—— 2 9—————— ĩ-—— 4 7 b eis „ —¹ 7 8 * * Perllichus rt, Reiré, All, großen 796 58 kauf , Seuntrhan 2 5 2 Slöde 11 it Slöden in nüt, alan kergeſcllen 35 dat Dienſtag den 17. Juli. 4 8g. Oberheſſiſcher Anzeiger. Wird hier und in Bad⸗Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Erſcheint dreimal wöchentlich und zwar Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag. Annoncen: die einſpaltige Petitzeile 15 Pf., lokale auswärtigen Einſendern 0 5 ö Anzeigen und behördliche aus dem Kreiſe 11 Pf., Reclamen 30 Pf.; ſoweit Letztere nicht Jahresconto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt iſt, ein Beleg koſtet 9 Pf. Annoncen von werden ſtets per Poſt nachgenommen. Collecten und Büchſengelder betreffend“, Friedberg den 138. Juli 1888. Erledigungen. 1. Bauer, Peter, Bierbrauer gauſen, Ausſchreiben vom 17. Mat. Friedberg den Friedberg, Großherzogthum Heſſen, Militärbehörde. Beſchreibung: Größe: 1,60; Geſtalt: b kennzeichen! Narbe am linken Auge, Anker auf der rech Metz den 10. Juli 1888. Bezugnehmend auf unſere Bekanntmachung in Nr. 74 des Kreisblattes Ausſchreiben. Um Auskunft über den dermaligen Au Der Pionier Schreiner Heinrich Wilhelm Fiſch, hat ſich am 8. d. Mts. aus ſeinem Quartier entfernt und iſt der Amtlicher Theil. Weils ach n; von Vichtach, ausgeſchrieben am 16. Dezember 1887, 11. 13. Juli 1888. „„die Einſendung der für die Laudes-Waiſenanſtalt zu erhebenden f bringen wir andurch weiter zur Kenntniß, daß in der Gemeinde Wiſſelsheim außer den verzeichneten 1,37 M. in 1887 weiter fünf Mark eingegangen und abgeliefert worden ſind. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden. Februar und 11. Mai. 2. Georg, Johann, von Landen— fenthaltsort des Adolph Anklam von Wreſchen, früher in Okarben, wird erſucht. Der Großherzogliche Amtsanwalt. Hill. Steckbrief. der 3. Compagnie, Plonter- Bataillons Nr. 16, klein; Kinn: geboren am 17. November 1866 zu Bad Nauheim, Kreis Fahnenflucht verdächtig. gewöhnlich; Naſe: gewöhnlich; Mund: gewöhnlich; Haar: blond; Bart: Verhaftung und Ablieferung an die nächſte Schnurrbart; Beſondere ten Hand, geſchwollener Mittelfinger daſelbſt; Kleidung: Waffenrock, Tuchhoſe, eigene Mütze nebſt Seitengewehr. Plonter Bataillon Nr. 16. Deutſches Reich. Darmſtadt. Der Reallehrer Klein zu Friedberg wurde auf Nachſuchen, unter Aner— ennung ſeiner Dienſte, in den Ruheſtand ver— etzt und demſelben der Charakter als Profeſſor verliehen. 1— Militär⸗Dienſt⸗Nachricht. Oberſt von Kunowsky, Sommandeur des 4. Thür. Inf. Regts. Nr. 72 wurde 1 enter Stellung à la suite des Regiments, mit der Füh⸗ nung der 50. Infanterie⸗ Brigade beauftragt. Berlin. Der Prinzregent von Braunſchweig, Brinz Albrecht von Preußen, iſt zum General— Inſpecteur der erſten Armee-Inſpection, General— 1 djutant v. Winterfeld zum Chef des General— kabes dieſer Inſpection, General v. Caprivi aum commandirenden General des zehnten