2 1 — A „„ Dienstag den 23. October. M125. erhessischer Anzeiger. 9 2 S E Ee ee . * 2 45 igen 2 Sang elge.“ hett Ktium schnluch. eibsel besetztt 0 7 5 e AI + zuuttbat 74 Zetreffend: Die Herbst⸗Controlversammlungen pro 1888 im Kreise Friedberg. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch Erscheint dreimal wöchentli e eee e asg geber. rscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Areisblatt für den Kreis Friedberg. a Annoncen: die einspaltige 11 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern oweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Friedberg den 19. October 1888. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt. 1 Die nachstehende Bekanntmachung Großherzoglichen Landwehrbezirks-Commandos Friedberg wollen Sie in Ihren Gemeinden auf orts— übliche Weise publiciren lassen. Den Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche auf isolirt gelegenen Gehöften, Forsthäusern, Bergwerken ꝛc. wohnen, ist durch die treffende Großherzogliche Bürgermeisterei von der nachstehenden Bekanntmachung entweder durch Sie selbst oder durch sonst eine verpflichtete Berson(Polizeidiener, Feldschütz ꝛc.) Kenntniß zu geben, damit sich dieselben, wenn sie bei der Controlversammlung fehlen, nicht darauf berufen zoͤnnen, von der Bekanntmachung keine Kenntniß gehabt zu haben. Dr. Braden. Die Herbst⸗Controlversammlungen für 1888 im Kreise Friedberg, und 3. Compagnie des Landwehr-Bataillons-Bezirks Friedberg, werden ö — u nachstebender Weise abgehalten: N. In Vilbel, auf der Frankfurter Chaussee, südliches Ende von Vilbel. Am 6. November 1888, Vormittags 10½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Reservisten, die zur Disposition er Ersatzbehörde Entlassenen und die zur Disposition der Truppen— heile beurlaubten Mannschaften aller Waffen, sowie diejenigen Wehr— 0 gänner I. Aufgebots, welche im Herbst d. J. zur Landwehr II. Auf⸗ ebots überzuführen sind(das sind solche Mannschaften, welche in der Zeit zwischen dem 1. 4. und 30. Septbr. 1876 in den activen Militär⸗ Tarben, Heldenbergen, Harheim, Klein-Karben, Massenheim, Nieder— Srlenbach, Nieder⸗Eschbach, Ober⸗Erlenbach, Ober⸗Eschbach, Rendel, Vilbel. ag eingetreten sind), aus den Orten: Büdesheim, Dortelweil, Groß— 8. In Nieder⸗Wöllstadt, am Eisenbahn⸗Viaduct über der Friedberger 7 Chaussee. Am 6. November 1888, Nachmittags 3¾ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen zus den Orten: Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Burg⸗Graͤfenrode, 1 Holzhausen, Ilbenstadt, Kaichen, Kloppenheim, Nieder-Wöllstadt, Nieder— Florstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Okarben, Ober-Florstadt, Ober⸗Wöllstadt, Petterweil, Rodheim, Staden, Stammheim, Wickstadt. 1 C. In Friedberg, auf dem Burgplatz. 1 Am 7. November 1888, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen tus den Orten: Bad⸗Nauheim, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Friedberg, kung Ockstadt, Bauernheim, Beienheim, Dorn-Assenheim, Melbach, Nieder— * 1 Mörlen, Ober-Mörlen, Ossenheim, Reichelsheim, Rödgen, Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wisselsheim, Wölfersheim. 