1 Test Arzt nder. Icipede * nkuchen dunsitz. 1 dern. ö . * Ange. * F ertech. irme, 13 genauere Belehrung der Mannschaften über ihr ferneres D 1888. Jamstag den 18. Februar. t Oberhessischer Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg. 2 Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. Annoncen: die einspaltige Petitzeile 15 Pf., lokale auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Anzeigen und behördliche aus dem Kreise 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ein Beleg kostet 9 Jahresconto bei uns haben), Bf. Annoncen stets per Post nachgenommen von welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden Amtlicher Theil. Betreffend: Gesetz, Aenderung der Wehrpflicht. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Wir beauftragen Sie andurch, die nachfolgend abgedruckte zu machen und uns bis zum genannten Gehoͤften ꝛc. erfolgte. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. „Aufforderung“ in Ihren resp. den einzelnen Gemeinden gehörigen, einzelgelegenen Gehöften, Bergwerken, Mühlen u. J. k. Mts. anzuzeigen, an welchen Tagen die Bekanntmachung veröffentlicht Friedberg den 16. Februar 1888. Polizeicommissariat Wickstadt. Gemeinden und in den zu s. w. wiederholt bekannt Aufforderung. Nachdem Seine Majestät der Kaiser und K nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, ein Gesetz, betreffend Aenderung der Weh rpflicht, am 11. Februar d. J. erlassen haben, wird das Nachstehende zur Kenntniß der Betheiligten gebracht: 5 I. Die bisher gültigen Vestimmungen für Reservisten und Landwehrleute, für Dispositions Urlauber und zur Disposition der Ersatzbehörden ent lassene Mannschaften bleiben unverändert, nur werden die seither der Landwehr angehörenden Jahrgänge für die Folge die Bezeick Landwehr ersten Auf gebots führen. Die erforderlichen Abänderungen und Zusätze in den Militärpapieren werden bei Gelegenheit von Meldungen, spätestens aber bei der diesjährigen Frühjahrs Kontrolversammlung durch die B nig im Namen des Reichs, lung 9 Bezirksfeldwebel vorgenommen werden. 2. Die Landwehr zweiten Aufgebots wird bestehen: A. aus den Mannschaften, welche ihre Aufgebots erfüllt haben; B. aus denjenigen Ersatzreservisten, welche geübt und pflicht abgeleistet haben. 1 Zur Formirung der Landwehr zweiten Aufgebots 13. Marz 1888 unter Vorlage ihrer Militärpapiere Dieustpflicht in der Landwehr ersten ihre Ersatzreserve haben sich spätestens wenn solche noch ve bis rhanden sind in die militärische Kontrole zurückzumelden: a. alle Unteroffiziere, Mannschaften und unteren Militärbeamte, welche im Jahre 1850 und später geboren und nach abgeleisteter gesetzlicher Dienst pflicht im stehenden Heere und in der Landwehr(Flotte und Seewehr) b. alle geübten Ersatzreservisten, welche im Jahr 1850 und später geboren und nach Ablauf der Ersatzreservepflicht, bereits zum Landsturm entlassen waren Diese Anmeldung hat schriftlich oder mündlich zu erfolg n: a. in Friedberg: fur alle Jufanteristen aus dem Kreise Friedberg bei dem Bezirksfeldwebel Meyer für alle übrigen Waffengattungen aus dem Kreise Friedberg bei dem Bezirks feldwebel Schnellbacher; b. in Büd n für alle in Betracht kommenden Mannscha