Ar— neecorps ernannt. — Der Kaiſer verlieh dem Profeſſor v. Berg— hann den Stern und das Kreuz der Comthure es Hohenzollern'ſchen Hausordens, dem Pro— ſſor Gerhardt den Rothen Adlerorden zweiter Jlaſſe mit Eichenlaub. — Die Ernennung des bisherigen Mini— ferialdirektors von Zaſtrow zum Unterſtaats— feretär im Miniſterium des Innern iſt durch len Kaiſer erfolgt. Kiel, 11. Juli. Die Prinzeſſin Heinrich bn Preußen feiert heute ihren Geburtstag, aus lelchem Anlaß die Straßen unſerer Stadt reich git Fahnen geſchmückt ſind. Der Bruder der Trinzeſſin, Erbgroßherzog Ernſt Ludwig von Heſſen, naf heute Vormittag hier ein und begab ſich, Empfang genommen und begleitet vom Hof— harſchall Frhrn. v. Seckendorff, ſofort nach kellevue, um ſeine Glückwünſche darzubringen. * — 14. Juli. Der Kaiſer iſt heute Morgen her eingetroffen und wurde mit ungeheurem Jibel begrüßt. Arch die feſtlich geſchmückten Straßen, überall ile Grüße huldvoll erwiedernd, nach der Bar— leroſſabrücke, beſtieg ein Boot und begab ſich die Reihe der Kriegsſchiffe entlang nach der icht„Hohenzollern“. Die Schiffe gaben Salut— ſtüſſe ab, die Mannſchaften paradirten auf den Maen. Alle Kauffahrteiſchiffe prangten im Faggenſchmuck, mehrere Privatdampfer lagen kreit, der Flotte das Geleit zu geben. Nach— lem die Schiffe des Panzergeſchwaders und des Schulgeſchwaders vor dem Kaiſer, der ſich auf her Pacht„Hohenzollern“ befand, defllirt hatten, lag dieſe um 11 Uhr in See. Die Flotten— rade verlief glaͤnzend und mit bewunderungs— 0 1 Vom Bahnhofe fuhr derſelbe würdiger Exactheit. Die Zuſchauer am Strande und auf den Dampfern zählten nach Tauſenden. Köln, 13. Juli. Die zweite Strafkammer des königlichen Landgerichts hat in ihrer heutigen Sitzung das Urtheil in dem am 6. ds. verhan— delten Preßproceß gegen den verantwortlichen Redakteur der„Köln. Ztg.“ wegen Beleidigung des Fürſten Heinrich XXII. von Reuß. L. verkündet. Dasſelbe lautet auf einen Monat Feſtungshaft, das geringſte aus§ 99 zuläſſige Strafmaß. Gegen das Urtheil wird die Revi— ſion angemeldet. Wiesbaden, 13. Juli. Die Angelegen— heit, betr. den ſerbiſchen Kronprinzen, iſt dahin entſchieden, daß der Polizeipräſident v. Reinbaben den Prinzen kurz nach 10 Uhr aus der Villa der Königin mit Anwendung von Gewalt holte und dem Bevollmächtigten des Königs, Kriegs— Miniſter General Protitſch, übergab. Der Polizeipräſident eröffnete dem Kronprinzen, daß der Wille ſeines königlichen Vaters ihn zu ſich rufe und fuhr ſodann, nachdem die Königin Proteſt gegen die Gewalt eingelegt und von ihrem Sohne Abſchied genommen hatte, in Begleitung der Tante und des Gouverneurs des Kronprinzen, Dr. Dokitſch, zum Bahnhof. Dortſelbſt erwartete der Kriegsminiſter General Protitſch mit zwei Adjutanten den Kronprinzen, um mit demſelben und ſeinen Begleitern einen Salonwagen zu be— ſteigen. Vor der königlichen Villa und am Bahn— hofe hatte ſich eine große Menſchenmenge