4 Bekanntmachung. D. In Butzbach, auf dem Viehmarktplatz. Am 7. November 1888, Nachmittags 2½ Uhr. Hierbei haben zu erscheinen die Mannschaften vorgenannter Kategorieen aus den Orten: Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch-Weisel, Kirch-Goͤus, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder-Weisel, Oppers⸗ 11 Ostheim, Pohl-Goͤns, Rockenberg, Trais-Münzenberg, Wohn— ach. Es wird noch ausdrücklich bemerkt, daß die Leute pünktlich zu erscheinen und die in ihrem Besitz befindlichen Militärpapiere mitzu— bringen haben. Sollten Mannschaften wegen häuslicher ꝛc. Verhältulsse Gesuche um Entbindung vom Erscheinen zur Control-Versammlung vorbringen wollen, so sind diese— von der Ortsbehoͤrde beglaubigt— mindestens 8 Tage vor der Control-Versammlung dem zuständigen Bezirksfeldwebel vorzulegen. Nur für außerordentliche Fälle ist kürzere Frist zulässig. Wer Befreiung von der Control-Versammlung erhalt, hat sich spatestens 14 Tage nach dem betreffenden Appell beim zuständigen Be— zirksfeldwebel zur Nachcontrole zu melden. Außerdem werden die Großherzoglichen Bürgermeistereien ersucht, die Controlpflichtigen auf vorstehende Bekanntmachung und weiter darauf aufmerksam machen zu wollen, daß besondere Ordres zur Gestellung nicht ausgegeben werden. Schließlich werden die an den Control⸗Versammlungen theilnehmen⸗ den Mannschaften hiermit noch besonders darauf hingewiesen, daß sie für den ganzen Tag, an welchem sie zur Control-Versammlung einbe⸗ rufen sind, zum activen Heere gehüren und den Militär⸗Gesetzen unter⸗ worfen sind. Das Großherzogliche Bezirks-Commando Friedberg. Detreffend: Den Ein- und Durchfuhrverkehr mit steuerp Nachstehende Bestimmungen in obigem Betreff bringen wir hier— nit zur entsprechenden Beachtung der Interessenten zur Kenntniß. Nach einer im Einvernehmen mit den übrigen Bundesregierungen erlassenen Bekanntmachung des Großherzoglich Badischen Ministeriums der Finanzen vom 2. März v. J. muß jede nicht unter Zoll-Controle stattfindende Einfuhr von Bier, Wein, Obstwein und Obstmost 18 einem Staate des deutschen Zollgebiets in das Großherzogthum Baden,— gleichviel ob der Transport mit der Eisenbahn oder auf andere Weise geschieht— von einem Uebergangsschein als Begleit— Urkunde versehen sein. Ausgenommen sind: 1. der Transport von Wein in Mengen von nicht mehr als 5 Liter (wobei jede Flasche von geringerem Inhalt als 1 Liter wie eine Literflasche behandelt wird); 2. der Transport von Weinproben in Flaschen von nicht mehr als / Liter Inhalt; 3. Der Transport von Wein in Mengen unter 20 Liter, welchen Reisende zu ihrem eigenen Gebrauch mit sich führen; 4. Die mit der Post erfolgenden Weinsendungen. Diese Bestimmungen finden auch auf die Durchfuhr von Wein durch das Großherzogthum Baden Anwendung; jedoch bedarf es eines lebergangsscheines nicht, wenn die Durchfuhr unmittelbar mittels der senbahn oder Dampsschiffs, d. h. in der Weise stattfindet, daß der Trans⸗ Vert die Eisenbahn oder das Schiff im Großherzogthum Baden nicht verläßt. Ausschrelben. Js Johannes Georg Ochs von Vilbel wirv ersucht. 