11 Söllner II. — dolt rnen, 2 1 900 n N Pn Ihlips, Donnerstag den 20. September. M III. berhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige e Pf., lokale Anzeigen und behördliche au auswärtigen Einsendern(weit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), we s dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von lchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. Amtlicher Theil. Landes-Baugewerkschule Darmstadt. Am 15. November l. J. beginnt der dreizehnt 8•C 0 Baugewerkschule und schließt am 15. März 1889. o Die Landes⸗Baugewerk-Schule soll insbesondere Bau Handwerkern, sowie NMaschinen⸗ und Muͤhlen Bauern, Mechantikern und un eee, G zieten, sich die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theoretischen ö Nenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Entwerfen von Plänen ür die praktische Ausbildung zu erwerben. Auch soll die Landes ⸗Baugewerkschule ur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen. 133 Der Unterricht wird während der bezeichneten 4 Monate an allen Werktagen, 1 von 8—12 und Nachmittags von 1—6 Uhr, ertheilt. 1 Die Schule umfaßt drei Abthellungen; zwei für Bauhandwerker(Maurer, Steinmetzen, Zimmerleute, Dachdecker, Schreiner, Glaser, Tüncher, Anstreicher, Stukkatore und Decorationsmaler, Ziegler und Töpfer, Pflästerer ꝛc.); eine für Schlesse Gürtler, Spengler, Installateure, Mechaniker, Maschinen- und Mühlen⸗ Bauer, Pumpenmacher ꝛc. ö Gegenstände des Unterrichts sind: Freihand⸗ und geometrisches Zeichnen; dar⸗ kellende Geometrie; Schatten Constructionen; Perspective; Bauconstructlons⸗Lehre; Stabilitäts- und Festigketts Berechnungen; Elemente der Maschinen⸗Constructionen; Fachzeichnen für die betreffenden Gewerbe; Aufnahme und zeichnerische Darstellung »on Bautheilen, Gebäuden, Maschinen und Werkzeugen; Entwerfen von Bauanlagen und von einfachen Maschinen; kunstgewerbliches Zeichnen.— Ferner: technisches Rechnen; Algebra; Geometrie; Feldmeßkunst, einschließlich Trigonometrie und Plan⸗ Leichnen; gewerbliche Buchführung; Bauführung; Materlalienkunde, Aufstellung von Laostenvoranschlägen; Grundlehren der Physik und Mechanik; Modelliren in Thon, Wachs und Holz. g Die Unterrichtslokale befinden sich Neckarstraße Nr. 3 in Darmstadt, unfern on den Bureaulokalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Landes gewerbvereins, so daß die letzteren Sammlungen von den Schülern besucht und geeignet benutzt werden können. Die Schüler nehmen Wohnung und Kost in Privathäusern der Stadt. Die Pensionsverhältnisse sind günstig. Auskunft auf Anfragen ertheilt das Bureau des Landes gewerbvereins. Bedingungen zur Aufnahme sind: 1) Für die untere Abthellung der Bauhandwerker, wie für die Abtheilung der Metallarbeiter: Nachweis einet mindestens einjährigen Beschäftigung in einem technischen Gewerbe. Nur in besonderen Fällen wird hiervon abgesehen.— An Vorkenntnissen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kennt⸗ nisse verlangt, weiche den aus einer Volksschule Entlassenen zukommen sollen. 2) Für die obere Abtheilung der Bauhandwerker: Nachweis ausreschender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer angemessenen Fertigkeit im Freihand⸗ und geo⸗ metrischen Zeichnen, sowle in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie; Befählgung,sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich zu machen. Wird zu der Bildung einer oberen Abtheilung für die Metall⸗Arbelter ge⸗ schrltten, so werden für die Aufnahme in dieselbe ähnliche Bedingungen gestellt. Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit= 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus voraus zu bezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme haben möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. Oetober l. J. schriftlich bet der unterzeichneten Stelle, oder auch mündlich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße Nr. 3, III. Stock— zu geschehen.— Da die Aufnahme von Schülern durch die Zahl der verfügbaren Plätze für das Zeichnen beschränkt ist, erfolgen die Aufnahmen in der Reihenfolge der Anmeldungen. Darmstadt den 15. September 1888. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. versammlung der hlesigen Orts-Krankenkasse stattfinden. raͤgern, Deutsches Reich. e Darmstadt. Der Königlich Preußische wWasserbau⸗Inspektor Rohns zu Ruhrort wurde 5290 um vortragenden Rath bei dem Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, mit dem Amtstitel„Oberbaurath“, der Ministerialsektetär wald zum vortragenden Rath bei dem Mini— — keerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, nit dem Amtstitel„Oberfinanzrath“, der Kreis— vaumeister Poseiner zum vortragenden Rath bei dem Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Bauwesen, mit dem Amtstitel„Oberbaurath“ 3 tnannt, der Rechner der Civildiener⸗Wittwen⸗ dt, Kaiser. kasse Rechnungs-Rath Mann auf Nachsuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, in den Ruhe⸗ udlung tand versetzt und der Steuer-Commissariats— Assistent Krebs in Darmstadt zum Rechner der Sivildiener-Wittwen-⸗Kasse, der Hülfsbremser bei ius b. d. en Oberhessischen Eisenbahnen Mayer zum Brem⸗ er und der Hülfswärter Vogel aus Reinhards⸗ . a gain zum Bahnwärter bei den Oberhessischen Zahnen ernannt. Berlin, 17. Sept. Kaiser Wilhelm, wel— her gestern Abend von Berlin nach Müncheberg urückkehrte, empfing kurz darauf das engere Hefolge zum Thee. Heute Vormittag begab sich ber Kaiser zu Pferde zunächst zum III. Corps, velches nordwestlich von Muͤncheberg steht; das Hardecorps steht südöstlich. Auch die fürstlichen Däste, welche heute früh von Berlin eintrafen, begaben sich zu Pferde auf das Manöverfeld. Das Manöver, welches heute Vormittag um Uhr begann und nach hartnäckiger Verthei— gigung von Heinersdorf durch die Gardedivision a und einem erfolgreichen Vorstoß der zweiten 10 Garde-Infanteriebrigade mit der Zurückdrängung bes Feindes auf die Höhe nördlich von Heiners⸗ lorf endete, verlief bei vorzüglichem Wetter auf las glänzendste. Der Kaiser kehrte heute Nach⸗ nittag 3 Uhr zu Pferde nach Müncheberg zu⸗ 106 lick; die übrigen Fürstlichkeiten waren schon lorher nach Berlin zurückgekehrt.— 18. Sept. Beim heutigen Manöver befehligte der Kaiser las dritte Armeecorps. Der Hauptkampf drehte sch um eine vom Kaiser ausgewählte, fast un⸗ — 12 182 2 —— ue zoulkaut 1— rbursche tlul, 115 on E ennahmbare Position bei Dahmsdorf, welche das Gardecorps vergebens zu umfassen versuchte. Der Abbruch des Gefechts erfolgte um 12½ Uhr. — Gestern wohnte Staatsminister Graf Bismarck dem Diner bei dem Kaiser bei, nach— dem er kurz vorher aus Friedrichsruh einge troffen war. Heute früh reiste derselbe nach Rußland zum Grafen Schuwalow ab. — Das Programm für den Empfang des Kaisers Wilhelm in Wien ist nach dem„Fr. J.