ein— gefunden. Kurz nach 12 Uhr fuhr der Zug nach Frankfurt— Paſſau— Wien ab. Der Königin Natalie wurde eröffnet, daß ſie 10 Stunden nach Abreiſe des Kronprinzen Deutſchland zu verlaſſen habe. Die Königin reiſt deßhalb heute Abend 7 Uhr von hier ab. — 13. Juli. Die Königin Natalie reiſte heute Abend mit dem Schnellzuge um 7 Uhr 40 Min. von hier ab und zwar nach Wien. Kurz vor ihrer Abfahrt hatte die Königin noch einem Gottesdienſte bei dem ruſſiſchen Geiſt— lichen beigewohnt. Vor der Villa hatte ſich wiederum eine große Anzahl Menſchen einge— funden, ebenſo am Bahnhöfe. Zur Aufrechter— haltung der Ordnung war eine größere Anzahl Ausland. Frankreich. Paris, 13. Juli. Boulanger hatte einen Antrag in der Kammer auf Kammer— auflöſung eingebracht. Bei der Debatte erwie— derte Miniſterpräſident Floquet auf Ausfälle Boulanger's, die Regierung habe das Recht, bei dem Präſidenten Carnot die Auflöſung der Kammer zu beantragen, ſei aber entſchloſſen, dem Präſidenten Boulanger's Reſolution nicht vorzuſchlagen. Floquet warf Boulanger vor, er ſtütze ſich auf die Rechte; ihm, der ſich den Sitzungen der Kammer unausgeſetzt fern halte, komme es nicht zu, die Arbeiten der Kammern in dieſer arbeitsreichen Legislaturperiode zu be— urtheilen. Boulanger erwiedert, die Rede Floquets ſei nichts, wie die Auslaſſung eines ſchlecht er— zogenen Schulbuben, Floquet habe kein Wort über die allgemeine Politik geſagt, er habe nichts wie perſönliche Angriffe gegen ihn gerichtet. Er wurde dabei ſehr ungezogen. Der Kammerprä— ſident erklärte, er ertheile Boulanger, bevor er die Cenſur uber ihn verhänge, das Wort. Bou— langer fragt, ob die Cenſur über Floquet oder ihn verhängt werden ſolle. Der Präſident er— wiederte, Boulanger habe zuerſt die Kammer angegriffen, ſeine letzten Worte nöthigten ihn zur ſtrengſten Anwendung der Geſchäftsordnung. Boulanger proteſtirt gegen die Geſchäftsleitung, welche die Freiheit der Rednerbühne nicht re— ſpectire, erklärt die Niederlegung ſeines Depu— tirtenmandats und verläßt mit ſeinen Anhängern den Sitzungsſaal. Die Linke verlangte trotzdem Verhängung der Cenſur über Boulanger. Der Präſident erwiederte, Boulanger habe, indem er den Saal verlaſſen, ſich ſelber das Urtheil ge— ſprochen. Lamarzelle von der Rechten warf dem Präſidenten Parteilichkeit vor bezüglich Floquet's. Nach heftigen Tumulten auf der Linken wurde die Cenſur gegen Boulanger beſchloſſen. Die Kammer vertagte ſich bis zum Montag. Floquet ließ Boulanger fordern und das Duell fand ſofort ſtatt. Der Zweikampf iſt ſehr erbittert geweſen, beide wurden zweimal, aber leicht ver— wundet. Die Wunde Boulanger's am Halſe hat ſtack geblutet. — Der heutigen Einweihung des Denkmals Schutzleute beordert. Gegen die Königin wurde nach dem Frankfurter Journal kein Ausweiſungs— befehl erlaſſen. Dieſelbe hat vielmehr aus freien Stücken, wenn auch aus leicht begrelflichen Gründen, Wiesbaden