Free Reuzg zuche. nab 70 1 Hanau. ten offen passenden N empfehlen Auswabl Betreffend: Entwendung von In der Nacht vom 11. auf 12. * 1888. Donnerstag den 19. April. M 46. Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. 1 Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige 4— 15 Pf., lokale Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; auswärtigen Einsendern ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von eit Legtere nicht ane e 8 1 7 2 8 soweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. —— Amtlicher Theil. Betreffend: Das Feldstrafgesetz und die Instruetton für dle Feldschützen. Das Großherzogliche Kreisamt Die Erledigung unserer Verfügung vom 31. März 1887,— Oberl von Ihnen, welche noch damtt rückständig sind, wiederholt in Erinnerung. worden. Friedberg den 16. April 1888 schriften bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 14. April 1888. 1578 eic N 1. Vereine. Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1886. Bezeichnung des Vereins. 2 9* 8 8 15 April. 232. Der Fachverein der Zimmerer für Gera und Umgegend zu Gera. 11. Mai. 233. Der Fachverein der Tischler und ver n wandten Berufsgenossen für Leipzig und Umgegend. 5 5 32 8 0 er. 21. Mai. 234. Der„Verein zur Wahrung der Inte ressen der Berliner Maurer“ und die mit Her ausgabe des Fachblattes:„Der Bauhandwerker“ 0 5 droß 175 befaßte Preßcommission. A J. 1 28. Mai. 235. Der„Verein zur Vertretung der In teressen der Arbeiterinnen Berlins“ und der 5„Fachverein der Berliner Mantelnäherinnen“. 0. Juni. 236. Der unter dem Namen„Arbeiterwahl Verein“ in Mainz gegründete und unter dem Vorsitz des Schreinergesellen Peter Steinmetz J. aus Trier bestehende Verein. 3. Juni. 237. Der Fachverein der Metallarbeiter für Leipzig und Umgegend. 1* 1 7 7—**— 1 3. Juli. 238. Der„Dilettanten-Verein“ zu Herfort. ). Juli. 239. Der Arbeiter-Bezirksverein„Unverzagt“ T 5 1 im fünften Reichstags-Wahlkreise zu Berlin. 5. Juli. 240. Der Arbeiter- Bezirksverein für den Osten Berlins. 4. August. 241. Die in Königsberg in Pr. unter dem Vorsitz des Tischlers G. Slomke bestehende Com mission der Tischler, sowie die durch dieselbe ge ö leitete Verbindung der in den dortigen Werk stätten beschäftigten Tischlergesellen. 1. September. 242. 1) Der Arbeiter-Bezirksverein der Oranienburger Vorstadt und des Wedding, 2) der Arbeiter⸗Bezirksverein der Rosenthaler Vorstadt, 3) der Louisenstädtische Bezirksverein„Vorwärts“, 1) der Bezirksverein des werkthätigen Volkes der Schönhauser Vorstadt, 5) der Bezirksverein„Süd Ost“, sämmtlich zu Berlin. September. 243. Der Bezirksverein der arbeiten 7 den Bevölkerung des Südwestens von Berlin. 4. September. 244. Der in Meißen unter dem Namen 2 Schutzverein für Meißen und Umgegend“ be stehende Verein. 1 —. October. 245. Der in Augsburg unter dem Namen 5„Liederhalle“ bestehende Verein. 2. October. 246. Der in Eschwege errichtete Zweig 1 Belanntm Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen Auf Grund des R ichsgesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Bekanntmachung. Obstbäumchen an der Staatsstraße zwischen Nieder- und Ober-Woöͤllstadt. . April sind auf der Staats-Straße Nieder— Um Recherchen und Mittheilung hierher wird gebeten. 9 1 VBestrebuüungen Verzeichniß XI. Datum der Bekanntmachung des 290 11. März. 253. Der Fachverein der Metallarbeiter Münchens. 11. März. 254. Der Fachverein der Maler, Lackirer und V der Münchens. 19. März. 255. Der Verein zur Wahrung der In teressen der Arbeiter zu Nordhausen. 19. März. 256. Der Wahlverein für Karlsrul Umgebung. 25. März. 257. Der Fachverein der Schreiner in Mann heim. 1. Mai. 258. Der„Unterstützungs-Verein deutscher Schuhmacher“ mit dem Sitze in Nürnberg. 3. Mai. 259. Der Fachverein der Schreiner Münchens. 18. Mai. 260. Der Fachverein der vereinigten Zimmer leute Münchens und Umgebung. 21. Mai. 261. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Maurer. 1. Juni. 262. Die Lohncommission der Berliner Maurer. 22. Juni. 263. Die Lohncommission der Berliner Zimmerer. 2. Druckschriften. 1886. A. Periodische. 1. März. 260. Die Nr. 111 und 112 der in czechischer October. März. 252. Verbots. Bezeichn! 1886. Verein des Unt Schuhmacher in 247. Der Verein des Re Tahar zu Hameln. 1887. Januar. lohn Februar. 2 burg i. B. Februar. Umgebung. Wahlverein für Pforzheim un Der Fachverein der Maurer Münck und Umgebung. 82— Sprache erscheinenden Druckschrift:„Volny Sokol Cäsopis Katolicky“, Chicago dne 4 ünora und dne IIänora 1886. Bekanntmachung. etreffend: Die Entwässerung in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach. 2 Nachdem der von den Herren Freiherr von Buchen röder und H. Reitz zu Butzbach gestellte Antrag auf Bildung einer Genossenschaft behufs a chung. Nachstehendes Verꝛeichnig 0* N 5. a 5——. n Nachstehendes Verzeichniß(X!) der auf Grund des Reichsgesetzes vom 21. Oktober 1878 weiter verbotenen Vereine Friedberg den 16. April 1888. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. hessischer Anzeiger Nr. 40— bringen wir andurch bei denjenigen Dr. Braden. und Ober-Woͤllstadt 9 Stück junge Obstbäume entwendet Großherzogliches Kreisamt Friedberg Dr. Braden. und Druck⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 1 Dr. Braden. Socialdemokratie vom 21. Oktober 1878 sind ferner verboten worden: Datum der Umachung Verbots. 