“ folgendermaßen festgestellt: Der Kaiser kommt am 3. Oktober mittelst Hofzuges auf der West— bahn an. An der Landesgrenze wird der Kaiser von dem deutschen Botschafter Prinzen Neuß begrüßt. Die gesammte Infanterie der Garnison Wien wird in den Straßen Spalier bilden. Einem Galadiner in der Hofburg wird Abends ein Hofconcert im Rittersaale folgen. Eine Parade der Wiener Garnison unterbleibt, weil der Truppenstand wegen zahlreicher Reservebeurlaub— ungen um ein Drittel reducirt ist. Am 4. Okt. findet wiederum Galadiner und Abends Thee bei Erzherzog Karl Ludwig statt. Am 5. Okt. reist Kaiser Wilhelm mit den österreichischen Majestäten nach Steiermark zu Hochwildjagden ab. Am 10 Okt. wird ein österreichisches Ge— schwader unter dem Befehl des Admirals Sterneck und des Erzherzogs Stephan den Kaiser Wilhelm in Neapel begrüßen. Stuttgart. Seit gestern liegt die amt⸗ liche Bestätigung der Nachricht vor, daß der Kaiser zum Besuche unseres Königspaares nach Stuttgart kommen wird und zwar am 28. Sept. Ausland. Bulgarien. Rustschuk, 17. Sept. Der ehemalige Beamte der bulgarischen diplomatischen Agentur in Bukarest, Kissolow, welcher wegen Unterschlagung von Geldern entlassen wurde, feuerte gestern sechs Revolverschüsse auf den Finanzminister Natchewitsch ab. Drei Kugeln gingen fehl, die drei anderen trafen, jedoch nur eine verursachte eine ernstere Verwundung ober— halb der rechten Brust. Aus Stadt und Land. k. Frlebberg. Wie bereits in einer früheren Nr. des Anz. bekannt gemacht, wird Samstag den 22. ds., Abends 8 Uhr, im Rathhaussaale dahter eine General— Da die Wichtigkeit der Tagesordnung,„Aenderung der Statuten“ das Interesse nicht allein sämmtlicher Mitglieder, sondern auch der Arbeitgeber in Anspruch nehmen dürfte, so wäre es sehr erwuͤnscht, wenn diese Versammlung beiderseits recht zahlreich besucht würde, da dieselbe auch zu einer Zeit stattfindet, wo ein Jeder Zeit hat, durch sein Erscheinen das Interesse für diesen Verein zu bekunden. Wir müssen es leider bekennen, daß frühere derartige Versammlungen von Seiten der Mitglieder so schlecht besucht waren, daß es kaum mög⸗ lich war, über die aufgestellte Tagesordnung beschluß⸗ fähig zu werden, da von nahezu 500 Mitgliedern hoͤchstens 1% erschienen waren. Möchten diese Zeilen doch dazu beitragen, in Zukunft ein reges Interesse für die Sache der Ortskrankenkasse von Seiten der Mitglieder an den Tag zu legen, und so darf man denn wohl hoffen, daß die General⸗Versammlung am Samstag Abend recht zahl⸗ reich besucht werde. Darmstadt, 17. Sept. In der Nacht vom Sams⸗ tag auf Sonntag wurde an dem in der Schuhwaaren⸗ Fabrik von Schaké& Cie. zu Bessungen in Condition befindlich gewesenen Zwicker Heinr. Oppermann, gebürtig zu Grunau(Provinz Hannover), ein schauderhafter Raub⸗ mord verübt. An der Leiche befanden sich eireg dreißig Stiche und scheint insbesondere ein Stich in den Hals, welcher die Hauptarterie traf und wobei die Spitze des Messers abbrach, den sofortigen Tod herbeigeführt zu haben. Der Verdacht der Thäterschaft richtete sich zu⸗ meist auf den aus Dammersbach bei Hünfeld(Kurhessen) gebürtigten 29 Jahre alten Schuhmachergesellen Nieolaus Wehner, welcher ebenfalls in der Schaké'schen Fabrik als Zwicker beschäftigt war und bis verflossenen Donnerstag dasselbe Zimmer, in welchem die That stattfand, mit dem Ermodeten bewohnte. Weiter lagen Verdachtsgründe vor gegen einen Schuhmacher Lorenz Ulrich aus Tonnen⸗ lose(Bayern). Ulrich wurde in einer Offenbacher Her⸗ berge verhaftet, lehnte aber jede Schuld ab und behaup⸗ tete, daß er von nichts wisse. Der Mörder Wehner ist im Laufe des Sonntag in Bürgel verhaftet worden und soll heute hierher verbracht werden. Mainz. Ein ergözliches