6 Frlebberg den 18. Oetober 1888. Bekanntmachung. flichtigen Getränken nach dem Großherzogthum Baden. Wenn bei verzollten oder aus einer unter zollamtlicher Aufsicht stehenden Niederlage für verzollte Waaren bezogenen Sendungen im Großherzogthum Baden die steuerfreie Einfuhr oder Einlage verlangt werden soll, so muß dies auf dem Uebergangsschein bemerkt und die zollamtliche Bestätigung über die vollzogene Verzollung der Waare, so— wie über deren unmittelbaren Bezug aus dem Zollauslande bezw. aus der Niederlage beigefügt sein. Zur Ausfertigung von Uebergangsscheinen sind im Großherzogthum befugt: die Großherzoglichen Hauptsteuerämter, sowie die sämmtlichen Steuerämter und das Salzsteueramt Wimpfen, ferner die nachbezeichneten Ortseinnehmereien: im Hauptsteueramtsbezirk Darmstadt, die Ortseinnehmereien Beer— felden, Birkenau, Heppenheim, Hirschhorn, Lampertheim, Michel— stadt, Neckarsteinach, Unterabtsteinach und Viernheim; im Hauptsteueramtsbezirk Offenbach, die Ortseinnehmerei Baben— hausen und im Hauptsteueramtsbezirk Mainz, die Ortseinnehmereien Ober⸗Ingelheim und Oppenheim. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehend aufgeführten Bestimmungen werden nach Maßgabe des Abschnittes XX. im Vereinszollgesetz vom 1. Juli 1869— Regierungsblatt Nr. 42 von 1869— bestraft. Friedberg den 19. October 1888. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Um Auskunft äber die dermaligen Aufenthaltsorte des Heinrich Dillenburger von Rüddingshausen, sowie des Wilhelm Lotz von Villingen und Der Großherzogliche Amtsanwalt: Hill. Deutsches Reich. armstadt. Dem städtischen Finanzsekretär Kröll zu Darmstadt wurde der Charakter als Rechnungsrath verliehen, der ordentl. Professor der Physik an der technischen Hochschule Ur. Him⸗ stedt zum ord. Professor an der Landes-Universität, der Notar Dr. Welffenbach zum Notar in Alzey und der Notar Dr. Wallenstein zum Notar in Osthofen ernannt. Berlin, 18. Oktbr. Der Zug mit den Majestäten, den Prinzen und Ministern traf von Pompeji um 11 Uhr 35 Min. in Neapel wieder ein. Die in der Via Fortuna und in der Via Nolana gemachten Ausgrabungen er— gaben ein sehr schönes Resultat und interessirten die Majestäten auf das Lebhafteste. Die Herr— schaften verließen den Zug hier nicht, sondern unterhielten sich vom Waggon aus längere Zeit mit den Vertretern der Behörden. Der Zug fuhr 11 Uhr 55 Minuten nach Rom ab. Der Kaiser dankte dem Burgermeister von Neapel wiederholt für den Empfang. Die höchsten Herrschaften trafen mit den Ministern und dem Gefolge Abends 6 Uhr auf dem prächtig mit bengalischen Flammen erleuchteten Bahnhofe in Rom ein. Die Monarchen fuhren in einem offenen Wagen in den Quirinal und wurden auf dem ganzen Wege mit endlosem Jubel be— grüßt. Zu der dann stattsindenden Beleuchtung des Forum Romanum waren alle Zugänge zu demselben mit einer dichtgedrängten Menschen⸗ menge besetzt. Als Kaiser Wilhelm, das italie— nische Königspaar, die königlichen Prinzen und Prinzessinnen nebst dem Gefolge um 9 Uhr 45 Min. eintrafen, brach die Menge in be— geisterte Zurufe aus und die Musik stimmte die preußische Nationalhymne an. Alsbald begann das prächtige Schauspiel. Sechs gegenüber der Königsloge aufgestellte Musikchöre concertirten und außerdem wurde die große Cantate zu Ehren des kaiserlichen Gastes gesungen. Die bengalische Beleuchtung des Forum Romanum und das Feuerwerk gewährten ein feenhaftes Schauspiel. Um 10 Uhr 45 Min. zogen sich die Monarchen mit ihrer Begleitung zurück.