und Deutſchland verlaſſen. Die Kölner Zeitung hält jedoch ihre Angabe wegen der Aus— weiſung aufrecht. für Gambetta auf dem Carouſſelplatze wohnte eine große Menſchenmenge bei. Miniſterpräſident Floquet, lebhaft von dem Volke begrüßt, hielt eine Rede, in der er die Verdienſte Gambetta's pries, und ſchloß mit der Aufforderung, alle Kräfte dem Volke zu widmen, welchem Gam— betta gedient, der Armee, welche er liebte, ſowie —. ˙ V dem Vaterlande, welches er vertheidigte. Der Wunſch Aller konne nur auf die Republick ge— richtet ſein, die den Reformen zugeneigt ſei und in der Wahrung ihrer Rechte friedliebend, zugleich aber auch unveränderlich in ihrer Stärke ſei.— 14. Juli. Die Revue der Pariſer Truppen in Longchamps war vom herr— lichſten Wetter begünſtigt. Derſelben wohnte eine ungeheure Menſcheumenge bei. Carnot, welcher mit Freyeinet fuhr, wurde ſehr ſympa— thiſch begrüßt. Floquet, der mit Goblet fuhr, wurde auf dem ganzen Wege wie auf dem Paradefelde, von der Menge wie vom Publikum der Tribünen demonſtrativ acclamirt. Das Defiliren der Truppen war befriedigend, theil— weiſe vorzüglich. Die auweſenden zwei Bataillone Landwehr riefen einen patriotiſchen Enthuſiasmus hervor. — 15. Juli. Der Fürſt von Montenegro iſt hier eingetroffen. Dänemark. Kopenhagen. Der Beſuch des ruſſiſchen Kaiſers während der Ausſtellung hier— ſelbſt wird jetzt beſtätigt. Von Finland wird das Kaiſerpaar ſich nach Dänemark begeben. Großbritannien. London, 12. Juli. Im Oberhaus beantragt Argyll ein Vertrauenus— votum wegen der von der Regierung befolgten iriſchen Politik, das ohne Debatte einſtimmig angenommen wurde. Serbien. Belgrad, 12. Juli. König Milan deponirte ſämmtliches Gut der Königin bei einem großen Bankhauſe. Die Veröffentlichung der Eheſcheidung erfolgt vorausſichtlich am Sonntag durch das ſerbiſche Amtsblatt.— 14. Juli. König Milan traf mit ſeinem Sohne dem Kron— prinzen, welchem er entgegengefahren war, bei Bieske zuſammen. Er begab ſich mit demſelben und dem Gefolge nach Peſt zurück und ſetzte nach einem kurzen Aufenthalt die Reiſe hierher fort. Bezuͤglich der Kompetenz der königlichen Eheſcheidungs Angelegenheiten wird officiell da— rauf verwieſen, daß der Kompetenz des Conſi ſtoriums je ein Kirchenſprengel unterſteht. Für den Herrſcher des Landes beſtimmt das ganze Staatsgebiet die Zuſtändigkeit; daher gehört die Angelegenheit vor das, die Vorſteher ſämmt— licher Kirchenbezirke, reſpective der Episkopate in ſich vereinigende Forum“ die Synode.