zus dem Kreise Büding ei dem Bezirksfeldwebel Striegnitz. Bei Unterlassung der befohlenen Meldungen wird, abgesehen v ander peitiger Bestrafung, die Verlängerung der Dienstpflicht des Betreffenden eintreten. Die vorstehend festgesetzte Meldefrist wird für Mannschaften, welche sich zußerhalb Deutschlands bezw. auf Seereisen befinden, bis zum 30. September 1888, bezw. wenn dieselben vor diesem Zeitpunkte nach Deutschland zurückkehren, oder hei einem Seemannsamte des Inlandes abgemustert werden, bis 14 Tage nach erfolgter Rückkehr bezw. Abmusterung verlängert. Die erforderlichen Abänderungen und Zusätze in den Militärpapieren, sowie Dienstverhältniß wird bei Ar Anfangs erwähnten Anmeldung durch die Bezirksfeldwebel erfolgen. Bei per ulichen Anmeldungen erfolgt dieselbe mündlich, bei schriftlichen An meldungen durch gusendung einer gedruckten Instruction, die dem Militärpaß vorgeheftet wird Die Neuanfertigung nicht mehr vorhandener Militärpässe ist bei den Bezirks Edwebeln zu beantragen und erfolgt kostenfrei. 3. Die Ersatzreserve wird aus den seither der Ersatzreserve erster Klasse — sowohl übungs⸗ wie nichtübungspflichtig— angehörigen Mannschaften für die Jolge gebildet werden. Diese Ersatzreservisten sind von jetzt ab ver lichtet, alljährlich den Frühjahrs Kontrolversammlungen bei kwohnen und gehören nunmehr zu den Mannschaften des Beur tubtenstandes. Die neuen Militärpapiere werden kostenfrei ausgefertigt und bei Gelegenheit In Meldungen, spätestens aber bei der diesjährigen Fruͤhsahrs Kontrolversammlung Arch die Bezirksfeldwebel ausgehändigt werden. Bei dieser Gelegenheit findet auch i genauere Belehrung der Mannschaften über ihr neues Dienstverhältniß statt. Die seitherigen Ersatzreservisten zweiter Klasse treten nunmehr ohne Weiteres Angehörige zum Landsturm ersten Aufgebots. Die diesen Leuten seiner Zeit Detreffend: Gemeindenutzungen der Ortsbürger; bier Loosholzverthetlung. wurde und ob dies auch in den Dr. Braden. extheilten Ersatzreservescheine a iselben auch für die Folge als Ausweis ihrer Zugehörigkeit zum Landsturm . Der Landsturm best vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Leber ere(bei der Fahne, Reserve oder Landwehr) noch d a ind Seewehr ange⸗ ird in zwei Aufgebote ein Zum Landsturm ersten Aufg hören die Landsturmpflichtigen bis zum 31. März desjenigen Kalend hres, in si den, Landsturm zweiten Aufgebots von dem el zum der Landsturmpflicht. Kaiserlie zerordnung, bei unmitt komme den Generale, di m der Aufr wehr den Vorschrift ndsturmpflich tigen Anwendung. Befinden sich d inland zurückzu⸗ kehr 1 1 Ick 2 n des Le rlei militärischen Verpflich n zehören di irlaubtenstandes. Es wird für diese Ma 4 1. diejenigen zur Zeit d dem Landsturm a ri Persone cht verpflichtet 1 sich r Lande zumelden, treten je nach ihr Leb im Landsturm ersten be zweiten Aufgebots über. Personen, welche vor dem Tage des Inkrafttretens dieses Gesetzes(11. Febr 1888), ch den seither gültigen Bestimmun aus m L sturm l Sgeschi varen, treten denselben n 1* 1 1 a nachstehende Bestim hweisen, daß sie halt sichernd hen oorden e Stel haben, von der n den Civilvorsitzenden der en Frsatz-Kommission richten, in deren Bezirk die