Geschichtchen erzählen hie⸗ sige Blätter, welches dem Bürgermeister einer benach⸗ barten Landgemeinde anläßlich der Anwesenheit des Groß⸗ herzogs passirt sein soll. Das Gemeindeoberhaupt hatte sich zu dem Empfang des Landesfürsten eine schöne Rede zurecht gemacht und brav auswendig gelernt. Der Groß⸗ herzog kam und mlt ihm der Redemoment für den Bür⸗ germeister. Die ersten Worte des ländlichen Demosthenes gingen ganz glatt von statten, dann gerieth er in's Stocken und zwar derart, daß er unter allgemeinem Ge⸗ lächter das Geständulß machte:„Königliche Hobelt, alles andere habe ich wieder vergessen!“ Der Großherzog soll bei der Seene nicht am wenigsten gelacht haben. Guntersblum, 18. Septbr. Ein äußerst frecher Raubanfall wurde heute Nachmittag von einer herum⸗ ziehenden„Künstler“- oder Zigeunerbande ausgeführt. Ein Schuhmacher von Alsheim, welcher Waaren an seine Kunden ablieferte und von Eimsheim nach Guntersblum ging, wurde von oben genannter Bande angehalten und seiner Baarschaft von 23 M. beraubt, wobei die Gesell— schaft mit Bellen bewaffnet auf ihn eindrang. Nach voll⸗ führter That flüchtete sich die Gesellschaft durch hiesigen Ort gegen Gimbsheim zu, verfolgt von der Gendarmerie. Allerlei. g. Homburg. Nächsten Sonntag den 23. Sept., Nachmittags 2 Uhr, findet eine Versammlung von Feld⸗ bergfreunden im„Frankfurter Hof“ dahier statt, um eine Beschlußfassung über Abhaltung der Feldbergfeste zu veranlassen. Zu dieser Versammlung sind Turn-, Gesang⸗ und Schützen Vereine, überhaupt Freunde der Feldbergfeste eingeladen. 8 Stuttgart, 17. Sept. Durch zu frühes Ziehen einer Weiche entgleiste auf dem hlesigen Bahnhof heute Nachmittag der Personenzug nach Freudenstadt. Ein Bremser blieb dabet todt, ein Wagenwärter wurde sehr schwer verwundet. Ueber ein gestern stattgehabtes Eisen— bahn Unglück in Unterböbingen erfährt man folgende Einzelnhesten: Die Bremse-Signale kamen zu spät, denn während diese gegeben wurden, erfolgte der Zusammen⸗ stoß von zwei Zügen, durch welchen der Sicherheitswagen von Zug 41 so stark auf den nachfolgenden Wagen dritter Klasse ein bezw. auffuhr, daß der bremsende Schaffner sofort zwischen den beiden Wagen todt gequetscht wurde; außerdem erlitt ein Reisender einen Unterschenkelbruch; einem 10jährigen Knaben von Cannstadt wurde der Schä— del eingedrückt, so daß er nach 15 Minuten starb. Dessen Mutter erlitt mehrere bedeutende, aber nicht lebensge— fährliche Verletzungen an Kopf, Arm und Bein, der an⸗ dere 12jährige Sohn und der Vater trugen mehrere leichtere Quetschungen davon. Handel und Verkehr. Friedberg, 18. Sept. Fruchtpr. Walzen M. 17.25 bis M. 18.00, Korn M. 14.50 15.00, Gerste M. 15.00 bis 15.50, Hafer M. 13.00— 10.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 19. Sept. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.00—1.10. Eier 1 St. 6 Pf. Grünberg, 15. Sept, Fruchtpreise. Weizen M. 17.80, Korn M. 16 80, Gerste M. 18., Hafer M. 12.20. OGleßen, 18. Sept. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 1.00— 1.10, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf., Käse per St. 48 Pf., Tauben per Paar M. 0.50— 0.60, Hühner per Stück M. 0.85— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.50— 0,75, Enten per Stück M. 1.30—1.50., Ochsen⸗Fleisch per Pfund 60—68 Pf., Kuh- und Rind- Fleisch 45—54 Pf., Schweinefleisch 5060 Pf., Hammel Fleisch 54— 64 Pf., Kalbfleisch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.00— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 