— 15. Juli. König Milan iſt mit dem Kron— prinzen Abends hier eingetroffen und wurde von ſaͤmmtlichen Miniſtern, den Spitzen der Behör— den, der Generalität, dem Episkopat, ſowie den Vertretern Oeſterreichs und Deutſchlands empfangen. Auf den Straßen begrüßte eine zahlreiche Menſchenmenge den König und den Kronprinz enthuſiaſtiſch. Die Stadt war be— flaggt und illuminirt. Um 9 Uhr fand ein Fackelzug ſtatt und wurde eine Serenade gebracht. Rußland. Petersburg. Dem„Nord“ zu— folge beſchloß die ruſſiſche Regierung den Bau von 1600 Kilometern neuer ſibiriſcher Eiſenbahnen. — Für den Aufenthalt des Kaiſers Wilhelm werden die Räume des Schloſſes Neu-Peterhof in Stand geſetzt. Gerüchtweiſe heißt es, Kaiſer Alexander werde auf dem Kriegsſchiffe„General— Admiral“, auf welchem— und nicht auf der „Derſchawa“— er ſeine Reiſe nach den finiſchen Scheeren angetreten, dem Kaiſer Wilhelm auf offener See entgegenfahren. Jena. Die Enthüllung des Denkmals für Fritz Reuter findet hier am 22. Jult ſtatt. Fritz Reuter hat ſeiner Zeit in Jena ſtudirt und der Burſchenſchaft ange— hört; er war kein Demagog, wie man es damals nannte, wurde aber in die Demagogen-Hetze hineingezogen und hatte mit vielfährigen Gefängniß- und Feſtungs-Strafen hart dafür zu büßen. In dleſer traurigen Zeit fand er ſein Dichter-Talent, wie wir Deutſche es aus ſeiner „Feſtungstid“ und„Stromtid“ kennen. Amerika iſt ubrigens mit 8 Denkmälern für Reuter zuvorgekommen. Berlin. Dr. Bramann, erſter Aſſiſtent Profeſſor von Bergmann's, der bekanntlich an Katſer Friedrich die Tracheotomie vollzogen hat, hat ſich heute Mittag als Privatdocent der Chirurgie an der hieſigen Univerſität habllittrt. Lemberg, 14. Juli. Die Städte Dzikow und Tarnoblzeg ſtehen ſelt geſtern Abend in Flammen. Brüſſel, 10. Jult. Aus Belgien werden gewaltige Ueberſchwemmungen im Geblet der Maas und Sambre gemeldet. Viele Getreidefelder ſind vernichtet, Vieh iſt in bedeutenden Mengen ertrunken. Handel und Verkehr. Friedberg, 14. Juli. Buttermarkt. Butter koſtete per Pfd. M. 0.85— 1.00. Eier 1 St. 6, 2 St. 11 Pf. Bußbach, 14. Juli. Wochenmarkt. Butter koſtete per Pfd. M. 1.00—0.00., Käſe per Pfd. 40—45 Pf., Eier 1 St. 5 Pf. Gießen, 14. Juli. Auf dem heutigen Markt koſtete Butter per Pfd. M. 0.85— 0.95, Eter 2 St. 9— 11 Pf., Käſe per Stück 4— 8 Pf., Tauben per Paar M. 0.60 bis 0.70, Hühner per Stück M. 0.90— 1.10, Hahnen per Stück M. 0.60— 1.20, Enten per Stück M. 1.70—2.00., Ochſen-Fleiſch per Pfund 60— 68 Pf., Kuh- und Rind— Fleiſch 45—54 Pf., Schweinefleiſch 50—60 Pf., Hammel— Fleiſch 54— 64 Pf., Kalbfleiſch 40—46 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4.50— 6.00, Zwiebeln per Centner M. 9.00- 10.00. Frankfurt, 13. Juli. Engrosmarkt. Heu- und Strohmarkt. Heu pro 100 Kilo M. 7.80— 10.40, Stroh pro 100 Kilo M. 5.60 6.60, Butter pro 50 Kilo M. 75 bis 80, Eter das Hundert M. 4.40— 4.50, Erbſen 100 Kilo M. 1821.50, do, geſchälte M. 20—30, Linſen M. 28—45, weiße Bohnen M. 23— 25.50, Mohrrüben 50 Kilo M. 6—8, Kartoffeln pro 100 Kilo M. 6— 7.50, Aprikoſen 50 Pf., neue hieſige Kartoffeln 100 Kilo M. 7 bis 8, Blumenkohl 100 Stück M. 25—50, Kopfſalat M. 3—5, Erbſen per Centner M. 12— 15, Bohnen per Pfund 15—20 Pf., Kirſchen per Centner 8-15 M., Erdbeeren per Pfund 50 Pf., neue Nüſſe per Centner M. 10—15, Johanntsbeeren per Pfund