Gesuchsteller nach bgeleisteter Dienstpflicht im Heer oder der Flotte zum Landsturm entlassen bezw. von vornherein(bisher der Ersatzreserve zweiter Klasse) dem Landsturm überwiesen sind. ub. Der Uebertritt des Landsturms ersten Aufgebots in den des zweiten Aufgebots erfolgt mit dem 31. März desjenigen Kalenderjahres, in welchem das 3 Sjahr vollendet wird. Die Landsturmpflicht im zweiten Aufgeb erlischt mit dem vollendeten 45. Lebensjahre, ohne daß es dazu ei besonderen Verfügung bedarf. 5. Die bereits verabschiedeten Ofsiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Militärbeamten des Beurlaubtenstandes, die nach Maßgabe des unter 2. Gesagten zur Wiederanmeldung behufs Verwendung in der Landwehr zweiten Aufgebots verpflichtet sind, ersuche ich aus dienstlichen Gründen, sich umgehend schriftlich oder mündlich, unter Angabe des Bezirks-Kommandos, welches seiner Zeit die Verab schiedung veranlaßt hat, bei mir anzumelden. Ich erwarte, daß der gute militärische Geist und die militärische Disciplin, die die Mannschaften des Beurlaubtenstandes u. s. w. im diesseitigen Bezirk stets ausgezeichnet haben, auch im vorliegenden Falle dadurch bewiesen werden, daß jeder Einzelne den neu an ihn herantretenden Verpflichtungen auf das Gewissenhafteste nachkommt, daß aber namentlich die zur Landwehr zweiten Aufgebots zurücktreten den bisherigen Landsturmangehörigen die unter 2. erwähnten Anmeldungen zur Kontrole pünklich erledigen. Winter, Major z. D., Kommandeur des Landwehr-Bataillons-Bezirks Friedberg. Friedberg am 15. Februar 1888 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß der Vorschrift unter Ziffer II. des § 9 der Verordnung vom 15. Juni 1880 entgegen ten Großherzoglichen Oberförstereien vor Aufstellung der jährlichen Wirthschaftsplaͤne haͤufig keine Mittheilung daruber zukommt, in welchen Mengen und Sortimenten eine Loos holzvertheilung vorgenommen werden soll, gleichwohl aber nach Aufstellung und Genehmigung des Wirth— Waftsplanes der Verloosungsplan entworfen Dadurch entsteht zum Nachtheil der ur Erfüllung des Loosholzplanes nachträglicher Aenderung unterzogen werden muß, während doch gerade Maßgabe der wirthschaftlich zulässigen Faͤllungen sich zu richten hat. wird ohne Nücksicht auf die planmaͤßig zum Einschlag vorgesehenen Holzsortimente und Quantitaͤten. Wirthschaft der Mißstand, daß zur Vermeidung von Unzufriedenheiten und Beschwerden der Wirihschaftsplan umgekehrt die Loosholzvertheilung nach Wir beauftragen Sie daher, Ihre auf die Loosholzvertheilung bezuͤglichen Wünsche vor Aufstellung der Wirthschaftspläne und längstens i zum Gründen entwerfen. * 1 1. April jeden Jahres an die Großherzoglichen Oberfoͤrstereien gelangen zu lassen und, soweit diesen Wünschen aus wirthschaftlichen nicht entsprochen werden kann, den Plan zur Loosholzvertheilung auf Grund des Ihnen zukommenden Auszugs aus dem Wirthschaftsplan Dr. Braden. Betreffend: Das Militär⸗Ersotz⸗Geschäft pro 1888. Friedberg den 16. Februar 1888. Der Civilvorsitzende der Großh. Ersatz-Commission Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Einige von Ihnen stehen noch mit Einsendung der Stammrollen im Rückstande. Sind dieselben nicht bis zum 21. I. Mts. ein⸗ gelangt, werden solche durch Wartboten abgeholt. Betreffend: Die Anschaffung und Unterhaltung des Faselviehes, insbesondere die Körordnung. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Hinweis auf Artikel 3 des Gesetzes vom 26. October v. Js., Regierungsblatt Nr. 37 de 1887, fordern wir Sie audurch auf, uns innerhalb 4 Wochen diejenigen Viehzüchter namhaft zu machen, welche solche Zuchtstiere besitzen, die ausschließlich oder theilweise zur Be⸗ Von jetzt ab wollen Sie bei Vorlage der Verträge über Anschaffung und Unterhaltung der deckung fremder Mutterthiere verwendet werden. 2 wo Zuchtstiere mit Bezug auf Artikel 2 des Gesetzes sich darüber äußern, ob welche Gründe zu einer Ausnahme von der Regel gegebenen Falles vorliegen. Dr. Braden. Friedberg am 16. Februar 1888. ob die Zuchtstiere der Gemeinde eigenthümlich augehoͤren sollen, oder Das von Großh. Kreis-Veterinäramt gemaͤß Artikel 4 auszu⸗ ellende Zeugniß ist den uns zur Genehmigung vorzulegenden Verträgen bis auf Weiteres anzuschließen. f 0 5 Auch wollen Sie den Gemeinderath vernehmen, welche Zuchtrichtung beschlsssen ist und von welcher Race die anzuschaffenden Zuchtth iere sein sollen und uns das erwachsende Protocoll innerhalb 4 Wochen vorlegen. Dr. Braden. Ausschreiben. Um Auskunft über den Aufenthaltsort des Peter Bauer von Fischbach, des Johann Fischer von Bönstadt, des Ludwig Karl, Meßger aus Trais⸗Münzenberg, des Albin Seltmann von Lauterbach in Sachsen und des Johann Andreas Stebentritt von Gunzenhausen wird ersucht. N Erledigung. Mein Ausschreiben gegen Konrad Fey von Deckenbach vom 12. November v. J. nehme ich als durch Gendarm Steinbach in Friedberg erledigt zurück, mein Ausschreiben gegen Ludwig Dietz von Höingen als durch Gendarm Busch in Homberg erledigt. Friedberg den 14. Februar 1888. Der Großherzogliche Amts anwalt. Kolb. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Oberlandesgerichtsrath Eckstein wurde zum Senatspräsidenten bei dem Oberlandesgericht und der Landgerichtsrath Wiener in Gießen zum Ober— landesgerichtsrath, der Oberamtsrichter Fritz in Grün— berg zum Oberamtsrichter in Butzbach und der Ober⸗ amtsrichter Mickel in Ulrichstein zum Oberamtsrichter in Grünberg ernannt; Gerichtsassessor Sersba in Friedberg ist für die Dauer der Erkrankung des Amtsrichters Pur— gold in Langen beauftragt, daselbst als Hilfsrichter zu fungiren. 3 Mainz, 15. Febr. Landtagsabgeordneter Jöst tritt heute seine 6monatliche Gefängnißstrafe an.* Berlin, 15. Febr. Der„Reichsanzeiger“ veröffent licht folgendes Bulletin aus San Remo von heute Vor mittag: Der locale und allgemeine Zustand des Kron— prinzen ist derselbe wie gestern. Der Schlaf war zu weilen durch Kopfschmerzen unterbrochen. Der Kronprinz verließ um die Wittagsstunde das Bett und nahm feste Nahrung zu sich.— Im Fr. J. finden wir folgende Notiz: Ueber die von Ur. Bramann in San Remo vor⸗ genommene Operation, welche unter den vorliegenden Verhältnissen eine chirurgische Glanzleistung war, sowie über die Umstände, wodurch sie bedingt wurde, werden der„Nat.⸗Ztg.