1886. Bezeichnung der Druckschrift. Die fernere Verbreitung der vorge⸗ Druckschrift. Die Nr. 7 vom „Münchener verlegt sowie Druckschrist. r. 33 vom 9. Mai 1886 der Druck⸗ e Volksstimme“, Organ des ar⸗ Volkes, herausg. von G. v. Vollmar und redigirt n Friedrich Loeben⸗ nchen, ekschrift. Die Nrn. 1, 2, 3, 4 der Druckschrift: Neue deutsche Gerberzeitung“ vom 1. und 15. April, a Mai datirt, im Commissionsverlag on Dirtzel und Schwenck(Mainzer Nachrichten) Mainz erschienen und von Nikolaus Stilgen⸗ lbst redigirt, sowie das fernere Er Nfattos 8 Blattes. 18. April 1886 der Abend-Zeitung mit und redigirt von fernere Er⸗ München, das A sowie das fernere Erscheinen 15 5. Die Nr. 24 der„Staatsbürgerin“, Organ für die Interessen der Arbeiterinnen und der Central-Kranken- und Begräbnißkasse für Frauen und Mädcheu in Deutschland und das chten Blattes, welches in Offenbach gedruckt und fernere Erscheinen des seither von C. Ullrich zerlegt wurde. 5 Die Nr. 172 von 1886 des Tageblatts, Organ für öffentliches und provinzieller Angelegenheiten“, Nr. 8g von 1886 desselben Blattes fernere Erscheinen des letzteren). 3. August. Die Nr. 1 des„Offenbacher Lokal⸗ Anzeigers“, Anzeige- und Lokal Ausgabe des „Offenbacher Sonntagsblatts“(Verlag von Karl Ullrich in Offenbach) und das fernere Erscheinen des gedachten Blattes). 14. August. 268. Die Nr. 1 des„Offenbacher Abend⸗ blattes“(Verlag von Julius Fritsche in Offenbach) und das fernere Erscheinen des gedachten Blattes). „Offenbacher Leben, lokaler desgl. die und das 266. 267. 1) Die betr. Verbote wurden unterm 29. Oktober 1886 wieder aufgehoben. (Fortsetzung folgt.) Entwaͤsserung der Grundstücke in den Fluren II. und VI. der Gemarkung Butzbach von der fachlichen Centralbehoͤrde als zweckmäßig und 6 9 b Plässig erkannt und die Einleitung des Verfahrens angeordnet worden ist, so wird hiermit bekanntgegeben, daß die Drainageplaͤne, Verzeichniß der bethetligten Grundstücke, Nachweis über die Drainröhren und die Kostenanschläge in der Zeit von Donnerstag den 3. bis Donnerstag den F. Mai l. J auf dem Gemeindehause zu Butzbach zur Einsicht der Betheiligten offen liegen. Gleichzeitig werden hiermit die betheiligten Grund— kesiter zur Verhandlung und Beschlußfassung, sowie zur Wahl der Vertreter für das weitere Verfahren auf Freitag den 18. Mai, Vormittags 11 Uhr, das Rathaus zu Butzbach unter dem Anfügen eingeladen, daß die Nichterscheinenden, sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unter— ihmen beistimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden augesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art uder Ausführung später — e g . nicht mehr gehört werden. Friedberg den 17. April 1888. Weiter werden die bei dem Unternehmen nicht direkt betheiligten gegen das Unternehmen in dieser Tagfahrt geltend zu machen, widrigenfalls Einsprachen nach Grundeigenthümer aufgefordert etwaige Einsprachen Ablauf der Frist Berücksichtigung nicht mehr finden. Großherzogliches Kreisamt Friedberg J. V: Dr. Wallau. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Ernannt und verpflichtet wurden: Wilhelm Rau von Stammheim als Wiesenvorstandsmitglied und Bürgermeister Karl Wolf von Rockenberg als Feld-Geschworener. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Amtsrichter Pfannmüller in Pfeddersheim wurde zum Landrichter bei dem Land⸗Gerichte der Provinz Rheinhessen ernannt. Berlin, 16. April. Ueber das Befinden des Kaisers liegen heute leider die denkbar un⸗ günstigsten Nachrichten vor. Nach dem. Tagbl.“ wurde in der verflossenen Nacht Pro— fessor v. Bergmann nochmals zum Kaiser ge⸗ rufen. Heute Mittag 12 Uhr traf derselbe abermals im Schlosse zu Charlottenburg ein und verblieb daselbst. Eine halbe Stunde später erschien auch Professor Senator, der durch eine Staffette nach Charlottenburg be— rufen worden war. Der Kaiser hat nach der gestern eingetretenen Bronchitis mit starkem Fieber und beschleunigtem Athem keine gute Nacht gehabt. Der Kronprinz hat sich zu Pferde im Galopp nach dem Charlottenburger Schlosse bege— ben. Um 12 Uhr fuhr der Großherzog von Baden ebenfalls dorthin. Der Reichskanzler befand sich dortselbst schon seit einigen Stunden. Um 3 Uhr trat das Staatsministerium zusammen. Die Kaiserin Augusta fuhr mit der Großherzogin von Baden um 6½ Uhr Abends nach Char— lottenburg und kehrte um 7½ Uhr zurück. Außer Professor Senator wurde auch Professor Leyden zum Kaiser berufen; derselbe kehrt jedoch erst morgen nach Berlin zurück. Der Zustand des Kaisers ist unverändert, das hohe Fieber dauert in bisheriger Weise fort. Im Fieber— Zustande ist auch im Laufe des Tages keine nennenswerthe Aenderung eingetreten, auch das sonstige Befinden hat sich nicht gebessert. Die neue Canüle, welche nach Entfernung der ungeeigneten Mackenzie'schen dem Mo⸗ narchen eingesetzt werden mußte, soll eine der längsten sein, welche überhaupt eingefügt wer— den können. Man hört, es habe eine Lungen⸗ affection stattgefunden, die zu der größten Vor⸗ sicht und Schonung nöthigt.— 17. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg.“ meldet: Das Befinden des Kaisers hat sich im Laufe des gestrigen Tages nicht gebessert. Das Fieber dauert an und zeigt, daß das Leiden kein örtliches mehr ist. Die Professoren Leyden und Senator sind berufen worden; ersterer war abwesend und wird den Kaiser erst heute sehen, letzterer wohnte gestern dem Aerzte⸗Consilium bei. Wahrend des Nachmittags verweilte Kaiser Friedrich meist im Arbeitszimmer. Er saß an seinem Schreibtische in einem Lehnsessel, der auch ein bequemes Zu— rücklehnen gestattet und schrieb sehr viel. Hin und wieder unterbrach er die Arbeit und ging im Zimmer auf und ab. Bergmann nimmt jetzt regelmäßig an den Besuchen der Aerzte Theil, Pr. Krause wohnt zeitweilig im Schlosse. Die „Coͤln. Ztg.“ theilt mit, daß unsere ärztlichen Autoritäten diese Wendung zum Bösen genau für die Mitte dieses Monats vorausgesagt haben, und wir können hinzufügen, daß ein Ausspruch des Geheimen Raths Prof. Dr. v. Bergmann schon im Mai des vorigen Jahres diesen Termin als gefahrdrohend bezeichnete. Nachdem nun noch Dr. Mark Hovell in unverantwortlicher Weise es nicht einmal der Mühe werth erachtete, in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag dem leidenden Kaiser sofort beizuspringen, als dieser seiner Hilfe bedurfte, und später unter Ver⸗ letzung der Hautwunde erst nach sechs Stunden dem Kaiser einige Erleichterung zu schaffen vermochte, darf es nicht Wunder nehmen, daß das örtliche Leiden sich so rapid verschlim⸗ mert hat. Die„Kreuzztg.“ bestätigt vollauf diese Mittheilungen der„Köln. Ztg.“ über das Ver— halten der beiden englischen Aerzte gegen den Kaiser in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag. Die jetzige Erkrankung stehe in ursächlichem Zusammenhang mir diesem Verfahren der Engländer, die Bergmann erst holten, als es ihnen schwül wurde. Nun muß es natürlich der arme Krankenwärter, welcher Nachts beim Kaiser zu wachen hatte, gethan haben und dieser, nicht etwa die englischen Aerzte, ist entlassen und durch einen anderen ersetzt worden. Der Kron— prinz und Prinz Heinrich verbrachten die Nacht beim Kaiser in Charlottenburg. Das Fieber ist unverändert. Heute früh stattete der Kronprinz dem Kaiser einen kurzen Besuch ab. Die all— gemeine Ansicht der Aerzte präcisirt sich dahin, daß der Zustand des Kaisers bedenklich, man musse sagen sehr bedenklich sei, daß aber eine imminente Lebensgefahr für die naͤchste Zeit nicht vorhanden sei. Die Aerzte bauen ihre Hoffnung weiter auf den günstigen Kräftezustand des Kaisers. — Feldmarschall Graf Blumenthal wurde zum Inspecteur der vierten Armee-Inspection ernannt. Karlsruhe, 17. April. In der Zweiten Kammer begann heute die Berathung der Kirchen— vorlage. Ausland. Frankreich. Lille, 16. April. Von 363,935 eingeschriebenen Wählern des Norddepartements haben 267.530 gewählt. Hiervon erhielten Boulanger 172,528, Foucart 75,901, Moreau 9647 Stimmen. Boulanger ist somit gewählt. Italien. Rom. Den neuesten Berichten von Massauah schweben Verhandlungen zwischen dem General San Marzano und Ras-Alulas versöhnlich gesinnten Nachfolger Ras-Agos. Der Negus wäre geneigt, Karawanen gegen eine leichte Taze durchzulassen, verlangt jedoch die Aufhebung des Blokus von Massauah und einen feierlichen Verzicht auf einen Einfall in Abessy— nien. Immerhin scheint damit eine Basis des Einvernehmens gewonnen zu sein. — 17. April. In der Kammer erklärte Ministerpräsideut Crispi auf eine Aufrage des Abg. Martini, die auf die afrikauische Expedi: tion bezüglichen Schriftstücke würden demnächst vorgelegt werden. General Pozzolini interpellirte über die Maßregeln der Regierung für die Sicher— heit Massauahs. Crispi erklaͤrte, er werde am 20. d. M. antworten. Aus Stadt und Land. — u Friedberg, 16. April. Im festlich geschmückten Saale des Casinos fand heute eine für unsere Stadt und den ganzen Kreis bedeutungsvolle Feier statt. Die Spitzen der hlesigen Behörden, sowie die Lehrer und Schuler der Realschule und des Progymnasiums hatten sich um 10 Uhr versammelt, um der Einführung des neuen Direktors Dr. Curschmann in sein Amt beizuwohnen. Nachdem die Schüler zum Beginn der Feier einen Choral gesungen, ergriff Oberschulrath Soldan von Darmstadt das Wort, indem er das Ecnennungsdekret verlas und zunächst des früheren Direktors Dr. Möller, der so lange segensreich gewirkt, in den anerkennendsten Worten ge— dachte. Alsdann betonte er, unter welch schwierigen Vechältnissen Dr. Curschmann seln Amt antrete, da elner der trefflichsten Lehrer, Georg Blickhahn, ein Mann von seltener Pflichttreue und glockenreinem Charakter, der Schule entrissen sel. Indem endlich der Redner dem neuen Direktor sein Amt ans Herz legte und ihn Lehrern und Schülern empfahl, kaüpfte er daran den Wunsch, daß Jeder stets treu seine Pflicht erfüllen möchte, wie der unvergeßliche Kalser Wilhelm. Nach dieser Ansprache hielt der neue Direktor folgende Rede, die er uns auf besonderen Wunsch gütigst zur Verfügung gestellt hat. freundlichen Worte und das mir durch Sie ausge— drückte Vertrauen meiner vorgesetzten Behörde und werde alle Kraft einsetzen, um dasselbe zu verdienen. Hochver⸗ ehrter Herr Oberschulrath! Ich freue mich, Sie zum ersten Male im Kreise unsres Kollegtums und unsrer Schüler und in Anwesenhett unsrer verehrten Gäste als unsern Vorgesetzten begrüßen zu dürfen und gebe dieser Freude unverholen Ausdruck. Sie sind durch Ihre Direktoriale- und Lehrthätigkeit, durch Ihr Wohlwollen und Ihre Güte gegen Jedermann, insbesondere