im Centner 12 bis 15 Pf., Pfirſiche per Pfund M. 1, Zwetſchen per Pfund 40 Pf., Himbeeren 25— 35 Pf., neue Aepfel per Pfund 30 Pf. Frankfurt, 12. Juli. Viehmarkt. Auf dem heutigen Markte waren 51 Ochſen, 64 Kühe, 121 Schweine und auf dem geſtrigen Kälbermarkte 161 Kälber zugeführt, auf dem Zuchtſchweinemarkt waren dieſe Woche 220 Stück vorhanden, alles zu den früheren Preiſen. Frankfurt, 14. Juli. Wochen-Markt. Erbſen ganze per Pfd. 12— 16 Pf., do. geſchälte 14—18 Pf., Linſen 18—28 Pf., weiße Bohnen 20— 22 Pf., Kar toffeln 100 Kilo M. 6— 7.50, neue Malteſer Kartoffel per Pfd. 12— 14 Pf., hieſige Kartoffel 8—9 Pf., krauſe En— divien 10— 15 Pf., Butter per Pfd. M. 0.90— 1.10, Eier das Stück 5—6 Pf., Radieschen 3 Pf. das Päckchen, Römiſch Kohl per Portion 40—50 Pf., Blumenkohl per Stück 40—80 Pf., deutſcher Kopfſalat per Stück 3—4 Pf., franz. Zuckerſchoten per Pfd. 20— 25 Pf., neue Erbſen per Pfund 10— 20 Pf., neue grüne Bohnen per Pfund 25 bis 36 Pf., Romainſalat 10— 15 Pf., neuer Wirſing per Stück 15—25 Pf., Zwiebeln per Pfd. 7—9 Pf., Schwarzwurzel 50—60 Pf., neue Gurken 8— 25 Pf., neue Kohlraben per Stück 5—6 Pf., neue Carotten das Päckchen 10—12 Pf., Kirſchen per Pfd. 6—15 Pf., Krebſe per Stück 6—7 Pf., neues Weiß kraut per Stück 20— 25 Pf., neue Rotherüben per Por— tion 50—60 Pf., Wachsbohnen per Pfd. 25—30 Pf. Verlooſung. Eliſabeth⸗Bahn, öproc. Staats-Schuld⸗ Verſchreibungen. Ziehung vom 2. Juli 1888.— Heimzahlung am 2. Januar 1889. Serie 55 824 2288 2695 4067 zu je einer Schuld-Verſchreibung à 4000 fl. Serie 5083 6840 7518 zu je 5 Schuld Verſchreibungen à 800 fl. S. 9683 zu 25 Schuldverſchreibungen à 160 fl. Aus Stadt und Land. . 1 Dr. Areularius in New⸗Rork, eln ge⸗ orener Schottener, hat 4000 M. für den hieſi rn⸗ hallen bau geſchenkt. VNV Darmſtadt. Bei der Großh. Heſſiſchen Diviſton ſind im Erſatzjahr 1887—88 zuſammen 2729 Seſiſche Untherthanen eingeſtellt worden, davon aus Starkenburg 1210, aus Oberheſſen 791 und aus Rhelnheſſen 728. Unter dieſen eingeſtellten Mannſchaften befanden ſich drei je aus den drei Provinzen einer, ohne Schulbildung. 0 Allerlei. Caſſel, 14. Juli. Von dem Berlin-Frankfurter Schnellzug, welcher in Frankfurt um 4 Uhr eintreffen ſoll, und in dem ſich der Großherzog und die Goßherzogin von Oldenburg befanden, find zwiſchen Wandersleben 90 Gotha 55 97 Lokomotlven und mehrere Wagen in olge von auf die Schienen geworfenen Steil 5 verletzt iſt e g f e Literariſches. Daheim Nr. 40 enthält: Raſſenkampf. Schluß.— Märchen und Kinderſeele. Von R. Linde.— Die deutſche Linde im fremden Lande. Von Th. Trede.— Heimkehr. Schluß.— Raupenhelm und Pickelhaube. Mit Illuſtr. — Unſer Kronprinz. Mit Porträt.— Bllder:„Luſtige Fahrt!“, und„In einem kühlen Grunde“.— Das blinde Hähnchen. Eine Fabel von Fr. Schanz.— Krieg zwiſchen Berlin und Spandau.— Hin und her.— Die üblichen Beilagen. Vom Fels zum Meer, herausgegeben von Wilh. Spemann, redigirt von J. Kürſchner in Stuttgart.