— 19. Okt. Heute wohnte der Kaiser auf der Macabesplanade dem Manöveriren eines Bataillons der Bersaglieri bei. Der Kriegsminister, der Corps- und der Divisions⸗Commandeur sowie der Commandeur des Bersagliert-Regiments begleiteten den Kaiser. Nachmittags 2½ Uhr nahmen der Kaiser und Prinz Heinrich von der Königin, welcher sie die Hand küßten, sowie von den Prinzessinnen Ab— schied. Eine Viertelstunde später verließen die Majestäten den Quirinal, um sich durch die Via nazionale, wo die Truppen Spalier bildeten, nach dem Bahnhofe zu begeben. Alle Fenster, Balkons und die Straßen waren von einer zahlreichen Menschenmenge besetzt, welche beim Erscheinen der Monarchen in begeisterte Kund— gebungen ausbrachen Der Kaiser begrüßte auf dem Bahnhof die Präsidenten der Kammer und des Senats und wendete sich dann an Crispi, demselben seine lebhafte Zuneigung dadurch be— weisend, daß er ihm mehrmals die Hand reichte. König Humbert drückte dem Grafen Herbert Bismarck wärmstens die Hand und ließ dem— selben einen großen Silberpokal mit Bas— relifs in Gold überreichen. Die Königin über— gab dem Kaiser ihr Bildniß und ein zweites mit einer Widmung für die Kaiserin. Auch den Grafen Bismarck zeichnete die Königin durch Ueberreichung ihres Bildnisses aus. Der Kaiser bestimmte 15000 Francs für das Hofpersonal. Der Papst ließ dem Kaiser sein Bildniß mit Brillanten und ein anderes dem Prinzen Hein— rich überreichen. Um 3 Uhr verabschiedete sich der Kaiser von den Prinzen und Prinz Heinrich von dem König Humbert; darauf schüttelten sich beide Souveräne die Hande, umarmten und küßten sich wiederholt mit großer Innigkeit und riefen sich mehrmals:„Auf Wiedersehen!“ zu. Der Kaiser und Prinz Heinrich blieben noch einige Augenblicke auf der Plattform des Waggons, als sich der Zug schon in Bewegung D — Solms, begleitete den Kaiser bis zur Grenze. Bei der Rückkehr vom Bahnhofe wurden dem König Humbert stürmische Ovationen dargebracht. Eine Madrider Depesche der„Indep. Belge“ kündigt für Anfang 1889 den Besuch des Kai— sers Wilhelm an den Hofen von Spanien und Portugal an.— 21. Okt. Der Kaiser ist heute Vormittag auf der Station Drewitz eingetroffen, wo die Kaiserin ihn erwartet hatte. Die aller⸗ höchsten Herrschaften begaben sich vom Bahnhofe sofort zu Wagen nach dem Marmorpalais. — 20. Okt. Der Kronprinz von Griechen— land wird in Begleitung seines jüngeren Bru— ders, des Prinzen Georg, der heute aus Daͤne— mark hier eintrifft, morgen Berlin verlassen und sich nach Athen zurückbegeben, um an den dor— tigen Jubiläumsfeierlichkeiten theilzunehmen. — Prof. Geffcken empfing am Donnerstag im Untersuchungsgefängniß zu Moabit den Be— such seines Sohnes, des Schulamts-Candidaten Geffcken aus Hamburg, welcher seinem Vater Bekleidungsstüͤcke überbrachte. Es war dem Sohne vom Untersuchungsrichter gestattet wor— den, mit seinem Vater im Beisein eines Ge— richtsschreibers in dessen Gefangenen-Zelle eine Unterredung zu haben. — Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge sind nach dem„Fr. J.