5.00—7.00., Weißkraut per Stück 6-18 Pf. Frankfurt, 18. Sept. Engros⸗Markt. Heu pro 100 Kilo M. 7.40 8.80, Stroh pro 100 Kilo M. 6.00 bis 6.80, Butter pro 50 Kilo M. 100 bis 103, Eier das Hundert M. 5— 5.30, Erbsen 100 Kilo M. 18 bis 21.50, do. geschälte M. 20- 30, Linsen M. 28 bis 45, weiße Bohnen M. 23—25 50, Mohrruben 50 Kilo M. 6 bis 8, Preißelbeeren per Pfd. 18 Pf., Kartoffeln M. 4.50 bis 6.50, Blumenkohl 100 Stück M. 25— 50, Kopfsalat M. 3— 5, Erbsen per Ctr. M. 15— 20, gruͤne Bohnen per Pfd. 4—5 Pf., Nüsse 100 Stück 50—80 Pf., Pfirsiche per Pfd. 70 Pf., Zwetschen per Pfd. 11—15 Pf., Mira⸗ bellen 20— 25 Pf., Aepfel per Pfd. 6—22 Pf., Birnen per Pfd. 5— 15 Pf., Melonen per Stück M. 0.60 3, Trauben per Pfd. 50 Pf., Einmachgurken 100 Stück M. 1— 1.20, Reineelauden per Pfd. 12— 16 Pf. Frankfurt, 17. Sept. Fruchtbericht. Hies. Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 32-34, Nr. 1 M. 29.00—3 1.00, Nr. 2 M. 27 28, Nr. 3 M. 25.50— 26.75, Nr. 4 M. 21 22, Nr. 5 M 18.00— 19.00, Milchbrod- und Brodmehl im Verband M. 55— 57.50, norddeutsche und westfalische Weizenmehle Nr. 00 M. 27— 28, Roggenmehl(hiesiges) Nr. 0 M. 25.50 bis 26.60, Nr. 0/1 M. 23.50— 24.50, Nr. 1 M. 21.50 bis 22.50, Nr. 2 M. 18.00— 19.00, Welzen neuer ab unserer Umgegend M. 17.75— 18.25, frei Bahn hler M. 18.75 00,00, fremder nach Qualität M. 19.00 bis 22.50, Roggen hiesiger neuer trockener M. 15.25 16.50, russischer M. 16.30 bis 16 50, Gerste, Brauer waare per Herbst M. 16.00 21, do. zu Mahlzwecken M. 12.50— 13. Hafer, prima M. 15.00—16., mittel M. 14.50, Raps M. 27.50.— 28.50, Mais M. 00— 00, Erbsen M. 00 00, Roggenkleie M. 4.75 5.00, Weizenkleie M. 4.25— 4.50, Malzkeime M. 0.00— 0.00, Moostorfstreu prima M. 1.35, Spelzspreu M. 1.40— 1.50, Chllisalpeter per Februar; März 1889 M. 9.25 ab Harburg. Sämmtliche Artikel bel Abnahme von 200 Centner an. Rüböl im Detall M. 62.— 63. Frankfurt, 10. Septbr. Viehmarkt. Angetrieben waren 462 Ochsen, 36 Bullen, 575 Kühe, Sttere und Rinder, 324 Kaͤlber, 243 Hämmel und 178 Schweine, Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht; Ochsen 1. Qual. M. 63-65, 2. Qual. M. 55—57, Bullen 1. Oual. M. 4042, 2. Qual., M. 37— 39, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 52— 54, 2. Qual, M. 42— 48, Kälber 1. Qual. pro Pfund Schlacht gewicht 5862 Pf., 2. Qual. 52— 54 Pf., Hämmel 1. Qual. 60—62 Pf., 2. Qual. 50—52 Pf., Schweine 1. Qual. 54-55 Pf., 2. Qual. 52— 54 Pf. Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbath- und Laubhüttenfeier vom 22. September 1888 Beginn: Freitag Abends 5 Uhr 30 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 3 Uhr 45 Min. Sabbathausgang 6 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 23. September an Morgens 6 Uhr 15 Min., Nachmittags 4 Uhr 45 Min. Obst Versteigerung. Samstag den 22. September, Nachmittags um 1 Uhr, werden die der Gemeinde gehörigen Aepfel und Zwetschen in Abthrilungen öffentlich meistbietend versteigert Nieder⸗ Rosbach am 18. September 1888. Großherzogliche Bürgermelsterei Nieder Rosbach. 3318 Groh. Obst⸗Versteigerung. Samstag den 22. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, werden die der Gemeinde Nieder-Wöllstadt gebörigen Aepfel, ca. 150- 200 Malter, in Abtheilungen öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft bei der Neuen⸗Herberge. Nieder⸗Wöllstadt den 19. September 1888. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Wöllstadt. n 3325 Bausch, Beigeordneter. auf die Dauer, sondern verhindert durch den voll⸗ tiger Anwendung das Auftreten des Schmerzes Apotheker Heißbauer's 337 schmerzstillender Zahnkitt zum Selbstplombiren hohler Zähne, beseitigt nicht blos den Zahnschmerz rasch und ständig festen Verschluß der kranken Zahnhöhle beb rechtzei⸗ überhaupt und unterdrückt das Weiterfressen der Fäulniß. Zu haben in Friedberg bei Apotheker Fr. Lünn. 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Theilnehmenden Freunden und Bekannten mache ich dle traurige Mittheilung, daß mein Vater Herr Georg Hartmann Freundlieb nach langem schweren Leiden gestern Abend im Alter von 49 Jahren sanft verschieden ist. Friedberg den 18. September 1888. Für die Angehörigen: Otto Freundlieb. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4 Uhr statt. 3319 Danksagung. Allen Denen, die unseren unvergeßlichen, innigstge⸗ liebten Sohn, Bruder und Schwager Ferdinand Hrennemann zur letzten Ruhestätte geleiteten, sowie für die Blumen⸗ spenden herzlichen Dank. Ober⸗Erlenbach den 18. September 1888. 3323 Die tiefbetruͤbten Hinterbliebenen. TTTTTTTbTbTbTGTGTPTPTPTbTbTbTbTbTbTbb — S8 n Friedberg Jooste, 1 24000 J. dern fad, cige. „ Artter nnelder, 111 lit Kinder. * zu haben à 85 Pfg pro Schachfel in allen! TCCCCCCCCCCCCCc N 7J7TCCCCcCCCbCbCCbbTbcTbTTbTbTbTGTGTGTGTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbTbbbbbb 1 Diese allseitig so beliebt gewordenen Pastillen haben sich auf das Beste bewährt und leisten die vorzügliensten Dienste gegen die nachfolgend genannten Krankheits erscheinungen. Einfache Verschleimung wie sie täglich von Tausenden oft nur als Folge Genusses geistiger Getränke in froher Gesellschaft empfunden wird, wird mit sicherem Erfolge dadurch ver— 4 Pastillen in seinem Munde sich auflösen läßt; denn schleimlösend in hohem Grade sind die bekannten Sodener Mineralquellen und desgleichen die aus ihnen gewonnenen Sodener Mineral-⸗Pastillen. Mineral Pastille im Munde aguflösen. sich beim Sprechen der Kehlkopf gereizt und bekundet ein häufiger Husten den potheken Ist die Heiserkeit schon eingetreten, zeigt. eingetretenen Lungenkatarrh, dann genügt natürlich eine vereinzelte Pastille nicht; K bütet oder bekämpft, indem man am Abend selbst und andern Morgen je 3 bis 8 5 ra pflegen daher die eifrigsten Besucher Sodens Hustenk ranke und, falls sie nicht in's Bad reisen können, die bereitwilligsten Käufer der Sodener Mineral- Pastillen zu sein. Es ist indeß sehr zwischen leichten und schweren Hustenanfällen, zwischen rasch vorüber gehenden und chronsschen, langwierigen Katarrhen des Rachens, des Kehlkopfs und der Lungen zu unterscheiden. In erster Linie durften die Mineral-Pastillen aus dem Sodener Quellenschatz sogar Denen zu empfehlen sein, die sich nur der großen Empfänglichkeit ihrer Athmungsorgane für katarrhalische Affeettonen bewußt sind und darauf denken, namentlich bei kalter, windiger Witterung Husten und Heiserkeit zu vermeiden, d. h. dem Eintreten dieser Leiden dadurch vorzubeugen, daß sie während des Gehens in rauher Luft eine Sodener 1 4* nn 3309 bauptsächlich gewonnen werden,„sich(wie ein Sachkenner schreibt) ganz vorzüglich für das ganze Gebiet chronisch⸗ entzündlicher Krankheiten der Resptrattons⸗ Organe, in specie des Kehlkopfs und der Nasopharyngeal-Schleimhaut eignet.