— Es iſt eine bewundernswürdige Eigenart dieſes gediegenen Familten-Journales, das äußere Gewand ſeiner Hefte immer wieder mit ſlluſtratlv Neuem zu ſchmücken und mit künſtleriſchem Reiz auszuſtatten. Die Titel-Seite der neueſten 10. Lieferung ziert diesmal ein von Blumen— arabesken umrahmtes überaus anmuthiges Defregger— Bildchen. Textlich bietet das Heft wieder eine Fülle des Intereſſantem und literariſch Werthvollem, voran dit Fortſetzung des Romans„Iſaak Hennegauer“ von B. Rottmann. E. v. Waldt⸗Zedtwitz gibt in ſelner„Schulzen⸗ kathrin“ eine bewegte Erinnerung an den großen Krleg, Eine Arbelt von Oskar Wilsdorf, betitelt„Ein ödez Haus“, gewährt ein intereſſantes Aktenmaterkal über daß dunkel gebliebene Leben und Treiben der Gräfin v. Klel— mannsegge und beleuchtet ihre Schwärmerei wie ihr per— ſönliches Verhältniß zu Napoleon I.— Dr. W. J. van Bebber liefert einen Aufſatz:„Hat der Mond einen Eln— fluß auf unſere Witterungserſcheinungen?“ A. Silberſteinz „Thunichtgut“ iſt eine Charakterzeichnung aus den bahe⸗ riſchen Bergen. Intereſſant ſind auch die anderen Arbelten, Repertoir⸗Entwurf der vereinigten Stadt⸗-Theater in Frankfurt. Opernhaus. ö Dienſtag den 17.: Die Stumme von Portlei. Gr. Pr. Mittwoch den 18.: Lohengrin. Außer Abonn. Gr. Pr. Donnerſtag den 19.: Am Wörtherſee. verwandelte Katze. Gewöhnl. Preiſe. Freitag den 20,.: Die Meiſterſinger. Große Preiſe. Samſtag den 21.: Am Wörtherſee. wandelte Katze. Gewöhnl. Preiſe. Sonntag den 22.: Aida. Große Preiſe. Schauſpielhaus. Dienſtag den 17.: Ein Tropfen Gift. Mittwoch den 18.: Flatterſucht. Eppelwein. Große Preiſe. Donnerſtag den 19.: Alt- Frankfurt. Kleine Preiſe. Freitag den 20.: Goldfiſche. Große Preiſe. Samſtag den 21.: Neu einſtudirt: Der Hütten- Beſitzer. Große Preiſe. Sonntag den 22.: Der Hüttenbeſitzer. Große Preiſe. Große Preiſe. Hierauf: Ein Glas Außer Abonn. Geld⸗Cours. Frankfurt am 14. Juli 1888. Geber. Nehmer. M. Pf. M. Pf. 20⸗Frankenſtücke e do. en%%,, e e Engliſche Sovereigns... 20. 35 20. 30 Ruſſiſche Imperl ales.. 16. 71 16. 66 Ducaten. e 9. 45 1 h Al re, 975 Dollars in Gold 4. 16 E Zwirn⸗Buxkin u. Kammgarn⸗Fantaiſie für Herren⸗ und Knaben⸗Anzüge(das Vortheilhafteſte der Salſon), garantirt reine Wolle, nadelfertig, ca. 140 em breit à Mark 3.85 per Meter, verſenden direkt an Private in einzelnen Metern, ſowie in ganzen Stücken portofrei in's Haus Buxkin Fabrik-Depot Oettinger und Co., Frankfurt a. M. Muſter unſerer reichhaltigen Colleetionen bereitwilligſt franeo. 1612 P——— Mit den neuen Schnelldampfern des Norddeutſchen Lloyd kann man die Reiſe von Bremen nach Amerika in 9 Tagen 9 Ferner fahren Dampfer des Norddeulſchen Lloyd 1555 machen. Sremenf Oſtaſien 2 Südamerika. Auſtrali Näheres bei dem General⸗Agenten NM. Abraham, Mainz, Hermann Vogt, Bad- Nauheim. Hierauf: Die Außer Abonn. 