“ nachträglich folgende Einzelnheiten mit getheilt: Die Athemnoth hatte schon 14, Tage zuvor be gonnen und sich täglich gesteigert. Ste erreichte am 4. Februar eine solche Höhe, daß seitdem keine Spaziergänge, son— dern nur noch Ausfahrten möglich waren. Seit dem 7. Februar war sie hochgradig, besonders in den Nächten. Am 9. Februar früh wurde Dr. Bramann berufen, das Consilium erklärte die Tracheotomie für baldigst noth— wendig und es wurde an Professor Bergmann telegra— phirt. Vormittags trat eine weitere Steigerung der Athemnoth ein. Um 3 Uhr Mittags erklärten die Aerzte, daß man keinen Augenblick mehr warten könne. Der Kronprinz hat diese Ankündigung mit standhaftester Er; gebung aufgenommen.„Halten Sie es für nothwendig, so bin ich sofort bereit“, sagte er. Auch mit der Anwen dung des Chloroforms war, trotz Mackenzie's Widerspruch, der Kronprinz einverstanden. Der Bart blieb unversehrt. Dr. Bramann machte einen Schnitt, der fast fingerlang ist, vom unteren Ende des Kehlkopfes bis in die Nähe des Brustbeines. Nach Stillung des Blutes und der Eröffnung der Luftröhre wurde sofort die silberne Kanüle eingeschoben. Die Operation dauerte mit der Narkose 20 Minuten. Der Blutverlust war sehr geringfügig, er betrug etwa einen Kaffeelöffel voll. Als der Verband fertig war, erwachte der hohe Patient und dankte den Aerzten, und diese wieder dankten Dr. Bramann für die glückliche Ausführung. Der Kronprinz hat das Chloro— form gut vertragen und war ohne Schmerzen. Die Athem— noth war sofort beseitigt. Der Wundverlauf ist, wie bekannt, günstig. Zu obigen Angaben, welche aus zuver⸗ lässigster Quelle kommen, bemerkt die„N. Z.“ weiter: Ueber die Steigerung der Athemnoth ist noch hinzuzu— fügen, daß nach unwidersprochenen Angaben Mackenzie schon zwei Tage vor der Operation nach Lon⸗ don meldete, dieselbe werde baldigst stattfinden müssen, Prof. Bergmann aber wurde erst berufen, als er unmöglich zur rechten Zelt in San Remo ein⸗ treffen konnte. Nur der Befehl des Kaisers hat bewirkt, daß er dennoch dort ist.(Hierbei ist nur zu ver⸗ wundern, daß die hohen Herrschaften einerseits und die deutsche Wissenschaft andererseits sich dies bieten läßt. Die R.)— 15. Febr. Nach einem Telegramm des„Berl. Tagebl.“ aus San Remo wurde die Nachtruhe des Kron— prinzen besonders durch Husten gestört. Die leichte Unter⸗ mischung des Schleimes mit Blut, welche sich seit den letzten beiden Tagen zeigte, sei möglicher Weise nur die Folge des Relbens bezw. Ritzens mit der Kanüle gewesen, diese Verfärbung habe heute aufgehört, dagegen sei wie⸗ der Neuralgte aufgetreten. Wie der„Nat.-Ztg. mitge⸗ theilt wird, set Prof. Bergmann zur Reise nach San Remo auch direkt von den kronprinzlichen Herrschaften aufgefordert worden. Der„Reichs anzelger“ veröffentlicht heute ein Gutachten Mackenzie's über die Krankheit des Kronprinzen, welches dahin geht, daß chronische Kehl— kopfentzündung mit Pertchondrisis vorliege. — 14. Febr. Der Reichstag nahm in zweiter Lesung das Soclalistengesetz in der Commissionsfassung an, wo— wald kurzlich ein Ablösungskapital von 5450 M. gezahlt. nach die von der Reglerung beantragten Verschärfungen Dieser Tage wurde nun die Jagd in demselben von dem wegfallen und das Gesetz eine zweijährige Geltungsdauer Meistbietenden Rentier Fritz Koch in Bad Nauheim auf hat. Der Antrag Windthorst, betr. die Aufhebung des kleinen Belagerungszustandes, wurde mit 153 gegen 100 Stimmen abgelehnt.