Donnerstag den 22. November. M 18. berhessischer Anzeiger. bu U CK ing Wird hier und in Bad⸗Nauheim Monta i i i 6 i i . g, Mittwoch 15;; 575 Erscheint dreimal wöchentl d D und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 1 Denner un e e m P. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von ä eric auswärtigen Einsendern(weit Letztere nicht Jahres conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Betreffend: Anzeige von Bränden. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen 5 Es ist mehrfach vorgekommen, daß wir aus Ihren Anzeigen über Brandausbrüche den dessen eine Entschließung über die Zuziehung des Großherzoglichen Brandversicherungsinspektors —— petbeseht, Ind Bous, nd Zaun Betreffend: Die Anschaffung des von der Forstverwaltung für die Communalwaldungen zu verwendenden Formularpapiers, insbesondere Ersatz der hierdurch pro 1887'88 entstandenen Kosten. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien, 1 veranlassen. M. Pf. M. Pf. 33 Gemeinde Weckes heim— 51 Gemeinde Ober-Mörlen 31 Gemeinde Wohnbach 74 Gemeinde Ober-Rosbach 56 Gemeinde Bodenrod 19 Gemeinde Ockstadt 04 Gemeinde Fauerbach v. d. H. 41 Gemeinde Assenheim 60 Gemeinde Hausen 64 Gemeinde Bönstadt 77 Gemeinde Hoch-Weisel Gemeinde Büdesheim Gemeinde Langenhain 57 Gemeinde Burg Gräfenrode 05 Gemeinde Maibach Gemeinde Groß Karben 87 Gemeinde Münster 25 Gemeinde Heldenbergen 85 Gemeinde Ostheim 18 Gemeinde Ilbenstadt 59 Gemeinde Burgvorstadt Friedberg 10 Gemeinde Kalchen 09 Gemeinde Bad⸗Nauheim 52 Gemeinde Klein-Karben 47 Gemeinde Nieder-Mörlen 73 Gemeinde Nieder-Florstadt 06 Gemeinde Nieder-Rosbach 98 Gemeinde Nieder-Wöllstadt Gemeinde Butzbach Hospital St. Wendel daselbst Gemeinde Belenheim Gemeinde Gambach Gemeinde Griedel Gemeinde Kirch-Göns Gemeinde Nieder Weisel Gemeinde Oppershofen Mark Rockenberg und Oppershofen Gemeinde Pohl-Göns Gemeinde Södel Gemeinde Steinfurth Märkerschaft Trais Münzenberg Gemeinde Wölfersheim idt, Nasserit tt Auswahl. ö 2 * W — Bekanntmachung. Betreffend: Die Feldbereinigung in Flur XI der Gemarkung Petterweil. Mittwoch den 28. l. Mts., Vormittags von 10½—12 Uhr, auf dem Rathhause zu P gezüglich der Zutheilung der neuen Grundstücke statt. ind in dem Termine dem Unterzeichneten, mit Namensunterschrift versehen, vorzulegen. Friedberg den 20. November 1888. Der Friedberg am 19. November 1888. Bürgermeistereien des Kreises. Umfang des Brandes nicht ersehen und in Folge nicht treffen konnten. . Wir empfehlen Ihnen daher in Zukunft diesen Anzeigen entweder einen Auszug aus dem Brandkataster beizulegen oder in Ihrem Bericht die Höhe des Brandversicherungskapitals des betroffenen Gebäudes, sowie den ungefähren Bruchtheil der Beschädigung anzugeben. Dr. Braden. Friedberg den 17. November 1888. Markvorstände ꝛc. des Kreises. Wir empfehlen Ihnen die alsbaldige Auszahlung der nachstehend aufgeführten Beiträge an Großherzogliches Rentamt Friedberg zu Dr. Braden. M. Pf. M. Pf. 35 Gemeinde Ober Florstadt— 63 91 Gemeinde Reichelsheim 28 2 A 1 Gemeinde Stammheim 2 25 Gemeinde Harheim 1 Gemeinde Holzhausen v. d. H. 1 Gemeinde Massenheim— Gemeinde Nieder-Erlenbach 1 80 1 1 1 1 7 1 2 O 1 36 Gemeinde Nleder-Eschbach 65 Gemeinde Ober-Erlenbach Gemeinde Ober-Eschbach Gemeinde Petterweil Gemeinde Rodheim Gemeinde Vilbel 237 2— — 0 2 2 etterweil findet die Entgegennahme der Wünsche Die Wunschzettel versehen mit Flur und Nummer der zusammenzulegenden Grundstücke 5 8 3 zuleg Vollzugs-Commissär für Feldbereinigung: Dr. Wallau. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Wachtmeister Küchler — Der Erzherzog Ferdinand von Oesterreich— Este wird, begleitet vom Oberst Graf Wurm— zus Darmstadt wurde zum Landsgestüts-Fourage-[brandt, am 22. November auf der Anhaltischen neister ernannt und der Kreisbauaufseher Dingel-[ Bahn in Berlin eintreffen, um einer Einladung bein in Offenbach auf Nachsuchen, unter Aner- des Kaisers folgend, denselben nach Letzlingen Nennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt. zur Hofjagd zu begleiten. 6 Berlin, 20. Nov. Der Kaiser und die— 20. Novbr. In der gestrigen Bundes— Faiserin sind mit ihren Kindern heute für die raths-Sitzung wurde beschlossen, den Anträgen Wintermonate in das hiesige Schloß überge- Hitze-Lohren zu dem Gesetzentwurf betreffend Ab— edelt. Der Kaiser begibt sich am 22. d. M. änderung und Erganzung der Gewerbeordnung nit mehreren Fürstlichkeiten zu den Hofjagden[Arbeiterschutzgesetzgebung), sowie den vom Reichs— ach Letzlingen. Der Herzog von Aosta trifft tage angenommenen Resolutionen betreffend die morgen mit seiner Frau zum Besuche des hie-TBeschränkung der Kinder-Arbeit außerhalb der gen Hofes ein. Fabriken und die Veranstaltung einer Enquete — Die neue Organisation der Marine- betreffs Einführung eines sogenannten Normal— ehörden ist als abgeschlossen zu betrachten. arbeitstages die Zustimmung zu versagen, ebenso Dieselbe hat in ihren Grundzügen, welche auf wie den Anträgen Biehl-Ackermann betreffs Ab— die Trennung des Obercommandos und der Ver- änderung des F. 100e der Gewerbe- Ordnung; waltung hinauslaufen, die kaiserliche Bestätigung ferner wurde den Anträgen Lieber-Hitze wegen halten. Die Details dürften in einem Nach- Abänderung der Gewerbe Ordnung(Sonntags— nagsetat demnächst dem Bundes rath zugehen. arbeit) ebenfalls die Zustimmung versagt. Der Dem Vernehmen nach wird beabsichtigt, die im Bundesrath eingebrachte Geseßentwurf, be⸗ oͤhnung für die Seecadetten und die Cadetten treffend die Aufnahme einer Anleihe zu Zwecken ber Marine zu erhöhen, um den für die letz- der Heeres⸗, Marine- und en, teren bisher geforderten monatlichen Zuschuß der verlangt einen Betrag von etwas über 62 Mill. Eltern von 60 M. ermäßigen zu können und Mark. Diese Summe soll im Wesentlichen einer ladurch die Seeofsicier-Laufbahn den Söhnen Reihe von Neuanlagen(Kasernen u. s. w.) und der weniger bemittelten Angehörigen der ge- neuen Verkehrsmitteln dienen, wofür mehr, oder bldeten Stande in weiterem Umfange zugäng- weniger hohe einmalige e bekanntlich in lch zu machen. Für die jährlich zur Bedienung jedem Jahre wiederkehren. Weiterem 5 der Festungstelegraphen⸗, Küstenbeobachtungs- und nach wird dem Marine-⸗Etat 500 u snstigen Telegraphenstationen der Marine im beigegeben sein, welche in eingehen 5 zeise die Nobilmachungsfalle im Telegraphiren auszubil-vielbesprochene Nothwendigkeit des aues 8 denden Mannschaften soll eine Marine⸗Tele— Schlachtschiffe