gegen Collegen, Schüler und Eltern, wie Keiner im ganzen Lande rühmlichst bekannt. Wo Ste hinkamen, sind Ihnen die Herzen zugeflogen und mit Leichtigkeit die schwlerigsten Organisatlonen gelungen. Wir freuen uns, daß es uns vergönnt ist, unter Ihnen zu dienen und Ihrem glänzenden Beisplele folgend unsre Lehrthätigkeit auszuüben. Mit vollem Vertrauen blicken wir auf Sie und wünschen von Herzen, daß Gott Ihnen viele Jahre reichgesegneten Wirkens bescheeren möge. Hochverehrte Gäste! Ich freue mich, Sie an dtieser Stelle begrüßen zu können und danke Ihnen, daß Sie uns der Ehre Ihres Besuches gewürdigt. Sle sind die Vertreter ver⸗ schiedener Zweige der Staatsverwaltung, die Vertreter des städtischen Regiments, die Vertreter verschiedenartiger Bildungsanstalten. Sie sind durch mehr oder wenkger enge Beztehungen mit unserer Anstalt verknüpft. Ich werde es mir angelegen sein lassen, dieselbe auf das sorgfältigste zu pflegen und bitte Sie Ihrerselts um Ihr forkdauerndes Wohlwollen, um Ihre fortdauernde gütige Unterstützung. Wir allesammt, Beamte des Staats und der Stadt und Lehrer, sind berufen, für das geistige und materielle Wohl des Staats und der Stadt und ihrer Bürger zu wirken. Uns möge das militärische Wort einen: Getrennt marschteren, vereint schlagen! Hochver⸗ ehrte Collegen, liebe Schüler! Verschiedene Gefühle find es, die mich an dieser Stelle bewegen. Zunächst ist es das Gefühl der Freude und des Dankes, daß seine Kgl. Hoheit unser geliebter Großherzog und die hohe vorgesetzte Schulbehörde mich für würdig erachtet, mir die Leitung dieser durch ihr Alter ehrwürdigen Schule anzuvertrauen, einer Schule die allerdings in wechselnder Gestalt den Sturm einiger Jahrhunderte überdauert. Ich sehe also eine besondere Ehre darin, daß mir, einem Sohne Oberhessens, die Direktion dieser alten ober⸗ hessischen Bildungsstätte übertragen worden ist, einer Stätte, die durch viele für Stadt, Provinz und Land bedeutsame Erinnerungen geheiligt ist. Doch mit dem Gefühl der Freude mischt sich das des Schmerzes und der Trauer, daß ich, um mein neues Amt anzutreten, aus einer mir lieb gewordenen Stadt und aus einem mir lieb gewordenen Wirkungskreise scheiden mußte. Denn 10 Jahre Lehrthätigkeit an derselben Stelle entwickeln so viele Beziehungen zu Schule, Schülern, Eltern und Wohnort, knüpfen den Lehrer an diese mit so starken Banden der Pietät, daß ein Zerreißen derselben bitter— lich wehe thut. Der Trost fuͤr mich liegt darin, daß mir die Gnade unsres Landesfürsten eine neue Wirksam⸗ keit angewiesen, die alle meine Kräfte, mein ganzes Können zur Bethätigung heraussordert. Erwarten Sie, meine Herrn Collegen, nicht von mir daß ich jetzt ein Programm über die Arbeit an unserer Schule und die derselben zu Grunde liegenden Materlen entwickle. Ich bin kein Freund vom vielen Reden, sondern mehr vom Thun. Dazu ist das, was wir in unserer Anstalt zu arbeiten und zu leisten haben, so klar und deutlich in dem amtlichen Lehrplan dargelegt, daß darüber kein Wort mehr zu verlieren nöthig ist. Höchstens von der Methode könnte ich zu Ihnen reden. Doch werden wir in der Praxis des einzelnen Falles so oft uns darüber unterhalten müssen, daß ich mich füglich hier mit einer kurzen Be⸗ merkung begnügen darf. Mir scheint allein die Methode richtig, der es gelingt, möglichst rasch und möglichst vollständig das in jedem Unterrichtsgegenstande enthal⸗ tene geistige Gut den Schülern mitzutheilen und die so gewonnenen Güter durch starke Bande miteinander zu verknüpfen. Wir scheint nur die Methode richtig, die darauf abzielt, in den Herzen der Jugend einen idealen Sinn zu erwecken, damlt sie später im Leben die Fahne des Idealismus im Kampf gegen den Materialismus hochhält. Bei dem darauf gerichteten Streben, dem meine ganze Thätigkeit gewidmet sein wird, zähle ich auf Ihre bewährte Unkerstüßung, meine verehrten Collegen, zähle ich auf Euren Gehorsam und Fleiß, liebe Schüler. Ich bitte „Hochgeehrter Herr Oberschulrath! Ich danke für Ihre mir mit vollem Vertrauen entgegenzukommen, und es wird mein eifrigstes Bemühen sein, mich desselben würdig zu zeigen. Für Collegen, Schüler und Eltern steht j'der Zeit meine Thüre offen und ist jeder Zeit mein Rath, so gut ich ihn geben kann, bereit. Was ich an körperlicher und geistiger Kraft besitze, habe ich von je in den Dilenst der Schale gestellt und werde ich in denselben stellen. Aber ssch weiß sebr wohl, daß ich ohne dle unentbehrliche Hilfe meiner Collegen, ohne die wohlwollende Unterstützuntz des Elternhauses, ohne den schätbaren Beistand des hochver⸗ ehrten Stadtvorstandes, dessen Obhut das mit dem äußeren Zustand der Schulräume aufs Engste verknüpfte materielle Wohlsein unsrer Schule anvertraut ist, ich weiß woh!, daß ich ohne dies alles nichts ausrichten kann. Ich hoffe und baue auf dlese dreifache Unterstützung und nehme hier schon die Gelegenheit wahr, für die Bethätigung derselben durch den hochverehrten Stadtvorstand, der die Wände unserer Schulzimmer hat neu herrichten lassen, im Namen der Schule herzlichen Dank auszusprechen. In treuem Bunde mit den 3 genannten Fakloren hoffe ich, daß es mir gelingen wird, ein Theilchen der Aner⸗ kennung zu gewinnen, die mein hochverehrter Amtsvor⸗ gänger, Herr Dr. Möller, in den vielen Jahren seiner hiesigen Thätigkeit sich in so reichem Maße erworben hat. Möge sein Gesundheitszustand, der ihn leider gezwungen hat, sein mit musterhafter Treue und großem Erfolge ge— führtes Amt niederzulegen, sich recht bald und dauernd Ausbildung was mlt de. bare Kraft g Außen füt! und zu bew grüßungswe Direktor de Wo trelle denken sit Volk nit he sunem erbal Hilde det traurige un durch selne wir die Gef in den Ruf hoch!