“ 5 5 aller Nationen pilgern alljährlich in so Brustkranke großer Zahl nach dem schönen Taunus bad, daß man dort die Empfindung hat, es würde die Wirkung, welche die Sodener Brunnen auch für andere, namentlich Unterleibskrankheiten, bieten, unterschaͤtzt. Brustkranke verlangen auch am meisten nach einer Fortsetzung der Sodener selben aus den besten Quellen Sodens, unter ärztlicher Controle, durch Ab⸗ dampfung gewonnen werden. Ein ärztlicher Schriftsteller räth zum Gebrauch der mineralischen Naturheilmittel Sodens da, wo„Reizzustlände der Respira⸗ tions Organe vorhanden sind, welche den Verdacht der Lungen⸗Phthise erwecken.“ das Ersticken grenzende Athemnoth Kur durch Gebrauch der Sodener Mineral⸗Paflillen, weil sie wissen, daß die⸗ Ist letztere aber eingetreten, so wirken die Sodener Mineral-Pastillen den die Lungen Phthise begleitenden Katarrhen der Bronchien entgegen. Nach Lungen- und Rippensell-Eutzündungen ist zur Verhütung oder Milderung der Nachwehen der Gebrauch der Soden er Mineral- ebenso durch die Sorgfalt der Pflege eines Genesenden geboten, als pekuniär leicht zu beschaffen ist. es müssen mehrere Sodener Mineral- Pastillen wiederholt nacheinander genommen werden, um die wohlthätig lösende und mildernde Wirkung auf die affieitten Schleimhäute zu üben. Wer wird einen quälenden Husten in seiner Nähe mit anhören wollen, ohne ein so bewährtes Linderungsmittel anzurathen? 0 und ausgesprochene Tuber⸗ Ernste Lungen-Katarrhe kabose er ven nec leg sameren und reichlicheren Gebrauch der Sodener Mineral Pastillen, von welchen dann 2 bis Zmal täglich 5 10 Stück in ½ Liter lauwarmem Sodener Wasser Nr. III gelöst und zu einer Zeit genommen werden, in welcher der Magen nicht f mit Speise belastet, also nicht in Verdauung anderer Stoffe begriffen ist. Einer besonderen Beweisführung, daß die Sodener Quellen für schronische Katarrhe der Athmungsorgane äußerst heilwirkend sind, bedarf es nicht. Aerzt— liche Autoritäten von anerkannter Bedeutung haben sich längst, ohne Widerspruch zu finden, dahin geäußert, daß gerade der Gebrauch der Quellen, aus welchen die Mineralstoffe zu den 1 Schließlich sei hier noch erwähnt, daß bei den qualvollen Leiden, denen unsere Kinder unterworfen sind, der Gebrauch der während des Keuchhustens Sodener Mineral Pastillen von erfolgreichster Wirkung ist. Beruhigend, lindernd und lösend in ihrem Effeete, mildern sie die anstrengenden Ausbrüche des krampfhaften Hustens, beschleunigen und erleichtern die Schleimabsonderung, schwächen somit ungemein die nach dem Husten eintretenden Erbrechungen und heben die den Husten begleitende oft an Eine Pastillenkur bet Keuchhusten nimmt der gefährlichen Krankheit Schwere und Wucht und hat sich vollkommen bewährt als das vornehmste diesbezügliche Linderungsmittel. Ein wahres Volksarzneimittel sind die Sodener Mineral⸗ Pastillen bei allen Ständen geworden und zahlreiche Zeugnisse von Aerzten des In- und Auslandes sprechen laut dafür, daß sie die Wirkungen, welche man von ihnen erhofft, auch in Wahrheit üben. Jede Familie, die einen schwer Hustenden, einen Lungenleidenden in ihrer Mitte hat, wird mit Genugthuung das lindernde und zur Genesung binleitende Wirken der Sodener Mineral⸗ Pastillen in hohem Grade indieirt, und bildet eine Vorsichtsmaßregel, die Pastillen wahrnehmen und Jeder, der sich eines so wohlthätigen Mittels ver— sichern will, findet unter den vielen Bezugsstellen diejenige, welche ihm das gewährte Hausmittel ohne Muͤhe liefert. Die Sodener Mineral⸗Pastillen bilden unstreitig und mit Recht das bevorzugteste diesbezügliche Heilmittel unserer Zeit. Auf Grund ihrer Heilkraft erregten dieselben bei der jüngst stattgebabten Eröffnung der Internationalen Ausstellung in Brüssel nicht allein die besondere Aufmerksamkeit und die lobende Anerkennung Sr. Maj. des Königs der Belgler, sondern sie fanden auch die vollste Wuͤrdigung der hervorragendsten Autoritäten und der fachkundigen Preisrichter. 