Ein möblirtes Zimmer hat zu vermlethen J. Kissel, 1507 neben dem neuen Kreisamtsgebände. 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Sauer, nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Friedberg den 23. April 1888. Ph Gottmaunn und Kinder. Joh. Sauer, Flurschütz, und Kinder. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmltta 3 Uhr statt. 119 1790 e Besondere Einladung erfolgt nicht. 2 hat zu verkaufen F. Jarnisch, 1611 Judengasse. in großer Auswahl vorräthig bei 1261 Verantw. Red.: Carl Bindernagel. Georg Gross. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. Annonce au — — Bettefft stücken de näßt an der bethe machtigte N Auf Gru Datum Hekanntma des Verb 1886. 11. August in! brei Ste Jus 19. Augus Br mi im 22. Augr im im A. Augu W. 1 D wieder ar . W onen gest als das Jahre 188 Nat jahre an, stande. D sucht word ahr Steh schritten gegen 8 sonders ste Nas Dr bedentsan umfaßt hergegan gezeigt h Verursac belten Elterfebe das Mit Un als Tod di größt indet. 2