“ Ale eln und sar H. V. seltens dee Zuickt die samkelt de und Gewe wichtiger und Veik— gung unk Bild des in die Ar Mittel ber mehr wie empfohlen, Vereins(2 Errichtung A Rubeb unterstütz⸗ verschieden von Ficht nehmen v baren Mi. 1—. tordia un der Ueber kapelle ver schönen Dubstum mustkallsch wie er sie volle Ane wohl der! 1 0 von Dirlgenten Prolog un thellung, At fanden Vilb— Hesgen N Urs Lange hat in der gemacht. — 90 Fra arbeste Sllber⸗ 80 nat weize Hauses 1 hob dase selbe auf keit zum des f bea unteren 5 gesloͤtt w and derf tr gekomn Han much ummern erg 1 dgenlch fürn Lan wechselnder iberdauert. mit den aetzes und ttten, aus tinem nit elt. Jo niht don Autialt zu deutlich in kein Bort tt Letbode eit in det Antethalten katzes Be⸗ it Netbodt 0 nözlichst Abt enthal 4b dit so naander zu uchtig, dit at idealen die ihne nals nu den mtint 4 auf irt 1 bessern, damit er umgeben von der dankbaren Liebe seiner früheren Schüler und der ganzen Stadt, deren Dlienst die besten Jahre seines Lebens geweiht waren, damit er, umgeben von dleser Liebe, die Zeit seiner Ruhe und seines Alters auch wirklich in ungetrübter Freude genießen kann. Ich meinerseits werde mich freuen, wenn ich, auf selnen Pfaden wandelnd, mir dieselbe Liebe und dasselbe Ver: trauen der Collegen, Schüler und Eltern erwerben kann, das mir in Darmstadt zu Theil geworden ist. Zum Schlusse noch eins! Zweck jeder Schule und besonders der hoheren ist die religtöse, ethisch-nationale Erziehung ibrer Zöglinge: Denn was sind dem Menschen Kennt— nisse ohne den starken Glauben an Gott, ohne den Be— sitz der moralischen Güter und ohne die Liebe zum Vater⸗ lande, in dem sein Dasein wurzelt? Noch stehen wir unter der Nachwirkung des traurigen Ereignisses, das uns den geliebten Kalser geraubt. Welchen Dank wir ihm schulden, brauche ich hier mit Worten nicht aus⸗ zuführen, das ist mit unausloschlichen Buchstaben in jedes Deutschen Herz gegraben. Aber der einzige Weg, auf dem wir dem großen Todten einen würdigen Dank abstatten können, ist der, daß wir Lehrer und Schüler, seinem erhabenen Beispiele der Pflichttreue folgend, ar beiten und wieder arbeiten, damit aus unserer Schule Jünglinge hervorgehen, deren körperliche und geistige Ausbildung sie befähigt, wenn die Zeit es fordert, das, was mit des Allmächtigen Hilfe des Kaisers unversieg— bare Kraft geschaffen und erworben, im Innern und nach Außen für sich und die kommende Generation zu erhalten und zu bewahren. Das walte Gott!“ Nach einigen Be— grüßungsworten des Reallehrers Opel schloß der neue Direktor den Einführungsact mit folgenden Worten: „Wo treue Hessen zu festlichem Thun versammelt sind, denken sie an ihren geltebten Landesfürsten, der sein Volk mit hoher Einsicht und Liebe regiert, der ihm mit seinem erhabenen Beispiele in schweren Zeiten auf dem Felde der Ehre vorangeleuchtet, der noch jüngst viele traurige und trübe Stunden unseres Kaisers Friedrich durch seine liebenswürdige Gegenwart erhellt. Fassen wir die Gefühle unserer Treue und Ergebenheit zusammen in den Ruf:„Se. Königl. Hoheit der Großherzog lebe hoch!“ Alle Anwesenden stimmten freudig in das Hoch ein und sangen die Nationalhymne. H. V. Friedberg. In den nächsten Tagen werden seitens des Vereins für Handels- und gemeinnützige Zwecke die Jahresbeiträge erhoben werden. Die Wirk— samkeit desselben erstreckt sich a) für die hiesigen Handel— und Gewerb⸗Treibenveu auf Wahrung und Vertretung wichtiger besonderer und allgemeiner Interessen in Handel und Verkehr; b) für die Gesammtbevölkerung auf Anre gung und Förderung gemeinnütziger Zwecke. Das Bild des bisher in letzter Hinsicht Erreichten würde mehr in die Augen fallen, wenn der Verein über größere Mittel verfügte. Nicht weniger oder gar nichts, sondern mehr wie bisher zu leisten, sei daher unsern Mitbürgern empfohlen, die sich der Früchte der Wirksamkeit des Vereins(Anlage und Unterhaltung des Viereichenplatzes, Errichtung des Turn- und Spielplatzes, Aufstellung von 24 Rubebänken) freuen und eine Fortsetzung derselben unterstützen wollen. Es ist die Absicht, in nächster Zeit verschiedene Punkte des Promenade Weges mit Gruppen von Fichten anpflanzen zu lassen; Größeres zu unter nehmen verbietet sich bei der Unzulässigkett der verfüg— baren Mittel von selbst. h—. Friedberg. Die vom Gesang Verein Con- cordia und Casino Eintracht am Sonntag zum Besten der Ueberschwemmten unter Mitwirkung der Dilettanten— kapelle veranstaltete Abend Unterhaltung nahm einen sehr schönen Verlauf. Der Dirigent des Gesang-Vereins, Taubstummen Lehrer Schneider, hatte die Leitung des musikalischen Tbeiles übernommen, und verdient die Art, wie er sich dieser schwierigen Aufgabe entledigte, die vollste Anerkennung. Die Auswahl und Ausführung so— wohl der Chöre und Soli als auch der Orchesterstücke zeugte von feinem Verständniß und liebevollem Fleiß des Dirigenten und der mitwirkenden