darlegt. Der hierfür aufzuwendende theilt werden. Im Etat für 188990 werden nicht ganz 10 Million davon eingestellt sein. — Die Anklage gegen die„Freisinnige Zei— tung“ wegen Nachdrucks von Stellen aus dem Tagebuch Kaiser Friedrichs von 1870/71 ist, wie das genannte Blatt mittheilt, vom Kaiser Wilhelm persönlich veranlaßt. — Wie verlautet, ist von dem Vertheidiger des Professor Dr. Geffcken der Antrag gestellt, den Angeklagten mit Rücksicht auf sein schlechtes körperliches Befinden aus der Haft zu entlassen. Die Rückfragen, die in diesen Tagen bei dem Arzte geschahen, der in diesem Sommer Dr. Geffcken in Bad Laubach behandelte, sollen mit jenem Antrage in Zusammenhang stehen. Nach anderen Darstellungen ist das Gutachten, sowie weitere von Irrenärzten von dem Ham— burgischen Amtsgericht eingefordert worden, welches ungeachtet des Protestes des Dr. Geffcken einen Entmündigungs-Prozeß gegen denselben fortführt. — Die französischen Journalisten Dr. La— tapteh und d'Oriot sind aus Berlin ausgewiesen worden. Die beiden Genannten gaben hier ge— meinschaftlich eine Correspondenz heraus und sandten sie an die franz. Blätter. Die Corre— spondenz starrte von Lügen und Unfläthigkeiten. München, 18. Nov. Um 2 Uhr setzte sich heute der feierliche Leichenzug vom Palais des Herzogs Maximilian nach der Theatinerkirche in Bewegung, woselbst der Erzbischof die feierliche Vigil hielt. Die Ueberfuͤhrung der Leiche nach Tegernsee erfolgt morgen. Nürnberg, 20. Nov. Grillenberger wurde heute vom Landgericht zu Fürth zu 100 Mark r dersenigen für die Armee Betrag soll etwa 110 Million ausmachen, je— N 2 ien! doch auf eine längere Reihe von Jahren ver— Geldstrafe oder zehn Tagen Gefängniß, der PPP 1 e eee 8 — Arbeiter Bernhard zu 60 Mark oder 6 Tagen Haft auf Grund des Paragraphen 19 des Sozialistengesetzes verurtheilt. Freiburg ei. Br., 19. Nov. In dem heute zu Ende gegangenen Sozialistenprozeß wurden 12 Angeklagte für schuldig befunden und zu Gefängnißstrafen von zwei Wochen bis zu vier Monaten verurtheilt. Drei Beschuldigte wurden reigesprochen. N Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, 20. Nov. Der Wehrausschuß des Abgeordnetenhauses nahm die auf die Einjährig-Freiwilligen bezüglichen Paragraphen 24 und 25 des neuen Wehrgesetzes unverändert mit allen gegen eine Stimme an. Pest. Der Wehrausschuß acceptirte nach lang— wieriger Debatte principiel die auf Verschärfung des Einjährig-Freiwilligen-Dienstes bezüglichen Paragraphen des Wehrgesetzes. Dänemark. Kopenhagen, 19. Nov. An dem Festdiner in der Börse nahm die ganze königliche Familie nebst den hohen Gästen Theil. Zu Anfang des Festes geriethen einige Flaggen— dekorationen in Brand, welcher jedoch sogleich gelöscht wurde, worauf die Feier ihren unge— störten Fortgang nahm. Abends fand eine Fest— Vorstellung im Theater statt.. Belgien. Brüssel. Man signalisirt eine neue bedenkliche Arbeiterbewegung in Südbelgien. — 20. Nov. Der Finanzminister gab in der Repräsentantenkammer eine Uebersicht über die Finanzlage, deren Ergebniß für 1887/88 ein Ueberschuß von 14 Millionen sein werde. — In einer sozialdemokratischen Versammlung in La Louvière wurde offener Umsturz gepredigt und unter dem Rufe:„Es lebe Frankreich!