“ nunmehr auch Unruhen im Gebiet der englisch ostafrikanischen Gesellschaft ausgebrochen. Wenn die Engländer sich den Anschein geben, als ob die Beamten der deutsch— ostafrikanischen Gesellschaft durch ihr Auftreten den Aufstand verschuldet hätten, so ergibt sich jetzt, daß diese Beschuldigung durchaus unzu— treffend ist. Der Aufstand richtet sich thatsäch— lich gegen die Europäer, und darum sind die Deutschen so wenig wie die Engländer davon verschont geblieben. — Ueber London kommt aus Sansibar die Nachricht, daß, während ein Dampfkutter des britischen Kanonenbootes„Grison“ ein großes Sklavenschiff verfolgte, die Araber an Bord auf den Kutter feuerten, wodurch der Führer des— selben, Lieutenant Cooper, getödtet und zwei englische Matrosen verwundet wurden. Die Araber ließen darauf das Schiff im Stich. Der Sultan von Sansibar hat Truppen ausge⸗ sandt, welche die au dem Mord betheiligten Araber todt oder lebendig zurückbringen sollen. Lieutenant Cooper wurde unter Betheiligung des Admirals und der Officiere des deutschen Geschwaders beerdigt. Stuttgart, 20. Oktbr. Der König ist heute mittelst Extrazugs zum Winteraufenthalt nach Nizza abgereist. Ausland. Oesterreich⸗-Ungarn. Wien. Wie die hiesigen Blätter betreffs der Verhandlungen über den österreichisch-schweizerischen Handelsvertrag melden, ist es der gestrigen Conferenz infolge beiderseitigen Entgegenkommens gelungen, die bestandenen Differenzen wesentlich zu reduciren, so daß eine Einigung nunmehr ziemlich sicher ist. Pest, 18. Oct. Im Unterhaus legte Tisza heute ein Exposs vor, worin er ziffermaßig die Reellität des Voranschlags in Einnahmen und Ausgaben nachwies und hervorhob, daß, obwohl infolge der Erfordernisse für die gemeinsame und Honvedarmee die Hoffnungen um 3½ Millionen sich verschlechtert hätten, dennoch zur Herstellung des Gleichgewichts schon im Budget 1889 ein großer Schritt vorwärts geschehen sei, indem das Defictit um 5 Million Gulden verringert worden sei. Nennenswerthe Creditüberschrei— tungen seien nicht vorgekommen. Schweiz. Bern, 21. Okt. Der heute hier abgehaltene Schweizerische Arbeitertag beschloß die Bildung einer allgemeinen schweizerischen socialdemokratischen Partei, deren Zweck im Ausbau des Einheitsstaates, Verstaatlichung von Handel und Industrie, Eisenbahnrückkauf, Bank⸗ monopol und Wahl des Bundesraths durch das Volk gipfeln. Frankreich. Paris, 30. Okt. In der vorletzten Nacht wurde das Schild des deutschen gesetzt hatte. Der deutsche Botschafter, Graf in den letzten Tagen ernstlichen Schaden. machten 20 Kilometer Etsenbahn zwischen Athen und Patras unfahrbar. Verkehr zwischen Korinth und dem Piräus. gefunden. Der Unterpräfekt drückte dem Consul sein Bedauern über den Vorfall aus und er⸗ klärte, eine Untersuchung werde sofort eingeleitet werden. Goblet gab dem deutschen Botschafter, Grafen Münster, eine ähnliche Erklärung ab. — Freycinet reiste heute nach dem Depar⸗ tement der Seealpen zur Besichtigung einiger Grenzbefestigungen ab. Spanien. Madrid, 20. Okt. Canova, welcher gestern in Saragossa eintraf, war daselbst Zielscheibe feindlicher Kundgebungen seitens der föderalistischen Partei. Eine Volksmenge em— pfing denselben und zertruͤmmterte unter Pfeifen die Fenster seiner Wohnung. Die Gensdarmerte zerstreute die Ruhestörer und nahm mehrere Verhaftungen vor. Die Spitzen der Civil- und Militärbehörden statteten Canova einen Besuch 1 ab, wobei