Dilettanten. Auch der Prolog und die beiden Theaterstückchen der zweiten Ab⸗ theilung, besonders das komische Duett für Sopran und Alt fanden reichen Beifall. Vilbel, 16. April Gestern Abend fand in einer hiesigen Wirthschaft eine blutige Schlägerei statt. Der Wirthssohn erhielt 5 Stiche in den Hals und schwebt in Lebensgefahr. Der Messerheld, ein gewisser Franz Hinkel, hat in der Nacht seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Allerlei. Frankfurt, 15. April. Der Silberdieb hat wieder gearbeltet. Verwichene Nacht wurde ein verwegener Silber- und Gold Diebstabl ausgeführt. Der Dieb stieg nämlich mit Fülfe eines am Hause Nr. 5 in der Schweizerstraße befindlichen Gerüstes bis zur First des Hauses empor, kletterte auf diejenige des Nachbarhauses, hob daselbst das Lichtfenster empor und kroch durch das selbe auf den Boden; von da gelangte er mit Leichtig— keit zum 2. Stock, wo sonst die 16jährige Schwägerkn des Hausherrn, welcher augenblicklich verreist ist, zu schlafen pflegt, diesmal aber bei ihrer Schwester im unteren Stock schllef, schloß den Vorplatz, damit er nicht gestört werden könne, ab und fing nun an zu räumen und verschwand dann wieder auf dem Wege, auf welchem er gekommen war. Hanau. In der Nacht vom 11. auf den 12. April versuchte eine Anzahl Männer mit Aexten, Sägen, Hämmern u s. w. den Mörder des landgräflichen Revier— försters Manckel von Wachenbuchen aus dem hiesigen Landgerichts gefängnisse zu befreten. Andere Gefangene schlugen rechtzeitig Lärm, so daß die Bande durch das Aufsichtspersonal verscheucht werden konnte. Freiburg, i. Br., 16. April. Drei Studenten von hier hatten sich nach Belfort begeben und wurden dort von dem Pöbel mißhandelt. Dtleselben wurden beute vor dem Bezirksamt hler vernommen, um die Thatsache festzustellen, behufs Reklamatlon bei der fran— zoͤsischen Regierung. Essen. Der„Rheinisch⸗Westphälischen Zettung“ zu— folge ist der Großindustrielle Grillo gestorben. Derselbe verbrachte die letzten Monate in einer Hellanstalt für Geisteskranke. Leipzig. Das Reichsgericht verwarf in dem be— kannten Prozeß gegen den evangelischen Pfarrer Thümmel die Reviston des Angeklagten und des Staatsanwalts gegen das Urtheil des Landgerichts zu Cassel vom 13. Januar. Die Gründe besagen: Im Wesentlichen seil es Niemandem verwehrt, die Einrichtungen elner Kirche anzugreifen, aber es sel ein gewisses Maß inne— zuhalten; auch dürften keine Ausschreitungen dabei statt— finden, welche den Vorschriften entgegen seien, die zum Schutze der religlösen Gefühle Andersgläubiger und zur Wahrung des confesstonellen Friedens in Deutsch— land gegeben sind. Handel und Verkehr. Friedberg, 17. April. Fruchtpr. Watzen M. 18.50— 18.75, Korn M. 14.— 14.50, Gerste M. 14.50 15., Hafer M. 13.50— 14.50. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo = 200 Zollpfund. Friedberg, 18. April. Buttermarkt. Butter kostete ver Pfd. M. 0.90— 1.00. Eier 2 Stück 9 Pf. Grünberg, 7. April. Fruchtpr. Weizen M. 17.70, Korn M. 14.30, Gerste M. 14.80, Hafer M. 14.50, Erbsen M. 16.00, Linsen M. 24.00, Lein M. 00.00, Samen M. 00.00, Kartoffeln M. 500, Wicken M. 14.80. Gießen, 17. April. Auf dem heutigen Markt kostete Butter per Pfd. M. 0.92— 0.95, Eier 2 Stück 9 Pf., Käse per Stück 4—8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60— 0.70, Hühner per Stück M. 0.85— 1.00, Hahnen per Stück M. 1.30— 1.50, Enten per Stück M. 1.80—2.20., Ochsen⸗Fleisch per Pfund 5860 Pf., Kub- und Rind Fleisch 45—50 Pf., Schweinefleisch 54—60 Pf., Hammel Fleisch 54-64 Pf., Kalbfleisch 4046 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.60— 7.00, Zwiebeln per Centner M. 14.50— 15.50. Frankfurt, 16. April. Fruchtber. Hiesiges Weizen⸗ mehl Nr. 0 M. 30.00- 32.00, Nr. 1 M. 27.00— 28.00, Nr. 2 M. 24.00— 26.00, Nr 3 M. 22.50— 24.00, Nr. 4 M. 18.00— 19.00, Nr. 5 M. 14.50— 15.50, Milchbrod— und Brodmehl im Verband M. 50.00— 53.00, nord- deutsches und westfälisches Weizenmehl Nr. 00 M. 24.00 bis 24.50, Roggenmehl(hies.) Nr. 0 M. 20.75— 21.75, Nr. 0/1 M. 19.00— 20.00, Nr. 1 M. 16.50- 17.50, Nr. 2 M. 13.50— 14.50, Wetzen ab unserer Umgegend M. 18.50 bis 18.75, frei Bahnhof bier M. 18.75 19.00, fremder nach Qual. M. 18.00— 20.50, Roggen hiesiger M. 14.00 bis 00.00, Gerste, Brauerwaare M. 15.50-17.50, do. zu Mahlzwecken M. 11.— 00., Hafer, prima M. 14.25— 14.75, mittel M. 13.00— 13.75, Raps M. 25.25— 26.00, Mais M. 14., Erbsen M. 14.— 19, Linsen M. 20.—38., Wicken M. 13.50— 00.00, Heu per Ctr. M. 3.25, Stroh M. 225, Roggenkleie M. 4.75 5.00, Weizenkleie M. 4.50— 4.75, Malzkeime M. 4.25—0.00, Moostorfstreu prima M. 1.30, Spelzenspreu M. 1.50— 1.75, Reismehl M. 4.00—4.50, Chilisalpeter ab Rotterdam oder Harburg M. 9.75 bis 60.00. Sämmtliche Artikel bei Abnahme von 200 Ctr. an. Rüböl im Detail M. 52. Frankfurt, 26. März. Vlieh-Markt. Angetrieben waren 459 Ochsen, 23 Bullen, 604 Kühe, Stiere und Rinder, 346 Kälber, 89 Hämmel, 9 Schaflämmer und 229 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 56. 58., 2. Qual. M. 48.— 52., Bullen 1. Qual. M. 34.—3., 2 Qual. 32.—34., Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. M. 50.—52., 2. Qual. M. 40.—42., Kälber pro! Pfd. Schlachtgewicht 1. Qual. 50-55 Pf., 2. Qual. 45— 48 Pf., Hämmel 1. Qual. 56—60 Pf., 2. Qual. 48— 50 Pf., Schweine 1. Qual. 48-49 Pf., 2. Qual. 45 47 Pf. Frankfurt, 17. April. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 8—9., Stroh pro 100 Kilo M. 4.80— 5.20., Butter pro 50 Kilo M. 85—90., Eier das Hundert M. 4.30 5., Erbsen 100 Kilo M. 17.50 bis 21.50., do. geschälte M. 20—30., Linsen M. 28 bis 45., weiße Bohnen M. 19—23., Mohrrüben 50 Kilo M. 6—7., Neue Malteser Kartoffeln 50 Kilo M. 11—12., Endivien 100 Stück M. 20— 25., Eskarol M. 15 20., Kopfsalat M. 25—50., französische Radieschen per Pack M. 1.50., Rüböl 50 Kilo M. 43., frische Aepfel 50 Kilo M. 30., franz. Erbsen per Ctr. M. 50— 60., franzöͤsische Bohnen per Pfund M. 1.50. Literarisches. Von der ersten Biographle des neuen Deutschen Kalsers, welche unter dem Titel„Friedrich, Deutscher Kalser und König von Preußen,“ ein Lebensbild von Ludwig Zlemssen, erschelnt, sind bereits drei Lieferungen zur Ausgabe gelangt. In frischer, volksthümlicher Weise entwirft der Verfasser in den vorliegenden Heften ein umfassendes Bild von dem Entwicklungsgang des Mo narchen von dessen Kindheit bis zum Eintritt in das Mannesalter, schildert die vielseitigen Studien des jugend⸗ lichen Fürsten, seine mllitärtsche Laufbahn, die Einführ⸗ ung in die Staatsverwaltung, die Verlobung mit der englischen Königstochter, die glänzenden Hochzeltsfeter⸗ lichkeiten und das traute Familienleben des neuvermählten Paares. Den Text begleiten zahlreiche, mit vollendeter Techalk ausgeführte Illustratlonen hervorragender Kuͤnstler. Zur besonderen Zlerde gereichen dem geschmackvoll aus⸗ gestatteten Werke die Vollbilder auf Kupferdruckpapler, von denen die der zweiten und dritten Lieferung beige— gebenen Darstellungen das Kostümfest zur silbernen Hoch zelt des Kronprinzlichen Paares im Königlichen Schlosse zu Berlin, den Besuch des Kronprinzen Friedrich Wil⸗ belm beim Papste Leo XIII., den Einzug des Kronprinzen Friedrich Wilhelm in Madrid und den Hofball im König— lichen Schlosse daselbst trefflich veranschaulichen. Das Buch umfaßt 10 Lieferungen, die in Zwischenräumen von vierzehn Tagen erscheinen. Jedes Heft kostet 60 Pfennig. Die ersten Hefte können von der Buchhandlung von Carl Bindernagel zur Einsicht bezogen werden für die Heberschwemmten gingen weitere Gaben ein: Von Pfarrer Götz in Langen⸗ bain M. 4.95, Friedrich Koch, Hof⸗Hasselheck, M. 10., Frau Pfarrer Becker M. 5., Ueberschuß der Vorstellung der Vereine Concordia und Eintracht Mark 130. Um weitere Gaben wird freundlichst gebeten. Die Expeditlon des Oberhessischen Anzeigers. Geld⸗Cours. Frankfurt am 17. April 1888 Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf 20⸗Frankenstücke 1. 13 1699 do. n 1/2 18. 12 18.09 Englische Sovereigns 20. 32 20,27 Russische Impertales. 16. 1 1800 Muelen 9. 50 9. 45 dil mamw sds 9. 54 Dollars in Gg 4. 16 Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 21. April 1888. Beginn: Freitag Abends 6 Uhr 20 Min. Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7 Uhr 45 Min. Wochengottesdienst von Sonntag den 22. April an Morgens 6 Uhr, Abends 7 Uhr 40 Min.(O mergebet.) Montag den 23. April: Selichoth. Bekanntmachung. Der Müller Brückmann beabsichtigt in seiner in der Gemarkung Groß-Karben gelegenen Mühle eine Turbine anzulegen. Pläne und Beschreibung liegen 14 Tage lang, vom Tage des Erscheinens dieser Be⸗ kanntmachung an gerechnet, auf unserer Schreibstube offen und sind Einwendungen gegen die Anlage inner⸗ halb dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bet dem Kreis ausschusse des Kreises Friedberg vorzubringen. Friedberg den 12. April 1888. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 1523 Dr. Braden. Oeffentliche Aufforderung. Kaufmann Roßmann von Wölfersbeim hat das in der Gemarkung Wölfersheim gelegene Grundstück Fl. XXII Nr. 499, 594 OMeter Acker, stößt auf die Hohestraße, welches im Grundbuch auf den Namen des Herz Roß⸗ mann eingetragen ist, F schon üder 3 ahre ungestört besessen. f 1 8 ergebt an Alle, welche etwa Ansprüche an dieses Grundstück bilden zu können vermeinen, die Aufforderung, solche binnen vier Wochen dahler geltend zu machen, als sonst die Anerkennung des Eigenthumserwerbs durch Ersitzung seitens des Kaufmann Roßmann angenommen und die zum Eintrage ins Muta⸗ tlonsverzeichniß und Grundbuch nöthlge Urkunde aus⸗ gestellt werden wird.. Friedberg, 3. April 1888. i Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Sellhelm. o— 8 Holzversteigerung. Montag den 23. April d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, kommen im Hausener Gemeindewald, Distrikt es, zur Versteigerung: 18 Ba Buchen und Elchen⸗Scheitholz, 18 1 3 Knuͤppel, 2800 Buchen- und Eichen Reisholz Wellen, 70 Raummeter Buchen und Elchen⸗-Stockholz, 5 Eichen Stammholz von 2,79 Festmeter Inhalt, 14 Fichten Stämme„ 1,0“ 0 5 382„ Derbstangen„ 13,06 5 80 500 Fichten Reiserwellen. Die Zusammenkunft ist loco Hausen. 13 Gegen Bürgschaft wird das Holz bis Martini ereditirt. Hausen am 16. April 1888. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Haͤuser. Moderne Pilzuüte in schwarz und braun, 1—8 Mark das Stück, Regen⸗ und Sonnenschirme in Hunderten zur Auswahl, feine Pariser Glacéhandschuhe offertre geschäftsveränderungs⸗ halber zu jedem annehmbaren Preis. 1404 Fritz Schmidt, Kaiserstr. 