“ die französische Flagge entfaltet. Frankreich. Paris. Der Abgeordnete Gilly hat in der Kammer die Aeußerung ge— than, daß 14 Million Francs an Mitglieder des Parlaments anläßlich der Uebereinkunft mit den Eisenbahn-Gesellschaften vertheilt worden seien, war dieserhalb angeklagt worden von einigen Mitgliedern, wurde jedoch freigesprochen. Diesen Umstand hat Wilson benutzt und seine 22000 Actenbündel durchstöbert und scheint das genügende Material gefunden zu haben, um sich an seinem früheren Gegner in empfindlicher Weise zu rächen. Nach einem Briefe verpflichtete sich Veil Picard, der Hauptgegner Wilson's, dem— jenigen 20000 Frs. zu zahlen, welcher ihm seine Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion anzeigen würde. Das Wiederauftreten Wilson's und sein Enthüllungsfeldzug erregt natürlich das größte Aufsehen und, allem Anschein nach in jenen Kreisen, welche die 22000 Actenbündel zu fürch— ten Grund haben, eine ernste Beunruhigung. Zur Vervollständigung der politischen Skandal— chronik melden die Boulangistenblätter, in Brüssel werde demnächst ein Buch Gilly's,„Meine Papiere“ betitelt, erscheinen. In dem Buche sollen die Enthüllungen zusammengestellt sein, die Gilly am Gericht zu machen versprochen hat. — Hiesigen Meldungen zufolge wurde aus Nancy nach der französischen Hauptstadt tele— graphirt, daß ein am Bahnhof in Französisch— Arvicourt angestellter Beamter, der sich auf deutsches Territorium begeben habe, um einen ihm gehörigen Acker zu bestellen, dort verhaftet Großbritannien. London, 19. Novbr. Die Königin begrüßte die Kaiserin Friedrich und die Prinzessinnen an Bord der Nacht„Victoria und Albert“ und fuhr sodann mit den hohen Gästen nach Windsor. Der Prinz von Wales war der Kaiserin bis Vliessingen entgegengereist. Italien. Rom, 19. Nov. Die Kammer verwarf heute in der nochmaligen Abstimmung über die Tagesordnung gegen die Ammonizione dieselbe mit 174 gegen 39 Stimmen. Rumänien. Bukarest. In Folge der Wahl des Generals Florescu zum Senatspräsidenten und der Niederlage des Regierungscandidaten geht hier das Gerücht, der Rücktritt des Cabinets oder die Auflösung des Senats sei bevorstehend. Serbien. Belgrad. Aus Vranja wird ein Die hiesigen neuer Arnauten-Einfall gemeldet. Journale sprechen gegenüber diesen Vorfällen ihr Bedauern über die Machtlosigkeit der tür kischen Behörden aus. Rußland. Petersburg. Der„Times“ wird aus Tientsin folgendes gemeldet: Die chinesische Regierung wurde benachrichtigt, daß zwischen Rußland und Corea ein Geheimvertrag ge— schlossen wurde, demzufolge Corea unter russi— schen Schutz gestellt wird. Aus Stadt und Land. t. Assenheim. Am 15. November d. J. starb da— hler nach kurzer Krankheit der Gräflich Solms Rödel— beim'sche Kammerrath Trümpert in dem außergewöhnlich hohen Alter von 81½ Jahren. Derselbe war nach mehr— jährigem Aufenthalt in Offenbach, wo er mit dem als Turnlehrer so bekannt gewordenen Spieß in einem Knaben Institut thätig war, im Jahre 1829 nach Assenheim in das Haus des Gräfl. Kammerdirektors Geyger gekommen, wo er im Jahre 1834 von dem Grafen Carl zu Solm— Rödelbeim bei der Gräfl. Verwaltung angestellt wurde. Mit Gewissenhaftigkeit und Eifer führte er seine Geschäfte, so daß er unter