1 Der verdienstvolle medizinische Schriftsteller Dr. Kolb sagt über die Sodener Heilquellen, deren transportatives Product die Sodener Mineral⸗ Pastillen sind:„Die Heilkraft hat durch die höchst glücklichen Erfolge bei Lungentuberkulose die verdiente Anerkennung gefunden, doch nicht minder glänzend sind die Resultate der Heilwirkungen bel Erkrankung der Athmungs⸗ organe und bei jenen Krankheitsstufen, die mit dem gemeinsamen Namen chronischer Katarrh bezeichnet werden.“ Dr. med. Obst, Leipzig, konnte wie folgt über die Anwendung der Sodener Mineral⸗Paflillen berichten:„Ich kann Ihnen mitthetlen, daß die angewandten Sodener Mineral⸗Pastillen ganz vorzüglichen Erfolg gehabt. Sofort haben sie außerordentlich günstig auf die Expectoration gewirkt, so daß der Husten, der allen angewandten Mitteln trotzte, sich schnell zum Besseren gewendet hat und wie ganz geschwunden ist.“ Es ist auch eine dvztlich constatirte Thalsnehe, dass die erhranlil iat. Diphitheritisp Es emypsielilt sieh desslialb wärend Diyhtheritis-Eyide mien, dass alle Mütter ihre Rinder 108 in dlen meisten Fällen sieh in dem Rachen an- siedeln, wenn derselbe vorher catarrhalisch dazu anhalten, aus den notsuendigen MWegen zur Schule ete. eine Pastille im Munde langsam zergehen zu lassen. Ausverkauf. Wegen Geschäfts-Aufgabe verkaufen wir 3303 Kinderwagen billigst bei Carl Damm, Usagasse. 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September Familien Ausflug mit Musik nach dem Kaiserhof in Bad Nauheim. Abfahrt von Friedberg 1“ Nachm. 3301 Der Vorstand. Laubhüttenfest Ball zu Griedel. Donnerstag den 27. September findet im Gasthaus zum Taunus dahier BALL 155 Das Comité. statt, wozu ergebenst einladet Griedel. Aufang Nachmittags 4 Uhr. Floßholz, bester Qualität, zu billigstem Preise stets vorräthig auf meinem Lager in Friedberg bei Jean Betz am Fauerbacher Thor. Georg Müller, Holzhandlung, 3283 Hanau a. M. Geschäfts⸗Verlegung. Hiermit die ergebene d M d 2 in meinem Anzeige, daß ich mein Putz⸗ un 0 egeschäft Elternhause, welches ich käuflich übernommen habe, Kaiserstraße Nr. 557, unweit des Rentamts und Mathildenstifts, in seitheriger Weise weiter betreibe. 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Der ergebenst Unterzeichnete beehrt sich hierdurch die höfliche Mittheilung zu erstatten, daß derselbe auch in diesem Jahre Unterricht im Salontanz de Anstandslehre an Erwachsene und Kinder ertheilt und liegt die Liste zur Anmeldung wie in früheren Jahren bei Herrn J. 8. Hofmann auf. Hochachtungs voll Georg Grünert, Instituts Tanzlehrer, aus Frankfurt a. M. NB. Der Unterricht wird nach wie vor im Casino⸗ saal ertheilt. 3099 Das Neueste in 3143 inderhüten biligst bei J. Keim, vorm. K. Friedrich. Geschüfts⸗Empfehlung. Einem verehrlichen Publikum von Friedberg und Um⸗ gegend die ergebene Anzeige, daß ich Usagasse in dem Hause des Küfermeisters 0 1 Heidt dahier eine Schweinemetzgerei errichtet habe und empfehle mich in bester und reellster Bedienung. 5 Friedberg Wilnelm Soinè, 3306 Metzger. Eine freundliche Wohnung an der Kaiserstraße zu vermiethen bei 3205 Adolf Mayer, Hosuhrmacher und Goldarbeiter. Frische Schellsische in Eispackung 3315 bei Wilhelm Fertsch. Neue Linsen empfiehlt Ph. 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