— 15 Febr. Der Reichstag ver⸗ wies den Antrag Lleber-Hitze wegen der Sonntagsruhe der Arbeiter nach längerer Debatte, an welcher sich Re— gierungsvertzeter nicht bethetligten, an eine 21tzliedrige Commission.— 16. Febr. Der Reichstag genehmigte in erster und zweiter Lesung debattelos den Meistbegünstt— gungsvertrag mit Paraguay, überwies den Nachtrags Etat für 1888/89 der Budget-Commission, genehmigte bei der zweiten Lesung des Etats die Specialetats des Reichsheeres, der Marineverwaltung und der Justtizver— waltung debattelos nach den Commissions-Beschlüssen. Sodann überwies der Reichstag den Antrag Ampach (Aufhebung des Identitätsnachweises) nach einer längeren Debatte, woran die Regierungsvertreter nicht theilnahmen, an eine 28gliederige Commission und erledigte hierauf eine Anzahl von Petitlonen nach den Commissionsbe— schlüssen. — 15. Febr. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute den Rest des Justiz⸗Etats. Karlsruhe, 14. Febr. Der Großherzog und die Großherzogin reisen morgen nach San Remo und Cannes zum Kronprinzen bezw. zum Erbgroßherzog. Stuttgart, 15. Febr. Ueber das Befinden des Königs ist heute folgendes Bulletin aus Florenz ausge— geben: Montag: leichte Fiebersteigerung; Dienstag: un⸗ ruhig infolge von Hustenanfällen. Die Mattigkeit des Königs hält an, ebenso die Appetitlosigkeit.— 16. Febr. Der König hatte wieder eine unruhige Nacht. Das Fleber ist zwar geringer, aber die Kräfte haben sich noch nicht gehoben. Ausland. Frankreich. Paris, 14. Febr. Wie es heißt, be— absichtigt der Unterstaatsseeretät der Colonien, Faure, zu demissioniren. — 16. Febr. Der Prozeß gegen Wilson, Ribaudeau und Genossen vor dem Zuchtpoltzeigericht begann heute. Die Anklageschrift beschuldigt Wilson der Theilnahme an Schwindeleien, welche zum Nachtheile mehrerer Personen, die Ordens aus zeichnungen wünschten, begangen selen. — 16. Febr. Dem„Petit Journal“ zufolge wird der Handelsminister morgen dem italienischen Botschafter Menabrea den Antrag Frankreichs zur Erneuerung des Handelsvertrages mit Italien mittheilen. Großbritanntken. London. Baron de Worms, wurde zum Staatsseeretär der englischen Colonien ernannt. Italien. Rom. Die„Kreuzzeitung“ erfährt auf privatem Wege aus Brüssel, es set der formelle Abschluß eines Bündnisses zwischen dem Negus von Abessynten und dem König Menelek von Schoag erfolgt. Sämmtliche Geschütze der Abessynter würden von Frankreich geltefert. — 15. Febr. Die„Gazetta offietale“ veröffentlicht das Gesetz betreffend die Reorganisirung des Ministeriums. — In parlamentarischen Kreisen wird versichert, daß sämmtliche Minister mit Ausnahme des Unterrichts mini⸗ sters, auf ihren Posten bleiben werden. — Das Gerücht über die bevorstehende Rückberufung der Truppen aus Afrika oder eines Theiles derselben wird offielell dementirt. Rußland. Riga. Der„Pol. Corr.