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Der Eduard Bär zu Wohnbach, als Ceſſionar des erz Meyer zu Friedberg und des David Meyer zu Wohnbach, klagt gegen den Ernſt Pfeifer, früher zu Wohnbach, jetzt unbekannten Aufenthaltorts, 1. aus Geſſton des Herz Meyer wegen 27 Mark 82 Pf. für Waaren und aus Darlehen lt. anerkannnter Abrechnung vom 5. Juni 1887, 2. aus Ceſſion des David Meyer wegen 19 Mark 76 Pf. für Waaxen lt. Rechnung und aus Darlehen mit dem Antrage auf Verurthellung des Beklagten zur Zoblang von . 27 Mark 82 Pf. nebſt 5% Zinſen vom 1. Auguſt 1887, b. 19 Mark 76 Pf. nebſt 5% Zinſen vom 1. Juni 1887 und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsſtreits 8 das Großherzogliche Amtsgericht zu Hungen auf Donnerſtag den 20. September 1888, Vormittags 9 Uhr. ö Zum Zwecke der öffentlichen Zuſtellung wird dleſer 0 der Klage bekannt gemacht. Klös, 2616 Arbeits⸗ Bee bung Freitag den 20. d. 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Juli, Nachmittags 8 Uhr, wird der Reichstagsabgeordnete unſeres Wahlkreiſes Herr Director Brand aus Mainz ſeinen Rechenſchaftsbericht im Steinhäußer'ſchen Gartenſaale zu Friedberg erſtatten und laden wir hierzu alle Wähler unſeres Wahlkreiſes ergebenſt ein. Der nationalliberale Wahl-Ausſchuß: 2617 Der Vorſitzende: Jöckel, Rechtsanwalt. Einladung. Sonntag den 22. und Montag den 23. Juli findet dahier die Einweihung der neuen Fahne des hieſ. Ariegervereins ſtatt, wozu wir alle Freunde und Gönner des Vereins hiermit freundlichſt einladen. 1 n Uhr: Empfang und Begrüßung der ankommenden Vereine. 2 Uhe: Aufſtellung des Feſtzugs. 8 wird noch, daß Herr Gaſtwirth Hermes die Feſtwirthſchaft übernommen hat und in deſſen Garten auch der Feſtplatz iſt. Ockſtadt den 15. Juli 1888. 2624 Das Comité. Jean Burk, Bad-Nauheim U Reluhartstrasze. Relnbardtstrasse q Niederlage der Weinhandlung elldld& Mauer, Praukart d. M. 3 der altdeutschen Weinstube L. K. 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Juli, Abends 6 Uhr, im Windecker'schen Gartensaale stattfindenden Generalversammlung hiermit ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins im Jahre 1887/88. 2. Rechnungsablage über 1887/88. 3. Festsetzung des Voranschlags für 1888,89. 4. Wahl zweier Ausschussmitglieder. Friedberg den 9. Juli 1888. 2547 Der Vorstand. Soeben erſchlen und iſt bel el in Carl Bindernagel in Friedberg und Bad-Nauheim vorräthig: Die Krankheit Kaiſer Friedrich des Dritten, dargeſtellt nach amtlichen Quellen und den im königl. Haus miniſterium niedergelegten Berichten der Aerzte: Bardeleben, v. Berg- mann, Gramann, Gerhardt, Außmaul, Land- graf, Schmidt, Schrötter, Tobold und Waldeyer. Preis M. 1. Gegen Einſendung von M. 1.10 in Briefmarken er⸗ folgt Francozuſendung per Poſt. e Großer Ausverkauf. Sämmtliche Herren- und NRnahen-Anzüge, Tuch⸗ und Buckskins Aufgabe dieſer Artikel ausverkauft. 2471 f M. 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