allseitiger Anerkennung und mit dem so werthvollen Gefühl der Befriedigung und Genugthuung vor einigen Jahren sein 50 jähriges Dienstjubiläum feiern konnte. Neben seinen Berufsarbeiten nahm der Heim— gegangene aber auch regen und warmen Antheil an den Angelegenheiten der Gemeinde, namentlich in Bezug auf Schule und Kirche, und hat sich hier manches Verdlenst erworben. Sein heiterer Sinn, den er sich wohl zu nicht un bedeutendem Theil auch als ausgezeschneter Clavier— spieler durch die Pflege der Musik bis in sein hohes Alter erhalten hat, sowte sein Wohlwollen und seine Freund— lichkeit gegen seine Mitmenschen gewannen ihm die Liebe und Anhänglichkett von Vielen, mit denen er in Berührung kam. Dies zeigte sich deutlich durch die überaus zahl— relche Betheiligung von Leidtragenden bei der am 17. Nov. stattgehabten Beerdigung. Möge sein Andenken ein ge— segnetes sein. o. Okarben. Sonntag den 11. d. M. hielt dahier im Kriegerverein Lehrer Will von Rendel einen ein⸗ gehenden Vortrag über„den Zweck, die Bedeutung und Aufgabe der Kriegervereine, sowte über die Wichtigkeit des Anschlusses der einzelnen Vereine an den Krleger— Verband„Hassia“. Der Vortrag hatte den Zweck, den hiesigen Kriegervereln, der noch nicht Mitglied der „Hassia“ ist, zu bewegen, beizutreten. Nächsten Sonntag findet eine General-Versammlung des Vereins statt und ist nicht daran zu zweifeln, daß infolge der Darlegungen des Referenten der wohl einstimmige Beschluß gefaßt wer— den wird, sofort den Beitritt zur„Hassia“ anzuzeigen. Allerlei. Bonn. Professor Dellus, der bekannte Shakespeare— Forscher, ist gestorben. Königsberg i. Pr., 19 Nov. Ein Südweststurm verursachte gestern mancherlei Unfälle auf dem Haff und der offenen See. Ein großer Reisekahn versank im Haff, der holländische Dampfer„Astrea“ ist bei Palmnicken gestrandet. Die Mannschaft desselben ist gerettet. Das Haff ist voll Eis. Mehrere Schlffe liegen fest. Die Schifffahrt hat mit den größten Schwierigkeiten zu Westerland, 8. Nov. Heute Vormittag trleb ein starker Weststurm das Wrack der ostfrlesischen Barke Raketenapparates gerektet. Das Schiff trieb bereits 8 Tage leck im Sturm auf hoher See. Bukarest, 18. Novbr. Eine heute früh in den Stallungen des königlichen Palals ausgebrochene Feuers⸗ brunst vernichtete einen Theil derselben; das Palals selbst blieb unbeschädigt. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Handel und Verkehr. Friedberg, 20. Novbr. Fruchtpr. Walzen M. 19.25 bis M. 19.50, Korn M. 16.00 16.50, Gerste M. 15.00 bis 15.50, Hafer M. 13.00— 13.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 21. Nov. Buttermarkt. Butter kostete 1 per Pfd. M. 0.80—0.90. Eier 1 St. 9 Pf. Grünberg, 17. Nov. Fruchtprelse. Weizen M. 19.50, Korn M. 16 20, Gerste M. 14.00, Hafer M. 13.20, Erbsen M. 18.00, Samen 00.00, Wicken 00.00, Kar⸗ toffeln M. 0.00, Linsen M. 24.00. Gießen, 20. Nov. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.05, Eier 1 Stück 7—8 Pf., 0.55, Hühner per Stück M. 0.80— 1.00, Hahnen per per 100 Kilo M. per Pfund 40- 50 Pf. Frankfurt, 19. Nov. Fruchtbericht. Hies. Welzen⸗ M. 27-28, Nr. 3 M. 26.75— 27.75, Nr. 4 M. 21.50 bis 22.50, Nr. 5 M. 18.50— 19.50, Milchbrod⸗ und Brodmehl im Verband M. 58.00-60.00, norddeutsche Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 26— 26.50, Nr. 0/1 M. 24— 24.50, Nr. 1 M. 22— 22.50, Nr. 2 M. 18.50 bis 19.50, Weizen ab unserer Umgegend M. 19.25-20.50, frei Bahn hier M. 20.00— 20.25, kurhessischer M. 20.25 bis 20.50, norddeutscher M. 20.25 20.50, russische Sorten M. 21.75— 22.50, Roggen hies. M. 16.25 16.50, russischer M. 16.25—00 00, Gerste, Wetterauer, M. 15.75 16.25, Ried und Franken M. 16.00— 16.25, Saal und ungarische M. 18.50- 20.50, Hafer, prima M. 14.75 15, mlttel M. 13.50- 14.00, Raps M. 00— 00, Mais M. 0000. Roggenkleie M. 4.75 5.00, Weizenkleie M. 4.50 0.00, Malzkeime M. 4.80—0.00, Moostorfstreu prima M. 0.00, Spelzspreu M. 2.50— 0.00. Chtlisalpeter per Februar⸗ März 1889 ab auswärts aufgeregt. Sämmtliche Ar⸗ tikel bet Abnahme von 200 Centner an. Rüböl im Detail M. 64. Frankfurt, 19. Nov. Der heutige Viehmarkt war mit 383 Ochsen, 29 Bullen, 454 Kühen, Stieren und Rin⸗ dern, 322 Kälbern, 970 Hämmeln und 593 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen 1. Qualtität pro 100 Pfund Schlachtgewicht M. 64—66, 2. Qual. M. 54-60, Bullen 1. Oualtität M. 41-42, 2. Qual. M. 3840, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50—52, 2. Qual. M. 42—46, Kälber 1. Qual. pro 1 Pfund Schlachtgewicht 55—58 Pf., 2. Qual. 48 bis 50 Pf., Hämmel 1. Qual. 56—58 Pf., 2. Qual. 30 bis 35 Pf., Schweine 1. Qual. 54—55 Pf., 2. Qual. 52-54 Pf. Israelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 24. November. Beginn: Freitag Abends 3 Uhr 55 Min. Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min. Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min. Sabbathausgang 4 Uhr 55 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 25. November an Morgens 6 Uhr 45 Min., Nachmittags 4 Uhr. Mittwoch den 28. Nov., Abends 4 Uhr, Beginn des Chanukafestes. A. Zuntz sel. WWe. Honigs Bonn, Berlin und Aninerpen, empffehlt als unübertroffen ihre seit mehr als 50 Jahren sich des besten Rufes Gebrannten Java Kaffees erfreuenden die in allen bessern deschäften der Lebensmittel-Branche käuflich sind. „Jork Margarethen“, Capltän Ments, an die Küste. Nach langer Bemühung wurde die Mannschaft mittelst worden sei. Bestätigung bleibt abzuwarten. kämpfen. 4191(K. a. 87/11.) 4 f Spezialität f 5 e ee g Windeczer s Lelsenteler. werden in dem Großherzoglichen Landeszuchthause zu Marxlenschloß abgängige Inventarstücke, hierunter ungefähr 70 Stück Bettteppiche, sowie eine Parthie altes Eisen und Lumpen, gegen gleich baare Zahlung an den Meist— bletenden versteigert. Marlenschloß den 16. November 1888. Großherzogliche Landeszuchthaus Direktion. Bornemann. Far dag Casino Diener, dem die Wirth⸗ * wird eln schaft übertragen werden soll, auf den 1. Januar 1889 gesucht. Mel⸗ dungen nimmt der Unterzeichnete entgegen Der Präsident 1499 Jöcel. 4173 gebrannten Kaffees, à 130, 110 150, 160, 180 und 190 Pf., hochfeine Mischung à 180 und 190 Pf., täglich frisch gebrannt, bei Fried. Wagner, 4195 vorm. Theis& Müller. Für regelmäßigen Bezug werden 5-600 Liter Milch von elnem oder mehreren Lleferanten gesucht. Offerten mit Preisangabe an Heinrich Kleinböhl, Frankfurter Central-Dampf-Molkeret in Frankfurt am Main erbeten. F. à 126/11.) 