1620. rr 1 * 91 1 1 5 71 1 ** Sonntag den 15. April l. Herr Utalehrer Todes-Anzeige. Georg Ylickhahn plötzlich verschieden, was wir Freunden und Bekannten desselben hiermit geziemend mittheilen. Friedberg den 17. April 1888. N, Das Neueste in garnirten Damen⸗ Die Hinterbliebenen. NB. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 3 Uhr von der Freiheit aus statt. Blumenspenden werden in seiner Wohnung entgegengenommen. 1537 und Kinderhüten, Sonnen- und Regenschirmen dana. Handschuhen, Halsbinden, Kragen, Manschetten, Corsetten, Schürzen, Spitzen, strausen, Barben ꝛc. ꝛc⸗ empfiehlt zu reellen Preisen J. Keim vorm. K. Friedrich, Kaiserstraße 77, neben der Post. Putzarbeiten 1 rasch und geschmackvoll. 1 U* A i Corsetten, vorzͤglich sitzend, in reicher Auswahl von 80 Pf. an, sowie die beliebten Gesundheits Corsetten für Frauen von M. 3.50 an. . Diehl, Usagasse. 1036 Heinr. 2 neue Pianino, eines in Nußbaum, das andere in Schwarz, werden zum Fabrikpreis abgegeben. Wo? sagt die Expedition des Anzeigers. 1505 Filzhüte, neueste ee Confirmanden⸗Hüte, Halsbinden und Bosenträger empfiehlt in großer Auswahl billigst 852 Wanne Consimunden⸗ Ani Consirmanden⸗ Hemden kauft man immer am billigsten und besten in der Herrenkleider- und Hemdenfabrik von M. e 861 Ful Fitne 10d N empfehle ich la Hornmehl(140% far 0 für alle Arten Pf lanzen 0 für oft Colli von 4 Kilo, per Sack à 50 Kilo M. 20. Mineraldünger für Topfpflanz en(neu, von groß— artiger Wirkung) à M. 3. per Kilo. Holzkohlen⸗Mehl für Rosenkultur, per Post⸗ Colli à M. 3. Alles franeo gegen Nachnahme. 1070 F. W. Fuels, Höchst a. M Zlehung: 25. April 1888. Die beliebten 1304— der Frankfurter Loose Pferdemarkt-Lotterie, 400 Gewinne im Werthe von 84,000 Mark, Mark zu beziehen vom(H. 61731.) Secretariat des landw. Vereins ln Frankfurt a. M. Nidda(Oberh. Bahnst.). Eine zieml. große Hofraithe, in welcher zur Zeit ein Spezerei-, Manufaktur- und Schuhwaaren⸗Geschäft betrieben wird, welche sich aber auch, wegen der günstigen Lage des nahe gelegenen Nidda— flusses, sowie mit einem Garten, Stallung und Bodenraum, zu jedem anderen Geschäfte eignet, zu verkaufen. Joh Jost in der Mühlstraße, 1533 vis-a-vis der Stadtmühle. Ein ordentliches Dienstmädchen, welches sofort eintreten kann, gesucht. Haagkftraße Nr. 525. 1526 Gebr. Strauss, (H. 61453.)] Bit darunter 72 10 elegante Egulpagen und 61 Pferde, sind à Drei ist aus freier Hand 95 Virginia- A 2 Saatmais empfiehlt in bester neuer Qualität billigst 1527 J. Baumeister. Silberschmucke, Broches, Armbänder, Kaisermünzen, Ohrenschrauben, Medaillons, Colliers in großer Auswahl von M. 1.50 an, zu Confirmattonsgeschenken passend. IL. Hanau, — Hof, Uhrmacher und Goldarbeiter. Für sCuftranben neu eingetroffen in großer Auswahl 0 schwarze U. farbige Cachemirs 1403 billigst bei vis-à- vis der Post. Tapet apeten in großer Auswahl vorräthig bei 1261 Georg Gross. Bicicles, Bichelettes, Tricyeles aller Systeme aus den renom— mirtesten Fabriken zu billigsten Preisen bei 1511 Carl Damm,. Usagasse. Zwei Wohnungen in dem von mir erkauften Hause des Herrn Oberlehrer sch(Kaiserstraße, neben dem Rathhaus) sind, jede elnzeln oder beide zusammen, per 1. Jult zu vermiethen. 1532— 5 2 Barbier. en! Figaro⸗Juͤckchen, Pterlfichüs, reitzende Neuheiten, empfehlen in reichhaltigster Auswahl zu billigen Preisen 1531 J. Fürth's Erben. Hleesumen, Ia Pfälzer und Luzerner, Grass amen Birginia-Pferdezahn-Mais. 1536 Theis& Mäller. Holländischen Tabak in bekannter vorzüglicher Qnalttät, per Pfd. M. 1.20, bei 1534 JA. Windecker. Guten Bienenhonig kann noch abgeben Fourier. Frührosenkartoffeln zur Saat verkauft bllligst 1588 Friedberg. A. Stahl Wwe. Holzversteigerung. Montag den 23. d. Mts., von 9 bis 12 Uhr Vor⸗ mittags, sollen in dem Gräflich zu Rantzau'schen Kirch— wald bel Ziegenberg versteigert werden: 15250 schwere Buchen-Wellen, 110 Wellen Birken⸗ Besenrelser, 62 Fichten⸗Stangen, sodann nach 12 Uhr: 16000 leichte Laubholz Wellen(Backho 1). Zusammenkunft am„Mösers Schlag“ „Langentreiben“. Ziegenberg den 14. April 1888. Die Gräfliche e oberhalb des Ein Weißbinder gehülse gesucht für sofort von 1521 Bad Nauheim. Weißbinder Fr. W. Stamm. Spinat Heinrich Hanstein V. Erbsenreiser werden billig abgegeben bet 1539 Ockstadt. Carl Hermes. Buxbaumpflanzen, 6800, sehr billig abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 1528 Kindermehl⸗Büchsen 1530 kauft J. Baumeister. 1529 verkauft Ein freundliches möblirtes Zimmer hat zu vermiethen 1441 Romeiser. Een Schneidergeselle gesucht bei Eduard Reß, Schneidermeister, 1438 Burg Gräfenrode. Ein größerer transportabler Kochherd billig zu verkaufen Kaiserstraße 77 1510 79 Cog ses H) 0 2 70er . e 0 N. 1 05 . Mann können auf einer Backsteinbrennezei sofort Beschäftigung finden. Anmeldungen nimmt Wirth Karl Friedrich, zu Frledberg entgegen. 1541 Ein tüchtiger Fahrknecht wird sofort gesucht. 1540 Anmeldungen bei Wirth K. Friedrich zu Friedberg. Briefbogen mit neuen Ansichten von Friedberg und Bad⸗Nauheim bei Carl Binder nagel in Friedberg. Verantw. Ned. Carl Bindernagel. Druck und Verlag von Carl Bindernagel. übliche betreffen Person können, berg, werden I Jug 9 position aller N Harhein Nieder Aufgel welche übergef müssen 1. Apr treten 0 und u genann II. In 5 (Reserr heim,“ stadl, f Rosbas Pettery 0 (Wehr stehend 0 und un Il. a (Reser Muhe Kötter Das 1