“ wird von hier gemeldet, auf Beschluß des russischen Senats werde gegen 59 Pastoren in den Ostseeprovinzen der Strafprozeß wegen Förderung des Rücktrittes von der orthodoxen zur evangelischen Kirche eingeleitet. Aus Stadt und Land. H. Friedberg. Im Anschluß an den Pferdemarkt— bericht in voriger Nummer theilen wir noch mit, daß die 9 Arbeits-Pferde bei der stattgehabten Verloosung an folgende Personen gekommen sind: Oeconom Bornemann in Obbornhofen, Louts Hederich, Collekteur in Frankfurt, Gruner in Vilbel, Michel in Bruchenbrücken, Groner in Heldenbergen, Huber in Stelnfurth, Förster in Wickstadt, Alter, Collekteur in Berstadt(zwei Stück). r. Nieder Mörlen. Die hlesige Gemeinde hat an den Fiscus für die Jagdgerechtsame in dem Gemelnde— 9 Jahre für die Summe von 849 M. pro Jahr gepachtet. r. Nieder⸗Mörlen, 15. Febr. Einem Eisenhändler von Ober Mörlen, welcher gestern Nachmittag auf der Chaussee zwischen Bad⸗Nauheim und Nieder-Mörlen sein in Bewegung gesetztes Fuhrwerk besteigen wollte, dabei aber abglitt und unter den Wagen kam, wurden beide Beine von demselben überfahren. r. Nieder⸗-Mörlen. Die am letzten Sonntag im Gasthause zum Stein abgehaltene Abendunterhaltung des Kirchengesangvereins verlief in der schönsten Weise und fanden namentlich dle theatralischen Aufführungen bel— fällige Aufnahme. Um das Arrangements des Abends hat sich besonders Lehrer Kohl wieder große Verdtenste erworben. Allerlei. Kaiserslautern, 16. Febr. Gestern Abend fand in der Tiefbaugrube„Kreuzgraben“ in der Nähe von Zeche Camphausen im Saargebtet elne Entzündung schlagen⸗ der Wetter und Kohlenstaubs statt, wodurch 40 Gruben— arbeiter getödtet sind. Die übrigen 36 von den ange— fahrenen 76 Mann wurden gerettet. Lemberg, 15. Febr. Ein orkanartiger Sturm hat Samstag auf der Strecke der Karl-Ludwigs bahn eine so bedeutende Masse von Schnee, Steinen und Erde ange— häuft, daß der Verkehr eingestellt werden mußte. Dle Krakauer Post ist seit 48 Stunden ausgeblieben. Altdorf, 16. Febr. Gestern Nachmittag wurde die Gotthardbahn bei Wasen durch Lawinenstürze für einen Tag unterbrochen. Reisende müssen umsteigen. Sechs Arbeiter sind verschüttet. Der Schnee liegt auf elner Strecke von 140 Meter Länge 5 Meter hoch. Die Ent⸗ schig⸗Galerie ist mit sieben Personen verschüuͤttet. Parts, 15. Febr. Seit heute Nachmittag stehen die Kellerräume des Gefluͤgelpavillons der Centralhallen in Brand. Mehrere Pompiers sind verwundet und mehrere Arbeiter erstickt. Airchliche Anzeigen für Friedberg Ebvangelische Gemeinde. In vocavit. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Dr. Weiffen bach. Gottesdienst in der Stadtkirche. Nachmittags 1½½ Uhr: Herr Candidat Reinhardt. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags 9: Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Abends 5½ Uhr: Herr Pfarrer Schöner von Katchen. Mittwoch den 22. Februar. Burgkirche. Abends 8 Uhr: Herr Candidat Scheid. Katholische Gemeinde. Samstag von 4 Uhr an Beicht. Sonntag Morgen 6 Ubr: Beicht; ¼7 Uhr: Austhetlung der hl. Communion. 