4124 Jeden Sonntag und Donnerstag Abend 3914 Frei- Concert. Schlosskäse empfiehlt als pikantesten Rahmkäse i 4203 J. Baumeister. Ital. Kastanien in gesunder und großer Waare empfiehlt, 4207 J. A. Windecker. Käse per St. 4—7 Pf., Tauben per Paar M. 0.40 bis Stück M. 0.50— 1.00, Enten per Stück M. 1.40— 2.00, Ochsen⸗Fleisch per Pfund 60—68 Pf., Kuh- und Rind? Fleisch 45— 54 Pf., Schweinefleisch 50—60 Pf., Hammel“ Fleisch 54-64 Pf., Kalbfleisch 50—00 Pf., Kartoffeln 5.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 6.00—7.00., Weißkraut per Stück 4—9 Pf., Gaͤnse mehl Nr. 0 M. 32—34, Nr. 1 M. 29.75 31.75, Nr. 2 und westfällsche Welzenmehle Nr. 00 M. 28.00— 29.00, In dem N. machen en frieden Vergebung von Drainage-Arbeiten und Materialliefe— tungen zu Bettenhausen, Kreis Gießen. Montag den 26. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Rathhause zu Bettenhausen die bei Draini⸗ nung der Fluren II, III, IV und IX dortiger Gemarkung vorkommenden Arbeiten und Materiallteferungen, ver— anschlagt: 1. Fertigung von 15334 lfd. m Draingraben nel, des Röhrenlegens und Wiederzu— M. Pf. füllens der Gräben Nine de 2. Lieferung der erforderlichen Drainröhren von 37 bis 150 mm Lichtweite mit eirea 52320 Stück— 1785 28 3. Anfuhr der Ziegelröhren mit ca. 1883 Centner„ 38 60 4. Lieferung der Mündungssteine nebst Eisen— gitter=— 5. Lieferung der Nivellirpfähle—— 16— an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg am 20. November 1888. Greb, Provinzial-Wiesenbaumeister. 4206 Ggeräucherter Aal, geräucherte Flundern, Kieler Sprotten, Feltbücklinge, Speckbückinge Weiner's Hausmacher-Eier-Schnitt Uudeln mit Kochrezepten, für Suppe und Gemüse(keine sog. Fabriknudeln), anerkannt und empfohlen von den ersten Köchen und ökonomischsten Hausfrauen. Verkauf in 11 und ½%ʒq Pfund⸗Packeten per Pfund 65 Pf. bei 3231 Ferdinand Damm. Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutschen Lloyd kann man die Reise von Bremen nach Amerika in 9 Tagen 4 Ferner fahren Dampfer des Norddeutschen Lloyd machen. von Bremen Friedrichsdorfer wmesten und Wämse in garantirt ächter Waare empfiehlt billigst 37 Heinr. Diehl. Usagasse. Muffen, Kragen, Pelzbesätze in allen modernen Fellarten, Damenbaretts ck Pelzstudentenmützen C. Kalbfleisch, Kürschner. Reparaturen rasch und billig. 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Kuhne. a Schneeglöcchen, Solo für Sopran A. Dorn. . a. Spinn, spinn, hör A. Michaelis. b. Was wohl d' Liab is er. Th. Koschat. Das Lesekränzchen, komisches Duett Schäffer. Zweite Abtheilung. 4192 Sie hat Talent. Lustspiel in 1 Akt von Leo Hildeck. Soldatenliebe. Militärischer Schwank in 1 Akt von Fritz Vogler. Nach dem Theater Tanz. Zu dem am 30. November d. J. im Saale des Herrn Gol stattfindenden Balle ladet ergebenst ein 4198 Heldenbergen. Das Comité. Geschüfts⸗ Empfehlung. Meinen verehrten Kunden, sowie dem hiesigen und auswärtigen Publikum zeige ich hiermit an, daß ich in dem Hause der Frau Söllner Wittwe, Kaiserstraße, gegenüber der Brauerei von Henn& Jamin, eine errichtet habe und bitte VBarbierstube um geneigten Zuspruch. Friedberg den 16. November 1888. Hochachtungsvoll Heinrich Nupp, 4153 Barbier.. 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