dieselben ihr lebhaftes Bedauern uber den Zwischenfall kundgaben. Italien. Rom, 18. Okt. Ein italienischer Diplomat erklärte dem römischen Corresponden⸗ ten der„Independance belge“, jeder Versuch Frankreichs, Tunis zu annectiren, werde das sofortige Einschreiten der Tripelallianz hervor⸗ rufen. — 20. Okt. Der König und die Königin, der Kronprinz, sowie der Herzog und die Her— zogin von Aosta sind heute nach Monza abgereist. Serbien. Belgrad, 19. October. Milan und der Kronprinz trafen heute hier wieder ein und wurden auf dem Bahnhofe von den Ministern, den Wuͤrdenträgern und dem Offiziercorps empfangen. Der König begrüßte die Anwesenden, dankte dem Ministerpräsidenten Cristusch für seine bisherige Thätigkeit und ver⸗ sicherte ihn seines ferneren Wohlwollens. Das anwesende Publikum bewillkommnete den Konig mit Lebhaftigkeit. Wie die„Polit. Corresp.“ meldet, nahm der König die Demission des Finanz⸗ ministers an und betraute den Minister des Aeußern mit der einstweiligen Leitung der Finanzen. Bulgarien. Sofia. Ein Ukas des Für⸗ sten setzt die Eröffnung der Sobranje auf den 27. Oktober fest. Rußland. Petersburg, 20. Octbr. Der Kaiser und die Kaiserin sind gestern nach Baku abgereist. Allerlei. Fürth, 18. Oet. Gestern Mittag wurde, nach dem Fr. J., am Rechen der Eckartsmühle dahier eine männ⸗ liche Leiche aus der Pegnitz gezogen, welche aller Wahr⸗ scheinlichkelt nach das Opfer eines Verbrechens ist. Die⸗ selbe ist gut gekleidet gewesen und hatte am Kopfe Wunden, sowie um den Hals einen Strick und dürfte die Person der Commis Ohlschläger aus Nürnberg sein. Constanz. Dle auch von uns gebrachte Meldung, der Erfinder des Volapük, Pfarrer Schleyer in Constanz, sei gestorben, bestätigt sich nicht. Berliner Freunde des Genannten nach Constanz gerichtete telegraphische Anfrage wurde von Pfarrer Schleyer kele⸗ graphisch gemeldet, daß er zwar krank gewesen sei, aber sich wieder besser befinde. Auf eine von einem Rom, 19. Oct. In Folge einer Ueberschwemmung der Küste des Adriatischen Meeres bel Castellamare Adriato stürzten 60 Häuser ein. des überschwemmten Küstenstriches sind obdachlos. Tausende von Familien Rom, 21. Oct. In der letzten Nacht fand zwischen Salandra und Grassano in der Provinz Tarent elne enorme Erdabrutschung statt, welche den von Neapel nach Brindist gehenden Zug erreichte. todt und etwa 10 wurden verwundet. 6 Passaglere blieben Athen, 19. Oet. Heftige Regengüsse verursachten Diesel ben Dampfer vermitteln inzwischen den Jahre 1861. zogene Serien: Nr. 81 285 441 538 668 832 12111735 1264 1581 1639 1910 1991 2198 2362 2408 2527 2883 2759 2948 2964 3112 3753 3761 4007 4038 4561 4603 4686 4727 4867 4942 5006 5015 5053 5256 5301 5365 5388 5646 5735 5844 5895 6554 6592 6727 7071 7420 7668 7916 7947 7949. Die Prämien⸗Ziehung findet am 1. November statt. Verloosung. Canton Freiburger 15 Franes⸗Loose vom Ziehung am 15. October 1888. Ge⸗ Consuls in Havre abgerissen auf der Straße Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Oetbr. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.75— 0.90. Eier 2 St. 18 Pf. Gießen, 20. Oetbr. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.80— 0.90, Eier 1 St. 6—7 Pf., 2 St. 00 Pf., Käse per St. 