10 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Christenlehre und Andacht. e dee kae, eee. Die meist verbreiteten Leiden sind Husten und Ver⸗ dauungsbeschwerden,— die leichtest zu beschaffende Kur dieser Lelden aber besteht im Gebrauch der vielbewährten Sodener Mineral⸗Pastillen, erhältlich in allen Apotheken à 85 Pf. per Schachtel. Aus Wurzburg wurde uns über den Erfolg attestirt: Geehrter Herr! Die von Ihnen empfohlenen Sodener Mineral⸗Pastillen bewähren sich in der That. Nicht nur daß dtieselben Affeetionen des Kehlkopfes ꝛc. lindern und heben, wirken sie auch auf den Verdauungsprozeß wohlthuend ein und steigern fo das allgemeine Wohlbefinden. Hochachtungsvoll 695 gez. Fritz Schwemer, Schauspieler. * 7 Leierfässer mit und ohne Uebersetzung, wie alle übrigen Büttner waaten empfiehlt 419 Adam Söllner II. Nach 1 bel dere Possert Bnisstene 0 nittags mission. Pla legen be unt 5 Duel gegen debwäe Uuellsa Forderungen an unsere Abiturienten, zu deren Berichtigung man unsere Mitwirkung in Anspruch zu nehmen beabsichtigt, sind vor dem 25. d. Mts. durch Einsendung der Rechnungen bei uns anzumelden. Frledberg am 16. Februar 1888. Großherzogliche Direktlon des Schullehrer-Seminars. Schäfer. 716 Ein Mädchen, das alle Hausarbeit verstebt und Liebe zu Kindern bat, gesucht. Von wem? sagt die Exped des Anz. 726 Ein tüchtiger Schuhmachergeselle kann sofort Arbeit erhalten bei 730 Fritz Weckerling in Friedberg. Submission. Nachstehende Arbeiten und Matertal Lieferungen, welche beider Erbauung eines Kohlenschuppens neben das städtische Wasserwerk erforderlich werden, sollen auf dem Sub- missionswege vergeben werden: Maurerarbeit lt. Kostenüberschlag M. Zimmerarbeit Dachdeckerorbelt Schreinerarbelt Schlosserarbett Weiß binderarbeit Spenglerarbeit Lieferung von 20 ebm Mauersteinen 9 5 20 Mauersand Aufsetzen der Steine und Sandmessen Lieferung von 5800 Stück Russensteinen Lusttragende Uebernehmer haben ihre Abgebote in Prozenten schriftlich und versiegelt bis zum 25 d. Mts. 137.—. 39. 35. 231.—. 50.—. 29.—. . 8 6. 65. 0.— „ M. 9.—. 101. 50. rntünt füt en zueigen et nett an dis dan in plomhbirten Schachteln. eben die e» De 1 n de Emser Catarrh- Pasten 3* 8* 7 1 5 3 5 r in runden Blechdosen mit unserer Firma det e ett 2 l f werden aus den fechten Salzen unserer — rütdoötrg ess. stella des Ph. Karl H. Vömel, Lohstraße Nr. 32, verstelgert 1 1 0 10t.. faden dauernde Arbeit bel 6* 0 672 Mit 5 Zimmern wird innerhalb 3 Wochen zu miethen Frped. d. Anz. abzugeben. für ein hiesiges Putzgeschäft 1 11 Lehrmädchen gesucht. Zu erfragen b. d. Exp. d. Anz. auf unserem Bureau einzureichen, an welchem Tage Vor⸗ mittags um 10 Ubr Eröffnung der eingegangenen Sub— missionen stattfinden soll. Plan, Kostenüberschlag und Submisstonsbedingungen bei uns offen. Friedberg den 16. Februar 1888. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedberg. 727 Steinhäußer. Freiwillige Versteigerung. Freitag den 24. Februar, Morgens 9 Ubr be ginnend, sollen nachstehende Gegenstände in der Hofraithe werden: 1 zweispänniger Kastenwagen, 1 einspänniger Kastenwagen mlt Ernteleitern, 2 Pflüge, Egge, verschiedene Oekonomtegerätbschaften. Vilbel, 14. Februar 1888. 668 Imser Pastillen Onuellen dargestellt und sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verscheimung, Magen- schwäche und FVerdauungsstörung. Natür. Emser Auellsalz in flüssiger Form. Emser Victoriaquelle. Poorrätbig in Friedberg in der Mohren-Apotheke, lin Bad- Nauheim bei Ph. J. Weiss. 217 König Wihem's-Fesenqueen, Ems. 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