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.40— 0.60, Hühner per Stuck M. 0.90— 1.00, Hahnen per König 1 1 g wird auf meinde eigneter Obe Kaufmas landwirt! der Umg diodselbe haus wi Dad 3807 Für Dusch, fleißige g Stück M. 0.90— 1.10, Enten per Stuck M. 1.30— 1.70., Ochsen⸗ Fleisch per Pfund 6068 Pf., Kuh- und Rind: Fleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel⸗ Fleisch 54— 64 Pf., Kalbfleisch 40— 46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50— 6.50, Zwlebeln per Centner M. 4.00—5.00., Weißkraut per Stück 8 Pf. Frankfurt, 19. Oet. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 8.80 10.60, Stroh pro 100 Kilo M. 7.00 bis 8.20, Butter pro 50 Kilo M. 80 bis 83, Eier das Hundert M. 5.50—6, Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 23.00, do geschälte M. 20 30, Linsen M. 34 bis 52, weiße Bohnen M. 23—25 50, Mohrrüben 50 Kilo M. 5 bis 7., Preißelbeeren per Pfund 20— 25 Pf., Kartoffeln M. 4.50 6.50, Blumenkohl 100 St. M. 20— 30, Kopfsalat M. 3—5, Sellerieköpfe 100 Stück M. 8— 10, Pfirsiche per Pfd. 70 Pf., Nuͤsse 100 Stück 40— 50 Pf., Zwetschen per Pfd. 5—6 Pf., Aepfel per Pfd. 6 10 Pf., Birnen per Pfd. 5— 15 Pf, Melonen per Stück M. 0.603, Trauben von 15 Pfennig an per Pfund, Einmachgurken 100 Stück M. 1.— 1.20, ktalienische Kastanlen 30— 34 Pf., Quitten 20—25 Pf., Haas M. 3.00 4.00. Frankfurt, 20. Oet. Wochenmarkt. Erbsen ganze per Pfd. 16—20 Pf., do geschälte 18—22 Pf., Linsen 18-28 Pf, weiße Bobnen 20— 22 Pf., hiesige Kartoffeln per Gescheid 10— 12 Pf., krause Endivien 5-10 Pf., Butter per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier das Stück 6 bis 7 Pf., Radieschen 2 Pf. das Päckchen, Blumenkohl 25 bis 60 Pf., Kopfsalat per Stück 3—5 Pf., Sellerteköpfe 5— 20 Pf., franz. Sellerle 40—50 Pf., Romainsalat 1015 Pf., Wirsing per St. 8— 12 Pf., Zwiebeln per Pfd. 7—9 Pf., Kohlraben per Stück 4-6 Pf., Carotten das Päckchen 10— 12 Pf., Weißkraut per Stück 10 15 Pf., Rotherüben per Portlon 20— 380 Pf., Aepfel per Pfd. 15—20 Pf., Birnen per Pfd. 5— 10 Pf., Zwetschen 8-10 Pf., Nüsse 100 St. 50- 60 Pf., Mauskartoffeln per Gesch. 20—25 Pf., Perlzwiebeln per Liter 50 Pf., kleine Essiggurken 100 Stück 60— 70 Pf., Spinat 40 bis 50 Pf., weiße Rüben 10— 15 Pf., Feldhuhn M. 1.50—2. Frankfurt, 20. Oet. Auf dem heutigen Schweine— merkte waren 480 Schweine zugeführt. Es wurde das Pfund Schlachtgewicht bei 1. Qual. mit 55 Pf., 2. Qual. mit 50—54 Pf. bezahlt. Der Spansau-Markt hatte gegen— über dem Bedarfe ungenügende Zufuhr, es waren nur 163 Stück vorhanden und wurde das Pfund mit 45 bis 60 Pf. je nach Qualttät bezahlt. Repertoir⸗Entwurf der bereinigten Stadt⸗Theater in Frankfurt. Opernhaus. Dienstag den 23.: Letztes Gastspiel der königlich preu sischen Kammer Sängerin Frau Pauline Lucca: Die lustigen Welber. Frau Fluth: Frau Pauline Lucca Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Mittwoch den 24. Geschlossen. Donnerstag den 25.: Don Juan. Große Preise, Freitag den 26.: Geschlossen. Samstag den 27.: Der Prophet. Große Preise. Sonntag den 28.: Der Maskenball. Große Prelse. Dienstag den 30.: Othello. Große Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 23.: Adelaide. Hierauf: Der zerbrochene Krug. Zum Schluß: Der gerade Weg der beste. Gr. Pr. Mittwoch den 24.: Gastspiel der Frau Niemann Raabe: Ein Tropfen Gift. Hertha: Frau Niemann-Raabe. Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Donnerstag den 25.: Gastspiel der Frau Niemann-Raabe. Zum ersten Male wiederholt: Franelllon. Frangotse: Frau Niemann- Raabe. Außer Abonn. Erhöhte Pr. Freitag den 26.: Julius Cäsar. Große Preise. Samstag den 27.: Vorletztes Gastsptel der Frau Niemann— Raabe: Die Geschwister. Markanne: Frau Niemann— Raabe. Hierauf: Cyprienne. Cyprienne: Frau Nie- mann-Raabe. Außer Abonnement. Erhöbte Preise. Sonntag den 28.: Letztes Gastspiel der Frau Niemann— Raabe: Dorf und Stadt. Lorle: Frau Niemann⸗ Raabe. Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Bekanntmachung. Mittwoch den 24. Oetober, Vormittags 11 Uhr, werden auf hiesigem Rathhaus die leihfälllg gewordenen Grundstücke auf der Kuhweide abthetlungsweise auf weitere 9 Jahre verpachtet. Großherzogliche Bürgermeisterel Fauerbach b. Fr. Schmidt. A.* Faselochs-Versteigerung. Donnerstag den 25. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, wird auf dem Bürgermeisterel-Büreau ein für die Ge— meinde zu schwer gewordener, aber zum Schlachten ge— eigneter Faselochs meistbietend versteigert. Ober Florstadt am 21. Oetober 1888. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. 3819 Dauernbelm. 525 Versteigerung. Mittwoch den 24. Oetobet, Vormittags 10 Uhr an hangend, kommen vor der Behausung des Herrn Kauf mann Aletter, früher Herrn Theis, neben Herrn Kaufmann Kümmich, folgende Gegenstände zur Ver steigerung: 1 Damast⸗Sopha mit 6 Stühlen, 1 Sessel, ver— schiedene Tische, einige Nachtschränkchen, Spiegel, große Bilder, Bettwerk, 1 Kleiderschrank, 1 Com— mode, sowie verschledenes Hausgeräthe, ferner eine Partbie Cigarren, eine Parthie Unterhosen und eine Parthie Schuhwaaren. Friedberg. Jol. Butzbach, 3814 Auetionator. Die Toupie hollandaise, en der Terrassenstraße zu Bad-Nauheim, ein einstöckiger Fachwerks bau, 5,75 m breit, 17,35 m lang, soll auf Abbruch an den Metistbietenden am Samstag den 3 November, Vormittags 10 Uhr, öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Das Gebäude eignet fich vorzüglich als Halle zu kandwirthschaftlichen Zwecken, worauf wir die Landwirthe der Umgebung besonders aufmerksam machen, auch kann dasselbe auch mit geringem Kostenaufwand als Wohn— haus wieder hergestellt werden. Bad⸗ Nauheim den 20. October 1888. 3807 Geschwister Grunewald. Pferdeknecht. Für mein Kohlengeschäft brauche 3 lüchtige Knechte. Dieselben müssen gut mit Pferden umgehen können und fleißige Arbeiter sein. Hohen Lohn und dauernde Beschäftsgung. Solche, welche gute Zeugnisse oder Mllttärpaptere Hesitzen, wollen sich melden bei J. Nold, Koblenhandlung, Darmfladt, 3801 52 Kasernestraße 52. Läuferschweine u. Ferkel derkaufe wegen Mangel an Stallung. 3813 Pfaffenhof R. Wittmer, bei Vilbel. OGutspächter. Schneider. Tüchtige Rockarbelter, die wöchentliche großere Llefe— rungen übernehmen können, sofort gesucht. (F. à 207/10.) Herrenkletderfabrik Alex Trier, 3802 Göthestraße 11, Frankfurt a. M. 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Druck und Verlag von Carl Bindernagel⸗ Meter 9 (Hierzu Praktischer Rathgeber für Landwirthe Nr. 9.)